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Der Schiri Thread

08.08.2011 - 15:46 Uhr
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Der Schiri Thread |#71
12.09.2021 - 21:36 Uhr
Zitat von Lullaby

Ich war am Wochenende nicht da und konnte das Spiel nicht sehen. Ich habe mir gerade die Zusammenfassung auf SWR 3 angeschaut und muss sagen, dass ich zwar eine klare Benachteiligung des FCK bei Redondos Platzverweis gesehen habe, aber kein systematisches Verpfeifen. Alle anderen gezeigten strittigen Szenen waren, sofern über die Fernsehbilder auflösbar, aus meiner Sicht korrekt bewertet. Gelb für den Tritt gegen Tomiak, gelb für den Tritt gegen Redondos Kopf, weil der Spieler da nur auf den Ball geschaut hat (wäre auch bei Gözütok die richtige Entscheidung gewesen), gelb auch für Zimmer in der Szene, rot für Senger, war alles ok. Verlaats vermeintliches Handspiel war nicht aufzulösen. Auch Dick hat beim Linienrichter nix verloren und muss dann halt runter.

Ggf. sollte man bezüglich Korruptionsvorwürfen echt mal die Kirche im Dorf lassen.

Beste Grüße
Lullaby

Dann schau Dir doch bitte das Spiel von Anfang bis Ende an. Auch das kannst Du auf YouTube finden. Fakt ist: 3 klare gelbe Karten blieben ungeahndet, ehe Redondo's Foul erfolgte, das maximal gelb zur Folge haben kann. In einem Derby dann eine solche Szene sofort mit Rot zu ahnden, führt zum Verlauf, wie er eben war. Antwerpen fasst das Spiel in der PK perfekt zusammen. Mehr gibt's da nicht zu sagen.

PS mir ist gleich zu Spielbeginn die für ein Derby merkwürdige Spielleitung aufgefallen. Nach dem dritten Foul eines Waldhöfers habe ich zu meinem Sitznachbarn gesagt, dass es wohl bei der ersten Aktion eines FCK Spielers Gelb für nix gibt. Mit Rot hat der Schiri den Vogel dann abgeschossen und die Stimmung war endgültig vergiftet.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von jens1412 am 12.09.2021 um 21:40 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#72
12.09.2021 - 22:08 Uhr
Zitat von Roon_Bub

Der Schwarzkittel hat sich verzockt, oder wie Antwerpen das ausdrückte, er war nicht gut vorbereitete und ist dem Momentum ins Messer gelaufen. Das sah dann bis zur Halbzeitpause unbeholfen aus und er bekam das Ding nicht mehr in den Griff. Eine ganz und gar unsouveräne Performance.

Ich habe selten so eine Halbzeit gesehen.


Vielleicht war Heft noch im Corona-Geisterspiel-Modus.
Ich bezweifle, dass es ohne Zuschauer gestern derart eskaliert wäre.

Und genau da sind wir dann bei der Spielvorbereitung.
Man muss nur ein Spiel zwischen FCK - Waldhof der letzten Jahre vor Zuschauern sehen, um zu erfassen, welcher Faktor die Zuschauer in diesem Spiel sind - ein chaotischer und aggressiver.
Dann berechnet man noch das hohe Maß an Hunger nach Event ein, den viele nach der langen Phase zu Hause mitbringen, und hat einen Exponenten > 1.

Am Ende betrachtet man dann noch die sportlichen Situationen der beiden Clubs und leitet ab, wie dick oder nicht vorhanden aktuell wohl das Nervenkostüm hier wie da sein wird.

Wie man dann zu dem Schluss kommt, dass eine lange Leine der richtige Einstieg für diese Partie FCK - Waldhof am 11.09.21 sein könnte, das soll mir mal ein Schiedsrichter erklären...

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 12.09.2021 um 22:12 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#73
12.09.2021 - 22:40 Uhr
Zitat von Lullaby

Zitat von Wolfiiiiii

Was ich nicht verstehe: Hier stehen schon gefühlt 100 Kommentare von Leuten, die das Spiel gesehen haben. Inklusive der Aussage, das die Zusammenfassung das Schiedsrichter-Versagen ungenügend zusammenfasst. Warum meinst du jetzt Aufgrund dieser Zusammenfassung noch eine Aussage machen zu müssen?

Weil ich die Szenen erst im Nachgang sehe, das Ergebnis kenne und bei der Bewertung der Szenen nicht emotional auf 180 bin. Ich sage nicht, dass der Schiri das Spiel gut geleitet hat. Das kann ich schlicht und ergreifend nicht beurteilen kann. Ich sage, dass ich die Bewertung der in der Zusammenfassung gezeigten Szenen bis auf Redondos Platzverweis korrekt fand und Manipulationsvorwürfe für unangemessen halte. Es bleibt dir unbenommen, das anders zu sehen.

Beste Grüße
Lullaby

@Lullaby mach' dir bitte die Mühe und schaue dir zumindest die erste halbe Stunde an - vom Anpfiff an. Dann wirst du schnell erkennen, was die Kollegen hier meinen und wo der grundlegende Fehler des Schiedsrichters bestand. Schau' einfach, wie viele grenzwertige Fouls der Waldhöfer der Schiedsrichter laufen ließ und welche Stimmung er damit auf dem Platz entstehen ließ.

Interessant ist deine Interpretation des Fouls von Seegert an Redondo. Wir sind hier in der Aufarbeitung zu dem Schluss gekommen, dass Seegert zusammen mit Zimmer wegen der Rudelbildung mit der gelben Karte bedacht wurden. Seegert wäre ohne das ohne Karte davongekommen. Dann schau' dir das Foul von Redondo noch einmal an und vergleiche es mit den Foul kurz darauf an Kevin Kraus.

Von daher auch der Hinweis, dass die Zusammenfassung des SWR für eine sachliche Aussage nicht taugt. Für die Analyse sämtlicher relevanter Szenen fehlte dort (wahrscheinlich) einfach die Zeit. Da die fundierte Analyse zu deinen großen Stärken gehört, wirst du nicht daran vorbeikommen, die ersten 30 oder 35 Minuten anzuschauen.

Viele der Einschätzungen wurden hier darüber hinaus getroffen als die Mehrzahl der FCK-Fans bereits stark heruntergekühlt waren - mich eingeschlossen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von bahli77 am 12.09.2021 um 22:43 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#74
13.09.2021 - 00:17 Uhr
Man muss meines Erachtens dieses Foul an Redondo und die Roten Karten gegen Redondo und Kientz als einheitlichr Situation betrachten. Da lagen nämlich keine zwei Minuten dazwischen; real gespielt waren es wenige Sekunden.

Seegert will natürlich zum Ball, trotzdem hat der Fuß da oben nichts verloren. Wenn sich das für Herrn Heft aus dessen Perspektive anders darstellt als Gözütoks Tritt, der aus der Sicht des Schiris wie ein Karatetritt anmutete, kann ich es nachvollziehen, dass er das Foul nicht als Tätlichkeit bewertet. Der Fuß hat aber da oben nichts zu suchen - und deshalb muss Seegert für dieses Foul isoliert betrachtet Gelb sehen.
Daraufhin kommt es zur Rudelbildung - wieso sich in dieser gerade Seegert und Zimmer für Gelb qualifiziert haben sollen, bleibt Hefts Geheimnis, da hätte ich eher andere verwarnt als einen der beiden.

Sollte wohl ein „Zeichen“ sein, weil es die beiden Kapitäne waren.
Kann Heft so machen, aber dann muss Seegert hier mit Gelb-Rot den Platz verlassen.
Keinesfalls darf man aber Seegert genau so bestrafen wie Zimmer - das ist dieselbe Gleichbehandlung von Ungleichem wie dann später bei Kientz und Dick.
So bleibt Seegerts rüdes Foul faktisch ungeahndet - und wenige Sekunden später fliegt Redondo für ein Allerweltsfoul.

Diese Gemengelage sollte jeder mitdenken, der sich hier über die Lautrer Reaktionen im Stadion (welche konkret eigentlich?) beschwert.

Dazu Lebeau, der erst für sein zweites oder drittes gelbwürdiges Foul sanktioniert wird (und gegen Tomiak nur auf den Mann geht, um seinen Fanblock anzuheizen, so dass bei korrekter Ahndung seiner vorherigen Fouls hier ebenfalls über einen Platzverweis sprechen würde, aber sei’s drum); die offene Sohle gegen Kraus, die überhaupt nicht geahndet wurde; mehrfache Fouls von hinten gegen Zimmer - auch keine Gelbe Karte.

Die Mannheimer hatten Narrenfreiheit und bei uns wurde jedes Vergehen überhart sanktioniert. Bei so einer Linie muss man nicht unbedingt über Manipulation oder Korruption sprechen, aber durchaus über krasse Parteilichkeit. Mit einer objektiven Spielleitung hatte das jedenfalls gar nichts zu tun.

Und nach dieser vierzigminütigen absolut einseitigen Fehlleistung dann auch noch Rot gegen Senger zu zeigen, wobei das eben kein „glasklares“ Foul war, ist vor diesem Hintergrund umso krasser.

Man kann diese Karte mit der Argumentation geben, dass Senger überwiegend den Mann trifft und nur nebenbei den Ball touchiert. Wenn man dann auf Foul entscheidet, ist Rot zwingend; Senger ist der letzte Mann, keine Diskussion.
Man kann aber auch sagen:
Senger spielt den Ball - offensichtlich verändert der ja die Laufrichtung - und er kann unmöglich an den Ball gelangen, ohne dass Lebeau in diesem Tempo fällt. Wäre auch möglich gewesen. Und ein Schiri, der auch nur über ein klitzekleines Bisschen Selbstreflexion verfügt, erkennt vielleicht, dass er die nächste diskutable Entscheidung vielleicht nicht wieder in diese Richtung trifft.

Nicht so Herr Heft. Der zieht hier on top zu allem anderen wieder Rot und als Kirsche auf der Torte wird der etwas überziehende Dick genau so sanktioniert wie der körperlich ausfällige Kientz.
Kann man sich echt nicht ausdenken.
Der Schiri Thread |#75
13.09.2021 - 07:41 Uhr
Ich finde die These, dass Herr Heft noch im Corona-Modus war verdient Aufmerksamkeit. Die für mich eindeutige Überforderung des Schiedsrichters muss ja eine Ursache haben. Es liegt nicht fern, dass auch die Qualität der Schiris durch die Geisterspiele und ausfallende Schulungen gelitten haben kann.

Die Gesamtleistung war jedenfalls absolut indiskutabel - jedenfalls ok der 1. HZ aber auch in der 2. HZ war sie nicht so viel besser. Das betrifft für mich nicht unbedingt die zweite rote Karte - die KANN man geben - aber viele andere Entscheidungen.

Was mir das wieder einmal zeigt ist, dass wir ein Challenge-System benötigen. Der American Football zeigt wie das sehr gut umgesetzt werden kann, es gibt es auch in zunehmend mehr professionellen Sportarten (siehe auch Tennis).

Notwendig wäre dass der DFB nicht nur den Aufwand akzeptiert sondern auch hinnimmt, dass die Heiligkeit und Unwidersprechbarkeit des Chefschiris damit eingeschränkt wird. Sie passt weder in die Zeit noch ist sie notwendig. Es bedarf wenn dann eines Devolutiveffekts und eines Gremiums dass sich live die Kamerabilder ansieht und ggf den Input des Schiris vor Ort anhört und dann eine Mehrheitsentscheidung trifft.

Anders als reiner VAR sollte dabei auch die Höhe der Sanktion anpassbar sein (nicht nur grobe Fehler). Wenn man jedem Trainer 2-3 Challenges einräumt unterbricht das nicht lange. Sie sollten nur bei ruhenden Ball erlaubt sein (sonst werden sie zu taktisch benutzt) und maximal sollte eine pro 10 Minuten gehen oder so (wegen Zeitspiel am Ende). Die Uhr anhalten oder auf die Spielzeit 1-zu-1 draufrechnen versteht sich.
Der Schiri Thread |#76
13.09.2021 - 07:57 Uhr
Zitat von BenMic

Ich finde die These, dass Herr Heft noch im Corona-Modus war verdient Aufmerksamkeit. Die für mich eindeutige Überforderung des Schiedsrichters muss ja eine Ursache haben. Es liegt nicht fern, dass auch die Qualität der Schiris durch die Geisterspiele und ausfallende Schulungen gelitten haben kann.

Die Gesamtleistung war jedenfalls absolut indiskutabel - jedenfalls ok der 1. HZ aber auch in der 2. HZ war sie nicht so viel besser. Das betrifft für mich nicht unbedingt die zweite rote Karte - die KANN man geben - aber viele andere Entscheidungen.

Was mir das wieder einmal zeigt ist, dass wir ein Challenge-System benötigen. Der American Football zeigt wie das sehr gut umgesetzt werden kann, es gibt es auch in zunehmend mehr professionellen Sportarten (siehe auch Tennis).

Notwendig wäre dass der DFB nicht nur den Aufwand akzeptiert sondern auch hinnimmt, dass die Heiligkeit und Unwidersprechbarkeit des Chefschiris damit eingeschränkt wird. Sie passt weder in die Zeit noch ist sie notwendig. Es bedarf wenn dann eines Devolutiveffekts und eines Gremiums dass sich live die Kamerabilder ansieht und ggf den Input des Schiris vor Ort anhört und dann eine Mehrheitsentscheidung trifft.

Anders als reiner VAR sollte dabei auch die Höhe der Sanktion anpassbar sein (nicht nur grobe Fehler). Wenn man jedem Trainer 2-3 Challenges einräumt unterbricht das nicht lange. Sie sollten nur bei ruhenden Ball erlaubt sein (sonst werden sie zu taktisch benutzt) und maximal sollte eine pro 10 Minuten gehen oder so (wegen Zeitspiel am Ende). Die Uhr anhalten oder auf die Spielzeit 1-zu-1 draufrechnen versteht sich.


Naja, aber auch vor Corona waren die Leistungen, gerade der Drittligaschiedsrichter, z.T. unterirdisch.
Ich gebe zu, dass Florian Heft dem ganzen nochmal die Krone aufsetzt, da kann selbst Jöllenbeck nicht mithalten. Ich glaube aber nicht, dass da wirklich der "Corona-Modus" Schuld war.

Bei einem Challenge-System reden wir über die Implementierung einer Regel, die den Fußball grundlegend verändert. Dass das alleine vom DFB ausgehen kann, wage ich zu bezweifeln.
Die Idee finde ich an sich nicht schlecht. Aber man würde hier den 3-4 Schritt gehen, bevor man überhaupt laufen gelernt hat.

Der VAR funktioniert in Deutschland noch nicht so, wie er funktionieren könnte. Würde er es, hätten wir bereits ein optimales Mittel, um dem Schiedsrichter auf dem Feld Hilfestellungen zu geben.
Weshalb er in der 3. Liga gar nicht eingeführt wurde, versteht auch niemand so wirklich.
Ich sage ja immer wieder, wenn man die 3. Liga als Profiliga ansieht, dann sollte man auch professionelle Bedingungen schaffen.

Das sollte der DFB auch so langsam mal einsehen. Ihre Möchtegern-Halbgötter in schwarz können bei der Schnelligkeit, die der Fußball auch in der 3. Liga mittlerweile an den Tag legt, nicht mehr mithalten.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ivo_Ilicevic am 13.09.2021 um 07:59 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#77
13.09.2021 - 09:10 Uhr
Zitat von Lullaby

Zitat von bahli77

@Lullaby mach' dir bitte die Mühe und schaue dir zumindest die erste halbe Stunde an - vom Anpfiff an. Dann wirst du schnell erkennen, was die Kollegen hier meinen und wo der grundlegende Fehler des Schiedsrichters bestand. Schau' einfach, wie viele grenzwertige Fouls der Waldhöfer der Schiedsrichter laufen ließ und welche Stimmung er damit auf dem Platz entstehen ließ.


Ich habe nur eine begrenzte Lebenszeit. Ich glaube auch unbesehen, dass die Leitung des Schiris in den ersten Minuten einseitig war und massiv zur Eskalation beigetragen hat. Meine Aussage ist, dass der Vorwurf der gezielten Manipulation aus den Bildern so nicht hervorgeht. Ich möchte in dem Zusammenhang auch noch mal auf Hanlons Rasiermesser verweisen. Unfähigkeit und Überforderung mit der selbst geschaffenen Situation erscheinen mir da als Erklärungsansätze wesentlich plausibler. Mit bösem Willen kann man Sengers Foul auch 30 cm nach vorne verlegen.


Ernsthafte Manipulationsvorwürfe gab es doch aber wirklich nur wenige hier, die eigentlich kaum erwähnenswert sind.
Ob man auf den Gedanken kommen kann, darf jeder für sich selbst entscheiden.
Ich bin grundsätzlich auch eher bei Hanlon und dir.

Zitat von Lullaby

Zitat von bahli77

Interessant ist deine Interpretation des Fouls von Seegert an Redondo. Wir sind hier in der Aufarbeitung zu dem Schluss gekommen, dass Seegert zusammen mit Zimmer wegen der Rudelbildung mit der gelben Karte bedacht wurden. Seegert wäre ohne das ohne Karte davongekommen. Dann schau' dir das Foul von Redondo noch einmal an und vergleiche es mit den Foul kurz darauf an Kevin Kraus.


Das waren zwei gelbwürdige Vergehen. Allerdings erfolgt das zweite, bevor die erste gelbe Karte gezeigt wurde. Ich kenne die Regeln hier nicht so genau, habe aber in den 30 Jahren seit Einführung der gelbroten Karte noch nie erlebt, dass ein nicht gelbvorbelasteter Spieler gelbrot erhält, weil er zwei gelbwürdige Vergehen in der gleichen Szene begeht, wobei beim zweiten Vergehen die erste gelbe Karte noch nicht ausgesprochen ist. Insofern gehe ich davon aus, dass die vorgenommene Regelauslegung die richtige ist. Ich lasse mich von jemandem, der es besser *weiß*, aber gerne korrigieren.

Beste Grüße
Lullaby


Dann wäre die Regelauslegung aber Quatsch.
Sollte das so sein, wäre Seegert für zwei (min.) gelbwürdige Vergehen nur einmal belangt worden. D.h. im Umkehrschluss, dass eine Aktion einfach unter den Tisch gefallen ist.

Hier hätte Heft zuerst die Gelbe Karte für den Kopftritt aussprechen müssen (auch wenn man sich hier über eine andere Farbe hätte unterhalten können) und danach die zweite Gelbe für die Rudelbildung zeigen müssen.
Wenn mans genau nimmt, hätte in der Szene auch Sommer Gelb erhalten müssen. Auch er mischte bei der Rudelbildung mit und hatte seine Stirn an Zimmers Kopf. Aber gut, der durfte sich in der ersten Halbzeit auch viel zu viel erlauben.

•     •     •

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ivo_Ilicevic am 13.09.2021 um 09:48 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#78
13.09.2021 - 09:23 Uhr
Ich finde es überraschend, dass hier nicht das erste Foul an Zimmer diskutiert wird.
Das alleine für sich ist nicht nur gelb, sondern mindestens dunkel gelb.
Da ist der Ellenbogen von Höger sowas von klar im Gesicht von Zimmer, dass man hier über Absicht spekulieren kann/muss.
Dass Höger in der Szene nicht einmal eine Karte sieht, im Anschluss noch 2 - 3 weitere gelbwürdige Szenen hat, die nicht geahndet worden sind und dann in der HZ2 permanent Karten für unsere Spieler fordert und er selbst tatsächlich ohne Verwarnung aus dem Spiel geht ist eine Farce und zeigt deutlich, dass die Waldhöfer dieses extreme Ungleichgewicht der Schiedsrichterbewertungen so weit wie irgendwie möglich nutzen wollten und entsprechend natürlich auch glasklar so wahrgenommen haben.

•     •     •

Fußball bleibt nur dann Fußball, wenn der jeweilige Erfolg eines Vereines im direkten Zusammenhang mt dem Sportlichen und dem sportlich erwirtschafteten Erfolg des Vereines steht!




Dieser Beitrag wurde zuletzt von Buggy_FCK am 13.09.2021 um 09:25 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#79
13.09.2021 - 09:35 Uhr
Ich war live vor Ort und hatte zumindest bei der roten Karte von Redondo einen guten Blick auf das Geschehen.

Aber hierzu gleich. Zunächst zu den hier erhobenen Vorwürfen: Der Schiri hat uns mit Sicherheit nicht vorsetzlich verpfiffen. In der zweiten Hälfte hätte er einige gute Gelegenheiten gehabt, verhielt sich dann jedoch eher zurückhaltend. Schlechtes Gewissen vielleicht?
Aber es war dennoch eine der schwächsten Schiedsrichterleistungen, die ich je gesehen hatte. Und ich denke, das hat er in der Halbzeitpause auch reflektiert.

Natürlich habe ich mir die Fernsehbilder anschließend auch angesehen, ich wollte wissen, ob sich mein Eindruck im Stadion mit der Realität deckt. Was die Fernsehbilder natürlich nicht wiedergeben, was die hitzige Stimmung, die direkt von Beginn an herrschte und wie massiv insbesondere die mannheimer Bank (interessanterweise war der Trainer noch vergleichweise zurückhaltend) auf den Schiedsrichter eingewirkt hat.

Ich bleibe auch nach mehrfacher Ansicht der TV-Bilder dabei: Das Foul von Redondo war nie im Leben rot und hätte in den allermeisten Spielen noch nicht einmal gelb gegeben. Hier musste der Schiedsrichter natürlich aufgrund der Spielhistorie eine Karte zücken, aber niemals rot.

Sengers Foul hingegen war rot. Selbst wenn er den Ball noch irgendwie mit der Fußspitze berührt, so räumt er vorher den Gegenspieler ab. Ich hatte übrigens auch im Stadion keine Zweifel an der Karte.
Klassische Situation: Er konnte die Situation nicht ohne Foul bereinigen und muss dann noch irgendwie vor dem Strafraum zu einer Aktion ansetzen, will er keinen 11er riskieren, also alles oder nichts. Lebeau macht das clever, aber das macht jeder taugliche Stürmer so, dass er mit dem Körper in dieser Situation Richtung Verteidiger schiebt.

Den vermeintlichen Handelfmeter hätte ich ebenfalls nicht gepfiffen. Auch nach Anblick der Fernsehbilder bleibe ich dabei: eher kein Elfmeter.

Das Foul von Seeger an Redondo ist gelb, dass dann Zimmer zusammen mit ihm noch gelb sieht, ist im Kontext unglücklich, situationsbedingt jedoch korrekt.

Die Grätsche von Höger zu Beginn, übrigens mitten in einer Umschaltaktion für uns, war übrigens dunkelgelb, aber zwingend eine gelbe. Bekommen hat er eine Ermahnung.

Was man allerdings auch völlig losgelöst von den Einzeleintscheidungen sehen muss: Die Mannheimer sind von der ersten Minute an härter als notwendig eingestiegen und haben im Gegenzug auch jeden Körperkontakt genutzt um lauthals ein böses Foul zu reklamieren. Ich denke, das war ein wenig auch Vorgabe "von oben": "Haltet dagegen, lasst euch nichts gefallen, macht das Derby zu einem hitzigen Spiel! Reklamieren, provozieren, alles was dazu gehört. Die wollen uns den Schneid abkaufen, das darf nicht passieren!".
Hat funktioniert...

Meine Kritik lautet daher: Zu Beginn viel zu nachgiebig und eine absolut falsche rote Karte, da war die Spielleitung aber bereits entglitten.
Der Schiri Thread |#80
13.09.2021 - 10:30 Uhr
Zitat von martinf112
Die offene Sohle gegen Kraus nicht zu vergessen. Der Ball war in meinen Augen schon so weit weg, dass der Mannheimer keine wirkliche Chance hatte, ihn zu blocken.
Alles in Allem war es die Vielzahl an harten Fouls (insbesondere in der ersten halben Stunde), die viel zu oft ungeahndet blieben. Als Beispiel hierfür eignet sich gerade Höger, der derart drüber agiert hat, dass es nicht mehr feierlich war.

Da kannst du aber Höger jetzt keinen Vorwurf machen. Gerade von den erfahrenen Spielern erwarte ich genau so etwas in einem Derby. Und natürlich war er weit über dem Erlaubten, aber eben auch nur, weil der Schiedsrichter ihn und einige andere Waldhöfer gelassen hat.

Interessant war aber auch die Pressekonferenz. Als Marco Antwerpen dort seine Schiedsricher-Kritik anbrachte, gab es kurz danach die einzige Situation, die überhaupt nicht dem normalen Derbycharakter FCK/Waldhof entspricht - Antwerpen und Patrick Glöckner umarmten sich durchaus freundschaftlich. Für mich sah dies von Glöckner auch irgendwie so aus, als wollte er auf seine Weise sagen "Marco, du hast völlig Recht mit deiner Kritik, aber ich bin Waldhöfer und sage lieber nichts dazu".

@Lullaby
Ich wollte dich jetzt auch nicht nötigen, dir das ganze Spiel anzuschauen, weil ich ein Freund dieser Betrugsthese bin. Ich hatte nur den Eindruck, dass du dir auf Basis der SWR-Zusammenfassung ein vollkommen falsches Bild vom tatsächlichen Verlauf gemacht hast und die Unfähigkeit des Schiedsrichters, das Spiel zu leiten, überhaupt nicht wahrgenommen hast.

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