| Geburtsdatum | 19.07.2002 |
|---|---|
| Alter | 24 |
| Nat. |
Portugal |
| Größe | 1,85m |
| Vertrag bis | 30.06.2030 |
| Position | Mittelstürmer |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Leistungsdaten: 26/27
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 1 | 1 | - | ||
![]() | DFL-Supercup | 1 | 1 | - | |
Fábio Silva [21]
27.08.2025 - 15:55 Uhr
10.12.2025 - 21:29 Uhr
Auch wenn man es gegen Leverkusen nicht so ganz gesehen hat im Pokal und auch wenn das heute "nur" Bodo/Glimt ist, aber es ist schon krass wie viel mannschaftsdienlicher Fabio Silva spielt. Der hat gegen Leverkusen einen aufgelegt, im Pokal muss Adeyemi einen machen, als Andrich auf der Linie klärt. Heute hat Brandt eine bekommen und Beier muss den reinköpfen. Der kann locker bei 5 Vorlagen stehen in seinen 250 Minuten.
Und dagegen spielt ein Guirassy quasi nie ab, könnte solche Halbfeldflanken wie heute auf Beier oder in der Liga gegen Adeyemi gar nicht bringen....und der hätte das Ding auch nicht auf Brandt rübergelegt sondern selber abgeschlossen.
Ja, Stürmer brauchen auch eine Torquote, weiß ich. Aber die hat Guirassy seit 10 Spielen auch nicht. Dann lieber Fabio, der in der Lage ist mal einen aufzulegen, wie man sieht.
Und dagegen spielt ein Guirassy quasi nie ab, könnte solche Halbfeldflanken wie heute auf Beier oder in der Liga gegen Adeyemi gar nicht bringen....und der hätte das Ding auch nicht auf Brandt rübergelegt sondern selber abgeschlossen.
Ja, Stürmer brauchen auch eine Torquote, weiß ich. Aber die hat Guirassy seit 10 Spielen auch nicht. Dann lieber Fabio, der in der Lage ist mal einen aufzulegen, wie man sieht.
10.12.2025 - 21:34 Uhr
Zitat von BVBBC
Doch, hat mir gefallen und ich denke isoliert wäre so etwas zwischen Silva und Guirassy wahrscheinlich sogar erreichbar, aber der VfB war sehr gut darin methodisch in den Strafraum zu spielen, selbst wenn das Spieltempo nicht so hoch war. Denn Hoeness Fussball ist deutlich direkter und hat mehr Stationen, womit dann zwar nicht der direkte Weg in den Strafraum gesucht wird, wie auch bei uns im Moment, aber die Ballzirkulation war wesentlich schneller. Wodurch ein Guirassy oder Undav regelmäßig abkippen konnten, um dann trotzdem wieder rechtzeitig im Strafraum zu sein, während ein Guirassy hier oft selbst das Tempo verschleppt, wodurch man teils bessere Chancen nicht ausspielt. Das Passtempo hing aber beim VfB nicht von den MS ab und wird es auch bei uns nicht. Wir kommen klar am besten in den Strafraum, je höher das Spieltempo und je direkter wir dort reinspielen, wenngleich wir das derzeit - meines Erachtens mitunter aus defensiven Erwägungen heraus - nicht machen und auch nicht danach aufstellen. Denn gerade in den defensiven Erwägungen unterscheiden sich Hoeness und Kovac diametral, mit entsprechenden Konsequenzen für das Offensivspiel und daher Passtempo.
Zitat von mba123
Siehst Du also Silva und Guirassy grundsätzlich nicht als kompatibel an oder hauptsächlich im Kontext des restlichen Kaders und Kovacs Taktik?
Ich frage mich beispielsweise, ob in Stuttgart die Konstellation mit Guirassy/Undav nicht ähnlich zu Guirassy/Silva sein könnte.
Natürlich spielte Stuttgart einen ganz anderen Fußball als wir und hatte auch andere Spielertypen insgesamt. Aber würde Silva in dem Stuttgarter Spielsystem mit Guirassy harmonieren? Oder hat dir bereits die Kombination Guirassy/Undav damals nicht gefallen?
Zitat von BVBBC
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
______________________________________________________________________________
Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
Zitat von djhaax
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
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Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
Siehst Du also Silva und Guirassy grundsätzlich nicht als kompatibel an oder hauptsächlich im Kontext des restlichen Kaders und Kovacs Taktik?
Ich frage mich beispielsweise, ob in Stuttgart die Konstellation mit Guirassy/Undav nicht ähnlich zu Guirassy/Silva sein könnte.
Natürlich spielte Stuttgart einen ganz anderen Fußball als wir und hatte auch andere Spielertypen insgesamt. Aber würde Silva in dem Stuttgarter Spielsystem mit Guirassy harmonieren? Oder hat dir bereits die Kombination Guirassy/Undav damals nicht gefallen?
Doch, hat mir gefallen und ich denke isoliert wäre so etwas zwischen Silva und Guirassy wahrscheinlich sogar erreichbar, aber der VfB war sehr gut darin methodisch in den Strafraum zu spielen, selbst wenn das Spieltempo nicht so hoch war. Denn Hoeness Fussball ist deutlich direkter und hat mehr Stationen, womit dann zwar nicht der direkte Weg in den Strafraum gesucht wird, wie auch bei uns im Moment, aber die Ballzirkulation war wesentlich schneller. Wodurch ein Guirassy oder Undav regelmäßig abkippen konnten, um dann trotzdem wieder rechtzeitig im Strafraum zu sein, während ein Guirassy hier oft selbst das Tempo verschleppt, wodurch man teils bessere Chancen nicht ausspielt. Das Passtempo hing aber beim VfB nicht von den MS ab und wird es auch bei uns nicht. Wir kommen klar am besten in den Strafraum, je höher das Spieltempo und je direkter wir dort reinspielen, wenngleich wir das derzeit - meines Erachtens mitunter aus defensiven Erwägungen heraus - nicht machen und auch nicht danach aufstellen. Denn gerade in den defensiven Erwägungen unterscheiden sich Hoeness und Kovac diametral, mit entsprechenden Konsequenzen für das Offensivspiel und daher Passtempo.
Silva macht auf mich, und so sieht es jetzt auch aktuell gegn Bodö aus, den Eindruck, als fühle er sich außerhalb des Strafraums wohler als darin. Hat in meinen Augen eine gute Übersicht und den Blick für den besser postierten Mitspieler. Eher ein Vorbereiter als ein Abschlussspieler. Also schon auch etwas, was einen Spielmacher ausmacht. Jedenfalls sehe ich da bei jedem Einsatz eine Belebung des Offensivspiels und einen wenig ausrechenbaren Faktor. Das wäre etwas, wovon auch Guirassy profitieren könnte. Der könnte z.B. auch eine Hereingabe besser verarbeiten, als es Beier vorhin gezeigt hat.
10.12.2025 - 21:40 Uhr
Silva aktuell wieder mit einem starken Auftritt, wenn der die nächsten Spiele nicht starten darf, kann ich es absolut verstehen wenn er weg will
10.12.2025 - 21:58 Uhr
Zitat von djhaax
Silva macht auf mich, und so sieht es jetzt auch aktuell gegn Bodö aus, den Eindruck, als fühle er sich außerhalb des Strafraums wohler als darin. Hat in meinen Augen eine gute Übersicht und den Blick für den besser postierten Mitspieler. Eher ein Vorbereiter als ein Abschlussspieler. Also schon auch etwas, was einen Spielmacher ausmacht. Jedenfalls sehe ich da bei jedem Einsatz eine Belebung des Offensivspiels und einen wenig ausrechenbaren Faktor. Das wäre etwas, wovon auch Guirassy profitieren könnte. Der könnte z.B. auch eine Hereingabe besser verarbeiten, als es Beier vorhin gezeigt hat.
Zitat von BVBBC
Doch, hat mir gefallen und ich denke isoliert wäre so etwas zwischen Silva und Guirassy wahrscheinlich sogar erreichbar, aber der VfB war sehr gut darin methodisch in den Strafraum zu spielen, selbst wenn das Spieltempo nicht so hoch war. Denn Hoeness Fussball ist deutlich direkter und hat mehr Stationen, womit dann zwar nicht der direkte Weg in den Strafraum gesucht wird, wie auch bei uns im Moment, aber die Ballzirkulation war wesentlich schneller. Wodurch ein Guirassy oder Undav regelmäßig abkippen konnten, um dann trotzdem wieder rechtzeitig im Strafraum zu sein, während ein Guirassy hier oft selbst das Tempo verschleppt, wodurch man teils bessere Chancen nicht ausspielt. Das Passtempo hing aber beim VfB nicht von den MS ab und wird es auch bei uns nicht. Wir kommen klar am besten in den Strafraum, je höher das Spieltempo und je direkter wir dort reinspielen, wenngleich wir das derzeit - meines Erachtens mitunter aus defensiven Erwägungen heraus - nicht machen und auch nicht danach aufstellen. Denn gerade in den defensiven Erwägungen unterscheiden sich Hoeness und Kovac diametral, mit entsprechenden Konsequenzen für das Offensivspiel und daher Passtempo.
Zitat von mba123
Siehst Du also Silva und Guirassy grundsätzlich nicht als kompatibel an oder hauptsächlich im Kontext des restlichen Kaders und Kovacs Taktik?
Ich frage mich beispielsweise, ob in Stuttgart die Konstellation mit Guirassy/Undav nicht ähnlich zu Guirassy/Silva sein könnte.
Natürlich spielte Stuttgart einen ganz anderen Fußball als wir und hatte auch andere Spielertypen insgesamt. Aber würde Silva in dem Stuttgarter Spielsystem mit Guirassy harmonieren? Oder hat dir bereits die Kombination Guirassy/Undav damals nicht gefallen?
Zitat von BVBBC
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
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Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
Zitat von djhaax
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
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Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
Siehst Du also Silva und Guirassy grundsätzlich nicht als kompatibel an oder hauptsächlich im Kontext des restlichen Kaders und Kovacs Taktik?
Ich frage mich beispielsweise, ob in Stuttgart die Konstellation mit Guirassy/Undav nicht ähnlich zu Guirassy/Silva sein könnte.
Natürlich spielte Stuttgart einen ganz anderen Fußball als wir und hatte auch andere Spielertypen insgesamt. Aber würde Silva in dem Stuttgarter Spielsystem mit Guirassy harmonieren? Oder hat dir bereits die Kombination Guirassy/Undav damals nicht gefallen?
Doch, hat mir gefallen und ich denke isoliert wäre so etwas zwischen Silva und Guirassy wahrscheinlich sogar erreichbar, aber der VfB war sehr gut darin methodisch in den Strafraum zu spielen, selbst wenn das Spieltempo nicht so hoch war. Denn Hoeness Fussball ist deutlich direkter und hat mehr Stationen, womit dann zwar nicht der direkte Weg in den Strafraum gesucht wird, wie auch bei uns im Moment, aber die Ballzirkulation war wesentlich schneller. Wodurch ein Guirassy oder Undav regelmäßig abkippen konnten, um dann trotzdem wieder rechtzeitig im Strafraum zu sein, während ein Guirassy hier oft selbst das Tempo verschleppt, wodurch man teils bessere Chancen nicht ausspielt. Das Passtempo hing aber beim VfB nicht von den MS ab und wird es auch bei uns nicht. Wir kommen klar am besten in den Strafraum, je höher das Spieltempo und je direkter wir dort reinspielen, wenngleich wir das derzeit - meines Erachtens mitunter aus defensiven Erwägungen heraus - nicht machen und auch nicht danach aufstellen. Denn gerade in den defensiven Erwägungen unterscheiden sich Hoeness und Kovac diametral, mit entsprechenden Konsequenzen für das Offensivspiel und daher Passtempo.
Silva macht auf mich, und so sieht es jetzt auch aktuell gegn Bodö aus, den Eindruck, als fühle er sich außerhalb des Strafraums wohler als darin. Hat in meinen Augen eine gute Übersicht und den Blick für den besser postierten Mitspieler. Eher ein Vorbereiter als ein Abschlussspieler. Also schon auch etwas, was einen Spielmacher ausmacht. Jedenfalls sehe ich da bei jedem Einsatz eine Belebung des Offensivspiels und einen wenig ausrechenbaren Faktor. Das wäre etwas, wovon auch Guirassy profitieren könnte. Der könnte z.B. auch eine Hereingabe besser verarbeiten, als es Beier vorhin gezeigt hat.
Sehe ich ähnlich. Von den Anlagen, die er bisher gezeigt hat, sehe ich ihn auch etwas hinter einer starken 9 agieren. Er macht hier ein gutes Spiel, aber glaube das würde ihm noch besser liegen.
10.12.2025 - 22:17 Uhr
Wieder ein gutes Spiel, richtig gut integriert, aber er muss treffen, damit er Argumente hat
10.12.2025 - 22:38 Uhr
Wieso muss Silber immer so früh runter und Guirassy darf sonst 90 min durchspielen ?
10.12.2025 - 22:48 Uhr
Zitat von Yamalo
Wieso muss Silber immer so früh runter und Guirassy darf sonst 90 min durchspielen ?
Wieso muss Silber immer so früh runter und Guirassy darf sonst 90 min durchspielen ?
Weil Reden Silber ist und Schweigen Gold. Check mal dein Autokorrekt.
Was heißt denn früh runter? War das nicht schon der längste Auftritt von Silva? Hat sich gut eingebracht, aber wirkt weiterhin nicht wie ein Killer vor dem Tor.
10.12.2025 - 22:54 Uhr
Zitat von chef2303
Weil Reden Silber ist und Schweigen Gold. Check mal dein Autokorrekt.
Was heißt denn früh runter? War das nicht schon der längste Auftritt von Silva? Hat sich gut eingebracht, aber wirkt weiterhin nicht wie ein Killer vor dem Tor.
meinte natürlich Silva, ja aber er könnt genauso mal 90 min durchspielen Zitat von Yamalo
Wieso muss Silber immer so früh runter und Guirassy darf sonst 90 min durchspielen ?
Wieso muss Silber immer so früh runter und Guirassy darf sonst 90 min durchspielen ?
Weil Reden Silber ist und Schweigen Gold. Check mal dein Autokorrekt.
Was heißt denn früh runter? War das nicht schon der längste Auftritt von Silva? Hat sich gut eingebracht, aber wirkt weiterhin nicht wie ein Killer vor dem Tor.
10.12.2025 - 23:01 Uhr
Silva hat erneut mehr als überzeugt. Er hebt die Mannschaft offensiv auf ein anderes Niveau und macht seine Mitspieler besser. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass man sieht, warum er noch bei keinem Verein als Torjäger in Erscheinung getreten ist. Man müsste ihn weiter fördern, in die Startelf stellen und darf ihn niemals abgeben. Wir wissen aber alle, dass das wahrscheinlich zu guter Fußball war und er deshalb in Freiburg für die nötige Portion Anti-Fußball wieder auf der Bank Platz nehmen darf.
11.12.2025 - 00:17 Uhr
Komme gerade aus dem Stadion und kann nur sagen: Guirassy loswerden, Silva behalten. Das Spielglück kommt irgendwann dazu, aber das waren Welten, die zwischen den beiden lagen, was Passung, Einsatz und Fußball-IQ angehen.
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