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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#11921
18.07.2018 - 10:14 Uhr
Zitat von Since1986
Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.



08/09: Ausgeschieden 1. Runde Uefa Cup gegen Udinese Calcio, Platz 6. in der Liga
09/10: Nicht qualifiziert, Platz 5. in der Liga
10/11: Ausgeschieden in der Gruppenphase des Uefa Cups, Platz 1. in der Liga
11/12: Ausgeschieden in der Gruppenphase der CL, Platz 1. in der Liga
12/13: Final der CL, Platz 2. in der Liga
13/14: Viertelfinale CL gegen Real, Platz 2. in der Liga
14/15: Achtelfinale CL gegen Juventus, Platz 7. in der Liga
15/16: Uefa Cup Viertelfinale gegen Liverpool, Platz 2. in der Liga
16/17: Viertelfinale CL gegen Monaco, Platz 3. in der Liga
17/18: Achtelfinale Uefa Cup gegen Salzburg, Platz 4. in der Liga


Also mir fallen jetzt in Europa nicht viele Teams ein, das aus seinen finanziellen Möglichkeiten viel mehr gemacht hat, als der BVB. Das gilt sowohl für den 10- als auch für den 5-Jahreszeitraum.

Zumal die letzten 5 Jahre sogar noch schwieriger waren, da sich die Marktverhältnisse massiv zu Ungunsten der Bundesliga und des BVB's verschoben haben.
BVB - Transferpolitik |#11922
18.07.2018 - 10:21 Uhr
Zitat von GonzoFronzo

Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.


Vor allem hatte ich gar nicht gesagt, dass ich die Verantwortlichen für Pfeifen halte, sondern dass die Reaktion auf „berechtigte“ Kritik eben so ausfällt. Dass sie nur schlechte Arbeit leisten auch nicht. Wieder eine typische Reaktion eben... Kaum sagt man mal etwas in Richtung, das habt ihr verbockt, ist man gleich einer der alles schlecht macht. Das stört mich auch ungeheuerlich. Sorry, wenn Watzke eben nur zu 80% gut arbeitet und man ihn auf 20% hinweist, die bescheiden laufen, dann reagiert ein Kritikfähiger nicht damit, dass ja 80% super sind, sondern mit, dann ändern wir die 20% eben... und ja stimmt, die 20% laufen bescheiden. Die Aussagen und Reaktionen der BVB‘ler finde ich etwas arrogant. Denn es gibt mittlerweile mindestens 5 Clubs in Deutschland die ähnlich starke Arbeit bei deutlich weniger Basis leisten..
Und auch wie du sagst, es läuft jetzt schon länger so, dass man von Jahr zu Jahr schwächer wird mit leichten Ausschlägen nach oben.


Moment mal, die Reaktionen der User hier auf den Artikel waren eben nicht überzogen. Die Kritik war nämlich nicht berechtigt, sondern in Teilen völlig übertrieben. Der BVB wurde als Durchschnittsmannschaft bezeichnet, die komplett austauschbar ist. Es wurde ein Bild erzeugt, als ob der Verein (selbstverschuldet) komplett runter gewirtschaftet wurde.

Wen man sich derart weit und größtenteils auch noch unqualifiziert aus dem Fenster lehnt wie in diesem Artiekl zu der Veranstaltung, dann fällt der Gegenwind eben auch heftiger aus. Andererseits verwunder die Aufmachung nicht, business insider ist ja ne clickbaiting Seite. Und nur mit Polarisierung generiert man diese eben in großem Umfang.

Sich jetzt dann hinzustellen und zu sagen man wäre hier nicht kritikfähig finde ich bezogen auf die Aussagen in dem Artikel als unpassend.

PS: Welche 5 Clubs leisten den transferpolitisch gleich starke oder bessere Arbeit als der BVB? Und jetzt nicht nur aus dem sporlichen Momentum heraus beurteilt, sondern auf Basis mittelfrisitg und substantiell?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nic am 18.07.2018 um 10:22 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11923
18.07.2018 - 10:27 Uhr
Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.


Andererseits sollte man die Floskel: "Nach oben kommen ist relativ leicht, sich oben halten schon viel schwieriger", immer wieder in Betracht ziehen. Es muss der Anspruch sein Weltklasse-Abgänge früstmöglich mit Weltklasse zu ersetzen, dass das aber für einen Verein der sich gerade wieder oben etabliert hat bzw dies versucht wesentlich schwieriger ist als für Vereine die sich schon Jahre/Jahrzehnte dort befinden oder potente Geldgeber/TV-Rechte-Vergaben haben, wird mMn von vielen Usern/Kritikern weitgehend ausgeblendet. Es zählt im schlimmsten Fall das erreichen des CL-Finals 2013 als Maßstab, dass die, so traurig es ist, wohl eine absolute Ausnahme darstellt, sollte man sich wieder verstärkt zu Gemüte führen. Wir haben immer noch gute/sehr gute Ausgangspositionen, es lief bei weitem nicht alles nach Plan/Wunsch, aber neben dem eigenen Handeln ist man auch auf die Bundesliga und internationale Konkurrenz angewiesen. Genau da sehe ich das größte Problem: Die Bundesliga ist (mMn größtenteils gewollt und bewusst) langweilig, der Anreiz für internationale Stars ist gleich Null, TV-Gelder sind verhältnismäßig minimal. Die Stadien sind top, die Fans ebenso und der Sport genießt einen breiten Rückhalt in der Gesellschaft und die Vereine wirtschaften weitgehend seriös/er als anderswo. Die Internationalen Schwergewichte sind nicht unsere Kragenweite (Gehalt, Umsatz..., Erfolgsversprechen...) und die auf Augenhöhe agierenden Vereine, haben in den letzten 2-3 Jahren einiges dazugewonnen (was allerdings nicht verwunderlich bei anzunehmender Wellenbewegung ist, es kann nicht immer nur nach oben gehen) und sind finanziell mittlerweile ähnlich gut/besser aufgestellt und konnten sich über Jahre in Ruhe entwickeln, während bei uns seit Klopp (ja ich fange wieder an) weitgehend Unruhe und teilweise Chaos herrschte, was auch zum Teil von Außen befeuert oder herbeigeführt (Anschlag) wurde. Ich will das allerdings nicht als Entschuldigung für das Handeln der Verantwortlichen verstanden wissen, es ist ein (kleiner) Erklärungsversuch, wieso man dort steht, wo man ist. Man hat mMn nicht immer die Zügel in der Hand, man ist aufgrund der (teils neuen) Konstellationen mehr auf Glücksgriffe auf dem Transfermarkt angewiesen, die wir auch oder besonders in der Klopp-Ära zuhauf hatten. Auch muss der, für mich, mittlerweile wichtigste Posten des Trainers passen, wir schlittern da (übertrieben ausgedrückt) seit Klopp von einer Vollkatastrophe in die andere. Da gehört angesetzt und mein, scheinbar unerschütterliches Vertrauen und Hoffnung, liegt dieses mal auf Favre, dass er den Karren sportlich in eine erfolgreiche Spur bringt, dafür darf er auch gerne ein Jahr oder länger brauchen. Diese mittlerweile vorherrschende Panikmache und Vergötterung nach jedem (Test-)Spiel ist nur noch lächerlich. Favre bekommt hoffentlich noch den ein oder anderen sinnvollen Transfer und wir schlanken den Kader aus, alles innerhalb unserer Möglichkeiten und nicht von Größenwahn und Aktionismus geritten.

Edit: Es ist mir gerade auch mal ein Bedürfnis meine Liebe zu diesem Spiel zu bekunden und dass der Erfolg zwar ein immer anzustrebendes Ziel ist, aber immer subjektiv ist und bleibt.

•     •     •

"Die Einstellung ist wichtiger als die Aufstellung.“ - Sammer

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borussenpower1 am 18.07.2018 um 10:29 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11924
18.07.2018 - 10:27 Uhr
Zitat von Since1986
Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.


Natürlich kann man 10 Jahre betrachten. Im Sport wirst du von großen Vereinen gefressen, wenn du den "natürlichen" Weg nach oben gehst. Es gibt kein Szenario, in dem man still und heimlich an der Spitze ankommen kann. Deswegen ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Und in den letzten zehn Jahren gab es in Europa kaum einen Verein, der nachhaltig so gut gearbeitet hat. Man ist mittlerweile so gut, dass man eine Saison nach dem Anschlag, mit zwei verschiedenen Trainer, zwei streikenden Profis und vielen Problemen in der Kabine auf Platz 4 beendet - eine Saison übrigens, die unsere Konkurrenten, die uns ja angeblich schon längst eingeholt haben, mit Sicherheit nicht auf Platz 4 beendet hätten. In so einer Saison kann man sich auch ganz schnell ganz unten wiederfinden. Dass man auch in schwachen Saisons oben mitspielt verdankt man der guten Arbeit der letzten Jahre. Bezeichnend auch, dass zwischen einer sehr guten Schalke-Saison und einer Horrorsaison von BVB nur ein paar Punkte dazwischenliegen, zwischenzeitlich war es nur ein Pünktchen. Deswegen kann ich nur amüsant lächeln, wenn manche Schalke schon auf einer Stufe sehen. Nachhaltigkeit - das ist entscheidend. Und bisher ist der BVB in Deutschland der einzige Verein, der es in dem Jahrtausend geschafft hat (neben Bayern natürlich).
BVB - Transferpolitik |#11925
18.07.2018 - 10:32 Uhr
Ich möchte nochmal auf die Fehler der letzten Jahre eingehen. Natürlich haben Watzke und Zorc über Jahre hinweg eine Strategie verfolgt. Viele junge, entwicklungsfähige Spieler kamen, die über einen Zeitraum hinweg, die Achse im Dortmunder Spiel geprägt haben. Geschickt hat man zudem noch eigene Jugendspieler eingebaut die auch innerhalb des gesamten Konstruktes zum Erfolg beigetragen haben.
Wie die Personalstrategie intern aussah, kann man als außenstehende Person nicht beurteilen, wobei auch hier allem Anschein nach eine solide Strategie verfolgt worden ist.
Leider sind immer mehr Leistungsträger verkauft worden, dies ist allerdings in dem Geschäft auch einfach einzukalkulieren. Spieler wie Hummels, Götze, Kagawa, Lewandowski, usw.... gingen zu größeren Vereinen.
Die Strategie der Verpflichtung von jungen Spielern wurde dennoch weitergefahren. Leider funktionierten nicht immer alle Spieler und das Konstrukt des Kaders als Gesamtes funktionierte auch nicht mehr.
Wo ich das erste Mal an der Strategie gezweifelt habe, war an den Rückholaktionen. Eine Strategie beschreibt langfristige Ausrichtungen die auf die Erreichung eines festgelegten Zieles abzielt. Meiner Meinung nach lag darin genau der Bruch. Andere Mannschaften sprangen auch auf den Zug auf, junge Talente zu verpflichten. Für Dortmund war es nicht mehr einfach solche Megatalente an Land zu ziehen. Zorc und Watzke beschäftigten sich dann mit Rückholaktionen und diese haben keinen strategischen Charakter. Die beiden haben wohl nicht in ihrer Strategie schon die Planung gehabt, einzelne Spieler wieder zu zurück zu verpflichten. Dabei hat man wohl auch den Weg der Zielerreichung verlassen.
Man kann sicher nicht sagen, dass Dortmund im Europavergleich so schlecht abschneidet und auch in der Bundesliga hält man doch noch über Jahre hinweg solide mit. Aber man muss auch die Szenarien sehen, warum das genau so ist. In der Bundesliga ist die Konkurrenz (Bayern außen vor) in dem Umfang nicht vorhanden um ihnen über lange Dauer gefährlich zu werden. Und International haben die Verantwortlichen einfach auch die Erwartungen heruntergeschraubt, was natürlich durch die vielen Abgänge auch durchaus realistischer ist.

Das Problem ist jedoch, wo wollen Watzke und Zorc mit dem BVB hin?!
Ist der Plan dauerhaft die Nummer zwei in der Bundesliga zu sein und wie soll das funktionieren wenn Mannschaften wie Leipzig z.B. andere Möglichkeiten haben um da dauerhaft ein Konkurrent zu sein. WIe sieht dann der Plan aus diesen entgegenzuwirken und was passiert, wenn man von dem strategischen Weg abkommt. Bestes Beispiel ist doch derzeit die Stürmer Suche. Man hat im Januar Michy verplichtet mit dem sehr wahrscheinlichen Fall, dass er nicht bleiben wird. Jetzt hatte man schon gut ein halbes Jahr Zeit Alternativen zu suchen. Leider steht man im Moment völlig planlos da.
Ich sehe derzeit leider kein genaues Ziel und auch keine Stratgie. Diese muss ja nicht laut rausposaunt werden aber Handlungen sind halt schlichtweg auch nicht wirklich erkennbar.
BVB - Transferpolitik |#11926
18.07.2018 - 10:32 Uhr
Zitat von GonzoFronzo
Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.


Vor allem hatte ich gar nicht gesagt, dass ich die Verantwortlichen für Pfeifen halte, sondern dass die Reaktion auf „berechtigte“ Kritik eben so ausfällt. Dass sie nur schlechte Arbeit leisten auch nicht. Wieder eine typische Reaktion eben... Kaum sagt man mal etwas in Richtung, das habt ihr verbockt, ist man gleich einer der alles schlecht macht. Das stört mich auch ungeheuerlich. Sorry, wenn Watzke eben nur zu 80% gut arbeitet und man ihn auf 20% hinweist, die bescheiden laufen, dann reagiert ein Kritikfähiger nicht damit, dass ja 80% super sind, sondern mit, dann ändern wir die 20% eben... und ja stimmt, die 20% laufen bescheiden. Die Aussagen und Reaktionen der BVB‘ler finde ich etwas arrogant. Denn es gibt mittlerweile mindestens 5 Clubs in Deutschland die ähnlich starke Arbeit bei deutlich weniger Basis leisten..
Und auch wie du sagst, es läuft jetzt schon länger so, dass man von Jahr zu Jahr schwächer wird mit leichten Ausschlägen nach oben.


Wer so einem absurden Artikel zustimmt, der von irgendwelchen Leuten geschrieben wurde, die mit dem Sport überhaupt nichts zu tun haben, hält unsere Leute für unfähig. Vielleicht solltest du den Text, den du zustimmt, noch einmal genauer lesen.
BVB - Transferpolitik |#11927
18.07.2018 - 10:33 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.



08/09: Ausgeschieden 1. Runde Uefa Cup gegen Udinese Calcio, Platz 6. in der Liga
09/10: Nicht qualifiziert, Platz 5. in der Liga
10/11: Ausgeschieden in der Gruppenphase des Uefa Cups, Platz 1. in der Liga
11/12: Ausgeschieden in der Gruppenphase der CL, Platz 1. in der Liga
12/13: Final der CL, Platz 2. in der Liga
13/14: Viertelfinale CL gegen Real, Platz 2. in der Liga
14/15: Achtelfinale CL gegen Juventus, Platz 7. in der Liga
15/16: Uefa Cup Viertelfinale gegen Liverpool, Platz 2. in der Liga
16/17: Viertelfinale CL gegen Monaco, Platz 3. in der Liga
17/18: Achtelfinale Uefa Cup gegen Salzburg, Platz 4. in der Liga


Also mir fallen jetzt in Europa nicht viele Teams ein, das aus seinen finanziellen Möglichkeiten viel mehr gemacht hat, als der BVB. Das gilt sowohl für den 10- als auch für den 5-Jahreszeitraum.

Zumal die letzten 5 Jahre sogar noch schwieriger waren, da sich die Marktverhältnisse massiv zu Ungunsten der Bundesliga und des BVB's verschoben haben.


Daneben war man auch viermal hintereinander im Pokalfinale in den letzten 5 Jahren zwinker

Schon klar das mit der "Kritik" immer die jüngere Vergangenheit gemeint ist, aber nur weil es in den letzten 1-2 Jahren teilweise nicht so hingehauen hat wie man sich das gedacht oder gewünscht hat muss man die Leute ja nicht gleich zerfetzen.

Zumal wie bereits erwähnt der BVB jetzt auch nicht so fürchterlich aufgestellt ist und sich das alles auch schnell zum Guten wenden kann.
BVB - Transferpolitik |#11928
18.07.2018 - 10:42 Uhr
Mit den Transfers bin ich bisher zufrieden. Zorc hat mit Diallo und Wolf zwei junge Spieler mit Entwicklungspotential geholt, welche sich in der Liga schon beweisen konnten.
Dazu mit Thomas Delaney einen dringend benötigten Spielertypen für die Zentrale geholt.

Hitz ablösefrei zu holen war ebenfalls eine sehr gute Entscheidung, vor allem weil ich glaube das unsere Torhüter recht nah beisammen sind und sich nochmal puschen werden. (Wer weiß, eventuell sieht Favre Hitz sogar vor Bürki)

Mit Achraf Hakimi wechselt ein mega Talent zu uns, auch wenn er nur als Leihspieler kommt. (Zudem hat der BVB ordentliche Chancen den jungen im Fall des Falles zu halten)

Einen Stürmer wird noch kommen, da mache ich mir keine Sorgen. allerdings glaube ich hier nicht an einen großen Namen (Morata o.ä)Insgeheim tippe ich immer noch auf Spieler wie Max Kruse oder Edin Dzeko. Ich würde mich jetzt nicht auf einen Namen festnageln lassen, aber ein erfahrener Stürmer, welcher
keine Unsummen kostet und den Weg mittelfristig für Talente nicht versperrt ist für mich die wahrscheinlichste Lösung.

Wenn dann noch etwas auf der Abgangsseite passiert sieht das schon sehr gut aus.

•     •     •

„Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben… Den Rest habe ich einfach verprasst“ George Best
BVB - Transferpolitik |#11929
18.07.2018 - 10:43 Uhr
Zitat von Borussenpower1
Zitat von Vintage09

Zitat von Ersatzoffizieller

@Vintage09
Schon fast lustig, wie du Kagawa einschätzt.
Er war in unserer letzten Rückrunde sehr stark , trotz eines nicht gerade gut funktionierenden Teams.
Er ist unglaublich wendig, spielt den letzten oder vorletzten Pass und gibt immer alles.
Du bist nicht der einzige, der ihn immer verscherbeln will.
Ich kapier es nicht.
So schlecht, aber trotzdem tolle Ablöse.
Für mich lächerlich.
Der bleibt hoffentlich.


Sehe einfach Götze, Delaney, Dahoud und Gomez eher im ZM und als hängende Spitze lieber einen Reus oder Philipp. Eine tolle Ablöse wird es nicht geben falls man ihn verkaufen sollte, entspannt aber das Gehaltsgefüge.

Wie gesagt eben eine Ansichtssache, nur spielt er eben die letzten Jahre nicht wirklich eine große Rolle.

Wenn wir unsere offensichtlichen Baustellen angehen möchten muss auf der Abgabenseite halt was passieren.
Für mich ist ein giftiger 6er und Lv einfach Pflicht.
Würde versuchen Favre die bestmöglichen Alternativen auf jeglichen Positionen zu bieten und dann trau ich uns vll auch mal wieder ein Titel zu. Sollte zumindest intern bei uns das Ziel sein!


Kagawa abzugeben ist für mich auch eine Option, da ich den Kader generell noch viel zu groß sehe und Shinji für mich kein "Unterschiedsspieler" mehr ist, auch wenn er ansprechende Leistungen hatte.

Auf einen LV hoffe ich auch noch, den giftigen 6er kann ich mir allerdings nicht mehr vorstellen, dafür ist man dort aktuell schon zu breit aufgestellt und gibt wohl zuerst den (teils) etablierten Kräften die Chance.

Zudem denke ich dass man Favre automatisch die bestmöglichen Alternativen bietet, andersrum wird dieser diese fordern. Bekommt man halt in der Regel nicht mit, was da hinter den Kulissen so abläuft und zum Schluss beruhige ich dich und aktiviere dein Kurzzeitgedächtnis: Der letzte Titel ist gerade mal 14 Monate her Zunge raus

Von Shinji habe ich ein recht hohe Meinung, da er fast der einzige war, der auch zu Krisenzeiten seine Leistung brachte. Für mich ist das genau das, was ich unter Mentalitätsspieler verstehe.

Das erste Problem ist aber, dass es nicht unbedingt die ideale Position für Shinji geben wird. In dem 4-4-2 wie gegen Wien würde ich Shinji in der Doppelspitze sehen. Aber ob er da sein volles Potential entfalten kann und ob Favre ihn auf dieser Position überhaupt sieht, ist schon fraglich.
Daher würde ich die Stammplatzchancen für Shinji eher gering einschätzen und für einen Bankspieler ist er mir auch nicht flexibel genug, als dass er verschiedene Positionen abdecken könnte.
Ich hoffe zwar, dass Shinji sich hier durchsetzt, aber er ist auch für mich ein Abgangskandidat.

Die Verpflichtung eines giftigen Sechsers kann ich mir nur vorstellen, wenn dieser kaum Ansprüche auf viel Spielzeit stellt. Also ein Talent oder einen alten Spieler als Kaderergänzung.
Jedenfalls haben wir mit Delaney schon Zweikampf- und Laufstärke dazugeholt und weiterer defensiver Spieler an dessen Seite würde unser Ballbesitzspiel zu sehr schwächen, denke ich.
Daher bräuchten wir bestenfalls einen Backup für die Rolle des defensivstarken Mittelfeldspielers. Bestenfalls, weil ich beispielsweise die Kombination Weigl und Dahoud auch für ausreichend in der Defensivarbeit sehe. Außerdem haben wir aktuell noch Rode zur Verfügung, zu dem es keine Gerüchte bezüglich eines Wechsels gibt.

Um einen neuen LV ist es auch ruhig geworden. Große Not haben wir auch nicht, obwohl vielleicht nur Schmelzer dort seine Idealposition besitzt. Mit Diallo, Hakimi und Guerreiro gibt es jedenfalls genug Alternativen, bei denen ich keine Bedenken hätte, wenn sie als LV auflaufen (zumindest eine dieser Alternativen sollte als LV gut performen können).
Nichtsdestotrotz hätte ein neuer, starker LV eine Verstärkung in der Spitze sein können, was mir insgesamt in der Transferpolitik zu kurz kommt.
Am liebsten wäre mir aber, wenn Favre die Rolle des LVs taktisch für Guerreiro maßschneidern würde. Ihm zu Beispiel ähnlich viel Offensivfreiraum gewähren würde wie es die Bayern bei Kimmich halten. Allerdings fehlt mir dazu der Glaube.
BVB - Transferpolitik |#11930
18.07.2018 - 10:47 Uhr
Zitat von UnderratedCritic

Zitat von Since1986

Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.


Natürlich kann man 10 Jahre betrachten. Im Sport wirst du von großen Vereinen gefressen, wenn du den "natürlichen" Weg nach oben gehst. Es gibt kein Szenario, in dem man still und heimlich an der Spitze ankommen kann. Deswegen ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Und in den letzten zehn Jahren gab es in Europa kaum einen Verein, der nachhaltig so gut gearbeitet hat. Man ist mittlerweile so gut, dass man eine Saison nach dem Anschlag, mit zwei verschiedenen Trainer, zwei streikenden Profis und vielen Problemen in der Kabine auf Platz 4 beendet - eine Saison übrigens, die unsere Konkurrenten, die uns ja angeblich schon längst eingeholt haben, mit Sicherheit nicht auf Platz 4 beendet hätten. In so einer Saison kann man sich auch ganz schnell ganz unten wiederfinden. Dass man auch in schwachen Saisons oben mitspielt verdankt man der guten Arbeit der letzten Jahre. Bezeichnend auch, dass zwischen einer sehr guten Schalke-Saison und einer Horrorsaison von BVB nur ein paar Punkte dazwischenliegen, zwischenzeitlich war es nur ein Pünktchen. Deswegen kann ich nur amüsant lächeln, wenn manche Schalke schon auf einer Stufe sehen. Nachhaltigkeit - das ist entscheidend. Und bisher ist der BVB in Deutschland der einzige Verein, der es in dem Jahrtausend geschafft hat (neben Bayern natürlich).


Damit gibst du Gründe für einen möglichen Abwärtstrend an, vor allem aber bestätigst du diesen.

Mal haben wir eine "Horrorsaison", mal muss der Verein einen Anschlag auf das Team verkraften, mal steht man zur Halbzeit auf einem Abstiegsplatz.

Wenn über gewisse Zeiträume Horrorsaisons zum Normalzustand werden, dann sind sie nicht mehr "Horror", sondern vielmehr erwartungsgemäß.

Die Gründe sind natürlich valide, es ist viel passiert in den vergangenen Jahren. Doch was nützt das letztendlich? Die Argumentation, "wir müssten eigentlich weiter oben stehen, aber dies-das-Ananas" ändert nichts an Ergebnissen.

Wir haben momentan noch großes Glück - Dortmund wird noch sowohl vom Publikum als auch von den Medien als klare zweite Größe der Liga empfunden. Hoffentlich können Favre, Kehl und Sammer das Team so formen, dass dieser Status erhalten bleibt. Stand jetzt ist das eine weitaus realistischere Sorge, als der Aufschluss zu Bayern - ein weiterer Unterschied zur Sicht vier Jahre zuvor, weiteres Merkmal für einen Abwärtstrend.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ebenbunt am 18.07.2018 um 10:50 Uhr bearbeitet
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