BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
14.08.2019 - 20:18 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse
Ich habe mal bei der Konkurrenz weiter geschaut:
Bayern (16 bis 21 Jahre im gesamten ersten Jahr) seit 2012:
Voll eingeschlagen: Kimmich
Gut geholfen: Shaqiri, Götze, Bernat, Coman
Etwas geholfen (ab 90 Min. Einsatzzeit): Weiser, Höjbjerg, Gaudino, Sanches, Friedl
Gnabry und Süle scheitern knapp an der 21 Jahre Grenze. Nur sind solche Spieler noch Ausbildungsspieler? Genauso Götze, Bernat, Coman, Shaqiri.
Im Prinzip ist bei den Bayern außer Kimmich nichts rumgekommen. Da werden fertigere Spieler eingekauft.
Und schau mal in Barcelona. Der Jugendschmiede. Da ist auch nicht mehr viel durchgekommen. Ein Zeichen der Zeit?
Schwierig, wie man den BVB nun einordnen will. Man liegt ja zwischen diesen Welten. Also wir sind kein absoluter Top-Verein, aber doch deutlich von Leverkusen oder gar Gladbach zu sehen.
Dazu ist es eben auch eine Frage. Ist es noch eine Ausbildungsleistung einen 24 Jährigen Aubameyang von einem Stammspieler bei Saint-Etienne zu einem Weltklassestürmer zu formen?
Ich denke, dass die Aussage des BVB eher eine andere ist. Beim BVB hast Du als junger Spieler die Chance auf höchsten Niveau (sprich CL) zu spielen und trotzdem gut zu verdienen. Das Ganze kann man nun auch schlecht belegen oder widerlegen. So viele andere Vereine gibt es da ja nicht. Neapel und Lyon.
Zitat von arche
Mit der Leihe von Gomez an Huesca (2. spanische Liga) stellt sich mal wieder die Frage, ob der BVB nur das Image eines Talentschuppens hat oder tatsächlich einer ist und wenn ja, in welchen Mannschaftsteilen.
Da man irgendwo anfangen muss, beginne ich mit der Saison 2012/13, weil das die Spielzeiten nach den beiden Meisterschaften war und sich daran die Transferstrategie und der Umgang mit dem eigen Nachwuchs des BVB, um das Niveau zu halten, zeigen lässt. Da man sich außerdem auch kaputtdiferenzieren kann, werde ich nicht zu jedem jeden einzelnen Spieler, den der BVB seit dieser Zeit im Alter von 16-21 Jahren verpflichtet oder aus dem eigenen Nachwuchs in die Profiabteilung hochgezogen hat, die detaillierte Geschichte auftischen (zu wenigen könnte ich das leicht, zu vielen würde es mir sehr viel Arbeit machen), weil es mir um einen Überblick geht und um die Beantwortung der obigen Fragen. Bei der Auflistung werden die Rückkehrer nach Leihen ebenso nicht berücksichtigt (v.a. - ein Nebenergebnis der Betrachtung - weil Leihen offenbar nichts bringen) wie die zahlreichen Spieler, die phasenweise aus der 2. Mannschaft in die 1. Mannschaft gerückt sind (Khaled Narey, Joseph-Claude Gyau, Mitsuru Maruoka, Tammo Harder, usw. usw.).
(Quelle der folgenden Übersicht:
https://www.transfermarkt.de/borussia-dortmund/kader/verein/16/saison_id/2019/plus/1
Hier und da habe ich Bedenken, ob die Seite gut gepflegt wird. Die Tendenz wird aber schon stimmen.)
2012/13
- Zlatan Alomerovic (TW, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Korey Günter (IV, eigener Nachwuchs, 17 J.)
- Leonardo Bittencourt (OM, Neuzugang von Energie Cottbus, 18 J.)
2013/14
- Marian Sarr (IV, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Erik Durm (LV, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Jannik Bandowski (LV, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Milos Jojic (ZM, Wintertransfer von Partisan Belgrad, 21 J.)
- Jonas Hofmann (ZM, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Marvin Duksch (MS, eigener Nachwuchs, 19 J.)
2014/15
- Hendrik Bonmann (TW, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Matthias Ginter (IV, Neuzugang vom SC Freiburg, 20 J.)
- Jeremy Dudziak (ZM, eigener Nachwuchs/Winterwechsel, 18 J.)
2015/16
- Pascal Stenzel (RV, eigener Nachwuchs, 19 J.)
- Felix Passlack (RV, eigener Nachwuchs/Winterwechsel, 17 J.)
- Julian Weigl (DM, Neuzugang von München 1860, 19 J.)
- Adnan Januzaj (RA, Leihspieler von Manchester United, 20 J.)
- Christian Pulisic (RA, eigener Nachwuchs, 16 J.)
2016/17
- Mikel Merino (DM, Neuzugang von CA Osasuna, 20 J.)
- Denis Burnic (DM, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Ousmane Dembélé (LA, Neuzugang von Stade Rennes, 19 J.)
- Emre Mor (RA, Neuzugang von FC Nordsjaelland, 18 J.)
- Alexander Isak (MS, Neuzugang im Winter von AIK Solana, 16 J.)
2017/18
- Dominik Reimann (TW, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Manuel Akanji (IV, Neuzugang im Winter vom FC Basel, 21 J.)
- Dan-Axel Zagadou (IV, Neuzugang von PSG B, 18 J.)
- Mahmoud Dahoud (ZM, Neuzugang von Borussia M'gladbach, 21 J.)
- Sergio Gómez (OM, Neuzugang vom FC Barcelona U19 im Winter, 16 J.)
- Jakob Bruun Larsen (LA, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Jadon Sancho (RA, Neuzugang von Manchester City U18, 17 J.)
2018/19
- Leonardo Balerdi (IV, Neuzugang vom Club Atlético Boca Juniors im Winter, 19 J.)
- Aschraf Hakimi (RV, Leihspieler von Real Madrid, 19 J.)
2019/20
- Die jungen Talente Unbehaun, Morey, Raschl und Osterhage werden hier noch nicht berücksichtigt, weil wir noch nicht wissen, wie sie sich entwickeln werden.
Von den 31 jungen Spielern/Talenten, die der BVB von 2012 bis 2018 in den Kader aufgenommen hat, sind mMn 5 Spieler voll eingeschlagen, unabhängig davon wie lange sie im Verein waren/sind, nämlich Weigl, Pulisic, Dembélé, Akanji und Sancho. Weitere 6 Spieler haben eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, nämlich Durm, Ginter, Zagadou, Dahoud, Bruun Larsen und Hakimi. Phasenweise geholfen haben dem BVB wohlwollend betrachtet noch weitere 4 Spieler, nämlich Jojic, Hofmann und mit Abstrichen Januzaj und Mor (ja, auch der
). 16 der jungen Talente haben beim BVB nie eine Rolle gespielt. Leihen an andere Vereine haben nahezu nie positive Entwicklungen in Gang gesetzt.
Von den verpflichteten Talenten zwischen 2012 und 2017 ist nur noch Julian Weigl im Kader. Junge talentierte Torhüter sind bis jetzt allesamt ohne Perspektive beim BVB wieder ausgeschieden. Ansonsten verteilen sich diejenigen, die man als befriedigende bis sehr gute Verpflichtungen betrachten kann (insgesamt 11 Spieler, also ca. ein Drittel) ungefähr gleichmäßig auf Defensiv-, Mittelfeld- und Offensivpositionwn. Auffällig ist allerdings, dass sich kein MS darunter befindet. Die beiden über die Jahre hinweg verpflichteten jungen MS (Duksch und Isak) konnten sich beim BVB nicht durchsetzen.
Ob man ein Drittel erfolgreiche Verpflichtungen junger Talente als Erfolg und Beleg für die Talentschmiede BVB ansehen kann oder ob das der normale Erfolgsfall ist, habe ich an zwei Vereinen - Borussia Mönchengladbach - und Bayer Leverkusen - überprüft.
Ergebnis: Der BVB hat keine Sonderstellung, sondern bewegt sich im üblichen Rahmen der Talentverpflichtung und -förderung.
Beide Kontrollvereine haben in etwa gleich viel Talentverpflichtungen im Zeitraum 2012 bis 2018 (BMG 30, LEV 33). Beide Vereine haben ähnlich viele Talente nach oben gebracht.
Bei BMG sind folgende Namen erwähnenswert :
Xhaka, Hazard, Elvedi, Christensen, Zakaria, Neuhaus, de Jong, Dahoud, Younes, Cuisance, Hrgota
Bei LEV:
Kohr, Son, Brandt, Tah, Havertz, Bailey, Wendell, Jedvaj, Calhanoglu, Drmic
Mag sein, dass mir wenige Spielernamen durch die Lappen gegangen sind, die Tendenz ist aber sehr ähnlich wie beim BVB.
Fazit:
Der BVB entwickelt nicht mehr junge Talente als die beiden von mir zum Vergleich herangezogenen Vereine. In der Spitze (Dembélé, Pulisic, Sancho) sind die beim BVB geförderten Talente zwar leicht höher anzusetzen und international etwas bedeutender als bei BMG und LEV, aber Xhaka oder Son sind auch internationale Schwergewichte und in Leverkusen z.B. steht zur Zeit mit Havertz wahrscheinlich ein Top-Spieler in den Startlöchern.
Der BVB ist nicht mehr Ausbildungsverein und Talentschmiede als M'gladbach und Leverkusen (eine Überprüfung an weiteren Vereinen wäre allerdings sinnvoll), hat es aber bei Teilen der Presse und in den sozialen Medien geschafft, sich in diesem Bereich als besonders kompetent zu verkaufen.
Die Leihe von Goméz, die Anlass meines Beitrages ist, wird wahrscheinlich ausgehen wie andere Leihen auch. Goméz wird wahrscheinlich kein Stammspieler beim BVB.
Mit der Leihe von Gomez an Huesca (2. spanische Liga) stellt sich mal wieder die Frage, ob der BVB nur das Image eines Talentschuppens hat oder tatsächlich einer ist und wenn ja, in welchen Mannschaftsteilen.
Da man irgendwo anfangen muss, beginne ich mit der Saison 2012/13, weil das die Spielzeiten nach den beiden Meisterschaften war und sich daran die Transferstrategie und der Umgang mit dem eigen Nachwuchs des BVB, um das Niveau zu halten, zeigen lässt. Da man sich außerdem auch kaputtdiferenzieren kann, werde ich nicht zu jedem jeden einzelnen Spieler, den der BVB seit dieser Zeit im Alter von 16-21 Jahren verpflichtet oder aus dem eigenen Nachwuchs in die Profiabteilung hochgezogen hat, die detaillierte Geschichte auftischen (zu wenigen könnte ich das leicht, zu vielen würde es mir sehr viel Arbeit machen), weil es mir um einen Überblick geht und um die Beantwortung der obigen Fragen. Bei der Auflistung werden die Rückkehrer nach Leihen ebenso nicht berücksichtigt (v.a. - ein Nebenergebnis der Betrachtung - weil Leihen offenbar nichts bringen) wie die zahlreichen Spieler, die phasenweise aus der 2. Mannschaft in die 1. Mannschaft gerückt sind (Khaled Narey, Joseph-Claude Gyau, Mitsuru Maruoka, Tammo Harder, usw. usw.).
(Quelle der folgenden Übersicht:
https://www.transfermarkt.de/borussia-dortmund/kader/verein/16/saison_id/2019/plus/1
Hier und da habe ich Bedenken, ob die Seite gut gepflegt wird. Die Tendenz wird aber schon stimmen.)
2012/13
- Zlatan Alomerovic (TW, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Korey Günter (IV, eigener Nachwuchs, 17 J.)
- Leonardo Bittencourt (OM, Neuzugang von Energie Cottbus, 18 J.)
2013/14
- Marian Sarr (IV, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Erik Durm (LV, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Jannik Bandowski (LV, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Milos Jojic (ZM, Wintertransfer von Partisan Belgrad, 21 J.)
- Jonas Hofmann (ZM, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Marvin Duksch (MS, eigener Nachwuchs, 19 J.)
2014/15
- Hendrik Bonmann (TW, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Matthias Ginter (IV, Neuzugang vom SC Freiburg, 20 J.)
- Jeremy Dudziak (ZM, eigener Nachwuchs/Winterwechsel, 18 J.)
2015/16
- Pascal Stenzel (RV, eigener Nachwuchs, 19 J.)
- Felix Passlack (RV, eigener Nachwuchs/Winterwechsel, 17 J.)
- Julian Weigl (DM, Neuzugang von München 1860, 19 J.)
- Adnan Januzaj (RA, Leihspieler von Manchester United, 20 J.)
- Christian Pulisic (RA, eigener Nachwuchs, 16 J.)
2016/17
- Mikel Merino (DM, Neuzugang von CA Osasuna, 20 J.)
- Denis Burnic (DM, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Ousmane Dembélé (LA, Neuzugang von Stade Rennes, 19 J.)
- Emre Mor (RA, Neuzugang von FC Nordsjaelland, 18 J.)
- Alexander Isak (MS, Neuzugang im Winter von AIK Solana, 16 J.)
2017/18
- Dominik Reimann (TW, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Manuel Akanji (IV, Neuzugang im Winter vom FC Basel, 21 J.)
- Dan-Axel Zagadou (IV, Neuzugang von PSG B, 18 J.)
- Mahmoud Dahoud (ZM, Neuzugang von Borussia M'gladbach, 21 J.)
- Sergio Gómez (OM, Neuzugang vom FC Barcelona U19 im Winter, 16 J.)
- Jakob Bruun Larsen (LA, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Jadon Sancho (RA, Neuzugang von Manchester City U18, 17 J.)
2018/19
- Leonardo Balerdi (IV, Neuzugang vom Club Atlético Boca Juniors im Winter, 19 J.)
- Aschraf Hakimi (RV, Leihspieler von Real Madrid, 19 J.)
2019/20
- Die jungen Talente Unbehaun, Morey, Raschl und Osterhage werden hier noch nicht berücksichtigt, weil wir noch nicht wissen, wie sie sich entwickeln werden.
Von den 31 jungen Spielern/Talenten, die der BVB von 2012 bis 2018 in den Kader aufgenommen hat, sind mMn 5 Spieler voll eingeschlagen, unabhängig davon wie lange sie im Verein waren/sind, nämlich Weigl, Pulisic, Dembélé, Akanji und Sancho. Weitere 6 Spieler haben eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, nämlich Durm, Ginter, Zagadou, Dahoud, Bruun Larsen und Hakimi. Phasenweise geholfen haben dem BVB wohlwollend betrachtet noch weitere 4 Spieler, nämlich Jojic, Hofmann und mit Abstrichen Januzaj und Mor (ja, auch der
). 16 der jungen Talente haben beim BVB nie eine Rolle gespielt. Leihen an andere Vereine haben nahezu nie positive Entwicklungen in Gang gesetzt. Von den verpflichteten Talenten zwischen 2012 und 2017 ist nur noch Julian Weigl im Kader. Junge talentierte Torhüter sind bis jetzt allesamt ohne Perspektive beim BVB wieder ausgeschieden. Ansonsten verteilen sich diejenigen, die man als befriedigende bis sehr gute Verpflichtungen betrachten kann (insgesamt 11 Spieler, also ca. ein Drittel) ungefähr gleichmäßig auf Defensiv-, Mittelfeld- und Offensivpositionwn. Auffällig ist allerdings, dass sich kein MS darunter befindet. Die beiden über die Jahre hinweg verpflichteten jungen MS (Duksch und Isak) konnten sich beim BVB nicht durchsetzen.
Ob man ein Drittel erfolgreiche Verpflichtungen junger Talente als Erfolg und Beleg für die Talentschmiede BVB ansehen kann oder ob das der normale Erfolgsfall ist, habe ich an zwei Vereinen - Borussia Mönchengladbach - und Bayer Leverkusen - überprüft.
Ergebnis: Der BVB hat keine Sonderstellung, sondern bewegt sich im üblichen Rahmen der Talentverpflichtung und -förderung.
Beide Kontrollvereine haben in etwa gleich viel Talentverpflichtungen im Zeitraum 2012 bis 2018 (BMG 30, LEV 33). Beide Vereine haben ähnlich viele Talente nach oben gebracht.
Bei BMG sind folgende Namen erwähnenswert :
Xhaka, Hazard, Elvedi, Christensen, Zakaria, Neuhaus, de Jong, Dahoud, Younes, Cuisance, Hrgota
Bei LEV:
Kohr, Son, Brandt, Tah, Havertz, Bailey, Wendell, Jedvaj, Calhanoglu, Drmic
Mag sein, dass mir wenige Spielernamen durch die Lappen gegangen sind, die Tendenz ist aber sehr ähnlich wie beim BVB.
Fazit:
Der BVB entwickelt nicht mehr junge Talente als die beiden von mir zum Vergleich herangezogenen Vereine. In der Spitze (Dembélé, Pulisic, Sancho) sind die beim BVB geförderten Talente zwar leicht höher anzusetzen und international etwas bedeutender als bei BMG und LEV, aber Xhaka oder Son sind auch internationale Schwergewichte und in Leverkusen z.B. steht zur Zeit mit Havertz wahrscheinlich ein Top-Spieler in den Startlöchern.
Der BVB ist nicht mehr Ausbildungsverein und Talentschmiede als M'gladbach und Leverkusen (eine Überprüfung an weiteren Vereinen wäre allerdings sinnvoll), hat es aber bei Teilen der Presse und in den sozialen Medien geschafft, sich in diesem Bereich als besonders kompetent zu verkaufen.
Die Leihe von Goméz, die Anlass meines Beitrages ist, wird wahrscheinlich ausgehen wie andere Leihen auch. Goméz wird wahrscheinlich kein Stammspieler beim BVB.
Ich habe mal bei der Konkurrenz weiter geschaut:
Bayern (16 bis 21 Jahre im gesamten ersten Jahr) seit 2012:
Voll eingeschlagen: Kimmich
Gut geholfen: Shaqiri, Götze, Bernat, Coman
Etwas geholfen (ab 90 Min. Einsatzzeit): Weiser, Höjbjerg, Gaudino, Sanches, Friedl
Gnabry und Süle scheitern knapp an der 21 Jahre Grenze. Nur sind solche Spieler noch Ausbildungsspieler? Genauso Götze, Bernat, Coman, Shaqiri.
Im Prinzip ist bei den Bayern außer Kimmich nichts rumgekommen. Da werden fertigere Spieler eingekauft.
Und schau mal in Barcelona. Der Jugendschmiede. Da ist auch nicht mehr viel durchgekommen. Ein Zeichen der Zeit?
Schwierig, wie man den BVB nun einordnen will. Man liegt ja zwischen diesen Welten. Also wir sind kein absoluter Top-Verein, aber doch deutlich von Leverkusen oder gar Gladbach zu sehen.
Dazu ist es eben auch eine Frage. Ist es noch eine Ausbildungsleistung einen 24 Jährigen Aubameyang von einem Stammspieler bei Saint-Etienne zu einem Weltklassestürmer zu formen?
Ich denke, dass die Aussage des BVB eher eine andere ist. Beim BVB hast Du als junger Spieler die Chance auf höchsten Niveau (sprich CL) zu spielen und trotzdem gut zu verdienen. Das Ganze kann man nun auch schlecht belegen oder widerlegen. So viele andere Vereine gibt es da ja nicht. Neapel und Lyon.
Ich würde die These aufstellen, je weiter oben man in der Nahrungskette ist, desto schwieriger wird es gute Talente, die nicht gerade zur weltklasse neigen zu integrieren. Ein Ginter mag überall sonstwo in der Liga ausser bei Bayern und Dortmund einschlagen wie nochwas aber für Dortmund hats eben doch leider nicht gereicht Stamm IV zu werden, da ist der Maßstab höher angesetzt, da wir auch von mehr Geld reden, noch schwieriger tut sich da Bayern. Insgesamt würde ich die Jugendarbeit daher als sehr sehr gut einordnen.
Ein Götze oder ein Pulisic hätte man in den letzten Jahren bei Bayern nicht so heranreifen lassen können, ebenfalls einen GInter in Dortmund nicht so wie in Gladbach etc. Der Meinung bin ich. Für mich ist Dortmund optimal für Spieler wie Miki, Dembele oder Sancho, um zur Weltklasse heranzureifen, bevor diese bei Bayern, Barca und Co spielen. Denn das kann der BVB am Besten, sehr gute Spieler mit guter Veranlagung den letzten Schliff geben und zur Weltklasse ausbilden, die bei Bayern, Barca, Real und Co meiner Meinung nach auf der Bank versauern würden. Dortmund tut gut daran diese Strategie weiter zu verfolgen, da sie eben nicht ganz oben in der Nahrungskette stehen überlebensnotwendig.
Klingt hart aber ist denke ich mal so.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ascescendar am 14.08.2019 um 20:39 Uhr bearbeitet
14.08.2019 - 20:25 Uhr
Zitat von Domsi
Und dennoch sind AKs auf dem Spanischen und Portugiesischen Markt ein Regulatorium, welches auch Marktrelevant genutzt wird und durchaus auch entsprechend Transferpolitisch verwendet wird. Dementsprechend trifft die Aussage Vereine in Top Position verzichten nicht zu. Zumal auch in Italien durchaus bei Topklubs AKs mal vorhanden sind .
Dass England als Marktführer keine bis kaum AKs am Markt hat, liegt in der Finanziellen Potenz, welche in Deutschland aber immer weiter ausschert.
Und dennoch sind AKs auf dem Spanischen und Portugiesischen Markt ein Regulatorium, welches auch Marktrelevant genutzt wird und durchaus auch entsprechend Transferpolitisch verwendet wird. Dementsprechend trifft die Aussage Vereine in Top Position verzichten nicht zu. Zumal auch in Italien durchaus bei Topklubs AKs mal vorhanden sind .
Dass England als Marktführer keine bis kaum AKs am Markt hat, liegt in der Finanziellen Potenz, welche in Deutschland aber immer weiter ausschert.
Ich wusste, dass du das bringen würdest. In Spanien sind AKs vorhanden, weil es gesetzlich vorgeschrieben ist. Und nicht weil irgend etwas "transferpolitisch" benutzt werden würde. Bei Neymar sieht man sogar, wie selbst die irrwitzig hohen AKs Barcelona in einen Schockzustand versetzt haben, weil Neymar auf einmal weg war.
Als Argument daher untauglich...
Um das hier abzukürzen:
a) AKs mögen irgendwo eventuell vielleicht Sinn machen für Vereine mit wenig Standing, die auf andere Art und Weise einen Spieler nicht verpflichten können. Würde ich aber selbst da nicht machen... unsere Historie 2010+ hat deutlich gezeigt, welchen Schaden das anrichten kann. Wer nur mit AK bei mir im Verein spielen will, der darf woanders suchen. Freiburg zB könnte einen Sancho zur Zeit gar nicht verpflichten, ob mit oder ohne AK. Sollte Freiburg irgendwie die Chance haben einen Sancho mit AK zu verpflichten, d.h. ein Talent seiner Klasse, wäre vielleicht irgendwo die Bedingung gegeben, über eine AK nachzudenken (würde ich aber trotzdem nicht machen)
b) Für einen Verein mit dem Standing des BVB, welches wir uns hart erkämpft haben (siehe Lewa), wäre es katastrophal wieder AKs zu erlauben. Lass es mich anders schreiben: KATASTROPHAL!!
Denn das würde auf allen Ebenen, Innenwirkung, Aussenwirkung, Standing bei jungen Talente, vollkommen falsche Zeichen setzen.
14.08.2019 - 20:52 Uhr
Zitat von Ascescendar
Ich würde die These aufstellen, je weiter oben man in der Nahrungskette ist, desto schwieriger wird es gute Talente, die nicht gerade zur weltklasse neigen zu integrieren. Ein Ginter mag überall sonstwo in der Liga ausser bei Bayern und Dortmund einschlagen wie nochwas aber für Dortmund hats eben doch leider nicht gereicht Stamm IV zu werden, da ist der Maßstab höher angesetzt, da wir auch von mehr Geld reden, noch schwieriger tut sich da Bayern. Insgesamt würde ich die Jugendarbeit daher als sehr sehr gut einordnen.
Ein Götze oder ein Pulisic hätte man in den letzten Jahren bei Bayern nicht so heranreifen lassen können, ebenfalls einen GInter in Dortmund nicht so wie in Gladbach etc. Der Meinung bin ich. Für mich ist Dortmund optimal für Spieler wie Miki, Dembele oder Sancho, um zur Weltklasse heranzureifen, bevor diese bei Bayern, Barca und Co spielen. Denn das kann der BVB am Besten, sehr gute Spieler mit guter Veranlagung den letzten Schliff geben und zur Weltklasse ausbilden, die bei Bayern, Barca, Real und Co meiner Meinung nach auf der Bank versauern würden. Dortmund tut gut daran diese Strategie weiter zu verfolgen, da sie eben nicht ganz oben in der Nahrungskette stehen überlebensnotwendig.
Klingt hart aber ist denke ich mal so.
Zitat von Bremer_Hesse
Ich habe mal bei der Konkurrenz weiter geschaut:
Bayern (16 bis 21 Jahre im gesamten ersten Jahr) seit 2012:
Voll eingeschlagen: Kimmich
Gut geholfen: Shaqiri, Götze, Bernat, Coman
Etwas geholfen (ab 90 Min. Einsatzzeit): Weiser, Höjbjerg, Gaudino, Sanches, Friedl
Gnabry und Süle scheitern knapp an der 21 Jahre Grenze. Nur sind solche Spieler noch Ausbildungsspieler? Genauso Götze, Bernat, Coman, Shaqiri.
Im Prinzip ist bei den Bayern außer Kimmich nichts rumgekommen. Da werden fertigere Spieler eingekauft.
Und schau mal in Barcelona. Der Jugendschmiede. Da ist auch nicht mehr viel durchgekommen. Ein Zeichen der Zeit?
Schwierig, wie man den BVB nun einordnen will. Man liegt ja zwischen diesen Welten. Also wir sind kein absoluter Top-Verein, aber doch deutlich von Leverkusen oder gar Gladbach zu sehen.
Dazu ist es eben auch eine Frage. Ist es noch eine Ausbildungsleistung einen 24 Jährigen Aubameyang von einem Stammspieler bei Saint-Etienne zu einem Weltklassestürmer zu formen?
Ich denke, dass die Aussage des BVB eher eine andere ist. Beim BVB hast Du als junger Spieler die Chance auf höchsten Niveau (sprich CL) zu spielen und trotzdem gut zu verdienen. Das Ganze kann man nun auch schlecht belegen oder widerlegen. So viele andere Vereine gibt es da ja nicht. Neapel und Lyon.
Zitat von arche
Mit der Leihe von Gomez an Huesca (2. spanische Liga) stellt sich mal wieder die Frage, ob der BVB nur das Image eines Talentschuppens hat oder tatsächlich einer ist und wenn ja, in welchen Mannschaftsteilen.
Da man irgendwo anfangen muss, beginne ich mit der Saison 2012/13, weil das die Spielzeiten nach den beiden Meisterschaften war und sich daran die Transferstrategie und der Umgang mit dem eigen Nachwuchs des BVB, um das Niveau zu halten, zeigen lässt. Da man sich außerdem auch kaputtdiferenzieren kann, werde ich nicht zu jedem jeden einzelnen Spieler, den der BVB seit dieser Zeit im Alter von 16-21 Jahren verpflichtet oder aus dem eigenen Nachwuchs in die Profiabteilung hochgezogen hat, die detaillierte Geschichte auftischen (zu wenigen könnte ich das leicht, zu vielen würde es mir sehr viel Arbeit machen), weil es mir um einen Überblick geht und um die Beantwortung der obigen Fragen. Bei der Auflistung werden die Rückkehrer nach Leihen ebenso nicht berücksichtigt (v.a. - ein Nebenergebnis der Betrachtung - weil Leihen offenbar nichts bringen) wie die zahlreichen Spieler, die phasenweise aus der 2. Mannschaft in die 1. Mannschaft gerückt sind (Khaled Narey, Joseph-Claude Gyau, Mitsuru Maruoka, Tammo Harder, usw. usw.).
(Quelle der folgenden Übersicht:
https://www.transfermarkt.de/borussia-dortmund/kader/verein/16/saison_id/2019/plus/1
Hier und da habe ich Bedenken, ob die Seite gut gepflegt wird. Die Tendenz wird aber schon stimmen.)
2012/13
- Zlatan Alomerovic (TW, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Korey Günter (IV, eigener Nachwuchs, 17 J.)
- Leonardo Bittencourt (OM, Neuzugang von Energie Cottbus, 18 J.)
2013/14
- Marian Sarr (IV, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Erik Durm (LV, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Jannik Bandowski (LV, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Milos Jojic (ZM, Wintertransfer von Partisan Belgrad, 21 J.)
- Jonas Hofmann (ZM, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Marvin Duksch (MS, eigener Nachwuchs, 19 J.)
2014/15
- Hendrik Bonmann (TW, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Matthias Ginter (IV, Neuzugang vom SC Freiburg, 20 J.)
- Jeremy Dudziak (ZM, eigener Nachwuchs/Winterwechsel, 18 J.)
2015/16
- Pascal Stenzel (RV, eigener Nachwuchs, 19 J.)
- Felix Passlack (RV, eigener Nachwuchs/Winterwechsel, 17 J.)
- Julian Weigl (DM, Neuzugang von München 1860, 19 J.)
- Adnan Januzaj (RA, Leihspieler von Manchester United, 20 J.)
- Christian Pulisic (RA, eigener Nachwuchs, 16 J.)
2016/17
- Mikel Merino (DM, Neuzugang von CA Osasuna, 20 J.)
- Denis Burnic (DM, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Ousmane Dembélé (LA, Neuzugang von Stade Rennes, 19 J.)
- Emre Mor (RA, Neuzugang von FC Nordsjaelland, 18 J.)
- Alexander Isak (MS, Neuzugang im Winter von AIK Solana, 16 J.)
2017/18
- Dominik Reimann (TW, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Manuel Akanji (IV, Neuzugang im Winter vom FC Basel, 21 J.)
- Dan-Axel Zagadou (IV, Neuzugang von PSG B, 18 J.)
- Mahmoud Dahoud (ZM, Neuzugang von Borussia M'gladbach, 21 J.)
- Sergio Gómez (OM, Neuzugang vom FC Barcelona U19 im Winter, 16 J.)
- Jakob Bruun Larsen (LA, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Jadon Sancho (RA, Neuzugang von Manchester City U18, 17 J.)
2018/19
- Leonardo Balerdi (IV, Neuzugang vom Club Atlético Boca Juniors im Winter, 19 J.)
- Aschraf Hakimi (RV, Leihspieler von Real Madrid, 19 J.)
2019/20
- Die jungen Talente Unbehaun, Morey, Raschl und Osterhage werden hier noch nicht berücksichtigt, weil wir noch nicht wissen, wie sie sich entwickeln werden.
Von den 31 jungen Spielern/Talenten, die der BVB von 2012 bis 2018 in den Kader aufgenommen hat, sind mMn 5 Spieler voll eingeschlagen, unabhängig davon wie lange sie im Verein waren/sind, nämlich Weigl, Pulisic, Dembélé, Akanji und Sancho. Weitere 6 Spieler haben eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, nämlich Durm, Ginter, Zagadou, Dahoud, Bruun Larsen und Hakimi. Phasenweise geholfen haben dem BVB wohlwollend betrachtet noch weitere 4 Spieler, nämlich Jojic, Hofmann und mit Abstrichen Januzaj und Mor (ja, auch der
). 16 der jungen Talente haben beim BVB nie eine Rolle gespielt. Leihen an andere Vereine haben nahezu nie positive Entwicklungen in Gang gesetzt.
Von den verpflichteten Talenten zwischen 2012 und 2017 ist nur noch Julian Weigl im Kader. Junge talentierte Torhüter sind bis jetzt allesamt ohne Perspektive beim BVB wieder ausgeschieden. Ansonsten verteilen sich diejenigen, die man als befriedigende bis sehr gute Verpflichtungen betrachten kann (insgesamt 11 Spieler, also ca. ein Drittel) ungefähr gleichmäßig auf Defensiv-, Mittelfeld- und Offensivpositionwn. Auffällig ist allerdings, dass sich kein MS darunter befindet. Die beiden über die Jahre hinweg verpflichteten jungen MS (Duksch und Isak) konnten sich beim BVB nicht durchsetzen.
Ob man ein Drittel erfolgreiche Verpflichtungen junger Talente als Erfolg und Beleg für die Talentschmiede BVB ansehen kann oder ob das der normale Erfolgsfall ist, habe ich an zwei Vereinen - Borussia Mönchengladbach - und Bayer Leverkusen - überprüft.
Ergebnis: Der BVB hat keine Sonderstellung, sondern bewegt sich im üblichen Rahmen der Talentverpflichtung und -förderung.
Beide Kontrollvereine haben in etwa gleich viel Talentverpflichtungen im Zeitraum 2012 bis 2018 (BMG 30, LEV 33). Beide Vereine haben ähnlich viele Talente nach oben gebracht.
Bei BMG sind folgende Namen erwähnenswert :
Xhaka, Hazard, Elvedi, Christensen, Zakaria, Neuhaus, de Jong, Dahoud, Younes, Cuisance, Hrgota
Bei LEV:
Kohr, Son, Brandt, Tah, Havertz, Bailey, Wendell, Jedvaj, Calhanoglu, Drmic
Mag sein, dass mir wenige Spielernamen durch die Lappen gegangen sind, die Tendenz ist aber sehr ähnlich wie beim BVB.
Fazit:
Der BVB entwickelt nicht mehr junge Talente als die beiden von mir zum Vergleich herangezogenen Vereine. In der Spitze (Dembélé, Pulisic, Sancho) sind die beim BVB geförderten Talente zwar leicht höher anzusetzen und international etwas bedeutender als bei BMG und LEV, aber Xhaka oder Son sind auch internationale Schwergewichte und in Leverkusen z.B. steht zur Zeit mit Havertz wahrscheinlich ein Top-Spieler in den Startlöchern.
Der BVB ist nicht mehr Ausbildungsverein und Talentschmiede als M'gladbach und Leverkusen (eine Überprüfung an weiteren Vereinen wäre allerdings sinnvoll), hat es aber bei Teilen der Presse und in den sozialen Medien geschafft, sich in diesem Bereich als besonders kompetent zu verkaufen.
Die Leihe von Goméz, die Anlass meines Beitrages ist, wird wahrscheinlich ausgehen wie andere Leihen auch. Goméz wird wahrscheinlich kein Stammspieler beim BVB.
Mit der Leihe von Gomez an Huesca (2. spanische Liga) stellt sich mal wieder die Frage, ob der BVB nur das Image eines Talentschuppens hat oder tatsächlich einer ist und wenn ja, in welchen Mannschaftsteilen.
Da man irgendwo anfangen muss, beginne ich mit der Saison 2012/13, weil das die Spielzeiten nach den beiden Meisterschaften war und sich daran die Transferstrategie und der Umgang mit dem eigen Nachwuchs des BVB, um das Niveau zu halten, zeigen lässt. Da man sich außerdem auch kaputtdiferenzieren kann, werde ich nicht zu jedem jeden einzelnen Spieler, den der BVB seit dieser Zeit im Alter von 16-21 Jahren verpflichtet oder aus dem eigenen Nachwuchs in die Profiabteilung hochgezogen hat, die detaillierte Geschichte auftischen (zu wenigen könnte ich das leicht, zu vielen würde es mir sehr viel Arbeit machen), weil es mir um einen Überblick geht und um die Beantwortung der obigen Fragen. Bei der Auflistung werden die Rückkehrer nach Leihen ebenso nicht berücksichtigt (v.a. - ein Nebenergebnis der Betrachtung - weil Leihen offenbar nichts bringen) wie die zahlreichen Spieler, die phasenweise aus der 2. Mannschaft in die 1. Mannschaft gerückt sind (Khaled Narey, Joseph-Claude Gyau, Mitsuru Maruoka, Tammo Harder, usw. usw.).
(Quelle der folgenden Übersicht:
https://www.transfermarkt.de/borussia-dortmund/kader/verein/16/saison_id/2019/plus/1
Hier und da habe ich Bedenken, ob die Seite gut gepflegt wird. Die Tendenz wird aber schon stimmen.)
2012/13
- Zlatan Alomerovic (TW, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Korey Günter (IV, eigener Nachwuchs, 17 J.)
- Leonardo Bittencourt (OM, Neuzugang von Energie Cottbus, 18 J.)
2013/14
- Marian Sarr (IV, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Erik Durm (LV, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Jannik Bandowski (LV, eigener Nachwuchs, 21 J.)
- Milos Jojic (ZM, Wintertransfer von Partisan Belgrad, 21 J.)
- Jonas Hofmann (ZM, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Marvin Duksch (MS, eigener Nachwuchs, 19 J.)
2014/15
- Hendrik Bonmann (TW, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Matthias Ginter (IV, Neuzugang vom SC Freiburg, 20 J.)
- Jeremy Dudziak (ZM, eigener Nachwuchs/Winterwechsel, 18 J.)
2015/16
- Pascal Stenzel (RV, eigener Nachwuchs, 19 J.)
- Felix Passlack (RV, eigener Nachwuchs/Winterwechsel, 17 J.)
- Julian Weigl (DM, Neuzugang von München 1860, 19 J.)
- Adnan Januzaj (RA, Leihspieler von Manchester United, 20 J.)
- Christian Pulisic (RA, eigener Nachwuchs, 16 J.)
2016/17
- Mikel Merino (DM, Neuzugang von CA Osasuna, 20 J.)
- Denis Burnic (DM, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Ousmane Dembélé (LA, Neuzugang von Stade Rennes, 19 J.)
- Emre Mor (RA, Neuzugang von FC Nordsjaelland, 18 J.)
- Alexander Isak (MS, Neuzugang im Winter von AIK Solana, 16 J.)
2017/18
- Dominik Reimann (TW, eigener Nachwuchs, 20 J.)
- Manuel Akanji (IV, Neuzugang im Winter vom FC Basel, 21 J.)
- Dan-Axel Zagadou (IV, Neuzugang von PSG B, 18 J.)
- Mahmoud Dahoud (ZM, Neuzugang von Borussia M'gladbach, 21 J.)
- Sergio Gómez (OM, Neuzugang vom FC Barcelona U19 im Winter, 16 J.)
- Jakob Bruun Larsen (LA, eigener Nachwuchs, 18 J.)
- Jadon Sancho (RA, Neuzugang von Manchester City U18, 17 J.)
2018/19
- Leonardo Balerdi (IV, Neuzugang vom Club Atlético Boca Juniors im Winter, 19 J.)
- Aschraf Hakimi (RV, Leihspieler von Real Madrid, 19 J.)
2019/20
- Die jungen Talente Unbehaun, Morey, Raschl und Osterhage werden hier noch nicht berücksichtigt, weil wir noch nicht wissen, wie sie sich entwickeln werden.
Von den 31 jungen Spielern/Talenten, die der BVB von 2012 bis 2018 in den Kader aufgenommen hat, sind mMn 5 Spieler voll eingeschlagen, unabhängig davon wie lange sie im Verein waren/sind, nämlich Weigl, Pulisic, Dembélé, Akanji und Sancho. Weitere 6 Spieler haben eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, nämlich Durm, Ginter, Zagadou, Dahoud, Bruun Larsen und Hakimi. Phasenweise geholfen haben dem BVB wohlwollend betrachtet noch weitere 4 Spieler, nämlich Jojic, Hofmann und mit Abstrichen Januzaj und Mor (ja, auch der
). 16 der jungen Talente haben beim BVB nie eine Rolle gespielt. Leihen an andere Vereine haben nahezu nie positive Entwicklungen in Gang gesetzt. Von den verpflichteten Talenten zwischen 2012 und 2017 ist nur noch Julian Weigl im Kader. Junge talentierte Torhüter sind bis jetzt allesamt ohne Perspektive beim BVB wieder ausgeschieden. Ansonsten verteilen sich diejenigen, die man als befriedigende bis sehr gute Verpflichtungen betrachten kann (insgesamt 11 Spieler, also ca. ein Drittel) ungefähr gleichmäßig auf Defensiv-, Mittelfeld- und Offensivpositionwn. Auffällig ist allerdings, dass sich kein MS darunter befindet. Die beiden über die Jahre hinweg verpflichteten jungen MS (Duksch und Isak) konnten sich beim BVB nicht durchsetzen.
Ob man ein Drittel erfolgreiche Verpflichtungen junger Talente als Erfolg und Beleg für die Talentschmiede BVB ansehen kann oder ob das der normale Erfolgsfall ist, habe ich an zwei Vereinen - Borussia Mönchengladbach - und Bayer Leverkusen - überprüft.
Ergebnis: Der BVB hat keine Sonderstellung, sondern bewegt sich im üblichen Rahmen der Talentverpflichtung und -förderung.
Beide Kontrollvereine haben in etwa gleich viel Talentverpflichtungen im Zeitraum 2012 bis 2018 (BMG 30, LEV 33). Beide Vereine haben ähnlich viele Talente nach oben gebracht.
Bei BMG sind folgende Namen erwähnenswert :
Xhaka, Hazard, Elvedi, Christensen, Zakaria, Neuhaus, de Jong, Dahoud, Younes, Cuisance, Hrgota
Bei LEV:
Kohr, Son, Brandt, Tah, Havertz, Bailey, Wendell, Jedvaj, Calhanoglu, Drmic
Mag sein, dass mir wenige Spielernamen durch die Lappen gegangen sind, die Tendenz ist aber sehr ähnlich wie beim BVB.
Fazit:
Der BVB entwickelt nicht mehr junge Talente als die beiden von mir zum Vergleich herangezogenen Vereine. In der Spitze (Dembélé, Pulisic, Sancho) sind die beim BVB geförderten Talente zwar leicht höher anzusetzen und international etwas bedeutender als bei BMG und LEV, aber Xhaka oder Son sind auch internationale Schwergewichte und in Leverkusen z.B. steht zur Zeit mit Havertz wahrscheinlich ein Top-Spieler in den Startlöchern.
Der BVB ist nicht mehr Ausbildungsverein und Talentschmiede als M'gladbach und Leverkusen (eine Überprüfung an weiteren Vereinen wäre allerdings sinnvoll), hat es aber bei Teilen der Presse und in den sozialen Medien geschafft, sich in diesem Bereich als besonders kompetent zu verkaufen.
Die Leihe von Goméz, die Anlass meines Beitrages ist, wird wahrscheinlich ausgehen wie andere Leihen auch. Goméz wird wahrscheinlich kein Stammspieler beim BVB.
Ich habe mal bei der Konkurrenz weiter geschaut:
Bayern (16 bis 21 Jahre im gesamten ersten Jahr) seit 2012:
Voll eingeschlagen: Kimmich
Gut geholfen: Shaqiri, Götze, Bernat, Coman
Etwas geholfen (ab 90 Min. Einsatzzeit): Weiser, Höjbjerg, Gaudino, Sanches, Friedl
Gnabry und Süle scheitern knapp an der 21 Jahre Grenze. Nur sind solche Spieler noch Ausbildungsspieler? Genauso Götze, Bernat, Coman, Shaqiri.
Im Prinzip ist bei den Bayern außer Kimmich nichts rumgekommen. Da werden fertigere Spieler eingekauft.
Und schau mal in Barcelona. Der Jugendschmiede. Da ist auch nicht mehr viel durchgekommen. Ein Zeichen der Zeit?
Schwierig, wie man den BVB nun einordnen will. Man liegt ja zwischen diesen Welten. Also wir sind kein absoluter Top-Verein, aber doch deutlich von Leverkusen oder gar Gladbach zu sehen.
Dazu ist es eben auch eine Frage. Ist es noch eine Ausbildungsleistung einen 24 Jährigen Aubameyang von einem Stammspieler bei Saint-Etienne zu einem Weltklassestürmer zu formen?
Ich denke, dass die Aussage des BVB eher eine andere ist. Beim BVB hast Du als junger Spieler die Chance auf höchsten Niveau (sprich CL) zu spielen und trotzdem gut zu verdienen. Das Ganze kann man nun auch schlecht belegen oder widerlegen. So viele andere Vereine gibt es da ja nicht. Neapel und Lyon.
Ich würde die These aufstellen, je weiter oben man in der Nahrungskette ist, desto schwieriger wird es gute Talente, die nicht gerade zur weltklasse neigen zu integrieren. Ein Ginter mag überall sonstwo in der Liga ausser bei Bayern und Dortmund einschlagen wie nochwas aber für Dortmund hats eben doch leider nicht gereicht Stamm IV zu werden, da ist der Maßstab höher angesetzt, da wir auch von mehr Geld reden, noch schwieriger tut sich da Bayern. Insgesamt würde ich die Jugendarbeit daher als sehr sehr gut einordnen.
Ein Götze oder ein Pulisic hätte man in den letzten Jahren bei Bayern nicht so heranreifen lassen können, ebenfalls einen GInter in Dortmund nicht so wie in Gladbach etc. Der Meinung bin ich. Für mich ist Dortmund optimal für Spieler wie Miki, Dembele oder Sancho, um zur Weltklasse heranzureifen, bevor diese bei Bayern, Barca und Co spielen. Denn das kann der BVB am Besten, sehr gute Spieler mit guter Veranlagung den letzten Schliff geben und zur Weltklasse ausbilden, die bei Bayern, Barca, Real und Co meiner Meinung nach auf der Bank versauern würden. Dortmund tut gut daran diese Strategie weiter zu verfolgen, da sie eben nicht ganz oben in der Nahrungskette stehen überlebensnotwendig.
Klingt hart aber ist denke ich mal so.
Eine Sache noch, es gibt auch Spieler, die dem Verein Ihr Gesicht geben wie Hummels oder Reus, die trotz weltklasseleistungen noch beim BVB sind, diese Spieler werden normal auch nach einem schlechten Spiel von Fans zwar angezweifelt aber nicht in Ihrer Stammposition. Das sind dann die Identifikationsfiguren, die Spieler die quasi nicht wechseln, die zwar auf ca 2mio Jahresgehalt verzichten aber in Dortmund eben die Helden sind. Und ja das sollten diese Spieler auch sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ascescendar am 14.08.2019 um 20:55 Uhr bearbeitet
14.08.2019 - 20:57 Uhr
Zitat von Bremer_Hesse
Ich habe mal bei der Konkurrenz weiter geschaut:
Bayern (16 bis 21 Jahre im gesamten ersten Jahr) seit 2012:
Voll eingeschlagen: Kimmich
Gut geholfen: Shaqiri, Götze, Bernat, Coman
Etwas geholfen (ab 90 Min. Einsatzzeit): Weiser, Höjbjerg, Gaudino, Sanches, Friedl
Gnabry und Süle scheitern knapp an der 21 Jahre Grenze. Nur sind solche Spieler noch Ausbildungsspieler? Genauso Götze, Bernat, Coman, Shaqiri.
Im Prinzip ist bei den Bayern außer Kimmich nichts rumgekommen. Da werden fertigere Spieler eingekauft.
Und schau mal in Barcelona. Der Jugendschmiede. Da ist auch nicht mehr viel durchgekommen. Ein Zeichen der Zeit?
Schwierig, wie man den BVB nun einordnen will. Man liegt ja zwischen diesen Welten. Also wir sind kein absoluter Top-Verein, aber doch deutlich von Leverkusen oder gar Gladbach zu sehen.
Dazu ist es eben auch eine Frage. Ist es noch eine Ausbildungsleistung einen 24 Jährigen Aubameyang von einem Stammspieler bei Saint-Etienne zu einem Weltklassestürmer zu formen?
Ich denke, dass die Aussage des BVB eher eine andere ist. Beim BVB hast Du als junger Spieler die Chance auf höchsten Niveau (sprich CL) zu spielen und trotzdem gut zu verdienen. Das Ganze kann man nun auch schlecht belegen oder widerlegen. So viele andere Vereine gibt es da ja nicht. Neapel und Lyon.
Zitat von arche
Mit der Leihe von Gomez an Huesca (2. spanische Liga) stellt sich mal wieder die Frage, ob der BVB nur das Image eines Talentschuppens hat oder tatsächlich einer ist und wenn ja, in welchen Mannschaftsteilen.
...
Von den 31 jungen Spielern/Talenten, die der BVB von 2012 bis 2018 in den Kader aufgenommen hat, sind mMn 5 Spieler voll eingeschlagen, unabhängig davon wie lange sie im Verein waren/sind, nämlich Weigl, Pulisic, Dembélé, Akanji und Sancho. Weitere 6 Spieler haben eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, nämlich Durm, Ginter, Zagadou, Dahoud, Bruun Larsen und Hakimi. Phasenweise geholfen haben dem BVB wohlwollend betrachtet noch weitere 4 Spieler, nämlich Jojic, Hofmann und mit Abstrichen Januzaj und Mor (ja, auch der
). 16 der jungen Talente haben beim BVB nie eine Rolle gespielt. Leihen an andere Vereine haben nahezu nie positive Entwicklungen in Gang gesetzt.
Von den verpflichteten Talenten zwischen 2012 und 2017 ist nur noch Julian Weigl im Kader. Junge talentierte Torhüter sind bis jetzt allesamt ohne Perspektive beim BVB wieder ausgeschieden. Ansonsten verteilen sich diejenigen, die man als befriedigende bis sehr gute Verpflichtungen betrachten kann (insgesamt 11 Spieler, also ca. ein Drittel) ungefähr gleichmäßig auf Defensiv-, Mittelfeld- und Offensivpositionwn. Auffällig ist allerdings, dass sich kein MS darunter befindet. Die beiden über die Jahre hinweg verpflichteten jungen MS (Duksch und Isak) konnten sich beim BVB nicht durchsetzen.
Ob man ein Drittel erfolgreiche Verpflichtungen junger Talente als Erfolg und Beleg für die Talentschmiede BVB ansehen kann oder ob das der normale Erfolgsfall ist, habe ich an zwei Vereinen - Borussia Mönchengladbach - und Bayer Leverkusen - überprüft.
Ergebnis: Der BVB hat keine Sonderstellung, sondern bewegt sich im üblichen Rahmen der Talentverpflichtung und -förderung.
Beide Kontrollvereine haben in etwa gleich viel Talentverpflichtungen im Zeitraum 2012 bis 2018 (BMG 30, LEV 33). Beide Vereine haben ähnlich viele Talente nach oben gebracht.
Bei BMG sind folgende Namen erwähnenswert :
Xhaka, Hazard, Elvedi, Christensen, Zakaria, Neuhaus, de Jong, Dahoud, Younes, Cuisance, Hrgota
Bei LEV:
Kohr, Son, Brandt, Tah, Havertz, Bailey, Wendell, Jedvaj, Calhanoglu, Drmic
Mag sein, dass mir wenige Spielernamen durch die Lappen gegangen sind, die Tendenz ist aber sehr ähnlich wie beim BVB.
Fazit:
Der BVB entwickelt nicht mehr junge Talente als die beiden von mir zum Vergleich herangezogenen Vereine. In der Spitze (Dembélé, Pulisic, Sancho) sind die beim BVB geförderten Talente zwar leicht höher anzusetzen und international etwas bedeutender als bei BMG und LEV, aber Xhaka oder Son sind auch internationale Schwergewichte und in Leverkusen z.B. steht zur Zeit mit Havertz wahrscheinlich ein Top-Spieler in den Startlöchern.
Der BVB ist nicht mehr Ausbildungsverein und Talentschmiede als M'gladbach und Leverkusen (eine Überprüfung an weiteren Vereinen wäre allerdings sinnvoll), hat es aber bei Teilen der Presse und in den sozialen Medien geschafft, sich in diesem Bereich als besonders kompetent zu verkaufen.
Die Leihe von Goméz, die Anlass meines Beitrages ist, wird wahrscheinlich ausgehen wie andere Leihen auch. Goméz wird wahrscheinlich kein Stammspieler beim BVB.
Mit der Leihe von Gomez an Huesca (2. spanische Liga) stellt sich mal wieder die Frage, ob der BVB nur das Image eines Talentschuppens hat oder tatsächlich einer ist und wenn ja, in welchen Mannschaftsteilen.
...
Von den 31 jungen Spielern/Talenten, die der BVB von 2012 bis 2018 in den Kader aufgenommen hat, sind mMn 5 Spieler voll eingeschlagen, unabhängig davon wie lange sie im Verein waren/sind, nämlich Weigl, Pulisic, Dembélé, Akanji und Sancho. Weitere 6 Spieler haben eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, nämlich Durm, Ginter, Zagadou, Dahoud, Bruun Larsen und Hakimi. Phasenweise geholfen haben dem BVB wohlwollend betrachtet noch weitere 4 Spieler, nämlich Jojic, Hofmann und mit Abstrichen Januzaj und Mor (ja, auch der
). 16 der jungen Talente haben beim BVB nie eine Rolle gespielt. Leihen an andere Vereine haben nahezu nie positive Entwicklungen in Gang gesetzt. Von den verpflichteten Talenten zwischen 2012 und 2017 ist nur noch Julian Weigl im Kader. Junge talentierte Torhüter sind bis jetzt allesamt ohne Perspektive beim BVB wieder ausgeschieden. Ansonsten verteilen sich diejenigen, die man als befriedigende bis sehr gute Verpflichtungen betrachten kann (insgesamt 11 Spieler, also ca. ein Drittel) ungefähr gleichmäßig auf Defensiv-, Mittelfeld- und Offensivpositionwn. Auffällig ist allerdings, dass sich kein MS darunter befindet. Die beiden über die Jahre hinweg verpflichteten jungen MS (Duksch und Isak) konnten sich beim BVB nicht durchsetzen.
Ob man ein Drittel erfolgreiche Verpflichtungen junger Talente als Erfolg und Beleg für die Talentschmiede BVB ansehen kann oder ob das der normale Erfolgsfall ist, habe ich an zwei Vereinen - Borussia Mönchengladbach - und Bayer Leverkusen - überprüft.
Ergebnis: Der BVB hat keine Sonderstellung, sondern bewegt sich im üblichen Rahmen der Talentverpflichtung und -förderung.
Beide Kontrollvereine haben in etwa gleich viel Talentverpflichtungen im Zeitraum 2012 bis 2018 (BMG 30, LEV 33). Beide Vereine haben ähnlich viele Talente nach oben gebracht.
Bei BMG sind folgende Namen erwähnenswert :
Xhaka, Hazard, Elvedi, Christensen, Zakaria, Neuhaus, de Jong, Dahoud, Younes, Cuisance, Hrgota
Bei LEV:
Kohr, Son, Brandt, Tah, Havertz, Bailey, Wendell, Jedvaj, Calhanoglu, Drmic
Mag sein, dass mir wenige Spielernamen durch die Lappen gegangen sind, die Tendenz ist aber sehr ähnlich wie beim BVB.
Fazit:
Der BVB entwickelt nicht mehr junge Talente als die beiden von mir zum Vergleich herangezogenen Vereine. In der Spitze (Dembélé, Pulisic, Sancho) sind die beim BVB geförderten Talente zwar leicht höher anzusetzen und international etwas bedeutender als bei BMG und LEV, aber Xhaka oder Son sind auch internationale Schwergewichte und in Leverkusen z.B. steht zur Zeit mit Havertz wahrscheinlich ein Top-Spieler in den Startlöchern.
Der BVB ist nicht mehr Ausbildungsverein und Talentschmiede als M'gladbach und Leverkusen (eine Überprüfung an weiteren Vereinen wäre allerdings sinnvoll), hat es aber bei Teilen der Presse und in den sozialen Medien geschafft, sich in diesem Bereich als besonders kompetent zu verkaufen.
Die Leihe von Goméz, die Anlass meines Beitrages ist, wird wahrscheinlich ausgehen wie andere Leihen auch. Goméz wird wahrscheinlich kein Stammspieler beim BVB.
Ich habe mal bei der Konkurrenz weiter geschaut:
Bayern (16 bis 21 Jahre im gesamten ersten Jahr) seit 2012:
Voll eingeschlagen: Kimmich
Gut geholfen: Shaqiri, Götze, Bernat, Coman
Etwas geholfen (ab 90 Min. Einsatzzeit): Weiser, Höjbjerg, Gaudino, Sanches, Friedl
Gnabry und Süle scheitern knapp an der 21 Jahre Grenze. Nur sind solche Spieler noch Ausbildungsspieler? Genauso Götze, Bernat, Coman, Shaqiri.
Im Prinzip ist bei den Bayern außer Kimmich nichts rumgekommen. Da werden fertigere Spieler eingekauft.
Und schau mal in Barcelona. Der Jugendschmiede. Da ist auch nicht mehr viel durchgekommen. Ein Zeichen der Zeit?
Schwierig, wie man den BVB nun einordnen will. Man liegt ja zwischen diesen Welten. Also wir sind kein absoluter Top-Verein, aber doch deutlich von Leverkusen oder gar Gladbach zu sehen.
Dazu ist es eben auch eine Frage. Ist es noch eine Ausbildungsleistung einen 24 Jährigen Aubameyang von einem Stammspieler bei Saint-Etienne zu einem Weltklassestürmer zu formen?
Ich denke, dass die Aussage des BVB eher eine andere ist. Beim BVB hast Du als junger Spieler die Chance auf höchsten Niveau (sprich CL) zu spielen und trotzdem gut zu verdienen. Das Ganze kann man nun auch schlecht belegen oder widerlegen. So viele andere Vereine gibt es da ja nicht. Neapel und Lyon.
Ja, interessant. Ist ja klar, dass Vereine, die ein wenig unterhalb der europäischen Top-12 oder noch weiter darunter angesiedelt sind, mehr auf junge Talente setzen müssen und dass Top-12-Vereine häufiger "fertige Spieler" einkaufen. Dass Bayern München zu diesen Vereinen zählt, mag uns BVB-Anhängern ein Dorn im Auge sein, aber es ist nun mal so. Danke, das du dir die Mühe gemacht hast, für Bayern München nachzuweisen, wie selten dieser Verein junge Talente entwickelt.
Für richtig halte ich auch deine Aussage, der BVB liege "zwischen diesen Welten" der Top-Vereine und der auf Talente angewiesenen Vereine. Das kann man ja auch sehr gut an der aktuellen Transferperiode des BVB studieren, in der der Versuch noch deutlicher als in den vergangenen Jahren gestartet wurde, weg von der Talentschmiede zu kommen und zu signalisieren, wie stark man sich fühlt - auch und nicht zuletzt in der Absicht, die Meisterschaft zu erringen.
Mir ging es darum, den Nimbus des BVB als Verein, der angeblich für junge Talente besonders (!) attraktiv sein soll, zu überprüfen. Mein Vergleich mit M'gladbach und Leverkusen war/ist dem Umstand geschuldet zu wissen, wie sehr auch diese Vereine auf Talente angewiesen sind. Mein Ergebnis war, dass der BVB bzgl. Talentförderung nicht herausragt.
Für den BVB ist es aber immer noch eine Gratwanderung, denn wenn die Maßgabe für die kommende Saison, die Meisterschaft zu erreichen, nicht nur knapp, sondern deutlich verfehlt werden sollte, dann wird der Versuch, weniger mit Talenten und stattdessen mit "fertigen Spielern" (Hummels, Scholz, Hazard, Brandt) zu planen, wieder auf dem Prüfstand stehen.
Als BVB-Anhänger sage ich eindeutig: In der kommenden Saison muss der BVB entweder die Meisterschaft erringen oder noch knapper daran scheitern als in der vergangenen Saison, sonst wird das Konzept, nur noch begrenzt auf Talente zu setzen und stattdessen "fertige Spieler" einzubauen, erneut in Frage gestellt werden, es sei denn, der BVB kommt in der CL sehr weit (also mindestens ins Halbfinale), denn dass würde Geldeinnahmen und Reputation hervorrufen, die dem BVB helfen in die Top-12 der europäischen Vereine vorzustoßen.
14.08.2019 - 21:41 Uhr
Zitat von arche
Ja, interessant. Ist ja klar, dass Vereine, die ein wenig unterhalb der europäischen Top-12 oder noch weiter darunter angesiedelt sind, mehr auf junge Talente setzen müssen und dass Top-12-Vereine häufiger "fertige Spieler" einkaufen. Dass Bayern München zu diesen Vereinen zählt, mag uns BVB-Anhängern ein Dorn im Auge sein, aber es ist nun mal so. Danke, das du dir die Mühe gemacht hast, für Bayern München nachzuweisen, wie selten dieser Verein junge Talente entwickelt.
Für richtig halte ich auch deine Aussage, der BVB liege "zwischen diesen Welten" der Top-Vereine und der auf Talente angewiesenen Vereine. Das kann man ja auch sehr gut an der aktuellen Transferperiode des BVB studieren, in der der Versuch noch deutlicher als in den vergangenen Jahren gestartet wurde, weg von der Talentschmiede zu kommen und zu signalisieren, wie stark man sich fühlt - auch und nicht zuletzt in der Absicht, die Meisterschaft zu erringen.
Mir ging es darum, den Nimbus des BVB als Verein, der angeblich für junge Talente besonders (!) attraktiv sein soll, zu überprüfen. Mein Vergleich mit M'gladbach und Leverkusen war/ist dem Umstand geschuldet zu wissen, wie sehr auch diese Vereine auf Talente angewiesen sind. Mein Ergebnis war, dass der BVB bzgl. Talentförderung nicht herausragt.
Für den BVB ist es aber immer noch eine Gratwanderung, denn wenn die Maßgabe für die kommende Saison, die Meisterschaft zu erreichen, nicht nur knapp, sondern deutlich verfehlt werden sollte, dann wird der Versuch, weniger mit Talenten und stattdessen mit "fertigen Spielern" (Hummels, Scholz, Hazard, Brandt) zu planen, wieder auf dem Prüfstand stehen.
Als BVB-Anhänger sage ich eindeutig: In der kommenden Saison muss der BVB entweder die Meisterschaft erringen oder noch knapper daran scheitern als in der vergangenen Saison, sonst wird das Konzept, nur noch begrenzt auf Talente zu setzen und stattdessen "fertige Spieler" einzubauen, erneut in Frage gestellt werden, es sei denn, der BVB kommt in der CL sehr weit (also mindestens ins Halbfinale), denn dass würde Geldeinnahmen und Reputation hervorrufen, die dem BVB helfen in die Top-12 der europäischen Vereine vorzustoßen.
Zitat von Bremer_Hesse
Ich habe mal bei der Konkurrenz weiter geschaut:
Bayern (16 bis 21 Jahre im gesamten ersten Jahr) seit 2012:
Voll eingeschlagen: Kimmich
Gut geholfen: Shaqiri, Götze, Bernat, Coman
Etwas geholfen (ab 90 Min. Einsatzzeit): Weiser, Höjbjerg, Gaudino, Sanches, Friedl
Gnabry und Süle scheitern knapp an der 21 Jahre Grenze. Nur sind solche Spieler noch Ausbildungsspieler? Genauso Götze, Bernat, Coman, Shaqiri.
Im Prinzip ist bei den Bayern außer Kimmich nichts rumgekommen. Da werden fertigere Spieler eingekauft.
Und schau mal in Barcelona. Der Jugendschmiede. Da ist auch nicht mehr viel durchgekommen. Ein Zeichen der Zeit?
Schwierig, wie man den BVB nun einordnen will. Man liegt ja zwischen diesen Welten. Also wir sind kein absoluter Top-Verein, aber doch deutlich von Leverkusen oder gar Gladbach zu sehen.
Dazu ist es eben auch eine Frage. Ist es noch eine Ausbildungsleistung einen 24 Jährigen Aubameyang von einem Stammspieler bei Saint-Etienne zu einem Weltklassestürmer zu formen?
Ich denke, dass die Aussage des BVB eher eine andere ist. Beim BVB hast Du als junger Spieler die Chance auf höchsten Niveau (sprich CL) zu spielen und trotzdem gut zu verdienen. Das Ganze kann man nun auch schlecht belegen oder widerlegen. So viele andere Vereine gibt es da ja nicht. Neapel und Lyon.
Zitat von arche
Mit der Leihe von Gomez an Huesca (2. spanische Liga) stellt sich mal wieder die Frage, ob der BVB nur das Image eines Talentschuppens hat oder tatsächlich einer ist und wenn ja, in welchen Mannschaftsteilen.
...
Von den 31 jungen Spielern/Talenten, die der BVB von 2012 bis 2018 in den Kader aufgenommen hat, sind mMn 5 Spieler voll eingeschlagen, unabhängig davon wie lange sie im Verein waren/sind, nämlich Weigl, Pulisic, Dembélé, Akanji und Sancho. Weitere 6 Spieler haben eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, nämlich Durm, Ginter, Zagadou, Dahoud, Bruun Larsen und Hakimi. Phasenweise geholfen haben dem BVB wohlwollend betrachtet noch weitere 4 Spieler, nämlich Jojic, Hofmann und mit Abstrichen Januzaj und Mor (ja, auch der
). 16 der jungen Talente haben beim BVB nie eine Rolle gespielt. Leihen an andere Vereine haben nahezu nie positive Entwicklungen in Gang gesetzt.
Von den verpflichteten Talenten zwischen 2012 und 2017 ist nur noch Julian Weigl im Kader. Junge talentierte Torhüter sind bis jetzt allesamt ohne Perspektive beim BVB wieder ausgeschieden. Ansonsten verteilen sich diejenigen, die man als befriedigende bis sehr gute Verpflichtungen betrachten kann (insgesamt 11 Spieler, also ca. ein Drittel) ungefähr gleichmäßig auf Defensiv-, Mittelfeld- und Offensivpositionwn. Auffällig ist allerdings, dass sich kein MS darunter befindet. Die beiden über die Jahre hinweg verpflichteten jungen MS (Duksch und Isak) konnten sich beim BVB nicht durchsetzen.
Ob man ein Drittel erfolgreiche Verpflichtungen junger Talente als Erfolg und Beleg für die Talentschmiede BVB ansehen kann oder ob das der normale Erfolgsfall ist, habe ich an zwei Vereinen - Borussia Mönchengladbach - und Bayer Leverkusen - überprüft.
Ergebnis: Der BVB hat keine Sonderstellung, sondern bewegt sich im üblichen Rahmen der Talentverpflichtung und -förderung.
Beide Kontrollvereine haben in etwa gleich viel Talentverpflichtungen im Zeitraum 2012 bis 2018 (BMG 30, LEV 33). Beide Vereine haben ähnlich viele Talente nach oben gebracht.
Bei BMG sind folgende Namen erwähnenswert :
Xhaka, Hazard, Elvedi, Christensen, Zakaria, Neuhaus, de Jong, Dahoud, Younes, Cuisance, Hrgota
Bei LEV:
Kohr, Son, Brandt, Tah, Havertz, Bailey, Wendell, Jedvaj, Calhanoglu, Drmic
Mag sein, dass mir wenige Spielernamen durch die Lappen gegangen sind, die Tendenz ist aber sehr ähnlich wie beim BVB.
Fazit:
Der BVB entwickelt nicht mehr junge Talente als die beiden von mir zum Vergleich herangezogenen Vereine. In der Spitze (Dembélé, Pulisic, Sancho) sind die beim BVB geförderten Talente zwar leicht höher anzusetzen und international etwas bedeutender als bei BMG und LEV, aber Xhaka oder Son sind auch internationale Schwergewichte und in Leverkusen z.B. steht zur Zeit mit Havertz wahrscheinlich ein Top-Spieler in den Startlöchern.
Der BVB ist nicht mehr Ausbildungsverein und Talentschmiede als M'gladbach und Leverkusen (eine Überprüfung an weiteren Vereinen wäre allerdings sinnvoll), hat es aber bei Teilen der Presse und in den sozialen Medien geschafft, sich in diesem Bereich als besonders kompetent zu verkaufen.
Die Leihe von Goméz, die Anlass meines Beitrages ist, wird wahrscheinlich ausgehen wie andere Leihen auch. Goméz wird wahrscheinlich kein Stammspieler beim BVB.
Mit der Leihe von Gomez an Huesca (2. spanische Liga) stellt sich mal wieder die Frage, ob der BVB nur das Image eines Talentschuppens hat oder tatsächlich einer ist und wenn ja, in welchen Mannschaftsteilen.
...
Von den 31 jungen Spielern/Talenten, die der BVB von 2012 bis 2018 in den Kader aufgenommen hat, sind mMn 5 Spieler voll eingeschlagen, unabhängig davon wie lange sie im Verein waren/sind, nämlich Weigl, Pulisic, Dembélé, Akanji und Sancho. Weitere 6 Spieler haben eine nicht unerhebliche Rolle gespielt, nämlich Durm, Ginter, Zagadou, Dahoud, Bruun Larsen und Hakimi. Phasenweise geholfen haben dem BVB wohlwollend betrachtet noch weitere 4 Spieler, nämlich Jojic, Hofmann und mit Abstrichen Januzaj und Mor (ja, auch der
). 16 der jungen Talente haben beim BVB nie eine Rolle gespielt. Leihen an andere Vereine haben nahezu nie positive Entwicklungen in Gang gesetzt. Von den verpflichteten Talenten zwischen 2012 und 2017 ist nur noch Julian Weigl im Kader. Junge talentierte Torhüter sind bis jetzt allesamt ohne Perspektive beim BVB wieder ausgeschieden. Ansonsten verteilen sich diejenigen, die man als befriedigende bis sehr gute Verpflichtungen betrachten kann (insgesamt 11 Spieler, also ca. ein Drittel) ungefähr gleichmäßig auf Defensiv-, Mittelfeld- und Offensivpositionwn. Auffällig ist allerdings, dass sich kein MS darunter befindet. Die beiden über die Jahre hinweg verpflichteten jungen MS (Duksch und Isak) konnten sich beim BVB nicht durchsetzen.
Ob man ein Drittel erfolgreiche Verpflichtungen junger Talente als Erfolg und Beleg für die Talentschmiede BVB ansehen kann oder ob das der normale Erfolgsfall ist, habe ich an zwei Vereinen - Borussia Mönchengladbach - und Bayer Leverkusen - überprüft.
Ergebnis: Der BVB hat keine Sonderstellung, sondern bewegt sich im üblichen Rahmen der Talentverpflichtung und -förderung.
Beide Kontrollvereine haben in etwa gleich viel Talentverpflichtungen im Zeitraum 2012 bis 2018 (BMG 30, LEV 33). Beide Vereine haben ähnlich viele Talente nach oben gebracht.
Bei BMG sind folgende Namen erwähnenswert :
Xhaka, Hazard, Elvedi, Christensen, Zakaria, Neuhaus, de Jong, Dahoud, Younes, Cuisance, Hrgota
Bei LEV:
Kohr, Son, Brandt, Tah, Havertz, Bailey, Wendell, Jedvaj, Calhanoglu, Drmic
Mag sein, dass mir wenige Spielernamen durch die Lappen gegangen sind, die Tendenz ist aber sehr ähnlich wie beim BVB.
Fazit:
Der BVB entwickelt nicht mehr junge Talente als die beiden von mir zum Vergleich herangezogenen Vereine. In der Spitze (Dembélé, Pulisic, Sancho) sind die beim BVB geförderten Talente zwar leicht höher anzusetzen und international etwas bedeutender als bei BMG und LEV, aber Xhaka oder Son sind auch internationale Schwergewichte und in Leverkusen z.B. steht zur Zeit mit Havertz wahrscheinlich ein Top-Spieler in den Startlöchern.
Der BVB ist nicht mehr Ausbildungsverein und Talentschmiede als M'gladbach und Leverkusen (eine Überprüfung an weiteren Vereinen wäre allerdings sinnvoll), hat es aber bei Teilen der Presse und in den sozialen Medien geschafft, sich in diesem Bereich als besonders kompetent zu verkaufen.
Die Leihe von Goméz, die Anlass meines Beitrages ist, wird wahrscheinlich ausgehen wie andere Leihen auch. Goméz wird wahrscheinlich kein Stammspieler beim BVB.
Ich habe mal bei der Konkurrenz weiter geschaut:
Bayern (16 bis 21 Jahre im gesamten ersten Jahr) seit 2012:
Voll eingeschlagen: Kimmich
Gut geholfen: Shaqiri, Götze, Bernat, Coman
Etwas geholfen (ab 90 Min. Einsatzzeit): Weiser, Höjbjerg, Gaudino, Sanches, Friedl
Gnabry und Süle scheitern knapp an der 21 Jahre Grenze. Nur sind solche Spieler noch Ausbildungsspieler? Genauso Götze, Bernat, Coman, Shaqiri.
Im Prinzip ist bei den Bayern außer Kimmich nichts rumgekommen. Da werden fertigere Spieler eingekauft.
Und schau mal in Barcelona. Der Jugendschmiede. Da ist auch nicht mehr viel durchgekommen. Ein Zeichen der Zeit?
Schwierig, wie man den BVB nun einordnen will. Man liegt ja zwischen diesen Welten. Also wir sind kein absoluter Top-Verein, aber doch deutlich von Leverkusen oder gar Gladbach zu sehen.
Dazu ist es eben auch eine Frage. Ist es noch eine Ausbildungsleistung einen 24 Jährigen Aubameyang von einem Stammspieler bei Saint-Etienne zu einem Weltklassestürmer zu formen?
Ich denke, dass die Aussage des BVB eher eine andere ist. Beim BVB hast Du als junger Spieler die Chance auf höchsten Niveau (sprich CL) zu spielen und trotzdem gut zu verdienen. Das Ganze kann man nun auch schlecht belegen oder widerlegen. So viele andere Vereine gibt es da ja nicht. Neapel und Lyon.
Ja, interessant. Ist ja klar, dass Vereine, die ein wenig unterhalb der europäischen Top-12 oder noch weiter darunter angesiedelt sind, mehr auf junge Talente setzen müssen und dass Top-12-Vereine häufiger "fertige Spieler" einkaufen. Dass Bayern München zu diesen Vereinen zählt, mag uns BVB-Anhängern ein Dorn im Auge sein, aber es ist nun mal so. Danke, das du dir die Mühe gemacht hast, für Bayern München nachzuweisen, wie selten dieser Verein junge Talente entwickelt.
Für richtig halte ich auch deine Aussage, der BVB liege "zwischen diesen Welten" der Top-Vereine und der auf Talente angewiesenen Vereine. Das kann man ja auch sehr gut an der aktuellen Transferperiode des BVB studieren, in der der Versuch noch deutlicher als in den vergangenen Jahren gestartet wurde, weg von der Talentschmiede zu kommen und zu signalisieren, wie stark man sich fühlt - auch und nicht zuletzt in der Absicht, die Meisterschaft zu erringen.
Mir ging es darum, den Nimbus des BVB als Verein, der angeblich für junge Talente besonders (!) attraktiv sein soll, zu überprüfen. Mein Vergleich mit M'gladbach und Leverkusen war/ist dem Umstand geschuldet zu wissen, wie sehr auch diese Vereine auf Talente angewiesen sind. Mein Ergebnis war, dass der BVB bzgl. Talentförderung nicht herausragt.
Für den BVB ist es aber immer noch eine Gratwanderung, denn wenn die Maßgabe für die kommende Saison, die Meisterschaft zu erreichen, nicht nur knapp, sondern deutlich verfehlt werden sollte, dann wird der Versuch, weniger mit Talenten und stattdessen mit "fertigen Spielern" (Hummels, Scholz, Hazard, Brandt) zu planen, wieder auf dem Prüfstand stehen.
Als BVB-Anhänger sage ich eindeutig: In der kommenden Saison muss der BVB entweder die Meisterschaft erringen oder noch knapper daran scheitern als in der vergangenen Saison, sonst wird das Konzept, nur noch begrenzt auf Talente zu setzen und stattdessen "fertige Spieler" einzubauen, erneut in Frage gestellt werden, es sei denn, der BVB kommt in der CL sehr weit (also mindestens ins Halbfinale), denn dass würde Geldeinnahmen und Reputation hervorrufen, die dem BVB helfen in die Top-12 der europäischen Vereine vorzustoßen.
Ich weiß gar nicht, ob das ein konzeptioneller Schwenk in der Transferphilosophie ist. Man hat doch immer schon einen Mix gefahren und sowohl "fertige" Spieler als auch Talente geholt.
Schaut man sich die "fertigen" Vier diese Saison mal an, so - finde ich - sieht man doch, dass zumindest bei dreien einfach Gelegenheit und Umstände da waren, um die auch zu realisieren: Hummels mit der BVB-Vergangenheit, Brandt mit AK, Hazard mit geringer Vertragslaufzeit. Die waren machbar und da hat man zugeschlagen. Glaube nicht, dass sich solche Transferphasen noch oft wiederholen.
Was ich sagen will ist: Man orientiert sich vermutlich immer an den konkret machbaren Einzelfällen, als vorher eine "Politik" im Sinne von "fertig" oder "Talente" auszurufen.
Was die "Talente" (wobei mir die Einteilung "Talent" und "fertig" auch arg schematisch vorkommt) angeht, sieht mir unsere "Politik" eher nach Gießkannenprinzip aus, nicht nach gezielter Talentschmiede. Wenn im Nachhinein ein Sancho (oder Pulisic) dabei ist, kann man auch ein paar Mors und Isaks für je 10 Mio. verschmerzen.
15.08.2019 - 10:30 Uhr
Zitat von stanleebuddha
Ich weiß gar nicht, ob das ein konzeptioneller Schwenk in der Transferphilosophie ist. Man hat doch immer schon einen Mix gefahren und sowohl "fertige" Spieler als auch Talente geholt.
Schaut man sich die "fertigen" Vier diese Saison mal an, so - finde ich - sieht man doch, dass zumindest bei dreien einfach Gelegenheit und Umstände da waren, um die auch zu realisieren: Hummels mit der BVB-Vergangenheit, Brandt mit AK, Hazard mit geringer Vertragslaufzeit. Die waren machbar und da hat man zugeschlagen. Glaube nicht, dass sich solche Transferphasen noch oft wiederholen.
Was ich sagen will ist: Man orientiert sich vermutlich immer an den konkret machbaren Einzelfällen, als vorher eine "Politik" im Sinne von "fertig" oder "Talente" auszurufen.
Was die "Talente" (wobei mir die Einteilung "Talent" und "fertig" auch arg schematisch vorkommt) angeht, sieht mir unsere "Politik" eher nach Gießkannenprinzip aus, nicht nach gezielter Talentschmiede. Wenn im Nachhinein ein Sancho (oder Pulisic) dabei ist, kann man auch ein paar Mors und Isaks für je 10 Mio. verschmerzen.
Ich weiß gar nicht, ob das ein konzeptioneller Schwenk in der Transferphilosophie ist. Man hat doch immer schon einen Mix gefahren und sowohl "fertige" Spieler als auch Talente geholt.
Schaut man sich die "fertigen" Vier diese Saison mal an, so - finde ich - sieht man doch, dass zumindest bei dreien einfach Gelegenheit und Umstände da waren, um die auch zu realisieren: Hummels mit der BVB-Vergangenheit, Brandt mit AK, Hazard mit geringer Vertragslaufzeit. Die waren machbar und da hat man zugeschlagen. Glaube nicht, dass sich solche Transferphasen noch oft wiederholen.
Was ich sagen will ist: Man orientiert sich vermutlich immer an den konkret machbaren Einzelfällen, als vorher eine "Politik" im Sinne von "fertig" oder "Talente" auszurufen.
Was die "Talente" (wobei mir die Einteilung "Talent" und "fertig" auch arg schematisch vorkommt) angeht, sieht mir unsere "Politik" eher nach Gießkannenprinzip aus, nicht nach gezielter Talentschmiede. Wenn im Nachhinein ein Sancho (oder Pulisic) dabei ist, kann man auch ein paar Mors und Isaks für je 10 Mio. verschmerzen.
Ja, so kann man das auch sehen, allerdings sind in dieser Transferperiode durch die Verpflichtungen von vier Leistungsträgern (Hummels, Schulz, Hazard, Brandt) konkurrierender Vereine um die Meisterschaft bzw. die CL-Plätze (München (!), Hoffenheim, M'gladbach, Leverkusen) mMn die Anzeichen für eine Verlagerung des von dir angesprochenen Mixes aus Talenten und "fertigen" Spielern hin zu eben diesen "fertigen" Spielern doch recht deutlich.
15.08.2019 - 11:03 Uhr
Zitat von Ascescendar
Ich würde die These aufstellen, je weiter oben man in der Nahrungskette ist, desto schwieriger wird es gute Talente, die nicht gerade zur weltklasse neigen zu integrieren. Ein Ginter mag überall sonstwo in der Liga ausser bei Bayern und Dortmund einschlagen wie nochwas aber für Dortmund hats eben doch leider nicht gereicht Stamm IV zu werden, da ist der Maßstab höher angesetzt, da wir auch von mehr Geld reden, noch schwieriger tut sich da Bayern. Insgesamt würde ich die Jugendarbeit daher als sehr sehr gut einordnen.
Ein Götze oder ein Pulisic hätte man in den letzten Jahren bei Bayern nicht so heranreifen lassen können, ebenfalls einen GInter in Dortmund nicht so wie in Gladbach etc. Der Meinung bin ich. Für mich ist Dortmund optimal für Spieler wie Miki, Dembele oder Sancho, um zur Weltklasse heranzureifen, bevor diese bei Bayern, Barca und Co spielen. Denn das kann der BVB am Besten, sehr gute Spieler mit guter Veranlagung den letzten Schliff geben und zur Weltklasse ausbilden, die bei Bayern, Barca, Real und Co meiner Meinung nach auf der Bank versauern würden. Dortmund tut gut daran diese Strategie weiter zu verfolgen, da sie eben nicht ganz oben in der Nahrungskette stehen überlebensnotwendig.
Klingt hart aber ist denke ich mal so.
. Ich würde die These aufstellen, je weiter oben man in der Nahrungskette ist, desto schwieriger wird es gute Talente, die nicht gerade zur weltklasse neigen zu integrieren. Ein Ginter mag überall sonstwo in der Liga ausser bei Bayern und Dortmund einschlagen wie nochwas aber für Dortmund hats eben doch leider nicht gereicht Stamm IV zu werden, da ist der Maßstab höher angesetzt, da wir auch von mehr Geld reden, noch schwieriger tut sich da Bayern. Insgesamt würde ich die Jugendarbeit daher als sehr sehr gut einordnen.
Ein Götze oder ein Pulisic hätte man in den letzten Jahren bei Bayern nicht so heranreifen lassen können, ebenfalls einen GInter in Dortmund nicht so wie in Gladbach etc. Der Meinung bin ich. Für mich ist Dortmund optimal für Spieler wie Miki, Dembele oder Sancho, um zur Weltklasse heranzureifen, bevor diese bei Bayern, Barca und Co spielen. Denn das kann der BVB am Besten, sehr gute Spieler mit guter Veranlagung den letzten Schliff geben und zur Weltklasse ausbilden, die bei Bayern, Barca, Real und Co meiner Meinung nach auf der Bank versauern würden. Dortmund tut gut daran diese Strategie weiter zu verfolgen, da sie eben nicht ganz oben in der Nahrungskette stehen überlebensnotwendig.
Klingt hart aber ist denke ich mal so.
Damit liegst du zu 100% richtig. Die Klasse der Talente lässt sich (wie so häufig) ganz sicher in einem Pyramidenschema unterbringen. Je höher die Klasse des ausbildenden Vereins, desto schwieriger ist für Talente in diesem Verein. in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen.
Der BVB ist deutlich weiter oben in der Hierarchie als noch vor ein paar Jahren. Deshalb ist die Anzahl der Talente, die beim BVB den Durchbruch schaffen, deutlich geringer.
Solche Spieler wie Ginter, Philipp oder andere kann man auch kaum als gescheitert ansehen, wenn sie in irgendeiner Liga Europas als Profispieler Fuß fassen können.
Die Ex- Spieler des BVB spielen meist bei erlesenen Vereinen Europas, selbst "gescheiterte" Spieler wie Ginter sind gut unterwegs. Aus diesen Gründen muss die Talentsuche und das Scouting beim BVB meiner Ansicht nach das Prädikat überragend erhalten. Zumal wir mit Dembele und Sancho 2 der heissesten Talente der letzten Jahre ausbilden/ausgebildet haben.
Trotzdem hat natürlich zB ein Gomez mehr Probleme, es in den Profikader zu schaffen. Das hat aber nichts mit gesunkener Qualität in der Ausbildung zu tun, sondern mit gestiegener Qualität des Kaders.
15.08.2019 - 21:20 Uhr
Zitat von Dunkelheit
Damit liegst du zu 100% richtig. Die Klasse der Talente lässt sich (wie so häufig) ganz sicher in einem Pyramidenschema unterbringen. Je höher die Klasse des ausbildenden Vereins, desto schwieriger ist für Talente in diesem Verein. in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen.
Der BVB ist deutlich weiter oben in der Hierarchie als noch vor ein paar Jahren. Deshalb ist die Anzahl der Talente, die beim BVB den Durchbruch schaffen, deutlich geringer.
Solche Spieler wie Ginter, Philipp oder andere kann man auch kaum als gescheitert ansehen, wenn sie in irgendeiner Liga Europas als Profispieler Fuß fassen können.
Die Ex- Spieler des BVB spielen meist bei erlesenen Vereinen Europas, selbst "gescheiterte" Spieler wie Ginter sind gut unterwegs. Aus diesen Gründen muss die Talentsuche und das Scouting beim BVB meiner Ansicht nach das Prädikat überragend erhalten. Zumal wir mit Dembele und Sancho 2 der heissesten Talente der letzten Jahre ausbilden/ausgebildet haben.
Trotzdem hat natürlich zB ein Gomez mehr Probleme, es in den Profikader zu schaffen. Das hat aber nichts mit gesunkener Qualität in der Ausbildung zu tun, sondern mit gestiegener Qualität des Kaders.
Damit liegst du zu 100% richtig. Die Klasse der Talente lässt sich (wie so häufig) ganz sicher in einem Pyramidenschema unterbringen. Je höher die Klasse des ausbildenden Vereins, desto schwieriger ist für Talente in diesem Verein. in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen.
Der BVB ist deutlich weiter oben in der Hierarchie als noch vor ein paar Jahren. Deshalb ist die Anzahl der Talente, die beim BVB den Durchbruch schaffen, deutlich geringer.
Solche Spieler wie Ginter, Philipp oder andere kann man auch kaum als gescheitert ansehen, wenn sie in irgendeiner Liga Europas als Profispieler Fuß fassen können.
Die Ex- Spieler des BVB spielen meist bei erlesenen Vereinen Europas, selbst "gescheiterte" Spieler wie Ginter sind gut unterwegs. Aus diesen Gründen muss die Talentsuche und das Scouting beim BVB meiner Ansicht nach das Prädikat überragend erhalten. Zumal wir mit Dembele und Sancho 2 der heissesten Talente der letzten Jahre ausbilden/ausgebildet haben.
Trotzdem hat natürlich zB ein Gomez mehr Probleme, es in den Profikader zu schaffen. Das hat aber nichts mit gesunkener Qualität in der Ausbildung zu tun, sondern mit gestiegener Qualität des Kaders.
Ist was dran, aber Dembelé haben wir in dem einen Jahr (seinem zweiten Profi-Jahr!) sicher nicht "ausgebildet".
16.08.2019 - 06:14 Uhr
Zitat von stanleebuddha
Ist was dran, aber Dembelé haben wir in dem einen Jahr (seinem zweiten Profi-Jahr!) sicher nicht "ausgebildet".
Zitat von Dunkelheit
Damit liegst du zu 100% richtig. Die Klasse der Talente lässt sich (wie so häufig) ganz sicher in einem Pyramidenschema unterbringen. Je höher die Klasse des ausbildenden Vereins, desto schwieriger ist für Talente in diesem Verein. in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen.
Der BVB ist deutlich weiter oben in der Hierarchie als noch vor ein paar Jahren. Deshalb ist die Anzahl der Talente, die beim BVB den Durchbruch schaffen, deutlich geringer.
Solche Spieler wie Ginter, Philipp oder andere kann man auch kaum als gescheitert ansehen, wenn sie in irgendeiner Liga Europas als Profispieler Fuß fassen können.
Die Ex- Spieler des BVB spielen meist bei erlesenen Vereinen Europas, selbst "gescheiterte" Spieler wie Ginter sind gut unterwegs. Aus diesen Gründen muss die Talentsuche und das Scouting beim BVB meiner Ansicht nach das Prädikat überragend erhalten. Zumal wir mit Dembele und Sancho 2 der heissesten Talente der letzten Jahre ausbilden/ausgebildet haben.
Trotzdem hat natürlich zB ein Gomez mehr Probleme, es in den Profikader zu schaffen. Das hat aber nichts mit gesunkener Qualität in der Ausbildung zu tun, sondern mit gestiegener Qualität des Kaders.
Damit liegst du zu 100% richtig. Die Klasse der Talente lässt sich (wie so häufig) ganz sicher in einem Pyramidenschema unterbringen. Je höher die Klasse des ausbildenden Vereins, desto schwieriger ist für Talente in diesem Verein. in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen.
Der BVB ist deutlich weiter oben in der Hierarchie als noch vor ein paar Jahren. Deshalb ist die Anzahl der Talente, die beim BVB den Durchbruch schaffen, deutlich geringer.
Solche Spieler wie Ginter, Philipp oder andere kann man auch kaum als gescheitert ansehen, wenn sie in irgendeiner Liga Europas als Profispieler Fuß fassen können.
Die Ex- Spieler des BVB spielen meist bei erlesenen Vereinen Europas, selbst "gescheiterte" Spieler wie Ginter sind gut unterwegs. Aus diesen Gründen muss die Talentsuche und das Scouting beim BVB meiner Ansicht nach das Prädikat überragend erhalten. Zumal wir mit Dembele und Sancho 2 der heissesten Talente der letzten Jahre ausbilden/ausgebildet haben.
Trotzdem hat natürlich zB ein Gomez mehr Probleme, es in den Profikader zu schaffen. Das hat aber nichts mit gesunkener Qualität in der Ausbildung zu tun, sondern mit gestiegener Qualität des Kaders.
Ist was dran, aber Dembelé haben wir in dem einen Jahr (seinem zweiten Profi-Jahr!) sicher nicht "ausgebildet".
wie immer man das nennen möchte: gescoutet, dann zur Weltklasse herangeführt, wie auch immer
16.08.2019 - 10:13 Uhr
Zitat von Dunkelheit
Damit liegst du zu 100% richtig. Die Klasse der Talente lässt sich (wie so häufig) ganz sicher in einem Pyramidenschema unterbringen. Je höher die Klasse des ausbildenden Vereins, desto schwieriger ist für Talente in diesem Verein. in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen.
Der BVB ist deutlich weiter oben in der Hierarchie als noch vor ein paar Jahren. Deshalb ist die Anzahl der Talente, die beim BVB den Durchbruch schaffen, deutlich geringer.
Solche Spieler wie Ginter, Philipp oder andere kann man auch kaum als gescheitert ansehen, wenn sie in irgendeiner Liga Europas als Profispieler Fuß fassen können.
Die Ex- Spieler des BVB spielen meist bei erlesenen Vereinen Europas, selbst "gescheiterte" Spieler wie Ginter sind gut unterwegs. Aus diesen Gründen muss die Talentsuche und das Scouting beim BVB meiner Ansicht nach das Prädikat überragend erhalten. Zumal wir mit Dembele und Sancho 2 der heissesten Talente der letzten Jahre ausbilden/ausgebildet haben.
Trotzdem hat natürlich zB ein Gomez mehr Probleme, es in den Profikader zu schaffen. Das hat aber nichts mit gesunkener Qualität in der Ausbildung zu tun, sondern mit gestiegener Qualität des Kaders.
Zitat von Ascescendar
Ich würde die These aufstellen, je weiter oben man in der Nahrungskette ist, desto schwieriger wird es gute Talente, die nicht gerade zur weltklasse neigen zu integrieren. Ein Ginter mag überall sonstwo in der Liga ausser bei Bayern und Dortmund einschlagen wie nochwas aber für Dortmund hats eben doch leider nicht gereicht Stamm IV zu werden, da ist der Maßstab höher angesetzt, da wir auch von mehr Geld reden, noch schwieriger tut sich da Bayern. Insgesamt würde ich die Jugendarbeit daher als sehr sehr gut einordnen.
Ein Götze oder ein Pulisic hätte man in den letzten Jahren bei Bayern nicht so heranreifen lassen können, ebenfalls einen GInter in Dortmund nicht so wie in Gladbach etc. Der Meinung bin ich. Für mich ist Dortmund optimal für Spieler wie Miki, Dembele oder Sancho, um zur Weltklasse heranzureifen, bevor diese bei Bayern, Barca und Co spielen. Denn das kann der BVB am Besten, sehr gute Spieler mit guter Veranlagung den letzten Schliff geben und zur Weltklasse ausbilden, die bei Bayern, Barca, Real und Co meiner Meinung nach auf der Bank versauern würden. Dortmund tut gut daran diese Strategie weiter zu verfolgen, da sie eben nicht ganz oben in der Nahrungskette stehen überlebensnotwendig.
Klingt hart aber ist denke ich mal so.
. Ich würde die These aufstellen, je weiter oben man in der Nahrungskette ist, desto schwieriger wird es gute Talente, die nicht gerade zur weltklasse neigen zu integrieren. Ein Ginter mag überall sonstwo in der Liga ausser bei Bayern und Dortmund einschlagen wie nochwas aber für Dortmund hats eben doch leider nicht gereicht Stamm IV zu werden, da ist der Maßstab höher angesetzt, da wir auch von mehr Geld reden, noch schwieriger tut sich da Bayern. Insgesamt würde ich die Jugendarbeit daher als sehr sehr gut einordnen.
Ein Götze oder ein Pulisic hätte man in den letzten Jahren bei Bayern nicht so heranreifen lassen können, ebenfalls einen GInter in Dortmund nicht so wie in Gladbach etc. Der Meinung bin ich. Für mich ist Dortmund optimal für Spieler wie Miki, Dembele oder Sancho, um zur Weltklasse heranzureifen, bevor diese bei Bayern, Barca und Co spielen. Denn das kann der BVB am Besten, sehr gute Spieler mit guter Veranlagung den letzten Schliff geben und zur Weltklasse ausbilden, die bei Bayern, Barca, Real und Co meiner Meinung nach auf der Bank versauern würden. Dortmund tut gut daran diese Strategie weiter zu verfolgen, da sie eben nicht ganz oben in der Nahrungskette stehen überlebensnotwendig.
Klingt hart aber ist denke ich mal so.
Damit liegst du zu 100% richtig. Die Klasse der Talente lässt sich (wie so häufig) ganz sicher in einem Pyramidenschema unterbringen. Je höher die Klasse des ausbildenden Vereins, desto schwieriger ist für Talente in diesem Verein. in der ersten Mannschaft Fuß zu fassen.
Der BVB ist deutlich weiter oben in der Hierarchie als noch vor ein paar Jahren. Deshalb ist die Anzahl der Talente, die beim BVB den Durchbruch schaffen, deutlich geringer.
Solche Spieler wie Ginter, Philipp oder andere kann man auch kaum als gescheitert ansehen, wenn sie in irgendeiner Liga Europas als Profispieler Fuß fassen können.
Die Ex- Spieler des BVB spielen meist bei erlesenen Vereinen Europas, selbst "gescheiterte" Spieler wie Ginter sind gut unterwegs. Aus diesen Gründen muss die Talentsuche und das Scouting beim BVB meiner Ansicht nach das Prädikat überragend erhalten. Zumal wir mit Dembele und Sancho 2 der heissesten Talente der letzten Jahre ausbilden/ausgebildet haben.
Trotzdem hat natürlich zB ein Gomez mehr Probleme, es in den Profikader zu schaffen. Das hat aber nichts mit gesunkener Qualität in der Ausbildung zu tun, sondern mit gestiegener Qualität des Kaders.
Ich halte die Verpflichtung von Talenten für einen der wichtigsten Punkte in unserer Transferpolitik, da dies fast die einzige Möglichkeit ist, an Weltklasse-Leute zu kommen.
Daher würde ich zum Beispiel die Verpflichtungen von Isak und Gomez hinterfragen. Konnten wir diesen beiden Spielern eine vernünftige Perspektive bieten? Oder waren sie noch zu jung, in ihrer Entwicklung nicht weit genug, um sie optimal fördern zu können?
Andererseits bin ich mir nicht sicher, ob Sanchos Perspektive großartig anders war. Oder war es klar, dass Sancho das viel größere Talent war, dass sich schnell bei uns durchsetzen sollte?
Dembele sehe ich in diesem Kontext ganz anders. Der war Nachwuchsspieler des Jahres in Frankreich, war Stammspieler in der ersten Liga und schoss 12 Tore. Bei ihm war es keine Frage, ob wir ihn holen sollten, sondern ob wir ihn von einem Wechsel zu uns überzeugen können.
Letzteres ist für mich der Grund, weswegen wir keine Schnellschüsse bei Talenten machen sollten. Jedes Talent sollte wissen, dass es bei uns eine ausgezeichnete Perspektive erhält und nicht nur Tribünengast sein wird. In dem Zusammenhang finde ich es sehr gut, dass wir Toprak abgegeben haben und Balerdi dadurch einen wichtigen Kaderplatz einnimmt.
Im Zweifelsfall wäre es mir lieber, auf ein heißgehandeltes Talent zu verzichten. Beispielsweise könnte es auf die vielen Talente bei Barca abschreckend wirken, wie der Werdegang von Gomez bei uns verläuft.
Dass nicht jedes Talent es bei uns schaffen kann, ist klar. Wenn ein Talent aber selbst bei größten Verletzungssorgen keine Chance auf eine Normierung hat, sollte man eher verzichten, denke ich. Nur darauf zu hoffen, dass durch das Profitraining ein großer Entwicklungssprung erfolgt, wäre mir zu wenig.
Momentan bin ich mir unschlüssig, ob wir einen guten Plan bei allen verpflichteten Talenten hatten oder ob manche Verpflichtung zustande deswegen kam, weil wir es konnten.
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