| Geburtsdatum | 31.08.1975 |
|---|---|
| Alter | 50 |
| Nat. |
Kroatien |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Hertha BSC U19 |
Ante Čović
12.05.2019 - 14:43 Uhr
05.11.2019 - 11:04 Uhr
Auch wenn mich die derzeitigen Ergebnisse und vor allem die defensive mächtig ankotzt, muss ich trotzdem für Covic in die Bresche springen.
Ich mag zum einen seine Art wie er vor der Kamera auftritt und sich gegenüber Gegner und Schiedsrichtern verhält, zum anderen mag ich, dass er offensiv spielen lassen will.
Dies geht zur Zeit natürlich grade auf Kosten der defensive. Die Raumaufteilung, grad zwischen IV und ZM, ist meistens miserabel. Was uns zur Zeit aber die meisten Punkte und mir die meisten Haare kostet, sind die verschuldeten Elfmeter. Hier ist es aber schwierig zu diskutieren, wen man da nun die Schuld geben kann. Es scheint, als wollen sich unsere IV gegenseitig batteln, wer die sinnlosesten Elfmeter verursachen kann
. Was ich ihm aber dahingehend vorwerfe ist, dass er Torunarigha nicht spielen lässt, obwohl sich unsere IV nicht mit Rum bekleckern. Torunarigha hat einfach so viel mehr Talent, als alle anderen IV. Außerdem bringt er so viel Willen mit, den wir grade jetzt benötigen könnten.
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
All dies bedarf mehr Zeit als eine halbe Halbserie. Ich hoffe, auch wenn ich mich derzeit genauso aufrege wie alle hier, dass er noch min. bis zur Mitte der RR Zeit bekommt. Vorausgesetzt natürlich, dass wir trotzdem hin und wieder Punkte sammeln und nicht in arge Abstiegsnot geraten.
Ich mag zum einen seine Art wie er vor der Kamera auftritt und sich gegenüber Gegner und Schiedsrichtern verhält, zum anderen mag ich, dass er offensiv spielen lassen will.
Dies geht zur Zeit natürlich grade auf Kosten der defensive. Die Raumaufteilung, grad zwischen IV und ZM, ist meistens miserabel. Was uns zur Zeit aber die meisten Punkte und mir die meisten Haare kostet, sind die verschuldeten Elfmeter. Hier ist es aber schwierig zu diskutieren, wen man da nun die Schuld geben kann. Es scheint, als wollen sich unsere IV gegenseitig batteln, wer die sinnlosesten Elfmeter verursachen kann
. Was ich ihm aber dahingehend vorwerfe ist, dass er Torunarigha nicht spielen lässt, obwohl sich unsere IV nicht mit Rum bekleckern. Torunarigha hat einfach so viel mehr Talent, als alle anderen IV. Außerdem bringt er so viel Willen mit, den wir grade jetzt benötigen könnten. Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
All dies bedarf mehr Zeit als eine halbe Halbserie. Ich hoffe, auch wenn ich mich derzeit genauso aufrege wie alle hier, dass er noch min. bis zur Mitte der RR Zeit bekommt. Vorausgesetzt natürlich, dass wir trotzdem hin und wieder Punkte sammeln und nicht in arge Abstiegsnot geraten.
05.11.2019 - 12:57 Uhr
Zitat von Lenny89
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
05.11.2019 - 13:16 Uhr
Zitat von Lenny89
Auch wenn mich die derzeitigen Ergebnisse und vor allem die defensive mächtig ankotzt, muss ich trotzdem für Covic in die Bresche springen.
Ich mag zum einen seine Art wie er vor der Kamera auftritt und sich gegenüber Gegner und Schiedsrichtern verhält, zum anderen mag ich, dass er offensiv spielen lassen will.
Dies geht zur Zeit natürlich grade auf Kosten der defensive. Die Raumaufteilung, grad zwischen IV und ZM, ist meistens miserabel. Was uns zur Zeit aber die meisten Punkte und mir die meisten Haare kostet, sind die verschuldeten Elfmeter. Hier ist es aber schwierig zu diskutieren, wen man da nun die Schuld geben kann. Es scheint, als wollen sich unsere IV gegenseitig batteln, wer die sinnlosesten Elfmeter verursachen kann
. Was ich ihm aber dahingehend vorwerfe ist, dass er Torunarigha nicht spielen lässt, obwohl sich unsere IV nicht mit Rum bekleckern. Torunarigha hat einfach so viel mehr Talent, als alle anderen IV. Außerdem bringt er so viel Willen mit, den wir grade jetzt benötigen könnten.
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
All dies bedarf mehr Zeit als eine halbe Halbserie. Ich hoffe, auch wenn ich mich derzeit genauso aufrege wie alle hier, dass er noch min. bis zur Mitte der RR Zeit bekommt. Vorausgesetzt natürlich, dass wir trotzdem hin und wieder Punkte sammeln und nicht in arge Abstiegsnot geraten.
Auch wenn mich die derzeitigen Ergebnisse und vor allem die defensive mächtig ankotzt, muss ich trotzdem für Covic in die Bresche springen.
Ich mag zum einen seine Art wie er vor der Kamera auftritt und sich gegenüber Gegner und Schiedsrichtern verhält, zum anderen mag ich, dass er offensiv spielen lassen will.
Dies geht zur Zeit natürlich grade auf Kosten der defensive. Die Raumaufteilung, grad zwischen IV und ZM, ist meistens miserabel. Was uns zur Zeit aber die meisten Punkte und mir die meisten Haare kostet, sind die verschuldeten Elfmeter. Hier ist es aber schwierig zu diskutieren, wen man da nun die Schuld geben kann. Es scheint, als wollen sich unsere IV gegenseitig batteln, wer die sinnlosesten Elfmeter verursachen kann
. Was ich ihm aber dahingehend vorwerfe ist, dass er Torunarigha nicht spielen lässt, obwohl sich unsere IV nicht mit Rum bekleckern. Torunarigha hat einfach so viel mehr Talent, als alle anderen IV. Außerdem bringt er so viel Willen mit, den wir grade jetzt benötigen könnten. Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
All dies bedarf mehr Zeit als eine halbe Halbserie. Ich hoffe, auch wenn ich mich derzeit genauso aufrege wie alle hier, dass er noch min. bis zur Mitte der RR Zeit bekommt. Vorausgesetzt natürlich, dass wir trotzdem hin und wieder Punkte sammeln und nicht in arge Abstiegsnot geraten.
- Wir haben aktuell die zweitwenigsten Schüsse aufs Tor - So viel zum Thema Offensivfußball
- Gladbach hat auch nach nur wenigen Wochen den "Rose-Fußball" verstanden, Schalke den "Wagner-Fußball", Leipzig den "Nagelsmann-Fußball" usw.
- Covic hat den spielerisch besten Hertha-Kader seit der Marcelinho-Ära, bekommt aber die PS nicht ansatzweise auf die Piste und überlebt aktuell nur wegen Einzelleistungen Dilrosuns und Lukebakios
- über die Hälfte aller Spieler befinden sich in einem langanhaltenden Formtief
- Die Abstände zwischen den Ketten erinnern eher an dritte als an erste Liga
Und sowieso nervt mich langsam dieser Begriff "Offensiv-Fußball" in unserem Zusammenhang. Was versucht Covic denn, um Offensiv spielen zu lassen? Presst er höher? Steht die Abwehr höher? Hat er mehr Ballbesitz? Passt er schneller? Hinterläuft er mehr? Wenn die Devise wirklich lautet "Offensiv-Fußball" zu spielen, dann hinterfrage ich wirklich alle Entscheider in diesem Verein. Der Wunsch nach Offensiv-Fußball ist doch nur die Umschreibung dafür, dass wir in den letzten Jahren den wirklich unattraktivsten Müll zusammengekickt haben.
Man kann offensiv pressen und dadurch für Furore sorgen.
Man kann defensiv Pressen und dafür für wunderschöne Kontertore sorgen.
Mann kann auf offensiven Ballbesitz spielen und die Ketten attraktiv überspielen
...
...
...
Welchen Ansatz sieht man denn in unserem Spiel? Für mich sieht es nach eher Planlos und reaktiv aus. Also so ca. das Gegenteil von Offensiv-Fußball.
05.11.2019 - 13:30 Uhr
Ich bin mal gespannt, wie Ante die Mannschaft auf RB einstellt. Also mutig nach vorne agieren, wo wir dann sowieso wieder mega viel Platz zwischen den Räumen haben und uns wieder den ein oder anderen haarsträubenden Fehlpass leisten, kannst du eigentlich nicht machen. Dann frisst uns Leipzig innerhalb von 30 Minuten sofort auf und wir gehen mit 0:3, 0:4 zum Pausentee.
Erstmal muss wieder die Einstellung stimmen. Mehr laufen, den Gegner auf den Sack gehen. Vor allem Zweikämpfe gewinnen. Aber dadurch, dass die Ketten soweit auseinander sind, kommen die Jungs gar nicht erst in die Zweikämpfe.
Das kann für uns ein ganz bitterer Nachmittag werden. Und dann bin ich mal auf Antes Worte auf der MV am Sonntag gespannt. Das wird dann richtig ungemütlich für ihn und den Staff. Da brauch er dann nicht irgendwelche Floskeln schwingen, wir sind noch weiter vor Union, falls die jetzt am Wochenende auch verlieren sollten. Dann hoffe ich, merkt er selbst endlich und erstmals überhaupt, dass das aktuell richtig für den Allerwertesten ist, was er da anbietet als Coach.
Erstmal muss wieder die Einstellung stimmen. Mehr laufen, den Gegner auf den Sack gehen. Vor allem Zweikämpfe gewinnen. Aber dadurch, dass die Ketten soweit auseinander sind, kommen die Jungs gar nicht erst in die Zweikämpfe.
Das kann für uns ein ganz bitterer Nachmittag werden. Und dann bin ich mal auf Antes Worte auf der MV am Sonntag gespannt. Das wird dann richtig ungemütlich für ihn und den Staff. Da brauch er dann nicht irgendwelche Floskeln schwingen, wir sind noch weiter vor Union, falls die jetzt am Wochenende auch verlieren sollten. Dann hoffe ich, merkt er selbst endlich und erstmals überhaupt, dass das aktuell richtig für den Allerwertesten ist, was er da anbietet als Coach.
05.11.2019 - 14:00 Uhr
Zitat von Henno
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
Zitat von Lenny89
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
Zeit ist immer so eine Sache im Fußball. Hat man Zeit wenn ein Investor mit frischen Millionen im Rücken sitzt und auf Ergebnisse zu seinem gusto wartet? Nicht wirklich. Hertha kann sich ein Jahr im Abstiegskampf eigentlich nicht erlauben, wo ist dann der nächste Schritt den sich die Verantwortlichen beim Trainerwechsel erwünscht hatten? Und wer sagt denn das Covic es dann nächstes Jahr besser machen kann? Die Fehler sind auf der Tribüne meiner Meinung nach klar erkennbar und auch ausmerzbar. Covic sieht das anscheinend nicht. Auch das Argument, dass die Spieler sich an das neue System gewöhnen müssen, zieht für mich nicht. Gladbach spielt in dieser Saison auch unter einem neuen Trainer, dessen Vorgänger eine längere Periode mit anderem Fußball geprägt hat. Da funktioniert es einwandfrei. Bei Golfsburg und Gelsenkirchen funktioniert der neue Trainer auch.
An einen Sieg gegen RedBull glaube ich nicht, würde mich schon extrem wundern. Bei einer herben Niederlage ( wo von ich beim Momentanen Leistungsstand beider Mannschaften ausgehe) muss gehandelt werden. Das Restprogramm ist extrem happig und es müssen Punkte her.
Kovac ist die Toplösung, ich rechne aber eher mit Namen wie Herrlich, Roger Schmidt oder gar Markus Weinzierl oder J.Klinsmann.
Traumlösung für mich: A. Wenger
Bin gespannt was uns am Samstag erwartet. PS: Ich bleibe auch beim 0:6 im Stadion, HaHoHe
05.11.2019 - 15:20 Uhr
Zitat von Stellinko
Zeit ist immer so eine Sache im Fußball. Hat man Zeit wenn ein Investor mit frischen Millionen im Rücken sitzt und auf Ergebnisse zu seinem gusto wartet? Nicht wirklich. Hertha kann sich ein Jahr im Abstiegskampf eigentlich nicht erlauben, wo ist dann der nächste Schritt den sich die Verantwortlichen beim Trainerwechsel erwünscht hatten? Und wer sagt denn das Covic es dann nächstes Jahr besser machen kann? Die Fehler sind auf der Tribüne meiner Meinung nach klar erkennbar und auch ausmerzbar. Covic sieht das anscheinend nicht. Auch das Argument, dass die Spieler sich an das neue System gewöhnen müssen, zieht für mich nicht. Gladbach spielt in dieser Saison auch unter einem neuen Trainer, dessen Vorgänger eine längere Periode mit anderem Fußball geprägt hat. Da funktioniert es einwandfrei. Bei Golfsburg und Gelsenkirchen funktioniert der neue Trainer auch.
An einen Sieg gegen RedBull glaube ich nicht, würde mich schon extrem wundern. Bei einer herben Niederlage ( wo von ich beim Momentanen Leistungsstand beider Mannschaften ausgehe) muss gehandelt werden. Das Restprogramm ist extrem happig und es müssen Punkte her.
Kovac ist die Toplösung, ich rechne aber eher mit Namen wie Herrlich, Roger Schmidt oder gar Markus Weinzierl oder J.Klinsmann.
Traumlösung für mich: A. Wenger
Bin gespannt was uns am Samstag erwartet. PS: Ich bleibe auch beim 0:6 im Stadion, HaHoHe
Zitat von Henno
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
Zitat von Lenny89
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
Zeit ist immer so eine Sache im Fußball. Hat man Zeit wenn ein Investor mit frischen Millionen im Rücken sitzt und auf Ergebnisse zu seinem gusto wartet? Nicht wirklich. Hertha kann sich ein Jahr im Abstiegskampf eigentlich nicht erlauben, wo ist dann der nächste Schritt den sich die Verantwortlichen beim Trainerwechsel erwünscht hatten? Und wer sagt denn das Covic es dann nächstes Jahr besser machen kann? Die Fehler sind auf der Tribüne meiner Meinung nach klar erkennbar und auch ausmerzbar. Covic sieht das anscheinend nicht. Auch das Argument, dass die Spieler sich an das neue System gewöhnen müssen, zieht für mich nicht. Gladbach spielt in dieser Saison auch unter einem neuen Trainer, dessen Vorgänger eine längere Periode mit anderem Fußball geprägt hat. Da funktioniert es einwandfrei. Bei Golfsburg und Gelsenkirchen funktioniert der neue Trainer auch.
An einen Sieg gegen RedBull glaube ich nicht, würde mich schon extrem wundern. Bei einer herben Niederlage ( wo von ich beim Momentanen Leistungsstand beider Mannschaften ausgehe) muss gehandelt werden. Das Restprogramm ist extrem happig und es müssen Punkte her.
Kovac ist die Toplösung, ich rechne aber eher mit Namen wie Herrlich, Roger Schmidt oder gar Markus Weinzierl oder J.Klinsmann.
Traumlösung für mich: A. Wenger
Bin gespannt was uns am Samstag erwartet. PS: Ich bleibe auch beim 0:6 im Stadion, HaHoHe
Was ist denn bitte an Wenger Traumlösung. Der ist nicht mehr der jüngste und seine Zeit ist vorbei.
05.11.2019 - 16:28 Uhr
Zitat von FHain_United
Was ist denn bitte an Wenger Traumlösung. Der ist nicht mehr der jüngste und seine Zeit ist vorbei.
Zitat von Stellinko
Zeit ist immer so eine Sache im Fußball. Hat man Zeit wenn ein Investor mit frischen Millionen im Rücken sitzt und auf Ergebnisse zu seinem gusto wartet? Nicht wirklich. Hertha kann sich ein Jahr im Abstiegskampf eigentlich nicht erlauben, wo ist dann der nächste Schritt den sich die Verantwortlichen beim Trainerwechsel erwünscht hatten? Und wer sagt denn das Covic es dann nächstes Jahr besser machen kann? Die Fehler sind auf der Tribüne meiner Meinung nach klar erkennbar und auch ausmerzbar. Covic sieht das anscheinend nicht. Auch das Argument, dass die Spieler sich an das neue System gewöhnen müssen, zieht für mich nicht. Gladbach spielt in dieser Saison auch unter einem neuen Trainer, dessen Vorgänger eine längere Periode mit anderem Fußball geprägt hat. Da funktioniert es einwandfrei. Bei Golfsburg und Gelsenkirchen funktioniert der neue Trainer auch.
An einen Sieg gegen RedBull glaube ich nicht, würde mich schon extrem wundern. Bei einer herben Niederlage ( wo von ich beim Momentanen Leistungsstand beider Mannschaften ausgehe) muss gehandelt werden. Das Restprogramm ist extrem happig und es müssen Punkte her.
Kovac ist die Toplösung, ich rechne aber eher mit Namen wie Herrlich, Roger Schmidt oder gar Markus Weinzierl oder J.Klinsmann.
Traumlösung für mich: A. Wenger
Bin gespannt was uns am Samstag erwartet. PS: Ich bleibe auch beim 0:6 im Stadion, HaHoHe
Zitat von Henno
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
Zitat von Lenny89
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
Zeit ist immer so eine Sache im Fußball. Hat man Zeit wenn ein Investor mit frischen Millionen im Rücken sitzt und auf Ergebnisse zu seinem gusto wartet? Nicht wirklich. Hertha kann sich ein Jahr im Abstiegskampf eigentlich nicht erlauben, wo ist dann der nächste Schritt den sich die Verantwortlichen beim Trainerwechsel erwünscht hatten? Und wer sagt denn das Covic es dann nächstes Jahr besser machen kann? Die Fehler sind auf der Tribüne meiner Meinung nach klar erkennbar und auch ausmerzbar. Covic sieht das anscheinend nicht. Auch das Argument, dass die Spieler sich an das neue System gewöhnen müssen, zieht für mich nicht. Gladbach spielt in dieser Saison auch unter einem neuen Trainer, dessen Vorgänger eine längere Periode mit anderem Fußball geprägt hat. Da funktioniert es einwandfrei. Bei Golfsburg und Gelsenkirchen funktioniert der neue Trainer auch.
An einen Sieg gegen RedBull glaube ich nicht, würde mich schon extrem wundern. Bei einer herben Niederlage ( wo von ich beim Momentanen Leistungsstand beider Mannschaften ausgehe) muss gehandelt werden. Das Restprogramm ist extrem happig und es müssen Punkte her.
Kovac ist die Toplösung, ich rechne aber eher mit Namen wie Herrlich, Roger Schmidt oder gar Markus Weinzierl oder J.Klinsmann.
Traumlösung für mich: A. Wenger
Bin gespannt was uns am Samstag erwartet. PS: Ich bleibe auch beim 0:6 im Stadion, HaHoHe
Was ist denn bitte an Wenger Traumlösung. Der ist nicht mehr der jüngste und seine Zeit ist vorbei.
Wenger ist immernoch viel zu gut und wird sich unsere Hertha niemals antun.
Kovac ist von den anderen Genannten die einzige Lösung über die ich mich freuen würde. Weinzierl, Herrlich und Klinsmann wären grausam, Roger Schmidt kann ich nicht wirklich einschätzen, aber ich hatte das Gefühl, dass sein Fussball relativ einseitig ist.
Naja, hoffen wir mal Covic kriegt irgendwie die Kurve und die Diskussion erübrigt sich.
05.11.2019 - 16:33 Uhr
Zitat von vanscap
Wenger ist immernoch viel zu gut und wird sich unsere Hertha niemals antun.
Kovac ist von den anderen Genannten die einzige Lösung über die ich mich freuen würde. Weinzierl, Herrlich und Klinsmann wären grausam, Roger Schmidt kann ich nicht wirklich einschätzen, aber ich hatte das Gefühl, dass sein Fussball relativ einseitig ist.
Naja, hoffen wir mal Covic kriegt irgendwie die Kurve und die Diskussion erübrigt sich.
Zitat von FHain_United
Was ist denn bitte an Wenger Traumlösung. Der ist nicht mehr der jüngste und seine Zeit ist vorbei.
Zitat von Stellinko
Zeit ist immer so eine Sache im Fußball. Hat man Zeit wenn ein Investor mit frischen Millionen im Rücken sitzt und auf Ergebnisse zu seinem gusto wartet? Nicht wirklich. Hertha kann sich ein Jahr im Abstiegskampf eigentlich nicht erlauben, wo ist dann der nächste Schritt den sich die Verantwortlichen beim Trainerwechsel erwünscht hatten? Und wer sagt denn das Covic es dann nächstes Jahr besser machen kann? Die Fehler sind auf der Tribüne meiner Meinung nach klar erkennbar und auch ausmerzbar. Covic sieht das anscheinend nicht. Auch das Argument, dass die Spieler sich an das neue System gewöhnen müssen, zieht für mich nicht. Gladbach spielt in dieser Saison auch unter einem neuen Trainer, dessen Vorgänger eine längere Periode mit anderem Fußball geprägt hat. Da funktioniert es einwandfrei. Bei Golfsburg und Gelsenkirchen funktioniert der neue Trainer auch.
An einen Sieg gegen RedBull glaube ich nicht, würde mich schon extrem wundern. Bei einer herben Niederlage ( wo von ich beim Momentanen Leistungsstand beider Mannschaften ausgehe) muss gehandelt werden. Das Restprogramm ist extrem happig und es müssen Punkte her.
Kovac ist die Toplösung, ich rechne aber eher mit Namen wie Herrlich, Roger Schmidt oder gar Markus Weinzierl oder J.Klinsmann.
Traumlösung für mich: A. Wenger
Bin gespannt was uns am Samstag erwartet. PS: Ich bleibe auch beim 0:6 im Stadion, HaHoHe
Zitat von Henno
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
Zitat von Lenny89
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Dennoch ist Covic erst in seinem ersten Profijahr. Er muss den Spielern eine neue Spielidee vermitteln, die jahrelang nur Dardai-Fußball kannten. Er muss auch aus seinen eigenen Fehlern lernen können. Da fallen mir Schalke und Dresden wieder ein, wo er nur noch Stürmer einwechselt. Bloß weil man am Ende 4 Stürmer auf dem Platz hat, bedeutet das auch nicht, dass man dann automatisch auch Tore schießt.
Aber genau dafür hat man ihm doch erfahrene Co-Trainer zur Seite gestellt! Wenn Covic als Trainer selbst noch zu unerfahren (im Profibereich!) ist, um eine vernünftige taktische Marschroute vorzugeben oder nicht in der Lage ist, eine Taktik zu wählen, die auf den jeweiligen Gegner zugeschnitten ist, dann sollte man doch aber erwarten können, dass er durch seine Co-Trainer entsprechend informiert bzw. "geschult" wird. Aber auch das ist ja nicht der Fall! Mir scheint einfach, als hätte das gesamte Trainer-Trio taktisch einfach nicht so wirklich viel auf der Pfanne. Vielleicht schafft er es auch einfach nicht, seinen Spielern zu erklären, was er von ihnen erwartet, was ihre Aufgaben sind und was sie zu tun oder zu lassen haben. Fußball kann im Grunde doch ein recht einfacher Sport sein und man muss nicht aus allem eine Wissenschaft machen. Wenn aber die Spieler (und zwar inzwischen so gut wie alle und nicht nur vereinzelte Spieler!) auf dem Platz relativ planlos herumstehen und keiner weiß, wo der andere gerade ist oder wo er hin will, dann scheint doch etwas grundsätzlich nicht zu stimmen. Das sind doch größtenteils Profis, die nicht erst seit gestern im Profifußball unterwegs sind. Da braucht man mir dann auch nicht mit Ausreden wie "die Spieler müssen die Laufwege kennenlernen" oder ähnlichem Quark kommen. Das mag im Ansatz zwar stimmen, aber dafür braucht man doch nicht 5 Monate, wenn man tagtäglich zusammen auf dem Trainingsplatz steht! Andere Vereine bekommen sowas in 2 Monaten hin und haben dabei teilweise wesentlich mehr Neuzugänge zu integrieren!
Hinzu kommt für mich das Motivationsproblem. Ich hatte bisher in genau 1 Spiel den Eindruck, dass die komplette Mannschaft heiß war und den Erfolg unbedingt wollte: Im 1. Spiel bei den Bayern. Seitdem wirkt die Mannschaft immer lustloser und kein Spieler scheint mehr bereit, für den anderen die "Drecksarbeit" machen zu wollen. Nein, es wird gemotzt (meistens gegen den Schiedsrichter), gelabert und lamentiert. Pässe gehen irgendwo ins Nirvana und der Rest basiert größtenteils auf Zufall. Gut, es gibt mit Dilrosun und Darida zwar Lichtblicke, aber warum läuft der Rest des Kaders denn inzwischen geschlossen seiner Form hinterher? Und das bereits nach dem 10. Spieltag! Wenn wir kurz vor Saisonende wären und den Spielern die harte Saison bereits in den Knochen steckt, könnte ich ja verstehen, dass irgendwann die Akkus leer sind, aber bitte doch noch nicht jetzt. Und für all diese Dinge (Taktik, Aufstellung, Fitness, Motivation, Matchplan usw) zeichnet der Trainer (bzw. das Trainergespann) verantwortlich. Und da ist es im Grunde wieder ganz einfach: Schafft es der Trainer nicht, die genannten Punkte zu vermitteln bzw. zu verbessern, dann ist er fehl am Platz und gehört ausgetauscht. Covic war eine "Verlegenheitslösung" und die Wiederholung eines Experimentes, welches mit Dardai größtenteils gut funktioniert hat. In diesem Fall zeichnet sich jedoch ab, dass es in die Hose geht. Warum also warten und vor allem: Worauf? Dass Covic die Erleuchtung kommt, er den Guardiola in sich entdeckt und wir endlich mal das abrufen, wozu wir in der Lage sind? Nein, die Hoffnung habe ich nicht mehr.
Zeit ist immer so eine Sache im Fußball. Hat man Zeit wenn ein Investor mit frischen Millionen im Rücken sitzt und auf Ergebnisse zu seinem gusto wartet? Nicht wirklich. Hertha kann sich ein Jahr im Abstiegskampf eigentlich nicht erlauben, wo ist dann der nächste Schritt den sich die Verantwortlichen beim Trainerwechsel erwünscht hatten? Und wer sagt denn das Covic es dann nächstes Jahr besser machen kann? Die Fehler sind auf der Tribüne meiner Meinung nach klar erkennbar und auch ausmerzbar. Covic sieht das anscheinend nicht. Auch das Argument, dass die Spieler sich an das neue System gewöhnen müssen, zieht für mich nicht. Gladbach spielt in dieser Saison auch unter einem neuen Trainer, dessen Vorgänger eine längere Periode mit anderem Fußball geprägt hat. Da funktioniert es einwandfrei. Bei Golfsburg und Gelsenkirchen funktioniert der neue Trainer auch.
An einen Sieg gegen RedBull glaube ich nicht, würde mich schon extrem wundern. Bei einer herben Niederlage ( wo von ich beim Momentanen Leistungsstand beider Mannschaften ausgehe) muss gehandelt werden. Das Restprogramm ist extrem happig und es müssen Punkte her.
Kovac ist die Toplösung, ich rechne aber eher mit Namen wie Herrlich, Roger Schmidt oder gar Markus Weinzierl oder J.Klinsmann.
Traumlösung für mich: A. Wenger
Bin gespannt was uns am Samstag erwartet. PS: Ich bleibe auch beim 0:6 im Stadion, HaHoHe
Was ist denn bitte an Wenger Traumlösung. Der ist nicht mehr der jüngste und seine Zeit ist vorbei.
Wenger ist immernoch viel zu gut und wird sich unsere Hertha niemals antun.
Kovac ist von den anderen Genannten die einzige Lösung über die ich mich freuen würde. Weinzierl, Herrlich und Klinsmann wären grausam, Roger Schmidt kann ich nicht wirklich einschätzen, aber ich hatte das Gefühl, dass sein Fussball relativ einseitig ist.
Naja, hoffen wir mal Covic kriegt irgendwie die Kurve und die Diskussion erübrigt sich.
Da gebe ich dir auf jeden Fall recht! Wenger wäre eine wahre Offenbarung mit der man besonders junge internationale Talente bekommen könnte. Wird aber NIEEEMALS passieren, er steht einfach zu weiter über unserem Niveau. Der einzige Trainer der ganz klar über unserem Niveau steht, wo ein Wechsel allerdings im Bereich des Möglichen stehen würde wäre Kovac und das auch nur aufgrund seiner berliner Vergangenheit. Trotzdem glaube/fürchte ich, dass wir das Experiment mit Covic noch sehr lange angehen werden.
05.11.2019 - 16:55 Uhr
Ich habe dieses Mal etwas länger gebraucht, um das letzte Spiel zu verarbeiten und das hat sicherlich damit zu tun, dass es eben das Derby war. Im ersten Moment nach dem Spiel, hätte ich Ante Covic auch am liebsten zum Teufel gejagt. Ein Derby ist nochmal ein Stück emotionaler als ein normales Bundesliga-Spiel. Ich glaube, hätten wir am Samstag in Augsburg so ein Spiel abgeliefert, dann wären die Reaktionen nicht ganz so heftig ausgefallen.
Da bin ich schon mittendrin im Thema: Es ist ja nicht so, dass solch ein Auftritt, wie wir ihn am Samstag gesehen haben, völlig neu ist. Unter Pal Dardai kann ich mich an ein Heimspiel gegen Mainz erinnern, wo wir ähnlich grottig waren und 0:2 verloren haben und wenn ich länger darüber nachdenke, fallen mir ganz sicher noch mehrerer solcher Kicks ein, in denen wir keine echte Torchance hatten.
Warum Preetz einen Wechsel auf der Trainerposition wollte, ist ja hinlänglich bekannt und das Pal selbst gesagt hat, dass er sich müde fühlt, tat dann sein Übriges. Was ich mich inzwischen frage, ist, ob es großen Sinn gemacht hat, gleich einen Trainer zu verpflichten, der dem Team eine komplett neue Philosophie einzuimpfen versucht. Dass Covic ein Novize in der Bundesliga ist, macht das ganze nicht unbedingt einfacher für ihn. Es heißt doch immer, ein Trainer sollte das System spielen lassen, für das er die Spieler hat. Pal Dardai hat über 4 1/2 Jahre einen Kader gebaut, der eigentlich in erster Linie auf defensive Stabilität ausgerichtet war. Jetzt kommt Covic und soll mit nahezu dem gleichen Kader eine 180-Grad-Wendung vollziehen. Gleichzeitig versucht er mehrere Spielsysteme (4-2-3-1; 4-3-3; 4-4-2; 3-4-3) spielen zu lassen, was ich grundsätzlich positiv finde und auch immer gefordert habe. Vielleicht ist es alles aber ein bißchen viel auf einmal für die Spieler oder Covic ist einfach nicht in der Lage, es richtig rüber zu bringen. Dass ein solch kompletter Systemwechsel innerhalb kürzester Zeit möglich ist, hat Nagelsmann in Hoffenheim bewiesen. Sein Vorgänger war schließlich Huub Stevens, der nun wirklich nicht für offensiven Power-Fußball bekannt war. Aber Covic scheint eben kein Nagelsmann zu sein.
Was mir in dieser Saison noch aufgefallen ist, ist die extreme Harmlosigkeit bei Standardsituationen, insbesondere bei den Eckbällen. Das sind für mich Basics, die heutzutage wahnsinnig wichtig sind. Wer die beiden Ecken gesehen hat, die von Dodi getreten wurden, der weiß was ich meine. Sowas kann man trainieren und das ist Sache des Trainerteams, aber natürlich auch der Spieler selbst. Es soll schon Spieler gegeben haben, die für sowas nochmal ne Extra-Schicht eingelegt haben. Gleiches gilt für Freistöße. Plattenhardt ist grundsätzlich ein guter Freistoßschütze, aber so wie er die Dinger in der Vergangenheit geschossen hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass er mal ne halbe Stunde an eine Trainingseinheit ranhängt. Gerade Standards können in einem Spiel, in dem sonst nix geht, mal ein Dosenöffner sein und die Statik eines Spiels wesentlich verändern. Hätte eine der Ecken von Dodi am Samstag zu einem Tor geführt, wäre es insgesamt vielleicht auch ein besseres Spiel geworden. Hoffenheim hat gezeigt, wie sowas geht, wobei wir da natürlich auch kräftig mitgeholfen haben.
Was mir schon länger sauer aufstößt, ist die Mentalität des Teams und ich fürchte, dass das nix mit dem Trainer zu tun hat. Denn sowohl Pal ist diesem Problem nicht Herr geworden und Ante kann es offenbar auch nicht. Es ist offensichtlich, dass die Mannschaft immer dann versagt, wenn es wichtig wird. Entweder man vergeigt die Spiele, in denen man in der Tabelle einen Sprung nach oben machen kann oder eben so ein Derby, wo man weiß, dass es wichtig für das Prestige ist. Hinzu kommen die regelmäßigen Abstürze in der Rückrunde. Preetz hat für das Versagen am Samstag als Grund angegeben, dass der Druck evt zu groß war (insbesondere für die jungen Spieler). Vielleicht sollte man sich jetzt doch langsam mal mit dem Thema "Mentalcoach" oder "Psychologe" befassen und den Spielern sowas ans Herz legen. Das sind Dinge, die im Spitzensport heutzutage üblich sind, nur leider noch viel zu selten im Fußball. Ich weiß noch, dass Josip Simunic davon extrem profitiert hat damals. Das zweite ist, dass man in diesem Punkt den Kader in den letzten Jahren falsch zusammengestellt hat. Junge und entwicklungsfähige Spieler zu holen finde ich auch super, aber allein mit denen geht es nicht. Eintracht Frankfurt geht da viel pragmatischer vor und nutzt eben die Chance, einen Boateng zu holen. Das sind Spieler, an denen sich junge Spieler mal aufrichten können, wenn es mal nicht so läuft. Bei Ibisevic läuft die Mentalität eben leider immer in die falsche Richtung, die der Mannschaft eher schadet. Wolf ist im Grunde auch noch ein junger Spieler. Hoffnung habe ich jetzt, dass Boyata in diese Rolle reinwächst oder Darida hier mehr Verantwortung übernimmt, wo es bei ihm persönlich jetzt wieder super läuft.
Ein User hat in einem Thread geschrieben, dass Grujic mehr vom FC Liverpool redet, als sich in Berlin auf seinen Job zu konzentrieren. Ich glaube, dass ist auch das Problem vieler anderer junger Spieler. Die sportliche Führung sabbelt mir viel zu oft davon, dass wir "Ausbildungsverein" sind und sein wollen. Das ist im Grunde zwar richtig, führt aber möglicherweise auch dazu, dass die Jungs nur an sich und ihre Entwicklung denken und nicht so sehr den Fokus darauf gerichtet haben, etwas als Mannschaft oder für den Verein zu erreichen. Sie befassen sich evt mehr mit dem, was in zwei Jahren sein könnte, anstatt sich auf das "Hier und Jetzt" zu fokussieren.
Insbesondere jetzt, wo Hertha einen Investor ins Boot geholt hat und damit über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sollte man sich genau überlegen, wie man auf der Trainerposition verfahren will. Natürlich sollte man nichts überstürzen. Es gab unter Covic sicher gute Ansätze und er ist ein Trainer, der selbst noch lernfähig ist. Das hat er ja gegen Paderborn bewiesen, als er einfach pragmatisch gehandelt hat, anstatt stur an seiner Spielidee festzuhalten. Das kommende Spiel ist für mich kein Maßstab, weil man sich gegen Leipzig sowieso wieder in die Hosen macht (Stichwort "Kopfproblem" wie übrigens auch gegen Bremen immer
) und die übliche Klatsche bekommt. Aber das Spiel in Augsburg wird sowas wie ein Wahrsager, weil die genauso in einer tiefen Krise stecken. Was ich sagen will: Preetz sollte sich die Entwicklung ganz genau anschauen und bis zum Ende der Hinrunde genau beurteilen, ob Covic mittelfristig der richtige Trainer sein kann, um (mit den finanziellen Mitteln von Tennor) das Optimum rauszuholen um den Abstand zu den Top 6 zu verkürzen. Dafür muss natürlich ein Aufwärtstrend erkennbar sein. Falls nicht, wäre ein Teil des Geldes in einen erfahrenen Trainer ab kommenden Sommer besser investiert, anstatt weiteres Geld in den Kader zu pulvern, dessen Potenzial noch garnicht ausgeschöpft ist. Niko Kovac könnte ich mir hier sehr gut vorstellen. Momentan kann er eine Pause vielleicht ganz gut gebrauchen und ab dem Winter die Saison 2020/21 in Ruhe planen, während Covic die Saison vernünftig zu Ende bringt. Wenn es in der Rückrunde nochmal eng werden würde, spricht ja nix dagegen, dass Kovac dann sofort übernimmt. Glaube auch, dass Kovac nicht abgeneigt wäre. Hertha wäre eine Herzensangelegenheit und die Mannschaften mit internationalen Ansprüchen performen soweit ganz gut, sodass dort sobald kein Trainerwechsel in Frage kommt. Bei Bayern München gilt er eher als gescheitert, sodass eine Anfrage eines Spitzenclubs erstmal ausgeschlossen scheint. Das würde mE uns auch beim Gehalt entgegen kommen. Weitere Kandidaten für mich: Bruno Labbadia und Roger Schmidt
Da bin ich schon mittendrin im Thema: Es ist ja nicht so, dass solch ein Auftritt, wie wir ihn am Samstag gesehen haben, völlig neu ist. Unter Pal Dardai kann ich mich an ein Heimspiel gegen Mainz erinnern, wo wir ähnlich grottig waren und 0:2 verloren haben und wenn ich länger darüber nachdenke, fallen mir ganz sicher noch mehrerer solcher Kicks ein, in denen wir keine echte Torchance hatten.
Warum Preetz einen Wechsel auf der Trainerposition wollte, ist ja hinlänglich bekannt und das Pal selbst gesagt hat, dass er sich müde fühlt, tat dann sein Übriges. Was ich mich inzwischen frage, ist, ob es großen Sinn gemacht hat, gleich einen Trainer zu verpflichten, der dem Team eine komplett neue Philosophie einzuimpfen versucht. Dass Covic ein Novize in der Bundesliga ist, macht das ganze nicht unbedingt einfacher für ihn. Es heißt doch immer, ein Trainer sollte das System spielen lassen, für das er die Spieler hat. Pal Dardai hat über 4 1/2 Jahre einen Kader gebaut, der eigentlich in erster Linie auf defensive Stabilität ausgerichtet war. Jetzt kommt Covic und soll mit nahezu dem gleichen Kader eine 180-Grad-Wendung vollziehen. Gleichzeitig versucht er mehrere Spielsysteme (4-2-3-1; 4-3-3; 4-4-2; 3-4-3) spielen zu lassen, was ich grundsätzlich positiv finde und auch immer gefordert habe. Vielleicht ist es alles aber ein bißchen viel auf einmal für die Spieler oder Covic ist einfach nicht in der Lage, es richtig rüber zu bringen. Dass ein solch kompletter Systemwechsel innerhalb kürzester Zeit möglich ist, hat Nagelsmann in Hoffenheim bewiesen. Sein Vorgänger war schließlich Huub Stevens, der nun wirklich nicht für offensiven Power-Fußball bekannt war. Aber Covic scheint eben kein Nagelsmann zu sein.
Was mir in dieser Saison noch aufgefallen ist, ist die extreme Harmlosigkeit bei Standardsituationen, insbesondere bei den Eckbällen. Das sind für mich Basics, die heutzutage wahnsinnig wichtig sind. Wer die beiden Ecken gesehen hat, die von Dodi getreten wurden, der weiß was ich meine. Sowas kann man trainieren und das ist Sache des Trainerteams, aber natürlich auch der Spieler selbst. Es soll schon Spieler gegeben haben, die für sowas nochmal ne Extra-Schicht eingelegt haben. Gleiches gilt für Freistöße. Plattenhardt ist grundsätzlich ein guter Freistoßschütze, aber so wie er die Dinger in der Vergangenheit geschossen hat, kann ich mir nicht vorstellen, dass er mal ne halbe Stunde an eine Trainingseinheit ranhängt. Gerade Standards können in einem Spiel, in dem sonst nix geht, mal ein Dosenöffner sein und die Statik eines Spiels wesentlich verändern. Hätte eine der Ecken von Dodi am Samstag zu einem Tor geführt, wäre es insgesamt vielleicht auch ein besseres Spiel geworden. Hoffenheim hat gezeigt, wie sowas geht, wobei wir da natürlich auch kräftig mitgeholfen haben.
Was mir schon länger sauer aufstößt, ist die Mentalität des Teams und ich fürchte, dass das nix mit dem Trainer zu tun hat. Denn sowohl Pal ist diesem Problem nicht Herr geworden und Ante kann es offenbar auch nicht. Es ist offensichtlich, dass die Mannschaft immer dann versagt, wenn es wichtig wird. Entweder man vergeigt die Spiele, in denen man in der Tabelle einen Sprung nach oben machen kann oder eben so ein Derby, wo man weiß, dass es wichtig für das Prestige ist. Hinzu kommen die regelmäßigen Abstürze in der Rückrunde. Preetz hat für das Versagen am Samstag als Grund angegeben, dass der Druck evt zu groß war (insbesondere für die jungen Spieler). Vielleicht sollte man sich jetzt doch langsam mal mit dem Thema "Mentalcoach" oder "Psychologe" befassen und den Spielern sowas ans Herz legen. Das sind Dinge, die im Spitzensport heutzutage üblich sind, nur leider noch viel zu selten im Fußball. Ich weiß noch, dass Josip Simunic davon extrem profitiert hat damals. Das zweite ist, dass man in diesem Punkt den Kader in den letzten Jahren falsch zusammengestellt hat. Junge und entwicklungsfähige Spieler zu holen finde ich auch super, aber allein mit denen geht es nicht. Eintracht Frankfurt geht da viel pragmatischer vor und nutzt eben die Chance, einen Boateng zu holen. Das sind Spieler, an denen sich junge Spieler mal aufrichten können, wenn es mal nicht so läuft. Bei Ibisevic läuft die Mentalität eben leider immer in die falsche Richtung, die der Mannschaft eher schadet. Wolf ist im Grunde auch noch ein junger Spieler. Hoffnung habe ich jetzt, dass Boyata in diese Rolle reinwächst oder Darida hier mehr Verantwortung übernimmt, wo es bei ihm persönlich jetzt wieder super läuft.
Ein User hat in einem Thread geschrieben, dass Grujic mehr vom FC Liverpool redet, als sich in Berlin auf seinen Job zu konzentrieren. Ich glaube, dass ist auch das Problem vieler anderer junger Spieler. Die sportliche Führung sabbelt mir viel zu oft davon, dass wir "Ausbildungsverein" sind und sein wollen. Das ist im Grunde zwar richtig, führt aber möglicherweise auch dazu, dass die Jungs nur an sich und ihre Entwicklung denken und nicht so sehr den Fokus darauf gerichtet haben, etwas als Mannschaft oder für den Verein zu erreichen. Sie befassen sich evt mehr mit dem, was in zwei Jahren sein könnte, anstatt sich auf das "Hier und Jetzt" zu fokussieren.
Insbesondere jetzt, wo Hertha einen Investor ins Boot geholt hat und damit über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sollte man sich genau überlegen, wie man auf der Trainerposition verfahren will. Natürlich sollte man nichts überstürzen. Es gab unter Covic sicher gute Ansätze und er ist ein Trainer, der selbst noch lernfähig ist. Das hat er ja gegen Paderborn bewiesen, als er einfach pragmatisch gehandelt hat, anstatt stur an seiner Spielidee festzuhalten. Das kommende Spiel ist für mich kein Maßstab, weil man sich gegen Leipzig sowieso wieder in die Hosen macht (Stichwort "Kopfproblem" wie übrigens auch gegen Bremen immer
) und die übliche Klatsche bekommt. Aber das Spiel in Augsburg wird sowas wie ein Wahrsager, weil die genauso in einer tiefen Krise stecken. Was ich sagen will: Preetz sollte sich die Entwicklung ganz genau anschauen und bis zum Ende der Hinrunde genau beurteilen, ob Covic mittelfristig der richtige Trainer sein kann, um (mit den finanziellen Mitteln von Tennor) das Optimum rauszuholen um den Abstand zu den Top 6 zu verkürzen. Dafür muss natürlich ein Aufwärtstrend erkennbar sein. Falls nicht, wäre ein Teil des Geldes in einen erfahrenen Trainer ab kommenden Sommer besser investiert, anstatt weiteres Geld in den Kader zu pulvern, dessen Potenzial noch garnicht ausgeschöpft ist. Niko Kovac könnte ich mir hier sehr gut vorstellen. Momentan kann er eine Pause vielleicht ganz gut gebrauchen und ab dem Winter die Saison 2020/21 in Ruhe planen, während Covic die Saison vernünftig zu Ende bringt. Wenn es in der Rückrunde nochmal eng werden würde, spricht ja nix dagegen, dass Kovac dann sofort übernimmt. Glaube auch, dass Kovac nicht abgeneigt wäre. Hertha wäre eine Herzensangelegenheit und die Mannschaften mit internationalen Ansprüchen performen soweit ganz gut, sodass dort sobald kein Trainerwechsel in Frage kommt. Bei Bayern München gilt er eher als gescheitert, sodass eine Anfrage eines Spitzenclubs erstmal ausgeschlossen scheint. Das würde mE uns auch beim Gehalt entgegen kommen. Weitere Kandidaten für mich: Bruno Labbadia und Roger SchmidtDieser Beitrag wurde zuletzt von Hertha1977 am 05.11.2019 um 17:01 Uhr bearbeitet
05.11.2019 - 19:28 Uhr
Hertha1977 du sprichst mir aus der Seele . Danke für deine Worte.
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