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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#17261
13.06.2022 - 14:59 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von Perca

Zitat von Taxik

Zitat von monkeypunch87

Zitat von Taxik

Mir als Fan gibt es GARNICHTS wenn wir besonders viele deutsche Spieler haben.


Mir schon. Dann canceln wir uns wohl gegenseitig aus.stark

Kann ich leider null nachvollziehen. Mir geht es um den Erfolg der Mannschaft, einzelne Nationalitäten interessieren mich null. Sehe auch absolut keinen Sinn darin, eine Nation/Sprache zu bevorzugen.
Diesen Mythos vom deutschprachigen Block der dann besonders großen Zusammenhalt und Vereinstreue bedeutet, sehe ich null so. Die besten deutschen Spieler bis auf Reus sind auch alle abgewandert, genau wie die anderen. Real Madrid spielte im CL-Finale mit 8 Nationalitäten, ist mMn trotzdem eine komplett eingeschworene Truppe.

Ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und Sprache sehen wir doch bei der anderen Borussia. Da gibt es einen größeren, französischsprachigen Block, der sich angeblich isoliert, in der Kabine sollen sie nur zusammensitzen und französisch sprechen, der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nicht gegeben, wozu das führt hat man gesehen.
Siehe dazu auch:
https://www.gladbachlive.de/news/gladbach-daniel-farke-stellt-bei-borussia-neue-kabinen-regel-auf-98975
Sprache fördert Gruppenbildung. Dies kann einerseits positiv sein, da die Spieler sich besser verstehen, wenn die Gruppen jedoch nicht miteinander arbeiten, sondern jede für sich, dann bricht das Team auseinander, worüber sich die Gladbacher auch öffentlich beschwert haben, und die Leistung nimmt rapide ab. Der Spruch "elf Freunde müsst ihr sein..." kommt ja nicht von ungefähr.
Real spielte übrigens zwar mit 8 Nationalitäten, sprachlich sind sie sich jedoch näher, bspw Kroos und Alaba, die Spanier mit Fede Valverde aus Uruguay, Modric nach 10 Jahren Spanien wohl auch, die Franzosen mit Courtois, der neben belgisch und englisch übrigens auch französisch und Spanisch (sowie niederländisch) spricht.

Was mir bei den Aussagen im Artikel nicht gefällt, ist, dass Randthemen zur Priorität erklärt werden.

Das wichtigste ist für mich ganz klar, dass das sportliche Profil passt. Sich dort irgendwie einzuschränken, da ein Spieler kein "deutsch kann", "kein Nationalspieler ist", "nicht die Liga kennt" (steht alles im Ursprungsartikel), ergibt für mich keinen Sinn.
Ich meine, wie viele Spieler hatten wir, die diese Vorgaben erfüllten, aber nicht das brachten, was man erhoffte?
Wie viele Spieler hingegen erfüllten das sportliche Profil, sind dann aber an diesen Vorgaben gescheitert?

Ich denke, es ist ganz klar, dass das sportliche Profil das Entscheidende ist.
Jetzt es irgendwie als Masterplan zu verkaufen, dass man deutschsprachige Nationalspieler, die die Liga kennen, verpflichtet, ist doch Blödsinn. Man möchte halt irgendwie den Fan zeigen, dass man "Identifikation" und eine "stabile Achse" schafft. Achja, "hungrige Jungs" sollen es auch sein.
Klingt alles gut, sagt aber nicht darüber aus, ob man einen guten Kader zusammenstellen wird, finde ich.

Eigentlich egal, würde ich sagen, weil es nur Floskeln sind, um auf die Sehnsüchte der Fans zu antworten.
Allerdings gab es immer diese Mentalitätsdebatte und wir haben tatsächlich nach diesem Profil Leute geholt, auch wenn es sportlich nicht wirklich passte, so mein Eindruck.


Ich glaube Watzkes Aussage dass sie "Flick angekündigt haben dass sie in Zukunft wieder mehr Nationalspieler haben wollen" sagt in dem Kontext schon alles über die "Strategie".

Persönlich könnte ich dem ganzen sogar noch was abgewinnen wenn das heißen würde dass man deutsche Talente identifiziert und zu Nationalspielern formt. Was der BVB macht scheint aber eher nach dem Prinzip zu verlaufen wer zuletzt für die Nationalelf nominiert wurde und wo man realistische Chancen gegen die Bayern hat.

Ich meine hätte David Raum letztes Jahr in Fürth entdeckt und Adeyemi in Unterhaching dann würde ich mich freuen wie bolle dass wir hier ein paar deutsche Nationalspieler haben, aber einfach für 20-30 Mio hinlegen nur um sich auf die Fahne zu schreiben dass man deutsche Nationalspieler hat ist einfach mau und hat schon mehrfach nicht geklappt. Mit Götze, Schürrle, Rode hat man schon eine solche Phase und danach mit Hummels, Schulz und Brandt genauso und wir erinnern uns ja wie erfolgreich das in Bezug auf den Verein und die Nationalmannschaft war.

Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc. während Götze und Hummels für mich mit ihren Wechseln zu den Bayern den Höchstverrat begangen haben und gezeigt haben dass die Identifikation offensichtlich nicht sehr weit her ist.

Identifikation hat nichts mit der Nationalität zu tun da es in jedem Land Spieler gibt die unterschiedliche Auffassungen davon haben wie sie ihren Beruf ausüben und ob es einfach nur ein Job für sie ist oder mehr als das und sie sich mit dem Verein identifizieren. Darüber hinaus kommt es dann halt auf die Kultur des Vereins an. Wenn ich halt bei den Trainern eine Hire und Fire Kultur lebe und in dem Zusammenhang dann auch ständig Spieler durchtausche dann kann ich nicht erwarten dass am Schluss da große Identifikation bei rauskommt von Spielerseite wenn ich das als Verein nur fordere aber selbst nie vorlebe. Wo war denn die Identifikation mit dem Projekt Rose oder Favre?
Auch deutsche Spieler wie Ginter, Philipp, Rode, etc. hat man allesamt ohne zu zucken gleich wieder verhöckert und Spieler die quasi beim BVB groß wurden wie Durm, Hofmann oder Bender hatten trotzdem kein besonderes Standing sondern wurden dann halt quasi aussortiert und abgegeben.

Jetzt auf deutsche Nationalspieler zu setzen auf Grund der Identifikation wirkt daher für mich einfach nur wie Heuchlerei weil es mir das Gefühl gibt dass es da einzig und allein um den Status geht den man durch solche Transfers von den Medien bekommt die einen dafür regelmäßig ordentlich feiern.

Wenn ich an Klubs mit hoher Identifikation denke dann sind das für mich Klubs wie Freiburg und da spielt dann vor allem eine Rolle dass die halt an ihrem Trainer festhalten (hätten wir ja bei Klopp auch machen könnrn) und dann insgesamt die Zeit da ist das der Trainer ein festes Gebilde schaffen kann. Die haben zwar auch viele deutsche Spieler aber das hat vor allem auch damit zu tun dass viele Leute aus der Jugend hochkommen denn die Transferpolitik dort im Süden hat ganz sicherlich keinen großen Fokus auf deutsche Spieler in den letzten Jahren aber die werden dann halt auch alle in eine Kultur der Identifikation integriert.
Auch Liverpool ist so ein Klub. Die haben Spieler aus aller Herren Länder (Portugal, Brasilien, Japan, Senegal , Ägypten, Belgien, Deutschland, Niederlande, England, Schottland, Wales, Irland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Guinea) und trotzdem läuft das dort mit ziemlich hoher Identifikation. Natürlich ist das im Erfolgsfall immer einfacher aber man weiß von Klopp halt auch dass der dem Persönlichkeitsfit bei Wechseln einen großen Wert zuschreibt und Spieler quasi Tests durchlaufen müssen.

Für mich wirkt das ganze immer ein wenig als wenn Watzke einfach Hoeneß zu sehr bewundert und sich einfach 1zu1 bei dem die Transferstrategie abgeguckt hat. Dieses ständige Drängen auf einen deutschen Block kommt mir persönlich zumindest unglaublich bekannt vor aus dem Münchner Raum als Hoeneß da noch die Zügel in der Hand hatte und ständig vom fC Bayern Deutschland sprach. Aber auch andere Aspekte der Transferpolitik wie das ständige bei der Bundesligakonkurrenz fischen und dort halt die finanzielle Dominanz ausspielen scheint mir absolut aus dem Süden abgekupfert, genauso wie dann irgendwann der Blick auf die Ersatzbank der Großmächte (bei Bayern mit Robben, Alonso, Thiago, etc.)

Für mich ist Bayern in klein absolut kein erstrebenswertes Ziel sondern eher etwas was mich von den Werten von meinem Verein entfernt. Lieber bin ich Fan eines Klubs der mal Risiken geht und eine eigene Philosophie verfolgt als einfach abkupfern und Identifikation mit Geld erkaufen wollen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von barcaberlin am 13.06.2022 um 15:12 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#17262
13.06.2022 - 15:22 Uhr
Zitat von barcaberlin

Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc.

Nur mal so, ein schlechteres Beispiel als Sahin hättest du nicht finden können, geboren in Lüdenscheid, mit 13 zum BVB gekommen... ja, auf dem Pass steht Türkei (deutschen Staatsbürgerschaft hat er übrigens auch), in der Türkei war er aber nur im Urlaub gewesen. Dann übrigens schnell gewechselt, weswegen du anderen die Identifikation absprichst. Trotzdem war er von klein auf ein Dortmunder Jung.

•     •     •

Nati = Nationalmannschaft der Schweiz

Warum wollen so viele die deutschen Nationalspieler bei der Schweiz sehen?
BVB - Transferpolitik |#17263
13.06.2022 - 15:47 Uhr
Zitat von barcaberlin
Zitat von mba123

Zitat von Perca

Zitat von Taxik

Zitat von monkeypunch87

Zitat von Taxik

Mir als Fan gibt es GARNICHTS wenn wir besonders viele deutsche Spieler haben.


Mir schon. Dann canceln wir uns wohl gegenseitig aus.stark

Kann ich leider null nachvollziehen. Mir geht es um den Erfolg der Mannschaft, einzelne Nationalitäten interessieren mich null. Sehe auch absolut keinen Sinn darin, eine Nation/Sprache zu bevorzugen.
Diesen Mythos vom deutschprachigen Block der dann besonders großen Zusammenhalt und Vereinstreue bedeutet, sehe ich null so. Die besten deutschen Spieler bis auf Reus sind auch alle abgewandert, genau wie die anderen. Real Madrid spielte im CL-Finale mit 8 Nationalitäten, ist mMn trotzdem eine komplett eingeschworene Truppe.

Ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und Sprache sehen wir doch bei der anderen Borussia. Da gibt es einen größeren, französischsprachigen Block, der sich angeblich isoliert, in der Kabine sollen sie nur zusammensitzen und französisch sprechen, der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nicht gegeben, wozu das führt hat man gesehen.
Siehe dazu auch:
https://www.gladbachlive.de/news/gladbach-daniel-farke-stellt-bei-borussia-neue-kabinen-regel-auf-98975
Sprache fördert Gruppenbildung. Dies kann einerseits positiv sein, da die Spieler sich besser verstehen, wenn die Gruppen jedoch nicht miteinander arbeiten, sondern jede für sich, dann bricht das Team auseinander, worüber sich die Gladbacher auch öffentlich beschwert haben, und die Leistung nimmt rapide ab. Der Spruch "elf Freunde müsst ihr sein..." kommt ja nicht von ungefähr.
Real spielte übrigens zwar mit 8 Nationalitäten, sprachlich sind sie sich jedoch näher, bspw Kroos und Alaba, die Spanier mit Fede Valverde aus Uruguay, Modric nach 10 Jahren Spanien wohl auch, die Franzosen mit Courtois, der neben belgisch und englisch übrigens auch französisch und Spanisch (sowie niederländisch) spricht.

Was mir bei den Aussagen im Artikel nicht gefällt, ist, dass Randthemen zur Priorität erklärt werden.

Das wichtigste ist für mich ganz klar, dass das sportliche Profil passt. Sich dort irgendwie einzuschränken, da ein Spieler kein "deutsch kann", "kein Nationalspieler ist", "nicht die Liga kennt" (steht alles im Ursprungsartikel), ergibt für mich keinen Sinn.
Ich meine, wie viele Spieler hatten wir, die diese Vorgaben erfüllten, aber nicht das brachten, was man erhoffte?
Wie viele Spieler hingegen erfüllten das sportliche Profil, sind dann aber an diesen Vorgaben gescheitert?

Ich denke, es ist ganz klar, dass das sportliche Profil das Entscheidende ist.
Jetzt es irgendwie als Masterplan zu verkaufen, dass man deutschsprachige Nationalspieler, die die Liga kennen, verpflichtet, ist doch Blödsinn. Man möchte halt irgendwie den Fan zeigen, dass man "Identifikation" und eine "stabile Achse" schafft. Achja, "hungrige Jungs" sollen es auch sein.
Klingt alles gut, sagt aber nicht darüber aus, ob man einen guten Kader zusammenstellen wird, finde ich.

Eigentlich egal, würde ich sagen, weil es nur Floskeln sind, um auf die Sehnsüchte der Fans zu antworten.
Allerdings gab es immer diese Mentalitätsdebatte und wir haben tatsächlich nach diesem Profil Leute geholt, auch wenn es sportlich nicht wirklich passte, so mein Eindruck.


Ich glaube Watzkes Aussage dass sie "Flick angekündigt haben dass sie in Zukunft wieder mehr Nationalspieler haben wollen" sagt in dem Kontext schon alles über die "Strategie".

Persönlich könnte ich dem ganzen sogar noch was abgewinnen wenn das heißen würde dass man deutsche Talente identifiziert und zu Nationalspielern formt. Was der BVB macht scheint aber eher nach dem Prinzip zu verlaufen wer zuletzt für die Nationalelf nominiert wurde und wo man realistische Chancen gegen die Bayern hat.

Ich meine hätte David Raum letztes Jahr in Fürth entdeckt und Adeyemi in Unterhaching dann würde ich mich freuen wie bolle dass wir hier ein paar deutsche Nationalspieler haben, aber einfach für 20-30 Mio hinlegen nur um sich auf die Fahne zu schreiben dass man deutsche Nationalspieler hat ist einfach mau und hat schon mehrfach nicht geklappt. Mit Götze, Schürrle, Rode hat man schon eine solche Phase und danach mit Hummels, Schulz und Brandt genauso und wir erinnern uns ja wie erfolgreich das in Bezug auf den Verein und die Nationalmannschaft war.



Generell wirken solche Aussagen von Watzke auch immer wieder danach, als habe man den Schuss vor den Bug, den man 2016 erhalten hat, nicht gehört und gefühlt, sondern irgendwie anders eingeordnet, nach dem Motto, dass das damals alles ja eigentlich gute Ideen waren, bei denen man ja vorher gar nicht wissen konnte, was daraus resultiert. Bislang sehe ich auch noch kein Problem in der Umsetzung, da alle bisherigen Transfers, abgesehen von Süle - ich hätte lieber Akanji gehalten, was aber schwer zu beurteilen ist, ob das überhaupt möglich war -, für mich nachvollziehbar sind und in eine Qualitätsoffensive sowie Nationalspielerstrategie reinpassen.

Irgendwann kommt dann aber der Punkt, an dem man diesen sehr kleinen Markt - man muss es eben klipp und klar sagen: der deutsche Fussball ist weltweit gerade nicht nah genug an der Spitze und hat auch keinen Spielerpool, der mehrere Mannschaften füllt, sodass selbst die Bayern aktuell einige ihrer Nationalspieler nicht in der absoluten Topkategorie sehen und bezahlen wollen, was sie bislang eher widerwillig trotzdem taten - abgegrast und die Strategie mit den deutschen Nationalspielerkandidaten ausgereizt hat. Ich denke man ist jetzt an diesem Punkt angekommen, hat bei Schlotterbeck sogar Glück gehabt und wahrscheinlich auch bei Adeyemi, dass man hier den Bayern zuvor kam und damit Spieler geholt hat, die man in der Vergangenheit nicht bekommen hätte, selbst wenn die Bayern gar keine eigenen Pläne mit diesen Spielern verfolgt hätten, sondern sie vom Markt geholt hätten, bevor sie sich so entwickeln, dass sie die Konkurrenz stärken.

Zumal man hier auch leicht den Fehler macht, dass man nicht genau genug schaut, wie gut ein Spieler in die sportliche Strategie passt, die medial sowieso viel zu wenig Präsenz erhält. Es gibt eben Spieler, die in genau einer Rolle ein hohes Niveau erreichen, das in der Theorie auch für den BVB reicht, aber nun mal kein allgemeingültiges Niveau ist. Wenn es diese Rolle per se gar nicht in der sportlichen Strategie gibt oder die sportliche Strategie eine viel umfangreichere Rolle vorsieht, als der Spieler ausfüllen kann, dann kann ein Spieler das in der bisherigen Rolle gezeigte Level schlicht nicht halten und ist folglich dann auch kein Nationalspieler, wenn er es nur in dieser Rolle bis dahin schaffen konnte. Das Learning hätte es inbesondere durch den Fall Schulz geben müssen!



Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc. während Götze und Hummels für mich mit ihren Wechseln zu den Bayern den Höchstverrat begangen haben und gezeigt haben dass die Identifikation offensichtlich nicht sehr weit her ist.

Identifikation hat nichts mit der Nationalität zu tun da es in jedem Land Spieler gibt die unterschiedliche Auffassungen davon haben wie sie ihren Beruf ausüben und ob es einfach nur ein Job für sie ist oder mehr als das und sie sich mit dem Verein identifizieren. Darüber hinaus kommt es dann halt auf die Kultur des Vereins an. Wenn ich halt bei den Trainern eine Hire und Fire Kultur lebe und in dem Zusammenhang dann auch ständig Spieler durchtausche dann kann ich nicht erwarten dass am Schluss da große Identifikation bei rauskommt von Spielerseite wenn ich das als Verein nur fordere aber selbst nie vorlebe. Wo war denn die Identifikation mit dem Projekt Rose oder Favre?
Auch deutsche Spieler wie Ginter, Philipp, Rode, etc. hat man allesamt ohne zu zucken gleich wieder verhöckert und Spieler die quasi beim BVB groß wurden wie Durm, Hofmann oder Bender hatten trotzdem kein besonderes Standing sondern wurden dann halt quasi aussortiert und abgegeben.



Man muss sich ja auch nur mal die Mannschaften anschauen, die bei den Legenden Spielen des BVB immer wieder antreten. Gerade jetzt gab es ja wieder einen Ausflug nach Ghana und die Hälfte der Spieler hatte keinen deutschen Pass, bevor sie zum BVB kamen oder hat ihn sogar bis heute nicht. Die Spieler eint dabei nicht mal unbedingt, dass sie alle sehr lange beim BVB waren, sondern mit ihrer Art bei den Fans ankamen und es geliebt haben für den BVB zu spielen und gewissermaßen immer noch tun. Ich glaube sogar, selbst wenn das vielleicht niemand mehr hören will, dass Haland sich ernsthaft mit dem BVB identifiziert hat, insbesondere mit der Kultur des Vereins. Das allein reicht heute aber nicht mehr, wenn du mit dem BVB nicht wieder in ein Fahrwasser kommst, in dem du gewinnen kannst und damit auch finanziell nicht mehr so stark wächst, wie die absoluten Topteams. Ich bin jedenfalls überzeugt, dass Identifikation Erfolg und Geld nicht ersetzen kann und noch viel weniger, dass es diese beiden Faktoren übertrumpft. Daraus wird dann immer sehr leicht abgeleitet, dass keine Identfikation besteht, als ob Erfolg und Geld diese ausschließen. Damit macht man es sich in meinen Augen aber zu leicht. Identifikation ist daher nur ein sehr kleiner Baustein in Sachen Vereinskultur. Insbesondere in einer Welt, in der Fans zunehmend nicht mehr vereinsgebunden sind, sondern mit den Spielern wandern. Die meisten Leitplanken einer Vereinskultur sind unterm Strich daher nicht an einen Pass gebunden und umgekehrt geht es vielleicht auch viel eher darum, dass der Verein nicht eine Kultur einkauft, sondern diese vorlebt, womit Spieler diese Kultur verinnerlichen. Denn auch das sieht man an den Legenden Spielen, dass da genug Spieler dabei sind, die vor ihrer Verpflichtung wenig davon mitbrachten.



Jetzt auf deutsche Nationalspieler zu setzen auf Grund der Identifikation wirkt daher für mich einfach nur wie Heuchlerei weil es mir das Gefühl gibt dass es da einzig und allein um den Status geht den man durch solche Transfers von den Medien bekommt die einen dafür regelmäßig ordentlich feiern.

Wenn ich an Klubs mit hoher Identifikation denke dann sind das für mich Klubs wie Freiburg und da spielt dann vor allem eine Rolle dass die halt an ihrem Trainer festhalten (hätten wir ja bei Klopp auch machen könnrn) und dann insgesamt die Zeit da ist das der Trainer ein festes Gebilde schaffen kann. Die haben zwar auch viele deutsche Spieler aber das hat vor allem auch damit zu tun dass viele Leute aus der Jugend hochkommen denn die Transferpolitik dort im Süden hat ganz sicherlich keinen großen Fokus auf deutsche Spieler in den letzten Jahren aber die werden dann halt auch alle in eine Kultur der Identifikation integriert.
Auch Liverpool ist so ein Klub. Die haben Spieler aus aller Herren Länder (Portugal, Brasilien, Japan, Senegal , Ägypten, Belgien, Deutschland, Niederlande, England, Schottland, Wales, Irland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Guinea) und trotzdem läuft das dort mit ziemlich hoher Identifikation. Natürlich ist das im Erfolgsfall immer einfacher aber man weiß von Klopp halt auch dass der dem Persönlichkeitsfit bei Wechseln einen großen Wert zuschreibt und Spieler quasi Tests durchlaufen müssen.



Ich denke nicht, dass das viel damit zu tun hat, dass in Freiburg viele Spieler aus der eigenen Jugend hochkommen. Klar, aktuell kann man den Schluss ziehen, aber da gab es auch schon andere Phasen, in denen es ganz anders aussah und Freiburg dennoch Freiburg war. Der SC weiß, was er ist und was er nicht ist. Und genau das wird gelebt, beginnend beim Trainer, ob das Streich ist oder ein Finke war. Dort ist es vollkommen egal, woher du kommst, aber extrem wichtig, wer du bist. Menschlich und sportlich. Die Identifikation mit dem Verein verhindert hier letztendlich aber dennoch nicht, dass man ein Verkäuferverein ist. Trotzdem würde vor allem ein Streich nie behaupten, dass die Zeit eines Spielers in Freiburg nur eine Lüge oder ein Arbeitsverhältnis war. Und wenn doch, dann war es eine Ausnahme oder der Spieler ist eh noch nicht lange in Freiburg gewesen.



Für mich wirkt das ganze immer ein wenig als wenn Watzke einfach Hoeneß zu sehr bewundert und sich einfach 1zu1 bei dem die Transferstrategie abgeguckt hat. Dieses ständige Drängen auf einen deutschen Block kommt mir persönlich zumindest unglaublich bekannt vor aus dem Münchner Raum als Hoeneß da noch die Zügel in der Hand hatte und ständig vom fC Bayern Deutschland sprach. Aber auch andere Aspekte der Transferpolitik wie das ständige bei der Bundesligakonkurrenz fischen und dort halt die finanzielle Dominanz ausspielen scheint mir absolut aus dem Süden abgekupfert, genauso wie dann irgendwann der Blick auf die Ersatzbank der Großmächte (bei Bayern mit Robben, Alonso, Thiago, etc.)

Für mich ist Bayern in klein absolut kein erstrebenswertes Ziel sondern eher etwas was mich von den Werten von meinem Verein entfernt. Lieber bin ich Fan eines Klubs der mal Risiken geht und eine eigene Philosophie verfolgt als einfach abkupfern und Identifikation mit Geld erkaufen wollen.


Damit kann man nur zweiter Sieger sein, solange die Bayern die Kohle haben. Schlotterbeck und Adeyemi hätten die Bayern gemacht, aber vermutlich nicht als Klose Deal, sondern eher als Schlaudraff oder Podolski Deal. Nice to have, vor allem solange die Konkurrenz hier nicht den Zuschlag erhält. Wenn der BVB aber nicht mehr den Zuschlag bei Spielern bekommt, die das Potenzial haben in die erste Garde des deutschen Fussballs aufzusteigen, dann bekommt man nur die zweite oder dritte Garde, die eben derzeit international von der Spitze jwd ist.
BVB - Transferpolitik |#17264
13.06.2022 - 16:06 Uhr
Zitat von barcaberlin
Zitat von mba123

Zitat von Perca

Zitat von Taxik

Zitat von monkeypunch87

Zitat von Taxik

Mir als Fan gibt es GARNICHTS wenn wir besonders viele deutsche Spieler haben.


Mir schon. Dann canceln wir uns wohl gegenseitig aus.stark

Kann ich leider null nachvollziehen. Mir geht es um den Erfolg der Mannschaft, einzelne Nationalitäten interessieren mich null. Sehe auch absolut keinen Sinn darin, eine Nation/Sprache zu bevorzugen.
Diesen Mythos vom deutschprachigen Block der dann besonders großen Zusammenhalt und Vereinstreue bedeutet, sehe ich null so. Die besten deutschen Spieler bis auf Reus sind auch alle abgewandert, genau wie die anderen. Real Madrid spielte im CL-Finale mit 8 Nationalitäten, ist mMn trotzdem eine komplett eingeschworene Truppe.

Ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und Sprache sehen wir doch bei der anderen Borussia. Da gibt es einen größeren, französischsprachigen Block, der sich angeblich isoliert, in der Kabine sollen sie nur zusammensitzen und französisch sprechen, der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nicht gegeben, wozu das führt hat man gesehen.
Siehe dazu auch:
https://www.gladbachlive.de/news/gladbach-daniel-farke-stellt-bei-borussia-neue-kabinen-regel-auf-98975
Sprache fördert Gruppenbildung. Dies kann einerseits positiv sein, da die Spieler sich besser verstehen, wenn die Gruppen jedoch nicht miteinander arbeiten, sondern jede für sich, dann bricht das Team auseinander, worüber sich die Gladbacher auch öffentlich beschwert haben, und die Leistung nimmt rapide ab. Der Spruch "elf Freunde müsst ihr sein..." kommt ja nicht von ungefähr.
Real spielte übrigens zwar mit 8 Nationalitäten, sprachlich sind sie sich jedoch näher, bspw Kroos und Alaba, die Spanier mit Fede Valverde aus Uruguay, Modric nach 10 Jahren Spanien wohl auch, die Franzosen mit Courtois, der neben belgisch und englisch übrigens auch französisch und Spanisch (sowie niederländisch) spricht.

Was mir bei den Aussagen im Artikel nicht gefällt, ist, dass Randthemen zur Priorität erklärt werden.

Das wichtigste ist für mich ganz klar, dass das sportliche Profil passt. Sich dort irgendwie einzuschränken, da ein Spieler kein "deutsch kann", "kein Nationalspieler ist", "nicht die Liga kennt" (steht alles im Ursprungsartikel), ergibt für mich keinen Sinn.
Ich meine, wie viele Spieler hatten wir, die diese Vorgaben erfüllten, aber nicht das brachten, was man erhoffte?
Wie viele Spieler hingegen erfüllten das sportliche Profil, sind dann aber an diesen Vorgaben gescheitert?

Ich denke, es ist ganz klar, dass das sportliche Profil das Entscheidende ist.
Jetzt es irgendwie als Masterplan zu verkaufen, dass man deutschsprachige Nationalspieler, die die Liga kennen, verpflichtet, ist doch Blödsinn. Man möchte halt irgendwie den Fan zeigen, dass man "Identifikation" und eine "stabile Achse" schafft. Achja, "hungrige Jungs" sollen es auch sein.
Klingt alles gut, sagt aber nicht darüber aus, ob man einen guten Kader zusammenstellen wird, finde ich.

Eigentlich egal, würde ich sagen, weil es nur Floskeln sind, um auf die Sehnsüchte der Fans zu antworten.
Allerdings gab es immer diese Mentalitätsdebatte und wir haben tatsächlich nach diesem Profil Leute geholt, auch wenn es sportlich nicht wirklich passte, so mein Eindruck.


Ich glaube Watzkes Aussage dass sie "Flick angekündigt haben dass sie in Zukunft wieder mehr Nationalspieler haben wollen" sagt in dem Kontext schon alles über die "Strategie".

Persönlich könnte ich dem ganzen sogar noch was abgewinnen wenn das heißen würde dass man deutsche Talente identifiziert und zu Nationalspielern formt. Was der BVB macht scheint aber eher nach dem Prinzip zu verlaufen wer zuletzt für die Nationalelf nominiert wurde und wo man realistische Chancen gegen die Bayern hat.

Ich meine hätte David Raum letztes Jahr in Fürth entdeckt und Adeyemi in Unterhaching dann würde ich mich freuen wie bolle dass wir hier ein paar deutsche Nationalspieler haben, aber einfach für 20-30 Mio hinlegen nur um sich auf die Fahne zu schreiben dass man deutsche Nationalspieler hat ist einfach mau und hat schon mehrfach nicht geklappt. Mit Götze, Schürrle, Rode hat man schon eine solche Phase und danach mit Hummels, Schulz und Brandt genauso und wir erinnern uns ja wie erfolgreich das in Bezug auf den Verein und die Nationalmannschaft war.

Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc. während Götze und Hummels für mich mit ihren Wechseln zu den Bayern den Höchstverrat begangen haben und gezeigt haben dass die Identifikation offensichtlich nicht sehr weit her ist.

Identifikation hat nichts mit der Nationalität zu tun da es in jedem Land Spieler gibt die unterschiedliche Auffassungen davon haben wie sie ihren Beruf ausüben und ob es einfach nur ein Job für sie ist oder mehr als das und sie sich mit dem Verein identifizieren. Darüber hinaus kommt es dann halt auf die Kultur des Vereins an. Wenn ich halt bei den Trainern eine Hire und Fire Kultur lebe und in dem Zusammenhang dann auch ständig Spieler durchtausche dann kann ich nicht erwarten dass am Schluss da große Identifikation bei rauskommt von Spielerseite wenn ich das als Verein nur fordere aber selbst nie vorlebe. Wo war denn die Identifikation mit dem Projekt Rose oder Favre?
Auch deutsche Spieler wie Ginter, Philipp, Rode, etc. hat man allesamt ohne zu zucken gleich wieder verhöckert und Spieler die quasi beim BVB groß wurden wie Durm, Hofmann oder Bender hatten trotzdem kein besonderes Standing sondern wurden dann halt quasi aussortiert und abgegeben.

Jetzt auf deutsche Nationalspieler zu setzen auf Grund der Identifikation wirkt daher für mich einfach nur wie Heuchlerei weil es mir das Gefühl gibt dass es da einzig und allein um den Status geht den man durch solche Transfers von den Medien bekommt die einen dafür regelmäßig ordentlich feiern.

Wenn ich an Klubs mit hoher Identifikation denke dann sind das für mich Klubs wie Freiburg und da spielt dann vor allem eine Rolle dass die halt an ihrem Trainer festhalten (hätten wir ja bei Klopp auch machen könnrn) und dann insgesamt die Zeit da ist das der Trainer ein festes Gebilde schaffen kann. Die haben zwar auch viele deutsche Spieler aber das hat vor allem auch damit zu tun dass viele Leute aus der Jugend hochkommen denn die Transferpolitik dort im Süden hat ganz sicherlich keinen großen Fokus auf deutsche Spieler in den letzten Jahren aber die werden dann halt auch alle in eine Kultur der Identifikation integriert.
Auch Liverpool ist so ein Klub. Die haben Spieler aus aller Herren Länder (Portugal, Brasilien, Japan, Senegal , Ägypten, Belgien, Deutschland, Niederlande, England, Schottland, Wales, Irland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Guinea) und trotzdem läuft das dort mit ziemlich hoher Identifikation. Natürlich ist das im Erfolgsfall immer einfacher aber man weiß von Klopp halt auch dass der dem Persönlichkeitsfit bei Wechseln einen großen Wert zuschreibt und Spieler quasi Tests durchlaufen müssen.

Für mich wirkt das ganze immer ein wenig als wenn Watzke einfach Hoeneß zu sehr bewundert und sich einfach 1zu1 bei dem die Transferstrategie abgeguckt hat. Dieses ständige Drängen auf einen deutschen Block kommt mir persönlich zumindest unglaublich bekannt vor aus dem Münchner Raum als Hoeneß da noch die Zügel in der Hand hatte und ständig vom fC Bayern Deutschland sprach. Aber auch andere Aspekte der Transferpolitik wie das ständige bei der Bundesligakonkurrenz fischen und dort halt die finanzielle Dominanz ausspielen scheint mir absolut aus dem Süden abgekupfert, genauso wie dann irgendwann der Blick auf die Ersatzbank der Großmächte (bei Bayern mit Robben, Alonso, Thiago, etc.)

Für mich ist Bayern in klein absolut kein erstrebenswertes Ziel sondern eher etwas was mich von den Werten von meinem Verein entfernt. Lieber bin ich Fan eines Klubs der mal Risiken geht und eine eigene Philosophie verfolgt als einfach abkupfern und Identifikation mit Geld erkaufen wollen.


Es gibt einfach den Spagat. Auf der einen Seite sieht man, dass die Mannschaft nicht funktioniert. Zu wenige Spieler identifizieren sich wirklich mit dem Verein. Designierte Leistungsträger unterperformen, das ständige Auf und Ab. Der Trainerverschleiß etc. Die Ausbildung von aufstrebenden Talenten ist Teil unseres Geschäftsmodells, aber das funktioniert nur in einem stimmigen Grundgerüst. Das ist nicht gegeben und man will das beheben.
Auf der anderen Seite ist aber auch der Erfolgsdruck. Wir brauchen die Championsleague, dort soll es auch das Achtelfinale sein und im Pokal sollen wir um den Titel mitspielen. Es wird von uns erwartet, dass wir in der Liga zumindest versuchen an der Dominanz der Bayern zu knabbern. Du kannst nicht einfach sagen, wir setzen jetzt voll auf junge Spieler, die ihr Potential noch nicht bewiesen haben und nehmen dann auch mal zwei Jahre in Kauf, in denen wir nicht international vertreten sind.

Was machst du also, wenn du eine gesunde Mannschaft bauen willst, ohne die sportlichen Ziele aufzugeben und das mit einem limitierten Budget? Mit Bayern, Liverpool und Real braucht man uns nicht vergleichen, weder finanziell noch vom Standing. Kein Spieler verlässt die Clubs, weil er ein höheres sportliches Niveau haben will. Das sind alles Clubs die am Ende der fußballerischen Nahrungskette stehen und wir sind ein Verkäuferclub. Daher guckst du verstärkt nach talentierten deutschen Spielern in der Hoffnung, dass bei denen der BVB einen größeren Stellenwert hat und du auch noch mit der Heimatverbundenheit punkten kannst und sie lange bei uns bleiben und die notwendige Identifikation entwickeln.

Sobald das Grundgerüst der Mannschaft einmal steht, ist es auch leichter andere auch ausländische Spieler einzubauen. Denn die kommen dann in eine funktionierende Mannschaft und mit den nötigen Erfolgen steigen auch die Chancen, dass sie sich bei uns wohlfühlen und lange bei uns bleiben.

Natürlch ist deutsch sein nicht genug. Die Beispiele liegen auf der Hand, in denen die falschen Spieler gescoutet wurden und in denen auch einfach zuviel gezahlt wurde. In dieser Transferperiode sehe ich noch keinen vorprogrammierten Fehlgriff. Bei Özcan, Süle und Schlotterbeck bin ich mir sicher, dass es gemessen am Preis gute Transfers sein werden und bei Adeyemi bin ich wenigstens hoffnungsvoll. Für die ersten 3 hat man bislang so viel an Ablöse gezahlt, wie damals für Schulz alleine.
Für mich ist daher Watzkes Strategie verständlich und hat bessere Erfolgschancen als die Alternativen.

Nun zu einer potentiellen Verpflichtung von Raum. Ich bin auch nicht vollends überzeugt von ihm, aber das liegt vorallem am Preis. Die kolportierten 30 Mio sind einfach zu viel. Der Preis ist mit Erwartungen verbunden, bei denen ich bezweifle, dass er ihnen gerecht werden kann. So gut ist er einfach in meinen Augen nicht. Er wäre für Rose perfekt gewesen, aber bei Terzic weiß ich nicht so recht. Bekäme man ihn für ungefähr die Hälfte oder für 20 Mio, würde mein Daumen immer noch nach oben zeigen.

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Ceterum (autem) censeo Elefantenrunde esse delendam
BVB - Transferpolitik |#17265
13.06.2022 - 18:09 Uhr
Zitat von Perca
Zitat von barcaberlin

Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc.

Nur mal so, ein schlechteres Beispiel als Sahin hättest du nicht finden können, geboren in Lüdenscheid, mit 13 zum BVB gekommen... ja, auf dem Pass steht Türkei (deutschen Staatsbürgerschaft hat er übrigens auch), in der Türkei war er aber nur im Urlaub gewesen. Dann übrigens schnell gewechselt, weswegen du anderen die Identifikation absprichst. Trotzdem war er von klein auf ein Dortmunder Jung.


Du kannst dir aber nicht nur ein Beispiel raussuchen und den Rest ignorieren. Er hat schon recht. Dede, Chappi, Piszczek, Kuba und Subotic sind gute Beispiele. Sicherlich kann die Identität mit dem BVB eher da sein, wenn man aus Deutschland kommt, aber man kann das für Ausländer nicht per se ausschließen. Ich würde auch Guerreiro unterstellen, dass er sich mit dem BVB identifiziert. Eine ähnliche Debatte hat doch Ulli Hoeneß mal bezüglich Ribery angestoßen, der Mann hat sich im Nachhinein geirrt.

Ich kann den Weg nachvollziehen, den Kehl bestreitet. Allerdings bezweifel ich, dass er, wenn er denn radikal gegangen wird, langfristig zum Erfolg führt. Süle und Schlotterbeck sind eine Bereicherung, Adeyemi muss sich beweisen, aber ich hoffe, dass er hier auch so einschlägt. Von Özcan halte ich ehrlich gesagt wenig. Wir brauchen Kämpfer, die Lust auf den Verein haben, ebenso brauchen wir aber auch technisch versierte Spieler in der Mannschaft. Genau aus diesem Grund wäre das in meinen Augen ein katastrophaler Schritt, wenn wir Guerreiro abgeben und dafür Raum holen. Namen wie Raum oder Kalajdzic bringen uns überhaupt nicht voran. Schulz war auch Nationalspieler, brachte Schnelligkeit mit und funktionierte im System von Nagelsmann als Schienenspieler. Im Endeffekt war Schulz der schlechteste Transfers, den ich seit Jahren beim BVB gesehen habe und dann auch noch für 25 Mio. Wenn es denn ein deutschsprachiger Stürmer werden soll, dann lieber Werner statt Kalajdzic, auch wenn ich wenig von Werner halte, dennoch traue ich ihm konstantere Leistungen zu als Kalajdzic. Ich hoffe einfach, dass Raum und Kalajdzic nicht beim BVB landen.

•     •     •

Nur der BVB!
BVB - Transferpolitik |#17266
13.06.2022 - 18:39 Uhr
Zitat von BVB-Pat
Zitat von Perca

Zitat von barcaberlin

Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc.

Nur mal so, ein schlechteres Beispiel als Sahin hättest du nicht finden können, geboren in Lüdenscheid, mit 13 zum BVB gekommen... ja, auf dem Pass steht Türkei (deutschen Staatsbürgerschaft hat er übrigens auch), in der Türkei war er aber nur im Urlaub gewesen. Dann übrigens schnell gewechselt, weswegen du anderen die Identifikation absprichst. Trotzdem war er von klein auf ein Dortmunder Jung.


...
Namen wie Raum oder Kalajdzic bringen uns überhaupt nicht voran. Schulz war auch Nationalspieler, brachte Schnelligkeit mit und funktionierte im System von Nagelsmann als Schienenspieler. Im Endeffekt war Schulz der schlechteste Transfers, den ich seit Jahren beim BVB gesehen habe und dann auch noch für 25 Mio. Wenn es denn ein deutschsprachiger Stürmer werden soll, dann lieber Werner statt Kalajdzic, auch wenn ich wenig von Werner halte, dennoch traue ich ihm konstantere Leistungen zu als Kalajdzic. Ich hoffe einfach, dass Raum und Kalajdzic nicht beim BVB landen.


Den oberen Teil sehe ich ähnlich, aber lieber Werner statt Kalajdzic zu fordern finde ich gelinde gesagt überraschend. Werner ist doch eines der krassesten Beispiele wenn es darum geht, wie wichtig das richtige System für einen Spieler ist. Zumal ihr mit Adeyemi einen m.M.n sehr ähnlichen Spielertypen für viel Geld verpflichtet habt, und Moukoko + Malen auch eher in Richtung Werner gehen als Sasa. Nebenbei muss man Werner ca. das 5-Fache (und nein, das ist nicht übertrieben) an Gehalt zahlen, dazu vermutlich noch das Doppelte an Ablöse (Chelsea hat ja diesbezüglich absolut keinen Druck) hinlegen.

Ich bin mir sicher Werner würde bei euch lange nicht die Leistungen bringen wie in Leipzig, und das wäre dann angesichts der Konditionen ein richtiger Millionenflop. Für dieses finanzielle Paket bekommt man einen Gabriel Jesus oder vielleicht sogar Bernardo Silva (der verdient wohl "nur" die Hälfte von Werner), nur um aufzuzeigen von welcher Kategorie Spieler wir reden.

Und nein, ich sehe auch bei Sasa (gerade bei der Ablöse) auch nicht den perfekten Fit bei euch. Wenn ich was bei euch zu sagen hätte, würde ich eher noch auf einen Spieler mit Top Abschlussqualitäten in die Richtung Origi gehen.

•     •     •

------------Giroud----Klose---------
Pires-------S. Cazorla------Mahrez
---------S. Dié---Khedira------------
-Hummels--Koscielny--Van Dijk-
----------------Cech--------------------
BVB - Transferpolitik |#17267
13.06.2022 - 19:10 Uhr
Zitat von Der-Tor-im-zm
Zitat von BVB-Pat

Zitat von Perca

Zitat von barcaberlin

Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc.

Nur mal so, ein schlechteres Beispiel als Sahin hättest du nicht finden können, geboren in Lüdenscheid, mit 13 zum BVB gekommen... ja, auf dem Pass steht Türkei (deutschen Staatsbürgerschaft hat er übrigens auch), in der Türkei war er aber nur im Urlaub gewesen. Dann übrigens schnell gewechselt, weswegen du anderen die Identifikation absprichst. Trotzdem war er von klein auf ein Dortmunder Jung.


...
Namen wie Raum oder Kalajdzic bringen uns überhaupt nicht voran. Schulz war auch Nationalspieler, brachte Schnelligkeit mit und funktionierte im System von Nagelsmann als Schienenspieler. Im Endeffekt war Schulz der schlechteste Transfers, den ich seit Jahren beim BVB gesehen habe und dann auch noch für 25 Mio. Wenn es denn ein deutschsprachiger Stürmer werden soll, dann lieber Werner statt Kalajdzic, auch wenn ich wenig von Werner halte, dennoch traue ich ihm konstantere Leistungen zu als Kalajdzic. Ich hoffe einfach, dass Raum und Kalajdzic nicht beim BVB landen.


Den oberen Teil sehe ich ähnlich, aber lieber Werner statt Kalajdzic zu fordern finde ich gelinde gesagt überraschend. Werner ist doch eines der krassesten Beispiele wenn es darum geht, wie wichtig das richtige System für einen Spieler ist. Zumal ihr mit Adeyemi einen m.M.n sehr ähnlichen Spielertypen für viel Geld verpflichtet habt, und Moukoko + Malen auch eher in Richtung Werner gehen als Sasa. Nebenbei muss man Werner ca. das 5-Fache (und nein, das ist nicht übertrieben) an Gehalt zahlen, dazu vermutlich noch das Doppelte an Ablöse (Chelsea hat ja diesbezüglich absolut keinen Druck) hinlegen.

Ich bin mir sicher Werner würde bei euch lange nicht die Leistungen bringen wie in Leipzig, und das wäre dann angesichts der Konditionen ein richtiger Millionenflop. Für dieses finanzielle Paket bekommt man einen Gabriel Jesus oder vielleicht sogar Bernardo Silva (der verdient wohl "nur" die Hälfte von Werner), nur um aufzuzeigen von welcher Kategorie Spieler wir reden.

Und nein, ich sehe auch bei Sasa (gerade bei der Ablöse) auch nicht den perfekten Fit bei euch. Wenn ich was bei euch zu sagen hätte, würde ich eher noch auf einen Spieler mit Top Abschlussqualitäten in die Richtung Origi gehen.


Du hast recht, was Werner angeht und ich bin nicht der Meinung, dass wir Werner holen sollten, aber Kalajdzic auch nicht. Er ist verletzungsanfällig und hat mich nie wirklich überzeugt. Sicherlich würde er auch hier seine Buden machen, aber ich bezweifle, dass er ein richtiger Goalgetter werden würde. Ich bin der Meinunung, dass unser Management es verpennt hat, sich um einen Haalandersatz zu kümmern, obwohl es seit Monaten klar war, dass er geht. Ich hoffe, dass Haller kommt oder ein ähnlich guter Stürmer. Als Stuttgarter würde dich die Ablöse für Kalajdzic natürlich freuen.Lachend Ich gönne euch das Geld, nur bitte nicht von unserem BVB.

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Nur der BVB!
BVB - Transferpolitik |#17268
16.06.2022 - 09:41 Uhr
Zitat von wololo
Zitat von barcaberlin

Zitat von mba123

Zitat von Perca

Zitat von Taxik

Zitat von monkeypunch87

Zitat von Taxik

Mir als Fan gibt es GARNICHTS wenn wir besonders viele deutsche Spieler haben.


Mir schon. Dann canceln wir uns wohl gegenseitig aus.stark

Kann ich leider null nachvollziehen. Mir geht es um den Erfolg der Mannschaft, einzelne Nationalitäten interessieren mich null. Sehe auch absolut keinen Sinn darin, eine Nation/Sprache zu bevorzugen.
Diesen Mythos vom deutschprachigen Block der dann besonders großen Zusammenhalt und Vereinstreue bedeutet, sehe ich null so. Die besten deutschen Spieler bis auf Reus sind auch alle abgewandert, genau wie die anderen. Real Madrid spielte im CL-Finale mit 8 Nationalitäten, ist mMn trotzdem eine komplett eingeschworene Truppe.

Ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und Sprache sehen wir doch bei der anderen Borussia. Da gibt es einen größeren, französischsprachigen Block, der sich angeblich isoliert, in der Kabine sollen sie nur zusammensitzen und französisch sprechen, der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nicht gegeben, wozu das führt hat man gesehen.
Siehe dazu auch:
https://www.gladbachlive.de/news/gladbach-daniel-farke-stellt-bei-borussia-neue-kabinen-regel-auf-98975
Sprache fördert Gruppenbildung. Dies kann einerseits positiv sein, da die Spieler sich besser verstehen, wenn die Gruppen jedoch nicht miteinander arbeiten, sondern jede für sich, dann bricht das Team auseinander, worüber sich die Gladbacher auch öffentlich beschwert haben, und die Leistung nimmt rapide ab. Der Spruch "elf Freunde müsst ihr sein..." kommt ja nicht von ungefähr.
Real spielte übrigens zwar mit 8 Nationalitäten, sprachlich sind sie sich jedoch näher, bspw Kroos und Alaba, die Spanier mit Fede Valverde aus Uruguay, Modric nach 10 Jahren Spanien wohl auch, die Franzosen mit Courtois, der neben belgisch und englisch übrigens auch französisch und Spanisch (sowie niederländisch) spricht.

Was mir bei den Aussagen im Artikel nicht gefällt, ist, dass Randthemen zur Priorität erklärt werden.

Das wichtigste ist für mich ganz klar, dass das sportliche Profil passt. Sich dort irgendwie einzuschränken, da ein Spieler kein "deutsch kann", "kein Nationalspieler ist", "nicht die Liga kennt" (steht alles im Ursprungsartikel), ergibt für mich keinen Sinn.
Ich meine, wie viele Spieler hatten wir, die diese Vorgaben erfüllten, aber nicht das brachten, was man erhoffte?
Wie viele Spieler hingegen erfüllten das sportliche Profil, sind dann aber an diesen Vorgaben gescheitert?

Ich denke, es ist ganz klar, dass das sportliche Profil das Entscheidende ist.
Jetzt es irgendwie als Masterplan zu verkaufen, dass man deutschsprachige Nationalspieler, die die Liga kennen, verpflichtet, ist doch Blödsinn. Man möchte halt irgendwie den Fan zeigen, dass man "Identifikation" und eine "stabile Achse" schafft. Achja, "hungrige Jungs" sollen es auch sein.
Klingt alles gut, sagt aber nicht darüber aus, ob man einen guten Kader zusammenstellen wird, finde ich.

Eigentlich egal, würde ich sagen, weil es nur Floskeln sind, um auf die Sehnsüchte der Fans zu antworten.
Allerdings gab es immer diese Mentalitätsdebatte und wir haben tatsächlich nach diesem Profil Leute geholt, auch wenn es sportlich nicht wirklich passte, so mein Eindruck.


Ich glaube Watzkes Aussage dass sie "Flick angekündigt haben dass sie in Zukunft wieder mehr Nationalspieler haben wollen" sagt in dem Kontext schon alles über die "Strategie".

Persönlich könnte ich dem ganzen sogar noch was abgewinnen wenn das heißen würde dass man deutsche Talente identifiziert und zu Nationalspielern formt. Was der BVB macht scheint aber eher nach dem Prinzip zu verlaufen wer zuletzt für die Nationalelf nominiert wurde und wo man realistische Chancen gegen die Bayern hat.

Ich meine hätte David Raum letztes Jahr in Fürth entdeckt und Adeyemi in Unterhaching dann würde ich mich freuen wie bolle dass wir hier ein paar deutsche Nationalspieler haben, aber einfach für 20-30 Mio hinlegen nur um sich auf die Fahne zu schreiben dass man deutsche Nationalspieler hat ist einfach mau und hat schon mehrfach nicht geklappt. Mit Götze, Schürrle, Rode hat man schon eine solche Phase und danach mit Hummels, Schulz und Brandt genauso und wir erinnern uns ja wie erfolgreich das in Bezug auf den Verein und die Nationalmannschaft war.

Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc. während Götze und Hummels für mich mit ihren Wechseln zu den Bayern den Höchstverrat begangen haben und gezeigt haben dass die Identifikation offensichtlich nicht sehr weit her ist.

Identifikation hat nichts mit der Nationalität zu tun da es in jedem Land Spieler gibt die unterschiedliche Auffassungen davon haben wie sie ihren Beruf ausüben und ob es einfach nur ein Job für sie ist oder mehr als das und sie sich mit dem Verein identifizieren. Darüber hinaus kommt es dann halt auf die Kultur des Vereins an. Wenn ich halt bei den Trainern eine Hire und Fire Kultur lebe und in dem Zusammenhang dann auch ständig Spieler durchtausche dann kann ich nicht erwarten dass am Schluss da große Identifikation bei rauskommt von Spielerseite wenn ich das als Verein nur fordere aber selbst nie vorlebe. Wo war denn die Identifikation mit dem Projekt Rose oder Favre?
Auch deutsche Spieler wie Ginter, Philipp, Rode, etc. hat man allesamt ohne zu zucken gleich wieder verhöckert und Spieler die quasi beim BVB groß wurden wie Durm, Hofmann oder Bender hatten trotzdem kein besonderes Standing sondern wurden dann halt quasi aussortiert und abgegeben.

Jetzt auf deutsche Nationalspieler zu setzen auf Grund der Identifikation wirkt daher für mich einfach nur wie Heuchlerei weil es mir das Gefühl gibt dass es da einzig und allein um den Status geht den man durch solche Transfers von den Medien bekommt die einen dafür regelmäßig ordentlich feiern.

Wenn ich an Klubs mit hoher Identifikation denke dann sind das für mich Klubs wie Freiburg und da spielt dann vor allem eine Rolle dass die halt an ihrem Trainer festhalten (hätten wir ja bei Klopp auch machen könnrn) und dann insgesamt die Zeit da ist das der Trainer ein festes Gebilde schaffen kann. Die haben zwar auch viele deutsche Spieler aber das hat vor allem auch damit zu tun dass viele Leute aus der Jugend hochkommen denn die Transferpolitik dort im Süden hat ganz sicherlich keinen großen Fokus auf deutsche Spieler in den letzten Jahren aber die werden dann halt auch alle in eine Kultur der Identifikation integriert.
Auch Liverpool ist so ein Klub. Die haben Spieler aus aller Herren Länder (Portugal, Brasilien, Japan, Senegal , Ägypten, Belgien, Deutschland, Niederlande, England, Schottland, Wales, Irland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Guinea) und trotzdem läuft das dort mit ziemlich hoher Identifikation. Natürlich ist das im Erfolgsfall immer einfacher aber man weiß von Klopp halt auch dass der dem Persönlichkeitsfit bei Wechseln einen großen Wert zuschreibt und Spieler quasi Tests durchlaufen müssen.

Für mich wirkt das ganze immer ein wenig als wenn Watzke einfach Hoeneß zu sehr bewundert und sich einfach 1zu1 bei dem die Transferstrategie abgeguckt hat. Dieses ständige Drängen auf einen deutschen Block kommt mir persönlich zumindest unglaublich bekannt vor aus dem Münchner Raum als Hoeneß da noch die Zügel in der Hand hatte und ständig vom fC Bayern Deutschland sprach. Aber auch andere Aspekte der Transferpolitik wie das ständige bei der Bundesligakonkurrenz fischen und dort halt die finanzielle Dominanz ausspielen scheint mir absolut aus dem Süden abgekupfert, genauso wie dann irgendwann der Blick auf die Ersatzbank der Großmächte (bei Bayern mit Robben, Alonso, Thiago, etc.)

Für mich ist Bayern in klein absolut kein erstrebenswertes Ziel sondern eher etwas was mich von den Werten von meinem Verein entfernt. Lieber bin ich Fan eines Klubs der mal Risiken geht und eine eigene Philosophie verfolgt als einfach abkupfern und Identifikation mit Geld erkaufen wollen.


Es gibt einfach den Spagat. Auf der einen Seite sieht man, dass die Mannschaft nicht funktioniert. Zu wenige Spieler identifizieren sich wirklich mit dem Verein. Designierte Leistungsträger unterperformen, das ständige Auf und Ab. Der Trainerverschleiß etc. Die Ausbildung von aufstrebenden Talenten ist Teil unseres Geschäftsmodells, aber das funktioniert nur in einem stimmigen Grundgerüst. Das ist nicht gegeben und man will das beheben.
Auf der anderen Seite ist aber auch der Erfolgsdruck. Wir brauchen die Championsleague, dort soll es auch das Achtelfinale sein und im Pokal sollen wir um den Titel mitspielen. Es wird von uns erwartet, dass wir in der Liga zumindest versuchen an der Dominanz der Bayern zu knabbern. Du kannst nicht einfach sagen, wir setzen jetzt voll auf junge Spieler, die ihr Potential noch nicht bewiesen haben und nehmen dann auch mal zwei Jahre in Kauf, in denen wir nicht international vertreten sind.

Was machst du also, wenn du eine gesunde Mannschaft bauen willst, ohne die sportlichen Ziele aufzugeben und das mit einem limitierten Budget? Mit Bayern, Liverpool und Real braucht man uns nicht vergleichen, weder finanziell noch vom Standing. Kein Spieler verlässt die Clubs, weil er ein höheres sportliches Niveau haben will. Das sind alles Clubs die am Ende der fußballerischen Nahrungskette stehen und wir sind ein Verkäuferclub. Daher guckst du verstärkt nach talentierten deutschen Spielern in der Hoffnung, dass bei denen der BVB einen größeren Stellenwert hat und du auch noch mit der Heimatverbundenheit punkten kannst und sie lange bei uns bleiben und die notwendige Identifikation entwickeln.

Sobald das Grundgerüst der Mannschaft einmal steht, ist es auch leichter andere auch ausländische Spieler einzubauen. Denn die kommen dann in eine funktionierende Mannschaft und mit den nötigen Erfolgen steigen auch die Chancen, dass sie sich bei uns wohlfühlen und lange bei uns bleiben.

Natürlch ist deutsch sein nicht genug. Die Beispiele liegen auf der Hand, in denen die falschen Spieler gescoutet wurden und in denen auch einfach zuviel gezahlt wurde. In dieser Transferperiode sehe ich noch keinen vorprogrammierten Fehlgriff. Bei Özcan, Süle und Schlotterbeck bin ich mir sicher, dass es gemessen am Preis gute Transfers sein werden und bei Adeyemi bin ich wenigstens hoffnungsvoll. Für die ersten 3 hat man bislang so viel an Ablöse gezahlt, wie damals für Schulz alleine.
Für mich ist daher Watzkes Strategie verständlich und hat bessere Erfolgschancen als die Alternativen.

Nun zu einer potentiellen Verpflichtung von Raum. Ich bin auch nicht vollends überzeugt von ihm, aber das liegt vorallem am Preis. Die kolportierten 30 Mio sind einfach zu viel. Der Preis ist mit Erwartungen verbunden, bei denen ich bezweifle, dass er ihnen gerecht werden kann. So gut ist er einfach in meinen Augen nicht. Er wäre für Rose perfekt gewesen, aber bei Terzic weiß ich nicht so recht. Bekäme man ihn für ungefähr die Hälfte oder für 20 Mio, würde mein Daumen immer noch nach oben zeigen.


Sehr schöner Beitrag. Finde den Weg von Kehl auch nachvollziehbar. Das ist aber aus meiner Sicht nix anderes, als das was in den Jahren zuvor gemacht wurde.

Man muss einfach als Verein und als Fans wieder demütiger werden. Was wäre denn so schlimm, mal die CL zu verpassen? Ja bloß dass dann Einnahmen wegbrechen, die man aufgrund der hohen Gehaltsstruktur dringend braucht. Aber was ist, wenn man einfach einen viel günstigeren Kader hat? Dann ist der Erfolgsdruck auch nicht so hoch.

Ich würde mir wünschen, dass der BvB einfach erstmal seinen Kader drastisch reduziert. Überteuerte Spieler sollen erst mal verkauft werden, bevor neue spieler verpflichtet werden. Wenn die neuen spieler floppen, dann hat man nämlich neue überteuerte spieler, die man nicht los wird.

Warum nicht einfacj mit einem moukoko als ST nr 1 in die saison gehen? Er hat potential ohne ende und das tore schießen war jetzt besonders letzte saison eher nicht unser problem.

Warum nicht auf guerreiro setzen? Jahre lang hat er gute Leistungen gebracht. Er hat defensiv schwächen, aber das leben ist kein wunschkonzert. Der neue lv kann auch floppen.

Warum wollen alle einen neuen RV? Meunier hat sich doch stabilisiert. Und ist er schon verkauft?

Warum wollen alle n neuen ZM? Wir haben davon mehr als genug im kader.

Warum neuen flügelspieler? Adeyemi, malen, wolf, bynoe gittens sind da.

Versteht mich nicht falsch. Wenn unsere etablierten spieler gehen, dann können wir was neues suchen. Aber ohne abgänge auch keine zugänge.

Und selbst wenn wir diese saison noch spät spieler verkauft bekommt, kann man in die saison mit einem kleinen kader gehen. Dafür haben wir eine gute u19 und u23 zum aufffüllen.

Nächste saison wird es wieder neue interessante spieler geben. Nur dann holen wir erst, wenn wir es tatsächlich brauchen. Wer weiß welcher von den jungen Spieler durchstartet und plötzlich eine planstelle obsolet macht.

Ich würde nix mehr kaufen. Einfach verkaufen, dann mit dem kader in die saison gehen und geduld mit der mannschaft haben. Solange der spielstil passt, sollte man zufrieden sein

•     •     •

BVB kämpfen! Alles für den Verein!
BVB - Transferpolitik |#17269
16.06.2022 - 11:09 Uhr
Ich kann dir nur zustimmen, wir haben einen guten Kader mit ordentlich Potential. Wenn endlich mal wieder eine gute Gedamttaktik einstudiert wurde, werden auch alle Spieler hiervon profitieren, die zuletzt mal eine schwache Saison hatten.

Nicht die individuellen Spieler sind das Problem. ..

Wenn wir jetzt vornehmlich deutsche Nationalspieler verpflichten, die nicht von den Bayern gescoutet und für gut befunden wurden, haben wir möglicherweise künftig ein großes Qualitätsproblem.

Schlotterbeck und Süle müssen sich hier auch erstmal beweisen.
Die Voraussetzungen bei denen sind nicht schlecht, aber wer weiß schon, wie sie sich hier einleben werden
BVB - Transferpolitik |#17270
16.06.2022 - 16:17 Uhr
Zitat von wololo
Zitat von barcaberlin

Zitat von mba123

Zitat von Perca

Zitat von Taxik

Zitat von monkeypunch87

Zitat von Taxik

Mir als Fan gibt es GARNICHTS wenn wir besonders viele deutsche Spieler haben.


Mir schon. Dann canceln wir uns wohl gegenseitig aus.stark

Kann ich leider null nachvollziehen. Mir geht es um den Erfolg der Mannschaft, einzelne Nationalitäten interessieren mich null. Sehe auch absolut keinen Sinn darin, eine Nation/Sprache zu bevorzugen.
Diesen Mythos vom deutschprachigen Block der dann besonders großen Zusammenhalt und Vereinstreue bedeutet, sehe ich null so. Die besten deutschen Spieler bis auf Reus sind auch alle abgewandert, genau wie die anderen. Real Madrid spielte im CL-Finale mit 8 Nationalitäten, ist mMn trotzdem eine komplett eingeschworene Truppe.

Ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und Sprache sehen wir doch bei der anderen Borussia. Da gibt es einen größeren, französischsprachigen Block, der sich angeblich isoliert, in der Kabine sollen sie nur zusammensitzen und französisch sprechen, der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nicht gegeben, wozu das führt hat man gesehen.
Siehe dazu auch:
https://www.gladbachlive.de/news/gladbach-daniel-farke-stellt-bei-borussia-neue-kabinen-regel-auf-98975
Sprache fördert Gruppenbildung. Dies kann einerseits positiv sein, da die Spieler sich besser verstehen, wenn die Gruppen jedoch nicht miteinander arbeiten, sondern jede für sich, dann bricht das Team auseinander, worüber sich die Gladbacher auch öffentlich beschwert haben, und die Leistung nimmt rapide ab. Der Spruch "elf Freunde müsst ihr sein..." kommt ja nicht von ungefähr.
Real spielte übrigens zwar mit 8 Nationalitäten, sprachlich sind sie sich jedoch näher, bspw Kroos und Alaba, die Spanier mit Fede Valverde aus Uruguay, Modric nach 10 Jahren Spanien wohl auch, die Franzosen mit Courtois, der neben belgisch und englisch übrigens auch französisch und Spanisch (sowie niederländisch) spricht.

Was mir bei den Aussagen im Artikel nicht gefällt, ist, dass Randthemen zur Priorität erklärt werden.

Das wichtigste ist für mich ganz klar, dass das sportliche Profil passt. Sich dort irgendwie einzuschränken, da ein Spieler kein "deutsch kann", "kein Nationalspieler ist", "nicht die Liga kennt" (steht alles im Ursprungsartikel), ergibt für mich keinen Sinn.
Ich meine, wie viele Spieler hatten wir, die diese Vorgaben erfüllten, aber nicht das brachten, was man erhoffte?
Wie viele Spieler hingegen erfüllten das sportliche Profil, sind dann aber an diesen Vorgaben gescheitert?

Ich denke, es ist ganz klar, dass das sportliche Profil das Entscheidende ist.
Jetzt es irgendwie als Masterplan zu verkaufen, dass man deutschsprachige Nationalspieler, die die Liga kennen, verpflichtet, ist doch Blödsinn. Man möchte halt irgendwie den Fan zeigen, dass man "Identifikation" und eine "stabile Achse" schafft. Achja, "hungrige Jungs" sollen es auch sein.
Klingt alles gut, sagt aber nicht darüber aus, ob man einen guten Kader zusammenstellen wird, finde ich.

Eigentlich egal, würde ich sagen, weil es nur Floskeln sind, um auf die Sehnsüchte der Fans zu antworten.
Allerdings gab es immer diese Mentalitätsdebatte und wir haben tatsächlich nach diesem Profil Leute geholt, auch wenn es sportlich nicht wirklich passte, so mein Eindruck.


Ich glaube Watzkes Aussage dass sie "Flick angekündigt haben dass sie in Zukunft wieder mehr Nationalspieler haben wollen" sagt in dem Kontext schon alles über die "Strategie".

Persönlich könnte ich dem ganzen sogar noch was abgewinnen wenn das heißen würde dass man deutsche Talente identifiziert und zu Nationalspielern formt. Was der BVB macht scheint aber eher nach dem Prinzip zu verlaufen wer zuletzt für die Nationalelf nominiert wurde und wo man realistische Chancen gegen die Bayern hat.

Ich meine hätte David Raum letztes Jahr in Fürth entdeckt und Adeyemi in Unterhaching dann würde ich mich freuen wie bolle dass wir hier ein paar deutsche Nationalspieler haben, aber einfach für 20-30 Mio hinlegen nur um sich auf die Fahne zu schreiben dass man deutsche Nationalspieler hat ist einfach mau und hat schon mehrfach nicht geklappt. Mit Götze, Schürrle, Rode hat man schon eine solche Phase und danach mit Hummels, Schulz und Brandt genauso und wir erinnern uns ja wie erfolgreich das in Bezug auf den Verein und die Nationalmannschaft war.

Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc. während Götze und Hummels für mich mit ihren Wechseln zu den Bayern den Höchstverrat begangen haben und gezeigt haben dass die Identifikation offensichtlich nicht sehr weit her ist.

Identifikation hat nichts mit der Nationalität zu tun da es in jedem Land Spieler gibt die unterschiedliche Auffassungen davon haben wie sie ihren Beruf ausüben und ob es einfach nur ein Job für sie ist oder mehr als das und sie sich mit dem Verein identifizieren. Darüber hinaus kommt es dann halt auf die Kultur des Vereins an. Wenn ich halt bei den Trainern eine Hire und Fire Kultur lebe und in dem Zusammenhang dann auch ständig Spieler durchtausche dann kann ich nicht erwarten dass am Schluss da große Identifikation bei rauskommt von Spielerseite wenn ich das als Verein nur fordere aber selbst nie vorlebe. Wo war denn die Identifikation mit dem Projekt Rose oder Favre?
Auch deutsche Spieler wie Ginter, Philipp, Rode, etc. hat man allesamt ohne zu zucken gleich wieder verhöckert und Spieler die quasi beim BVB groß wurden wie Durm, Hofmann oder Bender hatten trotzdem kein besonderes Standing sondern wurden dann halt quasi aussortiert und abgegeben.

Jetzt auf deutsche Nationalspieler zu setzen auf Grund der Identifikation wirkt daher für mich einfach nur wie Heuchlerei weil es mir das Gefühl gibt dass es da einzig und allein um den Status geht den man durch solche Transfers von den Medien bekommt die einen dafür regelmäßig ordentlich feiern.

Wenn ich an Klubs mit hoher Identifikation denke dann sind das für mich Klubs wie Freiburg und da spielt dann vor allem eine Rolle dass die halt an ihrem Trainer festhalten (hätten wir ja bei Klopp auch machen könnrn) und dann insgesamt die Zeit da ist das der Trainer ein festes Gebilde schaffen kann. Die haben zwar auch viele deutsche Spieler aber das hat vor allem auch damit zu tun dass viele Leute aus der Jugend hochkommen denn die Transferpolitik dort im Süden hat ganz sicherlich keinen großen Fokus auf deutsche Spieler in den letzten Jahren aber die werden dann halt auch alle in eine Kultur der Identifikation integriert.
Auch Liverpool ist so ein Klub. Die haben Spieler aus aller Herren Länder (Portugal, Brasilien, Japan, Senegal , Ägypten, Belgien, Deutschland, Niederlande, England, Schottland, Wales, Irland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Guinea) und trotzdem läuft das dort mit ziemlich hoher Identifikation. Natürlich ist das im Erfolgsfall immer einfacher aber man weiß von Klopp halt auch dass der dem Persönlichkeitsfit bei Wechseln einen großen Wert zuschreibt und Spieler quasi Tests durchlaufen müssen.

Für mich wirkt das ganze immer ein wenig als wenn Watzke einfach Hoeneß zu sehr bewundert und sich einfach 1zu1 bei dem die Transferstrategie abgeguckt hat. Dieses ständige Drängen auf einen deutschen Block kommt mir persönlich zumindest unglaublich bekannt vor aus dem Münchner Raum als Hoeneß da noch die Zügel in der Hand hatte und ständig vom fC Bayern Deutschland sprach. Aber auch andere Aspekte der Transferpolitik wie das ständige bei der Bundesligakonkurrenz fischen und dort halt die finanzielle Dominanz ausspielen scheint mir absolut aus dem Süden abgekupfert, genauso wie dann irgendwann der Blick auf die Ersatzbank der Großmächte (bei Bayern mit Robben, Alonso, Thiago, etc.)

Für mich ist Bayern in klein absolut kein erstrebenswertes Ziel sondern eher etwas was mich von den Werten von meinem Verein entfernt. Lieber bin ich Fan eines Klubs der mal Risiken geht und eine eigene Philosophie verfolgt als einfach abkupfern und Identifikation mit Geld erkaufen wollen.


Es gibt einfach den Spagat. Auf der einen Seite sieht man, dass die Mannschaft nicht funktioniert. Zu wenige Spieler identifizieren sich wirklich mit dem Verein. Designierte Leistungsträger unterperformen, das ständige Auf und Ab. Der Trainerverschleiß etc. Die Ausbildung von aufstrebenden Talenten ist Teil unseres Geschäftsmodells, aber das funktioniert nur in einem stimmigen Grundgerüst. Das ist nicht gegeben und man will das beheben.
Auf der anderen Seite ist aber auch der Erfolgsdruck. Wir brauchen die Championsleague, dort soll es auch das Achtelfinale sein und im Pokal sollen wir um den Titel mitspielen. Es wird von uns erwartet, dass wir in der Liga zumindest versuchen an der Dominanz der Bayern zu knabbern. Du kannst nicht einfach sagen, wir setzen jetzt voll auf junge Spieler, die ihr Potential noch nicht bewiesen haben und nehmen dann auch mal zwei Jahre in Kauf, in denen wir nicht international vertreten sind.

Was machst du also, wenn du eine gesunde Mannschaft bauen willst, ohne die sportlichen Ziele aufzugeben und das mit einem limitierten Budget? Mit Bayern, Liverpool und Real braucht man uns nicht vergleichen, weder finanziell noch vom Standing. Kein Spieler verlässt die Clubs, weil er ein höheres sportliches Niveau haben will. Das sind alles Clubs die am Ende der fußballerischen Nahrungskette stehen und wir sind ein Verkäuferclub. Daher guckst du verstärkt nach talentierten deutschen Spielern in der Hoffnung, dass bei denen der BVB einen größeren Stellenwert hat und du auch noch mit der Heimatverbundenheit punkten kannst und sie lange bei uns bleiben und die notwendige Identifikation entwickeln.

Sobald das Grundgerüst der Mannschaft einmal steht, ist es auch leichter andere auch ausländische Spieler einzubauen. Denn die kommen dann in eine funktionierende Mannschaft und mit den nötigen Erfolgen steigen auch die Chancen, dass sie sich bei uns wohlfühlen und lange bei uns bleiben.

Natürlch ist deutsch sein nicht genug. Die Beispiele liegen auf der Hand, in denen die falschen Spieler gescoutet wurden und in denen auch einfach zuviel gezahlt wurde. In dieser Transferperiode sehe ich noch keinen vorprogrammierten Fehlgriff. Bei Özcan, Süle und Schlotterbeck bin ich mir sicher, dass es gemessen am Preis gute Transfers sein werden und bei Adeyemi bin ich wenigstens hoffnungsvoll. Für die ersten 3 hat man bislang so viel an Ablöse gezahlt, wie damals für Schulz alleine.
Für mich ist daher Watzkes Strategie verständlich und hat bessere Erfolgschancen als die Alternativen.

Nun zu einer potentiellen Verpflichtung von Raum. Ich bin auch nicht vollends überzeugt von ihm, aber das liegt vorallem am Preis. Die kolportierten 30 Mio sind einfach zu viel. Der Preis ist mit Erwartungen verbunden, bei denen ich bezweifle, dass er ihnen gerecht werden kann. So gut ist er einfach in meinen Augen nicht. Er wäre für Rose perfekt gewesen, aber bei Terzic weiß ich nicht so recht. Bekäme man ihn für ungefähr die Hälfte oder für 20 Mio, würde mein Daumen immer noch nach oben zeigen.


Jetzt erst gelesen, aber für mich einer der besten und klarsten Beiträge im Forum seit langem. Danke dafür!
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