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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#14161
11.07.2019 - 14:15 Uhr
Zitat von daredennis7
Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von BVBBC

Zitat von goetzeus86

Zum einen schreibst du, dass du Zorcs harte Linie nachvollziehen kannst (woher nimmst du das by the way?



Findest du etwa, dass er eine weiche Linie bei den Abgängen fährt und einfach nur abnickt? Ich finde nicht, sondern denke, dass er sehr hart verhandelt, was die Einnahmenseite angeht. Toljan ist da nur das jüngste Beispiel von vielen, wobei Toljan jetzt scheinbar zum Abschluss gebracht wurde.


Bei Schürrle ist man zu Rekordeinbußen bereit, bei Rode wird man sich mit der Eintracht wohl in der Mitte treffen; zumindest gibt es keinen Bericht, der etwas anderes verlautbaren lässt - auch bei den anderen Streichkandidaten gibt es keine entsprechenden Gerüchte) zum anderen schreibst du, dass das Ganze hochriskant ist und ohne „Pokerface“ schwer nach hinten losgehen könne.



Bislang gibt es keinen Bericht, dass man sich mit Frankfurt in der Mitte trifft. Wenn dem so wäre, hätte man sich logischerweise längst dort getroffen. Stattdessen wird berichtet, dass man noch immer mehr als 50% auseinanderliegt und demnächst weiterverhandelt wird. Beide Seiten spielen offenbar auf Zeit, die Frankfurt angesichts Rodes Verletzung auch hat. Der BVB hat sie nicht wirklich, bei der Vorleistung, die man gemacht hat. 100 Mio. lagen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt der Vorsaison auf dem Konto, also auch nicht nach dem Pulisic Abgang.

Dass man bei Schürrle zu Rekordeinbußen bereit ist, ist ansonsten ja auch ein Ding, was man nicht für möglich gehalten hätte. Da hat man sich sicher noch 50 Mio. erwartet Unschuldig Auch das ist aber ein Poker, da man sich mit dem Spieler auf einen Wechsel verständigen kann, ihn freistellt, aber keine Garantien hat, dass er irgendwo einen Vertrag auftun kann, der ihm passt ...

Dazuhin gibt es eine Reihe an Transfers, die bereits als sicher gemeldet wurden. Philipp nach Wolfsburg galt schon vor 3 Wochen als sichere Wette. Passiert ist seitdem nichts, weil Wolfsburg noch selbst auf Einnahmen wartet und immer wieder betont wurde, wie kritisch das für Philipps Ablöse sei. Dass Zorc den Wolfsburgern entgegenkommt, um den Wechsel nicht platzen zu lassen, sondern direkt durchzuziehen, habe ich aber nirgendwo gelesen und es ist auch nicht passiert. Der Guerreiro Deal war auch schon einige Male als durch gemeldet. Tatsächlich scheint man aber noch weit auseinander, falls der Deal überhaupt noch so stattfindet. Da hat man also sicher auch nicht direkt gesagt, dass die Einsparungen über allem stehen, sondern will sich seine Preise offenbar weiterhin nicht kaputt machen.

Bei anderen Spielern hat man sogar gar keine Verkaufsabsicht, obwohl sie zuletzt sportlich verzichtbare Rollen einnahmen und teils sogar nachgelegt hat. Mal abgesehen davon, dass es immer ein Poker ist, ist die Grundsituation in diesem Sommer daher schon mit etwas mehr Druck versehen als zu anderen Zeitpunkten. Natürlich pokert Zorc daher jetzt erst recht.


Bei Rode wird es sicher nicht an 1 oder 2 Millionen scheitern, entscheidend ist bei ihm und eigentlich allen anderen (bis auf vllt Milli und Rapha, Weigl soll ja anscheinend doch bleiben) das Gehalt, das eingespart werden soll. Umso bemerkenswerter, was Zorc bei Toljan allem Anschein nach herausgeholt hat. Da verkauft man einen Spieler, der seinen Wert mit Sicherheit zuletzt nicht steigern konnte, ggf. an einen nicht eben potenten Verein und geht eventuell sogar mit einem leichten Plus aus der Sache.


Bei den bisherigen Ausgaben halte ich Einsparungen im Etat nicht für genug. Irgendwoher muss noch massiv Geld kommen und wenn es durch vermeintliches Kleinvieh ist, indem hie und da 2-3 Mio. mehr rausspringen, wodurch zusätzliche 20-30 Mio. reinkommen, die man so nicht erwartet hätte. Es ist eine Notwendigkeit, dass man das Geld bekommt, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Darauf wollte ich raus und darum ist es Poker auf sehr hohem Niveau, zumal die letzten Jahre eben schon gezeigt haben, dass man bereits kleinere Kader nicht ausdünnen konnte, obwohl man das offen kommunizierte. Der Kader ist aktuell aber wesentlich größer als in den Vorjahren ...


Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, wie schwer es werden kann, große Kader wieder zurückzuschrumpfen. Siehe die Magath-Clubs Wolfsburg oder Schalke, um nur mal zwei prominente Beispiele zu nennen. Aus meiner Sicht sind Hummels und Delaney, Götze, Schürrle, Rode, Ji genaus solche Transfers, mit denen man sich sowas Peu a Peu einbrockt. Bei Delaney ist es bisher gutgeangen, bei Götze wird es vielleicht im 4. Jahr endlich was (viel zu spät) und bei Hummels ist zumindest die Qualität nie weggewesen, sodass man optimistisch sein darf / kann / muss.
Ich würde mir da in Zukunft etwas mehr Augenmaß und Kauf nach echtem Bedarf wünschen, der sicher nicht bei allen o.G. Transfers wirklich gegeben war (ich will jetzt keine Einzelfalldiskussion starten, es geht eher ums Grundprinzip). Ein Riesenkader kostet nämlich einen Haufen Geld, der dann manchmal in einen Transfer der hier 14 Mio. verdient und 50-60 Mio. Ablöse kostet womöglich besser investiert wäre. Zur Veranschaulichung: Drei Spieler die 3 Mio. verdienen und je 10 Mio. gekostet haben weniger, und schon hast Du einen Gündogan oder Isco schon fast zur Hälfte finanziert. Klar ist das Milchmädchenrechnung. Aber diese vermeintlichen Schnäppchen ohne wirklich großen Bedarf auf der Position sind es oft einfach nicht Wert. Klar - Fehleinkäufe gehören zum Geschäft: Das mit Ginter, mit Philip, mit Immobile, das hätte auch alles klappen können, damit wird man immer leben müssen, aber da jeder Transfer ein Risiko ist, sollte man nur da zuschlagen, wo wirklich Bedarf da ist.

Zudem finde ich es erstaunlich, wieviel Geld sich der BVB Berater kostet lässt. Wir sind da in der BL führend, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich will nicht wissen (naja, eigentlich wüsste ich es ganz gern doch), wieviele dieser Beraterkosten zustande kamen, weil sich der BVB mal eben noch einen Spieler hat "aufschwatzen" lassen. (Klar, ein Teil der immensen Beraterkosten liegen auch an die Großverkäufen Auba, Dembele etc. - da will ja der Berater auch immer was)


Aber wenn man eben zu der Erkenntnis gelangt, dass die Qualität nicht ausreicht, um die sportlichen Ziele zu erreichen, hat man womöglich auch Bedarf. Also ein Bedarf kann mMn auch vorhanden sein ohne einen konkreten Engpass auf einer Position.
Die einzige Möglichkeit wäre auf die Spieler die man dann hat zu setzen, aber vermutlich dann die sportlichen Ziele, schnell aus dem Auge zu verlieren.

Mag sein das einige in der IV keinen Bedarf gesehen haben, die Verantwortlichen aber anscheinend schon. Genauso hatte man mMn auch Bedarf für Delaney, Rode und auch Schürrle. Auch wenn Rode und Schürrle nie gezündet haben. Wie schlecht Götze hier wegkommt, verstehe ich bis heute nicht, der war letztes Jahr sicherlich einer der stärksten Spieler.


Irgendeinen Bedarf kannst Du doch immer finden. Das ist im Forum hier doch nicht anders. Du kannst Dich aber auch hinstellen und Sagen: 2 Spieler pro Position + 3 Torhüter + 1-2 Talente aus der eigenen Jugend. 1-3 Spieler weniger, wenn welche polyvalent genug sind, dass man zweigleisig planen kann. Und dann stell sich eben die Frage, ob man wirklich noch den 7,8, 12 Winger holen muss. Vielleicht muss man dann auch mal aushalten, dass man auf Position X keinen optimalen BU / Rotationsspieler hat. Besser als drei zu haben, die auch alle nicht optimal sind und dann ein Jahr später auf der Position was Richtiges machen. In Reinform wird das nie klappen, aber wenn Du soviele Spieler ansammelst wie der BVB hast Du irgendwann die Kontrolle aufgegeben. Emotional verstehe ich ja sogar noch, wenn man sagt: "Der Trainer will aber unbedingt noch den und den Spielertypen", "Wir können den Hummels kriegen", "Spieler XY hat letzte Saison dreimal den Ball getroffen und kostet nur 15 Mio. - lass uns zuschlagen", aber es sollte dann in Zukunft bittschön nicht ausarten, wie es das in den letzten 3 Jahren passierte.

Zu Götze: Götze hat jetzt mal eine Rückrunde gespielt, wo er in etwa sein Gehalt, d.h. sein nominelles sportliches Standing gerechtfertigt hat. Darf man das nicht zu wenig finden? Mir ist das ein bissel dünne, vor allem wenn ich mal dran zurückdenke, was hier für Kommentarschlachten um Mkhitaryan gelaufen sind, weil dessen zweite Saison schwach war und der ja "Rekordeinkauf" war. Bisher ist Götze das Geld nicht Wert gewesen. Ich war damals nicht gegen den Kauf (aber auch nicht extrem dafür, eher wohlwollend neutral + optimistisch), aber mit dem heutigen Wissen würde ich ihn nicht wiederholen. Wenn er die RR diese Saison bestätigt, kann da ja auch tatsächlich noch ein Schuh draus werden für den BVB und man kann sich mit der Sache versöhnen. Hoffentlich kommt es so und hoffentlich ist Götze dann nicht so blöd, den Schwan zu machen.


Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Im Prinzip hat man aber bei den Zugängen nicht ganz richtig gelegen. Ändern kann man das eben nur bedingt. Will man sich dann wieder verstärken, um den sportlichen Kurs zu halten, muss man neue Spieler verpflichten. Oder eben mit den "Fehlinvestitionen" höchstwahrscheinlich die sportlichen Ziele verpassen. Oder was wäre da der Vorschlag? Klar man kann besser einkaufen, aber ob man die letzten Jahre insgesamt als so schlecht anbetrachtet, lasse ich mal dahingestellt. Hätte man eben weiter auf Schürrle oder z.B. Toprak gesetzt, wären vermutlich andere Spieler nicht hier (Sancho, Dembele?) und man wäre sportlich nicht da, wo man eben gern hin will. Sondern würde vermutlich in der Liga rumdümpeln. Es ist halt immer schwierig da etwas besseres zu verlangen, weil im Endeffekt sind daraus auch richtige Krachertransfers entstanden, dass man da trotz Schürrle, Rode und Toprak weiterhin Bedarf gesehen hat.

Na klar darf man auch das Preis-Leistungsverhältnis von Götze nicht für ausreichend erachten oder seine ersten beiden zwei Jahre rückblickend nicht für gut empfinden. Nach einer durchaus guten letzten Saison und deutlicher Steigerung, verstehe ich nur den Sinn darin nicht. Aktuell spielt er gut, aber kann eben vergangene Leistungen nicht rückgangig machen.


Das Problem ist ja nicht nur, dass man zu viele Spieler für eine Position geholt hat, sondern eben diese Spieler, die zusätzlich waren, es aber im Grunde nicht gebraucht, dann einfach noch mit langen und teuren Verträgen ausgestattet wurden, die man aktuell wie man am Beispiel Schürrle sieht, nur sehr schwer vermittelt bekommt.
Hat es einen Schürrle damals wirklich gebraucht, obwohl man schon Mor und Dembele für die Außenpositionen verpflichtet hatte? Ich denke eher nicht. Natürlich war die Entwicklung von Dembele nicht vorhersehbar und er hätte genauso gut den Mor machen können, aber irgendwie muss man ja auch mal ein Stück weit Mut zum Risiko haben und wenn ich davon überzeugt bin, dass ich mit Dembele ein Toptalent an Land gezogen habe und das war er ohne Zweifel und man wusste was bei ihm fußballerisch zu erwarten ist, da man ihn ja auch lange genug gescoutet hat, benötigt man dann noch zusätzlich einen Schürrle, der damals unser Rekordtransfer war?
Natürlich war es der Wunschspieler von unseren damaligen Trainer, aber ich kann doch nicht zweigleisig fahren, haufenweise Geld rausschmeißen um unseren tollen Trainer noch glücklich zu machen, ohne überhaupt zu wissen, wie lange dieser Trainer noch im Verein ist. Natürlich muss ein Trainer mit den Spielern auch arbeiten können, weshalb es keinen Sinn macht, Spieler zu holen, die überhaupt nicht zum Trainer passen. Dennoch gibt der Verein die Philosophie vor und nicht die Trainer, die heutzutage sowieso kein lange Verweildauer mehr im Verein haben. Einen so teuren Spieler für einen Trainer zu holen, wo es augenscheinlich schon nach seiner ersten Saison zwischenmenschliche Differenzen gab, war einfach Wahnsinn und nun, 3 Jahre später, bekommt man den Spieler nicht los.
Und genauso verhält es sich mit vielen anderen Transfers. Einen Rode hat es nach der Merino-Verpflichtung auch nicht gebraucht, zumal mit Weigl und Castro noch zwei Spieler für diese Position im Kader waren. Dennoch hatte man sich in ihn einen Spieler ausgeguckt, der bei den Bayern nie war und hat sehr viel Geld ausgegeben, obwohl auch schon damals seine Krankenakte bekannt war. Merino hat sich bei Sociedad mittlerweile sehr gut entwickelt und wurde zuletzt sogar schon mit Barca in Verbindung gebracht, während wir auf Rode immer noch sitzen bleiben.
Ich könnte das noch weiter ausführen, aber das würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen noch weiter das Thema des Threads verfehlen, als sowieso schon.
Nur kann man deutlich erkennen, dass in den vergangen Jahren zwar viele gute, aber wiederum auch viele schlechte Entscheidungen in der Transferpolitik getroffen wurden, weil zum einen eine klare Linie nicht erkennbar war bzw. vermisst wurde und zum anderen auch ein großes Stück weit Mut zum Risiko.
Daher bin ich bei deinem Vorredner. Natürlich ist es so, dass man auch wenn eine Position doppelt oder dreifach besetzt ist, man einen Bedarf erkennen kann, weil es qualitativ hapert. Es bringt mir aber nichts, den vierten Spieler für diese Position zu holen, wenn ich schon drei Spieler auf der Position unter Vertrag habe, die zum einen sehr viel Gehalt kosten und zum anderen nicht einfach mal soeben verkauft werden können. Da muss man halt strategischer vorgehen und gucken, ob man für diesen einen Spieler bzw. für den Bedarf nicht doch lieber 1 Jahr wartet, bis sich evtl. eine Lücke auftut, als dass man ihn sofort holt und den Kader vollpackt.
Man kann ja von den Bayern halten was man will, aber dass die nach dem James-Abgang auf einen Ersatz für diese Position verzichten und dann lieber 1 Jahr mit Müller auf der Position in die Saison gehen, um im kommenden Sommer Platz für Havertz zu haben, ist schon ein guter Move.
Hätten wir die finanziellen Mittel einen Havertz zu verpflichten, müsste man sich doch bei uns wieder die Frage stellen, wo der spielen soll bzw. wer für ihn Platz im Kader/Startelf machen soll.


Ich habs mal umgeschwenkt.

Wie eben schon gesagt, kann ich die Ausführungen durchaus nachempfinden.

Frage wäre eher, was hätte man machen sollen, als die Transfers da waren und man gemerkt hat, dass die sportlichen Ziele mit diesen Spielern nicht zu erreichen sind? Ich will den Missstand im Kader ja überhaupt nicht schön- oder wegreden.
Es kann ja wohl nicht die vorgeschlagene Lösung sein, mit diesen Spieler dann weiterzuarbeiten, abzuwarten bis man diese abgeben und neue verpflichten kann und sportliche Ziele zu verpassen? Dann würden wir vermutlich heute noch mit diesen Spielern dem steigenden Konkurrenzkampf hinterherlaufen. Spieler wie Sancho, die ursprünglich Investitionen in die Zukunft waren, wären vermutlich garnicht da, weil man ja kein konkreten Bedarf hatte in Form von einem Engpass. Das halte ich für zu kurzfristig gedacht.
Nur die sportlichen Erfolge garantieren uns doch letztlich, weiter auf dem Kurs bleiben zu können und generieren uns sehr viel Geld.
Wodurch es eher schwer ist, jetzt zu sagen was mehr bringt, der sportliche Erfolg und damit zusammenhängend Prämien oder ein aufgeräumter Kader und zwanghaft durchnittlichere sportliche Leistungen. Ich würde sagen Ersteres, die Gefahr abzurutschen und auch mal die CL des öfteren zu verpassen ist zu groß. Also lieber nehme ich rückblickend den Kader so jetzt in Kauf, als dass ich den sportlichen Erfolg in der Vergangenheit riskiert hätte. Und ich finde man hat auch durchaus eine klare Strategie verfolgt und zwar auf den meisten Positionen mit Talent und Erfahrung bestückt zu sein. Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen Spieler XYZ hätte man nicht benötigt. Schürrle, Rode und auch Toprak, waren sicherlich als Stammspieler eingeplant, hingegen Mor und Merino wohl eher als die Herausforderer.


Sicherlich richtig, aber wenn ich den Bedarf auf der Position erkenne, warum mache ich es nicht so, dass ich sofort die nötige Qualität hole und wie du schon schreibst, die Talente die Herausforderer sind. Es war doch schon damals eindeutig, dass Spieler wie Schürrle und Rode nicht die Qualität versprechen, die man sich für diese Ablösesumme erhofft hat, da es bei beiden mehr als genug Fragezeichen ob deren Leistungen gab.
Warum dann also nicht das Risiko gehen und womöglich noch mal 5-10 Mio. mehr in die Hand nehmen um da wirklich nen Kracher zu holen, anstatt total überteuert Verlegenheitslösungen zu holen, die dann einspringen sollen, wenn die Talente nicht wir gewünscht zünden, aber zumindest noch ein durchschnittliches Bundesliga-Niveau besitzen, um nicht komplett abzustürzen.
Im Optimalfall hätte man, wenn man sich anstatt Schürrle damals nen richtigen Kracher geholt hätte, am Ende zwei Topspieler im Kader gehabt und womöglich einen davon jetzt immer noch und den anderen wie im Fall Dembele zu viel Geld gemacht.
Nun ist es aber so, dass sich zwar Dembele so entwickelt hat, wie erwartet und auch viel Geld in die Kassen gespült hat, aber doch recht schnell klar war, dass Schürrle alleine nicht die Qualität besitzt den Verlust aufzufangen, ihn man nun aber auch nicht wieder losbekommt.
Stattdessen hatte man sich damals, nach dem Dembele-Abgang gleich noch nen Yarmolenko geholt, obwohl man mit Sancho das nächste vielversprechende Talent in der Pipeline hatte. Warum wollte man sich hier schon wieder doppelt absichern, wenn doch in Schürrle noch eine Absicherung im Kader war? Bei Yarmolenko kann man dann vom Glück sagen, dass man ihn noch mit wenig Verlust wieder losgeworden ist, Schürrle ist aber immer noch da und komischerweise spielt er jetzt keine Rolle mehr, wo eigentlich Bedarf auf den Außen ist, da und davon gehe ich mal aus, nach einem Guerreiro-Abgang wir mit Sancho, Hazard und Bruun Larsen einfach zu dünn besetzt sind.
Das sind einfach so Kleinigkeiten, wo man sich letztendlich fragen muss, ob es diesen Transfer gebraucht hätte. So Spieler wie Schürrle, Rode, Yarmolenko oder aber auch Toljan waren eher so Kompromiss-Transfers, weil man irgendwie das Gefühl hatte, dass man noch irgendwie Bedarf hat, aber für diesen Bedarf dann doch nicht in die Vollen gehen wollte.
BVB - Transferpolitik |#14162
11.07.2019 - 14:35 Uhr
Zitat von Danjo88
Zitat von daredennis7

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Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

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Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von BVBBC

Zitat von goetzeus86

Zum einen schreibst du, dass du Zorcs harte Linie nachvollziehen kannst (woher nimmst du das by the way?



Findest du etwa, dass er eine weiche Linie bei den Abgängen fährt und einfach nur abnickt? Ich finde nicht, sondern denke, dass er sehr hart verhandelt, was die Einnahmenseite angeht. Toljan ist da nur das jüngste Beispiel von vielen, wobei Toljan jetzt scheinbar zum Abschluss gebracht wurde.


Bei Schürrle ist man zu Rekordeinbußen bereit, bei Rode wird man sich mit der Eintracht wohl in der Mitte treffen; zumindest gibt es keinen Bericht, der etwas anderes verlautbaren lässt - auch bei den anderen Streichkandidaten gibt es keine entsprechenden Gerüchte) zum anderen schreibst du, dass das Ganze hochriskant ist und ohne „Pokerface“ schwer nach hinten losgehen könne.



Bislang gibt es keinen Bericht, dass man sich mit Frankfurt in der Mitte trifft. Wenn dem so wäre, hätte man sich logischerweise längst dort getroffen. Stattdessen wird berichtet, dass man noch immer mehr als 50% auseinanderliegt und demnächst weiterverhandelt wird. Beide Seiten spielen offenbar auf Zeit, die Frankfurt angesichts Rodes Verletzung auch hat. Der BVB hat sie nicht wirklich, bei der Vorleistung, die man gemacht hat. 100 Mio. lagen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt der Vorsaison auf dem Konto, also auch nicht nach dem Pulisic Abgang.

Dass man bei Schürrle zu Rekordeinbußen bereit ist, ist ansonsten ja auch ein Ding, was man nicht für möglich gehalten hätte. Da hat man sich sicher noch 50 Mio. erwartet Unschuldig Auch das ist aber ein Poker, da man sich mit dem Spieler auf einen Wechsel verständigen kann, ihn freistellt, aber keine Garantien hat, dass er irgendwo einen Vertrag auftun kann, der ihm passt ...

Dazuhin gibt es eine Reihe an Transfers, die bereits als sicher gemeldet wurden. Philipp nach Wolfsburg galt schon vor 3 Wochen als sichere Wette. Passiert ist seitdem nichts, weil Wolfsburg noch selbst auf Einnahmen wartet und immer wieder betont wurde, wie kritisch das für Philipps Ablöse sei. Dass Zorc den Wolfsburgern entgegenkommt, um den Wechsel nicht platzen zu lassen, sondern direkt durchzuziehen, habe ich aber nirgendwo gelesen und es ist auch nicht passiert. Der Guerreiro Deal war auch schon einige Male als durch gemeldet. Tatsächlich scheint man aber noch weit auseinander, falls der Deal überhaupt noch so stattfindet. Da hat man also sicher auch nicht direkt gesagt, dass die Einsparungen über allem stehen, sondern will sich seine Preise offenbar weiterhin nicht kaputt machen.

Bei anderen Spielern hat man sogar gar keine Verkaufsabsicht, obwohl sie zuletzt sportlich verzichtbare Rollen einnahmen und teils sogar nachgelegt hat. Mal abgesehen davon, dass es immer ein Poker ist, ist die Grundsituation in diesem Sommer daher schon mit etwas mehr Druck versehen als zu anderen Zeitpunkten. Natürlich pokert Zorc daher jetzt erst recht.


Bei Rode wird es sicher nicht an 1 oder 2 Millionen scheitern, entscheidend ist bei ihm und eigentlich allen anderen (bis auf vllt Milli und Rapha, Weigl soll ja anscheinend doch bleiben) das Gehalt, das eingespart werden soll. Umso bemerkenswerter, was Zorc bei Toljan allem Anschein nach herausgeholt hat. Da verkauft man einen Spieler, der seinen Wert mit Sicherheit zuletzt nicht steigern konnte, ggf. an einen nicht eben potenten Verein und geht eventuell sogar mit einem leichten Plus aus der Sache.


Bei den bisherigen Ausgaben halte ich Einsparungen im Etat nicht für genug. Irgendwoher muss noch massiv Geld kommen und wenn es durch vermeintliches Kleinvieh ist, indem hie und da 2-3 Mio. mehr rausspringen, wodurch zusätzliche 20-30 Mio. reinkommen, die man so nicht erwartet hätte. Es ist eine Notwendigkeit, dass man das Geld bekommt, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Darauf wollte ich raus und darum ist es Poker auf sehr hohem Niveau, zumal die letzten Jahre eben schon gezeigt haben, dass man bereits kleinere Kader nicht ausdünnen konnte, obwohl man das offen kommunizierte. Der Kader ist aktuell aber wesentlich größer als in den Vorjahren ...


Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, wie schwer es werden kann, große Kader wieder zurückzuschrumpfen. Siehe die Magath-Clubs Wolfsburg oder Schalke, um nur mal zwei prominente Beispiele zu nennen. Aus meiner Sicht sind Hummels und Delaney, Götze, Schürrle, Rode, Ji genaus solche Transfers, mit denen man sich sowas Peu a Peu einbrockt. Bei Delaney ist es bisher gutgeangen, bei Götze wird es vielleicht im 4. Jahr endlich was (viel zu spät) und bei Hummels ist zumindest die Qualität nie weggewesen, sodass man optimistisch sein darf / kann / muss.
Ich würde mir da in Zukunft etwas mehr Augenmaß und Kauf nach echtem Bedarf wünschen, der sicher nicht bei allen o.G. Transfers wirklich gegeben war (ich will jetzt keine Einzelfalldiskussion starten, es geht eher ums Grundprinzip). Ein Riesenkader kostet nämlich einen Haufen Geld, der dann manchmal in einen Transfer der hier 14 Mio. verdient und 50-60 Mio. Ablöse kostet womöglich besser investiert wäre. Zur Veranschaulichung: Drei Spieler die 3 Mio. verdienen und je 10 Mio. gekostet haben weniger, und schon hast Du einen Gündogan oder Isco schon fast zur Hälfte finanziert. Klar ist das Milchmädchenrechnung. Aber diese vermeintlichen Schnäppchen ohne wirklich großen Bedarf auf der Position sind es oft einfach nicht Wert. Klar - Fehleinkäufe gehören zum Geschäft: Das mit Ginter, mit Philip, mit Immobile, das hätte auch alles klappen können, damit wird man immer leben müssen, aber da jeder Transfer ein Risiko ist, sollte man nur da zuschlagen, wo wirklich Bedarf da ist.

Zudem finde ich es erstaunlich, wieviel Geld sich der BVB Berater kostet lässt. Wir sind da in der BL führend, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich will nicht wissen (naja, eigentlich wüsste ich es ganz gern doch), wieviele dieser Beraterkosten zustande kamen, weil sich der BVB mal eben noch einen Spieler hat "aufschwatzen" lassen. (Klar, ein Teil der immensen Beraterkosten liegen auch an die Großverkäufen Auba, Dembele etc. - da will ja der Berater auch immer was)


Aber wenn man eben zu der Erkenntnis gelangt, dass die Qualität nicht ausreicht, um die sportlichen Ziele zu erreichen, hat man womöglich auch Bedarf. Also ein Bedarf kann mMn auch vorhanden sein ohne einen konkreten Engpass auf einer Position.
Die einzige Möglichkeit wäre auf die Spieler die man dann hat zu setzen, aber vermutlich dann die sportlichen Ziele, schnell aus dem Auge zu verlieren.

Mag sein das einige in der IV keinen Bedarf gesehen haben, die Verantwortlichen aber anscheinend schon. Genauso hatte man mMn auch Bedarf für Delaney, Rode und auch Schürrle. Auch wenn Rode und Schürrle nie gezündet haben. Wie schlecht Götze hier wegkommt, verstehe ich bis heute nicht, der war letztes Jahr sicherlich einer der stärksten Spieler.


Irgendeinen Bedarf kannst Du doch immer finden. Das ist im Forum hier doch nicht anders. Du kannst Dich aber auch hinstellen und Sagen: 2 Spieler pro Position + 3 Torhüter + 1-2 Talente aus der eigenen Jugend. 1-3 Spieler weniger, wenn welche polyvalent genug sind, dass man zweigleisig planen kann. Und dann stell sich eben die Frage, ob man wirklich noch den 7,8, 12 Winger holen muss. Vielleicht muss man dann auch mal aushalten, dass man auf Position X keinen optimalen BU / Rotationsspieler hat. Besser als drei zu haben, die auch alle nicht optimal sind und dann ein Jahr später auf der Position was Richtiges machen. In Reinform wird das nie klappen, aber wenn Du soviele Spieler ansammelst wie der BVB hast Du irgendwann die Kontrolle aufgegeben. Emotional verstehe ich ja sogar noch, wenn man sagt: "Der Trainer will aber unbedingt noch den und den Spielertypen", "Wir können den Hummels kriegen", "Spieler XY hat letzte Saison dreimal den Ball getroffen und kostet nur 15 Mio. - lass uns zuschlagen", aber es sollte dann in Zukunft bittschön nicht ausarten, wie es das in den letzten 3 Jahren passierte.

Zu Götze: Götze hat jetzt mal eine Rückrunde gespielt, wo er in etwa sein Gehalt, d.h. sein nominelles sportliches Standing gerechtfertigt hat. Darf man das nicht zu wenig finden? Mir ist das ein bissel dünne, vor allem wenn ich mal dran zurückdenke, was hier für Kommentarschlachten um Mkhitaryan gelaufen sind, weil dessen zweite Saison schwach war und der ja "Rekordeinkauf" war. Bisher ist Götze das Geld nicht Wert gewesen. Ich war damals nicht gegen den Kauf (aber auch nicht extrem dafür, eher wohlwollend neutral + optimistisch), aber mit dem heutigen Wissen würde ich ihn nicht wiederholen. Wenn er die RR diese Saison bestätigt, kann da ja auch tatsächlich noch ein Schuh draus werden für den BVB und man kann sich mit der Sache versöhnen. Hoffentlich kommt es so und hoffentlich ist Götze dann nicht so blöd, den Schwan zu machen.


Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Im Prinzip hat man aber bei den Zugängen nicht ganz richtig gelegen. Ändern kann man das eben nur bedingt. Will man sich dann wieder verstärken, um den sportlichen Kurs zu halten, muss man neue Spieler verpflichten. Oder eben mit den "Fehlinvestitionen" höchstwahrscheinlich die sportlichen Ziele verpassen. Oder was wäre da der Vorschlag? Klar man kann besser einkaufen, aber ob man die letzten Jahre insgesamt als so schlecht anbetrachtet, lasse ich mal dahingestellt. Hätte man eben weiter auf Schürrle oder z.B. Toprak gesetzt, wären vermutlich andere Spieler nicht hier (Sancho, Dembele?) und man wäre sportlich nicht da, wo man eben gern hin will. Sondern würde vermutlich in der Liga rumdümpeln. Es ist halt immer schwierig da etwas besseres zu verlangen, weil im Endeffekt sind daraus auch richtige Krachertransfers entstanden, dass man da trotz Schürrle, Rode und Toprak weiterhin Bedarf gesehen hat.

Na klar darf man auch das Preis-Leistungsverhältnis von Götze nicht für ausreichend erachten oder seine ersten beiden zwei Jahre rückblickend nicht für gut empfinden. Nach einer durchaus guten letzten Saison und deutlicher Steigerung, verstehe ich nur den Sinn darin nicht. Aktuell spielt er gut, aber kann eben vergangene Leistungen nicht rückgangig machen.


Das Problem ist ja nicht nur, dass man zu viele Spieler für eine Position geholt hat, sondern eben diese Spieler, die zusätzlich waren, es aber im Grunde nicht gebraucht, dann einfach noch mit langen und teuren Verträgen ausgestattet wurden, die man aktuell wie man am Beispiel Schürrle sieht, nur sehr schwer vermittelt bekommt.
Hat es einen Schürrle damals wirklich gebraucht, obwohl man schon Mor und Dembele für die Außenpositionen verpflichtet hatte? Ich denke eher nicht. Natürlich war die Entwicklung von Dembele nicht vorhersehbar und er hätte genauso gut den Mor machen können, aber irgendwie muss man ja auch mal ein Stück weit Mut zum Risiko haben und wenn ich davon überzeugt bin, dass ich mit Dembele ein Toptalent an Land gezogen habe und das war er ohne Zweifel und man wusste was bei ihm fußballerisch zu erwarten ist, da man ihn ja auch lange genug gescoutet hat, benötigt man dann noch zusätzlich einen Schürrle, der damals unser Rekordtransfer war?
Natürlich war es der Wunschspieler von unseren damaligen Trainer, aber ich kann doch nicht zweigleisig fahren, haufenweise Geld rausschmeißen um unseren tollen Trainer noch glücklich zu machen, ohne überhaupt zu wissen, wie lange dieser Trainer noch im Verein ist. Natürlich muss ein Trainer mit den Spielern auch arbeiten können, weshalb es keinen Sinn macht, Spieler zu holen, die überhaupt nicht zum Trainer passen. Dennoch gibt der Verein die Philosophie vor und nicht die Trainer, die heutzutage sowieso kein lange Verweildauer mehr im Verein haben. Einen so teuren Spieler für einen Trainer zu holen, wo es augenscheinlich schon nach seiner ersten Saison zwischenmenschliche Differenzen gab, war einfach Wahnsinn und nun, 3 Jahre später, bekommt man den Spieler nicht los.
Und genauso verhält es sich mit vielen anderen Transfers. Einen Rode hat es nach der Merino-Verpflichtung auch nicht gebraucht, zumal mit Weigl und Castro noch zwei Spieler für diese Position im Kader waren. Dennoch hatte man sich in ihn einen Spieler ausgeguckt, der bei den Bayern nie war und hat sehr viel Geld ausgegeben, obwohl auch schon damals seine Krankenakte bekannt war. Merino hat sich bei Sociedad mittlerweile sehr gut entwickelt und wurde zuletzt sogar schon mit Barca in Verbindung gebracht, während wir auf Rode immer noch sitzen bleiben.
Ich könnte das noch weiter ausführen, aber das würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen noch weiter das Thema des Threads verfehlen, als sowieso schon.
Nur kann man deutlich erkennen, dass in den vergangen Jahren zwar viele gute, aber wiederum auch viele schlechte Entscheidungen in der Transferpolitik getroffen wurden, weil zum einen eine klare Linie nicht erkennbar war bzw. vermisst wurde und zum anderen auch ein großes Stück weit Mut zum Risiko.
Daher bin ich bei deinem Vorredner. Natürlich ist es so, dass man auch wenn eine Position doppelt oder dreifach besetzt ist, man einen Bedarf erkennen kann, weil es qualitativ hapert. Es bringt mir aber nichts, den vierten Spieler für diese Position zu holen, wenn ich schon drei Spieler auf der Position unter Vertrag habe, die zum einen sehr viel Gehalt kosten und zum anderen nicht einfach mal soeben verkauft werden können. Da muss man halt strategischer vorgehen und gucken, ob man für diesen einen Spieler bzw. für den Bedarf nicht doch lieber 1 Jahr wartet, bis sich evtl. eine Lücke auftut, als dass man ihn sofort holt und den Kader vollpackt.
Man kann ja von den Bayern halten was man will, aber dass die nach dem James-Abgang auf einen Ersatz für diese Position verzichten und dann lieber 1 Jahr mit Müller auf der Position in die Saison gehen, um im kommenden Sommer Platz für Havertz zu haben, ist schon ein guter Move.
Hätten wir die finanziellen Mittel einen Havertz zu verpflichten, müsste man sich doch bei uns wieder die Frage stellen, wo der spielen soll bzw. wer für ihn Platz im Kader/Startelf machen soll.


Ich habs mal umgeschwenkt.

Wie eben schon gesagt, kann ich die Ausführungen durchaus nachempfinden.

Frage wäre eher, was hätte man machen sollen, als die Transfers da waren und man gemerkt hat, dass die sportlichen Ziele mit diesen Spielern nicht zu erreichen sind? Ich will den Missstand im Kader ja überhaupt nicht schön- oder wegreden.
Es kann ja wohl nicht die vorgeschlagene Lösung sein, mit diesen Spieler dann weiterzuarbeiten, abzuwarten bis man diese abgeben und neue verpflichten kann und sportliche Ziele zu verpassen? Dann würden wir vermutlich heute noch mit diesen Spielern dem steigenden Konkurrenzkampf hinterherlaufen. Spieler wie Sancho, die ursprünglich Investitionen in die Zukunft waren, wären vermutlich garnicht da, weil man ja kein konkreten Bedarf hatte in Form von einem Engpass. Das halte ich für zu kurzfristig gedacht.
Nur die sportlichen Erfolge garantieren uns doch letztlich, weiter auf dem Kurs bleiben zu können und generieren uns sehr viel Geld.
Wodurch es eher schwer ist, jetzt zu sagen was mehr bringt, der sportliche Erfolg und damit zusammenhängend Prämien oder ein aufgeräumter Kader und zwanghaft durchnittlichere sportliche Leistungen. Ich würde sagen Ersteres, die Gefahr abzurutschen und auch mal die CL des öfteren zu verpassen ist zu groß. Also lieber nehme ich rückblickend den Kader so jetzt in Kauf, als dass ich den sportlichen Erfolg in der Vergangenheit riskiert hätte. Und ich finde man hat auch durchaus eine klare Strategie verfolgt und zwar auf den meisten Positionen mit Talent und Erfahrung bestückt zu sein. Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen Spieler XYZ hätte man nicht benötigt. Schürrle, Rode und auch Toprak, waren sicherlich als Stammspieler eingeplant, hingegen Mor und Merino wohl eher als die Herausforderer.


Sicherlich richtig, aber wenn ich den Bedarf auf der Position erkenne, warum mache ich es nicht so, dass ich sofort die nötige Qualität hole und wie du schon schreibst, die Talente die Herausforderer sind. Es war doch schon damals eindeutig, dass Spieler wie Schürrle und Rode nicht die Qualität versprechen, die man sich für diese Ablösesumme erhofft hat, da es bei beiden mehr als genug Fragezeichen ob deren Leistungen gab.
Warum dann also nicht das Risiko gehen und womöglich noch mal 5-10 Mio. mehr in die Hand nehmen um da wirklich nen Kracher zu holen, anstatt total überteuert Verlegenheitslösungen zu holen, die dann einspringen sollen, wenn die Talente nicht wir gewünscht zünden, aber zumindest noch ein durchschnittliches Bundesliga-Niveau besitzen, um nicht komplett abzustürzen.
Im Optimalfall hätte man, wenn man sich anstatt Schürrle damals nen richtigen Kracher geholt hätte, am Ende zwei Topspieler im Kader gehabt und womöglich einen davon jetzt immer noch und den anderen wie im Fall Dembele zu viel Geld gemacht.
Nun ist es aber so, dass sich zwar Dembele so entwickelt hat, wie erwartet und auch viel Geld in die Kassen gespült hat, aber doch recht schnell klar war, dass Schürrle alleine nicht die Qualität besitzt den Verlust aufzufangen, ihn man nun aber auch nicht wieder losbekommt.
Stattdessen hatte man sich damals, nach dem Dembele-Abgang gleich noch nen Yarmolenko geholt, obwohl man mit Sancho das nächste vielversprechende Talent in der Pipeline hatte. Warum wollte man sich hier schon wieder doppelt absichern, wenn doch in Schürrle noch eine Absicherung im Kader war? Bei Yarmolenko kann man dann vom Glück sagen, dass man ihn noch mit wenig Verlust wieder losgeworden ist, Schürrle ist aber immer noch da und komischerweise spielt er jetzt keine Rolle mehr, wo eigentlich Bedarf auf den Außen ist, da und davon gehe ich mal aus, nach einem Guerreiro-Abgang wir mit Sancho, Hazard und Bruun Larsen einfach zu dünn besetzt sind.
Das sind einfach so Kleinigkeiten, wo man sich letztendlich fragen muss, ob es diesen Transfer gebraucht hätte. So Spieler wie Schürrle, Rode, Yarmolenko oder aber auch Toljan waren eher so Kompromiss-Transfers, weil man irgendwie das Gefühl hatte, dass man noch irgendwie Bedarf hat, aber für diesen Bedarf dann doch nicht in die Vollen gehen wollte.


Ich sehe das genauso wie du. Nur ich vermute aus Vereinssicht, hat man wirklich an diese Spieler geglaubt und es war in deren Augen eben keine Verlegenheitslösung. Das waren halt durchaus Fehlentscheidungen, die man eben aber nicht mehr rückgängig machen kann. Denke aber jetzt nicht, dass man von Schürrle, Rode oder Toprak nicht überzeugt war. Letztlich wird man abgewogen haben und hat die Entscheidung dann in Abstimmung mit dem Trainer getroffen. Das was für uns oder den ein oder anderen "klar" war, haben andere eben anders gesehen. Ich muss ganz ehrlich eingestehen, von Yarmolenko habe auch ich mir damals mehr erwartet. Glaube nicht, dass das irgendwie die Kompromisslösung war. Man kann es hinterher immer leicht sagen, man hätte all die Spieler nie verpflichten dürfen. Dafür muss man eben auch zu Gute halten, dass man bei einigen Entscheidungen auch Goldrichtig lag. Eventuell wären viele Talente garnicht da, wenn man die Positionen nicht doppelt abgesichert hätte.

Es ist auch grade erst der 11.07., wenn man da auch den Weg der Bayern sieht, ist da sicherlich noch viel Zeit, um das noch etwas passiert. So ganz sicher, kann ich den Bedarf auf den Flügeln nur schwer einschätzen. Letztlich sind Reus und Brandt auch noch da. Einen Morey kann ich schwer einschätzen, eventuell könnte der auch auf RA eine Sancho Alternative sein. Bruun Larsen ist sicher noch da und Guerreiro noch nicht mal weg. Jetzt da zuzuschlagen, widerspricht eigentlich eher der Strategie, erstmal etwas im Kader aufzuräumen. Und llt versucht man grade auchmal, das umzusetzen, was Bayern tut. Positionen abzusichern, die bereits "Stammspieler" sind. So ist Götze auch Absicherung für OM. Reus und Brandt für Hazard. Falls Morey auch offensiver kann, hat man hinter Sancho noch Morey und Bruun Larsen. Ich versuche mir das auch nur zu erklären und finde da durchaus Ansätze, wie womöglich Gedacht worden ist.
BVB - Transferpolitik |#14163
11.07.2019 - 15:49 Uhr
Zitat von daredennis7
Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von BVBBC

Zitat von goetzeus86

Zum einen schreibst du, dass du Zorcs harte Linie nachvollziehen kannst (woher nimmst du das by the way?



Findest du etwa, dass er eine weiche Linie bei den Abgängen fährt und einfach nur abnickt? Ich finde nicht, sondern denke, dass er sehr hart verhandelt, was die Einnahmenseite angeht. Toljan ist da nur das jüngste Beispiel von vielen, wobei Toljan jetzt scheinbar zum Abschluss gebracht wurde.


Bei Schürrle ist man zu Rekordeinbußen bereit, bei Rode wird man sich mit der Eintracht wohl in der Mitte treffen; zumindest gibt es keinen Bericht, der etwas anderes verlautbaren lässt - auch bei den anderen Streichkandidaten gibt es keine entsprechenden Gerüchte) zum anderen schreibst du, dass das Ganze hochriskant ist und ohne „Pokerface“ schwer nach hinten losgehen könne.



Bislang gibt es keinen Bericht, dass man sich mit Frankfurt in der Mitte trifft. Wenn dem so wäre, hätte man sich logischerweise längst dort getroffen. Stattdessen wird berichtet, dass man noch immer mehr als 50% auseinanderliegt und demnächst weiterverhandelt wird. Beide Seiten spielen offenbar auf Zeit, die Frankfurt angesichts Rodes Verletzung auch hat. Der BVB hat sie nicht wirklich, bei der Vorleistung, die man gemacht hat. 100 Mio. lagen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt der Vorsaison auf dem Konto, also auch nicht nach dem Pulisic Abgang.

Dass man bei Schürrle zu Rekordeinbußen bereit ist, ist ansonsten ja auch ein Ding, was man nicht für möglich gehalten hätte. Da hat man sich sicher noch 50 Mio. erwartet Unschuldig Auch das ist aber ein Poker, da man sich mit dem Spieler auf einen Wechsel verständigen kann, ihn freistellt, aber keine Garantien hat, dass er irgendwo einen Vertrag auftun kann, der ihm passt ...

Dazuhin gibt es eine Reihe an Transfers, die bereits als sicher gemeldet wurden. Philipp nach Wolfsburg galt schon vor 3 Wochen als sichere Wette. Passiert ist seitdem nichts, weil Wolfsburg noch selbst auf Einnahmen wartet und immer wieder betont wurde, wie kritisch das für Philipps Ablöse sei. Dass Zorc den Wolfsburgern entgegenkommt, um den Wechsel nicht platzen zu lassen, sondern direkt durchzuziehen, habe ich aber nirgendwo gelesen und es ist auch nicht passiert. Der Guerreiro Deal war auch schon einige Male als durch gemeldet. Tatsächlich scheint man aber noch weit auseinander, falls der Deal überhaupt noch so stattfindet. Da hat man also sicher auch nicht direkt gesagt, dass die Einsparungen über allem stehen, sondern will sich seine Preise offenbar weiterhin nicht kaputt machen.

Bei anderen Spielern hat man sogar gar keine Verkaufsabsicht, obwohl sie zuletzt sportlich verzichtbare Rollen einnahmen und teils sogar nachgelegt hat. Mal abgesehen davon, dass es immer ein Poker ist, ist die Grundsituation in diesem Sommer daher schon mit etwas mehr Druck versehen als zu anderen Zeitpunkten. Natürlich pokert Zorc daher jetzt erst recht.


Bei Rode wird es sicher nicht an 1 oder 2 Millionen scheitern, entscheidend ist bei ihm und eigentlich allen anderen (bis auf vllt Milli und Rapha, Weigl soll ja anscheinend doch bleiben) das Gehalt, das eingespart werden soll. Umso bemerkenswerter, was Zorc bei Toljan allem Anschein nach herausgeholt hat. Da verkauft man einen Spieler, der seinen Wert mit Sicherheit zuletzt nicht steigern konnte, ggf. an einen nicht eben potenten Verein und geht eventuell sogar mit einem leichten Plus aus der Sache.


Bei den bisherigen Ausgaben halte ich Einsparungen im Etat nicht für genug. Irgendwoher muss noch massiv Geld kommen und wenn es durch vermeintliches Kleinvieh ist, indem hie und da 2-3 Mio. mehr rausspringen, wodurch zusätzliche 20-30 Mio. reinkommen, die man so nicht erwartet hätte. Es ist eine Notwendigkeit, dass man das Geld bekommt, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Darauf wollte ich raus und darum ist es Poker auf sehr hohem Niveau, zumal die letzten Jahre eben schon gezeigt haben, dass man bereits kleinere Kader nicht ausdünnen konnte, obwohl man das offen kommunizierte. Der Kader ist aktuell aber wesentlich größer als in den Vorjahren ...


Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, wie schwer es werden kann, große Kader wieder zurückzuschrumpfen. Siehe die Magath-Clubs Wolfsburg oder Schalke, um nur mal zwei prominente Beispiele zu nennen. Aus meiner Sicht sind Hummels und Delaney, Götze, Schürrle, Rode, Ji genaus solche Transfers, mit denen man sich sowas Peu a Peu einbrockt. Bei Delaney ist es bisher gutgeangen, bei Götze wird es vielleicht im 4. Jahr endlich was (viel zu spät) und bei Hummels ist zumindest die Qualität nie weggewesen, sodass man optimistisch sein darf / kann / muss.
Ich würde mir da in Zukunft etwas mehr Augenmaß und Kauf nach echtem Bedarf wünschen, der sicher nicht bei allen o.G. Transfers wirklich gegeben war (ich will jetzt keine Einzelfalldiskussion starten, es geht eher ums Grundprinzip). Ein Riesenkader kostet nämlich einen Haufen Geld, der dann manchmal in einen Transfer der hier 14 Mio. verdient und 50-60 Mio. Ablöse kostet womöglich besser investiert wäre. Zur Veranschaulichung: Drei Spieler die 3 Mio. verdienen und je 10 Mio. gekostet haben weniger, und schon hast Du einen Gündogan oder Isco schon fast zur Hälfte finanziert. Klar ist das Milchmädchenrechnung. Aber diese vermeintlichen Schnäppchen ohne wirklich großen Bedarf auf der Position sind es oft einfach nicht Wert. Klar - Fehleinkäufe gehören zum Geschäft: Das mit Ginter, mit Philip, mit Immobile, das hätte auch alles klappen können, damit wird man immer leben müssen, aber da jeder Transfer ein Risiko ist, sollte man nur da zuschlagen, wo wirklich Bedarf da ist.

Zudem finde ich es erstaunlich, wieviel Geld sich der BVB Berater kostet lässt. Wir sind da in der BL führend, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich will nicht wissen (naja, eigentlich wüsste ich es ganz gern doch), wieviele dieser Beraterkosten zustande kamen, weil sich der BVB mal eben noch einen Spieler hat "aufschwatzen" lassen. (Klar, ein Teil der immensen Beraterkosten liegen auch an die Großverkäufen Auba, Dembele etc. - da will ja der Berater auch immer was)


Aber wenn man eben zu der Erkenntnis gelangt, dass die Qualität nicht ausreicht, um die sportlichen Ziele zu erreichen, hat man womöglich auch Bedarf. Also ein Bedarf kann mMn auch vorhanden sein ohne einen konkreten Engpass auf einer Position.
Die einzige Möglichkeit wäre auf die Spieler die man dann hat zu setzen, aber vermutlich dann die sportlichen Ziele, schnell aus dem Auge zu verlieren.

Mag sein das einige in der IV keinen Bedarf gesehen haben, die Verantwortlichen aber anscheinend schon. Genauso hatte man mMn auch Bedarf für Delaney, Rode und auch Schürrle. Auch wenn Rode und Schürrle nie gezündet haben. Wie schlecht Götze hier wegkommt, verstehe ich bis heute nicht, der war letztes Jahr sicherlich einer der stärksten Spieler.


Irgendeinen Bedarf kannst Du doch immer finden. Das ist im Forum hier doch nicht anders. Du kannst Dich aber auch hinstellen und Sagen: 2 Spieler pro Position + 3 Torhüter + 1-2 Talente aus der eigenen Jugend. 1-3 Spieler weniger, wenn welche polyvalent genug sind, dass man zweigleisig planen kann. Und dann stell sich eben die Frage, ob man wirklich noch den 7,8, 12 Winger holen muss. Vielleicht muss man dann auch mal aushalten, dass man auf Position X keinen optimalen BU / Rotationsspieler hat. Besser als drei zu haben, die auch alle nicht optimal sind und dann ein Jahr später auf der Position was Richtiges machen. In Reinform wird das nie klappen, aber wenn Du soviele Spieler ansammelst wie der BVB hast Du irgendwann die Kontrolle aufgegeben. Emotional verstehe ich ja sogar noch, wenn man sagt: "Der Trainer will aber unbedingt noch den und den Spielertypen", "Wir können den Hummels kriegen", "Spieler XY hat letzte Saison dreimal den Ball getroffen und kostet nur 15 Mio. - lass uns zuschlagen", aber es sollte dann in Zukunft bittschön nicht ausarten, wie es das in den letzten 3 Jahren passierte.

Zu Götze: Götze hat jetzt mal eine Rückrunde gespielt, wo er in etwa sein Gehalt, d.h. sein nominelles sportliches Standing gerechtfertigt hat. Darf man das nicht zu wenig finden? Mir ist das ein bissel dünne, vor allem wenn ich mal dran zurückdenke, was hier für Kommentarschlachten um Mkhitaryan gelaufen sind, weil dessen zweite Saison schwach war und der ja "Rekordeinkauf" war. Bisher ist Götze das Geld nicht Wert gewesen. Ich war damals nicht gegen den Kauf (aber auch nicht extrem dafür, eher wohlwollend neutral + optimistisch), aber mit dem heutigen Wissen würde ich ihn nicht wiederholen. Wenn er die RR diese Saison bestätigt, kann da ja auch tatsächlich noch ein Schuh draus werden für den BVB und man kann sich mit der Sache versöhnen. Hoffentlich kommt es so und hoffentlich ist Götze dann nicht so blöd, den Schwan zu machen.


Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Im Prinzip hat man aber bei den Zugängen nicht ganz richtig gelegen. Ändern kann man das eben nur bedingt. Will man sich dann wieder verstärken, um den sportlichen Kurs zu halten, muss man neue Spieler verpflichten. Oder eben mit den "Fehlinvestitionen" höchstwahrscheinlich die sportlichen Ziele verpassen. Oder was wäre da der Vorschlag? Klar man kann besser einkaufen, aber ob man die letzten Jahre insgesamt als so schlecht anbetrachtet, lasse ich mal dahingestellt. Hätte man eben weiter auf Schürrle oder z.B. Toprak gesetzt, wären vermutlich andere Spieler nicht hier (Sancho, Dembele?) und man wäre sportlich nicht da, wo man eben gern hin will. Sondern würde vermutlich in der Liga rumdümpeln. Es ist halt immer schwierig da etwas besseres zu verlangen, weil im Endeffekt sind daraus auch richtige Krachertransfers entstanden, dass man da trotz Schürrle, Rode und Toprak weiterhin Bedarf gesehen hat.

Na klar darf man auch das Preis-Leistungsverhältnis von Götze nicht für ausreichend erachten oder seine ersten beiden zwei Jahre rückblickend nicht für gut empfinden. Nach einer durchaus guten letzten Saison und deutlicher Steigerung, verstehe ich nur den Sinn darin nicht. Aktuell spielt er gut, aber kann eben vergangene Leistungen nicht rückgangig machen.


Das Problem ist ja nicht nur, dass man zu viele Spieler für eine Position geholt hat, sondern eben diese Spieler, die zusätzlich waren, es aber im Grunde nicht gebraucht, dann einfach noch mit langen und teuren Verträgen ausgestattet wurden, die man aktuell wie man am Beispiel Schürrle sieht, nur sehr schwer vermittelt bekommt.
Hat es einen Schürrle damals wirklich gebraucht, obwohl man schon Mor und Dembele für die Außenpositionen verpflichtet hatte? Ich denke eher nicht. Natürlich war die Entwicklung von Dembele nicht vorhersehbar und er hätte genauso gut den Mor machen können, aber irgendwie muss man ja auch mal ein Stück weit Mut zum Risiko haben und wenn ich davon überzeugt bin, dass ich mit Dembele ein Toptalent an Land gezogen habe und das war er ohne Zweifel und man wusste was bei ihm fußballerisch zu erwarten ist, da man ihn ja auch lange genug gescoutet hat, benötigt man dann noch zusätzlich einen Schürrle, der damals unser Rekordtransfer war?
Natürlich war es der Wunschspieler von unseren damaligen Trainer, aber ich kann doch nicht zweigleisig fahren, haufenweise Geld rausschmeißen um unseren tollen Trainer noch glücklich zu machen, ohne überhaupt zu wissen, wie lange dieser Trainer noch im Verein ist. Natürlich muss ein Trainer mit den Spielern auch arbeiten können, weshalb es keinen Sinn macht, Spieler zu holen, die überhaupt nicht zum Trainer passen. Dennoch gibt der Verein die Philosophie vor und nicht die Trainer, die heutzutage sowieso kein lange Verweildauer mehr im Verein haben. Einen so teuren Spieler für einen Trainer zu holen, wo es augenscheinlich schon nach seiner ersten Saison zwischenmenschliche Differenzen gab, war einfach Wahnsinn und nun, 3 Jahre später, bekommt man den Spieler nicht los.
Und genauso verhält es sich mit vielen anderen Transfers. Einen Rode hat es nach der Merino-Verpflichtung auch nicht gebraucht, zumal mit Weigl und Castro noch zwei Spieler für diese Position im Kader waren. Dennoch hatte man sich in ihn einen Spieler ausgeguckt, der bei den Bayern nie war und hat sehr viel Geld ausgegeben, obwohl auch schon damals seine Krankenakte bekannt war. Merino hat sich bei Sociedad mittlerweile sehr gut entwickelt und wurde zuletzt sogar schon mit Barca in Verbindung gebracht, während wir auf Rode immer noch sitzen bleiben.
Ich könnte das noch weiter ausführen, aber das würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen noch weiter das Thema des Threads verfehlen, als sowieso schon.
Nur kann man deutlich erkennen, dass in den vergangen Jahren zwar viele gute, aber wiederum auch viele schlechte Entscheidungen in der Transferpolitik getroffen wurden, weil zum einen eine klare Linie nicht erkennbar war bzw. vermisst wurde und zum anderen auch ein großes Stück weit Mut zum Risiko.
Daher bin ich bei deinem Vorredner. Natürlich ist es so, dass man auch wenn eine Position doppelt oder dreifach besetzt ist, man einen Bedarf erkennen kann, weil es qualitativ hapert. Es bringt mir aber nichts, den vierten Spieler für diese Position zu holen, wenn ich schon drei Spieler auf der Position unter Vertrag habe, die zum einen sehr viel Gehalt kosten und zum anderen nicht einfach mal soeben verkauft werden können. Da muss man halt strategischer vorgehen und gucken, ob man für diesen einen Spieler bzw. für den Bedarf nicht doch lieber 1 Jahr wartet, bis sich evtl. eine Lücke auftut, als dass man ihn sofort holt und den Kader vollpackt.
Man kann ja von den Bayern halten was man will, aber dass die nach dem James-Abgang auf einen Ersatz für diese Position verzichten und dann lieber 1 Jahr mit Müller auf der Position in die Saison gehen, um im kommenden Sommer Platz für Havertz zu haben, ist schon ein guter Move.
Hätten wir die finanziellen Mittel einen Havertz zu verpflichten, müsste man sich doch bei uns wieder die Frage stellen, wo der spielen soll bzw. wer für ihn Platz im Kader/Startelf machen soll.


Ich habs mal umgeschwenkt.

Wie eben schon gesagt, kann ich die Ausführungen durchaus nachempfinden.

Frage wäre eher, was hätte man machen sollen, als die Transfers da waren und man gemerkt hat, dass die sportlichen Ziele mit diesen Spielern nicht zu erreichen sind? Ich will den Missstand im Kader ja überhaupt nicht schön- oder wegreden.
Es kann ja wohl nicht die vorgeschlagene Lösung sein, mit diesen Spieler dann weiterzuarbeiten, abzuwarten bis man diese abgeben und neue verpflichten kann und sportliche Ziele zu verpassen? Dann würden wir vermutlich heute noch mit diesen Spielern dem steigenden Konkurrenzkampf hinterherlaufen. Spieler wie Sancho, die ursprünglich Investitionen in die Zukunft waren, wären vermutlich garnicht da, weil man ja kein konkreten Bedarf hatte in Form von einem Engpass. Das halte ich für zu kurzfristig gedacht.
Nur die sportlichen Erfolge garantieren uns doch letztlich, weiter auf dem Kurs bleiben zu können und generieren uns sehr viel Geld.
Wodurch es eher schwer ist, jetzt zu sagen was mehr bringt, der sportliche Erfolg und damit zusammenhängend Prämien oder ein aufgeräumter Kader und zwanghaft durchnittlichere sportliche Leistungen. Ich würde sagen Ersteres, die Gefahr abzurutschen und auch mal die CL des öfteren zu verpassen ist zu groß. Also lieber nehme ich rückblickend den Kader so jetzt in Kauf, als dass ich den sportlichen Erfolg in der Vergangenheit riskiert hätte. Und ich finde man hat auch durchaus eine klare Strategie verfolgt und zwar auf den meisten Positionen mit Talent und Erfahrung bestückt zu sein. Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen Spieler XYZ hätte man nicht benötigt. Schürrle, Rode und auch Toprak, waren sicherlich als Stammspieler eingeplant, hingegen Mor und Merino wohl eher als die Herausforderer.


Sicherlich richtig, aber wenn ich den Bedarf auf der Position erkenne, warum mache ich es nicht so, dass ich sofort die nötige Qualität hole und wie du schon schreibst, die Talente die Herausforderer sind. Es war doch schon damals eindeutig, dass Spieler wie Schürrle und Rode nicht die Qualität versprechen, die man sich für diese Ablösesumme erhofft hat, da es bei beiden mehr als genug Fragezeichen ob deren Leistungen gab.
Warum dann also nicht das Risiko gehen und womöglich noch mal 5-10 Mio. mehr in die Hand nehmen um da wirklich nen Kracher zu holen, anstatt total überteuert Verlegenheitslösungen zu holen, die dann einspringen sollen, wenn die Talente nicht wir gewünscht zünden, aber zumindest noch ein durchschnittliches Bundesliga-Niveau besitzen, um nicht komplett abzustürzen.
Im Optimalfall hätte man, wenn man sich anstatt Schürrle damals nen richtigen Kracher geholt hätte, am Ende zwei Topspieler im Kader gehabt und womöglich einen davon jetzt immer noch und den anderen wie im Fall Dembele zu viel Geld gemacht.
Nun ist es aber so, dass sich zwar Dembele so entwickelt hat, wie erwartet und auch viel Geld in die Kassen gespült hat, aber doch recht schnell klar war, dass Schürrle alleine nicht die Qualität besitzt den Verlust aufzufangen, ihn man nun aber auch nicht wieder losbekommt.
Stattdessen hatte man sich damals, nach dem Dembele-Abgang gleich noch nen Yarmolenko geholt, obwohl man mit Sancho das nächste vielversprechende Talent in der Pipeline hatte. Warum wollte man sich hier schon wieder doppelt absichern, wenn doch in Schürrle noch eine Absicherung im Kader war? Bei Yarmolenko kann man dann vom Glück sagen, dass man ihn noch mit wenig Verlust wieder losgeworden ist, Schürrle ist aber immer noch da und komischerweise spielt er jetzt keine Rolle mehr, wo eigentlich Bedarf auf den Außen ist, da und davon gehe ich mal aus, nach einem Guerreiro-Abgang wir mit Sancho, Hazard und Bruun Larsen einfach zu dünn besetzt sind.
Das sind einfach so Kleinigkeiten, wo man sich letztendlich fragen muss, ob es diesen Transfer gebraucht hätte. So Spieler wie Schürrle, Rode, Yarmolenko oder aber auch Toljan waren eher so Kompromiss-Transfers, weil man irgendwie das Gefühl hatte, dass man noch irgendwie Bedarf hat, aber für diesen Bedarf dann doch nicht in die Vollen gehen wollte.


Ich sehe das genauso wie du. Nur ich vermute aus Vereinssicht, hat man wirklich an diese Spieler geglaubt und es war in deren Augen eben keine Verlegenheitslösung. Das waren halt durchaus Fehlentscheidungen, die man eben aber nicht mehr rückgängig machen kann. Denke aber jetzt nicht, dass man von Schürrle, Rode oder Toprak nicht überzeugt war. Letztlich wird man abgewogen haben und hat die Entscheidung dann in Abstimmung mit dem Trainer getroffen. Das was für uns oder den ein oder anderen "klar" war, haben andere eben anders gesehen. Ich muss ganz ehrlich eingestehen, von Yarmolenko habe auch ich mir damals mehr erwartet. Glaube nicht, dass das irgendwie die Kompromisslösung war. Man kann es hinterher immer leicht sagen, man hätte all die Spieler nie verpflichten dürfen. Dafür muss man eben auch zu Gute halten, dass man bei einigen Entscheidungen auch Goldrichtig lag. Eventuell wären viele Talente garnicht da, wenn man die Positionen nicht doppelt abgesichert hätte.

Es ist auch grade erst der 11.07., wenn man da auch den Weg der Bayern sieht, ist da sicherlich noch viel Zeit, um das noch etwas passiert. So ganz sicher, kann ich den Bedarf auf den Flügeln nur schwer einschätzen. Letztlich sind Reus und Brandt auch noch da. Einen Morey kann ich schwer einschätzen, eventuell könnte der auch auf RA eine Sancho Alternative sein. Bruun Larsen ist sicher noch da und Guerreiro noch nicht mal weg. Jetzt da zuzuschlagen, widerspricht eigentlich eher der Strategie, erstmal etwas im Kader aufzuräumen. Und llt versucht man grade auchmal, das umzusetzen, was Bayern tut. Positionen abzusichern, die bereits "Stammspieler" sind. So ist Götze auch Absicherung für OM. Reus und Brandt für Hazard. Falls Morey auch offensiver kann, hat man hinter Sancho noch Morey und Bruun Larsen. Ich versuche mir das auch nur zu erklären und finde da durchaus Ansätze, wie womöglich Gedacht worden ist.


Naja, wenn man ehrlich ist, lag man in den letzten Jahren häufig bei den Talenten goldrichtig und die vermeintlich gestandenen Spieler haben selten überzeugt. Es kommt nicht von ungefähr, dass uns die Verkäufe von Dembele und Pulisic ein Stück weit die Transferbilanz gerettet haben und auch Spieler wie Auba, Hummels, Mkhitaryan und Gündogan, die uns schon eine hohe Summe eingespielt haben, sind als junge Talente zu uns gekommen. Natürlich erwarte ich nicht, dass gestandene Spieler zu uns kommen, um einen hohen Wiederverkaufswert zu haben. Einen solchen Zweck erfüllen sie halt nicht, aber ich erwarte schon, dass diese Spieler uns sportlich weiter bringen.
Wenn es dann mal bei 1-2 Spielern nicht funktioniert, dann ist das zwar extrem ärgerlich, weil es auch finanziell uns ein Stück weit runter reißt, aber eben durch Verkäufe wie eben von Dembele oder Pulisic verkraftbar. Hat man dann aber eine ganze Reihe solcher gestandenen Spielern, die nicht so funktioniert haben, wie erhofft aber sehr viel Geld gekostet haben, dann kommt es eben zu solchen Problemen wie aktuell.
Und ich bin auch ganz ehrlich, wir haben da aktuell noch so einige Kandidaten, die uns in Zukunft schwer wiegen könnten. Sollte es nämlich stimmen, dass wir zukünftig mit einem 4-1-4-1 spielen, dann wäre Delaney das nächste teure Missverständnis bei uns, denn so gut das in der vergangenen Saison mit ihm noch funktioniert hat, so seltener dürfte er dann in der kommenden Saison auf ausreichend Spielzeit kommen, sodass dann wieder ein teurer, gestandener Spieler bei uns auf der Bank sitzt, dessen Marktwert sinkt und für den wir schwer nur das wieder reinbekommen werden, was wir bezahlt haben. Zusätzlich versperrt er halt einen Kaderplatz für ein junges Talent wie z.B. Raschl oder Osterhage und letztendlich fragt man sich im Nachhinein, wie sinnvoll die Verpflichtung von Delaney am Ende wirklich war, da ich, wenn ich ehrlich bin, seinen Mehrwert im Team auch noch nicht so wirklich erkannt habe. In der Rückrunde war schon deutlich zu erkennen, dass er neben Witsel nicht so gut funktioniert und die Tatsache, dass man jetzt wohl auf 4-1-4-1 umstellen möchte, um für Brandt Platz zu schaffen, der halt spielerisch viel mehr mitbringt als ein Delaney, bestätigt dies ein Stück weit.
Ich bin mir im Zuge dessen auch noch nicht zu 100% sicher, ob die Verpflichtung von Hazard wirklich sinnvoll war. Auch er ist bereits ein gestandener Spieler, der viel Geld gekostet hat, für dem ich aber noch nicht wirklich einen sicheren Platz bei uns sehe, sodass es am Ende auch ein teures Missverständnis werden könnte. Da stellt sich mir die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, dass Geld in ein junges Talent zu stecken, welches noch mehr Entwicklungspotenzial hat und vom Skillset her eher passt als Hazard, der sich m.M.n. vom Spielertyp her irgendwo zwischen einem Brandt und einem Sancho einordnen, also sehr nahe einem Guerreiro kommt, der, wenn man ehrlich ist, auch nicht zu 100% gepasst hat.
Ich tippe daher ganz stark darauf, dass Hazard wieder ein Trainer-Transfer war und eine Art Zugeständnis an Favre, was ich für sehr gefährlich halte, da dieser eben nur noch 2 Jahre Vertrag bei uns hat.

Wie gesagt, es sind halt so Kleinigkeiten, wo gewisse Fragezeichen dahinter stehen und man auf dem ersten Blick auch nicht wirklich den Plan dahinter erkennen kann. Manchmal wird dieser Plan recht schnell doch erkennbar, aber auch in vielen Fällen war er es auch auf dem zweiten Blick nicht, wie z.B. bei Schürrle.
Trotz der vielen Qualität die wir hinzubekommen haben und die besitzt Hazard zweifelsohne und auch wenn man sich einfach mal so die Namen vor Augen führt wie Reus, Sancho, Brandt, Götze, Witsel, Akanji, Hazard, Hummels, Paco, etc. finde ich die Zusammensetzung an sich noch nicht wirklich stimmig, weil es da unter den Spielen einfach noch zu viele Mismatches gibt.
BVB - Transferpolitik |#14164
11.07.2019 - 16:23 Uhr
Zitat von LeFiete
Ich glaube ich muss keinem hier erzählen, was für einen Job Watzke und Zorc gemacht haben. Trotz des Sommer 2016 ist das eine anderthalb Jahrzehnte andauernde Erfolgsstory der Beiden, mit viel Auge für Potenzial und tollem Verhandlungsgeschick.

Ein tolles Gedankenspiel hatte ich mit einem Kumpel neulich, als wir darüber nachgedacht haben was mit No-Brainern passiert ist, die viele User sich gewünscht hätten, teilweise sogar vehement gefordert haben. Allein schon die Linksverteidiger.. Guerreiro, der schliesslich kam und gefühlt 6-7 Spiele auf der Position gemacht hat. Willems, Rodriguez, Max, Hector, Plattenhardt, Baba, Moreno und Konsorten.
Oder auf der 6 Spieler wie Geis, N‘Zonzi, Krychowiak.
Da ist mit mal aufgefallen das unsere Verantwortlichen manchmal wohl lieber wenig gemacht haben für den Konkurrenz-Druck (die ewige Diskussion bei Schmelzer zu Stammspielerzeiten), als überteuerte und/oder halbgare Lösungen anzuvisieren. Einzig der Sommer 2016 schien da eine Ausnahme zu sein, wo man bspw. trotz eigener Zweifel dem Trainer zu Liebe Schürrle ermöglichen wollte - Ausgang des Trainers, wie auch des Spielers ist Jedem bekannt in schwatz-gelb.
Dementsprechend bin ich noch optimistischer, dass die sowieso schon namenhaften Neuzugänge mit bestem Gewissen getätigt wurden und allein schon wenn man Zorcs Statistik anschaut, vermutlich 3/4 einschlagen müssten. Generell find ich auch die dabei angekündigte Offensive („Kampf um die Meisterschaft“) gut um die Spieler, wie auch das Umfeld zu mobilisieren, ohne das ein 2. Platz direkt als Scheitern auf ganzer Linie zu beurteilen wäre.

Sehr gespannt bin ich auch, wieviele Lücken - bzw. welche Lücken - man die nächsten Perioden für die Jugend lässt. Klar ist ein breiter Kader unabdingbar, aber dahingehend hat man mit der Januzaj-Leihe - wie auch dem Abbruch eben Jener - ja bereits Mut bewiesen, damit die eigenen Jungs Spielpraxis erhalten. Inwiefern man dies realisieren kann und will, bzw. welche Jugendspieler die Verantwortlichen genug überzeugen wird ein spannendes Thema werden 2019-21.


Gerade im Talentbereich haben wir aber auch einige Gerüchte und diskutierte Spieler, die komplett durch die Decke gegangen sind oder eben eine geile Entwicklung genommen haben.
Dybala, Lautaro Martinez, Malcom, Ruiz, Werner, Sadio Mane, Mbappe (2016), Lindelöf, Keita, Salah, Ünder, Fekir...

Alles Kicker, die mal genannt wurden von einzelnen Usern und auf die einige auch längere Zeit beharrt haben. Sicherlich muss man auch gluck haben und kann nie genau sagen, welcher Spieler sich wo wie entwickelt, aber man kann auch nicht nur durch die rosarote Brille schauen. Manchmal reagiert der eigenen Verein einfach nicht schnell genug am Markt oder verpennt mal ein Talent. Andererseits kann man auch Glück haben und wie im Fall Dembélé einfach der schnellste Verein sein.

So oder so machen die Verantwortlichen sicherlich einen sehr guten Job, der Blick zwischenzeitlich ins Forum hätte aber eventuell dann doch noch die ein oder andere Perle bereitgehalten. rolleyesstark
BVB - Transferpolitik |#14165
11.07.2019 - 16:25 Uhr
Sehr interessanter Beitrag! @Danjo88
Die Risiken bei einem T. Hazard sehe ich auch. Thomas Delaney ist meiner Meinung nach eine Kampfsau a lá Manni Bender, von daher sehe ich in hitzigen Partien schon einen Mehrwert bei ihm. Auch wenn er für einen Ergänzungsspieler (wenn es zu dem 4-1-4-1 kommen sollte) recht teuer ist. Bei regelmäßigen Einsätzen und einem theoretischen Verkauf in 2 Jahren sehe ich auch bei ihm noch einen akzeptablen Wiederverkaufswert.

Könntest du wohl deine Mismatch-These genauer erläutern?
BVB - Transferpolitik |#14166
11.07.2019 - 17:01 Uhr
Zitat von Danjo88
Zitat von daredennis7

Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von BVBBC

Zitat von goetzeus86

Zum einen schreibst du, dass du Zorcs harte Linie nachvollziehen kannst (woher nimmst du das by the way?



Findest du etwa, dass er eine weiche Linie bei den Abgängen fährt und einfach nur abnickt? Ich finde nicht, sondern denke, dass er sehr hart verhandelt, was die Einnahmenseite angeht. Toljan ist da nur das jüngste Beispiel von vielen, wobei Toljan jetzt scheinbar zum Abschluss gebracht wurde.


Bei Schürrle ist man zu Rekordeinbußen bereit, bei Rode wird man sich mit der Eintracht wohl in der Mitte treffen; zumindest gibt es keinen Bericht, der etwas anderes verlautbaren lässt - auch bei den anderen Streichkandidaten gibt es keine entsprechenden Gerüchte) zum anderen schreibst du, dass das Ganze hochriskant ist und ohne „Pokerface“ schwer nach hinten losgehen könne.



Bislang gibt es keinen Bericht, dass man sich mit Frankfurt in der Mitte trifft. Wenn dem so wäre, hätte man sich logischerweise längst dort getroffen. Stattdessen wird berichtet, dass man noch immer mehr als 50% auseinanderliegt und demnächst weiterverhandelt wird. Beide Seiten spielen offenbar auf Zeit, die Frankfurt angesichts Rodes Verletzung auch hat. Der BVB hat sie nicht wirklich, bei der Vorleistung, die man gemacht hat. 100 Mio. lagen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt der Vorsaison auf dem Konto, also auch nicht nach dem Pulisic Abgang.

Dass man bei Schürrle zu Rekordeinbußen bereit ist, ist ansonsten ja auch ein Ding, was man nicht für möglich gehalten hätte. Da hat man sich sicher noch 50 Mio. erwartet Unschuldig Auch das ist aber ein Poker, da man sich mit dem Spieler auf einen Wechsel verständigen kann, ihn freistellt, aber keine Garantien hat, dass er irgendwo einen Vertrag auftun kann, der ihm passt ...

Dazuhin gibt es eine Reihe an Transfers, die bereits als sicher gemeldet wurden. Philipp nach Wolfsburg galt schon vor 3 Wochen als sichere Wette. Passiert ist seitdem nichts, weil Wolfsburg noch selbst auf Einnahmen wartet und immer wieder betont wurde, wie kritisch das für Philipps Ablöse sei. Dass Zorc den Wolfsburgern entgegenkommt, um den Wechsel nicht platzen zu lassen, sondern direkt durchzuziehen, habe ich aber nirgendwo gelesen und es ist auch nicht passiert. Der Guerreiro Deal war auch schon einige Male als durch gemeldet. Tatsächlich scheint man aber noch weit auseinander, falls der Deal überhaupt noch so stattfindet. Da hat man also sicher auch nicht direkt gesagt, dass die Einsparungen über allem stehen, sondern will sich seine Preise offenbar weiterhin nicht kaputt machen.

Bei anderen Spielern hat man sogar gar keine Verkaufsabsicht, obwohl sie zuletzt sportlich verzichtbare Rollen einnahmen und teils sogar nachgelegt hat. Mal abgesehen davon, dass es immer ein Poker ist, ist die Grundsituation in diesem Sommer daher schon mit etwas mehr Druck versehen als zu anderen Zeitpunkten. Natürlich pokert Zorc daher jetzt erst recht.


Bei Rode wird es sicher nicht an 1 oder 2 Millionen scheitern, entscheidend ist bei ihm und eigentlich allen anderen (bis auf vllt Milli und Rapha, Weigl soll ja anscheinend doch bleiben) das Gehalt, das eingespart werden soll. Umso bemerkenswerter, was Zorc bei Toljan allem Anschein nach herausgeholt hat. Da verkauft man einen Spieler, der seinen Wert mit Sicherheit zuletzt nicht steigern konnte, ggf. an einen nicht eben potenten Verein und geht eventuell sogar mit einem leichten Plus aus der Sache.


Bei den bisherigen Ausgaben halte ich Einsparungen im Etat nicht für genug. Irgendwoher muss noch massiv Geld kommen und wenn es durch vermeintliches Kleinvieh ist, indem hie und da 2-3 Mio. mehr rausspringen, wodurch zusätzliche 20-30 Mio. reinkommen, die man so nicht erwartet hätte. Es ist eine Notwendigkeit, dass man das Geld bekommt, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Darauf wollte ich raus und darum ist es Poker auf sehr hohem Niveau, zumal die letzten Jahre eben schon gezeigt haben, dass man bereits kleinere Kader nicht ausdünnen konnte, obwohl man das offen kommunizierte. Der Kader ist aktuell aber wesentlich größer als in den Vorjahren ...


Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, wie schwer es werden kann, große Kader wieder zurückzuschrumpfen. Siehe die Magath-Clubs Wolfsburg oder Schalke, um nur mal zwei prominente Beispiele zu nennen. Aus meiner Sicht sind Hummels und Delaney, Götze, Schürrle, Rode, Ji genaus solche Transfers, mit denen man sich sowas Peu a Peu einbrockt. Bei Delaney ist es bisher gutgeangen, bei Götze wird es vielleicht im 4. Jahr endlich was (viel zu spät) und bei Hummels ist zumindest die Qualität nie weggewesen, sodass man optimistisch sein darf / kann / muss.
Ich würde mir da in Zukunft etwas mehr Augenmaß und Kauf nach echtem Bedarf wünschen, der sicher nicht bei allen o.G. Transfers wirklich gegeben war (ich will jetzt keine Einzelfalldiskussion starten, es geht eher ums Grundprinzip). Ein Riesenkader kostet nämlich einen Haufen Geld, der dann manchmal in einen Transfer der hier 14 Mio. verdient und 50-60 Mio. Ablöse kostet womöglich besser investiert wäre. Zur Veranschaulichung: Drei Spieler die 3 Mio. verdienen und je 10 Mio. gekostet haben weniger, und schon hast Du einen Gündogan oder Isco schon fast zur Hälfte finanziert. Klar ist das Milchmädchenrechnung. Aber diese vermeintlichen Schnäppchen ohne wirklich großen Bedarf auf der Position sind es oft einfach nicht Wert. Klar - Fehleinkäufe gehören zum Geschäft: Das mit Ginter, mit Philip, mit Immobile, das hätte auch alles klappen können, damit wird man immer leben müssen, aber da jeder Transfer ein Risiko ist, sollte man nur da zuschlagen, wo wirklich Bedarf da ist.

Zudem finde ich es erstaunlich, wieviel Geld sich der BVB Berater kostet lässt. Wir sind da in der BL führend, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich will nicht wissen (naja, eigentlich wüsste ich es ganz gern doch), wieviele dieser Beraterkosten zustande kamen, weil sich der BVB mal eben noch einen Spieler hat "aufschwatzen" lassen. (Klar, ein Teil der immensen Beraterkosten liegen auch an die Großverkäufen Auba, Dembele etc. - da will ja der Berater auch immer was)


Aber wenn man eben zu der Erkenntnis gelangt, dass die Qualität nicht ausreicht, um die sportlichen Ziele zu erreichen, hat man womöglich auch Bedarf. Also ein Bedarf kann mMn auch vorhanden sein ohne einen konkreten Engpass auf einer Position.
Die einzige Möglichkeit wäre auf die Spieler die man dann hat zu setzen, aber vermutlich dann die sportlichen Ziele, schnell aus dem Auge zu verlieren.

Mag sein das einige in der IV keinen Bedarf gesehen haben, die Verantwortlichen aber anscheinend schon. Genauso hatte man mMn auch Bedarf für Delaney, Rode und auch Schürrle. Auch wenn Rode und Schürrle nie gezündet haben. Wie schlecht Götze hier wegkommt, verstehe ich bis heute nicht, der war letztes Jahr sicherlich einer der stärksten Spieler.


Irgendeinen Bedarf kannst Du doch immer finden. Das ist im Forum hier doch nicht anders. Du kannst Dich aber auch hinstellen und Sagen: 2 Spieler pro Position + 3 Torhüter + 1-2 Talente aus der eigenen Jugend. 1-3 Spieler weniger, wenn welche polyvalent genug sind, dass man zweigleisig planen kann. Und dann stell sich eben die Frage, ob man wirklich noch den 7,8, 12 Winger holen muss. Vielleicht muss man dann auch mal aushalten, dass man auf Position X keinen optimalen BU / Rotationsspieler hat. Besser als drei zu haben, die auch alle nicht optimal sind und dann ein Jahr später auf der Position was Richtiges machen. In Reinform wird das nie klappen, aber wenn Du soviele Spieler ansammelst wie der BVB hast Du irgendwann die Kontrolle aufgegeben. Emotional verstehe ich ja sogar noch, wenn man sagt: "Der Trainer will aber unbedingt noch den und den Spielertypen", "Wir können den Hummels kriegen", "Spieler XY hat letzte Saison dreimal den Ball getroffen und kostet nur 15 Mio. - lass uns zuschlagen", aber es sollte dann in Zukunft bittschön nicht ausarten, wie es das in den letzten 3 Jahren passierte.

Zu Götze: Götze hat jetzt mal eine Rückrunde gespielt, wo er in etwa sein Gehalt, d.h. sein nominelles sportliches Standing gerechtfertigt hat. Darf man das nicht zu wenig finden? Mir ist das ein bissel dünne, vor allem wenn ich mal dran zurückdenke, was hier für Kommentarschlachten um Mkhitaryan gelaufen sind, weil dessen zweite Saison schwach war und der ja "Rekordeinkauf" war. Bisher ist Götze das Geld nicht Wert gewesen. Ich war damals nicht gegen den Kauf (aber auch nicht extrem dafür, eher wohlwollend neutral + optimistisch), aber mit dem heutigen Wissen würde ich ihn nicht wiederholen. Wenn er die RR diese Saison bestätigt, kann da ja auch tatsächlich noch ein Schuh draus werden für den BVB und man kann sich mit der Sache versöhnen. Hoffentlich kommt es so und hoffentlich ist Götze dann nicht so blöd, den Schwan zu machen.


Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Im Prinzip hat man aber bei den Zugängen nicht ganz richtig gelegen. Ändern kann man das eben nur bedingt. Will man sich dann wieder verstärken, um den sportlichen Kurs zu halten, muss man neue Spieler verpflichten. Oder eben mit den "Fehlinvestitionen" höchstwahrscheinlich die sportlichen Ziele verpassen. Oder was wäre da der Vorschlag? Klar man kann besser einkaufen, aber ob man die letzten Jahre insgesamt als so schlecht anbetrachtet, lasse ich mal dahingestellt. Hätte man eben weiter auf Schürrle oder z.B. Toprak gesetzt, wären vermutlich andere Spieler nicht hier (Sancho, Dembele?) und man wäre sportlich nicht da, wo man eben gern hin will. Sondern würde vermutlich in der Liga rumdümpeln. Es ist halt immer schwierig da etwas besseres zu verlangen, weil im Endeffekt sind daraus auch richtige Krachertransfers entstanden, dass man da trotz Schürrle, Rode und Toprak weiterhin Bedarf gesehen hat.

Na klar darf man auch das Preis-Leistungsverhältnis von Götze nicht für ausreichend erachten oder seine ersten beiden zwei Jahre rückblickend nicht für gut empfinden. Nach einer durchaus guten letzten Saison und deutlicher Steigerung, verstehe ich nur den Sinn darin nicht. Aktuell spielt er gut, aber kann eben vergangene Leistungen nicht rückgangig machen.


Das Problem ist ja nicht nur, dass man zu viele Spieler für eine Position geholt hat, sondern eben diese Spieler, die zusätzlich waren, es aber im Grunde nicht gebraucht, dann einfach noch mit langen und teuren Verträgen ausgestattet wurden, die man aktuell wie man am Beispiel Schürrle sieht, nur sehr schwer vermittelt bekommt.
Hat es einen Schürrle damals wirklich gebraucht, obwohl man schon Mor und Dembele für die Außenpositionen verpflichtet hatte? Ich denke eher nicht. Natürlich war die Entwicklung von Dembele nicht vorhersehbar und er hätte genauso gut den Mor machen können, aber irgendwie muss man ja auch mal ein Stück weit Mut zum Risiko haben und wenn ich davon überzeugt bin, dass ich mit Dembele ein Toptalent an Land gezogen habe und das war er ohne Zweifel und man wusste was bei ihm fußballerisch zu erwarten ist, da man ihn ja auch lange genug gescoutet hat, benötigt man dann noch zusätzlich einen Schürrle, der damals unser Rekordtransfer war?
Natürlich war es der Wunschspieler von unseren damaligen Trainer, aber ich kann doch nicht zweigleisig fahren, haufenweise Geld rausschmeißen um unseren tollen Trainer noch glücklich zu machen, ohne überhaupt zu wissen, wie lange dieser Trainer noch im Verein ist. Natürlich muss ein Trainer mit den Spielern auch arbeiten können, weshalb es keinen Sinn macht, Spieler zu holen, die überhaupt nicht zum Trainer passen. Dennoch gibt der Verein die Philosophie vor und nicht die Trainer, die heutzutage sowieso kein lange Verweildauer mehr im Verein haben. Einen so teuren Spieler für einen Trainer zu holen, wo es augenscheinlich schon nach seiner ersten Saison zwischenmenschliche Differenzen gab, war einfach Wahnsinn und nun, 3 Jahre später, bekommt man den Spieler nicht los.
Und genauso verhält es sich mit vielen anderen Transfers. Einen Rode hat es nach der Merino-Verpflichtung auch nicht gebraucht, zumal mit Weigl und Castro noch zwei Spieler für diese Position im Kader waren. Dennoch hatte man sich in ihn einen Spieler ausgeguckt, der bei den Bayern nie war und hat sehr viel Geld ausgegeben, obwohl auch schon damals seine Krankenakte bekannt war. Merino hat sich bei Sociedad mittlerweile sehr gut entwickelt und wurde zuletzt sogar schon mit Barca in Verbindung gebracht, während wir auf Rode immer noch sitzen bleiben.
Ich könnte das noch weiter ausführen, aber das würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen noch weiter das Thema des Threads verfehlen, als sowieso schon.
Nur kann man deutlich erkennen, dass in den vergangen Jahren zwar viele gute, aber wiederum auch viele schlechte Entscheidungen in der Transferpolitik getroffen wurden, weil zum einen eine klare Linie nicht erkennbar war bzw. vermisst wurde und zum anderen auch ein großes Stück weit Mut zum Risiko.
Daher bin ich bei deinem Vorredner. Natürlich ist es so, dass man auch wenn eine Position doppelt oder dreifach besetzt ist, man einen Bedarf erkennen kann, weil es qualitativ hapert. Es bringt mir aber nichts, den vierten Spieler für diese Position zu holen, wenn ich schon drei Spieler auf der Position unter Vertrag habe, die zum einen sehr viel Gehalt kosten und zum anderen nicht einfach mal soeben verkauft werden können. Da muss man halt strategischer vorgehen und gucken, ob man für diesen einen Spieler bzw. für den Bedarf nicht doch lieber 1 Jahr wartet, bis sich evtl. eine Lücke auftut, als dass man ihn sofort holt und den Kader vollpackt.
Man kann ja von den Bayern halten was man will, aber dass die nach dem James-Abgang auf einen Ersatz für diese Position verzichten und dann lieber 1 Jahr mit Müller auf der Position in die Saison gehen, um im kommenden Sommer Platz für Havertz zu haben, ist schon ein guter Move.
Hätten wir die finanziellen Mittel einen Havertz zu verpflichten, müsste man sich doch bei uns wieder die Frage stellen, wo der spielen soll bzw. wer für ihn Platz im Kader/Startelf machen soll.


Ich habs mal umgeschwenkt.

Wie eben schon gesagt, kann ich die Ausführungen durchaus nachempfinden.

Frage wäre eher, was hätte man machen sollen, als die Transfers da waren und man gemerkt hat, dass die sportlichen Ziele mit diesen Spielern nicht zu erreichen sind? Ich will den Missstand im Kader ja überhaupt nicht schön- oder wegreden.
Es kann ja wohl nicht die vorgeschlagene Lösung sein, mit diesen Spieler dann weiterzuarbeiten, abzuwarten bis man diese abgeben und neue verpflichten kann und sportliche Ziele zu verpassen? Dann würden wir vermutlich heute noch mit diesen Spielern dem steigenden Konkurrenzkampf hinterherlaufen. Spieler wie Sancho, die ursprünglich Investitionen in die Zukunft waren, wären vermutlich garnicht da, weil man ja kein konkreten Bedarf hatte in Form von einem Engpass. Das halte ich für zu kurzfristig gedacht.
Nur die sportlichen Erfolge garantieren uns doch letztlich, weiter auf dem Kurs bleiben zu können und generieren uns sehr viel Geld.
Wodurch es eher schwer ist, jetzt zu sagen was mehr bringt, der sportliche Erfolg und damit zusammenhängend Prämien oder ein aufgeräumter Kader und zwanghaft durchnittlichere sportliche Leistungen. Ich würde sagen Ersteres, die Gefahr abzurutschen und auch mal die CL des öfteren zu verpassen ist zu groß. Also lieber nehme ich rückblickend den Kader so jetzt in Kauf, als dass ich den sportlichen Erfolg in der Vergangenheit riskiert hätte. Und ich finde man hat auch durchaus eine klare Strategie verfolgt und zwar auf den meisten Positionen mit Talent und Erfahrung bestückt zu sein. Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen Spieler XYZ hätte man nicht benötigt. Schürrle, Rode und auch Toprak, waren sicherlich als Stammspieler eingeplant, hingegen Mor und Merino wohl eher als die Herausforderer.


Sicherlich richtig, aber wenn ich den Bedarf auf der Position erkenne, warum mache ich es nicht so, dass ich sofort die nötige Qualität hole und wie du schon schreibst, die Talente die Herausforderer sind. Es war doch schon damals eindeutig, dass Spieler wie Schürrle und Rode nicht die Qualität versprechen, die man sich für diese Ablösesumme erhofft hat, da es bei beiden mehr als genug Fragezeichen ob deren Leistungen gab.
Warum dann also nicht das Risiko gehen und womöglich noch mal 5-10 Mio. mehr in die Hand nehmen um da wirklich nen Kracher zu holen, anstatt total überteuert Verlegenheitslösungen zu holen, die dann einspringen sollen, wenn die Talente nicht wir gewünscht zünden, aber zumindest noch ein durchschnittliches Bundesliga-Niveau besitzen, um nicht komplett abzustürzen.
Im Optimalfall hätte man, wenn man sich anstatt Schürrle damals nen richtigen Kracher geholt hätte, am Ende zwei Topspieler im Kader gehabt und womöglich einen davon jetzt immer noch und den anderen wie im Fall Dembele zu viel Geld gemacht.
Nun ist es aber so, dass sich zwar Dembele so entwickelt hat, wie erwartet und auch viel Geld in die Kassen gespült hat, aber doch recht schnell klar war, dass Schürrle alleine nicht die Qualität besitzt den Verlust aufzufangen, ihn man nun aber auch nicht wieder losbekommt.
Stattdessen hatte man sich damals, nach dem Dembele-Abgang gleich noch nen Yarmolenko geholt, obwohl man mit Sancho das nächste vielversprechende Talent in der Pipeline hatte. Warum wollte man sich hier schon wieder doppelt absichern, wenn doch in Schürrle noch eine Absicherung im Kader war? Bei Yarmolenko kann man dann vom Glück sagen, dass man ihn noch mit wenig Verlust wieder losgeworden ist, Schürrle ist aber immer noch da und komischerweise spielt er jetzt keine Rolle mehr, wo eigentlich Bedarf auf den Außen ist, da und davon gehe ich mal aus, nach einem Guerreiro-Abgang wir mit Sancho, Hazard und Bruun Larsen einfach zu dünn besetzt sind.
Das sind einfach so Kleinigkeiten, wo man sich letztendlich fragen muss, ob es diesen Transfer gebraucht hätte. So Spieler wie Schürrle, Rode, Yarmolenko oder aber auch Toljan waren eher so Kompromiss-Transfers, weil man irgendwie das Gefühl hatte, dass man noch irgendwie Bedarf hat, aber für diesen Bedarf dann doch nicht in die Vollen gehen wollte.


Ich sehe das genauso wie du. Nur ich vermute aus Vereinssicht, hat man wirklich an diese Spieler geglaubt und es war in deren Augen eben keine Verlegenheitslösung. Das waren halt durchaus Fehlentscheidungen, die man eben aber nicht mehr rückgängig machen kann. Denke aber jetzt nicht, dass man von Schürrle, Rode oder Toprak nicht überzeugt war. Letztlich wird man abgewogen haben und hat die Entscheidung dann in Abstimmung mit dem Trainer getroffen. Das was für uns oder den ein oder anderen "klar" war, haben andere eben anders gesehen. Ich muss ganz ehrlich eingestehen, von Yarmolenko habe auch ich mir damals mehr erwartet. Glaube nicht, dass das irgendwie die Kompromisslösung war. Man kann es hinterher immer leicht sagen, man hätte all die Spieler nie verpflichten dürfen. Dafür muss man eben auch zu Gute halten, dass man bei einigen Entscheidungen auch Goldrichtig lag. Eventuell wären viele Talente garnicht da, wenn man die Positionen nicht doppelt abgesichert hätte.

Es ist auch grade erst der 11.07., wenn man da auch den Weg der Bayern sieht, ist da sicherlich noch viel Zeit, um das noch etwas passiert. So ganz sicher, kann ich den Bedarf auf den Flügeln nur schwer einschätzen. Letztlich sind Reus und Brandt auch noch da. Einen Morey kann ich schwer einschätzen, eventuell könnte der auch auf RA eine Sancho Alternative sein. Bruun Larsen ist sicher noch da und Guerreiro noch nicht mal weg. Jetzt da zuzuschlagen, widerspricht eigentlich eher der Strategie, erstmal etwas im Kader aufzuräumen. Und llt versucht man grade auchmal, das umzusetzen, was Bayern tut. Positionen abzusichern, die bereits "Stammspieler" sind. So ist Götze auch Absicherung für OM. Reus und Brandt für Hazard. Falls Morey auch offensiver kann, hat man hinter Sancho noch Morey und Bruun Larsen. Ich versuche mir das auch nur zu erklären und finde da durchaus Ansätze, wie womöglich Gedacht worden ist.


Naja, wenn man ehrlich ist, lag man in den letzten Jahren häufig bei den Talenten goldrichtig und die vermeintlich gestandenen Spieler haben selten überzeugt. Es kommt nicht von ungefähr, dass uns die Verkäufe von Dembele und Pulisic ein Stück weit die Transferbilanz gerettet haben und auch Spieler wie Auba, Hummels, Mkhitaryan und Gündogan, die uns schon eine hohe Summe eingespielt haben, sind als junge Talente zu uns gekommen. Natürlich erwarte ich nicht, dass gestandene Spieler zu uns kommen, um einen hohen Wiederverkaufswert zu haben. Einen solchen Zweck erfüllen sie halt nicht, aber ich erwarte schon, dass diese Spieler uns sportlich weiter bringen.
Wenn es dann mal bei 1-2 Spielern nicht funktioniert, dann ist das zwar extrem ärgerlich, weil es auch finanziell uns ein Stück weit runter reißt, aber eben durch Verkäufe wie eben von Dembele oder Pulisic verkraftbar. Hat man dann aber eine ganze Reihe solcher gestandenen Spielern, die nicht so funktioniert haben, wie erhofft aber sehr viel Geld gekostet haben, dann kommt es eben zu solchen Problemen wie aktuell.
Und ich bin auch ganz ehrlich, wir haben da aktuell noch so einige Kandidaten, die uns in Zukunft schwer wiegen könnten. Sollte es nämlich stimmen, dass wir zukünftig mit einem 4-1-4-1 spielen, dann wäre Delaney das nächste teure Missverständnis bei uns, denn so gut das in der vergangenen Saison mit ihm noch funktioniert hat, so seltener dürfte er dann in der kommenden Saison auf ausreichend Spielzeit kommen, sodass dann wieder ein teurer, gestandener Spieler bei uns auf der Bank sitzt, dessen Marktwert sinkt und für den wir schwer nur das wieder reinbekommen werden, was wir bezahlt haben. Zusätzlich versperrt er halt einen Kaderplatz für ein junges Talent wie z.B. Raschl oder Osterhage und letztendlich fragt man sich im Nachhinein, wie sinnvoll die Verpflichtung von Delaney am Ende wirklich war, da ich, wenn ich ehrlich bin, seinen Mehrwert im Team auch noch nicht so wirklich erkannt habe. In der Rückrunde war schon deutlich zu erkennen, dass er neben Witsel nicht so gut funktioniert und die Tatsache, dass man jetzt wohl auf 4-1-4-1 umstellen möchte, um für Brandt Platz zu schaffen, der halt spielerisch viel mehr mitbringt als ein Delaney, bestätigt dies ein Stück weit.
Ich bin mir im Zuge dessen auch noch nicht zu 100% sicher, ob die Verpflichtung von Hazard wirklich sinnvoll war. Auch er ist bereits ein gestandener Spieler, der viel Geld gekostet hat, für dem ich aber noch nicht wirklich einen sicheren Platz bei uns sehe, sodass es am Ende auch ein teures Missverständnis werden könnte. Da stellt sich mir die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, dass Geld in ein junges Talent zu stecken, welches noch mehr Entwicklungspotenzial hat und vom Skillset her eher passt als Hazard, der sich m.M.n. vom Spielertyp her irgendwo zwischen einem Brandt und einem Sancho einordnen, also sehr nahe einem Guerreiro kommt, der, wenn man ehrlich ist, auch nicht zu 100% gepasst hat.
Ich tippe daher ganz stark darauf, dass Hazard wieder ein Trainer-Transfer war und eine Art Zugeständnis an Favre, was ich für sehr gefährlich halte, da dieser eben nur noch 2 Jahre Vertrag bei uns hat.

Wie gesagt, es sind halt so Kleinigkeiten, wo gewisse Fragezeichen dahinter stehen und man auf dem ersten Blick auch nicht wirklich den Plan dahinter erkennen kann. Manchmal wird dieser Plan recht schnell doch erkennbar, aber auch in vielen Fällen war er es auch auf dem zweiten Blick nicht, wie z.B. bei Schürrle.
Trotz der vielen Qualität die wir hinzubekommen haben und die besitzt Hazard zweifelsohne und auch wenn man sich einfach mal so die Namen vor Augen führt wie Reus, Sancho, Brandt, Götze, Witsel, Akanji, Hazard, Hummels, Paco, etc. finde ich die Zusammensetzung an sich noch nicht wirklich stimmig, weil es da unter den Spielen einfach noch zu viele Mismatches gibt.


Ich werte das mit Delaney änhlich (nicht ganz aus den selben Gründen) und bin mir bei T. Hazard ebenfalls nicht völlig sicher, wobei ich dabei eher an seine Qualität denke und befürchten muss, dass man da vielleicht mehr auf die Tore geguckt hat als auf den Rest. Kann sein,dass wir in einem Jahr also immer noch und schon wieder "ladenhüter", wie es die BXXD so respektvoll ausdrückte, versuchen an den Mann zu bringen.

Ob ein 4-1-4-1 wirklcih von Favre favorisiert wird würde ich mal in Abwarten, das ist bisher nur Spekulation.

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BVB - Transferpolitik |#14167
11.07.2019 - 17:02 Uhr
Zitat von Jones__
Zitat von LeFiete

Ich glaube ich muss keinem hier erzählen, was für einen Job Watzke und Zorc gemacht haben. Trotz des Sommer 2016 ist das eine anderthalb Jahrzehnte andauernde Erfolgsstory der Beiden, mit viel Auge für Potenzial und tollem Verhandlungsgeschick.

Ein tolles Gedankenspiel hatte ich mit einem Kumpel neulich, als wir darüber nachgedacht haben was mit No-Brainern passiert ist, die viele User sich gewünscht hätten, teilweise sogar vehement gefordert haben. Allein schon die Linksverteidiger.. Guerreiro, der schliesslich kam und gefühlt 6-7 Spiele auf der Position gemacht hat. Willems, Rodriguez, Max, Hector, Plattenhardt, Baba, Moreno und Konsorten.
Oder auf der 6 Spieler wie Geis, N‘Zonzi, Krychowiak.
Da ist mit mal aufgefallen das unsere Verantwortlichen manchmal wohl lieber wenig gemacht haben für den Konkurrenz-Druck (die ewige Diskussion bei Schmelzer zu Stammspielerzeiten), als überteuerte und/oder halbgare Lösungen anzuvisieren. Einzig der Sommer 2016 schien da eine Ausnahme zu sein, wo man bspw. trotz eigener Zweifel dem Trainer zu Liebe Schürrle ermöglichen wollte - Ausgang des Trainers, wie auch des Spielers ist Jedem bekannt in schwatz-gelb.
Dementsprechend bin ich noch optimistischer, dass die sowieso schon namenhaften Neuzugänge mit bestem Gewissen getätigt wurden und allein schon wenn man Zorcs Statistik anschaut, vermutlich 3/4 einschlagen müssten. Generell find ich auch die dabei angekündigte Offensive („Kampf um die Meisterschaft“) gut um die Spieler, wie auch das Umfeld zu mobilisieren, ohne das ein 2. Platz direkt als Scheitern auf ganzer Linie zu beurteilen wäre.

Sehr gespannt bin ich auch, wieviele Lücken - bzw. welche Lücken - man die nächsten Perioden für die Jugend lässt. Klar ist ein breiter Kader unabdingbar, aber dahingehend hat man mit der Januzaj-Leihe - wie auch dem Abbruch eben Jener - ja bereits Mut bewiesen, damit die eigenen Jungs Spielpraxis erhalten. Inwiefern man dies realisieren kann und will, bzw. welche Jugendspieler die Verantwortlichen genug überzeugen wird ein spannendes Thema werden 2019-21.


Gerade im Talentbereich haben wir aber auch einige Gerüchte und diskutierte Spieler, die komplett durch die Decke gegangen sind oder eben eine geile Entwicklung genommen haben.
Dybala, Lautaro Martinez, Malcom, Ruiz, Werner, Sadio Mane, Mbappe (2016), Lindelöf, Keita, Salah, Ünder, Fekir...

Alles Kicker, die mal genannt wurden von einzelnen Usern und auf die einige auch längere Zeit beharrt haben. Sicherlich muss man auch gluck haben und kann nieü genau sagen, welcher Spieler sich wo wie entwickelt, aber man kann auch nicht nur durch die rosarote Brille schauen. Manchmal reagiert der eigenen Verein einfach nicht schnell genug am Markt oder verpennt mal ein Talent. Andererseits kann man auch Glück haben und wie im Fall Dembélé einfach der schnellste Verein sein.

So oder so machen die Verantwortlichen sicherlich einen sehr guten Job, der Blick zwischenzeitlich ins Forum hätte aber eventuell dann doch noch die ein oder andere Perle bereitgehalten. rolleyesstark

Sollen wir eine Elf daraus basteln, sowas wie die „Wenger signed them almost XI“ mit Zlatan, CR7 und Co? grins

Dybala, Mbappe habe ich ehrlich gesagt gar nicht mehr so auf dem Schirm gehabt. Von den von dir genannten Namen muss ich aber auch sagen ich „vermisse“ nicht soo viele Spieler davon. Malcom bspw. wäre sicher auch ein guter Transfer gewesen - wenn er hier mit etwas kälterem Wetter und ohne Landsmänner / Leute die seine Sprache sprechen akklimatisiert wäre - aber wir verzichteten ja bewusst darauf um Passlack und Pulisic Spielpraxis zu gewähren. Gerade Letzterer ging ja durch die Decke und generierte nennenswert mehr Geld mit einem Jahr Vertrag als Malcom. Also in dem Fall lief alles zugunsten „unserer“ Entscheidung bislang.

Dann gibt es dabei halt auch Fälle die schwer waren, Martinez bspw. Oft sagen Talente wir waren am Frühsten dran, bei dem Jungen halt mal nicht - c‘est la vie.
Mané war eine Entscheidung „Kampl oder Mane?“, diesmal war unsere Entscheidung „falsch“.

Alles in allem - wie du ja sagtest - haben wir einen tollen Job gemacht. Bei medial oder von Usern „penetrant“ vorgeschlagenen Spielern gibt es ja viele Spieler die uns wohl nicht geholfen hätten - LVs waren 2013-2016 bspw. immer wieder Spieler wie Rodriguez, Baba, Willems oder vor 1-2 Jahren Max Dauerthema. Alles in allem bin ich froh das von den LVs nur „Forenliebling“ Guerreiro kam, der hat es zwar weiter vorne gepackt, aber hatte noch Impact und geht wohl mit Gewinn, wenn er geht.
BVB - Transferpolitik |#14168
11.07.2019 - 17:33 Uhr
Zitat von Danjo88
Zitat von daredennis7

Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von BVBBC

Zitat von goetzeus86

Zum einen schreibst du, dass du Zorcs harte Linie nachvollziehen kannst (woher nimmst du das by the way?



Findest du etwa, dass er eine weiche Linie bei den Abgängen fährt und einfach nur abnickt? Ich finde nicht, sondern denke, dass er sehr hart verhandelt, was die Einnahmenseite angeht. Toljan ist da nur das jüngste Beispiel von vielen, wobei Toljan jetzt scheinbar zum Abschluss gebracht wurde.


Bei Schürrle ist man zu Rekordeinbußen bereit, bei Rode wird man sich mit der Eintracht wohl in der Mitte treffen; zumindest gibt es keinen Bericht, der etwas anderes verlautbaren lässt - auch bei den anderen Streichkandidaten gibt es keine entsprechenden Gerüchte) zum anderen schreibst du, dass das Ganze hochriskant ist und ohne „Pokerface“ schwer nach hinten losgehen könne.



Bislang gibt es keinen Bericht, dass man sich mit Frankfurt in der Mitte trifft. Wenn dem so wäre, hätte man sich logischerweise längst dort getroffen. Stattdessen wird berichtet, dass man noch immer mehr als 50% auseinanderliegt und demnächst weiterverhandelt wird. Beide Seiten spielen offenbar auf Zeit, die Frankfurt angesichts Rodes Verletzung auch hat. Der BVB hat sie nicht wirklich, bei der Vorleistung, die man gemacht hat. 100 Mio. lagen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt der Vorsaison auf dem Konto, also auch nicht nach dem Pulisic Abgang.

Dass man bei Schürrle zu Rekordeinbußen bereit ist, ist ansonsten ja auch ein Ding, was man nicht für möglich gehalten hätte. Da hat man sich sicher noch 50 Mio. erwartet Unschuldig Auch das ist aber ein Poker, da man sich mit dem Spieler auf einen Wechsel verständigen kann, ihn freistellt, aber keine Garantien hat, dass er irgendwo einen Vertrag auftun kann, der ihm passt ...

Dazuhin gibt es eine Reihe an Transfers, die bereits als sicher gemeldet wurden. Philipp nach Wolfsburg galt schon vor 3 Wochen als sichere Wette. Passiert ist seitdem nichts, weil Wolfsburg noch selbst auf Einnahmen wartet und immer wieder betont wurde, wie kritisch das für Philipps Ablöse sei. Dass Zorc den Wolfsburgern entgegenkommt, um den Wechsel nicht platzen zu lassen, sondern direkt durchzuziehen, habe ich aber nirgendwo gelesen und es ist auch nicht passiert. Der Guerreiro Deal war auch schon einige Male als durch gemeldet. Tatsächlich scheint man aber noch weit auseinander, falls der Deal überhaupt noch so stattfindet. Da hat man also sicher auch nicht direkt gesagt, dass die Einsparungen über allem stehen, sondern will sich seine Preise offenbar weiterhin nicht kaputt machen.

Bei anderen Spielern hat man sogar gar keine Verkaufsabsicht, obwohl sie zuletzt sportlich verzichtbare Rollen einnahmen und teils sogar nachgelegt hat. Mal abgesehen davon, dass es immer ein Poker ist, ist die Grundsituation in diesem Sommer daher schon mit etwas mehr Druck versehen als zu anderen Zeitpunkten. Natürlich pokert Zorc daher jetzt erst recht.


Bei Rode wird es sicher nicht an 1 oder 2 Millionen scheitern, entscheidend ist bei ihm und eigentlich allen anderen (bis auf vllt Milli und Rapha, Weigl soll ja anscheinend doch bleiben) das Gehalt, das eingespart werden soll. Umso bemerkenswerter, was Zorc bei Toljan allem Anschein nach herausgeholt hat. Da verkauft man einen Spieler, der seinen Wert mit Sicherheit zuletzt nicht steigern konnte, ggf. an einen nicht eben potenten Verein und geht eventuell sogar mit einem leichten Plus aus der Sache.


Bei den bisherigen Ausgaben halte ich Einsparungen im Etat nicht für genug. Irgendwoher muss noch massiv Geld kommen und wenn es durch vermeintliches Kleinvieh ist, indem hie und da 2-3 Mio. mehr rausspringen, wodurch zusätzliche 20-30 Mio. reinkommen, die man so nicht erwartet hätte. Es ist eine Notwendigkeit, dass man das Geld bekommt, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Darauf wollte ich raus und darum ist es Poker auf sehr hohem Niveau, zumal die letzten Jahre eben schon gezeigt haben, dass man bereits kleinere Kader nicht ausdünnen konnte, obwohl man das offen kommunizierte. Der Kader ist aktuell aber wesentlich größer als in den Vorjahren ...


Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, wie schwer es werden kann, große Kader wieder zurückzuschrumpfen. Siehe die Magath-Clubs Wolfsburg oder Schalke, um nur mal zwei prominente Beispiele zu nennen. Aus meiner Sicht sind Hummels und Delaney, Götze, Schürrle, Rode, Ji genaus solche Transfers, mit denen man sich sowas Peu a Peu einbrockt. Bei Delaney ist es bisher gutgeangen, bei Götze wird es vielleicht im 4. Jahr endlich was (viel zu spät) und bei Hummels ist zumindest die Qualität nie weggewesen, sodass man optimistisch sein darf / kann / muss.
Ich würde mir da in Zukunft etwas mehr Augenmaß und Kauf nach echtem Bedarf wünschen, der sicher nicht bei allen o.G. Transfers wirklich gegeben war (ich will jetzt keine Einzelfalldiskussion starten, es geht eher ums Grundprinzip). Ein Riesenkader kostet nämlich einen Haufen Geld, der dann manchmal in einen Transfer der hier 14 Mio. verdient und 50-60 Mio. Ablöse kostet womöglich besser investiert wäre. Zur Veranschaulichung: Drei Spieler die 3 Mio. verdienen und je 10 Mio. gekostet haben weniger, und schon hast Du einen Gündogan oder Isco schon fast zur Hälfte finanziert. Klar ist das Milchmädchenrechnung. Aber diese vermeintlichen Schnäppchen ohne wirklich großen Bedarf auf der Position sind es oft einfach nicht Wert. Klar - Fehleinkäufe gehören zum Geschäft: Das mit Ginter, mit Philip, mit Immobile, das hätte auch alles klappen können, damit wird man immer leben müssen, aber da jeder Transfer ein Risiko ist, sollte man nur da zuschlagen, wo wirklich Bedarf da ist.

Zudem finde ich es erstaunlich, wieviel Geld sich der BVB Berater kostet lässt. Wir sind da in der BL führend, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich will nicht wissen (naja, eigentlich wüsste ich es ganz gern doch), wieviele dieser Beraterkosten zustande kamen, weil sich der BVB mal eben noch einen Spieler hat "aufschwatzen" lassen. (Klar, ein Teil der immensen Beraterkosten liegen auch an die Großverkäufen Auba, Dembele etc. - da will ja der Berater auch immer was)


Aber wenn man eben zu der Erkenntnis gelangt, dass die Qualität nicht ausreicht, um die sportlichen Ziele zu erreichen, hat man womöglich auch Bedarf. Also ein Bedarf kann mMn auch vorhanden sein ohne einen konkreten Engpass auf einer Position.
Die einzige Möglichkeit wäre auf die Spieler die man dann hat zu setzen, aber vermutlich dann die sportlichen Ziele, schnell aus dem Auge zu verlieren.

Mag sein das einige in der IV keinen Bedarf gesehen haben, die Verantwortlichen aber anscheinend schon. Genauso hatte man mMn auch Bedarf für Delaney, Rode und auch Schürrle. Auch wenn Rode und Schürrle nie gezündet haben. Wie schlecht Götze hier wegkommt, verstehe ich bis heute nicht, der war letztes Jahr sicherlich einer der stärksten Spieler.


Irgendeinen Bedarf kannst Du doch immer finden. Das ist im Forum hier doch nicht anders. Du kannst Dich aber auch hinstellen und Sagen: 2 Spieler pro Position + 3 Torhüter + 1-2 Talente aus der eigenen Jugend. 1-3 Spieler weniger, wenn welche polyvalent genug sind, dass man zweigleisig planen kann. Und dann stell sich eben die Frage, ob man wirklich noch den 7,8, 12 Winger holen muss. Vielleicht muss man dann auch mal aushalten, dass man auf Position X keinen optimalen BU / Rotationsspieler hat. Besser als drei zu haben, die auch alle nicht optimal sind und dann ein Jahr später auf der Position was Richtiges machen. In Reinform wird das nie klappen, aber wenn Du soviele Spieler ansammelst wie der BVB hast Du irgendwann die Kontrolle aufgegeben. Emotional verstehe ich ja sogar noch, wenn man sagt: "Der Trainer will aber unbedingt noch den und den Spielertypen", "Wir können den Hummels kriegen", "Spieler XY hat letzte Saison dreimal den Ball getroffen und kostet nur 15 Mio. - lass uns zuschlagen", aber es sollte dann in Zukunft bittschön nicht ausarten, wie es das in den letzten 3 Jahren passierte.

Zu Götze: Götze hat jetzt mal eine Rückrunde gespielt, wo er in etwa sein Gehalt, d.h. sein nominelles sportliches Standing gerechtfertigt hat. Darf man das nicht zu wenig finden? Mir ist das ein bissel dünne, vor allem wenn ich mal dran zurückdenke, was hier für Kommentarschlachten um Mkhitaryan gelaufen sind, weil dessen zweite Saison schwach war und der ja "Rekordeinkauf" war. Bisher ist Götze das Geld nicht Wert gewesen. Ich war damals nicht gegen den Kauf (aber auch nicht extrem dafür, eher wohlwollend neutral + optimistisch), aber mit dem heutigen Wissen würde ich ihn nicht wiederholen. Wenn er die RR diese Saison bestätigt, kann da ja auch tatsächlich noch ein Schuh draus werden für den BVB und man kann sich mit der Sache versöhnen. Hoffentlich kommt es so und hoffentlich ist Götze dann nicht so blöd, den Schwan zu machen.


Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Im Prinzip hat man aber bei den Zugängen nicht ganz richtig gelegen. Ändern kann man das eben nur bedingt. Will man sich dann wieder verstärken, um den sportlichen Kurs zu halten, muss man neue Spieler verpflichten. Oder eben mit den "Fehlinvestitionen" höchstwahrscheinlich die sportlichen Ziele verpassen. Oder was wäre da der Vorschlag? Klar man kann besser einkaufen, aber ob man die letzten Jahre insgesamt als so schlecht anbetrachtet, lasse ich mal dahingestellt. Hätte man eben weiter auf Schürrle oder z.B. Toprak gesetzt, wären vermutlich andere Spieler nicht hier (Sancho, Dembele?) und man wäre sportlich nicht da, wo man eben gern hin will. Sondern würde vermutlich in der Liga rumdümpeln. Es ist halt immer schwierig da etwas besseres zu verlangen, weil im Endeffekt sind daraus auch richtige Krachertransfers entstanden, dass man da trotz Schürrle, Rode und Toprak weiterhin Bedarf gesehen hat.

Na klar darf man auch das Preis-Leistungsverhältnis von Götze nicht für ausreichend erachten oder seine ersten beiden zwei Jahre rückblickend nicht für gut empfinden. Nach einer durchaus guten letzten Saison und deutlicher Steigerung, verstehe ich nur den Sinn darin nicht. Aktuell spielt er gut, aber kann eben vergangene Leistungen nicht rückgangig machen.


Das Problem ist ja nicht nur, dass man zu viele Spieler für eine Position geholt hat, sondern eben diese Spieler, die zusätzlich waren, es aber im Grunde nicht gebraucht, dann einfach noch mit langen und teuren Verträgen ausgestattet wurden, die man aktuell wie man am Beispiel Schürrle sieht, nur sehr schwer vermittelt bekommt.
Hat es einen Schürrle damals wirklich gebraucht, obwohl man schon Mor und Dembele für die Außenpositionen verpflichtet hatte? Ich denke eher nicht. Natürlich war die Entwicklung von Dembele nicht vorhersehbar und er hätte genauso gut den Mor machen können, aber irgendwie muss man ja auch mal ein Stück weit Mut zum Risiko haben und wenn ich davon überzeugt bin, dass ich mit Dembele ein Toptalent an Land gezogen habe und das war er ohne Zweifel und man wusste was bei ihm fußballerisch zu erwarten ist, da man ihn ja auch lange genug gescoutet hat, benötigt man dann noch zusätzlich einen Schürrle, der damals unser Rekordtransfer war?
Natürlich war es der Wunschspieler von unseren damaligen Trainer, aber ich kann doch nicht zweigleisig fahren, haufenweise Geld rausschmeißen um unseren tollen Trainer noch glücklich zu machen, ohne überhaupt zu wissen, wie lange dieser Trainer noch im Verein ist. Natürlich muss ein Trainer mit den Spielern auch arbeiten können, weshalb es keinen Sinn macht, Spieler zu holen, die überhaupt nicht zum Trainer passen. Dennoch gibt der Verein die Philosophie vor und nicht die Trainer, die heutzutage sowieso kein lange Verweildauer mehr im Verein haben. Einen so teuren Spieler für einen Trainer zu holen, wo es augenscheinlich schon nach seiner ersten Saison zwischenmenschliche Differenzen gab, war einfach Wahnsinn und nun, 3 Jahre später, bekommt man den Spieler nicht los.
Und genauso verhält es sich mit vielen anderen Transfers. Einen Rode hat es nach der Merino-Verpflichtung auch nicht gebraucht, zumal mit Weigl und Castro noch zwei Spieler für diese Position im Kader waren. Dennoch hatte man sich in ihn einen Spieler ausgeguckt, der bei den Bayern nie war und hat sehr viel Geld ausgegeben, obwohl auch schon damals seine Krankenakte bekannt war. Merino hat sich bei Sociedad mittlerweile sehr gut entwickelt und wurde zuletzt sogar schon mit Barca in Verbindung gebracht, während wir auf Rode immer noch sitzen bleiben.
Ich könnte das noch weiter ausführen, aber das würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen noch weiter das Thema des Threads verfehlen, als sowieso schon.
Nur kann man deutlich erkennen, dass in den vergangen Jahren zwar viele gute, aber wiederum auch viele schlechte Entscheidungen in der Transferpolitik getroffen wurden, weil zum einen eine klare Linie nicht erkennbar war bzw. vermisst wurde und zum anderen auch ein großes Stück weit Mut zum Risiko.
Daher bin ich bei deinem Vorredner. Natürlich ist es so, dass man auch wenn eine Position doppelt oder dreifach besetzt ist, man einen Bedarf erkennen kann, weil es qualitativ hapert. Es bringt mir aber nichts, den vierten Spieler für diese Position zu holen, wenn ich schon drei Spieler auf der Position unter Vertrag habe, die zum einen sehr viel Gehalt kosten und zum anderen nicht einfach mal soeben verkauft werden können. Da muss man halt strategischer vorgehen und gucken, ob man für diesen einen Spieler bzw. für den Bedarf nicht doch lieber 1 Jahr wartet, bis sich evtl. eine Lücke auftut, als dass man ihn sofort holt und den Kader vollpackt.
Man kann ja von den Bayern halten was man will, aber dass die nach dem James-Abgang auf einen Ersatz für diese Position verzichten und dann lieber 1 Jahr mit Müller auf der Position in die Saison gehen, um im kommenden Sommer Platz für Havertz zu haben, ist schon ein guter Move.
Hätten wir die finanziellen Mittel einen Havertz zu verpflichten, müsste man sich doch bei uns wieder die Frage stellen, wo der spielen soll bzw. wer für ihn Platz im Kader/Startelf machen soll.


Ich habs mal umgeschwenkt.

Wie eben schon gesagt, kann ich die Ausführungen durchaus nachempfinden.

Frage wäre eher, was hätte man machen sollen, als die Transfers da waren und man gemerkt hat, dass die sportlichen Ziele mit diesen Spielern nicht zu erreichen sind? Ich will den Missstand im Kader ja überhaupt nicht schön- oder wegreden.
Es kann ja wohl nicht die vorgeschlagene Lösung sein, mit diesen Spieler dann weiterzuarbeiten, abzuwarten bis man diese abgeben und neue verpflichten kann und sportliche Ziele zu verpassen? Dann würden wir vermutlich heute noch mit diesen Spielern dem steigenden Konkurrenzkampf hinterherlaufen. Spieler wie Sancho, die ursprünglich Investitionen in die Zukunft waren, wären vermutlich garnicht da, weil man ja kein konkreten Bedarf hatte in Form von einem Engpass. Das halte ich für zu kurzfristig gedacht.
Nur die sportlichen Erfolge garantieren uns doch letztlich, weiter auf dem Kurs bleiben zu können und generieren uns sehr viel Geld.
Wodurch es eher schwer ist, jetzt zu sagen was mehr bringt, der sportliche Erfolg und damit zusammenhängend Prämien oder ein aufgeräumter Kader und zwanghaft durchnittlichere sportliche Leistungen. Ich würde sagen Ersteres, die Gefahr abzurutschen und auch mal die CL des öfteren zu verpassen ist zu groß. Also lieber nehme ich rückblickend den Kader so jetzt in Kauf, als dass ich den sportlichen Erfolg in der Vergangenheit riskiert hätte. Und ich finde man hat auch durchaus eine klare Strategie verfolgt und zwar auf den meisten Positionen mit Talent und Erfahrung bestückt zu sein. Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen Spieler XYZ hätte man nicht benötigt. Schürrle, Rode und auch Toprak, waren sicherlich als Stammspieler eingeplant, hingegen Mor und Merino wohl eher als die Herausforderer.


Sicherlich richtig, aber wenn ich den Bedarf auf der Position erkenne, warum mache ich es nicht so, dass ich sofort die nötige Qualität hole und wie du schon schreibst, die Talente die Herausforderer sind. Es war doch schon damals eindeutig, dass Spieler wie Schürrle und Rode nicht die Qualität versprechen, die man sich für diese Ablösesumme erhofft hat, da es bei beiden mehr als genug Fragezeichen ob deren Leistungen gab.
Warum dann also nicht das Risiko gehen und womöglich noch mal 5-10 Mio. mehr in die Hand nehmen um da wirklich nen Kracher zu holen, anstatt total überteuert Verlegenheitslösungen zu holen, die dann einspringen sollen, wenn die Talente nicht wir gewünscht zünden, aber zumindest noch ein durchschnittliches Bundesliga-Niveau besitzen, um nicht komplett abzustürzen.
Im Optimalfall hätte man, wenn man sich anstatt Schürrle damals nen richtigen Kracher geholt hätte, am Ende zwei Topspieler im Kader gehabt und womöglich einen davon jetzt immer noch und den anderen wie im Fall Dembele zu viel Geld gemacht.
Nun ist es aber so, dass sich zwar Dembele so entwickelt hat, wie erwartet und auch viel Geld in die Kassen gespült hat, aber doch recht schnell klar war, dass Schürrle alleine nicht die Qualität besitzt den Verlust aufzufangen, ihn man nun aber auch nicht wieder losbekommt.
Stattdessen hatte man sich damals, nach dem Dembele-Abgang gleich noch nen Yarmolenko geholt, obwohl man mit Sancho das nächste vielversprechende Talent in der Pipeline hatte. Warum wollte man sich hier schon wieder doppelt absichern, wenn doch in Schürrle noch eine Absicherung im Kader war? Bei Yarmolenko kann man dann vom Glück sagen, dass man ihn noch mit wenig Verlust wieder losgeworden ist, Schürrle ist aber immer noch da und komischerweise spielt er jetzt keine Rolle mehr, wo eigentlich Bedarf auf den Außen ist, da und davon gehe ich mal aus, nach einem Guerreiro-Abgang wir mit Sancho, Hazard und Bruun Larsen einfach zu dünn besetzt sind.
Das sind einfach so Kleinigkeiten, wo man sich letztendlich fragen muss, ob es diesen Transfer gebraucht hätte. So Spieler wie Schürrle, Rode, Yarmolenko oder aber auch Toljan waren eher so Kompromiss-Transfers, weil man irgendwie das Gefühl hatte, dass man noch irgendwie Bedarf hat, aber für diesen Bedarf dann doch nicht in die Vollen gehen wollte.


Ich sehe das genauso wie du. Nur ich vermute aus Vereinssicht, hat man wirklich an diese Spieler geglaubt und es war in deren Augen eben keine Verlegenheitslösung. Das waren halt durchaus Fehlentscheidungen, die man eben aber nicht mehr rückgängig machen kann. Denke aber jetzt nicht, dass man von Schürrle, Rode oder Toprak nicht überzeugt war. Letztlich wird man abgewogen haben und hat die Entscheidung dann in Abstimmung mit dem Trainer getroffen. Das was für uns oder den ein oder anderen "klar" war, haben andere eben anders gesehen. Ich muss ganz ehrlich eingestehen, von Yarmolenko habe auch ich mir damals mehr erwartet. Glaube nicht, dass das irgendwie die Kompromisslösung war. Man kann es hinterher immer leicht sagen, man hätte all die Spieler nie verpflichten dürfen. Dafür muss man eben auch zu Gute halten, dass man bei einigen Entscheidungen auch Goldrichtig lag. Eventuell wären viele Talente garnicht da, wenn man die Positionen nicht doppelt abgesichert hätte.

Es ist auch grade erst der 11.07., wenn man da auch den Weg der Bayern sieht, ist da sicherlich noch viel Zeit, um das noch etwas passiert. So ganz sicher, kann ich den Bedarf auf den Flügeln nur schwer einschätzen. Letztlich sind Reus und Brandt auch noch da. Einen Morey kann ich schwer einschätzen, eventuell könnte der auch auf RA eine Sancho Alternative sein. Bruun Larsen ist sicher noch da und Guerreiro noch nicht mal weg. Jetzt da zuzuschlagen, widerspricht eigentlich eher der Strategie, erstmal etwas im Kader aufzuräumen. Und llt versucht man grade auchmal, das umzusetzen, was Bayern tut. Positionen abzusichern, die bereits "Stammspieler" sind. So ist Götze auch Absicherung für OM. Reus und Brandt für Hazard. Falls Morey auch offensiver kann, hat man hinter Sancho noch Morey und Bruun Larsen. Ich versuche mir das auch nur zu erklären und finde da durchaus Ansätze, wie womöglich Gedacht worden ist.


Naja, wenn man ehrlich ist, lag man in den letzten Jahren häufig bei den Talenten goldrichtig und die vermeintlich gestandenen Spieler haben selten überzeugt. Es kommt nicht von ungefähr, dass uns die Verkäufe von Dembele und Pulisic ein Stück weit die Transferbilanz gerettet haben und auch Spieler wie Auba, Hummels, Mkhitaryan und Gündogan, die uns schon eine hohe Summe eingespielt haben, sind als junge Talente zu uns gekommen. Natürlich erwarte ich nicht, dass gestandene Spieler zu uns kommen, um einen hohen Wiederverkaufswert zu haben. Einen solchen Zweck erfüllen sie halt nicht, aber ich erwarte schon, dass diese Spieler uns sportlich weiter bringen.
Wenn es dann mal bei 1-2 Spielern nicht funktioniert, dann ist das zwar extrem ärgerlich, weil es auch finanziell uns ein Stück weit runter reißt, aber eben durch Verkäufe wie eben von Dembele oder Pulisic verkraftbar. Hat man dann aber eine ganze Reihe solcher gestandenen Spielern, die nicht so funktioniert haben, wie erhofft aber sehr viel Geld gekostet haben, dann kommt es eben zu solchen Problemen wie aktuell.
Und ich bin auch ganz ehrlich, wir haben da aktuell noch so einige Kandidaten, die uns in Zukunft schwer wiegen könnten. Sollte es nämlich stimmen, dass wir zukünftig mit einem 4-1-4-1 spielen, dann wäre Delaney das nächste teure Missverständnis bei uns, denn so gut das in der vergangenen Saison mit ihm noch funktioniert hat, so seltener dürfte er dann in der kommenden Saison auf ausreichend Spielzeit kommen, sodass dann wieder ein teurer, gestandener Spieler bei uns auf der Bank sitzt, dessen Marktwert sinkt und für den wir schwer nur das wieder reinbekommen werden, was wir bezahlt haben. Zusätzlich versperrt er halt einen Kaderplatz für ein junges Talent wie z.B. Raschl oder Osterhage und letztendlich fragt man sich im Nachhinein, wie sinnvoll die Verpflichtung von Delaney am Ende wirklich war, da ich, wenn ich ehrlich bin, seinen Mehrwert im Team auch noch nicht so wirklich erkannt habe. In der Rückrunde war schon deutlich zu erkennen, dass er neben Witsel nicht so gut funktioniert und die Tatsache, dass man jetzt wohl auf 4-1-4-1 umstellen möchte, um für Brandt Platz zu schaffen, der halt spielerisch viel mehr mitbringt als ein Delaney, bestätigt dies ein Stück weit.
Ich bin mir im Zuge dessen auch noch nicht zu 100% sicher, ob die Verpflichtung von Hazard wirklich sinnvoll war. Auch er ist bereits ein gestandener Spieler, der viel Geld gekostet hat, für dem ich aber noch nicht wirklich einen sicheren Platz bei uns sehe, sodass es am Ende auch ein teures Missverständnis werden könnte. Da stellt sich mir die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, dass Geld in ein junges Talent zu stecken, welches noch mehr Entwicklungspotenzial hat und vom Skillset her eher passt als Hazard, der sich m.M.n. vom Spielertyp her irgendwo zwischen einem Brandt und einem Sancho einordnen, also sehr nahe einem Guerreiro kommt, der, wenn man ehrlich ist, auch nicht zu 100% gepasst hat.
Ich tippe daher ganz stark darauf, dass Hazard wieder ein Trainer-Transfer war und eine Art Zugeständnis an Favre, was ich für sehr gefährlich halte, da dieser eben nur noch 2 Jahre Vertrag bei uns hat.

Wie gesagt, es sind halt so Kleinigkeiten, wo gewisse Fragezeichen dahinter stehen und man auf dem ersten Blick auch nicht wirklich den Plan dahinter erkennen kann. Manchmal wird dieser Plan recht schnell doch erkennbar, aber auch in vielen Fällen war er es auch auf dem zweiten Blick nicht, wie z.B. bei Schürrle.
Trotz der vielen Qualität die wir hinzubekommen haben und die besitzt Hazard zweifelsohne und auch wenn man sich einfach mal so die Namen vor Augen führt wie Reus, Sancho, Brandt, Götze, Witsel, Akanji, Hazard, Hummels, Paco, etc. finde ich die Zusammensetzung an sich noch nicht wirklich stimmig, weil es da unter den Spielen einfach noch zu viele Mismatches gibt.


Ich kann das alles gut nachvollziehen, weil ich teils genauso denke. Manche Dinge wieder nicht, aber da kann man ja durchaus auch mal geteilter Meinung sein. Bei Hazard z.B. sehe ich keinerlei Probleme. Du sagst ja selbst auf der einen Seite, man wäre auf dem Flügel noch zu dünn besetzt, andererseits zweifelt du an der Sinnhaftigkeit des Hazar-Transfers und siehst keinen Platz für ihn? Das erschließt sich für mich nicht so ganz.
Auch die vielen Mismatches bei unseren Stammspielern sehe ich nicht wirklich. Ich denke das passt schon gut zusammen und stimmt weitestgehend überein. Natürlich arbeitet man immer weiter daran den Kader abzustimmen und zu verbessern. Das geht aber eben auch nicht von jetzt auf gleich. Perfekt, wird man wohl nie erreichen. Ich denke da verfolgt man schon einen Plan, auch wenn der sich für uns nicht immer gleich erschließt. Und wie du es sagst, Kleinigkeiten sind dann eben auchmal nicht nachvollziehbar oder es wird dann doch mal von Vereinsseite etwas anders gedacht. Natürlich hakt es in so einem Plan dann auch mal und man wusste natürlich wie es besser ging. Teils womöglich sogar wahr, aber rückblickend eben auch einfach sich die Sachen die nicht funktioniert haben rauszupicken.
BVB - Transferpolitik |#14169
11.07.2019 - 18:17 Uhr
Zitat von gelbschreib
Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von Danjo88

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von gelbschreib

Zitat von daredennis7

Zitat von BVBBC

Zitat von goetzeus86

Zum einen schreibst du, dass du Zorcs harte Linie nachvollziehen kannst (woher nimmst du das by the way?



Findest du etwa, dass er eine weiche Linie bei den Abgängen fährt und einfach nur abnickt? Ich finde nicht, sondern denke, dass er sehr hart verhandelt, was die Einnahmenseite angeht. Toljan ist da nur das jüngste Beispiel von vielen, wobei Toljan jetzt scheinbar zum Abschluss gebracht wurde.


Bei Schürrle ist man zu Rekordeinbußen bereit, bei Rode wird man sich mit der Eintracht wohl in der Mitte treffen; zumindest gibt es keinen Bericht, der etwas anderes verlautbaren lässt - auch bei den anderen Streichkandidaten gibt es keine entsprechenden Gerüchte) zum anderen schreibst du, dass das Ganze hochriskant ist und ohne „Pokerface“ schwer nach hinten losgehen könne.



Bislang gibt es keinen Bericht, dass man sich mit Frankfurt in der Mitte trifft. Wenn dem so wäre, hätte man sich logischerweise längst dort getroffen. Stattdessen wird berichtet, dass man noch immer mehr als 50% auseinanderliegt und demnächst weiterverhandelt wird. Beide Seiten spielen offenbar auf Zeit, die Frankfurt angesichts Rodes Verletzung auch hat. Der BVB hat sie nicht wirklich, bei der Vorleistung, die man gemacht hat. 100 Mio. lagen jedenfalls zu keinem Zeitpunkt der Vorsaison auf dem Konto, also auch nicht nach dem Pulisic Abgang.

Dass man bei Schürrle zu Rekordeinbußen bereit ist, ist ansonsten ja auch ein Ding, was man nicht für möglich gehalten hätte. Da hat man sich sicher noch 50 Mio. erwartet Unschuldig Auch das ist aber ein Poker, da man sich mit dem Spieler auf einen Wechsel verständigen kann, ihn freistellt, aber keine Garantien hat, dass er irgendwo einen Vertrag auftun kann, der ihm passt ...

Dazuhin gibt es eine Reihe an Transfers, die bereits als sicher gemeldet wurden. Philipp nach Wolfsburg galt schon vor 3 Wochen als sichere Wette. Passiert ist seitdem nichts, weil Wolfsburg noch selbst auf Einnahmen wartet und immer wieder betont wurde, wie kritisch das für Philipps Ablöse sei. Dass Zorc den Wolfsburgern entgegenkommt, um den Wechsel nicht platzen zu lassen, sondern direkt durchzuziehen, habe ich aber nirgendwo gelesen und es ist auch nicht passiert. Der Guerreiro Deal war auch schon einige Male als durch gemeldet. Tatsächlich scheint man aber noch weit auseinander, falls der Deal überhaupt noch so stattfindet. Da hat man also sicher auch nicht direkt gesagt, dass die Einsparungen über allem stehen, sondern will sich seine Preise offenbar weiterhin nicht kaputt machen.

Bei anderen Spielern hat man sogar gar keine Verkaufsabsicht, obwohl sie zuletzt sportlich verzichtbare Rollen einnahmen und teils sogar nachgelegt hat. Mal abgesehen davon, dass es immer ein Poker ist, ist die Grundsituation in diesem Sommer daher schon mit etwas mehr Druck versehen als zu anderen Zeitpunkten. Natürlich pokert Zorc daher jetzt erst recht.


Bei Rode wird es sicher nicht an 1 oder 2 Millionen scheitern, entscheidend ist bei ihm und eigentlich allen anderen (bis auf vllt Milli und Rapha, Weigl soll ja anscheinend doch bleiben) das Gehalt, das eingespart werden soll. Umso bemerkenswerter, was Zorc bei Toljan allem Anschein nach herausgeholt hat. Da verkauft man einen Spieler, der seinen Wert mit Sicherheit zuletzt nicht steigern konnte, ggf. an einen nicht eben potenten Verein und geht eventuell sogar mit einem leichten Plus aus der Sache.


Bei den bisherigen Ausgaben halte ich Einsparungen im Etat nicht für genug. Irgendwoher muss noch massiv Geld kommen und wenn es durch vermeintliches Kleinvieh ist, indem hie und da 2-3 Mio. mehr rausspringen, wodurch zusätzliche 20-30 Mio. reinkommen, die man so nicht erwartet hätte. Es ist eine Notwendigkeit, dass man das Geld bekommt, aber alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Darauf wollte ich raus und darum ist es Poker auf sehr hohem Niveau, zumal die letzten Jahre eben schon gezeigt haben, dass man bereits kleinere Kader nicht ausdünnen konnte, obwohl man das offen kommunizierte. Der Kader ist aktuell aber wesentlich größer als in den Vorjahren ...


Wobei im Endeffekt halt die Priorität darauf liegen sollte, die Spieler eben überhaupt loszuwerden. So spart man unterm Strich mehr, als bei den Ablösesummen dann zu feilschen und auf den Spielern sitzen zu bleiben. Im Endeffekt geht es halt um die Gehälter. Würde sich dann ebenfalls zusammenläppern. Hinzu kommen die etwas höheren möglichen Ablösen bei Guerreiro, Philipp und Weigl? oder Zagadou / Diallo?

So könnte man doch inklusive Isak noch auf die 80 - 90 Mio kommen und würde noch einiges an Gehalt einsparen. Eigentlich könnte man fast schon sagen, die Spieler die keine hohen Ablösen mehr bringen, entlasten dafür den Personaletat ganz besonders.


Wir haben in der Vergangenheit schon gesehen, wie schwer es werden kann, große Kader wieder zurückzuschrumpfen. Siehe die Magath-Clubs Wolfsburg oder Schalke, um nur mal zwei prominente Beispiele zu nennen. Aus meiner Sicht sind Hummels und Delaney, Götze, Schürrle, Rode, Ji genaus solche Transfers, mit denen man sich sowas Peu a Peu einbrockt. Bei Delaney ist es bisher gutgeangen, bei Götze wird es vielleicht im 4. Jahr endlich was (viel zu spät) und bei Hummels ist zumindest die Qualität nie weggewesen, sodass man optimistisch sein darf / kann / muss.
Ich würde mir da in Zukunft etwas mehr Augenmaß und Kauf nach echtem Bedarf wünschen, der sicher nicht bei allen o.G. Transfers wirklich gegeben war (ich will jetzt keine Einzelfalldiskussion starten, es geht eher ums Grundprinzip). Ein Riesenkader kostet nämlich einen Haufen Geld, der dann manchmal in einen Transfer der hier 14 Mio. verdient und 50-60 Mio. Ablöse kostet womöglich besser investiert wäre. Zur Veranschaulichung: Drei Spieler die 3 Mio. verdienen und je 10 Mio. gekostet haben weniger, und schon hast Du einen Gündogan oder Isco schon fast zur Hälfte finanziert. Klar ist das Milchmädchenrechnung. Aber diese vermeintlichen Schnäppchen ohne wirklich großen Bedarf auf der Position sind es oft einfach nicht Wert. Klar - Fehleinkäufe gehören zum Geschäft: Das mit Ginter, mit Philip, mit Immobile, das hätte auch alles klappen können, damit wird man immer leben müssen, aber da jeder Transfer ein Risiko ist, sollte man nur da zuschlagen, wo wirklich Bedarf da ist.

Zudem finde ich es erstaunlich, wieviel Geld sich der BVB Berater kostet lässt. Wir sind da in der BL führend, wenn ich das richtig im Kopf habe. Ich will nicht wissen (naja, eigentlich wüsste ich es ganz gern doch), wieviele dieser Beraterkosten zustande kamen, weil sich der BVB mal eben noch einen Spieler hat "aufschwatzen" lassen. (Klar, ein Teil der immensen Beraterkosten liegen auch an die Großverkäufen Auba, Dembele etc. - da will ja der Berater auch immer was)


Aber wenn man eben zu der Erkenntnis gelangt, dass die Qualität nicht ausreicht, um die sportlichen Ziele zu erreichen, hat man womöglich auch Bedarf. Also ein Bedarf kann mMn auch vorhanden sein ohne einen konkreten Engpass auf einer Position.
Die einzige Möglichkeit wäre auf die Spieler die man dann hat zu setzen, aber vermutlich dann die sportlichen Ziele, schnell aus dem Auge zu verlieren.

Mag sein das einige in der IV keinen Bedarf gesehen haben, die Verantwortlichen aber anscheinend schon. Genauso hatte man mMn auch Bedarf für Delaney, Rode und auch Schürrle. Auch wenn Rode und Schürrle nie gezündet haben. Wie schlecht Götze hier wegkommt, verstehe ich bis heute nicht, der war letztes Jahr sicherlich einer der stärksten Spieler.


Irgendeinen Bedarf kannst Du doch immer finden. Das ist im Forum hier doch nicht anders. Du kannst Dich aber auch hinstellen und Sagen: 2 Spieler pro Position + 3 Torhüter + 1-2 Talente aus der eigenen Jugend. 1-3 Spieler weniger, wenn welche polyvalent genug sind, dass man zweigleisig planen kann. Und dann stell sich eben die Frage, ob man wirklich noch den 7,8, 12 Winger holen muss. Vielleicht muss man dann auch mal aushalten, dass man auf Position X keinen optimalen BU / Rotationsspieler hat. Besser als drei zu haben, die auch alle nicht optimal sind und dann ein Jahr später auf der Position was Richtiges machen. In Reinform wird das nie klappen, aber wenn Du soviele Spieler ansammelst wie der BVB hast Du irgendwann die Kontrolle aufgegeben. Emotional verstehe ich ja sogar noch, wenn man sagt: "Der Trainer will aber unbedingt noch den und den Spielertypen", "Wir können den Hummels kriegen", "Spieler XY hat letzte Saison dreimal den Ball getroffen und kostet nur 15 Mio. - lass uns zuschlagen", aber es sollte dann in Zukunft bittschön nicht ausarten, wie es das in den letzten 3 Jahren passierte.

Zu Götze: Götze hat jetzt mal eine Rückrunde gespielt, wo er in etwa sein Gehalt, d.h. sein nominelles sportliches Standing gerechtfertigt hat. Darf man das nicht zu wenig finden? Mir ist das ein bissel dünne, vor allem wenn ich mal dran zurückdenke, was hier für Kommentarschlachten um Mkhitaryan gelaufen sind, weil dessen zweite Saison schwach war und der ja "Rekordeinkauf" war. Bisher ist Götze das Geld nicht Wert gewesen. Ich war damals nicht gegen den Kauf (aber auch nicht extrem dafür, eher wohlwollend neutral + optimistisch), aber mit dem heutigen Wissen würde ich ihn nicht wiederholen. Wenn er die RR diese Saison bestätigt, kann da ja auch tatsächlich noch ein Schuh draus werden für den BVB und man kann sich mit der Sache versöhnen. Hoffentlich kommt es so und hoffentlich ist Götze dann nicht so blöd, den Schwan zu machen.


Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen was du schreibst. Im Prinzip hat man aber bei den Zugängen nicht ganz richtig gelegen. Ändern kann man das eben nur bedingt. Will man sich dann wieder verstärken, um den sportlichen Kurs zu halten, muss man neue Spieler verpflichten. Oder eben mit den "Fehlinvestitionen" höchstwahrscheinlich die sportlichen Ziele verpassen. Oder was wäre da der Vorschlag? Klar man kann besser einkaufen, aber ob man die letzten Jahre insgesamt als so schlecht anbetrachtet, lasse ich mal dahingestellt. Hätte man eben weiter auf Schürrle oder z.B. Toprak gesetzt, wären vermutlich andere Spieler nicht hier (Sancho, Dembele?) und man wäre sportlich nicht da, wo man eben gern hin will. Sondern würde vermutlich in der Liga rumdümpeln. Es ist halt immer schwierig da etwas besseres zu verlangen, weil im Endeffekt sind daraus auch richtige Krachertransfers entstanden, dass man da trotz Schürrle, Rode und Toprak weiterhin Bedarf gesehen hat.

Na klar darf man auch das Preis-Leistungsverhältnis von Götze nicht für ausreichend erachten oder seine ersten beiden zwei Jahre rückblickend nicht für gut empfinden. Nach einer durchaus guten letzten Saison und deutlicher Steigerung, verstehe ich nur den Sinn darin nicht. Aktuell spielt er gut, aber kann eben vergangene Leistungen nicht rückgangig machen.


Das Problem ist ja nicht nur, dass man zu viele Spieler für eine Position geholt hat, sondern eben diese Spieler, die zusätzlich waren, es aber im Grunde nicht gebraucht, dann einfach noch mit langen und teuren Verträgen ausgestattet wurden, die man aktuell wie man am Beispiel Schürrle sieht, nur sehr schwer vermittelt bekommt.
Hat es einen Schürrle damals wirklich gebraucht, obwohl man schon Mor und Dembele für die Außenpositionen verpflichtet hatte? Ich denke eher nicht. Natürlich war die Entwicklung von Dembele nicht vorhersehbar und er hätte genauso gut den Mor machen können, aber irgendwie muss man ja auch mal ein Stück weit Mut zum Risiko haben und wenn ich davon überzeugt bin, dass ich mit Dembele ein Toptalent an Land gezogen habe und das war er ohne Zweifel und man wusste was bei ihm fußballerisch zu erwarten ist, da man ihn ja auch lange genug gescoutet hat, benötigt man dann noch zusätzlich einen Schürrle, der damals unser Rekordtransfer war?
Natürlich war es der Wunschspieler von unseren damaligen Trainer, aber ich kann doch nicht zweigleisig fahren, haufenweise Geld rausschmeißen um unseren tollen Trainer noch glücklich zu machen, ohne überhaupt zu wissen, wie lange dieser Trainer noch im Verein ist. Natürlich muss ein Trainer mit den Spielern auch arbeiten können, weshalb es keinen Sinn macht, Spieler zu holen, die überhaupt nicht zum Trainer passen. Dennoch gibt der Verein die Philosophie vor und nicht die Trainer, die heutzutage sowieso kein lange Verweildauer mehr im Verein haben. Einen so teuren Spieler für einen Trainer zu holen, wo es augenscheinlich schon nach seiner ersten Saison zwischenmenschliche Differenzen gab, war einfach Wahnsinn und nun, 3 Jahre später, bekommt man den Spieler nicht los.
Und genauso verhält es sich mit vielen anderen Transfers. Einen Rode hat es nach der Merino-Verpflichtung auch nicht gebraucht, zumal mit Weigl und Castro noch zwei Spieler für diese Position im Kader waren. Dennoch hatte man sich in ihn einen Spieler ausgeguckt, der bei den Bayern nie war und hat sehr viel Geld ausgegeben, obwohl auch schon damals seine Krankenakte bekannt war. Merino hat sich bei Sociedad mittlerweile sehr gut entwickelt und wurde zuletzt sogar schon mit Barca in Verbindung gebracht, während wir auf Rode immer noch sitzen bleiben.
Ich könnte das noch weiter ausführen, aber das würde zum einen den Rahmen sprengen und zum anderen noch weiter das Thema des Threads verfehlen, als sowieso schon.
Nur kann man deutlich erkennen, dass in den vergangen Jahren zwar viele gute, aber wiederum auch viele schlechte Entscheidungen in der Transferpolitik getroffen wurden, weil zum einen eine klare Linie nicht erkennbar war bzw. vermisst wurde und zum anderen auch ein großes Stück weit Mut zum Risiko.
Daher bin ich bei deinem Vorredner. Natürlich ist es so, dass man auch wenn eine Position doppelt oder dreifach besetzt ist, man einen Bedarf erkennen kann, weil es qualitativ hapert. Es bringt mir aber nichts, den vierten Spieler für diese Position zu holen, wenn ich schon drei Spieler auf der Position unter Vertrag habe, die zum einen sehr viel Gehalt kosten und zum anderen nicht einfach mal soeben verkauft werden können. Da muss man halt strategischer vorgehen und gucken, ob man für diesen einen Spieler bzw. für den Bedarf nicht doch lieber 1 Jahr wartet, bis sich evtl. eine Lücke auftut, als dass man ihn sofort holt und den Kader vollpackt.
Man kann ja von den Bayern halten was man will, aber dass die nach dem James-Abgang auf einen Ersatz für diese Position verzichten und dann lieber 1 Jahr mit Müller auf der Position in die Saison gehen, um im kommenden Sommer Platz für Havertz zu haben, ist schon ein guter Move.
Hätten wir die finanziellen Mittel einen Havertz zu verpflichten, müsste man sich doch bei uns wieder die Frage stellen, wo der spielen soll bzw. wer für ihn Platz im Kader/Startelf machen soll.


Ich habs mal umgeschwenkt.

Wie eben schon gesagt, kann ich die Ausführungen durchaus nachempfinden.

Frage wäre eher, was hätte man machen sollen, als die Transfers da waren und man gemerkt hat, dass die sportlichen Ziele mit diesen Spielern nicht zu erreichen sind? Ich will den Missstand im Kader ja überhaupt nicht schön- oder wegreden.
Es kann ja wohl nicht die vorgeschlagene Lösung sein, mit diesen Spieler dann weiterzuarbeiten, abzuwarten bis man diese abgeben und neue verpflichten kann und sportliche Ziele zu verpassen? Dann würden wir vermutlich heute noch mit diesen Spielern dem steigenden Konkurrenzkampf hinterherlaufen. Spieler wie Sancho, die ursprünglich Investitionen in die Zukunft waren, wären vermutlich garnicht da, weil man ja kein konkreten Bedarf hatte in Form von einem Engpass. Das halte ich für zu kurzfristig gedacht.
Nur die sportlichen Erfolge garantieren uns doch letztlich, weiter auf dem Kurs bleiben zu können und generieren uns sehr viel Geld.
Wodurch es eher schwer ist, jetzt zu sagen was mehr bringt, der sportliche Erfolg und damit zusammenhängend Prämien oder ein aufgeräumter Kader und zwanghaft durchnittlichere sportliche Leistungen. Ich würde sagen Ersteres, die Gefahr abzurutschen und auch mal die CL des öfteren zu verpassen ist zu groß. Also lieber nehme ich rückblickend den Kader so jetzt in Kauf, als dass ich den sportlichen Erfolg in der Vergangenheit riskiert hätte. Und ich finde man hat auch durchaus eine klare Strategie verfolgt und zwar auf den meisten Positionen mit Talent und Erfahrung bestückt zu sein. Im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen Spieler XYZ hätte man nicht benötigt. Schürrle, Rode und auch Toprak, waren sicherlich als Stammspieler eingeplant, hingegen Mor und Merino wohl eher als die Herausforderer.


Sicherlich richtig, aber wenn ich den Bedarf auf der Position erkenne, warum mache ich es nicht so, dass ich sofort die nötige Qualität hole und wie du schon schreibst, die Talente die Herausforderer sind. Es war doch schon damals eindeutig, dass Spieler wie Schürrle und Rode nicht die Qualität versprechen, die man sich für diese Ablösesumme erhofft hat, da es bei beiden mehr als genug Fragezeichen ob deren Leistungen gab.
Warum dann also nicht das Risiko gehen und womöglich noch mal 5-10 Mio. mehr in die Hand nehmen um da wirklich nen Kracher zu holen, anstatt total überteuert Verlegenheitslösungen zu holen, die dann einspringen sollen, wenn die Talente nicht wir gewünscht zünden, aber zumindest noch ein durchschnittliches Bundesliga-Niveau besitzen, um nicht komplett abzustürzen.
Im Optimalfall hätte man, wenn man sich anstatt Schürrle damals nen richtigen Kracher geholt hätte, am Ende zwei Topspieler im Kader gehabt und womöglich einen davon jetzt immer noch und den anderen wie im Fall Dembele zu viel Geld gemacht.
Nun ist es aber so, dass sich zwar Dembele so entwickelt hat, wie erwartet und auch viel Geld in die Kassen gespült hat, aber doch recht schnell klar war, dass Schürrle alleine nicht die Qualität besitzt den Verlust aufzufangen, ihn man nun aber auch nicht wieder losbekommt.
Stattdessen hatte man sich damals, nach dem Dembele-Abgang gleich noch nen Yarmolenko geholt, obwohl man mit Sancho das nächste vielversprechende Talent in der Pipeline hatte. Warum wollte man sich hier schon wieder doppelt absichern, wenn doch in Schürrle noch eine Absicherung im Kader war? Bei Yarmolenko kann man dann vom Glück sagen, dass man ihn noch mit wenig Verlust wieder losgeworden ist, Schürrle ist aber immer noch da und komischerweise spielt er jetzt keine Rolle mehr, wo eigentlich Bedarf auf den Außen ist, da und davon gehe ich mal aus, nach einem Guerreiro-Abgang wir mit Sancho, Hazard und Bruun Larsen einfach zu dünn besetzt sind.
Das sind einfach so Kleinigkeiten, wo man sich letztendlich fragen muss, ob es diesen Transfer gebraucht hätte. So Spieler wie Schürrle, Rode, Yarmolenko oder aber auch Toljan waren eher so Kompromiss-Transfers, weil man irgendwie das Gefühl hatte, dass man noch irgendwie Bedarf hat, aber für diesen Bedarf dann doch nicht in die Vollen gehen wollte.


Ich sehe das genauso wie du. Nur ich vermute aus Vereinssicht, hat man wirklich an diese Spieler geglaubt und es war in deren Augen eben keine Verlegenheitslösung. Das waren halt durchaus Fehlentscheidungen, die man eben aber nicht mehr rückgängig machen kann. Denke aber jetzt nicht, dass man von Schürrle, Rode oder Toprak nicht überzeugt war. Letztlich wird man abgewogen haben und hat die Entscheidung dann in Abstimmung mit dem Trainer getroffen. Das was für uns oder den ein oder anderen "klar" war, haben andere eben anders gesehen. Ich muss ganz ehrlich eingestehen, von Yarmolenko habe auch ich mir damals mehr erwartet. Glaube nicht, dass das irgendwie die Kompromisslösung war. Man kann es hinterher immer leicht sagen, man hätte all die Spieler nie verpflichten dürfen. Dafür muss man eben auch zu Gute halten, dass man bei einigen Entscheidungen auch Goldrichtig lag. Eventuell wären viele Talente garnicht da, wenn man die Positionen nicht doppelt abgesichert hätte.

Es ist auch grade erst der 11.07., wenn man da auch den Weg der Bayern sieht, ist da sicherlich noch viel Zeit, um das noch etwas passiert. So ganz sicher, kann ich den Bedarf auf den Flügeln nur schwer einschätzen. Letztlich sind Reus und Brandt auch noch da. Einen Morey kann ich schwer einschätzen, eventuell könnte der auch auf RA eine Sancho Alternative sein. Bruun Larsen ist sicher noch da und Guerreiro noch nicht mal weg. Jetzt da zuzuschlagen, widerspricht eigentlich eher der Strategie, erstmal etwas im Kader aufzuräumen. Und llt versucht man grade auchmal, das umzusetzen, was Bayern tut. Positionen abzusichern, die bereits "Stammspieler" sind. So ist Götze auch Absicherung für OM. Reus und Brandt für Hazard. Falls Morey auch offensiver kann, hat man hinter Sancho noch Morey und Bruun Larsen. Ich versuche mir das auch nur zu erklären und finde da durchaus Ansätze, wie womöglich Gedacht worden ist.


Naja, wenn man ehrlich ist, lag man in den letzten Jahren häufig bei den Talenten goldrichtig und die vermeintlich gestandenen Spieler haben selten überzeugt. Es kommt nicht von ungefähr, dass uns die Verkäufe von Dembele und Pulisic ein Stück weit die Transferbilanz gerettet haben und auch Spieler wie Auba, Hummels, Mkhitaryan und Gündogan, die uns schon eine hohe Summe eingespielt haben, sind als junge Talente zu uns gekommen. Natürlich erwarte ich nicht, dass gestandene Spieler zu uns kommen, um einen hohen Wiederverkaufswert zu haben. Einen solchen Zweck erfüllen sie halt nicht, aber ich erwarte schon, dass diese Spieler uns sportlich weiter bringen.
Wenn es dann mal bei 1-2 Spielern nicht funktioniert, dann ist das zwar extrem ärgerlich, weil es auch finanziell uns ein Stück weit runter reißt, aber eben durch Verkäufe wie eben von Dembele oder Pulisic verkraftbar. Hat man dann aber eine ganze Reihe solcher gestandenen Spielern, die nicht so funktioniert haben, wie erhofft aber sehr viel Geld gekostet haben, dann kommt es eben zu solchen Problemen wie aktuell.
Und ich bin auch ganz ehrlich, wir haben da aktuell noch so einige Kandidaten, die uns in Zukunft schwer wiegen könnten. Sollte es nämlich stimmen, dass wir zukünftig mit einem 4-1-4-1 spielen, dann wäre Delaney das nächste teure Missverständnis bei uns, denn so gut das in der vergangenen Saison mit ihm noch funktioniert hat, so seltener dürfte er dann in der kommenden Saison auf ausreichend Spielzeit kommen, sodass dann wieder ein teurer, gestandener Spieler bei uns auf der Bank sitzt, dessen Marktwert sinkt und für den wir schwer nur das wieder reinbekommen werden, was wir bezahlt haben. Zusätzlich versperrt er halt einen Kaderplatz für ein junges Talent wie z.B. Raschl oder Osterhage und letztendlich fragt man sich im Nachhinein, wie sinnvoll die Verpflichtung von Delaney am Ende wirklich war, da ich, wenn ich ehrlich bin, seinen Mehrwert im Team auch noch nicht so wirklich erkannt habe. In der Rückrunde war schon deutlich zu erkennen, dass er neben Witsel nicht so gut funktioniert und die Tatsache, dass man jetzt wohl auf 4-1-4-1 umstellen möchte, um für Brandt Platz zu schaffen, der halt spielerisch viel mehr mitbringt als ein Delaney, bestätigt dies ein Stück weit.
Ich bin mir im Zuge dessen auch noch nicht zu 100% sicher, ob die Verpflichtung von Hazard wirklich sinnvoll war. Auch er ist bereits ein gestandener Spieler, der viel Geld gekostet hat, für dem ich aber noch nicht wirklich einen sicheren Platz bei uns sehe, sodass es am Ende auch ein teures Missverständnis werden könnte. Da stellt sich mir die Frage, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, dass Geld in ein junges Talent zu stecken, welches noch mehr Entwicklungspotenzial hat und vom Skillset her eher passt als Hazard, der sich m.M.n. vom Spielertyp her irgendwo zwischen einem Brandt und einem Sancho einordnen, also sehr nahe einem Guerreiro kommt, der, wenn man ehrlich ist, auch nicht zu 100% gepasst hat.
Ich tippe daher ganz stark darauf, dass Hazard wieder ein Trainer-Transfer war und eine Art Zugeständnis an Favre, was ich für sehr gefährlich halte, da dieser eben nur noch 2 Jahre Vertrag bei uns hat.

Wie gesagt, es sind halt so Kleinigkeiten, wo gewisse Fragezeichen dahinter stehen und man auf dem ersten Blick auch nicht wirklich den Plan dahinter erkennen kann. Manchmal wird dieser Plan recht schnell doch erkennbar, aber auch in vielen Fällen war er es auch auf dem zweiten Blick nicht, wie z.B. bei Schürrle.
Trotz der vielen Qualität die wir hinzubekommen haben und die besitzt Hazard zweifelsohne und auch wenn man sich einfach mal so die Namen vor Augen führt wie Reus, Sancho, Brandt, Götze, Witsel, Akanji, Hazard, Hummels, Paco, etc. finde ich die Zusammensetzung an sich noch nicht wirklich stimmig, weil es da unter den Spielen einfach noch zu viele Mismatches gibt.


Ich werte das mit Delaney änhlich (nicht ganz aus den selben Gründen) und bin mir bei T. Hazard ebenfalls nicht völlig sicher, wobei ich dabei eher an seine Qualität denke und befürchten muss, dass man da vielleicht mehr auf die Tore geguckt hat als auf den Rest. Kann sein,dass wir in einem Jahr also immer noch und schon wieder "ladenhüter", wie es die BXXD so respektvoll ausdrückte, versuchen an den Mann zu bringen.

Ob ein 4-1-4-1 wirklcih von Favre favorisiert wird würde ich mal in Abwarten, das ist bisher nur Spekulation.


Selbst wenn nicht, wer würde denn auf LA dann wahrscheinlicher spielen als Hazard? Ein Brandt, der hat auf der Aussenposition nichts verloren.
Ich kann die bedenken ja teils verstehen, aber irgendwie ist es doch auch etwas Schwarzmalerei und etwas sehr vermessen zu glauben, Zorc, Sammer, Favre, Kehl und Watzke kommen dann zusammen, um den Flügelspieler dann wegen seiner erzielten Tore auszuwählen. Die im übrigen in der Rückrunde ja sogar weitestgehend ausgeblieben sind. Man hätte sich also auch noch umentscheiden können.
Und warum sollte Delaney zum Ladenhüter werden? Die Einsatzzeiten im letzten Jahr deuten jedenfalls nicht darauf hin. Ausserdem braucht ein Kader eben auch Varianten und die gibt Delaney dem Kader. Weiterhin könnte er auch Witsel mal Verschnaufpausen verschaffen im 4-1-4-1, insbesondere falls Brandt da wirklich etwas den Spielaufbau betreibt.
BVB - Transferpolitik |#14170
15.07.2019 - 10:34 Uhr
Ich hinterfrage mal ganz vorsichtig unsere Transferpolitik in Sachen Innenverteidigung. In den letzten Jahren kamen Toprak, Bartra, Akanji, Zagadou, Diallo und Balerdi*. Alle außer DAZ haben gutes Geld gekostet, entweder hohes Gehalt und/oder ordentlich Ablöse. Trotzdem wurde in der letzten Rückrunde dann Julian Weigl zum Stammspieler in der zentralen Abwehr und für diese Saison holte man Hummels mit extrem großen finanziellen Aufwand. Klar, jetzt sagen wieder viele, bei XYZ konnte man das vorher nicht wissen, aber in der Gesamtheit sieht das aus meiner Sicht einfach nicht gut aus. Da erwarte ich schon mehr Volltreffer und eine besser aufgehende Strategie. Zumal die IV immernoch nicht bombig besetzt ist, sofern Zagadou nicht endlich wieder in Form kommt und Akanji mal langfristig fit bleibt.

*Würde mich mal interessieren, warum der BVB soviel bezahlt hat. Argentinien bringt viele gute IV Talente heraus, aber die kosten sonst maximal die Hälfte.

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Aki Watzke zur Entlassung von Marco Rose: "Er ist hier nie so komplett angekommen und irgendwas war da, was dem Ganzen so ein bisschen im Wege stand. Wir wissen es ja selbst nicht so genau."
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