Gib mich die Kirsche! Der Talkthread
18.01.2025 - 13:04 Uhr
02.03.2026 - 20:52 Uhr
OK, also wie erwartet Maulheld ohne nennenswerten gesellschaftlichen Nutzen anderer.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mairon am 02.03.2026 um 20:52 Uhr bearbeitet
02.03.2026 - 20:54 Uhr
Zitat von Mairon
OK, also wie erwartet Maulheld ohne nennenswerten gesellschaftlichen Nutzen anderer.
OK, also wie erwartet Maulheld ohne nennenswerten gesellschaftlichen Nutzen anderer.
Für jemanden, der in seiner Sparte so führend agiert, lässt deine Ausdrucksweise ganz schön zu wünschen übrig.
PS: Merz möchte ja eine digitale Signatur, weg von Anonymität im Internet. Würde mich hier in diesem Fall besonders interessieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DaleDanton am 02.03.2026 um 21:09 Uhr bearbeitet
02.03.2026 - 20:58 Uhr
Zitat von DaleDanton
Mit deinen letzten beiden Optionen zeigst du relativ deutlich, aus welchem Holz du geschnitzt bist. Aber diskutieren bringt hier eh nichts. Jemand, der so selbsteingenommen (führende 2-3% in "seinem Marktsegment") ist, hat halt nichts für Sozialpolitik übrig.
Zitat von Mairon
Crashs sind Normalzustand bei Langfristhorizonten - inklusive aller bisher dagewesener Crash liegen Indizes wie MSCI World, DAX etc. bei durchschnuttlich ~ 8 % p.a. Wertentwicklung. Inklusive Finanzkrise 2008, WTC-Anschlag, Dotcom-Blase, Ukraine-Überfall, Covid etc. Krisen sind eine normale Marktphase und nur bei kurz- und mittelfristigen Anlagezeiträumen gefährlich - für diese eignen sich Wertpapiere aber ohnehin nicht, aus eben genannten Gründen.
Worüber sprechen wir jetzt? Mindestlohnempfänger? Der Anteil der U50-Jährigen, für die sich das aktuelle GRV-System mehr lohnt als kapitalgedeckte Eigenversorgung ist winzig klein. Wie gesagt: Durchschnittseinkommen reicht locker aus, um nach 40-45 Arbeitsjahren am Kapitalmarkt ~ 2 MEUR anzuhäufen.
Die Schwierigkeiten bzgl. kapitalgedeckter Umstellung ergeben sich aus dem verheerenden bestehenden System (Generationenvertrag) - dieses Grundübel macht die Umstellung auf ein kapitalgedecktes System natürlich heute so schwer - weil bislang eine gigantische 1:1-Umwälzung ohne jede Rendite erfolgt, heißt: die laufenden Rentenansprüche müssen natürlich irgendwie gedeckt werden. Lösungsansätze u.a.
- Reduzierung der Durchschnittsrente, zeitnah keine weiteren Rentenerhöhungen
- mittelfristige Abschaffung des Beamtenprivilegs (die Eingliederung von Selbständigen und Freiberuflern hingegen generiert keinen Effekt, Erhöhung der Anzahl Beitragspflichtiger ist bei gleichzeitigem Zuwachs der Leistungsempfänger ein Nullsummenspiel)
- schrittweise Umstellung auf Kapitaldeckung
- deutliche Erhöhung des Regelalters
- Abschaffung von Frühzeitrentenoption
Zitat von UlmerBVB1986
Ich bin nur wenig in dem Thema drin, habe meine Fonds, aber sonst recht wenig. Ich als Privatperson kann das ja machen uns trage mein Risiko. Wie sieht es denn aus, wenn es einen Börsencrash geben sollte? Nicht wenige befürchten etwas in dieser Richtung, wenn die KI Bubble platzen sollte. Damit wäre die Altersvorsorge doch dahin? Oder gibt es da Absicherungen?
Ich bin nur wenig in dem Thema drin, habe meine Fonds, aber sonst recht wenig. Ich als Privatperson kann das ja machen uns trage mein Risiko. Wie sieht es denn aus, wenn es einen Börsencrash geben sollte? Nicht wenige befürchten etwas in dieser Richtung, wenn die KI Bubble platzen sollte. Damit wäre die Altersvorsorge doch dahin? Oder gibt es da Absicherungen?
Crashs sind Normalzustand bei Langfristhorizonten - inklusive aller bisher dagewesener Crash liegen Indizes wie MSCI World, DAX etc. bei durchschnuttlich ~ 8 % p.a. Wertentwicklung. Inklusive Finanzkrise 2008, WTC-Anschlag, Dotcom-Blase, Ukraine-Überfall, Covid etc. Krisen sind eine normale Marktphase und nur bei kurz- und mittelfristigen Anlagezeiträumen gefährlich - für diese eignen sich Wertpapiere aber ohnehin nicht, aus eben genannten Gründen.
Zitat von UlmerBVB1986
Jemand der aktuell jeden Euro umdrehen muss, der wird sicherlich sich nicht mit einer Eigenverantwortung besser absichern als mit der gesetzlichen AV.
Jemand der aktuell jeden Euro umdrehen muss, der wird sicherlich sich nicht mit einer Eigenverantwortung besser absichern als mit der gesetzlichen AV.
Worüber sprechen wir jetzt? Mindestlohnempfänger? Der Anteil der U50-Jährigen, für die sich das aktuelle GRV-System mehr lohnt als kapitalgedeckte Eigenversorgung ist winzig klein. Wie gesagt: Durchschnittseinkommen reicht locker aus, um nach 40-45 Arbeitsjahren am Kapitalmarkt ~ 2 MEUR anzuhäufen.
Die Schwierigkeiten bzgl. kapitalgedeckter Umstellung ergeben sich aus dem verheerenden bestehenden System (Generationenvertrag) - dieses Grundübel macht die Umstellung auf ein kapitalgedecktes System natürlich heute so schwer - weil bislang eine gigantische 1:1-Umwälzung ohne jede Rendite erfolgt, heißt: die laufenden Rentenansprüche müssen natürlich irgendwie gedeckt werden. Lösungsansätze u.a.
- Reduzierung der Durchschnittsrente, zeitnah keine weiteren Rentenerhöhungen
- mittelfristige Abschaffung des Beamtenprivilegs (die Eingliederung von Selbständigen und Freiberuflern hingegen generiert keinen Effekt, Erhöhung der Anzahl Beitragspflichtiger ist bei gleichzeitigem Zuwachs der Leistungsempfänger ein Nullsummenspiel)
- schrittweise Umstellung auf Kapitaldeckung
- deutliche Erhöhung des Regelalters
- Abschaffung von Frühzeitrentenoption
Mit deinen letzten beiden Optionen zeigst du relativ deutlich, aus welchem Holz du geschnitzt bist. Aber diskutieren bringt hier eh nichts. Jemand, der so selbsteingenommen (führende 2-3% in "seinem Marktsegment") ist, hat halt nichts für Sozialpolitik übrig.
Wie würden denn deine Lösungsansätze so aussehen? Jenseits von links und rechts existieren doch sehr reale und konkrete Probleme die gelöst werden müssen. Im Idealfall so, dass auch Kinder von heute auf eine erträgliche Zukunft hoffen dürfen. Also wo können wir da ansetzen? Kleiner Fingerzeig, die Lösungsoptionen sind stark begrenzt.
02.03.2026 - 22:17 Uhr
Der Schnee ist weg. Und der Frühling kann kommen.
Und es kommt auch der nächste Teil meiner Zeitreise.
Und da sind erstmal die Nachträge:
1996:
Da war noch kein Krankenhaus aus DDR-Zeiten geschlossen. Oma musste plötzlich rein. Da waren die Wege kurz. Mir war innerlich klar, dass es nichts Schlimmes war. War es auch nicht. Mich wunderte nur, dass die Ärzte hinterher sagten, sie hatten da viel schlimmere Befürchtungen gehabt.
1997:
Ja, da war etwas. Am 28. Mai im Olympiastadion in München. Ich habe es live bei RTL gesehen... Lars Ricken...
Und ein paar Tage später haben wir einen Ausflug mit der Kirchengemeinde gemacht. Da bin ich erstmals durch Dortmund durchgefahren. Der Busfahrer erwähnte auch den CL-Sieg. Seit es CL hieß, hatten die Bayern den Titel noch nicht gewonnen.
Und Schalke gewann den UEFA-Cup.
Das war kurz nach der Trennung von meiner ersten großen Liebe nach der Wende. Wir hatten aber nie ein Ost-West-Problem. Seine Eltern stammten aus dem Osten und waren vor dem Mauerbau in den Westen gegangen.
Und da geht es weiter mit dem nächsten Jahr:
Das Thema heute lautet: 1998: Tschüss Wartburg!
Papa hatte nun bei der Arbeitssuche auch keinen Erfolg mehr über Beziehungen. Die Arbeitslosenquote lag bei über 20 Prozent, darin waren die vielen Lehrgänge und Umschulungen sowie die massenhaften ABM gar nicht enthalten. Schon 1997 meldete er sich beim Arbeitsamt für solch eine ABM an. Er war ja auch nicht mehr der Jüngste. Dazu musste man dann auch noch zur Kommune gehen. Überall konnte die Anmeldung aber auch abgeschmettert werden. Da war ein Mitarbeiter bei der Stadt für die ABM-Stellen verantwortlich. Für Februar 1998 kam dann die Zuweisung des Arbeitsamtes in ein Nachbardorf. Mit diesem Bürgermeister hatte Papa aber nicht gesprochen. Er hatte eher damit gerechnet, in der Stadt eingesetzt zu werden.
ABM waren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die bis Mitte der Nuller Jahre eingesetzt waren, um der Massenarbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Die waren immer Vollzeit und auf ein Jahr befristet. Sie waren wie ein normales Arbeitsverhältnis, das aber vom Staat bezahlt wurde. Und man erwarb Rentenansprüche und auch einen auf Arbeitslosengeld. Die Bezahlung war sehr gut für Ostverhältnisse. Nach dem Jahr musste man dann warten, später konnte man wieder ABM bekommen. Ich kenne ein Ehepaar, das damals um die 40 war, die haben sich etwa 10 Jahre so beholfen. Sie hatten immer wechselweise ABM. Junge Leute wollte man nicht in ABM haben.
ABM-Leute sah man in jedem Dorf. In großer Anzahl waren sie zur Grünlandpflege eingesetzt. Schnell hatten sie den Ruf von Faulenzern. Das fand ich aber frech. Was konnten sie denn dafür, wenn es wie in der DDR zu viele Leute für zu wenig Arbeit gab.Es war aber auch unterschiedlich mit der Arbeitsbelastung in der ABM. Da gab es durchaus Schwerstarbeiter. ABM wurden nämlich auch im Forst eingesetzt. Da waren auch Frauen beschäftigt, die im Schnee Stämme zogen. Da war auch mal eine Ex-Arbeitskollegin von Mutti dabei, die Industriekauffrau war.
Ich kenne auch noch einen ABM-Fall, da mussten Frauen einen Flusslauf säubern und zwischen Ratten kriechen. Im Aufenthaltsraum lag nicht mal Holz, das mussten sie selber organisieren zum Heizen.
Es gab aber auch ABM im Innenbereich. In der Regel waren die in den Bibliotheken, den Heimatstuben und für Ortschroniken eingesetzt. Nach der Wende entstanden selbst auf Dörfern Heimatstuben. Da konnten Menschen alte Gegenstände von früher abgeben, die ausgestellt wurden. Zur Aufsicht wurde eine ABM eingesetzt, die auch Führungen durchführte. Auch begann man nach der Wende überall mit Ortschroniken, das war für ABM vorgesehen. Aber solche Stellen wurden auch genutzt, um normale Büroarbeiten in den Kommunen abzudecken, wenn Not am Mann oder der Frau war. Ich kenne auch einen Fall, da wurden diese zwei ABM-Frauen der Ortschronik im Hochsommer zum Gehwege pflastern ran gezogen. Das waren Bürokauffrauen, und das war lange vor Hartz4. Als Hartz 4 kam, ersetzte man die ABM durch Ein-Euro-Jobber.
Jedenfalls hatte nun Papa auch eine ABM. Er mähte Rasen in dem Dorf, aber auch hier ging es in den Wald. Da interessierte nicht, ob Schnee lag, da mussten auch die Frauen kräftig mit ran. So leicht war die Arbeit nicht.
Der Arbeitsmarkt war damals hier ein völlig anderer als heute. Es fehlten schon massenhaft die Lehrstellen. Da wurden viele überbetrieblich durch Bildungseinrichtungen ausgebildet. Der Praxisteil wurde durch Praktika abgedeckt. Für viele Firmen war das damals ein Geschäftsmodell. Ging der eine, kam der nächste. Wer eine Lehrstelle ergatterte, hatte großes Glück. Aber nach der Lehre wurde man dann meistens nicht übernommen, dann wurde der nächste Azubi eingestellt. Hinzu kamen die massenhaften Lehrgänge und Umschulungen. Da wurde auch noch kräftig in Büroberufe umgeschult. Dabei waren schon unendlich viele ausgebildete Leute vom Büro arbeitslos.
Damals gab es viele Pendler, die in den Bauberufen im Westen unterkamen. Aber viele hielten da auch nicht durch. Manche waren schon älter, da stellten sich dann gesundheitliche Probleme ein. Am besten war man da noch dran, wenn man eine Lehrstelle im Westen bekam. Da wurde man meistens übernommen.
Manche jungen Männer verpflichten sich auch 4 Jahre zur Bundeswehr. Einer aus meiner Schulklasse machte das auch, als er hier keine Arbeit mehr fand. Anschließend kam er im öffentlichen Dienst unter.
Mutti hatte bis zur Jahresmitte 1998 ihren Lehrgang mit dem Praktikum bei der Wasserwirtschaft. Eine Übernahme in ein festes Anstellungsverhältnis wurde nie in den Raum gestellt. Das Praktikum lief über mehrere Monate, dazwischen war ein Schulteil, wo es hauptsächlich um Computer ging. Auch hier waren das weder Anwenderprogramme, noch waren die vorhandenen Programme aktuell.Während ich aus meinen Lehrgängen nur Frauen als Teilnehmer kannte, war bei Mutti auch ein Mann dabei.
Nach dem Lehrgang war auch Mutti am Ende mit ihren Beziehungen. Die brauchten jetzt alle Leute. Und so meldete auch sie sich für ABM an. Da aber Papa noch bis Januar 1999 in seiner ABM war, hatte sie erst danach Chancen, eine zu bekommen. Ehepaare, wo beide zeitgleich ABM hatten, kenne ich nicht.
Während Papas ABM nahmen wir dann auch Abschied von einem DDR-Original, unserem Wartburg. Er war sooo alt noch nicht, aber er war ständig kaputt. DDR-Produkte sind normalerweise sehr robust, der Wartburg hier war es aber nicht. Da hielt bei uns jedes Westauto länger. Papa hatte ihn eigentlich schon eher weggeben wollen, da Mutti zum Lehrgang eine Mitfahrgelegenheit hatte und zur Wasserwirtschaft auch bequem ohne Auto auskam. Aber Papa nutzte den Wartburg noch für seine Fahrten zur ABM. Verkaufen konnte er ihn nicht mehr, er ließ sich abschleppen zum Schrotthof.
Auch während der ABM fuhr Papa am Wochenende noch ein paar Stunden Kurier. Die ABM war ja nach einem Jahr zu Ende.
Und auch bei mir tat sich beruflich etwas. Mein Jahr bei den Bauelementen war zu Ende. Die Frau meinte, wir wollen nochmal so ein Jahr machen, aber sie brauchen die Lohnkostenzuschüsse. Und da müssen wir erstmal warten, um sie wieder zu bekommen. Ich wollte dort auch unbedingt wieder hin. Aber ich nahm meine Bewerbungen auch wieder auf, da ich ja erneut arbeitslos war.
Als ich nach ein paar Monaten wieder in der Firma vorbeischaute, füllten wir die Formulare für die Lohnkostenzuschüsse aus und reichten sie ein. Der nächste Besuch schockierte mich. Der Ingenieur aus dem Westen hatte gekündigt. Die Arbeiter waren auf Kurzarbeit. Ich staunte schon, dass der Chef auf einen Auftrag einging, dass er eine Tür vom Baumarkt einbauen wollte. Sowas hatte er früher immer abgelehnt. Der Grund war, dass er Subunternehmer einer großen Wohnungsbaugesellschaft war, die Insolvenz angemeldet hatte. Da brach der Großteil seines Auftragsvolumens weg. Von Privatleuten allein konnte er nicht leben. Die meisten hatten auch 1998 schon neue Fenster und Haustüren. Die Frau zog den Antrag auf die Lohnkostenzuschüsse zurück. Sie sagte mir, sie können mich nicht wieder einstellen. 2001 meldete die Firma dann auch Insolvenz an. Der Boom war vorbei.
Ich war froh, dass ich mir immer Ablenkung verschaffen konnte. In der Disko sah ich Leute wie Marusha live. Und später auch noch andere angesagte Acts der Technoszene wie Westbam...
Und ich besuchte 1998 auch wieder einen Weihnachtsmarkt. Ich will da nicht jetzt jeden erwähnen. Aber heute schreibe ich mal über meinen Ausflug zum Weihnachtsmarkt 1998 nach Seiffen. Da war ich erstmals im Erzgebirge. Heute denken da viele erstmal an Politik. Und das ist so schade. Denn gerade zur Weihnachtszeit ist es dort so wunderschön. Damals sah ich erstmals die Vielfalt der erzgebirgischen Schnitzkunst live. Ich sah den Handwerkern zu, besuchte auch das Museum dort und natürlich auch die berühmte Kirche. Und es brach an dem Tag der Winter ein, wir hatten dann auf der Autobahn auch einen Stau und kamen erst nachts zu Hause an. Diese Schnitzkunst bekam man zu DDR-Zeiten nur unterm Ladentisch, denn fast alles davon ging in den Export in den Westen. In späteren Jahren besuchte ich noch andere Weihnachtsmärkte im Erzgebirge.
1998 klingelte es wieder an unserer Haustür. Ein Mann stand draußen, nannte seinen Namen, der Nachname war wieder der Mädchenname von Oma. Er sagte, er sei aus München. Leider hatte ich da gerade eine deftige Erkältung, lag im Bett und konnte kaum stehen. Er kannte aber die anderen Leute nicht, die sich nach der Wende bei uns meldeten. Er hinterließ uns eine Adresse, ich schrieb dort auch später zweimal hin, er meldete sich nie wieder. Viel später habe ich seinen Namen mal gegoogelt. Ein paar Jahre nach seinem Besuch bei uns war er gestorben.
1998 startete meine allererste Chatfreundschaft – zu dem Mädchen aus Dänemark, die acht Jahre andauerte.
Die Olympischen Winterspiele fanden in Nagano statt.
Die Fußball-WM sah mit Frankreich den Gastgeber als Weltmeister. Aber diese WM steht auch für den Fall Daniel Nivel.
Im Bernabeu fiel ein Tor einfach um...
Helmut Kohl wurde nach 16 Jahren als Kanzler abgewählt, die Ära Gerhard Schröder begann.
Bill Clinton hatte die Lewinsky-Affäre am Hals.
Das Kyoto-Protokoll wurde unterzeichnet.
In Deutschland wurde die Rechtschreibreform eingeführt.
Loona und Ricky Martin waren meine Stars des Jahres.
Ricky Martin sang auch zur Fußball-WM. Erstmals sang unsere Nationalmannschaft nicht mehr selber. Schade, als 10jährige fand ich 1982 Ole Espana von Michael Schanze top.
1998 war ich zum ersten und einzigen Mal in einer Videothek. Ich lieh Titanic aus.
In der nächsten Folge behandele ich das Jahr 1999. Natürlich geht es wieder um den Arbeitsmarkt. Und wir starten in ein neues Großprojekt.
Und es kommt auch der nächste Teil meiner Zeitreise.
Und da sind erstmal die Nachträge:
1996:
Da war noch kein Krankenhaus aus DDR-Zeiten geschlossen. Oma musste plötzlich rein. Da waren die Wege kurz. Mir war innerlich klar, dass es nichts Schlimmes war. War es auch nicht. Mich wunderte nur, dass die Ärzte hinterher sagten, sie hatten da viel schlimmere Befürchtungen gehabt.
1997:
Ja, da war etwas. Am 28. Mai im Olympiastadion in München. Ich habe es live bei RTL gesehen... Lars Ricken...
Und ein paar Tage später haben wir einen Ausflug mit der Kirchengemeinde gemacht. Da bin ich erstmals durch Dortmund durchgefahren. Der Busfahrer erwähnte auch den CL-Sieg. Seit es CL hieß, hatten die Bayern den Titel noch nicht gewonnen.
Und Schalke gewann den UEFA-Cup.
Das war kurz nach der Trennung von meiner ersten großen Liebe nach der Wende. Wir hatten aber nie ein Ost-West-Problem. Seine Eltern stammten aus dem Osten und waren vor dem Mauerbau in den Westen gegangen.
Und da geht es weiter mit dem nächsten Jahr:
Das Thema heute lautet: 1998: Tschüss Wartburg!
Papa hatte nun bei der Arbeitssuche auch keinen Erfolg mehr über Beziehungen. Die Arbeitslosenquote lag bei über 20 Prozent, darin waren die vielen Lehrgänge und Umschulungen sowie die massenhaften ABM gar nicht enthalten. Schon 1997 meldete er sich beim Arbeitsamt für solch eine ABM an. Er war ja auch nicht mehr der Jüngste. Dazu musste man dann auch noch zur Kommune gehen. Überall konnte die Anmeldung aber auch abgeschmettert werden. Da war ein Mitarbeiter bei der Stadt für die ABM-Stellen verantwortlich. Für Februar 1998 kam dann die Zuweisung des Arbeitsamtes in ein Nachbardorf. Mit diesem Bürgermeister hatte Papa aber nicht gesprochen. Er hatte eher damit gerechnet, in der Stadt eingesetzt zu werden.
ABM waren Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die bis Mitte der Nuller Jahre eingesetzt waren, um der Massenarbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Die waren immer Vollzeit und auf ein Jahr befristet. Sie waren wie ein normales Arbeitsverhältnis, das aber vom Staat bezahlt wurde. Und man erwarb Rentenansprüche und auch einen auf Arbeitslosengeld. Die Bezahlung war sehr gut für Ostverhältnisse. Nach dem Jahr musste man dann warten, später konnte man wieder ABM bekommen. Ich kenne ein Ehepaar, das damals um die 40 war, die haben sich etwa 10 Jahre so beholfen. Sie hatten immer wechselweise ABM. Junge Leute wollte man nicht in ABM haben.
ABM-Leute sah man in jedem Dorf. In großer Anzahl waren sie zur Grünlandpflege eingesetzt. Schnell hatten sie den Ruf von Faulenzern. Das fand ich aber frech. Was konnten sie denn dafür, wenn es wie in der DDR zu viele Leute für zu wenig Arbeit gab.Es war aber auch unterschiedlich mit der Arbeitsbelastung in der ABM. Da gab es durchaus Schwerstarbeiter. ABM wurden nämlich auch im Forst eingesetzt. Da waren auch Frauen beschäftigt, die im Schnee Stämme zogen. Da war auch mal eine Ex-Arbeitskollegin von Mutti dabei, die Industriekauffrau war.
Ich kenne auch noch einen ABM-Fall, da mussten Frauen einen Flusslauf säubern und zwischen Ratten kriechen. Im Aufenthaltsraum lag nicht mal Holz, das mussten sie selber organisieren zum Heizen.
Es gab aber auch ABM im Innenbereich. In der Regel waren die in den Bibliotheken, den Heimatstuben und für Ortschroniken eingesetzt. Nach der Wende entstanden selbst auf Dörfern Heimatstuben. Da konnten Menschen alte Gegenstände von früher abgeben, die ausgestellt wurden. Zur Aufsicht wurde eine ABM eingesetzt, die auch Führungen durchführte. Auch begann man nach der Wende überall mit Ortschroniken, das war für ABM vorgesehen. Aber solche Stellen wurden auch genutzt, um normale Büroarbeiten in den Kommunen abzudecken, wenn Not am Mann oder der Frau war. Ich kenne auch einen Fall, da wurden diese zwei ABM-Frauen der Ortschronik im Hochsommer zum Gehwege pflastern ran gezogen. Das waren Bürokauffrauen, und das war lange vor Hartz4. Als Hartz 4 kam, ersetzte man die ABM durch Ein-Euro-Jobber.
Jedenfalls hatte nun Papa auch eine ABM. Er mähte Rasen in dem Dorf, aber auch hier ging es in den Wald. Da interessierte nicht, ob Schnee lag, da mussten auch die Frauen kräftig mit ran. So leicht war die Arbeit nicht.
Der Arbeitsmarkt war damals hier ein völlig anderer als heute. Es fehlten schon massenhaft die Lehrstellen. Da wurden viele überbetrieblich durch Bildungseinrichtungen ausgebildet. Der Praxisteil wurde durch Praktika abgedeckt. Für viele Firmen war das damals ein Geschäftsmodell. Ging der eine, kam der nächste. Wer eine Lehrstelle ergatterte, hatte großes Glück. Aber nach der Lehre wurde man dann meistens nicht übernommen, dann wurde der nächste Azubi eingestellt. Hinzu kamen die massenhaften Lehrgänge und Umschulungen. Da wurde auch noch kräftig in Büroberufe umgeschult. Dabei waren schon unendlich viele ausgebildete Leute vom Büro arbeitslos.
Damals gab es viele Pendler, die in den Bauberufen im Westen unterkamen. Aber viele hielten da auch nicht durch. Manche waren schon älter, da stellten sich dann gesundheitliche Probleme ein. Am besten war man da noch dran, wenn man eine Lehrstelle im Westen bekam. Da wurde man meistens übernommen.
Manche jungen Männer verpflichten sich auch 4 Jahre zur Bundeswehr. Einer aus meiner Schulklasse machte das auch, als er hier keine Arbeit mehr fand. Anschließend kam er im öffentlichen Dienst unter.
Mutti hatte bis zur Jahresmitte 1998 ihren Lehrgang mit dem Praktikum bei der Wasserwirtschaft. Eine Übernahme in ein festes Anstellungsverhältnis wurde nie in den Raum gestellt. Das Praktikum lief über mehrere Monate, dazwischen war ein Schulteil, wo es hauptsächlich um Computer ging. Auch hier waren das weder Anwenderprogramme, noch waren die vorhandenen Programme aktuell.Während ich aus meinen Lehrgängen nur Frauen als Teilnehmer kannte, war bei Mutti auch ein Mann dabei.
Nach dem Lehrgang war auch Mutti am Ende mit ihren Beziehungen. Die brauchten jetzt alle Leute. Und so meldete auch sie sich für ABM an. Da aber Papa noch bis Januar 1999 in seiner ABM war, hatte sie erst danach Chancen, eine zu bekommen. Ehepaare, wo beide zeitgleich ABM hatten, kenne ich nicht.
Während Papas ABM nahmen wir dann auch Abschied von einem DDR-Original, unserem Wartburg. Er war sooo alt noch nicht, aber er war ständig kaputt. DDR-Produkte sind normalerweise sehr robust, der Wartburg hier war es aber nicht. Da hielt bei uns jedes Westauto länger. Papa hatte ihn eigentlich schon eher weggeben wollen, da Mutti zum Lehrgang eine Mitfahrgelegenheit hatte und zur Wasserwirtschaft auch bequem ohne Auto auskam. Aber Papa nutzte den Wartburg noch für seine Fahrten zur ABM. Verkaufen konnte er ihn nicht mehr, er ließ sich abschleppen zum Schrotthof.
Auch während der ABM fuhr Papa am Wochenende noch ein paar Stunden Kurier. Die ABM war ja nach einem Jahr zu Ende.
Und auch bei mir tat sich beruflich etwas. Mein Jahr bei den Bauelementen war zu Ende. Die Frau meinte, wir wollen nochmal so ein Jahr machen, aber sie brauchen die Lohnkostenzuschüsse. Und da müssen wir erstmal warten, um sie wieder zu bekommen. Ich wollte dort auch unbedingt wieder hin. Aber ich nahm meine Bewerbungen auch wieder auf, da ich ja erneut arbeitslos war.
Als ich nach ein paar Monaten wieder in der Firma vorbeischaute, füllten wir die Formulare für die Lohnkostenzuschüsse aus und reichten sie ein. Der nächste Besuch schockierte mich. Der Ingenieur aus dem Westen hatte gekündigt. Die Arbeiter waren auf Kurzarbeit. Ich staunte schon, dass der Chef auf einen Auftrag einging, dass er eine Tür vom Baumarkt einbauen wollte. Sowas hatte er früher immer abgelehnt. Der Grund war, dass er Subunternehmer einer großen Wohnungsbaugesellschaft war, die Insolvenz angemeldet hatte. Da brach der Großteil seines Auftragsvolumens weg. Von Privatleuten allein konnte er nicht leben. Die meisten hatten auch 1998 schon neue Fenster und Haustüren. Die Frau zog den Antrag auf die Lohnkostenzuschüsse zurück. Sie sagte mir, sie können mich nicht wieder einstellen. 2001 meldete die Firma dann auch Insolvenz an. Der Boom war vorbei.
Ich war froh, dass ich mir immer Ablenkung verschaffen konnte. In der Disko sah ich Leute wie Marusha live. Und später auch noch andere angesagte Acts der Technoszene wie Westbam...
Und ich besuchte 1998 auch wieder einen Weihnachtsmarkt. Ich will da nicht jetzt jeden erwähnen. Aber heute schreibe ich mal über meinen Ausflug zum Weihnachtsmarkt 1998 nach Seiffen. Da war ich erstmals im Erzgebirge. Heute denken da viele erstmal an Politik. Und das ist so schade. Denn gerade zur Weihnachtszeit ist es dort so wunderschön. Damals sah ich erstmals die Vielfalt der erzgebirgischen Schnitzkunst live. Ich sah den Handwerkern zu, besuchte auch das Museum dort und natürlich auch die berühmte Kirche. Und es brach an dem Tag der Winter ein, wir hatten dann auf der Autobahn auch einen Stau und kamen erst nachts zu Hause an. Diese Schnitzkunst bekam man zu DDR-Zeiten nur unterm Ladentisch, denn fast alles davon ging in den Export in den Westen. In späteren Jahren besuchte ich noch andere Weihnachtsmärkte im Erzgebirge.
1998 klingelte es wieder an unserer Haustür. Ein Mann stand draußen, nannte seinen Namen, der Nachname war wieder der Mädchenname von Oma. Er sagte, er sei aus München. Leider hatte ich da gerade eine deftige Erkältung, lag im Bett und konnte kaum stehen. Er kannte aber die anderen Leute nicht, die sich nach der Wende bei uns meldeten. Er hinterließ uns eine Adresse, ich schrieb dort auch später zweimal hin, er meldete sich nie wieder. Viel später habe ich seinen Namen mal gegoogelt. Ein paar Jahre nach seinem Besuch bei uns war er gestorben.
1998 startete meine allererste Chatfreundschaft – zu dem Mädchen aus Dänemark, die acht Jahre andauerte.
Die Olympischen Winterspiele fanden in Nagano statt.
Die Fußball-WM sah mit Frankreich den Gastgeber als Weltmeister. Aber diese WM steht auch für den Fall Daniel Nivel.
Im Bernabeu fiel ein Tor einfach um...
Helmut Kohl wurde nach 16 Jahren als Kanzler abgewählt, die Ära Gerhard Schröder begann.
Bill Clinton hatte die Lewinsky-Affäre am Hals.
Das Kyoto-Protokoll wurde unterzeichnet.
In Deutschland wurde die Rechtschreibreform eingeführt.
Loona und Ricky Martin waren meine Stars des Jahres.
Ricky Martin sang auch zur Fußball-WM. Erstmals sang unsere Nationalmannschaft nicht mehr selber. Schade, als 10jährige fand ich 1982 Ole Espana von Michael Schanze top.
1998 war ich zum ersten und einzigen Mal in einer Videothek. Ich lieh Titanic aus.
In der nächsten Folge behandele ich das Jahr 1999. Natürlich geht es wieder um den Arbeitsmarkt. Und wir starten in ein neues Großprojekt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von CocoBall am 02.03.2026 um 22:43 Uhr bearbeitet
03.03.2026 - 09:10 Uhr
Und ich dachte, das war das ZDF 1997?!?
03.03.2026 - 10:48 Uhr
Zitat von Mairon
Crashs sind Normalzustand bei Langfristhorizonten - inklusive aller bisher dagewesener Crash liegen Indizes wie MSCI World, DAX etc. bei durchschnuttlich ~ 8 % p.a. Wertentwicklung. Inklusive Finanzkrise 2008, WTC-Anschlag, Dotcom-Blase, Ukraine-Überfall, Covid etc. Krisen sind eine normale Marktphase und nur bei kurz- und mittelfristigen Anlagezeiträumen gefährlich - für diese eignen sich Wertpapiere aber ohnehin nicht, aus eben genannten Gründen.
Worüber sprechen wir jetzt? Mindestlohnempfänger? Der Anteil der U50-Jährigen, für die sich das aktuelle GRV-System mehr lohnt als kapitalgedeckte Eigenversorgung ist winzig klein. Wie gesagt: Durchschnittseinkommen reicht locker aus, um nach 40-45 Arbeitsjahren am Kapitalmarkt ~ 2 MEUR anzuhäufen.
Die Schwierigkeiten bzgl. kapitalgedeckter Umstellung ergeben sich aus dem verheerenden bestehenden System (Generationenvertrag) - dieses Grundübel macht die Umstellung auf ein kapitalgedecktes System natürlich heute so schwer - weil bislang eine gigantische 1:1-Umwälzung ohne jede Rendite erfolgt, heißt: die laufenden Rentenansprüche müssen natürlich irgendwie gedeckt werden. Lösungsansätze u.a.
- Reduzierung der Durchschnittsrente, zeitnah keine weiteren Rentenerhöhungen
- mittelfristige Abschaffung des Beamtenprivilegs (die Eingliederung von Selbständigen und Freiberuflern hingegen generiert keinen Effekt, Erhöhung der Anzahl Beitragspflichtiger ist bei gleichzeitigem Zuwachs der Leistungsempfänger ein Nullsummenspiel)
- schrittweise Umstellung auf Kapitaldeckung
- deutliche Erhöhung des Regelalters
- Abschaffung von Frühzeitrentenoption
Zitat von UlmerBVB1986
Ich bin nur wenig in dem Thema drin, habe meine Fonds, aber sonst recht wenig. Ich als Privatperson kann das ja machen uns trage mein Risiko. Wie sieht es denn aus, wenn es einen Börsencrash geben sollte? Nicht wenige befürchten etwas in dieser Richtung, wenn die KI Bubble platzen sollte. Damit wäre die Altersvorsorge doch dahin? Oder gibt es da Absicherungen?
Ich bin nur wenig in dem Thema drin, habe meine Fonds, aber sonst recht wenig. Ich als Privatperson kann das ja machen uns trage mein Risiko. Wie sieht es denn aus, wenn es einen Börsencrash geben sollte? Nicht wenige befürchten etwas in dieser Richtung, wenn die KI Bubble platzen sollte. Damit wäre die Altersvorsorge doch dahin? Oder gibt es da Absicherungen?
Crashs sind Normalzustand bei Langfristhorizonten - inklusive aller bisher dagewesener Crash liegen Indizes wie MSCI World, DAX etc. bei durchschnuttlich ~ 8 % p.a. Wertentwicklung. Inklusive Finanzkrise 2008, WTC-Anschlag, Dotcom-Blase, Ukraine-Überfall, Covid etc. Krisen sind eine normale Marktphase und nur bei kurz- und mittelfristigen Anlagezeiträumen gefährlich - für diese eignen sich Wertpapiere aber ohnehin nicht, aus eben genannten Gründen.
Zitat von UlmerBVB1986
Jemand der aktuell jeden Euro umdrehen muss, der wird sicherlich sich nicht mit einer Eigenverantwortung besser absichern als mit der gesetzlichen AV.
Jemand der aktuell jeden Euro umdrehen muss, der wird sicherlich sich nicht mit einer Eigenverantwortung besser absichern als mit der gesetzlichen AV.
Worüber sprechen wir jetzt? Mindestlohnempfänger? Der Anteil der U50-Jährigen, für die sich das aktuelle GRV-System mehr lohnt als kapitalgedeckte Eigenversorgung ist winzig klein. Wie gesagt: Durchschnittseinkommen reicht locker aus, um nach 40-45 Arbeitsjahren am Kapitalmarkt ~ 2 MEUR anzuhäufen.
Die Schwierigkeiten bzgl. kapitalgedeckter Umstellung ergeben sich aus dem verheerenden bestehenden System (Generationenvertrag) - dieses Grundübel macht die Umstellung auf ein kapitalgedecktes System natürlich heute so schwer - weil bislang eine gigantische 1:1-Umwälzung ohne jede Rendite erfolgt, heißt: die laufenden Rentenansprüche müssen natürlich irgendwie gedeckt werden. Lösungsansätze u.a.
- Reduzierung der Durchschnittsrente, zeitnah keine weiteren Rentenerhöhungen
- mittelfristige Abschaffung des Beamtenprivilegs (die Eingliederung von Selbständigen und Freiberuflern hingegen generiert keinen Effekt, Erhöhung der Anzahl Beitragspflichtiger ist bei gleichzeitigem Zuwachs der Leistungsempfänger ein Nullsummenspiel)
- schrittweise Umstellung auf Kapitaldeckung
- deutliche Erhöhung des Regelalters
- Abschaffung von Frühzeitrentenoption
Trotz aller Krisen, Crashs ect. sind es 8%? Selbst wenn die KI Bubble platzen sollte? Da bin ich wirklich skeptisch.
Warum müssen es gleich Mindestlohnempfänger sein? Lass es nur mal alleinerziehnde Eltern sein, oder jemanden der "nur " einen nicht gut bezahlten Job hat. Lass es einfach mal jemanden sein, der unter 2000€ Netto verdient. Miete, Lebensmittel, Auto(?) und noch ein Hobby.
Wie reicht das durchschnittliche Einkommen, um nach 40 Arbeitsjahren (in meinem Fall wäre ich knapp 70 übrigens, nach Ausbildung und Studium, bei 45 Jahren über 70) 2 Mio angehäuft zu haben? Dann würde ich ja 40 Jahre lang sehr enthaltsam leben müssen um bei 5-7% Rendite auf ca. 1,4 Mio zu kommen, vor Steuer.
Spannend ist aber, wenn ich mein komplette RV Anteile, meine und vom AG, wäre ich bei 5-7% höchstwahrscheinlich bei ca. 2,2-2,5 Mio vor Steuern... nach Steuer unter 2 Mio... würde man von 30 Jahre Lebensdauer ausgehen, hätte ich über 50.000€ im Jahr zur Verfügung. Allerdings läge das komplette Risiko bei mir, der Staat würde nichts mehr absichern, wenn alles privat vorgesorgt werden müsste.
(Inflation nicht berücksichtig)
Du schreibst ja selbst, es ist schwierig das System umzustellen... wird es überhaupt umgestellt werden können?
Zu deinen Lösungsansätze:
"mittelfristige Abschaffung des Beamtenprivilegs" das ist ein ganz wichtiger Punkt und alternativlos!
Wer geht bei den Punkten bitte mit:
"Reduzierung der Durchschnittsrente
deutliche Erhöhung des Regelalters"
Den Punkt würde ich behalten:
"Abschaffung von Frühzeitrentenoption"
Da mit Abzüge versehen + der Option (Altersteilzeit) noch weiter Gehalt zu beziehen und somit Steuern zu zahlen.
03.03.2026 - 11:16 Uhr
Zitat von Zeh-Lizenz
Und ich dachte, das war das ZDF 1997?!?
Und ich dachte, das war das ZDF 1997?!?
Ne, das war RTL damals. Reif damals noch mit dem legendären Spruch: „Ricken, Lupfen jetzt!“.
03.03.2026 - 12:58 Uhr
Zitat von UlmerBVB1986
Ne, das war RTL damals. Reif damals noch mit dem legendären Spruch: „Ricken, Lupfen jetzt!“.
Ja natürlich wusste ich noch. Ne, das war RTL damals. Reif damals noch mit dem legendären Spruch: „Ricken, Lupfen jetzt!“.
Ich hab damals in München guten halben km vom OlympiaStadion entfernt gewohnt, mit LIVEAKUSTIK😍
Damals verlor ich (deswegen und Lars' Traumtor) mein Herz an den BVB.
Heute ginge so etwas nicht mehr, weil alle Events nur mehr als Streams und via Boxen tw. 5 Sekunden oder mehr dahinter sind. Egal ob Telekom oder Vodafone oder Sky selbst – oftmals ist Transfermarkt davor. 😒
03.03.2026 - 13:42 Uhr
Zitat von Zeh-Lizenz
Ich hab damals in München guten halben km vom OlympiaStadion entfernt gewohnt, mit LIVEAKUSTIK😍
Damals verlor ich (deswegen und Lars' Traumtor) mein Herz an den BVB.
Heute ginge so etwas nicht mehr, weil alle Events nur mehr als Streams und via Boxen tw. 5 Sekunden oder mehr dahinter sind. Egal ob Telekom oder Vodafone oder Sky selbst – oftmals ist Transfermarkt davor. 😒
Zitat von UlmerBVB1986
Ne, das war RTL damals. Reif damals noch mit dem legendären Spruch: „Ricken, Lupfen jetzt!“.
Ja natürlich wusste ich noch. Ne, das war RTL damals. Reif damals noch mit dem legendären Spruch: „Ricken, Lupfen jetzt!“.
Ich hab damals in München guten halben km vom OlympiaStadion entfernt gewohnt, mit LIVEAKUSTIK😍
Damals verlor ich (deswegen und Lars' Traumtor) mein Herz an den BVB.
Heute ginge so etwas nicht mehr, weil alle Events nur mehr als Streams und via Boxen tw. 5 Sekunden oder mehr dahinter sind. Egal ob Telekom oder Vodafone oder Sky selbst – oftmals ist Transfermarkt davor. 😒
Das war mein erstes Spiel das so "spät" kam, das ich ganz anschauen durfte. Wobei ich damals bereits BVB Fan war. 🥰
War bestimmt geil damals so nahe dran zu sein. Ein Kumpel hat in Cannstadt gewohnt... da war ich auch mal sehr überrascht wie laut das dann doch ist.
Wohnst du noch immer da? Bräuchte am 25.04. einen Parkplatz da 😅
03.03.2026 - 13:53 Uhr
Schon ewig und drei Tage nimmer. Kurz danach bin ich umgezogen. Tut mir leid.
Aber da wird's ewig knapp bleiben, Leonrotplatz, Dachauer Strasse …
Ich wohne wo andere in Massen Urlaub machen😎, aber leider dafür 6.5 Fahrstunden Autobahn … vom Tempel WEIT weg. Alles kann man nicht haben.
Aber da wird's ewig knapp bleiben, Leonrotplatz, Dachauer Strasse …
Ich wohne wo andere in Massen Urlaub machen😎, aber leider dafür 6.5 Fahrstunden Autobahn … vom Tempel WEIT weg. Alles kann man nicht haben.
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