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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#16031
25.03.2021 - 13:20 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von BVBBC

Ja, die Rückrunde war deutlich schlechter:

Runde | GA | xGA
Hinrunde | 1,06 | 1,12
Rückrunde | 1,53 | 1,40

Entspricht also ungefähr dem Niveau, was man seitdem bei 4er Kette mit Hummels hat.


Ziehe es mal hierher, passt da es jetzt ein gutes Stück in die Transferpolitik abschweift.



Mit diesen Zahlen wird für mich die völlig falsche Saisonanalyse 18/19 noch deutlicher belegt.

Diese Werte der Hinrunde waren ja an sich recht ordentlich, auch für ein Spitzenteam in der Bundesliga, wenn auch nicht herausragend.

Anstatt hier aber anzusetzen und konkrete Problembereiche anzugehen (speziell die Beherrschung des Luftraums war ja auch da ein Thema), machte man sich mit Hummels und in (falscher Konsequenz) Schulz direkt 2 neue Problembereiche auf.

Es wäre m.E. wesentlich geschickter gewesen, die an sich starke und für hohes Verteidigen durchaus geeignete IV mit Akanji, Zagadou und Diallo (plus Balerdi) weiterzuentwickeln. Konkret in dem man zur besseren Strafraumbeherrschung einen anderen Keeper als Bürki sucht und besonders auf LV oder RV (je nach Positionierung von Hakimi) anderweitig reagiert hätte. Es wäre ja durchaus eine Option gewesen, der Kette mehr Kopfballstärke über RV oder LV zu geben, ohne dabei an Tempo und Technik zu verlieren. Eine jüngere Version von Pischu quasi.

Naja das Kind ist erstmal im Brunnen. Hoffentlich nicht so tief, dass man ab 2022 oder 2023 nicht schon dermaßen eingeschränkt in seinen Handlungsoptionen ist, dem Zeitpunkt des Abgangs einiger Unantastbarer, die aber große Probleme in der Kaderausrichtung verursachen und erhebliche Mittel binden.


Ich fand damals auch recht schade, dass Diallo abgegeben wurde. Und die Erwartungen die man an den Hummels-Transfer haben musste, haben nicht unbedingt auch Erfüllung gefunden. Hauptsache mal wieder nach namen gekauft. Naja, wie ich vorhin schonmal schrieb: Es gab auch schon falschere Transfers als den von Hummels.
Ich seh das wie ihr: Wenn da nicht bald mal einer anfängt auch nach nüchternen Kriterien den Kader zu planen, dann wird das auf Dauer nix. Da hat man so gutes Scouting dass man die großartigen Talente aus Europa vom BVB überzeugen kann aber im heimischen Garten stellt man sich an wie ein Erstligist in den 80er Jahren.

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// insert random smart statement here //
BVB - Transferpolitik |#16032
25.03.2021 - 15:33 Uhr
Wenn ich mir unsere Freunde vom VFL Wolfsburg und jetzt insbesondere Ridle Baku so anschaue, der dort für läppsche 10 Mio hingewechselt ist, finde ich, dass beim BVB in der Planung einiges falsch läuft.
Der hat schon bei seinem ersten Auftritt mit Mainz 05 in Dortmund gezeigt, was er drauf hat. Noch dazu super flexibel auf verschiedenen Positionen einsetzbar.
Lieber holt man einen alternden Star wie Meunier, das verstehe ich nicht so richtig. Klar, der war ablösefrei, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gesamtpaket mit Gehalt und Handgeld günstiger war...

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Never hold discussions with the monkey when the organ grinder is in the room.
BVB - Transferpolitik |#16033
25.03.2021 - 16:56 Uhr
Na, na, Hummels· ich finde, der ist einer unserer Säulen.
Macht auch manchmal nicht alles richtig, aber wer kann und macht das?

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Nichts war früher besser.
Aber es gab Dinge, die waren früher einfach gut.
Und das wären sie auch heute noch. Wenn man die Finger davon gelassen hätte.
© J. Malmsheimer
BVB - Transferpolitik |#16034
25.03.2021 - 18:00 Uhr
Zitat von Zeh-Lizenz
Na, na, Hummels· ich finde, der ist einer unserer Säulen.
Macht auch manchmal nicht alles richtig, aber wer kann und macht das?


Eine der Säulen eines Bundesliga fünften im Moment.
Finde es irgendwie schwierig Hummels als Stabilisator der Abwehr anzusehen, denn wir kassieren genau so viele Gegentore wie in der Saison 18/19 ohne ihn.

Und woran soll man einen Abwehrchef der uns für 3 Jahre unglaubliche 65 Millionen € kostet sonst messen?
Finanziell war der Transfer eine ziemliche Katastrophe.
BVB - Transferpolitik |#16035
25.03.2021 - 18:16 Uhr
Zitat von JP1987
Wenn ich mir unsere Freunde vom VFL Wolfsburg und jetzt insbesondere Ridle Baku so anschaue, der dort für läppsche 10 Mio hingewechselt ist, finde ich, dass beim BVB in der Planung einiges falsch läuft.
Der hat schon bei seinem ersten Auftritt mit Mainz 05 in Dortmund gezeigt, was er drauf hat. Noch dazu super flexibel auf verschiedenen Positionen einsetzbar.
Lieber holt man einen alternden Star wie Meunier, das verstehe ich nicht so richtig. Klar, der war ablösefrei, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gesamtpaket mit Gehalt und Handgeld günstiger war...


Vom Vfl kann man sich ne Scheibe abschneiden, die landen echt nur Volltreffer. Z.B. haben sie auch Daniel Ginczek für läppsche 14 Mio verpflichtet.
BVB - Transferpolitik |#16036
25.03.2021 - 19:14 Uhr
Zitat von Necromonger
Zitat von Mr_Kittels

Zitat von Zeh-Lizenz

Na, na, Hummels· ich finde, der ist einer unserer Säulen.
Macht auch manchmal nicht alles richtig, aber wer kann und macht das?


Eine der Säulen eines Bundesliga fünften im Moment.
Finde es irgendwie schwierig Hummels als Stabilisator der Abwehr anzusehen, denn wir kassieren genau so viele Gegentore wie in der Saison 18/19 ohne ihn.

Und woran soll man einen Abwehrchef der uns für 3 Jahre unglaubliche 65 Millionen € kostet sonst messen?
Finanziell war der Transfer eine ziemliche Katastrophe.


Ich finde eine Transferpolitik ist immer ein äußerst fragiles Gebilde, weswegen man mMn überhaupt nicht sagen kann, ob es ohne Hummels besser gelaufen wäre, ...


Ich kürze mal ganz bewusst ab. Nein man kann nicht sagen, ob es mit Hummels besser gelaufen wäre (im Vergleich zur Saison 19/20 und 20/21).

Man kann aber klar feststellen, dass es mit Hummels nicht besser gelaufen ist (im Vergleich zur Gesamtsaison 18/19) oder sogar deutlich schlechter wurde (im Vergleich zur Hinrunde 18/19, als die Abwehr nahezu komplett war und nicht gleichzeitig mehrere Stammspieler ausgefallen sind).

BVBBC hat hier heute dazu die Statistik geliefert, ist teilweise hier und teilweise im Thread "Weitere Mitarbeiter" zu finden.

Für einen der teuersten Innenverteidiger Europas ist mir das schlicht zu dürftig. Bei diesen Kosten darf es nicht mal den geringsten Zweifel geben. Das es auch anders geht zeigt zum Beispiel van Dijk, seit dessen Ankunft sich die Gegentoranzahl von Liverpool quasi halbierte und der unter Einbezug sämtlicher wirtschaftlicher Faktoren (Ablöse, Gehalt, Wiederkaufsmöglichkeiten) pro Jahr nahezu gleich hohe Kosten verursacht wie Hummels.

Nicht umsonst wird der Hummels-Transfer weiter südlich als Jahrhunderttransfer gefeiert - jedoch nicht der Zugang in 2015...
BVB - Transferpolitik |#16037
25.03.2021 - 19:58 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von barcaberlin

Zitat von Finn84

Wir sind in der Vergangenheit durchweg ziemlich gut damit gefahren junge Talente, auch gegen beachtlichen Ablösesummen, zu holen. Ein Verlustgeschäft wie bei einigen gestanden Spielern ist dabei in den seltensten Fällen eingetreten. Deswegen kann man das hier schon machen. Hat ein Spieler ausreichend Personal und einen absoluten Willen sich durchzusetzen passt er sich dem System bzw. den geforderten Anforderungen an.
Das ist der große Unterschied zu Brandt. Der war sowohl vom Alter als auf vom Status eine ganz andere Kategorie. Dies verbindet sich oft mit einem Statusdenken des Spielers selbst, der auf seiner


Das ist mir ehrlich gesagt nicht ganzheitlich genug betrachtet. Die kostet die durch die Verpflichtung eines Talentes entstehen sind bei Weitem ja nicht rein durch einen Vergleich Einkaufsablöse vs. Verkaufsablöse (eventuell noch mit Gehalt) abgedeckt.

Gerade für einen Verein wie den BVB der nicht unendlich finanzielle Resourcen hat und stark davon lebt als Talentschmiede Bekanntheit errungen zu haben, geht mit der Verpflichtung eines Talentes ja auch quasi zwingend einher, dass die 10-25 Mio die in das Talent investiert werden müssen, dann nicht zur Verfügung stehen um einen Spieler, der derzeit schon ein höheres Niveau hat, aber eben nicht das gleiche zukünftige Potential (Leistung und Ablöse) hat zu holen. Das heisst kurzfristig haben wir dadurch immer erstmal weniger Qualität in der Breite auch wenn der Spieler sich sicherlich entwickeln kann. Gerade auch durch unsere Bekanntheit als Talentschmiede (und wenn wir die halten möchten) sind wir auch auf eine gewisse Weise dazu gezwungen den Spielern entsprechende Spielzeiten zu gewähren, weil man den Ruf nach einigen fehlgeschlagenen Enwicklung sonst schnell auch wieder los ist im schnelllebigen Fussballgeschäft.

Derzeit sieht man die Auswirkungen meiner Meinung nach schon enorm. Moukoko, Reyna, Bellingham, Morey, Knauff und Reinier Bedarfen eigentlich alle Spielzeit um sich vernünftig entwickeln zu können, aber wenn man ehrlich ist, dann sind alle (zumindest meiner Meinung nach) noch nicht auf einem Niveau, wo sie rein von derzeitigen Qualität so viel Spielzeit sehen sollten, sondern sind quasi dabei sich im laufenden Prozess freizuschwimmen und wir hoffen, dass das eher schneller als langsamer geht, weil wir wenig Alternativen haben, wenn wie jetzt mal ein paar ältere Spieler im Leistungsloch (Schulz, Reus) oder verletzt (Witsel, Guerreiro) sind.

Im Zweifelsfall kann es dir wenn du es übertreibst mit den Talenten dann so gehen wie diese Saison meiner Meinung nach geschehen und es kostet dich die CL.

Bezeichnend dafür fande ich dabei unsere Aufstellung ab der 80. Minute gegen Köln:

-------------------Hitz-------------------
Hazard----Can--Hummels-Schulz
--------Bellingham-Dahoud--------
Knauff---------Moukoko----Reinier
-----------------Haaland---------------

Da muss ich ehrlich sagen, dass ich es nicht besonders verwunderlich finde, dass wir gegen Köln nicht mehr viel gerissen haben, sondern das ist eher das Leistungsniveau, dass ich von einem solchen Team erwarten würde.

Natürlich heisst auch ein gestandener Spieler nicht zwingend immer Leistung aber von der Marktlogik her setzen sich Preise natürlich immer aus dem derzeitigen Leistungsniveau, dem erwarteten potentiellen Leistungsniveau und sonstigen Faktoren (Nachfrage, Nationalität, Position, etc.) zusammen.

Umso geringer der Fit dann zum eigenen Bedarf ist umso wahrscheinlicher ist es, dass ein Talent zwar vielleicht seine Ablöse wieder einspielt, aber man in der Zwischenzeit qualitativ einen ordentlichen Verlust im Kader erlitten hat, der einem in Form von ausbleibenden Erfolg auch ordentlich kosten kann und da haben wir noch gar nicht über irgendwelche Eskapaden und Egospiele geredet, die in dem Alter bei Supertalenten natürlich auch immer aufs Betriebsklima drücken können (siehe Sancho, Mor, Dembele, etc.)

Für 15 Mio die bei Demir so im Raum stehen, fallen mir zum Beispiel einige recht spannende AV aus Frankreich ein, die vom derzeitigen Niveau und Fit schon deutlich mehr beitragen sollten.

Ich persönlich hoffe ehrlich gesagt, dass man als Konsequenz aus dieser Saison feststellt, dass es auf unserem Niveau einfach nicht aureicht bei 4-5 Offensivpositionen mit 3 gestandenen Spielern (Reus, Hazard, Brandt) und zwei gestandenen Talenten (Haaland, Sancho) in die Saison zu gehen und das man sich erstmal darauf konzentriert, die schon vorhanden Spieler heranzuführen und die Qualität ansonsten auf gestandenerem Niveau erhöht.


Für mich ist das die falsche Herangehensweise, weil sie viel zu pauschal ist. Was nützen dir erfahrene Spieler, wenn sie zu alt, verletzt oder zu schlecht sind? Was bringt dir der Begriff "gestandenes Talent", wenn diese Spieler mit Abstand die besten Spieler des Teams sind? Entscheidend ist daher doch nicht, ob man ein Talent oder einen gestandenen Spieler hat, sondern wie gut diese spielen können und wie konstant man ihnen das zutrauen darf. Wenn überhaupt, dann reden wir über Spieler in ihrer Prime, die man zu wenig in entsprechender Qualitätsausprägung hat, weil das die Gruppe ist, in der die Gehälter und Ablösen bereits sehr hoch sind und die Leistungen schon mehr oder weniger bewiesen wurden, sodass man hier aber eben auch nicht wirklich ins höchste Regal greifen kann (Akanji, Guerreiro, Schulz, Can, Delaney, Dahoud, Brandt und Hazard), auch weil man das Geld dann teils noch in ältere Spieler gesteckt hat, obwohl der Kader nach aktuellem Stand nächste Saison viele Spieler Ü30 haben wird (Bürki, Hitz, Hummels, Meunier, Witsel, Delaney (das Prime-Fenster war bei ihm daher auch schon recht schmal) und Reus), die nicht mehr die ganz großen Leistungsträger sind, falls sie es schon mal waren und ihr Gehalt sowie teils auch ihre Ablöse gerade unter den aktuellen Bedingungen nicht wieder reinspielen. Obwohl mit Piszczek und Schmelzer 2 Ü30 Spieler ausscheiden.

Gerade hier gab es in meinen Augen nie eine gute Transferpolitik, die allen diesen Spielern gerecht wird, sodass die sogenannten Formdellen eigentlich kein Zufall sind. Da wird mal ein Spieler für eine Position geholt, wo er noch nie gespielt hat, mal ein Spieler für eine Position, wo man schon 3 hat, wodurch dieser dann auf eine Position ausweichen muss, auf der er bereits zeigte, dass er nicht gut genug sein würde oder man holt sich ganz grundsätzliche Probleme, weil man Kompromisse eingeht, die man an anderer Stelle nicht ausreichend auffangen kann. Man hat seit dem Winter 15/16 für Spieler ab 23 fast 335 Mio. von knapp 515 Mio. insgesamt für 20 Spieler ausgegeben. Echte Talente bis 22 hat man im selben Zeitraum 23 geholt, wovon 6 allerdings aus der eigenen Jugend hochgezogen wurden - Reyna nicht mitgerechnet -, sodass also rund 180 Mio. für 17 Talente ausgegeben wurden. Mit den Talenten hat man bereits jetzt 200 Mio. mehr an Ablöse eingefahren, als man ausgegeben hat, obwohl noch immer 14 (3 davon aus der eigenen Jugend) im Kader stehen, während von den verpflichteten erfahrenen Spielern nur noch 10 da sind und diejenigen, die weg sind, haben 66 Mio. Ablöse weniger eingebracht, als sie gekostet haben. Ein Trend, der sich fortsetzen wird, weil das Alter der Spieler als auch Corona besonders hier für Wertverluste sorgen wird, aber eben auch die Leistungen. Schließich sind die gezahlten Ablösen auch nur ein Ausdruck dessen, was Leistungen als Wert suggerieren. Wenn Ablösen also sinken, sind die Leistungen unter der Erwartung geblieben, was Flops nahelegt.

Auch dazu zwei Statistiken:

Minuten, die an die in besagtem Zeitraum verpflichteten Spieler unter 23 gegangen sind: 74323 --> 3231 Min./Spieler
Minuten, die an die in besagtem Zeitraum verpflichteten Spieler ab 23 gegangen sind: 68028 --> 3401 Min./Spieler

Scorer aller Spieler, die bei Verpflichtung unter 23 waren: 380 --> 16,5
Scorer aller Spieler, die bei Verpflichtung mindestens 23 waren: 242 --> 12,1

Wenn die Talente so gut performen, im Mittel, wie die gestandenen Spieler, dann können die Talente doch nicht das Problem darstellen. Vor allem dann nicht, wenn sie weniger gekostet haben und auch noch bei den Ablösen überhaupt erst die Flops gegenfinanziert haben. Natürlich heißt das nicht, dass man mehr von ihnen benötigt, aber es heißt in jedem Fall, dass die Transferperformance bei gestandenen Spielern zu schwach war und deswegen die Talente die gestandenen Spieler ersetzen mussten. Die Erkenntnis sollte daher aber nicht sein, dass man mehr gestandene Spieler und weniger Talente benötigt, gerade wenn diese die Erwartungen insgesamt übererfüllen, sondern bessere und vor allem passendere gestandene Spieler. Unterm Strich ist schließlich nur entscheidend, ob Spieler gut sind, ob sie hier gut sein werden und wenn ja, wie lange sie noch gut sein werden. Das Alter und die Erfahrung sind dafür eigentlich recht sekundär.


Ich glaube die Intention meines Posts ist nicht ganz rübergekommen. Deine Statistiken sind interessant, aber du rennst damit bei mir offene Türen ein, weil ich ehrlich gesagt Welten davon entfernt bin weitere Transfers gestandener Spieler wie in der Vergangenheit zu fordern, wo man viel Geld für grosse Namen mit grossen Gehaltsforderungen und geringem Fit verpulvert hat und am Schluss uns immer die Talente den ***** geretten haben.

Das wir diesebezüglich eine katastrophale Transferbilanz haben steht für mich überhaupt nicht zur Diskussion, aber in dem Post auf den ich reagiert habe ging es um etwas anderes. Dort wurde laut meiner Interpretation davon gesprochen, dass man sich über den Fit von Demir keine so grossen Gedanken machen muss, weil wir ja sowieso mit Talenten gute Erfahrungen gemacht haben und selbst wenn es nicht so lief kein Verlustgeschäft gemacht haben.

Mein Post stellte sich dann nur gegen die Logik, dass mehr vom Gutem immer besser ist. Meiner Meinung nach befinden wir uns derzeit schon an einem Punkt wo wir die Schraube etwas überdreht haben (mit unerfahrenen U20 Spielern) und sich dass dann auch in der Leistungsfähigkeit der Mannschaft wiederspiegelt, wenn die Last und Spielzeit schon auf einer Generation lastet, die noch nicht so weit ist um diese wirklich zu stemmen. Damit meine ich nicht Haaland und Sancho, die in ihrer Entwicklung schon einen Schritt weiter sind, aber eben Spieler wie Reyna, Moukoko, Bellingham, Knauff oder Morey, die alle erst ganz am Anfang ihrer tatsächlichen Karriere auf diesem Niveau stehen. Insofern glaube ich dass auch deine Statistik etwas irreführend ist, weil wenn man Sancho und Haaland rausnimmt, dann ist der Effekt bei Output je Spielzeit sicherlich deutlichst geringer.

Wenn die Alternative zu den unerfahren Spielern im Bereich 16-19 nur wäre dass man auf Spieler mit grossen Namen im Alter 25-30 setzen kann, die ein grosses Gehalt verdienen dann würde ich den Verweis auf unsere bisherigen Spieler und die Erfahrung sogar durchaus noch verstehen, aber es gibt ja nun mal noch eine Option dazwischen. Man kann Spieler verpflichten, die vielleicht nicht das Potential haben in 2-3 Jahren Transfersummen von 50+ Mio zu erzeugen, die aber auf der anderen Seite auch nicht mehr den kompletten Anpassungsprozess an den Profibereich und Topligen erst bei uns durchlaufen müssen.

Natürlich hat das geringere Risiko (in der Anpassungszeit) auch einen Einfluss auf den Preis, aber meiner Meinung nach sind wir im Bereich Talente im Anpassungsprozess (mit Bellingham, Morey, Moukoko, Reyna, Coulibaly sowie Knauff und Gittens aus der Jugend) schon am Anschlag (und darüber hinaus) was gleichzeitige Anpassungsprozesse angeht. Mit Anpassungsprozess meine ich in dem Kontext Spieler die Potential haben, aber auf Grund ihrer geringen Erfahrung oder des Entwicklungsstandes noch keine Stützen für ein Team darstellen können, welches auf CL Niveau mitspielen möchte.

Da wir gleichzeitig im Altersbereich 27+ meiner Meinung nach auch überbesetzt sind, glaube ich, dass man sich auf Spieler fokussieren sollte, welche auf Topniveau (internationale Wettbewerbe oder Topligen) schon gezeigt haben, dass sie Leistungsstützen sein können und gleichzeitig mit um die 20 Jahre noch Entwicklungspotential haben. Glaube die Bundesligaspitze hat da in den letzten Jahren mit Bensebaini, Thuram, Plea, Baku, Olmo, Nkunku, etc. gute Erfahrungen gemacht, während auch der BVB eigentlich genau in dem Bereich auch auf eine gute Transferbilanz zurückgreifen kann (Akanji, Diallo, Guerreiro, aber auch Dembele und Haaland, die das Niveau zuvor schon bei ihren Vereinen nachgewiesen hatten).

Ich persönlich denke da an Spieler der Kategorie Faivre, Malen, Wijndal, Celik, Perraud, etc. die sicherlich meist nicht mehr 50-100 Mio einbringen werden, aber meiner Meinung nach eine bessere Balance mitbringen zwischen Kosten, kurzfristiger Qualität, Fit zur Spielphilosophie und potentiellen Ablösen in der Zukunft.

Denke in unserer bisherigen Strategie mit super jungen und unerfahrenen Spielern haben wir auch gesehen, dass trotz Talents die Entwicklungen niemals so vorhersehbar sind und selbst Spieler die in kleineren Ligen schon mal was gezeigt haben (Merino, Bellingham, Mor, Isak) teilweise eben noch einige Jahre brauchen, bis sie ihre Potential wirklich auf dem Niveau entfalten (siehe Merino und Isak mittlerweile) und bei Talenten die komplett im Jugendbereich kommen die Streuung recht gross ist (Gomez, Larsen, Morey, Pulisic, Pherai, Reyna, Sancho, Bynoe-Gittens, Mangala, Zagadou, etc.)
BVB - Transferpolitik |#16038
25.03.2021 - 20:43 Uhr
Zitat von Necromonger
Zitat von Nic

Zitat von Necromonger

Zitat von Mr_Kittels

Zitat von Zeh-Lizenz

Na, na, Hummels· ich finde, der ist einer unserer Säulen.
Macht auch manchmal nicht alles richtig, aber wer kann und macht das?


Eine der Säulen eines Bundesliga fünften im Moment.
Finde es irgendwie schwierig Hummels als Stabilisator der Abwehr anzusehen, denn wir kassieren genau so viele Gegentore wie in der Saison 18/19 ohne ihn.

Und woran soll man einen Abwehrchef der uns für 3 Jahre unglaubliche 65 Millionen € kostet sonst messen?
Finanziell war der Transfer eine ziemliche Katastrophe.


Ich finde eine Transferpolitik ist immer ein äußerst fragiles Gebilde, weswegen man mMn überhaupt nicht sagen kann, ob es ohne Hummels besser gelaufen wäre, ...


Ich kürze mal ganz bewusst ab. Nein man kann nicht sagen, ob es mit Hummels besser gelaufen wäre (im Vergleich zur Saison 19/20 und 20/21).

Man kann aber klar feststellen, dass es mit Hummels nicht besser gelaufen ist (im Vergleich zur Gesamtsaison 18/19) oder sogar deutlich schlechter wurde (im Vergleich zur Hinrunde 18/19, als die Abwehr nahezu komplett war und nicht gleichzeitig mehrere Stammspieler ausgefallen sind).

BVBBC hat hier heute dazu die Statistik geliefert, ist teilweise hier und teilweise im Thread "Weitere Mitarbeiter" zu finden.

Für einen der teuersten Innenverteidiger Europas ist mir das schlicht zu dürftig. Bei diesen Kosten darf es nicht mal den geringsten Zweifel geben. Das es auch anders geht zeigt zum Beispiel van Dijk, seit dessen Ankunft sich die Gegentoranzahl von Liverpool quasi halbierte und der unter Einbezug sämtlicher wirtschaftlicher Faktoren (Ablöse, Gehalt, Wiederkaufsmöglichkeiten) pro Jahr nahezu gleich hohe Kosten verursacht wie Hummels.

Nicht umsonst wird der Hummels-Transfer weiter südlich als Jahrhunderttransfer gefeiert - jedoch nicht der Zugang in 2015...


Erstmal hast du nur 1/4 meines Posts zitiert, ich wollte im Gesamten eben auf etwas anderes hinaus.

Des Weiteren, um mal auf deinen Punkt zu kommen, gleich mal die Frage: Enthält diese Statistik auch den Faktor wie die Mannschaft ganzheitlich in diesen Jahren verteidigt hat? Ist da die Stärke eines Pressings mitintegriert oder wie man defensiv-taktisch gearbeitet hat?

Man kann doch nicht Liverpool in Form, wo gefühlt 90% der gegnerischen Angriffe durch deren brutales Pressing bereits abgefangen werden, vergleichen mit unserem Stil der letzten Jahre, wo das Pressing, die Intensität und die physische Stärke quasi gar nicht vorhanden war. Hinzu kommt, dass Liverpool die letzten Jahre im Prinzip keine Leistungsträger abgeben musste, während wir das fast jedes Jahr müssen.
Also da spielen einfach so so viele Faktoren mit rein, weswegen solche Statistiken immer ganz nett sind, aber nicht alles wiederspiegeln.

Ja ein van Dijk ist besser als Hummels und ja wir hätten wahrscheinlich das ein oder andere Gegentor weniger bekommen mit ihm. Aber die Voraussetzungen sind in Liverpool, mit deren Stil, mit deren Kader etc gänzlich andere als bei uns. Bei uns wäre auch ein van Dijk mehr unter die Räder kommen, als in Liverpool. Gut zu sehen gewesen beim 2-7 gegen Villa, wo das Pressing an dem Tag mal überhaupt nicht funktionierte und Villa ständig mit mehreren Leuten auf van Dijk und Co zugelaufen ist.

Ich schweife aber zu sehr ab, meine Intention mit dem Post war es, dass wir insgesamt viel zu negativ bewerten trotz der guten Tabellenplätze in den letzten Jahren (dieses Jahr ausgenommen natürlich) und so eine gut strukturierte Transferpolitik alles andere als leicht ist mit den Anforderungen von Borussia Dortmund (also schon gut in Ballbesitz weil Top Team, trotzdem zum Trainer passend selbst wenn der optimale vielleicht nicht zur Verfügung steht und unter Berücksichtigung des Budgets).


Moment, ich vergleiche nicht den BVB mit Liverpool, ich vergleiche nur den Impact des Austauschs eines Stammspielers in einer Mannschaft, also die relative Veränderung der Defensivleistung des jeweiligen Teams nach den Transfers und nicht die absolute Defensivleistung der Teams insgesamt im Teamvergleich. Die Veränderung der statistischen Werte waren auch nicht nur leicht negativ, sondern recht deutlich (wobei die Erwartung bei einem derartigen Invest ja in Richtung Verbesserung gehen sollte).

Unsere (erweiterte Stammelf), wenn man die Hinrunde 18/19 mit der Hinrunde 19/20 vergleicht, hat sich im Wesentlichen auf einer Position in der Defensive verändert, und das ist Hummels für Diallo. Dazu bekamen Hazard und Brandt Spielanteile von Brun Larsen und Götze. Unsere Herangehensweise hat sich dabei m.E. auch nicht besonders verändert.

Bei Liverpool ist es sogar noch besser zu beobachten, da van Dijk ja erst im Winter wechselte und die Verbesserung direkt eingetreten ist. Das Team drum herum war aber dasselbe, eine plötzliche Änderung der Taktik oder generellen Herangehensweise gab es auch nicht.

Deine generelle Intention war mir durchaus klar, ich teile sie aber nicht. Ergebnisse und Entwicklung des Teams sind im Verhältnis zum Mitteleinsatz einfach nicht gut und die neuerlichen Äußerungen diverser Verantwortlicher gehen für mich auch nicht in die richtige Richtung. Vielmehr tappt man bei der Fehleranalyse entweder ziemlich im Dunkeln oder man kommuniziert bewusst etwas anderes nach Außen. Du sprichst auch von den Anforderungen des BVB, ich habe nicht den Eindruck, dass es überhaupt langfristig definierte Anforderungen gibt, bei den vielen Paradigmenwechseln der jüngeren Vergangenheit, die sich teilweise sogar widersprochen haben.
BVB - Transferpolitik |#16039
26.03.2021 - 08:48 Uhr
Zitat von Necromonger


Dein Beispiel zeigt doch eher genau das, was ich meine. Hummels hatte also keinen Impact. Wie aber messt du das, wenn Pressing, gesamtes Defensivverhalten einer Mannschaft da gar nicht mit berücksichtigt ist? Du musst doch aber alles berücksichtigen und nicht nur nüchtern die Zahlen betrachten. Dann würde ich dir recht geben. So aber gebe ich dir nicht recht, da man zumindest ja mal untersuchen könnte, wieviel Angriffe auf die BVB-Kette zugelaufen sind, wie viele abgewert wurden, wieviele Flanken reingesegelt sind usw. Klar ist van Dijk besser als Hummels und er hat Liverpool auch stabilisiert, sowohl visuell sichtbar, als auch anhand von Zahlen. Aber in diesen Zahlen sind eben nicht die Werte berücksichtigt, die ich gerade aufgezählt habe.


Also ich versuche es ja recht simpel zu halten und sage alle Faktoren bleiben gleich (Spieler, Trainer, System, Taktik) bis auf einen Spieler, der wird getauscht. Zumal sich das ja auch in den statistischen Werten wiederspiegelt, also nicht nur die Gegentore an sich (GA) haben zugenommen, sondern auch die erwarteten Gegentore (xGA).

Das wir hier zutreffende Werte bekommen zeigt dann auch der Vergleich zu den Spielen mit 3er-Kette, wo eben die defensivere Ausrichtung sich ebenfalls klar in den statistischen Werten niederschlägt. Vergleiche ich aber unsere Kette der Hinrunde 18/19 mit der Hinrunde 19/20 (4er-Kette), dann werden wir deutlich schlechter.

Gerade der xGA (über diese Werte kann man natürlich auch extrem diskutieren, schon klar) bildet doch auch genau die von dir angesprochenen Punkte mit ab.

Hast du dir die Werte überhaupt angeschaut? Falls nicht mach es doch mal, sie sind so eindeutig, da gibt es eigentlich keinen Interpretationsspielraum.


Zitat von Necromonger
Nochmal, rennen auf van Dijk und Co die Teams so oft zu, wie auf unsere Kette, dann sieht die Nummer auch anders aus. Die individuelle Klasse eines Spielers ist immer auch ein großes Produkt aus der mannschaftlichen Gesamtleistung.


Wenn ich nur van Dijk gegen Lovren tausche, wieso sollten dann die Teams plötzlich weniger oft auf die Kette zulaufen können? Und wieso sind in der Hinrunde 18/19 nicht so viele Teams auf unsere Kette zugelaufen? Dort hatten wir diese Probleme mit der zu tief stehenden Kette und den damit entstehenden viel zu großen Abständen nicht in der starken Form, wie sie seit der Rückkehr von Hummels aufgetreten sind. Wenn du so wenig Speed in der Kette hast wie wir, brauchst du nicht hoch schieben wollen, da dann selbst ein Bebou deine ganze Abwehr schwindelig spielen kann, mit einfachsten Mitteln.


Zitat von Necromonger
Zum zweiten Punkt: Auch wenn ich den ein oder anderen Kritikpunkt teile, aber was wären denn konkret (diese Saison mal ausgeklammert) deine erwartbaren Ergebnisse und Erträge in den letzten Jahren gewesen? Wir haben fast jedes Jahr den zweiten Platz geholt, mehr in einer Liga mit den Bayern ist selbst bei optimaler Einsetzung der Mittel fast utopisch. Vielleicht wäre in dem ersten Jahr unter Favre mit etwas Glück die Meisterschaft drin gewesen, aber auch nur weil die Bayern so schlecht waren wie nie. Was wäre also da konkret besser als Platz 2 gewesen, selbst wenn man transferpolitisch alles richtig gemacht hätte?
Und hätte man damit in der CL mehr gerissen? Ich denke da wäre man vielleicht jeweils eine Runde weiter gekommen und dann wäre auch finito gewesen.
Also auch da würde ich gerne konkret von dir wissen, wie wir da realistisch gesehen besser abgeschnitten hätten.


Meine Erwartungen drücken sich weniger in Platzierungen als in Punkten aus. Ich erwarte bei unseren finanziellen Möglichkeiten 70 bis 75 Punkte pro Saison. Ob dann Platz 1, 2 oder 3 dabei rausspringt ist mir egal. Punkte drücken aber für eben eher eine konstante Entwicklung aus als Platzierungen. Daneben möchte ich auch mal gerne eine spielerische Entwicklung sehen und nicht nur immer das Stopfen von Löchern. In der CL ist die Erwartung das Überwintern, wie auch im DFB-Pokal (wobei das auch etwas vom Losglück abhängen kann).

Zitat von Necromonger
Und doch, es gibt ganz gewiss Anforderungen an den BVB und das mit einer stringenten Transferpolitik zu verbinden, ist nicht so leicht, wie es vielleicht von außen immer aussieht. Nochmal, du musst folgende Parameter berücksichtigen:

-die besten Spieler werden fast jährlich weggeholt
-der Kader/neue Spieler müssen eine gewisse Qualität in Ballbesitz mitbringen, denn wir haben in der Liga meist 55-60% Ballbesitz (aktuell durch Terzic wohl eher nicht, aber sonst)
-die Spieler müssen ablöse und gehaltstechnisch in das Budget passen
-man will weiterhin den Status als Anlaufstelle Nummer 1 für Top Talente in Europa festigen, da wir dadurch einen Großteil des Kaders finanzieren
-man möchte trotz allem ambitioniert sein und auch irgendwann zumindest mal einen Titel holen und nicht immer nur die zweite Geige spielen
-der Kader muss homogen strukturiert sein und on top zum Stil des Trainers passen
-die individuelle Klasse muss bis zu einem bestimmten Grad sehr hoch sein, selbst wenn es kadertechnisch mal nicht so ideal passt, weil solche Akteure Spiele entscheiden/den Unterschied ausmachen


In meinem Betrachtungszeitraum von Sommer 2018 bis heute wurden aber keine Leistungsträger abgeworben. Es wechselte lediglich Pulisic, der aber 2018/19 relativ wenig spielte. Es ging also kein Leistungsträger in dieser Zeit.

Diese Anforderungen sind ja alle schön, aber mein Kritikpunkt ist ja auch der, dass keine stringente Philosophie vorgegeben wird und danach dann eben Trainer und Spieler geholt werden. Das ist für mich die Grundanforderung. Daraus leitet sich alles ab, ist aber bei uns nicht in Konsequenz gegeben.

Du schreibst ja selbst es gibt Anforderungen an Ballbesitz, gleichzeitig hole ich aber einen Trainer, der eben in Sachen Ballbesitz noch ein sehr unbeschriebenes Blatt ist und genau in diesem Punkt aktuell riesige Probleme hat. Die Transferpolitik (inkl. Trainer) widerspricht sich hier eben teilweise zu sehr. Klar kann man es nicht perfekt machen und muss immer wieder mal Kompromisse eingehen, aber hier beissen sich die Gegensätze doch zu sehr.

Zitat von Necromonger
Das alles zusammengefasst macht eine funktionierende Transferpolitik nicht so einfach, wie du es dir vielleicht vorstellst und dass wir trotzdem regelmäßig den zweiten Platz in der Liga abgestaubt haben, spricht dafür, dass man in einigen dieser Punke richtig gut gearbeitet hat. Ergebnisse lügen nicht und wenn dir regelmäßige zweite Plätze und das Überstehen der CL Vorrunde zu wenig sind, dann frage ich mich, was du realistischerweise erwartest.


Ich kritisiere die Ergebnisse nicht. Ich kritisiere, wie man aktuell einen Tanz auf der Rasierklinge hinlegt was die zukünftige Entwicklung angeht. Man ist bereits mit dem hohen Risiko auf die Schnauze gefallen (auch durch Corona natürlich) und hat das Ziel Meisterschaft deutlich verpasst. Jetzt würde ich mal eine neue Strategie erwarten bzw. einen konsequenten Neuaufbau des Teams. Stattdessen holt man einen Trainer, dessen Stil man irgendwie toll findet, der aber gerade an den Anforderungen der Liga an ein Topteam scheitert. Kann bei uns mit Rose besser funktionieren, ist aber dennoch ein gewaltiges Risiko, was angesichts der sportlichen und finanziellen Situation für mich nicht passt.

Man hat ja auch nicht per se schlecht gearbeitet, aber eben auch weit weg vom Optimum. Dazu hat man sich den zukünftigen Handlunsspielraum mit gewissen Transfers selbst sehr eingeengt, sodass deine rein vergangenheitsbezogene Betrachtungsweise der sportlichen Ergebnisse nur die halbe Wahrheit ist.

Zitat von Necromonger
Und Nein, das soll wie gesagt nicht heißen, dass ich ich keinen Raum für Verbesserungen sehe, im Gegenteil. Wir hatten schon einige Transfers dabei, die keinen Sinn ergeben haben unter besagten Parametern. Auch die Trainer und somit auch oft Spieler-Auswahl war nicht immer ideal.
Insgesamt geht mir die ganze Diskussion jedoch trotzdem deutlich zu sehr ins Negative. Selbst diese Saison, die in Augen vieler hier katastrophal verläuft, sind wir zumindest in den Pokalwettbewerben so weit gekommen, wie ewig nicht. Schaffen wir in der Liga noch die CL, war die Saison zwar auch nicht toll, aber auch hier wäre das Ziel dann erreicht, trotz einer „verfehlten Transferpolitik“.


Die Pokalwettbewerbe sind ja auch schön, aber eben nur Zubrot. Die Wahrheit zeigt sich in der Liga, da die über 34 Spieltage geht und statistische Ausreißer hier kaum noch eine Rolle spielen. Das Ergebnis aus 34 Spielen sagt einfach mehr über die eigene Leistung aus, als das Ergebnis aus 1 oder 2 Spielen.
BVB - Transferpolitik |#16040
26.03.2021 - 09:30 Uhr
Leute das hat im Transferpolitik-Thread nichts mehr verloren, da es bei Eurer Diskussion nicht mehr um Transfers, sondern Taktik oder unsere aktuelle sportlich Situation, oder die Spieler Hummels... geht.
Also verlegt diesen Teil der Diskussion bitte in einen dafür geeigneten Thread

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BVB 26/27:
Kobel - Gadou, Anton, Schlotterbeck - Ryerson, Nmecha, Bellingham, Svensson - Karetsas, Sancho - Guirassy
Bank: Drewes,Meyer,Anselmino,Reggiani,Prates,Can,Ryerson,Chukwuemeka,Kessie,Gittens,Lerma,Inacio,Beier,Silva

Zugänge: Sancho,Anselmino(Leihe),F. Kessie,Baum,Gittens(Leihe)
Abgänge: Mané(Leihe),Bensebaini,Sabitzer,Couto
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