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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#11171
02.06.2018 - 17:48 Uhr
Zitat von BVBBC


Dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht passt, stimmt natürlich, allerdings ist ja auch darin schon teilweise begründet, warum dieser Sommer alles andere als einfach wird. Denn schließlich sucht jeder Verein Spieler, bei denen Preis-Leistung in einem extrem guten Verhältnis stehen. Davon hat der BVB - auch angesichts der Quantität - nicht allzu viele im Angebot, weil die Spielertypen schlecht aufeinander abgestimmt wurden - das betrifft in meinen Augen nicht nur pauschal Götze und Schürrle, sondern ist viel tiefgreifender und genau deshalb fehlt mir bislang der Glaube, dass das entscheidend besser wird, geschweige denn richtig gut - weswegen man nachhelfen muss, beim Thema, das man unmittelbar beeinflussen kann: dem Preis!

Das wird wieder Spielraum kosten und trotzdem lange genug benötigen. Die Grundvoraussetzungen waren 2016 jedenfalls nicht so schlecht, um was Gutes aus der Situation zu machen, zumal man - abgesehen vom Vorgehen bei Miki - früh wusste, dass die Spieler gehen werden und dementsprechend auch, was sie ungefähr bringen werden. Das hat aber nicht so recht geklappt und 2017 nochmal potenziert, durch all die Probleme, die sich vor allem im zweiten Halbjahr der abgelaufenen Saison ergaben. Deswegen sind die Probleme heute ja auch nochmal wesentlich größer als letzten Sommer.

Daran ändern auch tolle Transfers, wie Dahoud, Philipp, Sancho, Akanji, Gomez oder auch Hitz nicht so wahnsinnig viel, weil die Probleme mittlerweile so tiefgreifend sind, dass sie eigentlich jeden Mannschaftsteil umfassen. In der Abwehr altern die AV und insbesondere auf RV fehlt der langfristige Nachfolger für Piszczek. Das Zentrum ist vollkommen dysfunktional und könnte komplett ausgetauscht werden. Im Angriff ist man qualitativ nach wie vor sehr gut aufgestellt, aber die Abschlussspieler haben deutlich Überzahl, obwohl der MS fehlt. Dazu kommen quantitative Probleme, wonach der Kader dringend auf Doppelbesetzung + 3-4 Talente reduziert werden muss. Ansonsten sehe ich auch das Problem Teambuildung aussichtslos, da es entweder sichtbare (obwohl selbstverschuldete) Unzufriedenheit oder kein ausreichend hohes Maß an Wettbewerb geben wird.

Es gibt verdammt viel zu tun und es ist in meinen Augen fast aussichtslos, dass alles gelingen wird. Daher fällt mir Optimismus so schwer ...


Ok also ich denke wir haben vielleicht eine andere Anspruchsgrundlage, glaube du argumentierst mehr am Optimum, mir selbst würden weniger Anpassungen ausreichen.

Finde es auch sehr problematisch im aktuellen Marktumfeld, einen Umbruch schon über 2 Jahre zu planen. Es gibt so viele externe Faktoren, die einen quasi jede Saison zu einem Totalumbruch zwingen können. Von daher begrenze ich meine Erwartungen einfach auf das Machbare in einer Transferperiode.

Eine Reduktion des Gesamtkaders auf die von dir genannte Größe finde ich ebenfalls sehr wichtig, nach der Favre-Verpflichtung wäre das für mich die wichtigste Maßnahme. Damit einhergehend dürfte auch die Konsolidierung Personalkosten sein, sofern man jetzt mal den Fall aussen vor lässt, wo wir wirklich nur Geringverdiener abgeben.

Des weiteren eine Stärkung der zentrale mit einem dynamischen, physisch und fussballerisch brauchbaren Spieler (nicht Delaney) sowie wenn möglich einem mitspielenderem Stürmer als es Auba oder Bats waren (gerade wegen der massiven Abschlussstärke unserer OA's Reus, Philip, Pulisic, Yarmo etc.).

Und falls Sokratis uns verlässt, wäre es schön ihn mit einem spielstärkereren Mann zu ersetzen.


Viel mehr ist denke ich nicht drin, wobei du dann natürlich Recht hast, dass wir nicht alle Baustellen schließen können.
BVB - Transferpolitik |#11172
02.06.2018 - 18:26 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von BVBBC

Es kommen daher eine Menge Faktoren zusammen, durch die diese Transferperiode extrem kompiziert ist, zumal weitere Fehler in meinen Augen allzu schnell kritisch werden können. Watzke wird schon gewusst haben, warum er davon sprach, dass der Umbruch nicht nur einen Sommer dauern kann. Die große Preisfrage ist nur: hat man noch so viel Zeit, nach all den (gescheiterten) Umbrüchen der letzten Jahre?



Es könnte kompliziert werden, allerdings hat man es in einem Transfersommer (2016) geschafft den Kader sehr zu verunstalten, wieso sollte man es daher nicht in einem Transfersommer schaffen, die größten Schäden wieder zu beheben?


Optimistisch stimmt mich hier insbesondere, dass im Verein wieder alle an einem Strang ziehen und es in eine gemeinsame Richtung geht. Das wurde auch schon letzte Saison deutlich, als man m.E. eine ganze Reihe von Transfers hinbekommen hat, die uns noch nachhaltig Freude bereiten werden (Sancho, Philipp, Akanji, ggf. auch Toprak, Dahoud, Gomez und Yarmolenko).


Auf das sportliche möchte ich hier auch gar nicht weiter eingehen, rein von der wirtschaftlichen Seite her kann man die Schieflage im Kader m.E. in diesem Sommer weitgehend beheben. Das schlechte Abschneiden ist hauptsächlich in den nicht erfolgreichen Top-Transfers Schürrle und Götze zu suchen.

Ohne jetzt die Gründe zu beleuchten, kann man feststellen, dass 2 unserer 3 Topverdiener (der andere ist Reus, bis zum Winter auch noch Auba) keine überzeugenden Leistungen geliefert haben. Das viel genannte Preis-Leistungsverhältnis passt überhaupt nicht. Es ist schon bezeichnend, wenn letzten Endes Leute wie Philip, Sancho, Pulisic oder andere Spieler aus dem Niedriglohnsektor die Kohlen aus dem Feuer holen sollen, während Gehaltskrösus 1 auf der Bank udn Gehaltskrösus 2 auf der Tribüne sitzt. Die Folgen auch für die Mannschaft als soziale Gruppe sind hier nicht mal eingespeist, dürften allerdings fatal sein.

Um den Bogen zu schließen, ja man kann den Umbruch zumindest in wirtschaftlicher Sicht auf den Kader in diesem Sommer hinbekommen, und zwar in einer Totalrevision des Transfersommers 2016.


Dem kann ich mich anschließen.

Erwähnen möchte ich allerdings, dass Auba bei uns kein Top-Verdiener war. Götze und Schürrle haben wesentlich mehr verdient als er. Wir haben es im Wesentlichen dem Niedriglohnempfänger Dembele zu verdanken, dass wir sportlich und finanziell noch relativ gut dastehen.

Vom Transfersommer 2016 sind uns noch drei Spieler übriggeblieben. Götze, Schürrle und Rode. Alle anderen waren keine Transferflops. Wir konnten sie zumindest wieder gut verkaufen. Leider wollte uns auch Bartra verlassen.

Besonders erwähnen möchte ich Merino. Der war noch sehr jung. Bei Newcastle United hat er sich in seiner ersten Profi-Saison in der PL durchgeboxt. Jetzt will er den ganzen Sommer nutzen, sich auf die neue Saison vorzubereiten, um dann besser zu sein, als in der letzten. Wenn unsere zwei Weltmeister aus dem Urlaub zurückkommen, möchte ich nicht wissen, in welchem Trainingszustand sie sich dann wieder befinden.

Was ich damit sagen will. Es gibt Spieler, die nur ihre Weiterentwicklung im Kopf haben und solche, die überbezahlt und relativ satt nur noch an ihren Status denken. Beides passt in einem Kader nicht wirklich gut zusammen. Wenn es da intern kracht, wundert mich das nicht.
BVB - Transferpolitik |#11173
02.06.2018 - 18:45 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Zitat von Muschelschrubber12

Momentan ist es echt amüsant hier in den Threads mit zu lesen. Die einen regen sich auf über das Gehalt von Wolf, anderen ist der Tranfer suspekt, wieder andere finden es gut.
Bei Delaney ist es ebenso zwiespältig.


Du findest Meinungsvielfalt amüsant? Ich dachte, das sollte der Normalfall in einer demokratischen Gesellschaft sein, die kritisches Denken fördert.
Ich wette, dass in der goldenen BVB-Ära auch einige die Transfers von Sammer, Kohler, Möller etc. kritisch sahen und andere diese bejubelten.

Zitat von Muschelschrubber12

Ich finde bis der Kader noch nicht final ist, sollte man sich mit Kritik aber auch Lob zurück halten. Alles kann einen Sinn ergeben, oder eben weniger. Zuviel hängt davon ab wie man in den kommenden Wochen alles justiert.


Man sollte sich mit finaler Kritik zurückhalten. Aber warum sollte man kein Zwischenfazit ziehen??
Ich finde es erstaunlich, wie schnell gerade alles geht. Wir starteten sehr langsam (sprich: gar nicht) in die Transferperiode und bis zur Verkündung der ersten Personalie (Hitz) verging eine gefühlte Ewigkeit.
Jetzt überschlägt sich alles (Hitz, Wolf, 2 Talente, Delaney/Diallo/Pavard-Gerüchte). Das ist genug Material, um schon mal ein Zwischenfazit zu ziehen.


Wenn du bei 2 bestätigten transfers ohne jeglichen abgang meinst ein zwischenfazit ziehen zu können, ist es genau das was ich meinte. Nämlich grober Unfug augen-zuhalten

•     •     •

"Wir treten nicht mit vollen Hosen an. Ich habe extra noch mal nachgeschaut."(Jürgen Klopp )

"Das interessiert mich wie eine geplatzte Currywurst im ostfriesischen Wattenmeer."(Dieter Eilts)

"Das Spielfeld war zu lang für Doppelpässe."(Berti Vogts)

"Ich habe in einem Jahr 16 Monate durchgespielt."(Franz Beckenbauer)

"Ein Lothar Matthäus lässt sich nicht von seinem Körper besiegen, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal."(Lothar Matthäus)
BVB - Transferpolitik |#11174
02.06.2018 - 18:45 Uhr
Bayern bekommt bessere Bundesliga Spieler für quasi umsonst und wir sollen jetzt 60 Mio für Diallo und Delaney zahlen oder was...

Ich mag beide Spieler, aber diese Summen schmerzen schon extrem. Sind auch nicht gerechtfertigt mMn. Das sind Spieler von Bremen und Mainz und auch keine zukünftigen Topstars..

Vor allem, um Ruhe in den Kader bzw ganzen Verein zu bekommen, würde ich darauf verzichten diese Spieler zu holen
BVB - Transferpolitik |#11175
02.06.2018 - 19:00 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Bayern bekommt bessere Bundesliga Spieler für quasi umsonst und wir sollen jetzt 60 Mio für Diallo und Delaney zahlen oder was...

Ich mag beide Spieler, aber diese Summen schmerzen schon extrem. Sind auch nicht gerechtfertigt mMn. Das sind Spieler von Bremen und Mainz und auch keine zukünftigen Topstars..

Vor allem, um Ruhe in den Kader bzw ganzen Verein zu bekommen, würde ich darauf verzichten diese Spieler zu holen



Die gehandelten Ablösesummen für Diallo oder Delaney dürften aber nicht an das Handgeld eines Goretzka herankommen.


So wie die Ablösesumme runter geht oder durch Vertragsablauf ganz wegfällt, steigt das Handgeld für den Spieler. Unterm Strich gibt man als aufnehmender Verein nicht mehr und nicht weniger aus.
BVB - Transferpolitik |#11176
02.06.2018 - 19:01 Uhr
Zitat von Muschelschrubber12
Zitat von Fibonacci1123

Zitat von Muschelschrubber12

Momentan ist es echt amüsant hier in den Threads mit zu lesen. Die einen regen sich auf über das Gehalt von Wolf, anderen ist der Tranfer suspekt, wieder andere finden es gut.
Bei Delaney ist es ebenso zwiespältig.


Du findest Meinungsvielfalt amüsant? Ich dachte, das sollte der Normalfall in einer demokratischen Gesellschaft sein, die kritisches Denken fördert.
Ich wette, dass in der goldenen BVB-Ära auch einige die Transfers von Sammer, Kohler, Möller etc. kritisch sahen und andere diese bejubelten.

Zitat von Muschelschrubber12

Ich finde bis der Kader noch nicht final ist, sollte man sich mit Kritik aber auch Lob zurück halten. Alles kann einen Sinn ergeben, oder eben weniger. Zuviel hängt davon ab wie man in den kommenden Wochen alles justiert.


Man sollte sich mit finaler Kritik zurückhalten. Aber warum sollte man kein Zwischenfazit ziehen??
Ich finde es erstaunlich, wie schnell gerade alles geht. Wir starteten sehr langsam (sprich: gar nicht) in die Transferperiode und bis zur Verkündung der ersten Personalie (Hitz) verging eine gefühlte Ewigkeit.
Jetzt überschlägt sich alles (Hitz, Wolf, 2 Talente, Delaney/Diallo/Pavard-Gerüchte). Das ist genug Material, um schon mal ein Zwischenfazit zu ziehen.


Wenn du bei 2 bestätigten transfers ohne jeglichen abgang meinst ein zwischenfazit ziehen zu können, ist es genau das was ich meinte. Nämlich grober Unfug augen-zuhalten


2 fixe Transfers, 2 wohl fixe Talente und 3 konkrete Gerüchte. Das ist für diesen Zeitpunkt mehr als die meisten Clubs vorzuweisen haben.
Aber wir können natürlich auch einfach diesen Thread für die nächsten Wochen dicht machen, bis es dem Herrn pläsiert. Du musst ja nicht mitdiskutieren, wenn du aussagen zur Transferpolitik als unsinnig erachtest. Allein, was machst du dann in diesem Thread zu diesem Zeitpunkt?
BVB - Transferpolitik |#11177
02.06.2018 - 19:02 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Bayern bekommt bessere Bundesliga Spieler für quasi umsonst und wir sollen jetzt 60 Mio für Diallo und Delaney zahlen oder was...

Ich mag beide Spieler, aber diese Summen schmerzen schon extrem. Sind auch nicht gerechtfertigt mMn. Das sind Spieler von Bremen und Mainz und auch keine zukünftigen Topstars..

Vor allem, um Ruhe in den Kader bzw ganzen Verein zu bekommen, würde ich darauf verzichten diese Spieler zu holen


Glaubst du ernsthaft Mainz und Bremen sind die einzigen Mannschaften die unmoralische Ablösen aufrufen werden? Die komplette Fußballwelt hat mitbekommen was wir in den letzten Jahren so durch Transfers eingenommen haben.

Dadurch finde ich es auch völlig legitim das die meisten so viel fordern. Wir sind da doch genauso, wenn die Top- Mannschaften Europas bei uns anklopfen und einen Spieler wollen.

Bayern macht es halt oft sehr klug mit ihren Transfers. Die kaufen meist Spieler in der Buli die entweder ein Jahr Restvertrag haben, Ablösefrei sind oder AKs besitzen, da gibt es ein so hin und her nicht wie mit Bremen und Mainz, dass wir aktuell miterleben dürfen.

•     •     •


BVB - Transferpolitik |#11178
02.06.2018 - 19:02 Uhr
Zitat von bavarianhunt
Zitat von Nic

Zitat von BVBBC

Es kommen daher eine Menge Faktoren zusammen, durch die diese Transferperiode extrem kompiziert ist, zumal weitere Fehler in meinen Augen allzu schnell kritisch werden können. Watzke wird schon gewusst haben, warum er davon sprach, dass der Umbruch nicht nur einen Sommer dauern kann. Die große Preisfrage ist nur: hat man noch so viel Zeit, nach all den (gescheiterten) Umbrüchen der letzten Jahre?



Es könnte kompliziert werden, allerdings hat man es in einem Transfersommer (2016) geschafft den Kader sehr zu verunstalten, wieso sollte man es daher nicht in einem Transfersommer schaffen, die größten Schäden wieder zu beheben?


Optimistisch stimmt mich hier insbesondere, dass im Verein wieder alle an einem Strang ziehen und es in eine gemeinsame Richtung geht. Das wurde auch schon letzte Saison deutlich, als man m.E. eine ganze Reihe von Transfers hinbekommen hat, die uns noch nachhaltig Freude bereiten werden (Sancho, Philipp, Akanji, ggf. auch Toprak, Dahoud, Gomez und Yarmolenko).


Auf das sportliche möchte ich hier auch gar nicht weiter eingehen, rein von der wirtschaftlichen Seite her kann man die Schieflage im Kader m.E. in diesem Sommer weitgehend beheben. Das schlechte Abschneiden ist hauptsächlich in den nicht erfolgreichen Top-Transfers Schürrle und Götze zu suchen.

Ohne jetzt die Gründe zu beleuchten, kann man feststellen, dass 2 unserer 3 Topverdiener (der andere ist Reus, bis zum Winter auch noch Auba) keine überzeugenden Leistungen geliefert haben. Das viel genannte Preis-Leistungsverhältnis passt überhaupt nicht. Es ist schon bezeichnend, wenn letzten Endes Leute wie Philip, Sancho, Pulisic oder andere Spieler aus dem Niedriglohnsektor die Kohlen aus dem Feuer holen sollen, während Gehaltskrösus 1 auf der Bank udn Gehaltskrösus 2 auf der Tribüne sitzt. Die Folgen auch für die Mannschaft als soziale Gruppe sind hier nicht mal eingespeist, dürften allerdings fatal sein.

Um den Bogen zu schließen, ja man kann den Umbruch zumindest in wirtschaftlicher Sicht auf den Kader in diesem Sommer hinbekommen, und zwar in einer Totalrevision des Transfersommers 2016.


Dem kann ich mich anschließen.

Erwähnen möchte ich allerdings, dass Auba bei uns kein Top-Verdiener war. Götze und Schürrle haben wesentlich mehr verdient als er. Wir haben es im Wesentlichen dem Niedriglohnempfänger Dembele zu verdanken, dass wir sportlich und finanziell noch relativ gut dastehen.

Vom Transfersommer 2016 sind uns noch drei Spieler übriggeblieben. Götze, Schürrle und Rode. Alle anderen waren keine Transferflops. Wir konnten sie zumindest wieder gut verkaufen. Leider wollte uns auch Bartra verlassen.

Besonders erwähnen möchte ich Merino. Der war noch sehr jung. Bei Newcastle United hat er sich in seiner ersten Profi-Saison in der PL durchgeboxt. Jetzt will er den ganzen Sommer nutzen, sich auf die neue Saison vorzubereiten, um dann besser zu sein, als in der letzten. Wenn unsere zwei Weltmeister aus dem Urlaub zurückkommen, möchte ich nicht wissen, in welchem Trainingszustand sie sich dann wieder befinden.

Was ich damit sagen will. Es gibt Spieler, die nur ihre Weiterentwicklung im Kopf haben und solche, die überbezahlt und relativ satt nur noch an ihren Status denken. Beides passt in einem Kader nicht wirklich gut zusammen. Wenn es da intern kracht, wundert mich das nicht.


guerreiro ist auch noch da
BVB - Transferpolitik |#11179
02.06.2018 - 19:06 Uhr
Zitat von Nic


Die nicht kompatible Zusammenstellung des Kaders nahm ihren großen Ursprung in 2016. Es wurden Spieler(typen) verpflichtet, für die bis heute keine Verwendung besteht und die in Summe zu einer recht deutlichen Unterlegenheit des Kaders in den Bereichen Dynamik sowie Physis geführt hat.

Verunstaltet in der Form, dass man nicht in eine Richtung gegangen ist, es gab Tuchel Transfers, es gab Transfers aus dem Lager Zorc/Mislintat. Dabei wurden auch noch größere interne Reibereien erzeugt, dadurch dass man teilweise im Verein kurzfristige und gleichzeitig langfristige sportliche Ziele verfolgte.


Ein ist mit Sicherheit Unsinn. Es gibt keine Zorc und/oder Tuchel-Transfers. Es haben immer alle ihren Segen dazugegeben. Klar, dass Watzke gerne was anderes andeutet (jetzt). Aber es ist einfach Quatsch. Genauso wie unter Klopp haben sich die Verantwortlichen zusammengesetzt und diskutiert. Das es dabei auch mal sehr laut geworden sein soll, ist doch auch überliefert. Das ist ja auch deren Job.

Welche Spielertypen wurden denn verpflichtet, die nicht passen? Das es eine deutliche Unterlegenheit im Bereich Dynamik und Physis gegeben hat, ist auch auch Nonsens. Dann hätten wir niemals Platz 3 erreicht, den Pokal gewonnen und eben auch das CL VF erreicht. Dabei Sporting und Benfika klar hinter sich gelassen und gegen Real zweimal unentscheiden gespielt. Bleibt doch trotz allem Frustes mal sachlich. Sportlich war die Saison mega erfolgreich und dass wäre mit solchen Mängeln, wie Du sie unterstellst nicht möglich.

Und dann kommt ja gerne - aber es gab so viele schlechte Spiele und wir hatten nur Glück. Nein, man hat nicht nicht Glück. Viele der Kritiker wollen doch die Bayern jagen. Dann werdet doch erst mal wie deren Fans. Mia san mia. Glück muss man sich erarbeiten. Und den Sieg gegen die Bayern hat man sich erarbeitet. Glaubst Du, dass auch nur ein Bayernfan rumgeheult hat, als sie uns im CL-Finale schlugen und wir klar benachteiligt wurden? Nur wir müssen das ständig und überall. So waren wir auch schlicht stärker als Frankfurt im DFB-Pokal-Finale. Nicht gut, aber eben besser und ein verdienter Sieger.

Wie gesagt. Versuch doch mal zu differenzieren. Schürrle und Rode fielen quasi aus. Beides Spieler, die Dynamik und Ersatzfreudigkeit besitzen. Götze war nicht fit und dann krank. Gehören diese Spieler für Dich zum Kader oder nicht. Also bei Deiner Betrachtung?



Ich betrachte das nur rein wirtschaftlich, und da bleibt einfach nur festzustellen, dass 2 Spieler, die mit abstand zu den Topverdienern gehören, keinen sportlichen Beitrag beisteuern, der ihrem Anteil am Gehaltsetat auch nur annähernd entspricht. Es könnte eigentlich kein krasseres Missverhältnis geben. Wo will man sonst ansetzten als bei diesem Missverhältnis?

Was nicht auch zuletzt daran liegt, dass die Spieler weder unter Tuchel, zu dessen Amtszeit sie verpflichtet wurden, noch unter Bosz oder Stöger besonders leistungstechnisch aufgefallen sind.

Dazu sind beides noch Spieler, die von ihrem Profil her nicht wirklich in den Kader passen.


Was nicht stimmt und in der Betrachtung auch keinen Mehrwert bietet. Ich frage mich aber auch, ob Du das alles ernst meinst bzw. wie Du es meinst. Ja, Schürrle und Götze haben nicht das geleistet, was man erwartet hat. Aber das hat auch ein Reus nicht. 14 Tore und 4 Assists in zwei Jahren sind ein völlig enttäuschender Wert für Reus. Diesem Ansatz kann ich zustimmen. Nur sollten wir auch die Rahmenbedingungen beleuchten? Sprich Verletzungs- und Krankheitszeiten; Situation um die Mannschaft etc. pp.

Und die Spieler sind nun noch alle da. Von daher ist eine wirtschaftliche Betrachtung eh unnötig/unsinnig. Hatten Reus, Götze, Schürrle eine PKV? Oder haben wir nach 6 Wochen weitergezahlt?

Aber auch ansonsten. Was bringt es jetzt, zwei Spieler, die schlicht und einfach verletzt/krank waren, zu bewerten? 2016/17 war sportlich und wirtschaftlich ein Bombenjahr. Dieses Rauspicken von negativen Dingen und vorallem das Überbewerten für den Gesamterfolg, hilft niemanden.

Also welche Spieler in den Kader passen, sollte man wirklich bitte den Verantwortlichen überlassen. Dazu hat es hier in den letzten Jahren soviel Unsinn gegeben. Es mag Deine Meinung sein. Aber ohne im Kreis der Entscheider/Trainer/Stab zu sein, sind solche Aussagen schlicht Unsinn. Denk mal an den von einem User hier über zwei Sommer geforderten Dahoud. Das Dynamikwunder. Der Gündoganersatz. Hmm... heute suchen wir Mentalitätsspieler. 2016 passten genau diese nicht in den Kader grins. Sorry, aber über sowas kann man spekulieren, diskutieren, aber kaum behaupten, dass dies irgendwie ein Faktum wäre. Wobei ich jetzt gerade an Rode und nicht an Götze dachte. Ein fitter Götze passt in (fast) jeden Kader.




Den würde ich als am schwersten geschädigten des Anschlags herausnehmen. Aber genauso könnte man dann ja auch fragen, ob gewisse Spieler ähnliche Probleme haben und gerade auch um ihretwillen den Verein verlassen sollten? Wie das psychologisch genau zu begründen ist kann ich nicht sagen, dennoch scheint so ein Ortswechsel mitunter zu helfen.


Und wie siehst Du die Entwicklung bei Werder Bremen. Bei Hoffenheim 2016, beim HSV zum Ende der RR. Warum konnte ein Tuchel 2015 die Mannschaft so enorm pushen? Etwas, was Klopp laut eigenen Aussagen nach all den mega erfolgreichen Jahren nicht mehr konnte. Ein Kader steht und fällt mit dem Trainer-Team und viel weniger mit der Zusammenstellung. So etwas kann man innerhalb einer Transferperiode korrigieren.



Ich hate nicht, sondern beurteile deren sportliche Leistung in Vergleich zu den Anteilen am Gehaltsetat. Mir reicht es eben nicht, wenn ein 8 Mio-Spieler ein paar gute Ansätze zeigt, das kann sich der BVB nicht leisten. Aber das du das anders siehst kennt man ja aus den Spieler-Threads.


Wenn man jetzt Schürrle und Götze herausgreift, aber Reus (früher Sahin, Gündogan) zum Beispiel nicht, dann ist das Haten. Watzke hat die Verträge unterschrieben. Freiwillig. Was gezahlt wurde, ist völlig latte. Es geht nur darum, wer was leistet und was man erwartet. Von Götze und Schürrle werden - weil sie eben gerne gehatet werden - Wunderdinge erwartet. Götze war letzte Saison einer unseren besseren Spieler. Schürrle hat nach seinen Verletzungsorgien immerhin wieder gute Ansätze gezeigt. Er hat wichtige Tore und Vorlagen gegeben und war keiner der Spieler mit Mentalitätsproblemen. Oder kurz: Die beiden waren auch nicht schlechter als der Rest der Truppe. Wie gesagt. Wenn Du schon Spieler zu Schuldigen machen willst, dann bitte auch Marko Reus. 7 Tore sind einfach viel zu wenig. Schürrle hat obwohl er so viel weniger als Reus verdient mehr Scorer gemacht als Marko. Skandal....und bitte jetzt nicht anfangen mit dem Differenzieren.

Das mit dem Neid unterschätzt du gnadenlos. Es mag nicht alle Spieler berühren, aber es gibt sicher einige, bei denen der Berater pausenlos einflüstert, wie viel mehr sie doch verdienen müssten, gerade in Vergleich zu Spieler XY.
BVB - Transferpolitik |#11180
02.06.2018 - 19:10 Uhr
Zitat von Luis_Figo7
Bayern bekommt bessere Bundesliga Spieler für quasi umsonst und wir sollen jetzt 60 Mio für Diallo und Delaney zahlen oder was...

Ich mag beide Spieler, aber diese Summen schmerzen schon extrem. Sind auch nicht gerechtfertigt mMn. Das sind Spieler von Bremen und Mainz und auch keine zukünftigen Topstars..

Vor allem, um Ruhe in den Kader bzw ganzen Verein zu bekommen, würde ich darauf verzichten diese Spieler zu holen

Bayern hat sich bei Lewa sehr wahrscheinlich irregulär verhalten und bei den Goretzkas, Rudys, Rodes halt gnadenlos ihre Stellung aussgespielt.

Die Summen sind natürlich krass geworden erst nach den TV Deal Änderungen in England die jetzt noch krassere Summen zahlen und dann auch noch das Rad was sich gedreht hat nach dem Neymartransfer, aber es ist halt immer mehr Geld im Fussball, also wird auch immer mehr Geld reingesteckt. ZB Sommer 2013, da waren wir um 37 Mio reicher nach dem Götzeabgang, haben dann 25-27 in Miki, 13 in Auba und 12? in Sokratis investiert. Einen Miki, Auba oder Sokratis von heute kostet halt das 1,5-2fache, ist halt so. Welcher Spieler der mehr Potenzial als Diallo hat, dies nachgewiesen hat und solche Anlagen mitbringt ist denn deutlich günstiger? Welcher Spieler der mehr Attribute die wir benötigen vereint und eine Stütze eines modernen Systems seit Kohfeldt ist und seit knapp 2 Jahren stark performed in einer Top5 Liga wäre günstiger? Mal als Beispiel Delaney: Wenn wir dort einen giftigen, zweikampfstarken und präsenten 8er suchen fällt mir spontan die Riege um Vidal, Nainggolan und Co ein. Unerreichbar für uns. Und die Talentriege wie Torreira zB würde vermutlich mehr kosten und würde uns in puncto Lufthoheit noch mehr Grösse kosten. Der Markt ist einfach schwer, da vor allem unsere Problemzonen entweder generell schwer zu besetzen sind (AVs), einige PL Klubs neue Spieler brauchen für neuen Impact (ZM/ZDM.. Arsenal, United, Liverpool hat sich schon bedient, Paris?, City für die Breite) oder wo es schwer ist wen gestandenes zu kriegen. Stürmer zum Beispiel, schaut man mal auf die Topklubs und klammert mal Chelsea, United Arsenal und Liverpool aus, sieht man das die Riege der Topstürmer alle schon recht lange bei ihren Klubs sind, City Agüero, PSG Cavani, Bayern Lewandowski, Real Benzema, Barcelona Suarez, Atletico Griezmann..
Der Markt hat halt nur beschränkt viele Topspieler und diese kosten entsprechend. Und die Regale 1b und 1c werden dadurch auch teurer..
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