Joachim Löw (Bundestrainer)
11.02.2010 - 19:25 Uhr
12.07.2010 - 18:47 Uhr
Zitat von knueppelhart:
Manche sind eben typisch deutsch und finden immer was zu meckern. Selbst wenn wir Weltmeister geworden waeren, haette es dann geheissen: Ach wir haben aber nur 1:0 gegen Holland gewonnen, der Sieg haette ruhig ein bisschen deutlicher ausfallen koennen (oder wie bei Lena: was hat sie denn schon grbracht. War doch nur der Eurovision Songcontest) Und wenn ich schon hoere, das war sowieso Pflicht. Pflicht ist fuer Deutschland sich immer fuer das jeweilige Turnier zu qualifizieren und die Gruppenphase zu ueberstehen. Aber so gegen England und Argentinien zu gewinnen ist schon etwas mehr als Pflicht und sicher eine grosse Leistung. Und die gehoert nunmal dem Bundestrainer.
Ich denke, man muß zwischen Kritik und Defätismus unterschieden. Die Meßlatte für jeden Trainer ist zuallererst der Erfolg - und da sieht Löws Bilanz hervorragend aus. Er ist, Titel hin oder her, ein sehr erfolgreicher Nationaltrainer. Und selbst, wenn man ihm wie ich vorwirft, mehr Glück als Verstand zu haben, dann spielt das keine Rolle, weil man einen Trainer nun einmal nur am Ergebnis beurteilen kann - alles andere, ist hätte, wäre, wenn.
Und manchmal, ist auch einfach nur das Glück entscheidend, wie bei 1-0 gegen Ghana oder dem 2:2 von England. Ich würde meine Hand nicht ins Feuer legen, dass Deutschland beide Spiele noch gewonnen hätte. Genauso gut, hätte der Schiri auch gegen Spanien Elfmeter in der 45. nach dem Foul an Özil pfeifen können oder Kroos das 1-0 erzielen können - vermutlich hätte Deutschland gegen Holland den Titel geholt. Aber das Gerede um den Konjunktiv, es ist völlig müßig. Man war verdammt knapp am Titel dran und zumindest ich habe herausragenden Fußball von Deutschland gesehen, also die 90'er Mannschaft kam da mit Sicherheit nicht heran.
Dennoch muß es möglich sein, Löw zu kritisieren ohne in die Ecke der Defätisten gestellt zu werden. Jeder Nationaltrainer lebt natürlich davon, welche Spieler er zur Auswahl hat - und diese Auswahl sieht bei Deutschland im Augenblick hervorragend aus. Ist das nun Löws Verdienst, oder profitiert er schlicht von starken Spielern? Seine Entscheidung pro Klose, hätte das hier irgendeiner der Freizeitexperten gemacht? Vermutlich nicht. Umgekehrt, muß aber die Frage erlaubt sein, ob ein Kießling oder Kuranyi sich schlechter angestellt hätten. Oder hätte es keine Alternative zu Podolski gegeben? Oder zu Trochowski?
Und war das "Kaninchen vor der Schlange Syndrom" gegen Spanien nicht vielleicht viel eher ein psychologisches Problem von Löw selbst, denn von der Mannschaft? Gegen Argentinien konnte man ja noch frei und flockig aufspielen, aber die wurden auch nicht vom Trainerstab überhöht, im Gegenteil waren freche Provokationen zu hören. Sicherlich nicht ohne Löws Segen.
Die entscheidende Frage lautet nun aber nicht, was hat er hier und da vielleicht falsch gemacht - sondern ist er der richtige Mann für die kommende EM/WM. Meine rein persönliche Einschätzung ist, dass Löw tatsächlich an seiner Grenze ist, fachlich, persönlich, die unglaubliche Belastung - und zurücktreten wird. Was ich schade fände, denn trotz seiner vermeintlichen Schwächen, hat er ohne jeden Zweifel auch gute Arbeit geleistet.
Aber ich halte die Spielerqualität für so hoch, dass wir so oder so die nächsten vier Jahre zu den Mitfavoriten zählen werden. Und nach mehr oder minder sechs Jahren Löw, sehe ich die Weichen ohnehin für gestellt, kein Nachfolger würde alles über den Haufen werfen um sein Ego zu befriedigen. Vielleicht ist es wie so oft, einem eher beliebigen Nachfolger gegönnt, die Früchte der Löw'schen Arbeit zu ernten.
So wie Löw vielleicht vom Triumph der U-21 profitiert hat.
Manche sind eben typisch deutsch und finden immer was zu meckern. Selbst wenn wir Weltmeister geworden waeren, haette es dann geheissen: Ach wir haben aber nur 1:0 gegen Holland gewonnen, der Sieg haette ruhig ein bisschen deutlicher ausfallen koennen (oder wie bei Lena: was hat sie denn schon grbracht. War doch nur der Eurovision Songcontest) Und wenn ich schon hoere, das war sowieso Pflicht. Pflicht ist fuer Deutschland sich immer fuer das jeweilige Turnier zu qualifizieren und die Gruppenphase zu ueberstehen. Aber so gegen England und Argentinien zu gewinnen ist schon etwas mehr als Pflicht und sicher eine grosse Leistung. Und die gehoert nunmal dem Bundestrainer.
Ich denke, man muß zwischen Kritik und Defätismus unterschieden. Die Meßlatte für jeden Trainer ist zuallererst der Erfolg - und da sieht Löws Bilanz hervorragend aus. Er ist, Titel hin oder her, ein sehr erfolgreicher Nationaltrainer. Und selbst, wenn man ihm wie ich vorwirft, mehr Glück als Verstand zu haben, dann spielt das keine Rolle, weil man einen Trainer nun einmal nur am Ergebnis beurteilen kann - alles andere, ist hätte, wäre, wenn.
Und manchmal, ist auch einfach nur das Glück entscheidend, wie bei 1-0 gegen Ghana oder dem 2:2 von England. Ich würde meine Hand nicht ins Feuer legen, dass Deutschland beide Spiele noch gewonnen hätte. Genauso gut, hätte der Schiri auch gegen Spanien Elfmeter in der 45. nach dem Foul an Özil pfeifen können oder Kroos das 1-0 erzielen können - vermutlich hätte Deutschland gegen Holland den Titel geholt. Aber das Gerede um den Konjunktiv, es ist völlig müßig. Man war verdammt knapp am Titel dran und zumindest ich habe herausragenden Fußball von Deutschland gesehen, also die 90'er Mannschaft kam da mit Sicherheit nicht heran.
Dennoch muß es möglich sein, Löw zu kritisieren ohne in die Ecke der Defätisten gestellt zu werden. Jeder Nationaltrainer lebt natürlich davon, welche Spieler er zur Auswahl hat - und diese Auswahl sieht bei Deutschland im Augenblick hervorragend aus. Ist das nun Löws Verdienst, oder profitiert er schlicht von starken Spielern? Seine Entscheidung pro Klose, hätte das hier irgendeiner der Freizeitexperten gemacht? Vermutlich nicht. Umgekehrt, muß aber die Frage erlaubt sein, ob ein Kießling oder Kuranyi sich schlechter angestellt hätten. Oder hätte es keine Alternative zu Podolski gegeben? Oder zu Trochowski?
Und war das "Kaninchen vor der Schlange Syndrom" gegen Spanien nicht vielleicht viel eher ein psychologisches Problem von Löw selbst, denn von der Mannschaft? Gegen Argentinien konnte man ja noch frei und flockig aufspielen, aber die wurden auch nicht vom Trainerstab überhöht, im Gegenteil waren freche Provokationen zu hören. Sicherlich nicht ohne Löws Segen.
Die entscheidende Frage lautet nun aber nicht, was hat er hier und da vielleicht falsch gemacht - sondern ist er der richtige Mann für die kommende EM/WM. Meine rein persönliche Einschätzung ist, dass Löw tatsächlich an seiner Grenze ist, fachlich, persönlich, die unglaubliche Belastung - und zurücktreten wird. Was ich schade fände, denn trotz seiner vermeintlichen Schwächen, hat er ohne jeden Zweifel auch gute Arbeit geleistet.
Aber ich halte die Spielerqualität für so hoch, dass wir so oder so die nächsten vier Jahre zu den Mitfavoriten zählen werden. Und nach mehr oder minder sechs Jahren Löw, sehe ich die Weichen ohnehin für gestellt, kein Nachfolger würde alles über den Haufen werfen um sein Ego zu befriedigen. Vielleicht ist es wie so oft, einem eher beliebigen Nachfolger gegönnt, die Früchte der Löw'schen Arbeit zu ernten.
So wie Löw vielleicht vom Triumph der U-21 profitiert hat.
12.07.2010 - 20:25 Uhr
du suchst dir die kritiken auch raus,wie sie dir gerade passen,wie beurteilst du eigebntlich podolski´s saison beim fc,da du ja sonst immer so gerne mit toren/vorlagen kommst :)
12.07.2010 - 21:39 Uhr
Zitat von FC1964:
Da muss ich dir widersprechen,Fußball ist immer noch mannschaftssport und gewinnen oder verlieren tut eine mannschaft immer noch zusammen.
Wie überraschend, ich kritisiere Prinz Podi und du musst mir widersprechen. Wer hätte das gedacht?
Da muss ich dir widersprechen,Fußball ist immer noch mannschaftssport und gewinnen oder verlieren tut eine mannschaft immer noch zusammen.
Wie überraschend, ich kritisiere Prinz Podi und du musst mir widersprechen. Wer hätte das gedacht?
13.07.2010 - 12:48 Uhr
Das man bis nach der Wm mit der Vertragsverlängerung wartet, war eh das einzi richtige. Oder was wäre gewesen,wenn im März der Vertrag für 2 Jahre verlängert worden wäre und wir wie Frankreich und Italien gespielt und uns plaziert hätten?
Ansonsten ist die Frage, wieviel Anteil hat Löw eigentlich an der WM Leistung?Oder wäre die WM mit zB Babbel als Trainer ähnlich gelaufen?
Ist natürlich sehr,sehr schwer zu sagen, aber ob mit einem anderen guten Trainer das Turnier mies gelaufen wäre, wage ich auch zu bezweifeln.
Ansonsten ist die Frage, wieviel Anteil hat Löw eigentlich an der WM Leistung?Oder wäre die WM mit zB Babbel als Trainer ähnlich gelaufen?
Ist natürlich sehr,sehr schwer zu sagen, aber ob mit einem anderen guten Trainer das Turnier mies gelaufen wäre, wage ich auch zu bezweifeln.
13.07.2010 - 13:05 Uhr
Zitat von SH501:
Das man bis nach der Wm mit der Vertragsverlängerung wartet, war eh das einzi richtige. Oder was wäre gewesen,wenn im März der Vertrag für 2 Jahre verlängert worden wäre und wir wie Frankreich und Italien gespielt und uns plaziert hätten?
Ansonsten ist die Frage, wieviel Anteil hat Löw eigentlich an der WM Leistung?Oder wäre die WM mit zB Babbel als Trainer ähnlich gelaufen?
Ist natürlich sehr,sehr schwer zu sagen, aber ob mit einem anderen guten Trainer das Turnier mies gelaufen wäre, wage ich auch zu bezweifeln.
Also Löw hatte einen recht hohen Anteil an dem Erfolg der Weltmeisterschaft. Er hat sich die Spieler zusammengesucht, die er für sein spezielles Spiel brauchte und nicht wie es manch andere National"trainer" machen, stumpf die aktuell besten Spieler rekrutieren und diese einfach machen lassen.
Glaube bei dieser WM sahen besonders die Mannschaften gut aus, die eine hohe Moral und eine grosse mannschaftliche Geschlossenheit hatten.
Ob es ein anderer Trainer besser oder schlechter gemacht hätte, wäre zu spekulativ. Besser wage ich aber zu bezweifeln.
Das man bis nach der Wm mit der Vertragsverlängerung wartet, war eh das einzi richtige. Oder was wäre gewesen,wenn im März der Vertrag für 2 Jahre verlängert worden wäre und wir wie Frankreich und Italien gespielt und uns plaziert hätten?
Ansonsten ist die Frage, wieviel Anteil hat Löw eigentlich an der WM Leistung?Oder wäre die WM mit zB Babbel als Trainer ähnlich gelaufen?
Ist natürlich sehr,sehr schwer zu sagen, aber ob mit einem anderen guten Trainer das Turnier mies gelaufen wäre, wage ich auch zu bezweifeln.
Also Löw hatte einen recht hohen Anteil an dem Erfolg der Weltmeisterschaft. Er hat sich die Spieler zusammengesucht, die er für sein spezielles Spiel brauchte und nicht wie es manch andere National"trainer" machen, stumpf die aktuell besten Spieler rekrutieren und diese einfach machen lassen.
Glaube bei dieser WM sahen besonders die Mannschaften gut aus, die eine hohe Moral und eine grosse mannschaftliche Geschlossenheit hatten.
Ob es ein anderer Trainer besser oder schlechter gemacht hätte, wäre zu spekulativ. Besser wage ich aber zu bezweifeln.
13.07.2010 - 13:27 Uhr
Wieso haben wir eigentlich eine grottige Quali gespielt?
So wie ich das in Erinnerung habe, haben wir uns souverän durchgesetzt und auch 2x gegen die neue "Supermacht" Rußland mit dem Wundertrainer Hiddink gewonnen.
Man muss auch Qualispiele differenzierter sehen zu Turnieren. Man trifft sich ein paar Tage hat dann 2 Spiele, wo man alles machen muss, oder sollte. Taktik zum Gegner finden, Standards, Spielerisch sich weiter zu entwickeln. Das ist nicht möglich, bzw. nicht, wenn man nicht eingespielt ist, wie jetzt z.B. die Spanier.
Zu einem Turnier hat man mehr Zeit. Man hat mehrere Wochen die dann dazu genutzt werden sich zu finden. Spielerisch zu einander zu finden.
Schweinsteiger sagte ja, das trotzdem 1-2 Wochen gefehlt haben um evt. die Spanier zu schlagen. Deswegen ist es ja auch wichtig das Kontinuität rein kommt, in die Mannschaft, auch durch den Trainer. Wenn über längere Zeit eine Mannschaft sich findet, dann kommt auch was Starkes raus. Nach er WM06 waren wir bis zur Verletzung von Ballack und Frings eine der besten Mannschaften der Welt, mit einem Klasse Sieg in der Tschechei.
Wenn das Grundgerüst dann steht kann man sich dann auch mehr um die anderen Sachen wie Standards kümmern, die ja leider ein wenig zu kurz gekommen sind, wie auch Löw sagt, da eben andere Sachen mom. wichtiger sind, oder waren.
Wobei ich das 0:1 gegen Spanien da jetzt nicht in die Kritik mit rein nehme. Da muss einer zugeteilt worden sein, es hätte schon gereicht wenn einer in der Nähe gewesen wäre um Puyol die Wucht zu nehmen.
So wie ich das in Erinnerung habe, haben wir uns souverän durchgesetzt und auch 2x gegen die neue "Supermacht" Rußland mit dem Wundertrainer Hiddink gewonnen.
Man muss auch Qualispiele differenzierter sehen zu Turnieren. Man trifft sich ein paar Tage hat dann 2 Spiele, wo man alles machen muss, oder sollte. Taktik zum Gegner finden, Standards, Spielerisch sich weiter zu entwickeln. Das ist nicht möglich, bzw. nicht, wenn man nicht eingespielt ist, wie jetzt z.B. die Spanier.
Zu einem Turnier hat man mehr Zeit. Man hat mehrere Wochen die dann dazu genutzt werden sich zu finden. Spielerisch zu einander zu finden.
Schweinsteiger sagte ja, das trotzdem 1-2 Wochen gefehlt haben um evt. die Spanier zu schlagen. Deswegen ist es ja auch wichtig das Kontinuität rein kommt, in die Mannschaft, auch durch den Trainer. Wenn über längere Zeit eine Mannschaft sich findet, dann kommt auch was Starkes raus. Nach er WM06 waren wir bis zur Verletzung von Ballack und Frings eine der besten Mannschaften der Welt, mit einem Klasse Sieg in der Tschechei.
Wenn das Grundgerüst dann steht kann man sich dann auch mehr um die anderen Sachen wie Standards kümmern, die ja leider ein wenig zu kurz gekommen sind, wie auch Löw sagt, da eben andere Sachen mom. wichtiger sind, oder waren.
Wobei ich das 0:1 gegen Spanien da jetzt nicht in die Kritik mit rein nehme. Da muss einer zugeteilt worden sein, es hätte schon gereicht wenn einer in der Nähe gewesen wäre um Puyol die Wucht zu nehmen.
14.07.2010 - 13:04 Uhr
Zitat von Hexer1975:
Er hat sich die Spieler zusammengesucht, die er für sein spezielles Spiel brauchte und nicht wie es manch andere National"trainer" machen, stumpf die aktuell besten Spieler rekrutieren und diese einfach machen lassen.
Mal abgesehen von Klose bzw. Kießling/Kuranyi: Inwiefern hat er das denn getan? Özil, Müller, Khedira konnte man angesichts der Konkurrenz(Kaliber wie Hitz, Trochowski...) fast schon gar nicht umgehen. Insofern bin ich durchaus der Meinung, dass Löw da mehr mit der Nase aufs Spielsystem gestoßen wurde, weil einfach die besten Offensiven so spielen. Im Spanien-Spiel spielte dann nämlich wieder Trochowski, der m.E. in Löws persönlicher Rangliste einfach als zweitbester RM geführt ist - obwohl er explizit_nicht_ins schnelle Konterspiel passt. Das überspitzte "wie die Jugnfrau zum Kinde" hat durchaus seine Berechtigung, behaupte ich.
Er hat sich die Spieler zusammengesucht, die er für sein spezielles Spiel brauchte und nicht wie es manch andere National"trainer" machen, stumpf die aktuell besten Spieler rekrutieren und diese einfach machen lassen.
Mal abgesehen von Klose bzw. Kießling/Kuranyi: Inwiefern hat er das denn getan? Özil, Müller, Khedira konnte man angesichts der Konkurrenz(Kaliber wie Hitz, Trochowski...) fast schon gar nicht umgehen. Insofern bin ich durchaus der Meinung, dass Löw da mehr mit der Nase aufs Spielsystem gestoßen wurde, weil einfach die besten Offensiven so spielen. Im Spanien-Spiel spielte dann nämlich wieder Trochowski, der m.E. in Löws persönlicher Rangliste einfach als zweitbester RM geführt ist - obwohl er explizit_nicht_ins schnelle Konterspiel passt. Das überspitzte "wie die Jugnfrau zum Kinde" hat durchaus seine Berechtigung, behaupte ich.
14.07.2010 - 14:18 Uhr
Zitat von Hexer1975:
Zitat von SH501:
Das man bis nach der Wm mit der Vertragsverlängerung wartet, war eh das einzi richtige. Oder was wäre gewesen,wenn im März der Vertrag für 2 Jahre verlängert worden wäre und wir wie Frankreich und Italien gespielt und uns plaziert hätten?
Ansonsten ist die Frage, wieviel Anteil hat Löw eigentlich an der WM Leistung?Oder wäre die WM mit zB Babbel als Trainer ähnlich gelaufen?
Ist natürlich sehr,sehr schwer zu sagen, aber ob mit einem anderen guten Trainer das Turnier mies gelaufen wäre, wage ich auch zu bezweifeln.
Also Löw hatte einen recht hohen Anteil an dem Erfolg der Weltmeisterschaft. Er hat sich die Spieler zusammengesucht, die er für sein spezielles Spiel brauchte und nicht wie es manch andere National"trainer" machen, stumpf die aktuell besten Spieler rekrutieren und diese einfach machen lassen.
Glaube bei dieser WM sahen besonders die Mannschaften gut aus, die eine hohe Moral und eine grosse mannschaftliche Geschlossenheit hatten.
Ob es ein anderer Trainer besser oder schlechter gemacht hätte, wäre zu spekulativ. Besser wage ich aber zu bezweifeln.
Löw hatte die besten deutschen Spieler ja bei der WM dabei. Demnach hat auch die beste deutsche Mannschaft gespielt (-) Hummels und Höwedes! Ob die Beiden ihre Sache schlechter gemacht hätten als z.B. Mertesacker ist spekulativ darf aber bezweifelt werden. Zumindest _ich_ tue das.
Auch wenn ich der Meinung bin, dass Löw bei der WM bis zum Halbfinal-Spiel gegen Spanien eine "gute" Leistung abgeliefert hat und zurecht für die Berufung von Klose (ich war der Auffassung "zur WM - Jaaa, Stammplatz - Nein) abgefeiert wird/wurde, behaupte ich trotzdem, dass mehr Glück als Können im Spiel war. Zu sehr haben uns Mannschaften wie England vor allem aber Argentinien, in die Karten gespielt.
Dass man gegen Spanien eine so desoltate Leistung abgerufen hat, und das nach dem ebenso abenteuerlich wie schlechten Spiel bei der EM 2008, muss man trotz aller Lobdudelei, natürlich auch dem Trainer ankreiden. Taktisch wie Nominell war das von vornherein schon zum Scheitern verurteilt. Ich muss leider feststellen, dass aus Fehlen nichts gelernt oder viel zu spät reagiert wird.
PS: Bisher ist die deutsche Nationalmannschaft mMn eine Gruppe von Halbstarken. So lange man sie nicht einschüchtert, gibts auf die Fres.se. Aber, wehe, man wehrt sich, oder haut selber noch dickere Sprüche raus ...
PSS: Bis zur EM 2012 wird Jogi seine Ausbildung zum Bundestrainer geschafft haben.
Zitat von SH501:
Das man bis nach der Wm mit der Vertragsverlängerung wartet, war eh das einzi richtige. Oder was wäre gewesen,wenn im März der Vertrag für 2 Jahre verlängert worden wäre und wir wie Frankreich und Italien gespielt und uns plaziert hätten?
Ansonsten ist die Frage, wieviel Anteil hat Löw eigentlich an der WM Leistung?Oder wäre die WM mit zB Babbel als Trainer ähnlich gelaufen?
Ist natürlich sehr,sehr schwer zu sagen, aber ob mit einem anderen guten Trainer das Turnier mies gelaufen wäre, wage ich auch zu bezweifeln.
Also Löw hatte einen recht hohen Anteil an dem Erfolg der Weltmeisterschaft. Er hat sich die Spieler zusammengesucht, die er für sein spezielles Spiel brauchte und nicht wie es manch andere National"trainer" machen, stumpf die aktuell besten Spieler rekrutieren und diese einfach machen lassen.
Glaube bei dieser WM sahen besonders die Mannschaften gut aus, die eine hohe Moral und eine grosse mannschaftliche Geschlossenheit hatten.
Ob es ein anderer Trainer besser oder schlechter gemacht hätte, wäre zu spekulativ. Besser wage ich aber zu bezweifeln.
Löw hatte die besten deutschen Spieler ja bei der WM dabei. Demnach hat auch die beste deutsche Mannschaft gespielt (-) Hummels und Höwedes! Ob die Beiden ihre Sache schlechter gemacht hätten als z.B. Mertesacker ist spekulativ darf aber bezweifelt werden. Zumindest _ich_ tue das.
Auch wenn ich der Meinung bin, dass Löw bei der WM bis zum Halbfinal-Spiel gegen Spanien eine "gute" Leistung abgeliefert hat und zurecht für die Berufung von Klose (ich war der Auffassung "zur WM - Jaaa, Stammplatz - Nein) abgefeiert wird/wurde, behaupte ich trotzdem, dass mehr Glück als Können im Spiel war. Zu sehr haben uns Mannschaften wie England vor allem aber Argentinien, in die Karten gespielt.
Dass man gegen Spanien eine so desoltate Leistung abgerufen hat, und das nach dem ebenso abenteuerlich wie schlechten Spiel bei der EM 2008, muss man trotz aller Lobdudelei, natürlich auch dem Trainer ankreiden. Taktisch wie Nominell war das von vornherein schon zum Scheitern verurteilt. Ich muss leider feststellen, dass aus Fehlen nichts gelernt oder viel zu spät reagiert wird.
PS: Bisher ist die deutsche Nationalmannschaft mMn eine Gruppe von Halbstarken. So lange man sie nicht einschüchtert, gibts auf die Fres.se. Aber, wehe, man wehrt sich, oder haut selber noch dickere Sprüche raus ...
PSS: Bis zur EM 2012 wird Jogi seine Ausbildung zum Bundestrainer geschafft haben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Miko2k1 am 14.07.2010 um 14:21 Uhr bearbeitet
14.07.2010 - 15:36 Uhr
Da ich im Moment selten viel mehr als die Unterhose trage, kann mich nicht mehr bis auf die Unterhose blamieren. Trotzdem möchte ich mal ein WM-Fazit zum Bundesjogi verfassen.
Gegliedert in den folgenden Punkten: Fitness der Mannschaft, Mannschaftszusammenstellung, taktische Fähigkeiten, Führungsqualitäten, Erfolg. Natürlich ist das aus dem heimischen Sofa nicht sehr einfach, weil man eben keinen genauen Einblick hat, aber ich versuche es mal.
Fitness: Mir ist bei der WM aufgefallen, das Deutschland mal wieder eines der fittesten Teams war. Und das obwohl das Herz der Mannschaft, die Bayern-Spieler, ein ordentliches Programm hinter sich hatten. Das muss man Löw hoch anrechnen. Es erfordert viel Arbeit, ein Team auf dieses Level zu bringen, und dieses Level auch zu halten. Hier hat Löw alles richtig gemacht, auch wenn einige irgendwann auf dem Zahnfleisch gingen. Dazu aber mehr im zweiten Abschnitt.
Personal: Mit kleinen Ausnahmen war der Kader gut gewählt. Das einzige was wirklich gefehlt hat, war ein guter Back-Up für das zentrale Mittelfeld. So mussten Schweinsteiger und Khedira ordentlich was abreissen. Gerade nach den Entscheidungen gegen England und Argentinien, hätte man diese Spieler mal schonen können oder bereits vorher mal eine Sperre riskieren können, wenn die Bank besser besetzt gewesen wäre.
Die anderen Entscheidungen waren okay, Hut ab vor der Wahl von Klose als Stürmer Nummer eins. Kuranyi und Frings hätten vermutlich mehr Unruhe rein gebracht als sonst was und Hummels habe ich nicht vermisst. Zwar hätte ich hier und da was geändert, aber im Großen und Ganzen war das schon okay so. Podolski streitbar, aber er hat auch gute Spiele gemacht. Zwar nicht explodiert, aber auch nicht implodiert.
Taktik: Ich weigere mich, die Spiele gegen Argentinien und England als Glück einzustufen. Genauso die Jungfrau-Variante. Löw hatte einen Plan und eine Idee warum er diese Taktik spielen lässt. 3mal war dies eine 1 mit Sternchen, Antic hat den Plan durchschaut, gegen Ghana war es deutsche Wertarbeit und gegen Spanien die fehlende Klasse und Erfahrung. Aber die Spielidee an sich ist super, da hat Löw saubere Arbeit geleistet. Lediglich der Plan B, ein schwaches Spiel zu drehen, fehlt mir noch. Genauso müssen endlich Standards trainiert werden. Vorne wie hinten.
Führung: Auch hier hat Löw saubere Arbeit geleistet. Zwar wird er hier für jeden Furz kritisiert, aber er hat bewiesen, das er 23 Mann zu einer Gemeinschaft formen kann. Bei kaum einen Team hat man so gemerkt, das dort wirklich ein Team auf dem Platz steht. Die ganzen Teambuilding-Maßnahmen haben absolut gefruchtet, egal wer im Vorfeld immer intervenieren wollte. Allerdings wäre ein zurück pfeifen Lahms vorteilhaft gewesen. Aber da kenne ich den Wortlaut auch nicht und kann mir kein Urteil bilden.
Erfolg: Schwierig. Der Anspruch Deutschlands sollte immer sein, das Maximum zu erreichen. Allerdings hätte ich dem Kader vorher auch nicht zugetraut, Weltmeister zu werden. Halbfinale hielt ich für realistisch, das ist auch eingetroffen. Erwartungen erfüllt, spielerisch allerdings durch Achtel- und Viertelfinale klar übertroffen. Alles in allen kein Mißerfolg, aber auch kein großer Erfolg. Er hat die Erwartungen erfüllt.
Wie soll es weitergehen? Bis zur EM hätte ich ihn gerne noch als Trainer. Dann sollte allerdings etwas brauchbares bei rauskommen. Ein Titel muss her, das ist unser Anspruch. Von mir aus können wir immer zwei Jahre rumgurken, wichtig sind die Turniere. Und da ist seine Bilanz gut, aber noch nicht sehr gut. Das wäre sie nur mit einem Titel. Und drei Chancen sollte jeder haben.
Habe ich mich blamiert, Korf?
Gegliedert in den folgenden Punkten: Fitness der Mannschaft, Mannschaftszusammenstellung, taktische Fähigkeiten, Führungsqualitäten, Erfolg. Natürlich ist das aus dem heimischen Sofa nicht sehr einfach, weil man eben keinen genauen Einblick hat, aber ich versuche es mal.
Fitness: Mir ist bei der WM aufgefallen, das Deutschland mal wieder eines der fittesten Teams war. Und das obwohl das Herz der Mannschaft, die Bayern-Spieler, ein ordentliches Programm hinter sich hatten. Das muss man Löw hoch anrechnen. Es erfordert viel Arbeit, ein Team auf dieses Level zu bringen, und dieses Level auch zu halten. Hier hat Löw alles richtig gemacht, auch wenn einige irgendwann auf dem Zahnfleisch gingen. Dazu aber mehr im zweiten Abschnitt.
Personal: Mit kleinen Ausnahmen war der Kader gut gewählt. Das einzige was wirklich gefehlt hat, war ein guter Back-Up für das zentrale Mittelfeld. So mussten Schweinsteiger und Khedira ordentlich was abreissen. Gerade nach den Entscheidungen gegen England und Argentinien, hätte man diese Spieler mal schonen können oder bereits vorher mal eine Sperre riskieren können, wenn die Bank besser besetzt gewesen wäre.
Die anderen Entscheidungen waren okay, Hut ab vor der Wahl von Klose als Stürmer Nummer eins. Kuranyi und Frings hätten vermutlich mehr Unruhe rein gebracht als sonst was und Hummels habe ich nicht vermisst. Zwar hätte ich hier und da was geändert, aber im Großen und Ganzen war das schon okay so. Podolski streitbar, aber er hat auch gute Spiele gemacht. Zwar nicht explodiert, aber auch nicht implodiert.
Taktik: Ich weigere mich, die Spiele gegen Argentinien und England als Glück einzustufen. Genauso die Jungfrau-Variante. Löw hatte einen Plan und eine Idee warum er diese Taktik spielen lässt. 3mal war dies eine 1 mit Sternchen, Antic hat den Plan durchschaut, gegen Ghana war es deutsche Wertarbeit und gegen Spanien die fehlende Klasse und Erfahrung. Aber die Spielidee an sich ist super, da hat Löw saubere Arbeit geleistet. Lediglich der Plan B, ein schwaches Spiel zu drehen, fehlt mir noch. Genauso müssen endlich Standards trainiert werden. Vorne wie hinten.
Führung: Auch hier hat Löw saubere Arbeit geleistet. Zwar wird er hier für jeden Furz kritisiert, aber er hat bewiesen, das er 23 Mann zu einer Gemeinschaft formen kann. Bei kaum einen Team hat man so gemerkt, das dort wirklich ein Team auf dem Platz steht. Die ganzen Teambuilding-Maßnahmen haben absolut gefruchtet, egal wer im Vorfeld immer intervenieren wollte. Allerdings wäre ein zurück pfeifen Lahms vorteilhaft gewesen. Aber da kenne ich den Wortlaut auch nicht und kann mir kein Urteil bilden.
Erfolg: Schwierig. Der Anspruch Deutschlands sollte immer sein, das Maximum zu erreichen. Allerdings hätte ich dem Kader vorher auch nicht zugetraut, Weltmeister zu werden. Halbfinale hielt ich für realistisch, das ist auch eingetroffen. Erwartungen erfüllt, spielerisch allerdings durch Achtel- und Viertelfinale klar übertroffen. Alles in allen kein Mißerfolg, aber auch kein großer Erfolg. Er hat die Erwartungen erfüllt.
Wie soll es weitergehen? Bis zur EM hätte ich ihn gerne noch als Trainer. Dann sollte allerdings etwas brauchbares bei rauskommen. Ein Titel muss her, das ist unser Anspruch. Von mir aus können wir immer zwei Jahre rumgurken, wichtig sind die Turniere. Und da ist seine Bilanz gut, aber noch nicht sehr gut. Das wäre sie nur mit einem Titel. Und drei Chancen sollte jeder haben.
Habe ich mich blamiert, Korf?
14.07.2010 - 16:04 Uhr
Vielen Dank für die Arbeit! Ich würde Dir weitgehend zustimmen, hab noch ein paar Punkte, aber nicht heute. Chef hat gerade hitzefrei erteilt :cool
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