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Der Schiri Thread

08.08.2011 - 15:46 Uhr
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Der Schiri Thread |#51
19.07.2018 - 15:44 Uhr
Gehen die mir auf den Keks! Unschuldigrolleyessilent

Wenn die Hand aus kurzer Distanz angeschossen wird, darf das auch weiterhin nicht gepfiffen werden: "Hand ist Hand" ist absoluter Kokolores und würde nur das willkürliche Provozieren von Freistößen bewirken!

Was die mal ändern sollen, ist die lebensferne Regelauslegung, wonach ein nicht angelegter Arm per se als Vergrößerung der Körperoberfläche gilt. Hier muss der Schiri Funktion und Intention der Bewegung beurteilen dürfen: War der Arm ausgestreckt um in einer schnellen Dreh- und/oder Flugbewegung die Balance zu halten? Oder GING ES dem Spieler um die Vergrößerung der Körperoberfläche? Das letztere entstanden ist, darf also für sich genommen nicht zum Pfiff führen, sonst müssen wir den Spielern künftig wirklich die Arme auf den Rücken binden. Ebenso ist es von Belang, ob der Spieler den Ball überhaupt sieht: Selbst wenn die Hand aktiv zum Ball geht, ist das kein Pfiff, wenn der Spieler gar nicht in diese Richtung schaut. Es geht nicht allein um objektives Verhalten, es geht um Absichten! Die Kunst des Schiris muss es sein, dies lebensnah zu beurteilen. Und im Grenzfall muss der Spieler dann mit einem Pfiff leben, wenn er sich halt so ungeschickt angestellt hat, dass sich die Frage "Absicht oder Blödheit?" nicht mehr entscheiden lässt: Im Zweifel wird Blödheit dann halt wie Absicht behandelt.

Außerdem darf im Videobeweis die Slomo nur eingesetzt werden um Faktenfragen zu klären (z.B.: Gab es wirklich eine Berührung und, wenn ja, war diese tatsächlich ursächlich für den Sturz des somit gefoulten Spielers - oder ist der z.B. schon vorher abgehoben?). Die Frage, ob ein Handspiel absichtlich war, darf dagegen nur auf Basis von Wiederholungen in Original-Geschwindigkeit beurteilt werden, da die Slomo - Studien zufolge - häufiger die Unterstellung einer Absicht suggeriert als das Abspielen derselben Szene in Normalgeschwindigkeit.

Klingt alles kompliziert, ist es aber nicht, wenn das Regelwerk so ausgelegt ist, dass der Schiri lebensnahe Entscheidungen treffen kann und den Spielern keine Anreize für unfaires Verhalten geboten werden (z.B. die Hand des gegnerischen Abwehrspielers im Strafraum anschießen). Also Nein, wenn zwei das Gleiche tun, ist es eben NICHT das Gleiche! Die Vergößerung der Körperoberfläche und ein Ballkontakt von Hand und Arm müssen unterschiedliche Entscheidungen des Schiris auslösen können. Und technische Hilfsmittel sind genau das: Hilfsmittel - und nicht der Stein der Weisen oder das Orakel von Delphi.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 19.07.2018 um 15:59 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#52
01.09.2018 - 19:09 Uhr
Naja, irgendwo muss man die Spielsituation ja abgrenzen.
Ich hab Verständnis dafür, dass Situationen wie die beim 0:1 von Freiburg noch als gleiche Spielsituation empfunden werden. Dennoch ist die im Regelwerk gewählte Abgrenzung definitiv die sinnvollste.

Stell dir einmal vor ein Spieler A steht im Abseits, jedoch klar passiv. Bei diesem Angriff wird der Ball 8x in und um den Strafraum gepasst und landet final wieder beim Spieler A, der bei diesem letzten Zuspiel klar nicht im Abseits steht und problemlos einschiebt. Wertet man den gesamten Angriff als eine Spielsituation, so hätte man nun rückwirkend für 8 Pässe Abseits pfeifen müssen. Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass dies erst recht nicht sinnvoll wäre. Zumal der SRA sich ständig mehrere Spieler merken müsste, die im Laufe des Angriffs mal passiv im Abseits standen.
Und man könnte auch hier nicht immer klar definieren, wann ein Angriff vorbei ist und der nächste beginnt.

Dann doch lieber in Situationen wie heute ein wenig Magengrummeln, wenn eine vorherige Abseitsstellungen binnen Sekunden oder Sekundenbruchteilen plötzlich als neue Spielsituation zählt.



Noch ein kleiner Nachtrag: Die Regel ist nun erst seit wenigen Jahren so. Zuvor hätte auch eine solche Aktion wie die des Hoffenheimer Verteidigers keine neue Spielsituation erzeugt.
Damals sahen die Regelfritzen das Problem, folgende Situationen unterscheiden zu müssen:

1) Der Verteidiger blockt nur irgendwie reflexartig oder fälscht gänzlich unschuldig ab, der Ball landet beim Angreifer -> gleiche Spielsituation und somit Abseits
2) der Verteidiger blockt zwar absichtlich/bewusst, jedoch auch nur mit dem Ziel ein Durchkommen des Balles irgendwie zu verhindern. Auch hier war es damals noch Abseits, wenn der Ball dabei bei einem anderen im Abseits stehenden Angreifer landet.
3) Der Verteidiger blockt den Ball bewusst und an sich kontrolliert, indem er den Ball in Richtung Aus, Mitspieler, gegnerische Hälfte (fernab der Gefahrenzone) klären will. Misslingt diese Aktion und der Ball landet bei einem Zuvor im Abseits stehenden Angreifer, so galt dies auch damals als neue Spielsituation.

Das Problem war nun die Fälle 2) und 3) zu unterscheiden. Also dachten sich die Verantwortlichen zur Saison 14/15 oder 15/16 "eine Abgrenzung zwischen 1) und 2) ist klarer als zwischen 2) und 3), also ändern wir die Regel doch einfach so ab, dass auch 2) in Zukunft Abseits ist".
In der Theorie keine schlechte Idee, in der Praxis aber meiner Meinung nach eine Verschlimmbesserung.

Zur neuen Saison wurde uns damals sogar nahelegt, die neue Regel in den untersten Klassen absichtlich zu ignorieren / brechen. Zum Selbstschutz, da die Herren in der Kreisklasse vermutlich wenig amüsiert wären, wenn ein meilenweit in Abseits stehender Angreifer nicht zurück gepfiffen wird, nur weil ein Verteidiger zwar nahezu wirkungslos aber absichtlich die Birne ein wenig dazwischen hatte...

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Die Welt hat heute nur zwei Probleme:

1. Die Welt.
Und 2. heute.

Drei, wenn man morgen mit dazu zählt

Dieser Beitrag wurde zuletzt von -Cloud- am 01.09.2018 um 19:29 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#53
02.09.2018 - 15:22 Uhr
Zitat von MattBuckner
Zitat von fcksupporter96
Sorry, aber das war nie und nimmer ein Handelfmeter! Egal, ob man Körperflächenvergrößerung, Verhinderung einer Torchance oder "Hand ist Hand" vertritt-ein provoziertes Handspiel durch vorangegangenes Foul kann kein Grund für einen Handelfmeter sein

Es gab auch eindeutige Situationen zu Ungunsten des FCK die der Schiri nicht gepfiffen hat.

Leute atmet doch mal tief ein und aus bevor ihr was schreibt.

Hier muss ich meinen Senf auch nochmal loswerden. Stimme da vollkommen zu, dass das Quatsch ist. Den Elfer kann man auch geben und das Handspiel von Dick 16 Meter vom Tor entfernt wurde auch nicht gepfiffen. Das wäre mit Sicherheit sehr gefährlich geworden. Also immer ruhig bleiben!

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Unsere Kogge liegt gut in der See!
Alles für den F.C. Hansa!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von werschtche am 02.09.2018 um 15:30 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#54
02.09.2018 - 15:30 Uhr
Zitat von MattBuckner

Zitat von fcksupporter96

Sorry, aber das war nie und nimmer ein Handelfmeter! Egal, ob man Körperflächenvergrößerung, Verhinderung einer Torchance oder "Hand ist Hand" vertritt-ein provoziertes Handspiel durch vorangegangenes Foul kann kein Grund für einen Handelfmeter sein


Es gab auch eindeutige Situationen zu Ungunsten des FCK die der Schiri nicht gepfiffen hat.

Leute atmet doch mal tief ein und aus bevor ihr was schreibt.


Von Betrug zu sprechen ist tatsächlich daneben: Es gibt aber dennoch Gründe über das Zustandekommen eines solchen Elfmeter zu diskutieren:

1. Möglichkeit: Der Schiedsrichter hat das Foul nicht gesehen

1.a: Nicht gesehen, weil er so auf die Handsituation fixiert war. In dem Falle wollte er (unbewusst) den Elfmeter pfeifen. Weil klar zu sehen war das Foul.
1.b: Nicht gesehen, wegen schwerem Sehfehler. Fällt aus, denn davor ist er nicht durch Blindheit aufgefallen.

2. Möglichkeit: Der Schiedsrichter hat das Foul gesehen
2.a: Er hat das Foul willentlich ignoriert und wollte den Elfmeter Pfeifen. In dem Fall bewusste Einflussnahme.
2.b: Er hat das Foul als nicht relevant gewertet. In dem Fall "Cornflakes zählen" und ab "in die Kreisliga ". Dennn dann ist er für höhere Aufgaben ungeeignet.

Egal wie, jedes Ergebnis ist nicht schmeichelhaft für den Schiedsrichter.


Viele Grüße von der Galerie,

Walldorf und Stadler
Dieser Beitrag wurde zuletzt von werschtche am 02.09.2018 um 15:32 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#55
02.09.2018 - 16:12 Uhr
Wisst ihr was ich mir wirklich mal wünschen würde: Man müsste den Schiri mal mit dieser Szene im Hinblick mit TV Bildern konfrontieren und ihn dann fragen wie er die Situation bewertet!
Das beste und einzig richtige was er dann sagen kann ist, dass er eine Fehlentscheidung getroffen hat und er es anders hätte bewerten müssen!

Der Zwickauer rammt Löh doch glasklar den Ellenbogen ins gesicht. Das ist doch völlig unstrittig! Wie man das anders bewerten kann (Sorry lieber Kollege aus Rostock, aber meiner Meinung nach bist du hier völlig auf dem Holzweg) ist mir absolut schleierhaft. Und auch die bewegung von Löhs Armen ist alles andere als unnatürlich! Er kommt im Vollsprint (da bewegt man nunmal die Arme zum Schwung holen) angerannt, wird am Kopf (durch das Foulspiel/den Ellenbogen des Gegners) gebremst, während die Beine mit vollem Schwung weiterlaufen. Ähnlich wie bei einem Rückwärtssalto können die Arme also nur eins machen, nämlich genau das was Löh machte!

Es ist wirklich unfassbar wie man so etwas so entscheiden kann, wie es der Mann mit der Pfeiffe getan hat. Wenn er nicht auf Foul für den FCK entschieden, sondern hätte weiterlaufen lassen wäre das schon falsch gewesen, aber da auf den ominösen Punkt für den Gegner zu zeigen ist schlicht und ergreifend zu 100 % falsch!

Und da hilft auch kein "hätten früher das Ding entscheiden müssen" oder "dürfen uns nicht so hinten rein drängen lassen!"

Dieses Ding hat uns heute den Sieg gekostet, Ende und aus!

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"Wenn du dich dehnen willst, dann geh doch nach Dänemark" (Ede Geyer)
Der Schiri Thread |#56
01.10.2018 - 16:21 Uhr
Zitat von Sanogo24

Rein nach Kicher-Noten gab es damit seit Spieltag 1 folgende Noten:
3; 3,5; 5; 4; 3,5; 6; 2; 3,5; 4; 5 => ø3,93

Also knapp an einer 4 dran, ist schon extrem schlecht. Gab so gesehen auch nur einen positiven Ausreißer.


Nach der Leistung des Schiedsrichtergespanns im letzten Spiel, und dabei besonders in den letzten 10 Minuten, bin ich, auch mal auf die Kickernoten der Schiedsrichter eingegangen und habe für die bisherigen Spiele für alle Mannschaften die durchschnittlichen Schiri-Noten für die Teams errechnet.
Und siehe da, tatsächlich scheint sich unsere aktuelle Wahrnehmung zu bestätigen. FCK-Spiele erfahren bisher in der 3.Liga die schlechtesten Schiedsrichter-Benotungen.
Ich denke, dass sich jeder eine gute, und damit gerechte Schiedsrichterleistung wünscht, damit dieser nicht auf das Spielergebnis einwirkt. Somit finde ich schon, dass die Mannschaften, die bisher gute Leistungen erfahren haben, zumindest ihre Ergebnisse/Spielleistungen einfacher erklären können und sich darüber hinaus nicht mit "Nebenkriegsplätzen" beschäftigen müssen und somit einen leichten Vorteil haben. Schaut man sich die Unterschiede an, sind doch deutliche Tendenzen erkennbar. Vielleicht ziehen wir schlechte Schirileistungen einfach an.


Tabelle der Durchschnittsnoten der Schiedsrichter (Kicker) bei den Spielbeteiligungen der Teams:
1. KSC 2,60
2. 1860 2,61
3. Uerdingen 2,65
4. Aalen 2,70
...
17. Meppen 3,45
18. Münster 3,55
19. Wehen 3,60
20. FCK 3,95


Zwei Gedanken meinerseits zur Wertung:
1. Schlechte Schiedsrichterleistung heißt erstmal nicht, dass wir dabei immer benachteiligt wurden. Bezieht man sich z.B. auf B. Rafati bei liga3-online.de (,der dort kritische Entscheidungen der Schiedsrichter bewertet) hatten wir beispielsweise gegen Münster auch Glück mit den Entscheidungen des Schiedsrichters.

2. Kickernoten/Rafati (liga3-online.de). Ich bin im Allgemeinen sehr kritisch was die Kickernoten angeht, da sie mMn öfters doch deutliche Abweichungen zu meiner Einschätzung und auch mMn Gesamtausgang des Spiels zu sehr in die Einzelbewertung miteinfließen lässt. So verhält es sich z.T. auch mit den Schiedsrichternoten, die sich teilweise bei Rafati und Kicker stark unterscheiden. Auch bei der Einschätzung von Rafati ist natürlich zu beachten, dass er zwar Ex-Spitzenschiedsrichter ist, aber doch auch eine Einzelwahrnehmung widerspiegelt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von manbut am 01.10.2018 um 16:22 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#57
02.10.2018 - 15:01 Uhr
Auch wenn Rosin seinen Gegenspieler im Zweikampf unbeabsichtigt mit dem Knie an den Beinen trifft, liegt ein Foulspiel vor und hätte mit einem Strafstoß geahndet werden müssen.
Moin,

das Zitat aus dem Originaltext nur mal ausgewählt, damit die Box nicht leer bleibt.

Man kann vom ehemaligen Schiedsrichter Rafati halten was man will, aber seine Analysen zu den strittigen Szenen fand ich im bisherigen Saisonverlauf recht passend was uns betrifft.

Sowohl beim Elfmeter als auch bei der Abseitsstellung ist er klar bei uns, würde ich mal sagen, und nimmt, wenn auch abgemildert, den Schiedsrichterassistenten Beim Gegentor nicht unbedingt in Schutz. Den jungen Mann vor der Süd hab ich im Übrigen als sehr grottig empfunden, da er mehrmals bei freier Sicht entweder nichts angezeigt oder meiner Meinung nach falsch angezeigt hat, so zum Beispiel bei Schlägen gegen Gottwald und ich meine es war Hemlein, die andernorts zumindest Freistoß und Gelb nach sich ziehen.

Ich hab mich nach dem Spiel noch mit nem Freund unterhalten und wir haben beide festgestellt, dass wir ja letzte Saison schon nicht verwöhnt waren, was die Schiedsrichterleistungen angeht. Eigentlich war ja auch klar, dass es nicht besser wird, aber das teilweise klare Abseitspositionen übersehen werden und die Assistenten sich scheinbar nicht trauen, auch mal ein Foul anzuzeigen, dass der Schiedsrichter nicht gesehen hat/haben kann, gibt mir zu denken.

Natürlich ist die Dritte Liga für die Unparteiischen eine Ausbildungsliga und vielleicht haben beim Foul an Löhmannsröben und dem ausgebliebenen Pfiff im Zweifel auch Cornflakes eine Rolle gespielt, aber die Noten, die @Sanogo24 und @manbut zusammengetragen haben, vielen Dank dafür nochmal, lassen mich nichts Gutes hoffen. Eigentlich finde ich nämlich, dass unsere bisherigen Spiele nicht sooo knifflig zu leiten waren, dass im Schnitt nur eine 4 rausspringt. Ob da jetzt Absicht oder Unvermögen dahintersteckt weiß ich nicht, aber den schlechten Tag an der Pfeife immer bei uns zu erwischen ist irgendwie ominös.

Hoffentlich belehren mich die Unparteiischen noch eines besseren, und ja, klar kann man argumentieren, wir dürfen im Abwehrverhalten gerne noch zulegen und vorne unsere Dinger machen, dann kann uns das egal sein, aber ständig nicht so dolle Schiedsrichterleistungen gepaart mit teils eigenartiger Regelauslegung sind weder gut für meine Leber noch für die Leistung der Mannschaft.

Hoffe ich hab damit niemanden genervt.

Grüße

Fleckenteufel
Der Schiri Thread |#58
29.02.2020 - 18:36 Uhr
Da der Thread gerade oben ist. Heute war es für mich eine Top-Schiedsrichterleistung. Ich hatte am Anfang etwas Angst, da in dem Spiel ein jüngerer Schiri angesetzt war, aber er hat es sehr gut gemacht und nicht jeden Mist abgepfiffen. Dazu gute Kartenverteilung.
Der Schiri Thread |#59
28.07.2021 - 12:30 Uhr
Zitat von guggemool
Alles richtig, aber im großen und ganzen war die Leistung des Schiedsrichtergespanns schon okay. Keine groben Fehlentscheidungen und grundsätzlich mit Augenmaß. Die erste gelbe Karte kam ein Foul zu spät, hatte Hanslik und Otto schon verwarnt, aber gut, das hat er gemerkt und direkt danach die Karten gezückt.


Ich bin kein Freund davon das Ausbleiben von klaren gelben Karten unter "Augenmaß" zu fassen. Es gibt ein klares Regelwerk und gewisse Situationen die im Sinne eines fairen Spiels auch geahndet werden müssen. Braunschweig hat sich in der 1. Halbzeit einiger taktischer Fouls bedient. Taktisches Fouls dieser Art (ich verweise auf die Situationen, in denen Zimmer am Gegenspieler vorbei war) sind einfach mit gelb zu ahnden. Wenn das nicht passiert, entsteht daraus ein Wettbewerbsvorteil. Den hatte Braunschweig eindeutig, weil sie anders schon früh hätten wechseln müssen oder Zimmer 1-2 Mal am Gegenspieler vorbei gewesen wäre.

Wenn der Schiedsrichter dann auch noch in der 60. Minute seine Linie ändern muss und plötzlich mit Karten wirft, dann ist das einfach schlechtes Spiel-Management. Der Punkt bis zu dem er hätte versuchen können ohne Karte auszukommen, war da schon seit 50 Minuten überschritten. Die Wandlung zum Kartenverteiler war nur noch inkonsequent.

Letztendlich ist es eine Farce, dass der FCK mit mehr Verwarnungen aus der Partie ging als Braunschweig.
Der Schiri Thread |#60
28.07.2021 - 13:38 Uhr
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Fans (und da beziehe ich mich voll ein) Schiri-Leistungen nicht objektiv beurteilen können; manchmal wegen mangelnder Fachkenntnis, sehr viel häufiger aber aufgrund der viel zitierten Fan-Brille auf der Nase. Da ist - und zwar durchweg! - jede Menge "gefühlte" Wirklichkeit dabei.

Einen Widerspruch kann man im vorliegenden Fall z.B. darin erkennen, wenn alle loben, dass wir die Härte der Braunschweiger angenommen haben, es jetzt aber plötzlich so klingt, als seien wir Chorknaben gewesen, die ständig gefoult wurden. Da ich über kein fotographisches Gedächtnis verfüge, hierzu meine gefühlte Wirklichkeit: Wir haben - wünschenswerter Weise! - durchaus dagegen gehalten und eben auch gefoult. Es war ein hartes, nickeliges Spiel - wirklich extrem unfair war es aber m.E. nicht. Wer die Hitze nicht aushält, hat in der Küche nichts verloren. So war z.B. das vermeintlich schwere Foul an Zimmer lt. der hier geposteten nachträglichen Aufarbeitung durch Rafati keines und wurde zurecht nicht geahndet. Ist mir daher alles ein wenig zu wehleidig und zu larmojant.

Das bringt mich zu meinem zweiten Punkt: Der Schiri hat versucht, viele Dinge kommunikativ zu klären, anstatt mit Karten. Gut so!

Drittens: Foul ist Foul - und wird gepfiffen! Und es wurde in dieser Partie reichlich gefoult. Wenn der Spielfluss dann versiegt, liegt das an den Spielern. Der Schiri hat die Regeln zu befolgen.

ABER VIERTENS: Was man auch als Fan gut einschätzen kann ist, ob ein Schiri eine Linie hat und diese auch einhält. Und das war eindeutig nicht der Fall! Die Dramaturgie, rechtzeitig ein paar Karten zu verteilen, damit die Jungs den Handlungsrahmen kennen, hat er verpasst - und musste dann plötzlich umso häufiger in die Tasche greifen, weil das Spiel ihm mindestens zu entgleiten drohte, vermutlich aber bereits entglitten war. Ich hatte aber nicht den Eindruck, dass er uns AN DIESEM PUNKT benachteiligt hat.

Zwei weitere Kritikpunkte habe ich: Taktische Fouls sind mit Gelb zu ahnden. Punkt. Hat er aber nicht konsequent genug gemacht. Als die aktivere Mannschaft wurden wir DADURCH dann sehr wohl faktisch benachteiligt, ohne dass man ihm dazu Absicht unterstellen muss. Und: Wiederholte, für sich genommen jeweils nicht verwarnungswürdige Fouls eines Spielers sollten "kumulativ" mit Gelb geahndet werden. Auch diese Linie hat er nicht gefahren - und auch dies hat uns de facto benachteiligt.

Fazit: Der Mann war m.E. nicht gegen uns voreingenommen, aber sein Stil der Spielleitung hat im Ergebnis schlichtweg die aktivere Mannschaft benachteiligt. Und die waren wir. Daher war das unterm Strich keine überzeugende Leistung des Referees. Aber er hat nicht irgendwie Schicksal gespielt - durch überzogene Platzverweise, falsche Strafstoßentscheidungen und eine mindestens wahrgenommene Voreingenommenheit gegen eine der beiden Mannschaften oder dergleichen.

Ich habe schon Schlimmeres gesehen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 28.07.2021 um 13:45 Uhr bearbeitet
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