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Peter Zeidler
Geburtsdatum 08.08.1962
Alter 64
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Grasshopper Club Zürich

Peter Zeidler [ehem. Trainer]

03.06.2024 - 14:36 Uhr
Zeige Ergebnisse 31-40 von 85.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#31
06.10.2024 - 11:02 Uhr
Der VfL muss jetzt eigentlich reagieren auf dieser Position. Und ganz ehrlich ist es diesmal auch nicht so, dass der Trainer die ärmste Sau ist oder das Bauernopfer für eine tote Mannschaft. Vielmehr ist es die ausbleibende Entwicklung der Spielidee und das strikte festhalten an eben dieser.

Auch gestern wieder waren es nicht nur individuelle Fehler, die uns ins Hintertreffen gebracht haben, sondern systematisch taktische Fehler.
Jeder Gegner weiss doch mittlerweile, dass man unser Pressing mit einer einfachen Spielverlagerung auf die ballferne Seite aushebeln und so riesige Räume schaffen kann. Hat man dann noch schnelle Außenspieler kommt der VfL jedes Mal aufs Neue ins Schwimmen, die Ordnung geht verloren und Stürmer können sich im Rücken der Verteidiger davon stehlen. Symptomatisch auch gestern dafür wieder einmal das 0:1. Aber selbst Gladbach, Freiburg, Dortmund und auch Kiel haben dies erkannt und ausgenutzt.

Ich bin zwar auch ein Fan von aggressivem Pressing, aber die Gegner wissen, wie man uns mit einfachsten Mitteln überspielen kann und trotzdem ändert man nichts. Wie heisst es so schön: "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."

Auch offensiv ist unser Spiel viel zu statisch. Mit Spielern wie Hofmann, Boadu und De Wit hat man diese Saison zwar endlich mal das Sturmzentrum gut besetzt, aber ohne (schnelle) offensive Außenspieler geht es leider nicht in der Bundesliga.
Auch gestern gab es mehrfach die Situation, dass sich alles an der Wolfsburger Sechzehnerkante geknubbelt hat und man dann als letzte Lösung eine Flanke aus dem Halbfeld geschlagen hat, nachdem man sich nicht durchs Zentrum kombinieren konnte. So kann man nur sehr schwer Gefahr im gegnerischen Strafraum erzeugen und man setzt mehr auf das Prinzip Hoffnung, anstatt einer konkreten Idee.
Bero und Sissoko die ab und zu dann offensiv auf den Flügeln auftauchen (müssen) merkt man dann an, dass sie nichts mit dieser Position anzufangen wissen. Spieler wie Miyoshi, Baldé, Bamba oder auch Kwarteng könnten da Abhilfe schaffen.

Auch das In-game Coaching fand ich persönlich gestern eher zweifelhaft: bereits in der Halbzeit hätte man etwas ändern müssen und mehr Offensivspieler bringen müssen. Schließlich liegst du bereits 0:2 hinten und musst eher versuchen nach vorne Impulse zu setzen, statt weiterhin auf Defensive Stabilität und Pressing bedacht zu sein.
Das zweite Wechselfenster dann erst kurz vor Schluss zu nutzen, war für mich dann der Wahnsinn, vor allem da der Gegner kurz nach dem Anschluss mit frischen Spielern unsere Offensivbemühungen wieder einfacher abwehren konnte. Darauf hätte Zeidler reagieren müssen und seinerseits neue Frische ins Spiel bringen müssen, hat er aber nicht.

Und das alles sind leider Punkte, die eben GEGEN den Trainer sprechen.

Auch für mich schreit dieser Kader nach der 3er-Kette und dass die Mannschaft es kann, hat sie in einem der besten Spiele der letzten Saison im Relegationsrückspiel gezeigt. Man müsste also nicht komplett bei Null anfangen.
Es braucht aber einen Trainer, der diese auch gut und schnell vermitteln kann und idealerweise bereits über Bundesliga-Erfahrung verfügt.
Auch ein weniger aggressives Pressing mit dem die Spieler nicht bereits nach 60 Minuten platt sind und in dem sich keine Riesenlöcher offenbaren, würde ich begrüßen.

Sollte man sich für eine personelle Änderung auf der Trainerbank entscheiden, dann bitte auch kein Schmierentheater wie letzte Saison mit Peter Stöger und der "Wunschlösung" Heiko Butscher.
Aber vor allem eine schnelle Neuvorstellung (bis Mittwoch oder Donnerstag), damit man dem Trainer auch eine komplette Woche Zeit bekommt vor dem enorm wichtigen Spiel in Hoffenheim.
Die Wochen danach werden für jeden Trainer, egal ob Zeidler oder eben ein neuer, vermutlich sehr unangenehm und jeder Punkt dort, wäre eine Überraschung.

Und auch wenn ich dem Namen Breitenreiter eher skeptisch gegenüber stand und stehe, so wäre er für mich aktuell die erfolgsversprechendste Lösung auf dem Markt. Er konnte bereits nachweisen, dass er erfolgreichen Fußball spielen lassen kann, ob er allerdings Abstiegskampf kann, würde sich dann allerdings noch zeigen müssen.

Das Fazit lautet bei mir vereinfacht: entweder ändert sich der Trainer selbst (System/Spielweise/Taktik) oder der Verein ändert den Trainer (personelle Konsequenzen).
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#32
06.10.2024 - 15:54 Uhr
Zitat von SG_83

Deshalb war ich gespannt, ob sich Peter Zeidler etwas anpasst in der Bundesliga. Aber ich fürchte für ihn, dass die Station Bochum ein frühes jähes Ende findet.


Übersichtshalber abgekürzt, vielen vielen Dank für deine Meinung und den ausführlichen Beitrag! Das erklärt mir am Ende auch die Ernennung von PZ als Trainer. Ich stimme durch die Bank weg auch @Sick Bear , @Atas_Taxi , @BlockN1 , @Zwetschge10 und @Maexx112 zu. Danke für eure Meinungen, da ist richtig viel tolles dabei wo ich hinter stehe, meine Meinung dazu:

Wie gesagt, ich verstehe auf Grund der dargelegten Meinung von @SG_83 die Ernennung von PZ. Ein deutschsprachiger Trainer, welcher in der ersten schweizerischen Liga attraktiven Fußball spielte und neues Feuer entfachte, nachdem der Verein durch schwierige Zeiten ging. Auf den ersten Blick hört sich das erstmal vergleichbar an. Allerdings wurde die Leistungsdichte der Liga irgendwie außen vor gelassen, da St. Gallen (gemessen an der schweizerischen Liga) ein Mittelfeld Team ist und sich so eine Spielweise damit erlauben kann. Man scheitert zwar an dem Schritt CL, allerdings scheint der Verein (nach den Aussagen von SG) seinen Mitteln entsprechend zu performen. Heißt PZ hat hier einen guten Job gemacht, indem er den Verein zumindest stabilisierte und für einen Angriff auf oben vorbereitete. Der gelang nicht und der Verein entschloss sich dazu PZ keine Steine in den Weg zu legen.

Der eklatante Fehler ist dann aber eben der fehlende Vergleich zwischen beiden Vereinen. Wir können uns es nicht erlauben, so eine Art von Fußball zu spielen weil wir nicht dieses Standing in der Liga haben. Ich stehe sogar hinter der Einschätzung von Zwetschge.

Zitat von Zwetschge10

Jedenfalls hat mich die Trainerfrage lange nicht mehr so genervt. Ich bleibe dabei, dass Zeidler auf Dauer Erfolg haben kann. Aber dafür muss man lernfähig sein und vor allem bereit sein auf dem Weg dahin anderweitige Lösungen zu finden. Das sehe ich aktuell nicht.


Ich setze sogar noch einen drauf und glaube, dass er ein guter Trainer für einen Verein mit mehr Mitteln ist. Das habe ich mir damals schon bei Letsch gedacht, da war ich aber noch nicht aktiv hier. Ganz nüchtern betrachtet finde ich beide Trainer relativ stabil, Letsch sehe ich da sogar noch deutlich im Vorteil, weil er deutlicher reagiert hat. Sein Scheitern lag an anderen Schwächen, u.a. die eigenartigen Auswechslungen und das er (wohl) irgendwann die Mannschaft verlor. Inwieweit dort die Causa Riemann ein Problem war, können wir nur mutmaßen. Fakt ist aber, dass PZ kein an die Mannschaft angepasstes System hinbekommt. Das ist genau das, was absolute Top Trainer ausmacht. Guardiolas Fußball (verzeiht mir den Vergleich ugly ) hat sich über die Jahre auch angepasst, obwohl er seine Grundidee von Fußball nicht anpasste. Ich muss aber nicht auf Guardiola schauen um zu sehen, ob ein Trainer für "Höheres", in diesem Falle eine BuLi Mannschaft zu trainieren, geeignet ist. Hasenhüttl hat gestern relativ schnell die richtigen Schlüsse gezogen. Ich erwarte von einem BuLi Trainer, egal welchen Verein er trainiert, dass er nicht stumpf sein System durchprügelt. Wenn ich Manchester City trainiere, mein Gott, dann ist es vollkommen in Ordnung. Die können mir andere Mittel zur Verfügung stelle. Trotzdem wird dort das eigene Spiel insofern angepasst, dass man mit dem Material klar kommt.

Warum man dann unter diesen Voraussetzungen genau diesen Trainer geholt hat, verstehe ich nicht. Für andere Vereine, mit mehr Mitteln, wäre er die bessere Wahl gewesen. Von der grundsätzlichen Idee einen Trainer zu holen, der hier was langfristig aufbaut, bin ich begeistert. Dann verstehe ich das auch, dass man ihn geholt hat. Scheinbar wurden die aufgeführten Gründe aber komplett ignoriert und man hat auf einen ähnlichen Effekt geholt. Ein neuer Trainer sollte sein System an den Status Quo anpassen können. Das ist meine einzige Erwartung an das Profil, nicht mehr und nicht weniger. Als Entwicklungsperspektive reicht es für mich schon aus, wenn man "nur" zum erweiterten Kreis der Abstiegskandidaten zählt und nicht immer automatisch mit den Aufsteigern in einen Topf geworfen wird.

Vorschläge für ein zukünftiges System oder die zukünftige Spielweise habe ich nicht. Vielleicht hilft es tatsächlich mal das Kriterium "spricht deutsch" außen vor zu lassen, ist allerdings nur eine Idee von mir. Wir haben mit Ordets, Masovic, Sissoko, Bero, Elezi, Miyoshi, De Wit, Baldé und Boadu Spieler, welche bei Ankunft kein oder (bei den Holländern) ggf. wenig Deutsch sprechen konnten. Für mich ist das im modernen Fußball absolut kein Kriterium mehr.

Ein neuer Trainer verspricht natürlich keinen Erfolg, gerade bei den nächsten anstehenden Spielen. Wichtig ist es jetzt, heute oder die nächsten Tage, intern die ganzen Fehler der letzten Jahre aufzuarbeiten und schauen wo man hin möchte. Der realistischste und logischste Kandidat wäre Breitenreiter. Unrealistische Wünsche von mir sind bspw. Ex-Profis und Trainer Talente mit hohem Ansehen wie Raúl oder Fernando Torres, lacht mich gerne aus aber ich gehe gerne darauf ein warum ich auf so Typen als Trainer komme. Mir ist klar, dass die sich zwar den VfL aus unterschiedlichsten Gründen niemals antun werden, allerdings sind wir mit den hier viel gescholtenen Konzepttrainern komplett auf die Nase gefallen, obwohl Erstliga Erfahrung bei anderen Vereinen vorhanden war. Ich kann mich mit einem Trainertalent deutlich mehr anfreunden, als mit irgendeinem gescheiterten Trainer von der Resterampe. Damit meine ich gar nicht Breitenreiter, aber so wie wir den VfL kennen wird da wieder so ein komischer Trainer aus der hintersten Ecke a la Peter Stöger gezogen, der seit Jahren gar nichts mehr gezeigt hat. Ex-Profis, welche sich auch nochmal als Trainer beweisen wollen, strahlen eine ganz andere Aura aus als (sorry für die Wortwahl) so alte Zossen die seit Jahren stur an einem System festhalten und dann mit Ü60 erst den Sprung in eine Top 5 Liga schaffen. Das kann dann auch gerne ein Dabrowski in Verbund mit Freier sein, den traue ich auch mehr zu. Vor allem sind die noch unverbraucht. Allerdings haben die auch Stallgeruch und ich denke, dass es jetzt an der Zeit ist mal einen wirklich externen Blick auf die Bank zu bekommen, der neue Ideen mit bringt und bereit ist sich dem Verein anzupassen. Ich hab Raúl viel verfolgt während seiner Castilla Arbeit, Torres beobachte ich seit seinem Sprung zu Atléti B ganz genau. Letzterer spielt so richtig schönen, ekelhaften Simeone Fußball. Beide müssen als Trainer von B-Mannschaften immer mit dem klar kommen was gerade da ist und ihr System permanent anpassen. Wie gesagt, die Beiden sind (leider) absolut unrealistisch. Aber vielleicht sollte man mal jetzt auf den Archetypen B-Trainer setzen, der seine Karriere noch vor sich hat und nicht den nächsten sturen Bock (sorry nochmal für die Wortwahl), der mal (in jüngeren Jahren) unter ganz anderen Bedingungen (s. PZ und Stöger, beide bei größeren Vereinen mit anderen Mitteln) in jüngeren Jahren Erfolg hatten.

Natürlich sind diese von mir vorgeschlagene Variante kein Garant auf Erfolg und gerade Raúl und Torres unrealistisch. Der Arche Typ Ex-Profi der aktuell noch B-Mannschaften trainiert kann nach hinten gehen (s. Rooney), kann aber auch Erfolg haben. Auch Alonso war bei Leverkusen damals keine Garantie, trotz der Tatsache das die viel mehr Mittel und eine unfassbar viel bessere Mannschaft haben. Nur uns sind die Hände durch unsere Möglichkeiten und unser Standing gebunden. Leute wie Raúl und Torres, CL-Sieger, Europa- und Weltmeister, werden hier nicht aufschlagen. Andere Trainer, welche solch eine Aura mitbringen könnten, werden hier aber nicht aufschlagen weil wir der VfL sind. Ich will hier nur absolut nicht mehr irgendwelche Trainer sehen, die seit Jahren außerhalb der Top-5 Ligen rumgammeln und nicht viel, außer RB in der Vita, irgendetwas vorzuweisen haben. Dann soll lieber mal ein "richtiges" Trainertalent, ob der jetzt eine Weltkarriere hat oder nicht, aufschlagen. Fimpel bei Schalke hat mir gut gefallen, mit Lizenz wäre der wahrscheinlich dort geblieben. Es muss doch auch mal kreativere Lösungen geben, als die Resterampe. Ich wiederhole mich nur ungerne, aber die aktuelle Situation ist nicht nur an PZ festzumachen, uns fehlt ganz klar eine Vision in der sportlichen Leitung, wenn wir hier rauskommen wollen. Ich hoffe wirklich, dass man sich mal traut und in einem kommenden (!) Prozess nicht wieder an den Kategorien spricht deutsch, hat RB in der Vita und schon Bundesliga Erfahrung aufhält. Wenn sich Breitenreiter durchsetzt, ist das dann so. Witzigerweise würde der mich aber komplett umhauen aktuell, schlechter wird der das nicht machen. Nur wir werden nie vom Fleck kommen, wenn wir immer nur nach den gleichen Kategorien suchen. Bei den Spielern klappt das, jetzt doch bitte auch bei den Trainern über den Tellerrand schauen.

Am Ende gibt es doch sowieso nur zwei mögliche Typen an Trainern die zur Auswahl stehen. Typ A ist: hat Erfahrung und es hat nicht für mehr gereicht. Typ B ist: hat noch nicht viel Erfahrung und muss sich beweisen. Letzterer Typ will sich aber ggf. nochmal für was Höheres empfehlen und ist lernbereit. Wenn Typ A Trainer ansatzweise uns hier nach vorne bringen könnten, losgelöst von der Situation, wären die schon weit vorher in der BuLi gelandet und nicht wie PZ erst Ü60. Das ist das Highlight seiner langen Karriere. Diese Typen will ich hier nicht sehen. Selbst Breitenreiter ist noch "jung" genug um einen erneuten Angriff zu wagen.

Sorry für den langen Text und die unrealistischen Wünsche, aber das musste raus.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BobbiBolzer am 06.10.2024 um 16:02 Uhr bearbeitet
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#33
07.10.2024 - 06:55 Uhr
Der Verein hat des öfteren Entscheidungen in den letzten Jahren getroffen, die mich ratlos gemacht haben.
Manchmal im Nachhinein unbegründet mit Sicherheit.
Nun aber an Zeidler festzuhalten, der nichts und so gar keine Argumente liefert hier weiter arbeiten zu dürfen, außer hohlem Phrasengedresche, ist in meinen Augen die mit Abstand merkwürdigste Entscheidung der letzten Jahre. Damit nimmt man billigend in Kauf in Hoffenheim erstmal komplett den Anschluß zu verlieren und mit einem Punkt in dann folgende Spiele zu gehen, die unter normalen Umständen nicht gewonnen werden können.
Ich verstehe es einfach nicht. Wir rennen grade tatsächlich sehenden Auges ins Verderben und ich habe das Forum (und inzwischen auch die Presse) selten so einig, wie im Fall Zeidler erlebt.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#34
07.10.2024 - 10:35 Uhr
Zitat von McClane45

Wir rennen grade tatsächlich sehenden Auges ins Verderben und ich habe das Forum (und inzwischen auch die Presse) selten so einig, wie im Fall Zeidler erlebt.

Es ist wirklich ein Fiebertraum. Gib mir Reis, gib mir Letsch, Herr Gott - gib mir Butscher oder Neururer. Ich erwische mich wirklich selten dabei, so polemische Stammtischgedanken in Bezug auf unseren Verein zu haben, aber zu sehen, dass es niemanden, also wirklich niemanden in Bochum mehr gibt, der hinter den Ideen dieses Trainers steht, während er nicht nur weitermachen darf, sondern auch noch konkrete Job-Garantien ausgesprochen bekommt, ist einfach nur surreal.

Also, wenn Geld das große Problem sein sollte, muss man es dann halt wenigstens mit Siebers oder Butscher versuchen.

Ich hoffe, dass es dann auch mal von Fan-Seite knallt. Der bedingungslose Support der letzten Jahre wird von unseren Verantwortlichen gerade mit Füßen getreten.

•     •     •

VfL.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von failerror am 07.10.2024 um 10:37 Uhr bearbeitet
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#35
07.10.2024 - 12:11 Uhr
Grundsätzlich müssen wir aufpassen, dass wir nicht zu schnell ein bisschen zu undifferenziert und allgemein werden. Den Grundtenor das wir so nicht weitermachen können, gehe ich vollständig mit. Aber...

Ist Peter Zeidler nicht - bei allem was hier zu Recht vorgebracht wird - auch genauso machtlos wie die Spieler, die in dieses Korsett gezwängt werden sollen? Marc Lettau hat nach der "schonungslosen Saisonanalyse" die Vorarbeit von Patrick Fabian weitergeführt und ein neues sportliches Konzept ausgedacht. Abgeschafft wurden in der Kaderplanung z.B. die offensiven Außen und völlig kreativ sogar vernünftige Backups für die Schienenspieler. Geholt hat man dann den passenden Trainer dazu, der die Raute spielen lässt und junge Spieler entwickeln soll.

Für mich ist das strategisch genau so ein Planungsfehler, wie in der vergangenen Saison zusammen mit Thomas Letsch ein Kader zusammengestellt wurde, der komplett auf die Dreierkette ausgerichtet war. Die Musik wird immer so gespielt, wie man sie bestellt hat und deswegen wundert es mich überhaupt nicht, dass Lettau Zeidler uneingeschränkt den Rücken stärkt, denn es ist sein (wenn auch nicht ausschließliches) sportliches Konzept, was hier im zweiten Jahr hintereinander gegen die Wand fährt.

Letzte Saison hatte man wenigstens noch die Fall-Back-Lösung in der Hinterhand und konnte wieder umswitchen auf eine Viererkette und CAA/Wittek/Asano als offensive Außen. Dieses Jahr ist aber so langsam Schluss mit der Variabilität und ich bezweifele, dass wir mit diesem Kader aus der Nummer noch einmal herauskommen. Das man dies versuchen muss, ist keine Frage und alternativlos. Man muss aber auch die Frage stellen, wer die Musik so eigentlich bestellt hat... und um bei dieser Metapher zu bleiben: Wer soll hier künftig komponieren?

BobbyBolzer hat es kürzlich super beschrieben und ich hatte bereits unmittelbar nach der Nichtbenennung eines neuen externen Sportdirektors extreme Zweifel. Marc Lettau ist kein schlechter Kaderplaner und findet oft gute Lösungen. Die Verantwortung für das sportliche Gesamtkonzept zu tragen, ist aber eine Disziplin für sich, die wahrscheinlich auch eine gewisse Erfahrung erfordert. Das wir uns hier Leute wie Stefan Kuntz oder Jörg Schmadtke gewünscht haben, ist ja kein Zufall. Das man hierfür nicht bereit gewesen ist finanziell ins Risiko zu gehen, war nun mal halt die Entscheidung des Vereins. Und ich habe seinerzeit schon gesagt, dass die Einsparung dieser Position richtig teuer für uns werden kann. Da können wir jetzt auch noch 3 mal den Trainer wechseln. Sie werden alle mit dem gleichen Kader auskommen müssen, der für das aktuelle Konzept zusammengestellt wurde.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#36
07.10.2024 - 12:29 Uhr
Mag alles sein, aber der Kader kann mehr behaupte ich! Wenn das alles wäre, könnten wir heute die Vorbereitung auf die 2. Liga aufnehmen, denn dann ist es wirklich egal, wer da an der Seitenlinie steht.

Am Ende ist es halt nun mal so wie immer: Holst du keine Punkte, bist du weg, es sei denn du hast eine "Egal was passiert Garantie", aber die hat Zeidler nicht.

So wie wir aktuell spielen, kann es nicht funktionieren, dafür sind die Gegner überwiegend zu stark bzw. haben eine zu hohe Qualität.
Die Herangehensweise deckt alle Schwächen der Spieler auf. Und dafür muss der Trainer Lösungen finden. Und das eigentlich schon vor 2-3 Wochen, spätestens nach dem Kiel Spiel.

1 aus 6 ist mit dem Kader völlig inakzeptabel, vor allem bei 3 Heimspielen gegen nicht gerade die absoluten Top Teams.

Und deshalb gehe ich auch nicht mit, dass Zeidler "machtlos" wäre. Ganz im Gegenteil: Er will das doch so spielen lassen und wird nicht gezwungen. Du musst doch nicht Raute spielen, weil nichts anderes möglich ist.
Es liegt an ihm, der Mannschaft eine passendere Herangehensweise an die Hand zu geben. Das fängt schon mit so kleinen Dingen an, dass die Verteidiger nicht geschlossen zur Mittellinie schieben. Das kannst du max. mit IV machen, die auch das Tempo der Offensivspieler mitgehen können.

Ich war Samstag erschrocken, wie extrem einfach uns die Gegner wegspielen, wenn nur ein einfacher Steckpass durchgeht. Das sieht im Stadion noch schlimmer aus, als am TV Gerät.
Und das ist einzig und allein Trainer Sache.

•     •     •

Lieber glücklich gewinnen, als verdient verlieren!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mr.Hahn am 07.10.2024 um 12:50 Uhr bearbeitet
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#37
07.10.2024 - 12:44 Uhr
Dem Verein geht die Bundesligaerfahrung mittlerweile völlig ab.

Kein Vorstandsmitglied, das noch selbst in der Liga aktiv gewesen wäre. Ein Cheftrainer, dem die Unerfahrenheit in einer Topliga förmlich aus allen Entscheidungen rausquillt und der dazu der Inbegriff von Borniertheit ist. Eine Co-Trainer-Kompanie , die vermutlich treu und unkritisch zu ihrem Chef steht, ebenfalls ohne Erfahrung in der Liga, bezeichnenderweise mit Ausnahme des einzigen Überbleibsels der Letsch-Ära, dessen Einfluss verschwindend gering sein dürfte.

Was wir brauchen, ist Bundesligaerfahrung, möglichst auf mehreren Ebenen, aber doch allzu deutlich auf der Position des Cheftrainers. Und dann wird hier gefordert, sich im Ausland umzugucken, weil da bekanntlich die Früchte groß und Gräser grün sind.

Nee, dem kann ich so gar nicht folgen. Die nächste Trainerlösung muss gar nicht kreativ sein. Meine Kriterien sind recht einfach.

- Bundesligaerfahrung, idealerweise als Spieler UND Trainer
- Dreierkette bevorzugt
- Erfolge bereits nachgewiesen

Natürlich passt das Profil sehr deutlich auf Breitenreiter, den ich momentan klar favorisiere. Aber wie einige andere auch, würde ich auch Butscher zurück nehmen, auf ihn treffen die Punkte auch zu. Hauptsache Zeidler ist weg.

Aber wie es ausschaut, vergeudet man wertvolle Zeit und noch ein paar Spieltage. Meines Erachtens würde der Turnaround heute noch absolut möglich sein. Je länger man wartet, desto unwahrscheinlicher wird es. Völlig unverständlich oder auch nicht. Mangelnde Bundesligaerfahrung der Verantwortlichen halt, zumindest in diesen entscheidenden Rollen, die sowohl Lettau als auch Kaenzig ratzfatz über den Kopf wachsen können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Atas_Taxi am 07.10.2024 um 12:48 Uhr bearbeitet
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#38
07.10.2024 - 13:40 Uhr
Zitat von BOlx161
Zitat von Mr.Hahn

Mag alles sein, aber der Kader kann mehr behaupte ich! Wenn das alles wäre, könnten wir heute die Vorbereitung auf die 2. Liga aufnehmen, denn dann ist es wirklich egal, wer da an der Seitenlinie steht.

Am Ende ist es halt nun mal so wie immer: Holst du keine Punkte, bist du weg, es sei denn du hast eine "Egal was passiert Garantie", aber die hat Zeidler nicht.

So wie wir aktuell spielen, kann es nicht funktionieren, dafür sind die Gegner überwiegend zu stark bzw. haben eine zu hohe Qualität.
Die Herangehensweise deckt alle Schwächen der Spieler auf. Und dafür muss der Trainer Lösungen finden. Und das eigentlich schon vor 2-3 Wochen, spätestens nach dem Kiel Spiel.

1 aus 6 ist mit dem Kader völlig inakzeptabel, vor allem bei 3 Heimspielen gegen nicht gerade die absoluten Top Teams.

Und deshalb gehe ich auch nicht mit, dass Zeidler "machtlos" wäre. Ganz im Gegenteil: Er will das doch so spielen lassen und wird nicht gezwungen. Du musst doch nicht Raute spielen, weil nichts anderes möglich ist.
Es liegt an ihm, der Mannschaft eine passendere Herangehensweise an die Hand zu geben. Das fängt schon mit so kleinen Dingen an, dass die Verteidiger nicht geschlossen zur Mittellinie schieben. Das kannst du max. mit IV machen, die auch das Tempo der Offensivspieler mitgehen können.

Ich war Samstag erschrocken, wie extrem einfach uns die Gegner wegspielen, wenn nur ein einfacher Steckpass durchgeht. Das sieht im Stadion noch schlimmer aus, als am TV Gerät.
Und das ist einzig und allein Trainer Sache.


Die Raute hat mit "Herangehensweise" oder Taktik nur leider überhaupt nichts zu tun. Das ist lediglich eine Formation, sagt aber überhaupt nichts darüber aus, wie man dann spielt. Man kann sie defensiv spielen und tief stehen, man kann sie offensiv interpretieren & hoch anlaufen und dann gibt es auch noch Dinge dazwischen.
Solange Leute hier eine Formation mit irgendeiner Form von Taktik gleichsetzen, ist es auch nicht sonderlich sinnvoll, mit solchen Leuten zu diskutieren. Oder anders formuliert: Leute, die sowas denken, sollten sich an Taktik- oder Trainer-Diskussionen eigentlich nicht beteiligen. Kann man aber leider nicht verhindern, wie man hier tagtäglich zigfach beobachten kann.

Stimmt, allerdings hängen in diesem Fall Formation und Spielweise stärker miteinander zusammen als üblich. Durch die Raute zwingt Zeidler sich quasi selbst dazu, 4 zentrale Mittelfeldspieler aufzustellen, die bei uns halt allesamt nicht schnell bis sehr langsam sind. Dadurch haben wir in der Zentrale zwar viel hypothetische Defensivstärke, aber große Geschwindigkeitsdefizite. Ich weiß gar nicht, warum Zeidler es nicht wie in St. Gallen macht und wenigstens auf einer Seite einen klassischen Flügel hinstellt. Mit der Durchschnittsgeschwinigkeit dieser ersten 11 wird sich auch kein Guardiola eine Taktik ausdenken können, die konstant gut genug ist für die erste Liga.

Aus der ersten 11 ist sowieso nur Boadu „schnell“. Es mag sein, dass Medic, Ordets, Hofmann usw. technisch und fußballerisch besser sind als ihre Konkurrenten. Wenn man aber nur einen schnellen Spieler in der Mannschaft hat, das komplette Mittelfeld lahm ist und selbst die Außenverteidiger keine großen Sprinter sind, kann man in der ersten Liga nicht bestehen. Da waren wir in den letzten Jahren mit ABK, Leitsch, (Gamboa), CAA, Asano und Holtmann einfach richtig verwöhnt. Gleichzeitig hat es aufgezeigt, wie man es als Underdog schaffen kann. Dieser Stärke hat man sich unnötigerweise einfach komplett beraubt, nur um was „neues“ zu machen.

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VfL.
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#39
07.10.2024 - 14:16 Uhr
Zitat von BOlx161
Zitat von Mr.Hahn

Mag alles sein, aber der Kader kann mehr behaupte ich! Wenn das alles wäre, könnten wir heute die Vorbereitung auf die 2. Liga aufnehmen, denn dann ist es wirklich egal, wer da an der Seitenlinie steht.

Am Ende ist es halt nun mal so wie immer: Holst du keine Punkte, bist du weg, es sei denn du hast eine "Egal was passiert Garantie", aber die hat Zeidler nicht.

So wie wir aktuell spielen, kann es nicht funktionieren, dafür sind die Gegner überwiegend zu stark bzw. haben eine zu hohe Qualität.
Die Herangehensweise deckt alle Schwächen der Spieler auf. Und dafür muss der Trainer Lösungen finden. Und das eigentlich schon vor 2-3 Wochen, spätestens nach dem Kiel Spiel.

1 aus 6 ist mit dem Kader völlig inakzeptabel, vor allem bei 3 Heimspielen gegen nicht gerade die absoluten Top Teams.

Und deshalb gehe ich auch nicht mit, dass Zeidler "machtlos" wäre. Ganz im Gegenteil: Er will das doch so spielen lassen und wird nicht gezwungen. Du musst doch nicht Raute spielen, weil nichts anderes möglich ist.
Es liegt an ihm, der Mannschaft eine passendere Herangehensweise an die Hand zu geben. Das fängt schon mit so kleinen Dingen an, dass die Verteidiger nicht geschlossen zur Mittellinie schieben. Das kannst du max. mit IV machen, die auch das Tempo der Offensivspieler mitgehen können.

Ich war Samstag erschrocken, wie extrem einfach uns die Gegner wegspielen, wenn nur ein einfacher Steckpass durchgeht. Das sieht im Stadion noch schlimmer aus, als am TV Gerät.
Und das ist einzig und allein Trainer Sache.


Die Raute hat mit "Herangehensweise" oder Taktik nur leider überhaupt nichts zu tun. Das ist lediglich eine Formation, sagt aber überhaupt nichts darüber aus, wie man dann spielt. Man kann sie defensiv spielen und tief stehen, man kann sie offensiv interpretieren & hoch anlaufen und dann gibt es auch noch Dinge dazwischen.
Solange Leute hier eine Formation mit irgendeiner Form von Taktik gleichsetzen, ist es auch nicht sonderlich sinnvoll, mit solchen Leuten zu diskutieren. Oder anders formuliert: Leute, die sowas denken, sollten sich an Taktik- oder Trainer-Diskussionen eigentlich nicht beteiligen. Kann man aber leider nicht verhindern, wie man hier tagtäglich zigfach beobachten kann.


Eigentlich gefällt mir nur nicht, wie du andere User angehst.
Sollen wir in den Diskurs einsteigen, wie Grundformation und Spielsystem taktisch zusammenhängen und sich beeinflussen? Gerne auch an der Taktiktafel, aber halt - die Formation hat ja mit der Taktik gar nichts zu tun.

Vielleicht zum Einstieg: Die Formation bestimmt die taktische Grundausrichtung. Und grundsätzlich auch, ob diese eher offensiv oder defensiv ausgerichtet ist. Dies wird dann wiederum durch das Spielsystem festgelegt.
Es werden den Spielern bestimmte Räume zugewiesen, die Im konkreten Fall der "engen Raute" das Mittelfeld verengen und dafür Räume auf den Flügeln frei lassen. Die Mannschafts-, Gruppen- und Individualtaktik basiert nun auf dieser Grundformation. Also begrenzt sich der taktische Aktionradius grundsätzlich erstmal auf die zugewiesenen Räume. Selbstverständlich kommt es im Spiel und durch das Spielsystem dann zu Abweichungen, ganz klar.

Allerdings zu behaupten:
Zitat von BOlx161
Die Raute hat mit "Herangehensweise" oder Taktik nur leider überhaupt nichts zu tun.


Das ist echt starker Tobak. Und dann noch anderen Usern die Kompetenz absprechen...
Peter Zeidler [ehem. Trainer] |#40
07.10.2024 - 14:33 Uhr
Die fehlende Bundesliga-Erfahrung merkt man Zeidler schon an. Gleiches galt auch für Letsch, nur war der lernresistenter.

Dinge die in Schweiz oder NL funktionieren, funktionieren nicht automatisch in der Bundesliga. Dafür ist die Qualität zu hoch und unsere eigene Qualität vergleichsweise zu niedrig.

Als Abstiegskandidat offensiv zu pressen, selber attraktiven Fußball spielen zu wollen usw sind alles Dinge, die ein erfahrener Bundesligatrainer nicht machen würde.
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