BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
16.03.2021 - 13:40 Uhr
Zitat von Doc_Gonzo
Einerseits hast du Recht. Andererseits wird richtigerweise sehr wohl immer auf die Gehaltsunterschiede zwischen Bayern und BVB verwiesen um die sportliche Lücke zu erklären. Macht für mich auch Sinn. Aus dem Grund sollte es eben auch eine sportliche Lücke zwischen dem BVB und RBL geben, egal woher das Geld nun letztendlich kommt.
Wer sollte das bei RBL kritisieren? Die haben Werner abgeben müssen, konnten/wollten Schick nicht halten, Nachfolger Sörloth kam lange nicht in Tritt und Upamecano wird sich verabschieden. Hört man da irgendeine Kritik? Nein und da gäbe es auch nicht viel, selbst wenn die sportlich schlechter dastehen würde.
Das mit den Entwicklungsstufen sehe ich ähnlich und genau da sehe ich die Probleme. Beim BVB sind Querfinanzierungen nötig um die Gehälter zu bezahlen. Gleichzeitig wird man mittelfristig aber diverse Leistungsträger ersetzen müssen, die keine nennenswerten Ablösen einspielen. Wenn man es optimistisch sehen will, wird man in dem Bereich stagnieren. Leipzig wird hingegen eher wachsen.
Zitat von QuincyMelone
Durchaus richtig, allerdings ist das ja bei uns auch eine Folge der Entwicklung.
Zu Zeiten unseres Aufschwungs sah die Altersstruktur ja genauso aus und die Gehälter waren vermutlich sogar noch deutlich geringer.
Aber mit der Entwicklung wollte/musste man sich eben umstellen, weil die ganzen eingeschlagenen jungen Talente eben weiterziehen wollten.
Dass da viele Transfers von älteren nicht wirklich glücklich waren steht natürlich auch auf einem anderen Blatt. Trotzdem im Allgemeinen war es ja nich falsch nicht mehr nur auf junge Talente zu setzen, die uns als Sprungbrett sehen.
Das wird ja auch jetzt noch häufig kritisiert.
Und genau da wird Leipzig auch noch hinkommen.
Letztlich vergleichen wir ja unsere Gehälter auch nicht ernsthaft mit denen der Bayern, weil sie da einfach in der Entwicklung Jahrzehnte voraus sind.
Und da wird bei RB einfach vieles mal gerade eben so übersprungen.
Zitat von Doc_Gonzo
Wie sieht es denn mit den Gehältern im Vergleich aus? Ich persönlich brauche die ganzen Vergleiche auch nicht, aber wenn man denn vergleichen will, gehören u.a. die Gehälter ebenfalls dazu. Ansonsten würde ich die Altersstruktur ebenfalls in den Fokus nehmen. Wie viele Leistungsträger vom BVB sind um die 30 und wie viele sind das bei RBL?
Zitat von LordAtorias
Und da stecken die ganzen RB Versetzungen von Österreich nach Deutschland mit drin. Die wären für jeden anderen um einiges teurer geworden als das was Leipzig da mit sich selbst ausgehandelt hat.
Mir geht dieser dauernde Vergleich ziemlich auf die Nüsse.
Am Ende muss Leipzig auch erst mal das schaffen was wir schon geschafft haben und von der kulturellen Relevant die wir haben werden sie eh niemals dran kommen.
Zitat von QuincyMelone
Ganz interessant finde ich da aber auch eine andere Zahl, die dann auch dazu gehört.
Und zwar hat RB laut TM in genau diesem Zeitraum ungefähr 260 Mio. € Nettoinvest in Transfers getätigt.
Das zeigt eben schon wie verrückt das Ganze ist.
Zitat von barcaberlin
Mir ist gerade mal aufgefallen, dass Leipzig seit ihrem Aufstieg genau zwei Punkte weniger geholt haben als wir (308 vs. 310)

Zitat von barcaberlin
Peu a peu brökelt dabei der unter Klopp aufgebaute Status als zweiter Leuchtturm in Deutschland
Peu a peu brökelt dabei der unter Klopp aufgebaute Status als zweiter Leuchtturm in Deutschland
Mir ist gerade mal aufgefallen, dass Leipzig seit ihrem Aufstieg genau zwei Punkte weniger geholt haben als wir (308 vs. 310)


Ganz interessant finde ich da aber auch eine andere Zahl, die dann auch dazu gehört.
Und zwar hat RB laut TM in genau diesem Zeitraum ungefähr 260 Mio. € Nettoinvest in Transfers getätigt.
Das zeigt eben schon wie verrückt das Ganze ist.
Und da stecken die ganzen RB Versetzungen von Österreich nach Deutschland mit drin. Die wären für jeden anderen um einiges teurer geworden als das was Leipzig da mit sich selbst ausgehandelt hat.
Mir geht dieser dauernde Vergleich ziemlich auf die Nüsse.
Am Ende muss Leipzig auch erst mal das schaffen was wir schon geschafft haben und von der kulturellen Relevant die wir haben werden sie eh niemals dran kommen.
Wie sieht es denn mit den Gehältern im Vergleich aus? Ich persönlich brauche die ganzen Vergleiche auch nicht, aber wenn man denn vergleichen will, gehören u.a. die Gehälter ebenfalls dazu. Ansonsten würde ich die Altersstruktur ebenfalls in den Fokus nehmen. Wie viele Leistungsträger vom BVB sind um die 30 und wie viele sind das bei RBL?
Durchaus richtig, allerdings ist das ja bei uns auch eine Folge der Entwicklung.
Zu Zeiten unseres Aufschwungs sah die Altersstruktur ja genauso aus und die Gehälter waren vermutlich sogar noch deutlich geringer.
Aber mit der Entwicklung wollte/musste man sich eben umstellen, weil die ganzen eingeschlagenen jungen Talente eben weiterziehen wollten.
Dass da viele Transfers von älteren nicht wirklich glücklich waren steht natürlich auch auf einem anderen Blatt. Trotzdem im Allgemeinen war es ja nich falsch nicht mehr nur auf junge Talente zu setzen, die uns als Sprungbrett sehen.
Das wird ja auch jetzt noch häufig kritisiert.
Und genau da wird Leipzig auch noch hinkommen.
Letztlich vergleichen wir ja unsere Gehälter auch nicht ernsthaft mit denen der Bayern, weil sie da einfach in der Entwicklung Jahrzehnte voraus sind.
Und da wird bei RB einfach vieles mal gerade eben so übersprungen.
Einerseits hast du Recht. Andererseits wird richtigerweise sehr wohl immer auf die Gehaltsunterschiede zwischen Bayern und BVB verwiesen um die sportliche Lücke zu erklären. Macht für mich auch Sinn. Aus dem Grund sollte es eben auch eine sportliche Lücke zwischen dem BVB und RBL geben, egal woher das Geld nun letztendlich kommt.
Wer sollte das bei RBL kritisieren? Die haben Werner abgeben müssen, konnten/wollten Schick nicht halten, Nachfolger Sörloth kam lange nicht in Tritt und Upamecano wird sich verabschieden. Hört man da irgendeine Kritik? Nein und da gäbe es auch nicht viel, selbst wenn die sportlich schlechter dastehen würde.
Das mit den Entwicklungsstufen sehe ich ähnlich und genau da sehe ich die Probleme. Beim BVB sind Querfinanzierungen nötig um die Gehälter zu bezahlen. Gleichzeitig wird man mittelfristig aber diverse Leistungsträger ersetzen müssen, die keine nennenswerten Ablösen einspielen. Wenn man es optimistisch sehen will, wird man in dem Bereich stagnieren. Leipzig wird hingegen eher wachsen.
Ja auch da sind wir glaube ich nicht weit auseinander.
Man kann aber auch damit argumentieren, dass RB eben mit diesen riesigen finanziellen Mitteln natürlich junge Toptalente kaufen kann, die eben noch nich so viel Gehalt verschlingen.
Ähnlich wie bei uns vor einigen Jahren. Dazu kommt eben der Vorteil eines Farmteams, was so sonst auch nirgendwo besteht. Also die haben da schon extreme Vorzüge, auch wenn damit dann natürlich (zwangsläufig) auch vieles richtig gemacht wird.
Nur irgendwann will halt jeder Verein den nächsten Schritt gehen und eben auch mal versuchen langfristig Spieler zu halten. Das klappt selbst bei unseren Toptalenten im Regelfall nicht und da wurde dann eben der Weg über Ältere eingeschlagen, die natürlich auch mehr Gehalt kosten.
Und da ist bei unserer Transferpolitik in diesem Bereich eben bei weitem nicht alles geguckt
16.03.2021 - 13:49 Uhr
Zitat von QuincyMelone
Ja auch da sind wir glaube ich nicht weit auseinander.
Man kann aber auch damit argumentieren, dass RB eben mit diesen riesigen finanziellen Mitteln natürlich junge Toptalente kaufen kann, die eben noch nich so viel Gehalt verschlingen.
Ähnlich wie bei uns vor einigen Jahren. Dazu kommt eben der Vorteil eines Farmteams, was so sonst auch nirgendwo besteht. Also die haben da schon extreme Vorzüge, auch wenn damit dann natürlich (zwangsläufig) auch vieles richtig gemacht wird.
Nur irgendwann will halt jeder Verein den nächsten Schritt gehen und eben auch mal versuchen langfristig Spieler zu halten. Das klappt selbst bei unseren Toptalenten im Regelfall nicht und da wurde dann eben der Weg über Ältere eingeschlagen, die natürlich auch mehr Gehalt kosten.
Und da ist bei unserer Transferpolitik in diesem Bereich eben bei weitem nicht alles geguckt
Zitat von Doc_Gonzo
Einerseits hast du Recht. Andererseits wird richtigerweise sehr wohl immer auf die Gehaltsunterschiede zwischen Bayern und BVB verwiesen um die sportliche Lücke zu erklären. Macht für mich auch Sinn. Aus dem Grund sollte es eben auch eine sportliche Lücke zwischen dem BVB und RBL geben, egal woher das Geld nun letztendlich kommt.
Wer sollte das bei RBL kritisieren? Die haben Werner abgeben müssen, konnten/wollten Schick nicht halten, Nachfolger Sörloth kam lange nicht in Tritt und Upamecano wird sich verabschieden. Hört man da irgendeine Kritik? Nein und da gäbe es auch nicht viel, selbst wenn die sportlich schlechter dastehen würde.
Das mit den Entwicklungsstufen sehe ich ähnlich und genau da sehe ich die Probleme. Beim BVB sind Querfinanzierungen nötig um die Gehälter zu bezahlen. Gleichzeitig wird man mittelfristig aber diverse Leistungsträger ersetzen müssen, die keine nennenswerten Ablösen einspielen. Wenn man es optimistisch sehen will, wird man in dem Bereich stagnieren. Leipzig wird hingegen eher wachsen.
Zitat von QuincyMelone
Durchaus richtig, allerdings ist das ja bei uns auch eine Folge der Entwicklung.
Zu Zeiten unseres Aufschwungs sah die Altersstruktur ja genauso aus und die Gehälter waren vermutlich sogar noch deutlich geringer.
Aber mit der Entwicklung wollte/musste man sich eben umstellen, weil die ganzen eingeschlagenen jungen Talente eben weiterziehen wollten.
Dass da viele Transfers von älteren nicht wirklich glücklich waren steht natürlich auch auf einem anderen Blatt. Trotzdem im Allgemeinen war es ja nich falsch nicht mehr nur auf junge Talente zu setzen, die uns als Sprungbrett sehen.
Das wird ja auch jetzt noch häufig kritisiert.
Und genau da wird Leipzig auch noch hinkommen.
Letztlich vergleichen wir ja unsere Gehälter auch nicht ernsthaft mit denen der Bayern, weil sie da einfach in der Entwicklung Jahrzehnte voraus sind.
Und da wird bei RB einfach vieles mal gerade eben so übersprungen.
Zitat von Doc_Gonzo
Wie sieht es denn mit den Gehältern im Vergleich aus? Ich persönlich brauche die ganzen Vergleiche auch nicht, aber wenn man denn vergleichen will, gehören u.a. die Gehälter ebenfalls dazu. Ansonsten würde ich die Altersstruktur ebenfalls in den Fokus nehmen. Wie viele Leistungsträger vom BVB sind um die 30 und wie viele sind das bei RBL?
Zitat von LordAtorias
Und da stecken die ganzen RB Versetzungen von Österreich nach Deutschland mit drin. Die wären für jeden anderen um einiges teurer geworden als das was Leipzig da mit sich selbst ausgehandelt hat.
Mir geht dieser dauernde Vergleich ziemlich auf die Nüsse.
Am Ende muss Leipzig auch erst mal das schaffen was wir schon geschafft haben und von der kulturellen Relevant die wir haben werden sie eh niemals dran kommen.
Zitat von QuincyMelone
Ganz interessant finde ich da aber auch eine andere Zahl, die dann auch dazu gehört.
Und zwar hat RB laut TM in genau diesem Zeitraum ungefähr 260 Mio. € Nettoinvest in Transfers getätigt.
Das zeigt eben schon wie verrückt das Ganze ist.
Zitat von barcaberlin
Mir ist gerade mal aufgefallen, dass Leipzig seit ihrem Aufstieg genau zwei Punkte weniger geholt haben als wir (308 vs. 310)

Zitat von barcaberlin
Peu a peu brökelt dabei der unter Klopp aufgebaute Status als zweiter Leuchtturm in Deutschland
Peu a peu brökelt dabei der unter Klopp aufgebaute Status als zweiter Leuchtturm in Deutschland
Mir ist gerade mal aufgefallen, dass Leipzig seit ihrem Aufstieg genau zwei Punkte weniger geholt haben als wir (308 vs. 310)


Ganz interessant finde ich da aber auch eine andere Zahl, die dann auch dazu gehört.
Und zwar hat RB laut TM in genau diesem Zeitraum ungefähr 260 Mio. € Nettoinvest in Transfers getätigt.
Das zeigt eben schon wie verrückt das Ganze ist.
Und da stecken die ganzen RB Versetzungen von Österreich nach Deutschland mit drin. Die wären für jeden anderen um einiges teurer geworden als das was Leipzig da mit sich selbst ausgehandelt hat.
Mir geht dieser dauernde Vergleich ziemlich auf die Nüsse.
Am Ende muss Leipzig auch erst mal das schaffen was wir schon geschafft haben und von der kulturellen Relevant die wir haben werden sie eh niemals dran kommen.
Wie sieht es denn mit den Gehältern im Vergleich aus? Ich persönlich brauche die ganzen Vergleiche auch nicht, aber wenn man denn vergleichen will, gehören u.a. die Gehälter ebenfalls dazu. Ansonsten würde ich die Altersstruktur ebenfalls in den Fokus nehmen. Wie viele Leistungsträger vom BVB sind um die 30 und wie viele sind das bei RBL?
Durchaus richtig, allerdings ist das ja bei uns auch eine Folge der Entwicklung.
Zu Zeiten unseres Aufschwungs sah die Altersstruktur ja genauso aus und die Gehälter waren vermutlich sogar noch deutlich geringer.
Aber mit der Entwicklung wollte/musste man sich eben umstellen, weil die ganzen eingeschlagenen jungen Talente eben weiterziehen wollten.
Dass da viele Transfers von älteren nicht wirklich glücklich waren steht natürlich auch auf einem anderen Blatt. Trotzdem im Allgemeinen war es ja nich falsch nicht mehr nur auf junge Talente zu setzen, die uns als Sprungbrett sehen.
Das wird ja auch jetzt noch häufig kritisiert.
Und genau da wird Leipzig auch noch hinkommen.
Letztlich vergleichen wir ja unsere Gehälter auch nicht ernsthaft mit denen der Bayern, weil sie da einfach in der Entwicklung Jahrzehnte voraus sind.
Und da wird bei RB einfach vieles mal gerade eben so übersprungen.
Einerseits hast du Recht. Andererseits wird richtigerweise sehr wohl immer auf die Gehaltsunterschiede zwischen Bayern und BVB verwiesen um die sportliche Lücke zu erklären. Macht für mich auch Sinn. Aus dem Grund sollte es eben auch eine sportliche Lücke zwischen dem BVB und RBL geben, egal woher das Geld nun letztendlich kommt.
Wer sollte das bei RBL kritisieren? Die haben Werner abgeben müssen, konnten/wollten Schick nicht halten, Nachfolger Sörloth kam lange nicht in Tritt und Upamecano wird sich verabschieden. Hört man da irgendeine Kritik? Nein und da gäbe es auch nicht viel, selbst wenn die sportlich schlechter dastehen würde.
Das mit den Entwicklungsstufen sehe ich ähnlich und genau da sehe ich die Probleme. Beim BVB sind Querfinanzierungen nötig um die Gehälter zu bezahlen. Gleichzeitig wird man mittelfristig aber diverse Leistungsträger ersetzen müssen, die keine nennenswerten Ablösen einspielen. Wenn man es optimistisch sehen will, wird man in dem Bereich stagnieren. Leipzig wird hingegen eher wachsen.
Ja auch da sind wir glaube ich nicht weit auseinander.
Man kann aber auch damit argumentieren, dass RB eben mit diesen riesigen finanziellen Mitteln natürlich junge Toptalente kaufen kann, die eben noch nich so viel Gehalt verschlingen.
Ähnlich wie bei uns vor einigen Jahren. Dazu kommt eben der Vorteil eines Farmteams, was so sonst auch nirgendwo besteht. Also die haben da schon extreme Vorzüge, auch wenn damit dann natürlich (zwangsläufig) auch vieles richtig gemacht wird.
Nur irgendwann will halt jeder Verein den nächsten Schritt gehen und eben auch mal versuchen langfristig Spieler zu halten. Das klappt selbst bei unseren Toptalenten im Regelfall nicht und da wurde dann eben der Weg über Ältere eingeschlagen, die natürlich auch mehr Gehalt kosten.
Und da ist bei unserer Transferpolitik in diesem Bereich eben bei weitem nicht alles geguckt
Ein weiterer Vorteil ist es, wenn man in der aktuellen Pandemie weiterhin von seinem Besitzer finanziert wird, während bei uns große Einnahmeposten deutlich stärker wegbrechen. Ob man Ältere holen wird, bezweifle ich etwas. Für die nächste Saison hat RBL schon junge Spieler fest verpflichtet und hat weitere an der Angel. Aus meiner Sicht bedarf es daher nicht unbedingt Ältere, wobei Sörloth für deren Verhältnisse schon eher ein alter Spieler ist, der war ja "schon" 24 bei dessen Verpflichtung. Dennoch hat der eine weitere Vertragsverlängerung oder einen lukrativen Verkauf im Tank. Die Geschichte mit den Farmteams macht RB übrigens außerordentlich gut. Das haben schon andere mit noch mehr Geld versucht und das hat aber weniger Benefits abgeworfen. Dazu noch der besonders gute Draht nach Afrika.
Ist am Ende aber egal, wir müssen gegen solche Konstrukte antreten. Dafür muss die eigene Strategie wieder besser bzw. deutlicher werden.
16.03.2021 - 17:40 Uhr
Zitat von Doc_Gonzo
Ein weiterer Vorteil ist es, wenn man in der aktuellen Pandemie weiterhin von seinem Besitzer finanziert wird, während bei uns große Einnahmeposten deutlich stärker wegbrechen. Ob man Ältere holen wird, bezweifle ich etwas. Für die nächste Saison hat RBL schon junge Spieler fest verpflichtet und hat weitere an der Angel. Aus meiner Sicht bedarf es daher nicht unbedingt Ältere, wobei Sörloth für deren Verhältnisse schon eher ein alter Spieler ist, der war ja "schon" 24 bei dessen Verpflichtung. Dennoch hat der eine weitere Vertragsverlängerung oder einen lukrativen Verkauf im Tank. Die Geschichte mit den Farmteams macht RB übrigens außerordentlich gut. Das haben schon andere mit noch mehr Geld versucht und das hat aber weniger Benefits abgeworfen. Dazu noch der besonders gute Draht nach Afrika.
Ist am Ende aber egal, wir müssen gegen solche Konstrukte antreten. Dafür muss die eigene Strategie wieder besser bzw. deutlicher werden.
Ein weiterer Vorteil ist es, wenn man in der aktuellen Pandemie weiterhin von seinem Besitzer finanziert wird, während bei uns große Einnahmeposten deutlich stärker wegbrechen. Ob man Ältere holen wird, bezweifle ich etwas. Für die nächste Saison hat RBL schon junge Spieler fest verpflichtet und hat weitere an der Angel. Aus meiner Sicht bedarf es daher nicht unbedingt Ältere, wobei Sörloth für deren Verhältnisse schon eher ein alter Spieler ist, der war ja "schon" 24 bei dessen Verpflichtung. Dennoch hat der eine weitere Vertragsverlängerung oder einen lukrativen Verkauf im Tank. Die Geschichte mit den Farmteams macht RB übrigens außerordentlich gut. Das haben schon andere mit noch mehr Geld versucht und das hat aber weniger Benefits abgeworfen. Dazu noch der besonders gute Draht nach Afrika.
Ist am Ende aber egal, wir müssen gegen solche Konstrukte antreten. Dafür muss die eigene Strategie wieder besser bzw. deutlicher werden.
Absolute Zustimmung. Wir müssen gegen diese Konstrukte antreten auch wenn sie teilweise einen unfairen Vorteil haben, aber meiner Meinung nach können wir auch gucken in welchen Bereichen, die eben eventuell auch vergleichbar sind und sie Dinge besser lösen als wir um davon zu lernen, denn alles auf Farmteams, Investor und Co. zu schieben ist dann eben doch auch nur die halbe Wahrheit.
Für mich gibt es da verschiedene Komponenten:
1.) Gehaltsstruktur:
Ein gewisser Anteil der Gehaltsstruktur ist natürlich immer auch (wie hier schon beschrieben) dadurch zu erklären, dass die Gehälter immer erst mit einer gewissen Nachlaufzeit zu den Leistungen anwachsen und dadurch Vereine auf dem aufsteigenden Ast immer einen gewissen Vorteil haben. Andersrum ist die Reduzierung von Gehältern bei nachlassender Leistung eben auch immer erst mit Nachlaufzeit möglich (Schalke kann davon ein Lied singen). Persönlich glaube ich das RB derzeit auf der einen Seite etwas davon profitiert, dass sie erst seit 2016/17 auf diesem Niveau mitspielen, aber ich glaube ehrlich gesagt auch dass RB auf Grund ihrer Struktur immer einen gewissen Aufpreis bei Spielern bezahlt (weil die Information dass Geld vorhanden ist da ist) so dass ich glaube dass der deutlich grössere Effekt auf die Gehaltsstruktur durch strategische Entscheidungen ausgeht fast ausschliesslich auf junge noch nicht so gestandene Spieler zu setzen. Nimmt man mal den Transfers von Kampl als Sonderfall raus (da er in Salzburg ausgebildet wurde und dann nur nach zwei weniger erfolgreichen Zwischenstationen nach Leipzig kam) dann hat Leipzig auch weiterhin keinen einzigen Ü25 Spieler verpflichtet und mit Werner und Selke nur zwei relevante Spieler einem anderen Bundesligisten abgekauft. Auch in der Bundesliga gäbe es sicherlich für RB mittlerweile die Möglichkeit deutlich aktiver bei der Konkurrenz zuzugreifen aber man scheint sich bewusst gegen diesen Weg zu entscheiden. Natürlich spielt dabei immer auch in gewisserweiser die Risikowahrnehmung eine Rolle und man sollte also erwähnen, dass Leipzig weiss, dass sie auch im Falle des Verpassens der CL immer ein gewisses Auffangpolster durch RB haben, während wir dann schnell in eine gewisse Schieflage kommen können, weil mehr unserer Einnahmen (Sponsoring, Prämien, Marktpool etc.) direkt von der CL Teilnahme abhängen. Auf der anderen Seite sehe ich uns hier aber derzeit auch auf der sehr konservativen Seite unterwegs seinend, wo man breitwillig deutliche Aufschläge (Gehalt, Ablöse) zahlt für die Sicherheit gestandene Spieler zu bekommen, die schon Erfahrung in der Bundesliga oder bei internationalen Topklubs haben. Damit kann man sicherlich gewisses Grundniveau normalerweise sicherstellen und Fälle vermeiden, wo ein Spieler in der Liga oder auf höherem Niveau überhaupt nicht zu recht kommt, aber es kommt zu einem enormen Preis. Für mich ist es nicht unbedingt überraschend, dass das Führungsduo Watzke/Zorc auf welches man ja inbesondere auch in Zeiten der Fastpleite setzte, hier eine gewisse Tendenz zu sehr konservativem Verhalten hat. Ich würde aber auch in Frage stellen, ob wir da mittlerweile nicht deutlich zu weit gehen und damit im Bereich der ineffizienten Einsatz von Ressourcen sind, welcher Zwangsläufig dazu führen wird, dass andere Vereine bei guter Tansferpolitik die Lücke verkleinern werden.
2.) Farmteams:
Die Situation ein Farmteam zu haben welches internationale Spiele anbieten kann aber gleichzeitig Spielpraxis und die Option auf einen Wechsel in eine Top5 Liga bietet ist natürlich ein aussergewöhnliches Pfund. Wie hier schon angemerkt hat gibt es dabei aber auch verschiedene Aspekte anzumerken.
- Mit dem Budget was Salzburg zur Verfügung steht für Ablösen muss schon auch erstmal ein enorm gutes Scouting haben um soviele Spieler auf diesem Niveau zu identifizieren.
- Den Vorwurf, dass Salzburg bei Wechseln Dumpingpreise bezahlt, finde ich ehrlich gesagt nur bedingt nachvollziehbar. Sie haben natürlich den grossen Vorteil, dass sie deutlich mehr Insights über Leistungstests, Trainingsleistung, charakterliche Eigenschaften, etc. aus Salzburg bekommen können, was das Risiko oftmals deutlich vermindern sollte, aber auf der anderen Seite haben sie seit ihrem Bundesligaaufstieg mit Keita (29 Mio), Szoboszlai (20 Mio), Haidara (19 Mio), Upamecano (18,5 Mio), Wolf (12 Mio), Hwang (9 Mio), Laimer (7 Mio) genau das gezahlt, was Transfers aus Salzburg zu anderen Vereinen auch erwarten lassen würden, so dass sich ein Grossteil der Empfindung der günstigen Preise meiner Meinung nach vor allem darauf zurückführen lässt, dass Spieler aus schwächeren Ligen einfach generell einen deutlichen Preisnachlass verursachen, weil immer das Risiko vorhanden ist, ob sie ihr Potential auch auf höherem Niveau zeigen kônnen. Mit Mané (23 Mio), Haaland (20 Mio), Schlager (15 Mio), Caleta-Car (19 Mio), Samassekou (14 Mio), Lainer (12 Mio), Kampl (12 Mio), Pongracic (10,5 Mio), Hinteregger (10 Mio), Lazaro (10,5 Mio) und Minamino (8,5) haben da auch reihenweise andere Klubs in den letzten Jahren relativ günstig vom Scouting in Salzburg profitiert und wenn überhaupt ist der Unterschied in den Preisen da minimal.
- Abhängigkeit: Meiner Meinung nach wird der Faktor Salzburg bei der Erklärung des derzeitigen Leipziger Erfolges auch deutlich überakzentuiert, weil sich die Verbindung nach Salzburg da in den letzten Jahren doch deutlich reduziert hat. Von den 18 Spielern, die diese Saison mehr als 500 Einsatzminuten bekommen haben, sind genau 4 Spieler aus Salzburg nach Leipzig gewechselt (Gulasci, Upamecano, Haidara, Adams, Sabitzer) plus mit Adams (NY) und Kampl (Umweg über BVB und Bayer) zwei Spieler, die mit dem RB Universium assoziert waren. Ein Grossteil der grossen Transfers der vergangenen Jahre (Werner, Schick, Angelino, Kluivert, Olmo, Nkunku, Mukiele, Cunha, Konaté, etc.)
Grundsätzlich bin ich allerdings absolut dabei dass Salzburg ein enormer Standortvorteil ist, wobei ich hier auch mal in den Raum stellen würde, was genau eigentlich andere Vereine davon abhält zumindest mehr auf Kooperationen zu setzen um den Nachteil (Spielpraxis auf hohem Niveau) auszugleichen. Die Loan Army von Chelsea oder einiger anderer italenischer Vereine geht ja im Prinzip schon in eine ähnliche Richtung, dass man die Spieler in gewisser Form bindet und ihnen sowohl die Langzeitperspektive beim Verein als auch die Kurzzeit-Perspektive auf Spielpraxis bietet und der grosse Unterschied ist hier wirklich vor allem in dem Bereich, dass die Philosophie von Salzburg und Leipzig stark aufeinander abgestimmt ist. Grundsätzlich müsste aber eine gewisse Kooperation mit einem Verein (ich denke da zum Beispiel an Rennes auf Grund von Puma oder vielleicht einem niederländischen/belgischen Klub auf Grund der Nähe) durchaus im Bereich des möglichen sein (das würde den Vorteil von RB sicherlich nicht ausgleichen aber zumindest abschwächen), sobald man mal tatsächlich eine klare Vereinsausrichtung hätte, womit wir mmn beim nächsten Punkt sind.
3.) Spielphilosophie:
Hier sehe ich den grössten Unterschied zwischen Leipzig und uns. Während das RB Universium seit Jahren sehr konsequent auf die Rangnick Ausrichtung setzt, wechseln wir ständig zwischen unterschiedlichen Ausrichtungen hin und her was jeweils dann Reibungsverluste bedeutet, weil bspw. Spieler wie Weigl oder Witsel eher für System, die auf Ballbesitz ausgerichtet sind wertvoll sind, während andere Spieler mehr im Umschaltspiel zur Geltung kommen.
Insgesamt bleibt bei mir der Eindruck dass Leipzig natürlich den unfairen Vorteil hat, dass sie sich das ganze nicht so hart erarbeiten mussten wie der BVB und es für andere Konstrukte auch niemals so schnell möglich gewesen wäre in solche Sphären vorzustossen, aber rein im Vergleich zum BVB sehe ich ehrlich gesagt nicht wie sie in den Jahren seit ihrem Aufstieg mehr Möglichkeiten hatten.
Umgekehrt sehe ich da sogar Dortmund klar im Vorteil. Das Beispiel Haaland zeigt dass wir international immernoch das deutlich bessere Standing haben, wir haben mit Stadion und Tradition auch ein Faustpfand den RB nicht einbringen kann und noch dazu haben wir insgesamt gesehen in meiner Überzeugung auch immer noch mehr Geld für unseren Kader zur Verfügung. Siehe zum Beispiel den Personaufwand wo wir 2018 und 2019 laut offiziellen Zahlen jeweils um 80 Mio und damit weit über 60% über dem von RB liegen und dieser Unterschied wird durch die Unterschiede in den Transferausgaben bei weitem nicht ausgeglichen. Letztendlich ist es ja auch immer eine strategische Entscheidugn ob man Budget lieber für Ablösesummen oder Gehälter reserviert.
P.S.: Nur um das klarzustellen ich bin ein absoluter Gegner des Konstrukts RB Leipzig und würde selbst die Bayern lieber feiern sehen als am Ende der Saison Leipzig oben zu sehen (und das will bei mir einiges sagen), aber trotzdem heisst es nicht dass dort alles schlecht ist und man sie nicht nutzen kann um sich selbst zu hinterfragen.
16.03.2021 - 18:25 Uhr
Zitat von barcaberlin
2.) Farmteams:
Die Situation ein Farmteam zu haben welches internationale Spiele anbieten kann aber gleichzeitig Spielpraxis und die Option auf einen Wechsel in eine Top5 Liga bietet ist natürlich ein aussergewöhnliches Pfund. Wie hier schon angemerkt hat gibt es dabei aber auch verschiedene Aspekte anzumerken.
Grundsätzlich bin ich allerdings absolut dabei dass Salzburg ein enormer Standortvorteil ist, wobei ich hier auch mal in den Raum stellen würde, was genau eigentlich andere Vereine davon abhält zumindest mehr auf Kooperationen zu setzen um den Nachteil (Spielpraxis auf hohem Niveau) auszugleichen. Die Loan Army von Chelsea oder einiger anderer italenischer Vereine geht ja im Prinzip schon in eine ähnliche Richtung, dass man die Spieler in gewisser Form bindet und ihnen sowohl die Langzeitperspektive beim Verein als auch die Kurzzeit-Perspektive auf Spielpraxis bietet und der grosse Unterschied ist hier wirklich vor allem in dem Bereich, dass die Philosophie von Salzburg und Leipzig stark aufeinander abgestimmt ist. Grundsätzlich müsste aber eine gewisse Kooperation mit einem Verein (ich denke da zum Beispiel an Rennes auf Grund von Puma oder vielleicht einem niederländischen/belgischen Klub auf Grund der Nähe) durchaus im Bereich des möglichen sein (das würde den Vorteil von RB sicherlich nicht ausgleichen aber zumindest abschwächen), sobald man mal tatsächlich eine klare Vereinsausrichtung hätte, womit wir mmn beim nächsten Punkt sind.
2.) Farmteams:
Die Situation ein Farmteam zu haben welches internationale Spiele anbieten kann aber gleichzeitig Spielpraxis und die Option auf einen Wechsel in eine Top5 Liga bietet ist natürlich ein aussergewöhnliches Pfund. Wie hier schon angemerkt hat gibt es dabei aber auch verschiedene Aspekte anzumerken.
- Mit dem Budget was Salzburg zur Verfügung steht für Ablösen muss schon auch erstmal ein enorm gutes Scouting haben um soviele Spieler auf diesem Niveau zu identifizieren.
- Den Vorwurf, dass Salzburg bei Wechseln Dumpingpreise bezahlt, finde ich ehrlich gesagt nur bedingt nachvollziehbar. Sie haben natürlich den grossen Vorteil, dass sie deutlich mehr Insights über Leistungstests, Trainingsleistung, charakterliche Eigenschaften, etc. aus Salzburg bekommen können, was das Risiko oftmals deutlich vermindern sollte, aber auf der anderen Seite haben sie seit ihrem Bundesligaaufstieg mit Keita (29 Mio), Szoboszlai (20 Mio), Haidara (19 Mio), Upamecano (18,5 Mio), Wolf (12 Mio), Hwang (9 Mio), Laimer (7 Mio) genau das gezahlt, was Transfers aus Salzburg zu anderen Vereinen auch erwarten lassen würden, so dass sich ein Grossteil der Empfindung der günstigen Preise meiner Meinung nach vor allem darauf zurückführen lässt, dass Spieler aus schwächeren Ligen einfach generell einen deutlichen Preisnachlass verursachen, weil immer das Risiko vorhanden ist, ob sie ihr Potential auch auf höherem Niveau zeigen kônnen. Mit Mané (23 Mio), Haaland (20 Mio), Schlager (15 Mio), Caleta-Car (19 Mio), Samassekou (14 Mio), Lainer (12 Mio), Kampl (12 Mio), Pongracic (10,5 Mio), Hinteregger (10 Mio), Lazaro (10,5 Mio) und Minamino (8,5) haben da auch reihenweise andere Klubs in den letzten Jahren relativ günstig vom Scouting in Salzburg profitiert und wenn überhaupt ist der Unterschied in den Preisen da minimal.
- Abhängigkeit: Meiner Meinung nach wird der Faktor Salzburg bei der Erklärung des derzeitigen Leipziger Erfolges auch deutlich überakzentuiert, weil sich die Verbindung nach Salzburg da in den letzten Jahren doch deutlich reduziert hat. Von den 18 Spielern, die diese Saison mehr als 500 Einsatzminuten bekommen haben, sind genau 4 Spieler aus Salzburg nach Leipzig gewechselt (Gulasci, Upamecano, Haidara, Adams, Sabitzer) plus mit Adams (NY) und Kampl (Umweg über BVB und Bayer) zwei Spieler, die mit dem RB Universium assoziert waren. Ein Grossteil der grossen Transfers der vergangenen Jahre (Werner, Schick, Angelino, Kluivert, Olmo, Nkunku, Mukiele, Cunha, Konaté, etc.)
Grundsätzlich bin ich allerdings absolut dabei dass Salzburg ein enormer Standortvorteil ist, wobei ich hier auch mal in den Raum stellen würde, was genau eigentlich andere Vereine davon abhält zumindest mehr auf Kooperationen zu setzen um den Nachteil (Spielpraxis auf hohem Niveau) auszugleichen. Die Loan Army von Chelsea oder einiger anderer italenischer Vereine geht ja im Prinzip schon in eine ähnliche Richtung, dass man die Spieler in gewisser Form bindet und ihnen sowohl die Langzeitperspektive beim Verein als auch die Kurzzeit-Perspektive auf Spielpraxis bietet und der grosse Unterschied ist hier wirklich vor allem in dem Bereich, dass die Philosophie von Salzburg und Leipzig stark aufeinander abgestimmt ist. Grundsätzlich müsste aber eine gewisse Kooperation mit einem Verein (ich denke da zum Beispiel an Rennes auf Grund von Puma oder vielleicht einem niederländischen/belgischen Klub auf Grund der Nähe) durchaus im Bereich des möglichen sein (das würde den Vorteil von RB sicherlich nicht ausgleichen aber zumindest abschwächen), sobald man mal tatsächlich eine klare Vereinsausrichtung hätte, womit wir mmn beim nächsten Punkt sind.
Vielleicht nur nochmal kurz zu diesem Absatz, da ich beim restlichen Beitrag auch voll bei dir bin.
Ich wollte in keinem meiner Beiträge ausdrücken, dass man nicht auch von RB lernen kann.
Mir ging es eher darum, dass wir eigentlich auch ähnliche Philosophien in unserer Aufschwungphase verfolgt haben. Ich persönlich gehe schon davon aus, dass bei bleibendem Erfolg sich diese auch bei RB noch ändern wird/muss.
Aber jetzt zu deinem Absatz mit den Farmteams:
Genau das ist ja der Vorteil gegenüber anderen Vereinen. Klar könnte man auch mehr Kooperationen eingehen und dies vielleicht auch besser machen als bisher.
Ich sehe das aber einfach nicht als so einfach möglich an, erst recht nicht auf einem ähnlich hohen Niveau.
Letztendlich wurde RB Salzburg ja erstmal aufgebaut und stark gemacht. Soweit ich weiß, hat man sich ja dann einfach irgendwann für einen anderen Standort entschieden, weil man festgestellt hat, dass dort einfach die Wachstumsmöglichkeiten sehr begrenzt sind.
Dadurch hat man dort eben jetzt ein Team genau nach seiner Strategie aufgebaut, was aber dauerhaft auf EL/CL Niveau spielt.
Das passt dann natürlich perfekt für den „Hauptstandort“, wo man logischerweise genau die gleiche strategische Ausrichtung hat.
Da sind irgendwelche Kooperationen, auch wenn sie noch so gut ausgestaltet wären, einfach meilenweit von entfernt.
Dazu kommt natürlich auch noch ein netter Nebeneffekt, dass man bei Problemen mit dem Financial FairPlay auch wirklich sehr einfach über interne Transfers diese Probleme selbst beseitigen kann.
Aber nochmal zusammenfassend:
Ich bin auch ganz klar der Meinung, dass wir uns deren Transferstrategie etc. ganz genau anschauen müssen und gucken müssen, was wir davon für uns lernen können.
Nur mein Hauptpunkt ist eben, dass wir uns von einer ähnlichen Transferpolitik mit anhaltendem Erfolg lösen wollten/mussten.
Und genau wie du es sagst, wird auch bei RB natürlich die Gehaltsstruktur steigen. Da wird aber auch jetzt nicht mit Erdnüssen gezahlt, ich glaube sogar, dass dort schon noch höhere Gehälter gezahlt werden, als man es der Öffentlichkeit gerne verkaufen möchte.
16.03.2021 - 18:36 Uhr
Zitat von barcaberlin
Absolute Zustimmung. Wir müssen gegen diese Konstrukte antreten auch wenn sie teilweise einen unfairen Vorteil haben, aber meiner Meinung nach können wir auch gucken in welchen Bereichen, die eben eventuell auch vergleichbar sind und sie Dinge besser lösen als wir um davon zu lernen, denn alles auf Farmteams, Investor und Co. zu schieben ist dann eben doch auch nur die halbe Wahrheit.
Für mich gibt es da verschiedene Komponenten:
1.) Gehaltsstruktur:
Ein gewisser Anteil der Gehaltsstruktur ist natürlich immer auch (wie hier schon beschrieben) dadurch zu erklären, dass die Gehälter immer erst mit einer gewissen Nachlaufzeit zu den Leistungen anwachsen und dadurch Vereine auf dem aufsteigenden Ast immer einen gewissen Vorteil haben. Andersrum ist die Reduzierung von Gehältern bei nachlassender Leistung eben auch immer erst mit Nachlaufzeit möglich (Schalke kann davon ein Lied singen). Persönlich glaube ich das RB derzeit auf der einen Seite etwas davon profitiert, dass sie erst seit 2016/17 auf diesem Niveau mitspielen, aber ich glaube ehrlich gesagt auch dass RB auf Grund ihrer Struktur immer einen gewissen Aufpreis bei Spielern bezahlt (weil die Information dass Geld vorhanden ist da ist) so dass ich glaube dass der deutlich grössere Effekt auf die Gehaltsstruktur durch strategische Entscheidungen ausgeht fast ausschliesslich auf junge noch nicht so gestandene Spieler zu setzen. Nimmt man mal den Transfers von Kampl als Sonderfall raus (da er in Salzburg ausgebildet wurde und dann nur nach zwei weniger erfolgreichen Zwischenstationen nach Leipzig kam) dann hat Leipzig auch weiterhin keinen einzigen Ü25 Spieler verpflichtet und mit Werner und Selke nur zwei relevante Spieler einem anderen Bundesligisten abgekauft. Auch in der Bundesliga gäbe es sicherlich für RB mittlerweile die Möglichkeit deutlich aktiver bei der Konkurrenz zuzugreifen aber man scheint sich bewusst gegen diesen Weg zu entscheiden. Natürlich spielt dabei immer auch in gewisserweiser die Risikowahrnehmung eine Rolle und man sollte also erwähnen, dass Leipzig weiss, dass sie auch im Falle des Verpassens der CL immer ein gewisses Auffangpolster durch RB haben, während wir dann schnell in eine gewisse Schieflage kommen können, weil mehr unserer Einnahmen (Sponsoring, Prämien, Marktpool etc.) direkt von der CL Teilnahme abhängen. Auf der anderen Seite sehe ich uns hier aber derzeit auch auf der sehr konservativen Seite unterwegs seinend, wo man breitwillig deutliche Aufschläge (Gehalt, Ablöse) zahlt für die Sicherheit gestandene Spieler zu bekommen, die schon Erfahrung in der Bundesliga oder bei internationalen Topklubs haben. Damit kann man sicherlich gewisses Grundniveau normalerweise sicherstellen und Fälle vermeiden, wo ein Spieler in der Liga oder auf höherem Niveau überhaupt nicht zu recht kommt, aber es kommt zu einem enormen Preis. Für mich ist es nicht unbedingt überraschend, dass das Führungsduo Watzke/Zorc auf welches man ja inbesondere auch in Zeiten der Fastpleite setzte, hier eine gewisse Tendenz zu sehr konservativem Verhalten hat. Ich würde aber auch in Frage stellen, ob wir da mittlerweile nicht deutlich zu weit gehen und damit im Bereich der ineffizienten Einsatz von Ressourcen sind, welcher Zwangsläufig dazu führen wird, dass andere Vereine bei guter Tansferpolitik die Lücke verkleinern werden.
2.) Farmteams:
Die Situation ein Farmteam zu haben welches internationale Spiele anbieten kann aber gleichzeitig Spielpraxis und die Option auf einen Wechsel in eine Top5 Liga bietet ist natürlich ein aussergewöhnliches Pfund. Wie hier schon angemerkt hat gibt es dabei aber auch verschiedene Aspekte anzumerken.
Grundsätzlich bin ich allerdings absolut dabei dass Salzburg ein enormer Standortvorteil ist, wobei ich hier auch mal in den Raum stellen würde, was genau eigentlich andere Vereine davon abhält zumindest mehr auf Kooperationen zu setzen um den Nachteil (Spielpraxis auf hohem Niveau) auszugleichen. Die Loan Army von Chelsea oder einiger anderer italenischer Vereine geht ja im Prinzip schon in eine ähnliche Richtung, dass man die Spieler in gewisser Form bindet und ihnen sowohl die Langzeitperspektive beim Verein als auch die Kurzzeit-Perspektive auf Spielpraxis bietet und der grosse Unterschied ist hier wirklich vor allem in dem Bereich, dass die Philosophie von Salzburg und Leipzig stark aufeinander abgestimmt ist. Grundsätzlich müsste aber eine gewisse Kooperation mit einem Verein (ich denke da zum Beispiel an Rennes auf Grund von Puma oder vielleicht einem niederländischen/belgischen Klub auf Grund der Nähe) durchaus im Bereich des möglichen sein (das würde den Vorteil von RB sicherlich nicht ausgleichen aber zumindest abschwächen), sobald man mal tatsächlich eine klare Vereinsausrichtung hätte, womit wir mmn beim nächsten Punkt sind.
3.) Spielphilosophie:
Hier sehe ich den grössten Unterschied zwischen Leipzig und uns. Während das RB Universium seit Jahren sehr konsequent auf die Rangnick Ausrichtung setzt, wechseln wir ständig zwischen unterschiedlichen Ausrichtungen hin und her was jeweils dann Reibungsverluste bedeutet, weil bspw. Spieler wie Weigl oder Witsel eher für System, die auf Ballbesitz ausgerichtet sind wertvoll sind, während andere Spieler mehr im Umschaltspiel zur Geltung kommen.
Insgesamt bleibt bei mir der Eindruck dass Leipzig natürlich den unfairen Vorteil hat, dass sie sich das ganze nicht so hart erarbeiten mussten wie der BVB und es für andere Konstrukte auch niemals so schnell möglich gewesen wäre in solche Sphären vorzustossen, aber rein im Vergleich zum BVB sehe ich ehrlich gesagt nicht wie sie in den Jahren seit ihrem Aufstieg mehr Möglichkeiten hatten.
Umgekehrt sehe ich da sogar Dortmund klar im Vorteil. Das Beispiel Haaland zeigt dass wir international immernoch das deutlich bessere Standing haben, wir haben mit Stadion und Tradition auch ein Faustpfand den RB nicht einbringen kann und noch dazu haben wir insgesamt gesehen in meiner Überzeugung auch immer noch mehr Geld für unseren Kader zur Verfügung. Siehe zum Beispiel den Personaufwand wo wir 2018 und 2019 laut offiziellen Zahlen jeweils um 80 Mio und damit weit über 60% über dem von RB liegen und dieser Unterschied wird durch die Unterschiede in den Transferausgaben bei weitem nicht ausgeglichen. Letztendlich ist es ja auch immer eine strategische Entscheidugn ob man Budget lieber für Ablösesummen oder Gehälter reserviert.
P.S.: Nur um das klarzustellen ich bin ein absoluter Gegner des Konstrukts RB Leipzig und würde selbst die Bayern lieber feiern sehen als am Ende der Saison Leipzig oben zu sehen (und das will bei mir einiges sagen), aber trotzdem heisst es nicht dass dort alles schlecht ist und man sie nicht nutzen kann um sich selbst zu hinterfragen.
Zitat von Doc_Gonzo
Ein weiterer Vorteil ist es, wenn man in der aktuellen Pandemie weiterhin von seinem Besitzer finanziert wird, während bei uns große Einnahmeposten deutlich stärker wegbrechen. Ob man Ältere holen wird, bezweifle ich etwas. Für die nächste Saison hat RBL schon junge Spieler fest verpflichtet und hat weitere an der Angel. Aus meiner Sicht bedarf es daher nicht unbedingt Ältere, wobei Sörloth für deren Verhältnisse schon eher ein alter Spieler ist, der war ja "schon" 24 bei dessen Verpflichtung. Dennoch hat der eine weitere Vertragsverlängerung oder einen lukrativen Verkauf im Tank. Die Geschichte mit den Farmteams macht RB übrigens außerordentlich gut. Das haben schon andere mit noch mehr Geld versucht und das hat aber weniger Benefits abgeworfen. Dazu noch der besonders gute Draht nach Afrika.
Ist am Ende aber egal, wir müssen gegen solche Konstrukte antreten. Dafür muss die eigene Strategie wieder besser bzw. deutlicher werden.
Ein weiterer Vorteil ist es, wenn man in der aktuellen Pandemie weiterhin von seinem Besitzer finanziert wird, während bei uns große Einnahmeposten deutlich stärker wegbrechen. Ob man Ältere holen wird, bezweifle ich etwas. Für die nächste Saison hat RBL schon junge Spieler fest verpflichtet und hat weitere an der Angel. Aus meiner Sicht bedarf es daher nicht unbedingt Ältere, wobei Sörloth für deren Verhältnisse schon eher ein alter Spieler ist, der war ja "schon" 24 bei dessen Verpflichtung. Dennoch hat der eine weitere Vertragsverlängerung oder einen lukrativen Verkauf im Tank. Die Geschichte mit den Farmteams macht RB übrigens außerordentlich gut. Das haben schon andere mit noch mehr Geld versucht und das hat aber weniger Benefits abgeworfen. Dazu noch der besonders gute Draht nach Afrika.
Ist am Ende aber egal, wir müssen gegen solche Konstrukte antreten. Dafür muss die eigene Strategie wieder besser bzw. deutlicher werden.
Absolute Zustimmung. Wir müssen gegen diese Konstrukte antreten auch wenn sie teilweise einen unfairen Vorteil haben, aber meiner Meinung nach können wir auch gucken in welchen Bereichen, die eben eventuell auch vergleichbar sind und sie Dinge besser lösen als wir um davon zu lernen, denn alles auf Farmteams, Investor und Co. zu schieben ist dann eben doch auch nur die halbe Wahrheit.
Für mich gibt es da verschiedene Komponenten:
1.) Gehaltsstruktur:
Ein gewisser Anteil der Gehaltsstruktur ist natürlich immer auch (wie hier schon beschrieben) dadurch zu erklären, dass die Gehälter immer erst mit einer gewissen Nachlaufzeit zu den Leistungen anwachsen und dadurch Vereine auf dem aufsteigenden Ast immer einen gewissen Vorteil haben. Andersrum ist die Reduzierung von Gehältern bei nachlassender Leistung eben auch immer erst mit Nachlaufzeit möglich (Schalke kann davon ein Lied singen). Persönlich glaube ich das RB derzeit auf der einen Seite etwas davon profitiert, dass sie erst seit 2016/17 auf diesem Niveau mitspielen, aber ich glaube ehrlich gesagt auch dass RB auf Grund ihrer Struktur immer einen gewissen Aufpreis bei Spielern bezahlt (weil die Information dass Geld vorhanden ist da ist) so dass ich glaube dass der deutlich grössere Effekt auf die Gehaltsstruktur durch strategische Entscheidungen ausgeht fast ausschliesslich auf junge noch nicht so gestandene Spieler zu setzen. Nimmt man mal den Transfers von Kampl als Sonderfall raus (da er in Salzburg ausgebildet wurde und dann nur nach zwei weniger erfolgreichen Zwischenstationen nach Leipzig kam) dann hat Leipzig auch weiterhin keinen einzigen Ü25 Spieler verpflichtet und mit Werner und Selke nur zwei relevante Spieler einem anderen Bundesligisten abgekauft. Auch in der Bundesliga gäbe es sicherlich für RB mittlerweile die Möglichkeit deutlich aktiver bei der Konkurrenz zuzugreifen aber man scheint sich bewusst gegen diesen Weg zu entscheiden. Natürlich spielt dabei immer auch in gewisserweiser die Risikowahrnehmung eine Rolle und man sollte also erwähnen, dass Leipzig weiss, dass sie auch im Falle des Verpassens der CL immer ein gewisses Auffangpolster durch RB haben, während wir dann schnell in eine gewisse Schieflage kommen können, weil mehr unserer Einnahmen (Sponsoring, Prämien, Marktpool etc.) direkt von der CL Teilnahme abhängen. Auf der anderen Seite sehe ich uns hier aber derzeit auch auf der sehr konservativen Seite unterwegs seinend, wo man breitwillig deutliche Aufschläge (Gehalt, Ablöse) zahlt für die Sicherheit gestandene Spieler zu bekommen, die schon Erfahrung in der Bundesliga oder bei internationalen Topklubs haben. Damit kann man sicherlich gewisses Grundniveau normalerweise sicherstellen und Fälle vermeiden, wo ein Spieler in der Liga oder auf höherem Niveau überhaupt nicht zu recht kommt, aber es kommt zu einem enormen Preis. Für mich ist es nicht unbedingt überraschend, dass das Führungsduo Watzke/Zorc auf welches man ja inbesondere auch in Zeiten der Fastpleite setzte, hier eine gewisse Tendenz zu sehr konservativem Verhalten hat. Ich würde aber auch in Frage stellen, ob wir da mittlerweile nicht deutlich zu weit gehen und damit im Bereich der ineffizienten Einsatz von Ressourcen sind, welcher Zwangsläufig dazu führen wird, dass andere Vereine bei guter Tansferpolitik die Lücke verkleinern werden.
2.) Farmteams:
Die Situation ein Farmteam zu haben welches internationale Spiele anbieten kann aber gleichzeitig Spielpraxis und die Option auf einen Wechsel in eine Top5 Liga bietet ist natürlich ein aussergewöhnliches Pfund. Wie hier schon angemerkt hat gibt es dabei aber auch verschiedene Aspekte anzumerken.
- Mit dem Budget was Salzburg zur Verfügung steht für Ablösen muss schon auch erstmal ein enorm gutes Scouting haben um soviele Spieler auf diesem Niveau zu identifizieren.
- Den Vorwurf, dass Salzburg bei Wechseln Dumpingpreise bezahlt, finde ich ehrlich gesagt nur bedingt nachvollziehbar. Sie haben natürlich den grossen Vorteil, dass sie deutlich mehr Insights über Leistungstests, Trainingsleistung, charakterliche Eigenschaften, etc. aus Salzburg bekommen können, was das Risiko oftmals deutlich vermindern sollte, aber auf der anderen Seite haben sie seit ihrem Bundesligaaufstieg mit Keita (29 Mio), Szoboszlai (20 Mio), Haidara (19 Mio), Upamecano (18,5 Mio), Wolf (12 Mio), Hwang (9 Mio), Laimer (7 Mio) genau das gezahlt, was Transfers aus Salzburg zu anderen Vereinen auch erwarten lassen würden, so dass sich ein Grossteil der Empfindung der günstigen Preise meiner Meinung nach vor allem darauf zurückführen lässt, dass Spieler aus schwächeren Ligen einfach generell einen deutlichen Preisnachlass verursachen, weil immer das Risiko vorhanden ist, ob sie ihr Potential auch auf höherem Niveau zeigen kônnen. Mit Mané (23 Mio), Haaland (20 Mio), Schlager (15 Mio), Caleta-Car (19 Mio), Samassekou (14 Mio), Lainer (12 Mio), Kampl (12 Mio), Pongracic (10,5 Mio), Hinteregger (10 Mio), Lazaro (10,5 Mio) und Minamino (8,5) haben da auch reihenweise andere Klubs in den letzten Jahren relativ günstig vom Scouting in Salzburg profitiert und wenn überhaupt ist der Unterschied in den Preisen da minimal.
- Abhängigkeit: Meiner Meinung nach wird der Faktor Salzburg bei der Erklärung des derzeitigen Leipziger Erfolges auch deutlich überakzentuiert, weil sich die Verbindung nach Salzburg da in den letzten Jahren doch deutlich reduziert hat. Von den 18 Spielern, die diese Saison mehr als 500 Einsatzminuten bekommen haben, sind genau 4 Spieler aus Salzburg nach Leipzig gewechselt (Gulasci, Upamecano, Haidara, Adams, Sabitzer) plus mit Adams (NY) und Kampl (Umweg über BVB und Bayer) zwei Spieler, die mit dem RB Universium assoziert waren. Ein Grossteil der grossen Transfers der vergangenen Jahre (Werner, Schick, Angelino, Kluivert, Olmo, Nkunku, Mukiele, Cunha, Konaté, etc.)
Grundsätzlich bin ich allerdings absolut dabei dass Salzburg ein enormer Standortvorteil ist, wobei ich hier auch mal in den Raum stellen würde, was genau eigentlich andere Vereine davon abhält zumindest mehr auf Kooperationen zu setzen um den Nachteil (Spielpraxis auf hohem Niveau) auszugleichen. Die Loan Army von Chelsea oder einiger anderer italenischer Vereine geht ja im Prinzip schon in eine ähnliche Richtung, dass man die Spieler in gewisser Form bindet und ihnen sowohl die Langzeitperspektive beim Verein als auch die Kurzzeit-Perspektive auf Spielpraxis bietet und der grosse Unterschied ist hier wirklich vor allem in dem Bereich, dass die Philosophie von Salzburg und Leipzig stark aufeinander abgestimmt ist. Grundsätzlich müsste aber eine gewisse Kooperation mit einem Verein (ich denke da zum Beispiel an Rennes auf Grund von Puma oder vielleicht einem niederländischen/belgischen Klub auf Grund der Nähe) durchaus im Bereich des möglichen sein (das würde den Vorteil von RB sicherlich nicht ausgleichen aber zumindest abschwächen), sobald man mal tatsächlich eine klare Vereinsausrichtung hätte, womit wir mmn beim nächsten Punkt sind.
3.) Spielphilosophie:
Hier sehe ich den grössten Unterschied zwischen Leipzig und uns. Während das RB Universium seit Jahren sehr konsequent auf die Rangnick Ausrichtung setzt, wechseln wir ständig zwischen unterschiedlichen Ausrichtungen hin und her was jeweils dann Reibungsverluste bedeutet, weil bspw. Spieler wie Weigl oder Witsel eher für System, die auf Ballbesitz ausgerichtet sind wertvoll sind, während andere Spieler mehr im Umschaltspiel zur Geltung kommen.
Insgesamt bleibt bei mir der Eindruck dass Leipzig natürlich den unfairen Vorteil hat, dass sie sich das ganze nicht so hart erarbeiten mussten wie der BVB und es für andere Konstrukte auch niemals so schnell möglich gewesen wäre in solche Sphären vorzustossen, aber rein im Vergleich zum BVB sehe ich ehrlich gesagt nicht wie sie in den Jahren seit ihrem Aufstieg mehr Möglichkeiten hatten.
Umgekehrt sehe ich da sogar Dortmund klar im Vorteil. Das Beispiel Haaland zeigt dass wir international immernoch das deutlich bessere Standing haben, wir haben mit Stadion und Tradition auch ein Faustpfand den RB nicht einbringen kann und noch dazu haben wir insgesamt gesehen in meiner Überzeugung auch immer noch mehr Geld für unseren Kader zur Verfügung. Siehe zum Beispiel den Personaufwand wo wir 2018 und 2019 laut offiziellen Zahlen jeweils um 80 Mio und damit weit über 60% über dem von RB liegen und dieser Unterschied wird durch die Unterschiede in den Transferausgaben bei weitem nicht ausgeglichen. Letztendlich ist es ja auch immer eine strategische Entscheidugn ob man Budget lieber für Ablösesummen oder Gehälter reserviert.
P.S.: Nur um das klarzustellen ich bin ein absoluter Gegner des Konstrukts RB Leipzig und würde selbst die Bayern lieber feiern sehen als am Ende der Saison Leipzig oben zu sehen (und das will bei mir einiges sagen), aber trotzdem heisst es nicht dass dort alles schlecht ist und man sie nicht nutzen kann um sich selbst zu hinterfragen.
Du hast sicher in einigen Punkten recht, aber ganz so einfach ist es mMn nicht. Aus zeitlichen Gründen nur mal zwei Punkte.....
Die Ablösen von RB Salzburg zu RaBa Leipzig sind marktgerecht? Möchte ich stark bezweifeln. RB hat im gesamten Konstrukt die Möglichkeit, Spieler tiefgründig und bis ins kleinste Detail zu scouten und ständig zu bewerten. Und ich denke, dass bei den Verträgen bei RBS bereits festgelegt wird, wer überhaupt für Leipzig in Frage kommen könnte und wer nicht. Ich möchte darauf wetten, dass die Verträge so gestaltet sind, dass wenn Leipzig ruft, dieser Spieler ausschließen für Leipzig auch auf dem Markt ist. Es gibt bei der Transfersumme schon mal keine Konkurrenzsituation zu anderen Vereinen.
Bei Haaland sieht die Sache etwas anders aus. Er ist mMn ein Transfer, der komplett aus dem üblichen Schema im RB-Universum fällt. Er ist dort erst ziemlich spät hineingerutscht. Warum auch immer er nach Salzburg gegangen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe den Transfer damals nicht verfolgt. Haaland hat mMn einen familiär bedingten knallharten Karriereplan und wird von Raiola vertreten. Raiola ist der erste Grund, der den Wechsel zu uns erst ermöglicht hat, in dem Haaland eine frühzeitig greifende AK in den Vertrag bekam. Ist sonst eigentlich nicht sehr üblich. Diese AK und die absolute Notwendigkeit bei uns, diese Position im Sturmzentrum dringend zu besetzen, waren in meinen Augen die Punkte, die den Ausschlag für uns gegeben haben. RaBa ist im Sturmzentrum immer ausreichend und qualitativ hochwertig besetzt. Die Spielzeit für Haaland hätte sich nicht automatisch ergeben, ohne Unruhe in der Brausebande zu erzeugen. Ohne Raiola wäre Haaland mit ziemlicher Sicherheit in Leipzig gelandet, davon bin ich fest überzeugt.
16.03.2021 - 18:46 Uhr
Zitat von ollabohm
RBL hat aber auch seitdem ein Transferminus von 150mio, während wir ein plus von 106mio haben.
Ist Dir dabei auch aufgefallen, dass RB zu einem mittlerweile weltweiten Konzern gehört, der aus Clubs wie RB Salzburg, Bragatino & New York besteht, die sich gegenseitig im Scouting usw unterstützen? Salzburg bildet nen Großteil der Spieler für Leipzig aus, während wir das im laufenden Spielbetrieb selbst tun müssen.
Keita, Szoboszlai, Haidara, Wolf, Upamecano, Wolf, Hwang, Laimer, Bernardo, Gulacsi, Ilsanker, Adams.
Das ist nicht so als würden man nur gerne Spieler von da verpflichten. Da steht ein Plan dahinter und sie kriegen die Spieler zwar nicht umsonst, aber schon 10-20% günstiger als wenn ein anderer Verein nun kommen würde.
Leipzig wird uns auch aufgrund dessen früher oder später den Rang ablaufen, auch weil da ein Multi-Milliarden-Konzern mit seinem Namen hintendran steht. Und im Gegensatz zu Vereinen wie Inter oder manchen in England, machen sie es in Leipzig auch einfach richtig gut.
Während wir das Geld für den Kader und Transfers erst durch Verkäufe erwirtschaften müssen, muss RB lediglich verkaufen um nicht aufgrund des FFP bestraft zu werden. Das ist einfach der Unterschied.
Und in den von Dir genannten Zeitraum fallen halt auch gerade die aktuelle und die Saison 17/18 mit Bosz und Stöger und die aktuelle. Dennoch waren wir in 3 von 5 Jahren vor ihnen und haben auch nen Titel geholt (Pokal). RB wäre uns auch auf die Pelle gerückt, wenn Klopp noch hier wäre.
Bei dem was man aktuell bei den Gerüchten liest, könnte der Sommer für uns aber eine riesige Chance werden einen Schritt nach vorne zu machen, wenn man die richtigen Entscheidungen trifft.
Bei den Summen, die für Haaland genannt werden und die wohl auch Sancho bringen wird, lässt sich nicht nur das Corona-Loch stopfen, sondern auch der Kader extrem modifizieren.
Für Haaland werden Summen von 150mio genannt oder eine Verrechnung mit Werner...
Es könnte für uns auch die Chance sein Spieler zu verpflichten, die sonst nicht in unserer Reichweite wären und natürlich würden andere Top-Talente auch gerne wieder zu uns kommen wie Tzolis, Demir, Vlahovic, Malen...
Natürlich ist es sehr schade Spieler wie Haaland oder Sancho zu verlieren, aber das war es auch bei Auba, Lewa, Dembele... und irgendwie kommen doch immer wieder neue. Die Hoffnung habe ich diesmal auch und selbst wenn es erst einmal wieder ein Rückschlag sein wird, bringt es den Club auf lange Sicht weiter nach vorne.
Zitat von barcaberlin
Mir ist gerade mal aufgefallen, dass Leipzig seit ihrem Aufstieg genau zwei Punkte weniger geholt haben als wir (308 vs. 310)

Zitat von barcaberlin
Peu a peu brökelt dabei der unter Klopp aufgebaute Status als zweiter Leuchtturm in Deutschland
Peu a peu brökelt dabei der unter Klopp aufgebaute Status als zweiter Leuchtturm in Deutschland
Mir ist gerade mal aufgefallen, dass Leipzig seit ihrem Aufstieg genau zwei Punkte weniger geholt haben als wir (308 vs. 310)


RBL hat aber auch seitdem ein Transferminus von 150mio, während wir ein plus von 106mio haben.
Ist Dir dabei auch aufgefallen, dass RB zu einem mittlerweile weltweiten Konzern gehört, der aus Clubs wie RB Salzburg, Bragatino & New York besteht, die sich gegenseitig im Scouting usw unterstützen? Salzburg bildet nen Großteil der Spieler für Leipzig aus, während wir das im laufenden Spielbetrieb selbst tun müssen.
Keita, Szoboszlai, Haidara, Wolf, Upamecano, Wolf, Hwang, Laimer, Bernardo, Gulacsi, Ilsanker, Adams.
Das ist nicht so als würden man nur gerne Spieler von da verpflichten. Da steht ein Plan dahinter und sie kriegen die Spieler zwar nicht umsonst, aber schon 10-20% günstiger als wenn ein anderer Verein nun kommen würde.
Leipzig wird uns auch aufgrund dessen früher oder später den Rang ablaufen, auch weil da ein Multi-Milliarden-Konzern mit seinem Namen hintendran steht. Und im Gegensatz zu Vereinen wie Inter oder manchen in England, machen sie es in Leipzig auch einfach richtig gut.
Während wir das Geld für den Kader und Transfers erst durch Verkäufe erwirtschaften müssen, muss RB lediglich verkaufen um nicht aufgrund des FFP bestraft zu werden. Das ist einfach der Unterschied.
Und in den von Dir genannten Zeitraum fallen halt auch gerade die aktuelle und die Saison 17/18 mit Bosz und Stöger und die aktuelle. Dennoch waren wir in 3 von 5 Jahren vor ihnen und haben auch nen Titel geholt (Pokal). RB wäre uns auch auf die Pelle gerückt, wenn Klopp noch hier wäre.
Bei dem was man aktuell bei den Gerüchten liest, könnte der Sommer für uns aber eine riesige Chance werden einen Schritt nach vorne zu machen, wenn man die richtigen Entscheidungen trifft.
Bei den Summen, die für Haaland genannt werden und die wohl auch Sancho bringen wird, lässt sich nicht nur das Corona-Loch stopfen, sondern auch der Kader extrem modifizieren.
Für Haaland werden Summen von 150mio genannt oder eine Verrechnung mit Werner...
Es könnte für uns auch die Chance sein Spieler zu verpflichten, die sonst nicht in unserer Reichweite wären und natürlich würden andere Top-Talente auch gerne wieder zu uns kommen wie Tzolis, Demir, Vlahovic, Malen...
Natürlich ist es sehr schade Spieler wie Haaland oder Sancho zu verlieren, aber das war es auch bei Auba, Lewa, Dembele... und irgendwie kommen doch immer wieder neue. Die Hoffnung habe ich diesmal auch und selbst wenn es erst einmal wieder ein Rückschlag sein wird, bringt es den Club auf lange Sicht weiter nach vorne.
Wie gesagt ich würde nicht in Frage stellen, dass Leipzig einen unfairen Vorteil hat. Nur hat Leipzig meiner Meinung nach in dem Zeitraum schneller aufgeholt als es der reine Vorteil erklären würde. Theoretisch war zu erwarten, dass sie die Lücke verkleinern, aber weitem nicht fast schliessen. Leipzig mag 260 Mio mehr in Transfers investiert haben, aber Leipzig startete auch mit einem Kader der ziemlich genau diese 260 Mio weniger wert war (am Ende der ersten Bundesligasaison waren es 252 Mio laut tm.de) und noch dazu hat der BVB alleine in den beiden Saisons 2018/19 und 2019/20 eben 160 Mio mehr in den Personaufwand gesteckt, so dass man sich hochrechnen kann, dass wir über den Gesamtzeitraum sicherlich bei über 300 Mio sind selbst wenn man noch ein paar Personalkosten abzieht, die RB in der Form nicht hat, weil sie nicht so sehr auf die Einnahmegenerierung angewiesen sind. Wenn ich Spielern wie Reus (12 Mio), Götze (10 Mio), Hummels (10 Mio), Can (8,5 Mio), Haaland (8 Mio), Witsel (7,5 Mio), Brandt (7 Mio) und Schulz (6 Mio) extrem hohe Gehälter zahlen will, dann kann ich mich doch danach nicht hinstellen und darauf verweisen, dass ein anderer Verein mehr für Ablösesummen ausgeben konnte, sondern dann ist das einfach eine strategische Entscheidung die bei uns so getroffen wurde und wir hätten genauso gut auf diese Entscheidung verzichten können und dann hätte man eben deutlichst mehr als Leipzig in aufstrebende Spieler investieren können.
In Bezug auf den Sommer: Die Chance einen Schritt nach vorne zu machen hatten wir durch die Transfers von bspw. Dembele und Pulisic in der Vergangenheit eigentlich auch schon, aber dabei ist nur bedingt was rumgekommen. Insofern was macht dich optimistischer dass das dieses Sommer anders aussehen würde?
16.03.2021 - 19:30 Uhr
Zitat von Trepo
Die Ablösen von RB Salzburg zu RaBa Leipzig sind marktgerecht? Möchte ich stark bezweifeln. RB hat im gesamten Konstrukt die Möglichkeit, Spieler tiefgründig und bis ins kleinste Detail zu scouten und ständig zu bewerten. Und ich denke, dass bei den Verträgen bei RBS bereits festgelegt wird, wer überhaupt für Leipzig in Frage kommen könnte und wer nicht. Ich möchte darauf wetten, dass die Verträge so gestaltet sind, dass wenn Leipzig ruft, dieser Spieler ausschließen für Leipzig auch auf dem Markt ist. Es gibt bei der Transfersumme schon mal keine Konkurrenzsituation zu anderen Vereinen.
Zitat von barcaberlin
Den Vorwurf, dass Salzburg bei Wechseln Dumpingpreise bezahlt, finde ich ehrlich gesagt nur bedingt nachvollziehbar. Sie haben natürlich den grossen Vorteil, dass sie deutlich mehr Insights über Leistungstests, Trainingsleistung, charakterliche Eigenschaften, etc. aus Salzburg bekommen können, was das Risiko oftmals deutlich vermindern sollte, aber auf der anderen Seite haben sie seit ihrem Bundesligaaufstieg mit Keita (29 Mio), Szoboszlai (20 Mio), Haidara (19 Mio), Upamecano (18,5 Mio), Wolf (12 Mio), Hwang (9 Mio), Laimer (7 Mio) genau das gezahlt, was Transfers aus Salzburg zu anderen Vereinen auch erwarten lassen würden, so dass sich ein Grossteil der Empfindung der günstigen Preise meiner Meinung nach vor allem darauf zurückführen lässt, dass Spieler aus schwächeren Ligen einfach generell einen deutlichen Preisnachlass verursachen, weil immer das Risiko vorhanden ist, ob sie ihr Potential auch auf höherem Niveau zeigen kônnen. Mit Mané (23 Mio), Haaland (20 Mio), Schlager (15 Mio), Caleta-Car (19 Mio), Samassekou (14 Mio), Lainer (12 Mio), Kampl (12 Mio), Pongracic (10,5 Mio), Hinteregger (10 Mio), Lazaro (10,5 Mio) und Minamino (8,5) haben da auch reihenweise andere Klubs in den letzten Jahren relativ günstig vom Scouting in Salzburg profitiert und wenn überhaupt ist der Unterschied in den Preisen da minimal.
Den Vorwurf, dass Salzburg bei Wechseln Dumpingpreise bezahlt, finde ich ehrlich gesagt nur bedingt nachvollziehbar. Sie haben natürlich den grossen Vorteil, dass sie deutlich mehr Insights über Leistungstests, Trainingsleistung, charakterliche Eigenschaften, etc. aus Salzburg bekommen können, was das Risiko oftmals deutlich vermindern sollte, aber auf der anderen Seite haben sie seit ihrem Bundesligaaufstieg mit Keita (29 Mio), Szoboszlai (20 Mio), Haidara (19 Mio), Upamecano (18,5 Mio), Wolf (12 Mio), Hwang (9 Mio), Laimer (7 Mio) genau das gezahlt, was Transfers aus Salzburg zu anderen Vereinen auch erwarten lassen würden, so dass sich ein Grossteil der Empfindung der günstigen Preise meiner Meinung nach vor allem darauf zurückführen lässt, dass Spieler aus schwächeren Ligen einfach generell einen deutlichen Preisnachlass verursachen, weil immer das Risiko vorhanden ist, ob sie ihr Potential auch auf höherem Niveau zeigen kônnen. Mit Mané (23 Mio), Haaland (20 Mio), Schlager (15 Mio), Caleta-Car (19 Mio), Samassekou (14 Mio), Lainer (12 Mio), Kampl (12 Mio), Pongracic (10,5 Mio), Hinteregger (10 Mio), Lazaro (10,5 Mio) und Minamino (8,5) haben da auch reihenweise andere Klubs in den letzten Jahren relativ günstig vom Scouting in Salzburg profitiert und wenn überhaupt ist der Unterschied in den Preisen da minimal.
Die Ablösen von RB Salzburg zu RaBa Leipzig sind marktgerecht? Möchte ich stark bezweifeln. RB hat im gesamten Konstrukt die Möglichkeit, Spieler tiefgründig und bis ins kleinste Detail zu scouten und ständig zu bewerten. Und ich denke, dass bei den Verträgen bei RBS bereits festgelegt wird, wer überhaupt für Leipzig in Frage kommen könnte und wer nicht. Ich möchte darauf wetten, dass die Verträge so gestaltet sind, dass wenn Leipzig ruft, dieser Spieler ausschließen für Leipzig auch auf dem Markt ist. Es gibt bei der Transfersumme schon mal keine Konkurrenzsituation zu anderen Vereinen.
Du versteifst dich da meiner Meinung nach etwas auf das Beispiel Haaland und deine Vermutung.
Ich hab die Liste an Spielern die Salzburg in Richtung Leipzig und anderswohin verlassen haben ja mit aufgeführt. Ich persönlich sehe nicht wo da signifikate Unterschiede zwischen Preisen sind die RB zahlt und den Preisen die andere Vereine gezahlt haben. Aber natürlich ist es offensichtlich dass Leipzig da einen einfacheren Zugang hat, aber das liesse sich auch schon fast damit erklären, dass Talente die zu RB Salzburg gehen natürlich auch per Definition schon kein Problem mit dem Konstrukt RB haben und viel dafür spricht zu RB Leipzig zu gehen wo man den Spielstil schon kennt und weiss dass der Transfer ohne grosse Probleme möglich wäre. Es kann auch sein dass RB Leipzig da jeweils einen gewissen Rabatt von 10-20% bekommt, aber ob die nun 18 Mio für Upamecano zahlen oder 21 Mio wir würden die gleichen Vorwürfe hier doch immernoch hören. Auf der anderen Seite bin ich mir recht sicher dass RB den Teufel tun wird und Klauseln für Leipzig in die Verträge von Salzburg zu schreiben, weil damit direkt nicht mehr zu leugnen wäre wie stark die Verbindung ist und nicht mehr beide international antreten könnten. Wir können uns sicher sein dass es Absprachen mit Spielern und zwischen den Vereinen gibt, aber verschriftlichen wird man das wohl eher nicht. Gleichzeitig glaube ich dass auch der Preisnachlass sich sehr im Rahmen hält, weil eben du sonst schnell in die Predouille kommst, dass 1-2 unzufriedene Spieler und Spielerberater dir direkt die schön vorgespielt Unabhängigkeit zerschiessen.
16.03.2021 - 19:39 Uhr
Zitat von barcaberlin
Du versteifst dich da meiner Meinung nach etwas auf das Beispiel Haaland und deine Vermutung.
Ich hab die Liste an Spielern die Salzburg in Richtung Leipzig und anderswohin verlassen haben ja mit aufgeführt. Ich persönlich sehe nicht wo da signifikate Unterschiede zwischen Preisen sind die RB zahlt und den Preisen die andere Vereine gezahlt haben. Aber natürlich ist es offensichtlich dass Leipzig da einen einfacheren Zugang hat, aber das liesse sich auch schon fast damit erklären, dass Talente die zu RB Salzburg gehen natürlich auch per Definition schon kein Problem mit dem Konstrukt RB haben und viel dafür spricht zu RB Leipzig zu gehen wo man den Spielstil schon kennt und weiss dass der Transfer ohne grosse Probleme möglich wäre. Es kann auch sein dass RB Leipzig da jeweils einen gewissen Rabatt von 10-20% bekommt, aber ob die nun 18 Mio für Upamecano zahlen oder 21 Mio wir würden die gleichen Vorwürfe hier doch immernoch hören. Auf der anderen Seite bin ich mir recht sicher dass RB den Teufel tun wird und Klauseln für Leipzig in die Verträge von Salzburg zu schreiben, weil damit direkt nicht mehr zu leugnen wäre wie stark die Verbindung ist und nicht mehr beide international antreten könnten. Wir können uns sicher sein dass es Absprachen mit Spielern und zwischen den Vereinen gibt, aber verschriftlichen wird man das wohl eher nicht. Gleichzeitig glaube ich dass auch der Preisnachlass sich sehr im Rahmen hält, weil eben du sonst schnell in die Predouille kommst, dass 1-2 unzufriedene Spieler und Spielerberater dir direkt die schön vorgespielt Unabhängigkeit zerschiessen.
Zitat von Trepo
Die Ablösen von RB Salzburg zu RaBa Leipzig sind marktgerecht? Möchte ich stark bezweifeln. RB hat im gesamten Konstrukt die Möglichkeit, Spieler tiefgründig und bis ins kleinste Detail zu scouten und ständig zu bewerten. Und ich denke, dass bei den Verträgen bei RBS bereits festgelegt wird, wer überhaupt für Leipzig in Frage kommen könnte und wer nicht. Ich möchte darauf wetten, dass die Verträge so gestaltet sind, dass wenn Leipzig ruft, dieser Spieler ausschließen für Leipzig auch auf dem Markt ist. Es gibt bei der Transfersumme schon mal keine Konkurrenzsituation zu anderen Vereinen.
Zitat von barcaberlin
Den Vorwurf, dass Salzburg bei Wechseln Dumpingpreise bezahlt, finde ich ehrlich gesagt nur bedingt nachvollziehbar. Sie haben natürlich den grossen Vorteil, dass sie deutlich mehr Insights über Leistungstests, Trainingsleistung, charakterliche Eigenschaften, etc. aus Salzburg bekommen können, was das Risiko oftmals deutlich vermindern sollte, aber auf der anderen Seite haben sie seit ihrem Bundesligaaufstieg mit Keita (29 Mio), Szoboszlai (20 Mio), Haidara (19 Mio), Upamecano (18,5 Mio), Wolf (12 Mio), Hwang (9 Mio), Laimer (7 Mio) genau das gezahlt, was Transfers aus Salzburg zu anderen Vereinen auch erwarten lassen würden, so dass sich ein Grossteil der Empfindung der günstigen Preise meiner Meinung nach vor allem darauf zurückführen lässt, dass Spieler aus schwächeren Ligen einfach generell einen deutlichen Preisnachlass verursachen, weil immer das Risiko vorhanden ist, ob sie ihr Potential auch auf höherem Niveau zeigen kônnen. Mit Mané (23 Mio), Haaland (20 Mio), Schlager (15 Mio), Caleta-Car (19 Mio), Samassekou (14 Mio), Lainer (12 Mio), Kampl (12 Mio), Pongracic (10,5 Mio), Hinteregger (10 Mio), Lazaro (10,5 Mio) und Minamino (8,5) haben da auch reihenweise andere Klubs in den letzten Jahren relativ günstig vom Scouting in Salzburg profitiert und wenn überhaupt ist der Unterschied in den Preisen da minimal.
Den Vorwurf, dass Salzburg bei Wechseln Dumpingpreise bezahlt, finde ich ehrlich gesagt nur bedingt nachvollziehbar. Sie haben natürlich den grossen Vorteil, dass sie deutlich mehr Insights über Leistungstests, Trainingsleistung, charakterliche Eigenschaften, etc. aus Salzburg bekommen können, was das Risiko oftmals deutlich vermindern sollte, aber auf der anderen Seite haben sie seit ihrem Bundesligaaufstieg mit Keita (29 Mio), Szoboszlai (20 Mio), Haidara (19 Mio), Upamecano (18,5 Mio), Wolf (12 Mio), Hwang (9 Mio), Laimer (7 Mio) genau das gezahlt, was Transfers aus Salzburg zu anderen Vereinen auch erwarten lassen würden, so dass sich ein Grossteil der Empfindung der günstigen Preise meiner Meinung nach vor allem darauf zurückführen lässt, dass Spieler aus schwächeren Ligen einfach generell einen deutlichen Preisnachlass verursachen, weil immer das Risiko vorhanden ist, ob sie ihr Potential auch auf höherem Niveau zeigen kônnen. Mit Mané (23 Mio), Haaland (20 Mio), Schlager (15 Mio), Caleta-Car (19 Mio), Samassekou (14 Mio), Lainer (12 Mio), Kampl (12 Mio), Pongracic (10,5 Mio), Hinteregger (10 Mio), Lazaro (10,5 Mio) und Minamino (8,5) haben da auch reihenweise andere Klubs in den letzten Jahren relativ günstig vom Scouting in Salzburg profitiert und wenn überhaupt ist der Unterschied in den Preisen da minimal.
Die Ablösen von RB Salzburg zu RaBa Leipzig sind marktgerecht? Möchte ich stark bezweifeln. RB hat im gesamten Konstrukt die Möglichkeit, Spieler tiefgründig und bis ins kleinste Detail zu scouten und ständig zu bewerten. Und ich denke, dass bei den Verträgen bei RBS bereits festgelegt wird, wer überhaupt für Leipzig in Frage kommen könnte und wer nicht. Ich möchte darauf wetten, dass die Verträge so gestaltet sind, dass wenn Leipzig ruft, dieser Spieler ausschließen für Leipzig auch auf dem Markt ist. Es gibt bei der Transfersumme schon mal keine Konkurrenzsituation zu anderen Vereinen.
Du versteifst dich da meiner Meinung nach etwas auf das Beispiel Haaland und deine Vermutung.
Ich hab die Liste an Spielern die Salzburg in Richtung Leipzig und anderswohin verlassen haben ja mit aufgeführt. Ich persönlich sehe nicht wo da signifikate Unterschiede zwischen Preisen sind die RB zahlt und den Preisen die andere Vereine gezahlt haben. Aber natürlich ist es offensichtlich dass Leipzig da einen einfacheren Zugang hat, aber das liesse sich auch schon fast damit erklären, dass Talente die zu RB Salzburg gehen natürlich auch per Definition schon kein Problem mit dem Konstrukt RB haben und viel dafür spricht zu RB Leipzig zu gehen wo man den Spielstil schon kennt und weiss dass der Transfer ohne grosse Probleme möglich wäre. Es kann auch sein dass RB Leipzig da jeweils einen gewissen Rabatt von 10-20% bekommt, aber ob die nun 18 Mio für Upamecano zahlen oder 21 Mio wir würden die gleichen Vorwürfe hier doch immernoch hören. Auf der anderen Seite bin ich mir recht sicher dass RB den Teufel tun wird und Klauseln für Leipzig in die Verträge von Salzburg zu schreiben, weil damit direkt nicht mehr zu leugnen wäre wie stark die Verbindung ist und nicht mehr beide international antreten könnten. Wir können uns sicher sein dass es Absprachen mit Spielern und zwischen den Vereinen gibt, aber verschriftlichen wird man das wohl eher nicht. Gleichzeitig glaube ich dass auch der Preisnachlass sich sehr im Rahmen hält, weil eben du sonst schnell in die Predouille kommst, dass 1-2 unzufriedene Spieler und Spielerberater dir direkt die schön vorgespielt Unabhängigkeit zerschiessen.
Vor allem sind die Transfers dem Gesamtkonzept geschuldet. Es liegt doch auf der Hand das Salzburg quasi für Leipzig ausbildet, sprich genau nach deren Anforderungsprofil. Das dürfte auch jedem Spieler der da hinwechselt von Tag 1 an klar sein und letztlich auch das Ziel, sowohl der beiden Clubs als auch von vielen Spielern. Dies ist ja gewissermaßen auch eine langfristige Karriereaussicht der Spieler.
Vom Gesamtkonzept ist das leider sehr gut was die da auf die Beine gestellt haben.
16.03.2021 - 20:09 Uhr
Zitat von barcaberlin
Wenn ich Spielern wie Reus (12 Mio), Götze (10 Mio), Hummels (10 Mio), Can (8,5 Mio), Haaland (8 Mio), Witsel (7,5 Mio), Brandt (7 Mio) und Schulz (6 Mio) extrem hohe Gehälter zahlen will, dann kann ich mich doch danach nicht hinstellen und darauf verweisen, dass ein anderer Verein mehr für Ablösesummen ausgeben konnte, sondern dann ist das einfach eine strategische Entscheidung die bei uns so getroffen wurde und wir hätten genauso gut auf diese Entscheidung verzichten können und dann hätte man eben deutlichst mehr als Leipzig in aufstrebende Spieler investieren können.
Wenn ich Spielern wie Reus (12 Mio), Götze (10 Mio), Hummels (10 Mio), Can (8,5 Mio), Haaland (8 Mio), Witsel (7,5 Mio), Brandt (7 Mio) und Schulz (6 Mio) extrem hohe Gehälter zahlen will, dann kann ich mich doch danach nicht hinstellen und darauf verweisen, dass ein anderer Verein mehr für Ablösesummen ausgeben konnte, sondern dann ist das einfach eine strategische Entscheidung die bei uns so getroffen wurde und wir hätten genauso gut auf diese Entscheidung verzichten können und dann hätte man eben deutlichst mehr als Leipzig in aufstrebende Spieler investieren können.
Das ist der Punkt - und die 'strategische Entscheidung', bei der ich sehr gespannt bin, wie sich das weiterentwickelt. Du hast das in dem Ausgangspost als konservative Politik beschrieben, die auf Risikominimierung aus ist: Man holt 'gestandene Spieler' (abgesehen von Haaland in deiner Aufzählung), um möglichst sicher in der CL dabeizusein. Und um das Risiko bei der Verpflichtung von teils extrem jungen Spielern abzufedern.
Damit ist dann aber auch viel Kapital in den Verträgen von Schulz, Brandt, Meunier und Co. gebunden, was wiederum einen Nachteil im Kampf um die ganz jungen herausragenden Talente wie Sancho bedeutet.
Ich persönlich habe vor ein paar Jahren ganz subjektiv so einen Bruch in der Transferpolitik empfunden. Konkret habe ich damals so Gedanken gehabt: Wieso landen ein Diallo oder ein Haller nicht mehr sofort bei uns? Wieso landen die bei Mainz und Frankfurt (was auch gute Adressen sind) und kosten dann nach einem Jahr 20 Mio. € oder sind unerschwinglich und gehen in die PL?
Fußballerisch kann ich das nicht mit Expertise beurteilen, aber die Invests in die 'Gestandenen' schränken schon echt ein. Zumal ich den Eindruck habe, dass die 'Gestandenen' tendenziell eher von den jungen Spielern getragen werden, als dass sie eine verlässliche Achse bilden.
Soviel Geld, wie in die vermeintlich sicheren Bänke wie Schulz oder Meunier etc. investiert wurde, kann man schon fast sagen, dass die konservative Strategie das eigentliche Risiko ist, während vielleicht das konsequente Setzen auf die Jungen und Hochtalentierten das wirklich sichere Fundament ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von stanleebuddha am 16.03.2021 um 20:11 Uhr bearbeitet
16.03.2021 - 23:21 Uhr
Zitat von stanleebuddha
Das ist der Punkt - und die 'strategische Entscheidung', bei der ich sehr gespannt bin, wie sich das weiterentwickelt. Du hast das in dem Ausgangspost als konservative Politik beschrieben, die auf Risikominimierung aus ist: Man holt 'gestandene Spieler' (abgesehen von Haaland in deiner Aufzählung), um möglichst sicher in der CL dabeizusein. Und um das Risiko bei der Verpflichtung von teils extrem jungen Spielern abzufedern.
Damit ist dann aber auch viel Kapital in den Verträgen von Schulz, Brandt, Meunier und Co. gebunden, was wiederum einen Nachteil im Kampf um die ganz jungen herausragenden Talente wie Sancho bedeutet.
Ich persönlich habe vor ein paar Jahren ganz subjektiv so einen Bruch in der Transferpolitik empfunden. Konkret habe ich damals so Gedanken gehabt: Wieso landen ein Diallo oder ein Haller nicht mehr sofort bei uns? Wieso landen die bei Mainz und Frankfurt (was auch gute Adressen sind) und kosten dann nach einem Jahr 20 Mio. € oder sind unerschwinglich und gehen in die PL?
Fußballerisch kann ich das nicht mit Expertise beurteilen, aber die Invests in die 'Gestandenen' schränken schon echt ein. Zumal ich den Eindruck habe, dass die 'Gestandenen' tendenziell eher von den jungen Spielern getragen werden, als dass sie eine verlässliche Achse bilden.
Soviel Geld, wie in die vermeintlich sicheren Bänke wie Schulz oder Meunier etc. investiert wurde, kann man schon fast sagen, dass die konservative Strategie das eigentliche Risiko ist, während vielleicht das konsequente Setzen auf die Jungen und Hochtalentierten das wirklich sichere Fundament ist.
Zitat von barcaberlin
Wenn ich Spielern wie Reus (12 Mio), Götze (10 Mio), Hummels (10 Mio), Can (8,5 Mio), Haaland (8 Mio), Witsel (7,5 Mio), Brandt (7 Mio) und Schulz (6 Mio) extrem hohe Gehälter zahlen will, dann kann ich mich doch danach nicht hinstellen und darauf verweisen, dass ein anderer Verein mehr für Ablösesummen ausgeben konnte, sondern dann ist das einfach eine strategische Entscheidung die bei uns so getroffen wurde und wir hätten genauso gut auf diese Entscheidung verzichten können und dann hätte man eben deutlichst mehr als Leipzig in aufstrebende Spieler investieren können.
Wenn ich Spielern wie Reus (12 Mio), Götze (10 Mio), Hummels (10 Mio), Can (8,5 Mio), Haaland (8 Mio), Witsel (7,5 Mio), Brandt (7 Mio) und Schulz (6 Mio) extrem hohe Gehälter zahlen will, dann kann ich mich doch danach nicht hinstellen und darauf verweisen, dass ein anderer Verein mehr für Ablösesummen ausgeben konnte, sondern dann ist das einfach eine strategische Entscheidung die bei uns so getroffen wurde und wir hätten genauso gut auf diese Entscheidung verzichten können und dann hätte man eben deutlichst mehr als Leipzig in aufstrebende Spieler investieren können.
Das ist der Punkt - und die 'strategische Entscheidung', bei der ich sehr gespannt bin, wie sich das weiterentwickelt. Du hast das in dem Ausgangspost als konservative Politik beschrieben, die auf Risikominimierung aus ist: Man holt 'gestandene Spieler' (abgesehen von Haaland in deiner Aufzählung), um möglichst sicher in der CL dabeizusein. Und um das Risiko bei der Verpflichtung von teils extrem jungen Spielern abzufedern.
Damit ist dann aber auch viel Kapital in den Verträgen von Schulz, Brandt, Meunier und Co. gebunden, was wiederum einen Nachteil im Kampf um die ganz jungen herausragenden Talente wie Sancho bedeutet.
Ich persönlich habe vor ein paar Jahren ganz subjektiv so einen Bruch in der Transferpolitik empfunden. Konkret habe ich damals so Gedanken gehabt: Wieso landen ein Diallo oder ein Haller nicht mehr sofort bei uns? Wieso landen die bei Mainz und Frankfurt (was auch gute Adressen sind) und kosten dann nach einem Jahr 20 Mio. € oder sind unerschwinglich und gehen in die PL?
Fußballerisch kann ich das nicht mit Expertise beurteilen, aber die Invests in die 'Gestandenen' schränken schon echt ein. Zumal ich den Eindruck habe, dass die 'Gestandenen' tendenziell eher von den jungen Spielern getragen werden, als dass sie eine verlässliche Achse bilden.
Soviel Geld, wie in die vermeintlich sicheren Bänke wie Schulz oder Meunier etc. investiert wurde, kann man schon fast sagen, dass die konservative Strategie das eigentliche Risiko ist, während vielleicht das konsequente Setzen auf die Jungen und Hochtalentierten das wirklich sichere Fundament ist.
Spannend finde ich hier wieviele Parallelen es diesbezüglich gibt in Bezug auf die Unternehmenswelt.
Umso erfolgreicher und grösser Unternehmen werden umso mehr tendieren sie dazu eher Risikovermeidung zu betreiben als weiterhin innovativ zu bleiben. Erklärungsansätze gibt es dafür einige:
1.) Verantwortlichkeit: Umso grösser ein Unternehmen umso mehr trägt man für eine wachsende Zahl an Personen Verantwortung und wird für Entscheidungen auch verantwortlich gemacht (Mitarbeiter, Chefebenen, Vorstände, Anteilseigner, Zulieferer, etc.).
2.) Verlustaversion: Wir wissen aus der Verhaltensforschung dass Menschen generell dazu neigen Verluste mehr zu vermeiden als sie Gewinne suchen. Umso mehr man zu verlieren hat umso grösser wird der Effekt. Meiner Meinung nach spiegelt sich das auch in den Medien wieder.
3.) Strukturen/Regeln: Umso grösser ein Unternehmen wird umso weniger kann man in der Zusammenarbeit auf Vertrauen zwischen den handelnden Personen setzen sondern umso mehr braucht es gewisse Strukturen und Regeln damit es nicht im Chaos endet, aber dass wiederum schränkt dann die Flexibilität und den Handlungsspielraum einzelner Personen ein und sorgt für einen Selektionsprozess (Mitarbeiter die gerne "Out of the Box" denken und ihre Flexibilität wertschätzen, werden tendentiell dass Unternehmen verlassen und Mitarbeiter die damit gut leben können werden angezogen)
4.) Risikoaversion: Meiner Meinung nach gibt es da in Deutschland generell eine Tendenz zu während ja bspw. in den USA teilweise Startup Gründer nicht ernst genommen werden wenn sie nicht schon 2-3 Unternehmen an die Wand gefahren haben, wird das in Deutschland schon deutlich mehr als Versagen wahrgenommen. Auf den Fussball bezogen würde ich sagen, dass es zum Beispiel in den Medien auch deutlich weniger negativ auf Watzke/Zorc eingehen wenn ein Risikovermeidungstransfer nicht so funktioniert (wer hätte ahnen können dass Schürrle, Götze, etc. nicht so funktionieren würden) als wenn sie ins Risiko gegangen wären und Gündogan, Hummels und Mkhitaryan durch unbekannte Spieler ersetzt hätten.
Ähnlich wie in der Wirtschaft auch kann man einen Teil der Innovation kanibalisieren, wenn man genügend finanzielle Dominanz hat. Grosse Firmen wie:
- Facebook (Whatsapp, Instagram, Oculus VR, etc.)
- Google (Youtube, Motorola, DeepMind, Picasa, Android, etc.)
- Microsoft (Linkedin, Skype, GitHub, Nokia, etc.)
- Amazon (Whole Foods, Goodreads, Audible, IMDb, Twitch, etc.)
setzen seit Jahrzehnten im Prinzip genau auf dieses Prinzip um sich immer wieder die entstehende potentielle Konkurrenz einzuverleiben. Man zahlt zwar einen Aufpreis dafür dass man die Unternehmen erst kauft wenn sie schon einigermassen funktionieren, aber auf der anderen Seite hat man halt auch nicht das Risiko im Haus all der gescheiterten Entwicklungsversuche (Startups die vielleicht Potential hatten aber nie zu irgendwas wurden). Für den Fussball würde das heissen man bezahlt bei jedem Transfer an sich drauf, aber dafür hat man die ganzen Flops der Konkurrenz halt nicht bei sich.
In der Wirtschaft zeigt sich dass es ein durchaus funktionierender Ansatz ist die finanzielle Dominanz auszuspielen in dem man die Konkurrenz damit kleinhält auch wenn es nicht zwingend ein effizienter Einsatz von Mitteln ist. Allerdings zeigt sich auch in der Wirtschaft, dass dieses Modell durchaus mit Risiko behaftet ist und zwar vor allem wenn einfach den Punkt verpasst auf einen Trend aufzuspringen und dann der Konkurrent zu mächtig wird um einfach aufgekauft zu werden (siehe Nokia mit Smartphones, Yahoo welche den Googlekauf ablehnten, IBM was SAP nicht haben wollte).
Genau an diesem Punkt tu ich mich schwer einzuschätzen wie sehr die Anaologie auf den Fussball zu übertragen ist. Denn ich weiss nicht so recht wie gross der Faktor ist, dass man die Konkurrenz schwächt/vermeidet, wenn man risikovermeidende Transfer tätigt bzw. zumindest andere Teams dadurch zwingt ins Risiko zu gehen, weil sie die Spieler kreativ ersetzen mûssen mit Spielern die immer auch ein gewisses Risiko des Scheiterns haben und gleichzeitig man eben auch die Eingespieltheit der Konkurrenz stört. Bin mir auch nicht sicher, ob unsere finanzielle Dominanz wirklich ausreichend gross ist um diese Strategie zu fahren oder ob es zu viele grössere Fische gibt, die lohnenswerten Investments reduzieren und dann doch die Flopquote einigermassen hoch ist, weil man eben nach belieben auswahlen kann.
Im Prinzip ist dass ja ziemlich genau die Taktik die Bayern über Jahrzehnte auch verfolgt hat und die am Beispiel von uns (Götze, Hummels, Lewandowski), Leverkusen (Ze Roberto, Ballack, Lucio, Kovac), Werder (Klose, Pizarro, Ismael, Borowski) auch immer wieder zu einem gewissen Grad erfolgreich war.
Auf der anderen Seite sind waren die Transfers die in den letzten 15 Jahren den wirklichen Unterschied gemacht haben meiner Meinung nach vor allem auch diejenigen die von der Linie abwichen (Ribery, Toni, Robben, Thiago, Martinez, Boateng, Coman, Vidal, Alonso, Davies), so dass ich da immer noch sehr unschlüssig bin und ähnlich sehe ich das bei uns mit Lewandowski, Aubameyang, Pisczcek, Dembele, Sancho, Pulisic, etc. eben auch.
P.S.: Ich tu mich bei der wirklich neutralen Bewertung dieser Strategie auch immer ein wenig schwer, weil ich sie einfach denkbar unsympathisch finde und da ein Identifikationsproblem habe, wo ich den BVB eigentlich weiterhin gerne als die Gallier sehen möchte, die sich gegen die übermächtigen Römer stemmen.
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