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Finanzen

22.07.2015 - 22:13 Uhr
Finanzen |#351
11.11.2015 - 14:27 Uhr
Soweit mir bekannt ist, gibt es einen Unterschied zwischen der Patronatserklärung und einer Bürgschaft über den Kredit.
Die Patronatserklärung der Stadt Kaiserslautern an seine Tochter Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH soll verhindern (und hat das schon), dass die Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH ihren Kreditverpflichtungen (hier Zinszahlungen) nicht nachkommen kann.
Die Bürgschaft der Stadt Kaiserlautern über 70 Mio an den Kreditgeber DKW soll einen Kreditausfall verhindern.

So habe ich das zumindest verstanden. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht mehr auf dem aktuellsten Stadn.

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$ echo "Bonsoir, Elliot"
Finanzen |#352
11.11.2015 - 14:29 Uhr
@Lullaby: Die Abschreibungen bezogen sich auf den Kredit im Sinne von Wertberechtigungen in Banken. Für ein Kreditinstitut stellt sich das ganze auch nicht sofort vorteilhaft dar, wenn Mietzahlungen höher als die Abschreibungen auf die Immobilie sind. Bei denen herrscht auch bei der Bewertung von Immobilienvermietung der Opportunitätsgedanke vor.

@pulder: Mit deiner Einschätzung machst du es dir meiner Meinung nach viel zu einfach. Der FCK sitzt nicht "am längeren Hebel", zu Mal der Mietvertrag mit der Insvolenz der Stadiongesellschaft enden wird. Und ohne Stadion bzw. Platz wird man nur sehr schwer am Ligabetrieb teilnehmen können.
Sei mir nicht böse, aber insgesamt bin ich mir nicht sicher, ob du viel mit Banken zu tun hast. Außer als Kunde. Gerade Sparkassen und Volksbanken sind sehr stark im Bereich Vermietung & Verpachtung aktiv. Zusätzlich gib es wenig Kunden bzw. Unternehmen, bei denen Kreditinstitute nicht die Daumenschrauben in der Verhandlung anziehen können. Und zu diesen gehört der FCK definitiv nicht.

@dieGraetschenFrage: Ich habe auch im Hinterkopf, dass es eine Kreditbürgschaft der Stadt bzw. des Landes gab. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die noch besteht oder im Rahmen der Umschuldung zurückgezogen wurde. Welchen Sinn hätte die Patronatserklärung neben der Kreditbürgschaft. Der einzige Zweck der Stadiongesellschaft ist das Vermieten des FWS an den FCK, um den Kreditzins zu erwirtschaften. Wenn die Stadt bereits für den Kredit bürgt, macht eine Patronatserklärung für die Stadiongesellschaft wenig sinn.

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"I spent a lot of my money on booze, birds and fast cars - the rest I just squandered"


"Winning isn´t everything. It´s the only thing!"- Vince Lombardi

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Waterhead am 11.11.2015 um 14:44 Uhr bearbeitet
Finanzen |#353
11.11.2015 - 14:38 Uhr
Zitat von dieGraetschenFrage
Soweit mir bekannt ist, gibt es einen Unterschied zwischen der Patronatserklärung und einer Bürgschaft über den Kredit.
Die Patronatserklärung der Stadt Kaiserslautern an seine Tochter Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH soll verhindern (und hat das schon), dass die Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH ihren Kreditverpflichtungen (hier Zinszahlungen) nicht nachkommen kann.
Die Bürgschaft der Stadt Kaiserlautern über 70 Mio an den Kreditgeber DKW soll einen Kreditausfall verhindern.

So habe ich das zumindest verstanden. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht mehr auf dem aktuellsten Stadn.


Das macht Sinn. Damit bürgt die Stadt Kaiserslautern ( Patronatserklärung ) für 70 Millionen, und nicht
wie Du vorher geschrieben hast mit nur 10 Mios..

Im Falle einer Insolvenz der Stadiongesellschaft holen sich die Banken das Geld von der Stadt. Bedeutet
die Stadt KL, und da sie nicht insolvent gehen kann, der Steuerzahler, zahlt.
Finanzen |#354
11.11.2015 - 14:52 Uhr
Zitat von pulder

Im Falle einer Insolvenz der Stadiongesellschaft holen sich die Banken das Geld von der Stadt. Bedeutet
die Stadt KL, und da sie nicht insolvent gehen kann, der Steuerzahler, zahlt.


Und dann? Die Stadiongesellschagft wird aufgelöst, das Stadion ist/bleibt Eigentum der Stadt, und zur Verwaltung gründet die Stadt eine neue Stadiongesellschaft? ugly

Und vielleicht sollten wir das auch im FWS-Thread diskutieren...

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Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!
Finanzen |#355
11.11.2015 - 15:00 Uhr
Zitat von pulder
Zitat von dieGraetschenFrage

Soweit mir bekannt ist, gibt es einen Unterschied zwischen der Patronatserklärung und einer Bürgschaft über den Kredit.
Die Patronatserklärung der Stadt Kaiserslautern an seine Tochter Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH soll verhindern (und hat das schon), dass die Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH ihren Kreditverpflichtungen (hier Zinszahlungen) nicht nachkommen kann.
Die Bürgschaft der Stadt Kaiserlautern über 70 Mio an den Kreditgeber DKW soll einen Kreditausfall verhindern.

So habe ich das zumindest verstanden. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht mehr auf dem aktuellsten Stadn.


Das macht Sinn. Damit bürgt die Stadt Kaiserslautern ( Patronatserklärung ) für 70 Millionen, und nicht
wie Du vorher geschrieben hast mit nur 10 Mios..

Im Falle einer Insolvenz der Stadiongesellschaft holen sich die Banken das Geld von der Stadt. Bedeutet
die Stadt KL, und da sie nicht insolvent gehen kann, der Steuerzahler, zahlt.


Ich glaube eben nicht. Die Patronatserklärung und die Bürgschaft sind unterschiedliche Dinge. Die Patronatserklärung ist ein Vertrag zwischen Stadt und GmbH. Die Bürgschaft ein Vertrag zwischen Stadt und DKW.
Soweit mir bekannt ist, ist eine Tilgung für den Kredit erst nach Ablauf vorgesehen. Das heißt, dass die GmbH lediglich die 2,9 Mio Zinsen pro Jahr an den Kreditgeber zahlen muss. Kann diese Zinszahlung nicht oder nicht in vollem Umfang gewährleistet werden, greift die Patronatserklärung.
Kann jedoch am Ende der Laufzeit die Rückzahlung nicht oder nicht in vollem Umfang gewährleistet werden, dann haftet im Falle des Ausfalls die Stadt durch ihre selbstschuldnerische Bürgschaft.

Also alles Stand 2008, zu einem Zeitpunkt, als ich mich damit noch genauer befasst habe.

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$ echo "Bonsoir, Elliot"
Finanzen |#356
11.11.2015 - 15:01 Uhr
Zitat von Waterhead
@Lullaby: Die Abschreibungen bezogen sich auf den Kredit im Sinne von Wertberechtigungen in Banken. Für ein Kreditinstitut stellt sich das ganze auch nicht sofort vorteilhaft dar, wenn Mietzahlungen höher als die Abschreibungen auf die Immobilie sind. Bei denen herrscht auch bei der Bewertung von Immobilienvermietung der Opportunitätsgedanke vor.

@pulder: Mit deiner Einschätzung machst du es dir meiner Meinung nach viel zu einfach. Der FCK sitzt nicht "am längeren Hebel", zu Mal der Mietvertrag mit der Insvolenz der Stadiongesellschaft enden wird. Und ohne Stadion bzw. Platz wird man nur sehr schwer am Ligabetrieb teilnehmen können.
Sei mir nicht böse, aber insgesamt bin ich mir nicht sicher, ob du viel mit Banken zu tun hast. Außer als Kunde. Gerade Sparkassen und Volksbanken sind sehr stark im Bereich Vermietung & Verpachtung aktiv. Zusätzlich gib es wenig Kunden bzw. Unternehmen, bei denen Kreditinstitute nicht die Daumenschrauben in der Verhandlung anziehen können. Und zu diesen gehört der FCK definitiv nicht.


In diesem Szenario sässe der FCK am längeren Hebel der Bank gegenüber !

Bei einer Insolvenz der Stadiongesellschaft wäre der Mietvertrag nichtig. Der FCK müsste seine Spiele
also in einem anderen Stadion austragen, oder einen neuen Mietvertrag mit dem Vermieter schließen.

Mit Banken habe ich tagtäglich zu tun und dass seit über 40 Jahren und zwar als Privatkunde und als
Geschäftskunde und nicht nur um Geld am Schalter einzuzahlen und abzuheben.

Kreissparkassen haben eigene Immobilienabteilungen über die sie eigene und auch fremde Immobilien
verkaufen. Das machen auch Banken wegen der Immobilienprovision. Ansonsten sind Banken an einer
schnellen Verwertung/Verkauf der Immobilie interessiert, weil die ja im Leerstand nicht besser wird.
Aber langfristiges Vermietungsgeschäft mit der Sparkasse oder einer Bank als Vermieter doch wohl eher
nicht. Schon gar nicht bei einem Stadion.


Zum Szenario: Wie soll denn die Bank dem FCK, als einzigem infrage kommenden Mieter, die Daumen-
schrauben anlegen können ? Entweder die Bank nimmt die Miete, die der FCK anbietet oder sie hat
keine Mieteinnahmen mehr. Dann spielt der FCK halt in Homburg oder sonst wo.

Das Szenario wird aber nicht eintreten, da wir ja jetzt von Greatchen wissen, dass die Stadt mit 70 Mios.
bürgt und damit bleibt so oder so die Stadt der Vermieter.
Finanzen |#357
11.11.2015 - 15:16 Uhr
Zitat von dieGraetschenFrage
Zitat von pulder

Zitat von dieGraetschenFrage


Soweit mir bekannt ist, gibt es einen Unterschied zwischen der Patronatserklärung und einer Bürgschaft über den Kredit.
Die Patronatserklärung der Stadt Kaiserslautern an seine Tochter Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH soll verhindern (und hat das schon), dass die Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH ihren Kreditverpflichtungen (hier Zinszahlungen) nicht nachkommen kann.
Die Bürgschaft der Stadt Kaiserlautern über 70 Mio an den Kreditgeber DKW soll einen Kreditausfall verhindern.

So habe ich das zumindest verstanden. Aber vielleicht bin ich auch einfach nicht mehr auf dem aktuellsten Stadn.


Das macht Sinn. Damit bürgt die Stadt Kaiserslautern ( Patronatserklärung ) für 70 Millionen, und nicht
wie Du vorher geschrieben hast mit nur 10 Mios..

Im Falle einer Insolvenz der Stadiongesellschaft holen sich die Banken das Geld von der Stadt. Bedeutet
die Stadt KL, und da sie nicht insolvent gehen kann, der Steuerzahler, zahlt.


Ich glaube eben nicht. Die Patronatserklärung und die Bürgschaft sind unterschiedliche Dinge. Die Patronatserklärung ist ein Vertrag zwischen Stadt und GmbH. Die Bürgschaft ein Vertrag zwischen Stadt und DKW.
Soweit mir bekannt ist, ist eine Tilgung für den Kredit erst nach Ablauf vorgesehen. Das heißt, dass die GmbH lediglich die 2,9 Mio Zinsen pro Jahr an den Kreditgeber zahlen muss. Kann diese Zinszahlung nicht oder nicht in vollem Umfang gewährleistet werden, greift die Patronatserklärung.
Kann jedoch am Ende der Laufzeit die Rückzahlung nicht oder nicht in vollem Umfang gewährleistet werden, dann haftet im Falle des Ausfalls die Stadt durch ihre selbstschuldnerische Bürgschaft.

Also alles Stand 2008, zu einem Zeitpunkt, als ich mich damit noch genauer befasst habe.


Die Patronatserklärung wird vom Patron, der Stadt, gegenüber der Stadiongesellschaft abgegeben.

In der Patronatserklärung werden Haftungsversprechen ( Bürgschaften, andere Haftungen ) gegenüber
dem Kreditgeber abgegeben. Damit hat sich der Kreditgeber zweimal abgesichert, nämlich über
die Immobilie ( das Stadion ) und die Bürgschaft der Stadt.

In der Patronatserklärung können dann noch zusätzliche, für die Parteien wichtige Punkte wie Laufzeit,
Rückzahlungsvereinbarungen usw. vereinbart werden. Im Grunde alles nur Beiwerk. Wenn die Stadion-
gesellschaft in die Insolvenz geht, haftet die Stadt.
Finanzen |#358
11.11.2015 - 15:21 Uhr
Zitat von pulder


Aber langfristiges Vermietungsgeschäft mit der Sparkasse oder einer Bank als Vermieter doch wohl eher
nicht. Schon gar nicht bei einem Stadion.


Hmm, jetzt hat mir am Wochenende der Vorstandsvorsitzende(!) der Münchner Stadtsparkasse aber gesagt, dass sie einer der fünftgrößten Vermieter sind und viele Immobilien seit mehr als 20 Jahren im Bestand haben. Und der Vorsitzende der Duisburger Stadtsparkasse (Dr. Bonn) hat in seinem Haus eine ähnliche Situation. Ich bin verwundert....

Zitat von pulder
[. Dann spielt der FCK halt in Homburg oder sonst wo.

Das funktioniert bei einem amerikansichen Franchise, aber nicht bei einem Bundesligaverein. Und ich gebe dir Brief und Siegel, bevor eine Bank günstigere Konditionen vereinbart als ihre Refi-Kosten, wird sie eine Komplettabschreibung durchführen und das Tor am Betze zuschließen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Waterhead am 11.11.2015 um 15:28 Uhr bearbeitet
Finanzen |#359
11.11.2015 - 15:30 Uhr
Zitat von Waterhead
Zitat von pulder


Aber langfristiges Vermietungsgeschäft mit der Sparkasse oder einer Bank als Vermieter doch wohl eher
nicht. Schon gar nicht bei einem Stadion.


Hmm, jetzt hat mir am Wochenende der Vorstandsvorsitzende(!) der Münchner Stadtsparkasse aber gesagt, dass sie einer der fünftgrößten Vermieter sind und viele Immobilien seit mehr als 20 Jahren im Bestand haben. Und der Vorsitzende der Duisburger Stadtsparkasse (Dr. Bonn) hat in seinem Haus eine ähnliche Situation. Ich bin verwundert....


Dann frag doch mal die Lauterer Sparkasse wie viel Immobilien sie in eigenem Namen langfristig
vermietet und ob sie den Betzenberg als langfristiges Mietprojekt sehen.

Ich bin gespannt.

Und selbst wenn die Lauterer Sparkasse den Betzenberg vermieten würde, an wen sollte sie ihn denn
vermieten ? und wer glaubst Du bestimmt dann den Mietpreis ?

Bestimmt nicht die Bank !
Finanzen |#360
11.11.2015 - 15:30 Uhr
Zitat von pulder
Damit hat sich der Kreditgeber zweimal abgesichert, nämlich über
die Immobilie ( das Stadion ) und die Bürgschaft der Stadt.


Soweit mir bekannt ist, wurde das Stadion explizit außen vor gelassen. Sicherheit in Form einer Immobilie ist bei Bürgschaften durch die Kommune auch gar nicht nötig.

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