| Geburtsdatum | 19.07.2002 |
|---|---|
| Alter | 24 |
| Nat. |
Portugal |
| Größe | 1,85m |
| Vertrag bis | 30.06.2030 |
| Position | Mittelstürmer |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Leistungsdaten: 26/27
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 1 | 1 | - | ||
![]() | DFL-Supercup | 1 | 1 | - | |
Fábio Silva [21]
27.08.2025 - 15:55 Uhr
10.12.2025 - 13:14 Uhr
Zitat von Miasanmiahesse
Und wieso wird er sich nicht gegen Leao dursetzen?? Leao spielt auch eine schlechte Saison!
Und wieso wird er sich nicht gegen Leao dursetzen?? Leao spielt auch eine schlechte Saison!
Weil selbst wenn Leao nicht bei 100% ist, trotzdem absolute Weltklasse ist. Er musste diese Saison, wegen einer Verletzung, die ersten vier Spiele aussetzen. Seitdem hat er in der Liga 6 Scorer in 10 Spielen.
Nicht das es für Fabio unmöglich wäre sich in der NM durchzusetzen. Es ist jedoch etwas weit hergeholt, dass er bei mehr Spielzeit sich gegen etablierte Spieler oder andere andere Anwärter durchsetzen würde.
Ich glaube, wie gesagt, dass wenn etwas dran ist, dann vermutlich eher als Druckmittel um mehr Spielzeit beim BVB zu bekommen. Wohlgesagt: wenn.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Katana am 10.12.2025 um 13:17 Uhr bearbeitet
10.12.2025 - 13:27 Uhr
Zitat von Abgefaelscht
Kann den Wechselwunsch vollends nachvollziehen.
Diese 10-15 Minuten Spielzeit pro Spiel sind in meinen Augen eine Beleidigung.
Guirassy hat seit der 11er Posse in Turin nicht wieder zurück in die Spur gefunden und dass er so unangefochten trotzdem jedes Spiel startet, bis auf neulich im Pokal, hat nichts mit einen Leistungsprinzip zu tun. Vorallem weil die Zeichen im Sommer ohnehin auf Abschied stehen. Dazu kommt noch, dass er in der Arbeit gegen den Ball wenig Impact hat und in meinen Augen auch das deutlich schlechtere Profil für den Fußball, den wir aktuell spielen mitbringt. In Umschaltsituationen verschleppt er nahezu jedes Mal das Spiel, Pässe sind ausnahmslos unsauber. Ist er nicht in der Box, hat er kaum Mehrwert.
Mein Verständnis des Transfers war, dass er alle 3 Offensivpositionen bekleiden kann, den MS davon am besten. Außerdem dachte ich, dass er genau in solchen Phasen wie jetzt, in denen Guirassy nicht wie letzte Saison alles kurz und klein schießt, seine Einsatzzeiten bekommt.
Stand jetzt wird er von Kovac wie ein ‚nice to have‘ behandelt. Darf mal ran, bekommt hier und da Minuten, aber Vertrauen, was Guirassy uneingeschränkt bekommt, obwohl Leistung und Mannschaftsgeist komplett abfallen, bekommt Silva hingegen nicht. Auf den beiden Halbpositionen kommt er garnicht in Betracht, Gott weiß warum. Ist ja nicht so, dass Beier, Chuk und Brandt da bis jetzt die Sterne vom Himmel gespielt haben.
Und dann darf man auch mal fragen, was man sich bei dem Transfer überhaupt gedacht hat. Wir haben am Anfang der Saison keine IVs gehabt, Svensson läuft sich seit September jedes Spiel die Lunge aus der Brust, weil wir keinen Back-Up haben und wir investieren 25 Mio. in einen 15-Minuten Spieler, der das klare Ziel hat Spielpraxis zu sammeln, um für Portugal mit zur EM zu fahren.
Kann den Wechselwunsch vollends nachvollziehen.
Diese 10-15 Minuten Spielzeit pro Spiel sind in meinen Augen eine Beleidigung.
Guirassy hat seit der 11er Posse in Turin nicht wieder zurück in die Spur gefunden und dass er so unangefochten trotzdem jedes Spiel startet, bis auf neulich im Pokal, hat nichts mit einen Leistungsprinzip zu tun. Vorallem weil die Zeichen im Sommer ohnehin auf Abschied stehen. Dazu kommt noch, dass er in der Arbeit gegen den Ball wenig Impact hat und in meinen Augen auch das deutlich schlechtere Profil für den Fußball, den wir aktuell spielen mitbringt. In Umschaltsituationen verschleppt er nahezu jedes Mal das Spiel, Pässe sind ausnahmslos unsauber. Ist er nicht in der Box, hat er kaum Mehrwert.
Mein Verständnis des Transfers war, dass er alle 3 Offensivpositionen bekleiden kann, den MS davon am besten. Außerdem dachte ich, dass er genau in solchen Phasen wie jetzt, in denen Guirassy nicht wie letzte Saison alles kurz und klein schießt, seine Einsatzzeiten bekommt.
Stand jetzt wird er von Kovac wie ein ‚nice to have‘ behandelt. Darf mal ran, bekommt hier und da Minuten, aber Vertrauen, was Guirassy uneingeschränkt bekommt, obwohl Leistung und Mannschaftsgeist komplett abfallen, bekommt Silva hingegen nicht. Auf den beiden Halbpositionen kommt er garnicht in Betracht, Gott weiß warum. Ist ja nicht so, dass Beier, Chuk und Brandt da bis jetzt die Sterne vom Himmel gespielt haben.
Und dann darf man auch mal fragen, was man sich bei dem Transfer überhaupt gedacht hat. Wir haben am Anfang der Saison keine IVs gehabt, Svensson läuft sich seit September jedes Spiel die Lunge aus der Brust, weil wir keinen Back-Up haben und wir investieren 25 Mio. in einen 15-Minuten Spieler, der das klare Ziel hat Spielpraxis zu sammeln, um für Portugal mit zur EM zu fahren.
Ich kann den Wechselwunsch zwar irgendwie nachvollziehen, aber auch nur bedingt. Der Mann kommt als Rekonvaleszent hier an, hat offenbar erstmal noch nicht genug Luft für längere Einsätze, zeigt aber vielversprechende Ansätze. Steht in Konkurrenz zum letztjährigen Champions League Torschützen, ist aber selber kein ausgemachter Knipser.
Ich finde es richtig, dass man Guirassy nicht einfach fallen lässt wie eine heiße Kartoffel, sondern ihm den Rücken stärkt. Dennoch kann er in meinen Augen eine Pause gebrauchen und es täte ihm gut, mal 2-3 Spiele von der Bank zu kommen. Nicht um ihn zu bestrafen, sondern um ihm mal Ruhe anzutun.
Ich muss sagen, ich sehe Silva auch eher als sowas wie eine hängende Spitze, so ähnlich wurde es ja tatsächlich kommuniziert, dass er in der Offensive alles spielen könne. Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva? Sollte man mal machen, dann hat es sich auch mit dem Wechselwunsch erledigt. Ich denke auch, dass sich seine Perspektive bessert, wenn er jetzt die Wintervorbereitung mitmachen kann. Wenn es ihm nur um den WM Zug geht, dann hätte er sich einen anderen Verein aussuchen müssen. Nur da wird es auch eng mit Vereinen, die ihm Champions League Einsätze bieten können. Also muss er den Kampf jetzt annehmen. Ein erneuter Wechsel würde seine Position in der Nationalmannschaft sicherlich nicht stärken.
10.12.2025 - 13:36 Uhr
Verstehe nicht so ganz was man ihm bei der Verpflichtung bzgl. Perspektive so erzählt hat. Eigentlich ist seine jetzige Situation doch total abehbar gewesen. Wieso unterschreibt er dann?
10.12.2025 - 13:43 Uhr
Ich persönlich bin absoluter Unterstützer Silva und kann seinen Wechselwunsch auch nachvollziehen, aber eben nur bedingt. Jetzt im Winter einen dauerhaften Wechsel zu forcieren ist einfach nur dumm, Kehl wird sich (hoffentlich, bei dem Mann weiß man nie) beim Transfer wohl etwas gedacht haben, bspw. war es ein Vorgriff auf den Sommer, vielleicht im Falle eines Guirassy-Abgangs. Und bei aller Liebe, Silva hätte wissen können, wie schwer es bei uns ist. Guck doch einfach vor deinem Wechsel in den Kader: Brandt, Beier, Adeyemi, Guirassy und Chukwuemeka sind alles keine Kreisliga C Profis.
Dass er zumindest von äußerer Sicht nicht besonders fair behandelt wird ist mMn dann doch offensichtlich. Nach Guten Startelf- und Jokereinsätzen sollte er schon mehr spielen dürfen. Vor allem wenn sein Konkurrent aktuell eine komplette Vollkatastrophe ist. Und da seh ich den Wechsel dann doch begründet.
Daher mein Vorschlag an ihn und den BvB: Gibt ihn ab, Leihe mit KO, KO aber eigentlich viel zu hoch. 50-60 mio. Dazu kann man Duranville ausleihen und sich einen neuen Linken Schienenspieler holen, der sich mit Svensson messen sollte, aber auch offensiver Spielen kann. Im Sommer gibt man dann Guirassy ab, Silva kommt zurück.
Dass er zumindest von äußerer Sicht nicht besonders fair behandelt wird ist mMn dann doch offensichtlich. Nach Guten Startelf- und Jokereinsätzen sollte er schon mehr spielen dürfen. Vor allem wenn sein Konkurrent aktuell eine komplette Vollkatastrophe ist. Und da seh ich den Wechsel dann doch begründet.
Daher mein Vorschlag an ihn und den BvB: Gibt ihn ab, Leihe mit KO, KO aber eigentlich viel zu hoch. 50-60 mio. Dazu kann man Duranville ausleihen und sich einen neuen Linken Schienenspieler holen, der sich mit Svensson messen sollte, aber auch offensiver Spielen kann. Im Sommer gibt man dann Guirassy ab, Silva kommt zurück.
10.12.2025 - 13:44 Uhr
Zitat von TheInternational
Verstehe nicht so ganz was man ihm bei der Verpflichtung bzgl. Perspektive so erzählt hat. Eigentlich ist seine jetzige Situation doch total abehbar gewesen. Wieso unterschreibt er dann?
Verstehe nicht so ganz was man ihm bei der Verpflichtung bzgl. Perspektive so erzählt hat. Eigentlich ist seine jetzige Situation doch total abehbar gewesen. Wieso unterschreibt er dann?
Ich glaube Silva ist ein klassisches Beispiel von "falsch beraten" und "Opfer" seines Talents. Da sieht man mal wie hässlich die Fußball-Industrie sein kann und Talent nicht alles ist, wenn du als Minderjähriger schon zu Auslandstransfers gedrängt wirst, um die Bilanz deines Ausbildungsvereins zu polieren. Ich hoffe ja immer noch, dass intern nicht so eine Stimmung ist wie in den Medien und er hier seinen Weg geht. Kann man sich eigentlich nur überraschen lassen.
10.12.2025 - 13:57 Uhr
Zitat von derJones
aber er SPIELT. und 12 spiele, 7 scorer.. da muss silva erst mal hinkommen.
Zitat von Miasanmiahesse
Und wieso wird er sich nicht gegen Leao dursetzen?? Leao spielt auch eine schlechte Saison!
Und wieso wird er sich nicht gegen Leao dursetzen?? Leao spielt auch eine schlechte Saison!
aber er SPIELT. und 12 spiele, 7 scorer.. da muss silva erst mal hinkommen.
Bisschen sehr eindimensionale Diskussion. Als wäre Leao der einzige Offensivspieler im Trikot Portugals, gegen den sich Fabio Silva behaupten muss. Ich behaupte mal stark, dass CR7 nicht als Bank-Spieler zu seiner allerletzten Weltmeisterschaft reisen wird. Und dann gibts dazu noch Goncalo Ramos, Joao Felix, Pedro Neto, und und und, die allesamt entweder als Stürmer oder Halbstürmer irgendwo ihren Kosmos bei Portugal finden (wollen).
Stelle mal die These auf, dass Silva nur zur WM fährt, wenn er bei einem Club, der international spielt (sei es Dortmund oder eben Spanien, Italien) Stammspieler ist, bei dem er dann auch wettbewerbsübergreifend 10+ Tore in der Rückrunde schießt. Und selbst dann ist die Konkurrenz riesig bzw. durch natürliche Platzhalter (Cristiano) besetzt.
10.12.2025 - 14:04 Uhr
Zitat von djhaax
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
______________________________________________________________________________
Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
10.12.2025 - 14:18 Uhr
Zitat von BVBBC
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
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Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
Zitat von djhaax
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
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Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
Siehst Du also Silva und Guirassy grundsätzlich nicht als kompatibel an oder hauptsächlich im Kontext des restlichen Kaders und Kovacs Taktik?
Ich frage mich beispielsweise, ob in Stuttgart die Konstellation mit Guirassy/Undav nicht ähnlich zu Guirassy/Silva sein könnte.
Natürlich spielte Stuttgart einen ganz anderen Fußball als wir und hatte auch andere Spielertypen insgesamt. Aber würde Silva in dem Stuttgarter Spielsystem mit Guirassy harmonieren? Oder hat dir bereits die Kombination Guirassy/Undav damals nicht gefallen?
10.12.2025 - 14:26 Uhr
Zitat von mba123
Siehst Du also Silva und Guirassy grundsätzlich nicht als kompatibel an oder hauptsächlich im Kontext des restlichen Kaders und Kovacs Taktik?
Ich frage mich beispielsweise, ob in Stuttgart die Konstellation mit Guirassy/Undav nicht ähnlich zu Guirassy/Silva sein könnte.
Natürlich spielte Stuttgart einen ganz anderen Fußball als wir und hatte auch andere Spielertypen insgesamt. Aber würde Silva in dem Stuttgarter Spielsystem mit Guirassy harmonieren? Oder hat dir bereits die Kombination Guirassy/Undav damals nicht gefallen?
Zitat von BVBBC
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
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Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
Zitat von djhaax
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Daher ist für mich auch ehrlich gesagt nicht die Frage Guirassy ODER Silva, sondern warum nicht Guirassy UND Silva?
Zum Einen spielt man keine Doppelspitze. Zum Anderen macht diese Doppelspitze in meinen Augen keinen Sinn, aus kollektiv- und individualtaktischen Erwägungen heraus begründbar. Kollektivtaktisch ist es sowieso schon ein Problem, dass man keinen Breitengeber hat. Daher versucht man es halbwegs variabel zu lösen, indem ZM, OA und Schiene eine Seite überlagern, wobei wir das hauptsächlich rechts machen, aber links nicht. Nimmt man hier den OA aus der Gleichung, hat man dahinter einen 10er, der prinzipiell zwar weiträumig agieren kann, aber mit jeder Ausweichbewegung, die ihn realtaktisch zum OA macht, auch dafür sorgt, dass einer der MS ebenfalls eher schon zum OA wird, weil die MS ballferner gedrängt werden, um für die Überlagerung Platz zu machen. Ein OA ist Silva in meinen Augen aber nicht und auch keine hängende Spitze.
Dafür ist er nicht gut genug darin die Tiefe zu attackieren oder für Breite zu sorgen, weil er in Sachen Tempo und Kreativität zwar besser als Guirassy ist, aber kein vollwertiger Spieler für beide Positionen. Kreative Impulse nehme ich von ihm jedenfalls hauptsächlich dann wahr, wenn er als freies Radikal wirken kann, das sich seine Räume sucht. In einer Doppelspitze ist das schwieriger, da die MS zwar durchaus zwischen MS und 10 rochieren können, aber mit 10er dahinter ist der Raum schon zu, weswegen das in diesem System nicht so einfach möglich ist, sondern statischer gerät. Weicht der 10er dann doch häufiger nach außen aus, um für die Rochade Platz zu schaffen, müssten für die Rochade letztendlich aber beide MS geeignet sein, womit wir aber wieder beim Problem sind, dass einer der MS durchaus in die OA Position gedrängt werden kann, wofür Silva nicht gut und Guirassy sogar schlecht geeignet ist. Umso mehr, wenn bspw. rechts überlagert wird und ein Svensson gewohntheitsgemäß im Angriffsdrittel ins Zentrum drängt und damit das Abkippen auf die 10 erschwert, sondern eben einen Spieler nach außen zwingt.
Dazu hätte diese Doppelspitze massive Probleme die Tiefe zu bedrohen, weil man sich hier deutlich spürbar in Sachen Tempo beschneiden würde. Bedroht man aber nicht mehr die Tiefe, dann passiert noch extremer, was aktuell schon bei Führung passiert: die Gegner können ungestraft mit höherer Intensität spielen und dabei aggressiver aufrücken, weil wir kaum noch hinter die Kette kommen und die Bälle vorne, mangels Nachrückbewegung, kaum halten können - das bleibt ein grundsätzliches Risiko, das eigentlich nicht nur bei Führung bestehen dürfte. Dabei kann man auf der einen Seite zwar Spielstärke hinzufügen, um etwas daran zu ändern, aber wenn die Gegner weniger Risiko gehen müssen eng am Mann aufzurücken, dann ist der Druck am Ball nochmal höher und die Wahrscheinlichkeit von Ballverlusten vorne sinkt trotz mehr Spielstärke nicht, während gegnerische Ballgewinne höher erfolgen und somit prinzipiell schneller wieder vor unserem Tor landen können, was sie gefährlicher macht. Dabei ist es jetzt schon so, dass die Shot-Ratio in Führung unter 50% liegt, also unsere Gegner mehr Abschlüsse haben.
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Grundsätzlich braut sich langsam schon etwas zusammen. Erst Brandts Aussage, dann die verstärkten Wechselgerüchte rund um Duranville und Silva. Vielleicht muss man sogar Schlotterbecks Zögern auch in den Kontext packen. Das sind alles eher spielstärkere Spieler, die auf die eine oder andere Weise ihre Unzufriedenheit ausdrücken. Dabei kann man kurzfristig auf diese Spieler offenbar verzichten, solange der Zweck (aka Ergebnisse) die Mittel (Pragmatismus) heiligt, aber ich halte es weiterhin für naiv, wenn man sich darauf verlässt, dass Pragmatismus eine dauerhaft erfolgreiche Strategie sein kann. Wenn am Ende des Pragmatismus die spielstarken Optionen aber weg sind, hat man effektiv keine andere Option als Pragmatismus. Man hat schließlich nichts anderes entwickelt, ist somit auch auf nichts anderes vorbereitet. Wenn man dann aber auch gar keine anderen Optionen mehr hat, weil die spielstarken Spieler weg sind oder nie gefördert wurden, um dann aus dem Stehgreif die Kohlen aus dem Feuer holen zu können. So langsam wird daher sichtbar, inwiefern Kovacs Taktik strategische Konsequenzen mit sich bringt, die definitiv nicht im Sinne des Vereins sein können. Auch hinsichtlich finanzieller Überlegungen läuft da einiges nicht so, wie es laufen sollte, weil man beim BVB nach wie vor auf die Entwicklung von Ablösepotenzialen angewiesen ist, um überhaupt halbwegs das Qualitätsniveau halten zu können und daher nicht nur das spielerische Niveau.
Siehst Du also Silva und Guirassy grundsätzlich nicht als kompatibel an oder hauptsächlich im Kontext des restlichen Kaders und Kovacs Taktik?
Ich frage mich beispielsweise, ob in Stuttgart die Konstellation mit Guirassy/Undav nicht ähnlich zu Guirassy/Silva sein könnte.
Natürlich spielte Stuttgart einen ganz anderen Fußball als wir und hatte auch andere Spielertypen insgesamt. Aber würde Silva in dem Stuttgarter Spielsystem mit Guirassy harmonieren? Oder hat dir bereits die Kombination Guirassy/Undav damals nicht gefallen?
Doch, hat mir gefallen und ich denke isoliert wäre so etwas zwischen Silva und Guirassy wahrscheinlich sogar erreichbar, aber der VfB war sehr gut darin methodisch in den Strafraum zu spielen, selbst wenn das Spieltempo nicht so hoch war. Denn Hoeness Fussball ist deutlich direkter und hat mehr Stationen, womit dann zwar nicht der direkte Weg in den Strafraum gesucht wird, wie auch bei uns im Moment, aber die Ballzirkulation war wesentlich schneller. Wodurch ein Guirassy oder Undav regelmäßig abkippen konnten, um dann trotzdem wieder rechtzeitig im Strafraum zu sein, während ein Guirassy hier oft selbst das Tempo verschleppt, wodurch man teils bessere Chancen nicht ausspielt. Das Passtempo hing aber beim VfB nicht von den MS ab und wird es auch bei uns nicht. Wir kommen klar am besten in den Strafraum, je höher das Spieltempo und je direkter wir dort reinspielen, wenngleich wir das derzeit - meines Erachtens mitunter aus defensiven Erwägungen heraus - nicht machen und auch nicht danach aufstellen. Denn gerade in den defensiven Erwägungen unterscheiden sich Hoeness und Kovac diametral, mit entsprechenden Konsequenzen für das Offensivspiel und daher Passtempo.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 10.12.2025 um 14:30 Uhr bearbeitet
10.12.2025 - 21:29 Uhr
Den Assist hätte Guirassy niemals gemacht und wie sehr er sich für Brandt gefreut hat, zeigt einfach, wie mannschaftsdienlich er ist. Gerne öfter von Anfang an.
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