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Peter Zeidler
Geburtsdatum 08.08.1962
Alter 64
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Grasshopper Club Zürich

Peter Zeidler [ehem. Trainer]

03.06.2024 - 14:36 Uhr
Zeige Ergebnisse 21-30 von 85.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#21
05.10.2024 - 20:16 Uhr
Zitat von Naturfreak

Zitat von Mr.Hahn



Ich bin lange genug dabei.
Das wird so nicht funktionieren. Garantie!


ich auch so ca 15 Jahre erst

klar wünscht sich jeder ruhe und natürlich auch jeden Spieltach 1 bis 3 Pkt .
Aber es gehört doch leider dazu ein starkes Herz zu haben beim VfL
Ansonsten könnten pro Spieltag 20 tausend Menschen wärend des Spiels in die Klinik kommen mit Herzinfakt oder naja


Sorry, aber deine Beiträge @Naturfreak kann ich so nicht stehen lassen und zitiere jetzt mal deinen letzten Beitrag, übersichtshalber und gehe mal generell auf Positionierungen wie deine ein. Ich nehme mir jetzt mal ein paar andere User unbekannterweise mit ins Boot, aber hier fordert doch keiner internationalen Wettbewerb mit dem VfL oder ist so desillusioniert und denkt, dass wir hier Woche für Woche alle Mannschaften an die Wand fahren.

Was man aber zumindest erwarten kann ist das der Trainer nach sieben Spieltagen und einem Punkt die richtigen Schlüsse zieht. Ich hab mir hier die letzten Woche regelrecht den Mund fusselig geredet und hab meine Kritik ggü. PZ noch human formuliert, hab mich viel mehr darauf fokussiert mehr Kompetenz für die Zukunft im sportlichen Vorstand zu fordern. Was jetzt aber abgeht kann und darf nicht der Anspruch vom VfL sein.

Wir spielen seit vier Jahren wieder in der Bundesliga und es sind zwei vermeintlich "schwache" Mannschaften aufgestiegen. Es ist absolut inakzeptabel an einem Trainer fest zu halten, egal wie sympathisch er ist, wenn er hier keinerlei Ergebnisse liefert. Von Ansätzen hat der Verein nichts, wenn man jedes Spiel verliert. Die Gründe variieren doch jetzt schon wieder. Letzte Woche gegen Dortmund wurde in den ersten 30 Minuten Vollgas gegeben, danach bricht man ein. Heute bekommt man direkt zwei Buden in der ersten Halbzeit und bekommt dann 10 Minuten guten Fußball hin. Diese ganzen Durchhalteparolen, auch von Spielern wie Hofmann, treffen bei mir zumindest nur noch auf taube Ohren. Immer und immer wieder dieses künstliche Kleinmachen des Vereins, weil niemand dazu bereit ist Verantwortung zu übernehmen. Wo ist denn die Ausrede, dass Mannschaften wie Union und Heidenheim es hinbekommen. Geld? Natürlich haben die mehr Geld zur Verfügung, die haben aber vor allem auch Personal was es halbwegs hinbekommt, nicht jedes Jahr aufs Neue immer wieder in der gleichen Situation zu landen. Immer dieses Ammenmärchen von "aLsO WiR KeNnEn DaS Ja AucH niChT AndErS", was Hofmann nach dem Spiel ins Mikro haut. Dann macht doch mal was dagegen? Dann analysiert doch mal die Fehler ordentlich intern, anstatt immer den Sparkurs und das Geld als Ausrede vorzuschieben.

Beim Stadion hat man keine Verantwortung übernommen, bei der Trainerwahl wird keine Verantwortung übernommen und bei den Verpflichtungen wird keine Verantwortung übernommen. Gegen Kiel waren drei Punkte Pflicht, bei den ganzen anderen Spielen hätte es durchaus mal einen Punkt geben können. Stattdessen lässt man sich billig mit einem Punkt gegen den schwächsten Kader der Mannschaft abspeisen und lässt sich mit ganz viel Pathos á la "So war es schon immer, so wird es immer bleiben" von verschiedenen Verantwortlichen einlullen.

Will man langfristig in der 1. Bundesliga bleiben? Dann hört auf immer alles auf Spieler zu schieben, sondern fangt mal an die Strukturen im Verein zu überarbeiten, damit hier mal auf Bundesliganiveau gearbeitet wird. Mit Strategie und einem festen Plan. Dazu muss mal ins Risiko gegangen werden, dazu muss mal ein Trainer heraus geschmissen werden, denn: Irren ist menschlich! Der Abstieg wird aber so unendlich viel teurer als drei Trainer auf der Payroll zu haben.

Ich weiß, dass das ganz viel Stammtisch war. Mir ist auch bewusst, dass sich kein Verantwortlicher nach dem Spiel hinstellt und öffentlich den Trainer demontiert. Was sollen denn dann zukünftige Trainer denken? Dass ist das Geschäft. Meinen Mund werde ich nicht halten, solange ich nicht das Gefühl habe das auch abseits des Platzes mal Vollgas gegeben wird. Ich greife hier bewusst keine Spieler an, weil die sich Mühe gegeben haben. Wenn ich denen dann aber so einen komischen Kauderwelsch Fußball mit so einem Mittelalter Raute System gebe, muss ich mich nicht wundern wenn in jedem Spiel (!) das Mittelfeld komplett ausgehebelt wird und jeder Gegner nur einmal die Seite wechseln muss, damit dieses Kartensystem zusammen bricht.

Wenn wir hier jede Woche die Birne verkloppt bekommen, weil wir einfach zu schlecht sind, ist das okay für mich. Damit kann ich leben. Aber doch nicht, wenn hier augenscheinlich jede Saison die gleichen Fehler begangen werden und dann noch ein Trainer auf der Bank sitzt, der zu 0% von der magischen Raute abweicht und nichts an seinem System/den Anweisungen ändert, respektive das einfach nicht funktioniert. Sorry, dann ist die Bundesliga schlicht und einfach eine Nummer zu groß für PZ. Die Raute ist kein 8-Ball die sieben Mal geschüttelt wird und irgendwann läuft es schon. Nein, die Spieler bekommen das warum auch immer nicht gebacken, die haben letzte Saison am Ende auch unter dem 4-2-3-1 schlecht gespielt, aber es kann doch nicht sein, dass die Trainer anderer Vereine (Kiel u. Pauli) komischerweise Lösungen finden, nur wir nicht? Und das hat nichts mit dem Mythos "Es ist hier immer schon so gewesen zu tun".

Sorry, nichts gegen dich persönlich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BobbiBolzer am 05.10.2024 um 20:19 Uhr bearbeitet
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#22
05.10.2024 - 21:29 Uhr
@1nv1s1bIe
Ach, ich habe die Raute nicht verstanden ? Wäre übrigens nicht schlimm, schlimm ist, das die Mannschaft eher die Raute nicht umzusetzen in der Lage ist. Und noch schlimmer, das Zeidler nicht bereit zu sein scheint, einzusehen, dass die Preisgabe der Flügel zu einer Niederlage nach der nächsten führt. Dieser Trainer ist ein Griff ins Klo und daran ändert auch Lettaus angebliches Treuebekenntnis ( war es denn eins ?) nichts. Und wenn Lettau nicht die Gesetze der Branche kennt, hat er nix in der 1.Liga zu suchen. Spätestens in ein paar Wochen sind beide weg, ist meine Prognose.

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Das Leben ist zu kurz um : schlechten Wein zu trinken und mittelmässigen Fussball zu gucken.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#23
05.10.2024 - 22:45 Uhr
Ich habe in all den Jahrzehnten noch nie einen so eindimensionalen Trainer erlebt wie Zeidler.
Der gute Jens und Atalan waren halt einfach schlecht aber die haben halt immer noch versucht irgendwas zu ändern um ihren Murks zu kaschieren.
Zeidler hingegen zieht sein System voll durch. Für mich ist so ein Verhalten schon vereinsschädigend.
99% aller hier im Forum beteiligten, egal ob Hobbykicker, Freizeitligaersatzspieler oder meckernder Rentner sieht jede Woche die gleichen offensichtlichen Fehler und Schwachstellen und der zieht das gnadenlos durch.
Als i-Tüpfelchen erzählt er uns jede Woche was von Steigerungen und Verbesserungen.
Unsere Gegner brauchen ja nichtmal 100% geben so wie heute.
Klar ist ein momentanes Torverhältnis von 6:14 noch nicht mal schlecht aber sind wir ehrlich, bei den Großchancen die die Gegner so ausgelassen haben könnte da auch 6:25 stehen.
Eigentlich unmöglich dass Zeidler beim nächsten Spiel noch auf der Bank sitzt.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#24
06.10.2024 - 07:36 Uhr
Mir kann niemand ernsthaft sagen dass wir mit Zeidler wegen Fortschritten und Entwicklungen weitermachen. Vorausgesetzt Lettau hat nach dem Spiel nicht geflunkert.

Zeidler mit seiner Taktik und seiner Spielidee passen so gar nicht zum Kader und so gar nicht zum Abstiegskampf.

Wie kann man Losilla oder Sissoko rechts in die Raute stellen? Und dann mit beiden Spielern offensiv pressen? Das ist doch ein Geschenk für jeden Bezirksliga Trainer, wie man genau die Seite überspielen kann. Das Traurige aber, beide Seiten werden so leicht überspielt. Da reicht ein Seitenwechsel und schon geht die Post ab.

Dir größte Negativentwicklung ist, dass wir die Raute noch enger gestellt haben und trotzdem in der Mitte kaum in die Zweikämpfe kommen. Wie oft liefen gestern 4-5 Mann allein auf unsere Abwehr zu? Wie oft waren die IV komplett alleine gegen den Rest? Und jedes Mal wurde das komplette Mittelfeld überspielt. Für eine Mannschaft die mit 4 zentralen Mittelfeldspielern spielt ein Armutszeugnis. Genauso wie die Tatsache, dass wir mit 4 zentralen Mittelfeldspielern den Ball keine 90 Sekunden in den eigenen Reihen halten können.

Wieso spielen wir dann die Raute, wenn die ganzen Vorteile aus dem System bei uns zum Nachteil werden?

Fürth in der 2. Liga hat es vorgemacht wie man es spielen kann. In der 1. Liga sind sie damit auch krachend gescheitert, obwohl man die Spieler dafür hatte. Ich will das System an sich nicht schlecht reden, aber in der Bundesliga braucht man schon vernünftige Flügelspieler.

Ich kann wirklich nur hoffen, dass Lettau gelogen hat und Zeidler die Tage noch gehen muss. Ich bin mir sicher hier geht es gerade einzig und allein um Kohle. Man will den Trainer nicht unnötig bezahlen und ein neuer Trainer garantiert niemanden Erfolg. Ist in meinen Augen aber unumgänglich.

Von daher wäre ich sogar bereit vollständig auf eine interne Lösung zu setzen. Ob Butscher in der Hierarchie die Nummer 1 ist weiß ich nicht.
Persönlich würde ich Siebert aus der U19 die Chance geben. In erster Linie, weil seine Spielidee am ehesten zu unserem Kader passt. Er lässt das 3-4-3 (situativ 3-5-2) spielen, was aktuell am meisten Sinn ergibt, wenn man es spielen kann.

Siebert hat bewiesen, dass er das System beherrscht und dass er eine Mannschaft, der das System fremd ist und die sich in einer schwierigen Lage befindet, stabilisieren kann (siehe U19 letztes Jahr).

Ich habe noch dazu überlegt was passieren würde, wenn gewisse Spieler ausfallen würden für die es aktuell keinen richtigen Ersatz geben würden wir zb Wittek. Wenn ich dann einige Beispiele aus der U19 in Betracht ziehe, dann war man da letztes Jahr oder auch dieses Jahr gezwungen auf andere Spieler dort zu setzen, die ihre Stärken eher woanders haben, dies aber als Notnagel anders interpretieren können (zB Günes als LOV, Kerbsties als ROV). So würde ich ihm zutrauen seine Spielweise dann leicht abzuändern und im schlimmsten Fall dort bspw auf Miyoshi zu setzen.

Des Weiteren fehlen uns die offensiven Flügelspieler. Bei ihm sind die Flügelspieler mehr solche die invers agieren. Das würde bedeuten, dass man in solchen Fällen auch Boadu oder Broschinski, aber auch weitere wie bspw Kwarteng dort leicht einbinden kann. Situativ verändert sich die U19 zum 3-5-2 und dann geht bspw Jashari vom rechten Flügel hinter die beiden Spitzen während sich Crimaldi vorne neben Pick positioniert. Das wäre dann zb mit Spielern wie Kwarteng, Miyoshi und Co auf dem Flügel auch möglich.

Jedenfalls hat mich die Trainerfrage lange nicht mehr so genervt. Ich bleibe dabei, dass Zeidler auf Dauer Erfolg haben kann. Aber dafür muss man lernfähig sein und vor allem bereit sein auf dem Weg dahin anderweitige Lösungen zu finden. Das sehe ich aktuell nicht.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#25
06.10.2024 - 09:25 Uhr
Zitat von BobbiBolzer

Magst du mir mitteilen, wie der Wechsel bei euch aufgenommen wurde? Der war recht lange Trainer bei euch und konnte sich trotz der o.g. Punkte irgendwie halten. Darüber hinaus: denkst du, dass dieses Vorgehen in der Schweiz nicht so aufgefallen ist, weil die Liga im Vergleich zur Bundesliga nicht so stark ist?


Ich finde Zeidler auch eloquent. Es hat nichts mit ihm als Person zu tun. Ich frage mich einfach wieso er nicht einsieht, dass diese Taktik wenig erfolgsversprechend ist.

Ich muss etwas ausholen: Der FC St. Gallen war vor einigen Jahren in einer schwierigen Situation. Man hatte finanzielle Sorgen, eine Führung die nicht zufriedenstellend war und auch sportlich wenig Erfolg. Also wurde die komplette Führung ausgewechselt. Die neue Führung sagte, man wolle die Zuschauer, die aufgrund der genannten Punkte abgewandert sind wieder zurück ins Stadion holen. Dies wollte man erreichen in dem man finanziell solid wirtschaftet und vorallem mit attraktivem Fussball. Deshalb wurde mit Peter Zeidler ein neuer Trainer geholt. In der Schweiz kannte man ihn bereits aus seiner Zeit in Salzburg und vorallem bei Sion. Mit Zeidler kam auch ein grosser Kaderumbruch. Aber das Team spielte offensiven Fussball mit frühem Gegenpressing. Man schoss dadurch viele Tore, kassierte aber auch einige Gegentore. Aber die Heimspiele wurden oft zu Spektakel und die Zuschauer kamen zurück ins Stadion.

Soweit war alles in Ordnung. Die Fans aber auch Teile der Klubführung wollten nun den nächsten Schritt. Man sehnte sich nach internationalen Spielen oder sogar Titeln. Im Pokal scheiterte St. Gallen zwei mal im Finale gegen Gegner auf Augenhöhe. Und auch in der Meisterschaft gab es weiterhin Spektakel, aber der grosse Schritt in der Tabelle blieb aus.

Meiner Meinung nach wussten die Gegner, wie der Zeidler-Fussball funktionierte und konnten sich entsprechend daraus einstellen. Es ging immer los wie die Feuerwehr und man konnte in Führung gehen. Wenn man allerdings nicht in der 60 Minute mit 3 Toren vorne lag, konnte es auch sein, dass man die Partie noch aus den Händen gab. Regelmässig kriegte man nach ca. 60 Minuten Gegentore weil man vorne keine Kraft mehr hatte früh anzulaufen und hinten schlecht Stand. Während der ganzen Ära Zeidler schaffte man es nicht, Führungen souverän zu Ende zu spielen.

Zeidler hatte noch Vertrag in St. Gallen als es zum Wechsel nach Bochum kam. Der Klub liess ihn trotzdem gehen. Ich glaube die Verantwortlichen hatten gemerkt, dass ein Wechsel auf der Trainerbank nötig war. Es gab auch immer wieder Gerüchte, dass man teaminternen unzufrieden war mit dem Spielsystem. Ich kenne keine Internas, aber glaube dass dies tatsächlich so war.

Der Fc St. Gallen hat Peter Zeidler einiges zu verdanken. Ich habe den Eindruck, der VfL Bochum erhoffte sich von ihm eine ähnliche Entwicklung wie in der Schweiz. Eine Aufbruchstimmung nach schwierigen Jahren. Nur ist es so, dass St. Gallen in der Schweiz ein Mittelfeldklub mit entsprechendem Budget und Kader ist. Da konnte man trotz unausgewogener taktischer Aufstellung einige Klubs hinter sich lassen. Ich glaube aber eine Ausrichtung mit so frühem Pressing ist Selbstmord, wenn man individuell unterlegen ist.

Deshalb war ich gespannt, ob sich Peter Zeidler etwas anpasst in der Bundesliga. Aber ich fürchte für ihn, dass die Station Bochum ein frühes jähes Ende findet.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#26
06.10.2024 - 09:34 Uhr
Vermutlich hat Kaenzig - wie ich auch - bei Kicktipp in der Kategorie „Erste Trainerentlassung“ auf Hoffenheim getippt. Man wartet, bis Matarazzo weg ist, hofft dann noch, dass die TSG Letsch überreden kann und zack, plötzlich kann man es sich finanziell locker erlauben, Zeidler und seinen Hof vom selbigen zu jagen und die 5 Punkte bei Kicktipp sind auch noch im Sack. Masterplan ala VfL im Jahre 2024.

Wenn doch noch der Verstand regieren sollte, ist Zeidler schon heute weg, besser wäre vor 2 Wochen gewesen. Die weitere Nicht-Entwicklung mit ihm ist allzu deutlich absehbar. Beratungsresistenz war noch nie ein guter Skill im Fußballgeschäft.
Dieser Kader schreit nach der Dreierkette und daher ist die Fähigkeit, diese einstudieren zu lassen, das wichtigste Kriterium für den neuen Trainer. Die Liga zu kennen ist das nächste. Und selber Fußball gespielt zu haben, wäre nach den RB Konzeptlehrern ebenfalls mal wieder sehr erfrischend. Schon mal richtig Erfolg gehabt ist ebenfalls wichtig, dann glauben alle Beteiligten und Außenstehenden eher dran.

André Breitenreiter verkörpert das alles und dürfte zu haben sein. Mir ist bewusst, dass viele hier jetzt die Augen verdrehen und es besser wissen. Ich persönlich hätte ihn schon im Sommer unserem jetzigen Erfolgstrainer vorgezogen. Ist jetzt im Nachhinein immer sehr leicht zu sagen, „Ich hab es ja gewusst“. Nein, dieses Trauerspiel hätte ich mir nie ausmalen können. Aber jetzt reicht es.

Zeidler raus!!! Jetzt!!!
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#27
06.10.2024 - 10:07 Uhr
Habe mich lange bedeckt gehalten, aber die Ignoranz und Sturheit, die Kaenzig und Lettau in Ihrem Festhalten an Zeidler und Zeidler selbst in seiner spielerischen Herangehensweise an den Tag legen, ist nicht mehr zu tragen. Jedes Spiel wird das gleiche versucht. Jetzt spielt schon ein Sissoko im rechten Halbfeld, der zwar ein großartiger 6er ist, aber einfach gefühlt doppelt so langsam wie Losilla oder Hofmann. Gepaart mit Passlack, der eklatante Schwächen im Defensivverhalten hat (es dafür in letzter Zeit aber wirklich ordentlich macht), muss jede Mannschaft einfach nur einen halbwegs schnellen Spieler auf links stellen, um ohne große Mühe immer wieder an die Grundlinie zu kommen. Das ist so offensichtlich, dass es sogar der Sky-Kommentator gestern angesprochen hat. Dazu kommt das Pressing, das durch unsere spielerische Limitiertheit gepaart mit der Grundordnung einfach nichts bringt. Unter Letsch und Reis hat man (insbesondere Zuhause) genauso gepresst, hatte dann aber mit Holtmann, Asano oder CAA schnelle Spiele auf den Außen, auf die die gewonnen Bälle dann schnell verlagert oder in die Tiefe gespielt werden konnten. Wenn wir heute Bälle erobern, gucken sich De Wit, Losilla, Sissoko und Bero blöd an, weil sich alle auf den Füßen stehen, Hofmann und Boadu sind gedeckt und Passlack und Wittek stehen auf der gleichen Höhe wie Erstgenannte, um die Balance zwischen Offensive und Defensive zu wahren und nicht zu weit vorzurücken. In der Regel resultiert eine Balleroberung unsererseits dann in einem direkten Ballverlust, weil trotzdem irgendwie versucht wird, sich hektisch durch die Mitte zu kombinieren. Dann ist der Ball wieder weg und man darf hinterherrennen, während der Gegner sich uns zurecht legt. Spätestens nach 55 Minuten zollt das viele Hinterherrennen dann seinen Tribut.

Ich spreche nicht einmal ab, dass das gegen Wolfsburg jetzt ein paar Prozentpunkte besser war als in den Spielen davor - aber bei dem Grad an Leistungssteigerung dauert es noch 25 Spiele bis zum ersten Sieg. Und das ist schlichtweg Zeit, die wir nicht haben. Wir brauchen JETZT jemanden, der ein einfaches System spielen lässt. Mit Spielern auf ihren angestammten Positionen und mit einem Auge dafür, wo der Gegner uns gefährlich werden könnte / uns gefährlich wird.
Bei Letsch hatte ich letzte Saison immer das Gefühl, dass wir irgendwie mithalten können und gegen jeden gewinnen können. Es gab vielleicht 3-4 Ausnahmen, wo wir wirklich abgeschossen wurden. Aber momentan reicht es für fast jede Mannschaft einfach mal kurz gegen uns Gas zu geben, um uns komplett schwindelig zu spielen.

Ich habe in letzter Zeit so wenig Spaß an unserem Verein wie kurz vor der Neururer-Rettung vor der dritten Liga. Es ist einfach frustrierend dabei zuzusehen, wie offensichtliche Probleme einfach ignoriert werden und immer wieder von Fortschritt gefaselt wird, obwohl es meiner Meinung nach viel einfacher wäre, mit diesem Kader erfolgreich Fußball zu spielen. 4231, hinten mit Wittek, Ordets, Medic, Oermann, Sissoko und Bero/Losilla auf der 6, Passlack/Miyoshi (oder sogar Broschinski aufgrund seiner Schnelligkeit und Durchsetzungsfähigkeit) auf rechts, Boadu/Balde/Kwarteng auf links, Kwarteng/Miyoshi/De Wit in der Mitte, Hofmann/Broschinski vorne und etwas tiefer stehen. Ich würde meine Hand dafür ins Feuer legen, dass man ein stabileres, konditionell angenehmeres und flexibleres Gesamtkonstrukt beisammen hat als jetzt. Mit Kaenzig, Lettau und Zeidler scheinen sich aber 3 gefunden zu haben, die einander zu sehr mögen oder deren eigener Job zu sehr an dem des anderen hängt.

•     •     •

VfL.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#28
06.10.2024 - 10:25 Uhr
Zitat von failerror

Mit Kaenzig, Lettau und Zeidler scheinen sich aber 3 gefunden zu haben, die einander zu sehr mögen oder deren eigener Job zu sehr an dem des anderen hängt.


Natürlich ist eine Trainerentlassung auch immer damit gepaart, das man sich selbst als Vorgesetzter angreifbar macht. Lettau wohl deutlich mehr als ein Kaenzig. Aufgrund der von mir bereits dargestellten Gesamtsituation wird sich meiner Meinung nach allerdings JETZT nichts ändern. Zeidler wird sicherlich noch bis zum 10ten Spieltag die Chance bekommen.

Wäre Zeidler derjenige gewesen der nach Letsch übernommen und uns mit ach und Krach durch die Relegation geführt hätte, dann wäre er jetzt denke ich weg. Da er aber als Wunschtrainer von einem anderen Verein weggeholt wurde usw, wird man in der Führungsetage wohl kaum jetzt schon die Reißleine ziehen. Dafür sind wir nicht schlecht genug in Summe.

Mich kotzt diese Spielweise mit den Lücken, den Positionsfremden Spielern und diesen vorhersehbaren Situationen auch so maximal an, aber ich glaube wir müssen uns erstmal noch damit abfinden.

Machen wir uns nix vor: die nächsten zwei Heimspiele erwartet sowieso keiner irgendwas. Die Auswärtsspiele bei Hoffenheim und Frankfurt sind da schon wichtiger.

•     •     •

Einmal Bochumer, Immer Bochumer!

Mitglied: #7399
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#29
06.10.2024 - 10:41 Uhr
Was mich am meisten ärgert ist , das der Vorstand komplett bereit ist das sich die Fan Gemeinde gegen sie zu stellen ! Viele die um mich herum sitzen , sagten gestern schon das es keine Spaß mehr macht da zu zuschauen . Immer daselbe , im Mittelfeld stehen sich 4-5 Spieler auf den Füßen ( das kenn ich sonst nur von Mini Kickern ) . Dazu ein 38 jähriger der als Heilsbringer agieren soll . Sorry Toto , aber deine Zeit ist vorbei ! Nein hier wird in meinen Augen alles darauf vorbereitet das man nächste Saison in Liga 2 spielt . Dazu natürlich Schuldenfrei . Nein es ist einfach nur noch traurig ,wie hier Dilettanten im Vorstand den Verein gegen die Wand fahren . Ach ja , so wie wir jetzt unseren Untergang in Liga 1 planen , braucht sich Villis und Co auch keine Gedanken um einen Stadionausbau machen .daumen-hoch

•     •     •

Einmal Bochum , immer Bochum !!!!!
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#30
06.10.2024 - 10:48 Uhr
@failerror

Du sprichst vielen hier aus der Seele und auch ich stimme dir grundsätzlich zu, mit Ausnahme deiner Schlussfolgerung.

Das 4-2-3-1 wäre natürlich eine klare Verbesserung gegenüber der Raute, die sinnbildlich für die Borniertheit unseres Trainers steht. Allein die Doppel-6 würde ein erhebliches Maß an Stabilität bringen. Allerdings haben wir keine tauglichen Flügelspieler mehr.
Boadu ist ein Mittelstürmer
Kwarteng ist nicht schnell genug und am ehesten eine hängende Spitze
Balde hätte die Pace, ist aber taktisch eine Katastrophe
Miyoshi ebenfalls nicht schnell genug und wohl eher ein Zehner
Broschinski würde ich noch auf außen sehen, aber insgesamt ist die Qualität da nicht da.

Im 4-2-3-1 wären wir de facto schwächer besetzt als im Vorjahr.

Die einzige Möglichkeit sehe ich tatsächlich in der Dreierkette, insbesondere dann, wenn Bernardo wieder da ist, was zugegebenermaßen gerade überhaupt nicht absehbar ist. Übrigens eine sehr merkwürdige Nummer, aber dazu ein anderes Mal mehr.
Wittek und mit Abstrichen auch Passlack (der als Schienenspieler aber wohlmöglich austauschbar wäre, ich denke da an Jahn) könnten ihre offensiven Qualitäten weitaus besser ausspielen, da sie weiter vorne postiert wären. Hofmann könnte endlich mit adäquaten Flanken aus der Nähe der Grundlinie gefüttert werden. Mein Gott, wie lange ist Düsseldorf mittlerweile her? War gefühlt eine andere Zeit.
Das Flügelspielerproblem wäre im 3-5-2 nicht relevant, falls sich daran was ändert, weil der neue Trainer zum Beispiel Balde hinbekommt oder man im Winter nachlegt, kann man schnell auf ein 3-4-3 wechseln und ist auch offensiv äußerst flexibel.
Eine Dreierkette bestehend aus Bernardo, Medic und Oermann hätte ordentlich Tempo, mit Ordets käme Körperlichkeit hinzu und auch Loosli hat in Zürich in diesem System viele Erfahrungen gesammelt. Für mich mittlerweile völlig unverständlich, warum der bei Zeidler komplett außen vor ist. So schlecht, wie unsere IVs zuletzt in der Viererkette waren, hat Loosli in seiner gesamten Zeit bei uns nie gespielt.

Schlussendlich ist es das System, in dem unsere Spieler sich allesamt optimal wiederfinden könnten. Auf der Schiene müssten im Winter Alternativen geholt werden, aber so lange darf man nicht warten, um endlich jemanden zu holen, der auf die Dreierkette setzt. Soll im Zweifel Butscher wieder übernehmen, der hat wenigstens die Eier gehabt, im wichtigsten Spiel des Jahres auf die Dreierkette zu wechseln.

Jede Lösung ist besser als der momentane Status Quo.
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