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Der Schiri Thread

08.08.2011 - 15:46 Uhr
Der Schiri Thread |#161
21.09.2024 - 23:02 Uhr
Zitat von Ozelot
Kann mir jemand erklären, weshalb der Schiri in der Nachspielzeit Abstoß für den HSV und keinen Schiedsrichter-Ball gibt, als er von Heuer klar angeschossen wird und der Ball ins Toraus geht?

Mit "Fehlentscheidung" lass ich mir das nicht erklären. Die eigentliche Regel kennt jeder F-Jugendspieler.


Clouds Schiedsrichter-Schule sagt...

"Wenn der Ball den Schiedsrichter (oder einen anderen Spieloffiziellen) berührt und danach ins Tor geht, der Ballbesitz wechselt oder ein Angriff lanciert/gestartet wird, gibt es einen Schiedsrichterball."

Mit dem Wechsel des Ballbesitz ist hier jedoch nur das laufende Spiel gemeint. Denn ansonsten gilt..

"Berührt der Schiedsrichter den Ball und dieser geht anschließend aus dem Spiel, indem er die Seitenlinien oder die Torlinie (außerhalb der Tore) überschreitet, wird das Spiel mit der entsprechenden Spielfortsetzung (Abstoß, Eckstoß oder Einwurf) fortgesetzt."

•     •     •

Schließlich haben FCK-Fans gegenüber allen anderen Fußballfans dieser Welt einen Riesenvorteil: Die anderen können nur an Wunder glauben - wir aber wissen, dass es welche gibt!
(Kohlmeyer; 05.07.2007)

"Wer auf dem Betzenberg spielt, der begreift, dass Fußball ohne Fans nichts bedeutet, dass erst die besondere Energie zwischen Spielern und Zuschauern Magie und Spannung entstehen lässt. Der Betzenberg ist ein ganz besonderer Fußballort."
(Georg Koch, unsterblich; 11Freunde, 29.11.2024)
Der Schiri Thread |#162
22.09.2024 - 09:42 Uhr
Zitat von Master_K

Gerade aufgewacht und mir lässt das Thema Nachspielzeit irgendwo keine Ruhe:

Seht ihr 4 Minuten Nachspielzeit in Halbzeit eins und 5 Minuten Nachspielzeit in Halbzeit zwei gegen den HSV als gerechtfertigt und angebracht an? Aus den 5 Minuten Nachspielzeit und hat seit zwei wurden ja am Ende sogar 7 Minuten.

Das Spiel war für mich äußerst fair, es gab keine brutalen Fouls, es gab keine Ausschreitungen von den Rängen, es gab sogar noch weniger als die maximale Anzahl an Auswechslungen.


Ich versuche es mal so objektiv wie möglich zu bewerten.

In Halbzeit 1 gab es sehr viele Situationen, in denen Exner mit den Spielern spricht, ihnen Entscheidungen erklärt oder Situationen in denen man gelb geben könnte mit Gesprächen regelt (was mit gut gefallen hat). Zudem ein Tor und 2-3 Verletzungsunterbrechungen. Da waren 4 Minuten angemessen.

In Halbzeit 2 gab es innerhalb der regulären Spielzeit 3 Tore und insgesamt 5 Wechselunterbechungen (einmal 3er Wechsel, zweimal Doppelwechsel). Dafür aber auch weniger Situationen in denen Exner mit den Spielern redet. Verletzungsunterbrechungen gab es kaum/wenige. So schwer es mir fällt, die 5 Minuten waren dann doch ok (auch wenn ich es gestern Abend im Frust noch anders gesehen habe).
Die Verlängerung der Nachspielzeit auf 7 Minuten resultiert aus dem Zimmer-Wechsel in der 91 Minute und dem Tor für Hertha (welches aber auch innerhalb der 5 Minuten Nachspielzeit fällt!).
Ich habe in dieser Saison das Gefühl, dass die Schiedsrichter eher noch mal ne Minute drauf packen, wenn die in führungsliegende Mannschaft innerhalb der letzten 10 Minuten wechselt (was wir getan haben 86. Minute), oder versucht Zeit von der Uhr zu nehmen (laufen mit dem Ball an die Eckfahne usw. (was wir auch 1-2 Mal versucht haben).
Ich rechne daher: 2 Minuten für die Tore, 1-2 Minuten für die Wechselunterbrechungen, 1-2 Minuten für andere Unterbrechungen.

Im Grund muss man Ehrlich sein: ob 4 oder 5 Minuten Nachspielzeit richtig gewesen wären ist schwer zu entscheiden. 5 Minuten waren aber auf keinen Fall eine Fehlentscheidung oder eine unangemessene Einflussnahme auf das Spiel. In erster Linie müssen wir beide Gegentore besser verteidigen und das sollte man ( meiner Meinung nach) deutlich vor der Länge der Nachspielzeit anführen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Helm_Holm am 22.09.2024 um 09:45 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#163
22.09.2024 - 10:04 Uhr
Zitat von Master_K
Gerade aufgewacht und mir lässt das Thema Nachspielzeit irgendwo keine Ruhe:

Seht ihr 4 Minuten Nachspielzeit in Halbzeit eins und 5 Minuten Nachspielzeit in Halbzeit zwei gegen den HSV als gerechtfertigt und angebracht an? Aus den 5 Minuten Nachspielzeit und hat seit zwei wurden ja am Ende sogar 7 Minuten.

Das Spiel war für mich äußerst fair, es gab keine brutalen Fouls, es gab keine Ausschreitungen von den Rängen, es gab sogar noch weniger als die maximale Anzahl an Auswechslungen.

Ich gehöre eher zu der Fraktion, die sich früher darüber aufgeregt hat, wenn bei einem Spiel mit vielen Unterbrechungen (Tore, Fouls & Karten, Spielerwechsel, etc.) nur die üblichen 3 Minuten nachgespielt wurden. Daher freut mich die Entwicklung, dass es mittlerweile etwas großzügiger gehandhabt wird, auch wenn es gestern für uns zum Nachteil wurde.

Zum gestrigen Spiel:
In der ersten Halbzeit gab es ein Tor (vom Tor bis zum Anstoß vergeht im Schnitt wohl so etwa eine Minute), zwei gröbere Fouls mit anschließender Genesungspause (Ache und Hadzikadunic), eine VAR-Prüfung wegen eventuellen Handspiels und 3 gelbe Karten. Die 4 Minuten sind für mich angemessen.
In der zweiten Halbzeit gab es zwei Tore in den 45 Minuten, 4 Auswechselblöcke, 2 gelbe Karten. 4 bis 5 Minuten finde ich hier angemessen.

Generell eine gute Leistung des Schiedsrichters gestern.
Der Schiri Thread |#164
05.11.2024 - 00:24 Uhr
Zitat von Master_K
Warum wird eigentlich das jubeln von Einwechselspielern auf dem Platz mit den auf dem Platz befindlichen Mitspielern nicht geahndet?

Ist dies so, weil das Spiel nach dem Tor unterbrochen ist oder ist dies eine Grauzone?


Ich persönlich sehe es als Grauzone. IFAB Regel Link.

Regeln gelten ab "Der Schiedsrichter hat die Befugnis, ab dem Betreten des Spielfelds zur die Spielfeldkontrolle bis zum Verlassen des Spielfelds nach dem Spiel (einschliesslich des Elfmeterschiessens) Disziplinarmassnahmen zu ergreifen." Es gibt keine Sonderregelungen im Sinne von "Spiel ist unterbrochen".

Verstoß: "Ein Einwechselspieler oder ausgewechselter Spieler wird bei folgenden Vergehen verwarnt: Betreten oder Wiederbetreten des Spielfelds ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters"

Allerdings gilt explizit beim Torjubel: "Das Verlassen des Spielfelds beim Torjubel ist noch kein verwarnungswürdiges Vergehen. Die Spieler sind aber gehalten, so rasch wie möglich zurückzukehren."

Es ist nicht explizit aufgeführt und daher meine persönliche Meinung: wenn ein Spieler beim Torjubel ohne Erlaubnis das Spielfeld verlassen darf, dann darf ein Einwechselspieler auch das Spielfeld betreten.
Der Schiri Thread |#165
05.11.2024 - 07:39 Uhr
Zitat von Zocat
Zitat von Master_K

Warum wird eigentlich das jubeln von Einwechselspielern auf dem Platz mit den auf dem Platz befindlichen Mitspielern nicht geahndet?

Ist dies so, weil das Spiel nach dem Tor unterbrochen ist oder ist dies eine Grauzone?


Ich persönlich sehe es als Grauzone. IFAB Regel Link.

Regeln gelten ab "Der Schiedsrichter hat die Befugnis, ab dem Betreten des Spielfelds zur die Spielfeldkontrolle bis zum Verlassen des Spielfelds nach dem Spiel (einschliesslich des Elfmeterschiessens) Disziplinarmassnahmen zu ergreifen." Es gibt keine Sonderregelungen im Sinne von "Spiel ist unterbrochen".

Verstoß: "Ein Einwechselspieler oder ausgewechselter Spieler wird bei folgenden Vergehen verwarnt: Betreten oder Wiederbetreten des Spielfelds ohne die Erlaubnis des Schiedsrichters"

Allerdings gilt explizit beim Torjubel: "Das Verlassen des Spielfelds beim Torjubel ist noch kein verwarnungswürdiges Vergehen. Die Spieler sind aber gehalten, so rasch wie möglich zurückzukehren."

Es ist nicht explizit aufgeführt und daher meine persönliche Meinung: wenn ein Spieler beim Torjubel ohne Erlaubnis das Spielfeld verlassen darf, dann darf ein Einwechselspieler auch das Spielfeld betreten.


Ergänzung dazu:
Ein Einwechselspieler oder ausgewechselter Spieler gehört zur Mannschaft, aber nicht zum Spiel! Er kann daher kein Foulspiel begehen, sondern lediglich Unsportlichkeiten, grobe Unsportlichkeiten und Tätlichkeiten. Sobald das Spiel unterbrochen (z.B. nach einem Torerfolg, sind eh keine Foulspiele mehr möglich!

Betritt ein solcher Spieler das Spielfeld (egal ob das Spiel unterbrochen ist oder nicht), ist es laut der Regel als Unsportlichkeit zu werten und der Spieler zu verwarnen (daher legen die 4. Offiziellen auch immer so viel Wert darauf, dass die ausgewechselten Spieler das Spielfeld verlassen haben bevor der einzuwechselnde Spieler das Spielfeld betritt). Ein Spieler der sich aufregt weil es einen Elfmeter für den Gegner gibt und dabei aufs Spielfeld läuft würde ja auch umgehend verwarnt. Die Regel ist hier im Grunde glasklar: Eine Unsportlichkeit zieht immer eine Verwarnung nach sich.

Beim Torerfolg handelt es sich hier um eine Grauzone/Anweisung für die Schiedsrichter, da der Torjubel im Grunde keine Unsportlichkeit darstellt. Ein jubelnder Auswechselsspieler der das Spielfeld betritt wird nicht verwarnt, wenn er sich im Rahmen des mannschaftlichen Jubels angemessen verhält und die Wiederaufnahme des Spiels durch das Betreten des Spielfeldesl nicht verzögert. Würde ein Auswechselspieler nach dem Torerfolg z.B. jubelnd im Slalom um alle Spieler des Gegner herumlaufen, zur Fankurve des Gegners laufen und dort alleine Jubeln während der Rest der Mannschaft im anderen 16er jubelt, oder sich den Ball schnappen und damit eine Ehrenrunde auf dem Platz drehen, würde der Schiedsrichter ihn auf jeden Fall verwarnen! Im Grunde ist es einfach eine sinnvolle Anweisung, damit man die Emotionen nicht vollständig aus dem Fußball herausnimmt.
Nach dieser Anweisung habe ich jedenfalls gehandelt, wobei das auch schon 1-2 Monde her ist.
Der Schiri Thread |#166
07.03.2025 - 22:08 Uhr
Ist eigentlich noch jemand aufgefallen, dass der Schiedsrichter oder einer der beiden Assistenten vor dem Spiel beim Aufwärmen zu einem der Elversberg-Spieler gegangen ist und diesen freundschaftlich umarmt hat? Sorry, aber das geht leider gar nicht! Und da ist es auch völlig egal, ob er da jemanden gut kennt oder sonst was! Die haben gefälligst neutral zu sein!

Interessant wird es dann, wenn ich gefühlt jede 50/50-Entscheidung gegen den FCK entscheide…
Der Schiri Thread |#167
18.03.2025 - 17:23 Uhr
Zitat von Ivo_Ilicevic

Zitat von Master_K

Es wird so sein wie immer: Keine Konsequenz für das Schiedsrichtergespann und auch nicht für den VAR!

Man könnte ja mal fragen: Warum gibt es keine offizielle Statistik zum VAR? Wie oft benötigt Schiedsrichter XY die „Hilfe“?

Aber das ist alles mysteriös und nebulös 😀


Naja, es gibt schon Statistiken wie oft es Eingriffe gibt:
https://ig-schiedsrichter.de/var-bilanz-in-bundesliga-und-2-liga-dfb-schiedsrichter-boss-gibt-auswertung-bekannt/

Die Frage ist halt, was die reine Zahl an Eingriffen zeigt.
Ich würde fast behaupten: Nichts.
Auch ein Vergleich solcher Zahlen sagt nichts über die Qualität der einzelnen Schiedsrichter aus.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der VAR extrem wichtig ist.
Wie der VAR teilweise eingesetzt wird, halte ich für schwierig.


Stimme dir da voll zu Ivo.
Man muss an dieser Stelle halt auch mal klar sagen, dass man den VAR im Fußball nicht mit Eishockey oder der NFL vergleichen kann. Das sind Sportarten mit einer vorgegebenen Spielzeit, in denen Unterbrechungen einkalkuliert sind und nicht von der Netto-Spielzeit abgehen. Bei jedem Check werden die Uhren angehalten und die Entscheidungen sind relativ schnell getroffen, weil das Regelwerk zudem deutlich weniger Variabel ist.
Beim Eishockey ist der wohl schwieriges Fall, ob ein Spieler den Pock absichtlich mit dem Schlittschuh ins Tor lenkt (dann zählt der Treffer nicht) oder ob es unbeabsichtigt geschehen ist (dann zählt das Tor).
Beim Fußball gibt es hier deutlich mehr Variablen:
Wann ist Handspiel strafbar, wann ist Abseits strafbar, wann ist eine Köper-Kontakt strafbar usw.

Zudem sind halt die Vorgaben des DFB total schwammig. Alleine schon die Frage, was ist eine klare Fehlentscheidung? Beziehe ich da die individuelle Ansicht/Meinung des Schiedsrichters mit ein oder gehe ich strickt nach Regelwerk? Gibt es hier Unterscheide zwischen Spielen die locker flockig und ohne große Emotion ablaufen und Spielen, in denen von Minute 1 an hart und aggressiv gespielt wird?
Beziehe ich die aktuelle Linie des Schiedsrichters (das Spiel eher laufen lasen oder doch jeden kleinen Zweikampf abpfeifen) mit ein?

Die absolute Krönung ist dann für mich dann die Aussage, dass man den Schiedsrichter nicht zu sehr bevormunden will/ ihn nicht zu einem Statisten machen will. Eine Aussage, die ich absolut nicht nachvollziehen kann. Ein Schiedsrichter sollte, sofern er seine Berufung ernst nimmt, ein absoluter Gerechtigkeitsfanatiker sein, der auf keinen Fall spielentscheidende Fehler machen will . Ich für meinen Teil habe immer die Spiele in schlechter Erinnerung behalten, in denen mir am Ende klar wurde, dass ich eine Fehlentscheidung getroffen hab, die das Spiel (mit-)entscheiden hat (Solche Spiele trägt man schon in der Kreisliga 2-3 Tage mit sich rum). So sollte es eigentlich auch jeder Bundesligaschiedsrichter sehen und vor allem der DFB!
Da muss es am Ende egal sein, ob die Schiedsrichter auf dem Platz in einem Spiel 90% ihrer Entscheidungen vom VAR vorgegeben bekommen und in einem anderen Spiel sind es dann halt mal nur 10%.
Aber es kann nicht sein, dass man am Ende nur "ausgewählte" Entscheidungen vom VAR überprüfen lässt, damit die Schiedsrichter einen möglichst eigenständigen Eindruck hinterlassen. Bedeutet zudem, dass man die Jungs auf dem Platz nicht für jede 2. Entscheidung an den Monitor bitten kann, sonst wird's halt auch lächerlich!
Aber, das auch nur meine eigene Meinung, die natürlich nicht allumfassend gilt!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Helm_Holm am 18.03.2025 um 17:24 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#168
19.03.2025 - 11:44 Uhr
Zitat von Ivo_Ilicevic
Zitat von elbepower
Zitat von Ivo_Ilicevic
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass der VAR extrem wichtig ist.
Man ist Früher auch ohne VAR ausgekommen.Es gab Fehlentscheidungen,die alle Mannschaften benachteiligt haben,man hat sich ein paar Tage darüber aufgeregt und gut wars.
Gäb es trotz VAR keine Fehlentscheidungen mehr,würde ich dir ja zustimmen,aber es ist nicht so.Trotz neuester Technik,sind Entscheidungen immer noch Auslegungssache.
Naja, nur weil man früher "ohne VAR ausgekommen" ist, heißt es ja nicht, dass es besser war.
Ich bin schon der Meinung, dass das Instrument Videoassistent richtig und wichtig ist.
Wie ich ja geschrieben habe, ist es v. a. die Art und Weise wie der VAR eingesetzt wird, welche das Hauptproblem ist.
Und solange Menschen mit am Werk sind, wird es immer Fehler geben. Das ist aber in einem gewissen Rahmen auch okay so.
Ich würde mir daher wünschen, dass man den gesamten VAR überarbeitet oder einfach nochmal von Vorne neu denkt.
Kann man die halbautomatisierte Abseitserkennung verbessern?
Kann man dem VAR noch mehr Kompetenzen einräumen?
Bekommt man das ganze Thema durch Durchsagen oder Einblendungen schon im Stadion transparenter gestaltet?

Müsste man da nicht inzwischen mit KI weiterkommen, insbesondere was die elend langen Prüfzeiten angeht? Natürlich müsste der VAR trotzdem die Endkontrolle behalten, bekäme aber von der KI verdichtete Infos und müsste nicht jede Kameraperspektive nochmal selbst zehnmal in Schleife checken. Sollte beim heutigen Stand der Technik doch eigentlich möglich sein.

Außerdem bräuchte es m.E. einen operationalisierten Ermessensspielraum für das "Offensichtliche" bei Fehlentscheidungen. Und "offensichtlich" ist es eben m.E. nicht, wenn es sich z.B. um Millimeterentscheidungen beim Abseits handelt. Solche Dinge sind mit bloßem Auge in der Originalsituation schlicht nicht fehlerfrei erkennbar und sollten vom System von vorneherein von einer Prüfung ausgefiltert werden. Wir sind ja inzwischen bei der Logik eines Photofinishs bei einem 100m-Lauf angekommen, was aber nie Sinn der Sache war! Ich denke, so etwas ließe sich über wahrnehmungspsychologische Befunde durchaus technisch operationalisieren: Was "billigerweise" mit bloßem Auge durch den Schiri nicht auflösbar ist, wird auch nicht geprüft! Fände ich einen guten Ansatz, der aber natürlich nur eine Teilmenge von Situationen abdecken kann. Neben dem Abseits (Angabe eines räumlichen Korridors statt einer Linie zur Bestimmung dessen, was unter "gleicher Höhe" zu verstehen ist) könnte dies auch das Handspiel betreffen: Auch hier wird man operationalisieren können, welche Reaktionszeit ein Spieler durchschnittlich überhaupt hat, das in Frage stehende Körperteil aus der Schussbahn zu bringen; wird diese Zeitspanne unterschritten, filtert die KI die Situation aus der Prüfung aus und es wird darauf entschieden, dass die Hand "angeschossen" war und die Situation straffrei bleibt.

Es müsste also ein Kriterium wie "nach menschlichem Ermessen" zur Grundlage der "Offensichtlichkeit" von Fehlentscheidungen gemacht werden, sonst messen wir irgendwann im subatomaren Bereich, ob es Abseits war.

Generell entsteht durch Zeitlupen ein Wahrnehmungsfehler, weil schnell auf "Absicht" befunden wird, was in Originalfeschwindigkeit gar keine sein kann. Menschen brauchen eine halbe Sekunde, um eine Absicht neuronal zu konfigurieren; und da ist die Reaktionszeit für die motorische Ausführung noch nicht eingerechnet. Unterhalb dieser Spanne agiert sozusagen die Körperintelligenz, etwa wenn wir unachtsam die Fahrbahn betreten wollen und schnell noch zurückziehen, um nicht angefahren zu werden. Da ist überhaupt keine Zeit für eine Absicht, weshalb das Bewusstsein in solchen Situationen auch evolutionär bedingt gar nicht eingeschaltet wird. Auch das gälte es mal stärker zu bedenken. Auch für so etwas müsste man Parameter eigentlich in eine KI implementieren bzw.sie darauf trainieren können.

•     •     •

502 Bad Gateway
nginx

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 19.03.2025 um 12:01 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#169
30.03.2025 - 14:04 Uhr
Zitat von Wingman_7
Eine kurze Nachfrage von einem ausgewiesenen Nichtexperten des aktuellen Schiedsrichter-Regelwerks: Entsteht nach dem aberkannten Treffer zum 2:0 gestern bei dem Bauer den Ball mit der Hand auf der Linie berührt, im Nachgang nicht eine neue Spielsituation oder war es korrekt, dass Burda dieses Handspiel ahndet und das darauffolgende Tor von Elvedi aberkannt wird.

Mir fehlt in solchen Szenen leider nach wie vor der gewisse Durchblick, vielleicht kann mir ja jemand hierbei auf die Sprünge helfen.

Gruß,
W7


Drei Dinge sind hier entscheidend.

1. Das Handspiel war nach den Regeln strafbar! (Über die Regel kann man natürlich diskutieren, aber für den SR ist das Handspiel strafbar!)

2. Durch das Handspiel bliebt der Ball (möglicherweise) im Spiel. Es ist nicht 100% auflösbar, ob die Berührung der Hand hier wirklich Auswirkungen hat, aber ohne die Berührung geht der Ball eventuell ins Aus oder prallt anders vom Pfosten ab und gelangt dann nicht mehr zu einem FCK Spieler. Beim Pfosten reicht ja schon eine minimale Ablenkung um den Ball anderes abprallen zu lassen.

3. Ganz schwer zu entscheiden, ob das wirklich eine neue Spielsituation ist/wird.
Auf jeden Fall berührt Bauer den Ball mit der Hand und im Anschluss kommt es zu einer Flanke, ohne dass die Düsseldorfer Einfluss auf das Spiel nehmen konnten. Dadurch kann man die Situation so auslegen, dass es nach wie vor die gleiche/selbe (konnte ich noch nie unterscheiden) Spielsituation ist.

Entscheidung für mich daher richtig, oder zumindest nicht falsch!
Der Schiri Thread |#170
07.04.2025 - 07:44 Uhr
Zitat von Olivarius
Zitat von Nestol

Zitat von Olivarius

Zitat von Nestol

Ich plädiere für die Abschaffung des VAR!

Es waren diese Saison dann doch schon wieder richtig viele Fehlentscheidungen... Sehr schade, ich hatte echt gehofft der VAR macht das Spiel gerechter, aber im Resumee scheinen die Schirileistungen nur noch schlechter zu werden.


Sehe ich nicht so, die Technik ist nicht das Problem, eher die Menschen die diese nicht anwenden können.
Die Technik scheint aber die Menschen zum Problem zu machen.

Ich habe mir das 2-0 jetzt nochmals xmal in der Wiederholung angeschaut. Wenn der da nicht steht, dann geht Simoni zum Ball und hat spätestens dann den Ball. An Bauer war auch ein klares Foulspiel zu erkennen. Es vergeht einem echt die Lust mit diesen willkürlichen Regelauslegungen.


Aber das ist ja genau das Problem, laut den Regeln kann man es so auslegen bis es passt.
Meiner Meinung nach ist sowohl das Gegentor gegen Paderborn, als auch das 2-0 gestern nicht passives Abseits.
Man könnte aber halt auch argumentieren das der Spieler nicht die Sicht nimmt und nicht an denn Ball kommt, in diesem Fall wäre es einfach Pech von Simoni das er sich auf den Spieler konzentriert hat und nicht auf den Ball.
Die Regularien sind einfach so schwammig das man sie so oder so auslegen kann, so lange das nicht klarer definiert ist bringt es auch nichts über den VAR zu diskutieren.

Also gestern kann man ja noch "drüber streiten", aber das Tor in Paderborn ist ein einziger Witz. Der springt 5cm am Ball vorbei.

Ehe ich mich wieder in Rage rede und meine Beiträge gelöscht werden, weil die schlimmer zu sein scheint von "Vibes" zu reden als Grimaldi Körperverletzung zu unterstellen, lasse ich es dabei sein...

Traurig was der VAR aus unseren Schiris gemacht hat...

•     •     •

Ole Rot-Weiss, Ole Rot-Weiss, Ole Rot-Weiss, Ole Rot-Weiss, Ole
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