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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#11931
18.07.2018 - 11:05 Uhr
Zitat von Cholba
Ich möchte nochmal auf die Fehler der letzten Jahre eingehen. Natürlich haben Watzke und Zorc über Jahre hinweg eine Strategie verfolgt. Viele junge, entwicklungsfähige Spieler kamen, die über einen Zeitraum hinweg, die Achse im Dortmunder Spiel geprägt haben. Geschickt hat man zudem noch eigene Jugendspieler eingebaut die auch innerhalb des gesamten Konstruktes zum Erfolg beigetragen haben.
Wie die Personalstrategie intern aussah, kann man als außenstehende Person nicht beurteilen, wobei auch hier allem Anschein nach eine solide Strategie verfolgt worden ist.
Leider sind immer mehr Leistungsträger verkauft worden, dies ist allerdings in dem Geschäft auch einfach einzukalkulieren. Spieler wie Hummels, Götze, Kagawa, Lewandowski, usw.... gingen zu größeren Vereinen.
Die Strategie der Verpflichtung von jungen Spielern wurde dennoch weitergefahren. Leider funktionierten nicht immer alle Spieler und das Konstrukt des Kaders als Gesamtes funktionierte auch nicht mehr.
Wo ich das erste Mal an der Strategie gezweifelt habe, war an den Rückholaktionen. Eine Strategie beschreibt langfristige Ausrichtungen die auf die Erreichung eines festgelegten Zieles abzielt. Meiner Meinung nach lag darin genau der Bruch. Andere Mannschaften sprangen auch auf den Zug auf, junge Talente zu verpflichten. Für Dortmund war es nicht mehr einfach solche Megatalente an Land zu ziehen. Zorc und Watzke beschäftigten sich dann mit Rückholaktionen und diese haben keinen strategischen Charakter. Die beiden haben wohl nicht in ihrer Strategie schon die Planung gehabt, einzelne Spieler wieder zu zurück zu verpflichten. Dabei hat man wohl auch den Weg der Zielerreichung verlassen.
Man kann sicher nicht sagen, dass Dortmund im Europavergleich so schlecht abschneidet und auch in der Bundesliga hält man doch noch über Jahre hinweg solide mit. Aber man muss auch die Szenarien sehen, warum das genau so ist. In der Bundesliga ist die Konkurrenz (Bayern außen vor) in dem Umfang nicht vorhanden um ihnen über lange Dauer gefährlich zu werden. Und International haben die Verantwortlichen einfach auch die Erwartungen heruntergeschraubt, was natürlich durch die vielen Abgänge auch durchaus realistischer ist.

Das Problem ist jedoch, wo wollen Watzke und Zorc mit dem BVB hin?!
Ist der Plan dauerhaft die Nummer zwei in der Bundesliga zu sein und wie soll das funktionieren wenn Mannschaften wie Leipzig z.B. andere Möglichkeiten haben um da dauerhaft ein Konkurrent zu sein. WIe sieht dann der Plan aus diesen entgegenzuwirken und was passiert, wenn man von dem strategischen Weg abkommt. Bestes Beispiel ist doch derzeit die Stürmer Suche. Man hat im Januar Michy verplichtet mit dem sehr wahrscheinlichen Fall, dass er nicht bleiben wird. Jetzt hatte man schon gut ein halbes Jahr Zeit Alternativen zu suchen. Leider steht man im Moment völlig planlos da.
Ich sehe derzeit leider kein genaues Ziel und auch keine Stratgie. Diese muss ja nicht laut rausposaunt werden aber Handlungen sind halt schlichtweg auch nicht wirklich erkennbar.


Naja das die Konkurrenz in der BL nicht so stark ist würde ich so nicht unterschreiben. Es mag zwar richtig sein das die BL Clubs int. nicht mehr viel reizen, dennoch ist die Konkurrenz innerhalb der Liga recht groß wen man von den Bayern und ihrer Sonderstellung absieht.
Wie stark die Konkurrenz in der Liga ist zeigt ja auch das sich seit Jahrzehnten , keine Mannschaft sich neben den Bayern dauerhaft oben fest beizen konnte. Es gab immer wieder mal Teams mit wenigen guten Jahren aber keiner Konnte langfristig sich oben etablieren.
Die einzigen die das schaffen sind jetzt wir. Wir haben uns seit der Saison 09/10 immer international qualifizieren können, davon 7 mal für die CL. Das hat neben den Bayern eben keiner geschafft. Das zeigt wie schwer das in der BL ist und die Konkurrenz eben auch nicht schläft.
Das sich kein CLub lange oben hallten kann, liegt auch nicht daran das die alle schlechte arbeit leisten. Es gibt eben einige Faktoren in der BL die sowas recht schwer machen. Letztendlich ist es recht schwer für einen Team das mal 1-2 gute Saison hinlegt ihre Stars zu binden. Die Bayern stehen da sofort auf der Matte (kein Vorwurf) und auch die die Teams aus dem Ausland bedienen sich gerne in bei den BL Stars. Die Teams in der BL haben einfach nicht die nötigen Finanziellen Mittel um sich gegen diese Abwerbungen zu wehren. So müssen sie Jahr für Jahr auf den Transfermarkt überragende Arbeit leisten und immer wieder Perlen finden die als solche noch nicht im Blickfeld sind. Daran sind in der Vergangenheit schon viele Teams gescheitert.
Es wird auch eher schwerer als einfacher. Die enormen Einnahmen der PL, Paris mit ihren vielen scheinen, die beiden Platzhirsche in Spanien und jetzt auch ein wiedererstarken der Itl. Liga machen es nicht einfacher die Stars in Deutschland zu hallten.
Wir hingegen sind jetzt fast seit einer Dekade immer Int. dabei, haben uns ein Status erarbeitet das Spieler wie Dembele überhaupt zu uns kommen. Wir Bluten finanziel nicht langsam aus wie alle anderen Teams die versuchten sich oben zu etablieren. Wir sind keine Mannschaft nach einer guten Saison in der nächsten nicht mit der Doppelbelastung zu kämpfen hat und sich erstmal für 1-2 Jahre aus den Int. Geschäften verabschiedet und sich von dieser Belastung erholen muss.

Das zeigt das unterm Strich beim BVB sehr gut gearbeitet wird und eben auch das die Liga in sich nicht die Leichteste ist.
BVB - Transferpolitik |#11932
18.07.2018 - 11:09 Uhr
Zitat von Ebenbunt
Zitat von UnderratedCritic

Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.


Natürlich kann man 10 Jahre betrachten. Im Sport wirst du von großen Vereinen gefressen, wenn du den "natürlichen" Weg nach oben gehst. Es gibt kein Szenario, in dem man still und heimlich an der Spitze ankommen kann. Deswegen ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Und in den letzten zehn Jahren gab es in Europa kaum einen Verein, der nachhaltig so gut gearbeitet hat. Man ist mittlerweile so gut, dass man eine Saison nach dem Anschlag, mit zwei verschiedenen Trainer, zwei streikenden Profis und vielen Problemen in der Kabine auf Platz 4 beendet - eine Saison übrigens, die unsere Konkurrenten, die uns ja angeblich schon längst eingeholt haben, mit Sicherheit nicht auf Platz 4 beendet hätten. In so einer Saison kann man sich auch ganz schnell ganz unten wiederfinden. Dass man auch in schwachen Saisons oben mitspielt verdankt man der guten Arbeit der letzten Jahre. Bezeichnend auch, dass zwischen einer sehr guten Schalke-Saison und einer Horrorsaison von BVB nur ein paar Punkte dazwischenliegen, zwischenzeitlich war es nur ein Pünktchen. Deswegen kann ich nur amüsant lächeln, wenn manche Schalke schon auf einer Stufe sehen. Nachhaltigkeit - das ist entscheidend. Und bisher ist der BVB in Deutschland der einzige Verein, der es in dem Jahrtausend geschafft hat (neben Bayern natürlich).


Damit gibst du Gründe für einen möglichen Abwärtstrend an, vor allem aber bestätigst du diesen.

Mal haben wir eine "Horrorsaison", mal muss der Verein einen Anschlag auf das Team verkraften, mal steht man zur Halbzeit auf einem Abstiegsplatz.

Wenn über gewisse Zeiträume Horrorsaisons zum Normalzustand werden, dann sind sie nicht mehr "Horror", sondern vielmehr erwartungsgemäß.

Die Gründe sind natürlich valide, es ist viel passiert in den vergangenen Jahren. Doch was nützt das letztendlich? Die Argumentation, "wir müssten eigentlich weiter oben stehen, aber dies-das-Ananas" ändert nichts an Ergebnissen.

Wir haben momentan noch großes Glück - Dortmund wird noch sowohl vom Publikum als auch von den Medien als klare zweite Größe der Liga empfunden. Hoffentlich können Favre, Kehl und Sammer das Team so formen, dass dieser Status erhalten bleibt. Stand jetzt ist das eine weitaus realistischere Sorge, als der Aufschluss zu Bayern - ein weiterer Unterschied zur Sicht vier Jahre zuvor, weiteres Merkmal für einen Abwärtstrend.


Es gab nur eine Horrorsaison ( wegen dem Umständen, die ich erwähnt habe - nicht nur sportlich) und eine sehr schlechte Hinrunde in den letzten zehn Jahren. Sieht eher nach Ausnahme aus als Normalzustand. Wenn es für dich aber jetzt Normalzustand sein soll, dann kannst du es so sehen.
BVB - Transferpolitik |#11933
18.07.2018 - 11:24 Uhr
Zitat von UnderratedCritic
Zitat von Ebenbunt

Zitat von UnderratedCritic

Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.


Natürlich kann man 10 Jahre betrachten. Im Sport wirst du von großen Vereinen gefressen, wenn du den "natürlichen" Weg nach oben gehst. Es gibt kein Szenario, in dem man still und heimlich an der Spitze ankommen kann. Deswegen ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Und in den letzten zehn Jahren gab es in Europa kaum einen Verein, der nachhaltig so gut gearbeitet hat. Man ist mittlerweile so gut, dass man eine Saison nach dem Anschlag, mit zwei verschiedenen Trainer, zwei streikenden Profis und vielen Problemen in der Kabine auf Platz 4 beendet - eine Saison übrigens, die unsere Konkurrenten, die uns ja angeblich schon längst eingeholt haben, mit Sicherheit nicht auf Platz 4 beendet hätten. In so einer Saison kann man sich auch ganz schnell ganz unten wiederfinden. Dass man auch in schwachen Saisons oben mitspielt verdankt man der guten Arbeit der letzten Jahre. Bezeichnend auch, dass zwischen einer sehr guten Schalke-Saison und einer Horrorsaison von BVB nur ein paar Punkte dazwischenliegen, zwischenzeitlich war es nur ein Pünktchen. Deswegen kann ich nur amüsant lächeln, wenn manche Schalke schon auf einer Stufe sehen. Nachhaltigkeit - das ist entscheidend. Und bisher ist der BVB in Deutschland der einzige Verein, der es in dem Jahrtausend geschafft hat (neben Bayern natürlich).


Damit gibst du Gründe für einen möglichen Abwärtstrend an, vor allem aber bestätigst du diesen.

Mal haben wir eine "Horrorsaison", mal muss der Verein einen Anschlag auf das Team verkraften, mal steht man zur Halbzeit auf einem Abstiegsplatz.

Wenn über gewisse Zeiträume Horrorsaisons zum Normalzustand werden, dann sind sie nicht mehr "Horror", sondern vielmehr erwartungsgemäß.

Die Gründe sind natürlich valide, es ist viel passiert in den vergangenen Jahren. Doch was nützt das letztendlich? Die Argumentation, "wir müssten eigentlich weiter oben stehen, aber dies-das-Ananas" ändert nichts an Ergebnissen.

Wir haben momentan noch großes Glück - Dortmund wird noch sowohl vom Publikum als auch von den Medien als klare zweite Größe der Liga empfunden. Hoffentlich können Favre, Kehl und Sammer das Team so formen, dass dieser Status erhalten bleibt. Stand jetzt ist das eine weitaus realistischere Sorge, als der Aufschluss zu Bayern - ein weiterer Unterschied zur Sicht vier Jahre zuvor, weiteres Merkmal für einen Abwärtstrend.


Es gab nur eine Horrorsaison ( wegen dem Umständen, die ich erwähnt habe - nicht nur sportlich) und eine sehr schlechte Hinrunde in den letzten zehn Jahren. Sieht eher nach Ausnahme aus als Normalzustand. Wenn es für dich aber jetzt Normalzustand sein soll, dann kannst du es so sehen.

Manchmal habe ich das Gefühl die User hier wollen auf Teufel komm raus alles schlecht machen. Es ist doch eher bezeichnend, dass wir trotz zwei wirklich krassen Seuchenjahren immer noch ins internationale Geschäft gekommen sind. Wer hier davon redet, dass Schalke oder Leverkusen uns über kurz oder lang überholen können, der verkennt die Tatsachen. Einzig und allein RB traue ich das auf lange Sicht zu, aber das auch nur aufgrund der finanziellen Mittel und selbst dann müssen die noch den Beweis erbringen, ob sie wirklich so gut sind.
2015 sprachen auch schon alle von einer Wachablösung des BVB als Nr. 2 durch Wolfsburg, wie die sich entwickelt haben dürfte hinlänglich bekannt sein. Sicher war nicht alles positiv und manche Transferentscheidungen konnte ich weder heute noch damals verstehen (Rode, Schürrle etc.) aber die Bilanz spricht für sich.
BVB - Transferpolitik |#11934
18.07.2018 - 11:56 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.



08/09: Ausgeschieden 1. Runde Uefa Cup gegen Udinese Calcio, Platz 6. in der Liga
09/10: Nicht qualifiziert, Platz 5. in der Liga
10/11: Ausgeschieden in der Gruppenphase des Uefa Cups, Platz 1. in der Liga
11/12: Ausgeschieden in der Gruppenphase der CL, Platz 1. in der Liga
12/13: Final der CL, Platz 2. in der Liga
13/14: Viertelfinale CL gegen Real, Platz 2. in der Liga
14/15: Achtelfinale CL gegen Juventus, Platz 7. in der Liga
15/16: Uefa Cup Viertelfinale gegen Liverpool, Platz 2. in der Liga
16/17: Viertelfinale CL gegen Monaco, Platz 3. in der Liga
17/18: Achtelfinale Uefa Cup gegen Salzburg, Platz 4. in der Liga


Also mir fallen jetzt in Europa nicht viele Teams ein, das aus seinen finanziellen Möglichkeiten viel mehr gemacht hat, als der BVB. Das gilt sowohl für den 10- als auch für den 5-Jahreszeitraum.

Zumal die letzten 5 Jahre sogar noch schwieriger waren, da sich die Marktverhältnisse massiv zu Ungunsten der Bundesliga und des BVB's verschoben haben.


Allerdings hat der BVB innerhalb der Liga die Verhältnisse auch massiv zu seinen Gunsten verschoben und da zeigen ja allein schon die Platzierungen, dass es den zweiten Leuchtturm, von dem man zwischen 2010 und 2016 reden konnte nicht mehr gibt. Das lässt sich auch in genannten 5-Jahres-Zeiträumen aufzeigen, in dem die Bayern uns und dem Rest der Liga enteilt sind, während der Rest näher an den BVB herangerückt ist, weil die eigene Performance nachgelassen hat. Von 08-13 hat man im Schnitt 1,99 Punkte geholt, was 0,16 weniger waren als die Bayern holten sowie 0,25 mehr als der 3. Leverkusen holen konnte. Von 13-18 hat man nur noch 1,85 Punkte im Schnitt geholt, was nun 0,64 Punkte weniger waren als die Bayern holen konnten und 0,21 weniger als die weiterhin 3. Leverkusener. Dazu kommt nun auch noch Leipzig, die erst 2 Jahre erstklassig sind, aber in diesem Zeitraum einen Punkteschnitt von 1,76 holen konnten, mit dem sie quasi 3. sind. Aus den Top 6 hat nur der VfB stärker nachgelassen, als der BVB. Dazu kommen auch noch Mannschaften, wie Hoffenheim oder Gladbach, die den Wettbewerb um die internationalen Plätze angekurbelt haben und dafür sorgten, dass das Feld hinter dem BVB in den letzten 5 Jahren besser punkten konnte als in den 5 Jahren davor (1,6 vs. 1,54 - Punkteschnitt von Platz 3-7).

Der Witz ist also, dass die Bayern ihren Wettbewerbsvorteil vollauf ausgespielt haben, den sie gegenüber dem Rest der Liga haben, indem sie massiv zulegen konnten, während der BVB seinen eigenen Wettbewerbsvorteil gegenüber allen anderen Mannschaften nicht ausspielen konnte - ich hab mal die Zahlen von Deloitte genommen, um nicht alle Zahlen einzeln herauszusuchen. Daher gibt es in meinen Augen auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine klare Abwärtstendenz. Abgesehen von Leipzig hat schließlich kein Bundesligist mehr Umsatzwachstum zu verzeichnen gehabt - selbst die Bayern nur in absoluten Zahlen. In der ersten 5-Jahres-Periode waren bspw. sogar die Blauen noch klar vor dem BVB, was den Umsatz angeht, die aber nur um 38% in dieser Kategorie zulegen konnten, während der BVB seinen Umsatz mehr als verdoppelt hat. Um es mal noch plastischer darzustellen:

Die Bayern haben zwischen 08-13 pro Punkt 4,37 Mio. Umsatz benötigt, was in den letzten 5 Jahren dann 6,08 Mio. - also +39% - wurden. Die Blauen haben pro Punkt 2,88 Mio. benötigt, was zuletzt dann 4,02 Mio. - also +40% - geworden sind. Der BVB hat in den letzten 5 Jahren pro Punkt 124% mehr Umsatz benötigt als noch in den 5 Jahren zuvor, sodass es heute 4,51 Mio. Umsatz pro Punkt sind (wobei die Zahlen wahrscheinlich sogar noch zum Vorteil des BVB sind, da man 2008 gar nicht erst in der Money League auftauchte, sodass von mir hochgerechnet wurde). Oder anders ausgedrückt: für 44 Punkte mehr, als die Blauen, hat der BVB knapp 330 Mio. mehr Umsatz machen müssen. Heißt also, dass die sportliche Performance nicht zur finanziellen Performance passt, die dummerweise auf Dauer von der sportlichen Performance bestimmt wird. Daher sehe ich es anders, dass es nicht viele Teams gibt, die mehr aus ihren finanziellen Möglichkeiten gemacht haben, da es diese Teams sogar in der Bundesliga gibt, für die es nur eben nicht für die großen Erfolge gereicht hat. Der BVB war zwar erfolgreicher und relativ konstant, in den letzten 10 Jahren, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Aufwand und Ertrag immer schlechter zusammenpassen und - letztendlich transferpolitische - Fehler gemacht wurden - nicht nur, verglichen mit dem Zeitraum der Meisterjahre, sondern auch in Relation zur Konkurrenz, bei der interessanterweise auch kaum einer als fehlerfrei gelten darf, falls überhaupt einer.

Die Erwartung an den BVB wäre in den letzten Jahren also gewesen, dass man seine Stellung als zweiter Leuchturm ausbaut - was trotzdem hieße, dass man auf die Bayern verloren hätte -, während tatsächlich das Gegenteil passiert ist, weil der sportliche Vorsprung - insbesondere, wenn man den Betrachtungszeitraum verringert - kleiner geworden ist, obwohl der finanzielle Vorsprung vor dem Rest der Liga anwuchs. Man war somit ein perfekter Underdog unter Klopp, der weit mehr aus seinen Möglichkeiten gemacht hat, als eigentlich drin war. Heute ist man kein Underdog mehr, aber man macht auch nicht mehr (konstant) das aus seinen Möglichkeiten, was drin wäre und muss - im Vergleich zur Konkurrenz - überproportional hohen Aufwand für schlechtere Resultate beitreiben. Der Übergang zwischen beiden Phasen war dabei schwierig, wahrscheinlich muss man sogar von einer Kunst reden, wenn man diesen Übergang fließend meistert, aber der BVB hat diesen Übergang bis heute noch nicht geschafft, was sich auch in verschiedensten transferpolitischen Veränderungen zeigt, wie dem festen Einplanen der CL im Etat oder grundsätzlich veränderten Transferstrategien (möglichst viel Potenzial, für möglichst wenig Geld und drum herum die passenden Arbeiter, die die Summe aller Einzelspieler maximiert --> möglichst viel Potenzial, das auch mal mehr Geld kosten darf oder durch teure, erfahrene Spieler abgesichert wird --> teilweise "Back to the Roots", auf weitaus höherem finanziellem Niveau).
BVB - Transferpolitik |#11935
18.07.2018 - 12:09 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von Nic

Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.



08/09: Ausgeschieden 1. Runde Uefa Cup gegen Udinese Calcio, Platz 6. in der Liga
09/10: Nicht qualifiziert, Platz 5. in der Liga
10/11: Ausgeschieden in der Gruppenphase des Uefa Cups, Platz 1. in der Liga
11/12: Ausgeschieden in der Gruppenphase der CL, Platz 1. in der Liga
12/13: Final der CL, Platz 2. in der Liga
13/14: Viertelfinale CL gegen Real, Platz 2. in der Liga
14/15: Achtelfinale CL gegen Juventus, Platz 7. in der Liga
15/16: Uefa Cup Viertelfinale gegen Liverpool, Platz 2. in der Liga
16/17: Viertelfinale CL gegen Monaco, Platz 3. in der Liga
17/18: Achtelfinale Uefa Cup gegen Salzburg, Platz 4. in der Liga


Also mir fallen jetzt in Europa nicht viele Teams ein, das aus seinen finanziellen Möglichkeiten viel mehr gemacht hat, als der BVB. Das gilt sowohl für den 10- als auch für den 5-Jahreszeitraum.

Zumal die letzten 5 Jahre sogar noch schwieriger waren, da sich die Marktverhältnisse massiv zu Ungunsten der Bundesliga und des BVB's verschoben haben.


Allerdings hat der BVB innerhalb der Liga die Verhältnisse auch massiv zu seinen Gunsten verschoben und da zeigen ja allein schon die Platzierungen, dass es den zweiten Leuchtturm, von dem man zwischen 2010 und 2016 reden konnte nicht mehr gibt. Das lässt sich auch in genannten 5-Jahres-Zeiträumen aufzeigen, in dem die Bayern uns und dem Rest der Liga enteilt sind, während der Rest näher an den BVB herangerückt ist, weil die eigene Performance nachgelassen hat. Von 08-13 hat man im Schnitt 1,99 Punkte geholt, was 0,16 weniger waren als die Bayern holten sowie 0,25 mehr als der 3. Leverkusen holen konnte. Von 13-18 hat man nur noch 1,85 Punkte im Schnitt geholt, was nun 0,64 Punkte weniger waren als die Bayern holen konnten und 0,21 weniger als die weiterhin 3. Leverkusener. Dazu kommt nun auch noch Leipzig, die erst 2 Jahre erstklassig sind, aber in diesem Zeitraum einen Punkteschnitt von 1,76 holen konnten, mit dem sie quasi 3. sind. Aus den Top 6 hat nur der VfB stärker nachgelassen, als der BVB. Dazu kommen auch noch Mannschaften, wie Hoffenheim oder Gladbach, die den Wettbewerb um die internationalen Plätze angekurbelt haben und dafür sorgten, dass das Feld hinter dem BVB in den letzten 5 Jahren besser punkten konnte als in den 5 Jahren davor (1,6 vs. 1,54 - Punkteschnitt von Platz 3-7).

Der Witz ist also, dass die Bayern ihren Wettbewerbsvorteil vollauf ausgespielt haben, den sie gegenüber dem Rest der Liga haben, indem sie massiv zulegen konnten, während der BVB seinen eigenen Wettbewerbsvorteil gegenüber allen anderen Mannschaften nicht ausspielen konnte - ich hab mal die Zahlen von Deloitte genommen, um nicht alle Zahlen einzeln herauszusuchen. Daher gibt es in meinen Augen auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine klare Abwärtstendenz. Abgesehen von Leipzig hat schließlich kein Bundesligist mehr Umsatzwachstum zu verzeichnen gehabt - selbst die Bayern nur in absoluten Zahlen. In der ersten 5-Jahres-Periode waren bspw. sogar die Blauen noch klar vor dem BVB, was den Umsatz angeht, die aber nur um 38% in dieser Kategorie zulegen konnten, während der BVB seinen Umsatz mehr als verdoppelt hat. Um es mal noch plastischer darzustellen:

Die Bayern haben zwischen 08-13 pro Punkt 4,37 Mio. Umsatz benötigt, was in den letzten 5 Jahren dann 6,08 Mio. - also +39% - wurden. Die Blauen haben pro Punkt 2,88 Mio. benötigt, was zuletzt dann 4,02 Mio. - also +40% - geworden sind. Der BVB hat in den letzten 5 Jahren pro Punkt 124% mehr Umsatz benötigt als noch in den 5 Jahren zuvor, sodass es heute 4,51 Mio. Umsatz pro Punkt sind (wobei die Zahlen wahrscheinlich sogar noch zum Vorteil des BVB sind, da man 2008 gar nicht erst in der Money League auftauchte, sodass von mir hochgerechnet wurde). Oder anders ausgedrückt: für 44 Punkte mehr, als die Blauen, hat der BVB knapp 330 Mio. mehr Umsatz machen müssen. Heißt also, dass die sportliche Performance nicht zur finanziellen Performance passt, die dummerweise auf Dauer von der sportlichen Performance bestimmt wird. Daher sehe ich es anders, dass es nicht viele Teams gibt, die mehr aus ihren finanziellen Möglichkeiten gemacht haben, da es diese Teams sogar in der Bundesliga gibt, für die es nur eben nicht für die großen Erfolge gereicht hat. Der BVB war zwar erfolgreicher und relativ konstant, in den letzten 10 Jahren, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Aufwand und Ertrag immer schlechter zusammenpassen und - letztendlich transferpolitische - Fehler gemacht wurden - nicht nur, verglichen mit dem Zeitraum der Meisterjahre, sondern auch in Relation zur Konkurrenz, bei der interessanterweise auch kaum einer als fehlerfrei gelten darf, falls überhaupt einer.

Die Erwartung an den BVB wäre in den letzten Jahren also gewesen, dass man seine Stellung als zweiter Leuchturm ausbaut - was trotzdem hieße, dass man auf die Bayern verloren hätte -, während tatsächlich das Gegenteil passiert ist, weil der sportliche Vorsprung - insbesondere, wenn man den Betrachtungszeitraum verringert - kleiner geworden ist, obwohl der finanzielle Vorsprung vor dem Rest der Liga anwuchs. Man war somit ein perfekter Underdog unter Klopp, der weit mehr aus seinen Möglichkeiten gemacht hat, als eigentlich drin war. Heute ist man kein Underdog mehr, aber man macht auch nicht mehr (konstant) das aus seinen Möglichkeiten, was drin wäre und muss - im Vergleich zur Konkurrenz - überproportional hohen Aufwand für schlechtere Resultate beitreiben. Der Übergang zwischen beiden Phasen war dabei schwierig, wahrscheinlich muss man sogar von einer Kunst reden, wenn man diesen Übergang fließend meistert, aber der BVB hat diesen Übergang bis heute noch nicht geschafft, was sich auch in verschiedensten transferpolitischen Veränderungen zeigt, wie dem festen Einplanen der CL im Etat oder grundsätzlich veränderten Transferstrategien (möglichst viel Potenzial, für möglichst wenig Geld und drum herum die passenden Arbeiter, die die Summe aller Einzelspieler maximiert --> möglichst viel Potenzial, das auch mal mehr Geld kosten darf oder durch teure, erfahrene Spieler abgesichert wird --> teilweise "Back to the Roots", auf weitaus höherem finanziellem Niveau).


Danke. Darum ging es mir in etwa. Ich erwarte nicht jedes Jahr das CL Finale, aber hier wird ja nur noch in Extremen gedacht. Wenn man die reinen Platzierungen sieht, dann waren die letzten 5 Jahre auch noch ok. Aber wenn man tiefer schaut, dann merkt man, dass wir ordentlich Boden nach unten verlieren, und oftmals nur noch mit Glück die CL schaffen, anstatt locker. Wir hatten 2013 massives Potenzial die klare Nr 2 zu werden, mit einem großen Vorsprung zum Rest. Das hat man verspielt. Eine solch große Chance hatte schon langer keiner mehr (eigentlich nie). Hamburg, Dortmund, Schalke, Bremen hatte in ihren Hochphasen der letzten 40 Jahre nicht so einen großen finanziellen und imagemäßigen Vorteil gegenüber den Rest im Jahr 2013. Das ist jetzt nicht mehr. Diesen Trend gilt es umzukehren. Dafür müssen weniger Fehler gemacht werden als die letzten 5 Jahre.
Aber wenn man so was schreibt, kommt ja sofort das tolle Argument, dass man ja alles nur schlecht schreiben würde. Wie gesag - die meisten kennen nur Schwarz und Weiß. Traurig.

•     •     •

Chapi
Reus--------------Ricken
Sammer---Zorc
Kehl
Dedé---Kohler---Hummels---Pische
Weidenfeller
BVB - Transferpolitik |#11936
18.07.2018 - 12:36 Uhr
Zitat von BVBBC


Allerdings hat der BVB innerhalb der Liga die Verhältnisse auch massiv zu seinen Gunsten verschoben und da zeigen ja allein schon die Platzierungen, dass es den zweiten Leuchtturm, von dem man zwischen 2010 und 2016 reden konnte nicht mehr gibt. Das lässt sich auch in genannten 5-Jahres-Zeiträumen aufzeigen, in dem die Bayern uns und dem Rest der Liga enteilt sind, während der Rest näher an den BVB herangerückt ist, weil die eigene Performance nachgelassen hat. Von 08-13 hat man im Schnitt 1,99 Punkte geholt, was 0,16 weniger waren als die Bayern holten sowie 0,25 mehr als der 3. Leverkusen holen konnte. Von 13-18 hat man nur noch 1,85 Punkte im Schnitt geholt, was nun 0,64 Punkte weniger waren als die Bayern holen konnten und 0,21 weniger als die weiterhin 3. Leverkusener. Dazu kommt nun auch noch Leipzig, die erst 2 Jahre erstklassig sind, aber in diesem Zeitraum einen Punkteschnitt von 1,76 holen konnten, mit dem sie quasi 3. sind. Aus den Top 6 hat nur der VfB stärker nachgelassen, als der BVB. Dazu kommen auch noch Mannschaften, wie Hoffenheim oder Gladbach, die den Wettbewerb um die internationalen Plätze angekurbelt haben und dafür sorgten, dass das Feld hinter dem BVB in den letzten 5 Jahren besser punkten konnte als in den 5 Jahren davor (1,6 vs. 1,54 - Punkteschnitt von Platz 3-7).


Insgesamt einige sehr interessante Aspekte in deinem Beitrag. Im folgenden gehe ich noch auf einzelne Aspekte ein.

Zitat von usernick
Der Witz ist also, dass die Bayern ihren Wettbewerbsvorteil vollauf ausgespielt haben, den sie gegenüber dem Rest der Liga haben, indem sie massiv zulegen konnten, während der BVB seinen eigenen Wettbewerbsvorteil gegenüber allen anderen Mannschaften nicht ausspielen konnte - ich hab mal die Zahlen von Deloitte genommen, um nicht alle Zahlen einzeln herauszusuchen. Daher gibt es in meinen Augen auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine klare Abwärtstendenz. Abgesehen von Leipzig hat schließlich kein Bundesligist mehr Umsatzwachstum zu verzeichnen gehabt - selbst die Bayern nur in absoluten Zahlen. In der ersten 5-Jahres-Periode waren bspw. sogar die Blauen noch klar vor dem BVB, was den Umsatz angeht, die aber nur um 38% in dieser Kategorie zulegen konnten, während der BVB seinen Umsatz mehr als verdoppelt hat. Um es mal noch plastischer darzustellen:


Hier drängt sich die Frage auf, wie weit muss man dem Rest der Liga enteilen, damit dieser Rest einem nicht mehr gefährlich werden kann? Als Vergleich würde ich sogar die Bayern heranziehen, die ganz pauschal betrachtet in den Jahren vor 2011 einen ähnlich großen finanziellen Vorsprung auf den Rest hatten (wenn nicht sogar etwas größer), als der BVB aktuell. In dieser Zeit gab es bei den Bayern auch nicht die große Konstanz, sie unterlagen in ihrem sportlichen Abschneiden viel größeren Schwankungen.

In einer ähnlichen Situation sehe ich den BVB jetzt auch. Finanziell zwar vorne, wenn aber zu viele Fehler gemacht werden (z.B. in der Trainerwahl, bei uns Bosz, damals z.B. Klinsmann) können die anderen recht schnell heranrücken. Unser Vorsprung reicht also nicht aus, um kapitale Fehler komplett kompensieren zu können. Läuft hingegen alles einigermaßen nach Plan, erleben wir ein Jahr wie 2015/16. Klarer Abstand zu Bayern und klarer Abstand zum Rest.

Wie groß müsste also der Vorsprung sein, damit das sportliche Ziel Platz 2 (bei Bayern Platz 1) selbst unter schweren Bedingungen immer erreicht werden kann?

Zitat von usernick
Die Bayern haben zwischen 08-13 pro Punkt 4,37 Mio. Umsatz benötigt, was in den letzten 5 Jahren dann 6,08 Mio. - also +39% - wurden. Die Blauen haben pro Punkt 2,88 Mio. benötigt, was zuletzt dann 4,02 Mio. - also +40% - geworden sind. Der BVB hat in den letzten 5 Jahren pro Punkt 124% mehr Umsatz benötigt als noch in den 5 Jahren zuvor, sodass es heute 4,51 Mio. Umsatz pro Punkt sind (wobei die Zahlen wahrscheinlich sogar noch zum Vorteil des BVB sind, da man 2008 gar nicht erst in der Money League auftauchte, sodass von mir hochgerechnet wurde). Oder anders ausgedrückt: für 44 Punkte mehr, als die Blauen, hat der BVB knapp 330 Mio. mehr Umsatz machen müssen. Heißt also, dass die sportliche Performance nicht zur finanziellen Performance passt, die dummerweise auf Dauer von der sportlichen Performance bestimmt wird. Daher sehe ich es anders, dass es nicht viele Teams gibt, die mehr aus ihren finanziellen Möglichkeiten gemacht haben, da es diese Teams sogar in der Bundesliga gibt, für die es nur eben nicht für die großen Erfolge gereicht hat. Der BVB war zwar erfolgreicher und relativ konstant, in den letzten 10 Jahren, aber das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Aufwand und Ertrag immer schlechter zusammenpassen und - letztendlich transferpolitische - Fehler gemacht wurden - nicht nur, verglichen mit dem Zeitraum der Meisterjahre, sondern auch in Relation zur Konkurrenz, bei der interessanterweise auch kaum einer als fehlerfrei gelten darf, falls überhaupt einer.


Die Berechnung finde ich sehr spannend, allerdings halte ich sie für methodisch falsch bzw. ungeschickt. Ungeschickt insbesondere in der Wahl der Größe Umsatz. Die passendere Größe wäre der Lizenzspieleretat. Die von dir gewählte Größe führt gerade am Beispiel Schalke zu einem falschen Eindruck und dann teilweise zu falschen Schlussfolgerungen. Schalke hatte z.B. bis zur Saison 2015/16 einen höheren Gehaltsetat als der BVB, das ganze aber bei teilweise deutlich niedrigeren Umsätzen lt. Deloitte Money League. Wie konnten sie das machen? Durch die Quersubventionierung mit Spielerverkäufen wie von Neuer, Draxler oder Sane. Ein ähnliches Beispiel wäre Leipzig (nur zur Veranschaulichung, du hattest sie ja nicht genannt). Bezogen auf den Umsatz stehen wir in deiner Rechnung Umsatz pro Punkt viel schlechter da, weil Leipzig sich nicht nur durch die von dir gewählte Größe Umsatz finanziert, sondern auch massiv durch Aufnahme von Darlehen, begeben von der irgendwelchen Red Bull Gesellschaften. Nicht umsonst hatten die Leipziger Verbundverbidlichkeiten von über 70 Mio.

Alles in allem führt die Berechnung anhand der Größe Umsatz pro Punkt zu keinem belastbaren Ergebnis. Es wäre sehr interessant zu sehen, was für ein Ergebnis die Betrachtung Personalkosten/Punkt hervorbringt.

Ferner müsste man wahrscheinlich auch noch den abnehmenden Grenznutzen weiterer Gehaltsausgaben mit einbeziehen, da ich mit wachsender Punktzahl vermutlich mehr Geld für jeden zusätzlichen Punkt in die Hand nehmen muss. Das Verhältnis von Geld zu Punkten ist nicht linear im Fussball.

Zitat von usernick
Die Erwartung an den BVB wäre in den letzten Jahren also gewesen, dass man seine Stellung als zweiter Leuchturm ausbaut - was trotzdem hieße, dass man auf die Bayern verloren hätte -, während tatsächlich das Gegenteil passiert ist, weil der sportliche Vorsprung - insbesondere, wenn man den Betrachtungszeitraum verringert - kleiner geworden ist, obwohl der finanzielle Vorsprung vor dem Rest der Liga anwuchs. Man war somit ein perfekter Underdog unter Klopp, der weit mehr aus seinen Möglichkeiten gemacht hat, als eigentlich drin war. Heute ist man kein Underdog mehr, aber man macht auch nicht mehr (konstant) das aus seinen Möglichkeiten, was drin wäre und muss - im Vergleich zur Konkurrenz - überproportional hohen Aufwand für schlechtere Resultate beitreiben. Der Übergang zwischen beiden Phasen war dabei schwierig, wahrscheinlich muss man sogar von einer Kunst reden, wenn man diesen Übergang fließend meistert, aber der BVB hat diesen Übergang bis heute noch nicht geschafft, was sich auch in verschiedensten transferpolitischen Veränderungen zeigt, wie dem festen Einplanen der CL im Etat oder grundsätzlich veränderten Transferstrategien (möglichst viel Potenzial, für möglichst wenig Geld und drum herum die passenden Arbeiter, die die Summe aller Einzelspieler maximiert --> möglichst viel Potenzial, das auch mal mehr Geld kosten darf oder durch teure, erfahrene Spieler abgesichert wird --> teilweise "Back to the Roots", auf weitaus höherem finanziellem Niveau).


Sehr schön beschrieben, wir sind gerade im Umbruch von der Wachstumsphase in eine Phase der nachhaltigen Stabilisierung. Dieser kann durchaus mehrere Jahre dauern und wird bei uns -was viele nicht wahrnehmen- von extremen äußeren Bedingungen begleitet (z.B. nie dagewesene massive externe Mittelzufuhr, die zu großen Verwerfungen und Umwälzungen am Markt führt).

Das bisher größte Problem an dieser Umbruchphase, was ich auch als Ursprung der teilweise missglückten Transferpolitik sehe, ist die bislang unglückliche Auswahl an Trainern. Mit Tuchel, Bosz und Stöger hat man teilweise sehr deutlich daneben gelegen. 3 Fehlgriffe in Folge spricht einerseits nicht unbedingt für die sportliche Leitung, anderseits zeigt es auch wieder wie stark der BVB aufgestellt ist, dass er 3 schlechte Trainerentscheidungen so verkraften kann.
BVB - Transferpolitik |#11937
18.07.2018 - 12:43 Uhr
Zitat von mba123
Zitat von Borussenpower1

Zitat von Vintage09

Zitat von Ersatzoffizieller

@Vintage09
Schon fast lustig, wie du Kagawa einschätzt.
Er war in unserer letzten Rückrunde sehr stark , trotz eines nicht gerade gut funktionierenden Teams.
Er ist unglaublich wendig, spielt den letzten oder vorletzten Pass und gibt immer alles.
Du bist nicht der einzige, der ihn immer verscherbeln will.
Ich kapier es nicht.
So schlecht, aber trotzdem tolle Ablöse.
Für mich lächerlich.
Der bleibt hoffentlich.


Sehe einfach Götze, Delaney, Dahoud und Gomez eher im ZM und als hängende Spitze lieber einen Reus oder Philipp. Eine tolle Ablöse wird es nicht geben falls man ihn verkaufen sollte, entspannt aber das Gehaltsgefüge.

Wie gesagt eben eine Ansichtssache, nur spielt er eben die letzten Jahre nicht wirklich eine große Rolle.

Wenn wir unsere offensichtlichen Baustellen angehen möchten muss auf der Abgabenseite halt was passieren.
Für mich ist ein giftiger 6er und Lv einfach Pflicht.
Würde versuchen Favre die bestmöglichen Alternativen auf jeglichen Positionen zu bieten und dann trau ich uns vll auch mal wieder ein Titel zu. Sollte zumindest intern bei uns das Ziel sein!


Kagawa abzugeben ist für mich auch eine Option, da ich den Kader generell noch viel zu groß sehe und Shinji für mich kein "Unterschiedsspieler" mehr ist, auch wenn er ansprechende Leistungen hatte.

Auf einen LV hoffe ich auch noch, den giftigen 6er kann ich mir allerdings nicht mehr vorstellen, dafür ist man dort aktuell schon zu breit aufgestellt und gibt wohl zuerst den (teils) etablierten Kräften die Chance.

Zudem denke ich dass man Favre automatisch die bestmöglichen Alternativen bietet, andersrum wird dieser diese fordern. Bekommt man halt in der Regel nicht mit, was da hinter den Kulissen so abläuft und zum Schluss beruhige ich dich und aktiviere dein Kurzzeitgedächtnis: Der letzte Titel ist gerade mal 14 Monate her Zunge raus

Von Shinji habe ich ein recht hohe Meinung, da er fast der einzige war, der auch zu Krisenzeiten seine Leistung brachte. Für mich ist das genau das, was ich unter Mentalitätsspieler verstehe.

Das erste Problem ist aber, dass es nicht unbedingt die ideale Position für Shinji geben wird. In dem 4-4-2 wie gegen Wien würde ich Shinji in der Doppelspitze sehen. Aber ob er da sein volles Potential entfalten kann und ob Favre ihn auf dieser Position überhaupt sieht, ist schon fraglich.
Daher würde ich die Stammplatzchancen für Shinji eher gering einschätzen und für einen Bankspieler ist er mir auch nicht flexibel genug, als dass er verschiedene Positionen abdecken könnte.
Ich hoffe zwar, dass Shinji sich hier durchsetzt, aber er ist auch für mich ein Abgangskandidat.

Die Verpflichtung eines giftigen Sechsers kann ich mir nur vorstellen, wenn dieser kaum Ansprüche auf viel Spielzeit stellt. Also ein Talent oder einen alten Spieler als Kaderergänzung.
Jedenfalls haben wir mit Delaney schon Zweikampf- und Laufstärke dazugeholt und weiterer defensiver Spieler an dessen Seite würde unser Ballbesitzspiel zu sehr schwächen, denke ich.
Daher bräuchten wir bestenfalls einen Backup für die Rolle des defensivstarken Mittelfeldspielers. Bestenfalls, weil ich beispielsweise die Kombination Weigl und Dahoud auch für ausreichend in der Defensivarbeit sehe. Außerdem haben wir aktuell noch Rode zur Verfügung, zu dem es keine Gerüchte bezüglich eines Wechsels gibt.

Um einen neuen LV ist es auch ruhig geworden. Große Not haben wir auch nicht, obwohl vielleicht nur Schmelzer dort seine Idealposition besitzt. Mit Diallo, Hakimi und Guerreiro gibt es jedenfalls genug Alternativen, bei denen ich keine Bedenken hätte, wenn sie als LV auflaufen (zumindest eine dieser Alternativen sollte als LV gut performen können).
Nichtsdestotrotz hätte ein neuer, starker LV eine Verstärkung in der Spitze sein können, was mir insgesamt in der Transferpolitik zu kurz kommt.
Am liebsten wäre mir aber, wenn Favre die Rolle des LVs taktisch für Guerreiro maßschneidern würde. Ihm zu Beispiel ähnlich viel Offensivfreiraum gewähren würde wie es die Bayern bei Kimmich halten. Allerdings fehlt mir dazu der Glaube.


Kagawa ist nie und nimmer ein Mentalitätsspieler und wird es auch nie werden, ist nie wirklich vorne weggegangen auch in den Krisen Saisons nicht.
Seine guten Spiele kann man ähnlich an einer Hand abzählen wie es bei Castro auch der Fall war.

Gehen wir von einem 4-4-2 aus kann mit der Aussage über Delaney leben ansonsten seh ich ihn in keinster Weise als 6er, ganz klarer Box to Box Spieler ala Khedira.

Götze Delaney
Dahoud *Samassekou
+ alternativ Gomez seh ich als Zm in einem 4-4-2

* möglicher giftiger 6er (Torreira Gerüchte waren anscheind nicht aus der Luft gegriffen)

Rode könnte auch diese Position spielen, aber vermutlich nicht erste Wahl und ein Dauerpatient. Könnte ggf. zum Ende der Transferperiode auf eine Leihe hinauslaufen.

Kagawa + Weigl würde ich versuchen an den Mann zu bekommen.

Ein Lv kommt natürlich nur in Frage, sollte Guereiro uns verlassen, was ich auch in Angriff nehmen würde. Selbst wenn er funktionieren sollte stehen wir 2019 da, ohne großen Spielraum da sein Vertrag 2020 ausläuft und ich in keinster Weise mit einer Verlängerung rechnen würde.

Könnte mir auch vorstellen, dass sich ein Hakimi auf der Position festspielt und wir hinten rechts Wolf umfunktionieren da seine Stärken nicht im 1vs1 liegen und dies bei uns eig. dringend benötigt werden um uns im letzten Drittel Platz zu verschaffen.

Ich bin auf alle Fälle tierisch gespannt und dass mehr passiert wie sich hier viele vorstellen können, kann ich mir mittlerweile sehr gut vorstellen.
BVB - Transferpolitik |#11938
18.07.2018 - 12:50 Uhr
Zitat von GonzoFronzo

Zitat von gelbschreib

Zitat von Consi23

„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.


Frag Ex-Sportler nie zu Geld und Businessleute nie über Sport aus. Da kommt zu 99% laues Gelaber raus das sich in etwa auf dem intellektuellen Niveau dieses Forums bewegt. Wenn ich schon lese sportlicher Abstieg, dann sagt das doch alles:
- Klar ist es ein sportlicher Abstieg wenn du von Meister/Double-Sieger/Cl Halbfinalist auf CL Normalmaß zusammengestutzt wirst. Statt aber erstmal anzunehemen, dass die sportlichen größten Momente die Ausnahme waren, werden sie zur Selbstverständlichkeit erklärt die man durch fahrlässiges Handeln sich selbst versaut hat.
- Dann wird kritisiert, dass der BVB weniger aus seinem Etat holt als Sevilla oder Roma. Wir können ja mal gucken, wer von den dreien die besseren Zahlen in den letzten 5 Jahren hatte, und zwar sportlich wie finanziell. Der BVB hatte ein richtig schlechtes Jahr und ein unzufriedenstellendes seit 2011. Man ist nur einmal nicht in die CL gekommen, abgesehen von 2012/13 und letztem Jahr immer über die internationalen Gruppenphasen hinausgekommen.
- Mislintat wird pauschal als großer Fehler gewertet bzw. als großer Verlust. Schließe ich nicht aus, er hat einen guten Ruf allerdings wiessen diese Experten über dessen Arbeit auch nicht substanziell mehr als wir, weswegen das nicht als Expertenansicht gelten kann, sondern nur als Stammtischmeinung.
- Das Fünkchen Wahrheit an dem Gequake dieser sogenannten Experten ist: Natürlich muss der BVB mehr rausholen. Dafür braucht man aber weder eine Professur ind WVL noch in BWL noch einen Doktor im angewandten Quarkkuchenbacken, sondern einfach nur Samstagabend die Sportschau zu gucken und beim Klogang die Bild aufzuschlagen (kann man danach auch direkt falten und weiter unten am Körper einem besseren Zweck zuführen).
- Wir hätten uns jetzt auch von einem Kunsthistoriker Expertenmeinungen zu Trumps politikstil geben lassen könnenoder Einstein zu Wirtschaftsrecht , die wären genauso fundiert gewesen. Oder einfach matthäus fragen, der hätte das gleiche gesagt. Was ich damit sagen will: Darf lesen wer will, aber bloß, weil Profs für irgendwas gefragt werden, muss das Gesagte deswegen noch lange nicht besonders viel Autorität haben, es sei denn es seien passende Fachthemen.

Edit: Bzgl. der Eskalation des Konflikts mit Tuchel gebe ich ihnen eingeschräkt Recht. Allerdings darf man nicht vergessen wie die Machtverhältnisse in diesen Vertragssituationen aussehen. Das ist allenfalls mit denen vergleichbar die in den riesigen Konzernen und ihren Verhältnissen zu den Top-managern bestehen, denn je wichtiger und weniger austauschbar der Faktor Mensch auf einer Stelle ist, umso mehr liegt die Macht bei diesem und nicht beim Konzern. Ob Watzke intern den Konflikt besser moderieren hätte können ist eine Frage, die man stellen darf. Aber ohne weitere Interna ist es schwierig, das zu sagen, da wir nur das wissen, was an die Öffentlichkeit gedrungen ist und das ist recht vage.


Ich finde eig nur die Reaktion extrem schwach, auch von den Fans teilweise. Anstatt dass man die wirklich zutreffende Kritik annimmt und sein Verhalten ändert, kommen immer wieder die gleichen Erklärungen warum es nicht anders geht oder dass man dies an einem Jahr festmacht etc. Das stimmt noch nicht mal.

Treffend ist die Aussage, dass man einfach nicht fähig ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sein Verhalten grundlegend zu ändern. Kritik wird auch klein geredet. Also richtig schwaches Verhalten. Schließlich kann das was in dem etwas älteren Artikel steht jeder unterschreiben und man sieht es in dieser Transferphase wieder. Eig legt man die gesamte Hoffnung und Verantwortung auf Favre und sein eigenes schwaches Verhalten rechtfertigt man mit dem schwierigen Markt oder mit dem verrückten Markt. Kenne keinen Verein der das so oft betont, dass der Markt angeblich verrückt ist. Real cruist da ganz locker zu einem 35 Mio Courtois, Carvalho wechselt da für 20 Mio, Shaqiri für 17 oder so, aber der Markt ist ja so verrückt. Man muss einfach kontinuierlich sehr gute Arbeit leisten um zu den besten zu gehören und das hat man verpasst und will das auch nicht nachholen. Daher sollte man eig so eine Kritik annehmen und versuchen sein Transferverhalten zu ändern. Hat man auch indem man nun Durchschnittstransfers tätigt, wobei man das auch letztes Jahr schon getan hat.

Der Glanz ist weg und da hilft es auch nicht von vergangenen Erfolgen zu reden.


Akanji, Philipp und Sancho waren doch Toptransfers. Dahoud hat man letztes Jahr für 12 Mio. geholt. Weigl für 2,5 Mio. Wirklich, sehr schlechte Arbeit.
Man hat den mit Abstand zweithöchsten Etat in der Liga und kann nach Bayern die besten Gehälter zahlen. Darauf hat man jahrelang hingearbeitet.
Damals musste man sich für die Reus-Verlängerung richtig strecken. Heute kann man sich mehrere Topverdiener leisten.
Auch die Spieler, die für einen anderen geholt wurden..über einen Immobile würde man sich heute freuen. Man kann auch sagen, für Miki kam Dembele. Miki hat auch nur ein gutes Jahr gespielt. Und der Dembele Transfer ist einer der besten Transfergewinne alle Zeiten gewesen. 2016 für 15 Mio. geholt, ein Jahr später für 115 Mio. verkauft. Echt schlecht. Für Gündogan kam Götze, Rode war für die Breite (Leitner-Ersatz zwinker ). Rode kann man eh nicht fair bewerten. Keiner konnte damit rechnen, dass Götze so dermaßen unter den Erwartungen bleibt und die meisten hätten den Transfer aus Leistungsgründen wohl kaum abgelehnt; wenn dann aufgrund seines Abgangs.
Insgesamt ein sehr fragwürdiger, einseitiger Artikel. Wenn man sich inhaltlich mit dem Artikel auseinandersetzt und eine andere Meinung hat und das darlegt, ist das kein Kritik nicht annehmen. Vielmehr solltest du die Kritik an der Kritik auch annehmen können.
Und wer soll überhaupt die Kritik annehmen und sein Verhalten ändern? Der Artikel kritisiert ja Watzke und Co. Da ist erstmal die Frage, ob sie den Artikel gelesen haben und vorausgesetzt, sie haben ihn gelesen, zweitens, woher weißt du, dass sie die Kritik nicht annehmen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von emes10 am 18.07.2018 um 12:58 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11939
18.07.2018 - 13:23 Uhr
Toljan wird/ will laut seinem Berater nun auch bleiben. So langsam werde selbst ich als großer Optimist skeptisch bzgl. der neuen Saison.

Gegen Ende der Saison korrigierte Watzke seine Formulierung noch auf einen "Umbruch". Umbruch heißt für mich, dass hauptsächlich die Spieler die gar keine Leistung gebracht haben (aus unterschiedlichen Gründen) oder ihre Mitspieler um sich herum schlechter gemacht haben, gehen müssen und bessere eingekauft werden.

Stand jetzt sind von diesen Spielern nur Durm und Castro weg. Weitere wären Schürrle, Rode, Toljan, Schmelzer und Sahin - da sind sich hier die meisten einig.

Ich hoffe inständig dass der "Umbruch" nicht am Ende damit begründet wird, dass uns zwei Leistungsträger mit Sokratis und Yarmolenko (letzterer mMn. aus guten Gründen gegen Ende schlechter und am Anfang sehr stark/dazu mit seiner ersten Saison bei uns) und zwei Streichkandidaten mit Durm und Castro verlassen haben und etliche Leihen mit Isak, Bruun Larsen, Burnic und Passlack durchgeführt wurden. Von den für einen Umbruch nötigen Abgängen sind wir, Stand jetzt, bei 2 von 7 und momentan spricht weniges dagegen, dass diese Zahl über 3 steigt.
Dieser Ausgang als Konsequenz des "Umbruchs" würde unserem Boss nach seiner fraglichen Aussage zu Micki, Hummels und Gündogan damals, nun endgültig seine Glaubwürdigkeit nehmen, auch wenn ich seine Arbeit an sich weiterhin sehr schätze.

Die Zugänge sind in meinen Augen bis jetzt in Ordnung. Ich hätte mir noch einen LV mit Stammspielerpotential und einen Königstransfer im Sturm gewünscht, für den eigentlich mehr als genug Geld vorhanden sein sollte. Der Worst Case wäre mMn. Mandzukic. Zu alt, trotzdem nicht billig und wir hätten nach Dembele den nächsten Chaoten im Team. Auch als Zeichen an die sehr geteilte Fanbase kannst du in meinen Augen zum jetzigen Zeitpunkt nicht so einen polarisierenden Spieler verpflichten. Im Mittelfeld sind wir dagegen in meinen Augen ausreichend besetzt. Götze und Dahoud als kreative 8er, Weigl und Delaney als 6er mit unterschiedlichen Profilen und Sahin als Backup an den sich junge Spieler wenden können und der das Team zusammenhält.
BVB - Transferpolitik |#11940
18.07.2018 - 14:17 Uhr
Zitat von Consi23
„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.


Ich habe mir die Homepage von Ernst Holzmann mal vorgenommen und das von seiner Homepage runterkopiert:

http://ernstholzmann.com/

Ernst Holzmann ist strategischer Geschäftsentwickler aus Prinzip und mit Leidenschaft. In seinen gut 30 Jahren Führungserfahrung, u.a. Geschäftsführer Vertrieb & Marketing und Leiter Strategie/Business Development bei Unternehmen der IT-Industrie, war er auch für die Neuausrichtung von Geschäftsbereichen und das Umsetzen ehrgeiziger Wachstumsziele verantwortlich, genauso wie für die Unterstützung von Unternehmen in besonderen Krisen- und Veränderungssituationen. Seine sportliche Laufbahn beinhaltet aktiven Leistungssport als Kunstturner, sein halbes Leben widmete er „der schönsten Nebensache der Welt“ und agierte als Spieler, Trainer (mit DFB-Lizenz), Sportlicher Leiter und Vorstand bei verschiedenen Fußball-Vereinen.

Ferner habe ich das noch über ihn rausbekommen:

Als leidenschaftlicher "Fußballer" – und ausgebildeter Kunstturner (Allgäuer Meister und Mitglied des Bayrischen Jugendkaders) – erwarb Ernst Holzmann mit 28 Jahren die DFB-Trainer Lizenz und agierte mehr als 20 Jahre als Trainer (Kinder-, Jugend-, Herrenmannschaften), Sportlicher Leiter und Vorstand in verschiedenen Vereinen in München, Berlin und Brandenburg.
Beruflich war er für spannende Führungsaufgaben (u.a. Geschäftsführer Vertrieb & Marketing, Leiter Unternehmensstrategie und Öffentlichkeitsarbeit) bei globalen Konzernen (u.a. Siemens, Siemens Nixdorf, NEC) aber auch bei mittelständisch geprägten Unternehmen verantwortlich.

Mein Einschätzung zum Schreiber Holzmann:
Wo er jetzt genau tätig war, habe ich nicht rausbekommen, allerdings scheinen mir seine sportlichen Erfolge bzw. Nachweise auch in Anbetracht das was er schreibt eher nebensächlich zu sein. Da er auch ein Ein-Mann-Unternehmen führt möchte er auch verkaufen, daher denke ich das Ganze ist mit Vorsicht zu genießen. Für den FCB hat er auch mal gem. VITA Vorträge entwickelt, an die komme ich aber leider nicht ran.

Output:
Wenn als Hauptaussage rauskommt, dass der Niedergang wohl an Watzke und Zorc lag, frage ich mich ob man dazu eine ellenlange Ausführung machen muss. Dieses ganze Geschichte wurde nach dem 0:6 in München aufgelegt, da hat man wohl von seiner Seite noch mal nachgelegen wollen.

Vergessen wir auf der einen Seite deutlich das es nur durch Watzke diesen BVB noch gibt, das Wazke und Susi zusammen mit Klopp erst in diese Position Spitzenmannschaft gebracht haben. Ergo wenn man so will, der BVB hat selber seinen Niedergang eingeleitet indem er sich hoch gespielt hat.

Sein Hauptaugenmerk ist halt das die Topstars nicht leistungsgerecht ersetz wurden und die TT Geschichte, mit einem Fehlverhalten von Watzke. Transfer: Der BVB hat in der Transferpolitik komplett versagt! (keine adäquate Ersetzung nach den Abgängen Hummels, Lewy, Mikhi..etc...) TT: Zu späte Entlassung und Duldung ihn als Cheftrainer, und der damit noch verbundene Abgang von Mislintat.

Da es sehr schwer ist rauszufinden, wen er zum Sportlichen befragt hat, kann man auch nicht nachharken wer denn sportlich die großen Lücken hätte schließen können, nicht wer es nicht kann.

Man kann jetzt auch Lieschen Müller heißen um feststellen das uns der Abgang von Lewy, Dembele, Mikhi, Hummels oder Auba geschwächt haben.

Die sportliche und daraus jetzt wirtschaftliche Entwicklung auf Mislintat abzuleiten ist meiner Meinung nach noch der Höhepunkt einer Kommentierung eines Volksökonom.

Ich selber lese Businessinsider schon lange, musste jetzt aber feststellen, dass der BVB immer wieder ein Thema dort ist, auch die Finanzen vom BVB und die Kennzahlen sind interessant. Gewinne aus Aktien werden beim BVB allerdings immer im kleinen Bereich liegen und sollten keine Auswirkungen auf die Transferpolitik haben (Die Ausnahme war halt nach dem Dembele aus als selbst seriöse Finanzmanager und Börseninsider sich mit der Aktie beschäftigt hatten und Kaufempfehlung wegen möglichen großen Gewinn gemacht haben, mit dem Ende das die Aktie um 30% Zunahme und somit der BVB kurzzeitig mehr Wert war. Ende vom Lied war der Gewinn pro Aktie blieb mit 6 Cent identisch zum Vorjahr).

Mit der Feststellung alle Einnahmen auch wieder Auszugeben ist schon sinnvoll, da muss man aber auch beim Fußball damit rechnen das es das Produkt Zufall und Leistung nicht berechenbar sind wie der Einsatz einer Erntemaschine.

Richtig: Jedes Unternehmen muss auch investieren, mgl. in Sachwerten und Infrastruktur, ob das der BVB in ausreichenden Maße macht kann ich nicht beurteilen, allerdings kann ich auch rauslesen das der Club dringend seine Transferpolitik ändern muss, da das nicht näher beschrieben ist, sondern nur angedeutet.

Andere Wege die erfolgsversprechend sein können, müssen ja auch gefunden werden und das ganze noch bei sportlichem Erfolg, und das hängt (leider!) vom Trainer, Management und Spielern ab und ist nicht planbar. Tschüss DDR!

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Kobel(C)-Beier-Schlotterbeck-Gadou-Reggiani-Nmecha-Bellingham-Konstantelias-Silva-Karetsas-Inacio
Subs: Svensson, Anton, Ryersson, Chuck, Lerma, Kaba, Albert, Veerman, Kaua
C: Nicht Kovac
Verkauf: Gui,Sabitzer,Couto,Bense
Pro: Nur weil alle sagen, es ist falsch, ist es nicht so / Freie Meinung gegen den Strom // Contra: Feststellen was schlecht ist, ohne zu sagen was besser ist / Nicht alles was grün aussieht, ist auch grün

Go Habs Go...

BVB: Tradition verpflichtet//RB: Tradition vernichtet.
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