Der permanente Wunschtrainer-/Trainerscouting-Thread
23.09.2018 - 20:34 Uhr
24.04.2019 - 10:58 Uhr
Zitat von royse
Ich wäre mit Hecking und v.a. Tedesco *mehr als zufrieden* -- ich denke v.a. bei Tedesco, dass sich manche vom letzten S04 Jahr täuschen lassen. Vor dem Abgang zur TSG hätten einige hier gewünscht, er würde die Profis übernehmen. Jetzt hat er halt ein etwas glückliches Jahr und ein "Seuchenjahr" mit Schalke hinter sich.
Sehe ich für uns aber eher als Vorteil, weil er nun schon BL Erfahrung gesammelt hat, in einem sehr sehr unruhigen Umfeld. Und mir hat v.a. imponiert wie "emotional" er mit den Spielern gesprochen und auch gefeiert hat (u.a. das 4:4 gegen BVB). Klar hat er auch Fehler gemacht, aber die fallen halt in Gelsenkirchen mehr auf als z.B. in Mainz oder Augsburg. Lustig auch, dass manche sich einerseits wünschen man würde Gentner in Rente schicken, sich aber über seinen Umgang mit Höwedes echauffieren.
Dass er "schlechten" Fussball spielen lässt, naja klar war das erste Jahr S04 lucky, aber die Mentalität hat eigtl soweit ich das beobachten konnte (zumindest auch in Aue) gepasst und er hat auf jeden Fall mehr drauf außer "sein" System .. ob er daraus etwas mehr Spielkultur entwickelt, hängt glaube ich halt auch wieder an anderen Faktoren (kurzfristige Erfolge, Geduld).
Wäre für mich eine sehr gute Lösung in Kombination mit einem erfahrenen Co wie Widmayer.
Ich wäre mit Hecking und v.a. Tedesco *mehr als zufrieden* -- ich denke v.a. bei Tedesco, dass sich manche vom letzten S04 Jahr täuschen lassen. Vor dem Abgang zur TSG hätten einige hier gewünscht, er würde die Profis übernehmen. Jetzt hat er halt ein etwas glückliches Jahr und ein "Seuchenjahr" mit Schalke hinter sich.
Sehe ich für uns aber eher als Vorteil, weil er nun schon BL Erfahrung gesammelt hat, in einem sehr sehr unruhigen Umfeld. Und mir hat v.a. imponiert wie "emotional" er mit den Spielern gesprochen und auch gefeiert hat (u.a. das 4:4 gegen BVB). Klar hat er auch Fehler gemacht, aber die fallen halt in Gelsenkirchen mehr auf als z.B. in Mainz oder Augsburg. Lustig auch, dass manche sich einerseits wünschen man würde Gentner in Rente schicken, sich aber über seinen Umgang mit Höwedes echauffieren.
Dass er "schlechten" Fussball spielen lässt, naja klar war das erste Jahr S04 lucky, aber die Mentalität hat eigtl soweit ich das beobachten konnte (zumindest auch in Aue) gepasst und er hat auf jeden Fall mehr drauf außer "sein" System .. ob er daraus etwas mehr Spielkultur entwickelt, hängt glaube ich halt auch wieder an anderen Faktoren (kurzfristige Erfolge, Geduld).
Wäre für mich eine sehr gute Lösung in Kombination mit einem erfahrenen Co wie Widmayer.
Es geht nicht um schön oder hässlich spielen, sondern darum, dass man so spielen kann, dass man nicht komplett ausrechenbar und eindimensional spielt.
Erkläre mit bitte, meinetwegen aus dem guten Jahr auf Schalke, eine Spielidee für die Offensive, die Schalke ausgezeichnet hat. Ich komme da nur auf Standardsituationen, vielleicht einige eher klassische Konter und sonst war das in meinen Augen wirklich erschreckend wenig.
Ich lass mich ja gerne vom Gegenteil überzeugen, aber ich brauch schon irgendwie Anhaltspunkte, dass er etwas kann, von dem ich persönlich in mehreren Jahren so überhaupt nichts gesehen habe.
24.04.2019 - 11:02 Uhr
Zitat von royse
(...) Lustig auch, dass manche sich einerseits wünschen man würde Gentner in Rente schicken, sich aber über seinen Umgang mit Höwedes echauffieren.
Dass er "schlechten" Fussball spielen lässt, naja klar war das erste Jahr S04 lucky, aber die Mentalität hat eigtl soweit ich das beobachten konnte (zumindest auch in Aue) gepasst und er hat auf jeden Fall mehr drauf außer "sein" System .. ob er daraus etwas mehr Spielkultur entwickelt, hängt glaube ich halt auch wieder an anderen Faktoren (kurzfristige Erfolge, Geduld).
Wäre für mich eine sehr gute Lösung in Kombination mit einem erfahrenen Co wie Widmayer.
(...) Lustig auch, dass manche sich einerseits wünschen man würde Gentner in Rente schicken, sich aber über seinen Umgang mit Höwedes echauffieren.
Dass er "schlechten" Fussball spielen lässt, naja klar war das erste Jahr S04 lucky, aber die Mentalität hat eigtl soweit ich das beobachten konnte (zumindest auch in Aue) gepasst und er hat auf jeden Fall mehr drauf außer "sein" System .. ob er daraus etwas mehr Spielkultur entwickelt, hängt glaube ich halt auch wieder an anderen Faktoren (kurzfristige Erfolge, Geduld).
Wäre für mich eine sehr gute Lösung in Kombination mit einem erfahrenen Co wie Widmayer.
Genau das dachte ich mir auch zum Thema Höwedes und Naldo
Was seinen Fussball angeht: Man muss sich halt bewusst sein dass wir mehr in Liga 2 als 1 sind und sollte die Möglichkeit bestehen Tedesco als Afbautrainer mit in die zweite Liga nehmen zu können wäre das mMn sehr interessant weil ich ihm was den Aufbau eines Spielsystems angeht deutlich mehr zutraue als z.B. Wolf der das damals nicht hinbekommen hat.
24.04.2019 - 11:07 Uhr
Zitat von taduli
Wie man hier nur ernsthaft über rangnick diskutieren kann...
ralle hat schon vor längerer Zeit mit dem VfB abgeschlossen und steht auch diese Saison eher ungewollt an der Seitenlinie. Es soll Leute geben, die nicht vergessen haben, daß er längst aus gesundheitlichen Gründen kürzer (stressfreier) treten wollte. Vor diesem Hintergrund wird er das Gegenteil anstreben von dem was der VfB bräuchte.
Wie man hier nur ernsthaft über rangnick diskutieren kann...
ralle hat schon vor längerer Zeit mit dem VfB abgeschlossen und steht auch diese Saison eher ungewollt an der Seitenlinie. Es soll Leute geben, die nicht vergessen haben, daß er längst aus gesundheitlichen Gründen kürzer (stressfreier) treten wollte. Vor diesem Hintergrund wird er das Gegenteil anstreben von dem was der VfB bräuchte.
Stress ist ein gutes Stichwort. Vielleicht sind hier einige anderer Meinung, aber ich bin mir sicher, dass ein Posten in Leipzig mit Sportverantwortung weitaus stressiger ist als beim VfB. Ich bin mir sicher, dass der Manager- und Trainerposten bei RB die stressigste Position in der Bundesliga ist. Das ist ja kapitalisierter Fußball in Hochform. Will nicht wissen, zu was sie da alles Formeln und Parameter ausgetüftelt haben um Saison für Saison genau berechnen zu können, wo sie am Ende stehen werden und was ein Spieler und Trainer hier für sein Gehalt und Ablöse zu leisten hat.
Beim VfB wird eigentlich nur ein einstelliger Tabellenplatz erwartet. Das wars dann auch schon. Rangnick ist jetzt 60, wie lange er den Stress in Leipzig ertragen kann ist fraglich. Dort steht ja absolut jeder seit dem ersten Tag unter Beobachtung und Hinterfragung. Sieht man ja, dass trotz CL-Kurs seit Bundesliga-Debüt immer wieder eigentlich erfolgreiche Personen rasiert werden um nochmal ein Quäntchen mehr Performance zu holen.
Außerdem ist ja bekannt, dass er wöchentlich einen Tag Auszeit in seiner Heimat Backnang bei seiner Familie benötigt.
Interessanterweise wird hier das Interview zitiert, wo er sagt, dass eine Rückkehr zum VfB "unwahrscheinlich" wäre. Das wird dann als Dementi ausgelegt. Also wenn Rangnick sich sicher bei der Sache wäre, dann hätte er ohne Hintertürchen ein klares Nein geäußert. Ein Mann seiner Reputation muss sich sicherlich nicht beim einem VfB ein Hintertürchen offen halten um nicht arbeitslos zu werden.
Aus meiner Sicht halte ich das ganze nicht unwahrscheinlich. Reschke und Mislintat für den VfB zu überzeugen waren weitaus schwieriger. Was die Sache aber unwahrscheinlich macht ist, dass ich keinen Platz für ihn beim VfB sehe. Seine Idealposition ist von Hitz bekleidet. Bleibt also nur die vorderste Front oder eine Position abseits der Sky-Kameras.
Ich würde auf Tedesco tippen, obwohl ich ihn nicht gerne beim VfB sehen würde. Von seinem komplizierten Fußball mit Dreier- und Fünferabwehrkette und zwei halben Stürmern und Mittelfeldspielern vor einem richtigen Stürmer halte ich mal absolut gar nichts. Sowas kann man vielleicht bei City spielen, aber nicht beim VfB. Gleiches hat hier sowohl Wolf als auch Weinzierl versucht und ist grandios gescheitert. Der VfB braucht ein bewährtes 4-4-2 um sich für die nächsten Jahre zu stabilisieren. Der obligatorische nächste Trainer kann dann darauf aufbauen und nicht wie es bei uns seit nun zehn Jahren ist, dass jährlich die ganze Formation umgestellt wird. Daher klingt dieser Fixpunkt mit Widmayer fast zu schön um zu funktionieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von der_schreiber am 24.04.2019 um 11:15 Uhr bearbeitet
24.04.2019 - 11:09 Uhr
Noch eine grundsätzliche Geschichte zu Aussagen wie "ist ja noch ein junger Trainer, der viel lernen kann" (auch nicht exklusiv auf Tedesco zutreffend).
Dafür sind wir schlicht und ergreifend der falsche Verein. Das geht bei Vereinen wie zB. Freiburg, die dann auch entspannt mal ein Jahr runter gehen. Bei solch explosiven Riesen wie dem VfB (aber auch Schalke, HSV usw) da gibt es nicht den Raum und auch nicht das Umfeld für die langsame Entwicklung eines Trainers, weil der Leistungsdruck viel höher sowie die Leistungszwänge größer sind und Bäume schneller brennen. Ich würde es auch besser finden, wenn das bei uns so wie in Freiburg wäre, aber das ist halt faktisch nicht der Fall und wird auch nie so sein also warum sollen wir naiv so tun als wäre es jetzt plötzlich so.
Längere Lernphasen, die ausgeprägtere Tiefs bedeuten, in Schlüsselposition gibt unser Haifischbecken einfach nicht her. Man kann auch junge Trainer nehmen, aber auch die müssen sofort auf einem gewissen Niveau funktionieren.
Teams wie Freiburg machen das auch nicht nur, weil sie eine vorbildliche und schlaue Führung haben, sondern es deren Umfeld und vor allem die Vereinsstruktur überhaupt hergibt. Selbst wenn man das bei uns aus der Führung heraus so versuchen würde, würde es ja nie im Leben funktionieren.
Wir brauchen ein Trainer, der gut und sicher genug funktioniert, dass er uns ab nächter Saison aus dem Abstiegskampf raushält oder klar den Wiederuafstieg packt. Für einen Trainer, der über 2-3 Jahre noch seine Spielidee entwickelt sind wir leider der falsche Verein. Das ist frustrierend, aber halt die Realität.
Dafür sind wir schlicht und ergreifend der falsche Verein. Das geht bei Vereinen wie zB. Freiburg, die dann auch entspannt mal ein Jahr runter gehen. Bei solch explosiven Riesen wie dem VfB (aber auch Schalke, HSV usw) da gibt es nicht den Raum und auch nicht das Umfeld für die langsame Entwicklung eines Trainers, weil der Leistungsdruck viel höher sowie die Leistungszwänge größer sind und Bäume schneller brennen. Ich würde es auch besser finden, wenn das bei uns so wie in Freiburg wäre, aber das ist halt faktisch nicht der Fall und wird auch nie so sein also warum sollen wir naiv so tun als wäre es jetzt plötzlich so.
Längere Lernphasen, die ausgeprägtere Tiefs bedeuten, in Schlüsselposition gibt unser Haifischbecken einfach nicht her. Man kann auch junge Trainer nehmen, aber auch die müssen sofort auf einem gewissen Niveau funktionieren.
Teams wie Freiburg machen das auch nicht nur, weil sie eine vorbildliche und schlaue Führung haben, sondern es deren Umfeld und vor allem die Vereinsstruktur überhaupt hergibt. Selbst wenn man das bei uns aus der Führung heraus so versuchen würde, würde es ja nie im Leben funktionieren.
Wir brauchen ein Trainer, der gut und sicher genug funktioniert, dass er uns ab nächter Saison aus dem Abstiegskampf raushält oder klar den Wiederuafstieg packt. Für einen Trainer, der über 2-3 Jahre noch seine Spielidee entwickelt sind wir leider der falsche Verein. Das ist frustrierend, aber halt die Realität.
24.04.2019 - 11:15 Uhr
Aus dem Insiderthread:
Man muss aber auch dazu sagen, dass die Originalquelle niemals Rangnick benannt hat. Dies waren alles schlussfolgerungen der User.
Zitat von jensermaul
Laut einer dem Verein nahestehenden Quelle ist das Gerücht mit RR eine reine Ente, mit ihm gab es wohl vor einiger Zeit Kontakt, er hat aber wohl abgesagt, danach gab es keine weiteren Kontaktaufnahmen.
Laut einer dem Verein nahestehenden Quelle ist das Gerücht mit RR eine reine Ente, mit ihm gab es wohl vor einiger Zeit Kontakt, er hat aber wohl abgesagt, danach gab es keine weiteren Kontaktaufnahmen.
Man muss aber auch dazu sagen, dass die Originalquelle niemals Rangnick benannt hat. Dies waren alles schlussfolgerungen der User.
24.04.2019 - 11:41 Uhr
Zitat von der_schreiber
Stress ist ein gutes Stichwort. Vielleicht sind hier einige anderer Meinung, aber ich bin mir sicher, dass ein Posten in Leipzig mit Sportverantwortung weitaus stressiger ist als beim VfB. Ich bin mir sicher, dass der Manager- und Trainerposten bei RB die stressigste Position in der Bundesliga ist. Das ist ja kapitalisierter Fußball in Hochform. Will nicht wissen, zu was sie da alles Formeln und Parameter ausgetüftelt haben um Saison für Saison genau berechnen zu können, wo sie am Ende stehen werden und was ein Spieler und Trainer hier für sein Gehalt und Ablöse zu leisten hat.
Beim VfB wird eigentlich nur ein einstelliger Tabellenplatz erwartet. Das wars dann auch schon. Rangnick ist jetzt 60, wie lange er den Stress in Leipzig ertragen kann ist fraglich. Dort steht ja absolut jeder seit dem ersten Tag unter Beobachtung und Hinterfragung. Sieht man ja, dass trotz CL-Kurs seit Bundesliga-Debüt immer wieder eigentlich erfolgreiche Personen rasiert werden um nochmal ein Quäntchen mehr Performance zu holen.
Außerdem ist ja bekannt, dass er wöchentlich einen Tag Auszeit in seiner Heimat Backnang bei seiner Familie benötigt.
Stress ist ein gutes Stichwort. Vielleicht sind hier einige anderer Meinung, aber ich bin mir sicher, dass ein Posten in Leipzig mit Sportverantwortung weitaus stressiger ist als beim VfB. Ich bin mir sicher, dass der Manager- und Trainerposten bei RB die stressigste Position in der Bundesliga ist. Das ist ja kapitalisierter Fußball in Hochform. Will nicht wissen, zu was sie da alles Formeln und Parameter ausgetüftelt haben um Saison für Saison genau berechnen zu können, wo sie am Ende stehen werden und was ein Spieler und Trainer hier für sein Gehalt und Ablöse zu leisten hat.
Beim VfB wird eigentlich nur ein einstelliger Tabellenplatz erwartet. Das wars dann auch schon. Rangnick ist jetzt 60, wie lange er den Stress in Leipzig ertragen kann ist fraglich. Dort steht ja absolut jeder seit dem ersten Tag unter Beobachtung und Hinterfragung. Sieht man ja, dass trotz CL-Kurs seit Bundesliga-Debüt immer wieder eigentlich erfolgreiche Personen rasiert werden um nochmal ein Quäntchen mehr Performance zu holen.
Außerdem ist ja bekannt, dass er wöchentlich einen Tag Auszeit in seiner Heimat Backnang bei seiner Familie benötigt.
Stress ist eine rein subjektive Wahrnehmung.
Was die einen als Stress empfinden ist für andere die Erfüllung eines tollen herausfordernden Arbeitsplatzes.
Rangnick hat Leipzig mit aufgebaut. Er hat dort das Personal großteils ausgesucht und dort wird seine Philosophie umgesetzt und gelebt. Er hat dort quasi alles im Griff. Den freien Tag dort, den "braucht" er weniger wegen Überlaßtung, sondern den freien Tag nimmt er sich heraus, weil er alles im Griff hat. Und im Griff hat er deshalb alles, weil im Verein Profis arbeiten, die alle gemeinsamen an einem Strang ziehen. Und ganz wichtig, der Investor hält sich komplett aus dem operativen Bereich heraus und überläßt das eben den Profis. Einen der gefährlichsten Stressfaktoren gibt es somit im Gegensatz zum VfB in Leipzig nicht in dieser Form.
Man kann sagen, dass Rangnick in seiner (Macht-)Rolle aufgeht und sie daher auch nicht als negativen Stress empfindet. Im Gegenteil, der Erfolg seiner Arbeit gibt ihm Bestätigung woraus er wiederum seine Kraft schöpft.
Beim VfB hingegen gibt es in der Führung keine Profis, dafür viel zu viele Amateure, Eitelkeiten, Besserwisser und Klüngeleien, die alle mitreden und reinreden wollen. Sich tagtäglich mit solchen Leuten auseinandersetzen zu müssen, das ist der eigentliche Stressfaktor. Und genau den wird Rangnick nicht mehr haben wollen. Denn eine ähnliche Situation hatte er auf Schalke.
Unprofessionelle Vereins- oder generell Firmenstrukturen sind ein brutaler Stressfaktor die nicht selten und immer öfter im Burn out enden.
24.04.2019 - 12:07 Uhr
Zitat von JoeVFB
Stress ist eine rein subjektive Wahrnehmung.
Was die einen als Stress empfinden ist für andere die Erfüllung eines tollen herausfordernden Arbeitsplatzes.
Rangnick hat Leipzig mit aufgebaut. Er hat dort das Personal großteils ausgesucht und dort wird seine Philosophie umgesetzt und gelebt. Er hat dort quasi alles im Griff. Den freien Tag dort, den "braucht" er weniger wegen Überlaßtung, sondern den freien Tag nimmt er sich heraus, weil er alles im Griff hat. Und im Griff hat er deshalb alles, weil im Verein Profis arbeiten, die alle gemeinsamen an einem Strang ziehen. Und ganz wichtig, der Investor hält sich komplett aus dem operativen Bereich heraus und überläßt das eben den Profis. Einen der gefährlichsten Stressfaktoren gibt es somit im Gegensatz zum VfB in Leipzig nicht in dieser Form.
Man kann sagen, dass Rangnick in seiner (Macht-)Rolle aufgeht und sie daher auch nicht als negativen Stress empfindet. Im Gegenteil, der Erfolg seiner Arbeit gibt ihm Bestätigung woraus er wiederum seine Kraft schöpft.
Beim VfB hingegen gibt es in der Führung keine Profis, dafür viel zu viele Amateure, Eitelkeiten, Besserwisser und Klüngeleien, die alle mitreden und reinreden wollen. Sich tagtäglich mit solchen Leuten auseinandersetzen zu müssen, das ist der eigentliche Stressfaktor. Und genau den wird Rangnick nicht mehr haben wollen. Denn eine ähnliche Situation hatte er auf Schalke.
Unprofessionelle Vereins- oder generell Firmenstrukturen sind ein brutaler Stressfaktor die nicht selten und immer öfter im Burn out enden.
Zitat von der_schreiber
Stress ist ein gutes Stichwort. Vielleicht sind hier einige anderer Meinung, aber ich bin mir sicher, dass ein Posten in Leipzig mit Sportverantwortung weitaus stressiger ist als beim VfB. Ich bin mir sicher, dass der Manager- und Trainerposten bei RB die stressigste Position in der Bundesliga ist. Das ist ja kapitalisierter Fußball in Hochform. Will nicht wissen, zu was sie da alles Formeln und Parameter ausgetüftelt haben um Saison für Saison genau berechnen zu können, wo sie am Ende stehen werden und was ein Spieler und Trainer hier für sein Gehalt und Ablöse zu leisten hat.
Beim VfB wird eigentlich nur ein einstelliger Tabellenplatz erwartet. Das wars dann auch schon. Rangnick ist jetzt 60, wie lange er den Stress in Leipzig ertragen kann ist fraglich. Dort steht ja absolut jeder seit dem ersten Tag unter Beobachtung und Hinterfragung. Sieht man ja, dass trotz CL-Kurs seit Bundesliga-Debüt immer wieder eigentlich erfolgreiche Personen rasiert werden um nochmal ein Quäntchen mehr Performance zu holen.
Außerdem ist ja bekannt, dass er wöchentlich einen Tag Auszeit in seiner Heimat Backnang bei seiner Familie benötigt.
Stress ist ein gutes Stichwort. Vielleicht sind hier einige anderer Meinung, aber ich bin mir sicher, dass ein Posten in Leipzig mit Sportverantwortung weitaus stressiger ist als beim VfB. Ich bin mir sicher, dass der Manager- und Trainerposten bei RB die stressigste Position in der Bundesliga ist. Das ist ja kapitalisierter Fußball in Hochform. Will nicht wissen, zu was sie da alles Formeln und Parameter ausgetüftelt haben um Saison für Saison genau berechnen zu können, wo sie am Ende stehen werden und was ein Spieler und Trainer hier für sein Gehalt und Ablöse zu leisten hat.
Beim VfB wird eigentlich nur ein einstelliger Tabellenplatz erwartet. Das wars dann auch schon. Rangnick ist jetzt 60, wie lange er den Stress in Leipzig ertragen kann ist fraglich. Dort steht ja absolut jeder seit dem ersten Tag unter Beobachtung und Hinterfragung. Sieht man ja, dass trotz CL-Kurs seit Bundesliga-Debüt immer wieder eigentlich erfolgreiche Personen rasiert werden um nochmal ein Quäntchen mehr Performance zu holen.
Außerdem ist ja bekannt, dass er wöchentlich einen Tag Auszeit in seiner Heimat Backnang bei seiner Familie benötigt.
Stress ist eine rein subjektive Wahrnehmung.
Was die einen als Stress empfinden ist für andere die Erfüllung eines tollen herausfordernden Arbeitsplatzes.
Rangnick hat Leipzig mit aufgebaut. Er hat dort das Personal großteils ausgesucht und dort wird seine Philosophie umgesetzt und gelebt. Er hat dort quasi alles im Griff. Den freien Tag dort, den "braucht" er weniger wegen Überlaßtung, sondern den freien Tag nimmt er sich heraus, weil er alles im Griff hat. Und im Griff hat er deshalb alles, weil im Verein Profis arbeiten, die alle gemeinsamen an einem Strang ziehen. Und ganz wichtig, der Investor hält sich komplett aus dem operativen Bereich heraus und überläßt das eben den Profis. Einen der gefährlichsten Stressfaktoren gibt es somit im Gegensatz zum VfB in Leipzig nicht in dieser Form.
Man kann sagen, dass Rangnick in seiner (Macht-)Rolle aufgeht und sie daher auch nicht als negativen Stress empfindet. Im Gegenteil, der Erfolg seiner Arbeit gibt ihm Bestätigung woraus er wiederum seine Kraft schöpft.
Beim VfB hingegen gibt es in der Führung keine Profis, dafür viel zu viele Amateure, Eitelkeiten, Besserwisser und Klüngeleien, die alle mitreden und reinreden wollen. Sich tagtäglich mit solchen Leuten auseinandersetzen zu müssen, das ist der eigentliche Stressfaktor. Und genau den wird Rangnick nicht mehr haben wollen. Denn eine ähnliche Situation hatte er auf Schalke.
Unprofessionelle Vereins- oder generell Firmenstrukturen sind ein brutaler Stressfaktor die nicht selten und immer öfter im Burn out enden.
Bin ich zum Teil bei dir. Wenn er wirklich wenig Stress haben möchte, dann gibt es viele Vereine, die dem VfB vorzuziehen sind. Aber aus der Wirtschaftswelt solltest du mitnehmen, dass Euphorie nicht vor Burn-out schützt. Ich bin bei dir, dass Leipzig das Werk von Rangnick ist. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ihn Red Bull oder der Verein ihn dermaßen ehrt, wie er es eigentlich verdient hätte. Er beklagt sich ja fast resignierend darüber, dass sein Stadion nicht voll wird bei diesem schnellen, attraktiven Fußball, den er spielen lässt. Er ist schlau genug um zu wissen, dass am ersten Tag, wo er nicht die Leistung bringt, für die er bezahlt wird, er ohne Emotionen vor die Tür gesetzt wird. Denn abstrakt runtergebrochen ist Leipzig auch nur ein hunderte Millionen Projekt.
Würde er beim VfB auch nur annähernd die Leistung bringen wie in Leipzig, dann würde er hier tatsächlich diese Anerkennung im immer vollgefüllten Stadion förmlich greifen können. Auf Schalke weinen sie ihm bis heute noch hinterher. Ob man das auch in Leipzig tun wird? Hasenhüttl lässt grüßen.
24.04.2019 - 12:25 Uhr
Zitat von der_schreiber
Bin ich zum Teil bei dir. Wenn er wirklich wenig Stress haben möchte, dann gibt es viele Vereine, die dem VfB vorzuziehen sind. Aber aus der Wirtschaftswelt solltest du mitnehmen, dass Euphorie nicht vor Burn-out schützt. Ich bin bei dir, dass Leipzig das Werk von Rangnick ist. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ihn Red Bull oder der Verein ihn dermaßen ehrt, wie er es eigentlich verdient hätte. Er beklagt sich ja fast resignierend darüber, dass sein Stadion nicht voll wird bei diesem schnellen, attraktiven Fußball, den er spielen lässt. Er ist schlau genug um zu wissen, dass am ersten Tag, wo er nicht die Leistung bringt, für die er bezahlt wird, er ohne Emotionen vor die Tür gesetzt wird. Denn abstrakt runtergebrochen ist Leipzig auch nur ein hunderte Millionen Projekt.
Würde er beim VfB auch nur annähernd die Leistung bringen wie in Leipzig, dann würde er hier tatsächlich diese Anerkennung im immer vollgefüllten Stadion förmlich greifen können. Auf Schalke weinen sie ihm bis heute noch hinterher. Ob man das auch in Leipzig tun wird? Hasenhüttl lässt grüßen.
Bin ich zum Teil bei dir. Wenn er wirklich wenig Stress haben möchte, dann gibt es viele Vereine, die dem VfB vorzuziehen sind. Aber aus der Wirtschaftswelt solltest du mitnehmen, dass Euphorie nicht vor Burn-out schützt. Ich bin bei dir, dass Leipzig das Werk von Rangnick ist. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ihn Red Bull oder der Verein ihn dermaßen ehrt, wie er es eigentlich verdient hätte. Er beklagt sich ja fast resignierend darüber, dass sein Stadion nicht voll wird bei diesem schnellen, attraktiven Fußball, den er spielen lässt. Er ist schlau genug um zu wissen, dass am ersten Tag, wo er nicht die Leistung bringt, für die er bezahlt wird, er ohne Emotionen vor die Tür gesetzt wird. Denn abstrakt runtergebrochen ist Leipzig auch nur ein hunderte Millionen Projekt.
Würde er beim VfB auch nur annähernd die Leistung bringen wie in Leipzig, dann würde er hier tatsächlich diese Anerkennung im immer vollgefüllten Stadion förmlich greifen können. Auf Schalke weinen sie ihm bis heute noch hinterher. Ob man das auch in Leipzig tun wird? Hasenhüttl lässt grüßen.
Probleme und Stress kann es generell überall geben. Auch in Leipzig.
Nur ich behaupte mal, dass er in Stuttgart schneller in der Kritik stehen würde, als in Leipzig. Und das hat mit seiner Person garnichts zu tun. Sondern an dem Umfeld, in dem er seine Vorstellungen mehr oder weniger gut umsetzten kann. In Leipzig kann er das, beim VfB bezweifle ich, dass er da diese Freiheiten bekommen würde. Und daher würde er beim VfB schneller scheitern als in Leipzig.
Und ein volleres Stadion ist da eher eine Randnotiz, aber kein Entscheidungskriterium.
24.04.2019 - 12:43 Uhr
Zitat von der_schreiber
Bin ich zum Teil bei dir. Wenn er wirklich wenig Stress haben möchte, dann gibt es viele Vereine, die dem VfB vorzuziehen sind. Aber aus der Wirtschaftswelt solltest du mitnehmen, dass Euphorie nicht vor Burn-out schützt. Ich bin bei dir, dass Leipzig das Werk von Rangnick ist. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ihn Red Bull oder der Verein ihn dermaßen ehrt, wie er es eigentlich verdient hätte. Er beklagt sich ja fast resignierend darüber, dass sein Stadion nicht voll wird bei diesem schnellen, attraktiven Fußball, den er spielen lässt. Er ist schlau genug um zu wissen, dass am ersten Tag, wo er nicht die Leistung bringt, für die er bezahlt wird, er ohne Emotionen vor die Tür gesetzt wird. Denn abstrakt runtergebrochen ist Leipzig auch nur ein hunderte Millionen Projekt.
Würde er beim VfB auch nur annähernd die Leistung bringen wie in Leipzig, dann würde er hier tatsächlich diese Anerkennung im immer vollgefüllten Stadion förmlich greifen können. Auf Schalke weinen sie ihm bis heute noch hinterher. Ob man das auch in Leipzig tun wird? Hasenhüttl lässt grüßen.
Bin ich zum Teil bei dir. Wenn er wirklich wenig Stress haben möchte, dann gibt es viele Vereine, die dem VfB vorzuziehen sind. Aber aus der Wirtschaftswelt solltest du mitnehmen, dass Euphorie nicht vor Burn-out schützt. Ich bin bei dir, dass Leipzig das Werk von Rangnick ist. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass ihn Red Bull oder der Verein ihn dermaßen ehrt, wie er es eigentlich verdient hätte. Er beklagt sich ja fast resignierend darüber, dass sein Stadion nicht voll wird bei diesem schnellen, attraktiven Fußball, den er spielen lässt. Er ist schlau genug um zu wissen, dass am ersten Tag, wo er nicht die Leistung bringt, für die er bezahlt wird, er ohne Emotionen vor die Tür gesetzt wird. Denn abstrakt runtergebrochen ist Leipzig auch nur ein hunderte Millionen Projekt.
Würde er beim VfB auch nur annähernd die Leistung bringen wie in Leipzig, dann würde er hier tatsächlich diese Anerkennung im immer vollgefüllten Stadion förmlich greifen können. Auf Schalke weinen sie ihm bis heute noch hinterher. Ob man das auch in Leipzig tun wird? Hasenhüttl lässt grüßen.
Da hast du schon nen Punkt. Wenn er es bei uns schafft wäre das ein gigantischer Erfolg, er wäre unsterblich. Wenn er es nicht schafft wäre das keine große Überraschung da wir eh als un-trainierbar gelten, es hätte wahrscheinlich kaum einen Einfluss auf seinen Ruf.
Als letzter versuch etwas Großes in seiner Karriere zu erreichen, kann ich mir das schon vorstellen, aber Stressfrei wäre das ganz sicher nicht.
24.04.2019 - 13:19 Uhr
Jetzt müssen wir uns wohl bis 26.5 gedulden
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