From Zero to Biero - s'Löwenstüberl
19.05.2016 - 16:18 Uhr
01.07.2020 - 00:13 Uhr
Zitat von sternbald
Ich hab deinen Text ein bisschen zurechtgestutzt, weil mich deine Antipathie gegen Seehofer nicht so recht interessiert.
Zu A) Ich glaube, du trennst hier nicht sauber die Sphären. Polizisten sind Menschen in Uniform, inwieweit diese privilegiert sind oder nicht, das bestimmt Herkunft, Milieu und Schulbildung. In der Uniform repräsentieren sie das Gewaltmonopol des Staates, sie sorgen exekutiv für die Durchsetzung unserer Gesetze und Grundrechte. Die Solidaritätsbekundungen in Deutschland betreffen die Afroamerikaber, die seit hunderten von Jahren systematischem Rassismus und gesellschaftlicher Benachteiligung ausgesetzt sind. Afroamerikaner erhielten erst in den 70er Jahren volle Bürgerrechte und gehen noch heute auf schlechtere Schulen. Diese Benachteiligungen gibt es in Deutschland in dieser Größenordnung nicht.
Rechte Straftaten werden in Deutschland zu Recht, im Fokus behalten, ich sehe da keine Bagatellisierung oder Verschleierung im großen Stil, das Regulativ der Presse macht einen guten Job. Umtriebe, wie beim NSU oder im KSK werden öffentlich und durchlaufen einer Aufarbeitung. Die Polizei wird nicht hofiert, sie leistet seit Jahren gute Arbeit und wird doch vorverurteilt, s. Berlin und Saskia Esken. Stuttgart war keine Bagatelle, es war ein Angriff auf Rechtstaatlichkeit, der relativ klar aus einer Bevölkerungsgruppe heraus geführt wurde. Mir ist es egal, ob radikale Linke beim G20-Gipfel oder radikale Rechte bei Übergriffen auf Asylsuchende oder radikale Islamisten mit Anschlägen den Rechtstaat angreifen, ich verurteile diesen Angriff und der hat in Stuttgart stattgefunden.
Zu B) Falls du diesen Artikel wirklich nicht schlimm gefunden hast, dann fehlt es dir an Sensibilität. In Deutschland wurden Menschen einst als Ungeziefer betrachtet, die Autorin sieht Polizisten als menschlichen Müll. Das ist die Sprache der Täter, in diese Zeit möchte ich nie wieder zurück.
Zitat von Max-sechzig
A) Polizisten in dem Kontext mit öffentlich wie sozial wesentlich weniger privilegierten und marginalisierten Menschen zu vergleichen, die gerade endlich eine großflächige Solidaritätsbekundung erfahren, ist in meinen Augen nicht zielführend. Klar, beide Gruppen bestehen aus Menschen, das war's dann aber auch. Für mein Gefühl wird die Polizei viel zu sehr hofiert, aus Bagatellen wie in Stuttgart werden Skandale gesponnen, rechte Straftaten deutschlandweit stiefmütterlich behandelt.
B) Den Text selbst habe ich gelesen, fand ihn weder besonders schlecht noch besonders gut. Er will provozieren und hat dieses Ziel übererfüllt. Man braucht sich über seine Intensität nicht wundern. Erstens scheint moderate Polizeikritik nicht zu fruchten, zweitens muss man so einen Ton offenbar wählen, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen in einer Debatte, in der Konservative seit Ewigkeiten den Diskurs bestimmen.
Zitat von sternbald
Wenn ihr hier schon anfangt zu politisieren, dann kann ich das hier einfach nicht so stehen lassen. Man kann von Seehofer halten was man will, aber er hat nicht unrecht, wenn er sagt, dass der Meinungsbeitrag der taz sich nich unbedingt mit der Pressefreiheit deckt. Ersetzt mal Polizisten durch andere Wörter, z.B. Poc. Es passt einfach in das linksextreme Jargon der Straße "Bullen sind keine Menschen". Diese Entmenschlichung wird zur Legitimation für Gewalt. Die Autorin - deren Namen ich nicht versuche zu schreiben - ist nicht zum ersten Mal durch ihr niedriges Niveau aufgefallen und über die taz ist wirklich schon genug gesagt worden.
Zitat von JuergenKorus
Hatte Dich schon verstanden.
Zitat von jayjay1860
Habe ich. Mein Kommentar war auch keineswegs ernst gemeint, nicht falsch verstehen. Da hat sich das Internet schon totdiskutiert, da brauchen wir wirklich keinen weiteren Beitrag zu leisten. Ich bin zumindest froh, dass auch im Heimatministerium der Begriff der Pressefreiheit nochmal als wichtig erkannt wurde.
Zitat von JuergenKorus
Hast Du den Artikel gelesen? Da hat jemand versucht witzig zu sein und war es nicht, mehr nicht. Da sollte man einfach drüber stehen.
Zitat von jayjay1860
Achso. Ich dachte schon, das wäre durch die TAZ-Kolumne ausgelöst worden, wie der Heimatminister angedeutet hat.
Zitat von JuergenKorus
Auslöser war die Personenkontrolle eines Jugendlichen. Also irgendwie schon..
Zitat von LandshutLion
Die Randale und Plünderungen in stuttgart haben doch nicht mit BLM oder ähnlichen Anti-Rassismus-Protesten zu tun?
Zitat von JuergenKorus
Was in Stuttgart abging, war aber auch nicht rühmlich.
Solidarität bekunden, super. Wir sind zwar weit weg von amerikanischen Verhältnissen, aber wehret den Anfängen.
Aber bitte keine Läden plündern. Das war Öl ins Feuer der Rassisten und Rechten. Die werden nun alle Freunde einer pluralistischen Gesellschaft bei Demos vorab als Kriminelle und Plünderer brandmarken und die Polizei wird bei black life matters Demos eine kürzere Lunte haben, die reagieren allergisch drauf, wenn man die Ihren attackiert.
Mit Gewalt erreicht man genau das Gegenteil einer harmonischen Gesellschaft.
Auf die Löwen gegen Rechts, die mir den richtigen Weg zu wählen scheinen.
Zitat von sao-paulo
Löwen-Fans gegen Rassismus (!) - Aufkleber heute gesehen.
Danke dafür.
Nach der unsäglichen „white lives matter Burnley“- Aktion ein Lichtblick.
Löwen-Fans gegen Rassismus (!) - Aufkleber heute gesehen.
Danke dafür.
Nach der unsäglichen „white lives matter Burnley“- Aktion ein Lichtblick.
Was in Stuttgart abging, war aber auch nicht rühmlich.
Solidarität bekunden, super. Wir sind zwar weit weg von amerikanischen Verhältnissen, aber wehret den Anfängen.
Aber bitte keine Läden plündern. Das war Öl ins Feuer der Rassisten und Rechten. Die werden nun alle Freunde einer pluralistischen Gesellschaft bei Demos vorab als Kriminelle und Plünderer brandmarken und die Polizei wird bei black life matters Demos eine kürzere Lunte haben, die reagieren allergisch drauf, wenn man die Ihren attackiert.
Mit Gewalt erreicht man genau das Gegenteil einer harmonischen Gesellschaft.
Auf die Löwen gegen Rechts, die mir den richtigen Weg zu wählen scheinen.
Die Randale und Plünderungen in stuttgart haben doch nicht mit BLM oder ähnlichen Anti-Rassismus-Protesten zu tun?
Auslöser war die Personenkontrolle eines Jugendlichen. Also irgendwie schon..
Achso. Ich dachte schon, das wäre durch die TAZ-Kolumne ausgelöst worden, wie der Heimatminister angedeutet hat.

Hast Du den Artikel gelesen? Da hat jemand versucht witzig zu sein und war es nicht, mehr nicht. Da sollte man einfach drüber stehen.
Habe ich. Mein Kommentar war auch keineswegs ernst gemeint, nicht falsch verstehen. Da hat sich das Internet schon totdiskutiert, da brauchen wir wirklich keinen weiteren Beitrag zu leisten. Ich bin zumindest froh, dass auch im Heimatministerium der Begriff der Pressefreiheit nochmal als wichtig erkannt wurde.
Hatte Dich schon verstanden.
Wenn ihr hier schon anfangt zu politisieren, dann kann ich das hier einfach nicht so stehen lassen. Man kann von Seehofer halten was man will, aber er hat nicht unrecht, wenn er sagt, dass der Meinungsbeitrag der taz sich nich unbedingt mit der Pressefreiheit deckt. Ersetzt mal Polizisten durch andere Wörter, z.B. Poc. Es passt einfach in das linksextreme Jargon der Straße "Bullen sind keine Menschen". Diese Entmenschlichung wird zur Legitimation für Gewalt. Die Autorin - deren Namen ich nicht versuche zu schreiben - ist nicht zum ersten Mal durch ihr niedriges Niveau aufgefallen und über die taz ist wirklich schon genug gesagt worden.
A) Polizisten in dem Kontext mit öffentlich wie sozial wesentlich weniger privilegierten und marginalisierten Menschen zu vergleichen, die gerade endlich eine großflächige Solidaritätsbekundung erfahren, ist in meinen Augen nicht zielführend. Klar, beide Gruppen bestehen aus Menschen, das war's dann aber auch. Für mein Gefühl wird die Polizei viel zu sehr hofiert, aus Bagatellen wie in Stuttgart werden Skandale gesponnen, rechte Straftaten deutschlandweit stiefmütterlich behandelt.
B) Den Text selbst habe ich gelesen, fand ihn weder besonders schlecht noch besonders gut. Er will provozieren und hat dieses Ziel übererfüllt. Man braucht sich über seine Intensität nicht wundern. Erstens scheint moderate Polizeikritik nicht zu fruchten, zweitens muss man so einen Ton offenbar wählen, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen in einer Debatte, in der Konservative seit Ewigkeiten den Diskurs bestimmen.
Ich hab deinen Text ein bisschen zurechtgestutzt, weil mich deine Antipathie gegen Seehofer nicht so recht interessiert.
Zu A) Ich glaube, du trennst hier nicht sauber die Sphären. Polizisten sind Menschen in Uniform, inwieweit diese privilegiert sind oder nicht, das bestimmt Herkunft, Milieu und Schulbildung. In der Uniform repräsentieren sie das Gewaltmonopol des Staates, sie sorgen exekutiv für die Durchsetzung unserer Gesetze und Grundrechte. Die Solidaritätsbekundungen in Deutschland betreffen die Afroamerikaber, die seit hunderten von Jahren systematischem Rassismus und gesellschaftlicher Benachteiligung ausgesetzt sind. Afroamerikaner erhielten erst in den 70er Jahren volle Bürgerrechte und gehen noch heute auf schlechtere Schulen. Diese Benachteiligungen gibt es in Deutschland in dieser Größenordnung nicht.
Rechte Straftaten werden in Deutschland zu Recht, im Fokus behalten, ich sehe da keine Bagatellisierung oder Verschleierung im großen Stil, das Regulativ der Presse macht einen guten Job. Umtriebe, wie beim NSU oder im KSK werden öffentlich und durchlaufen einer Aufarbeitung. Die Polizei wird nicht hofiert, sie leistet seit Jahren gute Arbeit und wird doch vorverurteilt, s. Berlin und Saskia Esken. Stuttgart war keine Bagatelle, es war ein Angriff auf Rechtstaatlichkeit, der relativ klar aus einer Bevölkerungsgruppe heraus geführt wurde. Mir ist es egal, ob radikale Linke beim G20-Gipfel oder radikale Rechte bei Übergriffen auf Asylsuchende oder radikale Islamisten mit Anschlägen den Rechtstaat angreifen, ich verurteile diesen Angriff und der hat in Stuttgart stattgefunden.
Zu B) Falls du diesen Artikel wirklich nicht schlimm gefunden hast, dann fehlt es dir an Sensibilität. In Deutschland wurden Menschen einst als Ungeziefer betrachtet, die Autorin sieht Polizisten als menschlichen Müll. Das ist die Sprache der Täter, in diese Zeit möchte ich nie wieder zurück.
Ich habe deinen Text nicht zurechtgestutzt, weil ich nicht von vornherein überheblich/passiv-aggressiv und die Deutungshoheit für mich beanspruchend antworten will. Eigenes "Interesse" ist bei solchen Themen für mich irgendwie kein valides Kriterium, wenn es darum geht, gleichberechtigt zu diskutieren. Der Teil zu Seehofer hat ja nicht mit bloßer Antipathie – die ich zweifelsohne hege – zu tun, sondern auch mit Problemen, die ich hierzulande ausmache und gegen die es sich in meinen Augen anzukämpfen lohnt.
Ob ich die Sphären sauber getrennt habe, vermag ich tatsächlich nicht so recht einzuschätzen. Dass Polizisten aber keine privilegierte Berufsgruppe sind, sehe ich fundamental anders – da scheinen wir aber nicht zusammenzukommen. Dass die Polizei eine Institution ist, in der sehr viel falsch läuft, würde ich hingegen unterschreiben. Beispiel gefällig? https://www.bento.de/politik/polizeigewalt-in-deutschland-ewane-ist-schwarz-und-war-bei-der-polizei-so-denkt-er-ueber-seehofer-und-die-taz-kolumne-a-1e909cdd-17c3-4dcc-9a0d-eae866283807
Und nein, ich habe den Artikel nicht gelesen, weil er mich nicht so recht interessiert. Wie offenbar die GdP-Pressestelle auch nicht, die das Ding munter geteilt hat: https://twitter.com/gdppresse?lang=de
Klar belegt ein Einzelfall (der wievielte noch gleich?) definitiv nicht, dass die Polizei inhärent rassistische Strukturen hat und diese fördert. Mich würden nur die wirklich schlagkräftigen Gegenargumente interessieren. Rechte Sticker auf Einsatzwägen oder WhatsApp-Gruppen, in denen verfassungsfeindliche Mauscheleien ausgetauscht werden, können da ja wohl nicht für herhalten.
Ich gehe konform, dass das Regulativ der Presse einen weitestgehend guten Job macht. Dass aber eine dauerhafte schonungslose Aufarbeitung kritischer innerpolizeilicher Netzwerke stattfindet, sehe ich nicht. Es wird was getan, wenn aufgrund des politischen und öffentlichen Drucks was getan werden muss. So wie heute mit der Auflösung des KSK. Ein untragbarer Rainer Wendt, um mal ganz kurz zum Fußball zu kommen, durfte ewig rumwurschteln, ein Hans-Georg Maaßen (Mitglied der Exekutive, oder nicht?) ebenso. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie wir Löwen ja seit über einem Jahrzehnt wissen, Vorkommnisse darunter will ich jetzt mal nicht auflisten.
Dass dir egal ist, ob Rechte Asylsuchende angreifen oder Linke Steine beim G20-Gipfel werfen, zeugt erstens von fragwürdiger Hufeisenwerferei und zweitens fehlender Sensibilität deinerseits. Ein Charakterzug, den du mir vorwirfst, weil ich einen Text, der mit provokanter Überspitzung – dabei bleibe ich – Missstände anprangert, gutheiße. Zwischen Ungeziefer und Müll würde ich übrigens doch noch trennen. Dieses Berufen auf "unseren Rechtsstaat" als höchstes Gut, das es um jeden Preis zu bewahren gilt, ist natürlich geschickt und ein typischer FAZ-Leser-Reflex. Niemand – selbstverständlich auch ich nicht – würde dir in dem Punkt widersprechen. Alle Missstände, die sich auf einer niedrigeren Ebene abspielen, erscheinen dadurch aber halt irgendwie irrelevant.
Ich selbst würde mich übrigens nicht als linker Empörer bezeichnen, halte eher wenig von Antifa und Konsorten und hatte in meinem Leben noch nie Probleme mit der Polizei, im Gegenteil. Etwas Empathie schadet aber hier und da nicht.
01.07.2020 - 14:29 Uhr
Zitat von Max-sechzig
Ich habe deinen Text nicht zurechtgestutzt, weil ich nicht von vornherein überheblich/passiv-aggressiv und die Deutungshoheit für mich beanspruchend antworten will. Eigenes "Interesse" ist bei solchen Themen für mich irgendwie kein valides Kriterium, wenn es darum geht, gleichberechtigt zu diskutieren. Der Teil zu Seehofer hat ja nicht mit bloßer Antipathie – die ich zweifelsohne hege – zu tun, sondern auch mit Problemen, die ich hierzulande ausmache und gegen die es sich in meinen Augen anzukämpfen lohnt.
Ob ich die Sphären sauber getrennt habe, vermag ich tatsächlich nicht so recht einzuschätzen. Dass Polizisten aber keine privilegierte Berufsgruppe sind, sehe ich fundamental anders – da scheinen wir aber nicht zusammenzukommen. Dass die Polizei eine Institution ist, in der sehr viel falsch läuft, würde ich hingegen unterschreiben. Beispiel gefällig? https://www.bento.de/politik/polizeigewalt-in-deutschland-ewane-ist-schwarz-und-war-bei-der-polizei-so-denkt-er-ueber-seehofer-und-die-taz-kolumne-a-1e909cdd-17c3-4dcc-9a0d-eae866283807
Und nein, ich habe den Artikel nicht gelesen, weil er mich nicht so recht interessiert. Wie offenbar die GdP-Pressestelle auch nicht, die das Ding munter geteilt hat: https://twitter.com/gdppresse?lang=de
Klar belegt ein Einzelfall (der wievielte noch gleich?) definitiv nicht, dass die Polizei inhärent rassistische Strukturen hat und diese fördert. Mich würden nur die wirklich schlagkräftigen Gegenargumente interessieren. Rechte Sticker auf Einsatzwägen oder WhatsApp-Gruppen, in denen verfassungsfeindliche Mauscheleien ausgetauscht werden, können da ja wohl nicht für herhalten.
Ich gehe konform, dass das Regulativ der Presse einen weitestgehend guten Job macht. Dass aber eine dauerhafte schonungslose Aufarbeitung kritischer innerpolizeilicher Netzwerke stattfindet, sehe ich nicht. Es wird was getan, wenn aufgrund des politischen und öffentlichen Drucks was getan werden muss. So wie heute mit der Auflösung des KSK. Ein untragbarer Rainer Wendt, um mal ganz kurz zum Fußball zu kommen, durfte ewig rumwurschteln, ein Hans-Georg Maaßen (Mitglied der Exekutive, oder nicht?) ebenso. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie wir Löwen ja seit über einem Jahrzehnt wissen, Vorkommnisse darunter will ich jetzt mal nicht auflisten.
Dass dir egal ist, ob Rechte Asylsuchende angreifen oder Linke Steine beim G20-Gipfel werfen, zeugt erstens von fragwürdiger Hufeisenwerferei und zweitens fehlender Sensibilität deinerseits. Ein Charakterzug, den du mir vorwirfst, weil ich einen Text, der mit provokanter Überspitzung – dabei bleibe ich – Missstände anprangert, gutheiße. Zwischen Ungeziefer und Müll würde ich übrigens doch noch trennen. Dieses Berufen auf "unseren Rechtsstaat" als höchstes Gut, das es um jeden Preis zu bewahren gilt, ist natürlich geschickt und ein typischer FAZ-Leser-Reflex. Niemand – selbstverständlich auch ich nicht – würde dir in dem Punkt widersprechen. Alle Missstände, die sich auf einer niedrigeren Ebene abspielen, erscheinen dadurch aber halt irgendwie irrelevant.
Ich selbst würde mich übrigens nicht als linker Empörer bezeichnen, halte eher wenig von Antifa und Konsorten und hatte in meinem Leben noch nie Probleme mit der Polizei, im Gegenteil. Etwas Empathie schadet aber hier und da nicht.
Zitat von sternbald
Ich hab deinen Text ein bisschen zurechtgestutzt, weil mich deine Antipathie gegen Seehofer nicht so recht interessiert.
Zu A) Ich glaube, du trennst hier nicht sauber die Sphären. Polizisten sind Menschen in Uniform, inwieweit diese privilegiert sind oder nicht, das bestimmt Herkunft, Milieu und Schulbildung. In der Uniform repräsentieren sie das Gewaltmonopol des Staates, sie sorgen exekutiv für die Durchsetzung unserer Gesetze und Grundrechte. Die Solidaritätsbekundungen in Deutschland betreffen die Afroamerikaber, die seit hunderten von Jahren systematischem Rassismus und gesellschaftlicher Benachteiligung ausgesetzt sind. Afroamerikaner erhielten erst in den 70er Jahren volle Bürgerrechte und gehen noch heute auf schlechtere Schulen. Diese Benachteiligungen gibt es in Deutschland in dieser Größenordnung nicht.
Rechte Straftaten werden in Deutschland zu Recht, im Fokus behalten, ich sehe da keine Bagatellisierung oder Verschleierung im großen Stil, das Regulativ der Presse macht einen guten Job. Umtriebe, wie beim NSU oder im KSK werden öffentlich und durchlaufen einer Aufarbeitung. Die Polizei wird nicht hofiert, sie leistet seit Jahren gute Arbeit und wird doch vorverurteilt, s. Berlin und Saskia Esken. Stuttgart war keine Bagatelle, es war ein Angriff auf Rechtstaatlichkeit, der relativ klar aus einer Bevölkerungsgruppe heraus geführt wurde. Mir ist es egal, ob radikale Linke beim G20-Gipfel oder radikale Rechte bei Übergriffen auf Asylsuchende oder radikale Islamisten mit Anschlägen den Rechtstaat angreifen, ich verurteile diesen Angriff und der hat in Stuttgart stattgefunden.
Zu B) Falls du diesen Artikel wirklich nicht schlimm gefunden hast, dann fehlt es dir an Sensibilität. In Deutschland wurden Menschen einst als Ungeziefer betrachtet, die Autorin sieht Polizisten als menschlichen Müll. Das ist die Sprache der Täter, in diese Zeit möchte ich nie wieder zurück.
Zitat von Max-sechzig
A) Polizisten in dem Kontext mit öffentlich wie sozial wesentlich weniger privilegierten und marginalisierten Menschen zu vergleichen, die gerade endlich eine großflächige Solidaritätsbekundung erfahren, ist in meinen Augen nicht zielführend. Klar, beide Gruppen bestehen aus Menschen, das war's dann aber auch. Für mein Gefühl wird die Polizei viel zu sehr hofiert, aus Bagatellen wie in Stuttgart werden Skandale gesponnen, rechte Straftaten deutschlandweit stiefmütterlich behandelt.
B) Den Text selbst habe ich gelesen, fand ihn weder besonders schlecht noch besonders gut. Er will provozieren und hat dieses Ziel übererfüllt. Man braucht sich über seine Intensität nicht wundern. Erstens scheint moderate Polizeikritik nicht zu fruchten, zweitens muss man so einen Ton offenbar wählen, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen in einer Debatte, in der Konservative seit Ewigkeiten den Diskurs bestimmen.
Zitat von sternbald
Wenn ihr hier schon anfangt zu politisieren, dann kann ich das hier einfach nicht so stehen lassen. Man kann von Seehofer halten was man will, aber er hat nicht unrecht, wenn er sagt, dass der Meinungsbeitrag der taz sich nich unbedingt mit der Pressefreiheit deckt. Ersetzt mal Polizisten durch andere Wörter, z.B. Poc. Es passt einfach in das linksextreme Jargon der Straße "Bullen sind keine Menschen". Diese Entmenschlichung wird zur Legitimation für Gewalt. Die Autorin - deren Namen ich nicht versuche zu schreiben - ist nicht zum ersten Mal durch ihr niedriges Niveau aufgefallen und über die taz ist wirklich schon genug gesagt worden.
Zitat von JuergenKorus
Hatte Dich schon verstanden.
Zitat von jayjay1860
Habe ich. Mein Kommentar war auch keineswegs ernst gemeint, nicht falsch verstehen. Da hat sich das Internet schon totdiskutiert, da brauchen wir wirklich keinen weiteren Beitrag zu leisten. Ich bin zumindest froh, dass auch im Heimatministerium der Begriff der Pressefreiheit nochmal als wichtig erkannt wurde.
Zitat von JuergenKorus
Hast Du den Artikel gelesen? Da hat jemand versucht witzig zu sein und war es nicht, mehr nicht. Da sollte man einfach drüber stehen.
Zitat von jayjay1860
Achso. Ich dachte schon, das wäre durch die TAZ-Kolumne ausgelöst worden, wie der Heimatminister angedeutet hat.
Zitat von JuergenKorus
Auslöser war die Personenkontrolle eines Jugendlichen. Also irgendwie schon..
Zitat von LandshutLion
Die Randale und Plünderungen in stuttgart haben doch nicht mit BLM oder ähnlichen Anti-Rassismus-Protesten zu tun?
Zitat von JuergenKorus
Was in Stuttgart abging, war aber auch nicht rühmlich.
Solidarität bekunden, super. Wir sind zwar weit weg von amerikanischen Verhältnissen, aber wehret den Anfängen.
Aber bitte keine Läden plündern. Das war Öl ins Feuer der Rassisten und Rechten. Die werden nun alle Freunde einer pluralistischen Gesellschaft bei Demos vorab als Kriminelle und Plünderer brandmarken und die Polizei wird bei black life matters Demos eine kürzere Lunte haben, die reagieren allergisch drauf, wenn man die Ihren attackiert.
Mit Gewalt erreicht man genau das Gegenteil einer harmonischen Gesellschaft.
Auf die Löwen gegen Rechts, die mir den richtigen Weg zu wählen scheinen.
Zitat von sao-paulo
Löwen-Fans gegen Rassismus (!) - Aufkleber heute gesehen.
Danke dafür.
Nach der unsäglichen „white lives matter Burnley“- Aktion ein Lichtblick.
Löwen-Fans gegen Rassismus (!) - Aufkleber heute gesehen.
Danke dafür.
Nach der unsäglichen „white lives matter Burnley“- Aktion ein Lichtblick.
Was in Stuttgart abging, war aber auch nicht rühmlich.
Solidarität bekunden, super. Wir sind zwar weit weg von amerikanischen Verhältnissen, aber wehret den Anfängen.
Aber bitte keine Läden plündern. Das war Öl ins Feuer der Rassisten und Rechten. Die werden nun alle Freunde einer pluralistischen Gesellschaft bei Demos vorab als Kriminelle und Plünderer brandmarken und die Polizei wird bei black life matters Demos eine kürzere Lunte haben, die reagieren allergisch drauf, wenn man die Ihren attackiert.
Mit Gewalt erreicht man genau das Gegenteil einer harmonischen Gesellschaft.
Auf die Löwen gegen Rechts, die mir den richtigen Weg zu wählen scheinen.
Die Randale und Plünderungen in stuttgart haben doch nicht mit BLM oder ähnlichen Anti-Rassismus-Protesten zu tun?
Auslöser war die Personenkontrolle eines Jugendlichen. Also irgendwie schon..
Achso. Ich dachte schon, das wäre durch die TAZ-Kolumne ausgelöst worden, wie der Heimatminister angedeutet hat.

Hast Du den Artikel gelesen? Da hat jemand versucht witzig zu sein und war es nicht, mehr nicht. Da sollte man einfach drüber stehen.
Habe ich. Mein Kommentar war auch keineswegs ernst gemeint, nicht falsch verstehen. Da hat sich das Internet schon totdiskutiert, da brauchen wir wirklich keinen weiteren Beitrag zu leisten. Ich bin zumindest froh, dass auch im Heimatministerium der Begriff der Pressefreiheit nochmal als wichtig erkannt wurde.
Hatte Dich schon verstanden.
Wenn ihr hier schon anfangt zu politisieren, dann kann ich das hier einfach nicht so stehen lassen. Man kann von Seehofer halten was man will, aber er hat nicht unrecht, wenn er sagt, dass der Meinungsbeitrag der taz sich nich unbedingt mit der Pressefreiheit deckt. Ersetzt mal Polizisten durch andere Wörter, z.B. Poc. Es passt einfach in das linksextreme Jargon der Straße "Bullen sind keine Menschen". Diese Entmenschlichung wird zur Legitimation für Gewalt. Die Autorin - deren Namen ich nicht versuche zu schreiben - ist nicht zum ersten Mal durch ihr niedriges Niveau aufgefallen und über die taz ist wirklich schon genug gesagt worden.
A) Polizisten in dem Kontext mit öffentlich wie sozial wesentlich weniger privilegierten und marginalisierten Menschen zu vergleichen, die gerade endlich eine großflächige Solidaritätsbekundung erfahren, ist in meinen Augen nicht zielführend. Klar, beide Gruppen bestehen aus Menschen, das war's dann aber auch. Für mein Gefühl wird die Polizei viel zu sehr hofiert, aus Bagatellen wie in Stuttgart werden Skandale gesponnen, rechte Straftaten deutschlandweit stiefmütterlich behandelt.
B) Den Text selbst habe ich gelesen, fand ihn weder besonders schlecht noch besonders gut. Er will provozieren und hat dieses Ziel übererfüllt. Man braucht sich über seine Intensität nicht wundern. Erstens scheint moderate Polizeikritik nicht zu fruchten, zweitens muss man so einen Ton offenbar wählen, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen in einer Debatte, in der Konservative seit Ewigkeiten den Diskurs bestimmen.
Ich hab deinen Text ein bisschen zurechtgestutzt, weil mich deine Antipathie gegen Seehofer nicht so recht interessiert.
Zu A) Ich glaube, du trennst hier nicht sauber die Sphären. Polizisten sind Menschen in Uniform, inwieweit diese privilegiert sind oder nicht, das bestimmt Herkunft, Milieu und Schulbildung. In der Uniform repräsentieren sie das Gewaltmonopol des Staates, sie sorgen exekutiv für die Durchsetzung unserer Gesetze und Grundrechte. Die Solidaritätsbekundungen in Deutschland betreffen die Afroamerikaber, die seit hunderten von Jahren systematischem Rassismus und gesellschaftlicher Benachteiligung ausgesetzt sind. Afroamerikaner erhielten erst in den 70er Jahren volle Bürgerrechte und gehen noch heute auf schlechtere Schulen. Diese Benachteiligungen gibt es in Deutschland in dieser Größenordnung nicht.
Rechte Straftaten werden in Deutschland zu Recht, im Fokus behalten, ich sehe da keine Bagatellisierung oder Verschleierung im großen Stil, das Regulativ der Presse macht einen guten Job. Umtriebe, wie beim NSU oder im KSK werden öffentlich und durchlaufen einer Aufarbeitung. Die Polizei wird nicht hofiert, sie leistet seit Jahren gute Arbeit und wird doch vorverurteilt, s. Berlin und Saskia Esken. Stuttgart war keine Bagatelle, es war ein Angriff auf Rechtstaatlichkeit, der relativ klar aus einer Bevölkerungsgruppe heraus geführt wurde. Mir ist es egal, ob radikale Linke beim G20-Gipfel oder radikale Rechte bei Übergriffen auf Asylsuchende oder radikale Islamisten mit Anschlägen den Rechtstaat angreifen, ich verurteile diesen Angriff und der hat in Stuttgart stattgefunden.
Zu B) Falls du diesen Artikel wirklich nicht schlimm gefunden hast, dann fehlt es dir an Sensibilität. In Deutschland wurden Menschen einst als Ungeziefer betrachtet, die Autorin sieht Polizisten als menschlichen Müll. Das ist die Sprache der Täter, in diese Zeit möchte ich nie wieder zurück.
Ich habe deinen Text nicht zurechtgestutzt, weil ich nicht von vornherein überheblich/passiv-aggressiv und die Deutungshoheit für mich beanspruchend antworten will. Eigenes "Interesse" ist bei solchen Themen für mich irgendwie kein valides Kriterium, wenn es darum geht, gleichberechtigt zu diskutieren. Der Teil zu Seehofer hat ja nicht mit bloßer Antipathie – die ich zweifelsohne hege – zu tun, sondern auch mit Problemen, die ich hierzulande ausmache und gegen die es sich in meinen Augen anzukämpfen lohnt.
Ob ich die Sphären sauber getrennt habe, vermag ich tatsächlich nicht so recht einzuschätzen. Dass Polizisten aber keine privilegierte Berufsgruppe sind, sehe ich fundamental anders – da scheinen wir aber nicht zusammenzukommen. Dass die Polizei eine Institution ist, in der sehr viel falsch läuft, würde ich hingegen unterschreiben. Beispiel gefällig? https://www.bento.de/politik/polizeigewalt-in-deutschland-ewane-ist-schwarz-und-war-bei-der-polizei-so-denkt-er-ueber-seehofer-und-die-taz-kolumne-a-1e909cdd-17c3-4dcc-9a0d-eae866283807
Und nein, ich habe den Artikel nicht gelesen, weil er mich nicht so recht interessiert. Wie offenbar die GdP-Pressestelle auch nicht, die das Ding munter geteilt hat: https://twitter.com/gdppresse?lang=de
Klar belegt ein Einzelfall (der wievielte noch gleich?) definitiv nicht, dass die Polizei inhärent rassistische Strukturen hat und diese fördert. Mich würden nur die wirklich schlagkräftigen Gegenargumente interessieren. Rechte Sticker auf Einsatzwägen oder WhatsApp-Gruppen, in denen verfassungsfeindliche Mauscheleien ausgetauscht werden, können da ja wohl nicht für herhalten.
Ich gehe konform, dass das Regulativ der Presse einen weitestgehend guten Job macht. Dass aber eine dauerhafte schonungslose Aufarbeitung kritischer innerpolizeilicher Netzwerke stattfindet, sehe ich nicht. Es wird was getan, wenn aufgrund des politischen und öffentlichen Drucks was getan werden muss. So wie heute mit der Auflösung des KSK. Ein untragbarer Rainer Wendt, um mal ganz kurz zum Fußball zu kommen, durfte ewig rumwurschteln, ein Hans-Georg Maaßen (Mitglied der Exekutive, oder nicht?) ebenso. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie wir Löwen ja seit über einem Jahrzehnt wissen, Vorkommnisse darunter will ich jetzt mal nicht auflisten.
Dass dir egal ist, ob Rechte Asylsuchende angreifen oder Linke Steine beim G20-Gipfel werfen, zeugt erstens von fragwürdiger Hufeisenwerferei und zweitens fehlender Sensibilität deinerseits. Ein Charakterzug, den du mir vorwirfst, weil ich einen Text, der mit provokanter Überspitzung – dabei bleibe ich – Missstände anprangert, gutheiße. Zwischen Ungeziefer und Müll würde ich übrigens doch noch trennen. Dieses Berufen auf "unseren Rechtsstaat" als höchstes Gut, das es um jeden Preis zu bewahren gilt, ist natürlich geschickt und ein typischer FAZ-Leser-Reflex. Niemand – selbstverständlich auch ich nicht – würde dir in dem Punkt widersprechen. Alle Missstände, die sich auf einer niedrigeren Ebene abspielen, erscheinen dadurch aber halt irgendwie irrelevant.
Ich selbst würde mich übrigens nicht als linker Empörer bezeichnen, halte eher wenig von Antifa und Konsorten und hatte in meinem Leben noch nie Probleme mit der Polizei, im Gegenteil. Etwas Empathie schadet aber hier und da nicht.
Auweia, das ist hier dann doch deutlicher heißer geworden als ich das bezweckt habe. Es tut mir aufrichtig Leid, wenn ich überheblich war, meinen Beitrag hab ich hastig in der Bahn getippt. Sauberer formuliert klänge es so: Deine Antipathie gegenüber Seehofer, die ich im Übrigen teile, trägt der Sache wenig bei.
Ich sehe nach wie vor Grundgesetz und Rechtstaatlichkeit über allem und es ist klar, dass die Polizei nur diesem Zweck dient. Rassistische Umtriebe müssen konsequent und nachhaltig verfolgt werden. Einen Generalverdacht zu äußern, wie das Saskia Esken macht, halte ich dennoch vor grundfalsch. Eine Hufeisentheorie stelle ich nicht auf, aber die extremen Ränder haben viele Gemeibsamkeiten, auch beim Kliebtel, das sie anziehen. Das Känguru hat im Übrigen unrecht, weil Linke sehr wohl auch Menschen attackieren und töten. Die RAF ist noch gar nicht so lange her und schaue ich mir sozialistische Bewegungen im Ausland an, dann wird relativ schnell deutlich, dass die Mittel der Revolution auch Gewalt und Mord heißen.
Ichbhab keider wenig Zeit zu schreiben, bin aber an einer ernsthaften Diskussion mit dir immer interessiert, natürlich auf Augenhöhe. Tut mir ernsthaft Leid, dass ich das nicht so vermittelt habe.
Herzlichen Gruß
Sternbald
01.07.2020 - 16:23 Uhr
Zitat von oldlion43
Hoeness verteidigt Tönnies .....
https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2020/06/clemens-toennies-ruecktritt-beim-fc-schalke-04-ist-alternativlos
Warum wohl?
Sicher nicht, weil sein billigwurstimperium auch auf basis von billiglöhnen , an Sklaverei grenzenden Methoden und Masseneinpferchung in menschenunwürdigen Unterkünften basiert.
Er vergleicht Tönnies jetzt mit seinen eigenen Finanzskandal und stellt sich und Tönnies als Opfer dar.
Was für ekelhafte Typen
(Ich kann nicht so viel essen, wie ich kotzen will)
Hoeness verteidigt Tönnies .....
https://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2020/06/clemens-toennies-ruecktritt-beim-fc-schalke-04-ist-alternativlos
Warum wohl?
Sicher nicht, weil sein billigwurstimperium auch auf basis von billiglöhnen , an Sklaverei grenzenden Methoden und Masseneinpferchung in menschenunwürdigen Unterkünften basiert.
Er vergleicht Tönnies jetzt mit seinen eigenen Finanzskandal und stellt sich und Tönnies als Opfer dar.
Was für ekelhafte Typen
(Ich kann nicht so viel essen, wie ich kotzen will)
Die leben in einer Blase und denken wirklich, dass sie Opfer sind. Hat ihnen ja auch nie jemand gesagt, dass die Arbeitsbedingungen so nicht okay sind. Politiker, Aufsichtsbehörden, wo waren die all die Jahre? Ist doch logisch, dass man dann auch kein Schuldbewusstsein entwickelt, wenn jeder Bescheid weiß, aber keiner was dagegen sagt, im Gegenteil man sogar noch als super Unternehmer gefeiert wird.
Aber das sind so branchenspezifische Blasen.
Habe jemand kennengelernt, der Wohnheime für solche Arbeiter auf Werksvertragsbasis angeboten hat bzw. war dort beruflich vor Ort. Als ich mal kurz meinte, dass die Menschen ganz schön was auf sich nehmen würden, monatelang nur schuften und dann untergebracht werden wie in einem billigen Schullandheim, hat er null verstanden was ich meine. "ist doch alles sauber hier", hat er gemeint. War es auch.
Privatsphäre, eigenes Klo/Bad gibt es halt nicht und monatelang mit 6 Mann in einem Minizimmer leben mit einem Aufenthaltsraum für ca. 50 Leute, ist nicht unmenschlich, aber auch nicht geil (mit 19 beim Bund damals hat mich selbst sowas noch null gestört, als Student auch nicht, da fand ich es sogar noch witzig, aber irgendwann ist man mal aus dem Alter raus).
Er meinte nur, dass er schon viel schlimmeres gesehen hat und hat sich selbst als jemand gesehen, der den Leuten echt faire Bedingungen anbietet. Das glaube ich ihm auch und vermutlich gibt es da wirklich viel schlimmeres.
Ich habe dafür auch Verständnis, nur wenn da eine Esken oder ein Kühnert einläuft, die würden ihn vermutlich am liebsten pfählen, während er sich selbst als jemanden ansieht, der im Branchenvergleich eigentlich eher zu den Guten gehört.
Tönnies gehört wohl nicht zu den Guten im Branchenvergleich, aber er kennt es auch nicht anders, daher ist bei ihm und seinem Wurstbuddy auch kein Unschuldsbewusstsein dar.
So ist es beim Uli sicher auch mit Korruption, Steuerhinterziehung und Co., er hat da kein Schuldbewusstsein, weil es um ihn rum vermutlich auch viele so machen. Graf, Becker, Lehmann...scheint ja zum guten Ton zu gehören. Und Korruption..naja der Fisch stinkt vom Kopf liebe UEFA/FIFA...
01.07.2020 - 17:05 Uhr
Zitat von Max-sechzig
[
Ich habe deinen Text nicht zurechtgestutzt, weil ich nicht von vornherein überheblich/passiv-aggressiv und die Deutungshoheit für mich beanspruchend antworten will. Eigenes "Interesse" ist bei solchen Themen für mich irgendwie kein valides Kriterium, wenn es darum geht, gleichberechtigt zu diskutieren. Der Teil zu Seehofer hat ja nicht mit bloßer Antipathie – die ich zweifelsohne hege – zu tun, sondern auch mit Problemen, die ich hierzulande ausmache und gegen die es sich in meinen Augen anzukämpfen lohnt.
Ob ich die Sphären sauber getrennt habe, vermag ich tatsächlich nicht so recht einzuschätzen. Dass Polizisten aber keine privilegierte Berufsgruppe sind, sehe ich fundamental anders – da scheinen wir aber nicht zusammenzukommen. Dass die Polizei eine Institution ist, in der sehr viel falsch läuft, würde ich hingegen unterschreiben. Beispiel gefällig? https://www.bento.de/politik/polizeigewalt-in-deutschland-ewane-ist-schwarz-und-war-bei-der-polizei-so-denkt-er-ueber-seehofer-und-die-taz-kolumne-a-1e909cdd-17c3-4dcc-9a0d-eae866283807
Und nein, ich habe den Artikel nicht gelesen, weil er mich nicht so recht interessiert. Wie offenbar die GdP-Pressestelle auch nicht, die das Ding munter geteilt hat: https://twitter.com/gdppresse?lang=de
Klar belegt ein Einzelfall (der wievielte noch gleich?) definitiv nicht, dass die Polizei inhärent rassistische Strukturen hat und diese fördert. Mich würden nur die wirklich schlagkräftigen Gegenargumente interessieren. Rechte Sticker auf Einsatzwägen oder WhatsApp-Gruppen, in denen verfassungsfeindliche Mauscheleien ausgetauscht werden, können da ja wohl nicht für herhalten.
Ich gehe konform, dass das Regulativ der Presse einen weitestgehend guten Job macht. Dass aber eine dauerhafte schonungslose Aufarbeitung kritischer innerpolizeilicher Netzwerke stattfindet, sehe ich nicht. Es wird was getan, wenn aufgrund des politischen und öffentlichen Drucks was getan werden muss. So wie heute mit der Auflösung des KSK. Ein untragbarer Rainer Wendt, um mal ganz kurz zum Fußball zu kommen, durfte ewig rumwurschteln, ein Hans-Georg Maaßen (Mitglied der Exekutive, oder nicht?) ebenso. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie wir Löwen ja seit über einem Jahrzehnt wissen, Vorkommnisse darunter will ich jetzt mal nicht auflisten.
Dass dir egal ist, ob Rechte Asylsuchende angreifen oder Linke Steine beim G20-Gipfel werfen, zeugt erstens von fragwürdiger Hufeisenwerferei und zweitens fehlender Sensibilität deinerseits. Ein Charakterzug, den du mir vorwirfst, weil ich einen Text, der mit provokanter Überspitzung – dabei bleibe ich – Missstände anprangert, gutheiße. Zwischen Ungeziefer und Müll würde ich übrigens doch noch trennen. Dieses Berufen auf "unseren Rechtsstaat" als höchstes Gut, das es um jeden Preis zu bewahren gilt, ist natürlich geschickt und ein typischer FAZ-Leser-Reflex. Niemand – selbstverständlich auch ich nicht – würde dir in dem Punkt widersprechen. Alle Missstände, die sich auf einer niedrigeren Ebene abspielen, erscheinen dadurch aber halt irgendwie irrelevant.
Ich selbst würde mich übrigens nicht als linker Empörer bezeichnen, halte eher wenig von Antifa und Konsorten und hatte in meinem Leben noch nie Probleme mit der Polizei, im Gegenteil. Etwas Empathie schadet aber hier und da nicht.
[
Ich habe deinen Text nicht zurechtgestutzt, weil ich nicht von vornherein überheblich/passiv-aggressiv und die Deutungshoheit für mich beanspruchend antworten will. Eigenes "Interesse" ist bei solchen Themen für mich irgendwie kein valides Kriterium, wenn es darum geht, gleichberechtigt zu diskutieren. Der Teil zu Seehofer hat ja nicht mit bloßer Antipathie – die ich zweifelsohne hege – zu tun, sondern auch mit Problemen, die ich hierzulande ausmache und gegen die es sich in meinen Augen anzukämpfen lohnt.
Ob ich die Sphären sauber getrennt habe, vermag ich tatsächlich nicht so recht einzuschätzen. Dass Polizisten aber keine privilegierte Berufsgruppe sind, sehe ich fundamental anders – da scheinen wir aber nicht zusammenzukommen. Dass die Polizei eine Institution ist, in der sehr viel falsch läuft, würde ich hingegen unterschreiben. Beispiel gefällig? https://www.bento.de/politik/polizeigewalt-in-deutschland-ewane-ist-schwarz-und-war-bei-der-polizei-so-denkt-er-ueber-seehofer-und-die-taz-kolumne-a-1e909cdd-17c3-4dcc-9a0d-eae866283807
Und nein, ich habe den Artikel nicht gelesen, weil er mich nicht so recht interessiert. Wie offenbar die GdP-Pressestelle auch nicht, die das Ding munter geteilt hat: https://twitter.com/gdppresse?lang=de
Klar belegt ein Einzelfall (der wievielte noch gleich?) definitiv nicht, dass die Polizei inhärent rassistische Strukturen hat und diese fördert. Mich würden nur die wirklich schlagkräftigen Gegenargumente interessieren. Rechte Sticker auf Einsatzwägen oder WhatsApp-Gruppen, in denen verfassungsfeindliche Mauscheleien ausgetauscht werden, können da ja wohl nicht für herhalten.
Ich gehe konform, dass das Regulativ der Presse einen weitestgehend guten Job macht. Dass aber eine dauerhafte schonungslose Aufarbeitung kritischer innerpolizeilicher Netzwerke stattfindet, sehe ich nicht. Es wird was getan, wenn aufgrund des politischen und öffentlichen Drucks was getan werden muss. So wie heute mit der Auflösung des KSK. Ein untragbarer Rainer Wendt, um mal ganz kurz zum Fußball zu kommen, durfte ewig rumwurschteln, ein Hans-Georg Maaßen (Mitglied der Exekutive, oder nicht?) ebenso. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie wir Löwen ja seit über einem Jahrzehnt wissen, Vorkommnisse darunter will ich jetzt mal nicht auflisten.
Dass dir egal ist, ob Rechte Asylsuchende angreifen oder Linke Steine beim G20-Gipfel werfen, zeugt erstens von fragwürdiger Hufeisenwerferei und zweitens fehlender Sensibilität deinerseits. Ein Charakterzug, den du mir vorwirfst, weil ich einen Text, der mit provokanter Überspitzung – dabei bleibe ich – Missstände anprangert, gutheiße. Zwischen Ungeziefer und Müll würde ich übrigens doch noch trennen. Dieses Berufen auf "unseren Rechtsstaat" als höchstes Gut, das es um jeden Preis zu bewahren gilt, ist natürlich geschickt und ein typischer FAZ-Leser-Reflex. Niemand – selbstverständlich auch ich nicht – würde dir in dem Punkt widersprechen. Alle Missstände, die sich auf einer niedrigeren Ebene abspielen, erscheinen dadurch aber halt irgendwie irrelevant.
Ich selbst würde mich übrigens nicht als linker Empörer bezeichnen, halte eher wenig von Antifa und Konsorten und hatte in meinem Leben noch nie Probleme mit der Polizei, im Gegenteil. Etwas Empathie schadet aber hier und da nicht.
Warum sagst Du, man könne linksextreme Steinwerfer nicht mit rechtsextremen vergleichen und verweist auf Empathiemangel?
Die Linken werfen halt Steine auf Leute, die Dank Schutzausrüstung nicht ganz so schnell verletzt werden und man zündet auch keine Polizeiwache so leicht an wie ein Asylantenheim, aber im Grundsatz wollen diese Leute auch die Ihnen verhasste Zielgruppe angreifen/verletzen, wenn nicht gar töten.
Ich glaube auch nicht, dass ein Ehrenkodex bei der Antifa vorhanden ist, dass man zB keinen wehrlosen, am Boden liegenden tritt, oder? Kenne mich in der Szene nicht aus, das sind ernst gemeinte Fragen, keine rethorischen.
Der Link von Dir ist ganz schön unpassend, denn der schwarze Ex-Polizist, sagt ganz klar, dass es in der Polizei keine strukturellen Probleme gibt.
"Ewane: Es gibt da keine Trennschärfe. Für mich ist es Rassismus, wenn jemand andere als minderwertig ansieht. Solche Menschen gibt es bei der Polizei, ohne Frage. Es gibt sie überall. Aber einen strukturellen Rassismus sehe ich bei der Polizei deshalb trotzdem nicht. Rechtsstaatlichkeit wird dort groß geschrieben."
Zum Thema, dass Menschen mit Migrationshintergrund öfter kontrolliert werden, kann man auch sachlich festhalten, dass es zB kaum deutsche Clans gibt, auch ist es nicht rassistisch sondern Fakt, dass die meisten Einbruchsdelikte von Osteuropäern, die in Banden organisiert sind, begangen werden. Solche Statistiken werden sicher Teil der Schulungen sein und man kontrolliert natürlich da schärfer, da wo es statistisch gesehen am ehesten zu kontrollieren lohnt.
Ich weiß auch nicht wo Du jemals einen Einsatzwagen mit Sticker gesehen hast? Die dürfen doch keine Sticker drauf machen, egal ob rechts, links oder Grüße an die Oma.
Vielleicht habe ich mich auch einfach zu wenig damit beschäftigt. Dass es Rechte bei Polizei und Bundeswehr gibt, ist mir klar. Auch dass die dort stärker vertreten sind als bei Graphikdesigner oder an der Kunsthochschule ist mir auch bewusst. Ob wir ein echtes Problem haben, weiß ich nicht, denke und hoffe aber nicht.
01.07.2020 - 17:21 Uhr
Zitat von corvee
@JuergenKorus
Es ist wahr, dass wir im Vergleich zu den Staaten eine geringere Dichte an Missbrauchsfällen im Exekutivsystem haben, was unter anderem der deutlich intensiveren Schulung von Polizeibeamtinnen zu verdanken ist.
Jedoch ist es grober Unfug, gar gefährlich zu unterstellen, dass es keinen Anlass für grundlegende Reformen, wie sie auch von @Max-sechzig angesprochen wurden und breitflächige - mitunter auch extreme - Proteste gibt. Ein solches Sentiment kann eigentlich auch nur aus einer Gruppe kommen die eben nicht von Polizeigewalt und systematischem Rassismus betroffen ist.
Ich habe leider gerade keine Zeit Einzelfälle in Gänze offenzulegen und zu erläutern, jedoch sei jedem hier im Forum einmal nahezulegen, Namen wie Rooble Warsame, William Tonou-Mbobda, Amad Ahmad, Yaya Jabbi, Hussam Fadl oder natürlich Oury Jalloh zu recherchieren.
Dass rassistische Strukturen fest in Polizei und Bundeswehr verankert sind, ist nicht erst seit Franco Albrecht, Uniter, Nordkreuz oder dem Hannibalverbund offensichtlich.
Man kann es nur immer wieder klar sagen: Rechtsextremismus, Homophobie, Antiziganismus, Rassismus und Antisemitismus sind in diesen Strukturen zu beobachten und werden von der überwältigen Mehrheit geduldet, was jedoch keine Legitimation sein darf.
Und um den Hufeisentheoretikern zuvorzukommen:
Linksextremismus und Rechtsextremismus sind zwei verschiedene Paar Schuhe, in einem brennen Autos im anderen sterben Menschen.
@JuergenKorus
Es ist wahr, dass wir im Vergleich zu den Staaten eine geringere Dichte an Missbrauchsfällen im Exekutivsystem haben, was unter anderem der deutlich intensiveren Schulung von Polizeibeamtinnen zu verdanken ist.
Jedoch ist es grober Unfug, gar gefährlich zu unterstellen, dass es keinen Anlass für grundlegende Reformen, wie sie auch von @Max-sechzig angesprochen wurden und breitflächige - mitunter auch extreme - Proteste gibt. Ein solches Sentiment kann eigentlich auch nur aus einer Gruppe kommen die eben nicht von Polizeigewalt und systematischem Rassismus betroffen ist.
Ich habe leider gerade keine Zeit Einzelfälle in Gänze offenzulegen und zu erläutern, jedoch sei jedem hier im Forum einmal nahezulegen, Namen wie Rooble Warsame, William Tonou-Mbobda, Amad Ahmad, Yaya Jabbi, Hussam Fadl oder natürlich Oury Jalloh zu recherchieren.
Dass rassistische Strukturen fest in Polizei und Bundeswehr verankert sind, ist nicht erst seit Franco Albrecht, Uniter, Nordkreuz oder dem Hannibalverbund offensichtlich.
Man kann es nur immer wieder klar sagen: Rechtsextremismus, Homophobie, Antiziganismus, Rassismus und Antisemitismus sind in diesen Strukturen zu beobachten und werden von der überwältigen Mehrheit geduldet, was jedoch keine Legitimation sein darf.
Und um den Hufeisentheoretikern zuvorzukommen:
Linksextremismus und Rechtsextremismus sind zwei verschiedene Paar Schuhe, in einem brennen Autos im anderen sterben Menschen.
Okay, das ist krass und ich wusste wirklich nicht, dass wir solch schlimme Fälle haben.
Zum Thema "social profiling" habe ich meine Meinung geschrieben. Das ist unfair und unangenehm für die Betroffenen, aber logisch begründet. Es werden ja auch normal keine Unschuldigen verhaftet, sondern "nur" öfters kontrolliert. Es ist sicher schlimm für die Betroffenen, weil ein Schwarzer sich nicht weiß zaubern kann. Daher hinkt folgender Vergleich: In meiner Stammkneipe gab es keine Zivilfahnder oder Personenkontrollen auf Drogen, bei der Technomania schon. Wie gesagt, kein guter Vergleich, ich kann mir aussuchen, ob ich da hingehe (bin ich nie, ich hasse Rave immer noch) und der Schwarze ist halt schwarz. Es ist nur leider logisch, dass die Polizei da genauer hinsieht, wo es statistisch wahrscheinlicher ist, was zu finden.
Ein Kumpel von mir hatte Dreadlocks, was meinst Du wie oft der kontrolliert wurde. Klischees kann man leider nicht verbieten.
01.07.2020 - 19:55 Uhr
Zitat von sternbald
Auweia, das ist hier dann doch deutlicher heißer geworden als ich das bezweckt habe. Es tut mir aufrichtig Leid, wenn ich überheblich war, meinen Beitrag hab ich hastig in der Bahn getippt. Sauberer formuliert klänge es so: Deine Antipathie gegenüber Seehofer, die ich im Übrigen teile, trägt der Sache wenig bei.
Ich sehe nach wie vor Grundgesetz und Rechtstaatlichkeit über allem und es ist klar, dass die Polizei nur diesem Zweck dient. Rassistische Umtriebe müssen konsequent und nachhaltig verfolgt werden. Einen Generalverdacht zu äußern, wie das Saskia Esken macht, halte ich dennoch vor grundfalsch. Eine Hufeisentheorie stelle ich nicht auf, aber die extremen Ränder haben viele Gemeibsamkeiten, auch beim Kliebtel, das sie anziehen. Das Känguru hat im Übrigen unrecht, weil Linke sehr wohl auch Menschen attackieren und töten. Die RAF ist noch gar nicht so lange her und schaue ich mir sozialistische Bewegungen im Ausland an, dann wird relativ schnell deutlich, dass die Mittel der Revolution auch Gewalt und Mord heißen.
Ichbhab keider wenig Zeit zu schreiben, bin aber an einer ernsthaften Diskussion mit dir immer interessiert, natürlich auf Augenhöhe. Tut mir ernsthaft Leid, dass ich das nicht so vermittelt habe.
Herzlichen Gruß
Sternbald
Zitat von Max-sechzig
Ich habe deinen Text nicht zurechtgestutzt, weil ich nicht von vornherein überheblich/passiv-aggressiv und die Deutungshoheit für mich beanspruchend antworten will. Eigenes "Interesse" ist bei solchen Themen für mich irgendwie kein valides Kriterium, wenn es darum geht, gleichberechtigt zu diskutieren. Der Teil zu Seehofer hat ja nicht mit bloßer Antipathie – die ich zweifelsohne hege – zu tun, sondern auch mit Problemen, die ich hierzulande ausmache und gegen die es sich in meinen Augen anzukämpfen lohnt.
Ob ich die Sphären sauber getrennt habe, vermag ich tatsächlich nicht so recht einzuschätzen. Dass Polizisten aber keine privilegierte Berufsgruppe sind, sehe ich fundamental anders – da scheinen wir aber nicht zusammenzukommen. Dass die Polizei eine Institution ist, in der sehr viel falsch läuft, würde ich hingegen unterschreiben. Beispiel gefällig? https://www.bento.de/politik/polizeigewalt-in-deutschland-ewane-ist-schwarz-und-war-bei-der-polizei-so-denkt-er-ueber-seehofer-und-die-taz-kolumne-a-1e909cdd-17c3-4dcc-9a0d-eae866283807
Und nein, ich habe den Artikel nicht gelesen, weil er mich nicht so recht interessiert. Wie offenbar die GdP-Pressestelle auch nicht, die das Ding munter geteilt hat: https://twitter.com/gdppresse?lang=de
Klar belegt ein Einzelfall (der wievielte noch gleich?) definitiv nicht, dass die Polizei inhärent rassistische Strukturen hat und diese fördert. Mich würden nur die wirklich schlagkräftigen Gegenargumente interessieren. Rechte Sticker auf Einsatzwägen oder WhatsApp-Gruppen, in denen verfassungsfeindliche Mauscheleien ausgetauscht werden, können da ja wohl nicht für herhalten.
Ich gehe konform, dass das Regulativ der Presse einen weitestgehend guten Job macht. Dass aber eine dauerhafte schonungslose Aufarbeitung kritischer innerpolizeilicher Netzwerke stattfindet, sehe ich nicht. Es wird was getan, wenn aufgrund des politischen und öffentlichen Drucks was getan werden muss. So wie heute mit der Auflösung des KSK. Ein untragbarer Rainer Wendt, um mal ganz kurz zum Fußball zu kommen, durfte ewig rumwurschteln, ein Hans-Georg Maaßen (Mitglied der Exekutive, oder nicht?) ebenso. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie wir Löwen ja seit über einem Jahrzehnt wissen, Vorkommnisse darunter will ich jetzt mal nicht auflisten.
Dass dir egal ist, ob Rechte Asylsuchende angreifen oder Linke Steine beim G20-Gipfel werfen, zeugt erstens von fragwürdiger Hufeisenwerferei und zweitens fehlender Sensibilität deinerseits. Ein Charakterzug, den du mir vorwirfst, weil ich einen Text, der mit provokanter Überspitzung – dabei bleibe ich – Missstände anprangert, gutheiße. Zwischen Ungeziefer und Müll würde ich übrigens doch noch trennen. Dieses Berufen auf "unseren Rechtsstaat" als höchstes Gut, das es um jeden Preis zu bewahren gilt, ist natürlich geschickt und ein typischer FAZ-Leser-Reflex. Niemand – selbstverständlich auch ich nicht – würde dir in dem Punkt widersprechen. Alle Missstände, die sich auf einer niedrigeren Ebene abspielen, erscheinen dadurch aber halt irgendwie irrelevant.
Ich selbst würde mich übrigens nicht als linker Empörer bezeichnen, halte eher wenig von Antifa und Konsorten und hatte in meinem Leben noch nie Probleme mit der Polizei, im Gegenteil. Etwas Empathie schadet aber hier und da nicht.
Zitat von sternbald
Ich hab deinen Text ein bisschen zurechtgestutzt, weil mich deine Antipathie gegen Seehofer nicht so recht interessiert.
Zu A) Ich glaube, du trennst hier nicht sauber die Sphären. Polizisten sind Menschen in Uniform, inwieweit diese privilegiert sind oder nicht, das bestimmt Herkunft, Milieu und Schulbildung. In der Uniform repräsentieren sie das Gewaltmonopol des Staates, sie sorgen exekutiv für die Durchsetzung unserer Gesetze und Grundrechte. Die Solidaritätsbekundungen in Deutschland betreffen die Afroamerikaber, die seit hunderten von Jahren systematischem Rassismus und gesellschaftlicher Benachteiligung ausgesetzt sind. Afroamerikaner erhielten erst in den 70er Jahren volle Bürgerrechte und gehen noch heute auf schlechtere Schulen. Diese Benachteiligungen gibt es in Deutschland in dieser Größenordnung nicht.
Rechte Straftaten werden in Deutschland zu Recht, im Fokus behalten, ich sehe da keine Bagatellisierung oder Verschleierung im großen Stil, das Regulativ der Presse macht einen guten Job. Umtriebe, wie beim NSU oder im KSK werden öffentlich und durchlaufen einer Aufarbeitung. Die Polizei wird nicht hofiert, sie leistet seit Jahren gute Arbeit und wird doch vorverurteilt, s. Berlin und Saskia Esken. Stuttgart war keine Bagatelle, es war ein Angriff auf Rechtstaatlichkeit, der relativ klar aus einer Bevölkerungsgruppe heraus geführt wurde. Mir ist es egal, ob radikale Linke beim G20-Gipfel oder radikale Rechte bei Übergriffen auf Asylsuchende oder radikale Islamisten mit Anschlägen den Rechtstaat angreifen, ich verurteile diesen Angriff und der hat in Stuttgart stattgefunden.
Zu B) Falls du diesen Artikel wirklich nicht schlimm gefunden hast, dann fehlt es dir an Sensibilität. In Deutschland wurden Menschen einst als Ungeziefer betrachtet, die Autorin sieht Polizisten als menschlichen Müll. Das ist die Sprache der Täter, in diese Zeit möchte ich nie wieder zurück.
Zitat von Max-sechzig
A) Polizisten in dem Kontext mit öffentlich wie sozial wesentlich weniger privilegierten und marginalisierten Menschen zu vergleichen, die gerade endlich eine großflächige Solidaritätsbekundung erfahren, ist in meinen Augen nicht zielführend. Klar, beide Gruppen bestehen aus Menschen, das war's dann aber auch. Für mein Gefühl wird die Polizei viel zu sehr hofiert, aus Bagatellen wie in Stuttgart werden Skandale gesponnen, rechte Straftaten deutschlandweit stiefmütterlich behandelt.
B) Den Text selbst habe ich gelesen, fand ihn weder besonders schlecht noch besonders gut. Er will provozieren und hat dieses Ziel übererfüllt. Man braucht sich über seine Intensität nicht wundern. Erstens scheint moderate Polizeikritik nicht zu fruchten, zweitens muss man so einen Ton offenbar wählen, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen in einer Debatte, in der Konservative seit Ewigkeiten den Diskurs bestimmen.
Zitat von sternbald
Wenn ihr hier schon anfangt zu politisieren, dann kann ich das hier einfach nicht so stehen lassen. Man kann von Seehofer halten was man will, aber er hat nicht unrecht, wenn er sagt, dass der Meinungsbeitrag der taz sich nich unbedingt mit der Pressefreiheit deckt. Ersetzt mal Polizisten durch andere Wörter, z.B. Poc. Es passt einfach in das linksextreme Jargon der Straße "Bullen sind keine Menschen". Diese Entmenschlichung wird zur Legitimation für Gewalt. Die Autorin - deren Namen ich nicht versuche zu schreiben - ist nicht zum ersten Mal durch ihr niedriges Niveau aufgefallen und über die taz ist wirklich schon genug gesagt worden.
Zitat von JuergenKorus
Hatte Dich schon verstanden.
Zitat von jayjay1860
Habe ich. Mein Kommentar war auch keineswegs ernst gemeint, nicht falsch verstehen. Da hat sich das Internet schon totdiskutiert, da brauchen wir wirklich keinen weiteren Beitrag zu leisten. Ich bin zumindest froh, dass auch im Heimatministerium der Begriff der Pressefreiheit nochmal als wichtig erkannt wurde.
Zitat von JuergenKorus
Hast Du den Artikel gelesen? Da hat jemand versucht witzig zu sein und war es nicht, mehr nicht. Da sollte man einfach drüber stehen.
Zitat von jayjay1860
Achso. Ich dachte schon, das wäre durch die TAZ-Kolumne ausgelöst worden, wie der Heimatminister angedeutet hat.
Zitat von JuergenKorus
Auslöser war die Personenkontrolle eines Jugendlichen. Also irgendwie schon..
Zitat von LandshutLion
Die Randale und Plünderungen in stuttgart haben doch nicht mit BLM oder ähnlichen Anti-Rassismus-Protesten zu tun?
Zitat von JuergenKorus
Was in Stuttgart abging, war aber auch nicht rühmlich.
Solidarität bekunden, super. Wir sind zwar weit weg von amerikanischen Verhältnissen, aber wehret den Anfängen.
Aber bitte keine Läden plündern. Das war Öl ins Feuer der Rassisten und Rechten. Die werden nun alle Freunde einer pluralistischen Gesellschaft bei Demos vorab als Kriminelle und Plünderer brandmarken und die Polizei wird bei black life matters Demos eine kürzere Lunte haben, die reagieren allergisch drauf, wenn man die Ihren attackiert.
Mit Gewalt erreicht man genau das Gegenteil einer harmonischen Gesellschaft.
Auf die Löwen gegen Rechts, die mir den richtigen Weg zu wählen scheinen.
Zitat von sao-paulo
Löwen-Fans gegen Rassismus (!) - Aufkleber heute gesehen.
Danke dafür.
Nach der unsäglichen „white lives matter Burnley“- Aktion ein Lichtblick.
Löwen-Fans gegen Rassismus (!) - Aufkleber heute gesehen.
Danke dafür.
Nach der unsäglichen „white lives matter Burnley“- Aktion ein Lichtblick.
Was in Stuttgart abging, war aber auch nicht rühmlich.
Solidarität bekunden, super. Wir sind zwar weit weg von amerikanischen Verhältnissen, aber wehret den Anfängen.
Aber bitte keine Läden plündern. Das war Öl ins Feuer der Rassisten und Rechten. Die werden nun alle Freunde einer pluralistischen Gesellschaft bei Demos vorab als Kriminelle und Plünderer brandmarken und die Polizei wird bei black life matters Demos eine kürzere Lunte haben, die reagieren allergisch drauf, wenn man die Ihren attackiert.
Mit Gewalt erreicht man genau das Gegenteil einer harmonischen Gesellschaft.
Auf die Löwen gegen Rechts, die mir den richtigen Weg zu wählen scheinen.
Die Randale und Plünderungen in stuttgart haben doch nicht mit BLM oder ähnlichen Anti-Rassismus-Protesten zu tun?
Auslöser war die Personenkontrolle eines Jugendlichen. Also irgendwie schon..
Achso. Ich dachte schon, das wäre durch die TAZ-Kolumne ausgelöst worden, wie der Heimatminister angedeutet hat.

Hast Du den Artikel gelesen? Da hat jemand versucht witzig zu sein und war es nicht, mehr nicht. Da sollte man einfach drüber stehen.
Habe ich. Mein Kommentar war auch keineswegs ernst gemeint, nicht falsch verstehen. Da hat sich das Internet schon totdiskutiert, da brauchen wir wirklich keinen weiteren Beitrag zu leisten. Ich bin zumindest froh, dass auch im Heimatministerium der Begriff der Pressefreiheit nochmal als wichtig erkannt wurde.
Hatte Dich schon verstanden.
Wenn ihr hier schon anfangt zu politisieren, dann kann ich das hier einfach nicht so stehen lassen. Man kann von Seehofer halten was man will, aber er hat nicht unrecht, wenn er sagt, dass der Meinungsbeitrag der taz sich nich unbedingt mit der Pressefreiheit deckt. Ersetzt mal Polizisten durch andere Wörter, z.B. Poc. Es passt einfach in das linksextreme Jargon der Straße "Bullen sind keine Menschen". Diese Entmenschlichung wird zur Legitimation für Gewalt. Die Autorin - deren Namen ich nicht versuche zu schreiben - ist nicht zum ersten Mal durch ihr niedriges Niveau aufgefallen und über die taz ist wirklich schon genug gesagt worden.
A) Polizisten in dem Kontext mit öffentlich wie sozial wesentlich weniger privilegierten und marginalisierten Menschen zu vergleichen, die gerade endlich eine großflächige Solidaritätsbekundung erfahren, ist in meinen Augen nicht zielführend. Klar, beide Gruppen bestehen aus Menschen, das war's dann aber auch. Für mein Gefühl wird die Polizei viel zu sehr hofiert, aus Bagatellen wie in Stuttgart werden Skandale gesponnen, rechte Straftaten deutschlandweit stiefmütterlich behandelt.
B) Den Text selbst habe ich gelesen, fand ihn weder besonders schlecht noch besonders gut. Er will provozieren und hat dieses Ziel übererfüllt. Man braucht sich über seine Intensität nicht wundern. Erstens scheint moderate Polizeikritik nicht zu fruchten, zweitens muss man so einen Ton offenbar wählen, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen in einer Debatte, in der Konservative seit Ewigkeiten den Diskurs bestimmen.
Ich hab deinen Text ein bisschen zurechtgestutzt, weil mich deine Antipathie gegen Seehofer nicht so recht interessiert.
Zu A) Ich glaube, du trennst hier nicht sauber die Sphären. Polizisten sind Menschen in Uniform, inwieweit diese privilegiert sind oder nicht, das bestimmt Herkunft, Milieu und Schulbildung. In der Uniform repräsentieren sie das Gewaltmonopol des Staates, sie sorgen exekutiv für die Durchsetzung unserer Gesetze und Grundrechte. Die Solidaritätsbekundungen in Deutschland betreffen die Afroamerikaber, die seit hunderten von Jahren systematischem Rassismus und gesellschaftlicher Benachteiligung ausgesetzt sind. Afroamerikaner erhielten erst in den 70er Jahren volle Bürgerrechte und gehen noch heute auf schlechtere Schulen. Diese Benachteiligungen gibt es in Deutschland in dieser Größenordnung nicht.
Rechte Straftaten werden in Deutschland zu Recht, im Fokus behalten, ich sehe da keine Bagatellisierung oder Verschleierung im großen Stil, das Regulativ der Presse macht einen guten Job. Umtriebe, wie beim NSU oder im KSK werden öffentlich und durchlaufen einer Aufarbeitung. Die Polizei wird nicht hofiert, sie leistet seit Jahren gute Arbeit und wird doch vorverurteilt, s. Berlin und Saskia Esken. Stuttgart war keine Bagatelle, es war ein Angriff auf Rechtstaatlichkeit, der relativ klar aus einer Bevölkerungsgruppe heraus geführt wurde. Mir ist es egal, ob radikale Linke beim G20-Gipfel oder radikale Rechte bei Übergriffen auf Asylsuchende oder radikale Islamisten mit Anschlägen den Rechtstaat angreifen, ich verurteile diesen Angriff und der hat in Stuttgart stattgefunden.
Zu B) Falls du diesen Artikel wirklich nicht schlimm gefunden hast, dann fehlt es dir an Sensibilität. In Deutschland wurden Menschen einst als Ungeziefer betrachtet, die Autorin sieht Polizisten als menschlichen Müll. Das ist die Sprache der Täter, in diese Zeit möchte ich nie wieder zurück.
Ich habe deinen Text nicht zurechtgestutzt, weil ich nicht von vornherein überheblich/passiv-aggressiv und die Deutungshoheit für mich beanspruchend antworten will. Eigenes "Interesse" ist bei solchen Themen für mich irgendwie kein valides Kriterium, wenn es darum geht, gleichberechtigt zu diskutieren. Der Teil zu Seehofer hat ja nicht mit bloßer Antipathie – die ich zweifelsohne hege – zu tun, sondern auch mit Problemen, die ich hierzulande ausmache und gegen die es sich in meinen Augen anzukämpfen lohnt.
Ob ich die Sphären sauber getrennt habe, vermag ich tatsächlich nicht so recht einzuschätzen. Dass Polizisten aber keine privilegierte Berufsgruppe sind, sehe ich fundamental anders – da scheinen wir aber nicht zusammenzukommen. Dass die Polizei eine Institution ist, in der sehr viel falsch läuft, würde ich hingegen unterschreiben. Beispiel gefällig? https://www.bento.de/politik/polizeigewalt-in-deutschland-ewane-ist-schwarz-und-war-bei-der-polizei-so-denkt-er-ueber-seehofer-und-die-taz-kolumne-a-1e909cdd-17c3-4dcc-9a0d-eae866283807
Und nein, ich habe den Artikel nicht gelesen, weil er mich nicht so recht interessiert. Wie offenbar die GdP-Pressestelle auch nicht, die das Ding munter geteilt hat: https://twitter.com/gdppresse?lang=de
Klar belegt ein Einzelfall (der wievielte noch gleich?) definitiv nicht, dass die Polizei inhärent rassistische Strukturen hat und diese fördert. Mich würden nur die wirklich schlagkräftigen Gegenargumente interessieren. Rechte Sticker auf Einsatzwägen oder WhatsApp-Gruppen, in denen verfassungsfeindliche Mauscheleien ausgetauscht werden, können da ja wohl nicht für herhalten.
Ich gehe konform, dass das Regulativ der Presse einen weitestgehend guten Job macht. Dass aber eine dauerhafte schonungslose Aufarbeitung kritischer innerpolizeilicher Netzwerke stattfindet, sehe ich nicht. Es wird was getan, wenn aufgrund des politischen und öffentlichen Drucks was getan werden muss. So wie heute mit der Auflösung des KSK. Ein untragbarer Rainer Wendt, um mal ganz kurz zum Fußball zu kommen, durfte ewig rumwurschteln, ein Hans-Georg Maaßen (Mitglied der Exekutive, oder nicht?) ebenso. Der Fisch stinkt vom Kopf her, wie wir Löwen ja seit über einem Jahrzehnt wissen, Vorkommnisse darunter will ich jetzt mal nicht auflisten.
Dass dir egal ist, ob Rechte Asylsuchende angreifen oder Linke Steine beim G20-Gipfel werfen, zeugt erstens von fragwürdiger Hufeisenwerferei und zweitens fehlender Sensibilität deinerseits. Ein Charakterzug, den du mir vorwirfst, weil ich einen Text, der mit provokanter Überspitzung – dabei bleibe ich – Missstände anprangert, gutheiße. Zwischen Ungeziefer und Müll würde ich übrigens doch noch trennen. Dieses Berufen auf "unseren Rechtsstaat" als höchstes Gut, das es um jeden Preis zu bewahren gilt, ist natürlich geschickt und ein typischer FAZ-Leser-Reflex. Niemand – selbstverständlich auch ich nicht – würde dir in dem Punkt widersprechen. Alle Missstände, die sich auf einer niedrigeren Ebene abspielen, erscheinen dadurch aber halt irgendwie irrelevant.
Ich selbst würde mich übrigens nicht als linker Empörer bezeichnen, halte eher wenig von Antifa und Konsorten und hatte in meinem Leben noch nie Probleme mit der Polizei, im Gegenteil. Etwas Empathie schadet aber hier und da nicht.
Auweia, das ist hier dann doch deutlicher heißer geworden als ich das bezweckt habe. Es tut mir aufrichtig Leid, wenn ich überheblich war, meinen Beitrag hab ich hastig in der Bahn getippt. Sauberer formuliert klänge es so: Deine Antipathie gegenüber Seehofer, die ich im Übrigen teile, trägt der Sache wenig bei.
Ich sehe nach wie vor Grundgesetz und Rechtstaatlichkeit über allem und es ist klar, dass die Polizei nur diesem Zweck dient. Rassistische Umtriebe müssen konsequent und nachhaltig verfolgt werden. Einen Generalverdacht zu äußern, wie das Saskia Esken macht, halte ich dennoch vor grundfalsch. Eine Hufeisentheorie stelle ich nicht auf, aber die extremen Ränder haben viele Gemeibsamkeiten, auch beim Kliebtel, das sie anziehen. Das Känguru hat im Übrigen unrecht, weil Linke sehr wohl auch Menschen attackieren und töten. Die RAF ist noch gar nicht so lange her und schaue ich mir sozialistische Bewegungen im Ausland an, dann wird relativ schnell deutlich, dass die Mittel der Revolution auch Gewalt und Mord heißen.
Ichbhab keider wenig Zeit zu schreiben, bin aber an einer ernsthaften Diskussion mit dir immer interessiert, natürlich auf Augenhöhe. Tut mir ernsthaft Leid, dass ich das nicht so vermittelt habe.
Herzlichen Gruß
Sternbald
Alles gut, bist mir doch eh einer der Liebsten hier.
So wird aus deinem Beitrag für mich auch ein Schuh. Will nur kurz noch klarstellen, dass ich mich bei meiner politischen Meinungsbildung definitiv nicht ans Känguru halte, haha. Mir ging es eher darum, dass im Deutschland der Gegenwart, was wir beide ja als Bezugsgröße nehmen, denke ich, die Gemengelage zwischen Rechts und Links schon eine solche ist, dass erstere mehr Menschenleben auf dem Gewissen haben.
Dachte mir aber dann auch, dass du's wahrscheinlich gar nicht so gemeint hast, aber der erste Satz klang halt für mich halt etwas unglücklich.
01.07.2020 - 21:54 Uhr
Jungs, Mädels und Angehörige sonstiger Geschlechter,
in 10.000 Beiträgen habe ich jede Menge Worte verloren, Unsinn geschrieben und vor allem: meine Leidenschaft für diesen heftigen Fußballclub genossen.
Daher belasse ich es zu diesem kleinen persönlichen Jubiläum bei wenigen Worten: Danke euch, ernsthaft vielen Dank an jeden von euch, dafür dass ich das hier mit euch teilen kann. Das bereitet mir große Freude und wäre ohne euch nicht möglich.
in 10.000 Beiträgen habe ich jede Menge Worte verloren, Unsinn geschrieben und vor allem: meine Leidenschaft für diesen heftigen Fußballclub genossen.
Daher belasse ich es zu diesem kleinen persönlichen Jubiläum bei wenigen Worten: Danke euch, ernsthaft vielen Dank an jeden von euch, dafür dass ich das hier mit euch teilen kann. Das bereitet mir große Freude und wäre ohne euch nicht möglich.
01.07.2020 - 22:26 Uhr
Zitat von jayjay1860
Jungs, Mädels und Angehörige sonstiger Geschlechter,
in 10.000 Beiträgen habe ich jede Menge Worte verloren, Unsinn geschrieben und vor allem: meine Leidenschaft für diesen heftigen Fußballclub genossen.
Daher belasse ich es zu diesem kleinen persönlichen Jubiläum bei wenigen Worten: Danke euch, ernsthaft vielen Dank an jeden von euch, dafür dass ich das hier mit euch teilen kann. Das bereitet mir große Freude und wäre ohne euch nicht möglich.
Jungs, Mädels und Angehörige sonstiger Geschlechter,
in 10.000 Beiträgen habe ich jede Menge Worte verloren, Unsinn geschrieben und vor allem: meine Leidenschaft für diesen heftigen Fußballclub genossen.
Daher belasse ich es zu diesem kleinen persönlichen Jubiläum bei wenigen Worten: Danke euch, ernsthaft vielen Dank an jeden von euch, dafür dass ich das hier mit euch teilen kann. Das bereitet mir große Freude und wäre ohne euch nicht möglich.
Awwww, du bist natürlich auch einer der Süßesten.
01.07.2020 - 22:42 Uhr
Hoffentlich findest du ein paar davon in den nächsten 10000 Beiträgen wieder
01.07.2020 - 22:44 Uhr
Zitat von jayjay1860
Jungs, Mädels und Angehörige sonstiger Geschlechter,
in 10.000 Beiträgen habe ich jede Menge Worte verloren, Unsinn geschrieben und vor allem: meine Leidenschaft für diesen heftigen Fußballclub genossen.
Daher belasse ich es zu diesem kleinen persönlichen Jubiläum bei wenigen Worten: Danke euch, ernsthaft vielen Dank an jeden von euch, dafür dass ich das hier mit euch teilen kann. Das bereitet mir große Freude und wäre ohne euch nicht möglich.
Jungs, Mädels und Angehörige sonstiger Geschlechter,
in 10.000 Beiträgen habe ich jede Menge Worte verloren, Unsinn geschrieben und vor allem: meine Leidenschaft für diesen heftigen Fußballclub genossen.
Daher belasse ich es zu diesem kleinen persönlichen Jubiläum bei wenigen Worten: Danke euch, ernsthaft vielen Dank an jeden von euch, dafür dass ich das hier mit euch teilen kann. Das bereitet mir große Freude und wäre ohne euch nicht möglich.
Is a schee, dass du hier bist
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
