BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
04.08.2019 - 10:19 Uhr
Zitat von emes10
Wir haben echt nen bockstarken Kader. Erst die technisch starken Spieler gebracht, am Ende kamen die laufstarken Maschinen mit Wolf, Larsen, Hakimi und Schulz von Anfang an!
Gute Mischung und tolle Arbeit von Susi und Co.
Wir haben echt nen bockstarken Kader. Erst die technisch starken Spieler gebracht, am Ende kamen die laufstarken Maschinen mit Wolf, Larsen, Hakimi und Schulz von Anfang an!
Gute Mischung und tolle Arbeit von Susi und Co.Stimmt, der Kader erscheint sehr ausgewogen zusammen gestellt. Vor allem hat man sich an den AV Positionen endlich verstärkt. Nichtsdestotrotz würde ich gerne noch Neuzugänge hier sehen, z. B. einen Backup für Alcacer (allein schon wegen seiner Verletzungsanfälligkeit). Samassekou würde mir auch gefallen, vielleicht dafür Delaney oder Dahoud abgeben.
04.08.2019 - 12:27 Uhr
Kann die nächsten Tage richtig interessant werden, da ja jetzt auch die letzte Woche bei den Engländern anbricht.
Der Kader ist mittlerweile echt ein Brett und dann haben wir noch soviel Talente hintendran die man jetzt schon gefühlt mehr sehen will
Ich hab z.B. ein ungutes Gefühl bei Zaga sollte jetzt ein englischer Verein z.B. Arsenal oder Leicester um die Ecke kommen und 40 Mio bieten. Wie würde hier drauf reagiert werden?
Hoffe natürlich er bleibt und spielt mehr und mehr eine große Rolle bei uns.
Aber in unserem Kader tummeln noch einige Spieler wo es interessant werden könnte, wenn richtig Geld geboten würde...
Der Kader ist mittlerweile echt ein Brett und dann haben wir noch soviel Talente hintendran die man jetzt schon gefühlt mehr sehen will
Ich hab z.B. ein ungutes Gefühl bei Zaga sollte jetzt ein englischer Verein z.B. Arsenal oder Leicester um die Ecke kommen und 40 Mio bieten. Wie würde hier drauf reagiert werden?
Hoffe natürlich er bleibt und spielt mehr und mehr eine große Rolle bei uns.
Aber in unserem Kader tummeln noch einige Spieler wo es interessant werden könnte, wenn richtig Geld geboten würde...
04.08.2019 - 13:03 Uhr
Zitat von miniknallerbse
Stimmt, der Kader erscheint sehr ausgewogen zusammen gestellt. Vor allem hat man sich an den AV Positionen endlich verstärkt. Nichtsdestotrotz würde ich gerne noch Neuzugänge hier sehen, z. B. einen Backup für Alcacer (allein schon wegen seiner Verletzungsanfälligkeit). Samassekou würde mir auch gefallen, vielleicht dafür Delaney oder Dahoud abgeben.
Zitat von emes10
Wir haben echt nen bockstarken Kader. Erst die technisch starken Spieler gebracht, am Ende kamen die laufstarken Maschinen mit Wolf, Larsen, Hakimi und Schulz von Anfang an!
Gute Mischung und tolle Arbeit von Susi und Co.
Wir haben echt nen bockstarken Kader. Erst die technisch starken Spieler gebracht, am Ende kamen die laufstarken Maschinen mit Wolf, Larsen, Hakimi und Schulz von Anfang an!
Gute Mischung und tolle Arbeit von Susi und Co.Stimmt, der Kader erscheint sehr ausgewogen zusammen gestellt. Vor allem hat man sich an den AV Positionen endlich verstärkt. Nichtsdestotrotz würde ich gerne noch Neuzugänge hier sehen, z. B. einen Backup für Alcacer (allein schon wegen seiner Verletzungsanfälligkeit). Samassekou würde mir auch gefallen, vielleicht dafür Delaney oder Dahoud abgeben.
Im DM/ZM kann es dieses oder nächstes Jahr nur einen Abgang geben: und zwar Dahoud. Er pendelt zu sehr zwischen Genie und Wahnsinn und hat bis heute keinerlei Konstanz in sein Spiel gekriegt. Dahoud durch einen Spielertypen der Kategorie Gündogan/Thiago ersetzen und man hätte den Kader nochmals immens aufgewertet. Klar, könnte teuer werden, betrachte ich aber als notwendig, weil genau da noch Qualität fehlt.
Witsel, Weigl, Delaney und Gündogan — DAS wäre ein Träumchen. Da ist alles dabei: Robustheit, Aggressivität, das Läuferische, Dynamik, Pressing-Resistenz und Spielwitz. Und dahinter wird in aller Ruhe ein Bursche namens Raschl aufgebaut, der dann reinrutscht, wenn z.B. Delaney doch noch nach England will.
Weigl würde ich definitiv halten wollen, weil ich ihn zukünftig da sehe, wo Witsel gerade ist.
07.08.2019 - 09:45 Uhr
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Die Szenarien lassen sich meines Erachtens auch für Guerreiro und Toprak so ähnlich aufbauen, wobei ich in der sportlichen Bewertung dann doch nochmal bei Guerreiro einen höheren Wert für mich feststelle. Trotzdem sehe ich den Kader so aufgestellt, dass diese 3 Spieler zusammen ein Budget von mindestens 120 Mio. in den nächsten 5 Jahren freisetzen würden, wenn man sie jetzt verkauft, ohne sie direkt ersetzen zu müssen (wobei ich bei Toprak noch nicht einmal von einer Verlängerung ausgehe). Mal zum Vergleich: davon finanziert man im selben Zeitraum Witsel und Reus zusammen. Verlängert man nicht, sondern lässt die Verträge auslaufen, weil die Spieler weder verlängern noch gehen wollen, reicht es nur für Reus. Wobei Wiederverkaufswerte noch gar nicht eingerechnet sind. Bezieht man diese auch noch mit ein, dann kommen früher oder später bei Piszczek, Reus, Witsel und Co. ebenfalls noch Kosten hinzu, da deren Qualität nicht mehr so einfach gegenfinanzierbar ist, indem solche Spieler beim Rest der Liga fast nirgendwo mehr spielen und entsprechend teuer sind. Genau für solche Spieler muss also das Geld generiert werden. Für die Leistungsspitze und dabei hilft nur das 1. Szenario, selbst wenn es dabei Entscheidungen geben kann, die weh tun, wenn 3. eigentlich kein realistisches Optimalszenario bietet, angesichts der Konkurrenz im Kader. Das gibt es für mich, bei den genannten 3, nur für Guerreiro noch und selbst da müsste man schauen, ob man mit dem Geld nicht vernünftigere Sachen machen könnte, wenn man ihn heute verkauft. Den entsprechenden Druck hat man sich nunmal durch den Hazard Transfer auferlegt, der für gewisse Redundanzen sorgt - interessanterweise auch bei Götze ...
Wobei ich da auch noch mehr Spieler reinzählen würde, da der Kader nunmal unnötig breit besetzt ist, sodass Kosten (mehr oder weniger) am Ende der Bank versickern, die man idealtypisch eher für die Spitze aufwenden würde. Dementsprechend ist das eigentliche Problem nicht unbedingt, dass man mal einen Götze ablösefrei ziehen lässt, sondern hier schon direkt einige Fälle in der Pipeline sind, nachdem man seit 2016 schon ordentlich Geld mit anderen Spielern kaputt gemacht hat, die teils unnötig waren oder teils unnötig lange gehalten wurden, sodass sich der Negativtrend in der Marktwertentwicklung manifestiert hat. Der Kader ist nach wie vor eben groß und daher muss es in meinen Augen auch die ein oder andere Risikoentscheidung geben, um die Bereinigung fortzusetzen.
Ich denke jedenfalls, dass der Kader qualitativ im Moment etwas überschätzt wird, insbesondere bezüglich Homogenität, da es an einigen Stellen eine deutliche Überbesetzung mit Qualität - und dadurch auch extreme Bindung von Budget - gibt, während es an anderen Stellen durchaus Probleme gibt. Einnahmen können diese Probleme durchaus reduzieren, wobei die Transferperiode jetzt auch schon so fortgeschritten ist, dass die Integration nicht mehr ganz so einfach ist und die rein finanziell einfache Entscheidung sportlich schon nicht mehr ganz so einfach ist. Denn auch wenn es theoretisch möglich ist durch Verkäufe, statt ablösefreien Abgängen, 2 - statt 1 - Spieler für die Spitze zu finanzieren, so ist die Wahrscheinlichkeit diese jetzt noch auf dem Markt zu finden nicht sonderlich hoch. Trotzdem halte ich Verstärkungen für möglich, weswegen das die erste Option sein muss, die auch entsprechend den Spielern vermittelt werden muss, die sich weder zu einem Abgang noch zu einer Verlängerung entscheiden können. Etwas euphemistisch ausgedrückt: es geht darum eine Entscheidungshilfe zu bieten ...
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Die Szenarien lassen sich meines Erachtens auch für Guerreiro und Toprak so ähnlich aufbauen, wobei ich in der sportlichen Bewertung dann doch nochmal bei Guerreiro einen höheren Wert für mich feststelle. Trotzdem sehe ich den Kader so aufgestellt, dass diese 3 Spieler zusammen ein Budget von mindestens 120 Mio. in den nächsten 5 Jahren freisetzen würden, wenn man sie jetzt verkauft, ohne sie direkt ersetzen zu müssen (wobei ich bei Toprak noch nicht einmal von einer Verlängerung ausgehe). Mal zum Vergleich: davon finanziert man im selben Zeitraum Witsel und Reus zusammen. Verlängert man nicht, sondern lässt die Verträge auslaufen, weil die Spieler weder verlängern noch gehen wollen, reicht es nur für Reus. Wobei Wiederverkaufswerte noch gar nicht eingerechnet sind. Bezieht man diese auch noch mit ein, dann kommen früher oder später bei Piszczek, Reus, Witsel und Co. ebenfalls noch Kosten hinzu, da deren Qualität nicht mehr so einfach gegenfinanzierbar ist, indem solche Spieler beim Rest der Liga fast nirgendwo mehr spielen und entsprechend teuer sind. Genau für solche Spieler muss also das Geld generiert werden. Für die Leistungsspitze und dabei hilft nur das 1. Szenario, selbst wenn es dabei Entscheidungen geben kann, die weh tun, wenn 3. eigentlich kein realistisches Optimalszenario bietet, angesichts der Konkurrenz im Kader. Das gibt es für mich, bei den genannten 3, nur für Guerreiro noch und selbst da müsste man schauen, ob man mit dem Geld nicht vernünftigere Sachen machen könnte, wenn man ihn heute verkauft. Den entsprechenden Druck hat man sich nunmal durch den Hazard Transfer auferlegt, der für gewisse Redundanzen sorgt - interessanterweise auch bei Götze ...
Wobei ich da auch noch mehr Spieler reinzählen würde, da der Kader nunmal unnötig breit besetzt ist, sodass Kosten (mehr oder weniger) am Ende der Bank versickern, die man idealtypisch eher für die Spitze aufwenden würde. Dementsprechend ist das eigentliche Problem nicht unbedingt, dass man mal einen Götze ablösefrei ziehen lässt, sondern hier schon direkt einige Fälle in der Pipeline sind, nachdem man seit 2016 schon ordentlich Geld mit anderen Spielern kaputt gemacht hat, die teils unnötig waren oder teils unnötig lange gehalten wurden, sodass sich der Negativtrend in der Marktwertentwicklung manifestiert hat. Der Kader ist nach wie vor eben groß und daher muss es in meinen Augen auch die ein oder andere Risikoentscheidung geben, um die Bereinigung fortzusetzen.
Ich denke jedenfalls, dass der Kader qualitativ im Moment etwas überschätzt wird, insbesondere bezüglich Homogenität, da es an einigen Stellen eine deutliche Überbesetzung mit Qualität - und dadurch auch extreme Bindung von Budget - gibt, während es an anderen Stellen durchaus Probleme gibt. Einnahmen können diese Probleme durchaus reduzieren, wobei die Transferperiode jetzt auch schon so fortgeschritten ist, dass die Integration nicht mehr ganz so einfach ist und die rein finanziell einfache Entscheidung sportlich schon nicht mehr ganz so einfach ist. Denn auch wenn es theoretisch möglich ist durch Verkäufe, statt ablösefreien Abgängen, 2 - statt 1 - Spieler für die Spitze zu finanzieren, so ist die Wahrscheinlichkeit diese jetzt noch auf dem Markt zu finden nicht sonderlich hoch. Trotzdem halte ich Verstärkungen für möglich, weswegen das die erste Option sein muss, die auch entsprechend den Spielern vermittelt werden muss, die sich weder zu einem Abgang noch zu einer Verlängerung entscheiden können. Etwas euphemistisch ausgedrückt: es geht darum eine Entscheidungshilfe zu bieten ...
07.08.2019 - 10:46 Uhr
Zitat von BVBBC
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Die Szenarien lassen sich meines Erachtens auch für Guerreiro und Toprak so ähnlich aufbauen, wobei ich in der sportlichen Bewertung dann doch nochmal bei Guerreiro einen höheren Wert für mich feststelle. Trotzdem sehe ich den Kader so aufgestellt, dass diese 3 Spieler zusammen ein Budget von mindestens 120 Mio. in den nächsten 5 Jahren freisetzen würden, wenn man sie jetzt verkauft, ohne sie direkt ersetzen zu müssen (wobei ich bei Toprak noch nicht einmal von einer Verlängerung ausgehe). Mal zum Vergleich: davon finanziert man im selben Zeitraum Witsel und Reus zusammen. Verlängert man nicht, sondern lässt die Verträge auslaufen, weil die Spieler weder verlängern noch gehen wollen, reicht es nur für Reus. Wobei Wiederverkaufswerte noch gar nicht eingerechnet sind. Bezieht man diese auch noch mit ein, dann kommen früher oder später bei Piszczek, Reus, Witsel und Co. ebenfalls noch Kosten hinzu, da deren Qualität nicht mehr so einfach gegenfinanzierbar ist, indem solche Spieler beim Rest der Liga fast nirgendwo mehr spielen und entsprechend teuer sind. Genau für solche Spieler muss also das Geld generiert werden. Für die Leistungsspitze und dabei hilft nur das 1. Szenario, selbst wenn es dabei Entscheidungen geben kann, die weh tun, wenn 3. eigentlich kein realistisches Optimalszenario bietet, angesichts der Konkurrenz im Kader. Das gibt es für mich, bei den genannten 3, nur für Guerreiro noch und selbst da müsste man schauen, ob man mit dem Geld nicht vernünftigere Sachen machen könnte, wenn man ihn heute verkauft. Den entsprechenden Druck hat man sich nunmal durch den Hazard Transfer auferlegt, der für gewisse Redundanzen sorgt - interessanterweise auch bei Götze ...
Wobei ich da auch noch mehr Spieler reinzählen würde, da der Kader nunmal unnötig breit besetzt ist, sodass Kosten (mehr oder weniger) am Ende der Bank versickern, die man idealtypisch eher für die Spitze aufwenden würde. Dementsprechend ist das eigentliche Problem nicht unbedingt, dass man mal einen Götze ablösefrei ziehen lässt, sondern hier schon direkt einige Fälle in der Pipeline sind, nachdem man seit 2016 schon ordentlich Geld mit anderen Spielern kaputt gemacht hat, die teils unnötig waren oder teils unnötig lange gehalten wurden, sodass sich der Negativtrend in der Marktwertentwicklung manifestiert hat. Der Kader ist nach wie vor eben groß und daher muss es in meinen Augen auch die ein oder andere Risikoentscheidung geben, um die Bereinigung fortzusetzen.
Ich denke jedenfalls, dass der Kader qualitativ im Moment etwas überschätzt wird, insbesondere bezüglich Homogenität, da es an einigen Stellen eine deutliche Überbesetzung mit Qualität - und dadurch auch extreme Bindung von Budget - gibt, während es an anderen Stellen durchaus Probleme gibt. Einnahmen können diese Probleme durchaus reduzieren, wobei die Transferperiode jetzt auch schon so fortgeschritten ist, dass die Integration nicht mehr ganz so einfach ist und die rein finanziell einfache Entscheidung sportlich schon nicht mehr ganz so einfach ist. Denn auch wenn es theoretisch möglich ist durch Verkäufe, statt ablösefreien Abgängen, 2 - statt 1 - Spieler für die Spitze zu finanzieren, so ist die Wahrscheinlichkeit diese jetzt noch auf dem Markt zu finden nicht sonderlich hoch. Trotzdem halte ich Verstärkungen für möglich, weswegen das die erste Option sein muss, die auch entsprechend den Spielern vermittelt werden muss, die sich weder zu einem Abgang noch zu einer Verlängerung entscheiden können. Etwas euphemistisch ausgedrückt: es geht darum eine Entscheidungshilfe zu bieten ...
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Die Szenarien lassen sich meines Erachtens auch für Guerreiro und Toprak so ähnlich aufbauen, wobei ich in der sportlichen Bewertung dann doch nochmal bei Guerreiro einen höheren Wert für mich feststelle. Trotzdem sehe ich den Kader so aufgestellt, dass diese 3 Spieler zusammen ein Budget von mindestens 120 Mio. in den nächsten 5 Jahren freisetzen würden, wenn man sie jetzt verkauft, ohne sie direkt ersetzen zu müssen (wobei ich bei Toprak noch nicht einmal von einer Verlängerung ausgehe). Mal zum Vergleich: davon finanziert man im selben Zeitraum Witsel und Reus zusammen. Verlängert man nicht, sondern lässt die Verträge auslaufen, weil die Spieler weder verlängern noch gehen wollen, reicht es nur für Reus. Wobei Wiederverkaufswerte noch gar nicht eingerechnet sind. Bezieht man diese auch noch mit ein, dann kommen früher oder später bei Piszczek, Reus, Witsel und Co. ebenfalls noch Kosten hinzu, da deren Qualität nicht mehr so einfach gegenfinanzierbar ist, indem solche Spieler beim Rest der Liga fast nirgendwo mehr spielen und entsprechend teuer sind. Genau für solche Spieler muss also das Geld generiert werden. Für die Leistungsspitze und dabei hilft nur das 1. Szenario, selbst wenn es dabei Entscheidungen geben kann, die weh tun, wenn 3. eigentlich kein realistisches Optimalszenario bietet, angesichts der Konkurrenz im Kader. Das gibt es für mich, bei den genannten 3, nur für Guerreiro noch und selbst da müsste man schauen, ob man mit dem Geld nicht vernünftigere Sachen machen könnte, wenn man ihn heute verkauft. Den entsprechenden Druck hat man sich nunmal durch den Hazard Transfer auferlegt, der für gewisse Redundanzen sorgt - interessanterweise auch bei Götze ...
Wobei ich da auch noch mehr Spieler reinzählen würde, da der Kader nunmal unnötig breit besetzt ist, sodass Kosten (mehr oder weniger) am Ende der Bank versickern, die man idealtypisch eher für die Spitze aufwenden würde. Dementsprechend ist das eigentliche Problem nicht unbedingt, dass man mal einen Götze ablösefrei ziehen lässt, sondern hier schon direkt einige Fälle in der Pipeline sind, nachdem man seit 2016 schon ordentlich Geld mit anderen Spielern kaputt gemacht hat, die teils unnötig waren oder teils unnötig lange gehalten wurden, sodass sich der Negativtrend in der Marktwertentwicklung manifestiert hat. Der Kader ist nach wie vor eben groß und daher muss es in meinen Augen auch die ein oder andere Risikoentscheidung geben, um die Bereinigung fortzusetzen.
Ich denke jedenfalls, dass der Kader qualitativ im Moment etwas überschätzt wird, insbesondere bezüglich Homogenität, da es an einigen Stellen eine deutliche Überbesetzung mit Qualität - und dadurch auch extreme Bindung von Budget - gibt, während es an anderen Stellen durchaus Probleme gibt. Einnahmen können diese Probleme durchaus reduzieren, wobei die Transferperiode jetzt auch schon so fortgeschritten ist, dass die Integration nicht mehr ganz so einfach ist und die rein finanziell einfache Entscheidung sportlich schon nicht mehr ganz so einfach ist. Denn auch wenn es theoretisch möglich ist durch Verkäufe, statt ablösefreien Abgängen, 2 - statt 1 - Spieler für die Spitze zu finanzieren, so ist die Wahrscheinlichkeit diese jetzt noch auf dem Markt zu finden nicht sonderlich hoch. Trotzdem halte ich Verstärkungen für möglich, weswegen das die erste Option sein muss, die auch entsprechend den Spielern vermittelt werden muss, die sich weder zu einem Abgang noch zu einer Verlängerung entscheiden können. Etwas euphemistisch ausgedrückt: es geht darum eine Entscheidungshilfe zu bieten ...
Sowohl bei den Opportunitätskosten als auch der Thematik Kaderqualität und -Homogenität bin ich komplett bei dir.
Die Ressourcenallokation ist sehr weit weg vom Optimum und damit ist man auch gemessen am finanziellen Einsatz deutlich unter den sportlichen Möglichkeiten.
Alleine in der vergangenen Saison leistete man sich mehrere Spieler, die sportlich nahezu keine Rolle spielten, aber enorme Ressourcen gebunden haben. Selbst Aspekte wie Doppelbesetzung aller Positionen griffen bei diesen Spielern nicht, da sie selbst dann nicht zum Zug kamen, wenn denn die A-Lösung tatsächlich einmal ausgefallen ist oder eine Pause benötigt hätte.
Darunter vielen Toprak, Schmelzer, Philipp oder auch Dahoud. Auch Weigl und Wolf sind hier noch zu nennen, da sie auf ihren eigentlichen Stammpositionen überhaupt keine Rolle spielten und nur durch extrem Ausfallsituationen auf Ausweichpositionen auf ihre Minuten kamen.
Hinzu kommen noch die von dir angesprochenen Götze und Guerreiro, die zwar einen sportlichen Beitrag im letzten Jahr leisten konnten, aber eben jetzt durch die Vertragssituation in den Fokus rücken.
Man wird es nur schwer hinbekommen, einen perfekten Kader zu haben. Die Zahl der oben genannten Spieler ist einfach zu hoch (genauso wie die damit gebundenen finanziellen Mittel). Es besteht daher für mich klar ein erhöhter Handlungsdruck, dass der BVB hier tätig wird. Man wird immer ein oder zwei solcher Spieler im Kader haben, was man auch aushalten kann und muss. Erreicht die Zahl dann aber eine derartige Größe wie die aktuelle, muss einfach reagiert werden.
07.08.2019 - 10:58 Uhr
Zitat von BVBBC
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Die Szenarien lassen sich meines Erachtens auch für Guerreiro und Toprak so ähnlich aufbauen, wobei ich in der sportlichen Bewertung dann doch nochmal bei Guerreiro einen höheren Wert für mich feststelle. Trotzdem sehe ich den Kader so aufgestellt, dass diese 3 Spieler zusammen ein Budget von mindestens 120 Mio. in den nächsten 5 Jahren freisetzen würden, wenn man sie jetzt verkauft, ohne sie direkt ersetzen zu müssen (wobei ich bei Toprak noch nicht einmal von einer Verlängerung ausgehe). Mal zum Vergleich: davon finanziert man im selben Zeitraum Witsel und Reus zusammen. Verlängert man nicht, sondern lässt die Verträge auslaufen, weil die Spieler weder verlängern noch gehen wollen, reicht es nur für Reus. Wobei Wiederverkaufswerte noch gar nicht eingerechnet sind. Bezieht man diese auch noch mit ein, dann kommen früher oder später bei Piszczek, Reus, Witsel und Co. ebenfalls noch Kosten hinzu, da deren Qualität nicht mehr so einfach gegenfinanzierbar ist, indem solche Spieler beim Rest der Liga fast nirgendwo mehr spielen und entsprechend teuer sind. Genau für solche Spieler muss also das Geld generiert werden. Für die Leistungsspitze und dabei hilft nur das 1. Szenario, selbst wenn es dabei Entscheidungen geben kann, die weh tun, wenn 3. eigentlich kein realistisches Optimalszenario bietet, angesichts der Konkurrenz im Kader. Das gibt es für mich, bei den genannten 3, nur für Guerreiro noch und selbst da müsste man schauen, ob man mit dem Geld nicht vernünftigere Sachen machen könnte, wenn man ihn heute verkauft. Den entsprechenden Druck hat man sich nunmal durch den Hazard Transfer auferlegt, der für gewisse Redundanzen sorgt - interessanterweise auch bei Götze ...
Wobei ich da auch noch mehr Spieler reinzählen würde, da der Kader nunmal unnötig breit besetzt ist, sodass Kosten (mehr oder weniger) am Ende der Bank versickern, die man idealtypisch eher für die Spitze aufwenden würde. Dementsprechend ist das eigentliche Problem nicht unbedingt, dass man mal einen Götze ablösefrei ziehen lässt, sondern hier schon direkt einige Fälle in der Pipeline sind, nachdem man seit 2016 schon ordentlich Geld mit anderen Spielern kaputt gemacht hat, die teils unnötig waren oder teils unnötig lange gehalten wurden, sodass sich der Negativtrend in der Marktwertentwicklung manifestiert hat. Der Kader ist nach wie vor eben groß und daher muss es in meinen Augen auch die ein oder andere Risikoentscheidung geben, um die Bereinigung fortzusetzen.
Ich denke jedenfalls, dass der Kader qualitativ im Moment etwas überschätzt wird, insbesondere bezüglich Homogenität, da es an einigen Stellen eine deutliche Überbesetzung mit Qualität - und dadurch auch extreme Bindung von Budget - gibt, während es an anderen Stellen durchaus Probleme gibt. Einnahmen können diese Probleme durchaus reduzieren, wobei die Transferperiode jetzt auch schon so fortgeschritten ist, dass die Integration nicht mehr ganz so einfach ist und die rein finanziell einfache Entscheidung sportlich schon nicht mehr ganz so einfach ist. Denn auch wenn es theoretisch möglich ist durch Verkäufe, statt ablösefreien Abgängen, 2 - statt 1 - Spieler für die Spitze zu finanzieren, so ist die Wahrscheinlichkeit diese jetzt noch auf dem Markt zu finden nicht sonderlich hoch. Trotzdem halte ich Verstärkungen für möglich, weswegen das die erste Option sein muss, die auch entsprechend den Spielern vermittelt werden muss, die sich weder zu einem Abgang noch zu einer Verlängerung entscheiden können. Etwas euphemistisch ausgedrückt: es geht darum eine Entscheidungshilfe zu bieten ...
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Die Szenarien lassen sich meines Erachtens auch für Guerreiro und Toprak so ähnlich aufbauen, wobei ich in der sportlichen Bewertung dann doch nochmal bei Guerreiro einen höheren Wert für mich feststelle. Trotzdem sehe ich den Kader so aufgestellt, dass diese 3 Spieler zusammen ein Budget von mindestens 120 Mio. in den nächsten 5 Jahren freisetzen würden, wenn man sie jetzt verkauft, ohne sie direkt ersetzen zu müssen (wobei ich bei Toprak noch nicht einmal von einer Verlängerung ausgehe). Mal zum Vergleich: davon finanziert man im selben Zeitraum Witsel und Reus zusammen. Verlängert man nicht, sondern lässt die Verträge auslaufen, weil die Spieler weder verlängern noch gehen wollen, reicht es nur für Reus. Wobei Wiederverkaufswerte noch gar nicht eingerechnet sind. Bezieht man diese auch noch mit ein, dann kommen früher oder später bei Piszczek, Reus, Witsel und Co. ebenfalls noch Kosten hinzu, da deren Qualität nicht mehr so einfach gegenfinanzierbar ist, indem solche Spieler beim Rest der Liga fast nirgendwo mehr spielen und entsprechend teuer sind. Genau für solche Spieler muss also das Geld generiert werden. Für die Leistungsspitze und dabei hilft nur das 1. Szenario, selbst wenn es dabei Entscheidungen geben kann, die weh tun, wenn 3. eigentlich kein realistisches Optimalszenario bietet, angesichts der Konkurrenz im Kader. Das gibt es für mich, bei den genannten 3, nur für Guerreiro noch und selbst da müsste man schauen, ob man mit dem Geld nicht vernünftigere Sachen machen könnte, wenn man ihn heute verkauft. Den entsprechenden Druck hat man sich nunmal durch den Hazard Transfer auferlegt, der für gewisse Redundanzen sorgt - interessanterweise auch bei Götze ...
Wobei ich da auch noch mehr Spieler reinzählen würde, da der Kader nunmal unnötig breit besetzt ist, sodass Kosten (mehr oder weniger) am Ende der Bank versickern, die man idealtypisch eher für die Spitze aufwenden würde. Dementsprechend ist das eigentliche Problem nicht unbedingt, dass man mal einen Götze ablösefrei ziehen lässt, sondern hier schon direkt einige Fälle in der Pipeline sind, nachdem man seit 2016 schon ordentlich Geld mit anderen Spielern kaputt gemacht hat, die teils unnötig waren oder teils unnötig lange gehalten wurden, sodass sich der Negativtrend in der Marktwertentwicklung manifestiert hat. Der Kader ist nach wie vor eben groß und daher muss es in meinen Augen auch die ein oder andere Risikoentscheidung geben, um die Bereinigung fortzusetzen.
Ich denke jedenfalls, dass der Kader qualitativ im Moment etwas überschätzt wird, insbesondere bezüglich Homogenität, da es an einigen Stellen eine deutliche Überbesetzung mit Qualität - und dadurch auch extreme Bindung von Budget - gibt, während es an anderen Stellen durchaus Probleme gibt. Einnahmen können diese Probleme durchaus reduzieren, wobei die Transferperiode jetzt auch schon so fortgeschritten ist, dass die Integration nicht mehr ganz so einfach ist und die rein finanziell einfache Entscheidung sportlich schon nicht mehr ganz so einfach ist. Denn auch wenn es theoretisch möglich ist durch Verkäufe, statt ablösefreien Abgängen, 2 - statt 1 - Spieler für die Spitze zu finanzieren, so ist die Wahrscheinlichkeit diese jetzt noch auf dem Markt zu finden nicht sonderlich hoch. Trotzdem halte ich Verstärkungen für möglich, weswegen das die erste Option sein muss, die auch entsprechend den Spielern vermittelt werden muss, die sich weder zu einem Abgang noch zu einer Verlängerung entscheiden können. Etwas euphemistisch ausgedrückt: es geht darum eine Entscheidungshilfe zu bieten ...
Du hast die Szenarien gut dargelegt. Dass du nicht wirklich zufrieden mit dem aktuellen Kader und den Transfers bist, kann man zumindest zwischen den Zeilen, aber eigentlich auch mittendrauf, ganz gut rauslesen. Für meinen persönlichen Eindruck, etwas zu pessimistisch, aber für "weit hergeholt" würde ich es nicht erachten.
Je nach Umständen, lässt sich speziell am Fall Götze aber eventuell eine ziemlich grundlegende Richtung ableiten. Denn Szenario 1 war in den letzten ~10 Jahren absolut "bvb-like" und auch die so ziemlich vernünftigste Strategie, wenn man nicht nahezu unerschöpfliche, monetäre Quellen hat.
Selbstverständlich gibt es viele Faktoren, die wir nicht kennen und i.d.R. auch nicht kennen können. Kommt Szenario 1 noch zustande? Dann bleiben nicht viele Fragen offen.
Kommt es so nicht zustande, ist natürlich die naheliegendste Frage: "Woran hat et jelegen?!"
Selbstredend hat so ein Mensch auch einen eigenen Willen. Es ist, besonders in dem Fall, sehr gut vorstellbar, dass Götze sich einfach weigert, den Verein zu wechseln oder geringere Bezüge anzunehmen. Kein Vorwurf, denn das ist absolut nachvollziehbar und legitim.
Dagegen "kann" man seitens des BVB schon was machen, sollte man allerdings nicht. Ein "PSG-Rabiot"-Szenario wäre ein Debakel, da die Außenwirkung katastrophal wäre.
Sollte allerdings der BVB die treibende bzw. eher die verhindernde Kraft dahinter sein, würde das für mich darauf deuten, dass man den Kurs grundlegend ändert. Dass es sportlich nicht "unverzichtbar" ist, sollte selbst dem größten Götze-Groupy einleuchten. Dh. diese Begründung (wie damals bei Lewy) wäre nicht sehr authentisch. Ist das Übermut? Sollten Watzke und Co. zufällig vor ein paar Wochen britisches Rindfleisch aus den 90gern verzehrt haben, gut möglich, andernfalls eher unwahrscheinlich.
Vielmehr macht es den Anschein, dass man wirtschaftlich wohl so solide dasteht, dass man es sich schlicht erlauben kann, auch mal ein paar Euro in den Sand zu setzen und auf Ablösesummen zu verzichten. Wobei Watzke ja bekanntermaßen auch ein Faible für Götze hat und dort vielleicht nicht ganz so sachlich rangeht, wie an andere Personalien. Insgesamt halte ich ihn aber noch für kühl und berechnend genug, um nicht komplett aus emotionalen Beweggründen zu handeln. Schon gar nicht, wenn so viel Kapital auf dem Spiel steht.
Für den Fall, dass Szenario 1 noch eintritt, sehe ich das weniger problematisch als du. Wir haben noch fast einen ganzen Monat Zeit für Neuzugänge. Der internationale Markt bietet sicher noch den ein oder anderen Kandidaten, der verzichtbar ist oder eine annehmbare AK hat. Natürlich kann man auch die Integration als Problem anführen, wenn Spieler so spät zum Team stoßen. Da in dem Fall jedoch kein Schlüsselspieler (nicht gleichwertig ersetzbar - Reus, Witsel, Sancho) geht, ist es ein zumutbares Risiko, wenn man den Zugängen ein paar Wochen zur Eingewöhnung zugesteht. Sie MÜSSEN nicht sofort liefern. Sollten sie es natürlich doch tun (wie Paco und Witsel letzte Saison) nimmt man das natürlich gern mit und fordert mal wieder ein Denkmal für Zorc (was ich unterstützen würde).
Fazit: Der BVB hat seine Hausaufgaben zum Großteil schon vor den Ferien erledigt. Ich bin mir sicher, dass auch weiterhin mit Hochdruck gearbeitet wird, sowohl was Abgänge, als auch Zugänge betrifft. Es ist noch zu früh, um die aktuelle Transferpolitik (respektive die aktuelle Transferperiode) abschließend zu bewerten. EIne Tendenz ist jedoch erkennbar und diese würde ich durchaus positiv einschätzen.
Ich wäre überrascht, wenn ich nicht noch mal überrascht werde im August 2019.
Und ich bin mir sicher, Lillians Junior war nicht der einzige polyvalente Offensivspieler, der uns gut zu Gesicht stünde.
07.08.2019 - 11:27 Uhr
Zitat von Sephiroth1909
Du hast die Szenarien gut dargelegt. Dass du nicht wirklich zufrieden mit dem aktuellen Kader und den Transfers bist, kann man zumindest zwischen den Zeilen, aber eigentlich auch mittendrauf, ganz gut rauslesen. Für meinen persönlichen Eindruck, etwas zu pessimistisch, aber für "weit hergeholt" würde ich es nicht erachten.
Je nach Umständen, lässt sich speziell am Fall Götze aber eventuell eine ziemlich grundlegende Richtung ableiten. Denn Szenario 1 war in den letzten ~10 Jahren absolut "bvb-like" und auch die so ziemlich vernünftigste Strategie, wenn man nicht nahezu unerschöpfliche, monetäre Quellen hat.
Selbstverständlich gibt es viele Faktoren, die wir nicht kennen und i.d.R. auch nicht kennen können. Kommt Szenario 1 noch zustande? Dann bleiben nicht viele Fragen offen.
Kommt es so nicht zustande, ist natürlich die naheliegendste Frage: "Woran hat et jelegen?!"
Selbstredend hat so ein Mensch auch einen eigenen Willen. Es ist, besonders in dem Fall, sehr gut vorstellbar, dass Götze sich einfach weigert, den Verein zu wechseln oder geringere Bezüge anzunehmen. Kein Vorwurf, denn das ist absolut nachvollziehbar und legitim.
Dagegen "kann" man seitens des BVB schon was machen, sollte man allerdings nicht. Ein "PSG-Rabiot"-Szenario wäre ein Debakel, da die Außenwirkung katastrophal wäre.
Sollte allerdings der BVB die treibende bzw. eher die verhindernde Kraft dahinter sein, würde das für mich darauf deuten, dass man den Kurs grundlegend ändert. Dass es sportlich nicht "unverzichtbar" ist, sollte selbst dem größten Götze-Groupy einleuchten. Dh. diese Begründung (wie damals bei Lewy) wäre nicht sehr authentisch. Ist das Übermut? Sollten Watzke und Co. zufällig vor ein paar Wochen britisches Rindfleisch aus den 90gern verzehrt haben, gut möglich, andernfalls eher unwahrscheinlich.
Vielmehr macht es den Anschein, dass man wirtschaftlich wohl so solide dasteht, dass man es sich schlicht erlauben kann, auch mal ein paar Euro in den Sand zu setzen und auf Ablösesummen zu verzichten. Wobei Watzke ja bekanntermaßen auch ein Faible für Götze hat und dort vielleicht nicht ganz so sachlich rangeht, wie an andere Personalien. Insgesamt halte ich ihn aber noch für kühl und berechnend genug, um nicht komplett aus emotionalen Beweggründen zu handeln. Schon gar nicht, wenn so viel Kapital auf dem Spiel steht.
Für den Fall, dass Szenario 1 noch eintritt, sehe ich das weniger problematisch als du. Wir haben noch fast einen ganzen Monat Zeit für Neuzugänge. Der internationale Markt bietet sicher noch den ein oder anderen Kandidaten, der verzichtbar ist oder eine annehmbare AK hat. Natürlich kann man auch die Integration als Problem anführen, wenn Spieler so spät zum Team stoßen. Da in dem Fall jedoch kein Schlüsselspieler (nicht gleichwertig ersetzbar - Reus, Witsel, Sancho) geht, ist es ein zumutbares Risiko, wenn man den Zugängen ein paar Wochen zur Eingewöhnung zugesteht. Sie MÜSSEN nicht sofort liefern. Sollten sie es natürlich doch tun (wie Paco und Witsel letzte Saison) nimmt man das natürlich gern mit und fordert mal wieder ein Denkmal für Zorc (was ich unterstützen würde).
Fazit: Der BVB hat seine Hausaufgaben zum Großteil schon vor den Ferien erledigt. Ich bin mir sicher, dass auch weiterhin mit Hochdruck gearbeitet wird, sowohl was Abgänge, als auch Zugänge betrifft. Es ist noch zu früh, um die aktuelle Transferpolitik (respektive die aktuelle Transferperiode) abschließend zu bewerten. EIne Tendenz ist jedoch erkennbar und diese würde ich durchaus positiv einschätzen.
Ich wäre überrascht, wenn ich nicht noch mal überrascht werde im August 2019.
Und ich bin mir sicher, Lillians Junior war nicht der einzige polyvalente Offensivspieler, der uns gut zu Gesicht stünde. 
Zitat von BVBBC
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Die Szenarien lassen sich meines Erachtens auch für Guerreiro und Toprak so ähnlich aufbauen, wobei ich in der sportlichen Bewertung dann doch nochmal bei Guerreiro einen höheren Wert für mich feststelle. Trotzdem sehe ich den Kader so aufgestellt, dass diese 3 Spieler zusammen ein Budget von mindestens 120 Mio. in den nächsten 5 Jahren freisetzen würden, wenn man sie jetzt verkauft, ohne sie direkt ersetzen zu müssen (wobei ich bei Toprak noch nicht einmal von einer Verlängerung ausgehe). Mal zum Vergleich: davon finanziert man im selben Zeitraum Witsel und Reus zusammen. Verlängert man nicht, sondern lässt die Verträge auslaufen, weil die Spieler weder verlängern noch gehen wollen, reicht es nur für Reus. Wobei Wiederverkaufswerte noch gar nicht eingerechnet sind. Bezieht man diese auch noch mit ein, dann kommen früher oder später bei Piszczek, Reus, Witsel und Co. ebenfalls noch Kosten hinzu, da deren Qualität nicht mehr so einfach gegenfinanzierbar ist, indem solche Spieler beim Rest der Liga fast nirgendwo mehr spielen und entsprechend teuer sind. Genau für solche Spieler muss also das Geld generiert werden. Für die Leistungsspitze und dabei hilft nur das 1. Szenario, selbst wenn es dabei Entscheidungen geben kann, die weh tun, wenn 3. eigentlich kein realistisches Optimalszenario bietet, angesichts der Konkurrenz im Kader. Das gibt es für mich, bei den genannten 3, nur für Guerreiro noch und selbst da müsste man schauen, ob man mit dem Geld nicht vernünftigere Sachen machen könnte, wenn man ihn heute verkauft. Den entsprechenden Druck hat man sich nunmal durch den Hazard Transfer auferlegt, der für gewisse Redundanzen sorgt - interessanterweise auch bei Götze ...
Wobei ich da auch noch mehr Spieler reinzählen würde, da der Kader nunmal unnötig breit besetzt ist, sodass Kosten (mehr oder weniger) am Ende der Bank versickern, die man idealtypisch eher für die Spitze aufwenden würde. Dementsprechend ist das eigentliche Problem nicht unbedingt, dass man mal einen Götze ablösefrei ziehen lässt, sondern hier schon direkt einige Fälle in der Pipeline sind, nachdem man seit 2016 schon ordentlich Geld mit anderen Spielern kaputt gemacht hat, die teils unnötig waren oder teils unnötig lange gehalten wurden, sodass sich der Negativtrend in der Marktwertentwicklung manifestiert hat. Der Kader ist nach wie vor eben groß und daher muss es in meinen Augen auch die ein oder andere Risikoentscheidung geben, um die Bereinigung fortzusetzen.
Ich denke jedenfalls, dass der Kader qualitativ im Moment etwas überschätzt wird, insbesondere bezüglich Homogenität, da es an einigen Stellen eine deutliche Überbesetzung mit Qualität - und dadurch auch extreme Bindung von Budget - gibt, während es an anderen Stellen durchaus Probleme gibt. Einnahmen können diese Probleme durchaus reduzieren, wobei die Transferperiode jetzt auch schon so fortgeschritten ist, dass die Integration nicht mehr ganz so einfach ist und die rein finanziell einfache Entscheidung sportlich schon nicht mehr ganz so einfach ist. Denn auch wenn es theoretisch möglich ist durch Verkäufe, statt ablösefreien Abgängen, 2 - statt 1 - Spieler für die Spitze zu finanzieren, so ist die Wahrscheinlichkeit diese jetzt noch auf dem Markt zu finden nicht sonderlich hoch. Trotzdem halte ich Verstärkungen für möglich, weswegen das die erste Option sein muss, die auch entsprechend den Spielern vermittelt werden muss, die sich weder zu einem Abgang noch zu einer Verlängerung entscheiden können. Etwas euphemistisch ausgedrückt: es geht darum eine Entscheidungshilfe zu bieten ...
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Die Szenarien lassen sich meines Erachtens auch für Guerreiro und Toprak so ähnlich aufbauen, wobei ich in der sportlichen Bewertung dann doch nochmal bei Guerreiro einen höheren Wert für mich feststelle. Trotzdem sehe ich den Kader so aufgestellt, dass diese 3 Spieler zusammen ein Budget von mindestens 120 Mio. in den nächsten 5 Jahren freisetzen würden, wenn man sie jetzt verkauft, ohne sie direkt ersetzen zu müssen (wobei ich bei Toprak noch nicht einmal von einer Verlängerung ausgehe). Mal zum Vergleich: davon finanziert man im selben Zeitraum Witsel und Reus zusammen. Verlängert man nicht, sondern lässt die Verträge auslaufen, weil die Spieler weder verlängern noch gehen wollen, reicht es nur für Reus. Wobei Wiederverkaufswerte noch gar nicht eingerechnet sind. Bezieht man diese auch noch mit ein, dann kommen früher oder später bei Piszczek, Reus, Witsel und Co. ebenfalls noch Kosten hinzu, da deren Qualität nicht mehr so einfach gegenfinanzierbar ist, indem solche Spieler beim Rest der Liga fast nirgendwo mehr spielen und entsprechend teuer sind. Genau für solche Spieler muss also das Geld generiert werden. Für die Leistungsspitze und dabei hilft nur das 1. Szenario, selbst wenn es dabei Entscheidungen geben kann, die weh tun, wenn 3. eigentlich kein realistisches Optimalszenario bietet, angesichts der Konkurrenz im Kader. Das gibt es für mich, bei den genannten 3, nur für Guerreiro noch und selbst da müsste man schauen, ob man mit dem Geld nicht vernünftigere Sachen machen könnte, wenn man ihn heute verkauft. Den entsprechenden Druck hat man sich nunmal durch den Hazard Transfer auferlegt, der für gewisse Redundanzen sorgt - interessanterweise auch bei Götze ...
Wobei ich da auch noch mehr Spieler reinzählen würde, da der Kader nunmal unnötig breit besetzt ist, sodass Kosten (mehr oder weniger) am Ende der Bank versickern, die man idealtypisch eher für die Spitze aufwenden würde. Dementsprechend ist das eigentliche Problem nicht unbedingt, dass man mal einen Götze ablösefrei ziehen lässt, sondern hier schon direkt einige Fälle in der Pipeline sind, nachdem man seit 2016 schon ordentlich Geld mit anderen Spielern kaputt gemacht hat, die teils unnötig waren oder teils unnötig lange gehalten wurden, sodass sich der Negativtrend in der Marktwertentwicklung manifestiert hat. Der Kader ist nach wie vor eben groß und daher muss es in meinen Augen auch die ein oder andere Risikoentscheidung geben, um die Bereinigung fortzusetzen.
Ich denke jedenfalls, dass der Kader qualitativ im Moment etwas überschätzt wird, insbesondere bezüglich Homogenität, da es an einigen Stellen eine deutliche Überbesetzung mit Qualität - und dadurch auch extreme Bindung von Budget - gibt, während es an anderen Stellen durchaus Probleme gibt. Einnahmen können diese Probleme durchaus reduzieren, wobei die Transferperiode jetzt auch schon so fortgeschritten ist, dass die Integration nicht mehr ganz so einfach ist und die rein finanziell einfache Entscheidung sportlich schon nicht mehr ganz so einfach ist. Denn auch wenn es theoretisch möglich ist durch Verkäufe, statt ablösefreien Abgängen, 2 - statt 1 - Spieler für die Spitze zu finanzieren, so ist die Wahrscheinlichkeit diese jetzt noch auf dem Markt zu finden nicht sonderlich hoch. Trotzdem halte ich Verstärkungen für möglich, weswegen das die erste Option sein muss, die auch entsprechend den Spielern vermittelt werden muss, die sich weder zu einem Abgang noch zu einer Verlängerung entscheiden können. Etwas euphemistisch ausgedrückt: es geht darum eine Entscheidungshilfe zu bieten ...
Du hast die Szenarien gut dargelegt. Dass du nicht wirklich zufrieden mit dem aktuellen Kader und den Transfers bist, kann man zumindest zwischen den Zeilen, aber eigentlich auch mittendrauf, ganz gut rauslesen. Für meinen persönlichen Eindruck, etwas zu pessimistisch, aber für "weit hergeholt" würde ich es nicht erachten.
Je nach Umständen, lässt sich speziell am Fall Götze aber eventuell eine ziemlich grundlegende Richtung ableiten. Denn Szenario 1 war in den letzten ~10 Jahren absolut "bvb-like" und auch die so ziemlich vernünftigste Strategie, wenn man nicht nahezu unerschöpfliche, monetäre Quellen hat.
Selbstverständlich gibt es viele Faktoren, die wir nicht kennen und i.d.R. auch nicht kennen können. Kommt Szenario 1 noch zustande? Dann bleiben nicht viele Fragen offen.
Kommt es so nicht zustande, ist natürlich die naheliegendste Frage: "Woran hat et jelegen?!"
Selbstredend hat so ein Mensch auch einen eigenen Willen. Es ist, besonders in dem Fall, sehr gut vorstellbar, dass Götze sich einfach weigert, den Verein zu wechseln oder geringere Bezüge anzunehmen. Kein Vorwurf, denn das ist absolut nachvollziehbar und legitim.
Dagegen "kann" man seitens des BVB schon was machen, sollte man allerdings nicht. Ein "PSG-Rabiot"-Szenario wäre ein Debakel, da die Außenwirkung katastrophal wäre.
Sollte allerdings der BVB die treibende bzw. eher die verhindernde Kraft dahinter sein, würde das für mich darauf deuten, dass man den Kurs grundlegend ändert. Dass es sportlich nicht "unverzichtbar" ist, sollte selbst dem größten Götze-Groupy einleuchten. Dh. diese Begründung (wie damals bei Lewy) wäre nicht sehr authentisch. Ist das Übermut? Sollten Watzke und Co. zufällig vor ein paar Wochen britisches Rindfleisch aus den 90gern verzehrt haben, gut möglich, andernfalls eher unwahrscheinlich.
Vielmehr macht es den Anschein, dass man wirtschaftlich wohl so solide dasteht, dass man es sich schlicht erlauben kann, auch mal ein paar Euro in den Sand zu setzen und auf Ablösesummen zu verzichten. Wobei Watzke ja bekanntermaßen auch ein Faible für Götze hat und dort vielleicht nicht ganz so sachlich rangeht, wie an andere Personalien. Insgesamt halte ich ihn aber noch für kühl und berechnend genug, um nicht komplett aus emotionalen Beweggründen zu handeln. Schon gar nicht, wenn so viel Kapital auf dem Spiel steht.
Für den Fall, dass Szenario 1 noch eintritt, sehe ich das weniger problematisch als du. Wir haben noch fast einen ganzen Monat Zeit für Neuzugänge. Der internationale Markt bietet sicher noch den ein oder anderen Kandidaten, der verzichtbar ist oder eine annehmbare AK hat. Natürlich kann man auch die Integration als Problem anführen, wenn Spieler so spät zum Team stoßen. Da in dem Fall jedoch kein Schlüsselspieler (nicht gleichwertig ersetzbar - Reus, Witsel, Sancho) geht, ist es ein zumutbares Risiko, wenn man den Zugängen ein paar Wochen zur Eingewöhnung zugesteht. Sie MÜSSEN nicht sofort liefern. Sollten sie es natürlich doch tun (wie Paco und Witsel letzte Saison) nimmt man das natürlich gern mit und fordert mal wieder ein Denkmal für Zorc (was ich unterstützen würde).
Fazit: Der BVB hat seine Hausaufgaben zum Großteil schon vor den Ferien erledigt. Ich bin mir sicher, dass auch weiterhin mit Hochdruck gearbeitet wird, sowohl was Abgänge, als auch Zugänge betrifft. Es ist noch zu früh, um die aktuelle Transferpolitik (respektive die aktuelle Transferperiode) abschließend zu bewerten. EIne Tendenz ist jedoch erkennbar und diese würde ich durchaus positiv einschätzen.
Ich wäre überrascht, wenn ich nicht noch mal überrascht werde im August 2019.
Und ich bin mir sicher, Lillians Junior war nicht der einzige polyvalente Offensivspieler, der uns gut zu Gesicht stünde. 
Das mit dem Geld ist allgemein ja noch so eine Sache. Im Moment ist vollkommen unklar, woher das Geld kommt und wie die Finanzierungslücke im Moment geschlossen wird. Nur auf die Pulisic Mio. im Winter zu verweisen, reicht jedenfalls nicht, da man für Alcacer und Balerdi damals eben auch knapp 40 Mio. ausgegeben hat. Man hat letztendlich jedenfalls nicht so viel auf der Seite gehabt und auch die Einnahmen sind nicht überragend, wenn man das mal mit den Einstandskosten abgleicht - nur zeitpunktbezogen sind die Ablösen sehr gut.
Klar ist noch Kleinvieh zu erwarten, wobei Götze und Guerreiro bspw. nicht dazu zählen. Das sind mit Gehalt und Ablöse größere Posten. Wie auch Philipp. Allerdings denke ich, dass der Kader noch einen Stammplatz zu vergeben hat (Weigl hält die Position im Moment und ich würde seinen Kaderplatz lieber an Raschl geben und dazu einen Spieler holen, der sich mit Witsel besser ergänzt) und mindestens noch einen Sancho BU sucht. Im MS sehe ich im Moment nicht den ganz großen Handlungsbedarf, so wie man plant (unabhängig von Götze), da Alcacer gut in Form wirkt. Auch wenn ich hier noch einen anderen Spielertyp für sinnvoll halte, allerdings passt das schon, da man zur Not immer noch im Winter nachlegen kann. Wenn man eben das Geld auf der Seite hat und im Moment hege ich dahingehend eben Zweifel.
Denn selbst wenn man jetzt niemanden mehr auf dem Transfermarkt findet, dann helfen wenigstens die Ressourcen, um spontan etwas machen zu können. Zumal diese sowieso notwendig sind, wenn man Piszczek, Reus und Witsel in Rente schickt, sofern man im Windschatten nicht ausreichend Talent gefördert bekommt. Genau hier gefällt mir am Kader dann auch die Struktur nicht, da Talente im Moment zu stark blockiert werden. Mit Spielern, die sicher gut sind, besser als die Talente, aber nicht gut genug, um das Leistungsvermögen der Mannschaft aufrecht zu erhalten, wenn der Stammspieler ausfällt und auch nicht so viel besser als das Talent, dass sie uneinholbar sind. Mir liegt im Moment zu viel Potenzial brach, was Geld überproportional viel kostet und sportlich mittel- bis langfristig auch nichts bringt.
Deswegen finde ich es auch richtig, wenn man jetzt bspw. Toprak nach Bremen abgeben sollte, selbst wenn das nur 5 Mio. Ablöse bedeuten sollte und Werder Richtung EL einen notwendigen - wahrscheinlich aber noch nicht ausreichenden - Impuls verleiht. Das Upside von Zagadou und Balerdi ist höher einzuschätzen, weswegen ich deren Förderung priorisiere. Da ist es auch kein ausreichendes, obwohl häufig verwendetes Argument für mich, dass man diese ohne Spielpraxis ins kalte Wasser werfen würde, da die Stammbesetzung der IV klar sei, aufgrund dessen, dass Toprak letzte Saison eben auch ins kalte Wasser springen musste und nicht besonders gut schwamm. Daher würde ich mich lieber gleich für etwas mehr Risiko entscheiden, da es sich meines Erachtens langfristig bezahlt macht.
Für mich gibt es diesen Transfersommer letztendlich noch 3 Ziele:
1. Kader deutlich verkleinern, um Talenten überhaupt eine Chance zu bieten und sie nicht riskant verleihen zu müssen - gerade hierbei ist das Integrationsargument dann nicht zu unterschätzen, das ich vorher auf der Zugangsseite anführte, da ein Topspieler schneller zu integrieren ist, als ein Talent oder ein Mann für die Breite - oder in die U23 abzuschieben. Wer jetzt und in Zukunft keine Chance mehr hat Stammspieler zu sein, wer gehen will oder mehr fordert als gerechtfertigt, bei dem sollte zumindest noch versucht werden, dass man ihn an den Mann bringt und das Geld schlimmstenfalls zur Seite legt!
2. dynamisch-strategischer ZM mit Topspielerformat oder zumindest -talent.
3. Sancho BU - Thuram wäre als 2for1 gut gewesen, aber da bin ich mir sehr sicher, dass man das jetzt nicht mehr finden wird, weswegen die Priorität für mich auf der Außenbahn liegt und auf dem 1gg1-Element.
Darüber hinaus gibt es sicher das ein oder andere Ding, was man anders hätte angehen können, was die Homogenität betrifft und sicher auch nicht unproblematisch im Saisonverlauf sein wird, aber ich denke, dass der Kader dann soweit steht, dass das erst für die nächsten Transferperioden Themen sind und kein akuter Bedarf mehr vorliegt. Ist sowieso noch genug zu tun, auch wenn es nicht mehr unbedingt um viele Zugänge geht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 07.08.2019 um 11:31 Uhr bearbeitet
07.08.2019 - 11:31 Uhr
Zitat von BVBBC
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Schöne, detaillierte Zusammenfassung. Grundsätzlich gebe ich dir da sogar Recht. Allerdings ist mir die Betrachtungsweise etwas zu einseitig. Vor allem hinsichtlich der folgenden Punkte:
Ablösen:
Hier gehst du von einer Ablöse bei Götze von 15-25 Mio aus. Da würde ich noch mitgehen.
Im Anschluss soll ein adäquater Ersatz dann aber für 10-15 Mio zu haben sein. Das würde ich ehrlich gesagt bezweifeln. Wenn man sich mal anschaut, dass wir für Milli oder Diallo auch 20 bzw. 28 Mio bezahlt haben, dürften sich die Einnahmen/Ausgaben hierwohl fast die Waage halten. Meinetwegen erzielt man einen knappen Überschuss, aber meines Erachtens nach keine 10-15 Millionen.
Gehalt:
Auch hier gehst du vom Best-Case aus, dass der Nachfolger dann mit 4 Mio. locker finanziert werden kann. Kann sein, muss aber natürlich nicht. Je nachdem stößt man dann auch in Regionen eines Hazard nach und bezahlt eben um die 5 Mio. Macht dann auf 5 Jahre Vertragslaufzeit immer noch 15 Mio. Ersparnis (wenn Götze denn 8 Mio akzeptieren würde...) plus das was an Ablöse/Einnahmen aus Götze-Transfer inkl. Nachfolger übrig bleibt. Ich sehe da also eher einen Überschuss von ca. 20 Millionen. Etwaige Vertragsverlängerungen innerhalb dieser Laufzeit mit dem Nachfolger und damit einhergehende Gehaltserhöhungen mal Außen vor gelassen.
Äquivalent:
Du siehst hier Wolf oder Thuram als leistungstechnisches Äquivalent zu Götze. Beide kommen aus einer anderen Liga und sind blutjung. Ob diese in der Bundesliga mal direkt so liefern wie Götze in der Rückrunde, steht erstmal absolut in den Sternen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Götze oder Nachfolger nur zweite Wahl bei uns sind. Wenn es drauf ankommt und es um Meisterschaft/Pokal geht und man die Wahl hat einen Götze einwechseln zu können oder einen talentierten Nachwuchskicker, dann sehe ich die Chancen auf sportlichen Erfolg und direkten Impact auf das Spiel in absolut entscheidenden Phasen von Götze deutlich höher an. Siehe Maracana in Minute 113...
Nicht das wir uns falsch verstehen. Götze bindet bei einer Vertragsverlängerung jede Menge finanzielle Mittel für die nächsten Jahre. Man kann natürlich argumentieren, dass dies rausgeworfenes Geld ist und man mit einem jungen Nachfolger plus Ersparnissen jede Menge andere Kicker im Kader finanzieren kann. Nur wenn mand en Anspruch stellt ein europäischer Spitzenverein zu sein und offen das Ziel formuliert deutscher Meister werden zu wollen, dann muss man eben damit leben, dass auch die Spieler 12-18 eine gewisse Qualität aus dem Stand mitbringen. Wenn wir wieder nur auf Talente gehen wollen, machen wir genau das, was wir die letzten Jahre gemacht haben. Ist dann ein Sancho oder Dembele dabei- prima. Die entscheiden auch Spiele. Dabei kriegst du aber auch jede Menge Mors, Isaks oder andere (ohne diesen die Qualität absprechen zu wollen), die eben in entscheidenden Phasen nicht direkt weiterhelfen. Und diese Argumentation bezieht sich jetzt nicht mal nur direkt auf Götze, sondern ebenso auf den Rest des Kaders. Einge Talente sind sicherlich gut und das wird auch immer unser Weg bleiben, hier Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. Für den direkten sportlichen Erfolg, muss man aber eben auch in der zweiten Reihe gestandene Profis haben. Ob diese dann Delaney, Götze oder wie auch immer je nach Position heißen sei mal dahin gestellt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Silverstar am 07.08.2019 um 11:32 Uhr bearbeitet
07.08.2019 - 11:58 Uhr
Zitat von Silverstar
Schöne, detaillierte Zusammenfassung. Grundsätzlich gebe ich dir da sogar Recht. Allerdings ist mir die Betrachtungsweise etwas zu einseitig. Vor allem hinsichtlich der folgenden Punkte:
Ablösen:
Hier gehst du von einer Ablöse bei Götze von 15-25 Mio aus. Da würde ich noch mitgehen.
Im Anschluss soll ein adäquater Ersatz dann aber für 10-15 Mio zu haben sein. Das würde ich ehrlich gesagt bezweifeln. Wenn man sich mal anschaut, dass wir für Milli oder Diallo auch 20 bzw. 28 Mio bezahlt haben, dürften sich die Einnahmen/Ausgaben hierwohl fast die Waage halten. Meinetwegen erzielt man einen knappen Überschuss, aber meines Erachtens nach keine 10-15 Millionen.
Gehalt:
Auch hier gehst du vom Best-Case aus, dass der Nachfolger dann mit 4 Mio. locker finanziert werden kann. Kann sein, muss aber natürlich nicht. Je nachdem stößt man dann auch in Regionen eines Hazard nach und bezahlt eben um die 5 Mio. Macht dann auf 5 Jahre Vertragslaufzeit immer noch 15 Mio. Ersparnis (wenn Götze denn 8 Mio akzeptieren würde...) plus das was an Ablöse/Einnahmen aus Götze-Transfer inkl. Nachfolger übrig bleibt. Ich sehe da also eher einen Überschuss von ca. 20 Millionen. Etwaige Vertragsverlängerungen innerhalb dieser Laufzeit mit dem Nachfolger und damit einhergehende Gehaltserhöhungen mal Außen vor gelassen.
Zitat von BVBBC
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Schöne, detaillierte Zusammenfassung. Grundsätzlich gebe ich dir da sogar Recht. Allerdings ist mir die Betrachtungsweise etwas zu einseitig. Vor allem hinsichtlich der folgenden Punkte:
Ablösen:
Hier gehst du von einer Ablöse bei Götze von 15-25 Mio aus. Da würde ich noch mitgehen.
Im Anschluss soll ein adäquater Ersatz dann aber für 10-15 Mio zu haben sein. Das würde ich ehrlich gesagt bezweifeln. Wenn man sich mal anschaut, dass wir für Milli oder Diallo auch 20 bzw. 28 Mio bezahlt haben, dürften sich die Einnahmen/Ausgaben hierwohl fast die Waage halten. Meinetwegen erzielt man einen knappen Überschuss, aber meines Erachtens nach keine 10-15 Millionen.
Gehalt:
Auch hier gehst du vom Best-Case aus, dass der Nachfolger dann mit 4 Mio. locker finanziert werden kann. Kann sein, muss aber natürlich nicht. Je nachdem stößt man dann auch in Regionen eines Hazard nach und bezahlt eben um die 5 Mio. Macht dann auf 5 Jahre Vertragslaufzeit immer noch 15 Mio. Ersparnis (wenn Götze denn 8 Mio akzeptieren würde...) plus das was an Ablöse/Einnahmen aus Götze-Transfer inkl. Nachfolger übrig bleibt. Ich sehe da also eher einen Überschuss von ca. 20 Millionen. Etwaige Vertragsverlängerungen innerhalb dieser Laufzeit mit dem Nachfolger und damit einhergehende Gehaltserhöhungen mal Außen vor gelassen.
Es ging um Opportunitätskosten und nicht darum, was zwangsläufig real an Geldern fließt oder fließen muss. Das ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied, auch wenn ich dabei Vergleiche mit internen und externen Spielern anstelle und aus diesen Opportunitätskosten ein Budget mache. Man leistet sich schließlich nicht nur Gehalt und Handgeld eines Spielers, sondern auch entgangene Einnahmen, durch gebotene Ablösen, die nicht realisiert werden. Wenn man diese Ablösen ablehnt, leistet man sich jedenfalls mehr als die real anfallenden Kosten eines Spielers, weswegen das für mich in der Budgetierung durchaus berücksichtigt gehört.
Dass der BVB ein Preispremium bei den meisten Spielern zahlen muss, ist mittlerweile leider Usus, da hast du Recht. Abgesehen von Spielern mit AK gibt es jedenfalls kaum noch Spieler für den BVB, die man für den Marktwert oder darunter verpflichten kann. Mich würde jedenfalls nicht wundern, dass ein Thuram den BVB locker 5 Mio. mehr gekostet hätte als Gladbach. Umso riskanter eben auch die Deals, wobei der riskanteste Deal immer mit Spielern besteht, bei denen man sich schon sicher sein kann, dass man ihnen zu viel zahlt, ohne Chancen auf Steigerungspotenziale zu haben. An der grundsätzlichen Rechnung ändert das daher nicht so viel ...
Dass ich nur mit dem Best-Case rechne stimmt ansonsten in meinen Augen nicht. Auf der Abgangseite habe ich den Worst-Case genommen, auf der Zugangseite den am oberen Ende geschätzten Marktwert von Spielern, die in meinen Augen potenzielle Alternativen wären - sowohl Wolf als auch Thuram, die ich als Beispiele wählte, dürften jedenfalls eher günstiger als geschätzt sein, wenn man sich Ablösen und Etat deren Mannschaften genauer anschaut. Somit habe ich das Preispremium denke ich schon ausreichend berücksichtigt und denke, dass du den Extra-Worst-Case schaffst.
Äquivalent:
Du siehst hier Wolf oder Thuram als leistungstechnisches Äquivalent zu Götze. Beide kommen aus einer anderen Liga und sind blutjung. Ob diese in der Bundesliga mal direkt so liefern wie Götze in der Rückrunde, steht erstmal absolut in den Sternen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Götze oder Nachfolger nur zweite Wahl bei uns sind. Wenn es drauf ankommt und es um Meisterschaft/Pokal geht und man die Wahl hat einen Götze einwechseln zu können oder einen talentierten Nachwuchskicker, dann sehe ich die Chancen auf sportlichen Erfolg und direkten Impact auf das Spiel in absolut entscheidenden Phasen von Götze deutlich höher an. Siehe Maracana in Minute 113...
Also hätten wir Schürrle als Vorlagengeber niemals gehen lassen dürfen, wenn das der Referenzwert ist ...
Du darfst ruhig skeptisch sein, was Wolf und Thuram anbelangt, aber man sollte eben auch nicht unterschätzen, wie es bereits um interne Alternativen steht, durch die ein Götze potenziell auch schon ersatzlos zu streichen ist. Dementsprechend wäre das Geld wieder an anderen Stellen verfügbar, was in Summe mit ein paar weiteren Spielern dann eben deinen Impactspieler ergibt. Genau das ist Götze für mich jedenfalls nicht ausreichend, um seine Forderungen zu rechtfertigen - ein Leistungsträger, der er gehaltstechnisch sein will, ist er in meinen Augen jedenfalls nicht. Und selbst Guerreiro, der für mich definitiv ein Impactspieler ist, ist nicht unersetzbar, so wie der Kader strukturiert ist, da man sich nunmal für einen Hazard Transfer entschieden hat, der qualitativ auf einem sehr ähnlichen Level ist und noch dazu auch ein ähnliches Stärken-Schwächen-Profil vorweist. Solange jedenfalls in der Startelf Schwächen bestehen, halte ich nicht viel davon, wenn man auf der Bank unnötige Redundanzen hat, die auch noch überproportional viel Geld binden.
Nicht das wir uns falsch verstehen. Götze bindet bei einer Vertragsverlängerung jede Menge finanzielle Mittel für die nächsten Jahre. Man kann natürlich argumentieren, dass dies rausgeworfenes Geld ist und man mit einem jungen Nachfolger plus Ersparnissen jede Menge andere Kicker im Kader finanzieren kann. Nur wenn mand en Anspruch stellt ein europäischer Spitzenverein zu sein und offen das Ziel formuliert deutscher Meister werden zu wollen, dann muss man eben damit leben, dass auch die Spieler 12-18 eine gewisse Qualität aus dem Stand mitbringen. Wenn wir wieder nur auf Talente gehen wollen, machen wir genau das, was wir die letzten Jahre gemacht haben. Ist dann ein Sancho oder Dembele dabei- prima. Die entscheiden auch Spiele. Dabei kriegst du aber auch jede Menge Mors, Isaks oder andere (ohne diesen die Qualität absprechen zu wollen), die eben in entscheidenden Phasen nicht direkt weiterhelfen. Und diese Argumentation bezieht sich jetzt nicht mal nur direkt auf Götze, sondern ebenso auf den Rest des Kaders. Einge Talente sind sicherlich gut und das wird auch immer unser Weg bleiben, hier Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. Für den direkten sportlichen Erfolg, muss man aber eben auch in der zweiten Reihe gestandene Profis haben. Ob diese dann Delaney, Götze oder wie auch immer je nach Position heißen sei mal dahin gestellt.
Wenn man Meister werden will, dann muss meines Erachtens der Fokus auf die ersten 14-16 Spieler legen. Da zählt Götze für mich vielleicht gerade so rein, obwohl er den Anspruch hat weiterhin Top 5 bezahlt zu werden. Das passt für mich nicht, was die Budgetallokation angeht, zumal es ja nicht nur um Götze geht, sondern um jeden teuren Spieler im Kader, der aktuell und potenziell keine Chance hat in diese Top14-16 reinzurutschen. Das sind im Moment eben ein paar Spieler zu viel und damit eben auch nicht wenig gebundenes Budget.
Oder etwas plastischer ausgedrückt: bekommt man für Kaderplatz 11, 15 und 20 einen Spieler, der Kaderplatz 5 in Anspruch nehmen kann oder der Spieler stellt ein fehlendes Komplementärteil im Kader dar, das die Summe der Einzelteile deutlich hervorhebt (Thema Homogenität), muss man das machen. Selbst wenn man es nur versucht und keine Garantien hat. Gerade bei dem Talentpool, den der BVB noch hat, um sowohl in die Top14-16 vorzudringen als auch die Breite über Platz 16 hinaus abzusichern.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 07.08.2019 um 12:07 Uhr bearbeitet
07.08.2019 - 12:14 Uhr
Zitat von BVBBC
Es ging um Opportunitätskosten und nicht darum, was zwangsläufig real an Geldern fließt oder fließen muss. Das ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied, auch wenn ich dabei Vergleiche mit internen und externen Spielern anstelle und aus diesen Opportunitätskosten ein Budget mache. Man leistet sich schließlich nicht nur Gehalt und Handgeld eines Spielers, sondern auch entgangene Einnahmen, durch gebotene Ablösen, die nicht realisiert werden. Wenn man diese Ablösen ablehnt, leistet man sich jedenfalls mehr als die real anfallenden Kosten eines Spielers, weswegen das für mich in der Budgetierung durchaus berücksichtigt gehört.
Dass der BVB ein Preispremium bei den meisten Spielern zahlen muss, ist mittlerweile leider Usus, da hast du Recht. Abgesehen von Spielern mit AK gibt es jedenfalls kaum noch Spieler für den BVB, die man für den Marktwert oder darunter verpflichten kann. Mich würde jedenfalls nicht wundern, dass ein Thuram den BVB locker 5 Mio. mehr gekostet hätte als Gladbach. Umso riskanter eben auch die Deals, wobei der riskanteste Deal immer mit Spielern besteht, bei denen man sich schon sicher sein kann, dass man ihnen zu viel zahlt, ohne Chancen auf Steigerungspotenziale zu haben. An der grundsätzlichen Rechnung ändert das daher nicht so viel ...
Dass ich nur mit dem Best-Case rechne stimmt ansonsten in meinen Augen nicht. Auf der Abgangseite habe ich den Worst-Case genommen, auf der Zugangseite den am oberen Ende geschätzten Marktwert von Spielern, die in meinen Augen potenzielle Alternativen wären - sowohl Wolf als auch Thuram, die ich als Beispiele wählte, dürften jedenfalls eher günstiger als geschätzt sein, wenn man sich Ablösen und Etat deren Mannschaften genauer anschaut. Somit habe ich das Preispremium denke ich schon ausreichend berücksichtigt und denke, dass du den Extra-Worst-Case schaffst.
Äquivalent:
Du siehst hier Wolf oder Thuram als leistungstechnisches Äquivalent zu Götze. Beide kommen aus einer anderen Liga und sind blutjung. Ob diese in der Bundesliga mal direkt so liefern wie Götze in der Rückrunde, steht erstmal absolut in den Sternen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Götze oder Nachfolger nur zweite Wahl bei uns sind. Wenn es drauf ankommt und es um Meisterschaft/Pokal geht und man die Wahl hat einen Götze einwechseln zu können oder einen talentierten Nachwuchskicker, dann sehe ich die Chancen auf sportlichen Erfolg und direkten Impact auf das Spiel in absolut entscheidenden Phasen von Götze deutlich höher an. Siehe Maracana in Minute 113...
Also hätten wir Schürrle als Vorlagengeber niemals gehen lassen dürfen, wenn das der Referenzwert ist ...
Du darfst ruhig skeptisch sein, was Wolf und Thuram anbelangt, aber man sollte eben auch nicht unterschätzen, wie es bereits um interne Alternativen steht, durch die ein Götze potenziell auch schon ersatzlos zu streichen ist. Dementsprechend wäre das Geld wieder an anderen Stellen verfügbar, was in Summe mit ein paar weiteren Spielern dann eben deinen Impactspieler ergibt. Genau das ist Götze für mich jedenfalls nicht ausreichend, um seine Forderungen zu rechtfertigen - ein Leistungsträger, der er gehaltstechnisch sein will, ist er in meinen Augen jedenfalls nicht. Und selbst Guerreiro, der für mich definitiv ein Impactspieler ist, ist nicht unersetzbar, so wie der Kader strukturiert ist, da man sich nunmal für einen Hazard Transfer entschieden hat, der qualitativ auf einem sehr ähnlichen Level ist und noch dazu auch ein ähnliches Stärken-Schwächen-Profil vorweist. Solange jedenfalls in der Startelf Schwächen bestehen, halte ich nicht viel davon, wenn man auf der Bank unnötige Redundanzen hat, die auch noch überproportional viel Geld binden.
Zitat von Silverstar
Schöne, detaillierte Zusammenfassung. Grundsätzlich gebe ich dir da sogar Recht. Allerdings ist mir die Betrachtungsweise etwas zu einseitig. Vor allem hinsichtlich der folgenden Punkte:
Ablösen:
Hier gehst du von einer Ablöse bei Götze von 15-25 Mio aus. Da würde ich noch mitgehen.
Im Anschluss soll ein adäquater Ersatz dann aber für 10-15 Mio zu haben sein. Das würde ich ehrlich gesagt bezweifeln. Wenn man sich mal anschaut, dass wir für Milli oder Diallo auch 20 bzw. 28 Mio bezahlt haben, dürften sich die Einnahmen/Ausgaben hierwohl fast die Waage halten. Meinetwegen erzielt man einen knappen Überschuss, aber meines Erachtens nach keine 10-15 Millionen.
Gehalt:
Auch hier gehst du vom Best-Case aus, dass der Nachfolger dann mit 4 Mio. locker finanziert werden kann. Kann sein, muss aber natürlich nicht. Je nachdem stößt man dann auch in Regionen eines Hazard nach und bezahlt eben um die 5 Mio. Macht dann auf 5 Jahre Vertragslaufzeit immer noch 15 Mio. Ersparnis (wenn Götze denn 8 Mio akzeptieren würde...) plus das was an Ablöse/Einnahmen aus Götze-Transfer inkl. Nachfolger übrig bleibt. Ich sehe da also eher einen Überschuss von ca. 20 Millionen. Etwaige Vertragsverlängerungen innerhalb dieser Laufzeit mit dem Nachfolger und damit einhergehende Gehaltserhöhungen mal Außen vor gelassen.
Zitat von BVBBC
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
@Nic Das Stichwort in den Fällen Götze, Guerreiro und im Grunde auch Toprak sind die Opportunitätskosten.
Mal am Beispiel Götze 3 Szenarien:
1. Götze geht: man nimmt vielleicht noch 15-25 Mio. an Ablöse mit und spart für dieses Jahr bereits 10 Mio. Gehalt. In der Liga gibt es meines Erachtens eine Reihe an Spielern, die mit 10-15 Mio. Ablöse und maximal 4 Mio. Gehalt ein leistungstechnisches Äquivalent zu Götze darstellen (Wolf bei RB, Thuram bei Gladbach, ...) - mit Potenzial nach oben. Macht bei 5 Jahren Vertrag also ein Paket von 6-7 Mio. p.a. bzw. 30-35 Mio. für 5 Jahre. Abgesehen von den Kaufnebenkosten würde ein Verkauf von Götze also im Idealfall schon den Nachfolger komplett durchfinanzieren, obwohl er nur noch ein Jahr Vertrag hat und nicht die höchsten Ablösen zu erwarten sind. Im Kern spart man aber sogar die komplette Verlängerung, sodass man mindestens weitere 4x8 Mio. spart - also 32 Mio. -, sodass im Grunde sogar die Nebenkosten gedeckt sind und noch etwas übrig bleibt, was für Querinvestitionen übrig bleibt. Mal ganz abgesehen von potenziellen intern bereits vorhandenen Lösungen, mit Hazard (als 9,5 - laut Zorc auch mitunter so eingeplant), Brandt und Gomez (auf Götzes restlichen Positionen), sodass ein Nachfolger nur bedingt nötig ist - eben in dem Fall, dass ein gänzlich anderer Spielertyp her soll. Ein Götze Verkauf würde also enorme Mittel freisetzen, um vorrangig in andere Positionen zu investieren. Es ginge selbst im Worst Case wohl um ein Budget von über 55 Mio. in den nächsten 5 Jahren. Deswegen muss meines Erachtens auch eine klare Antwort her, ob Götze diese 55 Mio. wert ist oder ob man im Erwartungswert für dieses Geld bessere Alternativen bekommt (oder schon hat), was dann auch Entscheidungskriterium sein muss. Selbst geringe Ablösen, bei hohen Gehältern, haben schließlich einen nicht zu unterschätzenden Effekt.
2. Götze geht nicht, verlängert aber auch nicht: in dem Fall wird nur das gesparte Gehalt der Verlängerung frei. Also mindestens 32 Mio. für 4 Jahre. Selbst von diesem Budget finanziert die Konkurrenz in der Liga aber folglich Spieler, die in meinen Augen ein leistungstechnisches Äquivalent darstellen. Und zwar komplett.
3.1. Götze verlängert zum Marktwert: er darf nicht mehr kosten als ein leistungstechnisches Äquivalent und müsste in meinen Augen daher auf mehr Geld verzichten als aktuell angeboten.
3.2. Götze verlängert oberhalb seines Marktwerts: logischerweise nicht lohnenswert, da dann selbst 2. attraktiver ist und 1. sowieso.
3.3. Götze verlängert unterhalb seines Marktwerts: kann man quasi ausschließen, da das allgemein extrem selten bei Spielern passiert, die sich schon im Profibereich etabliert haben!
Schöne, detaillierte Zusammenfassung. Grundsätzlich gebe ich dir da sogar Recht. Allerdings ist mir die Betrachtungsweise etwas zu einseitig. Vor allem hinsichtlich der folgenden Punkte:
Ablösen:
Hier gehst du von einer Ablöse bei Götze von 15-25 Mio aus. Da würde ich noch mitgehen.
Im Anschluss soll ein adäquater Ersatz dann aber für 10-15 Mio zu haben sein. Das würde ich ehrlich gesagt bezweifeln. Wenn man sich mal anschaut, dass wir für Milli oder Diallo auch 20 bzw. 28 Mio bezahlt haben, dürften sich die Einnahmen/Ausgaben hierwohl fast die Waage halten. Meinetwegen erzielt man einen knappen Überschuss, aber meines Erachtens nach keine 10-15 Millionen.
Gehalt:
Auch hier gehst du vom Best-Case aus, dass der Nachfolger dann mit 4 Mio. locker finanziert werden kann. Kann sein, muss aber natürlich nicht. Je nachdem stößt man dann auch in Regionen eines Hazard nach und bezahlt eben um die 5 Mio. Macht dann auf 5 Jahre Vertragslaufzeit immer noch 15 Mio. Ersparnis (wenn Götze denn 8 Mio akzeptieren würde...) plus das was an Ablöse/Einnahmen aus Götze-Transfer inkl. Nachfolger übrig bleibt. Ich sehe da also eher einen Überschuss von ca. 20 Millionen. Etwaige Vertragsverlängerungen innerhalb dieser Laufzeit mit dem Nachfolger und damit einhergehende Gehaltserhöhungen mal Außen vor gelassen.
Es ging um Opportunitätskosten und nicht darum, was zwangsläufig real an Geldern fließt oder fließen muss. Das ist ein kleiner, aber entscheidender Unterschied, auch wenn ich dabei Vergleiche mit internen und externen Spielern anstelle und aus diesen Opportunitätskosten ein Budget mache. Man leistet sich schließlich nicht nur Gehalt und Handgeld eines Spielers, sondern auch entgangene Einnahmen, durch gebotene Ablösen, die nicht realisiert werden. Wenn man diese Ablösen ablehnt, leistet man sich jedenfalls mehr als die real anfallenden Kosten eines Spielers, weswegen das für mich in der Budgetierung durchaus berücksichtigt gehört.
Dass der BVB ein Preispremium bei den meisten Spielern zahlen muss, ist mittlerweile leider Usus, da hast du Recht. Abgesehen von Spielern mit AK gibt es jedenfalls kaum noch Spieler für den BVB, die man für den Marktwert oder darunter verpflichten kann. Mich würde jedenfalls nicht wundern, dass ein Thuram den BVB locker 5 Mio. mehr gekostet hätte als Gladbach. Umso riskanter eben auch die Deals, wobei der riskanteste Deal immer mit Spielern besteht, bei denen man sich schon sicher sein kann, dass man ihnen zu viel zahlt, ohne Chancen auf Steigerungspotenziale zu haben. An der grundsätzlichen Rechnung ändert das daher nicht so viel ...
Dass ich nur mit dem Best-Case rechne stimmt ansonsten in meinen Augen nicht. Auf der Abgangseite habe ich den Worst-Case genommen, auf der Zugangseite den am oberen Ende geschätzten Marktwert von Spielern, die in meinen Augen potenzielle Alternativen wären - sowohl Wolf als auch Thuram, die ich als Beispiele wählte, dürften jedenfalls eher günstiger als geschätzt sein, wenn man sich Ablösen und Etat deren Mannschaften genauer anschaut. Somit habe ich das Preispremium denke ich schon ausreichend berücksichtigt und denke, dass du den Extra-Worst-Case schaffst.
Äquivalent:
Du siehst hier Wolf oder Thuram als leistungstechnisches Äquivalent zu Götze. Beide kommen aus einer anderen Liga und sind blutjung. Ob diese in der Bundesliga mal direkt so liefern wie Götze in der Rückrunde, steht erstmal absolut in den Sternen. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Götze oder Nachfolger nur zweite Wahl bei uns sind. Wenn es drauf ankommt und es um Meisterschaft/Pokal geht und man die Wahl hat einen Götze einwechseln zu können oder einen talentierten Nachwuchskicker, dann sehe ich die Chancen auf sportlichen Erfolg und direkten Impact auf das Spiel in absolut entscheidenden Phasen von Götze deutlich höher an. Siehe Maracana in Minute 113...
Also hätten wir Schürrle als Vorlagengeber niemals gehen lassen dürfen, wenn das der Referenzwert ist ...
Du darfst ruhig skeptisch sein, was Wolf und Thuram anbelangt, aber man sollte eben auch nicht unterschätzen, wie es bereits um interne Alternativen steht, durch die ein Götze potenziell auch schon ersatzlos zu streichen ist. Dementsprechend wäre das Geld wieder an anderen Stellen verfügbar, was in Summe mit ein paar weiteren Spielern dann eben deinen Impactspieler ergibt. Genau das ist Götze für mich jedenfalls nicht ausreichend, um seine Forderungen zu rechtfertigen - ein Leistungsträger, der er gehaltstechnisch sein will, ist er in meinen Augen jedenfalls nicht. Und selbst Guerreiro, der für mich definitiv ein Impactspieler ist, ist nicht unersetzbar, so wie der Kader strukturiert ist, da man sich nunmal für einen Hazard Transfer entschieden hat, der qualitativ auf einem sehr ähnlichen Level ist und noch dazu auch ein ähnliches Stärken-Schwächen-Profil vorweist. Solange jedenfalls in der Startelf Schwächen bestehen, halte ich nicht viel davon, wenn man auf der Bank unnötige Redundanzen hat, die auch noch überproportional viel Geld binden.
Maracana war einfach nur ein intzuitives Beispiel um aufzuzeigen, dass ich jemandem wie Götze eben in entscheidenden Situationen mehr zutraue als einem weiteren, neuen Talent.
Bei den internen Alternativen bin ich da noch deutlich skeptischer. Unser Angriff bestand letztes Jahr nominell aus Alcacer und Götze. Der eine klassischer Stürmer, der andere hat ebenfalls mehrfach nachgewiesen, dass er die Position in einem 1-Mann Sturm ebenfalls gut spielen kann. Was wären denn die erprobten internen Alternativen? Bruun-Larsen, der mal in einem Testspiel vorne aufgeboten wurde? Oder Hazard, der meines Wissens nach, ebenfalss außer in Testspielen, noch nie als einzige Sturmspitze gespielt hat. Sollte man Götze also abgeben, sehe ich zwingend Bedarf an einem weiteren Stürmer. Hier hat dann natürlich die Diskussion ihre Daseinsberechtigung, ob das nicht sogar das günstigere und sinnvollere Szenario wäre, da das offensive Mittelfeld bereits mit genug Alternativen zu Götze bestückt ist.
Zitat von Silverstar
Nicht das wir uns falsch verstehen. Götze bindet bei einer Vertragsverlängerung jede Menge finanzielle Mittel für die nächsten Jahre. Man kann natürlich argumentieren, dass dies rausgeworfenes Geld ist und man mit einem jungen Nachfolger plus Ersparnissen jede Menge andere Kicker im Kader finanzieren kann. Nur wenn mand en Anspruch stellt ein europäischer Spitzenverein zu sein und offen das Ziel formuliert deutscher Meister werden zu wollen, dann muss man eben damit leben, dass auch die Spieler 12-18 eine gewisse Qualität aus dem Stand mitbringen. Wenn wir wieder nur auf Talente gehen wollen, machen wir genau das, was wir die letzten Jahre gemacht haben. Ist dann ein Sancho oder Dembele dabei- prima. Die entscheiden auch Spiele. Dabei kriegst du aber auch jede Menge Mors, Isaks oder andere (ohne diesen die Qualität absprechen zu wollen), die eben in entscheidenden Phasen nicht direkt weiterhelfen. Und diese Argumentation bezieht sich jetzt nicht mal nur direkt auf Götze, sondern ebenso auf den Rest des Kaders. Einge Talente sind sicherlich gut und das wird auch immer unser Weg bleiben, hier Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. Für den direkten sportlichen Erfolg, muss man aber eben auch in der zweiten Reihe gestandene Profis haben. Ob diese dann Delaney, Götze oder wie auch immer je nach Position heißen sei mal dahin gestellt.
Wenn man Meister werden will, dann muss meines Erachtens der Fokus auf die ersten 14-16 Spieler legen. Da zählt Götze für mich vielleicht gerade so rein, obwohl er den Anspruch hat weiterhin Top 5 bezahlt zu werden. Das passt für mich nicht, was die Budgetallokation angeht, zumal es ja nicht nur um Götze geht, sondern um jeden teuren Spieler im Kader, der aktuell und potenziell keine Chance hat in diese Top14-16 reinzurutschen. Das sind im Moment eben ein paar Spieler zu viel und damit eben auch nicht wenig gebundenes Budget.
Oder etwas plastischer ausgedrückt: bekommt man für Kaderplatz 11, 15 und 20 einen Spieler, der Kaderplatz 5 in Anspruch nehmen kann oder der Spieler stellt ein fehlendes Komplementärteil im Kader dar, das die Summe der Einzelteile deutlich hervorhebt (Thema Homogenität), muss man das machen. Gerade bei dem Talentpool, den der BVB noch hat, um sowohl in die Top14-16 vorzudringen als auch die Breite über Platz 16 hinaus abzusichern.
Nicht das wir uns falsch verstehen. Götze bindet bei einer Vertragsverlängerung jede Menge finanzielle Mittel für die nächsten Jahre. Man kann natürlich argumentieren, dass dies rausgeworfenes Geld ist und man mit einem jungen Nachfolger plus Ersparnissen jede Menge andere Kicker im Kader finanzieren kann. Nur wenn mand en Anspruch stellt ein europäischer Spitzenverein zu sein und offen das Ziel formuliert deutscher Meister werden zu wollen, dann muss man eben damit leben, dass auch die Spieler 12-18 eine gewisse Qualität aus dem Stand mitbringen. Wenn wir wieder nur auf Talente gehen wollen, machen wir genau das, was wir die letzten Jahre gemacht haben. Ist dann ein Sancho oder Dembele dabei- prima. Die entscheiden auch Spiele. Dabei kriegst du aber auch jede Menge Mors, Isaks oder andere (ohne diesen die Qualität absprechen zu wollen), die eben in entscheidenden Phasen nicht direkt weiterhelfen. Und diese Argumentation bezieht sich jetzt nicht mal nur direkt auf Götze, sondern ebenso auf den Rest des Kaders. Einge Talente sind sicherlich gut und das wird auch immer unser Weg bleiben, hier Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. Für den direkten sportlichen Erfolg, muss man aber eben auch in der zweiten Reihe gestandene Profis haben. Ob diese dann Delaney, Götze oder wie auch immer je nach Position heißen sei mal dahin gestellt.
Wenn man Meister werden will, dann muss meines Erachtens der Fokus auf die ersten 14-16 Spieler legen. Da zählt Götze für mich vielleicht gerade so rein, obwohl er den Anspruch hat weiterhin Top 5 bezahlt zu werden. Das passt für mich nicht, was die Budgetallokation angeht, zumal es ja nicht nur um Götze geht, sondern um jeden teuren Spieler im Kader, der aktuell und potenziell keine Chance hat in diese Top14-16 reinzurutschen. Das sind im Moment eben ein paar Spieler zu viel und damit eben auch nicht wenig gebundenes Budget.
Oder etwas plastischer ausgedrückt: bekommt man für Kaderplatz 11, 15 und 20 einen Spieler, der Kaderplatz 5 in Anspruch nehmen kann oder der Spieler stellt ein fehlendes Komplementärteil im Kader dar, das die Summe der Einzelteile deutlich hervorhebt (Thema Homogenität), muss man das machen. Gerade bei dem Talentpool, den der BVB noch hat, um sowohl in die Top14-16 vorzudringen als auch die Breite über Platz 16 hinaus abzusichern.
Wenn man von der Konstellation letztes Jahr ausgeht, war das ja ein reines Job-Sharing zwischen Götze und Alcacer. Ob das jetzt der Fitness Alcacers geschuldet war oder Favre einfach gegen manche Gegner mehr auf Götze steht, wird man im Verlaufe der Saison sehen (sofern Götze denn bleiben sollte). Von daher hätten wir im Gegensatz zu den Bayern den Luxus zwei Stürmer zu haben, welche theorethisch beide den Anspruch hätten Nr. 1 zu sein. Oder um das mal in Relation zu anderen Top-Teams zu setzen: Verdient Götze 8 Mio und Alcacer 7 Mio., ist das in Summe immer noch weniger als Lewandowski alleine bei den Bayern (kolpotierte 16 Mio) verdient. Und meiner Meinung nach kann genau das dann in den entscheidenden Situationen eben auch mal den Ausschlag geben. Kann ich Götze einwechseln, weil Alcacer eben in einem Spiel keinen Impact bringt oder muss ich jetzt Bruun-Larsen oder Hazard auf eine völlig fremde Position schieben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Silverstar am 07.08.2019 um 12:16 Uhr bearbeitet
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