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Die aktuelle Situation der Eintracht

28.04.2015 - 11:04 Uhr
Zitat von fidelis_btsv




Kessel durch Kruppke ersetzen und einen neuen Trainer wie z.B. Sascha Hildmann oder was inverstieren und Daniel Thouine holen. Nichts ist teuerer als ein Abstieg und so schlecht kann es uns nicht gehen?!


Aber genau das ist doch das Problem? Wieso will man unbedingt immer diese abgehalfterten Legenden im Verein sehen? Was haben die denn bisher in unserem Verein gerissen, abseits ihrer damaligen Profikarriere?

Ich fasse zusammen:
- Kessel wurde viel zu früh auf einen Posten gesetzt, den er nicht oder zumindest noch nicht gerecht werden kann im deutschen Fußballunterhaus (gleiches Schicksal hat übrigens Stephan Fürstner bei Greuther Fürth)
- Kruppke im Scouting Thema - bzw. mittlerweile Sportkoordinator.. was ist da genau sein Job? Wen hat er jemals gescouted? Philiippe war wohl eher direkt vor den Augen, aufgrund des damaligen Testspiels.
- Fejzic - kriegt es selbst hin das ein RTH diese Saison schlecht aussieht. Der Junge, der uns letztes Jahr den ***** gerettet hat, hat - zumindest in meiner Wahrnehmung - diese Saison nicht wirklich hochkarätige rausgeholt. Gegen Paderborn z.B. das 1:2 hätte er letztes Jahr gehalten. Ziemlich sicher. Den Kopfball vom Winkler am Freitag hätte er rausgeboxt.
- Dann haste da noch einen Reichel rumlaufen, der neben Präsidium (glaube ich?) noch in der U23 mitmischt, Rodriguez läuft auch noch irgendwo auf: ABER der hält sich bedeckt und entwickelt Jugendspieler. Im Rahmen seiner Möglichkeiten.
- Pfitzner: seit ewigen Zeiten Teil des Problems. Nicht der Lösung. Unter jedem Trainer der hier angezählt wird, hat er mitgearbeitet. Er ist nicht die Lösung. Wer das nicht sehen möchte, unterschätzt einfach massiv die Rolle der Co-Trainer.
- Sümnich im AR.. Noch nie was von dem gesehen, außer 3 halbe Liter kalte.
- Hab ich wen vergessen?

Uns fehlt es doch ganz nachweislich an Kompetenz, emotionslosem Blick nach vorne - dieses "Ach wie schön war die Vergangenheit" bringt einfach niemandem was. Es gibt nicht mal ein Zielbild, sowas wie "Eintracht 2035" oder was auch immer..

Die einzige Ziele die ich kenne: finanzielle 0 halten, nicht absteigen - und mal schauen was so passiert.

Backhaus ist einfach nicht das Problem. Und er hat recht mit dem was er auf der PK vor Hertha gesagt hat. Er kann nix für die letzten 4 Jahre. Er kann was für die letzten 4 Monate.

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Am Ende fragt man sich immer woran es jelegen hat!
Zitat von bsjunge

ich weis nicht ob die Idee von mir überhaupt ansatzweise eine Chance hätte. Aber dafür sind hier bestimmt genug echte Braunschweiger Jungs im Forum. Also bitte nicht gleich drauf losprügeln.

Wie würden die Chancen stehen das man sich mit den FT Braunschweig zusammentut bzw. fusioniert? Das würde zwar der Profimannschaft im Moment nicht helfen, dafür hätte man dann vielleicht einen besseren Unterbau und mehr Mitglieder, mehr Zuschauer. Und in Zukunft vielleicht ein eigenen Stadionstandort ohne Tartanbahn die im Tempel niemals weichen wird.


Welche Vorteile siehst du denn darin?
Die Mitgliederzahlen dürften marginal sein - 95 % dürften davon eh schon zur Eintracht gehen. Da ist auch nur mal Party gewesen, als die mal ein Jahr höher gespielt haben und ihren Gästeblock bauen mussten - ansonsten gibts da Bratwurst und Bier wie an jedem Standort in der Braunschweiger Fußballwelt.

Und die Jugendspieler von Acosta / FTB wechseln in der Regel, wenn sie gut sind, eh in die großen NLZs. Das ist einfach meistens so.. Perspekiven, Strukturen etc.

Und andersrum: welche Vorteile hätte FTB? Warum sollten sie das machen?

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Am Ende fragt man sich immer woran es jelegen hat!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von PASUBS am 23.11.2025 um 15:24 Uhr bearbeitet
ich hatte nur die Idee das man in Braunschweig versuchen sollte die Kräfte zu bündeln, die Konkurrenz aus Wob und 95+1 ist groß. Eventuell tun sich damit auch neue Sponsoren auf?
Das ist ja auch nur ein Gedanke gewesen, wobei ich NULL Durchblick habe wie die Vereinspolitik in Braunschweig untereinander aussieht. Ein weiter so bringt unsere Eintracht jedenfalls auch nicht wirklich weiter, deshalb sollte man auch mal über den Tellerrand schauen wie man die Eintracht grundsätzlich größer und damit einflussreicher machen kann.

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alter Löwe
Zitat von PASUBS
Backhaus ist einfach nicht das Problem. Und er hat recht mit dem was er auf der PK vor Hertha gesagt hat. Er kann nix für die letzten 4 Jahre. Er kann was für die letzten 4 Monate.


Habe mir deswegen gerade die PK angesehen. Fand eigtl, dass es eine interessante PK war. Ironischer Weise ist der erste Kommentar, dass immer das Gleiche gesagt wird grins
Stillstand ist kein Wunder wenn sich an der Vereinsspitze Personen wie SPD-Landtagsabgeordnete oder Sozialpädagogen und Ex-Betriebsratsvorsitzende tummeln.

Da bilden sich gemütliche Echokammern mit Versorgungsambitionen und notwendige Netzwerke mit der konkurrenzorientierten, leistungsverpflichteten und nicht-kuschelnden Wirtschaft werden z.T. bewußt verhindert. Schwache operativ Verantwortliche werden von denen auch bevorzugt, als Blitzableiter.
Jeder hier im Eintracht Umfeld, hat seine eigene Meinung über die Situation im Verein und darf diese auch haben, wer schlussendlich richtig liegt, wird man grundsätzlich nie erfahren, weil es immer nur einen Weg geben kann.

Es ist immer wieder zu hören, dass Kessel seinen Hut nehmen soll. Ich bin tatsächlich dagegen, aber er muss genauso dazulernen. Kessel hat es geschafft leistungsgerechte Verträge zu erstellen, wie man so hört, er hat auch weiter und weiter das spielerische Material angehoben und flexibilisiert. Leider in dieser Sommerperiode auf einen weiteren Stürmer verzichtet. Allerdings, nicht so ganz. Der Stürmermarkt ist sehr schwierig, der Philippe Ersatz wurde mit Yardimci verpflichtet. Weiterhin ist er mit Ramsak einen Weg gegangen, den auch viele andere Vereine gehen, bspw. Elversberg mit Ebnoutalib, es fruchtet nur schneller und er war bereits letztes Jahr im Kader. Somit ist der Ramsak Transfer eine vielversprechende Variante. Dazu sollte Sané die Chance eingeräumt werden. Ich bin mir sicher, dass Kessel mit Hochdruck daran arbeitet, im Winter dort nachsteuern zu wollen.

Ich bevorzuge weiterhin einen externen Sportdirektor, der Kessel somit etwas aus dem Wind nimmt und man konstruktiv Entscheidungen trifft. Wir haben nun viel
Identifikation mit der Eintracht im Verein, wir benötigen nun aber auch nachgewiesene Expertise, auch im AR.

Kurzfristig ist es jedoch wichtig über die Personalie Trainer zu reden. Ich war im Sommer ein Befürworter des Transfers, mit seiner Art Fußball spielen zu wollen, eigentlich perfekt zum gesuchten Profil.

Mittlerweile bin ich sehr zwiegespalten und sage ganz einfach warum:

Es ist unser Ziel in Halbzeit 1 Vollgas zu geben und das erste Tor machen zu wollen, dafür investieren wir viel, auch wenn es manchmal nicht so aussieht.

Wenn es klappt, so wie in Düsseldorf, haben wir unser Ziel erreicht und wir versuchen das über die Bühne zu bringen, weil ab der 60. Minute, lassen wie immer, aufgrund der Art und Weise, wie wir spielen, die Körner nach. Obwohl es nicht einmal der versprochene Vollgasfußball ist.

Wenn es nicht klappt und wir liegen, meistens, zurück, fehlen uns Ideen und anscheinend auch die Kräfte und das Umsetzungsvermögen, das Ergebnis wieder gerade zu rücken.

Das ist der Eindruck, den ich jetzt nach der Zeit mit Backhaus gewinne. Dazu hat er sich in seiner Ausdrucksweise und in seiner Überzeugung verändert. Anfangs hatten wir noch einen super Kader und leider kamen dann immer mehr Ausreden, sowohl in der Kette, als auch, dass die Gegner alle stärker sind und er hat leider auch Spielern wie Szabo das Selbstvertrauen genommen, welches schon angekratzt war, indem man das Vertrauen schenkt, aber es auch ziemlich schnell wieder wegwirft.

Jetzt stehen wir Woche für Woche da und haben mittlerweile aus den letzten 9 Spielen, 8 verloren. Grausam.

Das wir keine Tore schießen und die Spieler nicht schießen, da kann HB auf dem Platz nichts ändern, aber er kann es den Spielern einimpfen, trainieren und Lösungen entwickeln. Dafür ist ein Trainer da und bei anderen Mannschaften klappt es auch. Wir brauchen endlich mal diese Galligkeit vor der Kiste!

Um auf Kessel zurückzukommen, wo er sich weiter entwickeln muss, ist meines Erachtens auch in der Trainerfrage. Sein Ansatz ist genau der richtige, mit Kontinuität, aber diese sollte man nicht ausreizen, wenn die Punkte komplett ausbleiben.

Nach all den Vertrauensvorschüssen von Kessel & AR, wird sich bis zur Winterpause nichts ändern, da uns ja quasi nur noch drei Punkte fehlen, zu Scherning, der diese 13 Punkte mit der Mannschaft nach der Hinrunde im letzten Jahr hatte. Somit sind wir ja fast im Soll!?

Für mich wäre das Kaiserslautern Spiel, ein Endspiel in der Trainerpersonalie.

Wenn wir wieder verlieren sollten, muss man an der Schraube drehen und einen neuen Impuls setzen. So leid es mir tut, aber wir brauchen einfach Punkte.

Auf geht’s in die neue Woche.
Man muß Kessel jetzt nicht sofort feuern. Das würde auch nichts bringen, weil der Kader ja von keinem Nachfolger mehr unmittelbar großartig zu beeinflussen ist.
Man sollte aber spätestens zur neuen Saison mit einem erfahrenen Mann, der auch nicht aus dem üblichen Ex-Spieler-Pool kommt, weiter machen bzw. einen Neuanfang starten.
Für mich ist das Experiment Kessel krachend gescheitert. Die Verantwortung dafür liegt bei den Leuten im Verein, die vom Geschäft keine Ahnung haben und deren Kurzwahltasten ausschließlich mit ehemaligen Spielern belegt sind. Kessel hat ganz sicher sein Bestes gegeben.
Es reicht aber nicht. Was eigentlich nicht verwundern sollte. Absolut niemand kommt auf die irre Idee, in einem mittelständischen Wirtschaftsbetrieb einen ehemaligen Mitarbeiter, direkt nach einer Weiterbildung und einem Praktikum zum Chef zu machen. Außer Eintracht.
Das ist auch mal wieder ein Komplettversagen des Aufsichtsrates so etwas abzunicken.

Besonders lustig finde ich jedesmal so Formulierungen wie, "ich bin mir ganz sicher, daß der xy das yz schon planen, bzw. dies oder das Ergebnis eintreten würde".
In der Regel hört man von den Leuten, wenn es denn nicht passiert nichts mehr.
Genau so unsinnig ist die auf das persönlich gewünschte Ergebnis abzielende Argumentation, man habe gehört, daß Kessel es geschafft habe, leistungsgerechte Verträge zu erstellen.
Mal unabhängig davon, daß dies eine Mindestanforderung in der Tätigkeitsbeschreibung sein sollte, halte ich mich da lieber an das was man sehen kann.
Wenn mit einer personell unzureichend ausgestatteten Mannschaft, wie z. B. im Sturm, in die Saison gegangen werden muß bzw. auf Risikoverträge mit extrem verletzungsanfälligen Spielern zurückgegriffen wird, weil für mehr ganz offensichtlich das Geld nicht gereicht hat, spricht das keineswegs für eine der Liga angepaßte und ausgewogene Vertragsstruktur.
Dagegen spricht auch eine von Kessel zu verantwortende Verpflichtung von Polter.
In jedem Fall bekommen das andere Vereine mit durchaus ähnlichen Budgets oder sogar noch kleineren ganz offensichtlich besser hin.
Selbst etliche Fußballaien in diversen Foren haben auf das Manko speziell im Sturm lange vor der Saison hingewiesen unter Berücksichtigung der keineswegs ligatauglichen Alternativen von Polter, Szabo, Gomez und Kaufmann.

Zu behaupten, der Trainer hätte einem Szabo das Selbstbewußtsein genommen, ist an Lächerlichkeit eigentlich kaum zu toppen.
Auch diese Verpflichtung, die so gut wie niemand verstanden hat, ist eine von Kessel.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Obdachlose am 24.11.2025 um 09:41 Uhr bearbeitet
Niederlage um Niederlage, das sinkende Schiff geht unaufhaltsam weiter Richtung Meeresgrund. Und ganz ehrlich: Mir ist es inzwischen völlig egal, wie diese Saison endet. Am Samstag gehe ich ins Stadion nicht mehr wegen der Mannschaft, sondern um Freunde zu treffen und mich gemeinsam darüber zu amüsieren, wie diese Truppe auf direktem Weg in den Abstieg marschiert.

Ich bin jetzt schon gespannt, welches Statement Kessel diesmal aus dem Hut zaubert. Der Mann ist mit praktisch jeder seiner Entscheidungen gescheitert, aber Hauptsache, im Umfeld wird ein 16. Platz weiterhin als Erfolg verkauft. Diese Verantwortlichen leben in einer Realität, in der man ihnen wirklich nicht mehr helfen kann. Man kann nur noch den Kopf schütteln, lachen, schmunzeln und beobachten, wie ein Traditionsverein von absoluten Amateuren geführt wird.

Irgendwann werden wieder bessere Zeiten kommen, aber erst, wenn dieser ganze Klüngel endlich verschwunden ist. Und das wird leider noch dauern.

Positiv hervorheben muss man den Kommentar von Lars Rücker in der BZ. Endlich wird dort mal klarer und kritischer formuliert. Das wurde auch höchste Zeit.

Wie hat ein erfolgloser Trainer einst gesagt? „What’s wrong? Was ist los mit euch? Entspannt euch doch mal. Wir verlieren jedes Spiel, ist doch alles gut.“ Genau so fühlt es sich aktuell an. daumen-hoch

Herrlich, diese Absteiger!

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Domi Kumbela – Dennis Kruppke
Mirko Boland
Norman Theuerkauf - Marc Pfitzner
Damir Vrancic
Ken Reichel – Deniz Dogan – Ermin Bicakcic – Benjamin Kessel
Jasmin Fejzic

Trainer: Torsten Lieberknecht

Ein Jahrzehnt voller Herz, Leidenschaft und Löwenmut – Danke für alles!
Ich kann den aus Ohnmacht geborenen Galgenhumor verstehen. Er hilft dem ein oder anderen aus der Enttäuschung. Dem Verein hilft auf Dauer nur kritisch-konstruktive Begleitung.

Wie kann man Besserwerden?
Dieses Jahr ist es wirklich besonders schlimm, was unsere Lage angeht. Noch im Sommer dachte jeder, dass es endlich den großen Umbruch gibt: neuer Trainer, Tempelmann und RTH blieben, Philippe bringt zumindest ein bisschen Geld, Yardimci als großes Talent, Frenkert als defensive Achse, die „Alten“ wurden verabschiedet.

Von dieser Euphorie sind nur noch Spurenelemente in sehr homöopathischer Menge übrig.
Man kann Kessel sicherlich vieles vorwerfen, aber auf dem Papier waren das keine schlechten Transfers. Im Nachhinein ist es leicht, darüber zu lachen, aber für unsere Verhältnisse ist das ein guter Kader – wenn alle fit sind. Vielleicht war es naiv, dass man nicht noch einen Stürmer ausgeliehen hat. Vielleicht hätte man nicht in einen Abwehrspieler investieren sollen, der eine dokumentierte Verletzungsanfälligkeit hat (Jäkel). Er ist meiner Meinung nach nach dem Aus von Vollmann zu früh in diese Rolle reingerutscht.

Schauen wir uns doch mal an, was in den letzten Jahren alles passiert ist:

  • MS wird entlassen – trotz Klassenerhalt unter sehr schwierigen Voraussetzungen. Pherai geht, Benko geht.

  • JH kommt und geht nach ein paar Spielen. PV geht. Kessel übernimmt.

  • DS legt eine fantastische Rückrunde hin, Philippe zaubert.

  • Wir schaffen den Klassenerhalt, aber zahlen noch drei Trainer. Ujah geht.

  • Mit Szabo und Polter kommen zwei Spieler, bei denen man sich wirklich fragt: „Wer hat das gescoutet und unterschrieben?“ Helgason kommt doch nicht, und wir haben gar keinen Ersatz.

  • Katastrophen-Hinrunde unter DS. Tempelmann kommt. Man rettet sich irgendwie in die Relegation, und jedes Spiel war entweder Licht oder ganz, ganz, ganz schlimm.

  • DS geht. Man redet vom großen Umbruch. Köhler-Interview. Bico geht, Krauße geht, Philippe geht.

  • Man kann zumindest Tempelmann und RTH halten. Der Kader ist in der Spitze besser, hat aber keine Breite.

  • HB kommt: Euphorie, spielerische Verbesserung, Ergebnisse zunächst gut.

  • Rot, Rot, Rot – und Verletzungen, Yardimci gesperrt (Torgefahr bis auf das Düsseldorfspiel erreicht den 0 Punkt).

  • Die Hütte brennt wieder lichterloh.


Das waren die letzten vier Jahre im Schnellwaschgang. Was fällt auf? Wir sind eigentlich seit MS immer abhängig von gewissen „Star“-Spielern gewesen. Das ist vielleicht normal, aber da wir sie nie halten konnten, hat sich nie etwas entwickelt. Man stelle sich vor, wir hätten heute noch Pherai, Philippe, Kurucay. Das wäre plötzlich eine ganz andere Geschichte. Man hat diese Spieler aber damals nur bekommen (zumindest Pherai, Benko, Kurucay, Helgason), weil die Verträge relativ kurz waren oder es Leihen waren. Kein Wunder, dass sich hier nie etwas aufbauen konnte. Das war bekanntlich auch die Strategie von PV. Bei BK ist es zumindest gelungen, Leistungsträger langfristig an den Verein zu binden – das ist wirklich etwas Wichtiges.

Mir wird viel zu wenig darüber geredet, warum wir es nicht schaffen, Sponsoren anzuziehen in einer Region mit riesigen Unternehmen. Wo sehen die Verantwortlichen die Profis in fünf Jahren? Warum schafft es Preußen Münster, mit einem kleineren Kaderwert deutlich erfolgreicheren Fußball zu spielen? Was hat Magdeburg in den letzten Jahren alles richtig gemacht? Es ist ja nicht so, als wären wir die Einzigen, die mal durch schwierige Phasen gegangen sind. Aber man holt sich nicht die nötige externe Expertise und hängt an den Totte-Legenden bis zum bitteren Ende. Ja, Eintracht ist eine Familie – aber wir brauchen in der ersten Reihe des Vereins Leute, die weitreichende Verbindungen in die Wirtschaft haben und Geld in den Verein bringen.

Die 3. Liga in Deutschland ist der Elefantenfriedhof des Fußballs: große Traditionsvereine, die schlecht gewirtschaftet haben. Vielleicht gehören wir leider mittlerweile einfach dorthin. Fakt ist: Sollten wir absteigen, kann es ganz, ganz schnell sehr tief runtergehen.
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