Joachim Löw [Bundestrainer]
20.07.2010 - 15:05 Uhr
11.10.2010 - 21:02 Uhr
Zitat von heidekicker:
die Aserbeischaner hätten uns mindestens jeder vier Buden einschenken müssen bei den Chancen, die beide Teams hatten.
Du, WIR waren in dem Spiel die Weißen.
die Aserbeischaner hätten uns mindestens jeder vier Buden einschenken müssen bei den Chancen, die beide Teams hatten.
Du, WIR waren in dem Spiel die Weißen.
11.10.2010 - 21:32 Uhr
Zitat von heidekicker:
die Herrenkosmetikfraktion
Endlich kommen wieder die wichtigen Themen auf den Tisch hier!
War ja nicht auszuhalten die ganze Zeit.
Zitat von heidekicker:
Denn ehrlich gesagt ist der Umgang mit Spielern die Leistungsmäßig zu den besten gehören aber deren Nase besagter Fraktion nicht passt, weil diese Spieler sagen was sie denken, unter aller Sau.
Genau. Wer am lautesten rumschreit hat recht.
Zitat von heidekicker:
Diese Spieler wurden praktisch so lange verschaukelt bis sie den Verband wechselten, zu alt wurden oder ins fußballerische Nirvana wechselten.
Ich würde es anders Formulieren:
Wer zu dumm ist, auch mal zu schweigen,
wer sich überschätzt,
wer sich für wichtiger als das Team hält,
wer Kollegen schlechtredet, um besser dazustehen,
wer den Trainer in der Öffentlichkeit diskreditiert,
wer unter dem Vorwand, Respekt für vergangenes einzufordern für sich selbst Freifahrtscheine und Extrawürste fordert,
wer nicht akzeptiert, dass der Trainer entscheidet,
der soll bleiben wo der Pfeffer wächst.
Zitat von heidekicker:
Dazu kommen noch die abenteuerlichen Begründungen warum Spieler trotz fehlender Leistung nominiert werden und andere in die Röhre gucken obwohl sie eben gute bis sehr gute Leistungen zeigen.
Und es kommen gute bis sehr gute MANNSCHAFTSleistungen dabei heraus.
Verblüffend.
Das muss Glück oder Zufall sein.
Immer und immer wieder...
die Herrenkosmetikfraktion
Endlich kommen wieder die wichtigen Themen auf den Tisch hier!
War ja nicht auszuhalten die ganze Zeit.
Zitat von heidekicker:
Denn ehrlich gesagt ist der Umgang mit Spielern die Leistungsmäßig zu den besten gehören aber deren Nase besagter Fraktion nicht passt, weil diese Spieler sagen was sie denken, unter aller Sau.
Genau. Wer am lautesten rumschreit hat recht.
Zitat von heidekicker:
Diese Spieler wurden praktisch so lange verschaukelt bis sie den Verband wechselten, zu alt wurden oder ins fußballerische Nirvana wechselten.
Ich würde es anders Formulieren:
Wer zu dumm ist, auch mal zu schweigen,
wer sich überschätzt,
wer sich für wichtiger als das Team hält,
wer Kollegen schlechtredet, um besser dazustehen,
wer den Trainer in der Öffentlichkeit diskreditiert,
wer unter dem Vorwand, Respekt für vergangenes einzufordern für sich selbst Freifahrtscheine und Extrawürste fordert,
wer nicht akzeptiert, dass der Trainer entscheidet,
der soll bleiben wo der Pfeffer wächst.
Zitat von heidekicker:
Dazu kommen noch die abenteuerlichen Begründungen warum Spieler trotz fehlender Leistung nominiert werden und andere in die Röhre gucken obwohl sie eben gute bis sehr gute Leistungen zeigen.
Und es kommen gute bis sehr gute MANNSCHAFTSleistungen dabei heraus.
Verblüffend.
Das muss Glück oder Zufall sein.
Immer und immer wieder...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von slavesnyder am 11.10.2010 um 21:34 Uhr bearbeitet
11.10.2010 - 21:40 Uhr
Zitat von heidekicker:
Zitat von El_Jogi:
Zitat von heidekicker:
Schon die EM-Quali war alles andere als gut, weil wir selbst gegen Underdogs grottenschlecht gespielt haben und gegen die Tschechen wiedermal mehr Glück als Verstand hatten. Die WM-Quali war ähnlich glücklich, weil die Finnen, die Russen und die Aserbeischaner es nicht fertiggebracht haben ihre Chancen zu nutzten.Zumindest den Abschnitt halte ich für faktischen Quatsch, und zurechtlügen der Vergangenheit, um zur passenden Folgerung zu kommen. So war das nicht.
Es war nun mal so, dass wir uns gegen besagte Mannschaften schwer getan haben und gegen diese sehr viele Chancen zu gelassen haben. Allein die Russen und die Aserbeischaner hätten uns mindestens jeder vier Buden einschenken müssen bei den Chancen, die beide Teams hatten. Gegen die Russen haben wir in beiden Spielen defensiv sehr schlecht gespielt und gegen Aserbeischan war im Heimspiel das ganze Team schlecht und hat nur wegen der individuellen Klasse gewonnen. Das wären neun Punkte weniger gewesen und damit wären wir höchstens zweiter geworden. Ich gehöre nunmal zu der Fraktion der Realisten die nicht alles in Regenbogenfarben beschönigt was die Herrenkosmetikfraktion sagt oder tut. Denn ehrlich gesagt ist der Umgang mit Spielern die Leistungsmäßig zu den besten gehören aber deren Nase besagter Fraktion nicht passt, weil diese Spieler sagen was sie denken, unter aller Sau. Diese Spieler wurden praktisch so lange verschaukelt bis sie den Verband wechselten, zu alt wurden oder ins fußballerische Nirvana wechselten. Dazu kommen noch die abenteuerlichen Begründungen warum Spieler trotz fehlender Leistung nominiert werden und andere in die Röhre gucken obwohl sie eben gute bis sehr gute Leistungen zeigen.
Zum Tei würde ich dir recht geben. Aber eben nur zum Teil.
Dieses Team Building ist nicht nur Geschwafel. Dazu gehört auch Spielern, die zum Team gehören die Treue zu halten und nicht bei jeder kleinen Formkrise durch Leute, die grad mal einen Lauf haben zu ersetzen. Bei Klose hat sich das super ausgezahlt. Ich denke, dass zur WM die ganze Mannschaft von dieser Linie profitiert hat. Für mich taugen NICHT-Nominierungen nicht zur Trainerdiskussion. Denn solange die Spieler nicht gespielt haben, ist eine Diskussion über ihren Wert für die N11 müßig.
Auf der anderen Seite kann man es auch übertreiben. Trochowski hat sich nie irgendwelche Meriten für die N11 verdient, zum Zeitpunkt der Nominierungen war er Lichtjahre von der Creme de la Creme des deutschen Fußballs entfernt, und mit seinem Auftauchen in der Startelf des Halbfinales gegen Spanien waren wir kein würdiger Gegner mehr.
Das Festhalten an Podolski hat ebenfalls etwas Irrationales. Was soll Poldi denn bringen, was er nicht kann? Wir wechseln ständig die linke Abwehrseite nur damit der Prinz vorne stümpern kann. Das ist Nibelungentreue und nicht gut für die Mannschaft.
Wenn Poldi morgen gegen die Amatteure drei Tore schießt, hat er praktisch seinen Stammplatz für Ukraine/Polen sicher. Da könnte ich dran verzweifeln.
Löws Wechsel sind meistens Mist. (Hat er mit Ausnahme des Testspiels gegen Bosnien - Müllers Sternstunde - je ein Spiel durch Wechsel oder eine veränderte Taktik gedreht?) Seine Aufstellungen sind berechenbar. Die Niederlage gegen Serbien und die Chancenlosigkeit gegen Spanien waren zum größten Teil seine Schulld. In den guten Spielen musste er halt nicht eingreifen. Aber ich glaube auch, er ist insgesamt ein besserer Trainer als noch 2008. Und er lernt sicher weiter.
Es ist unsicher, ob wir mit einem anderen Trainer erfolgreicher wären. Trotzdem wäre ich froh, wenn er 2012 (mit Europameistertitel) aufhören würde. Denn unsicher ist nicht gleichbedeutend mit unwahrscheinlich.
Zitat von El_Jogi:
Zitat von heidekicker:
Schon die EM-Quali war alles andere als gut, weil wir selbst gegen Underdogs grottenschlecht gespielt haben und gegen die Tschechen wiedermal mehr Glück als Verstand hatten. Die WM-Quali war ähnlich glücklich, weil die Finnen, die Russen und die Aserbeischaner es nicht fertiggebracht haben ihre Chancen zu nutzten.Zumindest den Abschnitt halte ich für faktischen Quatsch, und zurechtlügen der Vergangenheit, um zur passenden Folgerung zu kommen. So war das nicht.
Es war nun mal so, dass wir uns gegen besagte Mannschaften schwer getan haben und gegen diese sehr viele Chancen zu gelassen haben. Allein die Russen und die Aserbeischaner hätten uns mindestens jeder vier Buden einschenken müssen bei den Chancen, die beide Teams hatten. Gegen die Russen haben wir in beiden Spielen defensiv sehr schlecht gespielt und gegen Aserbeischan war im Heimspiel das ganze Team schlecht und hat nur wegen der individuellen Klasse gewonnen. Das wären neun Punkte weniger gewesen und damit wären wir höchstens zweiter geworden. Ich gehöre nunmal zu der Fraktion der Realisten die nicht alles in Regenbogenfarben beschönigt was die Herrenkosmetikfraktion sagt oder tut. Denn ehrlich gesagt ist der Umgang mit Spielern die Leistungsmäßig zu den besten gehören aber deren Nase besagter Fraktion nicht passt, weil diese Spieler sagen was sie denken, unter aller Sau. Diese Spieler wurden praktisch so lange verschaukelt bis sie den Verband wechselten, zu alt wurden oder ins fußballerische Nirvana wechselten. Dazu kommen noch die abenteuerlichen Begründungen warum Spieler trotz fehlender Leistung nominiert werden und andere in die Röhre gucken obwohl sie eben gute bis sehr gute Leistungen zeigen.
Zum Tei würde ich dir recht geben. Aber eben nur zum Teil.
Dieses Team Building ist nicht nur Geschwafel. Dazu gehört auch Spielern, die zum Team gehören die Treue zu halten und nicht bei jeder kleinen Formkrise durch Leute, die grad mal einen Lauf haben zu ersetzen. Bei Klose hat sich das super ausgezahlt. Ich denke, dass zur WM die ganze Mannschaft von dieser Linie profitiert hat. Für mich taugen NICHT-Nominierungen nicht zur Trainerdiskussion. Denn solange die Spieler nicht gespielt haben, ist eine Diskussion über ihren Wert für die N11 müßig.
Auf der anderen Seite kann man es auch übertreiben. Trochowski hat sich nie irgendwelche Meriten für die N11 verdient, zum Zeitpunkt der Nominierungen war er Lichtjahre von der Creme de la Creme des deutschen Fußballs entfernt, und mit seinem Auftauchen in der Startelf des Halbfinales gegen Spanien waren wir kein würdiger Gegner mehr.
Das Festhalten an Podolski hat ebenfalls etwas Irrationales. Was soll Poldi denn bringen, was er nicht kann? Wir wechseln ständig die linke Abwehrseite nur damit der Prinz vorne stümpern kann. Das ist Nibelungentreue und nicht gut für die Mannschaft.
Wenn Poldi morgen gegen die Amatteure drei Tore schießt, hat er praktisch seinen Stammplatz für Ukraine/Polen sicher. Da könnte ich dran verzweifeln.
Löws Wechsel sind meistens Mist. (Hat er mit Ausnahme des Testspiels gegen Bosnien - Müllers Sternstunde - je ein Spiel durch Wechsel oder eine veränderte Taktik gedreht?) Seine Aufstellungen sind berechenbar. Die Niederlage gegen Serbien und die Chancenlosigkeit gegen Spanien waren zum größten Teil seine Schulld. In den guten Spielen musste er halt nicht eingreifen. Aber ich glaube auch, er ist insgesamt ein besserer Trainer als noch 2008. Und er lernt sicher weiter.
Es ist unsicher, ob wir mit einem anderen Trainer erfolgreicher wären. Trotzdem wäre ich froh, wenn er 2012 (mit Europameistertitel) aufhören würde. Denn unsicher ist nicht gleichbedeutend mit unwahrscheinlich.
12.10.2010 - 11:37 Uhr
Zitat von Ruhrpott-Schwabe:
Du scheinst von der Materie keine Ahnung zu haben, nur so erklärt sich dein peinlich bis dümmlicher Post.
Kann natürlich auch sein, dass du einfach nur in besonders dämlicher Weise provozieren willst...
Dann war es mein Fehler, auf die Grütze einzugehen.
ok,ok,erstmal natürlich rumpöbeln wie am stammtisch,sicher wird dein post vor ahnung nur so strotzen..
Zitat
Löw ist für den DFB ein Glücksfall. Er hat in den letzten vier Jahren das absolute Optimum herausgeholt, was mit dieser Bubi-Tuppe zu erreichen war. Nur die Jahrhundert-Elf der Iberer konnte uns stoppen, bald auch die nicht mehr.
da war ich wohl falscher hoffnung,dass ich meine fachkompetenz durch deinen post erweitern könnte.seit wann sind 2.oder 3.plätze optimum?vielleicht gehst du selbst etwas zu positiv an die sache ran.
Du scheinst von der Materie keine Ahnung zu haben, nur so erklärt sich dein peinlich bis dümmlicher Post.
Kann natürlich auch sein, dass du einfach nur in besonders dämlicher Weise provozieren willst...
Dann war es mein Fehler, auf die Grütze einzugehen.
ok,ok,erstmal natürlich rumpöbeln wie am stammtisch,sicher wird dein post vor ahnung nur so strotzen..
Zitat
Löw ist für den DFB ein Glücksfall. Er hat in den letzten vier Jahren das absolute Optimum herausgeholt, was mit dieser Bubi-Tuppe zu erreichen war. Nur die Jahrhundert-Elf der Iberer konnte uns stoppen, bald auch die nicht mehr.
da war ich wohl falscher hoffnung,dass ich meine fachkompetenz durch deinen post erweitern könnte.seit wann sind 2.oder 3.plätze optimum?vielleicht gehst du selbst etwas zu positiv an die sache ran.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von berbo am 12.10.2010 um 12:00 Uhr bearbeitet
12.10.2010 - 12:50 Uhr
Zitat von Pik-Spitze:
4. ...sich über Jahre hinweg ein positiver Trend abzeichnet und eine deutliche Handschrift des Trainer zu erkennen ist.
Das sehe ich ein bisschen anders. Direkt nach der WM2006 hatten wir noch tollen Fußball gespielt und waren auch dementsprechend erfolgreich in der EM-Quali. Bei der EM reichten dann 2 gute Spiele um ins Finale zu kommen. In der WM-Quali waren wir zwar auch erfolgreich, aber von gutem Offensivfußball war selten was zu sehen. Richtig gut waren dann erst die Vorbereitungsspiele für die WM.
Und die Handschrift des Trainers?
Das 4-2-3-1 bzw 4-2-4 wurde erst kurz vor der WM nach Bayern-Vorbild installiert. Ob das auf Löws Mist gewachsen ist, weiß ich nicht. Ich denke eher, dass "Mastermind" Urs Siegenthaler das vorangetrieben hat. Der sprach ja schon Monate vorher von "warum nicht mit 4 Stürmern spielen?"
@Pik-Spitze:
Warum reden so viele hier die deutschen Spieler klein? Deutschland hatte mit Schweinsteiger einen der besten Fußballer Europas in dieser Saison in seinen Reihen (nicht nur bei der WM). Klose ist einer der besten Torschützen aller Zeiten im Weltfußball! Özil ein kommender Weltstar. Lahm ist schon einer...
4. ...sich über Jahre hinweg ein positiver Trend abzeichnet und eine deutliche Handschrift des Trainer zu erkennen ist.
Das sehe ich ein bisschen anders. Direkt nach der WM2006 hatten wir noch tollen Fußball gespielt und waren auch dementsprechend erfolgreich in der EM-Quali. Bei der EM reichten dann 2 gute Spiele um ins Finale zu kommen. In der WM-Quali waren wir zwar auch erfolgreich, aber von gutem Offensivfußball war selten was zu sehen. Richtig gut waren dann erst die Vorbereitungsspiele für die WM.
Und die Handschrift des Trainers?
Das 4-2-3-1 bzw 4-2-4 wurde erst kurz vor der WM nach Bayern-Vorbild installiert. Ob das auf Löws Mist gewachsen ist, weiß ich nicht. Ich denke eher, dass "Mastermind" Urs Siegenthaler das vorangetrieben hat. Der sprach ja schon Monate vorher von "warum nicht mit 4 Stürmern spielen?"
@Pik-Spitze:
Warum reden so viele hier die deutschen Spieler klein? Deutschland hatte mit Schweinsteiger einen der besten Fußballer Europas in dieser Saison in seinen Reihen (nicht nur bei der WM). Klose ist einer der besten Torschützen aller Zeiten im Weltfußball! Özil ein kommender Weltstar. Lahm ist schon einer...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von paddelboot am 12.10.2010 um 13:01 Uhr bearbeitet
12.10.2010 - 13:14 Uhr
Zitat von El_Jogi:
Zitat von paddelboot:
Und die Handschrift des Trainers?
Das 4-2-3-1 bzw 4-2-4 wurde erst kurz vor der WM nach Bayern-Vorbild installiert. Ob das auf Löws Mist gewachsen ist, weiß ich nicht. Ich denke eher, dass "Mastermind" Urs Siegenthaler das vorangetrieben hat. Der sprach ja schon Monate vorher von "warum nicht mit 4 Stürmern spielen?"Siegenthaler und Löw betrachte ich da als eins, das ist ein Team, in dem Ideen diskutiert und umgesetzt werden. Ein guter Chef holt gute Mitarbeiter, und arbeitet mit ihnen. Es würde auch niemand einem Bundeskanzler vorwerfen, dass eine gute Gesundheitsreform ja nur vom Gesundheitsminister ausgearbeitet wurde.
Zudem sperre ich mich immer noch dagegen, dass die Nationalelf angeblich nur eine Bayern-Blaupause umgesetzt habe. Es gibt einen Anteil an funktionierenden Automatismen, der erfolgreich eingebaut wurde; der Grundentwurf ist aber zu unterschiedlich. Zu wichtig ist etwa bei den Bayern der Anteil der Individualisten auf den Flügeln und das kontrollierte, teils bewusst langsame Positionsspiel, und im Gegensatz dazu bei Löw der Fokus auf der Spielgeschwindigkeit in die Spitze und das extreme Spiel ohne Ball als Grundlage für kollektives Kombinationsspiel. Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen zwei Blondinen.
Das liegt aber vor allem am Spielermaterial. Podolski steht für Vertikalspiel. Dribbeln kann er nicht. Bei Müller ist es ähnlich, der braucht auch die Bälle in den Raum. Also ganz anders als bei RibRob, die mit Rücken zum Tor angespielt werden und dann versuchen etwas daraus zu machen. UND: Bayern hat keinen Özil der eben diese Pässe spielt, die diese Außen brauchen. Das ändert aber nichts daran, dass das Konzept das gleiche ist.
Zitat von paddelboot:
Und die Handschrift des Trainers?
Das 4-2-3-1 bzw 4-2-4 wurde erst kurz vor der WM nach Bayern-Vorbild installiert. Ob das auf Löws Mist gewachsen ist, weiß ich nicht. Ich denke eher, dass "Mastermind" Urs Siegenthaler das vorangetrieben hat. Der sprach ja schon Monate vorher von "warum nicht mit 4 Stürmern spielen?"Siegenthaler und Löw betrachte ich da als eins, das ist ein Team, in dem Ideen diskutiert und umgesetzt werden. Ein guter Chef holt gute Mitarbeiter, und arbeitet mit ihnen. Es würde auch niemand einem Bundeskanzler vorwerfen, dass eine gute Gesundheitsreform ja nur vom Gesundheitsminister ausgearbeitet wurde.
Zudem sperre ich mich immer noch dagegen, dass die Nationalelf angeblich nur eine Bayern-Blaupause umgesetzt habe. Es gibt einen Anteil an funktionierenden Automatismen, der erfolgreich eingebaut wurde; der Grundentwurf ist aber zu unterschiedlich. Zu wichtig ist etwa bei den Bayern der Anteil der Individualisten auf den Flügeln und das kontrollierte, teils bewusst langsame Positionsspiel, und im Gegensatz dazu bei Löw der Fokus auf der Spielgeschwindigkeit in die Spitze und das extreme Spiel ohne Ball als Grundlage für kollektives Kombinationsspiel. Es gibt gewaltige Unterschiede zwischen zwei Blondinen.
Das liegt aber vor allem am Spielermaterial. Podolski steht für Vertikalspiel. Dribbeln kann er nicht. Bei Müller ist es ähnlich, der braucht auch die Bälle in den Raum. Also ganz anders als bei RibRob, die mit Rücken zum Tor angespielt werden und dann versuchen etwas daraus zu machen. UND: Bayern hat keinen Özil der eben diese Pässe spielt, die diese Außen brauchen. Das ändert aber nichts daran, dass das Konzept das gleiche ist.
12.10.2010 - 13:37 Uhr
Zitat von paddelboot:
Das ändert aber nichts daran, dass das Konzept das gleiche ist.
Genau da bin ich doch eher bei El_Jogi. Natuerlich gibt es ein paar Uebereinstimmungen, aber die gibt es ja mittlerweile zwischen sehr vielen Mannschaften. In diesem Vergleich stimmt aber nicht einmal die Spielphilosophie (Ballkontrolle ueber alles gegenueber moeglichst schneller Abschluss) ueberein. Gut, beider Teams spielen mit 4-er Kette und 2 recht offensiven DM (besser ZM) und beide spielen viel ueber die Aussen. Ich denke, dieser Vergleich kommt nicht zuletzt daduch zustande, dass das Personal eben ziemlich aehnlich ist, und beide teilweise als 4-2-4 beschrieben werden. Die offensive Zentrale ist in der NM viel staerker in das Spiel eingebunden, und der Stuermer ist auch mehr in Kombinationen eingebunden. Bei Bayern hat man ja oft das Gefuehl, die Stuermer-Position dient hauptsaechlich dazu, den Ausnahmekoennern auf den offensiven Aussenpositionen Raum zu verschaffen.
Also, ich sehe da SEHR viele Unterschiede im Konzept.
Das ändert aber nichts daran, dass das Konzept das gleiche ist.
Genau da bin ich doch eher bei El_Jogi. Natuerlich gibt es ein paar Uebereinstimmungen, aber die gibt es ja mittlerweile zwischen sehr vielen Mannschaften. In diesem Vergleich stimmt aber nicht einmal die Spielphilosophie (Ballkontrolle ueber alles gegenueber moeglichst schneller Abschluss) ueberein. Gut, beider Teams spielen mit 4-er Kette und 2 recht offensiven DM (besser ZM) und beide spielen viel ueber die Aussen. Ich denke, dieser Vergleich kommt nicht zuletzt daduch zustande, dass das Personal eben ziemlich aehnlich ist, und beide teilweise als 4-2-4 beschrieben werden. Die offensive Zentrale ist in der NM viel staerker in das Spiel eingebunden, und der Stuermer ist auch mehr in Kombinationen eingebunden. Bei Bayern hat man ja oft das Gefuehl, die Stuermer-Position dient hauptsaechlich dazu, den Ausnahmekoennern auf den offensiven Aussenpositionen Raum zu verschaffen.
Also, ich sehe da SEHR viele Unterschiede im Konzept.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Diaspora_Loewe am 12.10.2010 um 13:38 Uhr bearbeitet
12.10.2010 - 14:35 Uhr
Ich kann leider nicht auf alles antworten. Nur noch ein paar Anmerkungen.
Das Grundkonzept ist doch, dass man versucht ein Übergewicht im Mittelfeld zu bekommen. Die Spiele werden im Mittelfeld gewonnen und wer das beherrscht, hat beste Chancen dazu. Nach vorne ist sowohl bei Bayern als auch in der NM viel auf die individuelle Klasse der Spieler zugeschnitten. Bei Bayern Ball nach außen - Dribbling - Abschluss/Pass in den Rücken der Abwehr. In der NM Özil - Steilpass auf die Außen - Abschluss/Pass in den Rücken der Abwehr.
Der MS soll Räume schaffen, die Abwehr beschäftigen, ab und zu den Ball prallen lassen und natürlich nach hinten mithelfen.
Dummerweise konnte sich Löw keinen Robben kaufen. Er hatte nur einen Spieler, der Robben ein bisschen ähnlich war und das war Trochowski (Dribbling - Schuss). Und wer bekam entgegen aller Logik und Leistungsprinzip einige Einsatzzeit bei der WM?
Das Grundkonzept ist doch, dass man versucht ein Übergewicht im Mittelfeld zu bekommen. Die Spiele werden im Mittelfeld gewonnen und wer das beherrscht, hat beste Chancen dazu. Nach vorne ist sowohl bei Bayern als auch in der NM viel auf die individuelle Klasse der Spieler zugeschnitten. Bei Bayern Ball nach außen - Dribbling - Abschluss/Pass in den Rücken der Abwehr. In der NM Özil - Steilpass auf die Außen - Abschluss/Pass in den Rücken der Abwehr.
Der MS soll Räume schaffen, die Abwehr beschäftigen, ab und zu den Ball prallen lassen und natürlich nach hinten mithelfen.
Dummerweise konnte sich Löw keinen Robben kaufen. Er hatte nur einen Spieler, der Robben ein bisschen ähnlich war und das war Trochowski (Dribbling - Schuss). Und wer bekam entgegen aller Logik und Leistungsprinzip einige Einsatzzeit bei der WM?
12.10.2010 - 14:46 Uhr
Zitat von El_Jogi:
Zitat von paddelboot:
Das liegt aber vor allem am Spielermaterial. Podolski steht für Vertikalspiel. Dribbeln kann er nicht. Bei Müller ist es ähnlich, der braucht auch die Bälle in den Raum. Also ganz anders als bei RibRob, die mit Rücken zum Tor angespielt werden und dann versuchen etwas daraus zu machen. UND: Bayern hat keinen Özil der eben diese Pässe spielt, die diese Außen brauchen. Das ändert aber nichts daran, dass das Konzept das gleiche ist.Sorry, da kann ich jetzt nicht zustimmen. Van Gaal begann seine Bayernkarriere mit "kauft mir Robben, den brauche ich für meine Spielidee"; auch wenn sie oft fehlen, wurde das Bayernspiel grundsätzlich eben auf dieses Spielermaterial mit den bedeutungsmäßig zentralen Flügelspielern angelegt; van Gaal will kontrolliertes Positionsspiel mit viel Ballbesitz, den Gegner drücken, um dies dann früher oder später durch von seinen Individualisten gewonnene Mikrosituationen aufzulösen, und zwangsläufig zu Chancen zu kommen. Das Spielermaterial ist eben so unterschiedlich, dass vom Konzept praktisch nichts mehr übrig bleibt. Wo sind denn die Löw-Spiele, in denen Deutschland gegen einen Gegner auf Profiniveau 70% Ballbesitz hat, und 20 Querpässe spielt? Da müsstest du mir jetzt erstmal erklären, wo denn die Übereinstimmungen im Konzept sind; einfach Lahm, Schweinsteiger, Müller ist ein wenig mager. Irgendwie muss ja auch zu erklären sein, dass Klose beim DFB glänzt, und bei Bayern gammelt; dürfte ein klares Indiz eben für ein deutlich unterschiedliches Konzept sein.
Ich beschwere mich ja auch gern über Jogi, aber eben nicht über das Spielkonzept oder seine Philosophie.
Auf jeden Fall versucht die Nationalmannschaft viel schneller zum Abschluss zu kommen als der FC Bayern und kalkuliert Ballverluste dabei mit ein. Das stammt noch aus der Klinsmann-Ära aber wird wohl auf Jogis Mist gewachsen sein. Nur so erklärt sich zumindest ansatzweise auch sein seltsames Festhalten an Poldi. Die ganzen Ballverluste sind egal, solange vorne genügend Zählbares bei rausspringt. Außerdem ergeben sich durch den Gegner im Ballbesitz mehr Räume. Das ist schon was völlig anderes als bei Bayern. Bei deren Wackelabwehr sind Ballverluste viel unangenehmer. Dafür sind dort eben die Außen (in Optimalbesetzung) viel spielstärker und in der Lage den Ball zu behaupten.
Die Philosophie hat Jogi wo schon vorher gehabt, eine passende Taktik anscheinend erst jetzt bei der WM gefunden.
Ich möchte halt nur einmal ein Spiel sehen, wo es nicht läuft und Jogi uns zum Sieg coacht. Um einen Titel zu gewinnen, kann man auf eine solche Fähigkeit nicht verzichten. Da hilft die ganze tolle Vorbereitung und das beste Konzept nichts. Leider gibt es außerhalb eines großen Turniers kaum eine Gelegenheit sich darin auszuzeichnen.
Zitat von paddelboot:
Das liegt aber vor allem am Spielermaterial. Podolski steht für Vertikalspiel. Dribbeln kann er nicht. Bei Müller ist es ähnlich, der braucht auch die Bälle in den Raum. Also ganz anders als bei RibRob, die mit Rücken zum Tor angespielt werden und dann versuchen etwas daraus zu machen. UND: Bayern hat keinen Özil der eben diese Pässe spielt, die diese Außen brauchen. Das ändert aber nichts daran, dass das Konzept das gleiche ist.Sorry, da kann ich jetzt nicht zustimmen. Van Gaal begann seine Bayernkarriere mit "kauft mir Robben, den brauche ich für meine Spielidee"; auch wenn sie oft fehlen, wurde das Bayernspiel grundsätzlich eben auf dieses Spielermaterial mit den bedeutungsmäßig zentralen Flügelspielern angelegt; van Gaal will kontrolliertes Positionsspiel mit viel Ballbesitz, den Gegner drücken, um dies dann früher oder später durch von seinen Individualisten gewonnene Mikrosituationen aufzulösen, und zwangsläufig zu Chancen zu kommen. Das Spielermaterial ist eben so unterschiedlich, dass vom Konzept praktisch nichts mehr übrig bleibt. Wo sind denn die Löw-Spiele, in denen Deutschland gegen einen Gegner auf Profiniveau 70% Ballbesitz hat, und 20 Querpässe spielt? Da müsstest du mir jetzt erstmal erklären, wo denn die Übereinstimmungen im Konzept sind; einfach Lahm, Schweinsteiger, Müller ist ein wenig mager. Irgendwie muss ja auch zu erklären sein, dass Klose beim DFB glänzt, und bei Bayern gammelt; dürfte ein klares Indiz eben für ein deutlich unterschiedliches Konzept sein.
Ich beschwere mich ja auch gern über Jogi, aber eben nicht über das Spielkonzept oder seine Philosophie.
Auf jeden Fall versucht die Nationalmannschaft viel schneller zum Abschluss zu kommen als der FC Bayern und kalkuliert Ballverluste dabei mit ein. Das stammt noch aus der Klinsmann-Ära aber wird wohl auf Jogis Mist gewachsen sein. Nur so erklärt sich zumindest ansatzweise auch sein seltsames Festhalten an Poldi. Die ganzen Ballverluste sind egal, solange vorne genügend Zählbares bei rausspringt. Außerdem ergeben sich durch den Gegner im Ballbesitz mehr Räume. Das ist schon was völlig anderes als bei Bayern. Bei deren Wackelabwehr sind Ballverluste viel unangenehmer. Dafür sind dort eben die Außen (in Optimalbesetzung) viel spielstärker und in der Lage den Ball zu behaupten.
Die Philosophie hat Jogi wo schon vorher gehabt, eine passende Taktik anscheinend erst jetzt bei der WM gefunden.
Ich möchte halt nur einmal ein Spiel sehen, wo es nicht läuft und Jogi uns zum Sieg coacht. Um einen Titel zu gewinnen, kann man auf eine solche Fähigkeit nicht verzichten. Da hilft die ganze tolle Vorbereitung und das beste Konzept nichts. Leider gibt es außerhalb eines großen Turniers kaum eine Gelegenheit sich darin auszuzeichnen.
12.10.2010 - 14:46 Uhr
Zitat von El_Jogi:
Zitat von paddelboot:
Das liegt aber vor allem am Spielermaterial. Podolski steht für Vertikalspiel. Dribbeln kann er nicht. Bei Müller ist es ähnlich, der braucht auch die Bälle in den Raum. Also ganz anders als bei RibRob, die mit Rücken zum Tor angespielt werden und dann versuchen etwas daraus zu machen. UND: Bayern hat keinen Özil der eben diese Pässe spielt, die diese Außen brauchen. Das ändert aber nichts daran, dass das Konzept das gleiche ist.Sorry, da kann ich jetzt nicht zustimmen. Van Gaal begann seine Bayernkarriere mit "kauft mir Robben, den brauche ich für meine Spielidee"; auch wenn sie oft fehlen, wurde das Bayernspiel grundsätzlich eben auf dieses Spielermaterial mit den bedeutungsmäßig zentralen Flügelspielern angelegt; van Gaal will kontrolliertes Positionsspiel mit viel Ballbesitz, den Gegner drücken, um dies dann früher oder später durch von seinen Individualisten gewonnene Mikrosituationen aufzulösen, und zwangsläufig zu Chancen zu kommen. Das Spielermaterial ist eben so unterschiedlich, dass vom Konzept praktisch nichts mehr übrig bleibt. Wo sind denn die Löw-Spiele, in denen Deutschland gegen einen Gegner auf Profiniveau 70% Ballbesitz hat, und 20 Querpässe spielt? Da müsstest du mir jetzt erstmal erklären, wo denn die Übereinstimmungen im Konzept sind; einfach Lahm, Schweinsteiger, Müller ist ein wenig mager. Irgendwie muss ja auch zu erklären sein, dass Klose beim DFB glänzt, und bei Bayern gammelt; dürfte ein klares Indiz eben für ein deutlich unterschiedliches Konzept sein.
Ich beschwere mich ja auch gern über Jogi, aber eben nicht über das Spielkonzept oder seine Philosophie.
Auf jeden Fall versucht die Nationalmannschaft viel schneller zum Abschluss zu kommen als der FC Bayern und kalkuliert Ballverluste dabei mit ein. Das stammt noch aus der Klinsmann-Ära aber wird wohl auf Jogis Mist gewachsen sein. Nur so erklärt sich zumindest ansatzweise auch sein seltsames Festhalten an Poldi. Die ganzen Ballverluste sind egal, solange vorne genügend Zählbares bei rausspringt. Außerdem ergeben sich durch den Gegner im Ballbesitz mehr Räume. Das ist schon was völlig anderes als bei Bayern. Bei deren Wackelabwehr sind Ballverluste viel unangenehmer. Dafür sind dort eben die Außen (in Optimalbesetzung) viel spielstärker und in der Lage den Ball zu behaupten.
Die Philosophie hat Jogi wo schon vorher gehabt, eine passende Taktik anscheinend erst jetzt bei der WM gefunden.
Ich möchte halt nur einmal ein Spiel sehen, wo es nicht läuft und Jogi uns zum Sieg coacht. Um einen Titel zu gewinnen, kann man auf eine solche Fähigkeit nicht verzichten. Da hilft die ganze tolle Vorbereitung und das beste Konzept nichts. Leider gibt es außerhalb eines großen Turniers kaum eine Gelegenheit sich darin auszuzeichnen.
edit: die Wechsel gegen Belgien fand ich schon mal ganz gut sowohl vom Personal wie auch vom Timing her... mal sehen.
Zitat von paddelboot:
Das liegt aber vor allem am Spielermaterial. Podolski steht für Vertikalspiel. Dribbeln kann er nicht. Bei Müller ist es ähnlich, der braucht auch die Bälle in den Raum. Also ganz anders als bei RibRob, die mit Rücken zum Tor angespielt werden und dann versuchen etwas daraus zu machen. UND: Bayern hat keinen Özil der eben diese Pässe spielt, die diese Außen brauchen. Das ändert aber nichts daran, dass das Konzept das gleiche ist.Sorry, da kann ich jetzt nicht zustimmen. Van Gaal begann seine Bayernkarriere mit "kauft mir Robben, den brauche ich für meine Spielidee"; auch wenn sie oft fehlen, wurde das Bayernspiel grundsätzlich eben auf dieses Spielermaterial mit den bedeutungsmäßig zentralen Flügelspielern angelegt; van Gaal will kontrolliertes Positionsspiel mit viel Ballbesitz, den Gegner drücken, um dies dann früher oder später durch von seinen Individualisten gewonnene Mikrosituationen aufzulösen, und zwangsläufig zu Chancen zu kommen. Das Spielermaterial ist eben so unterschiedlich, dass vom Konzept praktisch nichts mehr übrig bleibt. Wo sind denn die Löw-Spiele, in denen Deutschland gegen einen Gegner auf Profiniveau 70% Ballbesitz hat, und 20 Querpässe spielt? Da müsstest du mir jetzt erstmal erklären, wo denn die Übereinstimmungen im Konzept sind; einfach Lahm, Schweinsteiger, Müller ist ein wenig mager. Irgendwie muss ja auch zu erklären sein, dass Klose beim DFB glänzt, und bei Bayern gammelt; dürfte ein klares Indiz eben für ein deutlich unterschiedliches Konzept sein.
Ich beschwere mich ja auch gern über Jogi, aber eben nicht über das Spielkonzept oder seine Philosophie.
Auf jeden Fall versucht die Nationalmannschaft viel schneller zum Abschluss zu kommen als der FC Bayern und kalkuliert Ballverluste dabei mit ein. Das stammt noch aus der Klinsmann-Ära aber wird wohl auf Jogis Mist gewachsen sein. Nur so erklärt sich zumindest ansatzweise auch sein seltsames Festhalten an Poldi. Die ganzen Ballverluste sind egal, solange vorne genügend Zählbares bei rausspringt. Außerdem ergeben sich durch den Gegner im Ballbesitz mehr Räume. Das ist schon was völlig anderes als bei Bayern. Bei deren Wackelabwehr sind Ballverluste viel unangenehmer. Dafür sind dort eben die Außen (in Optimalbesetzung) viel spielstärker und in der Lage den Ball zu behaupten.
Die Philosophie hat Jogi wo schon vorher gehabt, eine passende Taktik anscheinend erst jetzt bei der WM gefunden.
Ich möchte halt nur einmal ein Spiel sehen, wo es nicht läuft und Jogi uns zum Sieg coacht. Um einen Titel zu gewinnen, kann man auf eine solche Fähigkeit nicht verzichten. Da hilft die ganze tolle Vorbereitung und das beste Konzept nichts. Leider gibt es außerhalb eines großen Turniers kaum eine Gelegenheit sich darin auszuzeichnen.
edit: die Wechsel gegen Belgien fand ich schon mal ganz gut sowohl vom Personal wie auch vom Timing her... mal sehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von loginname am 12.10.2010 um 14:52 Uhr bearbeitet
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