DFB und DFB-Teams

Joachim Löw [Bundestrainer]

20.07.2010 - 15:05 Uhr
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3251
03.07.2012 - 16:36 Uhr
Zitat von JollyJ:
Löw hat gar nichts geformt und nichts integriert.
Gespielt hat der FCB mit 2 Spielern von Real Madrid, einem 100-Länderspiele-Veteran und einem widerstrebend eingebauten Nachwuchsverteidiger mit hohem Marktwert.

Punkt.


Gespielt hat der FCB, mit 4 Spielern von Real und einem 46Mille Söldner von ManCity.

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ok cool
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3252
03.07.2012 - 16:37 Uhr
Zitat von Dr_Monkey:
Zitat von alexinho:
Ich will nurnochmal darauf hinweisen, dass dein Reus (falls du Gladbachfan sein solltest), oder Götze (falls du Dortmundfan sein solltest) nicht in diesem Maße integriert wären, hätte man nicht Jogi Löw, der als Vorbild der Integration, ja fast schon als Urvater, gilt. Kloppo und wie sie alle heißen setzen auf dem seit nicht allzulanger Zeit währenden Trend der Jugend - Großer Initator im deutschen Fußball war Joachim Löw.


:ugly ok ich verstehe. löw ist für dich das sinnbild des wandels im deutschen fußball. das fing allerdings schon ein stück weit vor seiner amtsübernahme an, oder?
es ist richtig das löw viele neue und junge spieler integriert. ihn aber in die ur-vater rolle zu schreiben ist ja gradezu lachhaft. es ist schließlich seine aufgabe, die besten deutschen (jungen) spieler in seinem team zu sammeln. die gute jugendförderung ist aber nun wirklich nicht auf seinem mist gewachsen.


@ alexinho:


- Lahm war mit 20 Jahren und einem Jahr Bundesliga + 8 CL-Spiele (Stuttgart) Stammspieler bei der EM 2004 (unter Völler)
- Schweini wurde mit 19 Jahren und eineinhalb Jahren BuLi (Bayern, viele Kurzeinsätze) in allen EM-Spielen 2004 ein- oder ausgewechselt (unter Völler)
- Podolski hat mit 19 Jahren und nach 19 BuLi-Spielen (Köln) bei der EM 2004 45. Min. gespielt (unter Völler)
- Metzelder mit 21 Jahren nach 40 Pflichtspielen (Dortmund) absoluter Stammspieler bei der WM 2002 (unter Völler)
- Miroslaw Klose kam mit 22 Jahren während seiner ersten Profi-Saison (Lautern) bereits auf 5 Pflichtspiele in der Nati (2000/2001) und war dann Stammspieler bei der WM 2002 (unter Völler)
- Arne Friedrich hatte mit 23 Jahren in seiner ersten BuLi-Saison (Berlin) bereits 6 Freundschaftsspiele in der Nati (unter Völler)
- Per Mertesacker hatte mit 19 Jahren nach 13 BuLi-Spielen (Hannover) bereits ein Länderspiel auf dem Konto

Also wäre Rudi Völler mit seiner radikalen Jugendarbeit praktisch der Urvater der Integration und des Halbfinal-Einzugs bei der WM im eigenen Land 2006. ;)

EDIT: vielleicht auch kein verkehrtes Konzept ein erfahrenes Gerüst zu haben, in das sich selbst blutjunge Spieler durch Leistung reinarbeiten und sich da viel von den erfahrenen Alpha-Tieren wie es immer so schön heißt abgucken können

Zitat von Dr_Monkey:
Zitat von alexinho:
Er mag in genau einem Spiel einen Fehlgriff geleistet haben und die ganze Arbeit die im Hintergrund ist auf einmal scheiß egal?


noch einmal. NEIN. die arbeit ist nicht egal. aber nicht wegen diesem einen spiel gibt es kritk. sondern wegen einer reihe entscheidungen und faktoren, die schon seit mind. 2 jahren diskutiert werden. und "die ganze arbeit im hintergrund" leistet sicherlich nicht löw allein.


@ alexinho:
Das Kombinationsspiel hat sich klar verbessert (liegt aber auch am Spieler-MATERIAL), während andere Komponenten sich verschlechtert haben: Standart-Situationen, Zweikampfverhalten im Mittelfeld, Defensivverhalten, Konteranfälligkeit, lange Bälle, Bälle in den Rücken der Abwehr von der gegnerischen Grundlinie, und das liegt wohl kaum am Spielermaterial, taktische Vorgaben mMn auch schon gegen Spanien 2010 im Halbfinale absolut nicht passend, und das Wichtigste: Löw zeigt keine Einsicht, obwohl mitlerweile sogar schon Sammer und Flick das in der Öffentlichkeit anmahnen (interne Kritik an Löw ist offensichtlich auf taube Ohren gestoßen)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von enkidu am 03.07.2012 um 16:44 Uhr bearbeitet
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3253
03.07.2012 - 16:40 Uhr
Zitat von OliverBr:
Zitat von alexinho:
Was den deutschen Fußball gerettet hat war ein Prozess. Diesen Prozess hat Löw so geformt, dass wir heute eine Nationalmannschaft haben, die soviel Potenzial in sich trägt, wie keine Mannschaft zuvor.


Sorry nein. Das Potential steckt in der Qualität der Spieler. Löw kann überhaupt nichts dafür, dass wir Talente wie Özil, Götze oder Reus haben. Das ist der Verdienst der Jugendarbeit DFB und Vereine.

Im Gegenteil, Löw vergeudet unsere Talente!

Der Prozess ist in diesem Fall das Errichten von Leistungszentren der großen Vereine Deutschlands. Jugendarbeit, Scoutabeilungen, Internat, etc.

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ok cool
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3254
03.07.2012 - 16:46 Uhr
Zitat von enkidu:
- Lahm war mit 20 Jahren und einem Jahr Bundesliga + 8 CL-Spiele (Stuttgart) Stammspieler bei der EM 2004 (unter Völler)
- Schweini wurde mit 19 Jahren und eineinhalb Jahren BuLi (Bayern, viele Kurzeinsätze) in allen EM-Spielen 2004 ein- oder ausgewechselt (unter Völler)
- Podolski hat mit 19 Jahren und nach 19 BuLi-Spielen (Köln) bei der EM 2004 45. Min. gespielt (unter Völler)
- Metzelder mit 21 Jahren nach 40 Pflichtspielen (Dortmund) absoluter Stammspieler bei der WM 2002 (unter Völler)
- Miroslaw Klose kam mit 22 Jahren während seiner ersten Profi-Saison (Lautern) bereits auf 5 Pflichtspiele in der Nati (2000/2001) und war dann Stammspieler bei der WM 2002 (unter Völler)
- Arne Friedrich hatte mit 23 Jahren in seiner ersten BuLi-Saison (Berlin) bereits 6 Freundschaftsspiele in der Nati (unter Völler)
- Per Mertesacker hatte mit 19 Jahren nach 13 BuLi-Spielen (Hannover) bereits ein Länderspiel auf dem Konto

Also wäre Rudi Völler mit seiner radikalen Jugendarbeit praktisch der Urvater der Integration und des Halbfinal-Einzugs bei der WM im eigenen Land 2006. ;)


Ist doch ein schönes Beispiel... es reicht eben nicht, wenn man talentierte Spieler hat, man muß sie auch in einem System spielen lassen, das Erfolg bringt. Völler hat das überhaupt nicht gebacken bekommen.

Scheinbar ist es doch nicht so leicht.

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Mut zu Lücke!
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3255
03.07.2012 - 16:47 Uhr
Zitat von enkidu:
Zitat von Dr_Monkey:
Zitat von alexinho:
Ich will nurnochmal darauf hinweisen, dass dein Reus (falls du Gladbachfan sein solltest), oder Götze (falls du Dortmundfan sein solltest) nicht in diesem Maße integriert wären, hätte man nicht Jogi Löw, der als Vorbild der Integration, ja fast schon als Urvater, gilt. Kloppo und wie sie alle heißen setzen auf dem seit nicht allzulanger Zeit währenden Trend der Jugend - Großer Initator im deutschen Fußball war Joachim Löw.


:ugly ok ich verstehe. löw ist für dich das sinnbild des wandels im deutschen fußball. das fing allerdings schon ein stück weit vor seiner amtsübernahme an, oder?
es ist richtig das löw viele neue und junge spieler integriert. ihn aber in die ur-vater rolle zu schreiben ist ja gradezu lachhaft. es ist schließlich seine aufgabe, die besten deutschen (jungen) spieler in seinem team zu sammeln. die gute jugendförderung ist aber nun wirklich nicht auf seinem mist gewachsen.


@ alexinho:


- Lahm war mit 20 Jahren und einem Jahr Bundesliga + 8 CL-Spiele (Stuttgart) Stammspieler bei der EM 2004 (unter Völler)
- Schweini wurde mit 19 Jahren und eineinhalb Jahren BuLi (Bayern, viele Kurzeinsätze) in allen EM-Spielen 2004 ein- oder ausgewechselt (unter Völler)
- Podolski hat mit 19 Jahren und nach 19 BuLi-Spielen (Köln) bei der EM 2004 45. Min. gespielt (unter Völler)
- Metzelder mit 21 Jahren nach 40 Pflichtspielen (Dortmund) absoluter Stammspieler bei der WM 2002 (unter Völler)
- Miroslaw Klose kam mit 22 Jahren während seiner ersten Profi-Saison (Lautern) bereits auf 5 Pflichtspiele in der Nati (2000/2001) und war dann Stammspieler bei der WM 2002 (unter Völler)
- Arne Friedrich hatte mit 23 Jahren in seiner ersten BuLi-Saison (Berlin) bereits 6 Freundschaftsspiele in der Nati (unter Völler)
- Per Mertesacker hatte mit 19 Jahren nach 13 BuLi-Spielen (Hannover) bereits ein Länderspiel auf dem Konto

Also wäre Rudi Völler mit seiner radikalen Jugendarbeit praktisch der Urvater der Integration und des Halbfinal-Einzugs bei der WM im eigenen Land 2006. ;)

Zitat von Dr_Monkey:
Zitat von alexinho:
Er mag in genau einem Spiel einen Fehlgriff geleistet haben und die ganze Arbeit die im Hintergrund ist auf einmal scheiß egal?


noch einmal. NEIN. die arbeit ist nicht egal. aber nicht wegen diesem einen spiel gibt es kritk. sondern wegen einer reihe entscheidungen und faktoren, die schon seit mind. 2 jahren diskutiert werden. und "die ganze arbeit im hintergrund" leistet sicherlich nicht löw allein.


@ alexinho:
Das Kombinationsspiel hat sich klar verbessert (liegt aber auch am Spieler-MATERIAL), während andere Komponenten sich verschlechtert haben: Standart-Situationen, Zweikampfverhalten im Mittelfeld, Defensivverhalten, Konteranfälligkeit, lange Bälle, Bälle in den Rücken der Abwehr von der gegnerischen Grundlinie, und das liegt wohl kaum am Spielermaterial, taktische Vorgaben mMn auch schon gegen Spanien 2010 im Halbfinale absolut nicht passend, und das Wichtigste: Löw zeigt keine Einsicht, obwohl mitlerweile sogar schon Sammer und Flick das in der Öffentlichkeit anmahnen (interne Kritik an Löw ist offensichtlich auf taube Ohren gestoßen)


Hehe, gedisst :D

Nein ernsthaft. Das mag meine These widerlegen, das sehe ich auch ein. Aber das zeigt doch auch, dass der Weg der richtige ist. 2002 Finale. Wenn man dann 2004 gegen Lettland unentschieden spielt und gegen Tschechien verliert, dann muss man gehen. Und vergleichen wir das jetzt mal mit 2012. Portugal, Holland und Dänemark gebashed. Warum die Diskussion?

/e*: Den zweiten Teil hab ich erst nicht gelesen. Zweikampfverhalten im Mittelfeld? Wir reden hier von der Ära Löw und nicht von diesem Turnier bzw. dem Italien-Spiel. Ich habe leider keine Statistiken parat, dafür aber einen Eindruck - Warum hat man Schweinsteiger 2010 mit Xavi und Co auf eine Stufe gestellt? Warum ist Khedira 2012 (hab das mehrfach gelesen) zu einem Spieler des Turniers geworden? Etc. pp, der heutige Fußball ist mit Sicherheit nicht mit dem vor 20 Jahren vergleichbar. Schuld daran sind wir aber selber. Wir geben doch vor was uns nicht passt. Die Medien springen machen mit und schreiben das was sich verkauft. Deshalb darf auch keiner mehr was sagen. Es gibt diese "Führertypen" bald komplett nicht mehr. Das liegt halt am umfassbaren medialen Interesse, die jeden Kommentar fassen und darauf rumtreten. Beispiel Gerüchteküche hier im Forum. Scheinbar total Belanglosem werden dann Konnotationen zugeschrieben, die sich dann in Prozentsätzen wiederspiegeln. Dass man dann versucht möglichst fair zu spielen (und die Deutschen spielen sau fair), um sich die Rechtfertigung im Interview danach zu sparen ist die Konsequenz. Außerdem find ich überhaupt nicht, dass wir nicht zweikampfstark sind. Lange Bälle sind das letzte Mittel. Wie war es denn vor 15 Jahren? Deutsches Aufbauspiel von hinten heraus, langer Ball und verloren. Die langen Bälle in die eigene Riege werden halt so genutzt, dass man schnell nach vorne spielen kann. Ein Tor fällt heutzutage in den meisten Fällen mit wenigen Ballkontakten, Tempowechsel, schnell gespielt, innerhalb weniger Sekunden. Das muss man perfektionieren, nicht ankreiden.

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ok cool

Dieser Beitrag wurde zuletzt von alexinho am 03.07.2012 um 17:02 Uhr bearbeitet
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3256
03.07.2012 - 17:08 Uhr
Zitat von OliverBr:
Zitat von alexinho:
Portugal, Holland und Dänemark gebashed. Warum die Diskussion?


Da wurde überhaupt niemand gebashed. Alle 3 Gegner haben uns spätestens ab Minute 60 ein Lehrstunde erzeilt!


Du haust ausschließlich Parolen raus. Ich hab noch nicht ein fundiertes Argument von dir gelesen. Haben wir gewonnen? Dänemark wurde kurz vor Schluss gewonnen, also nach der 60en? Gegen Portugal war es knapp seh ich ein. Niederlande 2:0 in Führung gegangen, an die Wand gespielt und unglücklierweise noch so ein Persie-Ding, das aber mit der Einwechslung von Kroos in der 84 Minute wett gemacht wurde. Spiel war zwischen dem Tor und Kroos hektisch. Danach ist nichts mehr gewesen, geschweigedenn davor.

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ok cool
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3257
03.07.2012 - 17:26 Uhr
Zitat von OliverBr:
Zitat von alexinho:
Portugal, Holland und Dänemark gebashed. Warum die Diskussion?


Da wurde überhaupt niemand gebashed. Alle 3 Gegner haben uns spätestens ab Minute 60 ein Lehrstunde erzeilt!


Eine Lehrstunde, weil sie nach einem Rückstand auf den Ausgleich gedrängt haben? :o

Bitte, weiter so. Du schreibst die Fußballlehrbücher neu mit deinen Weisheiten.

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Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3258
03.07.2012 - 19:42 Uhr
Zitat von jim_nihilist:
Zitat von enkidu:
- Lahm war mit 20 Jahren und einem Jahr Bundesliga + 8 CL-Spiele (Stuttgart) Stammspieler bei der EM 2004 (unter Völler)
- Schweini wurde mit 19 Jahren und eineinhalb Jahren BuLi (Bayern, viele Kurzeinsätze) in allen EM-Spielen 2004 ein- oder ausgewechselt (unter Völler)
- Podolski hat mit 19 Jahren und nach 19 BuLi-Spielen (Köln) bei der EM 2004 45. Min. gespielt (unter Völler)
- Metzelder mit 21 Jahren nach 40 Pflichtspielen (Dortmund) absoluter Stammspieler bei der WM 2002 (unter Völler)
- Miroslaw Klose kam mit 22 Jahren während seiner ersten Profi-Saison (Lautern) bereits auf 5 Pflichtspiele in der Nati (2000/2001) und war dann Stammspieler bei der WM 2002 (unter Völler)
- Arne Friedrich hatte mit 23 Jahren in seiner ersten BuLi-Saison (Berlin) bereits 6 Freundschaftsspiele in der Nati (unter Völler)
- Per Mertesacker hatte mit 19 Jahren nach 13 BuLi-Spielen (Hannover) bereits ein Länderspiel auf dem Konto

Also wäre Rudi Völler mit seiner radikalen Jugendarbeit praktisch der Urvater der Integration und des Halbfinal-Einzugs bei der WM im eigenen Land 2006. ;)


Ist doch ein schönes Beispiel... es reicht eben nicht, wenn man talentierte Spieler hat, man muß sie auch in einem System spielen lassen, das Erfolg bringt. Völler hat das überhaupt nicht gebacken bekommen.

Scheinbar ist es doch nicht so leicht.


Boah, „Völler hat das überhaupt nicht gebacken bekommen!“ ??? Ich bin geschockt! Ich bin kein Völler/Skibbe-Fan. Ich bin der Meinung, dass das damalige Spielermaterail in der Offensive deutlich schlechter war als heute, vor Allem in der Breite.

Ich persönlich ziehe folgende Bilanz: bei der WM 2002 sind wir knapp ins Finale gekommen. Bei der EM 2004 sind wir knapp in der Gruppenphase ausgeschieden (in allen drei Spielen waren wir die dominierende Mannschaft, hatten mehr Torchancen, die wir meißt vergeigt haben, Pfosten/Latte, lag mMn in erster Linie am mangelnden Spielermaterial in der Offensive). Die wahre Leistung liegt da wohl in der Mitte.

Wichtig für mich: wir waren 2002 im Finale gegen Brasilien klarer Aussenseiter, und auch 2004 gegen Niederlande Aussenseiter. Trotzdem haben wir mMn gute Leistungen gegen diese Favoriten gezeigt. Gegen Niederlande hätten wir den Sieg verdient gehabt (Völler hätte mMn offensiver wechseln sollen). Das Weltklasse-Tor von Nistelrooy in der 85. Minute hat das verhindert. Gegen Brasilien haben wir offensiv permanent eine Bedrohung dargestellt, siehe:

http://www.kicker.de/news/fussball/wm/spielplan/weltmeisterschaft/2002/8/562251/spielanalyse_deutschland_brasilien-920.html
Kicker: „Insgesamt aber schien die deutsche Elf den Respekt vor dem Gegner eher abgelegt zu haben.“ (Brasilien war damals mMn gleichzusetzen mit Spanien heute.) 5 zu 9 Torchancen und 13 zu 3 Ecken aus deutscher Sicht. Von dieser Leistung träumt Löw.

In den Spielen wo nicht mehr nur das gute Spielermaterial einen Sieg ermöglicht, wo das taktische Können des Trainers und sein Langzeitkonzept den Ausschlag gibt hat Völler mMn besser abgeschnitten als Löw (EM 2008, WM 2010, EM 2012), trotz mMn schlechterem Spielermaterials.
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3259
03.07.2012 - 20:54 Uhr
Zitat von Mono_:
Mit Löw wäre man damals vermutlich sogar bei der WM 2002 in der Vorrunde sang- und klanglos ausgeschieden...


Ironie?

Löw ist wahrlich nicht perfekt, da muß man keine abstrusen Quervergleiche konstruieren, wenn man ihn kritisieren will.

Abenteuerliche Argumentation (um es milde zu sagen), wenn das wirklich ernst gemeint sein sollte.

Zitat von Lannister:
Zitat von jim_nihilist:
Aber wenn wir aus unserem Rausch darüber wie gut die jungen Spieler sind mal aufwachen: Wo sind die Verteidiger? Wo sind die Stürmer? Unsere Jugendarbeit scheint einen erstklassigen Mittelfeldspieler nach dem anderen auszuspucken... aber wo bleibt der Rest? Und wie ich es in anderen threads schon angeschnitten habe... unsere taktische Ausbildung ist noch nicht so gut, wie sie sein müßte.

Da gibt's ne Menge zu tun.


Allerdings sind das eher Aufgaben für den neuen Sportdirektor als für den Bundestrainer. Insbesondere die Taktik-Kritik sollte sich da eher an die Nachwuchstrainer sowie die Trainerausbildung richten.

Ansonsten: Auch bei Spanien kommen nicht massig Außenverteidiger und Mittelstürmer nach. Jordi Alba bspw. war früher meines Wissens Außenstürmer, Arbeloa ist nicht unbedingt der Top-Spieler, und jemanden wie Villa haben sie auch nur einmal. Gerade im Bereich Außenverteidiger dürfte es einfach daran liegen, dass die besten Spieler in der Jugend eher zentral und/oder offensiv spielen. Jemand wie Alaba bspw. spielt ja selbst heute noch in der österreichischen Nationalelf im ZM, im Jugendbereich sowieso.

Bei den Stürmern wiederum kommen mMn weniger klassischen Mittelstürmer nach, weil diese Art des Spiels nicht mehr derart gefragt ist. Wenn man aber mal Reus und Müller als Stürmer zählt - was sie ja sind - sieht die Bilanz hier in den letzten Jahren gar nicht so schlecht aus.


Stimmt, Spanien hat da genauso Probleme, wobei ich bei denen eh immer das Gefühl hatte, das die eh kaum unterscheiden zwischen den Positionen und eben immer auf diesen zig Stationen/Flachpass-Fußball hinaus trainieren. Mit anderen Worten, ich glaube das ist auch etwas traditionell bedingt bei denen. Wir haben diese Tradition nicht, darum verwundert es mich... irgendwas läuft da falsch.

Und klar: das liegt im Bereich des Sportdirektors. Nix gegen Freund oder Ziege, aber die Position wäre für die 3 Nummern zu groß. Was wollen die denn da für Reize und Impulse setzen? Wie wollen die denn langfristige Konzepte erarbeiten die taugen... sorry, das traue ich denen nicht zu. Finde die Namen die da kursieren da auch eher grauenerweckend.

Was die taktische Ausbildung anbelangt... da sehe ich auch die Vereine in der Pflicht. Früher hat man sich halbgare Fußballer aus dem Ausland verpflichtet, wenn es eng wuirde, bis man den Wert einer eigenen Jugendarbeit entdeckte (und vom DFB auferlegt bekam). Davon blieb übrig das man sich jetzt Trainer aus dem Ausland holt. Deutsche Trainer wie Tuchel, Slomka oder Klopp, die auf der Höhe Zeit agieren sind da leider die Minderheit.

Man muß bei den Vereinen erkennen und beim DFB anleiten, das man in Deutschland taktisch noch Defizite hat. Dafür können die Spieler wenig, das ist eher ein strukturelles Problem. Auch da würde ich vom Sportdirektor gerne was sehen.

Das heißt: der DFB überlegt sich das besser gut, denn wenn man hier falsch liegt, dann könnte das langfristig negative Folgen haben, denn das letzte was wir brauchen ist Stagnation. Italien und Spanien sind uns insgesamt voraus - das muß nicht so bleiben.

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Mut zu Lücke!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von jim_nihilist am 03.07.2012 um 21:02 Uhr bearbeitet
Joachim Löw [Bundestrainer] |#3260
03.07.2012 - 21:05 Uhr
Zitat von alexinho:
Hehe, gedisst :D


Na du hast ja auch Recht, dass Löw die Jugend gut gefördert hat. Ich wollt ja nur meine Meinung verdeutlichen, dass das keine besondere Leistung ist, weil bspw. Völler das auch getan hat.


Zitat von alexinho:

[…]vergleichen wir das jetzt mal mit 2012. Portugal, Holland und Dänemark gebashed. Warum die Diskussion?

Weil wir die mMn nicht gebashed haben. Meine Bilanz wäre: Wir waren Portugal taktisch unterlegen und hatten mit dem Sieg Glück (nicht unverdient, weil Portugal als Aussenseiter uns viel Ballbesitz überlassen hat und wir auch engagiert gespielt haben, aber Portugal hatte mMn bessere Chancen als wir). Gegen Niederlande hatten wir mehr Großchancen, aber es war auch ein offener Schlagabtausch, bei dem van Persie in der 5. Minute schon die erste Großchance zur Führung hatte. Gegen Dänemark war es mMn auch ein offener Schlagabtausch mit mehr Großchancen für uns aber auch mehreren Großchancen für Dänemark. In der 75. Minute muss der Schiri mMn auf Notbremse entscheiden: Rot gegen Badstuber und Elfmeter für Dänemark, und wir wären, trotz glücklichen (nicht unverdienten) 6 Punkten aus den ersten zwei Spielen aus dem Turnier geflogen. Spanien war mMn sogar noch knapper dran in der Gruppenphase, aber die Spanier haben sich im Laufe des Turniers gesteigert. Bei uns hab ich keine Steigerung gesehen.


Zitat von alexinho:
[…]Warum hat man Schweinsteiger 2010 mit Xavi und Co auf eine Stufe gestellt? Warum ist Khedira 2012 (hab das mehrfach gelesen) zu einem Spieler des Turniers geworden?
Ich denke, dass die Alle wegen ihrer überragenden Offensiv-Leistung ausgezeichnet wurden. Der Unterschied ist mMn dass Xavi und Iniesta offensive Freiheiten unbedacht nutzen können, weil Busquets und Xabi Alonso im defensiven Mittelfeld absichern. Solche Absicherungen haben wir leider gar nicht. Es gibt keinen 6er in unserem Spiel.


Zitat von alexinho:
[…]Die Medien springen machen mit und schreiben das was sich verkauft. Deshalb darf auch keiner mehr was sagen. Es gibt diese "Führertypen" bald komplett nicht mehr. Das liegt halt am umfassbaren medialen Interesse, die jeden Kommentar fassen und darauf rumtreten. Beispiel Gerüchteküche hier im Forum. Scheinbar total Belanglosem werden dann Konnotationen zugeschrieben, die sich dann in Prozentsätzen wiederspiegeln. Dass man dann versucht möglichst fair zu spielen (und die Deutschen spielen sau fair), um sich die Rechtfertigung im Interview danach zu sparen ist die Konsequenz. […]

Und ich habe den Eindruck, dass das auch Löw und die DFB-Spitze machen. Es wird immer nach Turnieren bilanziert, dass wir uns gut der Öffentlichkeit verkauft haben und mehr Beliebtheit im Ausland gewonnen haben. Den sympathischen Löw seh ich da als Goldesel für den DFB, denn durch Beliebtheit in der Weltöffentlichkeit bekommt man mehr Geld durch Sponsoren und Fernsehgelder.

Zitat von alexinho:
Außerdem find ich überhaupt nicht, dass wir nicht zweikampfstark sind.
Da geb ich dir Recht. Die Abwehrspieler haben uns in diesem Turnier mMn sehr oft den A… gerettet. Aber unsere Unterlegenheit im Mittelfeld hab ich schon bei der EM 2008 gegen die Türkei gesehen. Die waren physisch präsent in den Zweikämpfen, wir mMn nicht.

Zitat von alexinho:
Lange Bälle sind das letzte Mittel.

Ganz meine Meinung. Aber es ist ein Mittel: wenn bspw. Spanien ein super Pressing aufzieht und unsere Passwege nahezu zugestellt sind, dann schlag ich nen langen Ball, von mir aus auch ins Niemandsland, Hauptsache der Gegner erobert nicht den Ball in unserer Hälfte, sowas ist mMn tödlich. Ausserdem ist der hohe lange 50-Meter Ball der schnellste Weg im Fußball von Defensive auf Offensive umzuschalten. Und mMn sollte man immer beide Mittel anbieten können, Kurzpass und lange Bälle, damit der Gegner sich nicht auf nur eine der beiden Taktiken einstellen kann.

Zitat von alexinho:
Wie war es denn vor 15 Jahren? Deutsches Aufbauspiel von hinten heraus, langer Ball und verloren.
Ja klar, aber nur lange Bälle oder nur Kurzpassspiel sind mMn beides keine Titel-reifen Varianten. Man muss Beides beherrschen. Dann weiß der Gegner nicht was er verteidigen soll und man kann jede Schwachstelle des Gegners die sich im Spielverlauf auftut auch nutzen.

Zitat von alexinho:
Ein Tor fällt heutzutage in den meisten Fällen mit wenigen Ballkontakten, Tempowechsel, schnell gespielt, innerhalb weniger Sekunden. Das muss man perfektionieren, nicht ankreiden.
Bei den meißten Spielen stimm ich dir zu, aber bspw. Österreich und Kasachstan spielen nicht um den Titel mit, da mag das das Mittel der Wahl sein. Italien war durch lange Bälle erfolgreich und Spanien hat viele Ballkontakte. Gegenbeispiele sehe ich bei den Spielen Deutschland-England (2010), Deutschland-Argentinien (2010), Spanien-Italien (Finale 2012), aber nur nachdem diese erstgenannten Mannschaften schon in Führung waren. Was bspw. Özil damals und Xavi am Sonntag an Umschalt-Fußball gespielt haben war mMn traumhaft. Aber die Kunst in einem Spitzenspiel liegt mMn erstmal darin hinten sicher zu stehen und vorne in Führung zu gehen, gegen einen Gegner der auch versucht hinten sicher zu stehen. Denn gerade wegen des Umschalt-Fußballs, ob mit flachen oder hohen Bällen, ist ein Rückstand meißt tödlich.
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