Joachim Löw (Bundestrainer)
11.02.2010 - 19:25 Uhr
09.07.2010 - 13:21 Uhr
@Arno: Du hast noch vergessen, dass der pöse, pöse Schalträger nur alleine Schuld am Halbfinalaus hat, die Spiele gegen England und Argentinien gar nicht stattgefunden haben. Ausserdem, mit Frings, Kuranyi und Hummels waeren wir sicher Weltmeister geworden
:ugly
:ugly
09.07.2010 - 13:40 Uhr
Zitat von Diaspora_Loewe:
@Arno: Du hast noch vergessen, dass der pöse, pöse Schalträger nur alleine Schuld am Halbfinalaus hat, die Spiele gegen England und Argentinien gar nicht stattgefunden haben. Ausserdem, mit Frings, Kuranyi und Hummels waeren wir sicher Weltmeister geworden
:ugly
Die Spiele gegen Argentinien und England habe ich natürlich nicht vergessen. Genauso wenig wie du vermutlich jene gegen Serbien, Ghana und Spanien?! Und von den ÜBERAGENDEN Qualifikation mal ganz zu schweigen.
Und zum Thema Frings, Kuranyi und Hummels: Weder du noch ich können das Gegenteil beweisen... :rolleyes
@Arno: Du hast noch vergessen, dass der pöse, pöse Schalträger nur alleine Schuld am Halbfinalaus hat, die Spiele gegen England und Argentinien gar nicht stattgefunden haben. Ausserdem, mit Frings, Kuranyi und Hummels waeren wir sicher Weltmeister geworden
:ugly
Die Spiele gegen Argentinien und England habe ich natürlich nicht vergessen. Genauso wenig wie du vermutlich jene gegen Serbien, Ghana und Spanien?! Und von den ÜBERAGENDEN Qualifikation mal ganz zu schweigen.
Und zum Thema Frings, Kuranyi und Hummels: Weder du noch ich können das Gegenteil beweisen... :rolleyes
09.07.2010 - 14:19 Uhr
Arno, du hast außerdem vergessen, dass Rehhagel als Dortmunder Trainer 1978 von Mönchengladbach am 34. Spieltag 12 x die Jacke vollbekam. Was ihn als Werder- und Bayern- und Kaiserslautern- und Griechenland-Trainer im Nachhinein disqualifizierte. Weshalb in seiner Heimatstadt Essen auch jahrelang Transparente hingen, die seine Ausbürgerung und Abgabe der DFB-Trainerlizenz forderten. In Griechenland war man selbst noch nach dem EM-Gewinn deswegen bitter enttäuscht und stinkig und sprach Rehhagel die Klasse ab. Das weiß ich aus zuverlässiger Quelle.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kuchenblock am 09.07.2010 um 14:20 Uhr bearbeitet
09.07.2010 - 16:01 Uhr
Löw leistet erstklassige arbeit und hat den deutschen fussball revolutioniert.Man sollte ihm die chance geben mit diesem jungen team zu wachsen.Natürlich war es ein fehler gegen spanien nicht komplett auf pressing zu setzen,aber man kann ja wirklich alles schlecht reden.Völlig unangebracht.
09.07.2010 - 16:21 Uhr
Vorweg: Die Niederlage gegen Spanien ist für mich viel, viel enttäuschender als 2006. 2006 hat man die Party im Hobbykeller der Eltern gegeben, und das am Schluss ausgerechnet der Erzfeind, den man eh nicht unbedingt eingeladen hätte, mit der Braut der Träume im Heizungskeller verschwindet, wurde auch irgendwie aufgewogen von den massenhaften Schulterklopfern: Coole Party, Mann. Diesmal bleibt wenig für den Moment.
Ich hatte noch keine Gelegenheit, mir das Spiel nochmal anzuschauen, deswegen hier nur ein paar zu Thesen verdichtete Eindrücke, die dann auch viel mit Löw zu tun haben:
1. Für mich sah es nach einer klaren Marschroute aus: Die Spanier ihr Tickitacki machen zu lassen. Das sah anders aus als in den Spielen zuvor, auch mit spezifischen Risiken. Es kam ja hier die schön plastische Alternative: Müde werden durch Pressingarbeit, oder müde werden durch Konzentration? Allerdings: Die Spanier hatten ihre erst bis zum Ende kombinierte Gelegenheit ich glaube in der 57. Minute. Vorher gab es zwar Schüsse aus halb aussichtsreichen bis gut aussichtsreichen Positionen, aber Spanien hat uns mit ihrem Kurzpaßspiel nicht ansatzweise so in den Senkel gestellt wie 2008. Spanien hat auch nicht davon profitiert, dass bei uns irgendwann beim Kurzpaßspiel die Konzentration flöten gegangen wär. Das Tor fiel nach einer Ecke.
2. Es war das erste Spiel bei der WM, bei der Löw nachvollziehbar versucht hat, verhältnismäßig früh mit Auswechslungen sinnvoll und aktiv auf den Spielverlauf Einfluss zu nehmen. Boateng war gar nicht so schlecht, Jansen sollte eine andere Rolle spielen (hat geklappt, Jansen war gut im Spiel); Trochowski war nicht gut, also wurde er durch einen anderen Spielertyp ersetzt (Kroos hat mir auch besser gefallen). Zwei Typen von gut begründbaren Auswechslungen, die wir immer hier gefordert haben; kein Vergleich zu den seltsamen Auswechslungen gegen Serbien oder England. Kann man meinetwegen unter „Fehler der Startelf korrigiert“ abbuchen – ändert aber am Reagieren während des Spiels nichts. Und: Das Spiel wurde nicht in der Verlängerung verloren, weil keine Extra-Option mehr im Köcher war, sondern gerade als die deutsche Mannschaft besser ins Spiel kam.
3. Im Unterschied zu vielen anderen Usern habe ich nicht ab Minute 1 das Gefühl gehabt, man müsse zwingend verlieren. Spanien hat ihr bestes Spiel bei der WM gemacht, sie haben endlich den Mühlstein-am-Hals Torres ersetzt (finde ich übrigens keine Meisterleistung von del Bosque, sondern eine überfällige Entscheidung), sie haben ihren Gameplan durchgesetzt, sie haben unserem Mittelfeld im Verhältnis zu England und Argentinien absurd weniger Raum und Zeit gegeben; ja, sie haben im Mittelfeld (viel) mehr Autorität entwickelt – auch, weil das spanische Mittelfeld seine PS auf den Rasen gebracht hat, und dann, pardon Khedira, pardon Özil, sind wir gegen die schlicht keine Favoriten. (Und Müller hat uns sehr schmerzlich gefehlt hat. In der Form von zuletzt hätte der das Ding von Kroos aus der 70. Minute, beim Stand von 0:0, reingemacht.) Ja, Deutschland war unterlegen; nein, das entscheidende Tor entsprang nicht spanischer Übermacht, sondern fiel einfach so. Hätte vorher fallen können oder auch gar nicht. Ihr Sieg ist verdient, keine Frage. Die Frage ist, ob man ddie Unterlegenheit mit taktischen Umstellungen in jedem Fall verhindern hätte können. Wir sollten immerhin so fair sein, dass die gespielte Marschroute weitgehend der entsprach, die hier vor dem Finale 2008 Forumskonsens war.
Fassen wir die Thesen zusammen: Die DFB-Mannschaft hat nicht etwa einen stumpfen Plan A gespielt, sondern ein auf den Gegner abgestimmte Interpretation ihres Systems. Der Bundestrainer hat (mE zum ersten Mal im Turnier) mit interessanten Auswechslungen versucht, auf den Spielverlauf aktiv zu reagieren. Der Plan von Löw war nicht grundsätzlich untauglich, jedenfalls ist er mE nicht die primäre Ursache dafür, dass es gegen an diesem Tag sehr starke Spanier nicht gereicht hat.
Was heißt das jetzt für Löw und die Nationalelf? Weiß ich noch nicht so genau. Vlt wäre es keine schlechte Idee, mit Sammer neue Impulse zu setzen (denn richtig ist auch, das gegen Spanien teilweise so etwas der letzte Biss zu fehlen schien); aber ehrlich: Wäre ich DFB-Präsident, ich würde jetzt verlängern. Why change a running system. Hat er ja immer schon gesagt, der Zwanziger.
Bei allem, was sich an Schatten bei Löws Arbeit feststellen lässt: Irgendwie waren beim Turnier Ergebnisse und Leistungen insgesamt über den Erwartungen, jedenfalls im Vergleich zu vor vier Wochen.
Löw hat einige Entscheidungen getroffen (Verzicht auf Standards), die alle hier als Fehler eingeordnet haben und die sich vlt am Ende auch realisiert haben. Löw hat schwer nachvollziehbare Entscheidungen getroffen, die sich im Ergebnis überhaupt nicht negativ ausgewirkt haben (den Verzicht auf einen ausgebildeten und regelmäßig spielenden ZM für Schweinsteiger / Khedira zB), deswegen aber nicht weniger diskutabel bleiben. Aber Löw hat letztlich auch verdammt viel verdammt richtig gemacht. Mit diesem Kader, nach dieser Vorbereitung nacheinander England, Argentinien, Spanien und Holland wegzuhauen – das wärs gewesen, davon hätte ich mehrere Jahre gezehrt. War nicht. Kopfballtor nach Ecke.
Ja, tut verdammt weh.
Ich hatte noch keine Gelegenheit, mir das Spiel nochmal anzuschauen, deswegen hier nur ein paar zu Thesen verdichtete Eindrücke, die dann auch viel mit Löw zu tun haben:
1. Für mich sah es nach einer klaren Marschroute aus: Die Spanier ihr Tickitacki machen zu lassen. Das sah anders aus als in den Spielen zuvor, auch mit spezifischen Risiken. Es kam ja hier die schön plastische Alternative: Müde werden durch Pressingarbeit, oder müde werden durch Konzentration? Allerdings: Die Spanier hatten ihre erst bis zum Ende kombinierte Gelegenheit ich glaube in der 57. Minute. Vorher gab es zwar Schüsse aus halb aussichtsreichen bis gut aussichtsreichen Positionen, aber Spanien hat uns mit ihrem Kurzpaßspiel nicht ansatzweise so in den Senkel gestellt wie 2008. Spanien hat auch nicht davon profitiert, dass bei uns irgendwann beim Kurzpaßspiel die Konzentration flöten gegangen wär. Das Tor fiel nach einer Ecke.
2. Es war das erste Spiel bei der WM, bei der Löw nachvollziehbar versucht hat, verhältnismäßig früh mit Auswechslungen sinnvoll und aktiv auf den Spielverlauf Einfluss zu nehmen. Boateng war gar nicht so schlecht, Jansen sollte eine andere Rolle spielen (hat geklappt, Jansen war gut im Spiel); Trochowski war nicht gut, also wurde er durch einen anderen Spielertyp ersetzt (Kroos hat mir auch besser gefallen). Zwei Typen von gut begründbaren Auswechslungen, die wir immer hier gefordert haben; kein Vergleich zu den seltsamen Auswechslungen gegen Serbien oder England. Kann man meinetwegen unter „Fehler der Startelf korrigiert“ abbuchen – ändert aber am Reagieren während des Spiels nichts. Und: Das Spiel wurde nicht in der Verlängerung verloren, weil keine Extra-Option mehr im Köcher war, sondern gerade als die deutsche Mannschaft besser ins Spiel kam.
3. Im Unterschied zu vielen anderen Usern habe ich nicht ab Minute 1 das Gefühl gehabt, man müsse zwingend verlieren. Spanien hat ihr bestes Spiel bei der WM gemacht, sie haben endlich den Mühlstein-am-Hals Torres ersetzt (finde ich übrigens keine Meisterleistung von del Bosque, sondern eine überfällige Entscheidung), sie haben ihren Gameplan durchgesetzt, sie haben unserem Mittelfeld im Verhältnis zu England und Argentinien absurd weniger Raum und Zeit gegeben; ja, sie haben im Mittelfeld (viel) mehr Autorität entwickelt – auch, weil das spanische Mittelfeld seine PS auf den Rasen gebracht hat, und dann, pardon Khedira, pardon Özil, sind wir gegen die schlicht keine Favoriten. (Und Müller hat uns sehr schmerzlich gefehlt hat. In der Form von zuletzt hätte der das Ding von Kroos aus der 70. Minute, beim Stand von 0:0, reingemacht.) Ja, Deutschland war unterlegen; nein, das entscheidende Tor entsprang nicht spanischer Übermacht, sondern fiel einfach so. Hätte vorher fallen können oder auch gar nicht. Ihr Sieg ist verdient, keine Frage. Die Frage ist, ob man ddie Unterlegenheit mit taktischen Umstellungen in jedem Fall verhindern hätte können. Wir sollten immerhin so fair sein, dass die gespielte Marschroute weitgehend der entsprach, die hier vor dem Finale 2008 Forumskonsens war.
Fassen wir die Thesen zusammen: Die DFB-Mannschaft hat nicht etwa einen stumpfen Plan A gespielt, sondern ein auf den Gegner abgestimmte Interpretation ihres Systems. Der Bundestrainer hat (mE zum ersten Mal im Turnier) mit interessanten Auswechslungen versucht, auf den Spielverlauf aktiv zu reagieren. Der Plan von Löw war nicht grundsätzlich untauglich, jedenfalls ist er mE nicht die primäre Ursache dafür, dass es gegen an diesem Tag sehr starke Spanier nicht gereicht hat.
Was heißt das jetzt für Löw und die Nationalelf? Weiß ich noch nicht so genau. Vlt wäre es keine schlechte Idee, mit Sammer neue Impulse zu setzen (denn richtig ist auch, das gegen Spanien teilweise so etwas der letzte Biss zu fehlen schien); aber ehrlich: Wäre ich DFB-Präsident, ich würde jetzt verlängern. Why change a running system. Hat er ja immer schon gesagt, der Zwanziger.
Bei allem, was sich an Schatten bei Löws Arbeit feststellen lässt: Irgendwie waren beim Turnier Ergebnisse und Leistungen insgesamt über den Erwartungen, jedenfalls im Vergleich zu vor vier Wochen.
Löw hat einige Entscheidungen getroffen (Verzicht auf Standards), die alle hier als Fehler eingeordnet haben und die sich vlt am Ende auch realisiert haben. Löw hat schwer nachvollziehbare Entscheidungen getroffen, die sich im Ergebnis überhaupt nicht negativ ausgewirkt haben (den Verzicht auf einen ausgebildeten und regelmäßig spielenden ZM für Schweinsteiger / Khedira zB), deswegen aber nicht weniger diskutabel bleiben. Aber Löw hat letztlich auch verdammt viel verdammt richtig gemacht. Mit diesem Kader, nach dieser Vorbereitung nacheinander England, Argentinien, Spanien und Holland wegzuhauen – das wärs gewesen, davon hätte ich mehrere Jahre gezehrt. War nicht. Kopfballtor nach Ecke.
Ja, tut verdammt weh.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Korf am 09.07.2010 um 16:23 Uhr bearbeitet
09.07.2010 - 16:33 Uhr
Zitat von Korf:
Vorweg: Die Niederlage gegen Spanien ist für mich viel, viel enttäuschender als 2006. 2006 hat man die Party im Hobbykeller der Eltern gegeben, und das am Schluss ausgerechnet der Erzfeind, den man eh nicht unbedingt eingeladen hätte, mit der Braut der Träume im Heizungskeller verschwindet, wurde auch irgendwie aufgewogen von den massenhaften Schulterklopfern: Coole Party, Mann. Diesmal bleibt wenig für den Moment.
Ich hatte noch keine Gelegenheit, mir das Spiel nochmal anzuschauen, deswegen hier nur ein paar zu Thesen verdichtete Eindrücke, die dann auch viel mit Löw zu tun haben:
1. Für mich sah es nach einer klaren Marschroute aus: Die Spanier ihr Tickitacki machen zu lassen. Das sah anders aus als in den Spielen zuvor, auch mit spezifischen Risiken. Es kam ja hier die schön plastische Alternative: Müde werden durch Pressingarbeit, oder müde werden durch Konzentration? Allerdings: Die Spanier hatten ihre erst bis zum Ende kombinierte Gelegenheit ich glaube in der 57. Minute. Vorher gab es zwar Schüsse aus halb aussichtsreichen bis gut aussichtsreichen Positionen, aber Spanien hat uns mit ihrem Kurzpaßspiel nicht ansatzweise so in den Senkel gestellt wie 2008. Spanien hat auch nicht davon profitiert, dass bei uns irgendwann beim Kurzpaßspiel die Konzentration flöten gegangen wär. Das Tor fiel nach einer Ecke.
2. Es war das erste Spiel bei der WM, bei der Löw nachvollziehbar versucht hat, verhältnismäßig früh mit Auswechslungen sinnvoll und aktiv auf den Spielverlauf Einfluss zu nehmen. Boateng war gar nicht so schlecht, Jansen sollte eine andere Rolle spielen (hat geklappt, Jansen war gut im Spiel); Trochowski war nicht gut, also wurde er durch einen anderen Spielertyp ersetzt (Kroos hat mir auch besser gefallen). Zwei Typen von gut begründbaren Auswechslungen, die wir immer hier gefordert haben; kein Vergleich zu den seltsamen Auswechslungen gegen Serbien oder England. Kann man meinetwegen unter „Fehler der Startelf korrigiert“ abbuchen – ändert aber am Reagieren während des Spiels nichts. Und: Das Spiel wurde nicht in der Verlängerung verloren, weil keine Extra-Option mehr im Köcher war, sondern gerade als die deutsche Mannschaft besser ins Spiel kam.
3. Im Unterschied zu vielen anderen Usern habe ich nicht ab Minute 1 das Gefühl gehabt, man müsse zwingend verlieren. Spanien hat ihr bestes Spiel bei der WM gemacht, sie haben endlich den Mühlstein-am-Hals Torres ersetzt (finde ich übrigens keine Meisterleistung von del Bosque, sondern eine überfällige Entscheidung), sie haben ihren Gameplan durchgesetzt, sie haben unserem Mittelfeld im Verhältnis zu England und Argentinien absurd weniger Raum und Zeit gegeben; ja, sie haben im Mittelfeld (viel) mehr Autorität entwickelt – auch, weil das spanische Mittelfeld seine PS auf den Rasen gebracht hat, und dann, pardon Khedira, pardon Özil, sind wir gegen die schlicht keine Favoriten. (Und Müller hat uns sehr schmerzlich gefehlt hat. In der Form von zuletzt hätte der das Ding von Kroos aus der 70. Minute, beim Stand von 0:0, reingemacht.) Ja, Deutschland war unterlegen; nein, das entscheidende Tor entsprang nicht spanischer Übermacht, sondern fiel einfach so. Hätte vorher fallen können oder auch gar nicht. Ihr Sieg ist verdient, keine Frage. Die Frage ist, ob man ddie Unterlegenheit mit taktischen Umstellungen in jedem Fall verhindern hätte können. Wir sollten immerhin so fair sein, dass die gespielte Marschroute weitgehend der entsprach, die hier vor dem Finale 2008 Forumskonsens war.
Fassen wir die Thesen zusammen: Die DFB-Mannschaft hat nicht etwa einen stumpfen Plan A gespielt, sondern ein auf den Gegner abgestimmte Interpretation ihres Systems. Der Bundestrainer hat (mE zum ersten Mal im Turnier) mit interessanten Auswechslungen versucht, auf den Spielverlauf aktiv zu reagieren. Der Plan von Löw war nicht grundsätzlich untauglich, jedenfalls ist er mE nicht die primäre Ursache dafür, dass es gegen an diesem Tag sehr starke Spanier nicht gereicht hat.
Was heißt das jetzt für Löw und die Nationalelf? Weiß ich noch nicht so genau. Vlt wäre es keine schlechte Idee, mit Sammer neue Impulse zu setzen (denn richtig ist auch, das gegen Spanien teilweise so etwas der letzte Biss zu fehlen schien); aber ehrlich: Wäre ich DFB-Präsident, ich würde jetzt verlängern. Why change a running system. Hat er ja immer schon gesagt, der Zwanziger.
Bei allem, was sich an Schatten bei Löws Arbeit feststellen lässt: Irgendwie waren beim Turnier Ergebnisse und Leistungen insgesamt über den Erwartungen, jedenfalls im Vergleich zu vor vier Wochen.
Löw hat einige Entscheidungen getroffen (Verzicht auf Standards), die alle hier als Fehler eingeordnet haben und die sich vlt am Ende auch realisiert haben. Löw hat schwer nachvollziehbare Entscheidungen getroffen, die sich im Ergebnis überhaupt nicht negativ ausgewirkt haben (den Verzicht auf einen ausgebildeten und regelmäßig spielenden ZM für Schweinsteiger / Khedira zB), deswegen aber nicht weniger diskutabel bleiben. Aber Löw hat letztlich auch verdammt viel verdammt richtig gemacht. Mit diesem Kader, nach dieser Vorbereitung nacheinander England, Argentinien, Spanien und Holland wegzuhauen – das wärs gewesen, davon hätte ich mehrere Jahre gezehrt. War nicht. Kopfballtor nach Ecke.
Ja, tut verdammt weh.
Toller Beitrag, den ich Dir so 1 zu 1 unterschreibe.
Sammer geistert allerdings auch mir auch im Kopf rum.
Warum nicht mal auch in der Nationalmannschaft "zynischen Ergebnisfußball" Marke Hitzfeld/Mourinho?
Fände ich durchaus auch "sexy". Damit hätten wir 2012, Respektive 2014 jedenfalls garantiert nicht weniger (Titel-)Chancen als mit "Erlebnisfußball ala Jogi".
Nur mal so als Gedanke...
Vorweg: Die Niederlage gegen Spanien ist für mich viel, viel enttäuschender als 2006. 2006 hat man die Party im Hobbykeller der Eltern gegeben, und das am Schluss ausgerechnet der Erzfeind, den man eh nicht unbedingt eingeladen hätte, mit der Braut der Träume im Heizungskeller verschwindet, wurde auch irgendwie aufgewogen von den massenhaften Schulterklopfern: Coole Party, Mann. Diesmal bleibt wenig für den Moment.
Ich hatte noch keine Gelegenheit, mir das Spiel nochmal anzuschauen, deswegen hier nur ein paar zu Thesen verdichtete Eindrücke, die dann auch viel mit Löw zu tun haben:
1. Für mich sah es nach einer klaren Marschroute aus: Die Spanier ihr Tickitacki machen zu lassen. Das sah anders aus als in den Spielen zuvor, auch mit spezifischen Risiken. Es kam ja hier die schön plastische Alternative: Müde werden durch Pressingarbeit, oder müde werden durch Konzentration? Allerdings: Die Spanier hatten ihre erst bis zum Ende kombinierte Gelegenheit ich glaube in der 57. Minute. Vorher gab es zwar Schüsse aus halb aussichtsreichen bis gut aussichtsreichen Positionen, aber Spanien hat uns mit ihrem Kurzpaßspiel nicht ansatzweise so in den Senkel gestellt wie 2008. Spanien hat auch nicht davon profitiert, dass bei uns irgendwann beim Kurzpaßspiel die Konzentration flöten gegangen wär. Das Tor fiel nach einer Ecke.
2. Es war das erste Spiel bei der WM, bei der Löw nachvollziehbar versucht hat, verhältnismäßig früh mit Auswechslungen sinnvoll und aktiv auf den Spielverlauf Einfluss zu nehmen. Boateng war gar nicht so schlecht, Jansen sollte eine andere Rolle spielen (hat geklappt, Jansen war gut im Spiel); Trochowski war nicht gut, also wurde er durch einen anderen Spielertyp ersetzt (Kroos hat mir auch besser gefallen). Zwei Typen von gut begründbaren Auswechslungen, die wir immer hier gefordert haben; kein Vergleich zu den seltsamen Auswechslungen gegen Serbien oder England. Kann man meinetwegen unter „Fehler der Startelf korrigiert“ abbuchen – ändert aber am Reagieren während des Spiels nichts. Und: Das Spiel wurde nicht in der Verlängerung verloren, weil keine Extra-Option mehr im Köcher war, sondern gerade als die deutsche Mannschaft besser ins Spiel kam.
3. Im Unterschied zu vielen anderen Usern habe ich nicht ab Minute 1 das Gefühl gehabt, man müsse zwingend verlieren. Spanien hat ihr bestes Spiel bei der WM gemacht, sie haben endlich den Mühlstein-am-Hals Torres ersetzt (finde ich übrigens keine Meisterleistung von del Bosque, sondern eine überfällige Entscheidung), sie haben ihren Gameplan durchgesetzt, sie haben unserem Mittelfeld im Verhältnis zu England und Argentinien absurd weniger Raum und Zeit gegeben; ja, sie haben im Mittelfeld (viel) mehr Autorität entwickelt – auch, weil das spanische Mittelfeld seine PS auf den Rasen gebracht hat, und dann, pardon Khedira, pardon Özil, sind wir gegen die schlicht keine Favoriten. (Und Müller hat uns sehr schmerzlich gefehlt hat. In der Form von zuletzt hätte der das Ding von Kroos aus der 70. Minute, beim Stand von 0:0, reingemacht.) Ja, Deutschland war unterlegen; nein, das entscheidende Tor entsprang nicht spanischer Übermacht, sondern fiel einfach so. Hätte vorher fallen können oder auch gar nicht. Ihr Sieg ist verdient, keine Frage. Die Frage ist, ob man ddie Unterlegenheit mit taktischen Umstellungen in jedem Fall verhindern hätte können. Wir sollten immerhin so fair sein, dass die gespielte Marschroute weitgehend der entsprach, die hier vor dem Finale 2008 Forumskonsens war.
Fassen wir die Thesen zusammen: Die DFB-Mannschaft hat nicht etwa einen stumpfen Plan A gespielt, sondern ein auf den Gegner abgestimmte Interpretation ihres Systems. Der Bundestrainer hat (mE zum ersten Mal im Turnier) mit interessanten Auswechslungen versucht, auf den Spielverlauf aktiv zu reagieren. Der Plan von Löw war nicht grundsätzlich untauglich, jedenfalls ist er mE nicht die primäre Ursache dafür, dass es gegen an diesem Tag sehr starke Spanier nicht gereicht hat.
Was heißt das jetzt für Löw und die Nationalelf? Weiß ich noch nicht so genau. Vlt wäre es keine schlechte Idee, mit Sammer neue Impulse zu setzen (denn richtig ist auch, das gegen Spanien teilweise so etwas der letzte Biss zu fehlen schien); aber ehrlich: Wäre ich DFB-Präsident, ich würde jetzt verlängern. Why change a running system. Hat er ja immer schon gesagt, der Zwanziger.
Bei allem, was sich an Schatten bei Löws Arbeit feststellen lässt: Irgendwie waren beim Turnier Ergebnisse und Leistungen insgesamt über den Erwartungen, jedenfalls im Vergleich zu vor vier Wochen.
Löw hat einige Entscheidungen getroffen (Verzicht auf Standards), die alle hier als Fehler eingeordnet haben und die sich vlt am Ende auch realisiert haben. Löw hat schwer nachvollziehbare Entscheidungen getroffen, die sich im Ergebnis überhaupt nicht negativ ausgewirkt haben (den Verzicht auf einen ausgebildeten und regelmäßig spielenden ZM für Schweinsteiger / Khedira zB), deswegen aber nicht weniger diskutabel bleiben. Aber Löw hat letztlich auch verdammt viel verdammt richtig gemacht. Mit diesem Kader, nach dieser Vorbereitung nacheinander England, Argentinien, Spanien und Holland wegzuhauen – das wärs gewesen, davon hätte ich mehrere Jahre gezehrt. War nicht. Kopfballtor nach Ecke.
Ja, tut verdammt weh.
Toller Beitrag, den ich Dir so 1 zu 1 unterschreibe.
Sammer geistert allerdings auch mir auch im Kopf rum.
Warum nicht mal auch in der Nationalmannschaft "zynischen Ergebnisfußball" Marke Hitzfeld/Mourinho?
Fände ich durchaus auch "sexy". Damit hätten wir 2012, Respektive 2014 jedenfalls garantiert nicht weniger (Titel-)Chancen als mit "Erlebnisfußball ala Jogi".
Nur mal so als Gedanke...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Arenabesucher am 09.07.2010 um 16:35 Uhr bearbeitet
09.07.2010 - 17:16 Uhr
Heißt "schön reden" auf englisch eigentlich to korf sth.? Warum sollte die bis dahin beste Mannschaft des Turniers das System an Spanien anpassen? Die hätten sich nach Deutschland richten müssen und nicht umgekehrt. Das Spiel gegen Spanien war ein Rückschritt und ein großen Zeichen von Feigheit. Gegen England und Argentinien ist Deutschland sofort nach vorn marschiert, gegen Spanien gab es ein hilfloses Ballgeschiebe mit leichten Ballverlusten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Runaway am 09.07.2010 um 17:38 Uhr bearbeitet
09.07.2010 - 17:38 Uhr
Zitat von Korf:
1. Für mich sah es nach einer klaren Marschroute aus: Die Spanier ihr Tickitacki machen zu lassen. Das sah anders aus als in den Spielen zuvor, auch mit spezifischen Risiken. Es kam ja hier die schön plastische Alternative: Müde werden durch Pressingarbeit, oder müde werden durch Konzentration? Allerdings: Die Spanier hatten ihre erst bis zum Ende kombinierte Gelegenheit ich glaube in der 57. Minute. Vorher gab es zwar Schüsse aus halb aussichtsreichen bis gut aussichtsreichen Positionen, aber Spanien hat uns mit ihrem Kurzpaßspiel nicht ansatzweise so in den Senkel gestellt wie 2008. Spanien hat auch nicht davon profitiert, dass bei uns irgendwann beim Kurzpaßspiel die Konzentration flöten gegangen wär. Das Tor fiel nach einer Ecke.
Würde ich für die erste Halbzeit unterstreichen, da hatten wir Spanien eigentlich ganz gut im Griff und kamen direkt vor der Pause auch selbst zu einer der Konterchancen, auf die Jogi wohl gehofft hat. Nur, daß Ramos' Tritt gegen Özil eben nicht sanktioniert wurde. (Passend dazu kann man sich übrigens auch mal die Kommentare im Guardian-MBM durchlesen: tikibullshita usw., Spanien erreiche heute hier gar nix...)
In der zweiten Halbzeit paßt das Bild aber nicht mehr. Da war das 1:0 für Spanien überfällig und Kroos' möglicher Treffer wäre ein Treppenwitz gewesen. Zweimal Xabi Alonso aus der Distanz, einmal Neuer gegen Pedro, einmal diese Traumkombination, als ein Spanier im besten 96er-Gazza-Style am Ball vorbeigerutscht ist. Zitat Marcel Reif: "das kann nicht gutgehen" und "hinten geht es jetzt nur noch um Schadensbegrenzung". Ob das daran lag, daß unsere Konzentration nachließ? Oder daran, daß wir den Spaniern durch unsere Passivität die Angst genommen und Selbstvertrauen injiziert haben, was für deren Tikitaka so notwendig ist? Oder daran, daß unsere offensive Dreierreihe jeden Ball nach zwei Sekunden wieder verstolpert und willfährig an den Spanier zurückgegeben hat? Weiß ich nicht, vielleicht eine Kombination aus allen drei Faktoren. Fest steht in meinen Augen aber, daß wir mit Beginn der zweiten Hälfte ein völlig anderes Spiel als zuvor und ein ähnlich unausgeglichenes wie 2008 hatten, wobei die beiden ersten deutschen Auswechslungen gleichwohl überraschend sinnvoll waren, finde ich. Aber da war es vermutlich eh schon zu spät, man hätte vielleicht auch etwas Mut einwechseln und vorleben können, anstatt draußen wieder die weinerliche Großmutter zu geben. Aber vielleicht überschätze ich das auch.
Weiß man inzwischen eigentlich, worüber Schweinsteiger und Jogi sprachen? Wo war Lahm zu dem Zeitpunkt? Warum weiß das die Bild noch nicht?
1. Für mich sah es nach einer klaren Marschroute aus: Die Spanier ihr Tickitacki machen zu lassen. Das sah anders aus als in den Spielen zuvor, auch mit spezifischen Risiken. Es kam ja hier die schön plastische Alternative: Müde werden durch Pressingarbeit, oder müde werden durch Konzentration? Allerdings: Die Spanier hatten ihre erst bis zum Ende kombinierte Gelegenheit ich glaube in der 57. Minute. Vorher gab es zwar Schüsse aus halb aussichtsreichen bis gut aussichtsreichen Positionen, aber Spanien hat uns mit ihrem Kurzpaßspiel nicht ansatzweise so in den Senkel gestellt wie 2008. Spanien hat auch nicht davon profitiert, dass bei uns irgendwann beim Kurzpaßspiel die Konzentration flöten gegangen wär. Das Tor fiel nach einer Ecke.
Würde ich für die erste Halbzeit unterstreichen, da hatten wir Spanien eigentlich ganz gut im Griff und kamen direkt vor der Pause auch selbst zu einer der Konterchancen, auf die Jogi wohl gehofft hat. Nur, daß Ramos' Tritt gegen Özil eben nicht sanktioniert wurde. (Passend dazu kann man sich übrigens auch mal die Kommentare im Guardian-MBM durchlesen: tikibullshita usw., Spanien erreiche heute hier gar nix...)
In der zweiten Halbzeit paßt das Bild aber nicht mehr. Da war das 1:0 für Spanien überfällig und Kroos' möglicher Treffer wäre ein Treppenwitz gewesen. Zweimal Xabi Alonso aus der Distanz, einmal Neuer gegen Pedro, einmal diese Traumkombination, als ein Spanier im besten 96er-Gazza-Style am Ball vorbeigerutscht ist. Zitat Marcel Reif: "das kann nicht gutgehen" und "hinten geht es jetzt nur noch um Schadensbegrenzung". Ob das daran lag, daß unsere Konzentration nachließ? Oder daran, daß wir den Spaniern durch unsere Passivität die Angst genommen und Selbstvertrauen injiziert haben, was für deren Tikitaka so notwendig ist? Oder daran, daß unsere offensive Dreierreihe jeden Ball nach zwei Sekunden wieder verstolpert und willfährig an den Spanier zurückgegeben hat? Weiß ich nicht, vielleicht eine Kombination aus allen drei Faktoren. Fest steht in meinen Augen aber, daß wir mit Beginn der zweiten Hälfte ein völlig anderes Spiel als zuvor und ein ähnlich unausgeglichenes wie 2008 hatten, wobei die beiden ersten deutschen Auswechslungen gleichwohl überraschend sinnvoll waren, finde ich. Aber da war es vermutlich eh schon zu spät, man hätte vielleicht auch etwas Mut einwechseln und vorleben können, anstatt draußen wieder die weinerliche Großmutter zu geben. Aber vielleicht überschätze ich das auch.
Weiß man inzwischen eigentlich, worüber Schweinsteiger und Jogi sprachen? Wo war Lahm zu dem Zeitpunkt? Warum weiß das die Bild noch nicht?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SexiestManAlive am 09.07.2010 um 17:39 Uhr bearbeitet
09.07.2010 - 17:50 Uhr
Was mich eigentlich am meisten wurmt ist die Tatsache das wir durch einen alten Trick der Barca-Spieler verloren haben.
Dafür haben wir Siegenthaler. Das darf einfach nicht passieren.
Ansonsten bin ich ziemlich d'accord mit Korfs Beitrag und SMAs Anmerkungen dazu. Kann sogar sein das Marco Bode den Punkt genau getroffen hat: der Respekt und die Angst vor Spanien haben sich auf die Mannschaft übertragen.
Man hätte ein Düsseldorf gegen Barca gebraucht. "Ihr seid jünger, euch gibt's als Mannschaft erst seit 6 Wochen, die können eh alles besser - scheißt drauf. Haut sie trotzdem weg, ihr habt nichts zu verlieren. Geht's raus und spielt"
Etwas übersimplifiziert, aber in etwa mit der Einstellung haben sie gegen England und Argentinien gespielt, allen voran Mr. "Ich erstarre nicht in Angst, vor niemand"-Thomas Müller. Irgendwas hat da jedenfalls kaum zusammen gepaßt. Der Wurm war drin. Und das ist wohl das ärgerliche: man weiß das es hätte klappen können, an einem anderen Tag. Egal. Mund abputzen und nach vorne gucken. Löw soll das jetzt erstmal weiter machen.
PS: Die Auswechslungen fand ich auch gelungen. Es tut sich also was.
Zitat von SexiestManAlive:
Weiß man inzwischen eigentlich, worüber Schweinsteiger und Jogi sprachen? Wo war Lahm zu dem Zeitpunkt? Warum weiß das die Bild noch nicht?
Ich bin auch schwer enttäuscht das die Nation so im Unklaren gelassen wird.
Dafür haben wir Siegenthaler. Das darf einfach nicht passieren.
Ansonsten bin ich ziemlich d'accord mit Korfs Beitrag und SMAs Anmerkungen dazu. Kann sogar sein das Marco Bode den Punkt genau getroffen hat: der Respekt und die Angst vor Spanien haben sich auf die Mannschaft übertragen.
Man hätte ein Düsseldorf gegen Barca gebraucht. "Ihr seid jünger, euch gibt's als Mannschaft erst seit 6 Wochen, die können eh alles besser - scheißt drauf. Haut sie trotzdem weg, ihr habt nichts zu verlieren. Geht's raus und spielt"
Etwas übersimplifiziert, aber in etwa mit der Einstellung haben sie gegen England und Argentinien gespielt, allen voran Mr. "Ich erstarre nicht in Angst, vor niemand"-Thomas Müller. Irgendwas hat da jedenfalls kaum zusammen gepaßt. Der Wurm war drin. Und das ist wohl das ärgerliche: man weiß das es hätte klappen können, an einem anderen Tag. Egal. Mund abputzen und nach vorne gucken. Löw soll das jetzt erstmal weiter machen.
PS: Die Auswechslungen fand ich auch gelungen. Es tut sich also was.
Zitat von SexiestManAlive:
Weiß man inzwischen eigentlich, worüber Schweinsteiger und Jogi sprachen? Wo war Lahm zu dem Zeitpunkt? Warum weiß das die Bild noch nicht?
Ich bin auch schwer enttäuscht das die Nation so im Unklaren gelassen wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von jim_nihilist am 09.07.2010 um 17:52 Uhr bearbeitet
09.07.2010 - 17:59 Uhr
Apropos!
Zitat von jim_nihilist:
Etwas übersimplifiziert, aber in etwa mit der Einstellung haben sie gegen England und Argentinien gespielt, allen voran Mr. "Ich erstarre nicht in Angst, vor niemand"-Thomas Müller. Irgendwas hat da jedenfalls kaum zusammen gepaßt. Der Wurm war drin. Und das ist wohl das ärgerliche: man weiß das es hätte klappen können, an einem anderen Tag. Egal. Mund abputzen und nach vorne gucken. Löw soll das jetzt erstmal weiter machen.
Ich würde mich ja beinahe zu der Aussage hinreißen lassen, daß der entscheidende Faktor unseres Offensivspiels Thomas Müller hieß. Der mit seinen Sprints die Abwehrreihen zerrissen hat. Der mit Özil die Positionen nach Gutdünken getauscht hat. Der sich in die Lücken schlich. Der mit Klose, Özil und Podolski kombinierte. Der mit Lahm und Schweinsteiger kombinierte. Und der uns vorgestern so unendlich gefehlt hat.
Was das hier zu suchen hat? Nun, bis zum Bosnien-Spiel galt Müller als Trochowskis Ersatzmann oder würde das jemand anzweifeln? Ein Statement im Sinne van Gaals - "Wer ist diese junge Mann? Der spielt bei mir immer!" - hab ich von Jogi zumindest weder gehört noch in eine Aufstellung umgesetzt gesehen. Da hat sich Müller einfach selbst ins Team gespielt, ist aber nicht von Jogi gebracht worden, wenn mir diese subtile Unterscheidung erlaubt ist. Wieviel Jungfrau und Kind ist nun dabei, wenn man Jogis Spielentwurf preisen will? Den Spielentwurf mit Trochowski statt Müller will ich mir auch gegen Australien nicht vorstellen, von England und Argentinien ganz zu schweigen.
Zitat von jim_nihilist:
Etwas übersimplifiziert, aber in etwa mit der Einstellung haben sie gegen England und Argentinien gespielt, allen voran Mr. "Ich erstarre nicht in Angst, vor niemand"-Thomas Müller. Irgendwas hat da jedenfalls kaum zusammen gepaßt. Der Wurm war drin. Und das ist wohl das ärgerliche: man weiß das es hätte klappen können, an einem anderen Tag. Egal. Mund abputzen und nach vorne gucken. Löw soll das jetzt erstmal weiter machen.
Ich würde mich ja beinahe zu der Aussage hinreißen lassen, daß der entscheidende Faktor unseres Offensivspiels Thomas Müller hieß. Der mit seinen Sprints die Abwehrreihen zerrissen hat. Der mit Özil die Positionen nach Gutdünken getauscht hat. Der sich in die Lücken schlich. Der mit Klose, Özil und Podolski kombinierte. Der mit Lahm und Schweinsteiger kombinierte. Und der uns vorgestern so unendlich gefehlt hat.
Was das hier zu suchen hat? Nun, bis zum Bosnien-Spiel galt Müller als Trochowskis Ersatzmann oder würde das jemand anzweifeln? Ein Statement im Sinne van Gaals - "Wer ist diese junge Mann? Der spielt bei mir immer!" - hab ich von Jogi zumindest weder gehört noch in eine Aufstellung umgesetzt gesehen. Da hat sich Müller einfach selbst ins Team gespielt, ist aber nicht von Jogi gebracht worden, wenn mir diese subtile Unterscheidung erlaubt ist. Wieviel Jungfrau und Kind ist nun dabei, wenn man Jogis Spielentwurf preisen will? Den Spielentwurf mit Trochowski statt Müller will ich mir auch gegen Australien nicht vorstellen, von England und Argentinien ganz zu schweigen.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.




