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Die Kurve

04.04.2013 - 17:27 Uhr
Die Kurve |#3591
17.06.2021 - 11:08 Uhr
Zitat von JoRostock
Zitat von hollermann

Zitat von JoRostock

Ich frage mich aber, warum du unbedingt dieses Gefühl vermitteln willst, als:
•gäbe es kein Problem
•würde diese Thematik den Verein nicht beschäftigen

Kann ich nicht nachvollziehen.


Natürlich gibt es das "Problem". Das leugne ich doch gar nicht. Und natürlich beschäftigt den Verein das Thema.
Aber Verein findet nicht im Internet statt oder nur einmal im Jahr auf der MV oder 12x regulär im Jahr im Mitgliederbeirat, sondern im wahren Leben, täglich.

Das betrifft auch den Austausch zwischen aktiven Fans und Mitgliedern mit den Gremien des Vereins. Vorstand und Aufsichtsrat tun gut daran, dort Stimmungs- und Meinungsbilder abzufragen. Dies erhöht die Trefferquote und ein gutes Gefühl als Entscheidungsträger bei einigen Sachverhalten durchaus.
Dieser Verein ist ein Mitgliederverein und damit durchaus demokratisch organisiert. Jeder entscheidet selbst, wie stark und wie oft er sich auf den nötigen Diskurs einlässt oder einlassen kann. Nur die Stimme, die hörbar ist, nimmt man wahr.


Gut, da stimme ich dir zum Teil zu.
Aber vielleicht noch ein kleiner Gedanke dazu: wenn es wirklich so abgelaufen ist, dass die Szene sich nach Bekanntwerden eingebracht hat und deshalb die Entscheidung gefallen ist, den Transfer zu unterlassen: Inwiefern gibt das ein Stimmungsbild wirklich vollständig wieder? Gehen wir mal davon aus, nur zur Veranschaulichung, alle Mitglieder sind 50/50 gespalten. Die Meldung der Bild kommt, die 50 die dagegen sind melden sich beim Verein, weil sie es verhindern wollen. Die anderen 50 melden sich nicht, weil sie davon ausgehen dass der Transfer jetzt über die Bühne geht.
Jetzt wurde aber anscheinend die Entscheidung dagegen gefällt und der Rest kann gar nicht mehr effektiv reagieren.

/das sollte nur eine Veranschaulichung sein, warum so eine Form des Stimmungsbildes zu Wahrnehmungsfehlern führen KANN.
Auf einer Mitgliederversammlung kann man auf einen Antrag eher reagieren als jetzt nach einer wohl gefallenen Entscheidung.


Wenn es die Einschätzung gibt, dieser Transfer KÖNNTE zu mehr Unruhe führen, als uns das allen lieb ist und nochmal durch wen auch immer, dass müssen nicht mal die sein, die das vielleicht jetzt angesprochen haben, jedoch welche die ein gutes Gefühl dafür haben, was in Hansas Fan-Landschaft so los ist, dann ist das eine legitime Bewertung. Punkt. Die muss man nicht teilen und darf sie auch kritisieren, aber das es ein Thema werden könnte, ist doch offensichtlich. Da nimmt man dann lieber die 3 Tage Shirtstorm jetzt in Kauf, als dass sich das wie Kaugummi immer wieder durch die Saison zieht. Man schützt dadurch auch den Spieler. Denn wir sind uns hier doch sicher einig, dass unter möglicherweise widrigen Bedingungen keine 100%igen Leistungen möglich gewesen wären.
Die Kurve |#3592
17.06.2021 - 11:29 Uhr
Zitat von buh11

Mal allgemein: würdet ihr st. Pauli wirklich als erzrivale sehen? Ähnlich wie schalke bvb? Irgendwie fühle ich das nicht so. Habe außerdem das Gefühl, dass es in der Intensität irgendwie eine einseitige Geschichte ist.



Die Rivalität zu St. Pauli ist heute vor allem eine Inszenierung von 2. unverbesserlichen Ultra-Fanlagern.
Von der tatsächlichen und begründeten "rechts" gegen "links" Auseinandersetzung der frühen 90er ist heute substanziell nahezu nichts mehr vorhanden. Insbesondere in der HRO-Szene wollte man dennoch das alte Feindbild gern weiter pflegen und bearbeiten, wobei St. Pauli hier immer mehr zu eine Projektionsfläche für Exzess und Selbstdarstellung umfunktioniert wurde. Es bleibt festzhalten, dass die Gewalt hier seit Ende der 90er vornehmlich von Rostocker Seite ausgeht. Sofern man St. Pauli qua nicht vorhandener Ligazugehörigkeit nicht habhaft werden konnte, wurden ja schnell "Ersatzgegner" gefunden bzw. zu diesen aufgebaut.

Die teils absurden Diskussionen um Marvin Knoll nach mehreren St. Pauli freien Spielzeiten sind in meinen Augen eine Versinnbildlichung für eine sehr beschränkte Debatte und mangelnde eigene Weiterentwicklung der hiesigen Fanszene. Auf außenstehende und jüngere Menschen wirkt diese häufig eher kindlich oder kleingeistig geführte Fehde zwangsläufig und zurecht sehr absonderlich.

Wenn @HROyal hier von "robuster Fanszene" spricht, dann impliziert er damit, dass eine Gruppe von Fans hier den Wertekompass des Vereins bestimmt. Sachlich ist das natürlich hanebüchen.
Nicht die Ultras/Suptras sind der oder definieren den Verein. Sie sind allerdings die Lautesten und prägen mit Ihrem Handeln stark das Image des Vereins. Mal ein bissl näher draufgeschaut, merkt man schnell, dass das Klammern an Vergangenheitsbildern wie der Feindschaft mit dem Millerntor ein wichtiger Kitt ist, um die einzelnen Gruppierungen beieinander zu halten. Leider gab es inhaltlich in den letzten Jahren nur eine sehr überschaubare Weiterentwicklung der eigenen Szene.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass man im Jahr 2021 und mit dieser sportlich grandios spannenden Saison vor Augen, mal neue Wege beschreitet, statt die alten Muster zu bedienen. Die Fanszene kann und ist weit mehr als Outlaw-Brauchtum.

Zu Deiner Eigangsfrage zurück. Die Beziehung zu St.Pauli ist keine Rivalität, sondern eine aus nicht sportlichen Motiven entsprungene Feindschaft. Dies sollte bei der Debatte immer differenziert werden. Von einer Rivalität im sportlichen Sinne kann hier keine Rede sein, auch weil die beiden sportlich kaum bis keine Historie verbindet. Da wäre für mich die SGD beispielsweise deutlich palusibler. Ich persönlich würde mir auch hier allerdings viel mehr eine Zusammenarbeit wünschen. Gibt es doch weit aus mehr was verbindet, als was trennt. Allerdings setzt diese Herangehensweise voraus, dass man Fussball nicht auch als Ventil zum Abbau von Frust- Agressionen sieht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Blaues-Wunder am 17.06.2021 um 11:43 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#3593
17.06.2021 - 11:45 Uhr
Zitat von Blaues-Wunder
Zitat von buh11

Mal allgemein: würdet ihr st. Pauli wirklich als erzrivale sehen? Ähnlich wie schalke bvb? Irgendwie fühle ich das nicht so. Habe außerdem das Gefühl, dass es in der Intensität irgendwie eine einseitige Geschichte ist.



Die Rivalität zu St. Pauli ist heute vor allem eine Inszenierung von 2. unverbesserlichen Ultra-Fanlagern.
Von der tatsächlichen und begründeten "rechts" gegen "links" Auseinandersetzung der frühen 90er ist heute substanziell nahezu nichts mehr vorhanden. Insbesondere in der HRO-Szene wollte man dennoch das alte Feindbild gern weiter pflegen und bearbeiten, wobei St. Pauli hier immer mehr zu eine Projektionsfläche für Exzess und Selbstdarstellung umfunktioniert wurde. Es bleibt festzhalten, dass die Gewalt hier seit Ende der 90er vornehmlich von Rostocker Seite ausgeht. Sofern man St. Pauli qua nicht vorhandener Ligazugehörigkeit nicht habhaft werden konnte, wurden ja schnell "Ersatzgegner" gefunden bzw. zu diesen aufgebaut.

Die teils absurden Diskussionen um Marvin Knoll nach mehreren St. Pauli freien Spielzeiten sind in meinen Augen eine Versinnbildlichung für eine sehr beschränkte Debatte und mangelnde eigene Weiterentwicklung der hiesigen Fanszene. Auf außenstehende und jüngere Menschen wirkt diese häufig eher kindlich oder kleingeistig geführte Fehde zwangsläufig und zurecht sehr absonderlich.

Wenn @HROyal hier von "robuster Fanszene" spricht, dann impliziert er damit, dass eine Gruppe von Fans hier den Wertekompass des Vereins bestimmt. Sachlich ist das natürlich hanebüchen.
Nicht die Ultras/Suptras sind der oder definieren den Verein. Sie sind allerdings die Lautesten und prägen mit Ihrem Handeln stark das Image des Vereins. Mal ein bissl näher draufgeschaut, merkt man schnell, dass das Klammern an Vergangenheitsbildern wie der Feindschaft mit dem Millerntor ein wichtiger Kitt ist, um die einzelnen Gruppierungen beieinander zu halten. Leider gab es inhaltlich in den letzten Jahren nur eine sehr überschaubare Weiterentwicklung der eigenen Szene.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass man im Jahr 2021 und mit dieser sportlich grandios spannenden Saison vor Augen, mal neue Wege beschreitet, statt die alten Muster zu bedienen. Die Fanszene kann und ist weit mehr als Outlaw-Brauchtum.

Zu Deiner Eigangsfrage zurück. Die Beziehung zu St.Pauli ist keine Rivalität, sondern eine aus nicht sportlichen Motiven entsprungene Feindschaft. Dies sollte bei der Debatte immer differenziert werden. Von einer Rivalität im sportlichen Sinne kann hier keine Rede sein, auch weil die beiden sportlich kaum bis keine Historie verbindet. Da wäre für mich die SGD beispielsweise deutlich palusibler. Ich persönlich würde mir auch hier allerdings viel mehr eine Zusammenarbeit wünschen. Gibt es doch weit aus mehr was verbindet, als was trennt. Allerdings setzt diese Herangehensweise voraus, dass man Fussball nicht auch als Ventil zum Abbau von Frust- Agressionen sieht.


Danke! Gehe hier zu 100% mit.

•     •     •

------------------ Hansa Rostock - Mein Herz -------------------
----------------- Hallescher FC - Meine Heimat -----------------
----Sympathie für Celtic FC, Union Berlin, SC Freiburg-----
Die Kurve |#3594
17.06.2021 - 11:51 Uhr
Zitat von Blaues-Wunder
Zitat von buh11

Mal allgemein: würdet ihr st. Pauli wirklich als erzrivale sehen? Ähnlich wie schalke bvb? Irgendwie fühle ich das nicht so. Habe außerdem das Gefühl, dass es in der Intensität irgendwie eine einseitige Geschichte ist.



Die Rivalität zu St. Pauli ist heute vor allem eine Inszenierung von 2. unverbesserlichen Ultra-Fanlagern.
Von der tatsächlichen und begründeten "rechts" gegen "links" Auseinandersetzung der frühen 90er ist heute substanziell nahezu nichts mehr vorhanden. Insbesondere in der HRO-Szene wollte man dennoch das alte Feindbild gern weiter pflegen und bearbeiten, wobei St. Pauli hier immer mehr zu eine Projektionsfläche für Exzess und Selbstdarstellung umfunktioniert wurde. Es bleibt festzhalten, dass die Gewalt hier seit Ende der 90er vornehmlich von Rostocker Seite ausgeht. Sofern man St. Pauli qua nicht vorhandener Ligazugehörigkeit nicht habhaft werden konnte, wurden ja schnell "Ersatzgegner" gefunden bzw. zu diesen aufgebaut.

Die teils absurden Diskussionen um Marvin Knoll nach mehreren St. Pauli freien Spielzeiten sind in meinen Augen eine Versinnbildlichung für eine sehr beschränkte Debatte und mangelnde eigene Weiterentwicklung der hiesigen Fanszene. Auf außenstehende und jüngere Menschen wirkt diese häufig eher kindlich oder kleingeistig geführte Fehde zwangsläufig und zurecht sehr absonderlich.

Wenn @HROyal hier von "robuster Fanszene" spricht, dann impliziert er damit, dass eine Gruppe von Fans hier den Wertekompass des Vereins bestimmt. Sachlich ist das natürlich hanebüchen.
Nicht die Ultras/Suptras sind der oder definieren den Verein. Sie sind allerdings die Lautesten und prägen mit Ihrem Handeln stark das Image des Vereins. Mal ein bissl näher draufgeschaut, merkt man schnell, dass das Klammern an Vergangenheitsbildern wie der Feindschaft mit dem Millerntor ein wichtiger Kitt ist, um die einzelnen Gruppierungen beieinander zu halten. Leider gab es inhaltlich in den letzten Jahren nur eine sehr überschaubare Weiterentwicklung der eigenen Szene.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass man im Jahr 2021 und mit dieser sportlich grandios spannenden Saison vor Augen, mal neue Wege beschreitet, statt die alten Muster zu bedienen. Die Fanszene kann und ist weit mehr als Outlaw-Brauchtum.

Zu Deiner Eigangsfrage zurück. Die Beziehung zu St.Pauli ist keine Rivalität, sondern eine aus nicht sportlichen Motiven entsprungene Feindschaft. Dies sollte bei der Debatte immer differenziert werden. Von einer Rivalität im sportlichen Sinne kann hier keine Rede sein, auch weil die beiden sportlich kaum bis keine Historie verbindet. Da wäre für mich die SGD beispielsweise deutlich palusibler. Ich persönlich würde mir auch hier allerdings viel mehr eine Zusammenarbeit wünschen. Gibt es doch weit aus mehr was verbindet, als was trennt. Allerdings setzt diese Herangehensweise voraus, dass man Fussball nicht auch als Ventil zum Abbau von Frust- Agressionen sieht.


Amen Unschuldig
Die Kurve |#3595
17.06.2021 - 11:54 Uhr
@FCH_Lebenssinn
Dass die Entscheidung den Spieler dadurch auch zu schützen legitim ist, ist mir durchaus bewusst. In der Diskussion mit @hollermann ging es mir aber nicht nur um die Situation um den Spieler, sondern auch um die Gesamtbetrachtung des Umgangs mit der Szene und in diesem Falle dem FC St. Pauli. Dementsprechend halte ich es auch für sinnvoll über solche Reaktionen bzw. Das ausbleiben von Reaktionen auf ein Thema ganz grundsätzlich zu Bedenken, wenn dem Verein das erstellen von Stimmungsbildern wichtig ist. Auch hier sei es nochmal angemerkt, dass mir bewusst ist, dass dieses Thema nicht heute oder morgen oder in den nächsten Jahren zu einer Lösung kommen wird.


@Blaues-Wunder deiner Einschätzung folge ich grundsätzlich. Spannend in diesem Zusammenhang ist für mich aber auch, dass es ja inzwischen schon eine Spaltung von Gruppierungen gab.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von JoRostock am 17.06.2021 um 11:55 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#3596
17.06.2021 - 11:59 Uhr
Zitat von Blaues-Wunder
Zitat von buh11

Mal allgemein: würdet ihr st. Pauli wirklich als erzrivale sehen? Ähnlich wie schalke bvb? Irgendwie fühle ich das nicht so. Habe außerdem das Gefühl, dass es in der Intensität irgendwie eine einseitige Geschichte ist.



Die Rivalität zu St. Pauli ist heute vor allem eine Inszenierung von 2. unverbesserlichen Ultra-Fanlagern.
Von der tatsächlichen und begründeten "rechts" gegen "links" Auseinandersetzung der frühen 90er ist heute substanziell nahezu nichts mehr vorhanden. Insbesondere in der HRO-Szene wollte man dennoch das alte Feindbild gern weiter pflegen und bearbeiten, wobei St. Pauli hier immer mehr zu eine Projektionsfläche für Exzess und Selbstdarstellung umfunktioniert wurde. Es bleibt festzhalten, dass die Gewalt hier seit Ende der 90er vornehmlich von Rostocker Seite ausgeht. Sofern man St. Pauli qua nicht vorhandener Ligazugehörigkeit nicht habhaft werden konnte, wurden ja schnell "Ersatzgegner" gefunden bzw. zu diesen aufgebaut.

Die teils absurden Diskussionen um Marvin Knoll nach mehreren St. Pauli freien Spielzeiten sind in meinen Augen eine Versinnbildlichung für eine sehr beschränkte Debatte und mangelnde eigene Weiterentwicklung der hiesigen Fanszene. Auf außenstehende und jüngere Menschen wirkt diese häufig eher kindlich oder kleingeistig geführte Fehde zwangsläufig und zurecht sehr absonderlich.

Wenn @HROyal hier von "robuster Fanszene" spricht, dann impliziert er damit, dass eine Gruppe von Fans hier den Wertekompass des Vereins bestimmt. Sachlich ist das natürlich hanebüchen.
Nicht die Ultras/Suptras sind der oder definieren den Verein. Sie sind allerdings die Lautesten und prägen mit Ihrem Handeln stark das Image des Vereins. Mal ein bissl näher draufgeschaut, merkt man schnell, dass das Klammern an Vergangenheitsbildern wie der Feindschaft mit dem Millerntor ein wichtiger Kitt ist, um die einzelnen Gruppierungen beieinander zu halten. Leider gab es inhaltlich in den letzten Jahren nur eine sehr überschaubare Weiterentwicklung der eigenen Szene.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass man im Jahr 2021 und mit dieser sportlich grandios spannenden Saison vor Augen, mal neue Wege beschreitet, statt die alten Muster zu bedienen. Die Fanszene kann und ist weit mehr als Outlaw-Brauchtum.

Zu Deiner Eigangsfrage zurück. Die Beziehung zu St.Pauli ist keine Rivalität, sondern eine aus nicht sportlichen Motiven entsprungene Feindschaft. Dies sollte bei der Debatte immer differenziert werden. Von einer Rivalität im sportlichen Sinne kann hier keine Rede sein, auch weil die beiden sportlich kaum bis keine Historie verbindet. Da wäre für mich die SGD beispielsweise deutlich palusibler. Ich persönlich würde mir auch hier allerdings viel mehr eine Zusammenarbeit wünschen. Gibt es doch weit aus mehr was verbindet, als was trennt. Allerdings setzt diese Herangehensweise voraus, dass man Fussball nicht auch als Ventil zum Abbau von Frust- Agressionen sieht.


großartiger Beitrag, Bravo
Da gehe ich zu 100% mit.

Ich als" alter" Hansa- Anhänger konnte damals und kann auch heute diesen"Hass" in keiner Weise nachvollziehen.
Sollte der Knoll Transfer aufgrund dieser Haltung der Ultragruppierung Hansas platzen, wäre das ein absolutes Armutszeugnis und wieder einmal ein Anlass den Kopf über Hansa Rostock zu schütteln, der gemeine Fussballfan unterscheidet nicht zwischen Verein und den Hirngespinsten und Eskapaden der Ultras.
Die Kurve |#3597
17.06.2021 - 12:00 Uhr
Zitat von FCH_Lebenssinn
Zitat von JoRostock

Zitat von hollermann

Zitat von JoRostock

Ich frage mich aber, warum du unbedingt dieses Gefühl vermitteln willst, als:
•gäbe es kein Problem
•würde diese Thematik den Verein nicht beschäftigen

Kann ich nicht nachvollziehen.


Natürlich gibt es das "Problem". Das leugne ich doch gar nicht. Und natürlich beschäftigt den Verein das Thema.
Aber Verein findet nicht im Internet statt oder nur einmal im Jahr auf der MV oder 12x regulär im Jahr im Mitgliederbeirat, sondern im wahren Leben, täglich.

Das betrifft auch den Austausch zwischen aktiven Fans und Mitgliedern mit den Gremien des Vereins. Vorstand und Aufsichtsrat tun gut daran, dort Stimmungs- und Meinungsbilder abzufragen. Dies erhöht die Trefferquote und ein gutes Gefühl als Entscheidungsträger bei einigen Sachverhalten durchaus.
Dieser Verein ist ein Mitgliederverein und damit durchaus demokratisch organisiert. Jeder entscheidet selbst, wie stark und wie oft er sich auf den nötigen Diskurs einlässt oder einlassen kann. Nur die Stimme, die hörbar ist, nimmt man wahr.


Gut, da stimme ich dir zum Teil zu.
Aber vielleicht noch ein kleiner Gedanke dazu: wenn es wirklich so abgelaufen ist, dass die Szene sich nach Bekanntwerden eingebracht hat und deshalb die Entscheidung gefallen ist, den Transfer zu unterlassen: Inwiefern gibt das ein Stimmungsbild wirklich vollständig wieder? Gehen wir mal davon aus, nur zur Veranschaulichung, alle Mitglieder sind 50/50 gespalten. Die Meldung der Bild kommt, die 50 die dagegen sind melden sich beim Verein, weil sie es verhindern wollen. Die anderen 50 melden sich nicht, weil sie davon ausgehen dass der Transfer jetzt über die Bühne geht.
Jetzt wurde aber anscheinend die Entscheidung dagegen gefällt und der Rest kann gar nicht mehr effektiv reagieren.

/das sollte nur eine Veranschaulichung sein, warum so eine Form des Stimmungsbildes zu Wahrnehmungsfehlern führen KANN.
Auf einer Mitgliederversammlung kann man auf einen Antrag eher reagieren als jetzt nach einer wohl gefallenen Entscheidung.


Wenn es die Einschätzung gibt, dieser Transfer KÖNNTE zu mehr Unruhe führen, als uns das allen lieb ist und nochmal durch wen auch immer, dass müssen nicht mal die sein, die das vielleicht jetzt angesprochen haben, jedoch welche die ein gutes Gefühl dafür haben, was in Hansas Fan-Landschaft so los ist, dann ist das eine legitime Bewertung. Punkt. Die muss man nicht teilen und darf sie auch kritisieren, aber das es ein Thema werden könnte, ist doch offensichtlich. Da nimmt man dann lieber die 3 Tage Shirtstorm jetzt in Kauf, als dass sich das wie Kaugummi immer wieder durch die Saison zieht. Man schützt dadurch auch den Spieler. Denn wir sind uns hier doch sicher einig, dass unter möglicherweise widrigen Bedingungen keine 100%igen Leistungen möglich gewesen wären.


Nee jetzt ist das natürlich nicht mehr möglich, nachdem es medial und überhaupt im Verein zum Thema geworden ist. Und das ist ja die Tragik. Warum jetzt? Warum hat man vorab das nicht schon abgeklopft? War man wirklich so blauäugig und hat gedacht, dass es kein Thema wird. Wenn man als handelnde Person, der die Mitverantwortung für den Verein hat, vom Spieler überzeugt ist und der Spieler diese Geschichte auch durchziehen wollte, hätte man auch proaktiv oder auch präventiv den Wechsel von Vereinsseite vorbereiten können. So ergibt es jetzt einfach ein schwaches Bild. Sorry wenn ich auch sowas höre wie Schwarz Weiß Denken, dann bekomme ich weiche Knie. Genau weil der Verein diese intolerante Ansichten zulässt, lassen wir doch das Schwarz Weiß Denken zu. Und nur weil die Meisten von uns keine Zeit haben den ganzen Tag am Vereinsgelände rumzuturnen und unsere Meinung auch mit den Mitarbeitern „auszutauschen“, heißt es doch auch lange nicht das man nicht auch einen Weg finden kann, seinen Unmut loszuwerden. Ich habe es offiziell gemacht allerdings bezweifle ich , dass es ohne das nötige „Druckmittel“ überhaupt gehört wird.

•     •     •

Egal wie blass du bist, Kevin fehlt de Bruyne. Oder auch egal wie lange du auf der Party bleibst, Marcus ist Rashford.
Die Kurve |#3598
17.06.2021 - 12:05 Uhr
Zitat von spence
Zitat von worcaholic

Zitat von Arthrose

Das ist ein Kotau von Vereinsseite gegenüber einer gut organisierten absoluten Minderheit. Ein Spieler Knoll, aus Berlin, bei Hertha gespielt, über hundert Spiele für Jahn Regensburg, der auch mal 50 Spiele für Pauli aufgelaufen ist, soll ein Problem darstellen? Weil er nicht in das selbst konstruierte, auf einem Freund/Feind Schema aufgebaute Weltbild passt?
Sorry, aber das ist erbärmlich.


Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut man sich eine schwarz/weiss Meinung bilden kann, ohne zu einem Thema auch nur ansatzweise belastbare Informationen zu haben. Einfach nur aufgrund von Gerüchten, Kommentaren anderer (großteils unbekannter) Menschen in einem Forum und der eigenen vorhandenen Weltsicht


Ich weiß nicht ob es Dir möglich ist, aber vielleicht kannst Du ja hier belastbare Informationen liefern, damit man ein vernünftiges Fundament zur Meinungsbildung hat?

Es wird hier keinen Inhalt geben, weil er selbstverständlich nicht in ein Internetforum gehört. Diese Masche im Rahmen der Interessenverteidigung sollte hier doch mittlerweile bekannt sein. Abgerundet wird sie dabei wie so oft mit der Reduzierung kritischer Meinungen auf Gerüchte oder ein schwarz/weiß Weltbild.

Mit der durchaus gegebenen Nähe zum Verein über das normale Maß hinaus, kann man so ohne eigene thematische Beteiligung dem Gegenüber die Flügel stutzen. Im Zuge der Diskussion kristallisiert sich wenigstens heraus, wo auch die Interessen des Vereins liegen oder zu liegen haben. Schade das man das Piecke nicht vor Wochen klargemacht hat, bevor er einen Haufen wichtiger Zeit unnütz für nichts verschwendet.

•     •     •

. . . F. C. Hansa Rostock . . .
Die Kurve |#3599
17.06.2021 - 12:10 Uhr
Zitat von Blaues-Wunder



Die teils absurden Diskussionen um Marvin Knoll nach mehreren St. Pauli freien Spielzeiten sind in meinen Augen eine Versinnbildlichung für eine sehr beschränkte Debatte und mangelnde eigene Weiterentwicklung der hiesigen Fanszene. Auf außenstehende und jüngere Menschen wirkt diese häufig eher kindlich oder kleingeistig geführte Fehde zwangsläufig und zurecht sehr absonderlich.

Wenn @HROyal hier von "robuster Fanszene" spricht, dann impliziert er damit, dass eine Gruppe von Fans hier den Wertekompass des Vereins bestimmt. Sachlich ist das natürlich hanebüchen.
Nicht die Ultras/Suptras sind der oder definieren den Verein. Sie sind allerdings die Lautesten und prägen mit Ihrem Handeln stark das Image des Vereins. Mal ein bissl näher draufgeschaut, merkt man schnell, dass das Klammern an Vergangenheitsbildern wie der Feindschaft mit dem Millerntor ein wichtiger Kitt ist, um die einzelnen Gruppierungen beieinander zu halten. Leider gab es inhaltlich in den letzten Jahren nur eine sehr überschaubare Weiterentwicklung der eigenen Szene.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass man im Jahr 2021 und mit dieser sportlich grandios spannenden Saison vor Augen, mal neue Wege beschreitet, statt die alten Muster zu bedienen. Die Fanszene kann und ist weit mehr als Outlaw-Brauchtum.



Was von dem, was du hier preisgibst, ist persönliche Meinung und was fundiert auf genauen Fakten?

Einige Beispiele dazu:

Du sprichst von der mangelnden Weiterentwicklung der hiesigen Fanszene. Woran machst du das fest? Welche Beispiele kannst Du hierfür liefern? Welche Vorschläge hast Du, um eine Entwicklung voranzutreiben? Und in welche Richtung müsste die Entwicklung denn deiner Meinung (!!!) nach gehen, damit sie zufriedenstellend ist? Wie hast Du dich selbst in den letzten Jahren in diesen Entwicklungsprozess eingebunden?

Du gibst sprichst an, dass diese Fehde auf jüngere Menschen zwangsläufig "kleingeistig" und "kindisch" wirkt. Für wen sprichst Du da? Hast Du dort mit Fans von Hansa drüber gesprochen? Oder ziehst du hier aus deinen eigenen Gedanken und deiner eigenen Meinung einen Schluss, welchen Du dann verallgemeinerst und auch noch als zwangsläufig hinstellst.

Auf die Äußerung von HROyal gehst du ein und findest es hanebüchen, dass die Fanszene den Wertekompass des Vereines bestimmt. Was wirst Du denn jetzt in Zukunft dafür tun, dass sich dieses Bild wandelt? Ich meine Hey, wir haben über 16.000 Mitglieder. Jeder kann sich frei einbringen und mitbestimmen, was im Verein passiert und was nicht. Also hoffe ich, dass Du zur nächsten Mitgliederversammlung die Masse mobilisierst und in diese Richtung einen Schritt machst.

Kannst Du bitte genauer darauf eingehen wie du zu dem Schluss kommst, dass St. Pauli der Kitt ist um die Fanszene zusammenzuhalten? Woher hast Du das? Ist das deine eigene Meinung, wenn du von außen darauf schaust? Oder führst Du dazu persönliche Gespräche mit aktiven Leuten aus der Fanszene (falls ja, möchte ich hier keine Namen wissen sondern lediglich den Umstand bestätigt haben)?


Ich bin gespannt, in wie fern dein Beitrag tatsächlich "wahres Hansaleben" beinhaltet oder ob er am Ende doch nur die eigene Anschauung ohne handfeste Fakten als allgemeingültig und richtig rüberbringen soll.
Die Kurve |#3600
17.06.2021 - 12:16 Uhr
Zitat von Blaues-Wunder

Zitat von buh11

Mal allgemein: würdet ihr st. Pauli wirklich als erzrivale sehen? Ähnlich wie schalke bvb? Irgendwie fühle ich das nicht so. Habe außerdem das Gefühl, dass es in der Intensität irgendwie eine einseitige Geschichte ist.



Die Rivalität zu St. Pauli ist heute vor allem eine Inszenierung von 2. unverbesserlichen Ultra-Fanlagern.
Von der tatsächlichen und begründeten "rechts" gegen "links" Auseinandersetzung der frühen 90er ist heute substanziell nahezu nichts mehr vorhanden. Insbesondere in der HRO-Szene wollte man dennoch das alte Feindbild gern weiter pflegen und bearbeiten, wobei St. Pauli hier immer mehr zu eine Projektionsfläche für Exzess und Selbstdarstellung umfunktioniert wurde. Es bleibt festzhalten, dass die Gewalt hier seit Ende der 90er vornehmlich von Rostocker Seite ausgeht. Sofern man St. Pauli qua nicht vorhandener Ligazugehörigkeit nicht habhaft werden konnte, wurden ja schnell "Ersatzgegner" gefunden bzw. zu diesen aufgebaut.

Die teils absurden Diskussionen um Marvin Knoll nach mehreren St. Pauli freien Spielzeiten sind in meinen Augen eine Versinnbildlichung für eine sehr beschränkte Debatte und mangelnde eigene Weiterentwicklung der hiesigen Fanszene. Auf außenstehende und jüngere Menschen wirkt diese häufig eher kindlich oder kleingeistig geführte Fehde zwangsläufig und zurecht sehr absonderlich.

Wenn @HROyal hier von "robuster Fanszene" spricht, dann impliziert er damit, dass eine Gruppe von Fans hier den Wertekompass des Vereins bestimmt. Sachlich ist das natürlich hanebüchen.
Nicht die Ultras/Suptras sind der oder definieren den Verein. Sie sind allerdings die Lautesten und prägen mit Ihrem Handeln stark das Image des Vereins. Mal ein bissl näher draufgeschaut, merkt man schnell, dass das Klammern an Vergangenheitsbildern wie der Feindschaft mit dem Millerntor ein wichtiger Kitt ist, um die einzelnen Gruppierungen beieinander zu halten. Leider gab es inhaltlich in den letzten Jahren nur eine sehr überschaubare Weiterentwicklung der eigenen Szene.

Ich persönlich würde mir wünschen, dass man im Jahr 2021 und mit dieser sportlich grandios spannenden Saison vor Augen, mal neue Wege beschreitet, statt die alten Muster zu bedienen. Die Fanszene kann und ist weit mehr als Outlaw-Brauchtum.

Zu Deiner Eigangsfrage zurück. Die Beziehung zu St.Pauli ist keine Rivalität, sondern eine aus nicht sportlichen Motiven entsprungene Feindschaft. Dies sollte bei der Debatte immer differenziert werden. Von einer Rivalität im sportlichen Sinne kann hier keine Rede sein, auch weil die beiden sportlich kaum bis keine Historie verbindet. Da wäre für mich die SGD beispielsweise deutlich palusibler. Ich persönlich würde mir auch hier allerdings viel mehr eine Zusammenarbeit wünschen. Gibt es doch weit aus mehr was verbindet, als was trennt. Allerdings setzt diese Herangehensweise voraus, dass man Fussball nicht auch als Ventil zum Abbau von Frust- Agressionen sieht.


Toller Beitrag, Blaues Wunder!

Und zu der albernen Rivalität: ich war beruflich in den letzten Jahren des öfteren In Hamburg, die St. Paulianer mit denen ich gesprochen habe, hatten ein sehr gelassenes Verhältnis zu Hansa und haben zur Kenntnis genommen, dass sich in HRO, seit den 90ern einiges verändert hat... Oh Frevel, die Leute waren mir sehr symphatisch... Und auch auf der Süd, auf der ich vor Corona des öfteren war, schreit nicht ein jeder mit Inbrunst "Scheiß St. Pauli" mit.. Ich gehöre auch zur älteren 90er Fraktion, aber bei aller Liebe zu Hansa... ich muss auch nicht auf alles stolz sein, was in der Vergangenheit passiert ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BerlinerFFilet am 17.06.2021 um 12:41 Uhr bearbeitet
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