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Die aktuelle Situation der Eintracht

28.04.2015 - 11:04 Uhr
Am Ende des Tages wäre es wohl wirklich besser wir steigen einfach ab. Jedes Jahr die gleiche Quälerei. Ich hatte heute eigentlich überhaupt keinen Bock ins Stadion zu gehen. Und das will schon was heißen. Am Ende des Tages sind wir einfach nicht mehr als ein ambitionierter Drittligist mit gelegentlichen Ausreißern nach oben.

Ohne externen Geldgeber werden wir sowieso nach und nach in der Futterkette nach unten gereicht. Ja Tradition ist schön, aber Tradition alleine hat im modernen Fußball keinen Platz mehr. Das müssen wir uns eingestehen. Und bei anderen Vereinen wird halt einfach zusätzlich besser gearbeitet.
Zitat von Peter_Sillje
Erneute Niederlage also.
Die siebte Pleite im achten Spiel und mal ganz ehrlich: Es gibt wirklich keinerlei Argumente mehr für die handelnden Personen in diesem Verein. Gar keine. Ich rede nichtmal vom Trainer. Was hier passiert, ist das Resultat jahrelanger Fehlentscheidungen, Selbstschutz und internem Klüngel. Jeder deckt jeden, keiner übernimmt Verantwortung und genau deshalb wird sich bei Eintracht Braunschweig auch nichts ändern.


Es freut mich, dass Peter und ich dieses Mal in Bezug auf den Trainer mal einer Meinung sind. Denn HB hat ein klares Konzept: Eintracht hat gegenüber dem Vorjahr in vielen Spielen deutlich besser ausgesehen als im Vorjahr. Unter Scherning war alles auf Philippe ausgelegt und schnelle Konter. Ballbesitz 40% und weniger.

Backhaus will pressen - das kann auch hervorragend funktionieren. Aber hier haben ihm die Verantwortlichen leider nicht die ausreichenden qualitativen Alternativen im Sturm zur Verfügung gestellt. Ich habe am 15.08. genau auf dieses Problem hingewiesen: Ein bis zwei gute Pressingstürmer mit Torinstinkt zu wenig. Die Leihe aus Hoffenheim war sehr gut, auch Conteh hat sich positiv entwickelt. Die restlichen Stürmer jedoch passen überhaupt nicht in das Konzept von Backhaus. Dadurch ist unser Sturm viel zu leicht ausrechenbar - vor allem, wenn Yardimci auch noch ausfällt.

Es muss zum Winter dringend nachgebessert werden, um zumindest in Richtung Platz 16 eine Chance zu besitzen. Und die Neuen müssen schnell gut einschlagen.

Die Spiele in Nürnberg und gegen Bochum haben gezeigt: Wir hatten beide Male mehr Ballbesitz und haben nichts daraus gemacht. Beide Male waren wir eigentlich die bessere Mannschaft - aber nur bis zum 16er. Ab da war tote Hose. Grund: Niemand Torgefährliches in unseren Reihen, keine zündende Idee, keine überraschenden Pässe. Und hier fehlt jemand, der weiß, wo der Kasten steht.

An dieser Stelle muss man Benjamin Kessel einen deutlichen Vorwurf machen, dass er dort nicht zu Saisonbeginn die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Das muss die Mannschaft inklusive Trainer und Fans jetzt ausbaden. Inwieweit Kruppke, Benz und Kumpis dort involviert waren, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Jedoch stehen wir wieder Mal ganz unten in der Tabelle, weil personell Flickschusterei betrieben wurde (der Kader in Summe schon verbessert), aber der Sturm komplett vernachlässigt wurde.
Dafür haftet Kessel schon - er sollte schnellstens einen Alternativplan vorlegen, wie unsere Eintracht neues Personal mit guter Qualität bekommen kann. Ansonsten ist er der falsche Mann auf der Position.

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Einmal Löwe - immer Löwe
Zitat von BTSVistAlles
Im Interview bei Sky hat Kessel Backhaus zumindest keine Jobgarantie mehr gegeben.
Mal schauen was alles im und um den Verein in der Länderspielpause passieren wird.
Ein neuer Trainer alleine regelt all unsere Probleme auch nicht.


Puh, also insgesamt sehe ich die größten Probleme dann doch auch bei der Kaderzusammenstellung und nicht bei der strategischen Ausrichtung vom Trainer. Auch, wenn ich nach dem furiosen Spiel gegen Stuttgart im DFB Pokal dann deutlich mehr von der Saison erwartet habe - und Backhaus sicherlich einige Fehlentscheidungen eingestehen muss:

Aber was soll er machen, wenn er ab Minute 65 dann Polter, Szabo und Gomez von der Bank bringen muss? Yardimci und Conteh sind komplett alternativlos, der Kader ist qualitativ einfach viel zu dünn in der Spitze. Das ist doch ganz eindeutig Kessels Baustelle.

Sollten das die Spieler sein unter welchen ein neuer Trainer dann den großen Umschwung einleitet? Wie hat sich Kessel das vorgestellt? Was soll ein neuer Trainer denn für andere Lösungen finden? Mal ernsthaft. Polter hat in 34 Spielen ein Tor aus dem Spiel und 2 Elfmeter verwandelt. Effektiv ein Tor aus dem Spiel. Eins.
Ich frage mich, wie dieser grundlegende und dringend nötige strukturelle Wandel vollzogen werden soll-
Wenn ich mir anschaue, dass im Management nur Menschen sitzen, die alle super gut miteinander können und bloß keinen Stress oder streit untereinander wollen, dann stellt man sich schon die Frage: "Wie soll das gehen?"
Ich sympathisiere sehr stark mit dem BVB und sah diesen bisher immer in einer ähnlichen Situation, auch dort sind wie hier in Braunschweig Menschen ins Management eingebunden die ehemalige Spieler oder Funktionäre sind / waren. Da schmeißt doch niemals der eine den anderen raus, so ehrlich muss man doch sein.

Eintracht Braunschweig braucht einen kompletten strukturellen Neuanfang, beim Management angefangen, über das Öffnen für den modernen Fußball, bis hin zum Wagnis auch mal Risiken einzugehen.
Wenn wir weiter so agieren wie wir es bis dato tuen, dann werden wir zwangsläufig im Mittelfeld der 3. Liga landen und das ist dann auch der Ort wo wir hingehören (Stand heute).

Man kann nicht erwarten, dass man Bäume ausreist (unteres Tabellenmittelfeld), wenn man dem Trainer nur eine Fuchsschwanzsäge und eine Sandkastenschaufel zur Verfügung stellt.
Der Verein trudelt langsam aber sicher genau in die Richtung wo er aktuell hingehört und ich bin emotional so sehr distanziert wie noch nie in meinem Leben.

Um es mit den einfachen und unemotionalen Worten zweier TV-Show-Teilnehmer zu sagen: "schaun wir mal was wird."

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Eintracht jetzt und immer, Eintracht Braunschweig, ein Leben lang.
Ich bin, nach wie vor, der Meinung, dass der Kader deutlich besser ist als der aus der vorherigen Saison und nicht das Optimale rausgeholt wird.

Aber dies ist, wie bereits erwähnt, nur meine Meinung.
Die Aussagen Kessels werte ich mal als billigen Versuch seinen eigenen Kopf noch nach Möglichkeit aus der Schlinge zu ziehen.
Dafür wird dann ggf. wieder mal ein Trainer geopfert.
Was er dabei ganz offensichtlich nicht bedenkt ist, daß ja nicht nur die Mannschaft von ihm höchstpersönlich zusammen gestellt worden ist. Auch der Trainer wurde von ihm geholt und dafür sogar eine Ablöse bezahlt.

Wenn man mit aller Macht einen zweitligaunerfahrenen Trainer verpflichtet, muß man auch den ein oder anderen Fehler, den HB ganz sicher gemacht hat, einpreisen und damit leben können.

Den Trainer zu entlassen, wäre das dümmste was man jetzt machen kann. Die Mannschaft ist intakt. Das hat man gestern gesehen. Eine Entlassung würde nur Geld kosten, was man besser in der Winterpause noch in die Mannschaft investiert. Dort liegt der Hase im Pfeffer.
Die Qualität stimmt in der Breite einfach nicht und dadurch können die vielen, wenn auch teilweise nur temporären Ausfälle, nicht kompensiert werden.
Dazu kommt ein wirklicher Haufen an Pech. Sei es mit Schiedsrichterentscheidungen oder direkt im Spiel.

Das wird nicht immer so bleiben. Da kommen auch wieder bessere Zeiten. Wichtig ist zusammen zu halten, Fehler zu minimieren und konzentriert weiter zu arbeiten. Auf der Leistung gestern kann man aufbauen.

In der Winterpause sollte man sich mit Hilfe der Sponsoren noch nach einer Alternative für den Sturm umschauen. Es war mehr als fahrlässig mit einem einzigen Stürmer und einem Haufen Blasen in die Saison zu gehen.

In der Rückrunde, wenn man erkennen kann wohin die Reise geht, sollte die Personalie Kessel sehr kritisch analysiert werden. Dazu das scouting. So viele personelle Fehlgriffe, wie die letzten Jahre, kann man sich mit beschränkten finanziellen Mitteln als Verein einfach nicht leisten.

Den ganzen Honks, die nur gegen den Trainer schießen, weil ihnen seine Art nicht paßt, sei gesagt, ihr sollt ihn nicht heiraten.
Ein anderer Trainer wird die gleiche Mannschaft vorfinden. Nur weil der dann in den Pressekonferenzen euch genehmere Aussagen tätigt, wird das die Ergebnisse auf dem Platz nicht zwangsläufig verbessern.
Zitat von ChainsawJens

Zitat von BTSVistAlles

Im Interview bei Sky hat Kessel Backhaus zumindest keine Jobgarantie mehr gegeben.
Mal schauen was alles im und um den Verein in der Länderspielpause passieren wird.
Ein neuer Trainer alleine regelt all unsere Probleme auch nicht.


Puh, also insgesamt sehe ich die größten Probleme dann doch auch bei der Kaderzusammenstellung und nicht bei der strategischen Ausrichtung vom Trainer. Auch, wenn ich nach dem furiosen Spiel gegen Stuttgart im DFB Pokal dann deutlich mehr von der Saison erwartet habe - und Backhaus sicherlich einige Fehlentscheidungen eingestehen muss:

Aber was soll er machen, wenn er ab Minute 65 dann Polter, Szabo und Gomez von der Bank bringen muss? Yardimci und Conteh sind komplett alternativlos, der Kader ist qualitativ einfach viel zu dünn in der Spitze. Das ist doch ganz eindeutig Kessels Baustelle.

Sollten das die Spieler sein unter welchen ein neuer Trainer dann den großen Umschwung einleitet? Wie hat sich Kessel das vorgestellt? Was soll ein neuer Trainer denn für andere Lösungen finden? Mal ernsthaft. Polter hat in 34 Spielen ein Tor aus dem Spiel und 2 Elfmeter verwandelt. Effektiv ein Tor aus dem Spiel. Eins.


ich möchte dir nicht widersprechen, aber noch etwas ergänzen.

Zunächst ist es nicht ohne Risiko einen recht unerfahrenen und bis dahin doch eher recht eindimensionalen Trainer zu verpflichten, einige Fans von Aachen haben das hier zu Beginn ganz gut dargelegt. Auch aus den Äußerungen von Backhaus in der Vorbereitung und zu Beginn der Saison deuteten auf diese Eindimensionalität bereits hin, ich nenne nur mal das Thema „Intensität“, welche wir in den ersten Spielen auch gesehen hatten. Mit den ersten beiden Siegen, auch wenn z.T. glücklich (man braucht auch Glück, um erfolgreich zu sein), hatte er dann tatsächlich einiges in BS „angezündet“, wie avisiert. Allerdings muss ich sagen, dass ich mich hier gegen Ende der Vorbereitung bereits kritisch ob des Spielstils geäußert hatte, der mir angesichts des Kaders nicht erfolgversprechend erschien.

Normalerweise muss man erwarten, dass der Kader bzw. dessen Zusammenstellung (auch) mit dem Trainer in einem bestimmten Rahmen abgestimmt ist. Kessel hatte ja bereits im Vorjahr damit begonnen den Kader hinsichtlich Perspektive „Alter“ und „Erzielung Transfererlöse“ umzubauen, begrenzt durch bestehende Verträge. Diese Saison ist er dabei wieder ein Stück vorangekommen, hatte aber immer noch Grenzen durch die von ihm selbst abgeschlossen Verträge wie Polter, Szabo oder Dräger, für die es einfach keine Nachfrage gab. Rechtfertigt dies die schwache Besetzung im Sturm? Sicher nicht, denn die Vermeidung des Abstiegs steht über allem, da die strategische Entwicklung abrupt enden würde. Insofern trifft Kessel natürlich eine entscheidende Schuld bei der Kaderzusammenstellung und damit auch der Ergebnisse, auch wenn die finanziellen Themen dabei sicher auch große Herausforderungen darstellen. Aber gerade der am Samstag geehrte Harald Tenzer hatte auch Ideen für die Gewinnung von Geldern entwickelt. Auch wenn sich in Sachen Sponsorengewinnung in den letzten Jahren durchaus Positives entwickelt hat, reicht es offensichtlich nicht wie man immer wieder hören muss. Wenn die Gelder nun aber nicht reichen, dann muss das Scouting eben noch besser sein oder eben Optionen genutzt werden, wie es Bielefeld z.B. mit Grodowski letztes Jahr gemacht hat. Klar gab es mit Philippe oder Pherai super picks durch Vollmann (nur?), aber insgesamt sehen wir auch in den letzten Transfers keine positiven Überraschungen.

Backhaus wird an der Kaderzusammenstellung nur begrenzt mitgewirkt haben, wußte worauf er sich eingelassen hatte. Sicher, Verletzungspech, gerade in der Defensive, kam hinzu und hat einen negativen impact gehabt. Aber wenn ich als Trainer den Kader habe, den ich zur Verfügung habe, dann muss ich doch versuchen diesen optimal zu nutzen, unabhängig davon, welche Spielidee ich an sich umsetzen wollte. Um es mit Huub Stevens zu sagen, „die Null muss stehen“ wäre doch ob der Situation ein adäquates Mittel gewesen, um nicht immer wieder so früh in Rückstand zu geraten. Umstellen der 3er-Kette auf eine 5er-Kette bei Angriffen des Gegners, dazu 2 6er, um Stabilität zu erhalten. Wir sehen doch die ganze Saison die Schwächen in der Defensive und speziell bei Angriffen über außen. Mit mehr Platz könnten Conteh und Yardimci ihre Stärken vermutlich auch besser ausspielen. Backhaus ist aber nicht bereit, Düsseldorf war vielleicht eine Ausnahme, etwas zu verändern. Selbst bei den Standards wird immer nur hoch in den 16er gespielt, das ist so durchschaubar.

Jetzt ist man wieder in der Verfolgerrolle, selbst verschuldet und es wird immer schwerer auch weil es keine Mannschaften gibt, die zurückfallen, aber auch das war zu erwarten, die Liga ist ausgeglichener denn je. Darin liegt natürlich auch eine Chance, man muss sie halt nutzen. Also, als erstes die Defensive stärken, Gegentore verhindern, was Sicherheit gibt. Maßnahmen ergreifen die Torgefährlichkeit zu erhöhen, u.a. variantenreiche Standards, besseres, schnelleres und vertikales Passspiel einüben. (tbc).

Kessel hat die Aufgabe zu prüfen, ob Backhaus dies gelingen kann, und er selber muss für das Wintertransfer sicher noch den eine oder andere Verstärkung an Land ziehen. Wenn beides nicht gelingt, dann haben beide wohl keine Zukunft in BS. Positiv ist, ähnlich wie es bei Scherning war, dass der Spirit in der Mannschaft zumindest zu stimmen scheint, aber ohne sportlichen Erfolg ist alles nichts. Unabhängig von all dem Gesagten ist die Frage nach der übergeordneten Strategie und langfristigen Entwicklung damit nicht beantwortet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von fanbeauftragter am 10.11.2025 um 10:06 Uhr bearbeitet
Dass eine Zweitliga-Saison mal sorgenfrei wäre, ist doch sehr unwahrscheinlich - es sei denn, man gehört zu den vielleicht 6-8 Teams, die um den Aufstieg mitspielen. Dahinter war in den vergangenen Jahren doch fast immer jeder Club lange bedroht, in den Abstiegsstrudel zu geraten. Auch wenn ich mir was anderes wünsche, aber eine wirklich sorgenfreie Saison gibt es in dieser Liga doch nur, wenn man oben dran ist, aber ein Aufstieg kein Muss ist. Also eher recht selten.

Das kuriose an Eintracht ist, dass sich ein Problem erledigt, aber sofort das nächste entsteht.

Unter Schiele war Eintracht hinten sehr stark. Man kann sagen, er hat aus dem Kader über das Primat der stabilen Defensive das Optimale rausgeholt.

Scherning wollte nach einem irren Klassenerhalt, der genau über dieses Rezept und einen guten Umschaltfußball mit einem Philippe vorne kam, die Mannschaft weiterentwickeln. Das hat er nicht geschafft, stattdessen hat die Mannschaft nie einen Rhythmus und eine Linie gefunden und war mental nicht auf der Höhe. Rückstände bedeuteten fast immer (teils hohe) Niederlagen.

Jetzt hat Eintracht endlich nach langen Jahren wieder ein spielstarkes Mittelfeld mit Tempelmann, Flick, Heußer, Marie, Köhler und Raebiger - aber im Sturm fehlt es an einem zweiten richtigen Stürmer und die Abwehr ist (natürlich durch die vielen Fehlzeiten) zu anfällig.

Zwischen den Strafräumen und vor allem im zentralen Mittelfeld ist die Mannschaft top besetzt und kann (siehe Heußer für Tempelmann) Ausfälle auffangen. Aber ganz vorne und ganz hinten sind Spieler wie Frenkert und Yardimci nicht zu ersetzen. Auf Jäkel zu setzen, war von vornherein sinnlos bei seiner Verletzungsanfälligkeit.

Ich bin zwar auch nicht überzeugt von HB, auch weil sein angekündigter Jagd-Fußball gar nicht wirklich stattfindet. Aber gegen Nürnberg und Bochum sah das Aufbauspiel gut aus. Mal schöne tiefe Bälle, mal starke Seitenwechsel. Nur leider ist die Boxbesetzung noch zu schwach und vor allem gibt es keinen Zielspieler ohne Yardimci. Von Ramsak kann man sowas (noch) nicht erwarten, aber ein zweiter Strafraumstürmer wäre von Beginn an zwingend gewesen.

Hinten bin ich irritiert. Mal ist Nkoa außen vor, dann ist er plötzlich in der Startelf und macht ein starkes Spiel. Breunig hatte viele Fehler, aber die sind resultierend aus mangelnder Erfahrung und Handlungsschnelligkeit entstanden - beides lässt sich beheben, denn er hat gute Anlagen und ist eigentlich recht stark im Kopfballspiel. Aber jetzt wird ihm der eigentliche Sechser Köhler hinten vorgezogen und DMS, der nun wahrlich kein IV ist.

Alles zusammen genommen gab es Fehler bei Kessel und bei Backhaus. Kessel hat den Kader zu dünn geplant, ein zweiter Stürmer und ein echter LV wären noch wichtig gewesen. Das fällt jetzt böse auf. Und HB hält für mich zum einen zu sehr an der Dreierkette fest und zum anderen lässt er manchen Spielern zu wenig Raum für die Entwicklung. Ramsak hätte ja schon in anderen Spielen mal kommen können - und Breunig müsste er mehr Stärken. Wie soll der beim nächsten Mal Sicherheit ausstrahlen, wenn spürbar das Vertrauen des Trainers fehlt? Und was ist eigentlich mit Ba? Dass ihm der weit über seinem Zenit befindliche Kaufmann vorgezogen wird, kann ich nicht verstehen.

Ich habe trotzdem keine Lust auf einen Trainerwechsel, weil ich fürchte, dass erst Reparaturen am Kader Abhilfe schaffen. Außerdem gefällt mir die prinzipielle Einstellung, weil die Mannschaft sich nicht aufgibt und fit ist.

Wenn Eintracht die vielen Ausfälle nicht (gehabt) hätte, stünde sie besser da, da bin ich mir sicher. Aber für das Fehlen eines Yardimci oder Frenkert wurde zu wenig vorgesorgt. Insgesamt sieht man spielerisch schon eine Weiterentwicklung, aber die Liga ist in der Breite leider auch nochmal stärker geworden.

Insofern ist es nicht wirklich verwunderlich und auch passend zu den Analysen von Datenexperten, dass Eintracht gegen den Abstieg spielt. Aber aus der Mannschaft lässt sich immer noch mehr rausholen und Kessel zahlt in seinem Job mit der dünnen Kaderplanung weiterhin Lehrgeld. Wenn das in dieser Saison schief geht, ist er aber wohl auch leider gescheitert. Ich habe aber wirklich so gar keine Lust mehr auf Dritte Liga.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Elbloewe am 10.11.2025 um 13:08 Uhr bearbeitet
Kessels Fehler sind ja nicht nur an fehlender Erfahrung, fehlendem Können und fehlendem Geld fest zu machen.
Mir gefällt vor allen Dingen eine fehlende Distanz nicht, die zu krassen Fehlentscheidungen zum Nachteil des Vereins führt.
Ein Polter z. B. war bereits vor seiner Verpflichtung in BS schon mehrere Jahre über seinem Zenit und überall aussortiert.
Von Kessel bekommt er noch einen Zweijahresvertrag oben drauf ohne jede Leistungsklausel in Form von zu erreichenden Einsatzzeiten.
Ein Ujah war eine Risikoverpflichtung von PV wegen der Verletzungshistorie. Konnte gut gehen, mußte aber nicht. Am Ende war es so halb und halb.
Ein Polter war aber nicht wegen langwieriger Verletzungen überall aussortiert. Da gab es kein Risiko. Das Scheitern war von vorne herein vorprogrammiert und eigentlich unausweichlich.
Das riecht für mich ganz stark nach Kumpanei.
Ich finde die Situation ist nicht einfach zu bewerten.
1. Wir haben mittlerweile eine klare, allerdings auch "Unterkomplexe" Spielidee, die prinzipiell aber Spaß macht. Das haben wir lange nicht gehabt.
2. Wir haben (bewusst) verletzungsanfällige Spieler wie jaeckel geholt, in der Hoffnung auf Fitness und "Starpotential". Das ist ein Punkt der klar der Kaderplanung zuzuschreiben ist.
3. Wir fangen uns einfache Tore über die Flügel. Klar dem Trainer/Taktik zuzuschreiben.
4. Wir fangen uns Sperren ein. Differenziert: wir haben bei einigen Pech gehabt (Köhler, Ehlers 2., breuning, der statt rot gr hätte sehen müssen), und echt dumme (Yardimci und heußer). Zieht man die ab ist alles im Rahmen...
5. Es fehlen alternativen im Sturm. Nach Yardimci und conteh kommt gar nichts, die kaderplatze für Szabo und polter sind verschwendet. Paradox: eigentlich ist das die einzige wirkliche Stellschraube die ich sehe.

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"Ceterum censeo Hannoveram delendam esse."
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