Fritz-Walter-Stadion
26.01.2009 - 08:40 Uhr
07.10.2025 - 23:53 Uhr
Zitat von RightBack
Das Darlehn sieht gar keine Tilgung vor...
Zitat von Hegermeister
Des Kredits, den die Stadiongesellschaft mit Bürgschaft der Stadt damals aufgenomen hat, um dem FCK das Stadion abzukaufen. Der müsste so bis 2030-35 laufen. Der war bzgl. der Tilgung aber auf Erstliga-Mieten ausgelegt, so dass der Verein weniger Miete als Stadiongesellschaft Tilgung gezahlt hat. Würde ich jetzt mal einwerfen. Insgesamt hat die Stadt sicher wenig Anreiz, weiter Hauptgeselschaftler der Stadion Gesellschaft zu bleiben. Schalke und St.Pauli haben mit Genossenschaften auch vorgemacht, wie Fans beteiligt werden können. So könnte das Staion eine Gesamtfansäule werden
Zitat von Al_Tonno
Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht so im Thema bin, aber von welcher Umschuldung sprichst du?
Zitat von Klingenstaedter
Aber vielleicht kann man ja darauf hinarbeiten, dass der Verein irgendwie (über Jahre) 5-7 Millionen Euro zusammen spart und von Investoren. Sponsoren, etc. einsammelt und dass man mit Stadt und Stadiongesellschaft dann einen Deal macht, dass diese zu 80-90% auf die Verpflichtungen des Vereins angerechnet werden. Dann hätte man den Wert der Immobilie verbessert, könnte an notwendigen Stellen nachbessern und die Gebrauchstüchtigkeit erhalten und hätte dabei noch einen kleinen Teil des Schuldenberges abgetragen. Die Umschuldung kommt ja eh auf uns zu.
Aber vielleicht kann man ja darauf hinarbeiten, dass der Verein irgendwie (über Jahre) 5-7 Millionen Euro zusammen spart und von Investoren. Sponsoren, etc. einsammelt und dass man mit Stadt und Stadiongesellschaft dann einen Deal macht, dass diese zu 80-90% auf die Verpflichtungen des Vereins angerechnet werden. Dann hätte man den Wert der Immobilie verbessert, könnte an notwendigen Stellen nachbessern und die Gebrauchstüchtigkeit erhalten und hätte dabei noch einen kleinen Teil des Schuldenberges abgetragen. Die Umschuldung kommt ja eh auf uns zu.
Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht so im Thema bin, aber von welcher Umschuldung sprichst du?
Des Kredits, den die Stadiongesellschaft mit Bürgschaft der Stadt damals aufgenomen hat, um dem FCK das Stadion abzukaufen. Der müsste so bis 2030-35 laufen. Der war bzgl. der Tilgung aber auf Erstliga-Mieten ausgelegt, so dass der Verein weniger Miete als Stadiongesellschaft Tilgung gezahlt hat. Würde ich jetzt mal einwerfen. Insgesamt hat die Stadt sicher wenig Anreiz, weiter Hauptgeselschaftler der Stadion Gesellschaft zu bleiben. Schalke und St.Pauli haben mit Genossenschaften auch vorgemacht, wie Fans beteiligt werden können. So könnte das Staion eine Gesamtfansäule werden

Das Darlehn sieht gar keine Tilgung vor...
Korrekt, zu lesen u.a. hier im Startbeitrag (Top Beitrag btw.)
https://www.transfermarkt.de/der-fck-die-finanzen-und-das-stadion-ein-erklarthread/thread/forum/23/thread_id/314545
08.10.2025 - 09:23 Uhr
Zitat von Hegermeister
...Schalke und St.Pauli haben mit Genossenschaften auch vorgemacht, wie Fans beteiligt werden können. So könnte das Staion eine Gesamtfansäule werden
...Schalke und St.Pauli haben mit Genossenschaften auch vorgemacht, wie Fans beteiligt werden können. So könnte das Staion eine Gesamtfansäule werden

Auch wenn mir St. Pauli mit seiner grün-alternativen PR gewaltig auf den Zeiger geht, das Konzept einer Genossenschaft hat tatsächlich seinen Reiz, vor allem wenn sie so ausgestaltet ist, wie im Fall von St. Pauli. Auf der anderen Seite ist es am Ende des Tages natürlich auch nur eine elegantere Art die eigenen Fans anzupumpen, die im Gegenzug zwar eine gewisse Form von Mitsprache erhalten aber viel mehr als eine emotionale Rendite ist halt auch nicht drin. Trotzdem würde das Konzept für den FCK und seine Fan-Base aus meiner Sicht durchaus Sinn machen. Leider haben Betze-Anleihe und Kapilendo bei vielen Anhängern verbrannte Erde hinterlassen und bei einem Anteilspreis in der Höhe von St. Pauli, ich glaube um die 800 € (?), bräuchten wir wahrscheinlich 40.000 Anteilszeichner und mehr, um das Stadion zurückzukaufen. Es ist fraglich, ob wir so viele finanziell gut gestellten Fans haben wie Pauli und ob diese Fans dann auch noch bereit wären, dem FCK noch mal über den Weg zu trauen.
08.10.2025 - 09:43 Uhr
Wenn man wirklich daran interessiert ist das Stadion wieder selbst zu „besitzen“, dann bietet der FCK viele positive Voraussetzungen, dass es auf genossenschaftlicher Basis funktionieren könnte. Die Fanbase ist ähnlich gestrickt wie in Schalke und Pauli (hinsichtlich commitment, nicht politisch usw). Die Größe ist ausreichend, die Reichweite gegeben. Es gibt sicherlich genügend besser situierte Unterstützer, die einen oder mehrere Anteile erwerben würden, unabhängig von der finalen Rendite.
Voraussetzung ist natürlich eine transparente Ausformulierung ohne eine große dritte Interessensgruppe von außen. Es müsste unmissverständlich klar werden, was dort erworben wird und wie „sicher“ das zu bewerten ist. Gerade im Hinblick auf die zuvor genannte Vergangenheit.
Ich glaube viele Leute wären stolz ein „Stück Betze“ zu besitzen und das dann am Ende sogar an die Nachkommen weitergeben zu können usw. Man stelle sich vor, dass Familie Schmitt aus Winnweiler irgendwann in dritter Generation „Betzeeigner“ ist. Das Narrativ „die Pfalz für den Betze, der Betze für die Pfalz“ oder „unser Betze“ könnte man damit schön bedienen.
Viele Grüße aus der rheinhessischen Diaspora.
Voraussetzung ist natürlich eine transparente Ausformulierung ohne eine große dritte Interessensgruppe von außen. Es müsste unmissverständlich klar werden, was dort erworben wird und wie „sicher“ das zu bewerten ist. Gerade im Hinblick auf die zuvor genannte Vergangenheit.
Ich glaube viele Leute wären stolz ein „Stück Betze“ zu besitzen und das dann am Ende sogar an die Nachkommen weitergeben zu können usw. Man stelle sich vor, dass Familie Schmitt aus Winnweiler irgendwann in dritter Generation „Betzeeigner“ ist. Das Narrativ „die Pfalz für den Betze, der Betze für die Pfalz“ oder „unser Betze“ könnte man damit schön bedienen.
Viele Grüße aus der rheinhessischen Diaspora.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DaSche am 08.10.2025 um 09:46 Uhr bearbeitet
08.10.2025 - 09:59 Uhr
Zitat von Troglauer
Leider haben Betze-Anleihe und Kapilendo bei vielen Anhängern verbrannte Erde hinterlassen .... und ob diese Fans dann auch noch bereit wären, dem FCK noch mal über den Weg zu trauen.
Leider haben Betze-Anleihe und Kapilendo bei vielen Anhängern verbrannte Erde hinterlassen .... und ob diese Fans dann auch noch bereit wären, dem FCK noch mal über den Weg zu trauen.
Emotionale Rendite ist ein gutes Stichwort. Denn den Homeground des Vereins zu Stellen, in Besitz "unseres" "Wohnzimmer" zu sein, bestimmen zu dürfen, wie es heißt, das sind sicher lockende Werte.
Und ich bin bei dir, selbst wenn man sagt, der FCK hat auf eine Stadiongesellschaft und deren Gelder weniger Zugriff auch als Fananleihen auf seinem Konto, darf man da nicht blauäugig rein gehen.
Emotion gut und schön, aber man hat mit der FCK GmbH KGaA als Stadiongesellschaft oder Stadiongenossenschaft dann eine Geschäftsbeziehung. Wo wahrscheinlich eine Seite immer stärker drauf aus ist, was rauszuholen, weil ggf. der Job dran hängt.
Wie es ja damals bei den Pachtverhandlungen auch immer war. Wenn jeder Mietabschlag oder Übernahme von laufenden Kosten als Einheit "guter Spieler" resp. Kaderqualität umgerechnet wird. Oder Steuereinnahmen durch Zuschaueraufkommen gegengerechnet werden.
Gerade ein Szenario Stadionneubau in der Lautrere Peripherie wäre immer eine (emotionale) Drohkulisse...
08.10.2025 - 10:56 Uhr
Vor etlichen Jahren hörte man immer schon von Berti, wie hoch der Sanierungsstau sei und dass da eine Verfallsuhr ticke; ich erinnere mich aber auch vage an einen Bericht vor ein paar Monaten oder so, wonach nötige Reparaturen und instandsetzungen durchaus kontinuierlich gemacht werden und die hier lange kolportierte Einseitigkeit - der FCK als Pächter trage alle Sanierungskosten komplett allein - Unsinn seien. Weiß leider nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich das aufgeschnappt habe, aber es war eine offizielle Quelle. Von daher braucht man für eine strategische Diskussion erstmal eine valide Bestandsaufnahme zum baulichen Zustand der Anlage; und eben nicht nur anekdotische Evidenz zu abplatzendem Beton usw. Wichtig ist dies, um überhaupt mal zu wissen, welchen zeitlichen Planungshorizont wir einnehmen müssen. In den Gremien liegen diese Infos sicherlich vor, hier derzeit aber halt nicht.
Und dann hängt vieles vom sportlichen Erfolg ab. Gehen wir perspektivisch wieder runter oder stagnieren, muss man die Immobilie in zehn Jahren oder so womöglich wirklich aufgeben, da die Fixkosten zu hoch sind und die Auslastung dann auch nicht auf dem jetzigen Niveau bleiben wird. Gehen wir aber rauf und etablieren uns auch mittelfristig in der BL, ist einiges möglich, denn dann ist auch die Reichweite eine ganz andere. Für diesen Fall schließe ich - zwingende baurechtliche Erwägungen mal ausgenommen - ein Aufgeben der Immobilie und einen Stadionneubau auf der grünen Wiese komplett aus. Die Alternative wäre vielleicht eine Dauerbaustelle mit Teilabrissen und Neuaufbau einzelner Tribünen bei laufendem Spielbetrieb. Ob das in einem Wohngebiet überhaupt möglich und durchsetzbar wäre, ist aber wieder eine andere Frage.
Jedenfalls ist es um bestimmte Dramatisierungen in den letzten Jahren auffällig ruhig geworden. Da wurde seinerzeit ja auch von Billigbeton in den Fundamenten mit geringer Haltbarkeitsdauer gesprochen, was wirklich ein Katastrophenszenario wäre. Nach dem, was man damals hier lesen konnte, müsste der Spielbetrieb heute schon eingestellt sein. Da war aber scheinbar viel halbgares Social Media-Geschwurbel dabei.
Fakt ist aber natürlich, dass das Stadion in die Jahre kommt und die jährlichen Instandhaltungskosten immer weiter steigen werden. Andere Traditionsvereine haben gezeigt, dass Stadionneubauten sehr wohl auch Akzeptanz finden können, von daher muss dieese Option im Spiel bleiben. Aber das dürfte wohl wirklich nur der allerletzte Ausweg sein, so eng wie der FCK mit dem Betze verbunden ist. Wie gesagt: Wenn es einer "großen Lösung" technisch bedarf, würde ich die eher im Szenario "sukzessive Tribünen-Teilabrisse und Neuaufbauten" sehen. Sollte die Rückkehr in die BL aber nicht gelingen, wird man die Immobilie wohl irgendwann aufgeben müssen. Dann sehe ich allerdings den FCK perspektivisch als Dauergast in der RL mit kurzen Episoden in der 3. Liga.
Und dann hängt vieles vom sportlichen Erfolg ab. Gehen wir perspektivisch wieder runter oder stagnieren, muss man die Immobilie in zehn Jahren oder so womöglich wirklich aufgeben, da die Fixkosten zu hoch sind und die Auslastung dann auch nicht auf dem jetzigen Niveau bleiben wird. Gehen wir aber rauf und etablieren uns auch mittelfristig in der BL, ist einiges möglich, denn dann ist auch die Reichweite eine ganz andere. Für diesen Fall schließe ich - zwingende baurechtliche Erwägungen mal ausgenommen - ein Aufgeben der Immobilie und einen Stadionneubau auf der grünen Wiese komplett aus. Die Alternative wäre vielleicht eine Dauerbaustelle mit Teilabrissen und Neuaufbau einzelner Tribünen bei laufendem Spielbetrieb. Ob das in einem Wohngebiet überhaupt möglich und durchsetzbar wäre, ist aber wieder eine andere Frage.
Jedenfalls ist es um bestimmte Dramatisierungen in den letzten Jahren auffällig ruhig geworden. Da wurde seinerzeit ja auch von Billigbeton in den Fundamenten mit geringer Haltbarkeitsdauer gesprochen, was wirklich ein Katastrophenszenario wäre. Nach dem, was man damals hier lesen konnte, müsste der Spielbetrieb heute schon eingestellt sein. Da war aber scheinbar viel halbgares Social Media-Geschwurbel dabei.
Fakt ist aber natürlich, dass das Stadion in die Jahre kommt und die jährlichen Instandhaltungskosten immer weiter steigen werden. Andere Traditionsvereine haben gezeigt, dass Stadionneubauten sehr wohl auch Akzeptanz finden können, von daher muss dieese Option im Spiel bleiben. Aber das dürfte wohl wirklich nur der allerletzte Ausweg sein, so eng wie der FCK mit dem Betze verbunden ist. Wie gesagt: Wenn es einer "großen Lösung" technisch bedarf, würde ich die eher im Szenario "sukzessive Tribünen-Teilabrisse und Neuaufbauten" sehen. Sollte die Rückkehr in die BL aber nicht gelingen, wird man die Immobilie wohl irgendwann aufgeben müssen. Dann sehe ich allerdings den FCK perspektivisch als Dauergast in der RL mit kurzen Episoden in der 3. Liga.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 08.10.2025 um 11:00 Uhr bearbeitet
08.10.2025 - 11:24 Uhr
Zitat von Newtrial
Vor etlichen Jahren hörte man immer schon von Berti, wie hoch der Sanierungsstau sei und dass da eine Verfallsuhr ticke; ich erinnere mich aber auch vage an einen Bericht vor ein paar Monaten oder so, wonach nötige Reparaturen und instandsetzungen durchaus kontinuierlich gemacht werden und die hier lange kolportierte Einseitigkeit - der FCK als Pächter trage alle Sanierungskosten komplett allein - Unsinn seien. Weiß leider nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich das aufgeschnappt habe, aber es war eine offizielle Quelle. Von daher braucht man für eine strategische Diskussion erstmal eine valide Bestandsaufnahme zum baulichen Zustand der Anlage; und eben nicht nur anekdotische Evidenz zu abplatzendem Beton usw. Wichtig ist dies, um überhaupt mal zu wissen, welchen zeitlichen Planungshorizont wir einnehmen müssen. In den Gremien liegen diese Infos sicherlich vor, hier derzeit aber halt nicht.
...
Vor etlichen Jahren hörte man immer schon von Berti, wie hoch der Sanierungsstau sei und dass da eine Verfallsuhr ticke; ich erinnere mich aber auch vage an einen Bericht vor ein paar Monaten oder so, wonach nötige Reparaturen und instandsetzungen durchaus kontinuierlich gemacht werden und die hier lange kolportierte Einseitigkeit - der FCK als Pächter trage alle Sanierungskosten komplett allein - Unsinn seien. Weiß leider nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich das aufgeschnappt habe, aber es war eine offizielle Quelle. Von daher braucht man für eine strategische Diskussion erstmal eine valide Bestandsaufnahme zum baulichen Zustand der Anlage; und eben nicht nur anekdotische Evidenz zu abplatzendem Beton usw. Wichtig ist dies, um überhaupt mal zu wissen, welchen zeitlichen Planungshorizont wir einnehmen müssen. In den Gremien liegen diese Infos sicherlich vor, hier derzeit aber halt nicht.
...
Zumindest meine Aussage beruht nicht auf "anekdotischer Evidenz" (den Ausdruck lehne ich grundsätzlich ab), sondern auf der Begutachtung der Bauexperten, die auf Antrag der FDP-Fraktion dem Stadtrat Bericht über den aktuellen Zustand des Stadions erstattet haben. Der Zustand des Stadions wird regelmäßig begutachtet. Nach meinem Kenntnisstand beteiligt sich die Stadt auch erst seit den letzten Verhandlungen im größeren Umfang an der Instandhaltung des Stadions und somit ist die Aussage, dass der FCK in früherer Zeit größtenteils alleine für die Instandhaltung verantwortlich gewesen sei, kein Unsinn.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Troglauer am 08.10.2025 um 11:25 Uhr bearbeitet
08.10.2025 - 12:06 Uhr
Zitat von Troglauer
Zumindest meine Aussage beruht nicht auf "anekdotischer Evidenz" (den Ausdruck lehne ich grundsätzlich ab), sondern auf der Begutachtung der Bauexperten, die auf Antrag der FDP-Fraktion dem Stadtrat Bericht über den aktuellen Zustand des Stadions erstattet haben. Der Zustand des Stadions wird regelmäßig begutachtet. Nach meinem Kenntnisstand beteiligt sich die Stadt auch erst seit den letzten Verhandlungen im größeren Umfang an der Instandhaltung des Stadions und somit ist die Aussage, dass der FCK in früherer Zeit größtenteils alleine für die Instandhaltung verantwortlich gewesen sei, kein Unsinn.
Zitat von Newtrial
Vor etlichen Jahren hörte man immer schon von Berti, wie hoch der Sanierungsstau sei und dass da eine Verfallsuhr ticke; ich erinnere mich aber auch vage an einen Bericht vor ein paar Monaten oder so, wonach nötige Reparaturen und instandsetzungen durchaus kontinuierlich gemacht werden und die hier lange kolportierte Einseitigkeit - der FCK als Pächter trage alle Sanierungskosten komplett allein - Unsinn seien. Weiß leider nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich das aufgeschnappt habe, aber es war eine offizielle Quelle. Von daher braucht man für eine strategische Diskussion erstmal eine valide Bestandsaufnahme zum baulichen Zustand der Anlage; und eben nicht nur anekdotische Evidenz zu abplatzendem Beton usw. Wichtig ist dies, um überhaupt mal zu wissen, welchen zeitlichen Planungshorizont wir einnehmen müssen. In den Gremien liegen diese Infos sicherlich vor, hier derzeit aber halt nicht.
...
Vor etlichen Jahren hörte man immer schon von Berti, wie hoch der Sanierungsstau sei und dass da eine Verfallsuhr ticke; ich erinnere mich aber auch vage an einen Bericht vor ein paar Monaten oder so, wonach nötige Reparaturen und instandsetzungen durchaus kontinuierlich gemacht werden und die hier lange kolportierte Einseitigkeit - der FCK als Pächter trage alle Sanierungskosten komplett allein - Unsinn seien. Weiß leider nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich das aufgeschnappt habe, aber es war eine offizielle Quelle. Von daher braucht man für eine strategische Diskussion erstmal eine valide Bestandsaufnahme zum baulichen Zustand der Anlage; und eben nicht nur anekdotische Evidenz zu abplatzendem Beton usw. Wichtig ist dies, um überhaupt mal zu wissen, welchen zeitlichen Planungshorizont wir einnehmen müssen. In den Gremien liegen diese Infos sicherlich vor, hier derzeit aber halt nicht.
...
Zumindest meine Aussage beruht nicht auf "anekdotischer Evidenz" (den Ausdruck lehne ich grundsätzlich ab), sondern auf der Begutachtung der Bauexperten, die auf Antrag der FDP-Fraktion dem Stadtrat Bericht über den aktuellen Zustand des Stadions erstattet haben. Der Zustand des Stadions wird regelmäßig begutachtet. Nach meinem Kenntnisstand beteiligt sich die Stadt auch erst seit den letzten Verhandlungen im größeren Umfang an der Instandhaltung des Stadions und somit ist die Aussage, dass der FCK in früherer Zeit größtenteils alleine für die Instandhaltung verantwortlich gewesen sei, kein Unsinn.
Wie es vor dem Abschluss des aktuellen Pachtvertrages geregelt war, habe ich jetzt auf die Schnelle nicht herausgefunden, aber in jenem ist klar geregelt, dass der FCK lediglich für Kosten und Investitionen, die eindeutig dem Bereich Sport (Rasen, Kabinen etc.) zuzurechnen sind. Die Stadiongesellschaft ist demgegenüber für alle baulichen Maßnahmen (wie ebenjene Betonausbesserungen) zuständig.
Klick
Zitat von dbb
Anhand einer 71 Punkte umfassenden Schnittstellenliste seien die Zuständigkeiten zwischen Stadt und Verein künftig besser geregelt. Die Stadiongesellschaft ist für Arbeiten am Gebäude zuständig, wenn beispielsweise wie demnächst geplant Betonabplatzungen repariert werden müssen. Dem FCK fallen den Sport betreffende Aufwendungen zu, etwa was den Rasen betrifft.
Anhand einer 71 Punkte umfassenden Schnittstellenliste seien die Zuständigkeiten zwischen Stadt und Verein künftig besser geregelt. Die Stadiongesellschaft ist für Arbeiten am Gebäude zuständig, wenn beispielsweise wie demnächst geplant Betonabplatzungen repariert werden müssen. Dem FCK fallen den Sport betreffende Aufwendungen zu, etwa was den Rasen betrifft.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von kappel1719 am 08.10.2025 um 12:07 Uhr bearbeitet
08.10.2025 - 12:43 Uhr
Zitat von Troglauer
Das niemand ernsthaft so einen seelenlosen Kasten auf grüner Wiese stehen haben will, hatte ich jetzt einfach mal als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Es ging um die theoretische Machbarkeit und die ist, egal ob jetzt utopisch oder dystopisch, auf jeden Fall nicht gegeben.
Zitat von CanisMajoris99
Undenkbar für mich,nicht mehr uff de Betze zu fahre,
Never ever 😒
Zitat von dackeldolli
Utopie würde ja voraussetzen, dass das in irgendeiner Form ein wünschenswerter Zustand wäre. Allerdings gibt es wohl kaum einen Verein in Deutschland bei dem das Stadion so identitätsstiftend ist wie bei uns. Ein charakterloser Neubau an einem anderen Standort würde wahrscheinlich von der überwiegenden Mehrzahl der Fans und Mitglieder kategorisch abgelehnt werden und das meines Erachtens auch zurecht. Ich finde allein die Vorstellung schon absolut schlimm und beängstigend.
Zitat von Troglauer
Ein Stadionneubau ist eine Utopie. Michael Littig hat das damals gut beschrieben, als jemand, der selbst genug Einblick in die Irrungen und Wirrungen der Landes- und Kommunalpolitik hat und der genau weiß, wie Genehmigungsverfahren in Deutschland ablaufen. Sofern man Stadt und Land überhaupt für so ein Vorhaben gewinnen könnte, bis alle Verfahren durchlaufen, alle Auflagen erfüllt sind (und man nebenbei eine gewaltigen Haufen Geld aufbringt), müsste man wahrscheinlich noch heute mit der Planung beginnen, damit das Stadion vor 2050 steht.
Zitat von Fanatisch_
Ich denke dass langfristig ein Neubau auf der grünen Wiese mit Autobahnzugang profitabler wäre als eine Grundsanierung.
An der Eselsfürth, in der Nähe des Schützenvereins beim Park&Ride Parkplatz Ost zb., da wäre man auch in der Nähe des NLZ.
Diese Frage wird man sich in 10-15 Jahren stellen müssen.
Zitat von Troglauer
Laut Aussage der Bauexperten vom vergangenen Jahr ist das Stadion, trotz Betonabplatzungen und anderer Mängel, grundsätzlich intakt. Einen Vorfall wie bei der Carolabrücke müssen wir also voraussichtlich nicht befürchten. Die Stadt hat der Stadiongesellschaft im letzten Jahr daher auch eine Million Euro für Sanierungsarbeiten bewilligt, wenn ich das richtig erinnere.
Die jetzige Regelung, nach der die Stadt sich an der Instandhaltung beteiligt, sollte das von dir (und mir) befürchtete Szenario hoffentlich verhüten und den baulichen Zustand zumindest soweit stabilisieren, dass der Betrieb für die nächsten Jahre gesichert ist. Diese Lösung wird aber nicht für die Ewigkeit tragen. Wer in der letzten Zeit etwas gebaut hat, der weiß, wie weit man heutzutage mit einer Million noch kommt. Mittelfristig wird man aus meiner Sicht an einer Grundsanierung wohl kaum vorbeikommen und dafür sollte der FCK möglichst bald in profitableren Gewässern segeln.
Zitat von StefanE
Wie viel Millionen Euro haben wir im FWS eigentlich schon Investitionsstau und um wie viel steigen die Kosten (unnötig) weil Arbeit nicht frühzeitig durchgeführt werden? Gibt es da irgendwelche Zahlen?
Kann uns das irgendwann auf die Füße fallen, wie bei der Deutschen Infrastruktur, dass uns in 15 Jahren das "Verschleiß fahren" in Zukunft noch vor viel größerer Probleme stellt? Nicht das plötzlich ganze Tribünen wegen Statik oder defekte Sicherheitseinrichtungen dicht gemacht werden müssen.
Wie viel Millionen Euro haben wir im FWS eigentlich schon Investitionsstau und um wie viel steigen die Kosten (unnötig) weil Arbeit nicht frühzeitig durchgeführt werden? Gibt es da irgendwelche Zahlen?
Kann uns das irgendwann auf die Füße fallen, wie bei der Deutschen Infrastruktur, dass uns in 15 Jahren das "Verschleiß fahren" in Zukunft noch vor viel größerer Probleme stellt? Nicht das plötzlich ganze Tribünen wegen Statik oder defekte Sicherheitseinrichtungen dicht gemacht werden müssen.
Laut Aussage der Bauexperten vom vergangenen Jahr ist das Stadion, trotz Betonabplatzungen und anderer Mängel, grundsätzlich intakt. Einen Vorfall wie bei der Carolabrücke müssen wir also voraussichtlich nicht befürchten. Die Stadt hat der Stadiongesellschaft im letzten Jahr daher auch eine Million Euro für Sanierungsarbeiten bewilligt, wenn ich das richtig erinnere.
Die jetzige Regelung, nach der die Stadt sich an der Instandhaltung beteiligt, sollte das von dir (und mir) befürchtete Szenario hoffentlich verhüten und den baulichen Zustand zumindest soweit stabilisieren, dass der Betrieb für die nächsten Jahre gesichert ist. Diese Lösung wird aber nicht für die Ewigkeit tragen. Wer in der letzten Zeit etwas gebaut hat, der weiß, wie weit man heutzutage mit einer Million noch kommt. Mittelfristig wird man aus meiner Sicht an einer Grundsanierung wohl kaum vorbeikommen und dafür sollte der FCK möglichst bald in profitableren Gewässern segeln.
Ich denke dass langfristig ein Neubau auf der grünen Wiese mit Autobahnzugang profitabler wäre als eine Grundsanierung.
An der Eselsfürth, in der Nähe des Schützenvereins beim Park&Ride Parkplatz Ost zb., da wäre man auch in der Nähe des NLZ.
Diese Frage wird man sich in 10-15 Jahren stellen müssen.
Ein Stadionneubau ist eine Utopie. Michael Littig hat das damals gut beschrieben, als jemand, der selbst genug Einblick in die Irrungen und Wirrungen der Landes- und Kommunalpolitik hat und der genau weiß, wie Genehmigungsverfahren in Deutschland ablaufen. Sofern man Stadt und Land überhaupt für so ein Vorhaben gewinnen könnte, bis alle Verfahren durchlaufen, alle Auflagen erfüllt sind (und man nebenbei eine gewaltigen Haufen Geld aufbringt), müsste man wahrscheinlich noch heute mit der Planung beginnen, damit das Stadion vor 2050 steht.
Utopie würde ja voraussetzen, dass das in irgendeiner Form ein wünschenswerter Zustand wäre. Allerdings gibt es wohl kaum einen Verein in Deutschland bei dem das Stadion so identitätsstiftend ist wie bei uns. Ein charakterloser Neubau an einem anderen Standort würde wahrscheinlich von der überwiegenden Mehrzahl der Fans und Mitglieder kategorisch abgelehnt werden und das meines Erachtens auch zurecht. Ich finde allein die Vorstellung schon absolut schlimm und beängstigend.
Undenkbar für mich,nicht mehr uff de Betze zu fahre,
Never ever 😒
Das niemand ernsthaft so einen seelenlosen Kasten auf grüner Wiese stehen haben will, hatte ich jetzt einfach mal als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Es ging um die theoretische Machbarkeit und die ist, egal ob jetzt utopisch oder dystopisch, auf jeden Fall nicht gegeben.
Hä, aber echt. Das FWS auf dem Betzenberg ist das vermutlich wichtigste Asset vom FCK – das auch nur anzutasten, wäre unglaublich geschäftsschädigend.
08.10.2025 - 13:12 Uhr
Lautern ohne Betze - unvorstellbar !!!
Notfalls werden die Fans einspringen...
Notfalls werden die Fans einspringen...
08.10.2025 - 16:58 Uhr
Zitat von kappel1719
Wie es vor dem Abschluss des aktuellen Pachtvertrages geregelt war, habe ich jetzt auf die Schnelle nicht herausgefunden, aber in jenem ist klar geregelt, dass der FCK lediglich für Kosten und Investitionen, die eindeutig dem Bereich Sport (Rasen, Kabinen etc.) zuzurechnen sind. Die Stadiongesellschaft ist demgegenüber für alle baulichen Maßnahmen (wie ebenjene Betonausbesserungen) zuständig.
Klick
Zitat von Troglauer
Zumindest meine Aussage beruht nicht auf "anekdotischer Evidenz" (den Ausdruck lehne ich grundsätzlich ab), sondern auf der Begutachtung der Bauexperten, die auf Antrag der FDP-Fraktion dem Stadtrat Bericht über den aktuellen Zustand des Stadions erstattet haben. Der Zustand des Stadions wird regelmäßig begutachtet. Nach meinem Kenntnisstand beteiligt sich die Stadt auch erst seit den letzten Verhandlungen im größeren Umfang an der Instandhaltung des Stadions und somit ist die Aussage, dass der FCK in früherer Zeit größtenteils alleine für die Instandhaltung verantwortlich gewesen sei, kein Unsinn.
Zitat von Newtrial
Vor etlichen Jahren hörte man immer schon von Berti, wie hoch der Sanierungsstau sei und dass da eine Verfallsuhr ticke; ich erinnere mich aber auch vage an einen Bericht vor ein paar Monaten oder so, wonach nötige Reparaturen und instandsetzungen durchaus kontinuierlich gemacht werden und die hier lange kolportierte Einseitigkeit - der FCK als Pächter trage alle Sanierungskosten komplett allein - Unsinn seien. Weiß leider nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich das aufgeschnappt habe, aber es war eine offizielle Quelle. Von daher braucht man für eine strategische Diskussion erstmal eine valide Bestandsaufnahme zum baulichen Zustand der Anlage; und eben nicht nur anekdotische Evidenz zu abplatzendem Beton usw. Wichtig ist dies, um überhaupt mal zu wissen, welchen zeitlichen Planungshorizont wir einnehmen müssen. In den Gremien liegen diese Infos sicherlich vor, hier derzeit aber halt nicht.
...
Vor etlichen Jahren hörte man immer schon von Berti, wie hoch der Sanierungsstau sei und dass da eine Verfallsuhr ticke; ich erinnere mich aber auch vage an einen Bericht vor ein paar Monaten oder so, wonach nötige Reparaturen und instandsetzungen durchaus kontinuierlich gemacht werden und die hier lange kolportierte Einseitigkeit - der FCK als Pächter trage alle Sanierungskosten komplett allein - Unsinn seien. Weiß leider nicht mehr, in welchem Zusammenhang ich das aufgeschnappt habe, aber es war eine offizielle Quelle. Von daher braucht man für eine strategische Diskussion erstmal eine valide Bestandsaufnahme zum baulichen Zustand der Anlage; und eben nicht nur anekdotische Evidenz zu abplatzendem Beton usw. Wichtig ist dies, um überhaupt mal zu wissen, welchen zeitlichen Planungshorizont wir einnehmen müssen. In den Gremien liegen diese Infos sicherlich vor, hier derzeit aber halt nicht.
...
Zumindest meine Aussage beruht nicht auf "anekdotischer Evidenz" (den Ausdruck lehne ich grundsätzlich ab), sondern auf der Begutachtung der Bauexperten, die auf Antrag der FDP-Fraktion dem Stadtrat Bericht über den aktuellen Zustand des Stadions erstattet haben. Der Zustand des Stadions wird regelmäßig begutachtet. Nach meinem Kenntnisstand beteiligt sich die Stadt auch erst seit den letzten Verhandlungen im größeren Umfang an der Instandhaltung des Stadions und somit ist die Aussage, dass der FCK in früherer Zeit größtenteils alleine für die Instandhaltung verantwortlich gewesen sei, kein Unsinn.
Wie es vor dem Abschluss des aktuellen Pachtvertrages geregelt war, habe ich jetzt auf die Schnelle nicht herausgefunden, aber in jenem ist klar geregelt, dass der FCK lediglich für Kosten und Investitionen, die eindeutig dem Bereich Sport (Rasen, Kabinen etc.) zuzurechnen sind. Die Stadiongesellschaft ist demgegenüber für alle baulichen Maßnahmen (wie ebenjene Betonausbesserungen) zuständig.
Klick
Zitat von dbb
Anhand einer 71 Punkte umfassenden Schnittstellenliste seien die Zuständigkeiten zwischen Stadt und Verein künftig besser geregelt. Die Stadiongesellschaft ist für Arbeiten am Gebäude zuständig, wenn beispielsweise wie demnächst geplant Betonabplatzungen repariert werden müssen. Dem FCK fallen den Sport betreffende Aufwendungen zu, etwa was den Rasen betrifft.
Anhand einer 71 Punkte umfassenden Schnittstellenliste seien die Zuständigkeiten zwischen Stadt und Verein künftig besser geregelt. Die Stadiongesellschaft ist für Arbeiten am Gebäude zuständig, wenn beispielsweise wie demnächst geplant Betonabplatzungen repariert werden müssen. Dem FCK fallen den Sport betreffende Aufwendungen zu, etwa was den Rasen betrifft.
Der Artikel aus der Stadionwelt vom 7. Januar 2020 beschreibt die Situation vor dem neuen Pachtvertrag.
Zitat von Stadionwelt
"Als einziger Mieter des Fritz-Walter-Stadions ist der 1. FC Kaiserslautern aktuell in der Situation vollumfänglich für die anfallenden Instandhaltungskosten aufzukommen. ... Konkret ging es bei dem Antrag um eine Summe von 500.000 Euro, die der Verein zukünftig zahlen sollte – den Rest hätte die Stadt übernehmen sollen.
"Als einziger Mieter des Fritz-Walter-Stadions ist der 1. FC Kaiserslautern aktuell in der Situation vollumfänglich für die anfallenden Instandhaltungskosten aufzukommen. ... Konkret ging es bei dem Antrag um eine Summe von 500.000 Euro, die der Verein zukünftig zahlen sollte – den Rest hätte die Stadt übernehmen sollen.
www.stadionwelt.de/news/20021/antrag-auf-kostendeckelung-zurueckgezogen
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
