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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#16901
15.02.2022 - 13:58 Uhr
Zitat von MCU_71
Zitat von BVBBC

Zitat von KalleRiedle11

Unterm Strich daher Pro Mazraoui und eher Contra Dest, wenngleich ich bei ihm zumindest nicht komplett abgeneigt wäre, aber zum jetzigen Zeitpunkt eher ablehnen würde.


Wenn es um die individuelle Qualität geht und welchen Spielertyp ich grundsätzlich lieber als AV habe, bin ich bei dir und die Argumente zur Defensivarbeit deinerseits sind sehr berechtigt. Allerdings finde ich es wenig zielführend, wenn man die Alternativen auf diese beiden Spieler runterbricht und dann zu dem Schluss kommt, dass einer der Beiden das Ende der Fahnenstange sein muss, inwieweit man in der Problemlösung ansetzen kann. Beide werden schließlich ihr Geld kosten, ob ablösefrei oder derzeit ungewollt und im selben Umfang sollte es auch andere hochinteressante RV geben, die dann vielleicht immer noch nicht alles erfüllen, aber zumindest mehr - hatte dazu ja auch schon mal im oQ Thread etwas geschieben. Im Gegensatz zum LV Markt würde ich jedenfalls nicht davon ausgehen, dass sich der RV Markt für den BVB nur auf wenige Alternativen beschränken muss und das Entscheidungsset sollte deswegen schon ein paar Spieler mehr enthalten, mit denen man vielleicht erst mal auch gar nicht die individuelle Qualität bekommt, dafür aber auf dem Weg zu einer homogeneren Truppe, Trainer eingeschlossen, erst mal den Umweg nimmt, durch den man zunächst heterogener wird.


Deine Wertungen finde ich immer wieder klasse; da Du Dich ja auch mit der zukünftigen Ausrichtung unserer Mannschaft beschäftigt, habe ich mir mal die Gerüchte um unsere Defensive / teilw. Offensive beschäftigt.

Gem. TM.de haben wir Interesse an folgenden IV, inkl. Wahrscheinlichkeit Schlotterbeck (55%), Christensen (22%), Mavropanos (36%), an RV Mazraoi (40%), Dest (20%), dazu noch für die Offensive, da habe ich mal die Talente aus Portugal (gefühlt 20) weg gelassen. Das ist Adeyemi (70%) der wohl sicherste Kandidat für nächstes Jahr und Nunez (32%).

Sicher in der IV für nächstes Jahr ist nur Hummels (letzte Saison) und Süle (Neu), bei den VVL stocken wir bei Akanji (wohl eher nicht) und bei Zagadou (wohl möglich, wenn er verletzungsfrei und entsprechende Leistungen anbietet). Die Gerüchte um weitere IV reisen aber nicht ab. Grds. halte ich es für nicht ausgeschlossen, dass vielleicht intern schon mal Mats angedeutet hat, dass er vielleicht schon das Karrieende jetzt im Blickfeld hat, bzw. nächste Saison, obwohl ich mir das nicht vorstellen kann, den "Piszu" in der IV gibt. Ich kann mir daher vorstellen, dass es entweder Akanji oder Schlotterbeck auch für die nächsten Jahre bei uns gibt, oder wir haben 3 Klasse Innenverteidiger unter Vertrag beim jetzigen System Rose im 4 - 3 - 3. Ich denke da ist es besonders spannend, was noch kommt. Die RV Situation ist ja bei uns Meunier, den ich pers. auch als Großverdiener ansehe, mit Dest oder Mazroui werden auch Kandidaten gehandelt, die mmN auch im Volumen zwischen 5 bis 9 Millionen Euro pro Jahr liegen könnten, gerade Dest, der bei Barca ja auch nicht nur wegen des Names spielt. Auf der LV (Guerreiro) Seite ist noch nichts bekannt. Evtl. denke der Verein ja auch über eine langfristige Lösung mit Tom Rothe als "Eigengewächs" nach.

Mit Adeyemi und Malen hätten wir dann zwei Stürmer die auch gerne über Außen kommen, und somit auch im Verbund die Seite mit den AVs berädern. Da muss dann auch gem. Guerreiro eine Einigkeit mit disen erzielen, bzw. Meunier oder der neue. Defensiv sehe ich da nicht so die große Entwicklung, da ich Mazroui ein paar mal gesehen habe und bei ihm deutliche Stärken im Hohen Pressing und auch als guter Flankengeber im Kopf habe. Das wiederum würde evtl. eine Annäherung an die Spielweise offensiv / defensiv an Hakimi erinnern, die mmN auch viele Probleme in der Abwehr gebracht haben, bzw. enorme Räume auf den Flüglen.
Zumal mir hier der richtige 6 fehlt, da Dahoud nicht die Präsenz eines 6er hat, sondern unter Druck auch Fehler macht, mit einem 6 daneben kommt er besser zur Geltung und evtl. mit Mazroui auch einen guten Spieler der ihn entlastet. Das würde dann zur Raute aber nicht passen. Marco wird wohl auf der 10 dann spielen. Nur fehlt dann vorne der 9er, da wir ja alle von einem Wechsel von Haaland ausgehen.

Da kann durchaus Nunez wieder ins Spiel kommen, oder man nimmt eine Lösung aus der BL, da ja Gerüchte um Schick da sind, die mmN aber finanz. nicht umsetzbar sind. Zudem kann ich mir bei Schick auch vorstellen, dass Bayers Taktik besser zu ihm passt als zu uns.

Wir alle sprechen wieder von Umbruch. Rose wird wohl bleiben und versuchen sein System zu etablieren, nur dazu braucht er entsprechende Spieler und wir als BVB müssen Spieler abgeben, da wir sonst schon im Training unter BL Bedingungen 2x45 Minuten spielen lassen können.

Ich halte es durchaus für möglich, dass ein IV kommt, wer passt dann am besten zu Süle? Hummels sehe ich da als nicht ideal an, für mich ist Mats zwar ein guter IV, aber nicht der Chef, der er ja wollte. Zagadou kann super spielen wie gegen Union; aber gegen Leverkusen, wirkte er teilw. wie ein 12 Mann der Leverkusener.

Da wir aber auch Quellen haben, die sagen dass ein IV noch kommt, frage ich mich schon seit langem, ob wir uns 3 Topverteidiger leisten können. Da wir auch auf RV suchen, frage ich mich auch da, was passiert mit Meunier, dass er nach Barcelona geht, kann ich irgendwie nicht glauben.

Unsere Abwehr braucht Qualität und Sicherheit, nur bekomme ich diese eben nicht mit Mats und Süle alleine hin, daher halte ich es schon für möglich dass ein Top IV noch kommt, nur welche Fähigkeiten sollten er haben, von den Quellen und Gerüchten haben wir mit Christensen dann einen 2ten Mats, mit Schlotterbeck die Zukunft und mit Mavropanos mmN einen talentierten aber nich überzeugenden IV (aktuell).

Offensive haben wir mit Reyna, Reus, Malen, Moukoko, Adeyemi und Haaland Nachfolger X, keinen körperlichen Brecher im Sturm, nur Tigges, nur den halte ich nicht für den Haaland Klon, inkl. der Torqoute, man kann dann ja noch den Stuttgarter Kalajdzic dazu nehmen, der aber auch nicht überzeugt aktuell.

Für Standards haben wir dann neben Süle, Zag, Mats keinen unbedingten Riesen. Die Stürmer überragen nicht körperlich und das Kopfballspiel ist da aber weniger überzeugend. Rapha und Mazroui sind ja auch keine richtigen Riesen, ich befürchte dann auch wieder ein Standardproblem, vielleicht hast Du ja ein bischen mehr Überblick und Ideen wen wir von den mit Quellen gefütterten Transfers das lösen können.


Ich glaube, dass wir defensiv vieles über eine höhere Kompaktheit gelöst bekommen können, wobei es nun eben mal klar festzulegen gilt, wo man diese Kompaktheit stattfinden lassen will. Es gibt Spieler, die brauchen eine tief zurückgezogene Mannschaft, die jedes Angriffspressing sabotiert und umgekehrt gibt es eben auch genau die Spieler, die die Kompaktheit tief in der gegnerischen Hälfte benötigen, damit das Angriffspressing aggressiv aufgezogen werden kann. Hier wird eine Homogenisierung stattfinden müssen und der Verein wird hier sicher die Frage beantworten müssen, wie sehr er ein aggressives Angriffspressing sehen will. Schnelle Spieler vorne, die Distanzen im Pressing schnell schließen können, helfen sicherlich, sind aber eben auch keine Lösung für die Kompaktheit der Mannschaft, sondern im Zweifel sogar Kandidaten, die dieser weiter schaden können. Läuft man daher hoch und aggressiv an, wird es im Nachrücken bestimmt und insbesondere durch den Raum, den man im Rücken öffnen kann. Das ist ein Dominoeffekt bis zur IV, betrifft aber alle Positionen. Reicht die Kompaktheit nicht, gehen Räume für jeden Gegner auf und das Angriffspressing führt häufiger als nicht zu nichts, selbst wenn man mit sehr vielen Spielern presst, wie es Rose aktuell macht - aber auch die Bayern unter Nagelsmann und auch schon unter Flick nutzten sehr viele Spieler im Pressing und Gegenpressing. Dabei geht es für mich also erst mal grundsätzlich um individuelle dynamische Qualität als auch kollektivtaktische Wechselwirkungen und erst dann um individualtaktische Umsetzung. Das zeigt aber auch schon, dass es wesentlich komplexer ist, als etwa eine (stark) zurückgezogene Kompaktheit zu erzeugen und ich denke, dass wir die Mannschaft damit schon seit einiger Zeit kräftig überfordern, weil nur Teile ausreichend dafür geeignet sind, selbst wenn man viel/alles darauf setzt und dafür die Absicherung reduziert oder noch mehr Einsatz verlangt - wie er in meinen Augen nicht konstant zu liefern ist. Passieren dann individuelle Fehler in der Absicherung, sobald der Aufwand im Pressing - den ich durchaus als sehr hoch bezeichnen würde, wofür viele Daten sprechen - nicht belohnt wird, sind diese schnell tödlich.

Dazu gibt es hier dann auch immer eine Wechselwirkung zum eigenen Ballbesitz, da es Pressing und vor allem Gegenpressing ohne Ballverluste gar nicht brauchen würde. Dabei verlieren wir zu viele Bälle in meinen Augen in Zonen, in denen wir weder für das Gegenpressing gut positioniert sind noch irgendeine Form der Absicherung haben. Dadurch kommen unsere Gegner dann auch oft genug leicht nach vorne, ohne viel dafür tun zu müssen und treffen dann auf eine nicht gerade kompakte Hintermannschaft, die so aufgestellt war, dass der Ballverlust eigentlich nur an einer ganz anderen Stelle hätte geschehen dürfen. Stark vereinfacht ausgedrückt: die Absicherung hinten ist dadurch auch oft genug, ohne selbst etwas dafür zu können, so aufgestellt, dass sie eine Situation abgesichert haben, die es gar nicht mehr gibt, wodurch dann auch viel improvisiert werden muss. Individuelle Qualität hilft hier dann meistens, wie auch der Wille und die Spielintelligenz der Spieler, die eigentlich schon überspielt sind, um nochmal eingreifen zu können, was im Grunde auch etwas ist, um die Kompaktheit (spät) wiederherzustellen, was dann aber wieder etwas ist, was die Offensiven nicht gut können, weil es am Einen oder Anderen hapert. Außer sie reißen sich extrem am Riemen, was aber nicht ständig zu erwarten ist und meines Erachtens auch nicht mehr anerzogen wird.

Es prallen also defensiv 2 Welten aufeinander, die dazu führen, dass die Mannschaft unterschiedliche Formen der Kompaktheit benötigt und zulässt. Das wird meines Erachtens mit dem Umbruch primär zu regeln sein, dass man hier eine Vereinheitlichung findet, wobei die Entscheidung, dass man offensiv und aggressiv pressen will, denke ich nicht erst seit Rose steht.

Adeyemi passt hier deswegen ganz gut rein denke ich, würde aber auch am Ball genug Argumente bringen, sollte sich mit Malen und Moukoko gut ergänzen und einen variablen, schnellen Angriff bilden. Darüber hinaus stellt sich aber die Frage, ob noch mehr passiert, indem auch für den anderen Flügel noch jemand kommt. Manche Gerüchte weisen darauf hin, andere zeigen eher an, dass es auch ein MS oder polyvalenter Angreifer sein könnte, durch den vor allem Reus meines Erachtens Konkurrenz bekommen sollte. So weit, wie mit Adeyemi ist man hier aber scheinbar aktuell mit keinem und woran die endgültige Entscheidung hapert, ist schwer zu durchschauen, wobei vorstellbar ist, dass das auch viel mit der Abgangseite zu tun hat, weil Haland der Geldbringer ist. Einen Adeyemi könnte man sicher auch als Vorgriff vorstrecken, da der Haland Abgang über kurz oder lang unausweichlich ist - lang heißt schließlich spätestens 2023. Darüber hinaus wird es aber sicher eng.

Schlotterbeck wäre in meinen Augen auch jemand, mit dem man die IV, neben Süle, so ergänzen kann, dass die Abwehr höher agieren kann, weil das Grundtempo damit ganz gut wäre. Aber auch eine Verlängerung mit Akanji würde nach wie vor Sinn machen, wobei ich denke, dass eine Verpflichtung von Schlotterbeck mittlerweile um einiges wahrscheinlicher ist. Schlotterbeck hätte gegenüber Akanji den Nachteil, dass er im Aufbau nicht dessen Qualität hat, wobei das wieder dadurch etwas angeglichen würde, dass weder Süle noch Akanji für meine Begriffe auf LIV ihr Optimum erreichen. Schlotterbeck ist dafür wesentlich kopfballstärker und im Verbund mit Süle würde die IV mit ihm dann sogar kopfballstärker zu erwarten sein als Hummels-Akanji, obwohl Hummels immer noch der stärkste Kopfballspieler wäre. Kollektivtaktisch bedingt muss Hummels meines Erachtens aber ins zweite Glied zurück. Darüber hinaus passiert meines Erachtens auf der Zugangseite in der IV nichts mehr, sofern Hummels seine Karriere nicht vorzeitig beendet. Dann käme es auf die Verlängerung von Zagadou an, der meines Erachtens strategisch aber nicht so richtig reinpassen will. Hier dürften aber finanzielle Überlegungen eine große Rolle spielen, da man spätestens 2023 sonst einen Hummels Nachfolger holen müsste, wenn Zagadou nicht verlängern sollte und dafür keine direkte Einnahmequelle auf der Abgangseite hätte. Worst Case wäre somit: Akanji, Zagadou und Hummels hören diesen Sommer auf oder gehen und das wird man in jedem Fall zu vermeiden versuchen. Ich persönlich hege aber eh große Zweifel daran, dass Hummels nächste Saison ins zweite Glied rückt, sondern gehe davon aus, dass Akanji geht und Schlotterbeck als Lehrling geholt wird, der erst ab 2023 richtig übernehmen soll.

Mindestens solange wird es dann vom Mittelfeld auch große Löcher zu stopfen gelten, wobei niemand so recht dafür geeignet ist. Bellingham ist ein Pressingspezialist, in der Rückwärtsbewegung aber ähnlich nachlässig, wie die Kreativen oder Abschlussspieler, die wir sonst im Zentrum sehen. Denen kann man das Bemühen meist nicht absprechen, aber trotzdem keine Qualität zusprechen. Auf der 6 hat man dann defensiv die Wahl, ob man auf Spielintelligenz, Laufstärke oder Physis setzt, aber alles zusammen bekommt man nicht auf den Platz, selbst dann nicht, wenn man gleich 2 6er bringt, was dafür wieder irgendetwas anderes kostet. Für mich ist die 6 daher eigentlich eine große Baustelle, die für die Kompaktheit enorm hilfreich sein könnte, wenn sie gelöst wird, weil ein Spieler, der möglichst alles auf den Platz bringt, womöglich sogar in der Lage ist an mehr Tagen als sonst die unterschiedlichen Bedürfnisse des Teams zusammenzubringen. Eben als das Verbindungsstück, das ein 6er sein sollte. Dahoud macht das in meinen Augen zwar nicht schlecht, aber auch in vielerlei Hinsicht nicht gut genug, was aber auch schwer ist, weil die Aufgabe eine Herausforderung für jeden wäre. Die Gerüchteküche ist dahingehend bislang aber relativ still. Dazu hat Bellingham keinen BU, während sich Reus, Brandt und Reyna um den letzten Platz im Mittelfeld streiten, dabei aber die Balance jeweils stark beeinflussen, sowohl im Positiven als auch im Negativen. Auch hier wäre es meines Erachtens daher sinnvoll, wenn man sich in Zukunft etwas klarer positionieren würde, indem man sich entweder klar zu Reus als Mittelfeldspieler bekennt oder zu Reyna und Brandt. Sollte es auf Reus hinauslaufen, müsste von der 6 und von den AV in Sachen Aufbau und Spielverbindung aber gleich nochmal mehr verlangt werden. Bei Reyna und Brandt, wäre im Abschluss mehr von den Angreifern verlangt, was mit Adeyemi bedient würde, aber bei einem Haland Abgang nicht nur einen positiven Effekt hätte und daher nicht bedeutet, dass das Bekenntnis zu Reus als Mittelfeldspieler keine Option ist.

Auf den AV will Guerreiro verlängern, es scheint aber noch keine Gespräche gegeben zu haben. Das muss nichts heißen, kann aber sowohl darauf hindeuten, dass der Verein umplant oder sich zumindest Zeit kauft, weil aktuell nicht der ganz große Druck für Verhandlungen da zu sein scheint. Großartige Alternativen erwarte ich aber auch nicht, obwohl dadurch zumindest zu hoffen ist, dass Schulz, bedingt durch einen schwachen LV Markt, einen Abnehmer findet. Auf RV ist die Geschichte sogar noch undurchsichtiger, da man zwar Meuniers verbesserte Saison registriert, aber auch durchaus die weiterhin bestehenden Defizite. Die Frage ist nur, was machbar und vor allem, was sinnvoll ist. Macht ein weiterer Topverdiener dort, ob ablösefrei oder nicht, etwa Sinn? Ich denke irgendwie ist das schwer vorstellbar. Also würde ein Mazraoui einen Meunier Abgang bedingen. So richtig konkret wirkt das aber nicht auf mich, auch wenn es mit Barca Gerüchte gab. Zumal die Gerüchte eng damit verbunden waren, dass Barca einen umgekehrten Deal mit Dest wollte, wodurch dessen Abgang, ob zum BVB oder sonstwohin, Grundbedingung sein dürfte, um so einen Deal zu ermöglichen. Vermutlich wäre es für Barca dann aber klüger und einfacher Mazraoui zu holen, weswegen es verwunderlich wäre, wenn der BVB am Ende sich hier durchsetzt, unabhängig davon, wie er hier meines Erachtens reinpassen sollte. Nicht grundsätzlich schlecht, aber es müsste eben etwas darüber hinaus passieren und zwar mindestens ein weiterer OA zu Adeyemi und die 6 müsste meines Erachtens auch wieder etwas mehr umgebaut werden. Hier gibt es also in allen Fällen enorme Unsicherheit, weswegen die Planung undurchsichtig ist und die Umsetzbarkeit der Grundbedingungen sogar noch mehr.

Das Ding, warum es aber aktuell so undurchsichtig ist: alle Andeutungen, die der Verein transfertechnisch aktuell noch macht, mit Gerüchten, die sich seit Wochen halten und eher noch verstärkt haben, würden bedeuten, dass Hummels und Reus Positionen in Frage gestellt werden müssen. In meinen Augen wäre das durchaus gerechtfertigt, aber irgendwo nicht sonderlich realistisch. Ich glaube, dass beide Spieler im Verein längst nicht so kritisch gesehen werden und noch dazu Kredit aufgebaut haben, durch den ich nicht glaube, dass sie am Ende tatsächlich die Leidtragenden der Transferpolitik des nächsten Sommers sein werden. Dabei sind sie es, die durch die Spieler am stärksten beeinflusst werden, die ich für die aktuell wahrscheinlichsten weiteren Zugänge halte: Adeyemi und Schlotterbeck. Wenn hier schon nicht klar zu beantworten ist, was man vorhat, kann man auch nicht beantworten, welche Probleme man intern identifiziert hat und priorisiert in die Transferpolitik einfließen lässt.
BVB - Transferpolitik |#16902
15.02.2022 - 14:53 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von MCU_71

Zitat von BVBBC

Zitat von KalleRiedle11

Unterm Strich daher Pro Mazraoui und eher Contra Dest, wenngleich ich bei ihm zumindest nicht komplett abgeneigt wäre, aber zum jetzigen Zeitpunkt eher ablehnen würde.


Wenn es um die individuelle Qualität geht und welchen Spielertyp ich grundsätzlich lieber als AV habe, bin ich bei dir und die Argumente zur Defensivarbeit deinerseits sind sehr berechtigt. Allerdings finde ich es wenig zielführend, wenn man die Alternativen auf diese beiden Spieler runterbricht und dann zu dem Schluss kommt, dass einer der Beiden das Ende der Fahnenstange sein muss, inwieweit man in der Problemlösung ansetzen kann. Beide werden schließlich ihr Geld kosten, ob ablösefrei oder derzeit ungewollt und im selben Umfang sollte es auch andere hochinteressante RV geben, die dann vielleicht immer noch nicht alles erfüllen, aber zumindest mehr - hatte dazu ja auch schon mal im oQ Thread etwas geschieben. Im Gegensatz zum LV Markt würde ich jedenfalls nicht davon ausgehen, dass sich der RV Markt für den BVB nur auf wenige Alternativen beschränken muss und das Entscheidungsset sollte deswegen schon ein paar Spieler mehr enthalten, mit denen man vielleicht erst mal auch gar nicht die individuelle Qualität bekommt, dafür aber auf dem Weg zu einer homogeneren Truppe, Trainer eingeschlossen, erst mal den Umweg nimmt, durch den man zunächst heterogener wird.


Deine Wertungen finde ich immer wieder klasse; da Du Dich ja auch mit der zukünftigen Ausrichtung unserer Mannschaft beschäftigt, habe ich mir mal die Gerüchte um unsere Defensive / teilw. Offensive beschäftigt.

Gem. TM.de haben wir Interesse an folgenden IV, inkl. Wahrscheinlichkeit Schlotterbeck (55%), Christensen (22%), Mavropanos (36%), an RV Mazraoi (40%), Dest (20%), dazu noch für die Offensive, da habe ich mal die Talente aus Portugal (gefühlt 20) weg gelassen. Das ist Adeyemi (70%) der wohl sicherste Kandidat für nächstes Jahr und Nunez (32%).

Sicher in der IV für nächstes Jahr ist nur Hummels (letzte Saison) und Süle (Neu), bei den VVL stocken wir bei Akanji (wohl eher nicht) und bei Zagadou (wohl möglich, wenn er verletzungsfrei und entsprechende Leistungen anbietet). Die Gerüchte um weitere IV reisen aber nicht ab. Grds. halte ich es für nicht ausgeschlossen, dass vielleicht intern schon mal Mats angedeutet hat, dass er vielleicht schon das Karrieende jetzt im Blickfeld hat, bzw. nächste Saison, obwohl ich mir das nicht vorstellen kann, den "Piszu" in der IV gibt. Ich kann mir daher vorstellen, dass es entweder Akanji oder Schlotterbeck auch für die nächsten Jahre bei uns gibt, oder wir haben 3 Klasse Innenverteidiger unter Vertrag beim jetzigen System Rose im 4 - 3 - 3. Ich denke da ist es besonders spannend, was noch kommt. Die RV Situation ist ja bei uns Meunier, den ich pers. auch als Großverdiener ansehe, mit Dest oder Mazroui werden auch Kandidaten gehandelt, die mmN auch im Volumen zwischen 5 bis 9 Millionen Euro pro Jahr liegen könnten, gerade Dest, der bei Barca ja auch nicht nur wegen des Names spielt. Auf der LV (Guerreiro) Seite ist noch nichts bekannt. Evtl. denke der Verein ja auch über eine langfristige Lösung mit Tom Rothe als "Eigengewächs" nach.

Mit Adeyemi und Malen hätten wir dann zwei Stürmer die auch gerne über Außen kommen, und somit auch im Verbund die Seite mit den AVs berädern. Da muss dann auch gem. Guerreiro eine Einigkeit mit disen erzielen, bzw. Meunier oder der neue. Defensiv sehe ich da nicht so die große Entwicklung, da ich Mazroui ein paar mal gesehen habe und bei ihm deutliche Stärken im Hohen Pressing und auch als guter Flankengeber im Kopf habe. Das wiederum würde evtl. eine Annäherung an die Spielweise offensiv / defensiv an Hakimi erinnern, die mmN auch viele Probleme in der Abwehr gebracht haben, bzw. enorme Räume auf den Flüglen.
Zumal mir hier der richtige 6 fehlt, da Dahoud nicht die Präsenz eines 6er hat, sondern unter Druck auch Fehler macht, mit einem 6 daneben kommt er besser zur Geltung und evtl. mit Mazroui auch einen guten Spieler der ihn entlastet. Das würde dann zur Raute aber nicht passen. Marco wird wohl auf der 10 dann spielen. Nur fehlt dann vorne der 9er, da wir ja alle von einem Wechsel von Haaland ausgehen.

Da kann durchaus Nunez wieder ins Spiel kommen, oder man nimmt eine Lösung aus der BL, da ja Gerüchte um Schick da sind, die mmN aber finanz. nicht umsetzbar sind. Zudem kann ich mir bei Schick auch vorstellen, dass Bayers Taktik besser zu ihm passt als zu uns.

Wir alle sprechen wieder von Umbruch. Rose wird wohl bleiben und versuchen sein System zu etablieren, nur dazu braucht er entsprechende Spieler und wir als BVB müssen Spieler abgeben, da wir sonst schon im Training unter BL Bedingungen 2x45 Minuten spielen lassen können.

Ich halte es durchaus für möglich, dass ein IV kommt, wer passt dann am besten zu Süle? Hummels sehe ich da als nicht ideal an, für mich ist Mats zwar ein guter IV, aber nicht der Chef, der er ja wollte. Zagadou kann super spielen wie gegen Union; aber gegen Leverkusen, wirkte er teilw. wie ein 12 Mann der Leverkusener.

Da wir aber auch Quellen haben, die sagen dass ein IV noch kommt, frage ich mich schon seit langem, ob wir uns 3 Topverteidiger leisten können. Da wir auch auf RV suchen, frage ich mich auch da, was passiert mit Meunier, dass er nach Barcelona geht, kann ich irgendwie nicht glauben.

Unsere Abwehr braucht Qualität und Sicherheit, nur bekomme ich diese eben nicht mit Mats und Süle alleine hin, daher halte ich es schon für möglich dass ein Top IV noch kommt, nur welche Fähigkeiten sollten er haben, von den Quellen und Gerüchten haben wir mit Christensen dann einen 2ten Mats, mit Schlotterbeck die Zukunft und mit Mavropanos mmN einen talentierten aber nich überzeugenden IV (aktuell).

Offensive haben wir mit Reyna, Reus, Malen, Moukoko, Adeyemi und Haaland Nachfolger X, keinen körperlichen Brecher im Sturm, nur Tigges, nur den halte ich nicht für den Haaland Klon, inkl. der Torqoute, man kann dann ja noch den Stuttgarter Kalajdzic dazu nehmen, der aber auch nicht überzeugt aktuell.

Für Standards haben wir dann neben Süle, Zag, Mats keinen unbedingten Riesen. Die Stürmer überragen nicht körperlich und das Kopfballspiel ist da aber weniger überzeugend. Rapha und Mazroui sind ja auch keine richtigen Riesen, ich befürchte dann auch wieder ein Standardproblem, vielleicht hast Du ja ein bischen mehr Überblick und Ideen wen wir von den mit Quellen gefütterten Transfers das lösen können.


Ich glaube, dass wir defensiv vieles über eine höhere Kompaktheit gelöst bekommen können, wobei es nun eben mal klar festzulegen gilt, wo man diese Kompaktheit stattfinden lassen will. Es gibt Spieler, die brauchen eine tief zurückgezogene Mannschaft, die jedes Angriffspressing sabotiert und umgekehrt gibt es eben auch genau die Spieler, die die Kompaktheit tief in der gegnerischen Hälfte benötigen, damit das Angriffspressing aggressiv aufgezogen werden kann. Hier wird eine Homogenisierung stattfinden müssen und der Verein wird hier sicher die Frage beantworten müssen, wie sehr er ein aggressives Angriffspressing sehen will. Schnelle Spieler vorne, die Distanzen im Pressing schnell schließen können, helfen sicherlich, sind aber eben auch keine Lösung für die Kompaktheit der Mannschaft, sondern im Zweifel sogar Kandidaten, die dieser weiter schaden können. Läuft man daher hoch und aggressiv an, wird es im Nachrücken bestimmt und insbesondere durch den Raum, den man im Rücken öffnen kann. Das ist ein Dominoeffekt bis zur IV, betrifft aber alle Positionen. Reicht die Kompaktheit nicht, gehen Räume für jeden Gegner auf und das Angriffspressing führt häufiger als nicht zu nichts, selbst wenn man mit sehr vielen Spielern presst, wie es Rose aktuell macht - aber auch die Bayern unter Nagelsmann und auch schon unter Flick nutzten sehr viele Spieler im Pressing und Gegenpressing. Dabei geht es für mich also erst mal grundsätzlich um individuelle dynamische Qualität als auch kollektivtaktische Wechselwirkungen und erst dann um individualtaktische Umsetzung. Das zeigt aber auch schon, dass es wesentlich komplexer ist, als etwa eine (stark) zurückgezogene Kompaktheit zu erzeugen und ich denke, dass wir die Mannschaft damit schon seit einiger Zeit kräftig überfordern, weil nur Teile ausreichend dafür geeignet sind, selbst wenn man viel/alles darauf setzt und dafür die Absicherung reduziert oder noch mehr Einsatz verlangt - wie er in meinen Augen nicht konstant zu liefern ist. Passieren dann individuelle Fehler in der Absicherung, sobald der Aufwand im Pressing - den ich durchaus als sehr hoch bezeichnen würde, wofür viele Daten sprechen - nicht belohnt wird, sind diese schnell tödlich.

Dazu gibt es hier dann auch immer eine Wechselwirkung zum eigenen Ballbesitz, da es Pressing und vor allem Gegenpressing ohne Ballverluste gar nicht brauchen würde. Dabei verlieren wir zu viele Bälle in meinen Augen in Zonen, in denen wir weder für das Gegenpressing gut positioniert sind noch irgendeine Form der Absicherung haben. Dadurch kommen unsere Gegner dann auch oft genug leicht nach vorne, ohne viel dafür tun zu müssen und treffen dann auf eine nicht gerade kompakte Hintermannschaft, die so aufgestellt war, dass der Ballverlust eigentlich nur an einer ganz anderen Stelle hätte geschehen dürfen. Stark vereinfacht ausgedrückt: die Absicherung hinten ist dadurch auch oft genug, ohne selbst etwas dafür zu können, so aufgestellt, dass sie eine Situation abgesichert haben, die es gar nicht mehr gibt, wodurch dann auch viel improvisiert werden muss. Individuelle Qualität hilft hier dann meistens, wie auch der Wille und die Spielintelligenz der Spieler, die eigentlich schon überspielt sind, um nochmal eingreifen zu können, was im Grunde auch etwas ist, um die Kompaktheit (spät) wiederherzustellen, was dann aber wieder etwas ist, was die Offensiven nicht gut können, weil es am Einen oder Anderen hapert. Außer sie reißen sich extrem am Riemen, was aber nicht ständig zu erwarten ist und meines Erachtens auch nicht mehr anerzogen wird.

Es prallen also defensiv 2 Welten aufeinander, die dazu führen, dass die Mannschaft unterschiedliche Formen der Kompaktheit benötigt und zulässt. Das wird meines Erachtens mit dem Umbruch primär zu regeln sein, dass man hier eine Vereinheitlichung findet, wobei die Entscheidung, dass man offensiv und aggressiv pressen will, denke ich nicht erst seit Rose steht.

Adeyemi passt hier deswegen ganz gut rein denke ich, würde aber auch am Ball genug Argumente bringen, sollte sich mit Malen und Moukoko gut ergänzen und einen variablen, schnellen Angriff bilden. Darüber hinaus stellt sich aber die Frage, ob noch mehr passiert, indem auch für den anderen Flügel noch jemand kommt. Manche Gerüchte weisen darauf hin, andere zeigen eher an, dass es auch ein MS oder polyvalenter Angreifer sein könnte, durch den vor allem Reus meines Erachtens Konkurrenz bekommen sollte. So weit, wie mit Adeyemi ist man hier aber scheinbar aktuell mit keinem und woran die endgültige Entscheidung hapert, ist schwer zu durchschauen, wobei vorstellbar ist, dass das auch viel mit der Abgangseite zu tun hat, weil Haland der Geldbringer ist. Einen Adeyemi könnte man sicher auch als Vorgriff vorstrecken, da der Haland Abgang über kurz oder lang unausweichlich ist - lang heißt schließlich spätestens 2023. Darüber hinaus wird es aber sicher eng.

Schlotterbeck wäre in meinen Augen auch jemand, mit dem man die IV, neben Süle, so ergänzen kann, dass die Abwehr höher agieren kann, weil das Grundtempo damit ganz gut wäre. Aber auch eine Verlängerung mit Akanji würde nach wie vor Sinn machen, wobei ich denke, dass eine Verpflichtung von Schlotterbeck mittlerweile um einiges wahrscheinlicher ist. Schlotterbeck hätte gegenüber Akanji den Nachteil, dass er im Aufbau nicht dessen Qualität hat, wobei das wieder dadurch etwas angeglichen würde, dass weder Süle noch Akanji für meine Begriffe auf LIV ihr Optimum erreichen. Schlotterbeck ist dafür wesentlich kopfballstärker und im Verbund mit Süle würde die IV mit ihm dann sogar kopfballstärker zu erwarten sein als Hummels-Akanji, obwohl Hummels immer noch der stärkste Kopfballspieler wäre. Kollektivtaktisch bedingt muss Hummels meines Erachtens aber ins zweite Glied zurück. Darüber hinaus passiert meines Erachtens auf der Zugangseite in der IV nichts mehr, sofern Hummels seine Karriere nicht vorzeitig beendet. Dann käme es auf die Verlängerung von Zagadou an, der meines Erachtens strategisch aber nicht so richtig reinpassen will. Hier dürften aber finanzielle Überlegungen eine große Rolle spielen, da man spätestens 2023 sonst einen Hummels Nachfolger holen müsste, wenn Zagadou nicht verlängern sollte und dafür keine direkte Einnahmequelle auf der Abgangseite hätte. Worst Case wäre somit: Akanji, Zagadou und Hummels hören diesen Sommer auf oder gehen und das wird man in jedem Fall zu vermeiden versuchen. Ich persönlich hege aber eh große Zweifel daran, dass Hummels nächste Saison ins zweite Glied rückt, sondern gehe davon aus, dass Akanji geht und Schlotterbeck als Lehrling geholt wird, der erst ab 2023 richtig übernehmen soll.

Mindestens solange wird es dann vom Mittelfeld auch große Löcher zu stopfen gelten, wobei niemand so recht dafür geeignet ist. Bellingham ist ein Pressingspezialist, in der Rückwärtsbewegung aber ähnlich nachlässig, wie die Kreativen oder Abschlussspieler, die wir sonst im Zentrum sehen. Denen kann man das Bemühen meist nicht absprechen, aber trotzdem keine Qualität zusprechen. Auf der 6 hat man dann defensiv die Wahl, ob man auf Spielintelligenz, Laufstärke oder Physis setzt, aber alles zusammen bekommt man nicht auf den Platz, selbst dann nicht, wenn man gleich 2 6er bringt, was dafür wieder irgendetwas anderes kostet. Für mich ist die 6 daher eigentlich eine große Baustelle, die für die Kompaktheit enorm hilfreich sein könnte, wenn sie gelöst wird, weil ein Spieler, der möglichst alles auf den Platz bringt, womöglich sogar in der Lage ist an mehr Tagen als sonst die unterschiedlichen Bedürfnisse des Teams zusammenzubringen. Eben als das Verbindungsstück, das ein 6er sein sollte. Dahoud macht das in meinen Augen zwar nicht schlecht, aber auch in vielerlei Hinsicht nicht gut genug, was aber auch schwer ist, weil die Aufgabe eine Herausforderung für jeden wäre. Die Gerüchteküche ist dahingehend bislang aber relativ still. Dazu hat Bellingham keinen BU, während sich Reus, Brandt und Reyna um den letzten Platz im Mittelfeld streiten, dabei aber die Balance jeweils stark beeinflussen, sowohl im Positiven als auch im Negativen. Auch hier wäre es meines Erachtens daher sinnvoll, wenn man sich in Zukunft etwas klarer positionieren würde, indem man sich entweder klar zu Reus als Mittelfeldspieler bekennt oder zu Reyna und Brandt. Sollte es auf Reus hinauslaufen, müsste von der 6 und von den AV in Sachen Aufbau und Spielverbindung aber gleich nochmal mehr verlangt werden. Bei Reyna und Brandt, wäre im Abschluss mehr von den Angreifern verlangt, was mit Adeyemi bedient würde, aber bei einem Haland Abgang nicht nur einen positiven Effekt hätte und daher nicht bedeutet, dass das Bekenntnis zu Reus als Mittelfeldspieler keine Option ist.

Auf den AV will Guerreiro verlängern, es scheint aber noch keine Gespräche gegeben zu haben. Das muss nichts heißen, kann aber sowohl darauf hindeuten, dass der Verein umplant oder sich zumindest Zeit kauft, weil aktuell nicht der ganz große Druck für Verhandlungen da zu sein scheint. Großartige Alternativen erwarte ich aber auch nicht, obwohl dadurch zumindest zu hoffen ist, dass Schulz, bedingt durch einen schwachen LV Markt, einen Abnehmer findet. Auf RV ist die Geschichte sogar noch undurchsichtiger, da man zwar Meuniers verbesserte Saison registriert, aber auch durchaus die weiterhin bestehenden Defizite. Die Frage ist nur, was machbar und vor allem, was sinnvoll ist. Macht ein weiterer Topverdiener dort, ob ablösefrei oder nicht, etwa Sinn? Ich denke irgendwie ist das schwer vorstellbar. Also würde ein Mazraoui einen Meunier Abgang bedingen. So richtig konkret wirkt das aber nicht auf mich, auch wenn es mit Barca Gerüchte gab. Zumal die Gerüchte eng damit verbunden waren, dass Barca einen umgekehrten Deal mit Dest wollte, wodurch dessen Abgang, ob zum BVB oder sonstwohin, Grundbedingung sein dürfte, um so einen Deal zu ermöglichen. Vermutlich wäre es für Barca dann aber klüger und einfacher Mazraoui zu holen, weswegen es verwunderlich wäre, wenn der BVB am Ende sich hier durchsetzt, unabhängig davon, wie er hier meines Erachtens reinpassen sollte. Nicht grundsätzlich schlecht, aber es müsste eben etwas darüber hinaus passieren und zwar mindestens ein weiterer OA zu Adeyemi und die 6 müsste meines Erachtens auch wieder etwas mehr umgebaut werden. Hier gibt es also in allen Fällen enorme Unsicherheit, weswegen die Planung undurchsichtig ist und die Umsetzbarkeit der Grundbedingungen sogar noch mehr.

Das Ding, warum es aber aktuell so undurchsichtig ist: alle Andeutungen, die der Verein transfertechnisch aktuell noch macht, mit Gerüchten, die sich seit Wochen halten und eher noch verstärkt haben, würden bedeuten, dass Hummels und Reus Positionen in Frage gestellt werden müssen. In meinen Augen wäre das durchaus gerechtfertigt, aber irgendwo nicht sonderlich realistisch. Ich glaube, dass beide Spieler im Verein längst nicht so kritisch gesehen werden und noch dazu Kredit aufgebaut haben, durch den ich nicht glaube, dass sie am Ende tatsächlich die Leidtragenden der Transferpolitik des nächsten Sommers sein werden. Dabei sind sie es, die durch die Spieler am stärksten beeinflusst werden, die ich für die aktuell wahrscheinlichsten weiteren Zugänge halte: Adeyemi und Schlotterbeck. Wenn hier schon nicht klar zu beantworten ist, was man vorhat, kann man auch nicht beantworten, welche Probleme man intern identifiziert hat und priorisiert in die Transferpolitik einfließen lässt.

Kannst Du genauer aufzeigen, inwieweit uns Hummels Kompaktheit kostet?

Ich empfinde es weniger so. Zwar halte ich Hummels fehlendes Tempo ebenfalls für ein Problem, aber er ist für mich bezüglich des Naturells ein offensiver Verteidiger.
Wenn wir im Ballbesitz sind, will Hummels Akzente setzen und agiert nach vorne gerichtet. Er sorgt dann damit auch für eine gewisse Kompaktheit, denke ich. Verlieren wir anschließend den Ball, sollte die Ausgangssituation für das Gegenpressing nicht schlecht sein. Auch geht Hummels dann gerne selber ins Pressing. Das sehe ich oftmals eher negativ bei ihm, weil das Risiko zu groß ist. Aber die Kompaktheit im Mittelfeld wird durch diese Aktionen erhöht.

Also, ich halte uns hinten links mit Hummels ebenfalls für anfällig; besonders in Kombination mit Guerreiro. Aber bezüglich unserer Kompaktheit im Gegenpressing nehme ich keinen Nachteil durch Hummels war. Problematisch sehe ich da vor allem, dass Hummels dann in Kontersituationen überspielt werden kann, weil er nach vorne verteidigt oder zu langsam ist. Aber Hummels ist für mich keiner, der durch eine tiefe und abwartende Positionierung auffällt.
Einen merklichen Effekt auf unsere Kompaktheit im Gegenpressing würde ich nicht erwarten, wenn Hummels ersetzt würde. Aber die Restverteidigung sollte gestärkt werden können.

Das Mittelfd ist vielleicht sogar die größte Baustelle. Hier würde ich mir ebenfalls mehr Gerüchte um einen Sechser (und/oder Achter) wünschen.
Zwar halte ich unser Mittelfeld individuell gesehen für gut aufgestellt, aber die Balance passt nicht. Mir fehlt es dort vor allem an Spielintelligenz für ein konstant gutes Pressing. Es gehen dort zu oft Räume auf. Hier bräuchte es eins, zwei Spieler, die so etwas antizipieren und diese Räume schließen bevor sie entstehen.
Mit einem idealen Sechser könnten wir wohl ein gut ausbalanciertes Mittelfeld mit und gegen den Ball hinbekommen. Aber wahrscheinlich bekommen wir keinen, der das alles erfüllt. Dann wären vielleicht sogar zwei neue Leute für das Mittelfeld angebracht.
Jedenfalls würde ich für die Umsetzung von Roses Taktik im Mittelfeld einen wichtigen Hebel erwarten. Allerdings hat Rose diese Saison noch nicht alles ausgeschöpft. Mit Witsel und Can kann Rose in die Balance eingreifen. Sollte allerdings Witsel regelmäßig spielen, wird man umso mehr auf der Sechs im Sommer handeln müssen.
BVB - Transferpolitik |#16903
15.02.2022 - 15:20 Uhr
Zitat von mba123

Kannst Du genauer aufzeigen, inwieweit uns Hummels Kompaktheit kostet?

Ich empfinde es weniger so. Zwar halte ich Hummels fehlendes Tempo ebenfalls für ein Problem, aber er ist für mich bezüglich des Naturells ein offensiver Verteidiger.
Wenn wir im Ballbesitz sind, will Hummels Akzente setzen und agiert nach vorne gerichtet. Er sorgt dann damit auch für eine gewisse Kompaktheit, denke ich. Verlieren wir anschließend den Ball, sollte die Ausgangssituation für das Gegenpressing nicht schlecht sein. Auch geht Hummels dann gerne selber ins Pressing. Das sehe ich oftmals eher negativ bei ihm, weil das Risiko zu groß ist. Aber die Kompaktheit im Mittelfeld wird durch diese Aktionen erhöht.

Also, ich halte uns hinten links mit Hummels ebenfalls für anfällig; besonders in Kombination mit Guerreiro. Aber bezüglich unserer Kompaktheit im Gegenpressing nehme ich keinen Nachteil durch Hummels war. Problematisch sehe ich da vor allem, dass Hummels dann in Kontersituationen überspielt werden kann, weil er nach vorne verteidigt oder zu langsam ist. Aber Hummels ist für mich keiner, der durch eine tiefe und abwartende Positionierung auffällt.
Einen merklichen Effekt auf unsere Kompaktheit im Gegenpressing würde ich nicht erwarten, wenn Hummels ersetzt würde. Aber die Restverteidigung sollte gestärkt werden können.

Das Mittelfd ist vielleicht sogar die größte Baustelle. Hier würde ich mir ebenfalls mehr Gerüchte um einen Sechser (und/oder Achter) wünschen.
Zwar halte ich unser Mittelfeld individuell gesehen für gut aufgestellt, aber die Balance passt nicht. Mir fehlt es dort vor allem an Spielintelligenz für ein konstant gutes Pressing. Es gehen dort zu oft Räume auf. Hier bräuchte es eins, zwei Spieler, die so etwas antizipieren und diese Räume schließen bevor sie entstehen.
Mit einem idealen Sechser könnten wir wohl ein gut ausbalanciertes Mittelfeld mit und gegen den Ball hinbekommen. Aber wahrscheinlich bekommen wir keinen, der das alles erfüllt. Dann wären vielleicht sogar zwei neue Leute für das Mittelfeld angebracht.
Jedenfalls würde ich für die Umsetzung von Roses Taktik im Mittelfeld einen wichtigen Hebel erwarten. Allerdings hat Rose diese Saison noch nicht alles ausgeschöpft. Mit Witsel und Can kann Rose in die Balance eingreifen. Sollte allerdings Witsel regelmäßig spielen, wird man umso mehr auf der Sechs im Sommer handeln müssen.


Im Grunde sprichst du es schon an, wobei ich es etwas anders bewerte. Hummels rückt ja meist doch erst aus einer zurückgezogenen Position ins Mittelfeld ein, sobald es in die Gegenbewegung geht, selbst wenn sich sein Gegenspieler bereits vorher ins Mittelfeld abgesetzt hat - selbst wenn über seine Seite sonst kein Spieler mehr käme und Akanji wird ja erst recht nicht besser abgesichert, falls der gerade einen Gegenspieler hat, wenn Hummels erst relativ spät rausrückt. Die Kompaktheit besteht vor allem zum Zeitpunkt des Ballverlusts daher meist nicht, weil Hummels bis dahin tiefer eingerückt ist. Manchmal geht es nicht anders, es ist grundsätzlich auch ein Verhalten, das man von einem IV mit seinem Speed erwarten darf, aber für mich entscheidet er sich dann desöfteren falsch, wenn er doch noch versucht die Kompaktheit herzustellen und rausrückt, um zu versuchen, dass er noch im Zwischenraum den (ballführenden) Mann stellen kann. Die Lücken sind dann aber desöfteren schon zu groß gewesen, teils sogar für wesentlich schnellere Spieler aussichtslos, um sie zuzulaufen, weswegen Hummels meines Erachtens keine Kompaktheit mehr im Mittelfeld hergestellt hat, sondern nur die Staffelung der Kette riskierte, sodass der Zwischenraum bereits offen war, der Ball dort reinkommt und Hummels im Versuch den Zwischenraum zu schließen dann den Raum hinter sich auch noch öffnet.

Wobei man auch sagen muss, dass Hummels das seit Jahresbeginn deutlich besser im Griff hat und das Herausrücken bei zu großen Abständen in meinen Augen stark reduzierte, sondern die Position konstanter hielt, was der restlichen Mannschaft in der Rückwärtsbewegung Zeit kaufte, die sie nicht immer zu nutzen wusste. Ein ähnliches Risiko gibt es übrigens auch bei Schlotterbeck, der stilistisch ähnlich agiert und lieber aus einer zurückgezogenen Position agiert, um daraus dann nach vorne zu verteidigen und die Lücken zu schließen. Schlotterbeck ist allerdings auch deutlich mobiler und schneller, sodass er Lücken schneller schließen kann und sich vor allem auch schneller erholen kann, falls er ins Leere läuft oder zumindest abbricht, sobald er klar erkennt, dass er sofort wieder den Rückwärtsgang einlegen muss. Trotzdem wird es bei ihm auch gelten, dass man daran arbeiten müsste, wie er sich in höheren Räumen frühzeitig positioniert, damit erst keine Distanzen zum Mann aufgehen, die er nicht rechtzeitig schließen kann.

Bezüglich Mittelfeld bin ich komplett bei dir. Wobei mein Blick hier auch mehr in Richtung Absicherung des Pressings geht, als in Richtung Pressing selbst. Ich glaube zwar, dass ein 6er, der im Gegenpressing mitwirken kann, einen hohen Wert hat, um den Gegner einzuschnüren und finde auch, dass sowohl Dahoud als auch Can hierbei oft einen guten Job machen, wenn sie nachschieben und man den Ball tief in der gegnerischen Hälfte verlor, aber jeweils zu hektisch reagieren, falls es zu frühzeitigeren Ballverlusten kommt. Die Hektik führt dann entweder zu einem Nachsetzen, das zu ballorientiert ist, wodurch der Blick für die Räume verloren geht, in die der Gegner dadurch aber erst recht spielen kann, um die sich der 6er meines Erachtens aber hauptsächlich kümmern müsste. Das Nachsetzen verpufft so häufig, weil man immer langsamer als der Ball sein wird oder man sieht vor allem von Can dann auch sehr schnelle Fouls, oft sogar in Situationen, in denen sich das Netz der Mitspieler gerade zuzieht und die Balleroberung möglich sein sollte, weil die Vorbereitung dafür passen. Das war jeweils dann auch Begleitumstand für mehrere Gegentore diese Saison, dessen Reduktion meines Erachtens großes Potenzial hätte, um mit relativ wenig Mitteln einen größeren Hebel zu bedienen, der Druck von der Verteidigung nimmt.
BVB - Transferpolitik |#16904
15.02.2022 - 17:30 Uhr
Die angesprochenen und angedachten (und auch notwendigen) Umbaumaßnahmen sind natürlich nicht gerade geringfügig.

Ich frage mich daher durchaus, wie man das alles bezahlen möchte?

Aktuell hat man mit Süle bereits einen weiteren Topverdiener unter Vertrag genommen. Als Abgänge stehen bislang wohl lediglich Witsel und Pongracic als quasi-sichere Kandidaten fest.

Ich würde bei dieser Konstellation davon ausgehen, dass man das Gehaltsbudget in etwas auf dem gleichen Level halten kann. Süle wird in etwa das bekommen, was Witsel und Pongracic jetzt einstreichen.

Verlängert man nun mit Akanji, müsste man schon Zagadou abgeben, um das Gehaltsniveau nicht anzuheben. Gleiches gilt wenn man Akanji abgibt und stattdessen Schlotterbeck verpflichtet.

Verlängert man trotzdem mit Zagadou, hätte man nicht nur eine Umverteilung von Budget aus dem Mittelfeld (Witsel) in die Abwehr, sondern auch einen Gesamtanstieg des Gehaltsbudgets an sich erreicht. Das würde ich angesichts der Corona-Verluste nicht besonders gelungen finden.

Um jetzt hier weitere gestaltende Maßnahmen am Kader vorzunehmen, müssten uns Spieler verlassen. Ein Kandidat wird sicherlich Haaland sein. Sollte dieser jedoch durch den teuren aber vielversprechenden Adeyemi ersetzt werden, wird von der Haaland-Einnahme aber wenig für andere Bereiche übrig bleiben.

Hier stellen sich dann bei möglichen Abgängen zur Gegenfinanzierung folgende beiden Fragen:

- Ist man BVB überhaupt willens, hier konsequent auch Spieler abzugeben? War in der Vergangenheit nicht so, im Zweifel wurde hier der Trainer ausgetauscht, echte Folgen für die Spieler gab kaum (nach der schlechten letzten Saison traf es nur das einfache Opfer Bürki)
- Gibt es am Markt überhaupt eine nennenswerte Nachfrage nach Spielern, die der BVB loswerden möchte? Der Markt war recht schwierig und ist es nach wie vor. Gerade für teure Mittelklassespieler ausserhalb des Talentalters ist es extrem, der Markt ist hier förmlich zusammengebrochen.


Diese Fragen lassen bei mir erhebliche Zweifel zurück, ob man -da eine Erhöhung des Gehaltsetats wirtschaftlich schwierig ist und auch mit großen Risiken behaftet wäre- überhaupt einen größeren personellen Cut machen möchte (ab 3 Stammspieler aufwärts) und ob es der Markt dann auch zulässt.

PS: Ende Februar kommt der Halbjahresbericht, dann dürfte man auch klarer sehen können, in welche Richtung man sich wirtschaftlich bewegt und welche Restriktionen sich hier mitunter ergeben werden.
BVB - Transferpolitik |#16905
15.02.2022 - 18:42 Uhr
Zitat von Nic
Die angesprochenen und angedachten (und auch notwendigen) Umbaumaßnahmen sind natürlich nicht gerade geringfügig.

Ich frage mich daher durchaus, wie man das alles bezahlen möchte?

Aktuell hat man mit Süle bereits einen weiteren Topverdiener unter Vertrag genommen. Als Abgänge stehen bislang wohl lediglich Witsel und Pongracic als quasi-sichere Kandidaten fest.

Ich würde bei dieser Konstellation davon ausgehen, dass man das Gehaltsbudget in etwas auf dem gleichen Level halten kann. Süle wird in etwa das bekommen, was Witsel und Pongracic jetzt einstreichen.

Verlängert man nun mit Akanji, müsste man schon Zagadou abgeben, um das Gehaltsniveau nicht anzuheben. Gleiches gilt wenn man Akanji abgibt und stattdessen Schlotterbeck verpflichtet.

Verlängert man trotzdem mit Zagadou, hätte man nicht nur eine Umverteilung von Budget aus dem Mittelfeld (Witsel) in die Abwehr, sondern auch einen Gesamtanstieg des Gehaltsbudgets an sich erreicht. Das würde ich angesichts der Corona-Verluste nicht besonders gelungen finden.

Um jetzt hier weitere gestaltende Maßnahmen am Kader vorzunehmen, müssten uns Spieler verlassen. Ein Kandidat wird sicherlich Haaland sein. Sollte dieser jedoch durch den teuren aber vielversprechenden Adeyemi ersetzt werden, wird von der Haaland-Einnahme aber wenig für andere Bereiche übrig bleiben.

Hier stellen sich dann bei möglichen Abgängen zur Gegenfinanzierung folgende beiden Fragen:

- Ist man BVB überhaupt willens, hier konsequent auch Spieler abzugeben? War in der Vergangenheit nicht so, im Zweifel wurde hier der Trainer ausgetauscht, echte Folgen für die Spieler gab kaum (nach der schlechten letzten Saison traf es nur das einfache Opfer Bürki)
- Gibt es am Markt überhaupt eine nennenswerte Nachfrage nach Spielern, die der BVB loswerden möchte? Der Markt war recht schwierig und ist es nach wie vor. Gerade für teure Mittelklassespieler ausserhalb des Talentalters ist es extrem, der Markt ist hier förmlich zusammengebrochen.


Diese Fragen lassen bei mir erhebliche Zweifel zurück, ob man -da eine Erhöhung des Gehaltsetats wirtschaftlich schwierig ist und auch mit großen Risiken behaftet wäre- überhaupt einen größeren personellen Cut machen möchte (ab 3 Stammspieler aufwärts) und ob es der Markt dann auch zulässt.

PS: Ende Februar kommt der Halbjahresbericht, dann dürfte man auch klarer sehen können, in welche Richtung man sich wirtschaftlich bewegt und welche Restriktionen sich hier mitunter ergeben werden.


Naja ich denke mit der KE ist schon mal ein großer Teil der Verluste angegangen worden. Hinzu kommt, dass die Pandemie gerade dabei ist endemisch zu werden und im März bereits mit vollen Stadien gerechnet wird.

Gleichzeitig dürften Haaland und Akanji alleine zusammen an die 100 Mio einbringen und selbst einen Hazard Abgang halte ich nicht mehr für ausgeschlossen. Der wird in England wahrscheinlich einen Markt haben und sollte man dann bereit sein ihn ziehen zu lassen, hieße das wahrscheinlich nochmal Mehreinnahmen von roundabout 20 Mio.
Kleinere Transfers wie die von Bürki würden darüber hinaus zwar keine hohe Ablöse einspielen, aber zumindest Platz beim Budget bedeuten.

Des Weiteren dürften wir ziemlich sicher die CL erreichen, was für mich fast der wichtigste Punkt ist.
Ich kann mir sogar vorstellen, dass man ein Stück weit von der schwarzen Null abkehrt, ohne dabei verrückte Sachen zu machen oder sich finanziell zu übernehmen. Denn stille Reserven dürfte man mit Spielern wie Bellingham, Reyna und demnächst wohl auch Adeyemi genügend haben, die wohl eines Tages alle mal eine gute Summe einspielen werden.

Die Deals die man vor der Pandemie hat abschließen können, waren jedenfalls strategisch finanziell extrem wichtig für die nächsten Jahre und ich kann mir vorstellen, dass man zwar Reserven für zukünftige Pandemie-Probleme zur Seite legt, aber auch das generelle Risiko ein Stück weit erhöht.
Auch unsere U-19 ist sicherlich ein Faktor. Mit dem kann man zwar nicht garantiert planen, aber wenn die Jungs sich so weiter entwickeln wie bisher, werden wir nachhaltig dann auch weniger investieren müssen, so könnte die Idee sein.

Das ist zumindest meine Sicht der Dinge in der Transferpolitik.
BVB - Transferpolitik |#16906
15.02.2022 - 19:51 Uhr
In der Kaderschmiede findet man ein paar Infos dazu, Gehälter sind natürlich nicht 100%ig aber so ca.

Hier z.b.:

Abgänge:
Name---------Erlös------ Gehaltsersparnis
Bürki----------1 Mio------ -5,8 Mio
Akanji-------- 30 Mio------2,9 Mio
Pongracic----0 Mio-------2,2 Mio
Passlack------0,5Mio-----0,5Mio
Schulz-------- 2 Mio-------5,8 Mio
Witsel---------0 Mio-------7,4 Mio
Wolf-----------5Mio------- 5,0Mio
Raschl--------0 Mio--------0,22 Mio
Reinier--------0 Mio--------0,35 Mio
Knauff-------- 0,5 Mio------0,40 Mio
Hazard-------20 Mio--------4,8 Mio
Haaland -----75 Mio--------8,0 Mio

Einnahmen: 134 Mio
Gehaltsersparnis: 43,62 Mio

Zugänge:
Schlotterbeck---20 Mio-----4 Mio
Süle-----------------0 Mio-----9,5 Mio
Mazraoui-----------0 Mio-----5 Mio
Bensebaini------18 Mio------5 Mio
B.Kamara----------0 Mio-----5 Mio
Adeyemi--------- 30 Mio-----6 Mio
Schick ----------- 40 Mio-----8Mio

Ausgaben: 108 Mio + 3x Handgeld 15Mio = 123 Mio
Gehalt: 42,5 Mio



Wobei ich das Gehalt von Reinier und Akanji höher einschätzen würde.
BVB - Transferpolitik |#16907
15.02.2022 - 21:12 Uhr
Zitat von WestZigarettes
Zitat von BvB_Luetze

In der Kaderschmiede findet man ein paar Infos dazu, Gehälter sind natürlich nicht 100%ig aber so ca.

Hier z.b.:

Abgänge:
Name---------Erlös------ Gehaltsersparnis
Bürki----------1 Mio------ -5,8 Mio
Akanji-------- 30 Mio------2,9 Mio
Pongracic----0 Mio-------2,2 Mio
Passlack------0,5Mio-----0,5Mio
Schulz-------- 2 Mio-------5,8 Mio
Witsel---------0 Mio-------7,4 Mio
Wolf-----------5Mio------- 5,0Mio
Raschl--------0 Mio--------0,22 Mio
Reinier--------0 Mio--------0,35 Mio
Knauff-------- 0,5 Mio------0,40 Mio
Hazard-------20 Mio--------4,8 Mio
Haaland -----75 Mio--------8,0 Mio

Einnahmen: 134 Mio
Gehaltsersparnis: 43,62 Mio

Zugänge:
Schlotterbeck---20 Mio-----4 Mio
Süle-----------------0 Mio-----9,5 Mio
Mazraoui-----------0 Mio-----5 Mio
Bensebaini------18 Mio------5 Mio
B.Kamara----------0 Mio-----5 Mio
Adeyemi--------- 30 Mio-----6 Mio
Schick ----------- 40 Mio-----8Mio

Ausgaben: 108 Mio + 3x Handgeld 15Mio = 123 Mio
Gehalt: 42,5 Mio



Wobei ich das Gehalt von Reinier und Akanji höher einschätzen würde.


Ist aber auch sehr optimistisch gerechnet.
Ob Akanji (bei dem ich immer noch hoffe, dass er verlängert) mit einem Jahr Restbetrag noch 30 Mio. bringt, wage ich zu bezweifeln, und Hazard wird sich vermutlich eher Richtung 15 bewegen.
Adeyemi für 30 ist mMn fraglich und Schick für 40 komplett unrealistisch.
Natürlich könnte das in der Theorie irgendwie so grob hinkommen mit der Gegenfinanzierung, aber offensive Außen (wenn man danach überhaupt Ausschau hält) hätten wir dann immer noch nicht.

PS: Bei den 2 Millionen für Schulz sind mir fast die Tränen gekommen Lachend Unfassbar, dass man da einfach 20 Mio in den Sand gesetzt hat.


War auch nur als Beispiel genommen für den User oben.
BVB - Transferpolitik |#16908
15.02.2022 - 21:33 Uhr
Zitat von KalleRiedle11
Naja ich denke mit der KE ist schon mal ein großer Teil der Verluste angegangen worden. Hinzu kommt, dass die Pandemie gerade dabei ist endemisch zu werden und im März bereits mit vollen Stadien gerechnet wird.


Rein ertragstechnisch konnte man die Eigenkapitalaufzehrung durch die Pandemieverluste sicher ein gutes Stück weit ausgleichen. Liquiditätsseitig jedoch nicht, hier spielt besonders eine Rolle, dass man bereits vor der Pandemie stark im Risiko war und ein deutlich negatives Working Capital ausgewiesen hatte.

Die Zuschauerrückkehr ist zwar schön, aber nicht ausreichend für den BVB. Man hatte nämlich für die Planung 21/22 mit einer früheren Rückkehr zur Zuschauer-Volllast gerechnet. Dazu kommt das Verpassen des CL-Achtelfinals, was m.E. in der Ergebnisprognose mit drin war. Man befindet sich in Summe daher schon unter dem eher schwachen Plan-Ergebnis 21/22.

Man hat so viel Substanz, am Ende wird einem das nichts anhaben können. Dennoch stellt sich die Frage, ob eine Erhöhung des Gehaltsetats hier dann die angemessene Reaktion ist. Dies immer unter Beachtung der bereits vor der Pandemie angehäuften Probleme, vieler ungelöster Kaderthemen und einem bereits jetzt zu hohen Personalaufwands. Nicht mal zu hoch in Bezug auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, sondern in Bezug auf das Preis-Leistungsverhältnis des Kaders. Das ist einfach nicht gut.

Hier weiter ins Risiko zu gehen, ohne aber Altlasten sauber abgearbeitet zu haben, bedeutet dann auch im schlechten Ausgang eine deutliche Einschränkung der Handlungsmöglichkeiten in der Zukunft.

Zitat von KalleRiedle11
Gleichzeitig dürften Haaland und Akanji alleine zusammen an die 100 Mio einbringen und selbst einen Hazard Abgang halte ich nicht mehr für ausgeschlossen. Der wird in England wahrscheinlich einen Markt haben und sollte man dann bereit sein ihn ziehen zu lassen, hieße das wahrscheinlich nochmal Mehreinnahmen von roundabout 20 Mio.


Ja die wird man einnehmen können. Mit Adeyemi und Schlotterbeck sind dann jedoch schon einmal rund 60 Mio. wieder weg, Süles Handgeld liegt ja Berichten zufolge auch zwischen 15 und 20 Mio. Dazu kommen Beraterhonorare usw. Denke also nicht das man hier so viel Spielraum schaffen wird um umfangreiche Quersubventionen in andere Mannschaftsteile vorzunehmen - zumindest nicht kostenneutral. Mit höherem Risiko ist es drin.

Zitat von KalleRiedle11
Kleinere Transfers wie die von Bürki würden darüber hinaus zwar keine hohe Ablöse einspielen, aber zumindest Platz beim Budget bedeuten.


Das wäre natürlich bares Geld wert. Bürki ist hier ja nicht der einzige Kandidat, auch die überteuerten Schulz und Wolf gehören in diese Kategorie. Ich befürchte jedoch, dass man hier eher noch drauflegen muss, um die Leute loszuwerden. Selbst einem Schürrle mussten wir fast noch ein halbes Jahresgehalt hinlegen, nur damit er 2 Tage später die Karriere beendet. Wird bei diesen Jungs recht ähnlich sein.

Zitat von KalleRiedle11
Des Weiteren dürften wir ziemlich sicher die CL erreichen, was für mich fast der wichtigste Punkt ist.


Ja ist es, das ist essenziell für uns. Das finanzielle Risiko bei Verpassen der CL würde nochmal klar steigen. Bislang konnte man rein wirtschaftlich bei Verpassen der CL grundsätzlich den Kader halten, wenn auch dann kein großer Spielraum für eigene Einkäufe zur Verfügung stand. Erhöht man das Risiko jetzt weiter, wird man beim Verpassen der CL Spieler verkaufen müssen.

Dieses Szenario ist nicht besonders realistisch, man verpasste in den letzten 10 Jahren jetzt dann genau 1 Mal die CL. Man sollte sich aber immer der Risiken bewusst sein, auch wenn sie gering sind.

Zitat von KalleRiedle11
Ich kann mir sogar vorstellen, dass man ein Stück weit von der schwarzen Null abkehrt, ohne dabei verrückte Sachen zu machen oder sich finanziell zu übernehmen. Denn stille Reserven dürfte man mit Spielern wie Bellingham, Reyna und demnächst wohl auch Adeyemi genügend haben, die wohl eines Tages alle mal eine gute Summe einspielen werden.


Das dürfte mit Aki und Treß nicht passieren. Kontrolliertes Risiko ja, verrückte Sachen nein. Diese Devise werden sie beibehalten und Jahresverluste nur in einzelnen Ausnahmejahren eingehen.

Ja die stillen Reserven sind da. Wurden nur leider in den letzten Jahren zum Ausbügeln von Transferfehlern genutzt und konnten nicht wirklich zur Verbesserung des Teams eingesetzt werden. Fände ich besser, wenn das diesmal klappt und man die Missverständnissen mal anderweit auflöst als immer nur mit Geld (aus dem Verkauf der Talente). Adeyemi hat natürlich erst mal nicht die ganz großen stillen Reserven bei nem Einkaufspreis von 40 Mio. Dazu kommen noch eventuelle stille Lasten (so hat Malen seine Ablöse noch nicht gerechtfertigt, kann aber noch da hin kommen).

Zitat von KalleRiedle11
Die Deals die man vor der Pandemie hat abschließen können, waren jedenfalls strategisch finanziell extrem wichtig für die nächsten Jahre und ich kann mir vorstellen, dass man zwar Reserven für zukünftige Pandemie-Probleme zur Seite legt, aber auch das generelle Risiko ein Stück weit erhöht.


Durch die Deals muss ja das Risiko bspw. einer höheren Personalkostenquote gar nicht gegangen werden, man hat ja die Einnahmen und muss nicht spekulieren. Auf die Preis-Leistung ist natürlich trotzdem zu achten. Rücklagen wird man hier erst mal nicht bilden können, da noch etliche Rückstände erst einmal bedient werden müssen (siehe auch negatives Working Capital bzw. das bestehende Ungleichgewicht zwischen kurzfristigen Forderungen und kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Zitat von KalleRiedle11
Auch unsere U-19 ist sicherlich ein Faktor. Mit dem kann man zwar nicht garantiert planen, aber wenn die Jungs sich so weiter entwickeln wie bisher, werden wir nachhaltig dann auch weniger investieren müssen, so könnte die Idee sein.


Hier muss Geld investiert werden, das umfasst ja auch die U23 in Liga 3. Mit Knauff, Tigges und Raschl gibts da ja erste Erfolge. Bin gespannt ob sich die Spielpraxis in einer Herren-Profiliga positiv auf junge Spieler wie Coulibaly oder Kamara auswirkt. Finde das Konzept auf jeden Fall gut und recht risikolos. Kommt dadurch nur alle 3 Jahre ein Spieler durch oder kann halbwegs verkauft werden, rechnet sich das bereits.

Zitat von KalleRiedle11
Das ist zumindest meine Sicht der Dinge in der Transferpolitik.


Ja man kann hier durchaus das Risiko gehen. Man muss es dann nur irgendwann wieder einfangen. Die auslaufenden Verträge von Hummels und Reus bieten da nächstes Jahr natürlich auch nochmal Spielraum, gewisse Entwicklungen wieder einzufangen, sofern man denn will.

Was mich daran einfach sehr stört ist der mittlerweile fast zur Gewohnheit gewordene Umstand, Kaderprobleme und Transfer-Flops mit noch mehr Geld zu lösen und nicht mehr so sehr eine Lösung über Konzepte und Ideen gesucht wird.
BVB - Transferpolitik |#16909
15.02.2022 - 22:04 Uhr
Zitat von BvB_Luetze

Abgänge:
Name---------Erlös------ Gehaltsersparnis
Bürki----------1 Mio------ -5,8 Mio
Akanji-------- 30 Mio------2,9 Mio
Pongracic----0 Mio-------2,2 Mio
Passlack------0,5Mio-----0,5Mio
Schulz-------- 2 Mio-------5,8 Mio
Witsel---------0 Mio-------7,4 Mio
Wolf-----------5Mio------- 5,0Mio
Raschl--------0 Mio--------0,22 Mio
Reinier--------0 Mio--------0,35 Mio
Knauff-------- 0,5 Mio------0,40 Mio
Hazard-------20 Mio--------4,8 Mio
Haaland -----75 Mio--------8,0 Mio


Und welcher real in dieser Welt existierende Verein kauft Bürki, Passlack, Schulz, Wolf oder Hazard aus deren Verträgen und zahlt dann das Gehalt, das die bei uns verdienen? Das ist doch wirklich Quatsch! Ich kann den Wunsch nach einem größeren Umbruch ja verstehen, aber das wird nicht passieren. Selbst wenn man z.B. Schulz oder Wolf verleiht, bleibt man auf einem Großteil des Gehalts sitzen.

Sicher aus dem Etat raus sind nur Witsel, Pongracic und Reinier. Verkauft bekommst du nur Haaland und Akanji.

Ich rechne mal ein bisschen großzügiger nach einigen Gerüchten/Quellen, die ich aber nicht mehr alle parat habe: Witsel mit 8 Mio., Pongracic mit 2,5 Mio., Reinier mit 0,5 Mio., Haaland mit 8 Mio. und Akanji mit 5 Mio. (nach der Vertragsverlängerung bis 2023). In Summe sind das dann 24 Mio. Davon gehen dann schon, wenn die Gerüchte stimmen, 10 Mio. auf das Konto des nächsten Prestigeprojekts namens Süle.

Bleiben 14 Mio.! Lass es 20 sein, wenn sich noch jemand erbarmt, Schulz zu leihen oder Bürki zu kaufen. Viel Spaß beim Umbruch!
BVB - Transferpolitik |#16910
16.02.2022 - 09:22 Uhr
Zitat von Krisl
Zitat von LukaszKagawa

Davon gehen dann schon, wenn die Gerüchte stimmen, 10 Mio. auf das Konto des nächsten Prestigeprojekts namens Süle.


Was war denn das letzte „Prestigeprojekt“? Schulz?


Hummels?Wenn man sehr zynisch denkt sind wir mit Götze,Rode,Hummels und bald Süle Bayerns "Resterampe".
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