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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread

18.01.2025 - 13:04 Uhr
Zitat von Feiersinger

Ah danke. Dann ist alles einleuchtend. Also auch kaum Ausbeute der PV im Dezember und Januar. Dachte schon in Ulm wäre ein sonniger Winter gewesen.🤣



Im Winter verkleidet sich in Ulm die Sonne als Nebel. 😉
Zitat von Feiersinger
Zitat von UlmerBVB1986

Zitat von Feiersinger

Zitat von UlmerBVB1986

Zitat von BVBBC

Zitat von Wombatbvb

Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.


Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.

Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.

Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.

Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.

Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.

Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.

Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.


Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:

Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:

9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€

Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.

13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:

Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.

Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.

Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.

Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.

Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.

Sehe ich weitestgehend genauso wie Ulmer. Der Speicher wäre tatsächlich üppig, gibt ja da so die Faustregel 1kWp zu 1kWh Kapazität. Nur das mit dem Winter und dem Füllen des Speichers musst du mir mal erklären.😉
Unsere Anlage kommt bei identischen 9kWp im Jahr auf ca. 9 bis 9,5 MWh Produktion. Aber im Dezember und Januar ist es die Ausnahme, dass wir den Tagesbedarf damit decken können. Bei uns ohne Wärmepumpe. Daher rechnet sich aktuell die Pumpe bei uns auch nicht (BJ2002, ca. 9000 kWh Gas). Wir hätten also aus der PV auch gar keinen Strom für die WP übrig. Nur in den Übergangszeiten. Beim kleinen E-Auto sieht es da natürlich schon anders aus. Aber Frau traut sich noch nicht.😜


Ich hatte zwei Anlagen im Kommentar angesprochen, die mit 9 kWp von einem meiner Bauprojekte - wegen den aktuellen Preisen und meine eigene Anlage zuhause, mit den 7,6 kWp.

Bei mir zuhause reichen die 10 kW im Speicher im Winter von Sonnenuntergang bis am Vormittag, wenn die Anlage genug produziert um das Haus + Pumpe zu versorgen, gut aus. Voraussetzung, es gabe genug Sonne um den Speicher zu füllen, das geht aber bei Sonnenschein ganz gut bei uns.

Ab März ist es dann völlig entspannt. Aktuell kommen 4,8 kW an, die zu nahezu 100% eingespeist werden und der Speicher ist zu 100% gefüllt. In den letzten 4 Wochen haben wir fast 240 kWh ins Netz eingespeist. Und das obwohl wir rund 7-9 Grad im Tagesmittel hatten, die Pumpe schon ordentlich aktiv war.
Winter ohne Sonnentage, schlecht... und kalten Winter, auch schlecht, dann muss die Wärmepumpe mehr laufen... so einen Winter hatten wir aber leider:
Novebmer 17,13 kWh Einspeisung bei 290 kWh Netzbezug....
Dezember 0,27 kWh Einspeisung bei 595 kWh Netzbezug....
Januar 2,47 kWh Einspeisung bei 590 kWh Netzbezug....
Februar 58,14kWh Einspeisung bei 330 kWh Netzbezug....

Und im März dann schon 238 kWh Einspeisung bei 99 kWh Netzbezug. Du siehst, im Winter "lohnt" sich eine Wärmepumpe auch nicht wirklich, da man deutlich mehr Strom zieht als man einspeisen kann. Dafür ist von März bis Oktober fast kein Netzstrom nötig. Und der Winter war bei uns extrem kalt und sonnenarm, sowas hatten wir noch gar nicht seit wir im Haus wohnen.
November 24 - April 25 haben wir mit 1.634 kWh Netzbezug deutlich weniger verbraucht und da war sogar noch im Dezember - Januar die Heizung 2 Wochen lang im Notbetrieb, weil uns ein Außentemperaturfühler durchgebrannt ist...

Was ich noch erwähnen muss, wir haben im EG große Fensterflächen die (ohne den Rahmen zu berücksichtigen) wirklich bodentief bis zur UK der Decke reichen, also ohne Sturz über dem Fenster. Das macht sich schon sehr bemerkbar, wenn im Winter die Sonne scheint, das heizt nochmals zusätzlich.

Was traut sich deine Frau nicht?

Ah danke. Dann ist alles einleuchtend. Also auch kaum Ausbeute der PV im Dezember und Januar. Dachte schon in Ulm wäre ein sonniger Winter gewesen.🤣
Frau traut sich (noch) nicht den 10 Jahre alten Kleinwagen durch ein E-Auto zu ersetzen. Mein 14 Jahre alter Diesel muss sowieso durchhalten. Der Kombi ist für Transport und Strecken optimal. Letztens haben wir uns mal einen Kleinwagen der Chinesen von BYD angeschaut. Preislich wird da jetzt tatsächlich mit Macht der europäische Markt angegriffen. Erschreckend ist, dass die Verarbeitung und Materialqualität im Vergleich zu VW eher überlegen ist. Vom Vorsprung in der Batterietechnologie ganz zu schweigen. Mal sehen wie E-Polo und Skoda Epiq im Vergleich sein werden. Wobei ich letzterem etwas mehr zutrauen würde. Es bleibt daher spannend. Ich denke, dass der Druck durch die Spritpreise sowie der Preiskampf der Chinesen auch durchaus eine Chance sein können, die Akzeptanz der E-Mobilität zu erhöhen. Langfristig können ohnehin nur die ganz großen Player der Chinesen da mithalten. Wenn überhaupt. Die machen sich mit ihrer eigenen Konkurrenz die Perspektive kaputt. Das wiederum wird zu Misstrauen führen (Gibt es den Autobauer in 5 Jahren noch für den Service?) und am Ende profitiert unsere Industrie. "Da weiß man was man hat!"


Wohne um Ulm herum 😅... ne, war kein guter Winter... im Herbst auch viel Nebel dabei...

Ah verstehe... ist bei mir umgekehrt. Letztes Jahr habe ich den Diesel noch als Glückgriff in Sachen Sparsamkeit und Spritpreis bezeichnet... dieses Jahr will ich das Teil lieber heute als morgen gegen ein E-Auto eintauschen...
Ja das mit der Verarbeitung und sogar Aussattung habe ich schon einge Mal gelesen.

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--------------Lewandowski/Riedle&Chapuisat

---Reus/Kagawa----------------Möller/Rosicky/Ricken-----------Sancho/Kuba

--------------Sahin/Kehl&Gündogan---------Zorc/Sammer (wennDM)/Bender

Dede/Schmelzer - Hummels/Wörns - Kohler/Subotic - Piszczek/Reuter

--------------------Kobel/Weidenfeller/Klos
Zitat von BVBBC
Zitat von UlmerBVB1986

Zitat von BVBBC

Zitat von Wombatbvb

Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.


Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.

Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.

Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.

Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.

Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.

Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.

Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.


Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:

Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:

9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€

Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.

13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:

Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.

Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.

Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.

Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.

Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.


Ich finde, dass du ganz gut aufzeigst, dass es eben sehr viele Variablen bei der Thematik gibt. Jeder Haushalt hat andere Bedürfnisse an eine PV Anlage. Mal hat man weniger Stromverbrauch, mal mehr. Mal fehlt die Dachfläche, mal nicht. Usw.. Auch die Preise variieren, je nach Anbieter und Komponenten teils stark. Trotzdem sehe ich es auch so, dass eine PV Anlage grundsätzlich richtig dimensioniert eigentlich immer eine gute Sache ist, weil man sehr günstig Strom herstellen kann.

Daher ging es mir aber auch gar nicht darum ein Pauschalbeispiel zu schaffen, das bei einem Idealfall ansetzt, sondern ich wollte bewusst ein Beispiel haben, das aufzeigen kann, was gerade die Problematik am Ausbau von PV und Regenerativen im Allgemeinen ist. Da muss man eben schon differenzieren. Denn der große Treiber des PV Ausbau war lange eben durchaus, dass man für den eigenen Haushalt stark überdimensionierte Anlagen gebaut hat, solange eben die Dachfläche vorhanden war, weil es sich trotzdem gelohnt hat. Das hatte bereits in den letzten Jahren abgenommen, verändert sich aber nun immer mehr.

Selbst bei großen Anlagen wird der Großteil der Winterproduktion schließlich für das eigene Haus benötigt, es wird also ziemlich wenig eingespeist, obwohl gerade dann das Netz mehr Strom gebrauchen könnte. Wenn dann im Sommer aber der Strom, den man mit großen Anlagen einspeisen könnte, fast nichts mehr wert ist, weil es schon genug davon am Markt gibt, dann lohnt es sich immer weniger einzuspeisen. Wenn es sich immer weniger lohnt einzuspeisen, wird eine Anlage zwangsläufig kleiner geplant werden müssen, um eben nur für den eigenen Haushalt konzipiert zu sein - Direktverwertung und kleiner, relativ günstiger Pufferspeicher - und nicht für die Einspeisung. Dann bleiben Dachflächen eben frei und Potenziale für den Ausbau der Regenerativen bleiben somit ungenutzt.

Um dem entgegenzuwirken, müsste also immer mehr subventioniert werden, statt weniger, wie es aktuell effektiv passiert. Immer mehr zu subventionieren, bedeutet aber zwangsläufig, dass es immer teurer wird. Dabei sahen wir letzten Sommer am Markt sogar schon negative Strompreise, weil so viel Strom am Markt war, dass ihn keiner mehr wollte. Das wäre perfekt, könnte man den Strom für den Winter speichern. Kann man aber nicht, weil deutlich zu teuer. Selbst bei den von dir angegebenen Daten bräuchtest du einen Speicher, der definitiv über 100.000 Euro kosten würde, um komplett autark zu leben.

Könntest du all deinen Strom speichern, würde deine PV Anlage vermutlich selbst mit E-Auto reichen, um mit der Jahresproduktion eigentlich das ganze Jahr durchzukommen, wenn du alles speicher könntest. Würde man die 17.800 Euro für 9 kWp auf deine 7,9 kWp umlegen und für deine PV Anlage demnach 15.031 Euro annehmen, kostet dich die Anlage bei 30 Jahren Nutzung der Module und 15 Jahren Nutzung des Speichers 637,39 Euro pro Jahr. Abzüglich 7,8 Cent Einspeisevergütung sind es sogar nur noch 310,63 Euro für letztendlich 3300 kWh, die du selbst nutzt, was 9,4 Cent entspricht. Mit E-Auto - würde hier sogar nur mit 20 kWh auf 100 km und 60% rechnen -, wären es sogar nur 9,0 Cent. Super, auch wenn natürlich darüber hinaus noch Strom aus dem Netz kommt, der teurer ist.

Wenn jetzt allerdings die Einspeisevergütung immer weiter sinken muss, weil der Überschuss im Sommer nicht mehr verwertet werden kann, verändert sich die Rechnung. Sagen wir zeitnah wären bei weiterem PV Ausbau nur noch 50% deiner Überproduktion einspeisbar und der Marktwert davon läge auch nur noch bei der Hälfte. Für deinen Übeschuss bekämst du dann also effektiv noch 1,9 Cent, langfristig sogar noch weniger. Ohne E-Auto ginge dein Preis für eine kWh PV dann bereits auf 16,8 Cent hoch. Deutlich mehr, hättest du eine größere Anlage, die den PV Ausbau umso mehr beschleunigen würde. Selbst mit E-Auto würde der Durchschnittspreis auf 12,9 Cent hochgehen, somit aber nicht ganz so stark, weil du mehr direktverwerten kannst.

Es lohnt sich also immer noch, weil deine Anlage gut für dein Haus dimensioniert ist. Wäre sie aber deutlich größer, wäre das nicht mehr der Fall. Dabei bauen aber große Anlagen nun mal - rein logisch bedingt schon - das PV Netz stärker aus. Will man autark werden, ist eine Bedingung, dass man eben möglichst alle Dächer voll braucht. Die weitere Bedingung ist allerdings, dass man den Überschuss dann auch möglichst komplett speichern kann. Das geht nur mit großen Speichern. Wenn du bspw. autark werden wolltest, würde ein Speicher, der groß genug wäre, noch immer über 100.000 Euro kosten. Angenommen, du würdest nichts mehr einspeisen sowie zukaufen und zeitnah bekämst du einen ausreichend großen Speicher für 100.000 Euro, dann läge eine kWh für deine Anlage bei 92,8 Cent. Erst bei rund 30.000 Euro kämen wir in Sphären, die aktuell für Strom aus dem Netz gezahlt weden müssten. Man kann also sagen, dass Speicher noch um Faktor 10 günstiger werden müssten, damit viele Haushalte problemlos autark werden könnten.

Die zweite Bedingung für Autarkie, wird also noch lange nicht gelten, unabhängig von weiteren Bedingungen. Man steckt daher in einem Dilemma. Baut man das Netz weiter mit PV aus, wird der Strom teurer, weil man zu wenig zusätzlichen Strom aufnehmen kann. Es macht daher zunehmend weniger Sinn große Dächer vollauf für PV zu nutzen. Baut man größere Akkus, um das Problem anzugehen, wird der Strom im Moment aber sogar noch teurer. Daran ändern Subventionen halt auch nicht wirklich etwas, weil das effektiv nur eine Umverteilung ist, bei denen überproportional diejenigen belastet werden, deren Dach zu klein für eine PV ist, was also überproportional ärmere Menschen treffen würde. Es wäre daher auch nicht gerade sozialverträglich, würde man die Subventionen im Prinzip erhöhen, wenn man die Einspeisevergütung konstant hielte, obwohl der Wert des eingespeisten Stroms zunehmend sinkt.

Daher sehe ich, obwohl ich Reiche ebenfalls sehr kritisch sehe, in diesem Zusammenhang tatsächlich eine sehr komplexe Gemengelage, bei der man wenig richtig machen kann, weil immer irgendwer benachteiligt wird, der gute Argumente dafür vorbringen kann, dass das eigentlich nicht so sein dürfte. In jedem Fall ist es aber falsch, dass sich der Anteil Regenerativer am Strommix dadurch verringern wird. Es lohnt sich eben auch unabhängig von der Einspeisevergütung, wenn man eine Anlage richtig dimensioniert. Es lohnt sich nur immer weniger auch für andere Strom zu produzieren ...


Spannender Denkansatz, aber auch irgendwie folgerichtig. Eine PV Anlage wird sich auch ohne Einspeisung bzw. dessen Vergütung weiterhin lohnen, da ich "kostenlos" Strom nutzen kann. Selbst mit meinem neuen (noch rechzeitig abgeschlossenen Tarif) zahle ich 30 Cent die kWh. Aber nutze ich nur eine kWh selbst, zahle ich nur 5,7Cent Umsatzsteuer, spare also knapp 26 Cent ein. Letzes Jahr habe ich einen Autakriegrad von 56% erreicht (waren sonst um die 64%).
Wenn ich bei 65% nur die Umsatzsteuer zahle und bei 35% den Strompreis vom Betreiber, dann sind das enorme Ersparnisse.

Aber wenn man nun die Einspeisevergütung streicht, entfällt der Anreiz PV-Anlagen zu erstellen - das kann nicht der richtige Weg sein, denn wir brauchen die regenerativen Energien! Es kann nicht sein, das man diesen Schritt gehen will, nur weil die Speichermöglichkeiten fehlen und in den letzten 10 Jahren massiv verpennt wurde in die Strominfrastruktur zu investieren, vor allem hier in Bayern! Da dauert es, auch dank Einsprüche gegen einen Netzausbau, die Genehmigung für einen erweiterung (!) der Stromtrasse das ganze schon 6 oder 7 Jahre, kostet Gutachter, Gerichtskosten usw. Der technologische Stand ist schon überholt mit der Dualkabel geschichte, die ist aber nicht in der Genehmigung enthalten gewesen...weiß nicht mehr genau wo das war, aber das zeigt doch eher das Problem. Es sind nicht die Solaranlagen...

An den Standorten (hier Grundremmingen) von alten AKW oder Kohlekraftwerke sollen solche Großspeicheranlagen übrigens entstehen, und entstehen schon. 100 gWh bis 2030 werden hier nötig sein, bis 2045 sogar bis zu 600 gWh... dafür muss man aber weiter investieren und nicht streichen!

In diesem Sinn, danke für die tolle Diskussion, wünsche euch allen schöne Ostern (für die die es feiern) und wir lesen uns dann erst in einer Woche wieder.

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Dede/Schmelzer - Hummels/Wörns - Kohler/Subotic - Piszczek/Reuter

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Zitat von BVBBC
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Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.


Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.

Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.

Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.

Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.

Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.

Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.

Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.

Übrigens, mal ein Aspekt, der hier noch nicht thematisiert wird, die Entwicklung aber auch ausbremst, ist die Finanzierung. Grundsätzlich haben Windparks, wenn sie erst einmal stehen, kein sonderlich hohes Finanzierungsrisiko, die sind seriös durchgeplant mit Gutachten, das passt. Bei Umspannwerken sieht dies jedoch schon wieder anders aus.
Was aber so gut wie keinem bekannt ist und was sein stark regulierender Faktor ist, mit dem die EU die Finanzierung ausbremst, sind die Eigenkapitalkosten.
Vereinfacht formuliert, wenn eine Bank ein Risiko eingeht, muss sie einen Teil davon mit Eigenkapital unterlegen. Wie hoch dies ist, hängt von der rwa-Quote ab. Eine Finanzierung eines EFH liegt bspw oft bei 30%. Bei einem Windpark reden wir von einem Wert zwischen 67 und 125%, je nach Größe des Parks und den zahlreichen von der Aufsicht geforderten Gutachten, bspw muss für ein niedriger Faktor sichergestellt sein, dass keine anderen Umweltziele beeinflusst wurden. Schwierig. Bspw bei Abholzung von Wald, gießen des Sockels, Transport etc.
Diese Quote ist von der EU vorgegeben. Da können Banken wenig gestalten. Damit sich der Windpark rentiert ist er von einer maßvollen Konditionierung abhängig. Insbesondere in der Anfangszeit. Alleine für die Eigenkapitalkosten müsste die Bank bereits über 1% Zinsen nehmen, um diese zu decken. Hinzu kommt der Risikoaufschlag, die Liquiditätskosten, Produktionskosten, Kosten für Sicherungseinrichtungen, Overheadkosten etc.
Was bleibt danach übrig? Ganz ehrlich, aktuell, wenn man auf Overheadkosten verzichtet und es sich schönrechnet, maximal eine schwarze Null. Eigentlich sind Windparks für Banken aktuell bei den aufsichtsrechtlichen Anforderungen Verlustgeschäfte. Wieso machen sie das dann? Einerseits um Wachstum zu generieren, andererseits in der Hoffnung auf Cross-Selling und spätere Folgegeschäfte.
Solange die aufsichtsrechtlichen Vorgaben so hoch sind werden Banken nichts verdienen. Und wenn sie nichts verdienen, werden sie das Geschäft nicht intensivieren. Banken sind für die Transformation essentiell. Was bringen gute Voraussetzungen und Absichten, wenn es kein Geld gibt? Durch günstige Finanzierungen können sie Anreize schaffen, durch teure Aufschläge ein Geschäftsfeld zum erliegen bringen. Hier spielt letztlich die Musik. Und aktuell ist es eher eine Mischung aus langsamer Walzer und Trauermarsch.
Eines kurz abschließend klarstellen, ich möchte auf keinen Fall fordern, das Banken sich hiermit eine goldene Nase verdienen sollten. Aber es sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, keine Verluste zu machen.

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Nati = Nationalmannschaft der Schweiz

Warum wollen so viele die deutschen Nationalspieler bei der Schweiz sehen?
Speicher werden zunehmend wichtig und fehlende Speicher führen schon heute zu Ineffizienzen (z. B. Export zu niedrigen Preisen). Aber aktuell sind Netze, Regulierung und Ausbaugeschwindigkeit größere limitierende Faktoren als Speicher allein. Langfristig könnte das irgendwann sich entsprechend verändern und fehlende Langzeitspeicher werden das Haupt-Problem. Das habe ich mal nachgelesen, bei der Bundesnetzgentur und ich meine bei ca. 80% EE-Anteil (ist das Ziel für 2030) wird es zum Problem. langzeitspeicher, damit sind nicht die Batteriespeicher gemeint, die aktuell aus dem Boden schiessen.

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HR 25/26: I1I3I3I3I3I1I0I3I3I1I1I3I3I1I3I1I3I = 36 P
RR 25/26: I3I3I3I3I3I1I0I3I3I3I3I0I0I3I0I3I3I = 37 P
Ich wünsche hier allen ein frohes Osterfest.
Erfüllt Euch Eure Wünsche und lasst Euch vom Osterhasen reich beschenken.
Ich werde als Nächstes die Eier färben, die von den Hühnern meiner Eltern kommen.

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Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
Zitat von CocoBall
Ich wünsche hier allen ein frohes Osterfest.
Erfüllt Euch Eure Wünsche und lasst Euch vom Osterhasen reich beschenken.
Ich werde als Nächstes die Eier färben, die von den Hühnern meiner Eltern kommen.


Das wünsche ich dir und allen anderen auch. Genießt die freien Tage smile

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...und wir werden immer Borussen sein, es gibt NIE NIE NIE einen anderen Verein!
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - בורוסיה לכל החיים - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Zitat von CocoBall

Zitat von daredennis7

Zitat von CocoBall

Wer freut sich schon auf Ostern?
Habt Ihr schon dekoriert? Ich habe das schon gemacht.
Beschenkt Ihr Euch?
Gibt es Besonderheiten?
Ich färbe selber die Eier, die von den Hühnern meiner Eltern kommen, ich backe Osterkuchen. Und ich gehe an Ostern in die Kirche.


Ich freue mich sehr auf Ostern. Für mich einfach ein tolles Fest, womit ich einfach sehr viel Freude und Beisammensein verbinde. Es ist Frühling, alles fängt an zu blühen und geht Richtung Sommer. Deutlich mehr meins als die dunkle und kalte Winterzeit.
Bei uns hier im Südwesten passen die Temperaturen auch richtig gut und haben meine Osterlust gestärkt. Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad, Jogging vor dem Dienst und viele Aktivitäten draußen sind weitere Dinge, die ich irgendwie mit dieser Zeit verbinde.

Geschmückt haben wir ebenfalls schon. Wir mischen immer aus einigen selbstgemachten Dingen und gebastelten Sachen. Letzte Woche haben wir bereits Eier bemalt und diesen Sonntag folgt die zweite Ration. Wir mögen gern Tulpen und Narzissen und haben diese immer auf dem Balkon. Meine Tochter bastelt sehr gerne und hat uns auch den Eingangsbereich geschmückt. Ich backe auch sehr gern und daher machen wir zu Ostern oft ein paar Osterlämmchen. Dazu mache ich gerne selbst Eierlikör.

Wir fahren dieses Jahr Richtung Norden, zur Verwandtschaft meiner Frau. Feiern dort etwas Osterfest und bringen ein paar Leckereien mit. Anlässlich eines runden Geburtstags, fahren wir ausnahmsweise noch weiter in ein Haus in Dänemark und machen dort eine Woche Urlaub. Da freuen wir uns richtig drauf, auf eine schöne, abwechslungsreiche Zeit mit Spaziergängen und mentaler Erholung und gutem Essen. Geschenke gibt es keine größeren Geschenke. Es bekommen nur die Kinder (die im entsprechenden Alter sind) etwas, in Form von Nestern und Eiern, die wir im Gartenbereich verstecken.

Ich bin nicht gläubig, habe daher mit der Kirche weniger zu tun. Wir halten es aber in der Familie so, jeder geht in die Kirche der gerne möchte. Alle anderen, schliessen sich nach Lust an oder bleiben dann eher zu Hause.


So halten wir es auch mit der Kirche. Wer gehen möchte, geht, die anderen bleiben zu Hause.
Schreibt Ihr auch Ostergrüße? Ich habe früher etliche analoge Karten geschrieben, mittlerweile sind es nur noch zwei. Aber ich verschicke auch digitale Osterwünsche.


Frohe Ostern noch. Nein eher weniger, war uns in den letzten Jahren eher zu viel. Vorher hatten wir das tatsächlich immer mal gemacht. Jetzt hin und wieder eher mal digital, wenn man mal jemand kontaktieren wollte, den man länger nicht gesehen hat. Und in diesem Jahr, sind wir ja mit dem Großteil der Familie in Dänemark. Echt schön hier.

Schönen Feiertag heute noch für alle.

P.S.: Opa meinte grade er hat früher immer Buttermilch-Kartoffeln gegessen. Kennt das jemand? Ob das wohl schmeckt?! smile
Dieser Beitrag wurde zuletzt von daredennis7 am 06.04.2026 um 17:21 Uhr bearbeitet
Einen Tag nach Ostern kündigt der US Präsident an morgen eine ganze Zivilisation auszulöschen. Weil er es ja kann. Völlig normaler Tag in 2026. Wir leben in wahnsinnigen Zeiten...
Zitat von TheInternational
Einen Tag nach Ostern kündigt der US Präsident an morgen eine ganze Zivilisation auszulöschen. Weil er es ja kann. Völlig normaler Tag in 2026. Wir leben in wahnsinnigen Zeiten...


Lebe jeden Tag bekommt aktuell eine neue Bedeutung. Ich ärgere mich im Urlaub aktuell mit einem 3x3 Plattenfundament rum (bin nicht der beste Handwerker). Vielleicht morgen doch in die Sauna und das Leben genießen.
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