⌨ - Serie A - Allgemeiner Diskussionsthread
08.02.2008 - 11:24 Uhr
16.04.2019 - 12:46 Uhr
Ist ja immer Ansichtssache, aber willst Du Cagliari als einen der wenigen Meiterschaftssieger des Südens in die Serie B verbannen, während Du Dir traditionelle Yo-Yo-Teams in der höchsten Spielklasse wünschst?
Für Cagliari müsste man da schon Platz machen.
Außerdem spielt da natürlich etwas Nostalgie mit. Man merkt bei deiner Auswahl, dass du mit 90er/Anfang 2000er-Fußball aufgewachsen bist. Bei älteren Generationen würde die Wahl schon anders ausfallen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Buzzurro am 16.04.2019 um 12:47 Uhr bearbeitet
16.04.2019 - 14:36 Uhr
Zitat von Buzzurro
Ist ja immer Ansichtssache, aber willst Du Cagliari als einen der wenigen Meiterschaftssieger des Südens in die Serie B verbannen, während Du Dir traditionelle Yo-Yo-Teams in der höchsten Spielklasse wünschst?
Für Cagliari müsste man da schon Platz machen.
Ist ja immer Ansichtssache, aber willst Du Cagliari als einen der wenigen Meiterschaftssieger des Südens in die Serie B verbannen, während Du Dir traditionelle Yo-Yo-Teams in der höchsten Spielklasse wünschst?
Für Cagliari müsste man da schon Platz machen.
Ja, man kann natürlich drüber diskutieren, ob Brescia oder Salernitana in der A sein müssten, es war jetzt auch teils der Rivalität und der Derbys wegen, dass ich manche Clubs hier oben oder unten genannt habe. (Sonst dürfte man hier natürlich nie über Olbia diskutieren)
Es ist natürlich auch klar, dass das ganze sehr Subjektiv ist (die einzige objektive Entscheidungsmöglichkeit über die Spielklasse hängt natürlich an Ergebnissen), in meinem Fall könnte es auch eine Rolle spielen, dass mir die sardischen Fans seit der Geschichte mit Moise Kean etwas unsympathisch sind.
Zitat von Buzzurro
Außerdem spielt da natürlich etwas Nostalgie mit. Man merkt bei deiner Auswahl, dass du mit 90er/Anfang 2000er-Fußball aufgewachsen bist. Bei älteren Generationen würde die Wahl schon anders ausfallen.
Außerdem spielt da natürlich etwas Nostalgie mit. Man merkt bei deiner Auswahl, dass du mit 90er/Anfang 2000er-Fußball aufgewachsen bist. Bei älteren Generationen würde die Wahl schon anders ausfallen.
Ich bin 1999 geboren also viel 90er hab ich nicht mitgekriegt
Generell mag ich einfach traditionsreiche Derbys und Vereine, die für eine Region oder Stadt durch die starke Identifikation der Menschen mit ihrer Mannschaft repräsentativ sind. Ich hatte allerdings auch anfangs überlegt, einfach alle historischen Scudetto- oder Coppa-Gewinner in die Serie A zu nehmen, aber da z.B.: Vercelli oder Casale ja schon lange davon entfernt sind, oben zu spielen und das Interesse an den Vereinen nicht mehr so groß ist wie einst hab ich es jetzt mal so geschrieben.
Das Ganze ist natürlich auch nur ein Wunschtraum
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mafioso99 am 16.04.2019 um 14:39 Uhr bearbeitet
17.04.2019 - 12:43 Uhr
Hallo Leute,
folgenden Kommentar hab nach Juves ausscheiden gegen Ajax verfasst. Er betrifft m.M.n. jedoch die ganze Serie-A und vor allem den Stiel wie man 2019 in Italien Fussball spielt. Gerne würde ich von euch wissen, wie ihr zu folgenden Punkten steht.
Hypothesen:
-es wird seit Jahren in Italien kein zeitgemäßer Fussball mehr gespielt
-viele italienische Trainer halten an einer Fussballkultur fest, die international keinen Erfolg mehr bringt
_____________________________________________________________________________________________
Auch wenn viele das anders sehen, ist es m.M.n. eine Niederlage für die ganze Serie-A. Es ist davon auszugehen, dass auch Napoli morgen ausscheiden wird und somit wäre keine italienische Mannschaft in einem internationalen Halbfinale vertreten.
Den letzten internationalen Titel hat Inter Mailand mit dem Sieg der CL im Jahre 2009/2010 geholt.
Das sind knapp 10 Jahre her! Die einzige Mannschaft die seit dem international wirklich mithalten konnte war Juve mit zwei Endspiel teilnahmen und evtl. noch die Roma in der Saison 2017/2018 mit dem Erreichen des Halbfinales.
Das zeigt m.M.n. das in Italien seit mehreren Jahren einiges schief läuft. Abgesehen von Juve ist keine Mannschaft im internationalen Geschäft wirklich konkurrenzfähig und selbst Juve hat dieses Jahr mit Ausnahme des Atletico-Rückspiels in der CL nicht wirklich überzeugen können.Doch wodran liegt das?
Wird in Italien kein zeitgemäßer Fussball mehr gespielt der international konkurrenzfähig ist?
Je mehr Serie-A Spiele ich gucke, desto mehr bin ich der Meinung, dass dies der Fall ist. Von Milan brauch ich gar nicht erst reden, die spielen katastrophal. Aber auch die anderen Top-Teams in Italien spielen m.M.n. keinen ansehnlichen Fussball. Die meisten Spiele die ich in der Serie-A schaue sind oft Not gegen Elend. Tore sind oft das Ergebnis von individuellen Leistungen oder Zufallsprodukte. Selbst die mit Abstand beste Mannschaft Italiens (Juve) spielt m.M.n. keinen schönen Fussball, der mit Spielidee überzeugen kann. Oft duseln sich die Top-Teams zu siegen und das sagt schon einiges.
Fehlt es den Serie-A Teams vielleicht an internationaler Trainer-Expertise, die eine neue Art von Fussball lehren?
Weg von dem "Die-Null-muss-stehen-Fussball" zu einem schnellen, technischen und ansehnlichen Fussball bei dem man den jungen, hungrigen Spielern mehr Chancen gibt. Bestes Beispiel Ajax mit ihrem Altersdurchschnitt von 24,1 Jahren (Juve hingegen 28,7).
Auch wenn der allgemeine Altersdurchschnitt in der Serie-A mit 27,1 Jahren nicht alt ist, (England 27,4; Spanien 27,3; Bundesliga 25,6) lassen die Trainer m.M.n. immer noch einen viel zu altmodischen Fussball spielen, der eher auf die Serie-A ausgelegt ist und international nicht mehr konkurrenzfähig genug ist.
Vielleicht ist es kein Zufall das Europas "Top-Trainer" eher "internationale" Trainer sind:
Guardiola, Klopp, Simeone, Zidane, Pochettino, Emery (der eine mehr, der andere weniger erfolgreich)
Hingegen sind in der Serie-A lediglich Tudor (Kroate) und Mihajlovic (Serbe) keine nicht Italiener. Soll nicht heißen, dass es keine guten italienischen Trainer gibt aber vielleicht fehlt es einigen an internationaler Expertise die dafür sorgt, dass man auch international erfolgreich spielt und vor allem einen zeitgemäßen Fussball spielt.
folgenden Kommentar hab nach Juves ausscheiden gegen Ajax verfasst. Er betrifft m.M.n. jedoch die ganze Serie-A und vor allem den Stiel wie man 2019 in Italien Fussball spielt. Gerne würde ich von euch wissen, wie ihr zu folgenden Punkten steht.
Hypothesen:
-es wird seit Jahren in Italien kein zeitgemäßer Fussball mehr gespielt
-viele italienische Trainer halten an einer Fussballkultur fest, die international keinen Erfolg mehr bringt
_____________________________________________________________________________________________
Auch wenn viele das anders sehen, ist es m.M.n. eine Niederlage für die ganze Serie-A. Es ist davon auszugehen, dass auch Napoli morgen ausscheiden wird und somit wäre keine italienische Mannschaft in einem internationalen Halbfinale vertreten.
Den letzten internationalen Titel hat Inter Mailand mit dem Sieg der CL im Jahre 2009/2010 geholt.
Das sind knapp 10 Jahre her! Die einzige Mannschaft die seit dem international wirklich mithalten konnte war Juve mit zwei Endspiel teilnahmen und evtl. noch die Roma in der Saison 2017/2018 mit dem Erreichen des Halbfinales.
Das zeigt m.M.n. das in Italien seit mehreren Jahren einiges schief läuft. Abgesehen von Juve ist keine Mannschaft im internationalen Geschäft wirklich konkurrenzfähig und selbst Juve hat dieses Jahr mit Ausnahme des Atletico-Rückspiels in der CL nicht wirklich überzeugen können.Doch wodran liegt das?
Wird in Italien kein zeitgemäßer Fussball mehr gespielt der international konkurrenzfähig ist?
Je mehr Serie-A Spiele ich gucke, desto mehr bin ich der Meinung, dass dies der Fall ist. Von Milan brauch ich gar nicht erst reden, die spielen katastrophal. Aber auch die anderen Top-Teams in Italien spielen m.M.n. keinen ansehnlichen Fussball. Die meisten Spiele die ich in der Serie-A schaue sind oft Not gegen Elend. Tore sind oft das Ergebnis von individuellen Leistungen oder Zufallsprodukte. Selbst die mit Abstand beste Mannschaft Italiens (Juve) spielt m.M.n. keinen schönen Fussball, der mit Spielidee überzeugen kann. Oft duseln sich die Top-Teams zu siegen und das sagt schon einiges.
Fehlt es den Serie-A Teams vielleicht an internationaler Trainer-Expertise, die eine neue Art von Fussball lehren?
Weg von dem "Die-Null-muss-stehen-Fussball" zu einem schnellen, technischen und ansehnlichen Fussball bei dem man den jungen, hungrigen Spielern mehr Chancen gibt. Bestes Beispiel Ajax mit ihrem Altersdurchschnitt von 24,1 Jahren (Juve hingegen 28,7).
Auch wenn der allgemeine Altersdurchschnitt in der Serie-A mit 27,1 Jahren nicht alt ist, (England 27,4; Spanien 27,3; Bundesliga 25,6) lassen die Trainer m.M.n. immer noch einen viel zu altmodischen Fussball spielen, der eher auf die Serie-A ausgelegt ist und international nicht mehr konkurrenzfähig genug ist.
Vielleicht ist es kein Zufall das Europas "Top-Trainer" eher "internationale" Trainer sind:
Guardiola, Klopp, Simeone, Zidane, Pochettino, Emery (der eine mehr, der andere weniger erfolgreich)
Hingegen sind in der Serie-A lediglich Tudor (Kroate) und Mihajlovic (Serbe) keine nicht Italiener. Soll nicht heißen, dass es keine guten italienischen Trainer gibt aber vielleicht fehlt es einigen an internationaler Expertise die dafür sorgt, dass man auch international erfolgreich spielt und vor allem einen zeitgemäßen Fussball spielt.
17.04.2019 - 13:14 Uhr
Zitat von DONCA
Fehlt es den Serie-A Teams vielleicht an internationaler Trainer-Expertise, die eine neue Art von Fussball lehren?
Weg von dem "Die-Null-muss-stehen-Fussball" zu einem schnellen, technischen und ansehnlichen Fussball bei dem man den jungen, hungrigen Spielern mehr Chancen gibt. Bestes Beispiel Ajax mit ihrem Altersdurchschnitt von 24,1 Jahren (Juve hingegen 28,7).
Auch wenn der allgemeine Altersdurchschnitt in der Serie-A mit 27,1 Jahren nicht alt ist, (England 27,4; Spanien 27,3; Bundesliga 25,6) lassen die Trainer m.M.n. immer noch einen viel zu altmodischen Fussball spielen, der eher auf die Serie-A ausgelegt ist und international nicht mehr konkurrenzfähig genug ist.
Vielleicht ist es kein Zufall das Europas "Top-Trainer" eher "internationale" Trainer sind:
Guardiola, Klopp, Simeone, Zidane, Pochettino, Emery (der eine mehr, der andere weniger erfolgreich)
Hingegen sind in der Serie-A lediglich Tudor (Kroate) und Mihajlovic (Serbe) keine nicht Italiener. Soll nicht heißen, dass es keine guten italienischen Trainer gibt aber vielleicht fehlt es einigen an internationaler Expertise die dafür sorgt, dass man auch international erfolgreich spielt und vor allem einen zeitgemäßen Fussball spielt.
Fehlt es den Serie-A Teams vielleicht an internationaler Trainer-Expertise, die eine neue Art von Fussball lehren?
Weg von dem "Die-Null-muss-stehen-Fussball" zu einem schnellen, technischen und ansehnlichen Fussball bei dem man den jungen, hungrigen Spielern mehr Chancen gibt. Bestes Beispiel Ajax mit ihrem Altersdurchschnitt von 24,1 Jahren (Juve hingegen 28,7).
Auch wenn der allgemeine Altersdurchschnitt in der Serie-A mit 27,1 Jahren nicht alt ist, (England 27,4; Spanien 27,3; Bundesliga 25,6) lassen die Trainer m.M.n. immer noch einen viel zu altmodischen Fussball spielen, der eher auf die Serie-A ausgelegt ist und international nicht mehr konkurrenzfähig genug ist.
Vielleicht ist es kein Zufall das Europas "Top-Trainer" eher "internationale" Trainer sind:
Guardiola, Klopp, Simeone, Zidane, Pochettino, Emery (der eine mehr, der andere weniger erfolgreich)
Hingegen sind in der Serie-A lediglich Tudor (Kroate) und Mihajlovic (Serbe) keine nicht Italiener. Soll nicht heißen, dass es keine guten italienischen Trainer gibt aber vielleicht fehlt es einigen an internationaler Expertise die dafür sorgt, dass man auch international erfolgreich spielt und vor allem einen zeitgemäßen Fussball spielt.
Da muss ich dazusagen, dass es schon einige "Ausländer" bei uns versucht haben aber leider so gut wie immer kläglich gescheitert sind. Der einzige der wirklich erfolgreich war, war Mourinho der ehrlich gesagt taktisch sehr gut zum Italienischen Fußball passt.
Ich bin davon überzeugt dass in Italien Taktik höchste Priorität hat und dass keine Liga da mithalten kann. Und wenn man dann Serie A Spiele schaut, sieht das oft wie ein Schachspiel aus wo man nur hin und her taktisiert. So extrem taktisieren und herumgrübeln dass es am Ende dann wieder zu viel ist. Und das merkt man sehr gut in den CL-Partien. Wo die Gegner einen "einfachen" Fußball spielen und dann schaut es aus als wäre die komplette Taktik für die Katz.
Es taucht ab und zu ein erfirschendes Team in der Serie A auf wie jetzt Atalanta aber auch die kommen an ihre Grenzen, denn langfristig hat man in der Serie dadurch keinen Erfolg. Genau so bin ich davon überzeugt das ein Ajax in der Serie A nicht lange überleben würde. Die spielen zwar jetzt top und erfrischen die ganze Fußballwelt aber in Italien hätte man sie nach dem 5ten Spiel schon ausgeguckt und sie würden nicht weit oben stehen am Ende.
Ich denke auch, dass wenn es eine CL gäbe auf Ligasystem, dann wären die Italiener eher erfolgreich weil man viel mehr Zeit hat um die Gegner auszugucken bzw. sie einzustudieren und man ist nicht von einem oder zwei Spielen abhängig.
Oder das stimmt alles nicht und man muss einfach nur warten bis die Mailänder wieder in Fahrt kommen und dann wird wieder alles gut
Dieser Beitrag wurde zuletzt von niko_kranjcar_19 am 17.04.2019 um 13:16 Uhr bearbeitet
17.04.2019 - 13:21 Uhr
Ich mag es generell nicht, wenn von "modernem" oder "zeitgemäßem" Fußball gesprochen wird. Was ist denn "modern/zeitgemäß"? Normalerweise könnte man ja meinen, dass der Fußball, der am erfolgreichsten ist, in diese Kategorie passt. Man kann aber natürlich mit den "trendigen" taktischen Ideen des aggressiven Pressings und der Verabschiedung vom langweiligen Ballbesitzfußball alle möglichen taktischen Systeme bauen, die sich teilweise stark von einander unterscheiden.
Was ich meine ist, dass es unabhängig davon ist, was gerade die besten Mannschaften spielen, wenn jemand mit einem komplett gegen den Trend gerichteten System erfolgreich wäre, müsste man dieses ja dann eigentlich auch als "modern/zeitgemäß" betrachten.
Im Vergleich der Spielstärke mit England sieht es für LaLiga oder die Bundesliga nicht bedeutend besser aus als für die Serie A. Dabei ist natürlich zu bemerken, dass die Premier League die einzige große Liga ist, in der ausländische Trainer in der Mehrheit sind, aber das kann man natürlich ach auf einen Mangel an britischen Top-Trainern zurückführen, anstatt auf die überragende Qualität der internationalen. Wenn Sarri und Conte wieder in Italien arbeiten würden, dürfte man sich wahrscheinlich auch bessere internationale Ergebnisse erwarten, als z.B. mit dem unerfahrenen Gattuso.
Auch wenn das wie eine beliebte Ausrede für alle möglichen Probleme klingt, bin ich der Meinung, dass die Serie A (wie auch die Bundesliga und der Großteil der spanischen Vereine) einfach finanziell den Engländern hinterherhinkt. Auf der Insel haben nämlich fast alle Vereine einen ausländischen Besitzer oder Investor, der sich auch in der Vereinsführung die besten Leute leisten kann. Ich bin der Meinung, dass die Kompetenz in den Führungsriegen in Turin oder Mailand (ähnlich wie bei vielen deutschen Vereinen) im Moment wieder zunimmt, aber immer noch kein internationales Top-Niveau hat. Zusätzlich ist die finanzielle Überlegenheit natürlich auch am Spielermarkt von immenser Wichtigkeit.
Was ich meine ist, dass es unabhängig davon ist, was gerade die besten Mannschaften spielen, wenn jemand mit einem komplett gegen den Trend gerichteten System erfolgreich wäre, müsste man dieses ja dann eigentlich auch als "modern/zeitgemäß" betrachten.
Im Vergleich der Spielstärke mit England sieht es für LaLiga oder die Bundesliga nicht bedeutend besser aus als für die Serie A. Dabei ist natürlich zu bemerken, dass die Premier League die einzige große Liga ist, in der ausländische Trainer in der Mehrheit sind, aber das kann man natürlich ach auf einen Mangel an britischen Top-Trainern zurückführen, anstatt auf die überragende Qualität der internationalen. Wenn Sarri und Conte wieder in Italien arbeiten würden, dürfte man sich wahrscheinlich auch bessere internationale Ergebnisse erwarten, als z.B. mit dem unerfahrenen Gattuso.
Auch wenn das wie eine beliebte Ausrede für alle möglichen Probleme klingt, bin ich der Meinung, dass die Serie A (wie auch die Bundesliga und der Großteil der spanischen Vereine) einfach finanziell den Engländern hinterherhinkt. Auf der Insel haben nämlich fast alle Vereine einen ausländischen Besitzer oder Investor, der sich auch in der Vereinsführung die besten Leute leisten kann. Ich bin der Meinung, dass die Kompetenz in den Führungsriegen in Turin oder Mailand (ähnlich wie bei vielen deutschen Vereinen) im Moment wieder zunimmt, aber immer noch kein internationales Top-Niveau hat. Zusätzlich ist die finanzielle Überlegenheit natürlich auch am Spielermarkt von immenser Wichtigkeit.
17.04.2019 - 13:24 Uhr
mir fällt bei solchen Diskussionen immer nur ein: Schnelligkeit/Tempo
gefühlsmäßig ist man da in Italien weit, weit hinten nach....
gefühlsmäßig ist man da in Italien weit, weit hinten nach....
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Biancoceleste am 17.04.2019 um 13:27 Uhr bearbeitet
17.04.2019 - 13:25 Uhr
Zitat von niko_kranjcar_19
Da muss ich dazusagen, dass es schon einige "Ausländer" bei uns versucht haben aber leider so gut wie immer kläglich gescheitert sind. Der einzige der wirklich erfolgreich war, war Mourinho der ehrlich gesagt taktisch sehr gut zum Italienischen Fußball passt.
Ich bin davon überzeugt dass in Italien Taktik höchste Priorität hat und dass keine Liga da mithalten kann. Und wenn man dann Serie A Spiele schaut, sieht das oft wie ein Schachspiel aus wo man nur hin und her taktisiert. So extrem taktisieren und herumgrübeln dass es am Ende dann wieder zu viel ist. Und das merkt man sehr gut in den CL-Partien. Wo die Gegner einen "einfachen" Fußball spielen und dann schaut es aus als wäre die komplette Taktik für die Katz.
Es taucht ab und zu ein erfirschendes Team in der Serie A auf wie jetzt Atalanta aber auch die kommen an ihre Grenzen, denn langfristig hat man in der Serie dadurch keinen Erfolg. Genau so bin ich davon überzeugt das ein Ajax in der Serie A nicht lange überleben würde. Die spielen zwar jetzt top und erfrischen die ganze Fußballwelt aber in Italien hätte man sie nach dem 5ten Spiel schon ausgeguckt und sie würden nicht weit oben stehen am Ende.
Ich denke auch, dass wenn es eine CL gäbe auf Ligasystem, dann wären die Italiener eher erfolgreich weil man viel mehr Zeit hat um die Gegner auszugucken bzw. sie einzustudieren und man ist nicht von einem oder zwei Spielen abhängig.
Oder das stimmt alles nicht und man muss einfach nur warten bis die Mailänder wieder in Fahrt kommen und dann wird wieder alles gut
Da muss ich dazusagen, dass es schon einige "Ausländer" bei uns versucht haben aber leider so gut wie immer kläglich gescheitert sind. Der einzige der wirklich erfolgreich war, war Mourinho der ehrlich gesagt taktisch sehr gut zum Italienischen Fußball passt.
Ich bin davon überzeugt dass in Italien Taktik höchste Priorität hat und dass keine Liga da mithalten kann. Und wenn man dann Serie A Spiele schaut, sieht das oft wie ein Schachspiel aus wo man nur hin und her taktisiert. So extrem taktisieren und herumgrübeln dass es am Ende dann wieder zu viel ist. Und das merkt man sehr gut in den CL-Partien. Wo die Gegner einen "einfachen" Fußball spielen und dann schaut es aus als wäre die komplette Taktik für die Katz.
Es taucht ab und zu ein erfirschendes Team in der Serie A auf wie jetzt Atalanta aber auch die kommen an ihre Grenzen, denn langfristig hat man in der Serie dadurch keinen Erfolg. Genau so bin ich davon überzeugt das ein Ajax in der Serie A nicht lange überleben würde. Die spielen zwar jetzt top und erfrischen die ganze Fußballwelt aber in Italien hätte man sie nach dem 5ten Spiel schon ausgeguckt und sie würden nicht weit oben stehen am Ende.
Ich denke auch, dass wenn es eine CL gäbe auf Ligasystem, dann wären die Italiener eher erfolgreich weil man viel mehr Zeit hat um die Gegner auszugucken bzw. sie einzustudieren und man ist nicht von einem oder zwei Spielen abhängig.
Oder das stimmt alles nicht und man muss einfach nur warten bis die Mailänder wieder in Fahrt kommen und dann wird wieder alles gut

wenn ich das liken könnte, würd ichs tun
17.04.2019 - 13:28 Uhr
Zitat von Biancoceleste
mir fällt bei solchen Diskussionen immer nur ein: Schnelligkeit/Tempo
gefühlsmäßig ist man da in Italien weit, weit hinten nach....
mir fällt bei solchen Diskussionen immer nur ein: Schnelligkeit/Tempo
gefühlsmäßig ist man da in Italien weit, weit hinten nach....
Nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch wie lange ein gewisses Tempo aufrecht erhalten werden kann. Ich habe immer das Gefühl, dass die Kondition der italienischen Teams im Vergleich zu anderen sehr schlecht ist.
17.04.2019 - 13:47 Uhr
Zitat von Lucii
Nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch wie lange ein gewisses Tempo aufrecht erhalten werden kann. Ich habe immer das Gefühl, dass die Kondition der italienischen Teams im Vergleich zu anderen sehr schlecht ist.
Zitat von Biancoceleste
mir fällt bei solchen Diskussionen immer nur ein: Schnelligkeit/Tempo
gefühlsmäßig ist man da in Italien weit, weit hinten nach....
mir fällt bei solchen Diskussionen immer nur ein: Schnelligkeit/Tempo
gefühlsmäßig ist man da in Italien weit, weit hinten nach....
Nicht nur die Schnelligkeit, sondern auch wie lange ein gewisses Tempo aufrecht erhalten werden kann. Ich habe immer das Gefühl, dass die Kondition der italienischen Teams im Vergleich zu anderen sehr schlecht ist.
Das schien ir ganz speziell gestern auch entscheidend. In der ersten Hälfte ging Juve ein sehr hohes tempo, man hat Ajax durch das hohe PRessing kaum ins Spiel kommen lassen, Can hat defensiv perfekt die Lücken geschlossen und war gleichzeitig das Bindeglied zwischen Mittelfeld und Offensive. Aber aus dieser Dominanz konnte man nicht viel rausholen, da das Zusammenspiel und die offensiven Laufwege viel zu leicht durchschaubar waren. Und letzteres sehe ich bei vielen Serie A-Teams immer wieder. Ajax konnte in den wenigen Situationen im gegnerischen Strafraum der ersten Hälfte mehr GEfahr ausstrahlen als Juve, weil sie im engsten Raum Pass- und Laufwege in der gegnerischen Abwehr finden konnten. Juve konnte mit weit mehr Platz nicht viel anfangen, verfiel meist in die klassischen Flanken hohen Flanken in den Strafraum (in Hälfte 2 erst recht).
17.04.2019 - 14:02 Uhr
Was ist denn zeitgemässer Fussball? Die Spielweise von Klopp? Oder Guardiola? Ist es ein 4-3-3 oder 3-5-2? Hier wird immer so getan, als wäre Fussball eine Wissenschaft. Schlussendlich ist das Spiel nach wie vor das selbe wie vor x Jahrzehnten. Natürlich ist das Niveau gestiegen, aber das ist auch normal, da immer alles professioneller gehandhabt wird, immer mehr Geld in Fussball gesteckt wird und die Leistungsdichte zugenommen hat. Aber Fussball an sich ist immer noch die gleiche Sportart. Und in den letzten Jahrzehnten haben sich regelmässig Trends, Spielweisen, taktische Ausrichtungen etc. geändert, sind verschwunden und dann wieder auferstanden. Einzig den Libero gibt es nicht mehr und ist bis anhin auch nicht wieder auferstanden, aber wer weiss schon ob das für immer so bleibt.
Die Serie A ist für mich grundsätzlich immer noch die stärkste/schwierigste Liga in Europa. Nirgendwo wird so akribisch Fussball „gelehrt“, wie in Italien. Und mit gelehrt meine ich wirklich, dass analytisch gearbeitet wird, mit dem Ziel das bestmögliche Resultat zu erreichen (aka Taktik) und dies den Spielern beigebracht wird. Damit will ich nicht sagen, dass alle anderen nichts können (im Gegenteil), aber diesbezüglich macht den Italienern Stand heute niemand was vor. Der Grund warum Italien seit unserem Triple international nichts mehr gewonnen hat ist relativ simple: Geld. Schaut euch doch einfach mal an, wie viel mehr Geld City, Real, Barca, Liverpool, United, PSG & Co. zur Verfügung haben. City ist auf jeder Position mind. zweifach weltklasse besetzt - sie können es sich halt leisten. Juve, momentan das Nonplusultra in Italien, ist in Sachen Einnahmen gerade mal auf Platz 10 in Europa. Von Napoli, Roma & Co. müssen wir erst gar nicht anfangen. Und jeder der sagt Geld alleine gewinnt keine Titel mag Recht haben, aber es vergrössert sicherlich die Erfolgsaussichten massgeblich.
Was man den Italienern vorwerfen kann bzw. muss, ist die schlechte Jugendförderung bzw. Integration junger Spieler. Da hinkt Italien allen anderen meilenweit hinterher. Und das ist für ein Land, das über Jahrzehnte weltklasse Spieler hervorgebracht hat und zu den erfolgreichsten Fussballnationen gehört, eine Schande. Und es ist auch völlig unverständlich, dass dies so ist, da gerade wenn man finanziell nicht mehr mit den anderen Grossen auf Augenhöhe ist, sollte die eigene Nachwuchsförderung eigentlich Priorität haben. Aber auch die Generation der Spallettis und Capellos wird irgendwann nicht mehr da sein und ein EdF hat es ja bereits vorgezeigt, dass auch ein italienischer Spitzenklub erfolgreich junge Talente einsetzen und fördern kann. Auch ein Mancini in der SA, man kann von ihm halten was man will, scheint sich diesbezüglich weiterentwickelt zu haben. Es findet hoffentlich langsam ein Umdenken statt.
Und zum Schluss noch: auch in Italien wird schöner (für einige hier offensichtlich ein Synonym für erfolgreich) Fussball gespielt. Sarri mit Napoli spielte wohl einen für den neutralen Zuschauer schönsten Fussball in Europa. Oder Atalanta mit Gasp. Auch die Roma hat jahrelang schönen offensiven Fussball gezeigt. Von Ancelottis Milan müssen wir erst gar nicht anfangen. Das alles machen Klopp, Tuchel, Zidane & Co. nicht besser. Sie haben einfach die besseren Spieler, weil sie es sich leisten können.
Die Serie A ist für mich grundsätzlich immer noch die stärkste/schwierigste Liga in Europa. Nirgendwo wird so akribisch Fussball „gelehrt“, wie in Italien. Und mit gelehrt meine ich wirklich, dass analytisch gearbeitet wird, mit dem Ziel das bestmögliche Resultat zu erreichen (aka Taktik) und dies den Spielern beigebracht wird. Damit will ich nicht sagen, dass alle anderen nichts können (im Gegenteil), aber diesbezüglich macht den Italienern Stand heute niemand was vor. Der Grund warum Italien seit unserem Triple international nichts mehr gewonnen hat ist relativ simple: Geld. Schaut euch doch einfach mal an, wie viel mehr Geld City, Real, Barca, Liverpool, United, PSG & Co. zur Verfügung haben. City ist auf jeder Position mind. zweifach weltklasse besetzt - sie können es sich halt leisten. Juve, momentan das Nonplusultra in Italien, ist in Sachen Einnahmen gerade mal auf Platz 10 in Europa. Von Napoli, Roma & Co. müssen wir erst gar nicht anfangen. Und jeder der sagt Geld alleine gewinnt keine Titel mag Recht haben, aber es vergrössert sicherlich die Erfolgsaussichten massgeblich.
Was man den Italienern vorwerfen kann bzw. muss, ist die schlechte Jugendförderung bzw. Integration junger Spieler. Da hinkt Italien allen anderen meilenweit hinterher. Und das ist für ein Land, das über Jahrzehnte weltklasse Spieler hervorgebracht hat und zu den erfolgreichsten Fussballnationen gehört, eine Schande. Und es ist auch völlig unverständlich, dass dies so ist, da gerade wenn man finanziell nicht mehr mit den anderen Grossen auf Augenhöhe ist, sollte die eigene Nachwuchsförderung eigentlich Priorität haben. Aber auch die Generation der Spallettis und Capellos wird irgendwann nicht mehr da sein und ein EdF hat es ja bereits vorgezeigt, dass auch ein italienischer Spitzenklub erfolgreich junge Talente einsetzen und fördern kann. Auch ein Mancini in der SA, man kann von ihm halten was man will, scheint sich diesbezüglich weiterentwickelt zu haben. Es findet hoffentlich langsam ein Umdenken statt.
Und zum Schluss noch: auch in Italien wird schöner (für einige hier offensichtlich ein Synonym für erfolgreich) Fussball gespielt. Sarri mit Napoli spielte wohl einen für den neutralen Zuschauer schönsten Fussball in Europa. Oder Atalanta mit Gasp. Auch die Roma hat jahrelang schönen offensiven Fussball gezeigt. Von Ancelottis Milan müssen wir erst gar nicht anfangen. Das alles machen Klopp, Tuchel, Zidane & Co. nicht besser. Sie haben einfach die besseren Spieler, weil sie es sich leisten können.
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