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Der Schiri Thread

08.08.2011 - 15:46 Uhr
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Der Schiri Thread |#41
11.12.2017 - 05:36 Uhr
Eine Frechheit über die man vom DFB mit Sicherheit kein Wort hören wird, außer über eine Zurechtweisung von Marius Müller. Über das "vermeintliche" Foulspiel kann man noch drüber hinweg sehen, Fehler passieren. Auch den "klaren" Eckball kann man übersehen. Aber dieses Verhalten geht gar nicht. Auf dem Rücken groß Werbung fürs Ehrenamt machen aber rumstolzieren wie Graf Rotz. Hier sollte meiner Meinung nach auch einmal drauf geschaut werden und vor allem soll ihn der Blitz beim scheißen treffen, damit er mal wieder auf den Boden zurück kommt.

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Nur der FCK !!!

Zitat Horst Eckel: "In Kaiserslautern verdiente ich damals 320 Mark. Ich weiß, das versteht heute niemand, dass ich nicht gewechselt habe. Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen."

Zitat Gerry Ehrmann: "Hier bei uns sieht man, dass es nicht nur ums Drecksgeld geht, sondern um viel mehr."
Der Schiri Thread |#42
11.12.2017 - 10:48 Uhr
Auch wenn es nichts bringen wird, aber ich habe den DFB angeschrieben.
Ich habe nicht mit Beleidigungen um mich geworfen.
Ich habe das gif angehängt und gefragt, ob das das Verhalten ist welches von den Schiedsrichtern vorgelebt werden soll. Gerade auch mit Blick auf den Schiedsrichternachwuchs.

Sollte ich wider Erwarten eine Antwort bekommen, werde ich sie euch mitteilen.

Und nein, ich hab nix besseres zu tun.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ivo_Ilicevic am 11.12.2017 um 10:54 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#43
11.12.2017 - 12:14 Uhr
Immer sachlich bleiben bei Schiri-Entscheidungen... Schwer genug!
Aber NACH dem Spiel einen Handschlag verweigern? Das ist wirklich ein Skandal!
Was haben wir uns früher fast gekloppt auf Deutschlands Kreisliga-Hartplätzen. Aber nach dem Spiel gab es immer einen Handschlag. Ich war wirklich kein Kind von Traurigkeit, aber das mir ein Gegenspieler den Handschlag nach dem Spiel verweigert hat, das hats definitiv nie gegeben. Unfassbar.
Und so einer hat promoviert. Sollte man vielleicht mal untersuchen...
Der Schiri Thread |#44
16.12.2017 - 17:06 Uhr
Die Farce um die Videoschiedsrichter zeigt doch, wie schlecht die deutschen Schiedsrichter sind.
Früher war eine Fehlentscheidung dann halt eine Fehlentscheidung. Es wurde zwei Tage drüber gemeckert und dann war die Sache gegessen.
Heute wird das ganze schon im Spiel bewertet. Und wenn man dann mal sieht wie viele Entscheidungen dadurch umgeworfen werden... Und selbst am Bildschirm bekommen es diese Typen oftmals nicht hin.

So und wenn schon die Bundesligaschiedsrichter so schlecht sind, dann können die aus den unteren Ligen nicht besser sein.
Das Ergebnis sehen wir jedes Wochenende.
Erst Dr. El Aroganza und dann der Typ heute.

Warum der FCK aber so benachteiligt wird, erklärt das allerdings nicht.
Es ist schon auffällig wie ungleich die Spiele von uns gepfiffen werden. Und seltsamerweise ziehen wir immer den Kürzeren.

Es macht keinen Spaß mehr.
Selbst nach so einer guten Leistung wie heute hab ich keine Lust mehr auf den deutschen Fußball.

Danke DFB. Ihr schafft den Fußball ab!

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Der Schiri Thread |#45
18.12.2017 - 11:47 Uhr
Sehr geehrter DFB,

ich bin "einfach nur sprachlos"!

....
Nie war ich Fan davon, Schiedsrichterleistungen zu kommentieren bzw. ausgiebig zu bewerten. Es ergeben Sie Situationen im Spiel, die du eben in Sekunden entscheiden muss und in denen du hin und wieder eine falsche Entscheidung triffst. Da gleichen sich diese Kleinigkeiten aber auf Dauer aus. So war es schon vor über 30 Jahren, als ich mit 5 den Bolzplatz betrat um einfach Spass zu haben. Und damals hat dieser Sport echt noch Spass gemacht!

Was am Samstag im Spiel FCK gegen Nürnberg an der Pfeife defekt war, dass kann wohl nur der Hersteller beantworten. Das gesamte Sammelsurium an fragwürdigen Entscheidungen - oder auch Fehlentscheidung genannt - wurde in fragwürdigster Form aufgeboten. Von klein bis gross, es war für jeden "Fehler" was dabei! Leider nur so unfassbar einseitig, dass spätestens im Zuge der Aktion gg. Nils Seufert selbst Nürnberger Fans das Amüsement darüber einstellten und ihr pures Entsetzen zum Ausdruck brachten.
Ich betone, ich unterstelle dem Nürnberger Spieler in der Situation absolut keine böswillige Absicht. Dennoch bin ich der klaren Meinung, diese Situation ist bzw. darf für keinen Profi-Schiedsrichter dieser Welt zu übersehen sein. Als Zuschauer schoss mir ein Schauer durch den Körper, einhergehend mit dem Gedanken, hoffentlich ist das Bein noch dran. Die später gesehenen Fernsehbilder machten es definitiv nicht besser.
Ich möchte mich zu den vielen vielen weiteren Entscheidungen in diesem Spiel garnicht äussern, da mir dieses "Foul" im Zusammenhang mit der Entscheidung nicht aus dem Kopf geht.

Fazit:
Glück gehabt Nils Seufert, dass hätte von einem "einfachen" Beinbruch bis zum Karriereende alles bedeuten können. Klingt überzogen, ist aber absolut die Realität! Ich bin noch immer unglaublich fassungslos, wütend und enttäuscht, da mir dieses Spiel wieder Einiges klargemacht hat. Und nicht weil ich die Schwächung der Nürnberger Mannschaft (bei roter Karte) als Vorteil für den FCK sehen wollte, vielmehr weil sich für mich die Diskussionen um den Videoschiedsrichter und die immer extremere "Verschärfung" der Regeln im Zusammenhang mit dem gesehenen Spiel als absoluter Hohn für den heutigen Zuschauer bedeutet. Für Viele war dies "nur" ein Fussballspiel mit einigen "schwierigen Entscheidungen". Für mich einer der deutlichsten Hilferufe, dass man beim DFB absolut nicht mehr weiss, was man wie zu bewerten bzw. auszulegen hat. Man verkompliziert Dinge, die eigentlich vereinfach werden sollen. In Liga 1 sucht man jetzt bereits im Videobeweis bei fragwürdigen Elfmeter-Entscheidungen Szenen, die gefühlte 15-30 Minuten vorher passiert sind, um um die Fragwürdigkeit der eigentlichen Situation zu umgehen. Werden also bald ganze 90 Minuten "nachbearbeitet"? Gibt es dann Wiederholungsspiele oder gesammelte Elfmeter im Nachgang eines Spiels? Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln wie man die modernen Gladiatoren des 20. Jahrhunderts durch die Stadien schickt, ihnen klare Verhaltensregeln an die Hand gibt, das eigentliche Spiel jedoch oft nicht im Griff hat.

Gruss an den DFB.
Das was für den Einen oft unbedeutende Kleinigkeiten sind, ist für viele Fans etwas ganz Entscheidendes im Sport!

Ein frohes Fest und einen guten Rutsch Allen!
Beppone
Der Schiri Thread |#46
16.02.2018 - 20:59 Uhr
Ich hol den Thread mal hoch.

Habe selten eine bessere Schiedsrichterleistung als heute gesehen. Es fängt bei den Schiedsrichterentscheidungen an und beinhaltet insbesondere auch den Umgang mit den Spielern. Er hat nie hochnäsig gewirkt, hat immer den Kontakt mit den Spielern gesucht und hatte eine klare Linie, die auf beiden Seiten klar durchgezogen wurde. Die angezeigte Nachspielzeit war mMn 1-2 Minuten zu hoch, was wir aber nicht nutzen konnten.

Auch fand ich richtig, dass er die Aktionen, wo Altintop den Ball bei uns am 16er verliert sowie auf der anderen Seite die ähnliche Aktion mit Karl nicht abgepfiffen hat.

Also nochmal, Hut ab Herr Gräfe.
Der Schiri Thread |#47
17.02.2018 - 14:19 Uhr
Zitat von elbepower
Ich habe den Eindruck,bei uns gibts Probleme mit dem Schuhwerk.Nicht nur Correia Gestern,der für mich ausgerutscht ist,nein dieses Problem besteht schon länger.Unsere haben oft nen schlechten Stand.Entweder wird die Eigenverantwortung recht leger ausgelegt,oder die Absprache mit dem Zeugwart ist mangelhaft.
Oder der Platz ist einfach shizze!
BTT: Gräfe durfte das 13. Spiel mit FCK-Beteiligung pfeifen und war zum ersten Mal in seiner langen Laufbahn auf dem Betze. Sechs Minuten Nachspielzeit - war so wie in früheren Zeiten. Excellente Leistung eines "alten Hasen", tolle Kommunikation mit den Spielern, keine Hochnäsigkeit, kein Getue - bester Mann auf dem Platz!

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„Das Größte, was man erreichen kann, ist nicht, nie zu straucheln, sondern jedes Mal wieder aufzustehen.“ (Nelson Mandela)
„Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ (Oscar Wilde)
„Ein Spiel zu gewinnen ist leichter, wenn man gut spielt, als wenn man schlecht spielt.“ (Johan Cruyff)
„Wir kaufen Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen, mit Geld, das wir nicht haben.“ (Richard David Precht)
Der Schiri Thread |#48
11.04.2018 - 12:53 Uhr
Zitat von elbepower

Was mir in der letzten Zeit auch aufgefallen ist.Scheinbar interessiert sich kein Schiri für einen falschen Einwurf.Früher wars ja so,dass der Ball mit 2 Händen von hinter dem Kopf geworfen werden muss.Ich sehe in den meisten Fällen nur noch falsche Einwürfe.

Wurden hier die Regeln gelockert ?

Mit zwei Händen über den Kopf werfen und dabei mit beiden Füßen hinter der Linie zum Stehen kommen ist an sich noch immer die Regel.

Die wurde im Profifußball jedoch soweit ich zurückdenken kann schon immer sehr locker (mMn viel zu locker) ausgelegt.
Gefühlt wird da alles laufen gelassen, solange man keinen auf Druckpass à la Basketball oder Einhandwurf à la Baseball macht.

Wenn die Profis nur halb so vernünftig werfen würden wie die Amateure...
Wobei es auch da nicht soo streng genommen wird. Gefühlt musste ich in der Bezirks- und Landesliga immer am genausten darauf achten, da dort seitens der Mannschaften eine ganz korrekte Ausführung erwartet und auch sofort beim Gegner bemängelt wurde.
Wenn mal jemand in der Kreisklasse über einen nicht ganz korrekten Einwurf gemeckert hat, reichte meist ein "na dann hätte ich deinen vorhin aber erst recht abpfeifen müssen" und die Sache war mit nem Grinsen erledigt.

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Die Welt hat heute nur zwei Probleme:

1. Die Welt.
Und 2. heute.

Drei, wenn man morgen mit dazu zählt

Dieser Beitrag wurde zuletzt von -Cloud- am 11.04.2018 um 12:59 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#49
11.04.2018 - 15:33 Uhr
Zitat von Pasi11

Ich brauch keine 6-Sekunden-Regel aufzustellen, wenn die eh nicht abgepfiffen wird. Dann kann ich es direkt alles unter Spielverzögerung laufen lassen und übertrage dann die Verantwortung auf den Schiedsrichter, der entscheidet wann es Spielverzögerung ist und wann nicht.

Da hast du an sich vollkommen Recht.
In dem Fall würde man den SR eine Orientierung an die Hand geben müssen, welche Zeit in etwa ok ist. Das kann entweder durch mündliche Anweisung erfolgen, oder schriftlich im Regeltext als Anmerkung zur Auslegung der Regel.
Ich habe mal eben nachgesehen, ob letzteres nicht eh schon der Fall ist. Die 6 Sekunden stehen aber tatsächlich als eigenständige Regel so drin:
Ein indirekter Freistoß wird gegeben, wenn ein Torhüter innerhalb des
Strafraums eines der folgenden Vergehen begeht:
• Er den Ball mehr als sechs Sekunden lang in den Händen kontrolliert, bevor
er ihn freigibt

Seite 64 im Regelwerk der Saison 2017/18 (Regel 12 ... 2. Indirekter Freistoß)

Ich persönlich finde diese 6 Sekunden zum Beispiel zu kurz. Nach 6 Sekunden sind die Torhüter ja oft noch nicht mal aufgestanden, nachdem sie den Ball unter sich begraben habe. Natürlich muss man sich auch dafür nicht so viel Zeit lassen. Wenn man nun aber aufstehen, sich einen Überblick verschaffen (wobei Feldspielern auch Zeit gegeben werden sollte, zumindest ein wenig in Position zu laufen), sich positionieren und schließlich den Ball spielen muss, sind 6 Sekunden auch ohne Zeit zu schinden sehr eng bemessen. Daher finde ich es auch an sich ok, diese Regel situativ stark zu beugen.

Man kann aber gerne darüber diskutieren, ob es in der realen Regelauslegung nicht oft doch früher unterbunden und notfalls konsequent bestraft werden sollte, um die Ausnutzung dieses mMn durchaus vernünftigen Spielraums zum Zeitspiel zu verhindern.

Alternativ könnte man vielleicht einfach auch an den 6 Sekunden drehen und daraus beispielsweise offizielle 10 Sekunden mit geringerem Spielraum darüber hinaus machen. Da würde ich dann aber wieder das Problem sehen, dass in vielen Situationen nicht so viele Schritte erforderlich sind. Der TW könnte einen locker gefangenen Ball mal eben 10 (bzw tatsächlich eher 12) Sekunden festhalten, um Zeit rauszuholen. Daher wäre mir bei einer Änderung die Beibehaltung der 6 Sekunden mit konsequenterer Auslegung lieber, als eine Änderung des Zeitraums.

Ich schätze aber, dass diese Regel einfach zu unbedeutend ist, als dass sich die Herren vom DFB oder der FIFA darum kümmern würden. Da werden lieber andere Passagen des Regelwerks ver(schlimm)bessert.


Zitat von Pasi11

Schießt einer den Ball weg, kommt es je nach Laune des Schiedsrichters darauf an, ob man gelb bekommt oder nicht. Nur wenn ein Gegner den Ballwegschießenden entsprechend anmacht, wird der Schiedsrichter zur Tat schreiten und gelb ziehen; dann allerdings für beide.


Es hängt nicht nur von der Laune des SR ab, sondern dieser sollte dabei auch immer nach der einzelnen Spielsituation differenzieren. Auch seine bisherige Linie im Spiel muss da mit einfließen.

Ich habe die konkrete Situation, auf die du anspielst, nicht gesehen. Daher kann ich nichts dazu sagen, ob ich in der Situation für das bloße Wegschießen des Balles bereits Gelb gegeben hätte.

Es ist nun aber oft so, dass eine Kann-Gelb in dieser Situation stecken gelassen wird. Vor allem bei Wegschießen unmittelbar nach dem Pfiff oder wenn der Ball nur weniger Meter weg geschoben wird. Wenn sich nun aber ein Gegenspieler - oft zurecht - darüber aufregt und dabei ein wenig die Gäule mit ihm durchgehen, muss man schon eher ein Zeichen setzen.
Dem Gegenspieler Gelb zu geben um die Selbstjustiz im Keim zu ersticken, den eigentlichen "Provokateur" jedoch ungestraft davonkommen lassen, wäre dann aber wieder sehr einseitig bestraft.
Also ist es gängige Praxis, eine solche Karte fürs Wegschießen dann zur ausgleichenden Gerechtigkeit doch zu zeigen, obwohl man es zunächst eigentlich nur bei einer mehr oder minder ernst gemeinten Ermahnung belassen wollte.

Diese gängige Praxis kann ich durchaus nachvollziehen und sie verstößt nun auch nicht gegen meinen Sinn für Gerechtigkeit. Man würde sich aber tatsächlich das Leben leichter machen, wenn man einfach eine konsequente Regelauslegung "bei Pfiff wird der Ball liegen gelassen, sonst gibt es Gelb" einführen und durchziehen würde.


Regelwerk und gängige Praxis sind aber eben Zweierlei. Oft zurecht, oft wäre aber auch einiges einfacher und für alle verständlicher, wenn man die Regeln konsequenter auslegen würde. Da bin ich vollkommen bei dir.
Vor allem die angesprochenen Themen 6-Sekunden-Regel und Zeitspiel im allgemeinen stoßen auch mir oft sauer auf. Das sollte mMn konsequenter, im Falle des allgemeinen Zeitspiels sogar erheblich konsequenter geahndet werden. Und sei es meinetwegen nur, indem man einen angemessen saftigen Aufschlag auf die Nachspielzeit gibt.
Die falschen Einwürfe finde ich jetzt nicht ganz so tragisch. Es kommt dem Spielfluss tatsächlich zu Gute, die Regel hier nicht sehr konsequent auszulegen. Hier und da gibt es dann aber doch einen haarsträubenden Einwurf, den ich persönlich so nicht hätte durchgehen lassen. Doch wenn man falsche Einwürfe vernünftigerweise nicht absolut konsequent ahndet, ist jede gesetzte Grenze des Spielraums automatisch auch subjektiver Natur.





Zum Thema "Das Regelwerk und dessen tatsächliche Auslegung" hätte ich auf Anhieb auch noch drei weitere Regeln anzubieten.


1. Der besondere Schutz des TW im Fünfmeterraum
Wurde mit der Zeit in der Regelauslegung abgeschwächt und vor ein paar Jahren schließlich abgeschafft. Tatsächlich wird der TW (vor allem im Amateur- und Jugendfußball) aber immer noch bei Zweikämpfen in der Luft im gesamten Strafraum etwas in Schutz genommen, wenn auch längst nicht mehr so wie früher.


2. Ballkontrolle des TW mit der Hand
Wenn ein TW einen Ball hätte fangen können, ihn aber erst mal nur nach unten abklatscht um ihn danach aufzunehmen, ist bereits das Abklatschen als Kontrolle des Balles mit der Hand zu bewerten, das Aufnehmen dann als separate Aktion zu sehen und somit mit indirektem Freistoß zu bestrafen, da er den Ball zum zweiten Mal mit der Hand berührt hat, ohne dass vorher ein anderer Spieler dran war.
Jetzt ist diese Regelauslegung bereits von sich aus sehr problematisch, da der SR in dem Fall entscheiden müsste, dass der TW den Ball auch direkt hätte fangen können. Heftige Proteste sind da natürlich vorprogrammiert.
Deswegen wird diese Regelauslegung auch vollkommen ignoriert. Ich wette sogar, dass sehr viele SR hier bei einer entsprechenden Regelfrage falsch antworten würden, weil die Auslegung einfach vollkommen totgeschwiegen wird.

Ich hab das tatsächlich ein einziges Mal so in der Kreisliga gepfiffen. Da hat eine in Führung liegende Mannschaft wiederholt auf Zeit gespielt und der TW einen absolut harmlosen Ball erst mit der flachen Hand in Richtung Boden abgewehrt, um mit der Ballaufnahme zu warten, bis ein Angreifer angerannt kommt.
Der daraus folgende indirekte Freistoß führte kurz vor Schluss zum Ausgleich.
An dem Tag hab ich mir sicherlich keine Freunde gemacht, fand es nach zahlreichen Ermahnung und vereinzelten Verwarnungen wegen Zeitspiels aber richtig, die Regel in dem Fall konsequent auszulegen.

Freunde hätte ich mir an dem Tag aber vermutlich eh keine gemacht. Bereits die erhebliche Nachspielzeit wegen Zeitspiels ist sehr schlecht angekommen.
Und der Trainer hatte mich eh schon gefressen, nachdem ich seine Ersuche zu wechseln irgendwann meist "überhört" hatte. Er hatte die letzten Minuten ungelogen bei jeder Spielunterbrechung wechseln wollen, um noch mehr Zeit von der Uhr laufen zu lassen. Nach dem dritten Wechsel innerhalb von nicht mal 2 Minuten wurde ich leider ab dem 4. Ersuchen von einer spontanen Taubheit übermannt sadzwinker



3. Rückpass - kontrollierte Rückgabe oder nicht?
Laut Vorgabe von ganz oben kann bei einem Rückpass mit dem Knie oder anderen etwas ungewöhnlicheren Körperteilen der Ball problemlos vom TW aufgenommen werden. Schließlich könne ein Pass mit dem Knie nie kontrolliert gewesen sein...
Dass das Schwachsinn ist, brauch ich wohl keinem zu erzählen. Ich wage auf jeden Fall zu behaupten, dass die Profis auch mit dem Knie oder meinetwegen mit ihrem Allerwertesten den Ball kontrolliert in Richtung TW prallen lassen können, wenn sie es wollen. Und nicht nur die Profis.
Ob ein Ball nun kontrolliert gespielt wurde oder nicht, müsste eigentlich eher situativ entschieden werden. Allerdings muss ich bei aller Schwachsinnigkeit dieser Regelauslegung zugeben, dass ein Ermessenspielraum natürlich wieder für Zündstoff ähnlich zu Punkt 2 führen würde.



Naja, so viel dann erst mal von mir zu dem Thema. War hoffentlich nicht zu langatmig.silent

•     •     •

Die Welt hat heute nur zwei Probleme:

1. Die Welt.
Und 2. heute.

Drei, wenn man morgen mit dazu zählt

Dieser Beitrag wurde zuletzt von -Cloud- am 11.04.2018 um 15:46 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#50
05.07.2018 - 17:11 Uhr
Zitat von Ivo_Ilicevic
Zitat von Ozelot

Sky hat mal die Regeländerungen zur neuen Saison zusammengestellt. Regel 11 bereitet mir Kopfzerbrechen.

"Für die Beurteilung einer Abseitsstellung gilt der Moment des ersten Kontakts mit dem Ball."

Wer ist da denn gemeint? Der Passgeber? Der Passempfänger?
Ergibt für mich beides keinen Sinn. ugly


Ist tatsächlich etwas seltsam formuliert.
@Hagenauer kannst du da vllt Licht in's Dunkel bringen?

Das ist ungenau augedrückt. Die neuen Regeln stellen fest, dass bei der Ballabgabe der Beginn der Ballabgabe zählt, also nicht der Moment, in dem der Ball den Fuß verlässt, sondern der Moment, in dem der Fuß den Ball berührt. Ist nur faktisch nur für den Videobeweis relevant.

•     •     •

Geschäft der Heuchelei Fußball:
03.12.2012: Die ganze Fußballwelt reagiert geschockt auf einen getöteten Linienrichter und ist der Meinung, dass ein Umdenken einsetzen muss.
08.12.2012: 80.000 Dortmunder und 50.000 Frankfurter singen: "Hängt sie auf, die schwarze/gelbe Sau!"

No Schorle - No Party

Ceterum censeo bellum esse finiendum juste ☮️
("Im Übrigen bin ich der Meinung, dass der Krieg gerecht beendet werden muss")

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