Finanzen
22.07.2015 - 22:13 Uhr
Zitat von Lullaby
Die Jahresleistungsprämien sind schwerpunktmäßig vom Tabellenplatz abhängig. So weit ich weiß, ist auch die Höhe der Punktprämie üblicherweise (keine Ahnung, ob das bei uns so ist) tabellenplatzbezogen, und dass man bei weniger Punkten auch weniger Prämien zu zahlen hat, liegt wohl auf der Hand.
Beste Grüße
Lullaby
Die Jahresleistungsprämien sind schwerpunktmäßig vom Tabellenplatz abhängig. So weit ich weiß, ist auch die Höhe der Punktprämie üblicherweise (keine Ahnung, ob das bei uns so ist) tabellenplatzbezogen, und dass man bei weniger Punkten auch weniger Prämien zu zahlen hat, liegt wohl auf der Hand.
Beste Grüße
Lullaby
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass mit weniger Punkten auch weniger Prämien gezahlt werden. Nur bezweifle ich stark, dass es "drastisch niedrigere" Zahlungen sind. Gerade weil der Erfolgsanteil nur einen geringen (ca. 10-15%) der gesamten Gehaltszahlungen ausmacht. Und bei diesem geringen Anteil sind noch individuelle Leistungsprämien enthalten, die nicht vom sportlichen Erfolg abhängen. Sofern man mit 11 Spielern auflaufen möchte, muss man auch jeweils eine Prämie zahlen. Unabhängig auf welchem Tabellenplatz wir stehen.
Der sportliche Misserfolg wirkt sich insgesamt stärker auf die Einnahmen (TV-Einnahmen, Sponsoringzahlungen, Ticketverkäufe) aus, als auf die Ausgaben.
@Lullaby
Bilanzrecht ist nicht unbedingt meine Sache. Das weißt Du. Deine schon. Das weiß ich. Trotzdem ist das auch ein Stück weit Haarspalterei in meinen Augen. Denn Geld was auf dem Papier, von mir aus auch beliebig, bewegt werden kann, muss immer dann auch tatsächlich vorhanden sein, wenn es aus dem Unternehmen abfließt. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Ich selbst bin immer wieder erstaunt wenn mein Steuerberater am Ende ein Jahr auf dem Papier ganz anders aussehen lässt, als es in der Kasse tatsächlich ausgesehen hat. Aber gut, dafür bezahle ich ihn ja.
Fakt ist: Der FCK hatte bereits in der Vergangenheit, in deutlich besserer Lage, so hohe Schwierigkeiten seine Liquidität aufrecht zu erhalten, dass er sogar die öffentlich als "unantastbar" beschworene Fananleihe als Puffer einsetzen musste. Fakt ist auch: Die Kosten sind zu hoch. Beides ist belegt.
Dann noch zwei weitere Punkte zum nachdenken. Die gleichen Verträge von denen Du unterstellst sie wären stark leistungsabhängig geschlossen, haben bei besseren Einnahmen auch nicht dazu getaugt das Regelgeschäft kostendeckend zu betreiben. Und jetzt auf einmal sollen die das leisten? Worauf fußt diese Annahme?
Dann unterstellst Du indirekt noch etwas, was ich selbst nicht mehr uneingeschränkt unterschreiben würde. Nämlich, dass das Geld bei uns hauptsächlich auf der Wiese verbrannt wird. Ich empfehle dir aber auch mal einen Blick in die Bilanz zu werfen. Danach würde ich gern deine Einschätzung hören. Ansonsten gern weiter per PN.
Gruß Berti
Bilanzrecht ist nicht unbedingt meine Sache. Das weißt Du. Deine schon. Das weiß ich. Trotzdem ist das auch ein Stück weit Haarspalterei in meinen Augen. Denn Geld was auf dem Papier, von mir aus auch beliebig, bewegt werden kann, muss immer dann auch tatsächlich vorhanden sein, wenn es aus dem Unternehmen abfließt. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Ich selbst bin immer wieder erstaunt wenn mein Steuerberater am Ende ein Jahr auf dem Papier ganz anders aussehen lässt, als es in der Kasse tatsächlich ausgesehen hat. Aber gut, dafür bezahle ich ihn ja.
Fakt ist: Der FCK hatte bereits in der Vergangenheit, in deutlich besserer Lage, so hohe Schwierigkeiten seine Liquidität aufrecht zu erhalten, dass er sogar die öffentlich als "unantastbar" beschworene Fananleihe als Puffer einsetzen musste. Fakt ist auch: Die Kosten sind zu hoch. Beides ist belegt.
Dann noch zwei weitere Punkte zum nachdenken. Die gleichen Verträge von denen Du unterstellst sie wären stark leistungsabhängig geschlossen, haben bei besseren Einnahmen auch nicht dazu getaugt das Regelgeschäft kostendeckend zu betreiben. Und jetzt auf einmal sollen die das leisten? Worauf fußt diese Annahme?
Dann unterstellst Du indirekt noch etwas, was ich selbst nicht mehr uneingeschränkt unterschreiben würde. Nämlich, dass das Geld bei uns hauptsächlich auf der Wiese verbrannt wird. Ich empfehle dir aber auch mal einen Blick in die Bilanz zu werfen. Danach würde ich gern deine Einschätzung hören. Ansonsten gern weiter per PN.
Gruß Berti
Zitat von Bertikoks
@Lullaby
Bilanzrecht ist nicht unbedingt meine Sache. Das weißt Du. Deine schon. Das weiß ich.
@Lullaby
Bilanzrecht ist nicht unbedingt meine Sache. Das weißt Du. Deine schon. Das weiß ich.
Na, da weißt du was falsches. Ich entwickle zwar seit Jahren Software für Konzernbilanzierung, aber rechtlich habe ich da nur ganz wenig Ahnung. Mir ist auf der anderen Seite immerhin klar, dass ein Kredit in der Bilanz steht, und ein zurück gezahlter Kredit eben nicht mehr. Soll und Ist reduzieren sich also bei der Rückzahlung um den gleichen Betrag.
Ich unterstelle auch nicht, dass das Geld auf der Wiese vebrannt wird. Dazu fehlt mir der Einblick in die Details. Ich unterstelle lediglich, dass es eher dunkelgrau als rabenschwarz aussieht.
Ich will auch nicht bestreiten, dass wir ein strukturelles Minus haben, was bei einem bilanziell überschuldeten Unternehmen im Zuge einer Konsolidierung grundsätzlich mit sehr hoher Priorität angegangen werden müsste. Nur ist dieses strukturelle Minus vermutlich nicht so hoch, wie du es darstellst.
Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 08.12.2015 um 13:08 Uhr bearbeitet Zitat von Lullaby
Ich will auch nicht bestreiten, dass wir ein strukturelles Minus haben, was bei einem bilanziell überschuldeten Unternehmen im Zuge einer Konsolidierung grundsätzlich mit sehr hoher Priorität angegangen werden müsste. Nur ist dieses strukturelle Minus vermutlich nicht so hoch, wie du es darstellst.
Ich will auch nicht bestreiten, dass wir ein strukturelles Minus haben, was bei einem bilanziell überschuldeten Unternehmen im Zuge einer Konsolidierung grundsätzlich mit sehr hoher Priorität angegangen werden müsste. Nur ist dieses strukturelle Minus vermutlich nicht so hoch, wie du es darstellst.
Na dann würde ich sagen, halten wir das mal als gemeinsamen Sachstand fest. Über die genaue Höhe können wir gern sprechen, wenn Du die Bilanz selbst eingesehen hast. Waterhead wird das zeitnah tun. Wenn Du dich auch noch anschließt haben wir eine gute Diskussionsgrundlage. Nur fürchte ich, werden wir dann nicht mehr allzu unterschiedliche Sichtweisen an einbringen. Aber warten wir es ab.
Gruß Berti
Zitat von Waterhead
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass mit weniger Punkten auch weniger Prämien gezahlt werden. Nur bezweifle ich stark, dass es "drastisch niedrigere" Zahlungen sind. Gerade weil der Erfolgsanteil nur einen geringen (ca. 10-15%) der gesamten Gehaltszahlungen ausmacht.
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass mit weniger Punkten auch weniger Prämien gezahlt werden. Nur bezweifle ich stark, dass es "drastisch niedrigere" Zahlungen sind. Gerade weil der Erfolgsanteil nur einen geringen (ca. 10-15%) der gesamten Gehaltszahlungen ausmacht.
Woraus geht das hervor?
In der Beraterbrache ist es z.B. üblich, Incentives und Boni voneinenander zu trennen, wobei der Incentive, obwohl variabel, Teil des regulären Gehalts wäre und bei der Bilanzierung dementsprechend positioniert wird, während der Bonus eine zusätzliche Zahlung ist. Ohne das Gehalts- und Verrechnungsmodell an dieser Stelle genau zu kennen, ist es gewagt, von den bilanziellen Beträgen direkt auf den variablen Anteil zu schließen.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Lullaby
Woraus geht das hervor?
Zitat von Waterhead
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass mit weniger Punkten auch weniger Prämien gezahlt werden. Nur bezweifle ich stark, dass es "drastisch niedrigere" Zahlungen sind. Gerade weil der Erfolgsanteil nur einen geringen (ca. 10-15%) der gesamten Gehaltszahlungen ausmacht.
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass mit weniger Punkten auch weniger Prämien gezahlt werden. Nur bezweifle ich stark, dass es "drastisch niedrigere" Zahlungen sind. Gerade weil der Erfolgsanteil nur einen geringen (ca. 10-15%) der gesamten Gehaltszahlungen ausmacht.
Woraus geht das hervor?
Meiner Meinung nach aus dem Jahresabschluss. Dort gibt es die Position "6.1.1 Grundgehälter" und die Position "6.1.2 Prämien". Jung (naja) und naiv gehe ich davon aus, dass in der Position 6.1.2 alle bedingten (Erfolgs-) Prämien enthalten sind. Scheinbar schließt sich die DFL meiner naiven Interpretation an. Laut Ligastatut sind sämtliche erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile unter der Position 6.1.2 Prämien zu verbuchen. Sämtliche feststehenden Zahlungen sind in der Position Grundgehalt aufzuführen.
Naja, vielleicht hat die DFL aber auch keine Ahnung, wie das in der Beraterbranche mit Incentives, Friday Office Day usw. läuft.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Waterhead am 08.12.2015 um 18:59 Uhr bearbeitet Zitat von Waterhead
Meiner Meinung nach aus dem Jahresabschluss. Dort gibt es die Position "6.1.1 Grundgehälter" und die Position "6.1.2 Prämien". Jung (naja) und naiv gehe ich davon aus, dass in der Position 6.1.2 alle bedingten (Erfolgs-) Prämien enthalten sind. Scheinbar schließt sich die DFL meiner naiven Interpretation an. Laut Ligastatut sind sämtliche erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile unter der Position 6.1.2 Prämien zu verbuchen. Sämtliche feststehenden Zahlungen sind in der Position Grundgehalt aufzuführen.
Zitat von Lullaby
Woraus geht das hervor?
Zitat von Waterhead
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass mit weniger Punkten auch weniger Prämien gezahlt werden. Nur bezweifle ich stark, dass es "drastisch niedrigere" Zahlungen sind. Gerade weil der Erfolgsanteil nur einen geringen (ca. 10-15%) der gesamten Gehaltszahlungen ausmacht.
Grundsätzlich stimme ich dir zu, dass mit weniger Punkten auch weniger Prämien gezahlt werden. Nur bezweifle ich stark, dass es "drastisch niedrigere" Zahlungen sind. Gerade weil der Erfolgsanteil nur einen geringen (ca. 10-15%) der gesamten Gehaltszahlungen ausmacht.
Woraus geht das hervor?
Meiner Meinung nach aus dem Jahresabschluss. Dort gibt es die Position "6.1.1 Grundgehälter" und die Position "6.1.2 Prämien". Jung (naja) und naiv gehe ich davon aus, dass in der Position 6.1.2 alle bedingten (Erfolgs-) Prämien enthalten sind. Scheinbar schließt sich die DFL meiner naiven Interpretation an. Laut Ligastatut sind sämtliche erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile unter der Position 6.1.2 Prämien zu verbuchen. Sämtliche feststehenden Zahlungen sind in der Position Grundgehalt aufzuführen.
Wäre sehr interessant. Gerade für das Geschäftsjahr 13/14 dürften 10 - 15% nämlich maximal reichen, um DFB-Pokal-spezifische Prämien abzudecken.
Hast du dafür eine Quelle? Im Ligastatut finde ich dazu nämlich auf schnelle nix konkretes, lediglich die Unterscheidung in 6.1.1 und 6.1.2., aber nicht, was worunter fällt.
Beste Grüße
Lullaby
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lullaby am 08.12.2015 um 22:23 Uhr bearbeitet Zitat von Lullaby
Hast du dafür eine Quelle? Im Ligastatut finde ich dazu nämlich auf schnelle nix konkretes, lediglich die Unterscheidung in 6.1.1 und 6.1.2., aber nicht, was worunter fällt.
Beste Grüße
Lullaby
Hast du dafür eine Quelle? Im Ligastatut finde ich dazu nämlich auf schnelle nix konkretes, lediglich die Unterscheidung in 6.1.1 und 6.1.2., aber nicht, was worunter fällt.
Beste Grüße
Lullaby
Die Trennung zwischen Grundgehalt und erfolgsorientierter Vergütung findest du unter §10 LOS. Eine Übersicht, welche Größen in welche Position des Jahresabschlusses einfließen findest du u.a. bei Huwer: Der Jahresabschluss von Fußballunternehmen. Das Wesen des Grundgehalts ist demnach, dass es nicht von den Leistungen des Spielers oder der aktuellen Situation des Vereins abhängt und über die gesamte Vertragslaufzeit feststeht. Prämien können von der Vereinssituation abhängen oder von den Leistungen des Spielers, beide Größen verändern sich dabei i.d.R. über die Vertragslaufzeit.
Die Vermutung zu den DFB-Pokal-Prämien ist nicht korrekt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Waterhead am 09.12.2015 um 08:45 Uhr bearbeitet
Laut Rheinpfalz haben wir für den Winter ein Transferbudget von 1 Mio.
Da im Sommer von noch übrigen 1.7 Mio die Rede war, scheint da schon etwas für den schlechten Zuschauerschnitt und den Tabellenletzte abgeflogen zu sein.
Da im Sommer von noch übrigen 1.7 Mio die Rede war, scheint da schon etwas für den schlechten Zuschauerschnitt und den Tabellenletzte abgeflogen zu sein.
Zitat von Fanatisch_
Laut Rheinpfalz haben wir für den Winter ein Transferbudget von 1 Mio.
Da im Sommer von noch übrigen 1.7 Mio die Rede war, scheint da schon etwas für den schlechten Zuschauerschnitt und den Tabellenletzte abgeflogen zu sein.
Laut Rheinpfalz haben wir für den Winter ein Transferbudget von 1 Mio.
Da im Sommer von noch übrigen 1.7 Mio die Rede war, scheint da schon etwas für den schlechten Zuschauerschnitt und den Tabellenletzte abgeflogen zu sein.
Ich hoffe echt, dass an der JHV aufgeklärt wird wo das Geld aus den Transfererlösen im Sommer geblieben ist. Es mag ja sein, dass man es wirklich benötigte. Es war auch klar das der ganze Gewinn nicht wieder investiert wird, aber es wäre wünschenswert hier eine Aufklärung zu erhalten.
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