Name des Vereins
10.08.2013 - 15:51 Uhr
22.07.2025 - 08:17 Uhr
Zitat von SkyGoer
Wurde auch erläutert, was geschieht, falls eine demokratische Rückbenennung scheitert? Wird in diesem Fall der Zusatz ‚Greuther‘ akzeptiert?
Wurde auch erläutert, was geschieht, falls eine demokratische Rückbenennung scheitert? Wird in diesem Fall der Zusatz ‚Greuther‘ akzeptiert?
Es wurde gesagt, dass man sich dahingehend noch keine Gedanken gemacht habe da man voller Zuversicht die Kampagne bis dahin fahren möchte und daran glaubt erfolgreich zu sein. Falls es jedoch nicht reichen sollte, wird man sich konsolidieren und schauen wie es weiteregeht. Es klang in der Ausführung durchaus so, als ob die momentanen Köpfe der Kampagne keinen zweiten Versuch wagen würden. Es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass es höchstwahrscheinlich dann eine "neue Generation" gibt, die einen weiteren Versuch in Angriff nehmen wird, da für sie "eine 100% Identifikation" erst mit dem Namen Spvgg Fürth stattfinden kann.
22.07.2025 - 08:50 Uhr
Dann hoffen wir mal, dass auf der Jahreshauptversammlung im November 2026 die Abstimmung unsere kleinste Sorge ist... Ich sehe immer noch keine große Notwendigkeit aber die letzten Beiträge hier haben mir durchaus geholfen, meine eigene Perspektive zu hinterfragen.
Daran, dass wir für Sponsoren nach Rückbenennung nicht uninteressanter oder sogar interessanter werden, glaube ich absolut nicht und auch dass paar Hobbykicker in Vestenbergsgreuth mit Blubb-Trikots rumlaufen stört mich nicht, denn ich spiele selber in Fürth Fußball und es finden sich eben auch dort solche Fans.
Mir wäre es nur tatsächlich wichtig, dass irgendwann unabhängig vom Ausgang der Kampagne der Fokus dann auch wieder auf das Wesentliche gerichtet wird.
Daran, dass wir für Sponsoren nach Rückbenennung nicht uninteressanter oder sogar interessanter werden, glaube ich absolut nicht und auch dass paar Hobbykicker in Vestenbergsgreuth mit Blubb-Trikots rumlaufen stört mich nicht, denn ich spiele selber in Fürth Fußball und es finden sich eben auch dort solche Fans.
Mir wäre es nur tatsächlich wichtig, dass irgendwann unabhängig vom Ausgang der Kampagne der Fokus dann auch wieder auf das Wesentliche gerichtet wird.
22.07.2025 - 09:01 Uhr
Wer die PK gestern verpasst hat und noch sehen möchte, kann sie HIER im Nachgang schauen.
22.07.2025 - 11:13 Uhr
Quelle: www.bild.de
Wenn es nach dem Willen der Fan-Initiative „Zurück zur SpVgg Fürth“ geht, soll frühestens ab dem Jahr 2026 wieder der ursprüngliche Name des Vereins, die SpVgg Fürth, das weiß-grüne Trikot zieren.
Passend dazu kommt nun auch die BILD mit einem Artikel um die Ecke.
22.07.2025 - 15:49 Uhr
Ich habe mir die Pressekonferenz angesehen und kann einige Punkte der Kampagne auch emotional nachvollziehen.
Aus Sicht vieler Fürther ist es verständlich, dass man „seinen“ Verein gerne ausschließlich mit der eigenen Stadt identifiziert wissen möchte – und diesen nicht mit den „Greuthern“ teilen will, die zwischen den Zeilen immer wieder geleugnet oder kleingeredet werden.
Allerdings erkenne ich in vielen Aussagen der Kampagne eine stark ausgeprägte „Fürth-Brille“, die die Stadt Fürth als ein überregional strahlendes Zentrum mit immenser Attraktivität inszeniert. Man suggeriert, dass nach der Rückbenennung plötzlich wieder die Fürther (die bisher nicht ins Stadion kommen oder Fanartikel kaufen) in Scharen zur SpVgg zurückkehren – auch aus der Ferne.
Mit meiner „Greuther-Franken-Brille“ sehe ich Fürth hingegen eher in einer Reihe mit Städten wie Erlangen, Bamberg, Bayreuth oder Schweinfurt – Orte mit begrenztem Fanpotenzial im Profifußball.
Was wir diesen Städten an Tradition, sportlichem Erfolg und gewachsener Infrastruktur voraus haben, wird durch unsere geografische Nähe zu Nürnberg relativiert. Im Umland, vor allem auf den Dörfern, dürfte die Dichte an Club-Fans deutlich größer sein als in den oben genannten Regionen. Solange die SpVgg sportlich erfolgreich ist und der Club in der 2. Liga „herumdümpelt“, kann man sicherlich neue Fans gewinnen. Doch im Falle eines Abstiegs in Liga 3 oder 4 und eines gleichzeitigen Wiedererstarkens des FCN würden sich die Zuschauerzahlen vermutlich drastisch verringern – und der Verein müsste wieder sehr kleine Brötchen backen.
Auch das Thema Sponsoring wurde angesprochen:
Zwar ist es gut möglich, dass Partner wie Martin Bauer oder Franken Brunnen nach einer demokratisch legitimierten Rückbenennung nicht sofort abspringen. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie nachhaltig ihre Unterstützung wäre – insbesondere im Falle sportlicher Misserfolge. Es ist nicht auszuschließen, dass sich solche Sponsoren mittelfristig lieber in andere Vereine der Region, etwa in Höchstadt oder Neustadt a. d. Aisch, einbringen würden – statt sich weiterhin einem Verein zuzuordnen, der bewusst als „Verein der Stadt Fürth“ positioniert ist und dadurch verstärkt Gegenwind aus dem restlichen Club-Franken erfährt.
Auch aus Fanperspektive muss man ehrlich bleiben:
Die „Greuther“ aus dem Aischgrund würden dem Verein vermutlich zunächst treu bleiben – auch bei einer Rückbenennung. Doch ein sportlicher Absturz könnte auch in dieser Region zum Bruch führen. So hart es für manche Ultras klingen mag: Für viele Fans ist Fußball – und damit auch unser Verein – eine Freizeitbeschäftigung, kein Lebensinhalt. Wenn man genau diese Menschen verliert, weil man sich krampfhaft als Verein der Stadt Fürth definieren möchte, wäre das ein großer Verlust.
Ich wäre der Erste, der einer Rückbenennung zustimmen würde – unter einer klaren Bedingung:
Zum Beispiel das ein großer Fürther Sponsor stellt ein langfristig tragfähiges Konzept vor, wie der Verein solide über 15 Jahre wachsen kann, um eine ähnliche Entwicklung wie Mainz, Augsburg oder Union Berlin zu nehmen – Vereine, die sich dauerhaft in der 1. Bundesliga etabliert haben und ihren Fans viel Freude bereiten.
Aber allein für den Titel „Verein der Stadt Fürth“ ein solches Risiko einzugehen, halte ich für höchst gefährlich.
Aus Sicht vieler Fürther ist es verständlich, dass man „seinen“ Verein gerne ausschließlich mit der eigenen Stadt identifiziert wissen möchte – und diesen nicht mit den „Greuthern“ teilen will, die zwischen den Zeilen immer wieder geleugnet oder kleingeredet werden.
Allerdings erkenne ich in vielen Aussagen der Kampagne eine stark ausgeprägte „Fürth-Brille“, die die Stadt Fürth als ein überregional strahlendes Zentrum mit immenser Attraktivität inszeniert. Man suggeriert, dass nach der Rückbenennung plötzlich wieder die Fürther (die bisher nicht ins Stadion kommen oder Fanartikel kaufen) in Scharen zur SpVgg zurückkehren – auch aus der Ferne.
Mit meiner „Greuther-Franken-Brille“ sehe ich Fürth hingegen eher in einer Reihe mit Städten wie Erlangen, Bamberg, Bayreuth oder Schweinfurt – Orte mit begrenztem Fanpotenzial im Profifußball.
Was wir diesen Städten an Tradition, sportlichem Erfolg und gewachsener Infrastruktur voraus haben, wird durch unsere geografische Nähe zu Nürnberg relativiert. Im Umland, vor allem auf den Dörfern, dürfte die Dichte an Club-Fans deutlich größer sein als in den oben genannten Regionen. Solange die SpVgg sportlich erfolgreich ist und der Club in der 2. Liga „herumdümpelt“, kann man sicherlich neue Fans gewinnen. Doch im Falle eines Abstiegs in Liga 3 oder 4 und eines gleichzeitigen Wiedererstarkens des FCN würden sich die Zuschauerzahlen vermutlich drastisch verringern – und der Verein müsste wieder sehr kleine Brötchen backen.
Auch das Thema Sponsoring wurde angesprochen:
Zwar ist es gut möglich, dass Partner wie Martin Bauer oder Franken Brunnen nach einer demokratisch legitimierten Rückbenennung nicht sofort abspringen. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie nachhaltig ihre Unterstützung wäre – insbesondere im Falle sportlicher Misserfolge. Es ist nicht auszuschließen, dass sich solche Sponsoren mittelfristig lieber in andere Vereine der Region, etwa in Höchstadt oder Neustadt a. d. Aisch, einbringen würden – statt sich weiterhin einem Verein zuzuordnen, der bewusst als „Verein der Stadt Fürth“ positioniert ist und dadurch verstärkt Gegenwind aus dem restlichen Club-Franken erfährt.
Auch aus Fanperspektive muss man ehrlich bleiben:
Die „Greuther“ aus dem Aischgrund würden dem Verein vermutlich zunächst treu bleiben – auch bei einer Rückbenennung. Doch ein sportlicher Absturz könnte auch in dieser Region zum Bruch führen. So hart es für manche Ultras klingen mag: Für viele Fans ist Fußball – und damit auch unser Verein – eine Freizeitbeschäftigung, kein Lebensinhalt. Wenn man genau diese Menschen verliert, weil man sich krampfhaft als Verein der Stadt Fürth definieren möchte, wäre das ein großer Verlust.
Ich wäre der Erste, der einer Rückbenennung zustimmen würde – unter einer klaren Bedingung:
Zum Beispiel das ein großer Fürther Sponsor stellt ein langfristig tragfähiges Konzept vor, wie der Verein solide über 15 Jahre wachsen kann, um eine ähnliche Entwicklung wie Mainz, Augsburg oder Union Berlin zu nehmen – Vereine, die sich dauerhaft in der 1. Bundesliga etabliert haben und ihren Fans viel Freude bereiten.
Aber allein für den Titel „Verein der Stadt Fürth“ ein solches Risiko einzugehen, halte ich für höchst gefährlich.
22.07.2025 - 16:58 Uhr
Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Aus meiner Sicht haben wir im Verein aktuell ganz andere und vor allem wichtigere Baustellen als die Rückbenennung zur SpVgg Fürth. Die letzte Saison hat das deutlich gezeigt und sportlich war das zwischenzeitlich existenzbedrohend. Meiner Meinung nach ist die Situation auch noch längst nicht ausgestanden.
Wenn man dann noch bedenkt, dass wir seit Leweling keinen einzigen Jugendspieler mehr in die Bundesliga gebracht haben, während andere Vereine wie unser Nachbar uns in der Nachwuchsarbeit inzwischen meilenweit voraus sind , dann frage ich mich ernsthaft, ob wir hier gerade wirklich die richtigen Prioritäten setzen.
Genau da müssten wir ansetzen. Sportliche Entwicklung, Nachwuchsförderung, und nachhaltige Strukturen. Stattdessen wird über eine Namensänderung diskutiert, bei der ich den Eindruck habe, dass man die Risiken klar unterschätzt und die möglichen Vorteile deutlich überschätzt.
Klar, ich verstehe den Wunsch vieler Fürther, den Verein wieder stärker als „ihren“ zu sehen. Aber man sollte nicht vergessen, dass das „Greuther“ eben auch ein Teil unserer Entwicklung ist. Diese Geschichte jetzt abzuschneiden, ist nicht nur riskant, sondern könnte auch genau die Menschen im Umland vergraulen, die uns über viele Jahre hinweg treu unterstützt haben.
Das durch eine Rückbenennung plötzlich all die „Fürther“, die sich in den letzten Jahren vom Verein abgewandt haben zurückkehren, das halte ich für Wunschdenken. Und selbst wenn einige zurückkämen, stellt sich für mich die Frage: Brauchen wir sie wirklich, wenn sie dem Verein in schwierigen Phasen den Rücken gekehrt haben?
Ich finde, man sollte das „Greuther“ inzwischen als Teil unserer Geschichte akzeptieren, als etwas, das den Verein zu dem gemacht hat, was er heute ist. Es wäre viel sinnvoller, sich jetzt auf sportlichen Erfolg und strukturelle Weiterentwicklung zu konzentrieren, anstatt sich in Symbolfragen zu verlieren.
Wenn man dann noch bedenkt, dass wir seit Leweling keinen einzigen Jugendspieler mehr in die Bundesliga gebracht haben, während andere Vereine wie unser Nachbar uns in der Nachwuchsarbeit inzwischen meilenweit voraus sind , dann frage ich mich ernsthaft, ob wir hier gerade wirklich die richtigen Prioritäten setzen.
Genau da müssten wir ansetzen. Sportliche Entwicklung, Nachwuchsförderung, und nachhaltige Strukturen. Stattdessen wird über eine Namensänderung diskutiert, bei der ich den Eindruck habe, dass man die Risiken klar unterschätzt und die möglichen Vorteile deutlich überschätzt.
Klar, ich verstehe den Wunsch vieler Fürther, den Verein wieder stärker als „ihren“ zu sehen. Aber man sollte nicht vergessen, dass das „Greuther“ eben auch ein Teil unserer Entwicklung ist. Diese Geschichte jetzt abzuschneiden, ist nicht nur riskant, sondern könnte auch genau die Menschen im Umland vergraulen, die uns über viele Jahre hinweg treu unterstützt haben.
Das durch eine Rückbenennung plötzlich all die „Fürther“, die sich in den letzten Jahren vom Verein abgewandt haben zurückkehren, das halte ich für Wunschdenken. Und selbst wenn einige zurückkämen, stellt sich für mich die Frage: Brauchen wir sie wirklich, wenn sie dem Verein in schwierigen Phasen den Rücken gekehrt haben?
Ich finde, man sollte das „Greuther“ inzwischen als Teil unserer Geschichte akzeptieren, als etwas, das den Verein zu dem gemacht hat, was er heute ist. Es wäre viel sinnvoller, sich jetzt auf sportlichen Erfolg und strukturelle Weiterentwicklung zu konzentrieren, anstatt sich in Symbolfragen zu verlieren.
22.07.2025 - 17:10 Uhr
Zitat von Kleeblatt1903-
Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Aus meiner Sicht haben wir im Verein aktuell ganz andere und vor allem wichtigere Baustellen als die Rückbenennung zur SpVgg Fürth. Die letzte Saison hat das deutlich gezeigt und sportlich war das zwischenzeitlich existenzbedrohend. Meiner Meinung nach ist die Situation auch noch längst nicht ausgestanden.
Wenn man dann noch bedenkt, dass wir seit Leweling keinen einzigen Jugendspieler mehr in die Bundesliga gebracht haben, während andere Vereine wie unser Nachbar uns in der Nachwuchsarbeit inzwischen meilenweit voraus sind , dann frage ich mich ernsthaft, ob wir hier gerade wirklich die richtigen Prioritäten setzen.
Genau da müssten wir ansetzen. Sportliche Entwicklung, Nachwuchsförderung, und nachhaltige Strukturen. Stattdessen wird über eine Namensänderung diskutiert, bei der ich den Eindruck habe, dass man die Risiken klar unterschätzt und die möglichen Vorteile deutlich überschätzt.
Klar, ich verstehe den Wunsch vieler Fürther, den Verein wieder stärker als „ihren“ zu sehen. Aber man sollte nicht vergessen, dass das „Greuther“ eben auch ein Teil unserer Entwicklung ist. Diese Geschichte jetzt abzuschneiden, ist nicht nur riskant, sondern könnte auch genau die Menschen im Umland vergraulen, die uns über viele Jahre hinweg treu unterstützt haben.
Das durch eine Rückbenennung plötzlich all die „Fürther“, die sich in den letzten Jahren vom Verein abgewandt haben zurückkehren, das halte ich für Wunschdenken. Und selbst wenn einige zurückkämen, stellt sich für mich die Frage: Brauchen wir sie wirklich, wenn sie dem Verein in schwierigen Phasen den Rücken gekehrt haben?
Ich finde, man sollte das „Greuther“ inzwischen als Teil unserer Geschichte akzeptieren, als etwas, das den Verein zu dem gemacht hat, was er heute ist. Es wäre viel sinnvoller, sich jetzt auf sportlichen Erfolg und strukturelle Weiterentwicklung zu konzentrieren, anstatt sich in Symbolfragen zu verlieren.
Ich sehe das ganz ähnlich wie du. Aus meiner Sicht haben wir im Verein aktuell ganz andere und vor allem wichtigere Baustellen als die Rückbenennung zur SpVgg Fürth. Die letzte Saison hat das deutlich gezeigt und sportlich war das zwischenzeitlich existenzbedrohend. Meiner Meinung nach ist die Situation auch noch längst nicht ausgestanden.
Wenn man dann noch bedenkt, dass wir seit Leweling keinen einzigen Jugendspieler mehr in die Bundesliga gebracht haben, während andere Vereine wie unser Nachbar uns in der Nachwuchsarbeit inzwischen meilenweit voraus sind , dann frage ich mich ernsthaft, ob wir hier gerade wirklich die richtigen Prioritäten setzen.
Genau da müssten wir ansetzen. Sportliche Entwicklung, Nachwuchsförderung, und nachhaltige Strukturen. Stattdessen wird über eine Namensänderung diskutiert, bei der ich den Eindruck habe, dass man die Risiken klar unterschätzt und die möglichen Vorteile deutlich überschätzt.
Klar, ich verstehe den Wunsch vieler Fürther, den Verein wieder stärker als „ihren“ zu sehen. Aber man sollte nicht vergessen, dass das „Greuther“ eben auch ein Teil unserer Entwicklung ist. Diese Geschichte jetzt abzuschneiden, ist nicht nur riskant, sondern könnte auch genau die Menschen im Umland vergraulen, die uns über viele Jahre hinweg treu unterstützt haben.
Das durch eine Rückbenennung plötzlich all die „Fürther“, die sich in den letzten Jahren vom Verein abgewandt haben zurückkehren, das halte ich für Wunschdenken. Und selbst wenn einige zurückkämen, stellt sich für mich die Frage: Brauchen wir sie wirklich, wenn sie dem Verein in schwierigen Phasen den Rücken gekehrt haben?
Ich finde, man sollte das „Greuther“ inzwischen als Teil unserer Geschichte akzeptieren, als etwas, das den Verein zu dem gemacht hat, was er heute ist. Es wäre viel sinnvoller, sich jetzt auf sportlichen Erfolg und strukturelle Weiterentwicklung zu konzentrieren, anstatt sich in Symbolfragen zu verlieren.
Du bringst jetzt die sportliche und finanzielle Schiene ins Spiel, was meiner Meinung nach hier gar nicht relevant ist. Laut Aussagen des Vereins werden zum Beispiel keine Sponsoren abspringen.
HIER auch nochmal ein aktueller Kicker-Artikel, in dem unter anderem auf die Sponsorenfrage eingegangen wird.
Und was genau hat die Jugendarbeit denn bitte mit der Namensänderung zu tun? Das sind komplett verschiedene Baustellen. Wo soll sich da irgendwas in die Quere kommen oder schaden? Klingt für mich eher nach einem vorgeschobenen Argument, vielleicht kannst du es aber näher ausführen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von lockdog83 am 22.07.2025 um 21:45 Uhr bearbeitet
22.07.2025 - 17:33 Uhr
Zitat von SkyGoer
Ich habe mir die Pressekonferenz angesehen und kann einige Punkte der Kampagne auch emotional nachvollziehen.
Aus Sicht vieler Fürther ist es verständlich, dass man „seinen“ Verein gerne ausschließlich mit der eigenen Stadt identifiziert wissen möchte – und diesen nicht mit den „Greuthern“ teilen will, die zwischen den Zeilen immer wieder geleugnet oder kleingeredet werden.
Allerdings erkenne ich in vielen Aussagen der Kampagne eine stark ausgeprägte „Fürth-Brille“, die die Stadt Fürth als ein überregional strahlendes Zentrum mit immenser Attraktivität inszeniert. Man suggeriert, dass nach der Rückbenennung plötzlich wieder die Fürther (die bisher nicht ins Stadion kommen oder Fanartikel kaufen) in Scharen zur SpVgg zurückkehren – auch aus der Ferne.
Mit meiner „Greuther-Franken-Brille“ sehe ich Fürth hingegen eher in einer Reihe mit Städten wie Erlangen, Bamberg, Bayreuth oder Schweinfurt – Orte mit begrenztem Fanpotenzial im Profifußball.
Was wir diesen Städten an Tradition, sportlichem Erfolg und gewachsener Infrastruktur voraus haben, wird durch unsere geografische Nähe zu Nürnberg relativiert. Im Umland, vor allem auf den Dörfern, dürfte die Dichte an Club-Fans deutlich größer sein als in den oben genannten Regionen. Solange die SpVgg sportlich erfolgreich ist und der Club in der 2. Liga „herumdümpelt“, kann man sicherlich neue Fans gewinnen. Doch im Falle eines Abstiegs in Liga 3 oder 4 und eines gleichzeitigen Wiedererstarkens des FCN würden sich die Zuschauerzahlen vermutlich drastisch verringern – und der Verein müsste wieder sehr kleine Brötchen backen.
Auch das Thema Sponsoring wurde angesprochen:
Zwar ist es gut möglich, dass Partner wie Martin Bauer oder Franken Brunnen nach einer demokratisch legitimierten Rückbenennung nicht sofort abspringen. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie nachhaltig ihre Unterstützung wäre – insbesondere im Falle sportlicher Misserfolge. Es ist nicht auszuschließen, dass sich solche Sponsoren mittelfristig lieber in andere Vereine der Region, etwa in Höchstadt oder Neustadt a. d. Aisch, einbringen würden – statt sich weiterhin einem Verein zuzuordnen, der bewusst als „Verein der Stadt Fürth“ positioniert ist und dadurch verstärkt Gegenwind aus dem restlichen Club-Franken erfährt.
Auch aus Fanperspektive muss man ehrlich bleiben:
Die „Greuther“ aus dem Aischgrund würden dem Verein vermutlich zunächst treu bleiben – auch bei einer Rückbenennung. Doch ein sportlicher Absturz könnte auch in dieser Region zum Bruch führen. So hart es für manche Ultras klingen mag: Für viele Fans ist Fußball – und damit auch unser Verein – eine Freizeitbeschäftigung, kein Lebensinhalt. Wenn man genau diese Menschen verliert, weil man sich krampfhaft als Verein der Stadt Fürth definieren möchte, wäre das ein großer Verlust.
Ich wäre der Erste, der einer Rückbenennung zustimmen würde – unter einer klaren Bedingung:
Zum Beispiel das ein großer Fürther Sponsor stellt ein langfristig tragfähiges Konzept vor, wie der Verein solide über 15 Jahre wachsen kann, um eine ähnliche Entwicklung wie Mainz, Augsburg oder Union Berlin zu nehmen – Vereine, die sich dauerhaft in der 1. Bundesliga etabliert haben und ihren Fans viel Freude bereiten.
Aber allein für den Titel „Verein der Stadt Fürth“ ein solches Risiko einzugehen, halte ich für höchst gefährlich.
Ich habe mir die Pressekonferenz angesehen und kann einige Punkte der Kampagne auch emotional nachvollziehen.
Aus Sicht vieler Fürther ist es verständlich, dass man „seinen“ Verein gerne ausschließlich mit der eigenen Stadt identifiziert wissen möchte – und diesen nicht mit den „Greuthern“ teilen will, die zwischen den Zeilen immer wieder geleugnet oder kleingeredet werden.
Allerdings erkenne ich in vielen Aussagen der Kampagne eine stark ausgeprägte „Fürth-Brille“, die die Stadt Fürth als ein überregional strahlendes Zentrum mit immenser Attraktivität inszeniert. Man suggeriert, dass nach der Rückbenennung plötzlich wieder die Fürther (die bisher nicht ins Stadion kommen oder Fanartikel kaufen) in Scharen zur SpVgg zurückkehren – auch aus der Ferne.
Mit meiner „Greuther-Franken-Brille“ sehe ich Fürth hingegen eher in einer Reihe mit Städten wie Erlangen, Bamberg, Bayreuth oder Schweinfurt – Orte mit begrenztem Fanpotenzial im Profifußball.
Was wir diesen Städten an Tradition, sportlichem Erfolg und gewachsener Infrastruktur voraus haben, wird durch unsere geografische Nähe zu Nürnberg relativiert. Im Umland, vor allem auf den Dörfern, dürfte die Dichte an Club-Fans deutlich größer sein als in den oben genannten Regionen. Solange die SpVgg sportlich erfolgreich ist und der Club in der 2. Liga „herumdümpelt“, kann man sicherlich neue Fans gewinnen. Doch im Falle eines Abstiegs in Liga 3 oder 4 und eines gleichzeitigen Wiedererstarkens des FCN würden sich die Zuschauerzahlen vermutlich drastisch verringern – und der Verein müsste wieder sehr kleine Brötchen backen.
Auch das Thema Sponsoring wurde angesprochen:
Zwar ist es gut möglich, dass Partner wie Martin Bauer oder Franken Brunnen nach einer demokratisch legitimierten Rückbenennung nicht sofort abspringen. Die entscheidende Frage ist jedoch, wie nachhaltig ihre Unterstützung wäre – insbesondere im Falle sportlicher Misserfolge. Es ist nicht auszuschließen, dass sich solche Sponsoren mittelfristig lieber in andere Vereine der Region, etwa in Höchstadt oder Neustadt a. d. Aisch, einbringen würden – statt sich weiterhin einem Verein zuzuordnen, der bewusst als „Verein der Stadt Fürth“ positioniert ist und dadurch verstärkt Gegenwind aus dem restlichen Club-Franken erfährt.
Auch aus Fanperspektive muss man ehrlich bleiben:
Die „Greuther“ aus dem Aischgrund würden dem Verein vermutlich zunächst treu bleiben – auch bei einer Rückbenennung. Doch ein sportlicher Absturz könnte auch in dieser Region zum Bruch führen. So hart es für manche Ultras klingen mag: Für viele Fans ist Fußball – und damit auch unser Verein – eine Freizeitbeschäftigung, kein Lebensinhalt. Wenn man genau diese Menschen verliert, weil man sich krampfhaft als Verein der Stadt Fürth definieren möchte, wäre das ein großer Verlust.
Ich wäre der Erste, der einer Rückbenennung zustimmen würde – unter einer klaren Bedingung:
Zum Beispiel das ein großer Fürther Sponsor stellt ein langfristig tragfähiges Konzept vor, wie der Verein solide über 15 Jahre wachsen kann, um eine ähnliche Entwicklung wie Mainz, Augsburg oder Union Berlin zu nehmen – Vereine, die sich dauerhaft in der 1. Bundesliga etabliert haben und ihren Fans viel Freude bereiten.
Aber allein für den Titel „Verein der Stadt Fürth“ ein solches Risiko einzugehen, halte ich für höchst gefährlich.
Anbei mal meine Meinung zu deinen Punkten / Absätzen:
1. Verleugnung der Greuther
Wo genau wird denn bitte die „Greuther“ oder die „Greuther“ Vergangenheit in der Pressekonferenz geleugnet? Das stellst du jetzt einfach so in den Raum, aber das stimmt überhaupt nicht. Im Gegenteil, während der gesamten Kampagnenzeit wurde seitens der Kampagne immer dankbar auf die Greuther Vergangenheit Bezug genommen.
2. Fürth Brille - Scharen von Fürthern nach Rückumbenennung
Auch das stimmt so nicht. In der Pressekonferenz wurde nicht gesagt, dass deshalb wieder Scharen von Fans zurückkommen. Es wurde vielmehr erwähnt, dass die Zuschauerzahlen steigen und wie schon mehrfach zuvor betont, durch die Rückkehr zum ursprünglichen Namen eine stärkere Identifikation der Fans wieder da ist.
3. Fanpotenzial bei evtl. Abstieg
Und wie soll das durch „Greuther“ verhindert werden? Im Gegenteil, wenn mehr Menschen endlich wieder eine Identifikation mit der Stadt und ihrem Verein finden und diese Wurzeln schlägt, bindet das die Fans noch stärker an das Kleeblatt. Diese Identifikation ist bei „Greuther Fürth“ so nicht gegeben. Die Gründe dafür wurden in den vergangenen Beiträgen und auch durch die Kampagne ausführlich dargelegt.
4. Sponsoring
Das sind alles gut formulierte Mutmaßungen deinerseits. Fakten findest du im aktuellen Kicker-Artikel, in einem meiner vorherigen Beiträge oder direkt beim Vereinspräsidenten Volker Heißmann im bereits erwähnten Podcast.
5. Die vermeintlichen Greuther aus dem Aischgrund
Das sind ebenfalls nur Mutmaßungen, und deine Ultras Abneigung schimmert hier wieder durch, ähnlich wie zu Beginn deiner Posts in diesem Thread, als du dich noch nicht so sachlich zu dem Thema ausdrücK(I)en wolltest/konntest
Aber mal ehrlich, Massig Greuther aus dem Aischgrund habe ich in meinen über 30 Jahren Fandasein nie wirklich wahrgenommen. Wo sollen die denn sein und wieso sollten Sie gehen wenn Greuther weg ist? Wenn du das erklären kannst, können wir uns gerne sachlich darüber unterhalten.
6. Risiko
Von welchem Risiko sprichst du genau? Sponsoren sind es definitiv nicht, wie oben mit Fakten belegt wurde. Die „Greuther aus dem Aischgrund“ hingegen sind nur Mutmaßungen von dir, oder?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bier1903 am 22.07.2025 um 17:56 Uhr bearbeitet
22.07.2025 - 18:45 Uhr
Vielleicht kommt kein einziger Zuschauer mehr in den Ronhof, kann sein. Aber es kommt auch keiner weniger, wenn dieses grausame Greuther endlich weg ist. Es gibt im dt. Fußball keinen schlimmeren Namenszusatz. Und hat man schon einmal "die Bayern Münchner" gehört, aber dieses dämliche "die Greuther" oder "die Greuther Fürther" ist doch ganz normal. Am schlimmsten die guten Wünsche zur Heimreise nach "Greuther Fürth".
22.07.2025 - 19:06 Uhr
Ich verstehe dieses Argument "wir haben ganz andere Baustellen" überhaupt nicht. Inwiefern stört diese Kampagne aus der Fanszene den sportlichen Ablauf?
Auch diese Frage nach Sponsoren, man könnte meinen es drohe eine sofortige Kündigung der Verträge, ich habe bisher nichts gelesen, was mich diesen Gedankengang in irgendeiner Form nachvollziehen lässt.
Die Gründe um 2026 die Abstimmung anzustreben, haben mich überzeugt. Man hat mit der Abschaffung der Sperrminorität und der 2/3 Mehrheit, die Vorbereitung schon hinter sich und der Termin mit dem 125-Jährigen, kommt natürlich dafür auch sehr gelegen. Der Hinweis auf die Gestaltung der Fanartikel hat mir auch gefallen.
Man wird sehen, wie groß der Wunsch der Fans tatsächlich ist. Ist er groß genug, dass sich die Menschen aufraffen um sich als Mitglied anzumelden und dann zur JHV gehen, um abzustimmen, denn wenn nicht, dann glaube ich nicht wirklich daran, dass sich neue Genrationen von Fans mit dem gleichen Einsatz und diesen Grad an Organisation an dem Thema abarbeiten. Die Banner werden wohl nicht einfach verschwinden, aber Energie in ein Thema zu stecken, welches dann wirklich nicht die Masse hervorlockt, die es braucht, dazu wird man wohl nicht allzu oft bereit sein.
Auch diese Frage nach Sponsoren, man könnte meinen es drohe eine sofortige Kündigung der Verträge, ich habe bisher nichts gelesen, was mich diesen Gedankengang in irgendeiner Form nachvollziehen lässt.
Die Gründe um 2026 die Abstimmung anzustreben, haben mich überzeugt. Man hat mit der Abschaffung der Sperrminorität und der 2/3 Mehrheit, die Vorbereitung schon hinter sich und der Termin mit dem 125-Jährigen, kommt natürlich dafür auch sehr gelegen. Der Hinweis auf die Gestaltung der Fanartikel hat mir auch gefallen.
Man wird sehen, wie groß der Wunsch der Fans tatsächlich ist. Ist er groß genug, dass sich die Menschen aufraffen um sich als Mitglied anzumelden und dann zur JHV gehen, um abzustimmen, denn wenn nicht, dann glaube ich nicht wirklich daran, dass sich neue Genrationen von Fans mit dem gleichen Einsatz und diesen Grad an Organisation an dem Thema abarbeiten. Die Banner werden wohl nicht einfach verschwinden, aber Energie in ein Thema zu stecken, welches dann wirklich nicht die Masse hervorlockt, die es braucht, dazu wird man wohl nicht allzu oft bereit sein.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
