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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#15941
23.01.2021 - 16:41 Uhr
Zitat von stanleebuddha

Zitat von MTBVB

Ich versuche mal meinen persönlichen meinung über die spielereinkäufe des letzten sieben jahren zu einordnen. Ich habe 3 Kategorien:
(G)Guter transfer = Wegen leistung, preis, wiederverkauf oder guten fit ins team
(W/O)Weder/oder = Nicht viel geld verloren oder einen versuch wert
(S)Schlechter Transfer = Wegen preis, leistung oder fit ins team
Vergisst nicht es ist meiner persönlicher meinung - andere würde einzelne spieler vielleicht anders einordnen. Spannend finde ich es trotzdem einen überblick zu generieren.

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::G:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::W/O::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::S::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Saison 14/15 Adrian Ramos, Ginter:::::::::::Nuri, Kagawa, Immobile::::::::::Kevin Kampl, Ji
Saison 15/16 Julian Weigl:::::::::::::::::::::::Castro, Bürki::::::::::::::::::::::::Ju-ho Park, Januzaj
Saison 16/17 Dembele, Guerreiro:::::::: Isak, Bartra, Merino::::::::::Schürrle, Götze, Rode, Mor
Saison 17/18 Akanji, Sancho, Zagadou::::::::Toprak, Toljan:::::Yarmolenko, Philipp, Dahoud
Saison 18/19 Delaney, Witsel, Hakimi, Hitz ::::::: Diallo, Paco:::::::Balerdi, Wolf
Saison 19/20 Hummels, Hazard, Haaland, Reyna::Brandt, Morey:::::::::::::::Schulz
Saison 20/21 Can, Bellingham:::::::::::::::::::::Meunier::::::::::::::::::::::::::::::::::::Reinier

Summe 14/15 19,7::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::33,5:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::12
Summe 15/16 2,5::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::14,5:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::3
Summe 16/17 27::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::20:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::74
Summe 17/18 29,5:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::19:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::57
Summe 18/19 40::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::49:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::20,5
Summe 19/20 76::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::25:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::25,5
Summe 20/21 48:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::0::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::0
Summe total 242,7::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::161:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::192

Vogelwild eingekauft aus meiner sicht oft ohne richtigen fit/plan für einzelne spieler.
Oder mit viel hoffnung und fantasie das der fit ins team da ist. - Schlechte Spielerfähigkeit analysen.

Was durchaus meistens gut gelungen ist einkäufe von Junge spieler unter 21 . - Gute potenzielle Spielerfähigkeit analysen.

Unterem strich finde ich Dortmunds transferarbeit wird zu hoch bejubelt. Ohne einzelne Jackpots wie Dembele, Sancho und Haaland würde ich das arbeit unterdurchschnittlich einordnen.
Was denkt ihr? Binn ich zu kritisch?

**Entschuldigung für das nicht optimale Formatierung. Schwierig in dieses forum format.


Sähe ich ähnlich. Eine Ausnahme: Für mich kommt der Transfersommer 2019 (inkl. Can im Winter) viel zu gut weg. Man spielt 2018/2019 eine Bombensaison und ist eigentlich nur gezwungen Pulisic abzugeben. Dann haut man für Hazard, Schulz, Hummels, Can und Brandt an die 130 Mio. € und was weiß ich wie viel an Gehältern raus und verliert als Nebeneffekt Diallo.

Einzeln betrachtet sehen die Transfers vielleicht gut aus, aber bei der Gesamtsumme darf man sich dann doch mal fragen, was einen 2019 eigentlich geritten hat, wenn da überhaupt gar nichts Zählbares bei rumkommt.

Einzig Hazard für Pulisic und Haaland für Alcácer haben am Ende funktioniert. Ansonsten war das im Nachhinein gemessen am Erfolg für die Tonne. Seitdem geht es kontinuierlich bergab.


So ist es. Der User vorher spricht erst von Fit und Plan und bewertet die Spieler dann doch vollkommen losgelöst davon. Can ist in der Dreierkette, wofür er _auch_ geholt wurde, gescheitert. Ob er als Spielertyp im Mittelfeld soviel Sinn macht, wenn man schon Delaney hat? Wie ist der fit zwischen den einzelnen 6ern/8ern? Brandt holt man vollkommen sinnlos (der kann flexibel alle Offensivpositionen bespielen) und was man durch den Tausch Hummels gegen Diallo gewonnen hat (auch wenn Hummels individuell der klar bessere Spieler ist), ist diskutabel. Der wurde als kopfballstarker Stabilisator geholt, nun sind wir instabil und fressen Gegentore ohne Ende nach Standards.

Die Ablöse für Pulisic war damals ein Geschenk, der steckte in einem sehr tiefen Formloch und war kein Leistungsträger mehr. Dafür haben wir Hazard geholt und hatten noch fast 40 Millionen Plus (Nebenkosten blende ich mal aus) gemacht. In dem Moment war man noch in einer sehr guten Ausgangsposition. Die hat man sich kaputt gemacht, auch durch Transfers, die sogar jetzt noch individuell ganz gut aussehen.

•     •     •

Aki Watzke zur Entlassung von Marco Rose: "Er ist hier nie so komplett angekommen und irgendwas war da, was dem Ganzen so ein bisschen im Wege stand. Wir wissen es ja selbst nicht so genau."

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Doc_Gonzo am 23.01.2021 um 16:43 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15942
23.01.2021 - 17:22 Uhr
Zitat von emes10

Zitat von MTBVB

Ich versuche mal meinen persönlichen meinung über die spielereinkäufe des letzten sieben jahren zu einordnen. Ich habe 3 Kategorien:
(G)Guter transfer = Wegen leistung, preis, wiederverkauf oder guten fit ins team
(W/O)Weder/oder = Nicht viel geld verloren oder einen versuch wert
(S)Schlechter Transfer = Wegen preis, leistung oder fit ins team
Vergisst nicht es ist meiner persönlicher meinung - andere würde einzelne spieler vielleicht anders einordnen. Spannend finde ich es trotzdem einen überblick zu generieren.

:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::G:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::W/O::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::S::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
Saison 14/15 Adrian Ramos, Ginter:::::::::::Nuri, Kagawa, Immobile::::::::::Kevin Kampl, Ji
Saison 15/16 Julian Weigl:::::::::::::::::::::::Castro, Bürki::::::::::::::::::::::::Ju-ho Park, Januzaj
Saison 16/17 Dembele, Guerreiro:::::::: Isak, Bartra, Merino::::::::::Schürrle, Götze, Rode, Mor
Saison 17/18 Akanji, Sancho, Zagadou::::::::Toprak, Toljan:::::Yarmolenko, Philipp, Dahoud
Saison 18/19 Delaney, Witsel, Hakimi, Hitz ::::::: Diallo, Paco:::::::Balerdi, Wolf
Saison 19/20 Hummels, Hazard, Haaland, Reyna::Brandt, Morey:::::::::::::::Schulz
Saison 20/21 Can, Bellingham:::::::::::::::::::::Meunier::::::::::::::::::::::::::::::::::::Reinier

Summe 14/15 19,7::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::33,5:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::12
Summe 15/16 2,5::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::14,5:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::3
Summe 16/17 27::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::20:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::74
Summe 17/18 29,5:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::19:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::57
Summe 18/19 40::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::49:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::20,5
Summe 19/20 76::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::25:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::25,5
Summe 20/21 48:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::0::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::0
Summe total 242,7::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::161:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::192

Vogelwild eingekauft aus meiner sicht oft ohne richtigen fit/plan für einzelne spieler.
Oder mit viel hoffnung und fantasie das der fit ins team da ist. - Schlechte Spielerfähigkeit analysen.

Was durchaus meistens gut gelungen ist einkäufe von Junge spieler unter 21 . - Gute potenzielle Spielerfähigkeit analysen.

Unterem strich finde ich Dortmunds transferarbeit wird zu hoch bejubelt. Ohne einzelne Jackpots wie Dembele, Sancho und Haaland würde ich das arbeit unterdurchschnittlich einordnen.
Was denkt ihr? Binn ich zu kritisch?

**Entschuldigung für das nicht optimale Formatierung. Schwierig in dieses forum format.


Da deine Kategorie weder oder Transfers mit wenig Verlust und Versuch wert beinhaltet, weiß ich nicht, wieso man da nicht Kampl, Junuzai, Mor, Philipp, Yarmolenko, Balerdi, Wolf und Reinier einordnen kann?

Man kann bei der Bewertung dann natürlich nicht einfach die drei besten Transfers ausklammern. Genauso könnte man dann auch die schlimmsten Transfers (Schürrle, Götze, Rode) ausklämmern und würde die Transferarbeit dann überdurchschnittlich bewerten? Sehe auch Pulisic (!), Miki, Larsen und den Batsman nirgendwo.
Ist ne nette Auflistung, aber die Grenzen sind doch sehr fluide.
Und alleine dass man Dembele, Sancho, Haaland, Pulisic, Auba und Miki holen konnte macht die Transferarbeit in meinen Augen schon eideutig überduchschnittlich. Oder kennst du andere Vereine, die derartige Transfers in der Anzahl gemacht haben? Selbst Leipzig hat da nur Keita und Werner, die Ablösen im annähernden Bereich erzielen konnten. Sonst wer? Leverkusen, aber Havertz kam aus der eigenen Jugend.

Das bezieht sich auf die letzten sieben jahre. Deswegen kein Miki, Auba, pulisic usw. Bats war 6 monate ausleihe deswegen nicht mitgenommen. Yarmo und co habe ich als Schlecht bewertet weil der fit nie da war. Kein guter versuch. Yarmo war auch schnell wieder weg. Vergisst nicht das es nur meiner meinung ist. Alle meinungen sind erlaubt smile
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MTBVB am 23.01.2021 um 17:29 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15943
23.01.2021 - 18:50 Uhr
Zitat von BVB-Toby

Ich packe das mal hier rein.

Es ist jetzt ein Problem, was uns seit dem Abgang von Klopp immer und immer wieder begleitet. Wir gewinnen die schweren Spiele, und gegen die klaren Außenseiter lassen wir die gewonnenen Punkte dann wieder liegen.

Das Ganze konnte kein Tuchel, kein Stöger, kein Favre und jetzt auch kein Terzic lösen. Das sind die unterschiedlichsten Typen von Trainern und alle haben das gleiche Problem.

Und wenn es nicht an denen liegt, dann liegt es höchstwahrscheinlich an denen, die die Mannschaft zusammenstellen und die Vorgaben machen. Der Fisch fängt meistens vom Kopf an zu stinken. Es wurde immer und immer wieder viel Geld verbrannt für Flops, die dann auch noch langfristig den Kader blockieren, weil sie zu gute Gehälter haben, um die wieder loszuwerden.

Dass wir mit Red Bull finanziell nicht mithalten können - kein Vorwurf, können wir nicht ändern. Aber der Vorsprung auf Vereine wie Gladbach oder Leverkusen ist doch sehr geschmolzen. Wir brauchen den dauerhaften Erfolg, um oben mitspielen zu können. Und ein verpassen der CL während Corona wäre ein richtiger Schlag, und das ist alles andere als unrealistisch.

Ich denke es wird Zeit, dass da mal etwas mehr Reibung reinkommt, und nicht immer alles harmonisch sein muss. Es wird wirklich Zeit, dass unsere Verantwortlichen sich da mal hinterfragen, aber auch mal hinterfragt werden. All unsere Trainer haben nämlich bei anderen Vereinen schon gezeigt, dass sie sehr wohl erfolgreich arbeiten können.


Das würde ich ein bisschen anders sehen. Tuchel hat in der ersten Saison überragende 78 Punkte geholt. Da war das Problem eher, dass Bayern eine Fabelsaison mit 88 Punkten gespielt hat. Im Jahr darauf, hat man den Pokal gewonnen und es gab den Anschlag. Warum Tuchel dann genau gehen musste ist ja immer noch nicht ganz genau klar. Auf jeden Fall lag es nicht an Erfolglosigkeit.

Bei Favre kam zuletzt die Verletzung von Haaland zur Unzeit, ich glaube ohne die Verletzung von Haaland wären einige Spiele anders ausgegangen und Favre auch noch Trainer. Hier kann man sich nicht über Favre als Typ beschweren, man wusste vorher wen man holt.

Sowohl bei Favre, als auch bei Tuchel hat der BVB keine sportliche, sondern eine "Gefühlsentscheidung" getroffen. Tuchel und Favre sind nach wie vor die beiden Trainer mit dem besten Punkteschnitt aller Zeiten (2,09). Die Patrone Trainerwechsel hat man mMn in dieser Saison deutlich zu früh abgefeuert (aufgrund des medialen Drucks und teilweise auf Wunsch der Spieler, die nun aber auch nicht performen) und nun steht man schlechter da als vorher. Mit Gladbach und Frankfurt hat man zuletzt Mannschaften im Aufwind die jetzt an uns vorbei ziehen.

Ich habe eher das Gefühl, dass das Problem ist, dass die Vereinsführung gerne offensiven Hurrafussball wie zu Klopp Zeiten sehen möchte. Leider sehen wir jetzt gerade unter Terzic, dass es manchmal nicht verkehrt ist ein Spiel mit der Taktik "ein Tor weniger als der Gegner zu bekommen" anzugehen. Watzke und Zorc jagen hier einem Phantom nach. Wenn man sich die Mannschaften von Klopp ansieht fällt mir auf, dass die Mannschaft auffälligen Offensivfußball gespielt hat, die Spieler aber sehr diszipliniert waren. Heute habe ich eher das Gefühl wir haben 11 Egoisten auf dem Platz, die sich kaum in ein taktisches Gefüge pressen lassen (Standards, Ballverluste in kritischen Räumen etc.).

Vielleicht braucht man einfach an der Spitze einen Wechsel. Eine Vereinsführung, die nicht mit Klopp gearbeitet hat, jagt auch keinem Klopp-Klon nach. Hier würde ich mir lieber einen knallharten Analytiker wünschen, als jemanden der Entscheidungen aus dem Bauch heraus trifft und unüberlegt vor jede zweite Kamera springt. In einem normalen Wirtschaftsunternehmen mit den Umsatzzahlen des BVB wäre soezwas auch nicht tragbar.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von nille13 am 23.01.2021 um 18:58 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15944
24.01.2021 - 11:44 Uhr
Zitat von bvbBomber

...
Zitat von TheKillingJoke

Diallo hat 28 Ligaspiele absolviert, davon 16 als IV und 12 als LV.
Warum sollte er einen Stammspieler, der auch noch auf der kritischen Position des LV aushelfen konnte überhaupt abgeben?

Seine Philosophie, ist ein Problem für dich. Verstehe ich. Aber diese Saison war mit Diallo erfolgreich. Warum baut man die 4er-Kette dann so dermaßen um? Es gab keine Not. Das war doch nicht die Idee von Favre. Wir wissen alle, wer Hummels zurück haben wollte.

Was die Ligaspiele von Diallo angeht:
Diallo als IV: 1,06 Gegentore im Schnitt
Diallo als LV: 1,83 Gegentore im Schnitt

Diese Saison war grundsätzlich erfolgreich, da gebe ich dir Recht. Sie war aber vorallem in der ersten Hälfte erfolgreich, als Diallo insgesamt eigentlich klarer IV war und drei Spiele als LV gemacht hat. Die Zeit in der wir unseren Vorsprung dann verspielt haben, haben wir im Schnitt deutlich mehr Gegentore bekommen und Diallo war öfter LV.
In der Rückrunde hat übrigens Rapha Guerreiro ganze zwei Spiele verpasst. Erzähl mir also nichts von Problemen auf der LV Position.

In der Hinrunde hat Diallo dreimal als LV ausgeholfen und einen passablen Job abgeliefert, wobei wir auch in diesen drei Spielen deutlioch mehr Tore kassiert haben als in der Saison üblich. Seine klare Stärke war und ist aber die IV Position. Warum Favre ihn über große Teile der Rückrunde auf seiner schwächeren Position einsetzte, bleibt wohl sein Geheimnis.

Zitat von TheKillingJoke

Was heiß hier begrüßt? Es ging darum ob man Favre einen Kader an die Hand gegeben hat der seiner Spielphilosophie entspricht und in sich passend zusammengestellt war. Kein Trainer wird in der Öffentlichkeit solche Transfers kritisieren. Das einzige was nicht spekulativ ist, die 4er-Kette die funktionierte hat man auseinander gesprengt und mit anderen Spielertypen besetzt.

Wie gut die VIererkette funktionierte sieht man ja an der Entwicklung der Gegentore. Dass diese Mentalitätsdiskussion damals schon aufkam hat sicherlich viele Gründe. Sicherlich waren wir ein junges Team, dass noch lernen musste. Warum man aber gerade ein so junges Team (gerade auch mit einer sehr jungen 4er Kette) so umbauen muss erschließt sich mir nicht. Die funktionierende 4er-Kette wurde aber nicht durch den Hummelstransfer, sondern die Standard-Auftsellung in der Rückrunde gesprengt.

Zitat von TheKillingJoke

25mio für Schulz auszugeben und 30mio für Hummels (gleichzeitig auch noch ne funktionierende 4er-Kette umbauen zu müssen) war aber drin? 40mio für Hakimi nicht?

Meunier war auch kein günstiger Transfer. Für diese Spieler obwohl es höchst fraglich war, ob sie uns weiterhelfen.... war weit über 50mio in der Kasse. Für einen Hakimi der uns weitergeholfen hat und noch die benötigte Dynamik mitgebracht hat, konnte man keine 40mio zusammenkratzen. Falsche Prioritäten. Oder glaubst du, Favre wollte lieber einen Schulz statt Hakimi und einen Hummels statt Diallo?

Hmm lass mich überlegen woran das liegen könnte?
Die 55 Mio für Hummels und Schulz wurden im Sommer 2019 ausgegeben. Ein Jahr, in dem wir über 100 Millionen Euro eingenommen haben. In dem es keine Pandemie gab.
Die 40 Mio für Hakimi hätte man im Sommer 2020 ausgeben müssen. Ein Jahr in dem wir uns mitten in einer Pandemie befinden deren Auswirkungen auf den Profisport noch überhaupt nicht abzusehen waren. Durch Transfers eingenommen haben wir in dem Jahr übrigens stolze 5,3 Mio €.

Ich denke du verstehst, warum der Vergleich der beiden Transfersummen absoluter Unsinn ist?

Der Quervergleich zu Meunier ist dazu natürlich auch unsinnig, denn er suggeriert, dass die Kosten, welche für Meunier anfallen bei Hakimi nicht entstanden wären. Der Kerl ist zu Inter Mailand gewechselt. Da hätten wir ihm genau so ein großes Gehalt (vielleicht sogar größer) zahlen müssen und die Ablöse kommt noch on top.

Zitat von TheKillingJoke

Es spielt keine Rolle, was du über Favre denkst. Es wurden Baustellen aufgerissen und die falschen Spielertypen verpflichtet.
Keiner behauptet, das Favre immer alles richtig entschieden hat. Meunier hat zu beginn Zeit benötigt und Spielpraxis, gleichzeitig war der Saisonstart bis zum Köln-Spiel auch gut.


Ahja gut. Dann können wir das Forum ja schließen, denn deine Meinung über Favre spielt eben so wenig eine Rolle.

Stimmt. Es wurden Baustellen aufgerissen. Diese gehen z.T. auf Favre und z.T. sicherlich auch auf das Management.
Bei dir entsteht allerdings der Eindruck, als ob Favre sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.

Habe das aus dem Terzic Thread hierher verschoben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 24.01.2021 um 11:45 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15945
24.01.2021 - 12:29 Uhr
Zitat von bvbBomber

...
Zitat von TheKillingJoke

Diallo hat 28 Ligaspiele absolviert, davon 16 als IV und 12 als LV.
Warum sollte er einen Stammspieler, der auch noch auf der kritischen Position des LV aushelfen konnte überhaupt abgeben?

Seine Philosophie, ist ein Problem für dich. Verstehe ich. Aber diese Saison war mit Diallo erfolgreich. Warum baut man die 4er-Kette dann so dermaßen um? Es gab keine Not. Das war doch nicht die Idee von Favre. Wir wissen alle, wer Hummels zurück haben wollte.

Was die Ligaspiele von Diallo angeht:
Diallo als IV: 1,06 Gegentore im Schnitt
Diallo als LV: 1,83 Gegentore im Schnitt

Diese Saison war grundsätzlich erfolgreich, da gebe ich dir Recht. Sie war aber vorallem in der ersten Hälfte erfolgreich, als Diallo insgesamt eigentlich klarer IV war und drei Spiele als LV gemacht hat. Die Zeit in der wir unseren Vorsprung dann verspielt haben, haben wir im Schnitt deutlich mehr Gegentore bekommen und Diallo war öfter LV.
In der Rückrunde hat übrigens Rapha Guerreiro ganze zwei Spiele verpasst. Erzähl mir also nichts von Problemen auf der LV Position.

In der Hinrunde hat Diallo dreimal als LV ausgeholfen und einen passablen Job abgeliefert, wobei wir auch in diesen drei Spielen deutlioch mehr Tore kassiert haben als in der Saison üblich. Seine klare Stärke war und ist aber die IV Position. Warum Favre ihn über große Teile der Rückrunde auf seiner schwächeren Position einsetzte, bleibt wohl sein Geheimnis.

Zitat von TheKillingJoke

Was heiß hier begrüßt? Es ging darum ob man Favre einen Kader an die Hand gegeben hat der seiner Spielphilosophie entspricht und in sich passend zusammengestellt war. Kein Trainer wird in der Öffentlichkeit solche Transfers kritisieren. Das einzige was nicht spekulativ ist, die 4er-Kette die funktionierte hat man auseinander gesprengt und mit anderen Spielertypen besetzt.

Wie gut die VIererkette funktionierte sieht man ja an der Entwicklung der Gegentore. Dass diese Mentalitätsdiskussion damals schon aufkam hat sicherlich viele Gründe. Sicherlich waren wir ein junges Team, dass noch lernen musste. Warum man aber gerade ein so junges Team (gerade auch mit einer sehr jungen 4er Kette) so umbauen muss erschließt sich mir nicht. Die funktionierende 4er-Kette wurde aber nicht durch den Hummelstransfer, sondern die Standard-Auftsellung in der Rückrunde gesprengt.

Zitat von TheKillingJoke

25mio für Schulz auszugeben und 30mio für Hummels (gleichzeitig auch noch ne funktionierende 4er-Kette umbauen zu müssen) war aber drin? 40mio für Hakimi nicht?

Meunier war auch kein günstiger Transfer. Für diese Spieler obwohl es höchst fraglich war, ob sie uns weiterhelfen.... war weit über 50mio in der Kasse. Für einen Hakimi der uns weitergeholfen hat und noch die benötigte Dynamik mitgebracht hat, konnte man keine 40mio zusammenkratzen. Falsche Prioritäten. Oder glaubst du, Favre wollte lieber einen Schulz statt Hakimi und einen Hummels statt Diallo?

Hmm lass mich überlegen woran das liegen könnte?
Die 55 Mio für Hummels und Schulz wurden im Sommer 2019 ausgegeben. Ein Jahr, in dem wir über 100 Millionen Euro eingenommen haben. In dem es keine Pandemie gab.
Die 40 Mio für Hakimi hätte man im Sommer 2020 ausgeben müssen. Ein Jahr in dem wir uns mitten in einer Pandemie befinden deren Auswirkungen auf den Profisport noch überhaupt nicht abzusehen waren. Durch Transfers eingenommen haben wir in dem Jahr übrigens stolze 5,3 Mio €.

Ich denke du verstehst, warum der Vergleich der beiden Transfersummen absoluter Unsinn ist?

Der Quervergleich zu Meunier ist dazu natürlich auch unsinnig, denn er suggeriert, dass die Kosten, welche für Meunier anfallen bei Hakimi nicht entstanden wären. Der Kerl ist zu Inter Mailand gewechselt. Da hätten wir ihm genau so ein großes Gehalt (vielleicht sogar größer) zahlen müssen und die Ablöse kommt noch on top.

Zitat von TheKillingJoke

Es spielt keine Rolle, was du über Favre denkst. Es wurden Baustellen aufgerissen und die falschen Spielertypen verpflichtet.
Keiner behauptet, das Favre immer alles richtig entschieden hat. Meunier hat zu beginn Zeit benötigt und Spielpraxis, gleichzeitig war der Saisonstart bis zum Köln-Spiel auch gut.


Ahja gut. Dann können wir das Forum ja schließen, denn deine Meinung über Favre spielt eben so wenig eine Rolle.

Stimmt. Es wurden Baustellen aufgerissen. Diese gehen z.T. auf Favre und z.T. sicherlich auch auf das Management.
Bei dir entsteht allerdings der Eindruck, als ob Favre sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.

Ich denke, Diallo hat LV gespielt, da Favre eigentlich keinen offensiven LV haben wollte. Grundsätzlich ist unser Problem eben das Defensivverhalten gewesen.
Angesichts dieser Präferenz von Favre war die Verpflichtung von Schulz seltsam. Übrigens wurde Schulz in den paar Spielen in Gladbach unter Favre offensiv eingesetzt.
Für mich ist es daher unwahrscheinlich, dass Favre als LV einen Spielertypen wie Schulz wollte.
Komisch fand ich in der Saison 18/19 allerdings, dass Schmelzer in der Rückrunde keine Rolle spielte. In der Hinrunde brachte er noch die besten Leistungen seit längerer Zeit.

Zur Saison 19/20 war es dann enttäuschend, dass wir trotz hoher Investitionen schlechter mit unserem 4-2-3-1 unterwegs waren. Wir hatten vier potentielle Stammspieler verpflichtet und nur Diallo verloren. Drei Neuzugänge waren zu Beginn 19/20 Stammspieler und der vierte im erweiterten Stamm.
Das heißt für mich, die Neuzugänge stärkten das System aus der vorhergehenden Saison nicht. Das war dann keine gute Transferpolitik.
Auf der anderen Seite hätte Favre die Möglichkeit gehabt, weniger auf die Neuzugänge zu setzen und/oder sein System umzustellen. Das hatte er später mit der Nichtberücksichtigung von Schulz und der Einführung der Dreierkette getan. Danach lief es. Aber zuvor haben wir viele Punkte liegen lassen.

Zu dieser Saison haben wir mit Hakimi einen Spieler abgegeben, der Breite gibt, der in die Tiefe startet und viel Druck über die Außen erzeugt.
Solche Spieler haben wir quasi gar nicht im Kader und es wird andauernd kritisiert, dass es uns Außen fehlt. Hätte man 20/21 nicht die Priorität auf einen Spieler setzen müssen, der Druck über die Außenbahn machen kann?
Das hätte vermutlich auch ein LA oder RA sein können, denke ich. Aber so etwas fehlt uns.

Der Verlust von Hakimi hat für mich dafür gesorgt, dass unser Dreierkettensystem, das vorher der Standard war, weniger funktioniert. Dem System fehlte es eh etwas an Offensivpower. Wenn dann auch noch der offensivstarke RM fehlt, ...

Auf den Außen hatten wir diese Saison jedenfalls vermehrt Probleme. Beispielsweise hatte Köln das Zentrum gut dicht gemacht. Eigentlich waren dann unsere AVs in der Verantwortung für Offensivaktionen. Da Guerreiro ausfiel, hießen unsere AVs allerdings Passlack und Meunier. Favre löste das in der zweiten Halbzeit in dem er beide AVs auswechselte, auf Dreierkette umstellte und die Schienen mit Hazard und Sancho besetzte.

In den letzten Transferperioden hatte für mich nur die Verpflichtung von Haaland einen unmittelbaren, positiven Effekt.
Ansonsten ergaben sich meistens neue Probleme durch die Transfers. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass die Neuzugänge Qualität haben und wir durch Anpassungen des Trainers davon viel abrufen könnten.

Daher sehe ich die Transferpolitik nicht ganz so kritisch wie andere. Ich denke zwar, wir haben es unseren Trainern sehr schwer gemacht, aber die Qualität des Kaders nahm zu und ich glaube, dass man diese Qualität auch auf den Platz bringen kann.
Einen Trainer wie Tuchel, der für jeden Spieler die taktische Rolle maßschneidern konnte, würde ich viel mit unserem Kader zutrauen. Dann könnte unsere Transferpolitik vielleicht komplett aufgehen.
Aber so oder so besteht das Risiko, dass dem Trainer irgendwelche Bausteine fehlen. Daher ist wohl besser, bei Neuzugängen ein wenig Abstriche in der Qualität oder dem Potenzial zu machen und dafür den passenden Spielertypen zu holen.
BVB - Transferpolitik |#15946
24.01.2021 - 13:01 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von bvbBomber

...
Zitat von TheKillingJoke

Diallo hat 28 Ligaspiele absolviert, davon 16 als IV und 12 als LV.
Warum sollte er einen Stammspieler, der auch noch auf der kritischen Position des LV aushelfen konnte überhaupt abgeben?

Seine Philosophie, ist ein Problem für dich. Verstehe ich. Aber diese Saison war mit Diallo erfolgreich. Warum baut man die 4er-Kette dann so dermaßen um? Es gab keine Not. Das war doch nicht die Idee von Favre. Wir wissen alle, wer Hummels zurück haben wollte.

Was die Ligaspiele von Diallo angeht:
Diallo als IV: 1,06 Gegentore im Schnitt
Diallo als LV: 1,83 Gegentore im Schnitt

Diese Saison war grundsätzlich erfolgreich, da gebe ich dir Recht. Sie war aber vorallem in der ersten Hälfte erfolgreich, als Diallo insgesamt eigentlich klarer IV war und drei Spiele als LV gemacht hat. Die Zeit in der wir unseren Vorsprung dann verspielt haben, haben wir im Schnitt deutlich mehr Gegentore bekommen und Diallo war öfter LV.
In der Rückrunde hat übrigens Rapha Guerreiro ganze zwei Spiele verpasst. Erzähl mir also nichts von Problemen auf der LV Position.

In der Hinrunde hat Diallo dreimal als LV ausgeholfen und einen passablen Job abgeliefert, wobei wir auch in diesen drei Spielen deutlioch mehr Tore kassiert haben als in der Saison üblich. Seine klare Stärke war und ist aber die IV Position. Warum Favre ihn über große Teile der Rückrunde auf seiner schwächeren Position einsetzte, bleibt wohl sein Geheimnis.

Zitat von TheKillingJoke

Was heiß hier begrüßt? Es ging darum ob man Favre einen Kader an die Hand gegeben hat der seiner Spielphilosophie entspricht und in sich passend zusammengestellt war. Kein Trainer wird in der Öffentlichkeit solche Transfers kritisieren. Das einzige was nicht spekulativ ist, die 4er-Kette die funktionierte hat man auseinander gesprengt und mit anderen Spielertypen besetzt.

Wie gut die VIererkette funktionierte sieht man ja an der Entwicklung der Gegentore. Dass diese Mentalitätsdiskussion damals schon aufkam hat sicherlich viele Gründe. Sicherlich waren wir ein junges Team, dass noch lernen musste. Warum man aber gerade ein so junges Team (gerade auch mit einer sehr jungen 4er Kette) so umbauen muss erschließt sich mir nicht. Die funktionierende 4er-Kette wurde aber nicht durch den Hummelstransfer, sondern die Standard-Auftsellung in der Rückrunde gesprengt.

Zitat von TheKillingJoke

25mio für Schulz auszugeben und 30mio für Hummels (gleichzeitig auch noch ne funktionierende 4er-Kette umbauen zu müssen) war aber drin? 40mio für Hakimi nicht?

Meunier war auch kein günstiger Transfer. Für diese Spieler obwohl es höchst fraglich war, ob sie uns weiterhelfen.... war weit über 50mio in der Kasse. Für einen Hakimi der uns weitergeholfen hat und noch die benötigte Dynamik mitgebracht hat, konnte man keine 40mio zusammenkratzen. Falsche Prioritäten. Oder glaubst du, Favre wollte lieber einen Schulz statt Hakimi und einen Hummels statt Diallo?

Hmm lass mich überlegen woran das liegen könnte?
Die 55 Mio für Hummels und Schulz wurden im Sommer 2019 ausgegeben. Ein Jahr, in dem wir über 100 Millionen Euro eingenommen haben. In dem es keine Pandemie gab.
Die 40 Mio für Hakimi hätte man im Sommer 2020 ausgeben müssen. Ein Jahr in dem wir uns mitten in einer Pandemie befinden deren Auswirkungen auf den Profisport noch überhaupt nicht abzusehen waren. Durch Transfers eingenommen haben wir in dem Jahr übrigens stolze 5,3 Mio €.

Ich denke du verstehst, warum der Vergleich der beiden Transfersummen absoluter Unsinn ist?

Der Quervergleich zu Meunier ist dazu natürlich auch unsinnig, denn er suggeriert, dass die Kosten, welche für Meunier anfallen bei Hakimi nicht entstanden wären. Der Kerl ist zu Inter Mailand gewechselt. Da hätten wir ihm genau so ein großes Gehalt (vielleicht sogar größer) zahlen müssen und die Ablöse kommt noch on top.

Zitat von TheKillingJoke

Es spielt keine Rolle, was du über Favre denkst. Es wurden Baustellen aufgerissen und die falschen Spielertypen verpflichtet.
Keiner behauptet, das Favre immer alles richtig entschieden hat. Meunier hat zu beginn Zeit benötigt und Spielpraxis, gleichzeitig war der Saisonstart bis zum Köln-Spiel auch gut.


Ahja gut. Dann können wir das Forum ja schließen, denn deine Meinung über Favre spielt eben so wenig eine Rolle.

Stimmt. Es wurden Baustellen aufgerissen. Diese gehen z.T. auf Favre und z.T. sicherlich auch auf das Management.
Bei dir entsteht allerdings der Eindruck, als ob Favre sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.

Ich denke, Diallo hat LV gespielt, da Favre eigentlich keinen offensiven LV haben wollte. Grundsätzlich ist unser Problem eben das Defensivverhalten gewesen.
Angesichts dieser Präferenz von Favre war die Verpflichtung von Schulz seltsam. Übrigens wurde Schulz in den paar Spielen in Gladbach unter Favre offensiv eingesetzt.
Für mich ist es daher unwahrscheinlich, dass Favre als LV einen Spielertypen wie Schulz wollte.
Komisch fand ich in der Saison 18/19 allerdings, dass Schmelzer in der Rückrunde keine Rolle spielte. In der Hinrunde brachte er noch die besten Leistungen seit längerer Zeit.

Zur Saison 19/20 war es dann enttäuschend, dass wir trotz hoher Investitionen schlechter mit unserem 4-2-3-1 unterwegs waren. Wir hatten vier potentielle Stammspieler verpflichtet und nur Diallo verloren. Drei Neuzugänge waren zu Beginn 19/20 Stammspieler und der vierte im erweiterten Stamm.
Das heißt für mich, die Neuzugänge stärkten das System aus der vorhergehenden Saison nicht. Das war dann keine gute Transferpolitik.
Auf der anderen Seite hätte Favre die Möglichkeit gehabt, weniger auf die Neuzugänge zu setzen und/oder sein System umzustellen. Das hatte er später mit der Nichtberücksichtigung von Schulz und der Einführung der Dreierkette getan. Danach lief es. Aber zuvor haben wir viele Punkte liegen lassen.

Zu dieser Saison haben wir mit Hakimi einen Spieler abgegeben, der Breite gibt, der in die Tiefe startet und viel Druck über die Außen erzeugt.
Solche Spieler haben wir quasi gar nicht im Kader und es wird andauernd kritisiert, dass es uns Außen fehlt. Hätte man 20/21 nicht die Priorität auf einen Spieler setzen müssen, der Druck über die Außenbahn machen kann?
Das hätte vermutlich auch ein LA oder RA sein können, denke ich. Aber so etwas fehlt uns.

Der Verlust von Hakimi hat für mich dafür gesorgt, dass unser Dreierkettensystem, das vorher der Standard war, weniger funktioniert. Dem System fehlte es eh etwas an Offensivpower. Wenn dann auch noch der offensivstarke RM fehlt, ...

Auf den Außen hatten wir diese Saison jedenfalls vermehrt Probleme. Beispielsweise hatte Köln das Zentrum gut dicht gemacht. Eigentlich waren dann unsere AVs in der Verantwortung für Offensivaktionen. Da Guerreiro ausfiel, hießen unsere AVs allerdings Passlack und Meunier. Favre löste das in der zweiten Halbzeit in dem er beide AVs auswechselte, auf Dreierkette umstellte und die Schienen mit Hazard und Sancho besetzte.

In den letzten Transferperioden hatte für mich nur die Verpflichtung von Haaland einen unmittelbaren, positiven Effekt.
Ansonsten ergaben sich meistens neue Probleme durch die Transfers. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass die Neuzugänge Qualität haben und wir durch Anpassungen des Trainers davon viel abrufen könnten.

Daher sehe ich die Transferpolitik nicht ganz so kritisch wie andere. Ich denke zwar, wir haben es unseren Trainern sehr schwer gemacht, aber die Qualität des Kaders nahm zu und ich glaube, dass man diese Qualität auch auf den Platz bringen kann.
Einen Trainer wie Tuchel, der für jeden Spieler die taktische Rolle maßschneidern konnte, würde ich viel mit unserem Kader zutrauen. Dann könnte unsere Transferpolitik vielleicht komplett aufgehen.
Aber so oder so besteht das Risiko, dass dem Trainer irgendwelche Bausteine fehlen. Daher ist wohl besser, bei Neuzugängen ein wenig Abstriche in der Qualität oder dem Potenzial zu machen und dafür den passenden Spielertypen zu holen.


Bis auf das Fazit finde ich, dass du das sehr gut zusammenfasst, aber mit dem Fazit kann ich so gar nicht mitgehen. Qualität wird mir dafür viel zu häufig überbewertet, wenn sie schlecht oder gar nicht aufeinander abgestimmt ist. Ob das jetzt in Bezug auf einzelne Mitspieler, auf den Trainer oder sogar das Gesamtkonstrukt der Fall ist. Der beste Marathonläufer der Welt hat im 100m Sprint schließlich auch keine Chance und umgekehrt. Trotzdem kann man dem besten Marathonläufer am Ende nicht seine Qualität absprechen und es geht immer noch um artverwandte Laufdisziplinen, wenngleich sie sich vom Fokus der benötigten Fähigkeiten und Talente komplett unterscheiden.

Dazu widerspreche ich extrem in puncto Tuchel. Die gesamte Unruhe mit Tuchel ging doch schon von Unstimmigkeiten in der Transferpolitik aus. Dass Tuchel mit einem schlecht zusammengestellten Kader nicht viel anfangen kann, hat er nicht erst bei PSG häufig öffentlich betont und entsprechend Transfers durch die Blume kritisiert oder gefordert. Dazu kann an gewissen Limits selbst der beste Trainer nichts ändern. Das hat für mich auch Favre durchaus so gezeigt, der mit Pragmatismus über weite Strecken seiner Amtszeit hier weit weg von seinem eigentlichen Fussball operierte. Pragmatismus besagt aber an sich schon, dass man nicht in seiner Kernkompetenzen unterwegs ist und damit kein Optimum erreichen kann. Dahingehend würde ich Tuchels Erreichen des CL und DFB Pokal Finals mit PSG und dem BVB nicht überhöhen. Dafür war zu viel Spielglück dabei, dass die Qualität tatsächlich so griff.

Vielleicht würde Tuchel näher am Optimum arbeiten, als Favre, aber ich glaube dennoch nicht, dass er befriedigenden Fussball mit diesem Kader bieten könnte. Man sollte jedenfalls nicht unterschätzen, wie Favre zwar weniger auf die Spielertypen und deren Rollen einging, als Tuchel, aber eben dennoch dahingehend seine Maßnahmen hatte. Die nennst du ja zum Teil, aber ich fand schon, dass das System immer sehr stark von Hummels, Reus, Guerreiro und teils auch Sancho und Hakimi getrieben war, das Favre schaffte, wie das dann auch unter Tuchel immer der Fall war. Der grobe Unterschied mag nur sein, dass Favre bei einigen Spielern Dinge verlangte, die ihnen nicht entsprachen, während er umgekehrt dafür bei anderen Spielern, um die das System zentral gebaut wurde, zu oft an Rollen festhielt, die so nicht mehr haltbar waren. Das ist aber eben auch als Konsequenz der Transferpolitik zu verstehen und würde Tuchel in so manchem Fall sicher nicht großartig anders gehen. Deswegen muss man die Transferpolitik auch so kritisch sehen!

Edit: nachdem ich nochmal nachgedacht habe, muss ich den Teil, dass Tuchel von einigen Spielern Dinge verlangte, die sie nicht können oder wollen, doch nochmal einkassieren. Castro (RV), Merino (IV) und Ginter (DM und RV - hat zwar über einige Spiele gut geklappt, aber dann doch immer mehr und heftiger entblößt) waren allerdings nicht so prominente Kaderspieler, wie bspw. aktuell Brandt, sodass das aber letztendlich auch nochmal eine transferpolitische Aussage ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 24.01.2021 um 13:26 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15947
24.01.2021 - 16:02 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von mba123

Zitat von bvbBomber

...
Zitat von TheKillingJoke

Diallo hat 28 Ligaspiele absolviert, davon 16 als IV und 12 als LV.
Warum sollte er einen Stammspieler, der auch noch auf der kritischen Position des LV aushelfen konnte überhaupt abgeben?

Seine Philosophie, ist ein Problem für dich. Verstehe ich. Aber diese Saison war mit Diallo erfolgreich. Warum baut man die 4er-Kette dann so dermaßen um? Es gab keine Not. Das war doch nicht die Idee von Favre. Wir wissen alle, wer Hummels zurück haben wollte.

Was die Ligaspiele von Diallo angeht:
Diallo als IV: 1,06 Gegentore im Schnitt
Diallo als LV: 1,83 Gegentore im Schnitt

Diese Saison war grundsätzlich erfolgreich, da gebe ich dir Recht. Sie war aber vorallem in der ersten Hälfte erfolgreich, als Diallo insgesamt eigentlich klarer IV war und drei Spiele als LV gemacht hat. Die Zeit in der wir unseren Vorsprung dann verspielt haben, haben wir im Schnitt deutlich mehr Gegentore bekommen und Diallo war öfter LV.
In der Rückrunde hat übrigens Rapha Guerreiro ganze zwei Spiele verpasst. Erzähl mir also nichts von Problemen auf der LV Position.

In der Hinrunde hat Diallo dreimal als LV ausgeholfen und einen passablen Job abgeliefert, wobei wir auch in diesen drei Spielen deutlioch mehr Tore kassiert haben als in der Saison üblich. Seine klare Stärke war und ist aber die IV Position. Warum Favre ihn über große Teile der Rückrunde auf seiner schwächeren Position einsetzte, bleibt wohl sein Geheimnis.

Zitat von TheKillingJoke

Was heiß hier begrüßt? Es ging darum ob man Favre einen Kader an die Hand gegeben hat der seiner Spielphilosophie entspricht und in sich passend zusammengestellt war. Kein Trainer wird in der Öffentlichkeit solche Transfers kritisieren. Das einzige was nicht spekulativ ist, die 4er-Kette die funktionierte hat man auseinander gesprengt und mit anderen Spielertypen besetzt.

Wie gut die VIererkette funktionierte sieht man ja an der Entwicklung der Gegentore. Dass diese Mentalitätsdiskussion damals schon aufkam hat sicherlich viele Gründe. Sicherlich waren wir ein junges Team, dass noch lernen musste. Warum man aber gerade ein so junges Team (gerade auch mit einer sehr jungen 4er Kette) so umbauen muss erschließt sich mir nicht. Die funktionierende 4er-Kette wurde aber nicht durch den Hummelstransfer, sondern die Standard-Auftsellung in der Rückrunde gesprengt.

Zitat von TheKillingJoke

25mio für Schulz auszugeben und 30mio für Hummels (gleichzeitig auch noch ne funktionierende 4er-Kette umbauen zu müssen) war aber drin? 40mio für Hakimi nicht?

Meunier war auch kein günstiger Transfer. Für diese Spieler obwohl es höchst fraglich war, ob sie uns weiterhelfen.... war weit über 50mio in der Kasse. Für einen Hakimi der uns weitergeholfen hat und noch die benötigte Dynamik mitgebracht hat, konnte man keine 40mio zusammenkratzen. Falsche Prioritäten. Oder glaubst du, Favre wollte lieber einen Schulz statt Hakimi und einen Hummels statt Diallo?

Hmm lass mich überlegen woran das liegen könnte?
Die 55 Mio für Hummels und Schulz wurden im Sommer 2019 ausgegeben. Ein Jahr, in dem wir über 100 Millionen Euro eingenommen haben. In dem es keine Pandemie gab.
Die 40 Mio für Hakimi hätte man im Sommer 2020 ausgeben müssen. Ein Jahr in dem wir uns mitten in einer Pandemie befinden deren Auswirkungen auf den Profisport noch überhaupt nicht abzusehen waren. Durch Transfers eingenommen haben wir in dem Jahr übrigens stolze 5,3 Mio €.

Ich denke du verstehst, warum der Vergleich der beiden Transfersummen absoluter Unsinn ist?

Der Quervergleich zu Meunier ist dazu natürlich auch unsinnig, denn er suggeriert, dass die Kosten, welche für Meunier anfallen bei Hakimi nicht entstanden wären. Der Kerl ist zu Inter Mailand gewechselt. Da hätten wir ihm genau so ein großes Gehalt (vielleicht sogar größer) zahlen müssen und die Ablöse kommt noch on top.

Zitat von TheKillingJoke

Es spielt keine Rolle, was du über Favre denkst. Es wurden Baustellen aufgerissen und die falschen Spielertypen verpflichtet.
Keiner behauptet, das Favre immer alles richtig entschieden hat. Meunier hat zu beginn Zeit benötigt und Spielpraxis, gleichzeitig war der Saisonstart bis zum Köln-Spiel auch gut.


Ahja gut. Dann können wir das Forum ja schließen, denn deine Meinung über Favre spielt eben so wenig eine Rolle.

Stimmt. Es wurden Baustellen aufgerissen. Diese gehen z.T. auf Favre und z.T. sicherlich auch auf das Management.
Bei dir entsteht allerdings der Eindruck, als ob Favre sich nichts hat zu Schulden kommen lassen.

Ich denke, Diallo hat LV gespielt, da Favre eigentlich keinen offensiven LV haben wollte. Grundsätzlich ist unser Problem eben das Defensivverhalten gewesen.
Angesichts dieser Präferenz von Favre war die Verpflichtung von Schulz seltsam. Übrigens wurde Schulz in den paar Spielen in Gladbach unter Favre offensiv eingesetzt.
Für mich ist es daher unwahrscheinlich, dass Favre als LV einen Spielertypen wie Schulz wollte.
Komisch fand ich in der Saison 18/19 allerdings, dass Schmelzer in der Rückrunde keine Rolle spielte. In der Hinrunde brachte er noch die besten Leistungen seit längerer Zeit.

Zur Saison 19/20 war es dann enttäuschend, dass wir trotz hoher Investitionen schlechter mit unserem 4-2-3-1 unterwegs waren. Wir hatten vier potentielle Stammspieler verpflichtet und nur Diallo verloren. Drei Neuzugänge waren zu Beginn 19/20 Stammspieler und der vierte im erweiterten Stamm.
Das heißt für mich, die Neuzugänge stärkten das System aus der vorhergehenden Saison nicht. Das war dann keine gute Transferpolitik.
Auf der anderen Seite hätte Favre die Möglichkeit gehabt, weniger auf die Neuzugänge zu setzen und/oder sein System umzustellen. Das hatte er später mit der Nichtberücksichtigung von Schulz und der Einführung der Dreierkette getan. Danach lief es. Aber zuvor haben wir viele Punkte liegen lassen.

Zu dieser Saison haben wir mit Hakimi einen Spieler abgegeben, der Breite gibt, der in die Tiefe startet und viel Druck über die Außen erzeugt.
Solche Spieler haben wir quasi gar nicht im Kader und es wird andauernd kritisiert, dass es uns Außen fehlt. Hätte man 20/21 nicht die Priorität auf einen Spieler setzen müssen, der Druck über die Außenbahn machen kann?
Das hätte vermutlich auch ein LA oder RA sein können, denke ich. Aber so etwas fehlt uns.

Der Verlust von Hakimi hat für mich dafür gesorgt, dass unser Dreierkettensystem, das vorher der Standard war, weniger funktioniert. Dem System fehlte es eh etwas an Offensivpower. Wenn dann auch noch der offensivstarke RM fehlt, ...

Auf den Außen hatten wir diese Saison jedenfalls vermehrt Probleme. Beispielsweise hatte Köln das Zentrum gut dicht gemacht. Eigentlich waren dann unsere AVs in der Verantwortung für Offensivaktionen. Da Guerreiro ausfiel, hießen unsere AVs allerdings Passlack und Meunier. Favre löste das in der zweiten Halbzeit in dem er beide AVs auswechselte, auf Dreierkette umstellte und die Schienen mit Hazard und Sancho besetzte.

In den letzten Transferperioden hatte für mich nur die Verpflichtung von Haaland einen unmittelbaren, positiven Effekt.
Ansonsten ergaben sich meistens neue Probleme durch die Transfers. Allerdings hat sich auch gezeigt, dass die Neuzugänge Qualität haben und wir durch Anpassungen des Trainers davon viel abrufen könnten.

Daher sehe ich die Transferpolitik nicht ganz so kritisch wie andere. Ich denke zwar, wir haben es unseren Trainern sehr schwer gemacht, aber die Qualität des Kaders nahm zu und ich glaube, dass man diese Qualität auch auf den Platz bringen kann.
Einen Trainer wie Tuchel, der für jeden Spieler die taktische Rolle maßschneidern konnte, würde ich viel mit unserem Kader zutrauen. Dann könnte unsere Transferpolitik vielleicht komplett aufgehen.
Aber so oder so besteht das Risiko, dass dem Trainer irgendwelche Bausteine fehlen. Daher ist wohl besser, bei Neuzugängen ein wenig Abstriche in der Qualität oder dem Potenzial zu machen und dafür den passenden Spielertypen zu holen.


Bis auf das Fazit finde ich, dass du das sehr gut zusammenfasst, aber mit dem Fazit kann ich so gar nicht mitgehen. Qualität wird mir dafür viel zu häufig überbewertet, wenn sie schlecht oder gar nicht aufeinander abgestimmt ist. Ob das jetzt in Bezug auf einzelne Mitspieler, auf den Trainer oder sogar das Gesamtkonstrukt der Fall ist. Der beste Marathonläufer der Welt hat im 100m Sprint schließlich auch keine Chance und umgekehrt. Trotzdem kann man dem besten Marathonläufer am Ende nicht seine Qualität absprechen und es geht immer noch um artverwandte Laufdisziplinen, wenngleich sie sich vom Fokus der benötigten Fähigkeiten und Talente komplett unterscheiden.

Dazu widerspreche ich extrem in puncto Tuchel. Die gesamte Unruhe mit Tuchel ging doch schon von Unstimmigkeiten in der Transferpolitik aus. Dass Tuchel mit einem schlecht zusammengestellten Kader nicht viel anfangen kann, hat er nicht erst bei PSG häufig öffentlich betont und entsprechend Transfers durch die Blume kritisiert oder gefordert. Dazu kann an gewissen Limits selbst der beste Trainer nichts ändern. Das hat für mich auch Favre durchaus so gezeigt, der mit Pragmatismus über weite Strecken seiner Amtszeit hier weit weg von seinem eigentlichen Fussball operierte. Pragmatismus besagt aber an sich schon, dass man nicht in seiner Kernkompetenzen unterwegs ist und damit kein Optimum erreichen kann. Dahingehend würde ich Tuchels Erreichen des CL und DFB Pokal Finals mit PSG und dem BVB nicht überhöhen. Dafür war zu viel Spielglück dabei, dass die Qualität tatsächlich so griff.

Vielleicht würde Tuchel näher am Optimum arbeiten, als Favre, aber ich glaube dennoch nicht, dass er befriedigenden Fussball mit diesem Kader bieten könnte. Man sollte jedenfalls nicht unterschätzen, wie Favre zwar weniger auf die Spielertypen und deren Rollen einging, als Tuchel, aber eben dennoch dahingehend seine Maßnahmen hatte. Die nennst du ja zum Teil, aber ich fand schon, dass das System immer sehr stark von Hummels, Reus, Guerreiro und teils auch Sancho und Hakimi getrieben war, das Favre schaffte, wie das dann auch unter Tuchel immer der Fall war. Der grobe Unterschied mag nur sein, dass Favre bei einigen Spielern Dinge verlangte, die ihnen nicht entsprachen, während er umgekehrt dafür bei anderen Spielern, um die das System zentral gebaut wurde, zu oft an Rollen festhielt, die so nicht mehr haltbar waren. Das ist aber eben auch als Konsequenz der Transferpolitik zu verstehen und würde Tuchel in so manchem Fall sicher nicht großartig anders gehen. Deswegen muss man die Transferpolitik auch so kritisch sehen!

Edit: nachdem ich nochmal nachgedacht habe, muss ich den Teil, dass Tuchel von einigen Spielern Dinge verlangte, die sie nicht können oder wollen, doch nochmal einkassieren. Castro (RV), Merino (IV) und Ginter (DM und RV - hat zwar über einige Spiele gut geklappt, aber dann doch immer mehr und heftiger entblößt) waren allerdings nicht so prominente Kaderspieler, wie bspw. aktuell Brandt, sodass das aber letztendlich auch nochmal eine transferpolitische Aussage ist.

Mit Tuchel gab es definitiv viele Probleme.
Ich dachte bei ihm an die Feinheiten, wie er für die einzelnen Spieler die taktischen Rollen anpasste.
Die Asymmetrie, die er einführte oder wie er Mkhitaryan einband, zeugen für mich davon, dass Tuchel ein feines Gespür dafür hatte, wie er die Spieler einsetzen musste.

Unter Favre fand ich das auch nicht schlecht. Es dauerte teilweise etwas und so feine Änderungen wie Tuchel hatte er nicht vorgenommen, denke ich.
Aber die vielen guten Spielen unter Favre, egal welche Art Fussball die Gegner spielten, deuten für mich daraufhin, dass unser Kader, auch so wie er ist, viel leisten kann.
In der Regel findet man bei unseren schwächeren Spielen eben Dinge, wo der Trainer hätte ansetzen können.

Mit einer auf den Trainer maßgeschneiderten Transferpolitik wäre sicherlich vieles einfacher. Allerdings sehe ich, auch so wie es ist, durchaus Potenzial durch den Trainer.

Dann würde ich es bei einem Klopp aber beispielsweise so sehen, dass eher viel am Kader gemacht werden müsste. Das ist aber auch eine Stärke von Klopp, dass er den Kader auf seinen Spielstil anpasst.

So wie die Transferpolitik jedoch bei uns läuft, würde ich bessere Chancen bei einem Trainer sehen, der zwar eine starke Philosophie vertreten sollte, aber bei der Einbindung der Spieler flexibel ist und vor allem bei Ausfällen flexibel reagiert und weiß, wie man die Stärken des Ausfalls am besten auffängt. Für mich war Tuchel so eine Art Trainer.
Aber dies sollte nur ein Beispiel dafür sein, weil hier sich jeder selber ein Bild von Tuchels Arbeit machen kann. Um eine Rückkehr geht es mir natürlich nicht. Das schreibe ich nur, falls hier jemand auf diesen Zug aufspringen wollte. Wahrscheinlich hätte ich eher Nagelsmann nennen sollen. Tuchel kann ich aber besser einschätzen.

Jedenfalls gehe ich nicht damit mit, dass durch unsere Transferpolitik (finanzielle Aspekte hier nicht betrachtet) quasi kein Potenzial nach oben wäre. Zwar bin ich auch ganz stark dafür, dass auf die Trainer viel mehr eingegangen wird, aber umgekehrt kann ein ideal passender Trainer mit diesem Kader vermutlich den Erwartungen gerecht werden. Dumm nur, wenn man bei der Trainerwahl Fehleinschätzungen unterliegt.
BVB - Transferpolitik |#15948
27.01.2021 - 10:44 Uhr
Zitat von Starbury1988

Zitat von Danjo88

Auch das hier z.B. für die LV-Position noch kein Luca Netz aufgetaucht ist, es aber bereits Gerüchte um die Bayern gibt, ist mehr als nur bemerkenswert. Auf LV benötigen wir dringend jemanden, da ich Schulz einfach nicht mehr zutraue bei uns Fuß zu fassen, auch unter Rose nicht und Guerreiro für mich unter Rose ein Kandidat für die linke Halbposition in der Raute wäre.
Netz wäre dabei ein Steal, da sein Vertrag im Sommer ausläuft und er aktuell wohl keine Anstalten macht diesen verlängern zu wollen.
Wäre ärgerlich, wenn die Bayern sich ihn wegschnappen, da die auch aktuell einfach keinen Bedarf an Netz haben und ihm dort das gleiche Schicksal wie Arp droht.


Ich würde da BVBBC zustimmen. Zumal du die Jungs wie Arp, Kurt, Cuisance und Co - die den xten vor dem nächsten Schritt machen wollen - nicht davon abhalten kannst, zu Bayern/Real und Konsorten zu gehen.


Zitat von BVBBC

Was mir im Moment bezüglich Transfers mehr Sorgen bereitet, als die fehlenden Gerüchte zu Zugängen, sind zudem eher die fehlenden Gerüchte zu Abgängen. Darüber hinaus sieht es meines Erachtens mit Verlängerungen von Zagadou und vor allem Akanji gar nicht gut aus, so wie ich die Häufung der IV Gerüchte werte.


Ist halt schwierig: Dahoud will sich seit Jahren "durchsetzen" und ist sich bestimmt im Klaren drüber, dass der monatliche Gehaltseingang zukünftig lange nicht mehr so nice aussieht, als zum damaligen Transfer, als wir uns mit einigen Clubs um den Kerl geschlagen haben. Dasselbe bei Schulz.
Auch Witsels langwierige Verletzung hat möglicherweise dazu geführt, dass man Delaney im Sommer nicht abgeben kann.



Ich stelle mich auf alle Fälle auf einen schwierigen Markt ein, bei dem man wahrscheinlich nehmen muss, was man bekommt, sofern es um Ergänzungsspieler geht. Wahrscheinlich wird es auch in manchen Fällen nicht ohne teilweise Gehaltsübernahme gehen.


Bei Zagadou bin ich zuversichtlich. Der wird aufgrund seiner leidigen Verletzungshistorie nicht allzu viele lukrativere Angebote bekommen. Und wenn Akanji geht, wird auch hier Budget frei.



Dafür hat Zagdou keine Perspektive, solange Hummels hier ist, es ist daher schwer Zagadou seinen aktuellen Marktwert zuzuordnen und wer weiß, womit er seine Verletzungen verknüpft. Bei einem Jahr Restvertrag rechne ich bei beiden IV nicht mit lukrativen Angeboten. Vor allem aber für den BVB. Letztendlich gilt es aber noch mehr eine Situation zu verhindern, in der sie ablösefrei gehen. Deswegen sehe ich die Situation in beiden Fällen nicht entspannt. Allerdings glaube ich, dass Zagadou wesentlich einfacher zu ersetzen ist, angesichts seiner Rolle als BU. Akanji ist gesetzter Stammspieler und das auch vollkommen zurecht.


Und da komme ich zu Akanji: da stellt sich derzeit die Frage für uns, ob man seinen Vertrag aufwertet oder möglicherweise ein gutes Angebot für einen Transfer annimmt. Für letzteres spricht einerseits die wirtschaftliche Situation und andererseits, dass Akanji sich nicht großartig weiterentwickelt hat und trotz seiner mittlerweile wieder verbesserten Spieleröffnung einfach in den elementaren IV-Zahlen zu große Defizite aufweist: eine Zweikampfquote von 56,8% (Luft 53,1%) sowie eine Tacklingquote von 30,6 % (beides Ligainsider.de) sind einfach deutlich zu schwach. Um nicht zu sagen, eine Katastrophe.



Laut Whoscored gewinnt Akanji 72,2% seiner Tackles, gegenüber Hummels 80%. Das ist aber bspw. auf einem Level mit Hinteregger und dessen 71%, der die meisten Tackles der bisherigen Saison gewonnen hat.

Laut Fbref.com (https://fbref.com/en/stathead/player_comparison.cgi?request=1&sum=0&comp_type=by_type&dom_lg=1&spec_comps=big_5&player_id1=89ac64a6&p1yrfrom=2020-2021&player_id2=05d548d8&p2yrfrom=2020-2021&player_id3=a4effc55&p3yrfrom=2020-2021) sind die statistischen Vorteile von Hummels in allen Bereichen marginal, falls nicht sogar Akanji in manchen Bereichen Vorteile hat. Der einzige, riesige Vorteil der beiden LIV des BVB liegt in der Luft.

Laut Understat liefert er im Aufbau exakt denselben Wert, wie Hummels.


Bei Whoscored liegt er defensiv bei 6,92 und damit auch hinter etlichen IV der Liga.


Ja und Can führt die Liga bei den IV an, was schon alles über den Wert des Ratings aussagt und wie sich das zusammensetzt. Die Detailstats finde ich interessanter und da sind die Unterschiede nicht so groß, als dass sie nicht auch taktisch zu erklären sind. Da hat es Akanji nicht immer ganz einfach als Ausputzer ...

Ich sehe es daher anders. Akanji ist für mich wesentlich wichtiger als Zagadou, weswegen auch dessen Verlängerung oder Abgang kein entspanntes Thema sind. Insbesondere, wenn man die aktuellen Gerüchte sieht und wie bewiesen diese Spieler schon sind - Simakan soll sogar schon vom Markt sein, der mein bisheriger Favorit war, dem ich noch einen relativ nahtlosen Übergang zugetraut hätte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 27.01.2021 um 10:54 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15949
27.01.2021 - 10:56 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Starbury1988

Zitat von Danjo88

Auch das hier z.B. für die LV-Position noch kein Luca Netz aufgetaucht ist, es aber bereits Gerüchte um die Bayern gibt, ist mehr als nur bemerkenswert. Auf LV benötigen wir dringend jemanden, da ich Schulz einfach nicht mehr zutraue bei uns Fuß zu fassen, auch unter Rose nicht und Guerreiro für mich unter Rose ein Kandidat für die linke Halbposition in der Raute wäre.
Netz wäre dabei ein Steal, da sein Vertrag im Sommer ausläuft und er aktuell wohl keine Anstalten macht diesen verlängern zu wollen.
Wäre ärgerlich, wenn die Bayern sich ihn wegschnappen, da die auch aktuell einfach keinen Bedarf an Netz haben und ihm dort das gleiche Schicksal wie Arp droht.


Ich würde da BVBBC zustimmen. Zumal du die Jungs wie Arp, Kurt, Cuisance und Co - die den xten vor dem nächsten Schritt machen wollen - nicht davon abhalten kannst, zu Bayern/Real und Konsorten zu gehen.


Zitat von BVBBC

Was mir im Moment bezüglich Transfers mehr Sorgen bereitet, als die fehlenden Gerüchte zu Zugängen, sind zudem eher die fehlenden Gerüchte zu Abgängen. Darüber hinaus sieht es meines Erachtens mit Verlängerungen von Zagadou und vor allem Akanji gar nicht gut aus, so wie ich die Häufung der IV Gerüchte werte.


Ist halt schwierig: Dahoud will sich seit Jahren "durchsetzen" und ist sich bestimmt im Klaren drüber, dass der monatliche Gehaltseingang zukünftig lange nicht mehr so nice aussieht, als zum damaligen Transfer, als wir uns mit einigen Clubs um den Kerl geschlagen haben. Dasselbe bei Schulz.
Auch Witsels langwierige Verletzung hat möglicherweise dazu geführt, dass man Delaney im Sommer nicht abgeben kann.



Ich stelle mich auf alle Fälle auf einen schwierigen Markt ein, bei dem man wahrscheinlich nehmen muss, was man bekommt, sofern es um Ergänzungsspieler geht. Wahrscheinlich wird es auch in manchen Fällen nicht ohne teilweise Gehaltsübernahme gehen.


Bei Zagadou bin ich zuversichtlich. Der wird aufgrund seiner leidigen Verletzungshistorie nicht allzu viele lukrativere Angebote bekommen. Und wenn Akanji geht, wird auch hier Budget frei.



Dafür hat Zagdou keine Perspektive, solange Hummels hier ist, es ist daher schwer Zagadou seinen aktuellen Marktwert zuzuordnen und wer weiß, womit er seine Verletzungen verknüpft. Bei einem Jahr Restvertrag rechne ich bei beiden IV nicht mit lukrativen Angeboten. Vor allem aber für den BVB. Letztendlich gilt es aber noch mehr eine Situation zu verhindern, in der sie ablösefrei gehen. Deswegen sehe ich die Situation in beiden Fällen nicht entspannt. Allerdings glaube ich, dass Zagadou wesentlich einfacher zu ersetzen ist, angesichts seiner Rolle als BU. Akanji ist gesetzter Stammspieler und das auch vollkommen zurecht.


Und da komme ich zu Akanji: da stellt sich derzeit die Frage für uns, ob man seinen Vertrag aufwertet oder möglicherweise ein gutes Angebot für einen Transfer annimmt. Für letzteres spricht einerseits die wirtschaftliche Situation und andererseits, dass Akanji sich nicht großartig weiterentwickelt hat und trotz seiner mittlerweile wieder verbesserten Spieleröffnung einfach in den elementaren IV-Zahlen zu große Defizite aufweist: eine Zweikampfquote von 56,8% (Luft 53,1%) sowie eine Tacklingquote von 30,6 % (beides Ligainsider.de) sind einfach deutlich zu schwach. Um nicht zu sagen, eine Katastrophe.



Laut Whoscored gewinn Akanji 72,2% seiner Tackles, gegenüber Hummels 80%. Das ist aber bspw. auf einem Level mit Hinteregger und dessen 71%, der die meisten Tackles der bisherigen Saison gewonnen hat.

Laut Fbref.com (https://fbref.com/en/stathead/player_comparison.cgi?request=1&sum=0&comp_type=by_type&dom_lg=1&spec_comps=big_5&player_id1=89ac64a6&p1yrfrom=2020-2021&player_id2=05d548d8&player_id3=a4effc55) sind die statistischen Vorteile von Hummels in allen Bereichen marginal, falls nicht sogar Akanji in manchen Bereichen Vorteile hat. Der einzige, riesige Vorteil der beiden LIV des BVB liegt in der Luft.

Laut Understat liefert er im Aufbau exakt denselben Wert, wie Hummels.


Bei Whoscored liegt er defensiv bei 6,92 und damit auch hinter etlichen IV der Liga.


Ja und Can führt die Liga bei den IV an, was schon alles über Wert des Ratings aussagt und wie sich das zusammensetzt. Die Detailstats finde ich interessanter und da sind die Unterschiede nicht so groß, als dass sie nicht auch taktisch zu erklären sind. Da hat es Akanji nicht immer ganz einfach als Ausputzer ...

Ich sehe es daher anders. Akanji ist für mich wesentlich wichtiger als Zagadou, weswegen auch dessen Verlängerung oder Abgang kein entspanntes Thema sind. Insbesondere, wenn man die aktuellen Gerüchte sieht und wie bewiesen diese Spieler schon sind - Simakan soll sogar schon vom Markt sein, der mein bisheriger Favorit war, dem ich noch einen relativ nahtlosen Übergang zugetraut hätte.

Akanji gefällt mir richtig gut. Ich denke nicht, dass wir ihn gleichwertig ersetzen könnten. Zudem hätte ich Sorgen, dass sein Nachfolger eine schlechtere Ergänzung zu Hummels und Zagadou wäre.
BVB - Transferpolitik |#15950
28.01.2021 - 10:39 Uhr
Akanji und Diallo haben richtig gut funktioniert. Seit Diallo weg ist und Hummels da ist, hat Akanji nachgelassen.
Vorher fand ich ihn klasse. Er hat sich aber wieder stabilisiert.
Also in ihm sehe ich nicht als Ursache für unsere Abwehrprobleme.

Die Transferpolitik sollte eher auf andere Positionen und Personalien schauen.
Mit Meunier hat Zorc kein gutes Händchen bewiesen.
Hier würde ich auf jeden Fall nachjustieren.

In Bürki sehe ich auch keinen sicheren Halt, leider wurde hier der Vertrag verlängert.
Ich hätte da eher einen neuen Torhüter geholt.
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