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Kaderanalyse

02.02.2009 - 18:37 Uhr
Kaderanalyse |#501
07.05.2024 - 15:11 Uhr
Zitat von spence
Zitat von Cypher121

Zitat von chrischi87

Zitat von Ulf_Undercover

Ergänzen wollte ich noch , das man die guten Leute der 2. Mannschaft gerne in eine Neugestaltung des Kaders bei Abstieg mit einbeziehen könnte. Ruschke , Dietze , Nkoa, Albrecht , Bachmann , Köster. Warum nicht oder ?


Die Jungen habe ich außen vor gelassen weil aktuell nicht regelmäßig in der 1.Mannschaft. Ruschke ist jemand für mich, den muss man versuchen langfristig zu halten und in Liga 3 sowieso mit deutlich mehr Spielzeit ausstatten. (aber auch in Liga 2)
Bei dem Rest der 2.Mannschaft muss man halt schauen, wen man den Schritt Richtung Liga 2 mittelfristig zutraut und wer aber gleichzeitig auch in Liga 3 schon zu gebrauchen ist. (das muss man auch bei Klassenerhalt der 1.Mannschaft und Abstieg der 2. )


Die Jungen kicken zum Teil besser als unsere „profis“ der Unterschied ist eigentlich nur die Erfahrung und zum Teil körperliche Defizite die man aber in 1-2 jahren profifussball aufholt, was unserem Staff seit Jahren fehlt ist Mut mal Junge konsequent reinzuschmeißen! Nen Krattenmacher in Unterhaching spielt halt einfach mit 17/18 Jahren schon das 2. jahr 3. liga das liegt nicht am Talent sondern am Mut und der Idee auf Junge Talente um jeden Preis zu setzen!

Wir wundern uns seit Jahren das wir immer wieder mit sogenannten Legionären rumplagen und verpflichten konsequent Spieler mit „Nachweisen“ und wundern uns das sie satt sind, nicht alles für unseren Verein geben. Wenn wir konsequent auf junge Spieler setzen würden, wäre das ein klares Pro Richtung Identifikation- mit damals Schuhen, Müller, Jänicke, Schied hatten wir mal eine Phase wo ich dachte sie haben es verstanden. Aber Werte schaffst du nur mit Spielerentwicklung, da muss man dann mal an Phylosiphie, Mindset und der vorhandenen Trainer im Verein hinterfragen


Also bei unseren Jungs aus der 2. Mannschaft wäre ich doch sehr vorsichtig.
Ich habe einige Spiele gesehen und da sah es schon in der Regionalliga so aus, als ob Jugendliche gegen Männer spielen. Da sehe ich nur wenige, z.B. Nkoa, die ich mir als wirklichen Faktor in Liga 3 vorstellen kann.
Und auch da werden wir nicht viel Zeit haben, um auf einen Leistungssprung zu warten. Da könnten wir uns ganz schnell in einer Situation wieder finden, die uns absolut gar nicht gefällt!
Ausnahmen können natürlich die Regel bestätigen, aber richtig optimistisch bin ich da nicht!


Es ist wie immer der Mix macht die Musik.
Unterhaching mal als Beispiel. Da gibts ja auch Erfahrenere Spieler wie Schwabl, Vollath, Welzmüller, Skarlatidis Fetsch etc. - aber Magdeburg zb hat mit einer klaren Phylosophie junge Spieler aus 2. Mannschaften geholt sie ebenso mit Erfahrung auf Schlüsselpositionen gepaart und ist damit einen sehr guten Weg gegangen. Daran sollte wir uns ebenso orientieren - haben wir ja schon mal bei magdeburg geklaut (Trainer u paar Spieler)

Was wir brauchen ist Technik, Wucht, 1vs1Spieler auf außen und im zentrum gepaart mit guter Körperlichkeit und Tempo in der letzten Kette, nach diesem Schema kann man übrigens sehr gut scouten.

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Signatur

Kaderanalyse |#502
07.05.2024 - 16:53 Uhr
Zitat von Cypher121
Zitat von spence

Zitat von Cypher121

Zitat von chrischi87

Zitat von Ulf_Undercover

Ergänzen wollte ich noch , das man die guten Leute der 2. Mannschaft gerne in eine Neugestaltung des Kaders bei Abstieg mit einbeziehen könnte. Ruschke , Dietze , Nkoa, Albrecht , Bachmann , Köster. Warum nicht oder ?


Die Jungen habe ich außen vor gelassen weil aktuell nicht regelmäßig in der 1.Mannschaft. Ruschke ist jemand für mich, den muss man versuchen langfristig zu halten und in Liga 3 sowieso mit deutlich mehr Spielzeit ausstatten. (aber auch in Liga 2)
Bei dem Rest der 2.Mannschaft muss man halt schauen, wen man den Schritt Richtung Liga 2 mittelfristig zutraut und wer aber gleichzeitig auch in Liga 3 schon zu gebrauchen ist. (das muss man auch bei Klassenerhalt der 1.Mannschaft und Abstieg der 2. )


Die Jungen kicken zum Teil besser als unsere „profis“ der Unterschied ist eigentlich nur die Erfahrung und zum Teil körperliche Defizite die man aber in 1-2 jahren profifussball aufholt, was unserem Staff seit Jahren fehlt ist Mut mal Junge konsequent reinzuschmeißen! Nen Krattenmacher in Unterhaching spielt halt einfach mit 17/18 Jahren schon das 2. jahr 3. liga das liegt nicht am Talent sondern am Mut und der Idee auf Junge Talente um jeden Preis zu setzen!

Wir wundern uns seit Jahren das wir immer wieder mit sogenannten Legionären rumplagen und verpflichten konsequent Spieler mit „Nachweisen“ und wundern uns das sie satt sind, nicht alles für unseren Verein geben. Wenn wir konsequent auf junge Spieler setzen würden, wäre das ein klares Pro Richtung Identifikation- mit damals Schuhen, Müller, Jänicke, Schied hatten wir mal eine Phase wo ich dachte sie haben es verstanden. Aber Werte schaffst du nur mit Spielerentwicklung, da muss man dann mal an Phylosiphie, Mindset und der vorhandenen Trainer im Verein hinterfragen


Also bei unseren Jungs aus der 2. Mannschaft wäre ich doch sehr vorsichtig.
Ich habe einige Spiele gesehen und da sah es schon in der Regionalliga so aus, als ob Jugendliche gegen Männer spielen. Da sehe ich nur wenige, z.B. Nkoa, die ich mir als wirklichen Faktor in Liga 3 vorstellen kann.
Und auch da werden wir nicht viel Zeit haben, um auf einen Leistungssprung zu warten. Da könnten wir uns ganz schnell in einer Situation wieder finden, die uns absolut gar nicht gefällt!
Ausnahmen können natürlich die Regel bestätigen, aber richtig optimistisch bin ich da nicht!


Es ist wie immer der Mix macht die Musik.
Unterhaching mal als Beispiel. Da gibts ja auch Erfahrenere Spieler wie Schwabl, Vollath, Welzmüller, Skarlatidis Fetsch etc. - aber Magdeburg zb hat mit einer klaren Phylosophie junge Spieler aus 2. Mannschaften geholt sie ebenso mit Erfahrung auf Schlüsselpositionen gepaart und ist damit einen sehr guten Weg gegangen. Daran sollte wir uns ebenso orientieren - haben wir ja schon mal bei magdeburg geklaut (Trainer u paar Spieler)

Was wir brauchen ist Technik, Wucht, 1vs1Spieler auf außen und im zentrum gepaart mit guter Körperlichkeit und Tempo in der letzten Kette, nach diesem Schema kann man übrigens sehr gut scouten.

Ich muss @spence in Bezug auf die II. Mannschaft recht geben. In Gänze fehlte dort die Physis des Männerfussballs.

Nichts desto trotz haben wir mit Ruschke, Lang und Albrecht 3 Jungs dabei, die eine gewisse Erfahrung in mehreren Regionalligen bzw. teilweise sogar Liga 2 haben und die als nächsten Schritt unbedingt die 3. Liga nehmen sollten. Dazu noch Köster mit Abstrichen.

Diese 4 Spieler sind von ihrer Entwicklung sowie in Bezug auf ihr Alter und vielleicht sogar der Vereinsverbundenheit geradezu ideal für Liga 3. Damit erfüllen wir die U23-Regel mit integrierten und bereits im Herrenbereich erfahrenen Spielern und müssen da nur noch 2-3 Plätze ergänzen (z. B. 2. TW, vielleicht ja Hagemoser).

Das heißt diese U23-Kategorie wäre für mich schonmal stärker besetzt als in vielen anderen Saisons in Liga 3. Dann kann man bei Neuzugängen "frei" nach Qualität gehen und braucht darüber nicht nachzudenken.

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. . . F. C. Hansa Rostock . . .
Kaderanalyse |#503
09.05.2024 - 09:38 Uhr
Es scheint ja völliger Konsens zu sein, dass der Kader schlecht und inhomogen zusammengestellt wurde und Walter die Hauptschuld an der Misere hat. Ich habe da immer noch starke Zweifel. Ich halte vielmehr seit längerer Zeit unsere Trainer für die Hauptverantwortlichen, denn die haben meiner Meinung nach konsequent die ganze Saison die Startelf nicht nach den Gegebenheiten des Kaders aufgestellt.
- Wir sind vorne unwahrscheinlich harmlos. Die Box ist immer unter- oder sogar gar nicht besetzt. Trotzdem wurde nie eine Doppelspitze aufgestellt. Dabei hätte gerade Brumado, der selber nunmal nicht der Vollstrecker ist, aber unser bester Stürmer war (ja, war er!) einen Mittelstürmer mit Zug zum Tor neben sich gebraucht. Selbst in den Schlussphasen bei Rückstand wurde im Sturmzentrum fast immer positionsgetreu gewechselt und allerhöchstens mal drei, vier Minuten die doppelte Besetzung der Box ausprobiert. Ich begreife es nicht.
Brumado falsch einzusetzen bzw. ihm niemanden zur Seite zu stellen, ihn dann für die daraus resultierende Spielweise zu kritisieren und schließlich zu suspendieren, so dass wir jetzt noch eine Option weniger im Kader haben, laste ich auch Selimbegovic an.
- Wir haben außerdem ein Problem auf der Doppelsechs im Defensivverhalten. Trotzdem wurde nie David oder Stafylidis dort eingesetzt, die das gekonnt hätten, ihr Hauptaugenmerk auf das Verteidigen gelegt hätten und sogar im Spielaufbau ziemlich gut sind.
- Am deutlichsten ist die Aufstellung am Kader vorbei aber bei der Fünferkette. Wir haben keine Schienenspieler, trotzdem wurde konsequent mit Schienenspielern gespielt. Schumacher hat für mich überhaupt kein Zweitliganiveau, Neidhart und Strauss gehören zwar vielleicht zum unteren Drittel der Zweitligaspieler, aber nicht als Schienenspieler, sondern als Außenverteidiger. Warum also immer mit Schienenspielern?! Obendrein hat uns das immer gezwungen, bessere Fußballer auf die Bank zu setzen.
Ist der Kader also wirklich so inhomogen zusammengestellt gewesen oder wurde er nicht vielmehr konsequent falsch eingesetzt? Wie eingangs geschrieben, ist letzteres für mich das größere Problem.
Außerdem: wenn durch die Bank alle Neuzugänge (bis auf Rossipal) und viele Etablierte wie Pröger die gesamte Saison unterperformen, dann deutet auch das für mich stark darauf hin, dass da etwas nicht stimmt, und zwar im Training und bei der Startelfaufstellung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nikita1965 am 09.05.2024 um 09:57 Uhr bearbeitet
Kaderanalyse |#504
09.05.2024 - 11:11 Uhr
Zitat von Nikita1965

Es scheint ja völliger Konsens zu sein, dass der Kader schlecht und inhomogen zusammengestellt wurde und Walter die Hauptschuld an der Misere hat. Ich habe da immer noch starke Zweifel. Ich halte vielmehr seit längerer Zeit unsere Trainer für die Hauptverantwortlichen, denn die haben meiner Meinung nach konsequent die ganze Saison die Startelf nicht nach den Gegebenheiten des Kaders aufgestellt.
- Wir sind vorne unwahrscheinlich harmlos. Die Box ist immer unter- oder sogar gar nicht besetzt. Trotzdem wurde nie eine Doppelspitze aufgestellt. Dabei hätte gerade Brumado, der selber nunmal nicht der Vollstrecker ist, aber unser bester Stürmer war (ja, war er!) einen Mittelstürmer mit Zug zum Tor neben sich gebraucht. Selbst in den Schlussphasen bei Rückstand wurde im Sturmzentrum fast immer positionsgetreu gewechselt und allerhöchstens mal drei, vier Minuten die doppelte Besetzung der Box ausprobiert. Ich begreife es nicht.
Brumado falsch einzusetzen bzw. ihm niemanden zur Seite zu stellen, ihn dann für die daraus resultierende Spielweise zu kritisieren und schließlich zu suspendieren, so dass wir jetzt noch eine Option weniger im Kader haben, laste ich auch Selimbegovic an.
- Wir haben außerdem ein Problem auf der Doppelsechs im Defensivverhalten. Trotzdem wurde nie David oder Stafylidis dort eingesetzt, die das gekonnt hätten, ihr Hauptaugenmerk auf das Verteidigen gelegt hätten und sogar im Spielaufbau ziemlich gut sind.
- Am deutlichsten ist die Aufstellung am Kader vorbei aber bei der Fünferkette. Wir haben keine Schienenspieler, trotzdem wurde konsequent mit Schienenspielern gespielt. Schumacher hat für mich überhaupt kein Zweitliganiveau, Neidhart und Strauss gehören zwar vielleicht zum unteren Drittel der Zweitligaspieler, aber nicht als Schienenspieler, sondern als Außenverteidiger. Warum also immer mit Schienenspielern?! Obendrein hat uns das immer gezwungen, bessere Fußballer auf die Bank zu setzen.
Ist der Kader also wirklich so inhomogen zusammengestellt gewesen oder wurde er nicht vielmehr konsequent falsch eingesetzt? Wie eingangs geschrieben, ist letzteres für mich das größere Problem.
Außerdem: wenn durch die Bank alle Neuzugänge (bis auf Rossipal) und viele Etablierte wie Pröger die gesamte Saison unterperformen, dann deutet auch das für mich stark darauf hin, dass da etwas nicht stimmt, und zwar im Training und bei der Startelfaufstellung.


Sehe ich ähnlich! Wie man Spielern wie Neidhart und Schumacher, die selbst auf ihren Stammpositionen nur an guten Tagen zweitligatauglich sind, auch noch positionsfremd einsetzen kann und dann auch noch erwartet, dass sie dort liefern, ist mir schon seit Monaten oder fast Jahren ein Rätsel!
Aber klar, auch eine für mich bessere Taktik, würde uns wohl kaum in obere Regionen spülen, die Gesamtqualität der Kaders bleibt problematisch!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von spence am 09.05.2024 um 11:23 Uhr bearbeitet
Kaderanalyse |#505
10.05.2024 - 18:38 Uhr
@Cypher121,
das was Du schreibst kann ich schon verstehen, aber was mich irritiert ist, wer entscheidet denn jetzt schon, dass Neidhart, Schumi, Kolke, Roßbach und Rhein unsere Achse bleiben soll??
Noch kein SD da und ein neuer Trainer auch nicht.
Klar, sie haben wohl auch für Liga 3 Verträge, aber wer sagt, dass der neue SD oder Trainer sie überhaupt haben will.
Eine solche Achse jagt mir jetzt schon wieder einen Schreck ein es sei denn, man weiß jetzt schon, dass mehr Qualität sowieso nicht machbar sein wird, aber das kann ich kaum glauben!
Kaderanalyse |#506
12.05.2024 - 09:21 Uhr
Roßbach hat gestern in einem Interview gesagt, das uns die Standardschwäche wohl das Genick brechen könnte. Daraufhin habe ich überlegt woran das liegen könnte und die Antwort ist doch recht simpel. Hansa hat zu Saisonbeginn unsere komplette Kopfballkompetenz abgegeben, ohne dort nachzusteuern.
Das ist auch statistisch belegbar
Während Malone letzte Saison 73,9% seiner Luftduelle gewonnen hat, gewinnen David (44,9%) und van der Werff (51, 9%),mal um die Hälfte aller Zweikämpfe. Das ist viel zu wenig, gerade wenn man bedenkt, dass alle in Summe, zu den Spielern gehören die am meisten gewinnen. Sprich unser Spiel ist darauf ausgerichtet viele Duelle in der Luft zu bestreiten.
De Vergleich Fröde zu Bachmann, sieht ähnlich dramatisch aus. Fröde (66,9%) Bachmann (48,7%).
Generell ist unsere Defensivleistung rabide bergabgegangen. Das beweisen auch die erwartbaren Gegentore. In der ersten Saison waren es 45 (Platz 11), letzte 49 (Platz7) und diese Saison hat Hansa die meisten zu erwartenden Gegentore kassiert mit 56 und es steht noch ein Spiel aus.
Somit steht fest unsere Defensive Stabilität ist auch statistisch gesehen weg.
Aber es war ja geplant offensiv besser zu werden, da geht ja oft zu Lasten der Defensive.
Das Problem ist nur, auch offensiv sind wir nicht besser geworden. Im Gegenteil. Selbst zur letzten Saison sind wie von den erwarbaren Toren gleich bis jetzt mit knapp unter 38 erwartbaren Toren. Problem ist nur, das wir selbst letzte Saison zum Schluss 3 Tore mehr erzielt haben. Das könnten wir natürlich noch ausgleichen in dem Hansa am letzten Spieltag 3 Tore erzielt.
Da hat das Team der letzten Saison bestimmt mehr Standardtore erzielt, oder?... Leider falsch. Bisher waren es in beiden Saison exakt 8 Tore nach Standard. Die 3 Tore mehr wurden aus dem Spiel heraus erzielt. Wir haben uns in allen Belangen zurückentwickelt.
In der ersten Saison hatten wir übrigens einen xG Wert von 45, dabei 41 Tore erzielt. 23 aus dem Spiel heraus und 15 nach Standards ( + 3 Elfmeter).
Kaderanalyse |#507
12.05.2024 - 10:00 Uhr
Zitat von Leif_Erikson



Danke für den statistischen Einblick. Spiegelt imho perfekt die Realität. Malone und Fröde hatten einen viel größeren positiven Impact, als man dachte, das Hansaspiel konnte nicht so umgebaut werden, wie man wollte, und die schnellen neuen Stürmer haben nicht so getroffen, wie sie sollten. So brach dann eine eher notdürftig errichtete, aber zweckmässige Konstruktion in sich zusammen.

Es wurde einfach sehenden Auges eine stabile Defensive ohne Not auseinadergerissen und stattdessen wurde versucht eine andere Offensive Spielidee zu installieren. Das unterscheidet uns nunmal von beispielsweise Heidenheim. Die haben nie ihre Defensive aufgegeben, sondern Stück für Stück in kleinen Schritten ihre Offensive Spielidee erweitert. Grundsätzlich spielen sie immer noch das gleiche, nur auf einem höheren Niveau, weil sich der Trainer weiterentwickelt und die Qualität des Kaders. Gleiches galt bis zu dieser Saison auch für Union, die jetzt auch schmerzhaft festellen müssen, das es ein riesen Fehler war von ihrer Ursprungsphilosophie abzuweichen.
In Kiel wiederum hat man nach einer durchwachsenen Vorsaison am Trainer festgehalten, den Kader radikal umstrukturiert und man holt den maximalen Erfolg.
In allen Beispielen ist zu erkennen das Geduld der Schlüssel ist. Hansa wollte zu schnell zu viel und ist hingefallen, jetzt heißt es wiederaufstehen und sich zu fragen: " Woran hat es gelegen?"
Und da sollte sich zuerst jeder mal selbst hinterfragen und seine Schlüsse ziehen.
Kaderanalyse |#508
12.05.2024 - 17:38 Uhr
Zitat von Inmoria

Roßbach und Neidhart haben definitiv Verträge auch für die 3.Liga.
Kinsombi ist für mich eigentlich die größte Enttäuschung. ABER wenn er wirklich Bock hat auf Hansa in der 3.Liga, würde ich ihn gerne weiterhin hier sehen. Denke, er hätte das Zeug zu einem sogenannten Unterschiedsspieler zu werden.


Auch Singh könnte ich mir als Unterschiedsspieler vorstellen. Ich konnte aber schon letztes Jahr nicht verstehen, warum man ihn als klassischen 10er holt, da die Testspiele schon so wirkten, dass AS mit 2 Außenstürmern spielen will.
Gefehlt hat mir dieses Jahr ein stabiles Mittelfeld. Sowohl Dressel, als auch Rhein und Vasiliadis gewinnen zu wenig Zweikämpfe. Entweder sind sie zu langsam, zu schwach in den Zweikämpfen, haben ein zu schlechtes Stellungsspiel oder alle 3 mangelnden Fähigkeiten. Als 8er funktionieren sie vielleicht. Aber es sichert sie keiner ab. Das Mittelfeld wirkt mehr oder weniger komplett verloren.
Kommt mindestens ein zweikampfstarker Mittelfeldspieler hinzu sieht das ganze Spiel hoffentlich viel sicherer aus.
Dann funktioniert auch die Offensive deutlich besser, sei es die 10 oder die Flügelspieler.
Jedoch sollte man sich, bevor man ihm einen Vertrag anbietet, überlegen ob man überhaupt mit klassischer 10 spielen will.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Stefan131 am 12.05.2024 um 17:42 Uhr bearbeitet
Kaderanalyse |#509
13.05.2024 - 16:19 Uhr
Ich habe gerade ein Youtube Video von Manu Thiele gesehen, der mit Arne Friedrich ein Interview führte. Es ging dabei auch um die WM2006 in Deutschland und Jürgen Klinsmann, bei der Deutschland sicherlich nicht die qualitativ beste Mannschaft war, aber ein verschworen Haufen. Der seinen Kader unter anderem auch nach Softskills benannt hat. Er hat damals versucht in Abwehr, Mittelfeld und Sturm alle 4 Kategorien dabei zu haben.
Die Einteilung war:
Vollstrecker: hat Killerinstinkt, ob im Sturm oder Abwehr
Anführer: selbsterklärend
Mitläufer: Kennt seine Rolle, opfert sich für das Team, lässt sich führen
Künster: braucht seine Freiheiten um sich zu entfalten.

Wenn man diese Einteilung auf unseren aktuellen Kader projeziert, fällt meiner Meinung nach auf, daß wir von den Vollstrecker und Anführer, kaum noch jemanden da haben. Dafür sehr viele Mitläufer und Künstler.
Wir habe mit Hüsing jemanden bekommen, der mal Anführer war, aber diese Eigenschaft, über die Jahre verloren hat, ansonsten haben wir nur Mitläufer und Künstler verpflichtet mit Ausnahme von Stafylidis, im Winter, der aber nicht fit war und das Trainingslager nicht mitgemacht hat.
Wir haben zum Start der Saison mit Fröde mindestens einen Vollstrecker, wenn nicht Anführer (im Mittelfeld) verloren, mit Malone einen klaren Vollstrecker und mit Verhoek einen Anführer (im Sturm). Wir haben bis auf Roßbach keinen Anführer, aber nur Mitläufer. Wer führt die Mitläufer, die definitiv Führung brauchen?
In unserer 1. 2Ligasaison hatten wir in der Abwehr Roßbach, im Mittelfeld Triple B, Behrens (Fröde, damals ausschließlich Vollstrecker) und im Sturm Verhoek.
In jedem Bereich gab es jemanden, der seine Kollegen mitgenommen hat. Mit dem Abgang von Bahn und Behrens ging das Problem los und dabei geht es noch nicht mal um die Qualität, sondern einfach nur um die Aufteilung der Charaktere.
Vielleicht sieht es auf dem Platz bei uns auch nur so schlimm aus, weil die Führungskräfte in den jeweiligen Zonen fehlen.
Das wiederum würde Auch erklären warum es zum Ende der letzten Saison mit Hinterseer so gut geklappt hat, weil er auf der 10 das Geschehen geordnet hat. Er wurde von vielen dafür ausgelacht und kritisiert. Vielleicht war es aber doch wichtiger als wir alle dachten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Draven_afdfch am 13.05.2024 um 16:24 Uhr bearbeitet
Kaderanalyse |#510
13.05.2024 - 16:46 Uhr
Zitat von Draven_afdfch
Ich habe gerade ein Youtube Video von Manu Thiele gesehen, der mit Arne Friedrich ein Interview führte. Es ging dabei auch um die WM2006 in Deutschland und Jürgen Klinsmann, bei der Deutschland sicherlich nicht die qualitativ beste Mannschaft war, aber ein verschworen Haufen. Der seinen Kader unter anderem auch nach Softskills benannt hat. Er hat damals versucht in Abwehr, Mittelfeld und Sturm alle 4 Kategorien dabei zu haben.
Die Einteilung war:
Vollstrecker: hat Killerinstinkt, ob im Sturm oder Abwehr
Anführer: selbsterklärend
Mitläufer: Kennt seine Rolle, opfert sich für das Team, lässt sich führen
Künster: braucht seine Freiheiten um sich zu entfalten.

Wenn man diese Einteilung auf unseren aktuellen Kader projeziert, fällt meiner Meinung nach auf, daß wir von den Vollstrecker und Anführer, kaum noch jemanden da haben. Dafür sehr viele Mitläufer und Künstler.
Wir habe mit Hüsing jemanden bekommen, der mal Anführer war, aber diese Eigenschaft, über die Jahre verloren hat, ansonsten haben wir nur Mitläufer und Künstler verpflichtet mit Ausnahme von Stafylidis, im Winter, der aber nicht fit war und das Trainingslager nicht mitgemacht hat.
Wir haben zum Start der Saison mit Fröde mindestens einen Vollstrecker, wenn nicht Anführer (im Mittelfeld) verloren, mit Malone einen klaren Vollstrecker und mit Verhoek einen Anführer (im Sturm). Wir haben bis auf Roßbach keinen Anführer, aber nur Mitläufer. Wer führt die Mitläufer, die definitiv Führung brauchen?
In unserer 1. 2Ligasaison hatten wir in der Abwehr Roßbach, im Mittelfeld Triple B, Behrens (Fröde, damals ausschließlich Vollstrecker) und im Sturm Verhoek.
In jedem Bereich gab es jemanden, der seine Kollegen mitgenommen hat. Mit dem Abgang von Bahn und Behrens ging das Problem los und dabei geht es noch nicht mal um die Qualität, sondern einfach nur um die Aufteilung der Charaktere.
Vielleicht sieht es auf dem Platz bei uns auch nur so schlimm aus, weil die Führungskräfte in den jeweiligen Zonen fehlen.
Das wiederum würde Auch erklären warum es zum Ende der letzten Saison mit Hinterseer so gut geklappt hat, weil er auf der 10 das Geschehen geordnet hat. Er wurde von vielen dafür ausgelacht und kritisiert. Vielleicht war es aber doch wichtiger als wir alle dachten.


Matthias Sammer wurde vor längerer Zeit auf die Probleme der Balance in der Nationalmannschaft angesprochen und er sagte sinngemäß, dass man immer eine Achse beginnend von der Abwehr bis zum Sturm benötigt. Eine Achse von Führungsspielern und um diese Achse baut man ein Team auf.
Wir haben dieses Jahr keine Achse von Führungsspielern sondern eine Mannschaft wie eine Ich AG.
Etwas polemisch und überspitzt, aber nicht ganz von der Hand zu weisen.

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