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Gib mich die Kirsche! Der Talkthread

18.01.2025 - 13:04 Uhr
Zitat von DaleDanton
Wenn man Eigenverantwortung fordert, muss man Eigenverantwortung fördern.


D'accord, aus diesem Grund lobte ich vorhin das neu geschaffene Altersvorsorgedepot - eine derart herausragende Lösung hätte ich unserer Regierung nicht zugetraut. Hätte man natürlich optimalerweise schon vor 20 Jahren einführen sollen, ist nun aber eben eine recht späte, dennoch gigantische Verbesserung zu vielem bisher Dagewesem. Geringe Sparraten werden hier übrigens besonders stark gefördert.

Zitat von DaleDanton
Und das hätte man aus Sicht der Regierung(en) schon lange machen müssen. Das Thema Rente war halt jeder Regierung zu heikel, so lange man es aussitzen konnte. Wo es endet, war klar. Nur nicht wann.


Das scheint zmd. dir klar gewesen zu sein, vielen anderen jedoch offensichtlich nicht, siehe die recht schmalbrüstige private Altersvorsorgesituation zu vieler Deutscher. Insbesondere in Bezug auf Aktien & co.
Zitat von Mairon

Zitat von DaleDanton

Wenn man Eigenverantwortung fordert, muss man Eigenverantwortung fördern.


D'accord, aus diesem Grund lobte ich vorhin das neu geschaffene Altersvorsorgedepot - eine derart herausragende Lösung hätte ich unserer Regierung nicht zugetraut. Hätte man natürlich optimalerweise schon vor 20 Jahren einführen sollen, ist nun aber eben eine recht späte, dennoch gigantische Verbesserung zu vielem bisher Dagewesem. Geringe Sparraten werden hier übrigens besonders stark gefördert.

Zitat von DaleDanton

Und das hätte man aus Sicht der Regierung(en) schon lange machen müssen. Das Thema Rente war halt jeder Regierung zu heikel, so lange man es aussitzen konnte. Wo es endet, war klar. Nur nicht wann.


Das scheint zmd. dir klar gewesen zu sein, vielen anderen jedoch offensichtlich nicht, siehe die recht schmalbrüstige private Altersvorsorgesituation zu vieler Deutscher. Insbesondere in Bezug auf Aktien & co.


Prinzipiell sind wir eigentlich nicht weit voneinander weg.

Ich habe aber (mMn, wenn du das anders siehst, gerne korrigieren) eher eine (philosophische) soziale Ader, die auf den vergangenen Versprechungen oder Aussagen der Regierung(en) beruht. Habe ich das immer geglaubt, was gesagt oder versprochen wurde? Nein! Fordere ich, dass alle anderen das auch immer kritisch hinterfragt haben? Nein! Und da scheiden sich unsere beiden Meinungen.

Bekommt man ein Konzept vorgelebt, dass bei Arbeit eine Alterssicherung bietet, wird das evtl. nach Bildungsstand nicht hinterfragt, sondern gelebt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DaleDanton am 23.04.2026 um 22:27 Uhr bearbeitet
Zitat von Mairon
Zitat von UlmerBVB1986

genau das gleich wie die Aussage die Rente sei künftig nur noch eine Basisabsicherung.


Wird so kommen, allein schon wegen des krassen Auseinanderklaffens der Alterskohorten - ist seit Jahrzehnten vorgezeichnet, wollten nur die meisten nicht wahrhaben. Immer noch nicht.
Es ist definitiv Zeit für mehr Eigenverantwortung, zumal nichts Besseres passieren könnte (weniger Staat), als die GRV schrittweise abzubauen und auf effiziente private Vorsorge zu setzen - wäre für einen Großteil der Bevölkerung extrem vorteilthaft.

Die Schaffung des Altersvorsorgedepots zum 01.01.2027 ist in Sachen private Altersvorsorge ein extremes Upgrade und absoluter Nobrainer zur Zukunftssicherung, beste Gesetzesreform seit Unzeiten - bin gespannt, wie viele Millionen Menschen da aber dennoch nicht mitziehen, weil kurzfristiger Konsum attraktiver ist oder man sicht schlichtweg nicht mit derartig anstrengenden Themen in der eigenen Freizeit auseinandersetzen möchte. Finanzielle Bildung ist in Deutschland seit jeher ein recht rotes Tuch.


Ich finde die Diskussion seit jeher seltsam.
Eine gewisse Basisabsicherung im Alter fand ich immer super, aber dieses Modell, dass man beschissene Arbeit nur lange genug machen muss, damit man dann den letzten Lebensabschnitt genug Geld für 100% Urlaub hat, das habe ich nie verstanden.
Ist mit der gestiegenen Lebenserwartung und der damit einhergehenden fehlenden Rentabilität natürlich noch dümmer geworden, aber das Grundprinzip ist mE schon falsch.

Macht Arbeit doch mal so geil, dass man sie gerne bis ins hohe Alter macht...

Aber gut, an der Grundidee der Reform will ich nicht meckern. Ich bezweifel nur, dass sie in der Ausgestaltung der breiten Bevölkerung zuträglich ist, denn der Vorstoß kommt immerhin von der CDU 😀
Zitat von DaleDanton

Prinzipiell sind wir eigentlich nicht weit voneinander weg.

Ich habe aber (mMn, wenn du das anders siehst, gerne korrigieren) eher eine (philosophische) soziale Ader, die auf den vergangenen Versprechungen oder Aussagen der Regierung(en) beruht. Habe ich das immer geglaubt, was gesagt oder versprochen wurde? Nein! Fordere ich, dass alle anderen das auch immer kritisch hinterfragt haben? Nein! Und da scheiden sich unsere beiden Meinungen.

Bekommt man ein Konzept vorgelebt, dass bei Arbeit eine Alterssicherung bietet, wird das evtl. nach Bildungsstand nicht hinterfragt, sondern gelebt.


Mit deinen Worten kann ich durchaus gut leben - ja, wir sind im Gesamten vermutlich recht nah beeinander und unterscheiden uns eher in Sachen moralischer Standpunkt, was ja aber auch kein Problem ist. Die Schnittmenge ist dennoch vergleichsweise groß.

Zitat von Holzschuh85
Aber gut, an der Grundidee der Reform will ich nicht meckern. Ich bezweifel nur, dass sie in der Ausgestaltung der breiten Bevölkerung zuträglich ist, denn der Vorstoß kommt immerhin von der CDU 😀


Ich wüsste nicht, welcher Bevölkerungsgruppe (der Arbeitnehmer, Selbständigen) die Schaffung des Altersvorsorgedepots nicht zuträglich ist. Extrem lukrative staatliche Förderung (knapp 50 % bei Höchstförderbeitrag i.H.v. 1.500 € p.a.), sehr niedrige Kosten, ETF-basiert (wenn gewünscht), viel besser geht es für 95 % der arbeitenden Bevölkerung nicht.
24. April 1986
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

Ich habe es schonmal in der Zeitreise geschrieben.

Ich war 14 und in der 8. Klasse der DDR-Schule. Wir hörten von der Katastrophe im Westfernsehen. Und wir glaubten natürlich denen und nicht der DDR. Aber die meinten, es sei doch gar nichts Schlimmes gewesen. Aber der Westen redete über Radioaktivität. Und wir machten uns auch Sorgen. Wir wollten nicht mehr bei Regen rausgehen. Die Lehrerin in Staatsbürgerkunde machte natürlich wieder Stimmung gegen den Westen. Die wollten nur Panik verbreiten.
Wäre dieser Reaktorunfall im Westen passiert, hätte man bei den Kommunisten gar nicht laut genug gegen den Klassenfeind gewettert.

Wie habt Ihr diese Zeit vor 40 Jahren erlebt, wenn Ihr schon auf der Welt gewesen seid?

•     •     •

Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
Ich bin mir nicht sicher ob das hier der richtige Ort ist aber ich finde es passender als den Thread 'andere Sportarten', weil es dann doch schon recht sportpolitisch wird. Ich hatte heute im Laufe des Nachmittags die aktuelle Folge des 'Business of Sport' Podcast (generell immer Interessant wenn es um Fußball und Finanzen auf der Insel geht) laufen und eines der großen Themen war Liv-Golf beziehungsweise die Strategieänderung des Public Investment Fund von Saudi Arabien hinsichtlich der eigenen Investitionen in Sport. Nachdem man Versucht hat für eine Investition von 6 Milliarden USD Golf zu kaufen scheint man sich wohl zum Jahresende aus dem Bereich zurückzuziehen und den damit verbundenen Gesichtsverlust hinzunehmen.

Ich bin ja generell sehr Kritisch gegenüber Sportswashing eingestellt und glaube das man damit schnell mehr Schaden anrichtet als man Kapital bekommt. Grade wenn es um westliche Öffentlichkeitsarbeit geht. Golf, als Sport der Reichen und Mächtigen, ist empfinde ich generell als schlaues Investment für politisches Kapital allerdings ist das Scheitern schon extrem, weil man scheinbar nicht in der Lage war öffentliches Interesse zu generieren. Stattdessen ist man jetzt eine Lachnummer und hat durch die Verknüpfung viele Sportfans auf seine Schattenseiten aufmerksam gemacht, weil eine Vielzahl westlicher Journalisten in westlichen Medien Lärm gemacht haben. Und Golf ist ja alles andere als Brot und Spiele für Massen sodass am Ende vor allem der Gesichtsverlust des schlechtesten Sportinvestmentgeschäft aller Zeiten an Saudi Arabien kleben bleibt.
Bei der eigenen Fußballliga mal abwarten. Ich glaube das geht es in erster Linie um Brot und Spiele für die eigene Bevölkerung und das Internationale Prestigeobjekt mit Newcastle United ist in seinen Kosten (~50-100 Millionen pro Jahr) so überschaubar das man es relativ problemlos als Teil seines Portfolios halten kann. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen das man da nochmal groß Investiert oder nach 20234 weitere Milliarden reinbuttert. Dafür hat die aktuelle Nahost-Kriese einen zu großen wirtschaftlichen Schaden hinterlassen.
Zitat von CocoBall

24. April 1986
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

Ich habe es schonmal in der Zeitreise geschrieben.

Ich war 14 und in der 8. Klasse der DDR-Schule. Wir hörten von der Katastrophe im Westfernsehen. Und wir glaubten natürlich denen und nicht der DDR. Aber die meinten, es sei doch gar nichts Schlimmes gewesen. Aber der Westen redete über Radioaktivität. Und wir machten uns auch Sorgen. Wir wollten nicht mehr bei Regen rausgehen. Die Lehrerin in Staatsbürgerkunde machte natürlich wieder Stimmung gegen den Westen. Die wollten nur Panik verbreiten.
Wäre dieser Reaktorunfall im Westen passiert, hätte man bei den Kommunisten gar nicht laut genug gegen den Klassenfeind gewettert.

Wie habt Ihr diese Zeit vor 40 Jahren erlebt, wenn Ihr schon auf der Welt gewesen seid?


Tatsächlich spielte das in meinem Geburtsland damals gar keine große Rolle. Erst in den 90er Jahren hab ich mich dann mit dem ganzen beschäftigt.
Und heute ist Tschernobyl ja in aller Munde und zusammen mit Fukushima und dieser Katastrophe in Russland in den 50er Jahren mit der Explosion in einem Lager, leider Namen vergessen, die schwerste Katastrophe.

Ich selber habe mal eine zeitlang in der Nähe eines AKWs gewohnt. Bei Hameln das AKW Grohnde. Wir bekamen da ne Zeitlang immer Jodtabletten gestellt für den Fall einer Havarie.
Ansonsten hat man es aber so hingenommen😅

•     •     •

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
🇩🇪🇮🇱🇿🇦


Dieser Beitrag wurde zuletzt von BillyReina1972 am 26.04.2026 um 21:15 Uhr bearbeitet
Zitat von Circial

Ich bin mir nicht sicher ob das hier der richtige Ort ist aber ich finde es passender als den Thread 'andere Sportarten', weil es dann doch schon recht sportpolitisch wird. Ich hatte heute im Laufe des Nachmittags die aktuelle Folge des 'Business of Sport' Podcast (generell immer Interessant wenn es um Fußball und Finanzen auf der Insel geht) laufen und eines der großen Themen war Liv-Golf beziehungsweise die Strategieänderung des Public Investment Fund von Saudi Arabien hinsichtlich der eigenen Investitionen in Sport. Nachdem man Versucht hat für eine Investition von 6 Milliarden USD Golf zu kaufen scheint man sich wohl zum Jahresende aus dem Bereich zurückzuziehen und den damit verbundenen Gesichtsverlust hinzunehmen.

Ich bin ja generell sehr Kritisch gegenüber Sportswashing eingestellt und glaube das man damit schnell mehr Schaden anrichtet als man Kapital bekommt. Grade wenn es um westliche Öffentlichkeitsarbeit geht. Golf, als Sport der Reichen und Mächtigen, ist empfinde ich generell als schlaues Investment für politisches Kapital allerdings ist das Scheitern schon extrem, weil man scheinbar nicht in der Lage war öffentliches Interesse zu generieren. Stattdessen ist man jetzt eine Lachnummer und hat durch die Verknüpfung viele Sportfans auf seine Schattenseiten aufmerksam gemacht, weil eine Vielzahl westlicher Journalisten in westlichen Medien Lärm gemacht haben. Und Golf ist ja alles andere als Brot und Spiele für Massen sodass am Ende vor allem der Gesichtsverlust des schlechtesten Sportinvestmentgeschäft aller Zeiten an Saudi Arabien kleben bleibt.
Bei der eigenen Fußballliga mal abwarten. Ich glaube das geht es in erster Linie um Brot und Spiele für die eigene Bevölkerung und das Internationale Prestigeobjekt mit Newcastle United ist in seinen Kosten (~50-100 Millionen pro Jahr) so überschaubar das man es relativ problemlos als Teil seines Portfolios halten kann. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen das man da nochmal groß Investiert oder nach 20234 weitere Milliarden reinbuttert. Dafür hat die aktuelle Nahost-Kriese einen zu großen wirtschaftlichen Schaden hinterlassen.


Das ist schon Krass mit Liv-Golf. Das hatte damals in der PGA für richtiggehende Risse geführt. Spieler die damals zu Liv sind, durften dann nicht mehr bei PGA Events spielen... bis die PGA und Liv sich "zusammen getan" hatten. Krass echt dass diese Kapitel vorrüber ist.
Und ja, ist ein enormer Gesichtsverlust, ohne Frage!

Eines muss ich allerdings anmerken, Golf ist kein Sport für Reiche und Mächtige, sondern ein Sport für jeden. Es gibt viele Clubs die auch ziemlich modern eingestellt sind, günstige Preise habe, egal ob Greenfee oder Mitgliedschaften.
Golf ist in Deutschland mittlerweile auch keine Randsportart mehr. Über 2,1 Mio Golfer und Golferinnen hat Deutschland. Wenn man bedenkt dass die USA mit ihrer Golftradition bei ca. 28 Mio Spieler steht, ist das eine starke Leistung in Deutschland.
Seit 2016 sind auch rund 1/6 der aktuell spielenden Golfer und Golferinnen neu dazu kommen, das zeigt, der Sport entwickelt sich weltweit ziemlich rasant was die Mitglieder angeht.

•     •     •

• • •
--------------Lewandowski/Riedle&Chapuisat

---Reus/Kagawa----------------Möller/Rosicky/Ricken-----------Sancho/Kuba

--------------Sahin/Kehl&Gündogan---------Zorc/Sammer (wennDM)/Bender

Dede/Schmelzer - Hummels/Wörns - Kohler/Subotic - Piszczek/Reuter

--------------------Kobel/Weidenfeller/Klos

Dieser Beitrag wurde zuletzt von UlmerBVB1986 am 27.04.2026 um 08:52 Uhr bearbeitet
Zitat von BillyReina1972
Zitat von CocoBall

24. April 1986
Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl

Ich habe es schonmal in der Zeitreise geschrieben.

Ich war 14 und in der 8. Klasse der DDR-Schule. Wir hörten von der Katastrophe im Westfernsehen. Und wir glaubten natürlich denen und nicht der DDR. Aber die meinten, es sei doch gar nichts Schlimmes gewesen. Aber der Westen redete über Radioaktivität. Und wir machten uns auch Sorgen. Wir wollten nicht mehr bei Regen rausgehen. Die Lehrerin in Staatsbürgerkunde machte natürlich wieder Stimmung gegen den Westen. Die wollten nur Panik verbreiten.
Wäre dieser Reaktorunfall im Westen passiert, hätte man bei den Kommunisten gar nicht laut genug gegen den Klassenfeind gewettert.

Wie habt Ihr diese Zeit vor 40 Jahren erlebt, wenn Ihr schon auf der Welt gewesen seid?


Tatsächlich spielte das in meinem Geburtsland damals gar keine große Rolle. Erst in den 90er Jahren hab ich mich dann mit dem ganzen beschäftigt.
Und heute ist Tschernobyl ja in aller Munde und zusammen mit Fukushima und dieser Katastrophe in Russland in den 50er Jahren mit der Explosion in einem Lager, leider Namen vergessen, die schwerste Katastrophe.

Ich selber habe mal eine zeitlang in der Nähe eines AKWs gewohnt. Bei Hameln das AKW Grohnde. Wir bekamen da ne Zeitlang immer Jodtabletten gestellt für den Fall einer Havarie.
Ansonsten hat man es aber so hingenommen😅


Schon 40 Jahre ist das her...
Gestern kam eine interessante Doku im MDR dazu mit Ausschnitten aus Sendungen in Ost und West.

•     •     •

Ich wünsche mir hier faire Gespräche und einen fachkundigen Austausch von Meinungen.
Zitat von UlmerBVB1986
Zitat von Circial

Ich bin mir nicht sicher ob das hier der richtige Ort ist aber ich finde es passender als den Thread 'andere Sportarten', weil es dann doch schon recht sportpolitisch wird. Ich hatte heute im Laufe des Nachmittags die aktuelle Folge des 'Business of Sport' Podcast (generell immer Interessant wenn es um Fußball und Finanzen auf der Insel geht) laufen und eines der großen Themen war Liv-Golf beziehungsweise die Strategieänderung des Public Investment Fund von Saudi Arabien hinsichtlich der eigenen Investitionen in Sport. Nachdem man Versucht hat für eine Investition von 6 Milliarden USD Golf zu kaufen scheint man sich wohl zum Jahresende aus dem Bereich zurückzuziehen und den damit verbundenen Gesichtsverlust hinzunehmen.

Ich bin ja generell sehr Kritisch gegenüber Sportswashing eingestellt und glaube das man damit schnell mehr Schaden anrichtet als man Kapital bekommt. Grade wenn es um westliche Öffentlichkeitsarbeit geht. Golf, als Sport der Reichen und Mächtigen, ist empfinde ich generell als schlaues Investment für politisches Kapital allerdings ist das Scheitern schon extrem, weil man scheinbar nicht in der Lage war öffentliches Interesse zu generieren. Stattdessen ist man jetzt eine Lachnummer und hat durch die Verknüpfung viele Sportfans auf seine Schattenseiten aufmerksam gemacht, weil eine Vielzahl westlicher Journalisten in westlichen Medien Lärm gemacht haben. Und Golf ist ja alles andere als Brot und Spiele für Massen sodass am Ende vor allem der Gesichtsverlust des schlechtesten Sportinvestmentgeschäft aller Zeiten an Saudi Arabien kleben bleibt.
Bei der eigenen Fußballliga mal abwarten. Ich glaube das geht es in erster Linie um Brot und Spiele für die eigene Bevölkerung und das Internationale Prestigeobjekt mit Newcastle United ist in seinen Kosten (~50-100 Millionen pro Jahr) so überschaubar das man es relativ problemlos als Teil seines Portfolios halten kann. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen das man da nochmal groß Investiert oder nach 20234 weitere Milliarden reinbuttert. Dafür hat die aktuelle Nahost-Kriese einen zu großen wirtschaftlichen Schaden hinterlassen.


Das ist schon Krass mit Liv-Golf. Das hatte damals in der PGA für richtiggehende Risse geführt. Spieler die damals zu Liv sind, durften dann nicht mehr bei PGA Events spielen... bis die PGA und Liv sich "zusammen getan" hatten. Krass echt dass diese Kapitel vorrüber ist.
Und ja, ist ein enormer Gesichtsverlust, ohne Frage!

Eines muss ich allerdings anmerken, Golf ist kein Sport für Reiche und Mächtige, sondern ein Sport für jeden. Es gibt viele Clubs die auch ziemlich modern eingestellt sind, günstige Preise habe, egal ob Greenfee oder Mitgliedschaften.
Golf ist in Deutschland mittlerweile auch keine Randsportart mehr. Über 2,1 Mio Golfer und Golferinnen hat Deutschland. Wenn man bedenkt dass die USA mit ihrer Golftradition bei ca. 28 Mio Spieler steht, ist das eine starke Leistung in Deutschland.
Seit 2016 sind auch rund 1/6 der aktuell spielenden Golfer und Golferinnen neu dazu kommen, das zeigt, der Sport entwickelt sich weltweit ziemlich rasant was die Mitglieder angeht.


Das es wirklich so viele Spielerinnen und Spieler gibt finde ich krass hatte ich überhaupt nicht auf dem Schrim. Der einzige Golfer den ich kenne ist Aktuar und eben auch entsprechend wohlhabend und generell glaube ich das der Sport trotz einfacherem Zugang eher etwas für die Menschen ist die Geld haben, weil die Interessen eben so sind wie sie sind.
Ich komme selbst vom Rennrad und da ist es auch so. Klar kann man das auch mit wenig Geld machen aber am Ende wird der Sport von Menschen der oberen 20% getragen.
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