| Geburtsdatum | 13.03.1967 |
|---|---|
| Alter | 59 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Global Sports Director |
| Akt. Verein | Japanische Fußball Liga |
Roger Schmidt
25.04.2014 - 12:18 Uhr
03.03.2016 - 20:52 Uhr
Zitat von Ikson
Ich denke Schmidt spielt ein sehr ähnlich System wie Klopp, das Problem bei dieser Spielphilosophie ist das sie absolut unberechenbar ist, man kann ein Team wie Bayern oder Real an die Wand spielen und im nächsten Spiel gegen den letzten der BL verliert man. Dieses System ist einfach zu sehr auf das Glück ausgelegt und da man wenig Spielkontrolle hat ist man gleichzeitig auch in ständiger Gefahr.
Klopp hatte den grossen Vorteil, das man zur Blütezeit mit diesem System die Gegner überraschte und kaum einer ein richtiges Gegenmittel hatte.
Der Schritt bei uns von Klopp zu Tuchel ist inzwischen sehr extrem, früher konnte man sich nicht mal bei einer Führung mit 2 Toren zurücklehnen, heute bin ich sogar bei einem 1:0 sehr entspannt.
Ich denke Schmidt spielt ein sehr ähnlich System wie Klopp, das Problem bei dieser Spielphilosophie ist das sie absolut unberechenbar ist, man kann ein Team wie Bayern oder Real an die Wand spielen und im nächsten Spiel gegen den letzten der BL verliert man. Dieses System ist einfach zu sehr auf das Glück ausgelegt und da man wenig Spielkontrolle hat ist man gleichzeitig auch in ständiger Gefahr.
Klopp hatte den grossen Vorteil, das man zur Blütezeit mit diesem System die Gegner überraschte und kaum einer ein richtiges Gegenmittel hatte.
Der Schritt bei uns von Klopp zu Tuchel ist inzwischen sehr extrem, früher konnte man sich nicht mal bei einer Führung mit 2 Toren zurücklehnen, heute bin ich sogar bei einem 1:0 sehr entspannt.
Mal über den Tellerrand geschaut:
Beide Trainer haben ja auch die Spielidee beibehalten, was ja auch richtig ist, jedoch was Klopp und auch Schmidt nicht verstehen wollen, oder können ist, das sich die Welt weiterdreht. Klar kann man dieses System erfolgreich weiterführen, oder verfeinern (siehe Atletico). Jedoch benötigt man dann meist viel zu sehr, eine sehr Starke Abwehr um Konter zu vermeiden und man ist sehr stark abhängig von Einzelkönnern in der Offensive im 1:1. Koke, Griezmann hier vielleicht Bellarabi und Chicha. Wenn beides wie Abwehrbollwerk und Selbstversorger im Offensiven Bereich funktionieren, ist alles prima. Wenn nicht und die Qualität sinkt, oder Verletzungen die Mannschaft schwächen, fällt alles wie ein Kartenhaus zu sammen und eine Idee wie man das ändern kann ist nicht in der Schublade. Dazu sieht das Pressing dann wild und ungeordnet aus, wie ein Hühnerhaufen wird verteitigt. Die hoch stehende Abwehr wird klassisch ausgekontert.
Tuchel der Trainer hat sich weiterentwickelt, hat erkannt das er sein Mainz System nicht 1:1 auf Dortmund übertragen kann. Er hat erkannt, das er bestimmte Dinge adaptieren kann, wie schnelles Umschalten bei Ballgewinn, aber eben auch hat er erkannt mit der Qualität der Fussballer von Dortmund ist mehr, als das allein möglich. Hier hat er Spieler die eine sehr hohe Qualität am Ball haben wie Gündogan und eine Sicherheit ausstrahlen, somit sind Ballverluste in Grenzen gehalten und man kann selbst das Spiel machen. Spielaufbau und geziehlte Angriffe folgen klaren Vorgaben. Das System ist nicht in Stein gemeißelt, auch er stellt auch mal einen Ginter als DM auf wenn er meint das er dort an der Stelle Körperlichkeit benötigt. Hier zählt kein Name, oder das Ansehen eines Spielers. Wichtig sind wie spiele ich diesen Gegner und wie kann ich am besten auf Situationen und Aufgabenstellungen reagieren. Jeder Spieler muss mich überzeugen, wenn nicht Tribüne oder Versetzung. Kagawa, Ramos, Leitner, Castro allen ist es schon mal passiert, hier oder da. Am Ende hatte er immer Recht. Die Einzelpersonen stehen nicht über dem wohin der Weg führt. Wem das nicht gefällt bekommt eine Denkaufgabe und kann sich im Training wieder anbieten. Das ist jetzt kein Hexenwerk und auch keine Innovation, das ist so simpel und gut gemacht trotz das der Kader qualitativ mehr zu bieten hat.
Was hier fehlt sind keine neuen Konzepttrainer, oder Trainer mit einer anderem System. Hier fehlt es einfach an der Erkenntnis, das man nicht alles mit dem selben Spielern umsetzen kann und verändern muss situationsbedingt. Das man hier und da immer neue Sachen in ein vorhandenes System integrieren kann, ohne seine Grundidee aufgeben zu müssen. Ja man darf sich auf einen Gegner mal einstellen auch taktisch. Ja man kann mal einen Seitenwechsel im eigenen Angriff spielen und sich nicht festrennen. Ja wenn man Zeit hat offensiv Standardsituation einzustudieren, dann hat man auch mal die Zeit das verteitigen einzustudieren. Wenn man einen schwachen Standardspezialisten hat der keinen momentan nicht die Standardsituationen nutzen kann, muss er ersetzt werden durch andere auf dem Feld.
Der grinsende Kramer nach dem Spiel gehört nicht bedauert oder bemitleidet (weil er ein ach so schweres System spielen muss, was er nicht mag), der gehört auf die Tribüne.
Schmidt fehlt nicht das Konzept wie der Kicker schreibt, das hat er. Sein eigenes Konzept wird ist zur Belastung des Teams und der Ergenisse geworden. Er muss aufwachen und hier und da endlich etwas richtig verändern, hier und da etwas neues einbauen. Die Eckbälle allein werden wohl nicht seinen Job retten können.
03.03.2016 - 22:39 Uhr
Zitat von Lejulian
Tut mir leid für die blöde Frage: Aber eigentlich lässt Guardiola so wie wir pressen, nur dass sie im Ballbesitz ungemein Variabel sind , oder ? Welche Unterschiede gibt es noch?
Tut mir leid für die blöde Frage: Aber eigentlich lässt Guardiola so wie wir pressen, nur dass sie im Ballbesitz ungemein Variabel sind , oder ? Welche Unterschiede gibt es noch?
Bayern steht bei Ballbesitz höher, verteidigt auch weiter vorne. Bei Ballbesitz ist man in Leverkusen stärker vertikal orientiert, während Bayern häufig horizontal orientierten Rasenschach praktiziert.
Bayern agiert fast 90 Minuten. Die Phasen, in denen Bayern auf den Gegner reagiert, sind minimal. Bayrisches Pressing gibt es so eigentlich auch nicht. Welcher (nationale) Gegner bietet denn dazu Gelegenheit? Dazu müsste der Gegner ja so etwas wie Spielaufbau betreiben. Das passiert ganz selten. Bswp. gestern war Mainz in der zweiten Halbzeit praktisch nicht mehr in der gegnerischen Hälfte. Spielinitiative wurde komplett abgelehnt.
Bayern verzichtet meist auf die klassische Doppel-6 (bzw. 6er + 8er) und spielt teilweise ohne 4er Abwehrkette in einem flexiblen 3-4-2-1 (personell momentan nicht möglich).
Ein weiterer Unterschied ist die Grundeinstellung. Bayern versucht jeden Aspekt des Spiels zu kontrollieren. Auf gut Glück passiert praktisch gar nichts. Bayer hingegen nutzt schon mal das chaotische Element und fördert immer wieder hektische Phasen und versucht diese besser zu meistern als der Gegner. Afaik hat sich Schmidt auch mal in diese Richtung geäußert.
04.03.2016 - 13:18 Uhr
Alle wollen hier den Trainer rauswerfen aber keiner kann wirklich sagen warum. Ich habe jetzt ein paar Seiten zurückgeschaut und die sagenhafte Anzahl von vier Posts gefunden, in denen substanzielle Kritik geübt wird.
Es wird immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wir hätten kein System im Offensivspiel. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Unser System hat in Roger Schmidts Ära auch gegen tief stehende Gegner hohe Siege eingebracht und kann konstant funktionieren. Herrmann13 und AaronLennon haben diesen Punkt etwas genauer ausgeführt und sind, richtigerweise, zu dem Schluss gekommen dass wir durchaus ein System haben, dieses aber nicht nicht funktioniert. Beide Posts bieten eine Diskussionsgrundlage und beide möchte ich hier auch nicht angehen. Allerdings kann ich die Prämisse, wir wären zu unflexibel, nicht vertreten.
Ich konnte gegen Mainz und Bremen durchaus sinnvolle taktische Abwandlungen gesehen (zumindest in der zweiten HZ). Auf diese Spiele möchte ich mich jetzt beziehen. Hakan stand sehr tief und verteilt die Bälle. Phasenweise umringte unsere gesamte Mannschaft handballmäßig den gegnerischen 16er und suchte Lücken. Schematisch mutete dies teilweise schon bayrisch an. Allerdings kann man kein System der Welt erfolgreich spielen, wenn man nicht das passendes Personal dazu hat. Bis auf das 1:0 der Bremer, sind allen Gegentoren eklatante individuelle Abwehrfehler vorausgegangen. Das muss man darauf zurückführen, dass uns in der aktuellen Situation Qualität und Kraft/Konzentration fehlt. Ich denke nicht, dass es an der Motivation hapert. Wie viele Kilometer trotz hoher Rückstände abgerissen werden ist schon ungewöhnlich und darf als Zeichen für Schmidt gewertet werden. Den Trainer konnte man für den Verlauf beider Spiele jedenfalls nicht verantwortlich machen, vielmehr sehe ich hier trotz Niederlage Pluspunkte für Schmidt.
Die Alternative wäre es gewesen sich gesammelt hinten reinzustellen und so individuelle Schwächen zu kaschieren. Mit einem 0:0 wären Bremen und Mainz wohl auch zufrieden gewesen.
Unser Kader spielt finanziell Europa League. Von diesem steht uns aktuell nur ein Bruchteil zur Verfügung, in der bisherigen Saison sah es ähnlich aus. Dazu befinden wir uns in einem Umbruch, in dem die Spieler die diesen auffangen sollen viel zu lange ausgefallen sind. Was erwartet ihr denn? Ein Championsleague-Platz ist jedenfalls vermessen. Zum Saisonende fallen die englischen Wochen weg und ich sehe aktuell keinen Grund warum es am Ende nicht für den internationalen Wettbewerb reichen sollte.
Richtige Kritikpunkte sind unsere Standardschwäche und Schmidts aktueller Tribünenplatz (der mMn keine Auswirkungen auf die Leistungen hatte). Beides reicht aber nicht annähernd um einen Trainer vor die Tür zu setzen.
Es wird immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wir hätten kein System im Offensivspiel. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Unser System hat in Roger Schmidts Ära auch gegen tief stehende Gegner hohe Siege eingebracht und kann konstant funktionieren. Herrmann13 und AaronLennon haben diesen Punkt etwas genauer ausgeführt und sind, richtigerweise, zu dem Schluss gekommen dass wir durchaus ein System haben, dieses aber nicht nicht funktioniert. Beide Posts bieten eine Diskussionsgrundlage und beide möchte ich hier auch nicht angehen. Allerdings kann ich die Prämisse, wir wären zu unflexibel, nicht vertreten.
Ich konnte gegen Mainz und Bremen durchaus sinnvolle taktische Abwandlungen gesehen (zumindest in der zweiten HZ). Auf diese Spiele möchte ich mich jetzt beziehen. Hakan stand sehr tief und verteilt die Bälle. Phasenweise umringte unsere gesamte Mannschaft handballmäßig den gegnerischen 16er und suchte Lücken. Schematisch mutete dies teilweise schon bayrisch an. Allerdings kann man kein System der Welt erfolgreich spielen, wenn man nicht das passendes Personal dazu hat. Bis auf das 1:0 der Bremer, sind allen Gegentoren eklatante individuelle Abwehrfehler vorausgegangen. Das muss man darauf zurückführen, dass uns in der aktuellen Situation Qualität und Kraft/Konzentration fehlt. Ich denke nicht, dass es an der Motivation hapert. Wie viele Kilometer trotz hoher Rückstände abgerissen werden ist schon ungewöhnlich und darf als Zeichen für Schmidt gewertet werden. Den Trainer konnte man für den Verlauf beider Spiele jedenfalls nicht verantwortlich machen, vielmehr sehe ich hier trotz Niederlage Pluspunkte für Schmidt.
Die Alternative wäre es gewesen sich gesammelt hinten reinzustellen und so individuelle Schwächen zu kaschieren. Mit einem 0:0 wären Bremen und Mainz wohl auch zufrieden gewesen.
Unser Kader spielt finanziell Europa League. Von diesem steht uns aktuell nur ein Bruchteil zur Verfügung, in der bisherigen Saison sah es ähnlich aus. Dazu befinden wir uns in einem Umbruch, in dem die Spieler die diesen auffangen sollen viel zu lange ausgefallen sind. Was erwartet ihr denn? Ein Championsleague-Platz ist jedenfalls vermessen. Zum Saisonende fallen die englischen Wochen weg und ich sehe aktuell keinen Grund warum es am Ende nicht für den internationalen Wettbewerb reichen sollte.
Richtige Kritikpunkte sind unsere Standardschwäche und Schmidts aktueller Tribünenplatz (der mMn keine Auswirkungen auf die Leistungen hatte). Beides reicht aber nicht annähernd um einen Trainer vor die Tür zu setzen.
04.03.2016 - 13:52 Uhr
Mir ist es stets zu einfach darauf zu verweisen, dass sich alle auf das System eingestellt haben und es deswegen nicht läuft.
Natürlich wissen die Gegner um unser System, das wusste man bei Klopp aber auch allerspätestens 2011(wenn man davor 3 Jahre geschlafen hat)und dennoch lief es bis 2014.
Die Gegner stehen natürlich oft tief(was im übrigen diszipliniert ausgeführt auch Ballbesitzmannschaften immer wieder Probleme bereitet), damit haben wir aber in guter Form erreicht, dass diese kaum noch zur Entfaltung kamen und uns das Spiel überlassen haben.
Nur haben wir dann bei Gegenzügen eben deutlich besser verteidigt als wird dies aktuell tun und es wurde eben von JEDEM auf dem Platz das System mit HERZ gefüllt.
Sobald dies nicht mehr der Fall ist wird es in solch einem radikalen Pressing schwer, denn dann offenbaren sich Lücken wie zu Beginn 2014/2015 oder nun am Mittwoch gegen Bremen.
Was bei Standards passiert ist natürlich nicht zu entschuldigen, meine gelesen zu haben, dass es mittlerweile 18(!) Gegentreffer sind.. Wir wissen alle, wie es aussehen würde, wenn diese Zahl in einem normalen Bereich wäre. Das ist Trainingssache und wird sicher zu wenig/nicht trainiert.
Dass wir auch offensiv können, war doch gegen Bremen, wenn auch nur 10 Minuten nach der Pause, wieder zu sehen. Dann ist Zug in den Aktionen und dann kommen auch mal Bälle in die Tiefe wie bei Chicharito´s Chance. Nur fehlt eben Klasse auf dem Platz und auch das Selbstvertrauen. Dass wir offensiv auch zu Glanzzeiten unter Schmidt noch Luft nach oben hatten ist natürlich klar.
Jetzt soll Schmidt wieder gehen. Nach Skibbe war Labbadia 1 Jahr da, Heynckes 2(der sollte übrigens trotz toller Platzierung für viele weg, weil der Fußball zwar taktisch gut und effektiv war, aber sehen wollten das wenige auf Dauer. Dutt hat dann nicht mal ein Jahr geschafft, dann ein gutes Jahr Lewandowski/Hyypiä um dann leider nur auf Hyypiä zu setzen, der es alleine auch nicht mal ein Jahr schaffte.
Schmidt ist jetzt anderthalb Jahre hier und wieder war es das für viele. Wenn nicht er selbst, ist es sein viel zu einfaches System auf, dass man sich ohnehin zu locker einstellen kann.
Wie soll es beim nächsten Trainer aussehen?
Weinzierl wäre bei uns schon 3 mal entlassen worden, in Augsburg hielt man aber auch in mehreren, schwierigen Zeiten an ihm fest.
Favre´s knurrige Art wird sicher einigen schnell nicht gefallen, inklusive der Medien, die bei uns ohnehin gerne den Trainer in die Mangel nehmen. Wenn sich dann der Gegner hinten reinstellt gegen uns zweifel ich auch daran, ob wir fussballerisch immer sooo große Lösungen finden.
Schmidt macht sicher Fehler, keine Frage, er ist z.B. mitunter auch (zu)stur. Aber mit den Spielern kommt er oft gut zurecht und sein System kann gegen jeden Gegner funktionieren, wenn es natürlich auch nicht immer muss.Ich weiß aber sehr zu schätzen, dass er es endlich geschafft hat, dass die Mannschaft bei Großen Gegnern/KO Spielen oft Gas gibt und nicht erstmal den eigenen Mut auf dem Platz suchen muss(und ja ich weiß, dass Bremen da eine ganz miese Nummer als Gegenbeispiel ist, gegen Sporting aber z.B. war in beiden Spielen der große Wille zu sehen).
Für mich bleiben die vielen Abgänge,inklusive der Verletzen, das Hauptproblem...
Was ich allerdings neben den Standards überhaupt nicht verstehe, ist das regelmäßige Verschlafen von HZ 1. Das geht überhaupt nicht.
Im übrigen ist die PK zum Augsburg Spiel online:
http://www.bayer04.de/B04-DEU/de/_md_bayer04tv.aspx?guid=0-812B8CA1-A3AC-4AD7-95F6-EBF1FACCE06F-613
Schön, wie er dem Hetzer Arens zum Schluss einen mitgibt.
Natürlich wissen die Gegner um unser System, das wusste man bei Klopp aber auch allerspätestens 2011(wenn man davor 3 Jahre geschlafen hat)und dennoch lief es bis 2014.
Die Gegner stehen natürlich oft tief(was im übrigen diszipliniert ausgeführt auch Ballbesitzmannschaften immer wieder Probleme bereitet), damit haben wir aber in guter Form erreicht, dass diese kaum noch zur Entfaltung kamen und uns das Spiel überlassen haben.
Nur haben wir dann bei Gegenzügen eben deutlich besser verteidigt als wird dies aktuell tun und es wurde eben von JEDEM auf dem Platz das System mit HERZ gefüllt.
Sobald dies nicht mehr der Fall ist wird es in solch einem radikalen Pressing schwer, denn dann offenbaren sich Lücken wie zu Beginn 2014/2015 oder nun am Mittwoch gegen Bremen.
Was bei Standards passiert ist natürlich nicht zu entschuldigen, meine gelesen zu haben, dass es mittlerweile 18(!) Gegentreffer sind.. Wir wissen alle, wie es aussehen würde, wenn diese Zahl in einem normalen Bereich wäre. Das ist Trainingssache und wird sicher zu wenig/nicht trainiert.
Dass wir auch offensiv können, war doch gegen Bremen, wenn auch nur 10 Minuten nach der Pause, wieder zu sehen. Dann ist Zug in den Aktionen und dann kommen auch mal Bälle in die Tiefe wie bei Chicharito´s Chance. Nur fehlt eben Klasse auf dem Platz und auch das Selbstvertrauen. Dass wir offensiv auch zu Glanzzeiten unter Schmidt noch Luft nach oben hatten ist natürlich klar.
Jetzt soll Schmidt wieder gehen. Nach Skibbe war Labbadia 1 Jahr da, Heynckes 2(der sollte übrigens trotz toller Platzierung für viele weg, weil der Fußball zwar taktisch gut und effektiv war, aber sehen wollten das wenige auf Dauer. Dutt hat dann nicht mal ein Jahr geschafft, dann ein gutes Jahr Lewandowski/Hyypiä um dann leider nur auf Hyypiä zu setzen, der es alleine auch nicht mal ein Jahr schaffte.
Schmidt ist jetzt anderthalb Jahre hier und wieder war es das für viele. Wenn nicht er selbst, ist es sein viel zu einfaches System auf, dass man sich ohnehin zu locker einstellen kann.
Wie soll es beim nächsten Trainer aussehen?
Weinzierl wäre bei uns schon 3 mal entlassen worden, in Augsburg hielt man aber auch in mehreren, schwierigen Zeiten an ihm fest.
Favre´s knurrige Art wird sicher einigen schnell nicht gefallen, inklusive der Medien, die bei uns ohnehin gerne den Trainer in die Mangel nehmen. Wenn sich dann der Gegner hinten reinstellt gegen uns zweifel ich auch daran, ob wir fussballerisch immer sooo große Lösungen finden.
Schmidt macht sicher Fehler, keine Frage, er ist z.B. mitunter auch (zu)stur. Aber mit den Spielern kommt er oft gut zurecht und sein System kann gegen jeden Gegner funktionieren, wenn es natürlich auch nicht immer muss.Ich weiß aber sehr zu schätzen, dass er es endlich geschafft hat, dass die Mannschaft bei Großen Gegnern/KO Spielen oft Gas gibt und nicht erstmal den eigenen Mut auf dem Platz suchen muss(und ja ich weiß, dass Bremen da eine ganz miese Nummer als Gegenbeispiel ist, gegen Sporting aber z.B. war in beiden Spielen der große Wille zu sehen).
Für mich bleiben die vielen Abgänge,inklusive der Verletzen, das Hauptproblem...
Was ich allerdings neben den Standards überhaupt nicht verstehe, ist das regelmäßige Verschlafen von HZ 1. Das geht überhaupt nicht.
Im übrigen ist die PK zum Augsburg Spiel online:
http://www.bayer04.de/B04-DEU/de/_md_bayer04tv.aspx?guid=0-812B8CA1-A3AC-4AD7-95F6-EBF1FACCE06F-613
Schön, wie er dem Hetzer Arens zum Schluss einen mitgibt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von berbo am 04.03.2016 um 14:27 Uhr bearbeitet
04.03.2016 - 13:56 Uhr
Zitat von Bendji-Bosanac
Wie kommst du zu der Aussage, unser Kader würde finanziell Europa League spielen? Wir haben hinter Bayern und Dortmund den Kader mit dem größten Marktwert. Dahinter kommen Schalke, Wolfsburg und Gladbach, und dann mit langen Abstand niemand mehr.
Wir haben Spieler wie Leno, Toprak, Calhanoglu, Kampl, Tah, Wendell, Kramer, Bellarabi und Chicharito im Kader, wofür andere Mannschaften bereit wären hohe Ablösesummen zu opfern. Rein vom Kader her, müssen wir auf Platz 3.
Derzeit sieht er sicherlich eher nach Europa League aus, durch die ganzen Verletzungen. Aber ansonsten ist das Champions League, nichts anderes.
Wie kommst du zu der Aussage, unser Kader würde finanziell Europa League spielen? Wir haben hinter Bayern und Dortmund den Kader mit dem größten Marktwert. Dahinter kommen Schalke, Wolfsburg und Gladbach, und dann mit langen Abstand niemand mehr.
Wir haben Spieler wie Leno, Toprak, Calhanoglu, Kampl, Tah, Wendell, Kramer, Bellarabi und Chicharito im Kader, wofür andere Mannschaften bereit wären hohe Ablösesummen zu opfern. Rein vom Kader her, müssen wir auf Platz 3.
Derzeit sieht er sicherlich eher nach Europa League aus, durch die ganzen Verletzungen. Aber ansonsten ist das Champions League, nichts anderes.
Unser Etat liegt deutlich hinter Schalke und Wolfsburg, sowie den von dir angesprochenen Bayern und Dortmundern. Spieler für die andere Mannschaften hohe Ablösen zahlen würden haben viele Vereine in der Bundesliga (zB Hoffenheim). Zudem möchte ich anmerken dass wird defensiv immer stark waren wenn Toprak spielte. Kramer passt nicht ins System, Kampl wird auf der falschen Position eingesetzt und Bellarabi sowie Chicharito können auch nicht viel reißen wenn dahinter die Organisation nicht stimmt. Zudem wirken beide überspielt und letzterer ist aufgrund dessen momentan angeschlagen. Die restlichen Spieler sind Talente die auf hohem Niveau spielen können wenn die restliche Mannschaftsleistung stimmt. Dies ist aber nicht der Fall.
Zitat von Bendji-Bosanac
Man sollte ihm wirklich die Chance geben, die Saison zu beenden und je nachdem, ob man Europa geschafft hat, die nächste Saison anzufangen. Er kann die Mannschaft im Sommer nochmal etwas umbauen, Spieler austauschen, die nicht richtig in sein System passen.
Diese Saison war geprägt vom Pech.. Die ganzen Verletzungen, und denkt an die Alutreffer, da führen wir ja wieder mit Abstand, wie letzte Saison.
Man sollte ihm wirklich die Chance geben, die Saison zu beenden und je nachdem, ob man Europa geschafft hat, die nächste Saison anzufangen. Er kann die Mannschaft im Sommer nochmal etwas umbauen, Spieler austauschen, die nicht richtig in sein System passen.
Diese Saison war geprägt vom Pech.. Die ganzen Verletzungen, und denkt an die Alutreffer, da führen wir ja wieder mit Abstand, wie letzte Saison.
Da bin ich absolut bei dir. Worauf ich hinaus will ist, dass wir eine absolute Seuchensaison spielen und auf Schmidt die Schuld dafür abzuladen ist unfair und wenig reflektiert.
04.03.2016 - 16:43 Uhr
Zitat von ImBaImanu
Puh der Artikel ist ja fast schon ImBa-like, gefällt mir.
Sofern er Insider Infos hat ( davon gehe ich mal aus ) kann man den Artikel schon so schreiben.
Ist ja nun mal auch so, dass wir seit Monaten kaum was auf die Kette bekommen und kaum Verbesserung unter Schmidt erfolgt ist.
Keine Konstanz, nichts! Seit Monaten die gleichen Schwächen ( Standards, harmlose Offensive, maximal eine gute Halbzeit ). Nichts davon wurde auch nur ansatzweise verbessert. Viele Spieler machen eher Rück anstatt Fortschritte.
Ein Rücktritt wäre definitiv das Beste, würde uns zusätzlich viel Geld sparen und ganz ehrlich, jedes weitere Spiel unter diesem Trainer würde so laufen wie es die letzten Wochen lief. Hilft uns das ?
Puh der Artikel ist ja fast schon ImBa-like, gefällt mir.
Sofern er Insider Infos hat ( davon gehe ich mal aus ) kann man den Artikel schon so schreiben.
Ist ja nun mal auch so, dass wir seit Monaten kaum was auf die Kette bekommen und kaum Verbesserung unter Schmidt erfolgt ist.
Keine Konstanz, nichts! Seit Monaten die gleichen Schwächen ( Standards, harmlose Offensive, maximal eine gute Halbzeit ). Nichts davon wurde auch nur ansatzweise verbessert. Viele Spieler machen eher Rück anstatt Fortschritte.
Ein Rücktritt wäre definitiv das Beste, würde uns zusätzlich viel Geld sparen und ganz ehrlich, jedes weitere Spiel unter diesem Trainer würde so laufen wie es die letzten Wochen lief. Hilft uns das ?
Das ist keineswegs verwunderlich und genau wegen dieser Haltung haben so viele User ein Problem mit dir.
Aber du siehst dich ja auch als"neutral".
Egal wie jeder Einzelne zu Schmidt steht, wer solch einen Artikel gut findet, kann unmöglich Fan von Bayer 04 Leverkusen sein. Denn bei allen Fehlern von Schmidt, seine persönlichen Abneigungen so auszuleben, unter dem Deckmantel der Pressefreiheit, hat sein Geld als Journalist nicht verdient...
Vomland zieht dies schon seit vielen Jahren durch, klassische Antipathie gegen unseren Verein, die im Hass auf Schmidt gipfelt...
Richtig schlimm wurde es, seit es vermehrt Geheimtraining und Abschottung gibt, seit Dutt wurden alle Trainer bei Vomland von Beginn an negativ beäugt.
Der Kicker ist bei seinen Berichten auch auf dem besten Weg zur BILD Zeitung, aber sie schaffen es trotz aller Abneigung normal noch, einen gewissen Stil zu halten.
Auch wenn bspw. Lußem wie schon bei Dutt ein persönliches Problem mit Schmidt hat.
Dass Schmidt nicht gut ankommt verstehe ich aus Journalistensicht. Er klatscht die Mannschaft nicht an die Wand und er hält ihnen oft genug den Spiegel ihrer immer wiederholenden Fragen vor...
Alibistatements oder auf die Mannschaft einprügeln sind da lieber gesehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von berbo am 04.03.2016 um 16:50 Uhr bearbeitet
06.03.2016 - 10:49 Uhr
Zitat von Mikelinho13
Das Gerücht, dass sich Schmidt einen erheblichen innerbetrieblichen Schaden mit seinem machmal doch sehr renitentem Verhalten und ebne auch teilweise merkwürdigen Aufstellungen zugezogen hat, ist aber nicht von der Hand zu weisen.
Es wird schwer für ihn, denn wer glaubt, dass die Truppe die Euro-League gewinnen und damit die Saison retten kann...naja.
Diese Woche hat Spuren hinterlassen und wenn man weiter so der Musik hinterherläuft wird das schneller gehen als Manche denken.
Dafür ist zuviel Druck jetzt auf dem Kessel.
Das Gerücht, dass sich Schmidt einen erheblichen innerbetrieblichen Schaden mit seinem machmal doch sehr renitentem Verhalten und ebne auch teilweise merkwürdigen Aufstellungen zugezogen hat, ist aber nicht von der Hand zu weisen.
Es wird schwer für ihn, denn wer glaubt, dass die Truppe die Euro-League gewinnen und damit die Saison retten kann...naja.
Diese Woche hat Spuren hinterlassen und wenn man weiter so der Musik hinterherläuft wird das schneller gehen als Manche denken.
Dafür ist zuviel Druck jetzt auf dem Kessel.
Wenn man sich eure Verletzten anschaut, dazu einfach noch in einen Negativ-Strudel geraten ist, könnte ich eine Entlassung eher nicht verstehen.
Ein Team welches ein 0:3 dreht, ist völlig intakt und braucht zeitnah einfach Erfolgserlebnisse.
Schmidt hat bewiesen, das er seiner Mannschaft seinen Stempel aufdrücken kann und das ganze auch funktioniert. Es ist nicht einfach, überhaupt einen Trainer zu finden, der eine gewisse Handschrift prägt und vermitteln kann.
Ist ja noch mehr Unruhe als bei uns, nur das die Medien bei uns wesentlich mehr zündeln.
06.03.2016 - 23:24 Uhr
Der Kicker spekuliert:
Entweder Schmidt geht, dann wäre Favre ein Kandidat, mit dem sich Rudi angeblich auch schon getroffen haben soll.
Oder Schmidt bleibt und bekommt einen Kader nach seinen Vorstellungen. Demnach weiß Schmidt mit Kießling, Mehmedi, Brandt und Kramer wenig anzufangen. Und auch die Leistungen von Calhanoglu und Wendell stellen nicht zufrieden.
Wie seriös ist der Artikel? Ich denke sehr. Denn gerade der Wechselwille Kießlings, die kritischen Töne Kramers, die konsequente Nichtberücksichtigung von Brandt und zu Teilen auch Mehmedi deuten darauf hin.
Mein Fazit: Die zweite Theorie zeigt m.E. wie schwer es Schmidt fällt von seinem Plan A abzurücken. Es mag ja vorkommen das einzelne Spieler nicht ein ein System passen, aber ein Trainer sollte doch flexibel genug sein das ein wenig anzupassen. Und mehrere Spieler gegen sich aufzubringen bedeutet meistens des Ende auf kurz oder lang.
Und nochwas, sollten wir an Schmidt festhalten. Ist ja schön und gut wenn er seinen Kader bekommt. Aber wer glaubt wirklich das wir z.B. Kießling, Mehmedi, Brandt und Kramer abgeben, aber Toprak, Bender, Chicharito, Bellarabi, Leno usw. alle ohne CL Teilnahme bleiben? Das Kießling seinen Vertrag noch nicht verlängert hat, macht mir Angst das wir tatsächlich dieses Risiko eingehen. Ich hoffe es nicht.
Entweder Schmidt geht, dann wäre Favre ein Kandidat, mit dem sich Rudi angeblich auch schon getroffen haben soll.
Oder Schmidt bleibt und bekommt einen Kader nach seinen Vorstellungen. Demnach weiß Schmidt mit Kießling, Mehmedi, Brandt und Kramer wenig anzufangen. Und auch die Leistungen von Calhanoglu und Wendell stellen nicht zufrieden.
Wie seriös ist der Artikel? Ich denke sehr. Denn gerade der Wechselwille Kießlings, die kritischen Töne Kramers, die konsequente Nichtberücksichtigung von Brandt und zu Teilen auch Mehmedi deuten darauf hin.
Mein Fazit: Die zweite Theorie zeigt m.E. wie schwer es Schmidt fällt von seinem Plan A abzurücken. Es mag ja vorkommen das einzelne Spieler nicht ein ein System passen, aber ein Trainer sollte doch flexibel genug sein das ein wenig anzupassen. Und mehrere Spieler gegen sich aufzubringen bedeutet meistens des Ende auf kurz oder lang.
Und nochwas, sollten wir an Schmidt festhalten. Ist ja schön und gut wenn er seinen Kader bekommt. Aber wer glaubt wirklich das wir z.B. Kießling, Mehmedi, Brandt und Kramer abgeben, aber Toprak, Bender, Chicharito, Bellarabi, Leno usw. alle ohne CL Teilnahme bleiben? Das Kießling seinen Vertrag noch nicht verlängert hat, macht mir Angst das wir tatsächlich dieses Risiko eingehen. Ich hoffe es nicht.
07.03.2016 - 11:05 Uhr
Finde Schmidt kommt hier viel zu schlecht weg und teilweise artet die Geschichte (auch Dank der Hetze der Medien) zu sehr aus!
Die Ausfälle kann man nicht einfach so abtun und sagen, dass wir trotzdem noch starke Spieler auf dem Platz haben. Diese Situation muss detaillierter betrachtet werden: In der Rückrunde haben wir uns bis zum Dortmundspiel (vllt mit Ausnahme von Bremen im Pokal) verbessert zur Hinrunde. Das Problem war, dass dann nahezu alle Spieler ausgefallen sind, die unser Spiel ausmachen. Beginnend vom Spielaufbau über Toprak dann weiter über Kampl im DM, der vielen Spielen seinen Stempel aufdrückte, bis hin zu Kießling, der sich fallen lässt und Bälle im vorderen Drittel festmacht oder auch für den langen Ball von hinten heraus sehr wichtig für unser Aufbauspiel ist. All diese Mittel zum Spielaufbau waren von heute auf morgen nicht mehr zur Verfügung. Außerdem fehlt der momentanen Truppe komplett die Erfahrung bzw. gestandene Personen (Toprak, Bender, Kieß, Schmidt) auf und neben dem Platz. Dazu kommt, dass das Schmidt-System nicht leicht umzusetzen ist. Wir mussten uns nach Dortmund von 0 auf 100 einen neuen Spielaufbau aneignen, mit Spielern, die entweder auf ungewohnten Positionen eingesetzt werden mussten und eine tragende Rolle im System spielen sollten (zB Hakan, Jedvaj) oder einfach nicht die Klasse haben (Ramalho) dies zu tun. Ist doch klar, dass unser Spiel dann lahmt. Wenn nicht jedes Rad ins andere greift bei unserem Pressingsystem, werden immer große Lücken entstehen. Dafür hat das System aber ein riesen Potenzial, was leider bisher nur in der letzten Rückrunde (aus verschiedenen Gründen) aufblitzte. Außerdem finde ich persönlich unser System genial. Es ist eine Art Alleinstellungsmerkmal von Bayer04. Wann gibt es das schon im Fußball? Außerdem ist es doch geil mit so einer außergewöhnlichen Art Fußball zu spielen gegen weltklasse Mannschaften wie Bayern oder Barcelona mitzuhalten.
Zu Kießling: Kieß ist ein Spieler der sehr von seinem Selsbtvertrauen abhängig ist. In der Hinrunde verlor er davon immer mehr, auch wegen schwacher Leistungen. Mit dem Gladbachspiel war er wieder da und hat auch in der Rückrunde abgeliefert, weshalb er sich den Stammplatz erkämpft hat. Also eine Einsatzgarantie, die vom Verein aufgezwungen wird, kann ich da nicht sehen.
Zu Kramer: Bisher läufts bei ihm scheinbar nicht so rund bei uns. Aber er ist trotzdem enorm wichtig für unser Spiel, weil er der einzige verbliebene Spieler ist, der im Mittelfeld ackern und Zweikämpfe führen kann. Deswegen spielt auch er jedes Spiel. Was ohne Kramer läuft haben wir gesehen, als Toprak, oder Kampl-Hakan, oder sonst eine Kombination gegen Mitte der Hinrunde auf dem Platz stand. Seine Wichtigkeit wird hier oft vergessen, weil es bei ihm offensiv nicht das gelbe vom Ei ist. Defensiv dafür ist Kramer als Stabilisator momentan essentiell für uns und nach den ganzen Ausfällen mMn auch konstant bester Mann bei uns.
Schmidt lebt den Verein, manchmal vielleicht etwas zu sehr. Ein Knackpunkt war sicher das Dortmundspiel. Die Sperre gegen in Kombination mit den vielen Ausfällen hat den Abwärtstrend gestartet. Da kann man ihm einen Vorwurf machen, aber die Zwayershow war einfach übertrieben und hat stärkere Folgen nach sich gezogen als im ersten Moment gedacht. Dass er sich Villareal anschaut, finde ich gut. Einfluss kann er durch die Sperre sowieso keinen nehmen und so richtet er den Blick nach vorne, wo es dann ab Donnerstag mit ihm weitergehen kann.
Dazu HAT Schmidt viele Spieler besser gemacht. Kampl, Bellarabi, Brandt in der ersten Saison (bei dem es jetzt aus anderen Gründen wieder abwärts geht), Son, Tah, Toprak, Castro, Wendell ... und und und. Das ist mal das schlechteste Argument gegen ihn.
Die Mannschaft hat er immer erreicht und erreicht er auch weiterhin. Das zeigen die regelmäßig starken Spiele nach schwächeren Auftritten oder die Verbesserungen in den zweiten Halbzeiten. Wobei man hier sicherlich hinterfragen kann, warum man in den ersten Halbzeiten oft so schwach begonnen hat.
Der Vorwurf, dass Schmidt ein Plan B fehlt, mag nachvollziehbar sein. Aber auch hier sind, wenn man genau hinschaut, Verbesserungen im Spiel zu erkennen. So wollte man zu Beginn dieser Saison auf die langen Bälle auf Kieß verzichten und mehr über ein Kurzpassspiel nach vorne kommen. Dafür war die Mannschaft aber noch nicht bereit, auch weil Toprak und Jevaj, die als Stamminnenverteidiger eingeplant waren zu Beginn der Saison lange nicht zur Verfügung standen. Schmidt reagierte und verzichtete wieder auf das Kurzpassspiel, was durch die fehlende Spielmacherqualität von Tah und Papa in der Hinrunde nicht funktionierte. Auch neue Spielaufbauvarianten waren zur Rückrunde zu erkennen (flache Pässe in die Tiefe oder Seitenwechsel von Toprak oder neue Bewegungen von Kampl in Kombination mit höher stehenden Außenverteidigern).
Was auch mir unter Schmidt in dieser Saison nicht gefällt sind die Abläufe im letzten Drittel. Dazu gehören Laufwege der Spieler ohne Ball und mit Ball, die Ballbesitzzeit einzelner Spieler, also generell das Kreieren von Chancen bei eigenem Ballbesitz. Da macht es den Eindruck, dass dieser Aspekt im Training evtl. etwas zu kurz kommt und man sich sehr auf das Kreieren von Chancen nach gelungenen Pressing-/Gegenpressingsituationen versteift. Auch das Verteidigen von Standardsituationen funktioniert die ganze Saison schon nicht so gut, was man ihm evtl. auch ein Stuck weit ankreiden muss.
Zu Favre: Völler wollte "attracktiven Fußball" in die Bayarena holen und holte Schmidt. Ein Wechsel zu Favre wäre genau das Gegenteil. Ergebnisorientierter Hochsicherheitsfußball. Wird Völler da wieder so umschwenken?
Die Ausfälle kann man nicht einfach so abtun und sagen, dass wir trotzdem noch starke Spieler auf dem Platz haben. Diese Situation muss detaillierter betrachtet werden: In der Rückrunde haben wir uns bis zum Dortmundspiel (vllt mit Ausnahme von Bremen im Pokal) verbessert zur Hinrunde. Das Problem war, dass dann nahezu alle Spieler ausgefallen sind, die unser Spiel ausmachen. Beginnend vom Spielaufbau über Toprak dann weiter über Kampl im DM, der vielen Spielen seinen Stempel aufdrückte, bis hin zu Kießling, der sich fallen lässt und Bälle im vorderen Drittel festmacht oder auch für den langen Ball von hinten heraus sehr wichtig für unser Aufbauspiel ist. All diese Mittel zum Spielaufbau waren von heute auf morgen nicht mehr zur Verfügung. Außerdem fehlt der momentanen Truppe komplett die Erfahrung bzw. gestandene Personen (Toprak, Bender, Kieß, Schmidt) auf und neben dem Platz. Dazu kommt, dass das Schmidt-System nicht leicht umzusetzen ist. Wir mussten uns nach Dortmund von 0 auf 100 einen neuen Spielaufbau aneignen, mit Spielern, die entweder auf ungewohnten Positionen eingesetzt werden mussten und eine tragende Rolle im System spielen sollten (zB Hakan, Jedvaj) oder einfach nicht die Klasse haben (Ramalho) dies zu tun. Ist doch klar, dass unser Spiel dann lahmt. Wenn nicht jedes Rad ins andere greift bei unserem Pressingsystem, werden immer große Lücken entstehen. Dafür hat das System aber ein riesen Potenzial, was leider bisher nur in der letzten Rückrunde (aus verschiedenen Gründen) aufblitzte. Außerdem finde ich persönlich unser System genial. Es ist eine Art Alleinstellungsmerkmal von Bayer04. Wann gibt es das schon im Fußball? Außerdem ist es doch geil mit so einer außergewöhnlichen Art Fußball zu spielen gegen weltklasse Mannschaften wie Bayern oder Barcelona mitzuhalten.
Zu Kießling: Kieß ist ein Spieler der sehr von seinem Selsbtvertrauen abhängig ist. In der Hinrunde verlor er davon immer mehr, auch wegen schwacher Leistungen. Mit dem Gladbachspiel war er wieder da und hat auch in der Rückrunde abgeliefert, weshalb er sich den Stammplatz erkämpft hat. Also eine Einsatzgarantie, die vom Verein aufgezwungen wird, kann ich da nicht sehen.
Zu Kramer: Bisher läufts bei ihm scheinbar nicht so rund bei uns. Aber er ist trotzdem enorm wichtig für unser Spiel, weil er der einzige verbliebene Spieler ist, der im Mittelfeld ackern und Zweikämpfe führen kann. Deswegen spielt auch er jedes Spiel. Was ohne Kramer läuft haben wir gesehen, als Toprak, oder Kampl-Hakan, oder sonst eine Kombination gegen Mitte der Hinrunde auf dem Platz stand. Seine Wichtigkeit wird hier oft vergessen, weil es bei ihm offensiv nicht das gelbe vom Ei ist. Defensiv dafür ist Kramer als Stabilisator momentan essentiell für uns und nach den ganzen Ausfällen mMn auch konstant bester Mann bei uns.
Schmidt lebt den Verein, manchmal vielleicht etwas zu sehr. Ein Knackpunkt war sicher das Dortmundspiel. Die Sperre gegen in Kombination mit den vielen Ausfällen hat den Abwärtstrend gestartet. Da kann man ihm einen Vorwurf machen, aber die Zwayershow war einfach übertrieben und hat stärkere Folgen nach sich gezogen als im ersten Moment gedacht. Dass er sich Villareal anschaut, finde ich gut. Einfluss kann er durch die Sperre sowieso keinen nehmen und so richtet er den Blick nach vorne, wo es dann ab Donnerstag mit ihm weitergehen kann.
Dazu HAT Schmidt viele Spieler besser gemacht. Kampl, Bellarabi, Brandt in der ersten Saison (bei dem es jetzt aus anderen Gründen wieder abwärts geht), Son, Tah, Toprak, Castro, Wendell ... und und und. Das ist mal das schlechteste Argument gegen ihn.
Die Mannschaft hat er immer erreicht und erreicht er auch weiterhin. Das zeigen die regelmäßig starken Spiele nach schwächeren Auftritten oder die Verbesserungen in den zweiten Halbzeiten. Wobei man hier sicherlich hinterfragen kann, warum man in den ersten Halbzeiten oft so schwach begonnen hat.
Der Vorwurf, dass Schmidt ein Plan B fehlt, mag nachvollziehbar sein. Aber auch hier sind, wenn man genau hinschaut, Verbesserungen im Spiel zu erkennen. So wollte man zu Beginn dieser Saison auf die langen Bälle auf Kieß verzichten und mehr über ein Kurzpassspiel nach vorne kommen. Dafür war die Mannschaft aber noch nicht bereit, auch weil Toprak und Jevaj, die als Stamminnenverteidiger eingeplant waren zu Beginn der Saison lange nicht zur Verfügung standen. Schmidt reagierte und verzichtete wieder auf das Kurzpassspiel, was durch die fehlende Spielmacherqualität von Tah und Papa in der Hinrunde nicht funktionierte. Auch neue Spielaufbauvarianten waren zur Rückrunde zu erkennen (flache Pässe in die Tiefe oder Seitenwechsel von Toprak oder neue Bewegungen von Kampl in Kombination mit höher stehenden Außenverteidigern).
Was auch mir unter Schmidt in dieser Saison nicht gefällt sind die Abläufe im letzten Drittel. Dazu gehören Laufwege der Spieler ohne Ball und mit Ball, die Ballbesitzzeit einzelner Spieler, also generell das Kreieren von Chancen bei eigenem Ballbesitz. Da macht es den Eindruck, dass dieser Aspekt im Training evtl. etwas zu kurz kommt und man sich sehr auf das Kreieren von Chancen nach gelungenen Pressing-/Gegenpressingsituationen versteift. Auch das Verteidigen von Standardsituationen funktioniert die ganze Saison schon nicht so gut, was man ihm evtl. auch ein Stuck weit ankreiden muss.
Zu Favre: Völler wollte "attracktiven Fußball" in die Bayarena holen und holte Schmidt. Ein Wechsel zu Favre wäre genau das Gegenteil. Ergebnisorientierter Hochsicherheitsfußball. Wird Völler da wieder so umschwenken?
07.03.2016 - 14:35 Uhr
Ich habe mir jetzt eine halbe Stunde die letzten posts durchgelesen!
Ich finde es erschreckend wie schnell und vor allem wie viele hier RS raus haben möchten!
ENDLICH haben wir mal einen Trainer der voll und ganz zu seiner Mannschaft und zu seiner Meinung steht (Ich fand die Aktion BVB ehrlich gesagt nicht verkehrt!)
ENDLICH mal einen Trainer der uns nicht in Angst und Schrecken versetzt wenn wir wichtige Spiele haben!!
- DFB Pokal vs Bayern unglücklich im 11Meterschiessen
- CL vs Vorjahresfinalist Atletico unglücklich im 11Meterschiessen
- Bundesliga gegen Bayern und andere große Mannschaften wie bspw. Hinspiel CL gegen Barcelona!
Die Persönlichkeit RS hat uns all die Jahre gefehlt ich finde Ihn ehrlich gesagt SUPER! Mir ist egal ob andere Vereine, andere Fans und andere Spieler unser Trainer hassen, weil er anders ist!
Er eckt mit vielen an und das ist gut so!
Bitte bedenkt das die sportliche Talfahrt der vielen verletzten geschuldet ist! Teilweise 9 Stammspieler, zeigt mir einen Verein an dem dies ohne Niederlagen vorbei geht?
Ich hoffe wir können nächste Saison mit RS neu durchstarten!
Ich finde es erschreckend wie schnell und vor allem wie viele hier RS raus haben möchten!
ENDLICH haben wir mal einen Trainer der voll und ganz zu seiner Mannschaft und zu seiner Meinung steht (Ich fand die Aktion BVB ehrlich gesagt nicht verkehrt!)
ENDLICH mal einen Trainer der uns nicht in Angst und Schrecken versetzt wenn wir wichtige Spiele haben!!
- DFB Pokal vs Bayern unglücklich im 11Meterschiessen
- CL vs Vorjahresfinalist Atletico unglücklich im 11Meterschiessen
- Bundesliga gegen Bayern und andere große Mannschaften wie bspw. Hinspiel CL gegen Barcelona!
Die Persönlichkeit RS hat uns all die Jahre gefehlt ich finde Ihn ehrlich gesagt SUPER! Mir ist egal ob andere Vereine, andere Fans und andere Spieler unser Trainer hassen, weil er anders ist!
Er eckt mit vielen an und das ist gut so!
Bitte bedenkt das die sportliche Talfahrt der vielen verletzten geschuldet ist! Teilweise 9 Stammspieler, zeigt mir einen Verein an dem dies ohne Niederlagen vorbei geht?
Ich hoffe wir können nächste Saison mit RS neu durchstarten!
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