DFB und DFB-Teams

Joachim Löw (Bundestrainer)

14.05.2009 - 11:57 Uhr
Joachim Löw (Bundestrainer) |#11
15.05.2009 - 16:12 Uhr
Zitat von Korf:
Bei allen Vorbehalten, die ich gegen Löw habe (nein, stimpy, nein, runaway, ich rechne mich nicht zur Fraktion der blinden Löw-Jünger; kann auch nicht erkennen, dass es eine solche hier gibt; halte auch das Solidarisieren mit Usern, nur weil sie im Ergebnis ein ähnliches Gefühl haben wie ich, für falsch) - bei aller Kritik an den Leistungen, bei all den Sorgen, die man um die zukünftige Entwicklung haben kann oder haben muss - man kann ja kaum bestreiten, dass die die Ergebnisse seit Sommer 2006 da sind.

Als erster Verband für die EM 08 qualifiziert (und nicht in letzter Minute, wie die es seit der Quali zu 98 zur Regel geworden war); Vizeeuropameistertitel; jetzt Start in die Quali mit 6 Spiele, 5 Siege, 1 Unentschieden - ist es o.k., wenn ich das mal als Pro-Löw-Argument in den Raum Stelle? Ist ja schließlich nicht ganz unerheblich für die Beurteilung eines Trainers, ob er Ergebnisse bringt.



Natürlich hast Du damit recht, daß die Ergebnisse das wichtigste Beurteilungskriterium für einen Trainer sind bzw. sein sollten. Oder auch: das einzig relevante Kriterium für die Entscheidung, ob man die Zusammenarbeit mit einem Nationaltrainer fortsetzen oder beenden will, ist die Einschätzung, ob man das nächste Großturnier (bzw. die nächsten Großturniere) erfolgreich gestalten kann oder nicht.

Wenn nun aber ein Nationaltrainer die letzten sechs Turniere gewonnen hätte, plötzlich aber damit beginnen würde, Lukas Sinkiewicz zum Abwehrchef aufzubauen und offensiv mit Sandro Wagner anzutreten, dann würde ich ihn naturgemäß mit einem gewissen Vertrauensvorschuß ausstatten, gleichzeitig aber auch fragen: Ist der jetzt verrückt geworden? Ersäuft er gar an der eigenen Hybris? Das wären dann - trotz aller Erfolge - denkbar schlechte Voraussetzungen für das anstehende Turnier.

Insofern ist - um eine Prognose wagen zu können - natürlich die Kombination aus Ergebnissen und dem Weg zu diesen entscheidend.

Beim alleinverantwortlichen Löw sieht das meiner Meinung nach so aus:

2006 - Mitte 2007: Herausragend, die stärkste Mannschaft Europas. Wie die Slowaken, die Tschechen und die Schweden aufgefressen und wegdominiert wurden, das war schon beeindruckend.

Danach, bis zur EM: durchwachsen, mit dem 0:3 gegen Tschechien als vorläufigem Tiefpunkt. Konnte man aber alles schieben auf Spannungsabfall nach sicherer Qualifikation, Turniervorbereitung.

EM 2008: Taktisch ein einziger Offenbarungseid, der, wie ich aus Deinen Beiträgen weiß, auch Dich schockiert hat. Vier unterirdische Spiele, ein (rückblickend, da grotesk schlechte Polen) brauchbares, ein ausgesprochen gutes. Das nackte Ergebnis sieht natürlich schön aus, in Kombination mit dem Weg dorthin sollten aber die roten Alarmleuchten glühen.

Danach: Noch unschlüssig. Die Ergebnisse passen und einige der von Maxwell angesprochen Kritikpunkte scheinen auch Löw aufgefallen zu sein. Andererseits sträube ich mich dagegen, daß ich die ganze Arbeit von Jogi seit der EM komplett anders beurteilen müßte, wenn Klose nicht 5 Minuten vor Schluß in Finnland ausgeglichen hätte und Dzagoev in der Schlußminute nicht nur den Innenpfosten getroffen hätte. Dann wäre die WM-Qualifikation nämlich plötzlich akut in Gefahr - und wenn man an solchen Einzelszenen die Arbeit des Trainers nicht beurteilen will, dann dürften auch die nackten Ergebnisse kaum hinreichend sein, um uns einen guten Weg Richtung 2010 zu bescheinigen.



Leicht off-topic: Im übrigen scheint mir der Ergebnisfehlschluß auch ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung des Ex-Nationaltrainers Klinsmann und seiner Erfolgsaussichten bei den Bayern gewesen zu sein. "Sein Konzept" (?) wäre ja sicher noch aufgegangen bei den Bayern, sagen seine Jünger, weil sich ja schließlich bei der Nationalmannschaft auch alles zum Guten gefügt habe. Auch wenn sowohl bei den Bayern 08/09 als auch bei der Nationalmannschaft 05/06 alles im Argen zu liegen schien, so war das doch alles nur Teil des großen Planes, bis "das Konzept" greife. In meinen Augen kompletter Quark. Der entscheidende Faktor zum Teilerfolg 2006 war nach meinem Dafürhalten der Aufschrei von Ballack spätestens nach dem 2:2 gegen Japan in der Vorbereitung, dem direkt vor dem Turnier eine 540-Grad-Drehung des über 1,5 Jahre praktizierten klinsmannschen Spielentwurfes folgte. Das ist im Ergebnis meiner Meinung nach etwa gleichbedeutend mit dem von der BILD angestrebten Trainerwechsel. Entsprechend unsinnig wäre die Folgerung, man müsse den Klinsmann bei den Bayern nur machen lassen, dann würde das Konzept schon greifen. Denn selbst bei der Nationalmannschaft griff es nie.

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Jeff... ich heiße Jeff.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von SexiestManAlive am 15.05.2009 um 16:20 Uhr bearbeitet
Joachim Löw (Bundestrainer) |#12
16.05.2009 - 00:06 Uhr
Zitat von mir selbst vor 13 Monaten:
Mich ärgert es zwar, dass Schweinsteiger einen Freifahrtschein genießt und nicht mal nach einer Alternative gesucht wird, aber ansonsten macht Löw alles richtig.


Innerhalb eines Jahres hat sich meine Meinung zu Löw doch extrem verschlechtert. Aber wenigstens hat neben Schweinsteiger auch Klose einen Freifahrtschein bekommen. Aber zumindest sehen Jogi und Hansi in ihren Kommunionsanzügen und mit ihren Schals prima aus ;)

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Runaway am 16.05.2009 um 00:10 Uhr bearbeitet
Joachim Löw (Bundestrainer) |#13
16.05.2009 - 00:08 Uhr
Zitat von Runaway:
Aber zumindest sehen Jogi und Hansi in ihren Kommunionsanzügen und mit ihren Schals prima aus ;)


Wo wir gerade bei den soft facts sind: Die Nivea-Werbung von Jogi ist ja mal total cool. Derart offensiv zur Schau gestellte Selbstironie schadet nie. :)

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Jeff... ich heiße Jeff.
Joachim Löw (Bundestrainer) |#14
16.05.2009 - 00:13 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von Runaway:
Aber zumindest sehen Jogi und Hansi in ihren Kommunionsanzügen und mit ihren Schals prima aus ;)


Wo wir gerade bei den soft facts sind: Die Nivea-Werbung von Jogi ist ja mal total cool. Derart offensiv zur Schau gestellte Selbstironie schadet nie. :)


Und wenn der Gegner in die Dusche ausweicht? Dann gehen wir mit!

Irgendwie eine skurrile Werbung, aber durchaus mit Unterhaltungswert. Passt zu Löw und diese Selbstironie kommt ganz gut an.

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"Das Ziel ist zu gewinnen, egal wie. Der sogenannte Systemfußball ist die logische Folge. Seine zentralen Ideen heißen Effizienz und Funktionalität. Dass der Fußball dadurch eindimensional, uninspiriert und somit im ästhetischen Sinne häßlich geworden ist, fällt dabei kaum jemandem auf."
Joachim Löw (Bundestrainer) |#15
18.05.2009 - 11:00 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Insofern ist - um eine Prognose wagen zu können - natürlich die Kombination aus Ergebnissen und dem Weg zu diesen entscheidend.

Beim alleinverantwortlichen Löw sieht das meiner Meinung nach so aus:

2006 - Mitte 2007: Herausragend, die stärkste Mannschaft Europas. Wie die Slowaken, die Tschechen und die Schweden aufgefressen und wegdominiert wurden, das war schon beeindruckend.

Danach, bis zur EM: durchwachsen, mit dem 0:3 gegen Tschechien als vorläufigem Tiefpunkt. Konnte man aber alles schieben auf Spannungsabfall nach sicherer Qualifikation, Turniervorbereitung.

EM 2008: Taktisch ein einziger Offenbarungseid, der, wie ich aus Deinen Beiträgen weiß, auch Dich schockiert hat. Vier unterirdische Spiele, ein (rückblickend, da grotesk schlechte Polen) brauchbares, ein ausgesprochen gutes. Das nackte Ergebnis sieht natürlich schön aus, in Kombination mit dem Weg dorthin sollten aber die roten Alarmleuchten glühen.


Ja, das kann man so unterschreiben. Vlt mit der Einschränkung, dass zB im Spiel gegen die Türken zwei schön einstudierte Spielzüge zu Toren geführt haben. Ich will es nciht schönreden, aber es war auch nicht das Schlechteste, was je eine DFB-Auswahl bei einem Turnier geboten hat.

Wenn ich mich mit dem deutschen Bürgertum vergleiche, ist insofern die Europameisterschaft 2000 meine "Inflation 1923" - keine Strategie, kein Plan, keine vernünftige Personalauswahl, keine vernünftige Öffentlichkeitsarbeit, Taktik aus der Steinzeit, Setzen auf den Faktor "Persönlichkeiten" - "Helden" - "Siegermentalität" (womit zugleich die Grenzen eines solchen Konzepts aufgezeigt wurden, soweit es monokulturell verstanden wird). Konzepte sind Kokolores. Und das mit einer Generation, die zwar jetzt sicher kein Champagnerjahrgang war - andererseits aber war der FCB ein knappes Jahr vorher mit zehn Deutschen in der Startelf im Champions-League-Finale.

Versuchen wir, fair zu sein! Ein Turnier, das im Halbfinale ein so geiles Finish wie Deutschland-Türkei parat hat, kann ich nicht unter "beschissen" abheften, auch wenn die spielerische Leistung nicht überzeugend war und auch wenn das Vertrauen in Jogi Löw und sein TRainerteam nachhaltig gelitten hat.

So einer Mannschaft gönne ich auch eine Dankeschönparty von ihren Fans - wie ja auch die 86er Mannschaft auf dem Römer gefeiert wurde oder 2002 der Rudi besungen wurde. O.K. für Leute wie mich wär das jetzt nix, aber für die Fanmeilenjungs - warum nicht? Die Form war daneben, das hat Löw ja auch so gesehen, aber dass die Mannschaft sich jetzt zum Schämen ins Kabuff zurückziehen muss - also bitte.

Zitat
Danach: Noch unschlüssig. Die Ergebnisse passen und einige der von Maxwell angesprochen Kritikpunkte scheinen auch Löw aufgefallen zu sein. Andererseits sträube ich mich dagegen, daß ich die ganze Arbeit von Jogi seit der EM komplett anders beurteilen müßte, wenn Klose nicht 5 Minuten vor Schluß in Finnland ausgeglichen hätte und Dzagoev in der Schlußminute nicht nur den Innenpfosten getroffen hätte. Dann wäre die WM-Qualifikation nämlich plötzlich akut in Gefahr - und wenn man an solchen Einzelszenen die Arbeit des Trainers nicht beurteilen will, dann dürften auch die nackten Ergebnisse kaum hinreichend sein, um uns einen guten Weg Richtung 2010 zu bescheinigen.


Na ja, aber "Fortune" oder wie immer man es nennen will ist halt nun Trainerschicksal. Haste Scheisse am Fuß, bzw. umgekehrt. Ich fand - um mal diese schwammige Kategorie heranzuziehen - den Sieg gegen Russland glücklich, aber aufgrund der sehr starken ersten Hälfte nicht unverdient; das Unentschieden in Finnland verdient (ohne glücklich).

Zitat
Leicht off-topic: Im übrigen scheint mir der Ergebnisfehlschluß auch ein wichtiges Kriterium bei der Beurteilung des Ex-Nationaltrainers Klinsmann und seiner Erfolgsaussichten bei den Bayern gewesen zu sein. "Sein Konzept" (?) wäre ja sicher noch aufgegangen bei den Bayern, sagen seine Jünger, weil sich ja schließlich bei der Nationalmannschaft auch alles zum Guten gefügt habe. Auch wenn sowohl bei den Bayern 08/09 als auch bei der Nationalmannschaft 05/06 alles im Argen zu liegen schien, so war das doch alles nur Teil des großen Planes, bis "das Konzept" greife. In meinen Augen kompletter Quark. Der entscheidende Faktor zum Teilerfolg 2006 war nach meinem Dafürhalten der Aufschrei von Ballack spätestens nach dem 2:2 gegen Japan in der Vorbereitung, dem direkt vor dem Turnier eine 540-Grad-Drehung des über 1,5 Jahre praktizierten klinsmannschen Spielentwurfes folgte. Das ist im Ergebnis meiner Meinung nach etwa gleichbedeutend mit dem von der BILD angestrebten Trainerwechsel. Entsprechend unsinnig wäre die Folgerung, man müsse den Klinsmann bei den Bayern nur machen lassen, dann würde das Konzept schon greifen. Denn selbst bei der Nationalmannschaft griff es nie.


Ich weiß ja nicht, aber zum Trainer und auch zu seinem Spielentwurf gehört ja doch etwas mehr als das Setup. Die 2006er Elf war Klinsmanns Kind, angefangen bei den hochumstrittenen Personalentscheidungen, den Leistungstest, der taktischen Analyse über die grundsätzliche Spielidee bis hin zu diesem extrem konzentrierten Auftreten. Dass da etwas herumgeschraubt wurde am Setup, ist richtig, ändert aber an dem Spielentwurf als solches meiner Meinung nach nichts grundlegendes. Mit einem 4-5-1 à la Lettland 2004 hätten wir gegen Schweden im Leben keine solche erste Halbzeit abgeliefert. Natürlich geht man ein Viertelfinale gegen Argentinien oder ein Halbfinale gegen Italien anders an als irgendein Freundschaftsgekicke.

Aber wer meint (und das meinen ja viele), das wäre mehr oder weniger Zufall plus Ballack als heimlichem Chef, hat mich nicht auf seiner Seite.

Aber das ist vlt wirklich etwas off-topic.

So, jetzt auf zur U-17. Ich will Führungsspieler! Ich will Siegermentalität! Ich will Hierarchien! ;)
Joachim Löw (Bundestrainer) |#16
18.05.2009 - 13:42 Uhr
Eine echte Unverschämtheit, was der Herr Löw da heute geboten hat, fürchterlich.
Er hatte offensichtlich keine Lust auf diesen Pflichttermin, und wurde nach der Pokalübergabe im Interview auf die Spieler angesprochen. Er antwortete dabei nur über "die Nummer 7, und die Nummer 9, und die Nummer 2..." Der kannte nicht mal die Namen der frischgebackenen Nachwuchseuropameister. Frechheit, geht gar nicht, ab unter die Dusche.

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Mike: „Ich habe in den eineinhalb Jahren unter Lucien Favre unheimlich viel gelernt. Ich will mich auch nächste Saison jeden Tag verbessern. Dann wird auch die DFB-Auswahl wieder ganz schnell ein Thema.“
Joachim Löw (Bundestrainer) |#17
18.05.2009 - 13:44 Uhr
Zitat von Korf:
So, jetzt auf zur U-17. Ich will Führungsspieler! Ich will Siegermentalität! Ich will Hierarchien! ;)

Und einen Bundestrainer, der die Namen der Akteure kennt :rolleyes
Joachim Löw (Bundestrainer) |#18
18.05.2009 - 13:49 Uhr
Zitat von smithfan:
Zitat von Lascho:
Eine echte Unverschämtheit, was der Herr Löw da heute geboten hat, fürchterlich.
Er hatte offensichtlich keine Lust auf diesen Pflichttermin, und wurde nach der Pokalübergabe im Interview auf die Spieler angesprochen. Er antwortete dabei nur über "die Nummer 7, und die Nummer 9, und die Nummer 2..." Der kannte nicht mal die Namen der frischgebackenen Nachwuchseuropameister. Frechheit, geht gar nicht, ab unter die Dusche.


Das unterschreibe ich.


Ein Christopher Buchtmann spielt das Turnier seines jungen Lebens, und wird vom Bundestrainer "Nummer 7" genannt. Dazu seine Miene beim Schlusspfiff.

Wenn er Sammer nicht leiden kann oder keinen Bock auf Jugendfußball hat, soll er gar nicht erst zu solchen Terminen gehen.


Für's Protokoll: Das sehe ich genauso.

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Bessere Hälfte des Duo Infernale von der Weser
___________________________________________

I can't remember where I heard this, but someone once said that defending a position by citing free speech is sort of the ultimate concession;
you're saying that the most compelling thing you can say for your position is that it's not literally illegal to express.
(Randall Munroe)
Joachim Löw (Bundestrainer) |#19
18.05.2009 - 13:55 Uhr
Zitat
Wenn er Sammer nicht leiden kann oder keinen Bock auf Jugendfußball hat, soll er gar nicht erst zu solchen Terminen gehen.


Ich vermute ja ersteres. Die beiden Herren trennen ideologische Gräben; dazu gehen ja eigentlich alle davon aus, dass ein Teil von Sammers Job ist, den Prince Charles des DFB zu geben: Sobald der König weg ist, steht der Nachfolger bereit. Könnte mir daher gut vorstellen, dass Löw jeden Punkt für Sammer als Punkt gegen sich empfindet.

Wenn das wirklich soweit gehen sollte, dass er sich bei einem Sieg einer DFB-Mannschaft irgendwie ärgert, sollte er aber zumindestens in der Lage sein, sich das nicht anmerken zu lassen: #Professionelles Verhalten

A pro pos Professionalität: Noch etwas, was mir einfällt außer "Markus Marin": Auch Jogi Löw war sich zu fein, mal 5 Minuten zu googeln und rauszufinden, ob Mesut Özil jetzt eigentlich festgespielt ist oder nicht. Klar, da kann man sich auch auf die DFB-Rechtsabteilung verlassen, aber ...

Zitat von Rudi Carell:
Marlene Dietrich hat einmal vor einer Gala einst die Bühne gefegt. Ich frage etwas verdutzt: 'Frau Dietrich, kann nicht jemand anderes die Bühne fegen?' Und sie antwortet: 'Wissen Sie, ich muss gleich die Showtreppe runter. Wenn da irgendetwas liegt und ich rutsche darauf aus, steht es morgen in der Zeitung.'

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,425876,00.html
Joachim Löw (Bundestrainer) |#20
18.05.2009 - 14:17 Uhr
Für's Protokoll: Stimme den Vorschreibern ebenfalls komplett zu. Meiner Meinung nach war das eine ziemliche Unverschämtheit des Bundestrainers. Da hätte er besser auf Ankündigung das Stadion zur Halbzeit verlassen sollen.

Aber auch über das Thema Stil hinaus:

Zitat von Korf:
A pro pos Professionalität: Noch etwas, was mir einfällt außer "Markus Marin": Auch Jogi Löw war sich zu fein, mal 5 Minuten zu googeln und rauszufinden, ob Mesut Özil jetzt eigentlich festgespielt ist oder nicht. Klar, da kann man sich auch auf die DFB-Rechtsabteilung verlassen, aber ...


Grundsätzlich paßt der Auftritt heute in ein bestimmtes Bild: nämlich in das eines auffallenden Desinteresses des Bundestrainers an bestimmten Entwicklungen. Bereits angesprochen wurde neben der Unkenntnis der Namen der U17-Europameister das Thema Özil. Nur gehe ich davon aus, daß Löw in anderen Bereichen ebenso agieren wird - unter anderem dort, wo es um die Entwicklung von Akteuren geht, die außerhalb seines direkten Blickfeldes (Nationalmannschaft, Bayern, Stuttgart, Hoffenheim) liegen. Da würde mein Lieblingsinnenverteidiger dazugehören, da könnte man vermutlich auch Polanski nennen. Natürlich, Löw muß sich eigentlich nicht jedes Spiel im Stadion ansehen, aber ich befürchte, daß er die Nachbereitung seiner potentiellen Eleven ähnlich larifari-stiefmütterlich betreibt wie das Studium der FIFA-Regularien oder die Vorbereitung auf die Junioreneuropameisterschaft.



Zitat von Stevo78:
Klassisches Eigentor. Aber mal ehrlich? Eigentlich auch ziemlich latte.


Finde ich nicht. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, daß das nur ein Einzelfall bei einem Auftritt war, der für die Planung bis 2010 zugegebenermaßen recht irrelevant ist. Eher scheint es mir - siehe Özil - ein Symptom zu sein, dem eine grundsätzliche Einstellung zugrunde liegt.

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Jeff... ich heiße Jeff.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von SexiestManAlive am 18.05.2009 um 14:19 Uhr bearbeitet
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