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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#14141
02.07.2019 - 16:42 Uhr
D'accord smile

ad1.
Ich gehe mit was Reus Sonderrolle betrifft. Man kann nicht behaupten, dass es sich nicht gelohnt hätte, ihm diese Rolle zu geben, aber ich halte es nicht für nachhaltig und für zu kompliziert. In der Winterpause hatte ich schon mal angemerkt, dass ich mir vorstellen kann, dass das System angepasst wird, wenn "der Umbau" im Sommer abgeschlossen wird. Meine Hoffnung war, dass man mit einem Verbindungsspieler und einem (durch die Vorbereitung) besser integrierten Alcacer ein 4-1-2-3 spielen kann. Daran glaube ich nicht mehr, dennoch hoffe ich, dass man taktisch etwas von der letzten Saison abweicht.
Ich denke, dass es möglich ist für unseren Kader ein System zu entwerfen, in dem es weniger Spezialisten-Rollen gibt. Dabei unterscheide ich aber zwischen wirklichen Spezialisten, wie Weigl, Götze und Philipp (?) und Spielern mit klarem Stärkenprofil, die aber trotzdem Polyvalent sind, wie zb. Schulz, Brandt, Guerreiro, Hazard, Reus. Delaney und Alcacer sind Sonderfälle. Delaney, weil er eigentlich sehr variable einsetzbar wäre, aber in einem offensiven System und bei einer Top-Mannschaft eigentlich nur eine Rolle für ihn existiert. Alcacer, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass er sich komplett vom agilen Mitspielenden Stürmer zum auf der Abseitslinie lauernden Knipser gewandelt hat.
Wenn ich die Paarungen ein bisschen anpasse und das System mit weniger speziellen Rollen, wie falsche 9, falsche 10, Spielmacher auf den Flügeln und umherwandernder defensiver Spielmacher entwerfe, dann widersprechen sich die Rollen nicht mehr so deutlich. (Du hast es für Hazard und Reus ja schon angemerkt)

Im 4-2-3-1
  • ST- mitspielend, mit (spätem) Zug zum Tor: Alcacer
  • LA - zieht ins Zentrum, abschlussorientiert: Reus, Hazard, (Bruun Larsen)
  • OM - Spielmacherfunktion, besetzt sehr flexibel Räume, Zwischenlinienspieler, Kombinationsspieler, Pressingresistenz, kann sich auch situativ etwas zurückziehen: Brandt, Götze, Gomez
  • RA - Kreativelement, 1gg1 Spieler: Sancho
  • ZM - agiert sehr raumgreifend und vertikal: Delaney, (Rode) als aggressive, zweikampfstarke Variante & Dahoud, Witsel als kreative, dynamische Option bzw. als Stratege
  • DM - DLP, Absichern, Ballbesitz ordnen, Spielverlagerungen, defensiver als Witsel derzeit: Witsel, Weigl
  • LV - nicht viel am Aufbau beteiligt, dafür hohes Pressing und hohes Laufpensum: Schulz, (Hakimi), Schmelzer
  • RV - nicht ganz so hoch, mehr am Spielaufbau beteiligt: Piszscek, Morey, (Wolf)


Das Ganze sähe ungefähr so aus

-------------------------Alcacer------------------------
Reus--------------------Brandt------------------Sancho
-------------Delaney---------------------------------------
Schulz--------------------Witsel-------------------------
---------------Hummels-----------Akanji-----Piszscek
---------------------------Bürki----------------------------

passende Backups:

---------------------------- X --------------------------------
Hazard---------------Götze----------------------------X
---------------(Dahoud)----------------------------------
Hakimi--------------------Weigl-------------------------
---------------Zagadou-----------Diallo----------Wolf
---------------------------Hitz------------------------------

Alle Spieler hätten eine Position (die nicht aufgelisteten stehen auf der Abgangsseite: Guerreiro, Philipp, Diallo/Toprak, Kagawa, Rode, Schürrle, .... bzw. werden noch in der U23 spielen: Morey, Balerdi, Raschl, Osterhage(alle sehr polyvalent)). Einige Spieler können mehrere Positionen abdecken Hazard notfalls auf rechts oder im Zentrum, Bruun Larsen als Backup für Alcacer, Hakimi sowohl rechts als auch links, Weigl als IV, Guerreiro als LV, ZM, LA, Raschl als ZM, DM usw.
Hakimi und Schulz spielen offensiver, was ihrem Stärken/Schwächen-Profil entgegenkommen sollte. Ob Wolf als Pischu-Backup in Frage kommt, wird sich in der Vorbereitung zeigen. Morey wäre hier die hoffnungsvolle Variante für die Zukunft, welche die Rolle perfekt ausfüllen würde.

Im ZM hat man mit Delaney und Dahoud zwei Optionen, bei denen ein Austausch eine starke Änderung am System zur Folge hätte. Ich empfinde das in diesem spezifischen Fall als Vorteil. Eine Verletzung aufzufangen ist aber schwer, da sonst nur Witsel und Guerreiro die Position besetzen könnten. Beide sogar recht gut, jedoch wird Witsel als DM gebraucht und Guerreiro steht vor einem Abgang.
Eine Option, die ich jedoch seit dem Witsel-Transfer interessant finde, wäre ein Mittelfeld aus:

-------------------------------Alcacer---------------------------
Reus-------------Brandt/Götze--------------------Sancho
---------------------------------------Witsel---------------------
Schulz----------------------Weigl------------------------Piszzcek
-----------------Hummels-----------Akanji------------------

Witsel wäre eine gute Option für die strategische ZM Rolle. Er ist zwar nicht so dynamisch wie Gündogan, aber strategisch und technisch stark, pressingresistent und zweikampfstark. Mit ihm als "roaming" ZM, könnte Weigl die "holding midfield"- Rolle übernehmen. Er könnte zwar die von dir genannten Probleme bekommen, Lösungen liegen aber nahe: Als DLP zwischen den beiden Innenverteidigern, würde er Schulz, Hakimi, Wolf ermöglichen weiter hochzuschieben. Das würde auch ihre Stärken wieder besser hervorbringen. Hummels (als Ballmagnet) würde ihn entlasten und die beiden könnten in bestimmten Spielsituationen die Position wechseln. Dies würde auch das Hummels/Schulz-Problem lösen. Alles in allem hätte das System dann ein paar Ähnlichkeiten mit dem gewünschten 3-4-3.

Das führt jedoch zu weit weg von der Realität des Kaders unter Favre. Geht man aber von dem simplen 4-2-3-1 aus, welches ich oben beschrieben habe, dann fehlt ein Alcacer und ein Sancho Backup. Und ein Ersatz für Delaney bzw. eine spielstarke Alternative, wenn man Dahoud abgibt. Diese Transferwünsche haben wir hier ja bereits besprochen.

Was ich aber hoffentlich zeigen konnte ist, dass es möglich ist unser System „einfacher“ zu gestalten, ohne den Spielern ihre Stärken zu rauben. Das ermöglicht auch die Abhängigkeit von Einzelspielern zu verringern. Und Spieler adäquat zu ersetzen. Zusätzlich ist es füür polyvalentere Spieler leichter mehrere Positionen abzudecken. Ich hoffe wir werden eine Entwicklung in diese Richtung sehen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von JonasJoffe am 02.07.2019 um 17:11 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#14142
02.07.2019 - 17:23 Uhr
Anmerkung:

LV - nicht viel am Aufbau beteiligt, dafür hohes Pressing und hohes Laufpensum: Schulz, (Hakimi), Schmelzer
RV - nicht ganz so hoch, mehr am Spielaufbau beteiligt: Piszscek, Morey, (Wolf)


Eigentlich kann man die Unterscheidung hier auch sein lassen. Außer Morey und Guerreiro sind alle Spieler, die wir auf den außen haben geradelinige, recht offensive AVs. Piszscek und Schmelzer sind schon etwas älter und erfahrener, Wolf, Hakimi und Schulz sind Außenverteidiger für eine 5er Kette, die in einem offensiven System auch in einer 4er Kette spielen können. Alle drei sind sehr schnell, defensiv ok, aufgrund der Schnelligkeit, unsicher im Passspiel und eher mittelmäßig im Spielaufbau. Nur Morey und Guerreiro unterscheiden sich von diesem Spielertyp.

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BVB - Transferpolitik |#14143
02.07.2019 - 17:52 Uhr
Aktuell bin ich sehr zufrieden mit den Transfers, welche in dieser Periode getätigt wurden.

Jedoch, ist der große Kader eigentlich ein Unding. Jeder Spieler den man zu viel hat bedeutet Kosten, und die Kosten sollte man sich lieber sparen. Das ist unverantwortlich.
In dieser Hinsicht ist die aktuelle Transferpolitik einfach mies. Laufende Kosten sind einfach zu hoch oops

Ein idealer Kader sollte meiner Meinung nach ca. 25 Spieler haben. Idealerweise mit polyvalenten Spieler, sodass man nicht auf jeder Position mit 2-3 Spielern rechnen muss.
BVB - Transferpolitik |#14144
02.07.2019 - 18:45 Uhr
Zitat von TamamTamam
Aktuell bin ich sehr zufrieden mit den Transfers, welche in dieser Periode getätigt wurden.

Jedoch, ist der große Kader eigentlich ein Unding. Jeder Spieler den man zu viel hat bedeutet Kosten, und die Kosten sollte man sich lieber sparen. Das ist unverantwortlich.
In dieser Hinsicht ist die aktuelle Transferpolitik einfach mies. Laufende Kosten sind einfach zu hoch oops

Ein idealer Kader sollte meiner Meinung nach ca. 25 Spieler haben. Idealerweise mit polyvalenten Spieler, sodass man nicht auf jeder Position mit 2-3 Spielern rechnen muss.


Die Beschwerde hätte ja durchaus seine Berechtigung. Jetzt sollte man aber erstmal schauen, was bis Ende August noch passieren wird. 25 Spieler werden es vllt nicht, aber 27 - 28 ist durchaus denkbar. Man sollte aber auch nicht zu viele Quervergleiche ziehen, wir haben da aktuell auch einige sehr junge Spieler drin, bei denen man natürlich auch etwas spekuliert. Da man damit nicht immer rechnen kann, ist der Kader tendenziell auch sowieso schon etwas größer.
BVB - Transferpolitik |#14145
02.07.2019 - 19:59 Uhr
Richtig, das Ziel sollte es jetzt sein einen Kader von +/- 25 Spielern + eben Osterhage, Raschl + Unbehaun aufzustellen. Wenn man bedenkt, dass der Bundesliga-Kader inklusive Bank ab nächster Saison nicht mehr 18, sondern 20 Spieler betragen "darf", wenn man dann unser obligatorisches Lazarett von 4-6 ausfallenden Spielern dazuzählt, kommt das schon ganz gut hin mit 25 Spielern + 3 zusätzlichen Dauer-Trainingsgästen, die aber bevorzugt in der II.Mannschaft spielen werden.

Würde aber auch im Umkehrschluss heißen: es müssen noch mindestens 8 Spieler gehen.

Schürrle, Kagawa, Toljan, Rode, Weigl, Guerreiro, Diallo, Philipp (zu allen gibt es bereits mehr oder weniger starke Gerüchte).

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R.I.P. - Robert Enke

* 24.08.1977
+ 10.11.2009

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borusse91 am 02.07.2019 um 20:02 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#14146
02.07.2019 - 23:13 Uhr
Zitat von Borusse91
Richtig, das Ziel sollte es jetzt sein einen Kader von +/- 25 Spielern + eben Osterhage, Raschl + Unbehaun aufzustellen. Wenn man bedenkt, dass der Bundesliga-Kader inklusive Bank ab nächster Saison nicht mehr 18, sondern 20 Spieler betragen "darf", wenn man dann unser obligatorisches Lazarett von 4-6 ausfallenden Spielern dazuzählt, kommt das schon ganz gut hin mit 25 Spielern + 3 zusätzlichen Dauer-Trainingsgästen, die aber bevorzugt in der II.Mannschaft spielen werden.

Würde aber auch im Umkehrschluss heißen: es müssen noch mindestens 8 Spieler gehen.

Schürrle, Kagawa, Toljan, Rode, Weigl, Guerreiro, Diallo, Philipp (zu allen gibt es bereits mehr oder weniger starke Gerüchte).


Exakt! Und von den genannten Kandidaten für einen Abgang kommt hinzu, dass sie bis auf Guerreiro und Diallo keine reelle Chance auf einigermaßen zufriedenstellende Spielzeit kriegen würden. Selbst Diallo und Guerreiro sind durch die zahlreichen Neuzugänge nur noch ersatzspieler. Schulz, Hummels, Hazard und Brandt spielen auf den entsprechenden Positionen und sind (deutlich) besser.
BVB - Transferpolitik |#14147
02.07.2019 - 23:27 Uhr
Zitat von TamamTamam
Aktuell bin ich sehr zufrieden mit den Transfers, welche in dieser Periode getätigt wurden.

Jedoch, ist der große Kader eigentlich ein Unding. Jeder Spieler den man zu viel hat bedeutet Kosten, und die Kosten sollte man sich lieber sparen. Das ist unverantwortlich.
In dieser Hinsicht ist die aktuelle Transferpolitik einfach mies. Laufende Kosten sind einfach zu hoch oops

Ein idealer Kader sollte meiner Meinung nach ca. 25 Spieler haben. Idealerweise mit polyvalenten Spieler, sodass man nicht auf jeder Position mit 2-3 Spielern rechnen muss.
ah quatsch stimmt doch gar nicht
BVB - Transferpolitik |#14148
03.07.2019 - 14:57 Uhr
Zitat von Krisl
Zitat von barcaberlin

Da jetzt weiterhin U20-Talente draufzuhauen hätte nur bedingt Sinn, weil man einfach für höhere Ziele auch ein funktionierendes Konstrukt braucht an dem sich Talente hochziehen können und auch Platz braucht um den Spielern Einsatzzeiten zu geben.


Wobei die Historie des BVB dieser weit verbreiteten These der „erfahrenen Spieler“ widerspricht.

Als man 2010/11 Meister wurde, waren die „alten“ Spieler in der BVB-Startelf Piszczek (25), Barrios (26) und Weidenfeller (30).
Ansonsten lief man damals regelmäßig mit 8 (!) Spielern in der Startelf auf, die höchstens 22 Jahre alt waren - heute unvorstellbar.
Als man in der darauffolgenden Saison wieder Meister wurde, waren die einzigen „alten“ Spieler in der Startelf: Piszczek (26), Kuba (26), Kehl (31) und Weidenfeller (31).

2013 erreichte man mit folgender Startelf das CL-Finale (Alter zu Saisonbeginn in Klammern):


———————— Lewandowski (24) ————————

Reus (24) ————— Götze (20) ———— Kuba (27)

———— Bender (23) ——— Gündogan (21) ————

Schmelzer (24) - Hummels (23) - Subotic (23) - Piszc (27)

———————— Weidenfeller (32) —————————


Da kann ich in der erfolgreichsten Phase der jüngeren Vereinsgeschichte jetzt nicht das Übermaß an alten, erfahrenen Spielern erkennen. Somit ist das keine Voraussetzung für Erfolg.

Heutzutage wird ein 24-jähriger Akanji als zu jung und unerfahren bezeichnet, als einer, der einen erfahrenen Nebenmann neben sich braucht.
In der erfolgreichen Phase von 2010-2013 hätte Akanji dagegen eher zu den älteren Spielern in der Mannschaft gehört.


Grundsätzlich gebe ich dir Recht, dass Qualität nicht zwangsläufig mit dem Alter zusammenhängen muss. Dennoch ist der Zeitraum den du heran ziehst nur schwer mit heute vergleichbar.

Damals hatten wir mit Klopp einen Trainer, der stark auf das kollektiv sowie Pressing- und Gegenpressing gesetzt hat. Wir waren in der Anfangsphase des Aufschwungs und viele Teams haben gegen uns auch noch mitgespielt und sich eben noch nicht hinten drin verrammelt und uns den Ball überlassen. Mit diesem jungen und laufstarken Team haben wir dann alles in Grund und Boden gepresst und schnell gekontert. Das wird heute nicht mehr möglich sein, da sich mittlerweile jeder Gegner passend auf uns einstellt und wir ein ganz anderes Standing haben. Das wirkt sich dann zwangsläufig auf die Spielidee und Spielphilosophie aus, welche man verfolgt. Nicht ohne Grund hat das "System Klopp" mit Bender, Schmelzer, Großkreutz und Co. dann später nicht mehr so funktioniert wie noch zu Beginn. Die andere Kehrseite der Medaille ist, dass wir uns auch schon damals mit diesem Team z.B. zu Beginn in der Champions-League unglaublich schwer getan haben. Da waren die Anforderungen andere und unser junges, naives Team wurde z.B. 2011/2012 mit dem letzten Platz in der Gruppe abgewatscht, hinter Arsenal, Marseille und Piräus. Damals kein Beinbruch, heute unvorstellbar. So ändert sich eben die Erwartungshaltung mit dem Erfolg...
BVB - Transferpolitik |#14149
03.07.2019 - 18:49 Uhr
Zitat von Krisl
Zitat von Silverstar

Damals hatten wir mit Klopp einen Trainer, der stark auf das kollektiv sowie Pressing- und Gegenpressing gesetzt hat. Wir waren in der Anfangsphase des Aufschwungs und viele Teams haben gegen uns auch noch mitgespielt und sich eben noch nicht hinten drin verrammelt und uns den Ball überlassen. Mit diesem jungen und laufstarken Team haben wir dann alles in Grund und Boden gepresst und schnell gekontert. Das wird heute nicht mehr möglich sein, da sich mittlerweile jeder Gegner passend auf uns einstellt und wir ein ganz anderes Standing haben. Das wirkt sich dann zwangsläufig auf die Spielidee und Spielphilosophie aus, welche man verfolgt. Nicht ohne Grund hat das "System Klopp" mit Bender, Schmelzer, Großkreutz und Co. dann später nicht mehr so funktioniert wie noch zu Beginn.


Ich kann mich noch an die ersten paar Spieltage der Saison 2011/12 erinnern, als man einen klassischen Fehlstart hinlegte und nach 6 Spieltagen auf Platz 14 oder so stand. Damals wurde auch überall gesagt, dass man sich jetzt auf den BVB „eingestellt“ habe und Klopp „entschlüsselt“ sei.
Die Entschlüsselungsthese wurde dann auch in den folgenden Jahren immer mal wieder aus der Schubalde geholt, immer dann, wenn es gerade mal sportlich nicht so lief. Letztendlich hat Dortmund aber noch 2013/14 eine sehr starke Saison gespielt, in allen Wettbewerben. Nur 2014/15 war dann eine extrem schwache Saison. Das lag aber sicherlich nicht daran, dass sich im Sommer zwischen 2013/14 und 2014/15 plötzlich alle auf das „System Klopp“ eingestellt hatten.

Die andere Kehrseite der Medaille ist, dass wir uns auch schon damals mit diesem Team z.B. zu Beginn in der Champions-League unglaublich schwer getan haben. Da waren die Anforderungen andere und unser junges, naives Team wurde z.B. 2011/2012 mit dem letzten Platz in der Gruppe abgewatscht, hinter Arsenal, Marseille und Piräus. Damals kein Beinbruch, heute unvorstellbar. So ändert sich eben die Erwartungshaltung mit dem Erfolg...


Ja, aber wir haben 2012/2013 mit einem Team, das immer noch jünger war als das jetzige Team, das CL-Finale erreicht. Damals gab es keine 30-jährigen Witsel, Reus und Hummels im Team, sondern allenthalben Spieler unter 25.


Die Spieler von 2012/2013 haben wir aber auch jahrelang dorthin entwickelt. Diese waren ja zum Teil seit sie 18/19 waren Stammspieler hier. Viele haben jahrelang so zusammen gespielt, bis der Erfolg kam.

Diese Entwicklungsphase, welche auch mit Rückschlägen verbunden ist, können wir mittlerweile aber nicht mehr der halben Stanmelf zugestehen. Zumindest nicht, wenn man direkt mit der Prämisse in die Saison geht, dass man ohne wenn und aber um die Meisterschaft spielen will. Wie gesagt - die Erwartungshaltung ist mittlerweile eine ganz andere geworden.
BVB - Transferpolitik |#14150
03.07.2019 - 23:12 Uhr
Ich glaube ich muss keinem hier erzählen, was für einen Job Watzke und Zorc gemacht haben. Trotz des Sommer 2016 ist das eine anderthalb Jahrzehnte andauernde Erfolgsstory der Beiden, mit viel Auge für Potenzial und tollem Verhandlungsgeschick.

Ein tolles Gedankenspiel hatte ich mit einem Kumpel neulich, als wir darüber nachgedacht haben was mit No-Brainern passiert ist, die viele User sich gewünscht hätten, teilweise sogar vehement gefordert haben. Allein schon die Linksverteidiger.. Guerreiro, der schliesslich kam und gefühlt 6-7 Spiele auf der Position gemacht hat. Willems, Rodriguez, Max, Hector, Plattenhardt, Baba, Moreno und Konsorten.
Oder auf der 6 Spieler wie Geis, N‘Zonzi, Krychowiak.
Da ist mit mal aufgefallen das unsere Verantwortlichen manchmal wohl lieber wenig gemacht haben für den Konkurrenz-Druck (die ewige Diskussion bei Schmelzer zu Stammspielerzeiten), als überteuerte und/oder halbgare Lösungen anzuvisieren. Einzig der Sommer 2016 schien da eine Ausnahme zu sein, wo man bspw. trotz eigener Zweifel dem Trainer zu Liebe Schürrle ermöglichen wollte - Ausgang des Trainers, wie auch des Spielers ist Jedem bekannt in schwatz-gelb.
Dementsprechend bin ich noch optimistischer, dass die sowieso schon namenhaften Neuzugänge mit bestem Gewissen getätigt wurden und allein schon wenn man Zorcs Statistik anschaut, vermutlich 3/4 einschlagen müssten. Generell find ich auch die dabei angekündigte Offensive („Kampf um die Meisterschaft“) gut um die Spieler, wie auch das Umfeld zu mobilisieren, ohne das ein 2. Platz direkt als Scheitern auf ganzer Linie zu beurteilen wäre.

Sehr gespannt bin ich auch, wieviele Lücken - bzw. welche Lücken - man die nächsten Perioden für die Jugend lässt. Klar ist ein breiter Kader unabdingbar, aber dahingehend hat man mit der Januzaj-Leihe - wie auch dem Abbruch eben Jener - ja bereits Mut bewiesen, damit die eigenen Jungs Spielpraxis erhalten. Inwiefern man dies realisieren kann und will, bzw. welche Jugendspieler die Verantwortlichen genug überzeugen wird ein spannendes Thema werden 2019-21.
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