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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#11911
18.07.2018 - 08:07 Uhr
Zitat von gelbschreib
Zitat von Consi23

„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.


Frag Ex-Sportler nie zu Geld und Businessleute nie über Sport aus. Da kommt zu 99% laues Gelaber raus das sich in etwa auf dem intellektuellen Niveau dieses Forums bewegt. Wenn ich schon lese sportlicher Abstieg, dann sagt das doch alles:
- Klar ist es ein sportlicher Abstieg wenn du von Meister/Double-Sieger/Cl Halbfinalist auf CL Normalmaß zusammengestutzt wirst. Statt aber erstmal anzunehemen, dass die sportlichen größten Momente die Ausnahme waren, werden sie zur Selbstverständlichkeit erklärt die man durch fahrlässiges Handeln sich selbst versaut hat.
- Dann wird kritisiert, dass der BVB weniger aus seinem Etat holt als Sevilla oder Roma. Wir können ja mal gucken, wer von den dreien die besseren Zahlen in den letzten 5 Jahren hatte, und zwar sportlich wie finanziell. Der BVB hatte ein richtig schlechtes Jahr und ein unzufriedenstellendes seit 2011. Man ist nur einmal nicht in die CL gekommen, abgesehen von 2012/13 und letztem Jahr immer über die internationalen Gruppenphasen hinausgekommen.
- Mislintat wird pauschal als großer Fehler gewertet bzw. als großer Verlust. Schließe ich nicht aus, er hat einen guten Ruf allerdings wiessen diese Experten über dessen Arbeit auch nicht substanziell mehr als wir, weswegen das nicht als Expertenansicht gelten kann, sondern nur als Stammtischmeinung.
- Das Fünkchen Wahrheit an dem Gequake dieser sogenannten Experten ist: Natürlich muss der BVB mehr rausholen. Dafür braucht man aber weder eine Professur ind WVL noch in BWL noch einen Doktor im angewandten Quarkkuchenbacken, sondern einfach nur Samstagabend die Sportschau zu gucken und beim Klogang die Bild aufzuschlagen (kann man danach auch direkt falten und weiter unten am Körper einem besseren Zweck zuführen).
- Wir hätten uns jetzt auch von einem Kunsthistoriker Expertenmeinungen zu Trumps politikstil geben lassen könnenoder Einstein zu Wirtschaftsrecht , die wären genauso fundiert gewesen. Oder einfach matthäus fragen, der hätte das gleiche gesagt. Was ich damit sagen will: Darf lesen wer will, aber bloß, weil Profs für irgendwas gefragt werden, muss das Gesagte deswegen noch lange nicht besonders viel Autorität haben, es sei denn es seien passende Fachthemen.


+1

Fehler aus der Ferne zu benennen ist auch immer einfach, vor allem wenn man keine alternativen Lösungen anzubieten hat.

Das der BVB sich nicht weiter oben etaliert hat ist ja nicht nur auf das Handeln von Zorc & Watzke zurückzuführen. Man bewegt sich ja nicht im luftleeren Raum.

Gründe wurden hier bereits hoch und runter gebetet.

Was ich schade finde ist, das rein auf die Defizite der allerjüngsten Vergangenheit eingegangen wird (auch hier im Forum). Als würde der BVB seit 5 Jahren Unsinn am laufenden Band verzapfen. Das man heute vor zwei Jahren noch die zweitbeste BL-Saison der Clubgeschichte gespielt hat und letztes Jahr mit guten Chancen im CL-VF war und den Pokal geholt hat wird ausgeblendet.

Das nicht alles gut gelaufen ist brauchen wir nicht drüber reden. Die letzten 1-2 Jahre waren unglücklich (und teils von mir aus schlecht). Aber davor die 5-8 Jahre waren herausragend, und keiner weiß wie die nächsten 5 Jahre aussehen. So schlecht ist der Kader sicher nicht das man ähnlich dastehen kann wie die letzten 5 Jahre.

Naja, was reg ich mich auf!^^
BVB - Transferpolitik |#11912
18.07.2018 - 08:27 Uhr
Zitat von gelbschreib
Zitat von Consi23

„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.


Frag Ex-Sportler nie zu Geld und Businessleute nie über Sport aus. Da kommt zu 99% laues Gelaber raus das sich in etwa auf dem intellektuellen Niveau dieses Forums bewegt. Wenn ich schon lese sportlicher Abstieg, dann sagt das doch alles:
- Klar ist es ein sportlicher Abstieg wenn du von Meister/Double-Sieger/Cl Halbfinalist auf CL Normalmaß zusammengestutzt wirst. Statt aber erstmal anzunehemen, dass die sportlichen größten Momente die Ausnahme waren, werden sie zur Selbstverständlichkeit erklärt die man durch fahrlässiges Handeln sich selbst versaut hat.
- Dann wird kritisiert, dass der BVB weniger aus seinem Etat holt als Sevilla oder Roma. Wir können ja mal gucken, wer von den dreien die besseren Zahlen in den letzten 5 Jahren hatte, und zwar sportlich wie finanziell. Der BVB hatte ein richtig schlechtes Jahr und ein unzufriedenstellendes seit 2011. Man ist nur einmal nicht in die CL gekommen, abgesehen von 2012/13 und letztem Jahr immer über die internationalen Gruppenphasen hinausgekommen.
- Mislintat wird pauschal als großer Fehler gewertet bzw. als großer Verlust. Schließe ich nicht aus, er hat einen guten Ruf allerdings wiessen diese Experten über dessen Arbeit auch nicht substanziell mehr als wir, weswegen das nicht als Expertenansicht gelten kann, sondern nur als Stammtischmeinung.
- Das Fünkchen Wahrheit an dem Gequake dieser sogenannten Experten ist: Natürlich muss der BVB mehr rausholen. Dafür braucht man aber weder eine Professur ind WVL noch in BWL noch einen Doktor im angewandten Quarkkuchenbacken, sondern einfach nur Samstagabend die Sportschau zu gucken und beim Klogang die Bild aufzuschlagen (kann man danach auch direkt falten und weiter unten am Körper einem besseren Zweck zuführen).
- Wir hätten uns jetzt auch von einem Kunsthistoriker Expertenmeinungen zu Trumps politikstil geben lassen könnenoder Einstein zu Wirtschaftsrecht , die wären genauso fundiert gewesen. Oder einfach matthäus fragen, der hätte das gleiche gesagt. Was ich damit sagen will: Darf lesen wer will, aber bloß, weil Profs für irgendwas gefragt werden, muss das Gesagte deswegen noch lange nicht besonders viel Autorität haben, es sei denn es seien passende Fachthemen.

Edit: Bzgl. der Eskalation des Konflikts mit Tuchel gebe ich ihnen eingeschräkt Recht. Allerdings darf man nicht vergessen wie die Machtverhältnisse in diesen Vertragssituationen aussehen. Das ist allenfalls mit denen vergleichbar die in den riesigen Konzernen und ihren Verhältnissen zu den Top-managern bestehen, denn je wichtiger und weniger austauschbar der Faktor Mensch auf einer Stelle ist, umso mehr liegt die Macht bei diesem und nicht beim Konzern. Ob Watzke intern den Konflikt besser moderieren hätte können ist eine Frage, die man stellen darf. Aber ohne weitere Interna ist es schwierig, das zu sagen, da wir nur das wissen, was an die Öffentlichkeit gedrungen ist und das ist recht vage.


Ich finde eig nur die Reaktion extrem schwach, auch von den Fans teilweise. Anstatt dass man die wirklich zutreffende Kritik annimmt und sein Verhalten ändert, kommen immer wieder die gleichen Erklärungen warum es nicht anders geht oder dass man dies an einem Jahr festmacht etc. Das stimmt noch nicht mal.

Treffend ist die Aussage, dass man einfach nicht fähig ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sein Verhalten grundlegend zu ändern. Kritik wird auch klein geredet. Also richtig schwaches Verhalten. Schließlich kann das was in dem etwas älteren Artikel steht jeder unterschreiben und man sieht es in dieser Transferphase wieder. Eig legt man die gesamte Hoffnung und Verantwortung auf Favre und sein eigenes schwaches Verhalten rechtfertigt man mit dem schwierigen Markt oder mit dem verrückten Markt. Kenne keinen Verein der das so oft betont, dass der Markt angeblich verrückt ist. Real cruist da ganz locker zu einem 35 Mio Courtois, Carvalho wechselt da für 20 Mio, Shaqiri für 17 oder so, aber der Markt ist ja so verrückt. Man muss einfach kontinuierlich sehr gute Arbeit leisten um zu den besten zu gehören und das hat man verpasst und will das auch nicht nachholen. Daher sollte man eig so eine Kritik annehmen und versuchen sein Transferverhalten zu ändern. Hat man auch indem man nun Durchschnittstransfers tätigt, wobei man das auch letztes Jahr schon getan hat.

Der Glanz ist weg und da hilft es auch nicht von vergangenen Erfolgen zu reden.
BVB - Transferpolitik |#11913
18.07.2018 - 08:38 Uhr
Zitat von Cake4Free
Zitat von Consi23

„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.


Eine sehr einseitige Berichterstattung. Eine schlechte Saison und der ganze Erfolg der letzten Jahre ist einfach egal. Einfach lächerlich. Das klingt so als wären wir letzte Saison auf dem 10. Platz gelandet.


Kritik ist erst erwünscht, wenn es zu spät ist? Mir ist sie lieber zu Zeitpunkten, an denen man das Ruder vielleicht noch rumreißen kann.

•     •     •

Chapi
Reus--------------Ricken
Sammer---Zorc
Kehl
Dedé---Kohler---Hummels---Pische
Weidenfeller
BVB - Transferpolitik |#11914
18.07.2018 - 08:51 Uhr
Zitat von GonzoFronzo

Zitat von gelbschreib

Zitat von Consi23

„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.


Frag Ex-Sportler nie zu Geld und Businessleute nie über Sport aus. Da kommt zu 99% laues Gelaber raus das sich in etwa auf dem intellektuellen Niveau dieses Forums bewegt. Wenn ich schon lese sportlicher Abstieg, dann sagt das doch alles:
- Klar ist es ein sportlicher Abstieg wenn du von Meister/Double-Sieger/Cl Halbfinalist auf CL Normalmaß zusammengestutzt wirst. Statt aber erstmal anzunehemen, dass die sportlichen größten Momente die Ausnahme waren, werden sie zur Selbstverständlichkeit erklärt die man durch fahrlässiges Handeln sich selbst versaut hat.
- Dann wird kritisiert, dass der BVB weniger aus seinem Etat holt als Sevilla oder Roma. Wir können ja mal gucken, wer von den dreien die besseren Zahlen in den letzten 5 Jahren hatte, und zwar sportlich wie finanziell. Der BVB hatte ein richtig schlechtes Jahr und ein unzufriedenstellendes seit 2011. Man ist nur einmal nicht in die CL gekommen, abgesehen von 2012/13 und letztem Jahr immer über die internationalen Gruppenphasen hinausgekommen.
- Mislintat wird pauschal als großer Fehler gewertet bzw. als großer Verlust. Schließe ich nicht aus, er hat einen guten Ruf allerdings wiessen diese Experten über dessen Arbeit auch nicht substanziell mehr als wir, weswegen das nicht als Expertenansicht gelten kann, sondern nur als Stammtischmeinung.
- Das Fünkchen Wahrheit an dem Gequake dieser sogenannten Experten ist: Natürlich muss der BVB mehr rausholen. Dafür braucht man aber weder eine Professur ind WVL noch in BWL noch einen Doktor im angewandten Quarkkuchenbacken, sondern einfach nur Samstagabend die Sportschau zu gucken und beim Klogang die Bild aufzuschlagen (kann man danach auch direkt falten und weiter unten am Körper einem besseren Zweck zuführen).
- Wir hätten uns jetzt auch von einem Kunsthistoriker Expertenmeinungen zu Trumps politikstil geben lassen könnenoder Einstein zu Wirtschaftsrecht , die wären genauso fundiert gewesen. Oder einfach matthäus fragen, der hätte das gleiche gesagt. Was ich damit sagen will: Darf lesen wer will, aber bloß, weil Profs für irgendwas gefragt werden, muss das Gesagte deswegen noch lange nicht besonders viel Autorität haben, es sei denn es seien passende Fachthemen.

Edit: Bzgl. der Eskalation des Konflikts mit Tuchel gebe ich ihnen eingeschräkt Recht. Allerdings darf man nicht vergessen wie die Machtverhältnisse in diesen Vertragssituationen aussehen. Das ist allenfalls mit denen vergleichbar die in den riesigen Konzernen und ihren Verhältnissen zu den Top-managern bestehen, denn je wichtiger und weniger austauschbar der Faktor Mensch auf einer Stelle ist, umso mehr liegt die Macht bei diesem und nicht beim Konzern. Ob Watzke intern den Konflikt besser moderieren hätte können ist eine Frage, die man stellen darf. Aber ohne weitere Interna ist es schwierig, das zu sagen, da wir nur das wissen, was an die Öffentlichkeit gedrungen ist und das ist recht vage.


Ich finde eig nur die Reaktion extrem schwach, auch von den Fans teilweise. Anstatt dass man die wirklich zutreffende Kritik annimmt und sein Verhalten ändert, kommen immer wieder die gleichen Erklärungen warum es nicht anders geht oder dass man dies an einem Jahr festmacht etc. Das stimmt noch nicht mal.

Treffend ist die Aussage, dass man einfach nicht fähig ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sein Verhalten grundlegend zu ändern. Kritik wird auch klein geredet. Also richtig schwaches Verhalten. Schließlich kann das was in dem etwas älteren Artikel steht jeder unterschreiben und man sieht es in dieser Transferphase wieder. Eig legt man die gesamte Hoffnung und Verantwortung auf Favre und sein eigenes schwaches Verhalten rechtfertigt man mit dem schwierigen Markt oder mit dem verrückten Markt. Kenne keinen Verein der das so oft betont, dass der Markt angeblich verrückt ist. Real cruist da ganz locker zu einem 35 Mio Courtois, Carvalho wechselt da für 20 Mio, Shaqiri für 17 oder so, aber der Markt ist ja so verrückt. Man muss einfach kontinuierlich sehr gute Arbeit leisten um zu den besten zu gehören und das hat man verpasst und will das auch nicht nachholen. Daher sollte man eig so eine Kritik annehmen und versuchen sein Transferverhalten zu ändern. Hat man auch indem man nun Durchschnittstransfers tätigt, wobei man das auch letztes Jahr schon getan hat.

Der Glanz ist weg und da hilft es auch nicht von vergangenen Erfolgen zu reden.


Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten. Dortmund stellt sich aktuell breiter auf und hat sich somit umstrukturiert. Deswegen ist da nichts mit "verpassen" und "nicht nachholen wollen". Das Problem ist nur, dass sich deine komplette Fussball-Gedankenwelt auf den Transfermarkt beschränkt. Somit fällt es dir sehr schwer, das Drumherum richtig einzuordnen.
Dortmund hatte in den letzten zehn Jahren zwei "katastrophale" Saisons. Trotzdem landete man einmal in der EL und letztes Jahr in der CL. Allein daran sieht, wie nachhaltig die Arbeit gemacht wurde, dass man eine katastrophale Saison mit der Qualifizierung für die CL beendet. Morata staunte in einem Interview über Dortmund, weil sie immer oben mitspielen würden, obwohl sie ständig die besten Spieler verlieren. Ja, es ist nun mal keine Selbstverständlichkeit.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von UnderratedCritic am 18.07.2018 um 09:00 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11915
18.07.2018 - 08:52 Uhr
Zitat von GonzoFronzo

Zitat von gelbschreib

Zitat von Consi23

„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.


Frag Ex-Sportler nie zu Geld und Businessleute nie über Sport aus. Da kommt zu 99% laues Gelaber raus das sich in etwa auf dem intellektuellen Niveau dieses Forums bewegt. Wenn ich schon lese sportlicher Abstieg, dann sagt das doch alles:
- Klar ist es ein sportlicher Abstieg wenn du von Meister/Double-Sieger/Cl Halbfinalist auf CL Normalmaß zusammengestutzt wirst. Statt aber erstmal anzunehemen, dass die sportlichen größten Momente die Ausnahme waren, werden sie zur Selbstverständlichkeit erklärt die man durch fahrlässiges Handeln sich selbst versaut hat.
- Dann wird kritisiert, dass der BVB weniger aus seinem Etat holt als Sevilla oder Roma. Wir können ja mal gucken, wer von den dreien die besseren Zahlen in den letzten 5 Jahren hatte, und zwar sportlich wie finanziell. Der BVB hatte ein richtig schlechtes Jahr und ein unzufriedenstellendes seit 2011. Man ist nur einmal nicht in die CL gekommen, abgesehen von 2012/13 und letztem Jahr immer über die internationalen Gruppenphasen hinausgekommen.
- Mislintat wird pauschal als großer Fehler gewertet bzw. als großer Verlust. Schließe ich nicht aus, er hat einen guten Ruf allerdings wiessen diese Experten über dessen Arbeit auch nicht substanziell mehr als wir, weswegen das nicht als Expertenansicht gelten kann, sondern nur als Stammtischmeinung.
- Das Fünkchen Wahrheit an dem Gequake dieser sogenannten Experten ist: Natürlich muss der BVB mehr rausholen. Dafür braucht man aber weder eine Professur ind WVL noch in BWL noch einen Doktor im angewandten Quarkkuchenbacken, sondern einfach nur Samstagabend die Sportschau zu gucken und beim Klogang die Bild aufzuschlagen (kann man danach auch direkt falten und weiter unten am Körper einem besseren Zweck zuführen).
- Wir hätten uns jetzt auch von einem Kunsthistoriker Expertenmeinungen zu Trumps politikstil geben lassen könnenoder Einstein zu Wirtschaftsrecht , die wären genauso fundiert gewesen. Oder einfach matthäus fragen, der hätte das gleiche gesagt. Was ich damit sagen will: Darf lesen wer will, aber bloß, weil Profs für irgendwas gefragt werden, muss das Gesagte deswegen noch lange nicht besonders viel Autorität haben, es sei denn es seien passende Fachthemen.

Edit: Bzgl. der Eskalation des Konflikts mit Tuchel gebe ich ihnen eingeschräkt Recht. Allerdings darf man nicht vergessen wie die Machtverhältnisse in diesen Vertragssituationen aussehen. Das ist allenfalls mit denen vergleichbar die in den riesigen Konzernen und ihren Verhältnissen zu den Top-managern bestehen, denn je wichtiger und weniger austauschbar der Faktor Mensch auf einer Stelle ist, umso mehr liegt die Macht bei diesem und nicht beim Konzern. Ob Watzke intern den Konflikt besser moderieren hätte können ist eine Frage, die man stellen darf. Aber ohne weitere Interna ist es schwierig, das zu sagen, da wir nur das wissen, was an die Öffentlichkeit gedrungen ist und das ist recht vage.


Ich finde eig nur die Reaktion extrem schwach, auch von den Fans teilweise. Anstatt dass man die wirklich zutreffende Kritik annimmt und sein Verhalten ändert, kommen immer wieder die gleichen Erklärungen warum es nicht anders geht oder dass man dies an einem Jahr festmacht etc. Das stimmt noch nicht mal.

Treffend ist die Aussage, dass man einfach nicht fähig ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sein Verhalten grundlegend zu ändern. Kritik wird auch klein geredet. Also richtig schwaches Verhalten. Schließlich kann das was in dem etwas älteren Artikel steht jeder unterschreiben und man sieht es in dieser Transferphase wieder. Eig legt man die gesamte Hoffnung und Verantwortung auf Favre und sein eigenes schwaches Verhalten rechtfertigt man mit dem schwierigen Markt oder mit dem verrückten Markt. Kenne keinen Verein der das so oft betont, dass der Markt angeblich verrückt ist. Real cruist da ganz locker zu einem 35 Mio Courtois, Carvalho wechselt da für 20 Mio, Shaqiri für 17 oder so, aber der Markt ist ja so verrückt. Man muss einfach kontinuierlich sehr gute Arbeit leisten um zu den besten zu gehören und das hat man verpasst und will das auch nicht nachholen. Daher sollte man eig so eine Kritik annehmen und versuchen sein Transferverhalten zu ändern. Hat man auch indem man nun Durchschnittstransfers tätigt, wobei man das auch letztes Jahr schon getan hat.

Der Glanz ist weg und da hilft es auch nicht von vergangenen Erfolgen zu reden.



- eine typische Wichtigtuer-Veranstaltung, da werden gerne mal markige Aussagen getroffen, das alles garniert mit ein paar angeblich wissenschaftlichen Vorträgen von sog. "Professoren"

- Holzmann hatte ich bisher nur im Zusammenhang mit Motivationsseminaren gehört, da gehört es natürlich zum Job, mit provokanten Aussagen Aufmerksamkeit zu erzeugen um Buchungen für die eigenen, völlig überteuerten Tschaka-Hokus-Pokus-Seminare zu erhalten

- Völpel äussert sich grundsätzlich zu alles und jedem und ist auch Experte von allem und jedem. Sein Institut, das HWWI, flog vor ein paar Jahren mal aus dem Kreis der beratenden Institute der Bundesregierung, weil deren Arbeit zu schlecht war. Das jemand -der sich angeblich auch im Bereich der Makroökonomie bewegt- solche Phrasen rausdrischt ohne die Entwicklung des gesamten Fussballmarkts mit einzubeziehen (Stichwort TV-Vertrag England, externe Effekte in Form von Drittmittelzuführung bei Paris oder ManCity in Höhe von über 1 Milliarde in den letzten 5 Jahren), bestärkt den Eindruck, das hier jemand schnell das mediale Rampenlicht will und nicht an fundierten Ergebnissen interessiert ist

- die Aussagen von Zülch (der ist eigentlich Experte für Rechnungslegung, keine Ahnung was er jetzt beim Fussball macht) und Vodosek finde ich treffend, wobei es jetzt nichts neues ist, das der BVB mit den ganz großen nicht mithalten kann. Konnte der BVB auch noch nie und das hat auch niemand behauptet. Solche Annahmen resultieren eher aus dem Größenwahn von wegen einmal in einer Ausnahmesaison im Finale der CL, dann muss man es jedes mal schaffen. Das ganze spiegel jedoch nicht mal im Ansatz die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse wider. Vielmehr ist der BVB der vergleichsweise "ärmste" Verein, der in den letzten 10 Jahren das CL-Finale erreicht hat.

- Spannend sind die Aussagen von Vodosek. Hier kommen wir nämlich dem einzig wirklichen Fehler von Watzke und Co. auf die Schliche, die Spannungen im Verein nicht bereits im Sommer 2016 erkannt und gelöst zu haben.

- Die tendenziöse Darstellung, man hätte den Bossen einen Fragekatalog vorgelegt, der jedoch unbeantwortet blieb ist ein kompletter Witz. Was bilden die sich da ein, sie können in den Wald pfeifen und alle springen raus?

- Im Übrigen wurde mal schön weggelassen, dass der BVB zu den Vereinen in Europa gehört, die angesichts ihrer finanziellen Ausstattung die vergleichweise größten Erfolge eingefahren hat, stattdessen werden methodisch falsche Vergleiche (eine positive Ausreisser-Saison von Sevilla wird mit dem negativen Ausreisser vom BVB verglichen) und teilweise auch inhaltlich falsche Vergleiche (der Etat vom AS Rom liegt ziemlich genau auf einem Level mit dem des BVB +/- 5 %, deutlich niedriger ist für mich was anderes).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nic am 18.07.2018 um 08:57 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#11916
18.07.2018 - 08:55 Uhr
Zitat von GonzoFronzo
Zitat von gelbschreib

Zitat von Consi23

„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.


Frag Ex-Sportler nie zu Geld und Businessleute nie über Sport aus. Da kommt zu 99% laues Gelaber raus das sich in etwa auf dem intellektuellen Niveau dieses Forums bewegt. Wenn ich schon lese sportlicher Abstieg, dann sagt das doch alles:
- Klar ist es ein sportlicher Abstieg wenn du von Meister/Double-Sieger/Cl Halbfinalist auf CL Normalmaß zusammengestutzt wirst. Statt aber erstmal anzunehemen, dass die sportlichen größten Momente die Ausnahme waren, werden sie zur Selbstverständlichkeit erklärt die man durch fahrlässiges Handeln sich selbst versaut hat.
- Dann wird kritisiert, dass der BVB weniger aus seinem Etat holt als Sevilla oder Roma. Wir können ja mal gucken, wer von den dreien die besseren Zahlen in den letzten 5 Jahren hatte, und zwar sportlich wie finanziell. Der BVB hatte ein richtig schlechtes Jahr und ein unzufriedenstellendes seit 2011. Man ist nur einmal nicht in die CL gekommen, abgesehen von 2012/13 und letztem Jahr immer über die internationalen Gruppenphasen hinausgekommen.
- Mislintat wird pauschal als großer Fehler gewertet bzw. als großer Verlust. Schließe ich nicht aus, er hat einen guten Ruf allerdings wiessen diese Experten über dessen Arbeit auch nicht substanziell mehr als wir, weswegen das nicht als Expertenansicht gelten kann, sondern nur als Stammtischmeinung.
- Das Fünkchen Wahrheit an dem Gequake dieser sogenannten Experten ist: Natürlich muss der BVB mehr rausholen. Dafür braucht man aber weder eine Professur ind WVL noch in BWL noch einen Doktor im angewandten Quarkkuchenbacken, sondern einfach nur Samstagabend die Sportschau zu gucken und beim Klogang die Bild aufzuschlagen (kann man danach auch direkt falten und weiter unten am Körper einem besseren Zweck zuführen).
- Wir hätten uns jetzt auch von einem Kunsthistoriker Expertenmeinungen zu Trumps politikstil geben lassen könnenoder Einstein zu Wirtschaftsrecht , die wären genauso fundiert gewesen. Oder einfach matthäus fragen, der hätte das gleiche gesagt. Was ich damit sagen will: Darf lesen wer will, aber bloß, weil Profs für irgendwas gefragt werden, muss das Gesagte deswegen noch lange nicht besonders viel Autorität haben, es sei denn es seien passende Fachthemen.

Edit: Bzgl. der Eskalation des Konflikts mit Tuchel gebe ich ihnen eingeschräkt Recht. Allerdings darf man nicht vergessen wie die Machtverhältnisse in diesen Vertragssituationen aussehen. Das ist allenfalls mit denen vergleichbar die in den riesigen Konzernen und ihren Verhältnissen zu den Top-managern bestehen, denn je wichtiger und weniger austauschbar der Faktor Mensch auf einer Stelle ist, umso mehr liegt die Macht bei diesem und nicht beim Konzern. Ob Watzke intern den Konflikt besser moderieren hätte können ist eine Frage, die man stellen darf. Aber ohne weitere Interna ist es schwierig, das zu sagen, da wir nur das wissen, was an die Öffentlichkeit gedrungen ist und das ist recht vage.


Ich finde eig nur die Reaktion extrem schwach, auch von den Fans teilweise. Anstatt dass man die wirklich zutreffende Kritik annimmt und sein Verhalten ändert, kommen immer wieder die gleichen Erklärungen warum es nicht anders geht oder dass man dies an einem Jahr festmacht etc. Das stimmt noch nicht mal.

Treffend ist die Aussage, dass man einfach nicht fähig ist, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sein Verhalten grundlegend zu ändern. Kritik wird auch klein geredet. Also richtig schwaches Verhalten. Schließlich kann das was in dem etwas älteren Artikel steht jeder unterschreiben und man sieht es in dieser Transferphase wieder. Eig legt man die gesamte Hoffnung und Verantwortung auf Favre und sein eigenes schwaches Verhalten rechtfertigt man mit dem schwierigen Markt oder mit dem verrückten Markt. Kenne keinen Verein der das so oft betont, dass der Markt angeblich verrückt ist. Real cruist da ganz locker zu einem 35 Mio Courtois, Carvalho wechselt da für 20 Mio, Shaqiri für 17 oder so, aber der Markt ist ja so verrückt. Man muss einfach kontinuierlich sehr gute Arbeit leisten um zu den besten zu gehören und das hat man verpasst und will das auch nicht nachholen. Daher sollte man eig so eine Kritik annehmen und versuchen sein Transferverhalten zu ändern. Hat man auch indem man nun Durchschnittstransfers tätigt, wobei man das auch letztes Jahr schon getan hat.

Der Glanz ist weg und da hilft es auch nicht von vergangenen Erfolgen zu reden.

Ich denke, dass einige Fehler von unseren Verantwortlichen in den letzten Jahren gemacht wurden, braucht man gar nicht mehr diskutieren. Zorc und Watzke haben dies selber zugegeben und daraufhin auch einige Maßnahmen ergriffen, um zukünftig solche Fehler zu vermeiden. Hier sind vor allem die Personalien Sammer und Kehl zu nennen.

Jetzt muss sich zeigen, ob die Maßnahmen im vollem Umfang greifen. Die Ergebnisse sollten auch schnell zu sehen sein, meiner Meinung nach. Ich wüsste jedenfalls nicht, warum sich der Erfolg erst nach dieser Saison einstellen sollte. Zwar betonten unsere Verantwortlichen, dass der "Neustart" zwei Transferperioden dauern könnte, aber dabei geht es wohl eher um die Abgangsseite. Die entscheidenden Transfers auf Zugangsseite sollten auch schon diesen Sommer möglich sein, denke ich.
BVB - Transferpolitik |#11917
18.07.2018 - 08:59 Uhr
Zitat von Ersatzoffizieller
@Vintage09
Schon fast lustig, wie du Kagawa einschätzt.
Er war in unserer letzten Rückrunde sehr stark , trotz eines nicht gerade gut funktionierenden Teams.
Er ist unglaublich wendig, spielt den letzten oder vorletzten Pass und gibt immer alles.
Du bist nicht der einzige, der ihn immer verscherbeln will.
Ich kapier es nicht.
So schlecht, aber trotzdem tolle Ablöse.
Für mich lächerlich.
Der bleibt hoffentlich.


Sehe einfach Götze, Delaney, Dahoud und Gomez eher im ZM und als hängende Spitze lieber einen Reus oder Philipp. Eine tolle Ablöse wird es nicht geben falls man ihn verkaufen sollte, entspannt aber das Gehaltsgefüge.

Wie gesagt eben eine Ansichtssache, nur spielt er eben die letzten Jahre nicht wirklich eine große Rolle.

Wenn wir unsere offensichtlichen Baustellen angehen möchten muss auf der Abgabenseite halt was passieren.
Für mich ist ein giftiger 6er und Lv einfach Pflicht.
Würde versuchen Favre die bestmöglichen Alternativen auf jeglichen Positionen zu bieten und dann trau ich uns vll auch mal wieder ein Titel zu. Sollte zumindest intern bei uns das Ziel sein!
BVB - Transferpolitik |#11918
18.07.2018 - 09:59 Uhr
Zitat von UnderratedCritic
Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.

•     •     •

Chapi
Reus--------------Ricken
Sammer---Zorc
Kehl
Dedé---Kohler---Hummels---Pische
Weidenfeller
BVB - Transferpolitik |#11919
18.07.2018 - 10:07 Uhr
Zitat von Vintage09
Zitat von Ersatzoffizieller

@Vintage09
Schon fast lustig, wie du Kagawa einschätzt.
Er war in unserer letzten Rückrunde sehr stark , trotz eines nicht gerade gut funktionierenden Teams.
Er ist unglaublich wendig, spielt den letzten oder vorletzten Pass und gibt immer alles.
Du bist nicht der einzige, der ihn immer verscherbeln will.
Ich kapier es nicht.
So schlecht, aber trotzdem tolle Ablöse.
Für mich lächerlich.
Der bleibt hoffentlich.


Sehe einfach Götze, Delaney, Dahoud und Gomez eher im ZM und als hängende Spitze lieber einen Reus oder Philipp. Eine tolle Ablöse wird es nicht geben falls man ihn verkaufen sollte, entspannt aber das Gehaltsgefüge.

Wie gesagt eben eine Ansichtssache, nur spielt er eben die letzten Jahre nicht wirklich eine große Rolle.

Wenn wir unsere offensichtlichen Baustellen angehen möchten muss auf der Abgabenseite halt was passieren.
Für mich ist ein giftiger 6er und Lv einfach Pflicht.
Würde versuchen Favre die bestmöglichen Alternativen auf jeglichen Positionen zu bieten und dann trau ich uns vll auch mal wieder ein Titel zu. Sollte zumindest intern bei uns das Ziel sein!


Kagawa abzugeben ist für mich auch eine Option, da ich den Kader generell noch viel zu groß sehe und Shinji für mich kein "Unterschiedsspieler" mehr ist, auch wenn er ansprechende Leistungen hatte.

Auf einen LV hoffe ich auch noch, den giftigen 6er kann ich mir allerdings nicht mehr vorstellen, dafür ist man dort aktuell schon zu breit aufgestellt und gibt wohl zuerst den (teils) etablierten Kräften die Chance.

Zudem denke ich dass man Favre automatisch die bestmöglichen Alternativen bietet, andersrum wird dieser diese fordern. Bekommt man halt in der Regel nicht mit, was da hinter den Kulissen so abläuft und zum Schluss beruhige ich dich und aktiviere dein Kurzzeitgedächtnis: Der letzte Titel ist gerade mal 14 Monate her Zunge raus

•     •     •

"Die Einstellung ist wichtiger als die Aufstellung.“ - Sammer

"Wer gut über Leute redet, dem geht es gut"

Für ein Netz ohne Hass!
BVB - Transferpolitik |#11920
18.07.2018 - 10:12 Uhr
Zitat von Since1986
Zitat von UnderratedCritic

Es gibt in Europa kaum einen Verein, der in den letzten zehn Jahren bessere Arbeit geleistet hat, als der BVB. Daran wird sich auch nichts ändern, auch wenn solche Träumer wie du unsere Leute für die letzten Pfeifen halten.


Für die letzten 10 Jahre mag das stimmen. Nimmt davon allerdings die ersten 5 Jahre raus, die wirklich lange her sind mit ganz anderen Rahmenbedingungen, die erfolgreichste Zeit unter Klopp, dann schaut die Analyse bei weitem nicht mehr so gut aus. Diese Zeit ist zu lange her um noch groß in eine Bewertung reinzufließen meiner Meinung nach. Selbst ein 5 Jahres Zeitraum ist schon sehr sehr groß.


Vor allem hatte ich gar nicht gesagt, dass ich die Verantwortlichen für Pfeifen halte, sondern dass die Reaktion auf „berechtigte“ Kritik eben so ausfällt. Dass sie nur schlechte Arbeit leisten auch nicht. Wieder eine typische Reaktion eben... Kaum sagt man mal etwas in Richtung, das habt ihr verbockt, ist man gleich einer der alles schlecht macht. Das stört mich auch ungeheuerlich. Sorry, wenn Watzke eben nur zu 80% gut arbeitet und man ihn auf 20% hinweist, die bescheiden laufen, dann reagiert ein Kritikfähiger nicht damit, dass ja 80% super sind, sondern mit, dann ändern wir die 20% eben... und ja stimmt, die 20% laufen bescheiden. Die Aussagen und Reaktionen der BVB‘ler finde ich etwas arrogant. Denn es gibt mittlerweile mindestens 5 Clubs in Deutschland die ähnlich starke Arbeit bei deutlich weniger Basis leisten..
Und auch wie du sagst, es läuft jetzt schon länger so, dass man von Jahr zu Jahr schwächer wird mit leichten Ausschlägen nach oben.
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