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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#16551
01.09.2021 - 08:34 Uhr
Zitat von LukaszKagawa
Zitat von BVBBC

... Der Trend, wie sich das daher vor allem in den letzten Tagen und Wochen entwickelt hat, ist durchaus positiv zu bewerten in meinen Augen, trotzdem man nicht alles geschafft hat, was man hätte schaffen sollen - ...


Ich frage mich nur, warum man sich am Ende mit Leihen von Dalot und Hudson-Odoi beschäftigt hat. (Und Pongracic geliehen hat.) War das wirklich ein Erkennen von jüngeren Spielern mit Potential/Klasse und ein Identifizieren von Schwachstellen im Kader oder wurde man einfach dadurch, dass kein Geld mehr da war, dazu gezwungen? Hätte man, wenn noch Kohle da gewesen wäre, noch ein dickes, langjähriges Paket für Halstenberg geschnürt? Wird man wahrscheinlich nie erfahren. Deswegen finde ich eine Bewertung der Transferpolitik wirklich schwierig.


Die Frage ist halt, ob wir von außen so genau nachverfolgen können, ab wann diese Spieler auf der Liste standen und wer welchen Rang darauf bekleidete. Bzw. erst mal sogar nur, wer überhaupt drauf stand und weiterhin steht. Das dürfte man in Halstenbergs Fall ja allerspätestens nächsten Sommer erfahren. Ansonsten glaube ich, dass manches Gerücht eher konstruiert war. Bei Lazaro bspw. war der Benfica Wechsel schon ziemlich fix, als das Gerücht zum BVB auftauchte. Das heißt nicht, dass man nicht tatsächlich angefragt hat, aber eben auch noch lange nicht, für welchen Fall. Ich kann mir jedenfalls vorstellen, dass man so manchen BU Plan hatte, der vielleicht auch nicht gut war, aber letztendlich nicht in die Tat umgesetzt wurde. Das ist im Vergleich zu den beiden Vorjahren ja schon durchaus ein Fortschritt, zumal das, was man tatsächlich umsetzte, durchaus einem Muster folgte und jeweils eine Erklärung hat, die in sich schlüssig ist.

Kobel hat man geholt, um das Tor langfristig gut aufzustellen, mit einem Torhüter, der schon ähnliches Level nachgewiesen hat, wie die vorhandenen Alternativen, aber noch so jung ist, dass er sich noch deutlich weiterentwickeln kann.

Pongracic macht Sinn, um sich kurzfristig auf die Ausfälle abzustellen, mittelfristig, um einen Pfeil im Köcher zu haben, mit dem man einen potenziellen Zagadou Abgang abfangen kann, wobei Pongracic sogar Vorteile hat, weil er beide Stamm-IV vertreten kann - Zagadou eigentlich nur Hummels, was dessen Abgang ja auch nicht unwahrscheinlich macht - und langfristig, damit aus diesem Pfeil vielleicht sogar ein Werkzeug wird, um Hummels altersbedingt im Stamm zu ersetzen, spätestens bei Vertragsende.

Coulibaly ist im selben Kontext zu verorten, allerdings langfristiger ausgerichtet, da er aus einer schweren Verletzung zurückkehrt und keine Profierfahrung hat.

Kamara ist ein potenzieller Witsel Nachfolger, dessen Vertrag bislang nicht auf der To-do-Liste zu stehen scheint, um verlängert zu werden. Auch das sollte transferpolitisch nicht unterschätzt werden, da es, vor allem dann, wenn es klappt, ein sinnvolles Modell ist, um den Etat im Niveau anzupassen und mittel- bis langfristig wieder Flexiblität reinzubekommen. Man profitiert dann zwar noch nicht heute, morgen dafür aber vielleicht umso mehr.

Malen macht systematisch insofern Sinn, da Rose auf die Raute steht und dafür einen zweiten, spielstärkeren Stürmer benötigt, der neben Haland kann und ein echter Sancho Nachfolger schwer machbar war. Man stellte sich mal vor, CHO wäre die einzig sportlich vernünftige Option dafür gewesen und wäre nun bei Chelsea geblieben, obwohl man ihn nicht nur leihen wollte, sondern direkt verpflichten. Viel mehr Optionen auf einen echten Sancho Nachfolger, der ohne lange Anlaufzeit auszukommen verspricht, hätte ich auf dem Markt nicht gesehen - auch wenn ich den nach Leverkusen gewechselten Adli spannend gefunden hätte, an dem man angeblich aber auch dran war. Also macht Malen Sinn, trotzdem man nicht alle Skills von Sancho mit ihm abbilden kann, weil er grundsätzlich einen guten Teamfit und Trainerfit mitbringt. Das System gibt zudem auch Moukoko meines Erachtens mehr Chancen auf Entwicklungszeit. Langfristig erhöht man so zudem die Chance, dass man den Haland Nachfolger bereits intern hat und das Geld dann in andere Positionen stecken kann, die jetzt auf der Strecke blieben, für die es aber eben auch nicht die Topspieler gab, für das Budget, das man offensichtlich hatte.

Und auch das ist dann eben ein Punkt: statt irgendetwas zu machen, wurde lieber nichts gemacht. Klingt schlecht, ist aber in meinen Augen das Gegenteil, gerade bei einem so aufgeblähten Kader, der wieder gesunden soll. Je mehr Fehler man mit Fehlern korrigiert, desto schwieriger wird es diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Man hat in meinen Augen diesen Sommer jedoch keinen Fehler gemacht und kann daher weiterhin daran ansetzen alte Fehler zu begradigen, die sich einfacher beheben lassen, je kürzer die Vertragslaufzeit.
BVB - Transferpolitik |#16552
01.09.2021 - 08:43 Uhr
Zitat von Allusion09
Ich finde die Transferperiode ebenfalls recht ernüchternd.

Kobel und Malen halte ich für gute Transfers, die man für einen angemessenen Preis realisieren konnte. Dass man Spieler wie Wolf, Bürki oder Schulz nicht abgegeben hat, war weniger ein Fehler dieser Transferperiode als einer vorangegangener (Stichwort: Vertragsverlängerungen und hohes Gehalt).

Was ich nicht nachvollziehen kann ist insbesondere wie es sein kann, dass wir uns in einer solch entscheidenden Phase ein Transferplus von fast 63 Mio Euro leisten, während nahezu alle anderen Buli-Klubs eine ausgeglichene Bilanz haben oder gar netto investierten, obwohl diese im letzten Jahr teils deutlich schlechter abgeschnitten haben als wir (keine Cl-Einnahmen, frühes Ausscheiden im Pokal etc.).
Die einzige Begründung die mir dazu einfällt, ist dass man hofft in der Winterperiode wie zuletzt nochmal 1-2 Kracher an Land ziehen zu können. Auf der einen Seite geht man damit natürlich das Risiko ein mit einem suboptimalen Kader die Hinrunde zu spielen, andererseits hat man dann bessere Erkenntnisse (insbesondere bzgl. des Rose Systems), um noch etwaige Transfers zu tätigen.

Insgesamt sehe ich in dieser Periode sehr viel verschenktes Potential. Wir waren dabei uns endgültig von Mannschaften wie Leverkusen oder Wolfsburg zu distanzieren. Aktuell sehe ich die Gefahr, dass der Vorsprung wieder kleiner wird, trotz der erwähnten wirtschaftlichen Vorteile.


Wenn gesagt wird man kann nur neue Spieler holen wenn dafür welche gehen, wie kommt man auf die Idee das Im Winter noch 1-2 Kracher kommen? Vor allem wenn man liest das der Verein knapp 73 Millionen Verluste macht? Man hat halt die Jahre davor gehaltstechnisch wohl am Limit gearbeitet was sich jetzt durch Corona rächt.
BVB - Transferpolitik |#16553
01.09.2021 - 08:54 Uhr
Zitat von c4im321
Zitat von Allusion09

Ich finde die Transferperiode ebenfalls recht ernüchternd.

Kobel und Malen halte ich für gute Transfers, die man für einen angemessenen Preis realisieren konnte. Dass man Spieler wie Wolf, Bürki oder Schulz nicht abgegeben hat, war weniger ein Fehler dieser Transferperiode als einer vorangegangener (Stichwort: Vertragsverlängerungen und hohes Gehalt).

Was ich nicht nachvollziehen kann ist insbesondere wie es sein kann, dass wir uns in einer solch entscheidenden Phase ein Transferplus von fast 63 Mio Euro leisten, während nahezu alle anderen Buli-Klubs eine ausgeglichene Bilanz haben oder gar netto investierten, obwohl diese im letzten Jahr teils deutlich schlechter abgeschnitten haben als wir (keine Cl-Einnahmen, frühes Ausscheiden im Pokal etc.).
Die einzige Begründung die mir dazu einfällt, ist dass man hofft in der Winterperiode wie zuletzt nochmal 1-2 Kracher an Land ziehen zu können. Auf der einen Seite geht man damit natürlich das Risiko ein mit einem suboptimalen Kader die Hinrunde zu spielen, andererseits hat man dann bessere Erkenntnisse (insbesondere bzgl. des Rose Systems), um noch etwaige Transfers zu tätigen.

Insgesamt sehe ich in dieser Periode sehr viel verschenktes Potential. Wir waren dabei uns endgültig von Mannschaften wie Leverkusen oder Wolfsburg zu distanzieren. Aktuell sehe ich die Gefahr, dass der Vorsprung wieder kleiner wird, trotz der erwähnten wirtschaftlichen Vorteile.


Wenn gesagt wird man kann nur neue Spieler holen wenn dafür welche gehen, wie kommt man auf die Idee das Im Winter noch 1-2 Kracher kommen? Vor allem wenn man liest das der Verein knapp 73 Millionen Verluste macht? Man hat halt die Jahre davor gehaltstechnisch wohl am Limit gearbeitet was sich jetzt durch Corona rächt.


Zumal doch von Sancho ohnehin "nur" 58-59 Mio hängen bleiben oder? Da fehlen dann ja rund 25 Mio von den genannten 63, dazu kommen noch 5 Mio für Rose, was dann letztlich ganz grob 33 Mio übrig lässt. Gehe mal davon aus, dass Malen und Kobel auch nochmal Handgelder kassiert haben. Wenn am Schluss 30 Mio übrig sind und man die genannten verluste (das zweite Jahr in Folge) gegenüber stellt, wundert es mich nicht, dass man niemanden mehr geholt hat.

Bis auf die bekannten Big Player mit dem Geldautomaten im Rücken gibt doch keiner wirklich extrem viel aus.

Und die Bankdrücker: Die wird derzeit auch kaum jemand los, es sei denn extrem unter Wert, aber warum sollten Spieler denn hergehen und sagen, sie verdienen jetzt freiwillig nur noch die Hälfte. Wundert mich auch überhaupt nicht, siehe Sarr und Cuisance bei Bayern. Wären auch froh, wenn die weg wären, aber gerade Sarr wäre ja schön blöd Zwinkernd
BVB - Transferpolitik |#16554
01.09.2021 - 09:11 Uhr
Zitat von usernick
Was ich nicht nachvollziehen kann ist insbesondere wie es sein kann, dass wir uns in einer solch entscheidenden Phase ein Transferplus von fast 63 Mio Euro leisten, während nahezu alle anderen Buli-Klubs eine ausgeglichene Bilanz haben oder gar netto investierten, obwohl diese im letzten Jahr teils deutlich schlechter abgeschnitten haben als wir (keine Cl-Einnahmen, frühes Ausscheiden im Pokal etc.).



Welcher Verein auf unserem Level hat den wirklich netto investiert?

Bayern
Wolfsburg
Leverkusen
Gladbach

Bayern hat viel investrieren können, aber das auch nur aufgrund der finanziellen Überlegenheit sowie der Tatsache, dass man vermutlich mit Martinez Alaba und Boateng alleine 30 Mio an Gehaltsbudget frei hatte.

Wolfsburg hat gerade komplett unerwartet die CL erreicht und damit vermutlich als einer der wenigen Vereine in der BL ein besseres Ergebnis erreicht wirtschaftlich als vorher erwartet. Zumal Wolfsburg weniger stark von den Fan-Einnahmen (Gemeint: Stadion und Merchandising) lebt.

Leverkusen hat etwa 10 Mio investiert, nachdem man im Vorjahr ein Plus von 80 Mio hatte, das dort ein bisschen Bewegungsfreiheit war sollte offensichtlich sein, zumal der CL Sieg ein paar Boni Zahlungen verursacht haben dürfte aus London.

Gladbach hat zwar netto investiert, wird dafür aber wohl nächstes Jahr 3 Leistungsträger ablösefrei verleiren, weil man anscheinend aus finanziellen Gründen die Verträge nicht verlängert bekommt. Da mag nun jeder hier selbst sagen was lieber gewesen wäre.

•     •     •

PRO: BVB, ManUtd

Gegen Pyro und Gewalt im Fußball!

Alles Gute, Toni, Florian, Shinji und Lucas, danke für eine tolle Zeit!
BVB - Transferpolitik |#16555
01.09.2021 - 09:42 Uhr
Zitat von RESOPO123
Zitat von usernick

Was ich nicht nachvollziehen kann ist insbesondere wie es sein kann, dass wir uns in einer solch entscheidenden Phase ein Transferplus von fast 63 Mio Euro leisten, während nahezu alle anderen Buli-Klubs eine ausgeglichene Bilanz haben oder gar netto investierten, obwohl diese im letzten Jahr teils deutlich schlechter abgeschnitten haben als wir (keine Cl-Einnahmen, frühes Ausscheiden im Pokal etc.).



Welcher Verein auf unserem Level hat den wirklich netto investiert?

Bayern
Wolfsburg
Leverkusen
Gladbach

Bayern hat viel investrieren können, aber das auch nur aufgrund der finanziellen Überlegenheit sowie der Tatsache, dass man vermutlich mit Martinez Alaba und Boateng alleine 30 Mio an Gehaltsbudget frei hatte.



Die Bayern haben auch eine andere Kostenstruktur im Etat, als der BVB, die ihnen bei Transfers mehr Freiräume erlaubt. 19/20 hatten die Bayern einen Personalaufwand von 314,8 Mio., bei einem Umsatz von 698 Mio., während der BVB 203,5 Mio. für das Personal aufwenden musste und lediglich 494 Mio. einnahm, bei fast doppelt so hohen Transfereinnahmen. Transferbereinigt waren es somit 634,1 Mio. Umsatz bei den Bayern und 370,2 Mio. beim BVB. Die Bayern hatten, gemessen am transferberinigten Umsatz, also eine Personalkostenquote von 49,6%, während der BVB überproportional viel Geld in Gehälter steckt, bei 55% Personalkostenquote. Würde man die Personalkostenquote der Bayern auf den BVB übertragen, hätte man rund 20 Mio. mehr verfügbar, unabhängig von Transferumsätzen, die jedes Jahr in Transfers fließen könnten. Legt man die 55% Personalkostenquote auf den transferbereinigten Umsatz der Bayern um, so hätten sie 34 Mio. weniger verfügbar. Oder anders: die Bayern können jedes Jahr problemlos 34 Mio. mehr in Transfers und damit verbundene Kosten investieren, als der BVB, weil deren Gehaltsstruktur besser zum Umsatz passt, wodurch der laufende Betrieb Möglichkeiten schafft, die der BVB schon länger nicht mehr hat.

Erklärungen, warum der BVB so hohe Gehälter zahlt, darf sich jeder selbst geben ...



Wolfsburg hat gerade komplett unerwartet die CL erreicht und damit vermutlich als einer der wenigen Vereine in der BL ein besseres Ergebnis erreicht wirtschaftlich als vorher erwartet. Zumal Wolfsburg weniger stark von den Fan-Einnahmen (Gemeint: Stadion und Merchandising) lebt.

Leverkusen hat etwa 10 Mio investiert, nachdem man im Vorjahr ein Plus von 80 Mio hatte, das dort ein bisschen Bewegungsfreiheit war sollte offensichtlich sein, zumal der CL Sieg ein paar Boni Zahlungen verursacht haben dürfte aus London.

Gladbach hat zwar netto investiert, wird dafür aber wohl nächstes Jahr 3 Leistungsträger ablösefrei verleiren, weil man anscheinend aus finanziellen Gründen die Verträge nicht verlängert bekommt. Da mag nun jeder hier selbst sagen was lieber gewesen wäre.


Gladbach ist scheinbar sogar in Vorleistung gegangen und hat die Transfers getätigt, mit der Absicht den ein oder anderen Spieler zu verkaufen, der nicht verkauft wurde. Entsprechend wird das Geld für diese Transfers selbst dann noch nicht da sein, wenn die Leistungsträger nächstes Jahr ablösefrei gehen. Vielleicht hatte Gladbach noch etwas auf der hohen Kante oder qualifiziert sich für die CL, um das auszugleichen, aber falls nicht, wird der Sparzwang sich durchaus in den nächsten Transferphasen zeigen.
BVB - Transferpolitik |#16556
01.09.2021 - 09:42 Uhr
Ich bin mal gespannt ob diese Transferpolitik uns in dieser Saison nicht doch noch auf die Füße fallen wird. Kein richtiger Flügelspieler ?! Die Gegner werden sich viel einfacher auf uns einstellen können indem sie hinten dicht machen und Haaland versuchen aus dem Spiel zu nehmen. Den die Raute die Rose spielen lässt... ist eine eindeutige Spielweise. Und zwar durch die Mitte!
BVB - Transferpolitik |#16557
01.09.2021 - 09:50 Uhr
Zitat von RESOPO123
Zitat von usernick

Was ich nicht nachvollziehen kann ist insbesondere wie es sein kann, dass wir uns in einer solch entscheidenden Phase ein Transferplus von fast 63 Mio Euro leisten, während nahezu alle anderen Buli-Klubs eine ausgeglichene Bilanz haben oder gar netto investierten, obwohl diese im letzten Jahr teils deutlich schlechter abgeschnitten haben als wir (keine Cl-Einnahmen, frühes Ausscheiden im Pokal etc.).



Welcher Verein auf unserem Level hat den wirklich netto investiert?

Bayern
Wolfsburg
Leverkusen
Gladbach

Bayern hat viel investrieren können, aber das auch nur aufgrund der finanziellen Überlegenheit sowie der Tatsache, dass man vermutlich mit Martinez Alaba und Boateng alleine 30 Mio an Gehaltsbudget frei hatte.

Wolfsburg hat gerade komplett unerwartet die CL erreicht und damit vermutlich als einer der wenigen Vereine in der BL ein besseres Ergebnis erreicht wirtschaftlich als vorher erwartet. Zumal Wolfsburg weniger stark von den Fan-Einnahmen (Gemeint: Stadion und Merchandising) lebt.

Leverkusen hat etwa 10 Mio investiert, nachdem man im Vorjahr ein Plus von 80 Mio hatte, das dort ein bisschen Bewegungsfreiheit war sollte offensichtlich sein, zumal der CL Sieg ein paar Boni Zahlungen verursacht haben dürfte aus London.

Gladbach hat zwar netto investiert, wird dafür aber wohl nächstes Jahr 3 Leistungsträger ablösefrei verleiren, weil man anscheinend aus finanziellen Gründen die Verträge nicht verlängert bekommt. Da mag nun jeder hier selbst sagen was lieber gewesen wäre.

Bayern spart dadurch sogar fast 40mio an Gehalt ein und ist ohnehin der reichste Verein der Welt.
Bayer hat gerade mal ein Minus von 10mio. Außerdem haben deren Einnahmen unter Corona nicht so sehr gelitten, da die ohnehin nicht so viele Zuschauer haben. Außerdem hatten sie in der Vorsaison über 40mio Transferplus durch den Havertz-Abgang und mit den Benders sind auch 2 Topverdiener von der Gehaltsliste und Bailey, Dragovic, Wendell und Jedvaj entlasten den Mannschaftsetat auch wohl deutlich, während wir weden Wolf, Bürki oder Schulz losbekommen konnten die alleine 16mio an Gehalt verschlingen.
Wolfsburg bekommt sein Geld von VW und ist auch durch Corona wie schon erwähnt nicht so sehr gebeutelt worden wie zB wir.
Obendrein hatten wir im Vorjahr durch die Transfers von Can und Bellingham ein Minus von 48mio zusätzlich zu Corona. Außerdem wird man wohl noch Geld benötigen um die Verträge von Akanji & Co. verlängern zu können.
Das wichtigste wird aber sein, dass man nicht benötigte Spieler wie Wolf und vorallem Bürki von der Gehaltsliste bekommt und in Zukunft bei den Gehältern wieder nen Gang zurückschaltet um so etwas zu vermeiden.

•     •     •

BVB 26/27:
Kobel - Gadou, Anton, Schlotterbeck - Ryerson, Nmecha, Bellingham, Svensson - Karetsas, Sancho - Guirassy
Bank: Drewes,Meyer,Anselmino,Reggiani,Prates,Can,Ryerson,Chukwuemeka,Kessie,Gittens,Lerma,Inacio,Beier,Silva

Zugänge: Sancho,Anselmino(Leihe),F. Kessie,Baum,Gittens(Leihe)
Abgänge: Mané(Leihe),Bensebaini,Sabitzer,Couto
BVB - Transferpolitik |#16558
01.09.2021 - 09:50 Uhr
Zitat von Kellendil-2019
Zitat von c4im321

Zitat von Allusion09

Ich finde die Transferperiode ebenfalls recht ernüchternd.

Kobel und Malen halte ich für gute Transfers, die man für einen angemessenen Preis realisieren konnte. Dass man Spieler wie Wolf, Bürki oder Schulz nicht abgegeben hat, war weniger ein Fehler dieser Transferperiode als einer vorangegangener (Stichwort: Vertragsverlängerungen und hohes Gehalt).

Was ich nicht nachvollziehen kann ist insbesondere wie es sein kann, dass wir uns in einer solch entscheidenden Phase ein Transferplus von fast 63 Mio Euro leisten, während nahezu alle anderen Buli-Klubs eine ausgeglichene Bilanz haben oder gar netto investierten, obwohl diese im letzten Jahr teils deutlich schlechter abgeschnitten haben als wir (keine Cl-Einnahmen, frühes Ausscheiden im Pokal etc.).
Die einzige Begründung die mir dazu einfällt, ist dass man hofft in der Winterperiode wie zuletzt nochmal 1-2 Kracher an Land ziehen zu können. Auf der einen Seite geht man damit natürlich das Risiko ein mit einem suboptimalen Kader die Hinrunde zu spielen, andererseits hat man dann bessere Erkenntnisse (insbesondere bzgl. des Rose Systems), um noch etwaige Transfers zu tätigen.

Insgesamt sehe ich in dieser Periode sehr viel verschenktes Potential. Wir waren dabei uns endgültig von Mannschaften wie Leverkusen oder Wolfsburg zu distanzieren. Aktuell sehe ich die Gefahr, dass der Vorsprung wieder kleiner wird, trotz der erwähnten wirtschaftlichen Vorteile.


Wenn gesagt wird man kann nur neue Spieler holen wenn dafür welche gehen, wie kommt man auf die Idee das Im Winter noch 1-2 Kracher kommen? Vor allem wenn man liest das der Verein knapp 73 Millionen Verluste macht? Man hat halt die Jahre davor gehaltstechnisch wohl am Limit gearbeitet was sich jetzt durch Corona rächt.


Zumal doch von Sancho ohnehin "nur" 58-59 Mio hängen bleiben oder? Da fehlen dann ja rund 25 Mio von den genannten 63, dazu kommen noch 5 Mio für Rose, was dann letztlich ganz grob 33 Mio übrig lässt. Gehe mal davon aus, dass Malen und Kobel auch nochmal Handgelder kassiert haben. Wenn am Schluss 30 Mio übrig sind und man die genannten verluste (das zweite Jahr in Folge) gegenüber stellt, wundert es mich nicht, dass man niemanden mehr geholt hat.

Bis auf die bekannten Big Player mit dem Geldautomaten im Rücken gibt doch keiner wirklich extrem viel aus.

Und die Bankdrücker: Die wird derzeit auch kaum jemand los, es sei denn extrem unter Wert, aber warum sollten Spieler denn hergehen und sagen, sie verdienen jetzt freiwillig nur noch die Hälfte. Wundert mich auch überhaupt nicht, siehe Sarr und Cuisance bei Bayern. Wären auch froh, wenn die weg wären, aber gerade Sarr wäre ja schön blöd Zwinkernd


In Deiner Auflistung hast Du die Beratergebühren vergessen, die bei uns in letzter Zeit sehr hoch waren.
Mit dem Kader und dem Trainer muss man schlicht die CL Quali erwarten.
Was uns an Zuschauereinnahmen und Merchandising weggebrochen ist, ist horrend.
Von daher ist das alles so schon korrekt.
Jetzt liegt es an der Politik Geimpften, wie versprochen, kompletten Zugang zu Stadien und anderen Einrichtungen zu gewähren.
Genesene und Getestete nicht zu vergessen.
Ist das Stadion voll, wie jede Eckkneipe, sieht es finanziell auch wieder anders aus.
Kann halt nicht sein, daß Freiburg das Halbe Stadion füllen darf und wir nur ein Viertel.
BVB - Transferpolitik |#16559
01.09.2021 - 09:50 Uhr
Zitat von Kellendil-2019
Zitat von c4im321

Zitat von Allusion09

Ich finde die Transferperiode ebenfalls recht ernüchternd.

Kobel und Malen halte ich für gute Transfers, die man für einen angemessenen Preis realisieren konnte. Dass man Spieler wie Wolf, Bürki oder Schulz nicht abgegeben hat, war weniger ein Fehler dieser Transferperiode als einer vorangegangener (Stichwort: Vertragsverlängerungen und hohes Gehalt).

Was ich nicht nachvollziehen kann ist insbesondere wie es sein kann, dass wir uns in einer solch entscheidenden Phase ein Transferplus von fast 63 Mio Euro leisten, während nahezu alle anderen Buli-Klubs eine ausgeglichene Bilanz haben oder gar netto investierten, obwohl diese im letzten Jahr teils deutlich schlechter abgeschnitten haben als wir (keine Cl-Einnahmen, frühes Ausscheiden im Pokal etc.).
Die einzige Begründung die mir dazu einfällt, ist dass man hofft in der Winterperiode wie zuletzt nochmal 1-2 Kracher an Land ziehen zu können. Auf der einen Seite geht man damit natürlich das Risiko ein mit einem suboptimalen Kader die Hinrunde zu spielen, andererseits hat man dann bessere Erkenntnisse (insbesondere bzgl. des Rose Systems), um noch etwaige Transfers zu tätigen.

Insgesamt sehe ich in dieser Periode sehr viel verschenktes Potential. Wir waren dabei uns endgültig von Mannschaften wie Leverkusen oder Wolfsburg zu distanzieren. Aktuell sehe ich die Gefahr, dass der Vorsprung wieder kleiner wird, trotz der erwähnten wirtschaftlichen Vorteile.


Wenn gesagt wird man kann nur neue Spieler holen wenn dafür welche gehen, wie kommt man auf die Idee das Im Winter noch 1-2 Kracher kommen? Vor allem wenn man liest das der Verein knapp 73 Millionen Verluste macht? Man hat halt die Jahre davor gehaltstechnisch wohl am Limit gearbeitet was sich jetzt durch Corona rächt.


Zumal doch von Sancho ohnehin "nur" 58-59 Mio hängen bleiben oder? Da fehlen dann ja rund 25 Mio von den genannten 63, dazu kommen noch 5 Mio für Rose, was dann letztlich ganz grob 33 Mio übrig lässt. Gehe mal davon aus, dass Malen und Kobel auch nochmal Handgelder kassiert haben. Wenn am Schluss 30 Mio übrig sind und man die genannten verluste (das zweite Jahr in Folge) gegenüber stellt, wundert es mich nicht, dass man niemanden mehr geholt hat.

Bis auf die bekannten Big Player mit dem Geldautomaten im Rücken gibt doch keiner wirklich extrem viel aus.

Und die Bankdrücker: Die wird derzeit auch kaum jemand los, es sei denn extrem unter Wert, aber warum sollten Spieler denn hergehen und sagen, sie verdienen jetzt freiwillig nur noch die Hälfte. Wundert mich auch überhaupt nicht, siehe Sarr und Cuisance bei Bayern. Wären auch froh, wenn die weg wären, aber gerade Sarr wäre ja schön blöd Zwinkernd


In Deiner Auflistung hast Du die Beratergebühren vergessen, die bei uns in letzter Zeit sehr hoch waren.
Mit dem Kader und dem Trainer muss man schlicht die CL Quali erwarten.
Was uns an Zuschauereinnahmen und Merchandising weggebrochen ist, ist horrend.
Von daher ist das alles so schon korrekt.
Jetzt liegt es an der Politik Geimpften, wie versprochen, kompletten Zugang zu Stadien und anderen Einrichtungen zu gewähren.
Genesene und Getestete nicht zu vergessen.
Ist das Stadion voll, wie jede Eckkneipe, sieht es finanziell auch wieder anders aus.
Kann halt nicht sein, daß Freiburg das Halbe Stadion füllen darf und wir nur ein Viertel.
BVB - Transferpolitik |#16560
01.09.2021 - 09:53 Uhr
Zitat von Borussia43ver

Ich bin mal gespannt ob diese Transferpolitik uns in dieser Saison nicht doch noch auf die Füße fallen wird. Kein richtiger Flügelspieler ?! Die Gegner werden sich viel einfacher auf uns einstellen können indem sie hinten dicht machen und Haaland versuchen aus dem Spiel zu nehmen. Den die Raute die Rose spielen lässt... ist eine eindeutige Spielweise. Und zwar durch die Mitte!


Ich bin auch etwas enttäuscht muss ich sagen. Man wusste ja nicht seit gestern, dass Sancho wechseln wird. Zudem hätte man sich auch noch um einen RV oder LV bemühen können. Nun hat man in dieser Transferperiode geschafft diese Liste zu verpflichten:

Kobel
Pongracic
Kamara
Coulibaly
Malen

Natürlich ist das auch jede Menge Talent und Pongracic war wohl auch ein Wunsch-Transfer vom Trainer, allerdings sieht das irgendwie mau aus. Es mangelt an Ideen interessante Spieler zu verpflichten. Dabei zeigen Frankfurt mit Hauge, Leverkusen mit Adli oder Hoffenheim mit Raum wie es geht. Hier hat man viel Potenzial für wenig Geld verpflichtet. Bis auf Malen sind es nun alles Defensivspieler geworden. Eins, zwei Flügelspieler mehr im Kader wären schön gewesen, obwohl man Knauff ja auch nicht völlig vergessen darf.

•     •     •

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borussia_Deluxe am 01.09.2021 um 09:58 Uhr bearbeitet
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