Gib mich die Kirsche! Der Talkthread
18.01.2025 - 13:04 Uhr
02.04.2026 - 10:43 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Ist doch alls nur KI !!12drölf12!
Nein, im Ernst, ich bin begeistert, ich habe den Start heute morgen nach dem Aufstehen mir angesehen, das ist ein histrischer Moment!
Zitat von BillyReina1972
Mal was ganz anderes: Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist eine bemannte Weltraummission zum Mond unterwegs! Heute morgen war der Start. Die kapsel soll den Mond erst einmal umrunden und dann soll eine Landung erfolgen.
Geplant sind insgesamt 10 Tage.
Mal was ganz anderes: Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist eine bemannte Weltraummission zum Mond unterwegs! Heute morgen war der Start. Die kapsel soll den Mond erst einmal umrunden und dann soll eine Landung erfolgen.
Geplant sind insgesamt 10 Tage.
Ist doch alls nur KI !!12drölf12!
Nein, im Ernst, ich bin begeistert, ich habe den Start heute morgen nach dem Aufstehen mir angesehen, das ist ein histrischer Moment!
Habe es auch begeistert mitverfolgt. Hatte ja erst gedacht, dass man den Donald endlich zum Mond schießen will, aber die Rakete war halt leider nicht aus Gold, daher ist er nicht eingestiegen.
Artemis 2 ist ja nun tatsächlich ein Meilenstein. Ich bin ja tatsächlich mal gespannt, ob es bald einen deutschen Astronauten auf dem Mond geben wird: Maurer oder Astro-Alex. Hier ist Europa durchaus mit im Boot, das Servicemodul des Raumschiffs ist Made in Germany.
Jetzt muss SpaceX allerdings noch das Landesystem fertig bekommen. Das ist schon sehr speziell mit dem Betanken im Erdorbit. Der Nachweis fehlt noch, dass sie das hinbekommen.
Abgesehen davon steht in Kürze ja auch der nächste Startversuch einer deutschen Trägerrakete in Norwegen an, wenn nicht wieder Fischerboote den Plan durchkreuzen. Dann wären wir auch eine eigenständige Raumfahrt-Nation. Es ist nicht alles schlecht in diesem Land. Die Ingenieurskunst ist durchaus Stand der Technik und konkurrenzfähig. Oft auch führend.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Feiersinger am 02.04.2026 um 10:46 Uhr bearbeitet
02.04.2026 - 11:11 Uhr
Zitat von Wombatbvb
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
02.04.2026 - 11:17 Uhr
Zitat von Feiersinger
Habe es auch begeistert mitverfolgt. Hatte ja erst gedacht, dass man den Donald endlich zum Mond schießen will, aber die Rakete war halt leider nicht aus Gold, daher ist er nicht eingestiegen.
Artemis 2 ist ja nun tatsächlich ein Meilenstein. Ich bin ja tatsächlich mal gespannt, ob es bald einen deutschen Astronauten auf dem Mond geben wird: Maurer oder Astro-Alex. Hier ist Europa durchaus mit im Boot, das Servicemodul des Raumschiffs ist Made in Germany.
Jetzt muss SpaceX allerdings noch das Landesystem fertig bekommen. Das ist schon sehr speziell mit dem Betanken im Erdorbit. Der Nachweis fehlt noch, dass sie das hinbekommen.
Abgesehen davon steht in Kürze ja auch der nächste Startversuch einer deutschen Trägerrakete in Norwegen an, wenn nicht wieder Fischerboote den Plan durchkreuzen. Dann wären wir auch eine eigenständige Raumfahrt-Nation. Es ist nicht alles schlecht in diesem Land. Die Ingenieurskunst ist durchaus Stand der Technik und konkurrenzfähig. Oft auch führend.
Zitat von UlmerBVB1986
Ist doch alls nur KI !!12drölf12!
Nein, im Ernst, ich bin begeistert, ich habe den Start heute morgen nach dem Aufstehen mir angesehen, das ist ein histrischer Moment!
Zitat von BillyReina1972
Mal was ganz anderes: Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist eine bemannte Weltraummission zum Mond unterwegs! Heute morgen war der Start. Die kapsel soll den Mond erst einmal umrunden und dann soll eine Landung erfolgen.
Geplant sind insgesamt 10 Tage.
Mal was ganz anderes: Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist eine bemannte Weltraummission zum Mond unterwegs! Heute morgen war der Start. Die kapsel soll den Mond erst einmal umrunden und dann soll eine Landung erfolgen.
Geplant sind insgesamt 10 Tage.
Ist doch alls nur KI !!12drölf12!
Nein, im Ernst, ich bin begeistert, ich habe den Start heute morgen nach dem Aufstehen mir angesehen, das ist ein histrischer Moment!
Habe es auch begeistert mitverfolgt. Hatte ja erst gedacht, dass man den Donald endlich zum Mond schießen will, aber die Rakete war halt leider nicht aus Gold, daher ist er nicht eingestiegen.
Artemis 2 ist ja nun tatsächlich ein Meilenstein. Ich bin ja tatsächlich mal gespannt, ob es bald einen deutschen Astronauten auf dem Mond geben wird: Maurer oder Astro-Alex. Hier ist Europa durchaus mit im Boot, das Servicemodul des Raumschiffs ist Made in Germany.
Jetzt muss SpaceX allerdings noch das Landesystem fertig bekommen. Das ist schon sehr speziell mit dem Betanken im Erdorbit. Der Nachweis fehlt noch, dass sie das hinbekommen.
Abgesehen davon steht in Kürze ja auch der nächste Startversuch einer deutschen Trägerrakete in Norwegen an, wenn nicht wieder Fischerboote den Plan durchkreuzen. Dann wären wir auch eine eigenständige Raumfahrt-Nation. Es ist nicht alles schlecht in diesem Land. Die Ingenieurskunst ist durchaus Stand der Technik und konkurrenzfähig. Oft auch führend.
Haha, ja, wäre für die Welt schon besser, hätte man Donald auf den Mond geschossen... ich glaube die Welt hätte auch für eine goldene Rakete zusammengelegt... naja, Chance vertan.
Alex ist natürlich sehr Präsent, gerade wenn man Kinder hat und Sendung mit der Maus schaut, bekommt man wirklich oft was von ihm mit. Der scheint ein sehr sympatischer Kerl zu sein, ihm würde ich es gönnen.
Die Ingenieurskunst war schon immer stark bei uns im Weltgeschehen, wobei die Frage die ich mir immer stelle, rentiert es sich für uns eine Raumfahrt-Nation zu sein?
02.04.2026 - 11:52 Uhr
Zitat von BVBBC
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Zitat von Wombatbvb
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von UlmerBVB1986 am 02.04.2026 um 12:09 Uhr bearbeitet
02.04.2026 - 13:19 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Zitat von BVBBC
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Zitat von Wombatbvb
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Sehe ich weitestgehend genauso wie Ulmer. Der Speicher wäre tatsächlich üppig, gibt ja da so die Faustregel 1kWp zu 1kWh Kapazität. Nur das mit dem Winter und dem Füllen des Speichers musst du mir mal erklären.😉
Unsere Anlage kommt bei identischen 9kWp im Jahr auf ca. 9 bis 9,5 MWh Produktion. Aber im Dezember und Januar ist es die Ausnahme, dass wir den Tagesbedarf damit decken können. Bei uns ohne Wärmepumpe. Daher rechnet sich aktuell die Pumpe bei uns auch nicht (BJ2002, ca. 9000 kWh Gas). Wir hätten also aus der PV auch gar keinen Strom für die WP übrig. Nur in den Übergangszeiten. Beim kleinen E-Auto sieht es da natürlich schon anders aus. Aber Frau traut sich noch nicht.😜
02.04.2026 - 13:32 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Haha, ja, wäre für die Welt schon besser, hätte man Donald auf den Mond geschossen... ich glaube die Welt hätte auch für eine goldene Rakete zusammengelegt... naja, Chance vertan.
Alex ist natürlich sehr Präsent, gerade wenn man Kinder hat und Sendung mit der Maus schaut, bekommt man wirklich oft was von ihm mit. Der scheint ein sehr sympatischer Kerl zu sein, ihm würde ich es gönnen.
Die Ingenieurskunst war schon immer stark bei uns im Weltgeschehen, wobei die Frage die ich mir immer stelle, rentiert es sich für uns eine Raumfahrt-Nation zu sein?
Zitat von Feiersinger
Habe es auch begeistert mitverfolgt. Hatte ja erst gedacht, dass man den Donald endlich zum Mond schießen will, aber die Rakete war halt leider nicht aus Gold, daher ist er nicht eingestiegen.
Artemis 2 ist ja nun tatsächlich ein Meilenstein. Ich bin ja tatsächlich mal gespannt, ob es bald einen deutschen Astronauten auf dem Mond geben wird: Maurer oder Astro-Alex. Hier ist Europa durchaus mit im Boot, das Servicemodul des Raumschiffs ist Made in Germany.
Jetzt muss SpaceX allerdings noch das Landesystem fertig bekommen. Das ist schon sehr speziell mit dem Betanken im Erdorbit. Der Nachweis fehlt noch, dass sie das hinbekommen.
Abgesehen davon steht in Kürze ja auch der nächste Startversuch einer deutschen Trägerrakete in Norwegen an, wenn nicht wieder Fischerboote den Plan durchkreuzen. Dann wären wir auch eine eigenständige Raumfahrt-Nation. Es ist nicht alles schlecht in diesem Land. Die Ingenieurskunst ist durchaus Stand der Technik und konkurrenzfähig. Oft auch führend.
Zitat von UlmerBVB1986
Ist doch alls nur KI !!12drölf12!
Nein, im Ernst, ich bin begeistert, ich habe den Start heute morgen nach dem Aufstehen mir angesehen, das ist ein histrischer Moment!
Zitat von BillyReina1972
Mal was ganz anderes: Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist eine bemannte Weltraummission zum Mond unterwegs! Heute morgen war der Start. Die kapsel soll den Mond erst einmal umrunden und dann soll eine Landung erfolgen.
Geplant sind insgesamt 10 Tage.
Mal was ganz anderes: Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist eine bemannte Weltraummission zum Mond unterwegs! Heute morgen war der Start. Die kapsel soll den Mond erst einmal umrunden und dann soll eine Landung erfolgen.
Geplant sind insgesamt 10 Tage.
Ist doch alls nur KI !!12drölf12!
Nein, im Ernst, ich bin begeistert, ich habe den Start heute morgen nach dem Aufstehen mir angesehen, das ist ein histrischer Moment!
Habe es auch begeistert mitverfolgt. Hatte ja erst gedacht, dass man den Donald endlich zum Mond schießen will, aber die Rakete war halt leider nicht aus Gold, daher ist er nicht eingestiegen.
Artemis 2 ist ja nun tatsächlich ein Meilenstein. Ich bin ja tatsächlich mal gespannt, ob es bald einen deutschen Astronauten auf dem Mond geben wird: Maurer oder Astro-Alex. Hier ist Europa durchaus mit im Boot, das Servicemodul des Raumschiffs ist Made in Germany.
Jetzt muss SpaceX allerdings noch das Landesystem fertig bekommen. Das ist schon sehr speziell mit dem Betanken im Erdorbit. Der Nachweis fehlt noch, dass sie das hinbekommen.
Abgesehen davon steht in Kürze ja auch der nächste Startversuch einer deutschen Trägerrakete in Norwegen an, wenn nicht wieder Fischerboote den Plan durchkreuzen. Dann wären wir auch eine eigenständige Raumfahrt-Nation. Es ist nicht alles schlecht in diesem Land. Die Ingenieurskunst ist durchaus Stand der Technik und konkurrenzfähig. Oft auch führend.
Haha, ja, wäre für die Welt schon besser, hätte man Donald auf den Mond geschossen... ich glaube die Welt hätte auch für eine goldene Rakete zusammengelegt... naja, Chance vertan.
Alex ist natürlich sehr Präsent, gerade wenn man Kinder hat und Sendung mit der Maus schaut, bekommt man wirklich oft was von ihm mit. Der scheint ein sehr sympatischer Kerl zu sein, ihm würde ich es gönnen.
Die Ingenieurskunst war schon immer stark bei uns im Weltgeschehen, wobei die Frage die ich mir immer stelle, rentiert es sich für uns eine Raumfahrt-Nation zu sein?
Jipp, die Maus sitzt hier in Plüsch auf'm Sofa. Alex ist halt mega cool. Der bekommt gefühlt niemals Puls. Ich glaube wirtschaftlich ist das eine große Chance. Wir reden ja nicht nur über Rüstung. Da gibt es ja auch Navigation, Forschung, usw. usf..
Es geht in erster Linie um die "Kleinraketen". Ariane ist da ungeeignet für flexible Starts bei privaten Missionen. Damit wären wir in Deutschland absoluter Vorreiter in Sachen Wirtschaftlichkeit. Sonst musst du immer Elon fragen. Die Nasa hat das ja auch nicht im Portfolio. Schon jetzt ist ISAR Aerospace die nächsten Jahre ausgebucht. Bei Serienreife wird das förmlich explodieren. Musst dir nur mal die Stellenanzeigen dort anschauen. Da wird die Nachfrage überdeutlich.
Ein deutsch-britisches Projekt hat wohl vor kurzem in Rekordzeit eine erfolgreiche Hyperschall-Rakete erfolgreich getestet. Da redet nur keiner allzu viel drüber.
02.04.2026 - 14:28 Uhr
Zitat von Feiersinger
Sehe ich weitestgehend genauso wie Ulmer. Der Speicher wäre tatsächlich üppig, gibt ja da so die Faustregel 1kWp zu 1kWh Kapazität. Nur das mit dem Winter und dem Füllen des Speichers musst du mir mal erklären.😉
Unsere Anlage kommt bei identischen 9kWp im Jahr auf ca. 9 bis 9,5 MWh Produktion. Aber im Dezember und Januar ist es die Ausnahme, dass wir den Tagesbedarf damit decken können. Bei uns ohne Wärmepumpe. Daher rechnet sich aktuell die Pumpe bei uns auch nicht (BJ2002, ca. 9000 kWh Gas). Wir hätten also aus der PV auch gar keinen Strom für die WP übrig. Nur in den Übergangszeiten. Beim kleinen E-Auto sieht es da natürlich schon anders aus. Aber Frau traut sich noch nicht.😜
Zitat von UlmerBVB1986
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Zitat von BVBBC
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Zitat von Wombatbvb
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Sehe ich weitestgehend genauso wie Ulmer. Der Speicher wäre tatsächlich üppig, gibt ja da so die Faustregel 1kWp zu 1kWh Kapazität. Nur das mit dem Winter und dem Füllen des Speichers musst du mir mal erklären.😉
Unsere Anlage kommt bei identischen 9kWp im Jahr auf ca. 9 bis 9,5 MWh Produktion. Aber im Dezember und Januar ist es die Ausnahme, dass wir den Tagesbedarf damit decken können. Bei uns ohne Wärmepumpe. Daher rechnet sich aktuell die Pumpe bei uns auch nicht (BJ2002, ca. 9000 kWh Gas). Wir hätten also aus der PV auch gar keinen Strom für die WP übrig. Nur in den Übergangszeiten. Beim kleinen E-Auto sieht es da natürlich schon anders aus. Aber Frau traut sich noch nicht.😜
Ich hatte zwei Anlagen im Kommentar angesprochen, die mit 9 kWp von einem meiner Bauprojekte - wegen den aktuellen Preisen und meine eigene Anlage zuhause, mit den 7,6 kWp.
Bei mir zuhause reichen die 10 kW im Speicher im Winter von Sonnenuntergang bis am Vormittag, wenn die Anlage genug produziert um das Haus + Pumpe zu versorgen, gut aus. Voraussetzung, es gabe genug Sonne um den Speicher zu füllen, das geht aber bei Sonnenschein ganz gut bei uns.
Ab März ist es dann völlig entspannt. Aktuell kommen 4,8 kW an, die zu nahezu 100% eingespeist werden und der Speicher ist zu 100% gefüllt. In den letzten 4 Wochen haben wir fast 240 kWh ins Netz eingespeist. Und das obwohl wir rund 7-9 Grad im Tagesmittel hatten, die Pumpe schon ordentlich aktiv war.
Winter ohne Sonnentage, schlecht... und kalten Winter, auch schlecht, dann muss die Wärmepumpe mehr laufen... so einen Winter hatten wir aber leider:
Novebmer 17,13 kWh Einspeisung bei 290 kWh Netzbezug....
Dezember 0,27 kWh Einspeisung bei 595 kWh Netzbezug....
Januar 2,47 kWh Einspeisung bei 590 kWh Netzbezug....
Februar 58,14kWh Einspeisung bei 330 kWh Netzbezug....
Und im März dann schon 238 kWh Einspeisung bei 99 kWh Netzbezug. Du siehst, im Winter "lohnt" sich eine Wärmepumpe auch nicht wirklich, da man deutlich mehr Strom zieht als man einspeisen kann. Dafür ist von März bis Oktober fast kein Netzstrom nötig. Und der Winter war bei uns extrem kalt und sonnenarm, sowas hatten wir noch gar nicht seit wir im Haus wohnen.
November 24 - April 25 haben wir mit 1.634 kWh Netzbezug deutlich weniger verbraucht und da war sogar noch im Dezember - Januar die Heizung 2 Wochen lang im Notbetrieb, weil uns ein Außentemperaturfühler durchgebrannt ist...
Was ich noch erwähnen muss, wir haben im EG große Fensterflächen die (ohne den Rahmen zu berücksichtigen) wirklich bodentief bis zur UK der Decke reichen, also ohne Sturz über dem Fenster. Das macht sich schon sehr bemerkbar, wenn im Winter die Sonne scheint, das heizt nochmals zusätzlich.
Was traut sich deine Frau nicht?
02.04.2026 - 14:31 Uhr
Zitat von Feiersinger
Jipp, die Maus sitzt hier in Plüsch auf'm Sofa. Alex ist halt mega cool. Der bekommt gefühlt niemals Puls. Ich glaube wirtschaftlich ist das eine große Chance. Wir reden ja nicht nur über Rüstung. Da gibt es ja auch Navigation, Forschung, usw. usf..
Es geht in erster Linie um die "Kleinraketen". Ariane ist da ungeeignet für flexible Starts bei privaten Missionen. Damit wären wir in Deutschland absoluter Vorreiter in Sachen Wirtschaftlichkeit. Sonst musst du immer Elon fragen. Die Nasa hat das ja auch nicht im Portfolio. Schon jetzt ist ISAR Aerospace die nächsten Jahre ausgebucht. Bei Serienreife wird das förmlich explodieren. Musst dir nur mal die Stellenanzeigen dort anschauen. Da wird die Nachfrage überdeutlich.
Ein deutsch-britisches Projekt hat wohl vor kurzem in Rekordzeit eine erfolgreiche Hyperschall-Rakete erfolgreich getestet. Da redet nur keiner allzu viel drüber.
Zitat von UlmerBVB1986
Haha, ja, wäre für die Welt schon besser, hätte man Donald auf den Mond geschossen... ich glaube die Welt hätte auch für eine goldene Rakete zusammengelegt... naja, Chance vertan.
Alex ist natürlich sehr Präsent, gerade wenn man Kinder hat und Sendung mit der Maus schaut, bekommt man wirklich oft was von ihm mit. Der scheint ein sehr sympatischer Kerl zu sein, ihm würde ich es gönnen.
Die Ingenieurskunst war schon immer stark bei uns im Weltgeschehen, wobei die Frage die ich mir immer stelle, rentiert es sich für uns eine Raumfahrt-Nation zu sein?
Zitat von Feiersinger
Habe es auch begeistert mitverfolgt. Hatte ja erst gedacht, dass man den Donald endlich zum Mond schießen will, aber die Rakete war halt leider nicht aus Gold, daher ist er nicht eingestiegen.
Artemis 2 ist ja nun tatsächlich ein Meilenstein. Ich bin ja tatsächlich mal gespannt, ob es bald einen deutschen Astronauten auf dem Mond geben wird: Maurer oder Astro-Alex. Hier ist Europa durchaus mit im Boot, das Servicemodul des Raumschiffs ist Made in Germany.
Jetzt muss SpaceX allerdings noch das Landesystem fertig bekommen. Das ist schon sehr speziell mit dem Betanken im Erdorbit. Der Nachweis fehlt noch, dass sie das hinbekommen.
Abgesehen davon steht in Kürze ja auch der nächste Startversuch einer deutschen Trägerrakete in Norwegen an, wenn nicht wieder Fischerboote den Plan durchkreuzen. Dann wären wir auch eine eigenständige Raumfahrt-Nation. Es ist nicht alles schlecht in diesem Land. Die Ingenieurskunst ist durchaus Stand der Technik und konkurrenzfähig. Oft auch führend.
Zitat von UlmerBVB1986
Ist doch alls nur KI !!12drölf12!
Nein, im Ernst, ich bin begeistert, ich habe den Start heute morgen nach dem Aufstehen mir angesehen, das ist ein histrischer Moment!
Zitat von BillyReina1972
Mal was ganz anderes: Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist eine bemannte Weltraummission zum Mond unterwegs! Heute morgen war der Start. Die kapsel soll den Mond erst einmal umrunden und dann soll eine Landung erfolgen.
Geplant sind insgesamt 10 Tage.
Mal was ganz anderes: Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist eine bemannte Weltraummission zum Mond unterwegs! Heute morgen war der Start. Die kapsel soll den Mond erst einmal umrunden und dann soll eine Landung erfolgen.
Geplant sind insgesamt 10 Tage.
Ist doch alls nur KI !!12drölf12!
Nein, im Ernst, ich bin begeistert, ich habe den Start heute morgen nach dem Aufstehen mir angesehen, das ist ein histrischer Moment!
Habe es auch begeistert mitverfolgt. Hatte ja erst gedacht, dass man den Donald endlich zum Mond schießen will, aber die Rakete war halt leider nicht aus Gold, daher ist er nicht eingestiegen.
Artemis 2 ist ja nun tatsächlich ein Meilenstein. Ich bin ja tatsächlich mal gespannt, ob es bald einen deutschen Astronauten auf dem Mond geben wird: Maurer oder Astro-Alex. Hier ist Europa durchaus mit im Boot, das Servicemodul des Raumschiffs ist Made in Germany.
Jetzt muss SpaceX allerdings noch das Landesystem fertig bekommen. Das ist schon sehr speziell mit dem Betanken im Erdorbit. Der Nachweis fehlt noch, dass sie das hinbekommen.
Abgesehen davon steht in Kürze ja auch der nächste Startversuch einer deutschen Trägerrakete in Norwegen an, wenn nicht wieder Fischerboote den Plan durchkreuzen. Dann wären wir auch eine eigenständige Raumfahrt-Nation. Es ist nicht alles schlecht in diesem Land. Die Ingenieurskunst ist durchaus Stand der Technik und konkurrenzfähig. Oft auch führend.
Haha, ja, wäre für die Welt schon besser, hätte man Donald auf den Mond geschossen... ich glaube die Welt hätte auch für eine goldene Rakete zusammengelegt... naja, Chance vertan.
Alex ist natürlich sehr Präsent, gerade wenn man Kinder hat und Sendung mit der Maus schaut, bekommt man wirklich oft was von ihm mit. Der scheint ein sehr sympatischer Kerl zu sein, ihm würde ich es gönnen.
Die Ingenieurskunst war schon immer stark bei uns im Weltgeschehen, wobei die Frage die ich mir immer stelle, rentiert es sich für uns eine Raumfahrt-Nation zu sein?
Jipp, die Maus sitzt hier in Plüsch auf'm Sofa. Alex ist halt mega cool. Der bekommt gefühlt niemals Puls. Ich glaube wirtschaftlich ist das eine große Chance. Wir reden ja nicht nur über Rüstung. Da gibt es ja auch Navigation, Forschung, usw. usf..
Es geht in erster Linie um die "Kleinraketen". Ariane ist da ungeeignet für flexible Starts bei privaten Missionen. Damit wären wir in Deutschland absoluter Vorreiter in Sachen Wirtschaftlichkeit. Sonst musst du immer Elon fragen. Die Nasa hat das ja auch nicht im Portfolio. Schon jetzt ist ISAR Aerospace die nächsten Jahre ausgebucht. Bei Serienreife wird das förmlich explodieren. Musst dir nur mal die Stellenanzeigen dort anschauen. Da wird die Nachfrage überdeutlich.
Ein deutsch-britisches Projekt hat wohl vor kurzem in Rekordzeit eine erfolgreiche Hyperschall-Rakete erfolgreich getestet. Da redet nur keiner allzu viel drüber.
Ja spannend, hatte ich gar nicht so auf dem Schirm.
Alex hat glaube ich Eiswürfel im Körper 😅, so eiskalt wie der ist.
02.04.2026 - 14:55 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Ich hatte zwei Anlagen im Kommentar angesprochen, die mit 9 kWp von einem meiner Bauprojekte - wegen den aktuellen Preisen und meine eigene Anlage zuhause, mit den 7,6 kWp.
Bei mir zuhause reichen die 10 kW im Speicher im Winter von Sonnenuntergang bis am Vormittag, wenn die Anlage genug produziert um das Haus + Pumpe zu versorgen, gut aus. Voraussetzung, es gabe genug Sonne um den Speicher zu füllen, das geht aber bei Sonnenschein ganz gut bei uns.
Ab März ist es dann völlig entspannt. Aktuell kommen 4,8 kW an, die zu nahezu 100% eingespeist werden und der Speicher ist zu 100% gefüllt. In den letzten 4 Wochen haben wir fast 240 kWh ins Netz eingespeist. Und das obwohl wir rund 7-9 Grad im Tagesmittel hatten, die Pumpe schon ordentlich aktiv war.
Winter ohne Sonnentage, schlecht... und kalten Winter, auch schlecht, dann muss die Wärmepumpe mehr laufen... so einen Winter hatten wir aber leider:
Novebmer 17,13 kWh Einspeisung bei 290 kWh Netzbezug....
Dezember 0,27 kWh Einspeisung bei 595 kWh Netzbezug....
Januar 2,47 kWh Einspeisung bei 590 kWh Netzbezug....
Februar 58,14kWh Einspeisung bei 330 kWh Netzbezug....
Und im März dann schon 238 kWh Einspeisung bei 99 kWh Netzbezug. Du siehst, im Winter "lohnt" sich eine Wärmepumpe auch nicht wirklich, da man deutlich mehr Strom zieht als man einspeisen kann. Dafür ist von März bis Oktober fast kein Netzstrom nötig. Und der Winter war bei uns extrem kalt und sonnenarm, sowas hatten wir noch gar nicht seit wir im Haus wohnen.
November 24 - April 25 haben wir mit 1.634 kWh Netzbezug deutlich weniger verbraucht und da war sogar noch im Dezember - Januar die Heizung 2 Wochen lang im Notbetrieb, weil uns ein Außentemperaturfühler durchgebrannt ist...
Was ich noch erwähnen muss, wir haben im EG große Fensterflächen die (ohne den Rahmen zu berücksichtigen) wirklich bodentief bis zur UK der Decke reichen, also ohne Sturz über dem Fenster. Das macht sich schon sehr bemerkbar, wenn im Winter die Sonne scheint, das heizt nochmals zusätzlich.
Was traut sich deine Frau nicht?
Zitat von Feiersinger
Sehe ich weitestgehend genauso wie Ulmer. Der Speicher wäre tatsächlich üppig, gibt ja da so die Faustregel 1kWp zu 1kWh Kapazität. Nur das mit dem Winter und dem Füllen des Speichers musst du mir mal erklären.😉
Unsere Anlage kommt bei identischen 9kWp im Jahr auf ca. 9 bis 9,5 MWh Produktion. Aber im Dezember und Januar ist es die Ausnahme, dass wir den Tagesbedarf damit decken können. Bei uns ohne Wärmepumpe. Daher rechnet sich aktuell die Pumpe bei uns auch nicht (BJ2002, ca. 9000 kWh Gas). Wir hätten also aus der PV auch gar keinen Strom für die WP übrig. Nur in den Übergangszeiten. Beim kleinen E-Auto sieht es da natürlich schon anders aus. Aber Frau traut sich noch nicht.😜
Zitat von UlmerBVB1986
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Zitat von BVBBC
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Zitat von Wombatbvb
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Sehe ich weitestgehend genauso wie Ulmer. Der Speicher wäre tatsächlich üppig, gibt ja da so die Faustregel 1kWp zu 1kWh Kapazität. Nur das mit dem Winter und dem Füllen des Speichers musst du mir mal erklären.😉
Unsere Anlage kommt bei identischen 9kWp im Jahr auf ca. 9 bis 9,5 MWh Produktion. Aber im Dezember und Januar ist es die Ausnahme, dass wir den Tagesbedarf damit decken können. Bei uns ohne Wärmepumpe. Daher rechnet sich aktuell die Pumpe bei uns auch nicht (BJ2002, ca. 9000 kWh Gas). Wir hätten also aus der PV auch gar keinen Strom für die WP übrig. Nur in den Übergangszeiten. Beim kleinen E-Auto sieht es da natürlich schon anders aus. Aber Frau traut sich noch nicht.😜
Ich hatte zwei Anlagen im Kommentar angesprochen, die mit 9 kWp von einem meiner Bauprojekte - wegen den aktuellen Preisen und meine eigene Anlage zuhause, mit den 7,6 kWp.
Bei mir zuhause reichen die 10 kW im Speicher im Winter von Sonnenuntergang bis am Vormittag, wenn die Anlage genug produziert um das Haus + Pumpe zu versorgen, gut aus. Voraussetzung, es gabe genug Sonne um den Speicher zu füllen, das geht aber bei Sonnenschein ganz gut bei uns.
Ab März ist es dann völlig entspannt. Aktuell kommen 4,8 kW an, die zu nahezu 100% eingespeist werden und der Speicher ist zu 100% gefüllt. In den letzten 4 Wochen haben wir fast 240 kWh ins Netz eingespeist. Und das obwohl wir rund 7-9 Grad im Tagesmittel hatten, die Pumpe schon ordentlich aktiv war.
Winter ohne Sonnentage, schlecht... und kalten Winter, auch schlecht, dann muss die Wärmepumpe mehr laufen... so einen Winter hatten wir aber leider:
Novebmer 17,13 kWh Einspeisung bei 290 kWh Netzbezug....
Dezember 0,27 kWh Einspeisung bei 595 kWh Netzbezug....
Januar 2,47 kWh Einspeisung bei 590 kWh Netzbezug....
Februar 58,14kWh Einspeisung bei 330 kWh Netzbezug....
Und im März dann schon 238 kWh Einspeisung bei 99 kWh Netzbezug. Du siehst, im Winter "lohnt" sich eine Wärmepumpe auch nicht wirklich, da man deutlich mehr Strom zieht als man einspeisen kann. Dafür ist von März bis Oktober fast kein Netzstrom nötig. Und der Winter war bei uns extrem kalt und sonnenarm, sowas hatten wir noch gar nicht seit wir im Haus wohnen.
November 24 - April 25 haben wir mit 1.634 kWh Netzbezug deutlich weniger verbraucht und da war sogar noch im Dezember - Januar die Heizung 2 Wochen lang im Notbetrieb, weil uns ein Außentemperaturfühler durchgebrannt ist...
Was ich noch erwähnen muss, wir haben im EG große Fensterflächen die (ohne den Rahmen zu berücksichtigen) wirklich bodentief bis zur UK der Decke reichen, also ohne Sturz über dem Fenster. Das macht sich schon sehr bemerkbar, wenn im Winter die Sonne scheint, das heizt nochmals zusätzlich.
Was traut sich deine Frau nicht?
Ah danke. Dann ist alles einleuchtend. Also auch kaum Ausbeute der PV im Dezember und Januar. Dachte schon in Ulm wäre ein sonniger Winter gewesen.🤣
Frau traut sich (noch) nicht den 10 Jahre alten Kleinwagen durch ein E-Auto zu ersetzen. Mein 14 Jahre alter Diesel muss sowieso durchhalten. Der Kombi ist für Transport und Strecken optimal. Letztens haben wir uns mal einen Kleinwagen der Chinesen von BYD angeschaut. Preislich wird da jetzt tatsächlich mit Macht der europäische Markt angegriffen. Erschreckend ist, dass die Verarbeitung und Materialqualität im Vergleich zu VW eher überlegen ist. Vom Vorsprung in der Batterietechnologie ganz zu schweigen. Mal sehen wie E-Polo und Skoda Epiq im Vergleich sein werden. Wobei ich letzterem etwas mehr zutrauen würde. Es bleibt daher spannend. Ich denke, dass der Druck durch die Spritpreise sowie der Preiskampf der Chinesen auch durchaus eine Chance sein können, die Akzeptanz der E-Mobilität zu erhöhen. Langfristig können ohnehin nur die ganz großen Player der Chinesen da mithalten. Wenn überhaupt. Die machen sich mit ihrer eigenen Konkurrenz die Perspektive kaputt. Das wiederum wird zu Misstrauen führen (Gibt es den Autobauer in 5 Jahren noch für den Service?) und am Ende profitiert unsere Industrie. "Da weiß man was man hat!"
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Feiersinger am 02.04.2026 um 14:58 Uhr bearbeitet
02.04.2026 - 15:09 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Zitat von BVBBC
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Zitat von Wombatbvb
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Da wir ja leider eine Fossillobbyistin, die 1:1 von lobbyierenden Unternehmen abschreibt, im Energieministerium sitzen haben, wird sich dieser Anteil sicherlich wieder verringern.
Die Macht hat sie nicht und das passiert auch nicht. Der Ausbau der Regenerativen wird nur langsamer vonstatten gehen, weil es zunehmend kritischer wird, dass es weiterhin keine ausreichend bezahlbare und effiziente Speicherlösung für Regenerative Überschüsse gibt. Das ist bereits der größte limitierende Faktor geworden, weil wir im Sommer jetzt schon große Überschüsse haben, die nicht direkt genutzt werden können und dann später fehlen. Diese Überschüsse sind letztendlich subventioniert worden, gehen zunehmend günstiger ins Ausland, falls sie dort aufgenommen werden können, statt in Speicher für spätere Zeiten.
Das ist offensichtlich ein Problem, das eine Zwickmühle darstellt. Einerseits machen möglichst große PV und Windkraftanlagen Sinn, um mehr Ertrag in Zeiten zu haben, in denen man wenig Sonne und Wind hat. Andererseits produziert man damit immer noch größere Überschüsse an den anderen Tagen, die effektiv nichts wert sind, aber so eben nicht bezahlt werden. Vor allem die realen Kosten für PV Strom steigen daher deutlich an, weil anteilig an der theoretisch möglichen Produktion immer weniger ins Netz eingespeist werden kann und der reale Wert von PV Strom zunehmend unter der Einspeisevergütung liegt. Die Subvention würde also immer teurer.
Mal ein praktisches Beispiel: 2 Haushalte bauen eine PV Anlage mit 15 kWp auf ihr Dach, die 20000 Euro kosten und dazu wird jeweils ein 10 kWh Pufferspeicher für 12000 Euro genutzt. Die PV Module sollen 30 Jahre halten, der Speicher 15 Jahre, womit die Anlagen also relativ lange genutzt werden sollen. Das würde bedeuten, dass man mit jährlichen Kosten von 1467 Euro kalkuliert, um standortbedingt rund 15000 kWh zu produzieren. Eine kWh würde demnach in der Produktion theoretisch rund 10 Cent kosten. Jetzt kommt es aber auch darauf an, wie viel Strom davon eingespeist wird.
Haushalt A hat keine Wärmepumpe und kein E-Auto, braucht nur für den Haushalt aber 3500 kWh Strom im Jahr. Bemüht man dann die im Internet verfügbaren Rechner, geht hervor, dass 79% des Stroms eingespeist wird. Bei 6,73 Cent Einspeisevergütung wären das ziemlich genau 800 Euro im Jahr. Die Kosten für die Anlage betragen mit Einspeisung also nur 667 Euro. Dafür kann der Haushalt 3115 kWh von der PV Anlage nutzen, was rund 21 Cent entspräche, aber annimmt, dass 100% des Überschusses eingespeist werden können. Das ist schon länger nicht mehr der Fall. Bei 50% Einspeisung würde der Preis bereits auf rund 34 Cent steigen. Bei 0% läge man bei 47 Cent, was offensichtlich nicht gut wäre und somit auch nicht angestrebt werden sollte, dass man sich diesem Zustand immer stärker annähert.
Haushalt B hat eine Wärmepumpe und ein E-Auto, braucht damit 8500 kWh, zu denen die PV Anlage 5390 kWh beitragen kann. In diesem Fall würden nur 64% der Produktion eingespeist werden können. Wären das wiederum 100% gäbe es dann nur noch 647 Euro und die Anlage würde 820 Euro im Jahr kosten. In Bezug auf den Stromverbrauch von der PV Anlage wären das aber sogar nur 15 Cent pro kWh. Bei 50% läge eine kWh bei 21 Cent. Selbst wenn dann kein Cent für die Einspeisung gezahlt würde, läge der Preis pro kWh nur bei 27 Cent. Für Haushalt B sollte sich die PV Anlage daher eigentlich immer lohnen. Für Haushalt A lohnt sie sich auch, aber die Anlage ist eigentlich überdimensioniert und lohnt sich vor allem wegen der Einspeisung.
Könnten zukünftig nur noch 50% Überschuss oder gar noch weniger real ins Netz eingespeist werden, während im Schnitt nur noch 3 Cent pro kWh am Markt realisierbar sind (im Sommer liegen wir bereits bei unter 2 Cent), wegen der bereits jetzt vorhandenen Überschüsse, dann würde die Überdimensionierung nach aktuellem Stand bei Haushalt A mit rund 443 Euro subventioniert. Zwar gibt es schlimmere Subventionen, aber wenn der Markt den Strom immer weniger aufnehmen kann, ist das nicht gut. Es kann daher nicht wünschenswert sein die PV Überschüsse - oder auch Wind - zu maximieren, sondern nur den Eigenverbrauch, solange sich technologisch nicht genug tut, damit die Überschüsse effektiv gespeichert werden können und daher effektiv keine Überschüsse mehr wären. Zumal sich bei der PV Technologie auch nochmal etwas tun könnte, um der Dunkelflaute entgegenzuwirken (bspw. höhere Wirkungsgrade bei diffusen Licht, eventuell auch in Kombination mit Hydrovoltaik), wodurch es Sinn machen kann Ausbaureserven zu behalten.
Generell sollte man zudem nicht unterschätzen, dass in Deutschland grüner gedacht wird, als gerne dargestellt wird. Es muss aber eben für große Teile wirtschaftlich getrieben sein, statt durch Ideologie - ist nun mal nicht dasselbe. Trotzdem das Heizungsgesetz wieder abgeschafft wurde, wird sich die Wärmepumpe durchsetzen. Wir sehen nun auch durch den Iran Krieg, dass E-Auto Verkäufe nochmal spürbar zulegen, obwohl auch das eine Zwickmühle vergrößert, weil der Strombedarf in den nächsten Jahren wohl deutlich zulegen wird und Autarkie daher nicht nur wegen der fehlenden Speicher in Deutschland wohl nicht mit den aktuellen Technologien zu erreichen ist. Die Bevölkerung und auch sehr viele Unternehmen, wissen dennoch, dass Autarkie im Energiesektor grundsätzlich erstrebenswert ist, gerade nach den wirtschaftlichen Schocks der letzten Jahre. Weswegen es aber jetzt auch so kritisch ist, dass Speicher noch schneller sehr viel günstiger werden. Passiert das nicht, würde ein überproportionaler Ausbau der Regenerativen nun auch überproportional teuer.
Ergänzung, da ich aktuelle Preise habe und aus beruflicher Erfahrung kann ich beisteuern, dass 15 kWp wirklich nahezu nie auf ein privates Wohnhaus (EFH) kommen:
Projekt mit Flachdach, maximale Auslastung der Module auf dem Dach abzüglich der Wartungsbereiche zwischen den beiden ca. 2,4 x 12m Modulreihen und umlaufend an der Attika die benötigt werden:
9 kWp = 9.900€
13,8 kWh Speicher = 6.072€
16,56 kWh Speicher = 7.304€
Anschluss PV Anlage an Zähler + sämtliche Anmeldungen etc. 600€
Macht in der Summe ca. 17.800€ für 9 kWp PV-Anlage und 13,8 kWh Speicher. Und schon verschiebt sich deine Rechnung Richtung positiver werdend.
13 kWh Speicher ist schon sehr ordentlich und reicht in der Regel auch im Winter, wenn mal die Sonne scheint um mit Wärmepumpe die Nacht zu überbrücken - bzw. die Nachmittagsstunden bis zum nächsten Vormittag. So ist es jedenfalls bei mir zuhause:
Ich habe bei mir 7,6 kWp auf dem Dach, beste Südausrichtung und habe im Schnitt knapp 7.500 kWh Ertrag im Jahr.
Ich speise im Schnitt ca. 56% des Jahresertrages ein, ca. 18% gehen an den Haushalt (inkl. Wärmepumpe!) bzw. ca. 25% in den Speicher- also in der Summe dann die restlichen 44%, Rundungsfehler bitte nachsehen. Sind also ca. 3.300 kWh im Schnitt an Verbrauch des Hauses inkl. Wärmepumpe.
Wenn ich noch ein E-Auto hätte, z.B. ein ID.4, kommen nochmals ca. 2.300 kWh bei 10.000 km im Jahr dazu, wobei ich hier ca. 60% von der PV Anlage ansetzen würde, also 1.380 kWh. Dann bleiben noch 2.800 kWh für die Einspeisung übrig. Ich müsste zur aktuellen (bzw. Jahresmittel 2,00€ Dieselpreis) Situation aber rund 800€ an Dieseleinsparung noch gegenrechnen, das ich mit einem E-Auto einsparen würde.
Die 2.800 kWh bedeuten dann aber eine Quote zur Einspeisung von 37,3%. Ich wage zu behaupten, dass ich damit sehr gut fahren würde.
Mein persönliches Beispiel zeigt auch, dass man sich nicht immer auf die Internetrechner verlassen kann.
Ps: Wenn ich mich richtig entsinne, sind die 3500 kWh an Stromverbauch für eine 4 köpfige Familie als Berechnungsgrundlage schon zur Zeiten meiner ersten eignenen Wohnung (2011) ausgewiesen worden.
Ich finde, dass du ganz gut aufzeigst, dass es eben sehr viele Variablen bei der Thematik gibt. Jeder Haushalt hat andere Bedürfnisse an eine PV Anlage. Mal hat man weniger Stromverbrauch, mal mehr. Mal fehlt die Dachfläche, mal nicht. Usw.. Auch die Preise variieren, je nach Anbieter und Komponenten teils stark. Trotzdem sehe ich es auch so, dass eine PV Anlage grundsätzlich richtig dimensioniert eigentlich immer eine gute Sache ist, weil man sehr günstig Strom herstellen kann.
Daher ging es mir aber auch gar nicht darum ein Pauschalbeispiel zu schaffen, das bei einem Idealfall ansetzt, sondern ich wollte bewusst ein Beispiel haben, das aufzeigen kann, was gerade die Problematik am Ausbau von PV und Regenerativen im Allgemeinen ist. Da muss man eben schon differenzieren. Denn der große Treiber des PV Ausbau war lange eben durchaus, dass man für den eigenen Haushalt stark überdimensionierte Anlagen gebaut hat, solange eben die Dachfläche vorhanden war, weil es sich trotzdem gelohnt hat. Das hatte bereits in den letzten Jahren abgenommen, verändert sich aber nun immer mehr.
Selbst bei großen Anlagen wird der Großteil der Winterproduktion schließlich für das eigene Haus benötigt, es wird also ziemlich wenig eingespeist, obwohl gerade dann das Netz mehr Strom gebrauchen könnte. Wenn dann im Sommer aber der Strom, den man mit großen Anlagen einspeisen könnte, fast nichts mehr wert ist, weil es schon genug davon am Markt gibt, dann lohnt es sich immer weniger einzuspeisen. Wenn es sich immer weniger lohnt einzuspeisen, wird eine Anlage zwangsläufig kleiner geplant werden müssen, um eben nur für den eigenen Haushalt konzipiert zu sein - Direktverwertung und kleiner, relativ günstiger Pufferspeicher - und nicht für die Einspeisung. Dann bleiben Dachflächen eben frei und Potenziale für den Ausbau der Regenerativen bleiben somit ungenutzt.
Um dem entgegenzuwirken, müsste also immer mehr subventioniert werden, statt weniger, wie es aktuell effektiv passiert. Immer mehr zu subventionieren, bedeutet aber zwangsläufig, dass es immer teurer wird. Dabei sahen wir letzten Sommer am Markt sogar schon negative Strompreise, weil so viel Strom am Markt war, dass ihn keiner mehr wollte. Das wäre perfekt, könnte man den Strom für den Winter speichern. Kann man aber nicht, weil deutlich zu teuer. Selbst bei den von dir angegebenen Daten bräuchtest du einen Speicher, der definitiv über 100.000 Euro kosten würde, um komplett autark zu leben.
Könntest du all deinen Strom speichern, würde deine PV Anlage vermutlich selbst mit E-Auto reichen, um mit der Jahresproduktion eigentlich das ganze Jahr durchzukommen, wenn du alles speicher könntest. Würde man die 17.800 Euro für 9 kWp auf deine 7,9 kWp umlegen und für deine PV Anlage demnach 15.031 Euro annehmen, kostet dich die Anlage bei 30 Jahren Nutzung der Module und 15 Jahren Nutzung des Speichers 637,39 Euro pro Jahr. Abzüglich 7,8 Cent Einspeisevergütung sind es sogar nur noch 310,63 Euro für letztendlich 3300 kWh, die du selbst nutzt, was 9,4 Cent entspricht. Mit E-Auto - würde hier sogar nur mit 20 kWh auf 100 km und 60% rechnen -, wären es sogar nur 9,0 Cent. Super, auch wenn natürlich darüber hinaus noch Strom aus dem Netz kommt, der teurer ist.
Wenn jetzt allerdings die Einspeisevergütung immer weiter sinken muss, weil der Überschuss im Sommer nicht mehr verwertet werden kann, verändert sich die Rechnung. Sagen wir zeitnah wären bei weiterem PV Ausbau nur noch 50% deiner Überproduktion einspeisbar und der Marktwert davon läge auch nur noch bei der Hälfte. Für deinen Übeschuss bekämst du dann also effektiv noch 1,9 Cent, langfristig sogar noch weniger. Ohne E-Auto ginge dein Preis für eine kWh PV dann bereits auf 16,8 Cent hoch. Deutlich mehr, hättest du eine größere Anlage, die den PV Ausbau umso mehr beschleunigen würde. Selbst mit E-Auto würde der Durchschnittspreis auf 12,9 Cent hochgehen, somit aber nicht ganz so stark, weil du mehr direktverwerten kannst.
Es lohnt sich also immer noch, weil deine Anlage gut für dein Haus dimensioniert ist. Wäre sie aber deutlich größer, wäre das nicht mehr der Fall. Dabei bauen aber große Anlagen nun mal - rein logisch bedingt schon - das PV Netz stärker aus. Will man autark werden, ist eine Bedingung, dass man eben möglichst alle Dächer voll braucht. Die weitere Bedingung ist allerdings, dass man den Überschuss dann auch möglichst komplett speichern kann. Das geht nur mit großen Speichern. Wenn du bspw. autark werden wolltest, würde ein Speicher, der groß genug wäre, noch immer über 100.000 Euro kosten. Angenommen, du würdest nichts mehr einspeisen sowie zukaufen und zeitnah bekämst du einen ausreichend großen Speicher für 100.000 Euro, dann läge eine kWh für deine Anlage bei 92,8 Cent. Erst bei rund 30.000 Euro kämen wir in Sphären, die aktuell für Strom aus dem Netz gezahlt weden müssten. Man kann also sagen, dass Speicher noch um Faktor 10 günstiger werden müssten, damit viele Haushalte problemlos autark werden könnten.
Die zweite Bedingung für Autarkie, wird also noch lange nicht gelten, unabhängig von weiteren Bedingungen. Man steckt daher in einem Dilemma. Baut man das Netz weiter mit PV aus, wird der Strom teurer, weil man zu wenig zusätzlichen Strom aufnehmen kann. Es macht daher zunehmend weniger Sinn große Dächer vollauf für PV zu nutzen. Baut man größere Akkus, um das Problem anzugehen, wird der Strom im Moment aber sogar noch teurer. Daran ändern Subventionen halt auch nicht wirklich etwas, weil das effektiv nur eine Umverteilung ist, bei denen überproportional diejenigen belastet werden, deren Dach zu klein für eine PV ist, was also überproportional ärmere Menschen treffen würde. Es wäre daher auch nicht gerade sozialverträglich, würde man die Subventionen im Prinzip erhöhen, wenn man die Einspeisevergütung konstant hielte, obwohl der Wert des eingespeisten Stroms zunehmend sinkt.
Daher sehe ich, obwohl ich Reiche ebenfalls sehr kritisch sehe, in diesem Zusammenhang tatsächlich eine sehr komplexe Gemengelage, bei der man wenig richtig machen kann, weil immer irgendwer benachteiligt wird, der gute Argumente dafür vorbringen kann, dass das eigentlich nicht so sein dürfte. In jedem Fall ist es aber falsch, dass sich der Anteil Regenerativer am Strommix dadurch verringern wird. Es lohnt sich eben auch unabhängig von der Einspeisevergütung, wenn man eine Anlage richtig dimensioniert. Es lohnt sich nur immer weniger auch für andere Strom zu produzieren ...
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
