Fritz-Walter-Stadion
26.01.2009 - 08:40 Uhr
22.02.2023 - 23:15 Uhr
Die Idee in allen Ehren, doch ohne strategischen Investor aka. den Stadion-Namen verkaufen wird das nichts werden. Dazu wird der Buchwert des Stadions sicherlich geringer als die Restschuld sein. Das derzeitige Marktumfeld für Immobilien tut sein übriges. Dann lieber solide Schritt-für-Schritt in den Kader investieren.
Die Eintracht aus Frankfurt hat kein eigenes Stadion und ist trotzdem erfolgreich; Stuttgart investiert kräftig in das Stadion und kommt nur mit Überbrückungsgeld und Abstiegskampf über die Runden.
Die Eintracht aus Frankfurt hat kein eigenes Stadion und ist trotzdem erfolgreich; Stuttgart investiert kräftig in das Stadion und kommt nur mit Überbrückungsgeld und Abstiegskampf über die Runden.
23.02.2023 - 09:16 Uhr
Letztendlich sind es nicht die Besitzverhältnisse im engeren Sinne, sondern ist es das
Es lässt sich im rein kapitalistischen Kontext dafür einfach kein Geschäftsmodell entwickeln; deshalb ist da in der Vergangenheit auch alles gescheitert. Man braucht im Grunde kein Finanzierungsmodell für den Kauf, sondern für den nachhaltigen Unterhalt des Stadions. Und dafür gibt es genau einen Interessenten: den FCK mit seinen Fans, für die diese Immobilie einen unschätzbaren IDEELLEN Wert hat.
Ich denke aber, man sollte den Ansatz von @BenMic da durchaus mal in die Diskussion einbringen. Wenn das etwas werden soll, musst du, @BenMic , uns dann aber den Berti (mit seinem Präsidialsystem) machen und dich zur Wahl stellen. Du hast da ja nicht einfach nur irgendeine Idee, sondern eine breite berufliche Erfahrung und Praxis. So etwas muss in die Entscheidungsstrukturen getragen werden, sonst geht man damit tendenziell am Ende in die Position eines Ken, der alles von außen kritisiert, aber nichts besser macht.
Das ist genau der Grund, warum ich nicht kandidiere: Ich habe auch Ideen, aber nicht jene spezifische Professionalität (ich sag mal, aus dem Schnittstellenbereich BWL und Jura), die du brauchst, um bei einem solchen Konstrukt wirksam und förderlich agieren zu können. Du aber hast exakt diese Expertise!
Ob es am Ende des Tages dann wirklich das von dir hier skizzierte Modell sein wird, sei mal dahingestellt - aber es sollte zumindest in den "Ideenpool"einfließen, der so reichlich bestückt ja nun auch nicht zu sein scheint. Der Genossenschaftsansatz scheint mir für eine Immobilie, die nur für uns einen sehr hohen - nämlich ideellen - Wert hat, für alle anderen aber nur ein teures Ärgernis darstellt, zunächst einmal passend zu sein. Aber ich verstehe von Rechtsformen auch nix. Was ich da rein assoziativ (weiter trägt diese Analogie auch nicht) im Hintergrund habe, ist der damalige Ansatz von Union Berlin: den Fans im Ansatz zu ermöglichen, ihre Kompetenzen, ihr freiwiliges Engagement und in Grenzen auch ihre finanziellen Ressourcen zu bündeln, um das Stadion ansatzweise als "Gemeingut" (Common) zu nutzen, anstatt weiterhin wie auf Godot auf einen nebulösen Großinvestor zu hoffen, der alle unsere Probleme löst. Ich kann das nicht von den dafür zu implementierenden Rechtsformen und Strukturen her beurteilen, sehr wohl aber von der kulturellen Dimension: Bisher haben die Fans nur die Möglichkeit, sich über ihre Emotion, ihren Stadionbesuch und die irrsinnige Auswärtsunterstützung einzubringen. Würde man uns eine rechtssichere Plattform verschaffen, uns direkt - und zwar auch jenseits der Akklamation auf einer JHV - einbringen zu können, so würde dies mit Sicherheit enorme soziale Energien und auch objektiv beschreibbare Ressourcen generieren und freisetzen. Bisher wurde dieser Ansatz nur im kapitalistischen Ausgliederungskontext beschrieben, nämlich als "Fansäule". Ein gemeingutorientierter Ansatz könnte dies auf eine ganz andere und viel breitere Basis stellen. Und Schwups, würde aus dem Kuntz'schen "Standortnachteil" ein positiv zu beschreibendes Alleinstellungsmerkmal, denn unser Potenzial dürfte diesbezüglich in Deutschland schon sehr weit vorne anzusiedeln sein.
Zitat von BenMic
DÄMLICHSTE FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE
, welches das Stadion zu einem derartigen Klotz am Bein für uns werden lässt (auch wenn es jetzt temporär mal zuschauermäßig ansatzweise ausgelastet ist). DÄMLICHSTE FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE
Es lässt sich im rein kapitalistischen Kontext dafür einfach kein Geschäftsmodell entwickeln; deshalb ist da in der Vergangenheit auch alles gescheitert. Man braucht im Grunde kein Finanzierungsmodell für den Kauf, sondern für den nachhaltigen Unterhalt des Stadions. Und dafür gibt es genau einen Interessenten: den FCK mit seinen Fans, für die diese Immobilie einen unschätzbaren IDEELLEN Wert hat.
Ich denke aber, man sollte den Ansatz von @BenMic da durchaus mal in die Diskussion einbringen. Wenn das etwas werden soll, musst du, @BenMic , uns dann aber den Berti (mit seinem Präsidialsystem) machen und dich zur Wahl stellen. Du hast da ja nicht einfach nur irgendeine Idee, sondern eine breite berufliche Erfahrung und Praxis. So etwas muss in die Entscheidungsstrukturen getragen werden, sonst geht man damit tendenziell am Ende in die Position eines Ken, der alles von außen kritisiert, aber nichts besser macht.
Das ist genau der Grund, warum ich nicht kandidiere: Ich habe auch Ideen, aber nicht jene spezifische Professionalität (ich sag mal, aus dem Schnittstellenbereich BWL und Jura), die du brauchst, um bei einem solchen Konstrukt wirksam und förderlich agieren zu können. Du aber hast exakt diese Expertise!
Ob es am Ende des Tages dann wirklich das von dir hier skizzierte Modell sein wird, sei mal dahingestellt - aber es sollte zumindest in den "Ideenpool"einfließen, der so reichlich bestückt ja nun auch nicht zu sein scheint. Der Genossenschaftsansatz scheint mir für eine Immobilie, die nur für uns einen sehr hohen - nämlich ideellen - Wert hat, für alle anderen aber nur ein teures Ärgernis darstellt, zunächst einmal passend zu sein. Aber ich verstehe von Rechtsformen auch nix. Was ich da rein assoziativ (weiter trägt diese Analogie auch nicht) im Hintergrund habe, ist der damalige Ansatz von Union Berlin: den Fans im Ansatz zu ermöglichen, ihre Kompetenzen, ihr freiwiliges Engagement und in Grenzen auch ihre finanziellen Ressourcen zu bündeln, um das Stadion ansatzweise als "Gemeingut" (Common) zu nutzen, anstatt weiterhin wie auf Godot auf einen nebulösen Großinvestor zu hoffen, der alle unsere Probleme löst. Ich kann das nicht von den dafür zu implementierenden Rechtsformen und Strukturen her beurteilen, sehr wohl aber von der kulturellen Dimension: Bisher haben die Fans nur die Möglichkeit, sich über ihre Emotion, ihren Stadionbesuch und die irrsinnige Auswärtsunterstützung einzubringen. Würde man uns eine rechtssichere Plattform verschaffen, uns direkt - und zwar auch jenseits der Akklamation auf einer JHV - einbringen zu können, so würde dies mit Sicherheit enorme soziale Energien und auch objektiv beschreibbare Ressourcen generieren und freisetzen. Bisher wurde dieser Ansatz nur im kapitalistischen Ausgliederungskontext beschrieben, nämlich als "Fansäule". Ein gemeingutorientierter Ansatz könnte dies auf eine ganz andere und viel breitere Basis stellen. Und Schwups, würde aus dem Kuntz'schen "Standortnachteil" ein positiv zu beschreibendes Alleinstellungsmerkmal, denn unser Potenzial dürfte diesbezüglich in Deutschland schon sehr weit vorne anzusiedeln sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 23.02.2023 um 09:22 Uhr bearbeitet
23.02.2023 - 10:15 Uhr
Weitere Veränderung am FWS:
Zitat von fck.de
In der Westkurve zwischen den 1er und 2er Blöcken wurde der Zaun ausgetauscht, um einer Überfüllung des Unterrangs entgegenzuwirken und für die Fans einen angenehmen sowie sicheren Aufenthalt in der Westkurve zu gewährleisten. In diesem Zuge möchten wir darauf hinweisen, die Blockeingänge zu nutzen, die auf Euren Tickets aufgedruckt sind.
In der Westkurve zwischen den 1er und 2er Blöcken wurde der Zaun ausgetauscht, um einer Überfüllung des Unterrangs entgegenzuwirken und für die Fans einen angenehmen sowie sicheren Aufenthalt in der Westkurve zu gewährleisten. In diesem Zuge möchten wir darauf hinweisen, die Blockeingänge zu nutzen, die auf Euren Tickets aufgedruckt sind.
23.02.2023 - 11:09 Uhr
Zitat von FCK1900_
Weitere Veränderung am FWS:
Weitere Veränderung am FWS:
Zitat von fck.de
In der Westkurve zwischen den 1er und 2er Blöcken wurde der Zaun ausgetauscht, um einer Überfüllung des Unterrangs entgegenzuwirken und für die Fans einen angenehmen sowie sicheren Aufenthalt in der Westkurve zu gewährleisten. In diesem Zuge möchten wir darauf hinweisen, die Blockeingänge zu nutzen, die auf Euren Tickets aufgedruckt sind.
In der Westkurve zwischen den 1er und 2er Blöcken wurde der Zaun ausgetauscht, um einer Überfüllung des Unterrangs entgegenzuwirken und für die Fans einen angenehmen sowie sicheren Aufenthalt in der Westkurve zu gewährleisten. In diesem Zuge möchten wir darauf hinweisen, die Blockeingänge zu nutzen, die auf Euren Tickets aufgedruckt sind.
Oha. Das ist aber mal eine einschneidende Veränderung.
Muss man jetzt wieder Karten schmuggeln, wie in den Jahren vorm Stadionausbau?
Ich werde ja gleich ganz nostalgisch
23.02.2023 - 11:54 Uhr
Wenn ich mir bei ausverkaufter West die leeren Ecken oben und das Gedränge unten in den X.1er Blöcken ansehe, dann ist die "Schmuggelei" nie aus der Mode gekommen. Und ja, das haben wir schon Anfang der 90er praktiziert und das Ganze wird es, solange es keine elektronische Zugangskontrolle an den Blockeingängen gibt, auch weiterhin werden.
23.02.2023 - 12:19 Uhr
Die Schmuggelei wurde schon in den 70.-ergern praktiziert; das ist Tradition, da hat sich nichts geändert.
23.02.2023 - 13:22 Uhr
Ja, geschmuggelt wurde immer. Aber von x.2 nach x.1 war das ja gar nicht notwendig.
Wenn ich so drüber nachdenke, könnte dieser neue Zaun eher ein Sicherheitsrisiko, als eine echte Barriere sein.
Die Höhe der Abtrennung dürfte sich kaum geändert haben, da man mit einem höheren Zaun ja die Sicht der "Sitzplätze" in x.2 einschränken würde.
Daher vermute ich, dass das jetzt einfach nur keine schlichten Bügel/Balustraden mehr sind, sondern ein wirklicher Zaun/Gitter in gleicher Höhe, damit man quasi nur nicht mehr darunter hindurch kann.
Bin gespannt wann der Erste mit ordentlich Promille beim Übersteigen abschmiert und unsanft aus 2m Höhe in x.1 landet.
Wenn ich so drüber nachdenke, könnte dieser neue Zaun eher ein Sicherheitsrisiko, als eine echte Barriere sein.
Die Höhe der Abtrennung dürfte sich kaum geändert haben, da man mit einem höheren Zaun ja die Sicht der "Sitzplätze" in x.2 einschränken würde.
Daher vermute ich, dass das jetzt einfach nur keine schlichten Bügel/Balustraden mehr sind, sondern ein wirklicher Zaun/Gitter in gleicher Höhe, damit man quasi nur nicht mehr darunter hindurch kann.
Bin gespannt wann der Erste mit ordentlich Promille beim Übersteigen abschmiert und unsanft aus 2m Höhe in x.1 landet.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von goldbaek am 23.02.2023 um 13:35 Uhr bearbeitet
23.02.2023 - 14:07 Uhr
Ich kenne einige Personen mit Dauerkarten in den oberen Bereichen der West, die im Spiel dennoch immer in den x.1-er Blöcken stehen.
Die West meldet ja immer ausverkauft, und dennoch ist oben fast alles frei. Irgendwo müssen die ja alle sein.
Die West meldet ja immer ausverkauft, und dennoch ist oben fast alles frei. Irgendwo müssen die ja alle sein.
23.02.2023 - 14:39 Uhr
Wenn man sich die Geschichte des FWS anschaut und die damals beteiligten Protagonisten am DÄMLICHSTE FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE, dann ist doch eines klar: Fans und Ottonormalbürger waren daran nicht beteiligt.
Der FCK hat sich übernommen, die Politik brachte eine vor der Insolvenz stehende Baufirma, das Stadion wurde teuerer und teuerer, die finanzielle Beteiligung der Politik war vertraglich gedeckelt und die Mehrkosten blieben am FCK hängen.
Der Kredit um den es heute geht besteht aus 2/3 für das Stadion und 1/3 für die damaligen Schulden das FCK.
Jetzt sollen diese Katastrophenentscheidungen (Kredit, Laufzeit 30 Jahre, Tilgung NULL) also auf Fans / Bürger etc "umgeschuldet" werden. Ich lache mir einen Ast. Wer will in der heutigen Zeit, nach dem Virus, Krieg in Europa, hohe Energiepreise, Inflation (kann man endlos fortsetzen) in ein marodes Stadion investieren? Immer mehr Menschen merken, dass ihr Lebensstandard sinkt und hier gehen einige davon aus, dass man die derzeitige Euphorie durch den Sport dazu nutzen könnte den Leuten 40 Mio aus den Taschen zu leiern.
Das wäre genau die Pseudoromantik, die zwar zu einem Traditionsverein passt, aber eben die 30 Jahre Zinszahlungen schön privatisiert (Banken), die Katastrophe (mal wieder) sozialisiert. Und um das schön anzupreisen verpackt man es in eine kunterbunte Genossenschaft.
Hätten sich große Player (Stadt / Land / Banken / FCK) nicht schon damit abgefunden, dass es kaum einen (sprich: keinen) Weg aus dem Dilemma gibt, man bräuchte das Geld der kleinen Individuen wie uns hier nicht ins Spiel zu bringen.
Sollen die, die es verbockt haben auch ausbaden. BASTA!
Der FCK hat sich übernommen, die Politik brachte eine vor der Insolvenz stehende Baufirma, das Stadion wurde teuerer und teuerer, die finanzielle Beteiligung der Politik war vertraglich gedeckelt und die Mehrkosten blieben am FCK hängen.
Der Kredit um den es heute geht besteht aus 2/3 für das Stadion und 1/3 für die damaligen Schulden das FCK.
Jetzt sollen diese Katastrophenentscheidungen (Kredit, Laufzeit 30 Jahre, Tilgung NULL) also auf Fans / Bürger etc "umgeschuldet" werden. Ich lache mir einen Ast. Wer will in der heutigen Zeit, nach dem Virus, Krieg in Europa, hohe Energiepreise, Inflation (kann man endlos fortsetzen) in ein marodes Stadion investieren? Immer mehr Menschen merken, dass ihr Lebensstandard sinkt und hier gehen einige davon aus, dass man die derzeitige Euphorie durch den Sport dazu nutzen könnte den Leuten 40 Mio aus den Taschen zu leiern.
Das wäre genau die Pseudoromantik, die zwar zu einem Traditionsverein passt, aber eben die 30 Jahre Zinszahlungen schön privatisiert (Banken), die Katastrophe (mal wieder) sozialisiert. Und um das schön anzupreisen verpackt man es in eine kunterbunte Genossenschaft.
Hätten sich große Player (Stadt / Land / Banken / FCK) nicht schon damit abgefunden, dass es kaum einen (sprich: keinen) Weg aus dem Dilemma gibt, man bräuchte das Geld der kleinen Individuen wie uns hier nicht ins Spiel zu bringen.
Sollen die, die es verbockt haben auch ausbaden. BASTA!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Roon_Bub am 23.02.2023 um 14:50 Uhr bearbeitet
23.02.2023 - 15:57 Uhr
Zitat von Roon_Bub
Wenn man sich die Geschichte des FWS anschaut und die damals beteiligten Protagonisten am DÄMLICHSTE FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE, dann ist doch eines klar: Fans und Ottonormalbürger waren daran nicht beteiligt.
Der FCK hat sich übernommen, die Politik brachte eine vor der Insolvenz stehende Baufirma, das Stadion wurde teuerer und teuerer, die finanzielle Beteiligung der Politik war vertraglich gedeckelt und die Mehrkosten blieben am FCK hängen.
Der Kredit um den es heute geht besteht aus 2/3 für das Stadion und 1/3 für die damaligen Schulden das FCK.
Jetzt sollen diese Katastrophenentscheidungen (Kredit, Laufzeit 30 Jahre, Tilgung NULL) also auf Fans / Bürger etc "umgeschuldet" werden. Ich lache mir einen Ast. Wer will in der heutigen Zeit, nach dem Virus, Krieg in Europa, hohe Energiepreise, Inflation (kann man endlos fortsetzen) in ein marodes Stadion investieren? Immer mehr Menschen merken, dass ihr Lebensstandard sinkt und hier gehen einige davon aus, dass man die derzeitige Euphorie durch den Sport dazu nutzen könnte den Leuten 40 Mio aus den Taschen zu leiern.
Das wäre genau die Pseudoromantik, die zwar zu einem Traditionsverein passt, aber eben die 30 Jahre Zinszahlungen schön privatisiert (Banken), die Katastrophe (mal wieder) sozialisiert. Und um das schön anzupreisen verpackt man es in eine kunterbunte Genossenschaft.
Hätten sich große Player (Stadt / Land / Banken / FCK) nicht schon damit abgefunden, dass es kaum einen (sprich: keinen) Weg aus dem Dilemma gibt, man bräuchte das Geld der kleinen Individuen wie uns hier nicht ins Spiel zu bringen.
Sollen die, die es verbockt haben auch ausbaden. BASTA!
Wenn man sich die Geschichte des FWS anschaut und die damals beteiligten Protagonisten am DÄMLICHSTE FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE, dann ist doch eines klar: Fans und Ottonormalbürger waren daran nicht beteiligt.
Der FCK hat sich übernommen, die Politik brachte eine vor der Insolvenz stehende Baufirma, das Stadion wurde teuerer und teuerer, die finanzielle Beteiligung der Politik war vertraglich gedeckelt und die Mehrkosten blieben am FCK hängen.
Der Kredit um den es heute geht besteht aus 2/3 für das Stadion und 1/3 für die damaligen Schulden das FCK.
Jetzt sollen diese Katastrophenentscheidungen (Kredit, Laufzeit 30 Jahre, Tilgung NULL) also auf Fans / Bürger etc "umgeschuldet" werden. Ich lache mir einen Ast. Wer will in der heutigen Zeit, nach dem Virus, Krieg in Europa, hohe Energiepreise, Inflation (kann man endlos fortsetzen) in ein marodes Stadion investieren? Immer mehr Menschen merken, dass ihr Lebensstandard sinkt und hier gehen einige davon aus, dass man die derzeitige Euphorie durch den Sport dazu nutzen könnte den Leuten 40 Mio aus den Taschen zu leiern.
Das wäre genau die Pseudoromantik, die zwar zu einem Traditionsverein passt, aber eben die 30 Jahre Zinszahlungen schön privatisiert (Banken), die Katastrophe (mal wieder) sozialisiert. Und um das schön anzupreisen verpackt man es in eine kunterbunte Genossenschaft.
Hätten sich große Player (Stadt / Land / Banken / FCK) nicht schon damit abgefunden, dass es kaum einen (sprich: keinen) Weg aus dem Dilemma gibt, man bräuchte das Geld der kleinen Individuen wie uns hier nicht ins Spiel zu bringen.
Sollen die, die es verbockt haben auch ausbaden. BASTA!
Du hast ja tatsächlich mit jedem Satz recht, weswegen ich ja auch gar nicht in erster Linie einen Kaufpreis zu generieren versuchen würde, der sich in der Höhe der Forderungen bewegt. Die wissen doch alle, dass sie diese Summe nicht mehr erlösen werden. Und der Kapitalismus kennt genügend Mechanismen, nicht eintreibbare Schulden schlicht zu streichen, nicht nur per Insolvenz. Man müsste sich hier mit der Stadt und beteiligten Finanzinstituten auf einen Kompromiss einigen, der denen wenigstens noch etwas Geld reinbringt, das DÄMLICHSTE FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE, aber beendet. Beipielsweise könnte man einen namhaften Anteil der über die Jahre bereits geleisteten Zinszahlungen rückwirkend als Tilgungsquote anrechnen und die nicht eintreibbare Summe damit reduzieren.
Man muss schauen, mit wem man es seitens der Stadt künftig zu tun hat; schlimmer als Weichel kann es garantiert nicht werden. Man muss das Land ins Boot holen, um die ADD einzufangen. Mein Ziel wäre es, dass die vorhandenen Rückstellungen und liquiden Reserven eine Art Obergrenze in Sachen Kredittilgung beschrieben und man am Ende da vielleicht bei 10 Mio rauskäme. Mit dem Rest könnte sich die Stadt in die Genossenschaft einkaufen. Und ja, die Crux liegt im "man": dazu braucht es Fach- und Machtpromotoren. Im Idealfall einigt man sich natürlich auf den symbolischen einen Euro.
Illusionär? Mir ist schmerzlich bewusst, wie sich das Land hier aus seiner Verantwortung gestohlen hat. Abr es gab und gibt immer politische Formate, um solche gordischen Knoten in einem Bargaining-Prozess zu durchschlagen. Dem stinkreichen GALERIA-Milliardär schiebt man seit Jahren ganz andere Summen von Steuergeldern in den Ar.sch, ohne dass ein nachhaltiges Geschäftsmodell dabei herauskommen würde und der selbst mal namhafte Eigenleistungen aus seiner Privatschatulle einbrächte. Lobbying wäre wichtig und eine politisch respektierte Person als Vermittler, die ihren Scheiß vielleicht wieder gutmachen möchte. Gell Kurti?
Wahrscheinlich ist diese Dramaturgie, so wie ich sie gerade skizziert habe, im Detail Unsinn, weil ich von der vertragsrechtlichen Kernmaterie zu wenig verstehe, aber Wege gibt es da hundertprozentig.
Es ist wie immer in solchen Situationen: Entweder ich verkrieche mich in meinem berechtigten Frust über diese ganze haarsträubende Situation in meinem Ressentiment oder ich suche proaktiv nach Lösungen. Und zwar in dem Wissen, am Ende nicht alles zu kriegen, was ich will und ggf. irgendwelchen Banken weitere Millionen in den Ar.sch schieben zu müssen. So war es - von der psychologischen Situation her gesehen - mit der Planinsolvenz und so ist es jetzt auch wieder. Und ich bin sicher, dass sich eine den FCK nicht mehr strangulierende und die Bausubstanz schädigende Gesamtlösung der Stadionfrage für uns mittel- und langfristig ebenso positiv auswirken wird, wie es die Planinsolvenz letztendlich getan hat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 23.02.2023 um 16:03 Uhr bearbeitet
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