Finanzen
22.07.2015 - 22:13 Uhr
Zitat von gunny58
Auf Seite 37 steht, dass die Stadt KL eine längerfristige Patronatserklärung abgegeben hat, um eine Insolvenz zu vermeiden.
Diese Insolvenz wäre ansonsten schon eingetreten, weil die Gesellschaft lt. Bilanz bereits jetzt überschuldet ist und ohne diese besondere Art von Bürgschaft längst hätte wegen Überschuldung Konkurs anmelden müssen. Steht so im GmbH-Gesetz.
Auf Seite 37 steht, dass die Stadt KL eine längerfristige Patronatserklärung abgegeben hat, um eine Insolvenz zu vermeiden.
Diese Insolvenz wäre ansonsten schon eingetreten, weil die Gesellschaft lt. Bilanz bereits jetzt überschuldet ist und ohne diese besondere Art von Bürgschaft längst hätte wegen Überschuldung Konkurs anmelden müssen. Steht so im GmbH-Gesetz.
Ich würde mir den Beteiligungsbericht nochmal genau durchlesen. Insb. den Punkt zu Patronatserklärung.
Die Stadt hat eine Patronatserklärung über 10 Mio. EUR abgegeben und möchte in Zukunft komplett darauf verzichten. D.h. die Stadt ist nur bereit, maximal 10 Mio EUR der Stadiongesellschaft zur Verfügung zu stellen.
Zustäzlich möchte die Stadt in Zukunft auf genau diese Zusage verzichten, da bei positiver Fortführungsprognose die Überschuldung eben kein Grund ist, einen Insolvenzantrag zu stellen. Da draußen laufen genügend GmbH rum, die ein negatives Eigenkapital aufweisen. Sofern sie ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen können und eine positive Fortführungsprognose haben, müssen sie eben keinen Insolvenzantrag stelle. Das findest du übrigens in der InsO und nicht im GmbhG.
Sofern das Land oder die Stadt keine zusätzliche Kreditbürgschaft gegeben haben, stehen bei einer Zahlungsunfähigkeit zunächst die kreditgebenden Banken bzw. Sparkassen im Regen. Es kommt dann entweder zu einer Umschuldung oder einer Verwertung des Vermögens, d.h. des Stadions, der Stadiongesellschaft.
Wobei das den Worst-Case-Fall darstellt und es weiterhin eine politische Entscheidung ist. Zu Mal der Kredit der Stadiongesellschaft mittlerweile mWn. von der Stadtsparkasse Kaiserslautern vergeben wurde. Und wem gehört die SSK? Natürlich der Stadt...
Quelle: www.swr.de
Schwenken arbeitet seit Juli 2014 als Berater für den 1. FCK und wird auch nach dem 30. November in dieser Funktion tätig bleiben.
Zitat von Waterhead
Ich würde mir den Beteiligungsbericht nochmal genau durchlesen. Insb. den Punkt zu Patronatserklärung.
Die Stadt hat eine Patronatserklärung über 10 Mio. EUR abgegeben und möchte in Zukunft komplett darauf verzichten. D.h. die Stadt ist nur bereit, maximal 10 Mio EUR der Stadiongesellschaft zur Verfügung zu stellen.
Zustäzlich möchte die Stadt in Zukunft auf genau diese Zusage verzichten, da bei positiver Fortführungsprognose die Überschuldung eben kein Grund ist, einen Insolvenzantrag zu stellen. Da draußen laufen genügend GmbH rum, die ein negatives Eigenkapital aufweisen. Sofern sie ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen können und eine positive Fortführungsprognose haben, müssen sie eben keinen Insolvenzantrag stelle. Das findest du übrigens in der InsO und nicht im GmbhG.
Sofern das Land oder die Stadt keine zusätzliche Kreditbürgschaft gegeben haben, stehen bei einer Zahlungsunfähigkeit zunächst die kreditgebenden Banken bzw. Sparkassen im Regen. Es kommt dann entweder zu einer Umschuldung oder einer Verwertung des Vermögens, d.h. des Stadions, der Stadiongesellschaft.
Wobei das den Worst-Case-Fall darstellt und es weiterhin eine politische Entscheidung ist. Zu Mal der Kredit der Stadiongesellschaft mittlerweile mWn. von der Stadtsparkasse Kaiserslautern vergeben wurde. Und wem gehört die SSK? Natürlich der Stadt...
Zitat von gunny58
Auf Seite 37 steht, dass die Stadt KL eine längerfristige Patronatserklärung abgegeben hat, um eine Insolvenz zu vermeiden.
Diese Insolvenz wäre ansonsten schon eingetreten, weil die Gesellschaft lt. Bilanz bereits jetzt überschuldet ist und ohne diese besondere Art von Bürgschaft längst hätte wegen Überschuldung Konkurs anmelden müssen. Steht so im GmbH-Gesetz.
Auf Seite 37 steht, dass die Stadt KL eine längerfristige Patronatserklärung abgegeben hat, um eine Insolvenz zu vermeiden.
Diese Insolvenz wäre ansonsten schon eingetreten, weil die Gesellschaft lt. Bilanz bereits jetzt überschuldet ist und ohne diese besondere Art von Bürgschaft längst hätte wegen Überschuldung Konkurs anmelden müssen. Steht so im GmbH-Gesetz.
Ich würde mir den Beteiligungsbericht nochmal genau durchlesen. Insb. den Punkt zu Patronatserklärung.
Die Stadt hat eine Patronatserklärung über 10 Mio. EUR abgegeben und möchte in Zukunft komplett darauf verzichten. D.h. die Stadt ist nur bereit, maximal 10 Mio EUR der Stadiongesellschaft zur Verfügung zu stellen.
Zustäzlich möchte die Stadt in Zukunft auf genau diese Zusage verzichten, da bei positiver Fortführungsprognose die Überschuldung eben kein Grund ist, einen Insolvenzantrag zu stellen. Da draußen laufen genügend GmbH rum, die ein negatives Eigenkapital aufweisen. Sofern sie ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen können und eine positive Fortführungsprognose haben, müssen sie eben keinen Insolvenzantrag stelle. Das findest du übrigens in der InsO und nicht im GmbhG.
Sofern das Land oder die Stadt keine zusätzliche Kreditbürgschaft gegeben haben, stehen bei einer Zahlungsunfähigkeit zunächst die kreditgebenden Banken bzw. Sparkassen im Regen. Es kommt dann entweder zu einer Umschuldung oder einer Verwertung des Vermögens, d.h. des Stadions, der Stadiongesellschaft.
Wobei das den Worst-Case-Fall darstellt und es weiterhin eine politische Entscheidung ist. Zu Mal der Kredit der Stadiongesellschaft mittlerweile mWn. von der Stadtsparkasse Kaiserslautern vergeben wurde. Und wem gehört die SSK? Natürlich der Stadt...
Das wäre doch aus Sicht des Vereins FCK kein worst-case-Szenario. Das wäre ein absoluter Schnapp
aus der Versteigerung.
Für wen, außer dem FCK, ist der Betzenberg etwas wert ?
Geht die Stadiongesellschaft in Insolvenz, hilft auch die Patronatserklärung der Stadt nichts mehr, denn
es ist ja nur eine Haftungssumme, die sofort von den Banken einkassiert wird.
Wenn es so ist, stehen die Banken wirklich im Regen. Das ist aber nicht zu glauben, denn dann hätten
die Banken ja fast keine Wertsicherung.
Zitat von pulder
Das wäre doch aus Sicht des Vereins FCK kein worst-case-Szenario. Das wäre ein absoluter Schnapp
aus der Versteigerung.
Das wäre doch aus Sicht des Vereins FCK kein worst-case-Szenario. Das wäre ein absoluter Schnapp
aus der Versteigerung.
Ich sehe es als Worst-Case-Szenario für den Verein, die Stadt und die Kreditgeber an.
Verein: Die Stadiongesellschaft wird nur in die Insolvenz rutschen, wenn der Verein weiterhin in der zweiten Liga spielt. Und in der zweiten Liga wird es ihm nicht gelingen, Rücklagen für einen zukünftigen Kauf des Stadions zu bilden. Und es wird mEn. auch keine Bank bei der Historie von Verein und Stadion bereit sein, eine Finanzierung zu ermöglichen.
Stadt: Die Stadt ist in dem Szenario der große Verlierer. Die bisher in die Stadiongesellschaft eingebrachten Millionen sind verloren. Politisch wird dies zu deutlichen Verwerfungen führen und in Zukunft wird es schwer, dem Verein in anderen Gebieten entgegen zu kommen.
Kreditgeber: Ein Kreditausfall bei einer wenig werthaltigen Sicherheit ist sehr unschön und führt zu hohen Abschreibungen und Gewinnrückgängen. Bei einem noch ausstehenden Kreditvolumen von ca. 60 Millionen EUR werden die Banken das Stadion auch nicht an den FCK verschenken.
Zitat von Waterhead
Ich sehe es als Worst-Case-Szenario für den Verein, die Stadt und die Kreditgeber an.
Verein: Die Stadiongesellschaft wird nur in die Insolvenz rutschen, wenn der Verein weiterhin in der zweiten Liga spielt. Und in der zweiten Liga wird es ihm nicht gelingen, Rücklagen für einen zukünftigen Kauf des Stadions zu bilden. Und es wird mEn. auch keine Bank bei der Historie von Verein und Stadion bereit sein, eine Finanzierung zu ermöglichen.
Stadt: Die Stadt ist in dem Szenario der große Verlierer. Die bisher in die Stadiongesellschaft eingebrachten Millionen sind verloren. Politisch wird dies zu deutlichen Verwerfungen führen und in Zukunft wird es schwer, dem Verein in anderen Gebieten entgegen zu kommen.
Kreditgeber: Ein Kreditausfall bei einer wenig werthaltigen Sicherheit ist sehr unschön und führt zu hohen Abschreibungen und Gewinnrückgängen. Bei einem noch ausstehenden Kreditvolumen von ca. 60 Millionen EUR werden die Banken das Stadion auch nicht an den FCK verschenken.
Zitat von pulder
Das wäre doch aus Sicht des Vereins FCK kein worst-case-Szenario. Das wäre ein absoluter Schnapp
aus der Versteigerung.
Das wäre doch aus Sicht des Vereins FCK kein worst-case-Szenario. Das wäre ein absoluter Schnapp
aus der Versteigerung.
Ich sehe es als Worst-Case-Szenario für den Verein, die Stadt und die Kreditgeber an.
Verein: Die Stadiongesellschaft wird nur in die Insolvenz rutschen, wenn der Verein weiterhin in der zweiten Liga spielt. Und in der zweiten Liga wird es ihm nicht gelingen, Rücklagen für einen zukünftigen Kauf des Stadions zu bilden. Und es wird mEn. auch keine Bank bei der Historie von Verein und Stadion bereit sein, eine Finanzierung zu ermöglichen.
Stadt: Die Stadt ist in dem Szenario der große Verlierer. Die bisher in die Stadiongesellschaft eingebrachten Millionen sind verloren. Politisch wird dies zu deutlichen Verwerfungen führen und in Zukunft wird es schwer, dem Verein in anderen Gebieten entgegen zu kommen.
Kreditgeber: Ein Kreditausfall bei einer wenig werthaltigen Sicherheit ist sehr unschön und führt zu hohen Abschreibungen und Gewinnrückgängen. Bei einem noch ausstehenden Kreditvolumen von ca. 60 Millionen EUR werden die Banken das Stadion auch nicht an den FCK verschenken.
Wir sind da einer Meinung.
Stadt-Stadiongesellschaft-FCK-Banken sitzen in einem Boot und müssen sehen, dass das Boot nicht
untergeht.
Wird die Stadiongesellschaft von einer riesigen Welle ( Insolvenz ) erfasst, geht das Boot unter (Dominoeffekt). Die Stadiongesellschaft gibt es nicht mehr, die Stadt Kaiserslautern hat das ins
Stadion investierte Geld verloren, die Banken müssen die Differenz zwischen ausstehendem
Kreditbetrag und neuem Kaufpreis abschreiben und der FCK kann den Betzenberg für billiges Geld
ersteigern, da es keine Mitbieter für diese Immobilie geben sollte. Die Bank kann den Verkauf an den
FCK natürlich blocken, aber dann kriegt sie gar nichts. Der Betze ist halt eine Sonderimmobilie.
Dass der FCK derzeit kein Darlehn bekommt, ist klar bei der Bilanz. Deshalb hatte ich auch geschrieben,
war süffisant gemeint, der FCK hat die Erlöse für Orban, Heintz und Hofmann gebunkert.
Zitat von pulder
Die Bank kann den Verkauf an den
FCK natürlich blocken, aber dann kriegt sie gar nichts.
Die Bank kann den Verkauf an den
FCK natürlich blocken, aber dann kriegt sie gar nichts.
Könnte das Stadion dann nicht in Besitz der Bank übergehen und sie dann als Vermieter auftreten?
Zitat von Hegermeister
Könnte das Stadion dann nicht in Besitz der Bank übergehen und sie dann als Vermieter auftreten?
Könnte das Stadion dann nicht in Besitz der Bank übergehen und sie dann als Vermieter auftreten?
Das Stadion geht dann in den Besitz der Kreditgeber über und die müssen es verwerten. Bevor sie es an den FCK verschenken bzw. zu einem extrem geringen Preis abgegen, werden sie es alternativ verwerten. D.h. es entweder selbst vermieten oder es an eine Zweckgesellschaft übertragen.
Und ob der FCK darin einen besseren Vermieter hat, als es derzeit die Stadiongesellschaft ist, wage ich erheblich zu bezweifeln.
Zitat von Hegermeister
Könnte das Stadion dann nicht in Besitz der Bank übergehen und sie dann als Vermieter auftreten?
Zitat von pulder
Die Bank kann den Verkauf an den
FCK natürlich blocken, aber dann kriegt sie gar nichts.
Die Bank kann den Verkauf an den
FCK natürlich blocken, aber dann kriegt sie gar nichts.
Könnte das Stadion dann nicht in Besitz der Bank übergehen und sie dann als Vermieter auftreten?
Theoretisch ja.
Banken treten aber höchst ungern, mir ist kein Fall bekannt, selbst als Vermietungsgesellschaft auf.
Es könnte auch sein, dass das nicht Geschäftszweck der Bank ist.
Zitat von Waterhead
Kreditgeber: Ein Kreditausfall bei einer wenig werthaltigen Sicherheit ist sehr unschön und führt zu hohen Abschreibungen und Gewinnrückgängen. Bei einem noch ausstehenden Kreditvolumen von ca. 60 Millionen EUR werden die Banken das Stadion auch nicht an den FCK verschenken.
Kreditgeber: Ein Kreditausfall bei einer wenig werthaltigen Sicherheit ist sehr unschön und führt zu hohen Abschreibungen und Gewinnrückgängen. Bei einem noch ausstehenden Kreditvolumen von ca. 60 Millionen EUR werden die Banken das Stadion auch nicht an den FCK verschenken.
Sie würden es weiterhin an den FCK vermieten. Die Miete liegt ja deutlich über den Abschreibungen, wodurch die Bank bilanziell einen Gewinn erzielt. Die Bank kassiert also jahrelang Zinsen, dann im Insolvenzfall 10 Millionen von der Stadt plus Stadion plus die Miete in den Folgejahren.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Lullaby
Sie würden es weiterhin an den FCK vermieten. Die Miete liegt ja deutlich über den Abschreibungen, wodurch die Bank bilanziell einen Gewinn erzielt. Die Bank kassiert also jahrelang Zinsen, dann im Insolvenzfall 10 Millionen von der Stadt plus Stadion plus die Miete in den Folgejahren.
Beste Grüße
Lullaby
Zitat von Waterhead
Kreditgeber: Ein Kreditausfall bei einer wenig werthaltigen Sicherheit ist sehr unschön und führt zu hohen Abschreibungen und Gewinnrückgängen. Bei einem noch ausstehenden Kreditvolumen von ca. 60 Millionen EUR werden die Banken das Stadion auch nicht an den FCK verschenken.
Kreditgeber: Ein Kreditausfall bei einer wenig werthaltigen Sicherheit ist sehr unschön und führt zu hohen Abschreibungen und Gewinnrückgängen. Bei einem noch ausstehenden Kreditvolumen von ca. 60 Millionen EUR werden die Banken das Stadion auch nicht an den FCK verschenken.
Sie würden es weiterhin an den FCK vermieten. Die Miete liegt ja deutlich über den Abschreibungen, wodurch die Bank bilanziell einen Gewinn erzielt. Die Bank kassiert also jahrelang Zinsen, dann im Insolvenzfall 10 Millionen von der Stadt plus Stadion plus die Miete in den Folgejahren.
Beste Grüße
Lullaby
@Lullaby
Du vergisst bei Deiner Rechnung komplett die Kosten der Vermietungsverwaltung. Ebenso müsste die
Bank für die Instandhaltung aufkommen, denn der Mietvertrag wäre neu zu verhandeln.
Warum sollte der FCK die bisherige Miete zahlen ? Die wird doch jeder Kaufmann runterhandeln, denn
er ist ja durch die Insolvenz nicht mehr gebunden.
Bei diesem Szenario sässe der FCK sowas von am längeren Hebel.
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