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Roger Schmidt
Geburtsdatum 13.03.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Global Sports Director
Akt. Verein Japanische Fußball Liga

Roger Schmidt

25.04.2014 - 12:18 Uhr
Zeige Ergebnisse 11-20 von 346.
Roger Schmidt |#11
09.11.2014 - 10:35 Uhr
Ich würd jetzt ehrlich gesagt keine großen Rechenspielchen anfangen... es ist noch früh in der Saison, da macht das wenig Sinn.
In der Beziehung von mir nur 1 Hinweis: In der Lewandowski/Hyypiä-Saison hatten wir am 11 Spieltag nur 1 Punkt mehr und standen auf Platz 5.

Das man hier jetzt also ernsthaft die Gefahr sieht, die Saisonziele zu verhauen, ist, bei allem Respekt, verfrüht. Das Restprogramm ist relativ knackig, das stimmt, mit Hannover, Bayern, Gladbach, Hoffenheim kommen noch 4 Gegner der Tabellenspitze. Das sind aber sicher keine Default-Niederlagen, sondern sicher schwere Spiele, in denen wir aber in jedem Spiel punkten können.
Denn wenn man sich die bisherige Saison ansieht, dann muss man doch festhalten, dass wir die Punkte immer gegen "schwächere" Gegner, v.a. aus dem Tabellenkeller, verschenkt haben.
Freiburg, Paderborn, Bremen, Stuttgart.

Gegen gleichwertige Gegner wie Schalke, Dortmund oder in der CL Zenit, Benfica, hat man gewonnen. (Wolfsburg als Ausnahme, aber das lag auch einfach am Spielverlauf mit der roten Karte)
Da braucht man sich jetzt also nicht kleiner machen als man ist. Warum man da jetzt schon Panik machen muss, statt einfach mal bis zur Winterpause abzuwarten...

Und nochmal zum Mainz-Spiel zu kommen: Dass die Offensive jetzt als völlig planlos und ideenlos und viel zu schlecht bezeichnet wird, ist mir unverständlich. Die Kritik hätte man meinetwegen nach dem HSV-Spiel anbringen können, aber gegen Mainz? Man hatte wirklich mehr als genug Chancen, aussichtsreiche Situationen und Torabschlüsse. Nur die Zahl "24 Torabschlüsse" reinzuwerfen ist in der Tat irreführend, weil esnichts über die Qualität aussagt. Aber nachdem ich gestern nochmal die Sportschau angeschaut habe, versteh ich die Kritik wirklich nicht. WIr hatten soviele Situationen, mehr als genug Abschlüsse, mehr als genug aussichtsreiche Situationen, die dann einfach vergeben oder nicht perfekt ausgespielt wurden.
Es war keine Anneinanderreihung von 100%igen, aber das muss es ja auch nicht sein. Man war oft genug am und im Strafraum, als man da aus diesen Szenen 1-2 Tore rausholen muss.

Dass das nicht passiert ist, die Kritik kann und muss man machen, aber die geht dann an die Spieler, nicht an den Trainer. Der Trainer steht nicht auf dem Platz, und flüstert den Spielern ins Ohr "Pass nach links! Schuss!".
Der Trainer gibt den Rahmen vor, aber ausfüllen müssen ihn die Spieler. Wenn man dann einen Gegner die meiste Zeit dominiert, genügend Abschlüsse und aussichtsreiceh Situationen hat, dann kann der Rahmen imho nicht so schlecht sein. Da muss man dann eher die Spieler kritisieren...

PS:
11 Spieltage, und wir diskutieren schon wieder fröhlich über den Trainer, weil wir 3-6 Punkte zu wenig auf dem Konto haben. Vom Verein wird immer Geduld, langfristiges Denken und blablubb gefordert, aber hier im Forum kann man nichtmal 17 Spiele die Füße still halten und ruhig bleiben.

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Keine Macht dem Schwarz-Weiß Denken! Mehr Grau braucht die Welt.
Roger Schmidt |#12
27.11.2014 - 01:27 Uhr
Zitat von romelu_lukaku
War enttäuscht von der Aufstellung. Wo ist die Rotation?

Rotation? Das war heute die beste Elf, weil man das Spiel gewinnen und alles klar machen wollte. Wenn man rotiert hätte, würde es nun heißen "Wie kann er nur rotieren, wir wollen doch den Gruppensieg, da muss die beste Elf spielen, und keine Rotation! Kann er doch nicht machen, so schenkt man den Gruppensieg her!"

Im Nachhinein kann man nun natürlich leicht wieder sagen "Hätte er mal besser rotiert", aber nunja.

Den Wunsch nach mehr Rotation kann ich dabei absolut nachvollziehen, aber in diesem Spiel? Ne. Find ich unfair, ihm in diesem Spiel fehlende Rotation (genauer gesagt: Fehlende Rotation in der Offensive. In der Defensive kamen mit Donati, Wendell und Castro 3 neue im Vergleich zu Hannover in die Startelf) vorzuwerfen.

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Roger Schmidt |#13
30.11.2014 - 01:02 Uhr
Neutrale Meinung; passt sich mittlerweile wohl rudi Völler an. Ganz schön unpassende Aussage für einen Trainer, der nach 15 Minuten mit 10 Mann dastehen MUSS und eventuell mit 2:0 zurückliegen KANN
Roger Schmidt |#14
30.11.2014 - 14:31 Uhr
Zitat von FC_WAHN
Ich möchte euch mal an die Transfermarkt Regeln erinner : Missbrauch des Alarms Buttons wird bestraft, ich wüsste nicht was alarmwürdig sein soll wenn ich schreibe das er mir unsympathisch ist wir sind in einem freien Land wo jeder seine Meinung äußern kann, wenn ihr damit nicht klar kommt ist das euer Problem.


Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass du hingehen kannst und einfach alles rausklotzen kannst, wies dir grade in den Sinn kommt. Es kommt immer darauf an WIE man seine Meinung formuliert. Aber das kapieren die Leute heutzutage nicht mehr; die meinen, sie haben Meinungsfreiheit und könnten daher alles sagen, wie es ihnen passt. Und dann wundern sie sich, wenn sie Gegenwind kriegen. Stell dir die Situation andersrum vor, wie du reagieren würdest, wenn dann wir in den Stöger-Thread kämen und das schreiben würden, das du schreibst. Und jetzt sag mir nicht, dass du das nicht alarmieren würdest...

Aber dazu braucht man Empathie und die Fähigkeit, sich in die Lage von anderen hineinzuversetzen, und das hat irgendwie keiner mehr. Was du nicht willst, das man dir tut, das füge auch keinem anderen zu. Wäre schön, wenn mehr Leute nach dieser Regel leben würden...

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Roger Schmidt |#15
30.11.2014 - 18:12 Uhr
Witzig. Hier kommen auswärtige Fans rein, bezeichnen Schmidt als unfassbaren Unsympathen, der eklige Interviews gibt, ein armseliges Männchen ist, der noch nichts gerissen hat, sich dem Riesen-Unsympathen Völler immer mehr anpasst, und überhaupt, ist unser Vereine ja eh große Scheiße, und wenn wir uns dann gegen solche Aussagen wehren, wird uns vorgeworfen, wir wären ja nicht sachlich genug.

Großartiges Kino, echt. Unfassbar. Hier reinkommen, und die verbalde Wildsau raushängen lassen, und sich dann wundern, dass man keine sachliche Diskussion zum laufen kriegt... Klasse. Echt. Den Satz "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus." kennen wohl die wenigsten.

Wenn man nur mal 2 Sekunden anchdenken würde, dann müsste einem eigentlich klar sein, dass das hier das Leverkusen-Forum ist, in dem die Leute Schmidt tendenziell verteidigen werden. Wenn man dann Kritik üben will, dann kann man nicht mit extremen Aussagen, Beleidigungen oder Polarisierungen um die Ecke kommen, sondern muss sich im Tonfall ruhig, sachlich und tendenziell versöhnlich geben. Dann kann man auch in Ruhe darüber reden. Die Kommentare, die hier abgegeben wurden, ind das aber nicht. Die sind alle im Tonfall so, dass man instinktiv widersprechen wird, weil man das in der Art und Weise nicht hinnehmen will. Was daran so schwer zu verstehen ist, weiß ich aber ehrlich gesagt nicht. Wir sind hier im Internet, aber das hier sind alles Menschen, warum man dann sämtliche Empathie über Bord wirft, und meint, sich austoben zu können, werd ich nie verstehen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lodrahil am 30.11.2014 um 18:15 Uhr bearbeitet
Roger Schmidt |#16
22.01.2015 - 19:06 Uhr
Zitat von konzeptor
Viele meiner Arbeitskollegen, fans aller möglichen manschaften, empfinden ihm als arrogant.
Hab es versucht sachlich zu betrachten.
Entweder alle spinnen oder die vereinsbrille war doch nichts ganz aus.
wie seht ihr ihn?


Ich sehe ihn ganz einfach als das an, was er sagt: Er ist überzeugt von dem was er tut, er hat eine klare Vorstellung die er nach außen bringt, er ist wie ich finde nicht gerade das, was man als dumm bezeichnen würde. Was soll daran schlecht sein? Den meisten Trainern geht das abhanden.

Woran mache ich das fest:

1. Die Art und Weise wie Schmidt spielen lässt ist kein bloßes drauflos gestürme, es basiert auf klaren Überlegungen, die da wären:

- Wenns schnell geht ist der Gegner am anfälligsten
- Wenn Gegner in Vorwärtsbewegung ist, ist er am anfälligsten hinten
- Wenn man nah am Tor ist hat der Gegner am wenigsten Zeit zu reagieren.
- Wenn man immer in gegnerischer Hälfte rumhängt, hat es der Gegner weit zum Tor, folglich ist es psyschologisch aufgrund des Pressings so, dass nicht unbedingt alle Spieler mitlaufen
- Psyschologischer Vorteil der agierenden, pressenden Mannschaft

2. Äußerungen, die er sagt können natürlich auch abwertend dem Gegner gegenüber gemeint sein, aber wer das nicht macht ist ein Esel und nicht von der eigenen Philosophie überzeugt. Diskutieren zwei Menschen miteinander, die eine Meinung haben, können sie sich oft in vielem zustimmen, bei gleichzeitiger Abneigung der anderen Position. Das muss er nun wirklich niht verstecken, dass er nichts vom passiven Fussball hält

3. Er versucht immer das beste zu erreichen -> enormer Ehrgeiz. Doch was wichtig dabei ist: Nicht nur Erfolg haben, das wie ist wichtig was ich ungemein schätze. Gewinnen kann man mit jeder Taktik, mal bunkern sich Mannschaften zum Erfolg, mal spielen sie attraktiven Fussball und werden Meister. Nun kann man Schmidts System natürlich Anfälligkeit vorwerfen in der Defensive, weil man darauf aufpassen muss (und dies mittlerweile sehr erfolgreich), aber man muss ihm einen Unterhaltungswert zugestehen, den viele Vereine nicht haben. Daher, wenn ich sowas höre wie: Mit einer vernünftigen Taktik hätten wir gegen Stuttgart gewonnen, dann kann ich nur mit den Achseln zucken und sagemn, wahrscheinlich wären wir erstmal nicht 3:0 in Führung gegangen.

Kurzum: Der Mann eckt an, das ist gut so, er ist ein Trainer der an Zielstrebigkeit, Intellekt und an Charakter von ganz wenigen getoppt wird. Es wird immer so sein, dass die großartigen menschen gehasst werden von manchen. Die Medien steuern viele viel zu sehr, somit gilt ein Klopp nicht als arrogant, wobei der Schmidt da in nichts nachsteht. Bestes beispiel ist Ibrahimovic, natürlich kommt der arrogant rüber, aber tschuldigung, wer nicht stolz auf sich ist, wer nicht denkt er ist ein Gewinner, der ist es selber schuld. Vor allem, wenn man sowas leistet wie Ibrahimovic oder Schmidt...

(Wichtig zu unterscheiden, wenn man sowas wie Ronaldo im Finale nach einem verwandelten Elfmeter zum 4:1 macht nach keinem guten Spiel, dann ist das einfach nur peinlich wie ich finde, falls das nicht klar wurde...)

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Roger Schmidt zum Vorwurf Tuchel's, seine Mannschaft hätte unfair gespielt:
- Es könnte natürlich auch so sein, dass Dortmund einfach sehr gut darin ist, Fouls zu ziehen -

"Auf geht's, ihr schwarz-roten Jungs, kämpft und siegt für uns!"
Roger Schmidt |#17
09.02.2015 - 08:29 Uhr
Also ich halte nichts davon, jetzt schon wieder die Trainerdiskussion auszupacken! Das entwickelt sich langsam aber sicher zu einem regelrechten Unding bei uns. Wir haben noch immer alles selber in der Hand, es ist noch so viel Zeit. Momentan läuft es bei einigen Akteuren nicht so rund wie es noch zu Großteilen in der Hinrunde der Fall gewesen ist, was aber eben auch zu einer Saison gehört. Dann sind eigentlich die Reservisten in der Pflicht. Nur ist bzw kommt da kaum was. Julian Brandt ist da für mich das beste Beispiel! Während Son nicht mit dabei war, konnte er mal das ein oder andere Spiel nutzen um auf sich aufmerksam zu machen. Doch da kam kaum bis garnichts produktives bei rum. Son reichte eine gute Halbzeit gegen Bremen um zumindest mir klarzumachen, wieso er unangefochtener Stammspieler ist. Der Leistungsabfall ist schon extrem wenn man mal wechselt bzw wechseln muss, ja auch einer der Gründe wieso es Schmidt nicht so oft/gerne tut. Und da bin ich auch voll bei ihm!

Und die mangelnden Alternativen sind eben nicht die Schuld des Trainers. Die hatten auch schon seine Vorgänger.

Schmidt hatte insofern noch das "Glück", dass ein Bellarabi die Hinrunde seines Lebens spielte. Das war nie und nimmer so zu erwarten, stand er ja schon mehr oder weniger auf dem Abstellgleis. Nicht auszumalen, wo wir stünden, wenn er in der Saisonvorbereitung nicht so aufgespielt hätte und er weggeschickt worden wäre. Denn zumindest in der Hinrunde hat er uns zu großen Teilen alleine zum Sieg geschossen. Seit der Winterpause hat er nichtmehr die Topform, schon wirds problematisch was mich wenig überrascht.

Ich hoffe, es wird nicht erneut wieder seitens der Fans gegen den Trainer gemeutert, denn das hilft uns nicht. Weder kurz- noch langfristig. Müsste man aus den Vorjahren wissen. Schmidt hat das Team von schlechtem und defensiven Fußball unter Hyypiä zu unkonstantem aber offensiven Fußball umgekrempelt. Das sollte ein Lernprozess sein der nicht innerhalb einer Saison zu perfektionieren ist. Schmidt hat sich bei vielen sein Grab geschaufelt, weil das Team so furios begonnen hatte gegen Dortmund. Viele messen ihn weiterhin daran und meinen, dass das die Normalform Leverkusens wäre. Ist sie nicht, wird sie auch nicht - zumindest nicht wenn Jahr für Jahr der Trainerwechsel gefordert wird.

Ich für meinen Teil gebe dem Kerl Zeit, eben weil er schon versucht rabiat etwas zu verändern und das braucht Zeit. Zeit ist ein dehnbarer Begriff. Für mich ist das aber in diesen Fällen nichts, was man in ein paar Monaten bewältigen kann, sondern es braucht mehr Zeit. Vorallem wegen den Transfers. Viele schielen wahrscheinlich immer noch rüber zu Tuchel, damit dieser übernimmt. Bin mir aber sicher, dass es mit diesem nicht viel erfolgreicher laufen wird wenn auch dieser schon nach etwas mehr als einer Halbserie bei vielen so sehr auf dem Prüfstand steht...
Roger Schmidt |#18
09.02.2015 - 15:42 Uhr
Zitat von derguenther
Du unterstellst diejenigen, die sich kritisch äußern wollen pauschal, dass sie mit der Äußerung von Kritik etwas unangebrachtes oder unangemessenes tun. Das halte ich für ein ziemliches Unding!

Ich spreche für mich, und in meinen Augen ist es ein Unding, was die letzten Jahre immer wieder bei uns gelaufen ist! Würde es sich gezielt an dich richten, dann hätte ich deinen Beitrag zitiert.

Zeit, in der wir hoffen sollten, dass uns Augsburg oder Gladbach, nochmal den Vortritt gewähren. Also alles Spiele, die man erstmal gewinnen muss und Spiele, die man in dieser Saison hätte gewinnen müssen, ja, an die erinnere ich mich ehrlich gesagt nicht so gerne!

Vereine, die quasi mehr oder weniger problemlos durch eine gesamte Saison kommen, die kann man ganz leicht ausmachen. Bis auf die Bayern gibts da kaum welche. Woran kann das liegen? Sicherlich nicht alleine am Trainer, denn sonst müssten rund 17 Bundesligisten sich die Frage des "Wieso" stellen. Und was haben uns Vereine wie Augsburg oder Gladbach voraus? Da wird schon seit geraumer Zeit mit dem selben Trainer bzw dem selben Stil gearbeit - ergo da wurde was aufgebaut was sich nun positiv auswirkt. Da kommen wir aber kaum mehr hin wenn wir Jahr für Jahr den Trainer in die Kritik stellen bzw gar rausschmeissen, nicht zuletzt weil der öffentliche Druck einfach zu groß wurde.

Auch ein Trainer ist dafür verantwortlich damit auf der Bank unzufriedene aber fußballgeile Ersatzspieler sitzen, die zeigen wollen, dass sie in die erste elf gehören. Dafür gibt es ja die Kaderplanung, die nicht nur elf Lizenzspieler und dann nur noch Jugendspieler vorsieht. Im Winter hat man sogar noch Öztunali abgeben können und auch auf die lange Verletzungsdauer von Kruse nicht reagiert. Wer sowas macht, zeigt mir, dass er doch mit dem Kader ganz zufrieden ist und sich so für die Rückrunde gewappnet sieht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass hier der böse Rudi Völler dem guten Roger Schmidt Spieler nicht zur Verfügung stellt, die der Kader unbedingt braucht. Hast du dir mal die Ersatzbank vom letzten Spiel in Bremen angeschaut? Bis auf den Torwart waren da für Bayer 04-Verhältnisse sehr gestandene Profis auf der Bank. Sogar Donati musste zu Hause bleiben. Es ist ja Völler sogar gelobt worden, den Kader zu Saisonbeginn verbreitert zu haben und jetzt ist das falsch, weil er gefühlt nur Defensivspieler hat, die man überhaupt bringen kann? Ich sehe hier ganz klar den Trainer in der Verantwortung, das maximal mögliche aus den Spielern herauszuholen und da kommt von den Offensivalternativen wenig bis nichts brauchbares.

Exkurs: Das grundsätzliches Problem der Bayer 04 Kader seit 2002 (?) ist da mMn der Entwicklungszwang junger Spieler. Mir gibt es im Kader zuwenige erfahrene Spieler, die in der Lage sind, ihre Leistungen einfach konstanter abrufen können als Jungspunde in der Entwicklung. Und Jungnationalspieler außerhalb jeder Form helfen einer Bundesligamannschaft weder als Stamm- noch als Auswechselspieler. Man sollte durchaus mal die Kaderpolitik hinterfragen, aber wer Spieler abgeben kann, zeigt mir, es ist doch alles okay so wie es ist.

Wenn ich mich nicht täusche, dann hat schon Heynckes die mangelnde Kaderbreite angeprangert. Er ist damit an die Öffentlichkeit gegangen. Das ist also schon ein Punkt, das sich wie ein roter Faden durch die letzten Jahr zog. Und ich kann mich an keinen Trainer hier erinnern, der durchwechseln konnte wie er wollte und dennoch Erfolge eingefahren hat. Wenn mal der ein oder andere rausrotiert ist, dann hat das Team auch meist verkackt. Wie in der Champions League/Europe League, da ließ man sich unter anderem auch in dieser Art die Butter vom Brot nehmen.

Mit dem bösen Rudi Völler brauchst du mir garnicht zu kommen, denn ich bin meist einer der wenigen die ihn versuchen aus der Schusslinie zu holen wenn hier mal wieder alles auf eine Person geschoben wird. Dass die Leihe von Öztunali sicherlich das OK von Schmidt hatte, stelle ich ja auch in keinster Weise in Frage? Doch ob er jetzt hier zwischen Bank und Tribühne pendelt oder in Bremen häufiger mal zum Einsatz kommt, das ändert nichts daran dass er für einen Champions League Aspiranten bisweilen keine ernsthafte Alternative darstellte. Also wieso du ihn hier auflistest verstehe ich nicht? Denn es bekräftigt ja nur das, was Schmidt bzw ich hier geschrieben haben, nämlich dass die Lücke zwischen Startelf und Reservebank einfach zu groß ist, da klafft ein zu großer Leistungsabfall wenn mal gewechselt/rotiert wird.

Zu deinem Exkurs: Kann dir hier nur zustimmen. Das zieht sich wie bereits erwähnt wie ein roter Faden durch die letzten Jahre. Aber da sehe ich Schmidt absolut nicht als den Schuldigen, erging es seinen Vorgängern kaum anders und ist er gerade mal eine echte Transferperiode bei uns (ich zähle den Winter da nicht mit dazu, kann man aber dann erhöht man auf 2 Transferperioden, aber es gibt schon Gründe wieso es da in der Bundesliga meist ruhig zugeht).

Also ich fand ihn auch schon in sogenannter Topform wenig mannschaftsdienlich. Seine Balleroberungen sind toll, aber im Zusammenspiel mit den Mitspielern hapert es doch noch ganz schön. Aber in der Rückrunde ist es nur noch schlimm. Woher nimmt der das Selbstbewusstsein, jetzt nicht nur 1 bis 2 sondern gleich 3 oder 4 Spieler ausspielen zu wollen? Die Egotouren kosten ab einem gewissen Grad mehr aussichtsreiche Torsituationen, als sie über ihre Risikobereitschaft einbringen. So schön sich auch die Scorerwerte bei Bellarabi lesen, aber ich frage mich, ob nicht andere Spieler hätten besser in Szene gesetzt werden können, wie zum Beispiel ein Kießling, der so gut wie kaum Abschlüsse im Vergleich zu Bellarabi hat. Von daher muss man die Leistungen eines Bellarabi höchst differenziert betrachten und darf sich nicht von den nackten Zahlen blenden lassen.

Fast alleine zum Sieg schießen = mannschaftsdienlich? Achtung! Darfst mich hier nicht falsch verstehen. Bellarabi hat uns oft den A*sch gerettet durch ein tolles Tor, ein erfolgreiches Dribbling das zu einem Tor geführt hat oder durch einen Ballgewinn als der Gegner in der Vorwärtsbewegung war. Aber dennoch habe ich seine Spielweise eher kritisch beäugt, denn das schaute gut aus, etwas genauer hingeschaut war da schon viel kritisches mit dabei. Kannst gerne bei Gelegenheit in den Winterpausenvorbereitungsthread blicken. Er erinnert mich an Sam. Nur dass dieser am Ende gelernt hatte, dass ein sauberes Abspiel oftmals hilfreicher ist als ein Dribblingversuch. Möchte nicht zu sehr ins Detail gehen, da es hier um Schmidt geht, aber hier muss ich dir ganz klar beipflichten. Für mich auch einer der Hauptgründe, wieso Kießling objektiv betrachtet so wenige Torbeteiligungen hat. Bellarabi kann weder eine genau Flanke schlagen, noch verhält er sich clever im Passspiel vor dem Tor bzw hat ein gutes Auge für die Mitspieler. Das muss er noch lernen, wie es Sam auch geschafft hatte. Die Balance zwischen Egonummer und mannschaftsdienlich, die gilt es zu finden.

Aber genau hier ist wieder ein Problem, was ich schon angesprochen habe. WEN soll Schmidt bitteschön bringen? Brandt? Der hat ja zuletzt gezeigt, dass er noch kein "gleichwertiger" Ersatz ist. Und sonst stehen unserem Trainer da kaum mehr Alternativen zur Verfügung. Drmic sicherlich noch, aber der hat auch noch mit sich selber zu kämpfen und machts bisweilen nicht besser als Bellarabi. Die Alternativen hat Schmidt, selbst ohne Kruse, aber völlig überspitzt formuliert muss er sich für Not oder Elend entscheiden in der aktuellen Form der Akteure, da hat sich Gladbach zB über Jahre hinweg mit Hahn, Herrmann, Traoré etc super was aufgebaut. Aber alles zusammen geht nunmal nicht, da muss nach und nach der Spieler her der ins System, in die Spielweise, des Trainers passt. Und das geht nur über Konstanz auf dem Trainerposten, weshalb ich es einfach nicht verstehen kann wie Schmidts Kopf nun schon wieder gefordert wird, denn dann fangen wir im Sommer (bzw etwas eher) schon wieder bei Null an. Wie beinahe all die Jahre zuvor. Man steht sich also förmlich selbst im Wege. Der Lerneffekt scheint bei vielen kaum vorhanden zu sein was diese Thema betrifft, ohne einem zu nahe treten zu wollen. Es ist vieles nicht gut, doch vieles wurde schon verbessert. Es muss eben nur weiter am System sowie der Mannschaft gefeilt werden, erst dann sieht man nach meinem Geschmack ob Schmidt richtig was auf dem Kasten hat oder nicht. Wie aber auch jeder andere Trainer. Ein fertiges Team können viele erfolgreich coachen, den nächsten Schritt zu machen mit einem guten Team zum Spitzenteam ist etwas, das eben kaum kurzfristig (1-2 Jahre) durchzuführen ist.

Ich meutere nicht. Ich mag mir jedoch nicht Dinge unterstellen lassen wie Kritiker wollen den den Erfolg des Vereins gefährden. Das ist letzten Endes Rabulistik, die darauf abzielt, nicht mehr über Sache und Inhalt zu diskutieren, sondern nur noch über die Art uns Weise und ich lasse mir ungerne den Mund verbieten, weil es jemandem einfach nicht gefällt.

Verbiete ich auch weder dir, noch sonsteinem. Nach den letzten Jahren ist es für mich allerdings wenig, eher garnicht, verständlich, jetzt wieder eine Trainerdiskussion zu starten. Denn welcher Trainerwechsel hat uns zuletzt wirklich weitergebracht? Gab immer wieder auf und abs, egal ob Heynckes oder Dutt, aber konstant gut war da keiner. Kannst aber gerne die Trainerfrage aufrollen, wie einige andere auch, das gehört eben dazu. Doch wenn ich es als Unding abtue, dann ist das weder gegen dich persönlich, noch gegen sonst einen direkt gerichtet sondern schlichtweg meine Meinung die ich so kund tue.

Zwischen dem Hyypiä-Fußball und dem Schmidt-Fußball war mindest einmal der Lewandowski-Fußball, der ja sich sehr schnell schon verbessert gezeigt hat im Vergleich zu seinem Vorgänger. Hyypiä war doch schon gefühlte Lichtjahre weit von der Mannschaft weg als Schmidt kam.

Und warum sollte eine Mannschaft nicht innerhalb eines Jahres eine Spielweise verinnerlichen können? Ich erwarte es eigentlich bereits innerhalb einer Vorbereitung und einer Halbserie und dann kann man vielleicht von "perfektionieren" sprechen, was aber schon für sich genommen quatsch ist, weil das durch Verletzungen und Spielerwechsel ja nie aufhört und es den perfekten Zustand nie geben wird.

5 Bundesligaspiele sind Lichtjahre? Dass der Fußball ein schnelllebiges Geschäft geworden ist, das ist klar, aber sowas ist mir dann doch zu überspitzt formuliert.

Man kann eine Spielweise verinnerlichen in dieser Zeit, was das Team nach meinem Geschmack auch getan hat. Nur kann man das nach meinem empfinden nie und nimmer perfektionieren. Zu Beginn der Saison rannte man blind nach vorne und hat alle attackiert die auch nur in etwa in Ballbesitzt hätten sein können. Dann musste man sich umorientieren um die Defensive zu entlasten doch die richtige Mischung konnte noch nicht gefunden werden. Liegt eben auch daran, dass man noch nicht die idealen Spieler überall hat sondern man spielt doch schon jahrelang zum Großteil mit der gleichen Mannschaft, die jedes Jahr ein neues System spielen müssen weil jedes Jahr ein neuer Trainer im Amt ist. Ich für meinen Teil sehe nicht, dass man so auf Dauer voran kommt eben weil die gezielten Transfers für ein bestimmtes System/Spielidee nicht machbar sind.

Du kritisiertst, wenn ich allgemein die Trainerfrage als ein Unding bezeichne, aber noch im gleichen Post meine Meinung als quatsch abstempeln? Hui das ist amüsant.

Diese Ansichten teile ich nicht. Ich messe den Trainer amTabellenplatz und dem Entwicklungsweg, den er mit der Mannschaft durchläuft und wenn das nach dir am Anfang furios war und jetzt ja wohl offenkundig nicht mehr, dann spricht das eindeutig gegen den Trainer und wohl kaum für ihn. Und dass Trainerwechsel an sich formhinderlich sind, ist einfach grober Unfug, weil sonst gäbe es die doch gar nicht und das doch gerade bei den Mannschaften, bei denen es nicht läuft.

Wieso spricht das gegen den Trainer? Es zeigt doch, dass was er zum Teil aus diesem Personal rausholen kann mit seiner Spielidee, seinem System. Nur muss er auch an die Defensive denken was diesem System bisweilen den Kopf gekostet hat. Mit Kramer kommt einer hinzu, der sowohl offensiv sich einbindet aber auch defensiv seine Kilometer abgrast. Also eine Mischung aus Bender und Castro würde ich mal sagen. Ideal eigentlich für das System. Genau wie Ramalho, den Schmidt ja noch aus Salzburg kennt.

Wenn du den Trainer am Tabellenplatz misst, dann melde ich mich, wenn wir mal wieder auf Platz 3 stehen und nicht auf 6. Dann hat er ja zumindest einen Teil erfüllt. zwinker
Ich für meinen Teil habe mich durch den Sieg gegen Hertha wieder ganz schön einlullen lassen. Obwohl ich es ja schon nach dem Dortmund-Spiel bereits besser wusste! Kann man hier sogar nachlesen.. Ich bin gelinde gesagt ganz schön enttäuscht und werde ab jetzt jede Maßnahme des Trainer und jedes seiner Worte noch kritischer beleuchten und hinterfragen, denn ich hege schon alleine an der seiner taktischen Grundausrichtung höchste Zweifel, die er mir als fachlichen Laien noch nicht nehmen konnte, was wohl eindeutig an der Vermittlung über die Leistung der Mannschaft lag und nichts anderes interessiert mich! Und ich werde ihn auch weiterhin kritisieren, auch wenn ich noch mehrmals lesen muss, wie schlecht ich daher wäre denn schließlich arbeitet der Trainer ja nicht in Firma xy sondern bei Bayer 04 und ist damit Person von öffentlichem Interesse, hier insbesondere von meinem !

Naja habe mich ja mehrmals dazu geäußert, dann geh am besten nicht auf meine Beiträge ein wenn du mit meiner Kritik nicht umgehen kannst, aber dann tue andere Meinungen auch nicht als Quatsch ab, denn das ist schon sehr amüsant.
Roger Schmidt |#19
15.02.2015 - 21:07 Uhr
Zitat von Emschertalbahn
Ich mag euren Roger nicht wirklich. Aber ich glaube nicht, dass er das Problem ist, sondern der grauhaarige Nuschler auf der Tribüne.


Warum sollte es überhaupt ein Problem geben? Leverkusen hat doch in den letzten Jahren immer das Optimum aus seinen Möglichkeiten rausgeholt.
Einige müssen eher akzeptieren, dass es für einen Verein wie Leverkusen nunmal nicht möglich ist, jedes Jahr die CL zu erreichen. Man wird die nächsten 10 Jahre nicht 10x CL spielen, das ist völlig klar. Die Bundesliga ist ein Haifischbecken und selbst noch größere Clubs wie der BVB werden dieses Jahr nicht die CL erreichen. Der VFL Wolfsburg wird übrigens dieses Jahr - trotz gigantischer Investitionen in der Vergangenheit - das erste Mal seit 2009 (!) überhaupt die CL erreichen.

Dementsprechend muss man nüchtern festhalten, dass in Leverkusen in den vergangenen Jahren gute Arbeit abgeliefert wurde. Da gibt es keinen Grund, jetzt einen Sündenbock wie Völler zu suchen.

Außerdem ist ja für diese Saison auch noch längst nicht alles verloren. Ein Top-4 Platz ist nach wie vor nicht unrealistisch und in Reichweite. Aber wenn er am Ende verpasst werden sollte, dann ist das auch kein Beinbruch, sondern es ist für einen Verein der Größe Leverkusens erwartbar, dass man nicht jede Saison einen Platz an der Sonne haben kann.
Roger Schmidt |#20
18.03.2015 - 10:12 Uhr
Und torzt dieser unsportlichen und man muss es so nennen, ekelhaften Spielweise haben wir sie noch ins Elfmeterschießen gezwungen. Das hätte es unter den meißten vorherigen Trainer nicht gegeben (Lewandowski mal ausgenommen). Die gesamte Entwicklung des Teams unter R.S. ist einfach nur total toll.

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aber grundsätzlich sehe ich es optimistisch!
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