BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
16.06.2022 - 19:40 Uhr
Die Idee den FC Deutschland zu kopieren ist bekanntlich neu und hat beim letzten Versuch (Can, Brandt, Hummels, Schulz) nicht wirklich gut funktioniert. Die Qualität von Süle, Schlotterbeck, Adeyemi und Raum ist definitiv hoch, aber man muss erst schauen, wie gut diese letztendlich in Dortmund funktionieren. Bei Brandt hätte bspw. auch kaum einer gedacht, dass seine Karriere so dermaßen stagniert, wenngleich die letzte Saison nochmal ein Aufwärtstrend gewesen ist.
Dennoch denke ich, dass die Transferpolitik, die ich vor einiger Zeit selbst hart kritisiert habe, durchaus in die richtige Richtung tendiert. Wenn man nun noch Vorlagenqualität für die Außenbahnen (in Form von Raum oder Sosa) sowie eine wuchtigen Stürmer (bspw. Kalajdzic) verpflichten sollte, finde ich die Sommertransferperiode sehr gelungen.
Die einzigen Schwachstellen sehe ich im defensiven Mittelfeld und der rechten Außenbahn. Allerdings traue ich sowohl Özcan als auch Morey eine positive Entwicklung unter Terzic zu. Fraglich ist zudem mit welchem System Terzic plant.
Mit Terzic, Hermann und Forsythe hat man zudem den Mitarbeiterstab sehr positiv verändert. Wenn sich die Verletzungssituation weniger stark zeigt wie im Vorjahr, traue ich speziell Reyna und Moukoko eine deutliche Leistungssteigerung zu und Bellingham wird sicherlich ebenfalls den nächsten Entwicklungssprung machen. Der Kader hat durchaus Potenzial. Aus der U17 können evtl. Toptalente wie Rothe, Semic, Bynoe-Gittens und Rijkhoff schrittweise an die erste Mannschaft herangeführt werden.
Etwas schade finde ich nach wie vor, dass dem BvB Spieler wie Gravenberch und vorallem Hlozek durch das Raster gegangen sind, aber aufgrund der finanziellen Restriktionen kann man sicherlich nicht jedes Toptalent verpflichten, wobei beide Spieler wahrliche Schnäppchen gewesen sind.
Ein Raum bspw. ist ein guter Spieler, aber 30 Mio oder sogar mehr, sind für ihn schon eine sehr hohe Summe. Ich persönlich würde daher eher zu dem Duo Sosa - Kalajdzic tendieren.
Dennoch denke ich, dass die Transferpolitik, die ich vor einiger Zeit selbst hart kritisiert habe, durchaus in die richtige Richtung tendiert. Wenn man nun noch Vorlagenqualität für die Außenbahnen (in Form von Raum oder Sosa) sowie eine wuchtigen Stürmer (bspw. Kalajdzic) verpflichten sollte, finde ich die Sommertransferperiode sehr gelungen.
Die einzigen Schwachstellen sehe ich im defensiven Mittelfeld und der rechten Außenbahn. Allerdings traue ich sowohl Özcan als auch Morey eine positive Entwicklung unter Terzic zu. Fraglich ist zudem mit welchem System Terzic plant.
Mit Terzic, Hermann und Forsythe hat man zudem den Mitarbeiterstab sehr positiv verändert. Wenn sich die Verletzungssituation weniger stark zeigt wie im Vorjahr, traue ich speziell Reyna und Moukoko eine deutliche Leistungssteigerung zu und Bellingham wird sicherlich ebenfalls den nächsten Entwicklungssprung machen. Der Kader hat durchaus Potenzial. Aus der U17 können evtl. Toptalente wie Rothe, Semic, Bynoe-Gittens und Rijkhoff schrittweise an die erste Mannschaft herangeführt werden.
Etwas schade finde ich nach wie vor, dass dem BvB Spieler wie Gravenberch und vorallem Hlozek durch das Raster gegangen sind, aber aufgrund der finanziellen Restriktionen kann man sicherlich nicht jedes Toptalent verpflichten, wobei beide Spieler wahrliche Schnäppchen gewesen sind.
Ein Raum bspw. ist ein guter Spieler, aber 30 Mio oder sogar mehr, sind für ihn schon eine sehr hohe Summe. Ich persönlich würde daher eher zu dem Duo Sosa - Kalajdzic tendieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Patty am 16.06.2022 um 19:45 Uhr bearbeitet
16.06.2022 - 21:00 Uhr
Zitat von gurren
Sehr schöner Beitrag. Finde den Weg von Kehl auch nachvollziehbar. Das ist aber aus meiner Sicht nix anderes, als das was in den Jahren zuvor gemacht wurde.
Man muss einfach als Verein und als Fans wieder demütiger werden. Was wäre denn so schlimm, mal die CL zu verpassen? Ja bloß dass dann Einnahmen wegbrechen, die man aufgrund der hohen Gehaltsstruktur dringend braucht. Aber was ist, wenn man einfach einen viel günstigeren Kader hat? Dann ist der Erfolgsdruck auch nicht so hoch.
Ich würde mir wünschen, dass der BvB einfach erstmal seinen Kader drastisch reduziert. Überteuerte Spieler sollen erst mal verkauft werden, bevor neue spieler verpflichtet werden. Wenn die neuen spieler floppen, dann hat man nämlich neue überteuerte spieler, die man nicht los wird.
Warum nicht einfacj mit einem moukoko als ST nr 1 in die saison gehen? Er hat potential ohne ende und das tore schießen war jetzt besonders letzte saison eher nicht unser problem.
Warum nicht auf guerreiro setzen? Jahre lang hat er gute Leistungen gebracht. Er hat defensiv schwächen, aber das leben ist kein wunschkonzert. Der neue lv kann auch floppen.
Warum wollen alle einen neuen RV? Meunier hat sich doch stabilisiert. Und ist er schon verkauft?
Warum wollen alle n neuen ZM? Wir haben davon mehr als genug im kader.
Warum neuen flügelspieler? Adeyemi, malen, wolf, bynoe gittens sind da.
Versteht mich nicht falsch. Wenn unsere etablierten spieler gehen, dann können wir was neues suchen. Aber ohne abgänge auch keine zugänge.
Und selbst wenn wir diese saison noch spät spieler verkauft bekommt, kann man in die saison mit einem kleinen kader gehen. Dafür haben wir eine gute u19 und u23 zum aufffüllen.
Nächste saison wird es wieder neue interessante spieler geben. Nur dann holen wir erst, wenn wir es tatsächlich brauchen. Wer weiß welcher von den jungen Spieler durchstartet und plötzlich eine planstelle obsolet macht.
Ich würde nix mehr kaufen. Einfach verkaufen, dann mit dem kader in die saison gehen und geduld mit der mannschaft haben. Solange der spielstil passt, sollte man zufrieden sein
Sehr schöner Beitrag. Finde den Weg von Kehl auch nachvollziehbar. Das ist aber aus meiner Sicht nix anderes, als das was in den Jahren zuvor gemacht wurde.
Man muss einfach als Verein und als Fans wieder demütiger werden. Was wäre denn so schlimm, mal die CL zu verpassen? Ja bloß dass dann Einnahmen wegbrechen, die man aufgrund der hohen Gehaltsstruktur dringend braucht. Aber was ist, wenn man einfach einen viel günstigeren Kader hat? Dann ist der Erfolgsdruck auch nicht so hoch.
Ich würde mir wünschen, dass der BvB einfach erstmal seinen Kader drastisch reduziert. Überteuerte Spieler sollen erst mal verkauft werden, bevor neue spieler verpflichtet werden. Wenn die neuen spieler floppen, dann hat man nämlich neue überteuerte spieler, die man nicht los wird.
Warum nicht einfacj mit einem moukoko als ST nr 1 in die saison gehen? Er hat potential ohne ende und das tore schießen war jetzt besonders letzte saison eher nicht unser problem.
Warum nicht auf guerreiro setzen? Jahre lang hat er gute Leistungen gebracht. Er hat defensiv schwächen, aber das leben ist kein wunschkonzert. Der neue lv kann auch floppen.
Warum wollen alle einen neuen RV? Meunier hat sich doch stabilisiert. Und ist er schon verkauft?
Warum wollen alle n neuen ZM? Wir haben davon mehr als genug im kader.
Warum neuen flügelspieler? Adeyemi, malen, wolf, bynoe gittens sind da.
Versteht mich nicht falsch. Wenn unsere etablierten spieler gehen, dann können wir was neues suchen. Aber ohne abgänge auch keine zugänge.
Und selbst wenn wir diese saison noch spät spieler verkauft bekommt, kann man in die saison mit einem kleinen kader gehen. Dafür haben wir eine gute u19 und u23 zum aufffüllen.
Nächste saison wird es wieder neue interessante spieler geben. Nur dann holen wir erst, wenn wir es tatsächlich brauchen. Wer weiß welcher von den jungen Spieler durchstartet und plötzlich eine planstelle obsolet macht.
Ich würde nix mehr kaufen. Einfach verkaufen, dann mit dem kader in die saison gehen und geduld mit der mannschaft haben. Solange der spielstil passt, sollte man zufrieden sein
Bislang sind das alles nur Lippenbekenntnisse. Antrittsreden, wie er jeder jede Chef pflegt. Die Frage, die sich eigentlich jedem stellen sollte, ist doch, wer diese Spieler sein sollen, die eine BVB-Identität entwickeln. Solche Spieler gibt es nicht oder ganz selten. Man könnte auch ketzerisch sagen, dass nur die Spieler eine nachhaltige BVB-Identität entwickeln, die niemand besseres haben wollte.
Welche der Top-Spieler konnte der BVB denn in den letzten Jahren halten? Keinen, oder? Und das ist doch auch völlig logisch. Für diese Spieler ist der BVB eine Durchgangsstation. Und der BVB ist dazu auf die Kohle aus diesen Transfers angewiesen. Und ich kann auch nicht erkennen, dass diese in der Regel nicht 100 % für den Verein gebracht hätten.
Wenn man einen günstigeren Kader hat, wird der sportliche Erfolg einbrechen und damit auch der wirtschaftliche Erfolg. Verstehe den Sinn weder aus sportlicher noch aus wirtschaftlicher Sicht. Als leistungsorientierter Sportler möchte ich den maximalen mir möglichen Erfolg. Warum sollte das bei einem Profiverein, für den es auch noch um Geld und Arbeitsplätze geht, anders sein. Und mit den interessanten Spieler wäre es dann auch vorbei.
Was möchtest Du denn mit den Einnahmen machen? An die Aktionäre ausgeben? Sorry, aber diese Forderungen kann ich Null nachvollziehen. Warum sollte man demütiger werden? Man soll einfach seine Arbeit machen. Und diese wird unter Kehl nicht anders sein als unter Zorc. Und unter den Rahmenbedingungen, die der BVB hat, ist die Arbeit nun durchaus erfolgreich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bremer_Hesse am 16.06.2022 um 21:06 Uhr bearbeitet
16.06.2022 - 21:15 Uhr
Was man bei der aktuellen Transferpolitik auch nicht gänzlich unter den Tisch fallen lassen sollte, ist das Thema Hierarchie. Wen hat man denn da momentan an Jungs, die sportlich und neben dem Platz vorangehen? Hummels ist 33 Jahre alt und baut inzwischen merklich ab, zudem mit Süle/Schlotterbeck auch schon deutlich an Relevanz eingebüßt. Akanji wird wohl wechseln. Witsel ist gegangen. Reus ist wie Hummels 33 Jahre alt und hat seine besten Jahre sicherlich auch schon hinter sich. Würde mich bei Hummels und Reus auch nicht überraschen, wenn wir die hier noch maximal 1-2 Jahre sehen. Can hat sportlich nie den Status erreicht, dass ich ihn als allzu wichtig für das Mannschaftsgefüge einordnen würde.
Wer bleibt dann an Spielern, die hier schon etwas verwurzelt sind und auf und neben dem Platz vorangehen wenn Hummels/Reus mal weg sind oder an Wertigkeit weiter einbüßen? Da sind Kobel und Bellingham noch die Namen, die mir als erstes in den Sinn kommen. Was dann aber auch schon die Problematik aufzeigt, zumal Bellingham wahrscheinlich in 1-2 Jahren auch wieder weg sein wird. Dahoud könnte sich vielleicht noch in die Richtung entwickeln wenn er sportlich Konstanz entwickelt und unter Terzic wieder stark aufspielt. Insofern sind Süle und Schlotterbeck, ggf. auch Raum, für mich auch Spieler, die die kommenden Jahre des Vereins nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz prägen könnten. Bei Adeyemi sehe ich das typbedingt eher nicht so gegeben, aber grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen, dass unsere Führung auch daher gerade den Blick etwas mehr auf den deutschen Markt richtet. Denn wer bleibt als Gesicht des Vereins in zwei Jahren übrig sollten Hummels und Reus dann nicht mehr hier sein?
Wer bleibt dann an Spielern, die hier schon etwas verwurzelt sind und auf und neben dem Platz vorangehen wenn Hummels/Reus mal weg sind oder an Wertigkeit weiter einbüßen? Da sind Kobel und Bellingham noch die Namen, die mir als erstes in den Sinn kommen. Was dann aber auch schon die Problematik aufzeigt, zumal Bellingham wahrscheinlich in 1-2 Jahren auch wieder weg sein wird. Dahoud könnte sich vielleicht noch in die Richtung entwickeln wenn er sportlich Konstanz entwickelt und unter Terzic wieder stark aufspielt. Insofern sind Süle und Schlotterbeck, ggf. auch Raum, für mich auch Spieler, die die kommenden Jahre des Vereins nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz prägen könnten. Bei Adeyemi sehe ich das typbedingt eher nicht so gegeben, aber grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen, dass unsere Führung auch daher gerade den Blick etwas mehr auf den deutschen Markt richtet. Denn wer bleibt als Gesicht des Vereins in zwei Jahren übrig sollten Hummels und Reus dann nicht mehr hier sein?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Baskball am 16.06.2022 um 21:18 Uhr bearbeitet
17.06.2022 - 02:35 Uhr
Zitat von wololo
Es gibt einfach den Spagat. Auf der einen Seite sieht man, dass die Mannschaft nicht funktioniert. Zu wenige Spieler identifizieren sich wirklich mit dem Verein. Designierte Leistungsträger unterperformen, das ständige Auf und Ab. Der Trainerverschleiß etc. Die Ausbildung von aufstrebenden Talenten ist Teil unseres Geschäftsmodells, aber das funktioniert nur in einem stimmigen Grundgerüst. Das ist nicht gegeben und man will das beheben.
Auf der anderen Seite ist aber auch der Erfolgsdruck. Wir brauchen die Championsleague, dort soll es auch das Achtelfinale sein und im Pokal sollen wir um den Titel mitspielen. Es wird von uns erwartet, dass wir in der Liga zumindest versuchen an der Dominanz der Bayern zu knabbern. Du kannst nicht einfach sagen, wir setzen jetzt voll auf junge Spieler, die ihr Potential noch nicht bewiesen haben und nehmen dann auch mal zwei Jahre in Kauf, in denen wir nicht international vertreten sind.
Was machst du also, wenn du eine gesunde Mannschaft bauen willst, ohne die sportlichen Ziele aufzugeben und das mit einem limitierten Budget? Mit Bayern, Liverpool und Real braucht man uns nicht vergleichen, weder finanziell noch vom Standing. Kein Spieler verlässt die Clubs, weil er ein höheres sportliches Niveau haben will. Das sind alles Clubs die am Ende der fußballerischen Nahrungskette stehen und wir sind ein Verkäuferclub. Daher guckst du verstärkt nach talentierten deutschen Spielern in der Hoffnung, dass bei denen der BVB einen größeren Stellenwert hat und du auch noch mit der Heimatverbundenheit punkten kannst und sie lange bei uns bleiben und die notwendige Identifikation entwickeln.
Sobald das Grundgerüst der Mannschaft einmal steht, ist es auch leichter andere auch ausländische Spieler einzubauen. Denn die kommen dann in eine funktionierende Mannschaft und mit den nötigen Erfolgen steigen auch die Chancen, dass sie sich bei uns wohlfühlen und lange bei uns bleiben.
Natürlch ist deutsch sein nicht genug. Die Beispiele liegen auf der Hand, in denen die falschen Spieler gescoutet wurden und in denen auch einfach zuviel gezahlt wurde. In dieser Transferperiode sehe ich noch keinen vorprogrammierten Fehlgriff. Bei Özcan, Süle und Schlotterbeck bin ich mir sicher, dass es gemessen am Preis gute Transfers sein werden und bei Adeyemi bin ich wenigstens hoffnungsvoll. Für die ersten 3 hat man bislang so viel an Ablöse gezahlt, wie damals für Schulz alleine.
Für mich ist daher Watzkes Strategie verständlich und hat bessere Erfolgschancen als die Alternativen.
Nun zu einer potentiellen Verpflichtung von Raum. Ich bin auch nicht vollends überzeugt von ihm, aber das liegt vorallem am Preis. Die kolportierten 30 Mio sind einfach zu viel. Der Preis ist mit Erwartungen verbunden, bei denen ich bezweifle, dass er ihnen gerecht werden kann. So gut ist er einfach in meinen Augen nicht. Er wäre für Rose perfekt gewesen, aber bei Terzic weiß ich nicht so recht. Bekäme man ihn für ungefähr die Hälfte oder für 20 Mio, würde mein Daumen immer noch nach oben zeigen.
Zitat von barcaberlin
Ich glaube Watzkes Aussage dass sie "Flick angekündigt haben dass sie in Zukunft wieder mehr Nationalspieler haben wollen" sagt in dem Kontext schon alles über die "Strategie".
Persönlich könnte ich dem ganzen sogar noch was abgewinnen wenn das heißen würde dass man deutsche Talente identifiziert und zu Nationalspielern formt. Was der BVB macht scheint aber eher nach dem Prinzip zu verlaufen wer zuletzt für die Nationalelf nominiert wurde und wo man realistische Chancen gegen die Bayern hat.
Ich meine hätte David Raum letztes Jahr in Fürth entdeckt und Adeyemi in Unterhaching dann würde ich mich freuen wie bolle dass wir hier ein paar deutsche Nationalspieler haben, aber einfach für 20-30 Mio hinlegen nur um sich auf die Fahne zu schreiben dass man deutsche Nationalspieler hat ist einfach mau und hat schon mehrfach nicht geklappt. Mit Götze, Schürrle, Rode hat man schon eine solche Phase und danach mit Hummels, Schulz und Brandt genauso und wir erinnern uns ja wie erfolgreich das in Bezug auf den Verein und die Nationalmannschaft war.
Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc. während Götze und Hummels für mich mit ihren Wechseln zu den Bayern den Höchstverrat begangen haben und gezeigt haben dass die Identifikation offensichtlich nicht sehr weit her ist.
Identifikation hat nichts mit der Nationalität zu tun da es in jedem Land Spieler gibt die unterschiedliche Auffassungen davon haben wie sie ihren Beruf ausüben und ob es einfach nur ein Job für sie ist oder mehr als das und sie sich mit dem Verein identifizieren. Darüber hinaus kommt es dann halt auf die Kultur des Vereins an. Wenn ich halt bei den Trainern eine Hire und Fire Kultur lebe und in dem Zusammenhang dann auch ständig Spieler durchtausche dann kann ich nicht erwarten dass am Schluss da große Identifikation bei rauskommt von Spielerseite wenn ich das als Verein nur fordere aber selbst nie vorlebe. Wo war denn die Identifikation mit dem Projekt Rose oder Favre?
Auch deutsche Spieler wie Ginter, Philipp, Rode, etc. hat man allesamt ohne zu zucken gleich wieder verhöckert und Spieler die quasi beim BVB groß wurden wie Durm, Hofmann oder Bender hatten trotzdem kein besonderes Standing sondern wurden dann halt quasi aussortiert und abgegeben.
Jetzt auf deutsche Nationalspieler zu setzen auf Grund der Identifikation wirkt daher für mich einfach nur wie Heuchlerei weil es mir das Gefühl gibt dass es da einzig und allein um den Status geht den man durch solche Transfers von den Medien bekommt die einen dafür regelmäßig ordentlich feiern.
Wenn ich an Klubs mit hoher Identifikation denke dann sind das für mich Klubs wie Freiburg und da spielt dann vor allem eine Rolle dass die halt an ihrem Trainer festhalten (hätten wir ja bei Klopp auch machen könnrn) und dann insgesamt die Zeit da ist das der Trainer ein festes Gebilde schaffen kann. Die haben zwar auch viele deutsche Spieler aber das hat vor allem auch damit zu tun dass viele Leute aus der Jugend hochkommen denn die Transferpolitik dort im Süden hat ganz sicherlich keinen großen Fokus auf deutsche Spieler in den letzten Jahren aber die werden dann halt auch alle in eine Kultur der Identifikation integriert.
Auch Liverpool ist so ein Klub. Die haben Spieler aus aller Herren Länder (Portugal, Brasilien, Japan, Senegal , Ägypten, Belgien, Deutschland, Niederlande, England, Schottland, Wales, Irland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Guinea) und trotzdem läuft das dort mit ziemlich hoher Identifikation. Natürlich ist das im Erfolgsfall immer einfacher aber man weiß von Klopp halt auch dass der dem Persönlichkeitsfit bei Wechseln einen großen Wert zuschreibt und Spieler quasi Tests durchlaufen müssen.
Für mich wirkt das ganze immer ein wenig als wenn Watzke einfach Hoeneß zu sehr bewundert und sich einfach 1zu1 bei dem die Transferstrategie abgeguckt hat. Dieses ständige Drängen auf einen deutschen Block kommt mir persönlich zumindest unglaublich bekannt vor aus dem Münchner Raum als Hoeneß da noch die Zügel in der Hand hatte und ständig vom fC Bayern Deutschland sprach. Aber auch andere Aspekte der Transferpolitik wie das ständige bei der Bundesligakonkurrenz fischen und dort halt die finanzielle Dominanz ausspielen scheint mir absolut aus dem Süden abgekupfert, genauso wie dann irgendwann der Blick auf die Ersatzbank der Großmächte (bei Bayern mit Robben, Alonso, Thiago, etc.)
Für mich ist Bayern in klein absolut kein erstrebenswertes Ziel sondern eher etwas was mich von den Werten von meinem Verein entfernt. Lieber bin ich Fan eines Klubs der mal Risiken geht und eine eigene Philosophie verfolgt als einfach abkupfern und Identifikation mit Geld erkaufen wollen.
Zitat von mba123
Was mir bei den Aussagen im Artikel nicht gefällt, ist, dass Randthemen zur Priorität erklärt werden.
Das wichtigste ist für mich ganz klar, dass das sportliche Profil passt. Sich dort irgendwie einzuschränken, da ein Spieler kein "deutsch kann", "kein Nationalspieler ist", "nicht die Liga kennt" (steht alles im Ursprungsartikel), ergibt für mich keinen Sinn.
Ich meine, wie viele Spieler hatten wir, die diese Vorgaben erfüllten, aber nicht das brachten, was man erhoffte?
Wie viele Spieler hingegen erfüllten das sportliche Profil, sind dann aber an diesen Vorgaben gescheitert?
Ich denke, es ist ganz klar, dass das sportliche Profil das Entscheidende ist.
Jetzt es irgendwie als Masterplan zu verkaufen, dass man deutschsprachige Nationalspieler, die die Liga kennen, verpflichtet, ist doch Blödsinn. Man möchte halt irgendwie den Fan zeigen, dass man "Identifikation" und eine "stabile Achse" schafft. Achja, "hungrige Jungs" sollen es auch sein.
Klingt alles gut, sagt aber nicht darüber aus, ob man einen guten Kader zusammenstellen wird, finde ich.
Eigentlich egal, würde ich sagen, weil es nur Floskeln sind, um auf die Sehnsüchte der Fans zu antworten.
Allerdings gab es immer diese Mentalitätsdebatte und wir haben tatsächlich nach diesem Profil Leute geholt, auch wenn es sportlich nicht wirklich passte, so mein Eindruck.
Zitat von Perca
Ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und Sprache sehen wir doch bei der anderen Borussia. Da gibt es einen größeren, französischsprachigen Block, der sich angeblich isoliert, in der Kabine sollen sie nur zusammensitzen und französisch sprechen, der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nicht gegeben, wozu das führt hat man gesehen.
Siehe dazu auch:
https://www.gladbachlive.de/news/gladbach-daniel-farke-stellt-bei-borussia-neue-kabinen-regel-auf-98975
Sprache fördert Gruppenbildung. Dies kann einerseits positiv sein, da die Spieler sich besser verstehen, wenn die Gruppen jedoch nicht miteinander arbeiten, sondern jede für sich, dann bricht das Team auseinander, worüber sich die Gladbacher auch öffentlich beschwert haben, und die Leistung nimmt rapide ab. Der Spruch "elf Freunde müsst ihr sein..." kommt ja nicht von ungefähr.
Real spielte übrigens zwar mit 8 Nationalitäten, sprachlich sind sie sich jedoch näher, bspw Kroos und Alaba, die Spanier mit Fede Valverde aus Uruguay, Modric nach 10 Jahren Spanien wohl auch, die Franzosen mit Courtois, der neben belgisch und englisch übrigens auch französisch und Spanisch (sowie niederländisch) spricht.
Zitat von Taxik
Kann ich leider null nachvollziehen. Mir geht es um den Erfolg der Mannschaft, einzelne Nationalitäten interessieren mich null. Sehe auch absolut keinen Sinn darin, eine Nation/Sprache zu bevorzugen.
Diesen Mythos vom deutschprachigen Block der dann besonders großen Zusammenhalt und Vereinstreue bedeutet, sehe ich null so. Die besten deutschen Spieler bis auf Reus sind auch alle abgewandert, genau wie die anderen. Real Madrid spielte im CL-Finale mit 8 Nationalitäten, ist mMn trotzdem eine komplett eingeschworene Truppe.
Kann ich leider null nachvollziehen. Mir geht es um den Erfolg der Mannschaft, einzelne Nationalitäten interessieren mich null. Sehe auch absolut keinen Sinn darin, eine Nation/Sprache zu bevorzugen.
Diesen Mythos vom deutschprachigen Block der dann besonders großen Zusammenhalt und Vereinstreue bedeutet, sehe ich null so. Die besten deutschen Spieler bis auf Reus sind auch alle abgewandert, genau wie die anderen. Real Madrid spielte im CL-Finale mit 8 Nationalitäten, ist mMn trotzdem eine komplett eingeschworene Truppe.
Ein gutes Beispiel für Zusammenhalt und Sprache sehen wir doch bei der anderen Borussia. Da gibt es einen größeren, französischsprachigen Block, der sich angeblich isoliert, in der Kabine sollen sie nur zusammensitzen und französisch sprechen, der Zusammenhalt in der Mannschaft ist nicht gegeben, wozu das führt hat man gesehen.
Siehe dazu auch:
https://www.gladbachlive.de/news/gladbach-daniel-farke-stellt-bei-borussia-neue-kabinen-regel-auf-98975
Sprache fördert Gruppenbildung. Dies kann einerseits positiv sein, da die Spieler sich besser verstehen, wenn die Gruppen jedoch nicht miteinander arbeiten, sondern jede für sich, dann bricht das Team auseinander, worüber sich die Gladbacher auch öffentlich beschwert haben, und die Leistung nimmt rapide ab. Der Spruch "elf Freunde müsst ihr sein..." kommt ja nicht von ungefähr.
Real spielte übrigens zwar mit 8 Nationalitäten, sprachlich sind sie sich jedoch näher, bspw Kroos und Alaba, die Spanier mit Fede Valverde aus Uruguay, Modric nach 10 Jahren Spanien wohl auch, die Franzosen mit Courtois, der neben belgisch und englisch übrigens auch französisch und Spanisch (sowie niederländisch) spricht.
Was mir bei den Aussagen im Artikel nicht gefällt, ist, dass Randthemen zur Priorität erklärt werden.
Das wichtigste ist für mich ganz klar, dass das sportliche Profil passt. Sich dort irgendwie einzuschränken, da ein Spieler kein "deutsch kann", "kein Nationalspieler ist", "nicht die Liga kennt" (steht alles im Ursprungsartikel), ergibt für mich keinen Sinn.
Ich meine, wie viele Spieler hatten wir, die diese Vorgaben erfüllten, aber nicht das brachten, was man erhoffte?
Wie viele Spieler hingegen erfüllten das sportliche Profil, sind dann aber an diesen Vorgaben gescheitert?
Ich denke, es ist ganz klar, dass das sportliche Profil das Entscheidende ist.
Jetzt es irgendwie als Masterplan zu verkaufen, dass man deutschsprachige Nationalspieler, die die Liga kennen, verpflichtet, ist doch Blödsinn. Man möchte halt irgendwie den Fan zeigen, dass man "Identifikation" und eine "stabile Achse" schafft. Achja, "hungrige Jungs" sollen es auch sein.
Klingt alles gut, sagt aber nicht darüber aus, ob man einen guten Kader zusammenstellen wird, finde ich.
Eigentlich egal, würde ich sagen, weil es nur Floskeln sind, um auf die Sehnsüchte der Fans zu antworten.
Allerdings gab es immer diese Mentalitätsdebatte und wir haben tatsächlich nach diesem Profil Leute geholt, auch wenn es sportlich nicht wirklich passte, so mein Eindruck.
Ich glaube Watzkes Aussage dass sie "Flick angekündigt haben dass sie in Zukunft wieder mehr Nationalspieler haben wollen" sagt in dem Kontext schon alles über die "Strategie".
Persönlich könnte ich dem ganzen sogar noch was abgewinnen wenn das heißen würde dass man deutsche Talente identifiziert und zu Nationalspielern formt. Was der BVB macht scheint aber eher nach dem Prinzip zu verlaufen wer zuletzt für die Nationalelf nominiert wurde und wo man realistische Chancen gegen die Bayern hat.
Ich meine hätte David Raum letztes Jahr in Fürth entdeckt und Adeyemi in Unterhaching dann würde ich mich freuen wie bolle dass wir hier ein paar deutsche Nationalspieler haben, aber einfach für 20-30 Mio hinlegen nur um sich auf die Fahne zu schreiben dass man deutsche Nationalspieler hat ist einfach mau und hat schon mehrfach nicht geklappt. Mit Götze, Schürrle, Rode hat man schon eine solche Phase und danach mit Hummels, Schulz und Brandt genauso und wir erinnern uns ja wie erfolgreich das in Bezug auf den Verein und die Nationalmannschaft war.
Es gibt halt auch einfach genügend Gegenbeispiele dafür das die Nationalität einfach nichts mit der Identifikation zu tun hat. Einige der Borussen bei denen ich die größte Identifikation spürte waren Piszczek (Polen), Dede (Brasilien), Santana (Brasilien), Chapuisat (Schweiz), Sahin (Türkei), Kuba (Polen), Subotic (Serbien) etc. während Götze und Hummels für mich mit ihren Wechseln zu den Bayern den Höchstverrat begangen haben und gezeigt haben dass die Identifikation offensichtlich nicht sehr weit her ist.
Identifikation hat nichts mit der Nationalität zu tun da es in jedem Land Spieler gibt die unterschiedliche Auffassungen davon haben wie sie ihren Beruf ausüben und ob es einfach nur ein Job für sie ist oder mehr als das und sie sich mit dem Verein identifizieren. Darüber hinaus kommt es dann halt auf die Kultur des Vereins an. Wenn ich halt bei den Trainern eine Hire und Fire Kultur lebe und in dem Zusammenhang dann auch ständig Spieler durchtausche dann kann ich nicht erwarten dass am Schluss da große Identifikation bei rauskommt von Spielerseite wenn ich das als Verein nur fordere aber selbst nie vorlebe. Wo war denn die Identifikation mit dem Projekt Rose oder Favre?
Auch deutsche Spieler wie Ginter, Philipp, Rode, etc. hat man allesamt ohne zu zucken gleich wieder verhöckert und Spieler die quasi beim BVB groß wurden wie Durm, Hofmann oder Bender hatten trotzdem kein besonderes Standing sondern wurden dann halt quasi aussortiert und abgegeben.
Jetzt auf deutsche Nationalspieler zu setzen auf Grund der Identifikation wirkt daher für mich einfach nur wie Heuchlerei weil es mir das Gefühl gibt dass es da einzig und allein um den Status geht den man durch solche Transfers von den Medien bekommt die einen dafür regelmäßig ordentlich feiern.
Wenn ich an Klubs mit hoher Identifikation denke dann sind das für mich Klubs wie Freiburg und da spielt dann vor allem eine Rolle dass die halt an ihrem Trainer festhalten (hätten wir ja bei Klopp auch machen könnrn) und dann insgesamt die Zeit da ist das der Trainer ein festes Gebilde schaffen kann. Die haben zwar auch viele deutsche Spieler aber das hat vor allem auch damit zu tun dass viele Leute aus der Jugend hochkommen denn die Transferpolitik dort im Süden hat ganz sicherlich keinen großen Fokus auf deutsche Spieler in den letzten Jahren aber die werden dann halt auch alle in eine Kultur der Identifikation integriert.
Auch Liverpool ist so ein Klub. Die haben Spieler aus aller Herren Länder (Portugal, Brasilien, Japan, Senegal , Ägypten, Belgien, Deutschland, Niederlande, England, Schottland, Wales, Irland, Spanien, Frankreich, Griechenland, Guinea) und trotzdem läuft das dort mit ziemlich hoher Identifikation. Natürlich ist das im Erfolgsfall immer einfacher aber man weiß von Klopp halt auch dass der dem Persönlichkeitsfit bei Wechseln einen großen Wert zuschreibt und Spieler quasi Tests durchlaufen müssen.
Für mich wirkt das ganze immer ein wenig als wenn Watzke einfach Hoeneß zu sehr bewundert und sich einfach 1zu1 bei dem die Transferstrategie abgeguckt hat. Dieses ständige Drängen auf einen deutschen Block kommt mir persönlich zumindest unglaublich bekannt vor aus dem Münchner Raum als Hoeneß da noch die Zügel in der Hand hatte und ständig vom fC Bayern Deutschland sprach. Aber auch andere Aspekte der Transferpolitik wie das ständige bei der Bundesligakonkurrenz fischen und dort halt die finanzielle Dominanz ausspielen scheint mir absolut aus dem Süden abgekupfert, genauso wie dann irgendwann der Blick auf die Ersatzbank der Großmächte (bei Bayern mit Robben, Alonso, Thiago, etc.)
Für mich ist Bayern in klein absolut kein erstrebenswertes Ziel sondern eher etwas was mich von den Werten von meinem Verein entfernt. Lieber bin ich Fan eines Klubs der mal Risiken geht und eine eigene Philosophie verfolgt als einfach abkupfern und Identifikation mit Geld erkaufen wollen.
Es gibt einfach den Spagat. Auf der einen Seite sieht man, dass die Mannschaft nicht funktioniert. Zu wenige Spieler identifizieren sich wirklich mit dem Verein. Designierte Leistungsträger unterperformen, das ständige Auf und Ab. Der Trainerverschleiß etc. Die Ausbildung von aufstrebenden Talenten ist Teil unseres Geschäftsmodells, aber das funktioniert nur in einem stimmigen Grundgerüst. Das ist nicht gegeben und man will das beheben.
Auf der anderen Seite ist aber auch der Erfolgsdruck. Wir brauchen die Championsleague, dort soll es auch das Achtelfinale sein und im Pokal sollen wir um den Titel mitspielen. Es wird von uns erwartet, dass wir in der Liga zumindest versuchen an der Dominanz der Bayern zu knabbern. Du kannst nicht einfach sagen, wir setzen jetzt voll auf junge Spieler, die ihr Potential noch nicht bewiesen haben und nehmen dann auch mal zwei Jahre in Kauf, in denen wir nicht international vertreten sind.
Was machst du also, wenn du eine gesunde Mannschaft bauen willst, ohne die sportlichen Ziele aufzugeben und das mit einem limitierten Budget? Mit Bayern, Liverpool und Real braucht man uns nicht vergleichen, weder finanziell noch vom Standing. Kein Spieler verlässt die Clubs, weil er ein höheres sportliches Niveau haben will. Das sind alles Clubs die am Ende der fußballerischen Nahrungskette stehen und wir sind ein Verkäuferclub. Daher guckst du verstärkt nach talentierten deutschen Spielern in der Hoffnung, dass bei denen der BVB einen größeren Stellenwert hat und du auch noch mit der Heimatverbundenheit punkten kannst und sie lange bei uns bleiben und die notwendige Identifikation entwickeln.
Sobald das Grundgerüst der Mannschaft einmal steht, ist es auch leichter andere auch ausländische Spieler einzubauen. Denn die kommen dann in eine funktionierende Mannschaft und mit den nötigen Erfolgen steigen auch die Chancen, dass sie sich bei uns wohlfühlen und lange bei uns bleiben.
Natürlch ist deutsch sein nicht genug. Die Beispiele liegen auf der Hand, in denen die falschen Spieler gescoutet wurden und in denen auch einfach zuviel gezahlt wurde. In dieser Transferperiode sehe ich noch keinen vorprogrammierten Fehlgriff. Bei Özcan, Süle und Schlotterbeck bin ich mir sicher, dass es gemessen am Preis gute Transfers sein werden und bei Adeyemi bin ich wenigstens hoffnungsvoll. Für die ersten 3 hat man bislang so viel an Ablöse gezahlt, wie damals für Schulz alleine.
Für mich ist daher Watzkes Strategie verständlich und hat bessere Erfolgschancen als die Alternativen.
Nun zu einer potentiellen Verpflichtung von Raum. Ich bin auch nicht vollends überzeugt von ihm, aber das liegt vorallem am Preis. Die kolportierten 30 Mio sind einfach zu viel. Der Preis ist mit Erwartungen verbunden, bei denen ich bezweifle, dass er ihnen gerecht werden kann. So gut ist er einfach in meinen Augen nicht. Er wäre für Rose perfekt gewesen, aber bei Terzic weiß ich nicht so recht. Bekäme man ihn für ungefähr die Hälfte oder für 20 Mio, würde mein Daumen immer noch nach oben zeigen.
Ich verstehe deinen Beitrag als Antwort auf meinen Post ehrlich gesagt nicht und bin daher gerade etwas verwundert wie hochgelobt der Beitrag hier wird, aber vielleicht kann mich ja jemand erleuchten. Für mich geht der Beitrag komplett am Thema vorbei, weil ich ja nie in Frage gestellt habe, dass der BVB natürlich eine herausfordernde Position auf dem Markt hat, sondern ich habe jediglich in Frage gestellt, dass die derzeitige Strategie dafür die passende ist um diese Herausforderung zu meistern, weil diese Gleichsetzung von "deutsche Spieler" = "höhere Identifikation" in Frage stelle und du antwortest mit einen Beitrag der genau diesen Punkt wieder überhaupt nicht angeht sondern einfach als gegeben annimmt.
Für das Thema Identifikation ist es meiner Meinung nach doch vor allem mal relevant, dass der Spieler den Verein und wofür der Verein stehen will interessant findet und dann geht es langfristig darum wie man mit dem Spieler umgeht und ob seine Entwicklung und die des Vereins miteinander einhergehen. Ob der Spieler dann ein deutscher Nationalspieler ist sollte dabei meiner Meinung nach überhaupt keine Rolle spielen, weil es eben auch unter den deutschen Nationalspieler genauso viele gibt die nicht mega heimatverbunden sind (siehe Kroos, Rüdiger, Gosens, Gündogan, Havertz, Werner, etc.) genauso wie es unter ausländischen Profis Spieler gibt die enorme Bindung zum Verein entwickeln. Wie gesagt bei uns haben wir mit Pisczcek, Kuba, Dede einig solcher Beispiele an Spielern die so ziemliche die grösste Identifikation mit dem Verein gezeigt haben und gleichzeitig massenhaft an Beispielen gesehen wo Deutschsein alleine nicht der Schlüssel für die Identifikation und langen Verbleiben waren (siehe Götze, Hummels, Rode, Schürrle, Schulz, etc.). Natürlich haben auch wir in jüngeren Historie mit Kehl, Schmelzer, Weidenfeller und Reus einige deutsche Indentifikationsfiguren aber der Anteil an deutschstämmigen Identifikationsfiguren ist jetzt nicht so wahnsinnig hoch im Vergleich zu den nicht-deutschstämmigen dass das jetzt eine Transferpolitik rechtfertigen würde, wo man sich ständig nur auf den heimischen Markt beschränkt und da dann eben ordentliche Aufschläge für den Titel Nationalspieler zahlt.
Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
Reus (10 Jahre)
Sahin (5.5 Jahre)
Gündogan (5 Jahre)
Weigl (4.5 Jahre)
Götze (4 Jahre)
Ginter (3 Jahre)
Hummels (3 Jahre +)
Brandt (3 Jahre +)
Schulz (3 Jahre +)
Castro (3 Jahre)
Can (2.5 Jahre+)
Rode (2.5 Jahre)
Schürrle (2 Jahre)
Toprak (2 Jahre)
Philipp (2 Jahre)
Schieber (2 Jahre)
Löwe (1,5 Jahre)
Toljan (1.5 Jahre)
Bittencourt (1 Jahr)
Wolf (1 Jahr)
Kampl (0.5 Jahre)
Gerade bei den Spielern die dann doch mal länger hier waren fällt auf, dass dann wie Reus, Sahin oder Götze Spieler aus der Region sind, die noch dazu durch die eigene Jugend gegangen sind oder jemand wie Gündogan, der einzig auf Grund von Verletzungen noch so lange blieb, obwohl der Wechselwunsch schon vorher da war.
Im Prinzip heisst dass das selbst unter den deutschen Spielern nur selten Spieler dabei sind die auch nur bis zum ursprünglichen Vertragsende beim BVB verweilen.
Wenn man sich dagegen mal die Spitze der im Ausland geborene Spieler anguckt:
Bürki (7 Jahre)
Guerreiro (6 Jahre +)
Zagadou (5 Jahre)
Akanji (4 Jahre)
Hitz (4 Jahre)
Witsel (4 Jahre)
Sancho (4 Jahre)
Pulisic (4 Jahre)
Delaney (3 Jahre)
Ramos (2.5 Jahre)
Dann sehe ich da ehrlich gesagt keinen Trend dahingehend dass die irgendwie sich weniger identifizieren würden oder weniger länger beim BVB bleiben würden. Tendentiell würde ich sogar sagen, dass es umgekehrt ist.
Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
17.06.2022 - 06:50 Uhr
Zitat von barcaberlin
(...)
Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
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Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
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Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
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Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
Verstehe ehrlichgesagt die Aussagekraft dieser Aufzählung nicht. Das sind doch bis auf Hummels, Gündogan, Reus und evtl. Brandt alles Spieler, die der Verein überhaupt nicht halten wollte?
17.06.2022 - 07:19 Uhr
Zitat von banshee
Verstehe ehrlichgesagt die Aussagekraft dieser Aufzählung nicht. Das sind doch bis auf Hummels, Gündogan, Reus und evtl. Brandt alles Spieler, die der Verein überhaupt nicht halten wollte?
Zitat von barcaberlin
...)
Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
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Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
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Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
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Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
Verstehe ehrlichgesagt die Aussagekraft dieser Aufzählung nicht. Das sind doch bis auf Hummels, Gündogan, Reus und evtl. Brandt alles Spieler, die der Verein überhaupt nicht halten wollte?
Genau mein Reden
Es gibt halt hundert andere Kritierien als die Nationalität die wichtiger dafür sind, ob ein Spieler zur Identifikationsfigur wird oder nicht. Darunter halt die Qualität des Spielers, der Fit des Spielers zum Trainer und der Philosophie, die charakterlichen Eigenschaften des Spielers, etc. aber auch Fragen wie der Verein mit dem Spieler in schwierigen Phasen umgeht und welche Entwicklungsmöglichkeiten er ihm gibt.
Umso erschreckend dann doch aber dass "deutscher Nationalspieler" bei unserer Transferpolitik so einen wahnsinnig großen Wert zu haben scheint. Watzke sogar verkündet dass er Flick Ankündigungen darüber gemacht hat dass man wieder mehr Nationalspieler haben will, statt man versucht generell die Spieler mit dem besten Fit zu finden, wird da eben diese Agenda verfolgt. Und genau an der Stelle wurde dann hier im Forum ja argumentiert dass es Sinn macht solch eine Strategie zu verfolgen weil deutsche Spieler ja eine höhere Identifikation mit dem Verein hätten. Eine Annahme die rein auf der Nationalität eines Spielers beruht und natürlich erstmal generell in ihrer Allgemeinheit schwer zu beweisen oder widerlegen ist, aber die historischen Daten darüber wie lange Spieler bei uns bleiben zeigen halt meiner Meinung nach dass Deutschsein als Kriterium eben nicht reicht.
Meiner Meinung nach sollte die Frage eben viel öfter lauten welcher Spieler das größte Potential, die größte Qualität und den besten Fit zur Spielphilosophie im Vergleigh zum Investment hat und dann würde man vermutlich deutlich häufiger bei Spielern anderer Nationen landen, was mmn auch vollkommen richtig wäre.
17.06.2022 - 07:54 Uhr
Zitat von barcaberlin
Genau mein Reden
Es gibt halt hundert andere Kritierien als die Nationalität die wichtiger dafür sind, ob ein Spieler zur Identifikationsfigur wird oder nicht. Darunter halt die Qualität des Spielers, der Fit des Spielers zum Trainer und der Philosophie, die charakterlichen Eigenschaften des Spielers, etc. aber auch Fragen wie der Verein mit dem Spieler in schwierigen Phasen umgeht und welche Entwicklungsmöglichkeiten er ihm gibt.
Umso erschreckend dann doch aber dass "deutscher Nationalspieler" bei unserer Transferpolitik so einen wahnsinnig großen Wert zu haben scheint. Watzke sogar verkündet dass er Flick Ankündigungen darüber gemacht hat dass man wieder mehr Nationalspieler haben will, statt man versucht generell die Spieler mit dem besten Fit zu finden, wird da eben diese Agenda verfolgt. Und genau an der Stelle wurde dann hier im Forum ja argumentiert dass es Sinn macht solch eine Strategie zu verfolgen weil deutsche Spieler ja eine höhere Identifikation mit dem Verein hätten. Eine Annahme die rein auf der Nationalität eines Spielers beruht und natürlich erstmal generell in ihrer Allgemeinheit schwer zu beweisen oder widerlegen ist, aber die historischen Daten darüber wie lange Spieler bei uns bleiben zeigen halt meiner Meinung nach dass Deutschsein als Kriterium eben nicht reicht.
Meiner Meinung nach sollte die Frage eben viel öfter lauten welcher Spieler das größte Potential, die größte Qualität und den besten Fit zur Spielphilosophie im Vergleigh zum Investment hat und dann würde man vermutlich deutlich häufiger bei Spielern anderer Nationen landen, was mmn auch vollkommen richtig wäre.
Zitat von banshee
Verstehe ehrlichgesagt die Aussagekraft dieser Aufzählung nicht. Das sind doch bis auf Hummels, Gündogan, Reus und evtl. Brandt alles Spieler, die der Verein überhaupt nicht halten wollte?
Zitat von barcaberlin
...)
Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
(...)
Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
...)
Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
(...)
Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
Verstehe ehrlichgesagt die Aussagekraft dieser Aufzählung nicht. Das sind doch bis auf Hummels, Gündogan, Reus und evtl. Brandt alles Spieler, die der Verein überhaupt nicht halten wollte?
Genau mein Reden
Es gibt halt hundert andere Kritierien als die Nationalität die wichtiger dafür sind, ob ein Spieler zur Identifikationsfigur wird oder nicht. Darunter halt die Qualität des Spielers, der Fit des Spielers zum Trainer und der Philosophie, die charakterlichen Eigenschaften des Spielers, etc. aber auch Fragen wie der Verein mit dem Spieler in schwierigen Phasen umgeht und welche Entwicklungsmöglichkeiten er ihm gibt.
Umso erschreckend dann doch aber dass "deutscher Nationalspieler" bei unserer Transferpolitik so einen wahnsinnig großen Wert zu haben scheint. Watzke sogar verkündet dass er Flick Ankündigungen darüber gemacht hat dass man wieder mehr Nationalspieler haben will, statt man versucht generell die Spieler mit dem besten Fit zu finden, wird da eben diese Agenda verfolgt. Und genau an der Stelle wurde dann hier im Forum ja argumentiert dass es Sinn macht solch eine Strategie zu verfolgen weil deutsche Spieler ja eine höhere Identifikation mit dem Verein hätten. Eine Annahme die rein auf der Nationalität eines Spielers beruht und natürlich erstmal generell in ihrer Allgemeinheit schwer zu beweisen oder widerlegen ist, aber die historischen Daten darüber wie lange Spieler bei uns bleiben zeigen halt meiner Meinung nach dass Deutschsein als Kriterium eben nicht reicht.
Meiner Meinung nach sollte die Frage eben viel öfter lauten welcher Spieler das größte Potential, die größte Qualität und den besten Fit zur Spielphilosophie im Vergleigh zum Investment hat und dann würde man vermutlich deutlich häufiger bei Spielern anderer Nationen landen, was mmn auch vollkommen richtig wäre.
In dem Zusammenhang würde mich sehr interessieren, wie die Entscheidungen zu Süle und Akanji zustande kamen.
Hätte man Süle ebenfalls verpflichtet, wenn wir mit Akanji für das selbe Gehalt hätten verlängern können?
Spielt es hier eine Rolle, dass Süle deutscher Nationalspieler ist?
Auf der anderen Seite ist Akanji schon länger im Verein. Grundsätzlich sollte er doch eigentlich nahezu alle Voraussetzungen dieses Teils der Transferpolitik erfüllen:
Die Identifikation sollte schon da sein. Mit einer Verlängerung hätte er sich in seiner kompletten Prime auf den BVB festgelegt.
Da Akanji quasi immer gesetzt war, hätte man mit ihm auch einen konstanten Teil einer Achse gehabt.
Eigentlich müsste Akanji doch eine enorme Wertschätzung bei unseren Verantwortlichen genießen, wenn man die jüngsten Aussagen zur Transferpolitik heranzieht (Guerreiro auch irgendwo), oder?
Ich bin mir da nicht sicher, wie das intern eingeschätzt wird. Konnten wir einfach nichts machen? Gab es sportliche Gründe? Spielt hier auch das Prädikat deutscher Nationalspieler hinein?
Keine Ahnung, was hier letztendlich die Transferpolitik alles trieb. Bei Can beispielsweise, würde ich auch sagen, dass solche, für mich eher weiche Faktoren eine wichtige Rolle spielten.
PS: Süle halte ich für eine sehr gute Verpflichtung. Sehe ihn auf einem vergleichbaren Level wie Akanji.
17.06.2022 - 08:30 Uhr
Zitat von mba123
In dem Zusammenhang würde mich sehr interessieren, wie die Entscheidungen zu Süle und Akanji zustande kamen.
Hätte man Süle ebenfalls verpflichtet, wenn wir mit Akanji für das selbe Gehalt hätten verlängern können?
Spielt es hier eine Rolle, dass Süle deutscher Nationalspieler ist?
Auf der anderen Seite ist Akanji schon länger im Verein. Grundsätzlich sollte er doch eigentlich nahezu alle Voraussetzungen dieses Teils der Transferpolitik erfüllen:
Die Identifikation sollte schon da sein. Mit einer Verlängerung hätte er sich in seiner kompletten Prime auf den BVB festgelegt.
Da Akanji quasi immer gesetzt war, hätte man mit ihm auch einen konstanten Teil einer Achse gehabt.
Eigentlich müsste Akanji doch eine enorme Wertschätzung bei unseren Verantwortlichen genießen, wenn man die jüngsten Aussagen zur Transferpolitik heranzieht (Guerreiro auch irgendwo), oder?
Ich bin mir da nicht sicher, wie das intern eingeschätzt wird. Konnten wir einfach nichts machen? Gab es sportliche Gründe? Spielt hier auch das Prädikat deutscher Nationalspieler hinein?
Keine Ahnung, was hier letztendlich die Transferpolitik alles trieb. Bei Can beispielsweise, würde ich auch sagen, dass solche, für mich eher weiche Faktoren eine wichtige Rolle spielten.
PS: Süle halte ich für eine sehr gute Verpflichtung. Sehe ihn auf einem vergleichbaren Level wie Akanji.
Zitat von barcaberlin
Genau mein Reden
Es gibt halt hundert andere Kritierien als die Nationalität die wichtiger dafür sind, ob ein Spieler zur Identifikationsfigur wird oder nicht. Darunter halt die Qualität des Spielers, der Fit des Spielers zum Trainer und der Philosophie, die charakterlichen Eigenschaften des Spielers, etc. aber auch Fragen wie der Verein mit dem Spieler in schwierigen Phasen umgeht und welche Entwicklungsmöglichkeiten er ihm gibt.
Umso erschreckend dann doch aber dass "deutscher Nationalspieler" bei unserer Transferpolitik so einen wahnsinnig großen Wert zu haben scheint. Watzke sogar verkündet dass er Flick Ankündigungen darüber gemacht hat dass man wieder mehr Nationalspieler haben will, statt man versucht generell die Spieler mit dem besten Fit zu finden, wird da eben diese Agenda verfolgt. Und genau an der Stelle wurde dann hier im Forum ja argumentiert dass es Sinn macht solch eine Strategie zu verfolgen weil deutsche Spieler ja eine höhere Identifikation mit dem Verein hätten. Eine Annahme die rein auf der Nationalität eines Spielers beruht und natürlich erstmal generell in ihrer Allgemeinheit schwer zu beweisen oder widerlegen ist, aber die historischen Daten darüber wie lange Spieler bei uns bleiben zeigen halt meiner Meinung nach dass Deutschsein als Kriterium eben nicht reicht.
Meiner Meinung nach sollte die Frage eben viel öfter lauten welcher Spieler das größte Potential, die größte Qualität und den besten Fit zur Spielphilosophie im Vergleigh zum Investment hat und dann würde man vermutlich deutlich häufiger bei Spielern anderer Nationen landen, was mmn auch vollkommen richtig wäre.
Zitat von banshee
Verstehe ehrlichgesagt die Aussagekraft dieser Aufzählung nicht. Das sind doch bis auf Hummels, Gündogan, Reus und evtl. Brandt alles Spieler, die der Verein überhaupt nicht halten wollte?
Zitat von barcaberlin
...)
Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
(...)
Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
...)
Verweildauer von in Deutschland geborenen Spielern, die in den letzten 10 Jahren verpflichtet wurden, bis sie den Verein (erstmals bei Leihen) verlassen haben:
(...)
Jetzt kann man das natürlich wieder darauf schieben dass das Kritierium "deutscher Spieler" schon das richtige war, aber wir einfach nur die falschen ausgewählt haben, aber bevor man sich da jetzt wieder eine Rechtfertigung zusammenschustert könnte man eventuell auch einfach mal die Annahme hinterfragen, dass man mit deutschen Spielern eher eine Achse aufbauen könnte, weil sie sich mehr mit dem Verein identifizieren würden.
Verstehe ehrlichgesagt die Aussagekraft dieser Aufzählung nicht. Das sind doch bis auf Hummels, Gündogan, Reus und evtl. Brandt alles Spieler, die der Verein überhaupt nicht halten wollte?
Genau mein Reden
Es gibt halt hundert andere Kritierien als die Nationalität die wichtiger dafür sind, ob ein Spieler zur Identifikationsfigur wird oder nicht. Darunter halt die Qualität des Spielers, der Fit des Spielers zum Trainer und der Philosophie, die charakterlichen Eigenschaften des Spielers, etc. aber auch Fragen wie der Verein mit dem Spieler in schwierigen Phasen umgeht und welche Entwicklungsmöglichkeiten er ihm gibt.
Umso erschreckend dann doch aber dass "deutscher Nationalspieler" bei unserer Transferpolitik so einen wahnsinnig großen Wert zu haben scheint. Watzke sogar verkündet dass er Flick Ankündigungen darüber gemacht hat dass man wieder mehr Nationalspieler haben will, statt man versucht generell die Spieler mit dem besten Fit zu finden, wird da eben diese Agenda verfolgt. Und genau an der Stelle wurde dann hier im Forum ja argumentiert dass es Sinn macht solch eine Strategie zu verfolgen weil deutsche Spieler ja eine höhere Identifikation mit dem Verein hätten. Eine Annahme die rein auf der Nationalität eines Spielers beruht und natürlich erstmal generell in ihrer Allgemeinheit schwer zu beweisen oder widerlegen ist, aber die historischen Daten darüber wie lange Spieler bei uns bleiben zeigen halt meiner Meinung nach dass Deutschsein als Kriterium eben nicht reicht.
Meiner Meinung nach sollte die Frage eben viel öfter lauten welcher Spieler das größte Potential, die größte Qualität und den besten Fit zur Spielphilosophie im Vergleigh zum Investment hat und dann würde man vermutlich deutlich häufiger bei Spielern anderer Nationen landen, was mmn auch vollkommen richtig wäre.
In dem Zusammenhang würde mich sehr interessieren, wie die Entscheidungen zu Süle und Akanji zustande kamen.
Hätte man Süle ebenfalls verpflichtet, wenn wir mit Akanji für das selbe Gehalt hätten verlängern können?
Spielt es hier eine Rolle, dass Süle deutscher Nationalspieler ist?
Auf der anderen Seite ist Akanji schon länger im Verein. Grundsätzlich sollte er doch eigentlich nahezu alle Voraussetzungen dieses Teils der Transferpolitik erfüllen:
Die Identifikation sollte schon da sein. Mit einer Verlängerung hätte er sich in seiner kompletten Prime auf den BVB festgelegt.
Da Akanji quasi immer gesetzt war, hätte man mit ihm auch einen konstanten Teil einer Achse gehabt.
Eigentlich müsste Akanji doch eine enorme Wertschätzung bei unseren Verantwortlichen genießen, wenn man die jüngsten Aussagen zur Transferpolitik heranzieht (Guerreiro auch irgendwo), oder?
Ich bin mir da nicht sicher, wie das intern eingeschätzt wird. Konnten wir einfach nichts machen? Gab es sportliche Gründe? Spielt hier auch das Prädikat deutscher Nationalspieler hinein?
Keine Ahnung, was hier letztendlich die Transferpolitik alles trieb. Bei Can beispielsweise, würde ich auch sagen, dass solche, für mich eher weiche Faktoren eine wichtige Rolle spielten.
PS: Süle halte ich für eine sehr gute Verpflichtung. Sehe ihn auf einem vergleichbaren Level wie Akanji.
Bei Süle habe ich persönlich noch so meine größten Sorgen, weil ich bei ihm durchaus das Risiko das Transfer etwas mehr Status getrieben war anstatt dass der Spieler das gesuchte Profil so wahnsinnig gut ausfüllt. Sehe persönlich bei ihm zumindest nicht diese geforderte Siegermentalität und dem Willen sportlichen Erfolg alles unterzuordnen. Kann aber auch sein dass das Bild was in den Medien da gezeichnet wird ihm nicht gerecht wird.
Bei Akanji wäre tatsächlich spannend zu erfahren wie denn die interne Einschätzung zu ihm ist. Laut Medien scheint es ja eine deutliche Diskrepanz gegeben zu haben in der Frage wo hoch man den Wert Akanjis einschätzt in der Form dass man das geforderte Gehalt nicht annähernd bot. Das spricht schon irgendwie dafür dass man den Wert eben nicht so hoch sah aber wenn man mit einem Abgang überhaupt kein Problem gehabt hätte oder ihn für unausweichlich hilt dann hätte man sich wohl auch das Angebot gespart.
Könnte mir gut vorstellen dass man ihn intern durchaus auch kritisch gesehen hat, weil er trotz aller Anlagen nie den Schritt gemacht hat zum wirklichen Führungsspieler.
Ähnliches vermute ich bei Guerreiro. Identifikation mit dem Verein ist ja auch bei weitem nicht das einzige Kriterium was man zuletzt so hören durfte, sondern es wurde ja zuletzt auch immer wieder darauf hingewiesen dass man auch in Sachen Mentalität eine neue Kultur schaffen will und da sind die beiden halt eher nicht so diejenigen die da unbedingt reinpassen.
Bezüglich des Mentalitätswechsels gefallen mir viele der Transfers und Gerüchte wie Schlotterbeck, Weghorst, Raum, Özcan, etc.auch ziemlich gut.
17.06.2022 - 08:47 Uhr
Um für einen AV (wie David Raum) 30 bis 40 Millionen hinzulegen, reicht meiner Meinung nach 1 sehr gute BL-Saison nicht aus.
Wo sind unsere Scouts, die auch mal vernünftige AV an Land ziehen, da trauen wir uns absolut nichts zu.
Bisher fehlt mir diesen Sommer ein "sogenanntes Riesentalent", denn vorher nur Insider auf den Schirm hatten, Adeyemi als Nationalspieler eher bekannt und auch Jaden Braaf wurde seit 2 Jahren schon laufend diskutiert.
Hier mal einen AV an Land ziehen, dass wäre mal eine tolle Geschichte.
Wo sind unsere Scouts, die auch mal vernünftige AV an Land ziehen, da trauen wir uns absolut nichts zu.
Bisher fehlt mir diesen Sommer ein "sogenanntes Riesentalent", denn vorher nur Insider auf den Schirm hatten, Adeyemi als Nationalspieler eher bekannt und auch Jaden Braaf wurde seit 2 Jahren schon laufend diskutiert.
Hier mal einen AV an Land ziehen, dass wäre mal eine tolle Geschichte.
17.06.2022 - 09:36 Uhr
Zitat von Herzog10
Um für einen AV (wie David Raum) 30 bis 40 Millionen hinzulegen, reicht meiner Meinung nach 1 sehr gute BL-Saison nicht aus.
Wo sind unsere Scouts, die auch mal vernünftige AV an Land ziehen, da trauen wir uns absolut nichts zu.
Bisher fehlt mir diesen Sommer ein "sogenanntes Riesentalent", denn vorher nur Insider auf den Schirm hatten, Adeyemi als Nationalspieler eher bekannt und auch Jaden Braaf wurde seit 2 Jahren schon laufend diskutiert.
Hier mal einen AV an Land ziehen, dass wäre mal eine tolle Geschichte.
Um für einen AV (wie David Raum) 30 bis 40 Millionen hinzulegen, reicht meiner Meinung nach 1 sehr gute BL-Saison nicht aus.
Wo sind unsere Scouts, die auch mal vernünftige AV an Land ziehen, da trauen wir uns absolut nichts zu.
Bisher fehlt mir diesen Sommer ein "sogenanntes Riesentalent", denn vorher nur Insider auf den Schirm hatten, Adeyemi als Nationalspieler eher bekannt und auch Jaden Braaf wurde seit 2 Jahren schon laufend diskutiert.
Hier mal einen AV an Land ziehen, dass wäre mal eine tolle Geschichte.
Wie oft haben wir denn in der Vergangenheit sogenannte Riesentalente geholt die niemand aufm Schirm hatte?
Wenn da schon Braaf und Adeyemi nicht mehr dazu zählen, dann wirst du wohl enttäuscht werden, was die Profis angeht.
Am ehesten vielleicht noch das Gerücht um Prince Aning von Ajax interessant in diesem Bereich aber da der erstmal noch Zeit in der Jugend brauchen wird wohl nicht das woran du denkst.
Da wir aber mit Rothe und Semic schon zwei eigene Talente haben die hochkommen kann ich mir auch schwer vorstellen dass da besonders viel im Talentebereich passiert. Viel mehr habe ich die Hoffnung dass wir unter Terzic vielleicht mehr Einbindung der Talente sehen...
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