Fritz-Walter-Stadion
26.01.2009 - 08:40 Uhr
22.02.2023 - 17:22 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Für die wird sich die Frage stellen, ob man dann nicht lieber den etwaigen CF-Erlös (ich vermute mal, das man da selbst im sehr guten Fall nicht über 5-7 Mio. Euro kommt) draufpackt und den Laden für sich hat.
Für die wird sich die Frage stellen, ob man dann nicht lieber den etwaigen CF-Erlös (ich vermute mal, das man da selbst im sehr guten Fall nicht über 5-7 Mio. Euro kommt) draufpackt und den Laden für sich hat.
Genau das ist die Frage...wie viel käme da zustande. Man bräuchte 66 MIO, was leider deutlich mehr ist als ich in Erinnerung hatte.
Das sind 66.000 Aktionäre a 1000 Euro. Dann hätte die AG 66 MIO EK und könnte das Stadion abkaufen. Die Frage ist, ob sich 66.000 alte Säcke finden, die einen Anteil an der Stadion-AG kaufen wollen. Wahrscheinlich nicht, aber das sich nur 5-7 MIO zusammensammen, wenn es heisst, der FCK kauft das Stadion zurück...das glaube ich auch nicht. Die weitere Frage ist dann, wenn ca. 30 MIO zusammenkämen, ob man die restliche 36 MIO als Kredit bekäme, wobei man da dann auch schnell bei einem Abtrag liegt, der ggf. sogar höher ist als die Pacht
Wieso stehen da auch 66 MIO? Wir haben doch damals niemals in Summe soviel Geld dafür bekommen...ne, die Summe erscheint mir ein bisschen hoch. Ich war von ca. der Hälfte ausgegangen...
22.02.2023 - 17:33 Uhr
Interessant wäre die Frage, wie die aktuelle Bilanz der Stadion-Gesellschaft aussieht. Ich finde leider nur die von 2019.
Hier ist interessant zu erwähnen, dass die Gesellschaft die besagten 66 Mio Euro Schulden hat, allerdings auch folgende Vermögenswerte neben dem Anlagegut „Stadion“:
Finanzanlagen ca. 13,5 Mio Euro
Forderungen u.a. gegen Gesellschafter (Stadt?) 1,4 Mio Euro
Liquide Mittel ca. 5,8 Mio Euro
Es gab demzufolge zu diesem Zeitpunkt ca. 20 Mio Euro an finanziellen Vermögenswerten, die bis heute im Idealfall nicht wesentlich an Wert verloren haben. Dann würden ca. 50 Mio Euro zur Ablösung des Darlehens genügen.
Das ist natürlich immer noch verdammt viel Geld, wäre allerdings fast ein Viertel weniger als die Summe, über die gerade diskutiert wird. Mit dieser Summe käme die Stadt ohne finanziellen Verlust aus dem Darlehen. Ob wir die in den nächsten Jahren aufwenden können oder gar wollen, steht auf einem anderen Blatt.
Hier ist interessant zu erwähnen, dass die Gesellschaft die besagten 66 Mio Euro Schulden hat, allerdings auch folgende Vermögenswerte neben dem Anlagegut „Stadion“:
Finanzanlagen ca. 13,5 Mio Euro
Forderungen u.a. gegen Gesellschafter (Stadt?) 1,4 Mio Euro
Liquide Mittel ca. 5,8 Mio Euro
Es gab demzufolge zu diesem Zeitpunkt ca. 20 Mio Euro an finanziellen Vermögenswerten, die bis heute im Idealfall nicht wesentlich an Wert verloren haben. Dann würden ca. 50 Mio Euro zur Ablösung des Darlehens genügen.
Das ist natürlich immer noch verdammt viel Geld, wäre allerdings fast ein Viertel weniger als die Summe, über die gerade diskutiert wird. Mit dieser Summe käme die Stadt ohne finanziellen Verlust aus dem Darlehen. Ob wir die in den nächsten Jahren aufwenden können oder gar wollen, steht auf einem anderen Blatt.
22.02.2023 - 17:35 Uhr
Die Frage ist ganz kurz: Steine oder Beine?
Die Antwort ist auch kurz: der FCK und die Stadt KL haben (so lange man nicht 10 Jahre am Stück 1. Bundesliga gespielt hat und eine *einigermaßen* stabile sportliche Position nachweisen kann) mehr von den Beinen.
Die Antwort ist auch kurz: der FCK und die Stadt KL haben (so lange man nicht 10 Jahre am Stück 1. Bundesliga gespielt hat und eine *einigermaßen* stabile sportliche Position nachweisen kann) mehr von den Beinen.
22.02.2023 - 18:12 Uhr
Zitat von Gutgolf
Das sind 66.000 Aktionäre a 1000 Euro. Dann hätte die AG 66 MIO EK und könnte das Stadion abkaufen. Die Frage ist, ob sich 66.000 alte Säcke finden, die einen Anteil an der Stadion-AG kaufen wollen.
Das sind 66.000 Aktionäre a 1000 Euro. Dann hätte die AG 66 MIO EK und könnte das Stadion abkaufen. Die Frage ist, ob sich 66.000 alte Säcke finden, die einen Anteil an der Stadion-AG kaufen wollen.
Da ich mich angesprochen fühle: Ich bin da schon mal raus. Ich habe seinerzeit keinerlei Hinweis des FCK gehört, dass Kapilendo riskanter als die Betze-Anleihe wäre; es ging immer nur darum, ob man schon ein Aktiendepot hat, was damals bei mir noch nicht der Fall war. Am Ende des Tages wurden dann die Betze-Anleihe-Zeichner komplett entschädigt und die Kapilendo-Zeichner bekamen praktisch gar nichts mehr zurück. Mag insolvenzrechtlich gar nicht anders möglich sein, aber ich habe seinerzeit keinerlei entsprechenden Warnhinweis des FCK auf ein höheres Risiko dieser Anlageform vernommen. Ich denke, das hätte die Sorgfaltspflicht aber durchaus geboten. Und insoweit rechtlich möglich hätte ich mir eine anlagenübergreifend gleich hohe Entschädigungsquote gewünscht.
Ich glaube nicht, dass viele Kapilendo-Anleger noch einmal einen einzigen Cent ohne direkten Gegenwert (wie beim Merch) in diesen Verein stecken werden. Ich werde es angesichts eines finanziellen Verlustes im niedrigen vierstelligen Bereich keinesfalls mehr tun. Und Ja, ich weiß, dass es aktuell nicht mehr die selben handelnden Personen sind.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 22.02.2023 um 18:14 Uhr bearbeitet
22.02.2023 - 18:45 Uhr
Nein, so sehe ich die Frage nicht, weil:
Man würde über meine gedachte Lösung CF-AG "Rückkauf" sicherlich mehr Geld auftreiben als wenn man ausschreibt: Wir wollen X MIO in Bein verpulfern...zB Amoroso nochmal reakiveren...oder Ronaldo für 3 Monate ausleihen
Hier hätte man eine AG, die dann Eigentümerin wäre. Man könnte sogar mit den Aktien handeln...bzw. Anteile verkaufen/kaufen. Der Verein könnte die Stück für Stück ankaufen...alles denkbar...
Kurz: Wenn man mit einer tollen Aktion Werbung für diese Aktion "Rückkauf" macht, bekommt man Gelder, die man sonst eben nicht bekommt. Der Verein sollte eben genau nicht 50 MIO bei der Bank aufnehmen, um das Stadion zu kaufen. Er sollte lieber (nett gemeint) ein paar 10.000 "Bekloppte" finden, die dem Verein das Stadion gegen eine "Null-Dividende" oder im beklopptesten Fall sogar als Spende (man könnte die Aktie dann auch dem Verein schenken) übergeben. Wenn man das ehrlich verkauft, dass das eben genau kein Anlageprojekt ist, sondern eine Aktion wie damals bei Union, als die Fans das Stadion selbst gebaut haben, ...könnte klappen. Das war im Groben meine Idee.
Und zum alten CF...ich hatte die 200 Euro damals sofort gedanklich abgeschrieben, als sie vom Konto weg waren...ich hätte dem Verein das Geld auch gespendet...wäre einfacher gewesen. Ich habe aber auch meine gekaufte Betze-Anleihe nie bekommen
...hatte aber auch keinen Bock, nachzufragen. War also auch eine Spende
...man muss immer nach vorne schauen. Das was war ist vergessen...und wie Du schreibst: Das waren ganz andere Personen. Ich fande das damals ohnehin nicht schlau, so zu tun, als sei das eine seriöse Anleihe. Die hätten direkt zum Spenden aufrufen sollen...wir brauchen 4 MIO für eine Saison, sonst sind wir tot. Bitte spendet. Das wäre ehrlich gewesen! Und so bekloppt wie wir Fans sind, wäre das Geld auch so zusammengekommen...aber mit einem Unterschied: Niemand hätte sich dann beschwert, das Geld sei weg!
22.02.2023 - 18:49 Uhr
Zitat von Gutgolf
Nein, so sehe ich die Frage nicht, weil:
Man würde über meine gedachte Lösung CF-AG "Rückkauf" sicherlich mehr Geld auftreiben als wenn man ausschreibt: Wir wollen X MIO in Bein verpulfern...zB Amoroso nochmal reakiveren...oder Ronaldo für 3 Monate ausleihen
Hier hätte man eine AG, die dann Eigentümerin wäre. Man könnte sogar mit den Aktien handeln...bzw. Anteile verkaufen/kaufen. Der Verein könnte die Stück für Stück ankaufen...alles denkbar...
Kurz: Wenn man mit einer tollen Aktion Werbung für diese Aktion "Rückkauf" macht, bekommt man Gelder, die man sonst eben nicht bekommt. Der Verein sollte eben genau nicht 50 MIO bei der Bank aufnehmen, um das Stadion zu kaufen. Er sollte lieber (nett gemeint) ein paar 10.000 "Bekloppte" finden, die dem Verein das Stadion gegen eine "Null-Dividende" oder im beklopptesten Fall sogar als Spende (man könnte die Aktie dann auch dem Verein schenken) übergeben. Wenn man das ehrlich verkauft, dass das eben genau kein Anlageprojekt ist, sondern eine Aktion wie damals bei Union, als die Fans das Stadion selbst gebaut haben, ...könnte klappen. Das war im Groben meine Idee.
Und zum alten CF...ich hatte die 200 Euro damals sofort gedanklich abgeschrieben, als sie vom Konto weg waren...ich hätte dem Verein das Geld auch gespendet...wäre einfacher gewesen. Ich habe aber auch meine gekaufte Betze-Anleihe nie bekommen
...hatte aber auch keinen Bock, nachzufragen. War also auch eine Spende
...man muss immer nach vorne schauen. Das was war ist vergessen...und wie Du schreibst: Das waren ganz andere Personen. Ich fande das damals ohnehin nicht schlau, so zu tun, als sei das eine seriöse Anleihe. Die hätten direkt zum Spenden aufrufen sollen...wir brauchen 4 MIO für eine Saison, sonst sind wir tot. Bitte spendet. Das wäre ehrlich gewesen! Und so bekloppt wie wir Fans sind, wäre das Geld auch so zusammengekommen...aber mit einem Unterschied: Niemand hätte sich dann beschwert, das Geld sei weg!
Nein, so sehe ich die Frage nicht, weil:
Man würde über meine gedachte Lösung CF-AG "Rückkauf" sicherlich mehr Geld auftreiben als wenn man ausschreibt: Wir wollen X MIO in Bein verpulfern...zB Amoroso nochmal reakiveren...oder Ronaldo für 3 Monate ausleihen
Hier hätte man eine AG, die dann Eigentümerin wäre. Man könnte sogar mit den Aktien handeln...bzw. Anteile verkaufen/kaufen. Der Verein könnte die Stück für Stück ankaufen...alles denkbar...
Kurz: Wenn man mit einer tollen Aktion Werbung für diese Aktion "Rückkauf" macht, bekommt man Gelder, die man sonst eben nicht bekommt. Der Verein sollte eben genau nicht 50 MIO bei der Bank aufnehmen, um das Stadion zu kaufen. Er sollte lieber (nett gemeint) ein paar 10.000 "Bekloppte" finden, die dem Verein das Stadion gegen eine "Null-Dividende" oder im beklopptesten Fall sogar als Spende (man könnte die Aktie dann auch dem Verein schenken) übergeben. Wenn man das ehrlich verkauft, dass das eben genau kein Anlageprojekt ist, sondern eine Aktion wie damals bei Union, als die Fans das Stadion selbst gebaut haben, ...könnte klappen. Das war im Groben meine Idee.
Und zum alten CF...ich hatte die 200 Euro damals sofort gedanklich abgeschrieben, als sie vom Konto weg waren...ich hätte dem Verein das Geld auch gespendet...wäre einfacher gewesen. Ich habe aber auch meine gekaufte Betze-Anleihe nie bekommen
...hatte aber auch keinen Bock, nachzufragen. War also auch eine Spende
...man muss immer nach vorne schauen. Das was war ist vergessen...und wie Du schreibst: Das waren ganz andere Personen. Ich fande das damals ohnehin nicht schlau, so zu tun, als sei das eine seriöse Anleihe. Die hätten direkt zum Spenden aufrufen sollen...wir brauchen 4 MIO für eine Saison, sonst sind wir tot. Bitte spendet. Das wäre ehrlich gewesen! Und so bekloppt wie wir Fans sind, wäre das Geld auch so zusammengekommen...aber mit einem Unterschied: Niemand hätte sich dann beschwert, das Geld sei weg!Das ist vollkommen richtig. Hätte ich mir für mich auch vorstellen können.
22.02.2023 - 19:10 Uhr
Spannende Diskussion und ich finde es lobenswert, wenn man sich der Thematik auch als Fan (von außen) annimmt und nach Lösungen sucht.
Ich gehe stark davon aus, dass die meisten unserer Verantwortlichen der letzten Jahre sich Gedanken gemacht haben, wie man das „Stadionproblem“ gelöst bekommt. In der 3. Liga war dies aus nachvollziehbaren Gründen sicher weniger relevant.
Ich stehe dem Thema Crowdfunding unglaublich skeptisch gegenüber!
Einige Fans haben schon mittelmäßige bis schlechte Erfahrungen gemacht mit den bereits genannten Anleihen und ich kenne einige, die nicht mehr bereit sind so etwas zu unterstützen(unabhängig wer da oben das Sagen hat).
Selbst wenn man einige überzeugen könnte mitzumachen, einige Neue hinzugewinnen könnte und quasi die Basis noch einmal was investiert(vielleicht sogar mehr als beim letzten Mal?) kann ich mir vorstellen, dass mehr rauskommt wie beim letzten Mal.
Das wird aber nicht annähernd genug sein, um das ganze zu kaufen. Optimistisch gesehen gehe ich mal von einem niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus (im Idealfall).
Sollte man irgendwie zu einer Lösung mit der Stadt kommen und man bekommt das Stadion zu einem niedrigen Preis oder gar „geschenkt“, könnte eine Fan-Aktion zur Sanierung durchaus einiges bewirken. (wobei mir nicht klar ist, welches finanzielle Volumen die ganzen Sanierungen betragen würden).
Ich gehe stark davon aus, dass die meisten unserer Verantwortlichen der letzten Jahre sich Gedanken gemacht haben, wie man das „Stadionproblem“ gelöst bekommt. In der 3. Liga war dies aus nachvollziehbaren Gründen sicher weniger relevant.
Ich stehe dem Thema Crowdfunding unglaublich skeptisch gegenüber!
Einige Fans haben schon mittelmäßige bis schlechte Erfahrungen gemacht mit den bereits genannten Anleihen und ich kenne einige, die nicht mehr bereit sind so etwas zu unterstützen(unabhängig wer da oben das Sagen hat).
Selbst wenn man einige überzeugen könnte mitzumachen, einige Neue hinzugewinnen könnte und quasi die Basis noch einmal was investiert(vielleicht sogar mehr als beim letzten Mal?) kann ich mir vorstellen, dass mehr rauskommt wie beim letzten Mal.
Das wird aber nicht annähernd genug sein, um das ganze zu kaufen. Optimistisch gesehen gehe ich mal von einem niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus (im Idealfall).
Sollte man irgendwie zu einer Lösung mit der Stadt kommen und man bekommt das Stadion zu einem niedrigen Preis oder gar „geschenkt“, könnte eine Fan-Aktion zur Sanierung durchaus einiges bewirken. (wobei mir nicht klar ist, welches finanzielle Volumen die ganzen Sanierungen betragen würden).
22.02.2023 - 21:44 Uhr
Ich würde mich gerne der Stadionthematik mal von einer anderen Seite aus nähern - einer, die weniger schlechte Erinnerungen (Kapilendo war auch für mich Lehrgeld @Newtrial ) hervorruft und eigentlich auch besser zur Situation passen könnte, als eine rein kapitalistische Lösung.
Man könnte eine Stadiongenossenschaft gründen. Ziel wäre die Übernahme und der Betrieb des FWS mit Zweckbindung an den Fußball und daneben Veranstaltungen.
Jedermann könnte Genossenschaftsanteile zeichnen (nehmen wir das Beispiel eines Geno-Anteils für 1000 EURO), wobei man eine bestimmte Anzahl an Genoanteilen als Maximum nennen würde, aber Ausnahmen für die Stadt Kaiserslautern und den FCK e.V. machen könnte. Stadt und FCK könnten von Anfang an eine gewisse Anzahl an Anteilen übernehmen bzw. die Anteile nehmen, die nicht von Fans und Interessierten gekauft würden.
Anders als ein Verein würde die Genossenschaft durchaus eine Gewinnerzielungsabsicht haben, aber sie hat auch eine soziale Komponente und das ist die Erhaltung der Anlage für den Sport und die Förderung der Region. Bei Erträgen schüttet sie eine (überschaubare) Dividende aus, würde aber wie andere Genossenschaften auch nachhaltiger als eine Kapitalgesellschaft wirtschaften.
Die Idee wäre, das Stadion zu einem reduzierten Betrag ankaufen zu können. Natürlich sollte dieser idealerweise den Kredit weitgehend decken, aber auch eine Teildeckung könnte im Ergebnis gut für die Stadt sein. Leider hat man den Zins-Sweet-Spot für eine sinnvolle Refinanzierung verpasst und hängt in dem DÄMLICHSTEN FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE fest. Aber sei´s drum, das könnte man ja jetzt eben gerade ändern.
Gelingt es der Geno 30-40 Mio. einzusammeln (mit Verein + Stadt + Fans + Investoren durchaus möglich) wird die Sache denkbar. Die Stadionpacht kann dann so bemessen sein, dass die Genossenschaft Erträge erzielt, aber auch das Stadion warten kann.
OB dann der FCK überhaupt noch rückkaufen muss ist fraglich. Wenn ja, könnte die Genossenschaft ihm einen wirtschaftlich angemessenen Preis machen, es wäre sichergestellt, dass es zum FCK und nicht an Investoren ginge.
Man könnte eine Stadiongenossenschaft gründen. Ziel wäre die Übernahme und der Betrieb des FWS mit Zweckbindung an den Fußball und daneben Veranstaltungen.
Jedermann könnte Genossenschaftsanteile zeichnen (nehmen wir das Beispiel eines Geno-Anteils für 1000 EURO), wobei man eine bestimmte Anzahl an Genoanteilen als Maximum nennen würde, aber Ausnahmen für die Stadt Kaiserslautern und den FCK e.V. machen könnte. Stadt und FCK könnten von Anfang an eine gewisse Anzahl an Anteilen übernehmen bzw. die Anteile nehmen, die nicht von Fans und Interessierten gekauft würden.
Anders als ein Verein würde die Genossenschaft durchaus eine Gewinnerzielungsabsicht haben, aber sie hat auch eine soziale Komponente und das ist die Erhaltung der Anlage für den Sport und die Förderung der Region. Bei Erträgen schüttet sie eine (überschaubare) Dividende aus, würde aber wie andere Genossenschaften auch nachhaltiger als eine Kapitalgesellschaft wirtschaften.
Die Idee wäre, das Stadion zu einem reduzierten Betrag ankaufen zu können. Natürlich sollte dieser idealerweise den Kredit weitgehend decken, aber auch eine Teildeckung könnte im Ergebnis gut für die Stadt sein. Leider hat man den Zins-Sweet-Spot für eine sinnvolle Refinanzierung verpasst und hängt in dem DÄMLICHSTEN FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE fest. Aber sei´s drum, das könnte man ja jetzt eben gerade ändern.
Gelingt es der Geno 30-40 Mio. einzusammeln (mit Verein + Stadt + Fans + Investoren durchaus möglich) wird die Sache denkbar. Die Stadionpacht kann dann so bemessen sein, dass die Genossenschaft Erträge erzielt, aber auch das Stadion warten kann.
OB dann der FCK überhaupt noch rückkaufen muss ist fraglich. Wenn ja, könnte die Genossenschaft ihm einen wirtschaftlich angemessenen Preis machen, es wäre sichergestellt, dass es zum FCK und nicht an Investoren ginge.
22.02.2023 - 22:25 Uhr
Ein paar Gedanken dazu:
Wer ist "man"?
So weit ich weiß hat der FCK e.V. immer noch mit den Schulden aus der Insolvenz zu kämpfen und nur Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen. Wie / was sollte er da in eine Genossenschaft investieren?
Ich habe noch nie gehört, dass das von Seiten der Stadt schon mal auf den Tisch gebracht wurde.
Es muss ja auch einen Grund geben, dass die Stadt KL noch keinen Käufer / Investor für das Stadion gewinnen konnte (erst saßen angeblich Holländer und dann Becca an deren Tisch aber so ganz wollte wohl keine der Seiten das Geschäft tätigen).
Darüber haben sich schon einige Offizielle aber auch Leute aus dem Umfeld den Kopf zerbrochen. Und bei der Stadt gab es ja auch schon Anwandlungen (s.o.) das Problem irgendwie von der Backe zu bekommen.
Warum sich jemand "jetzt gerade", wo es zum ersten mal seit 10 Jahren mit dem FCK nicht Berg ab geht, dieses Thema zu eigen machen sollte erschließt sich mir nicht.
Es wäre doch naheliegend bestehende Strukturen zu nutzen. Die Kapitalgesellschaft darf ausdrücklich auch Grundstücks- und Immobiliengeschäfte tätigen. Da hast du den FCK e.V. und die Investoren schon dabei. Öffnest du dann noch die Fansäule (in die natürlich auch die Stadt KL investieren könnte aber auch als "stiller Investor" in die dafür vorgesehene Säule kommen könnte) wären alle Spatzen gefangen.
Anscheinend macht es (momentan, bei den herrschenden Bedingungen) aber für niemanden Sinn so etwas ins Auge zu fassen.
Zitat von BenMic
Man könnte eine Stadiongenossenschaft gründen.
Man könnte eine Stadiongenossenschaft gründen.
Wer ist "man"?
Zitat von BenMic
Jedermann könnte Genossenschaftsanteile zeichnen ( ... ), aber Ausnahmen für die Stadt Kaiserslautern und den FCK e.V. machen könnte.
Jedermann könnte Genossenschaftsanteile zeichnen ( ... ), aber Ausnahmen für die Stadt Kaiserslautern und den FCK e.V. machen könnte.
So weit ich weiß hat der FCK e.V. immer noch mit den Schulden aus der Insolvenz zu kämpfen und nur Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen. Wie / was sollte er da in eine Genossenschaft investieren?
Zitat von BenMic
Die Idee wäre, das Stadion zu einem reduzierten Betrag ankaufen zu können.
Die Idee wäre, das Stadion zu einem reduzierten Betrag ankaufen zu können.
Ich habe noch nie gehört, dass das von Seiten der Stadt schon mal auf den Tisch gebracht wurde.
Es muss ja auch einen Grund geben, dass die Stadt KL noch keinen Käufer / Investor für das Stadion gewinnen konnte (erst saßen angeblich Holländer und dann Becca an deren Tisch aber so ganz wollte wohl keine der Seiten das Geschäft tätigen).
Zitat von BenMic
DÄMLICHSTEN FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE fest. Aber sei´s drum, das könnte man ja jetzt eben gerade ändern.
DÄMLICHSTEN FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE fest. Aber sei´s drum, das könnte man ja jetzt eben gerade ändern.
Darüber haben sich schon einige Offizielle aber auch Leute aus dem Umfeld den Kopf zerbrochen. Und bei der Stadt gab es ja auch schon Anwandlungen (s.o.) das Problem irgendwie von der Backe zu bekommen.
Warum sich jemand "jetzt gerade", wo es zum ersten mal seit 10 Jahren mit dem FCK nicht Berg ab geht, dieses Thema zu eigen machen sollte erschließt sich mir nicht.
Es wäre doch naheliegend bestehende Strukturen zu nutzen. Die Kapitalgesellschaft darf ausdrücklich auch Grundstücks- und Immobiliengeschäfte tätigen. Da hast du den FCK e.V. und die Investoren schon dabei. Öffnest du dann noch die Fansäule (in die natürlich auch die Stadt KL investieren könnte aber auch als "stiller Investor" in die dafür vorgesehene Säule kommen könnte) wären alle Spatzen gefangen.
Anscheinend macht es (momentan, bei den herrschenden Bedingungen) aber für niemanden Sinn so etwas ins Auge zu fassen.
22.02.2023 - 22:38 Uhr
Für die Gründung einer Genossenschaft bräuchtest du 3 Gründungsmitglieder. FCK e.V., Stadt Kaiserslautern und meinetwegen KGaA würden reichen, es finden sich aber sicher auch genug andere Gründer. Der Gründungsaufwand ist sehr überschaubar. Das ist wahrlich kein Problem, das auch nur 2 Gedanken kostet.
Zitat von Roon_Bub
So weit ich weiß hat der FCK e.V. immer noch mit den Schulden aus der Insolvenz zu kämpfen und nur Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen. Wie / was sollte er da in eine Genossenschaft investieren?
Zitat von BenMic
Jedermann könnte Genossenschaftsanteile zeichnen ( ... ), aber Ausnahmen für die Stadt Kaiserslautern und den FCK e.V. machen könnte.
Jedermann könnte Genossenschaftsanteile zeichnen ( ... ), aber Ausnahmen für die Stadt Kaiserslautern und den FCK e.V. machen könnte.
So weit ich weiß hat der FCK e.V. immer noch mit den Schulden aus der Insolvenz zu kämpfen und nur Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen. Wie / was sollte er da in eine Genossenschaft investieren?
Er müsste nicht viel investieren - und man muss den Zeitraum bedenken. Wenn man ein solches Modell fahren will braucht es Verhandlungen, Überzeugungsarbeit, Einwerbung, Gründung, etc. Wir sprechen hier von Jahren - mindestens zwei eher vier. Nur müsste man konzeptionell mal anfangen zu denken. Wenn der FCK und die Stadt z.B. 50 TEURO aufbringen und so 50 Anteile halten und der Rest im Streubesitz ist, aber bestimmte Sonderrechte mit den Hauptmitgliedern verbunden sind (was im Rahmen kluger Satzungsgestaltung durchaus nicht ausgeschlossen ist), reicht das ggf. schon.
Zitat von Roon_Bub
Ich habe noch nie gehört, dass das von Seiten der Stadt schon mal auf den Tisch gebracht wurde.
Es muss ja auch einen Grund geben, dass die Stadt KL noch keinen Käufer / Investor für das Stadion gewinnen konnte (erst saßen angeblich Holländer und dann Becca an deren Tisch aber so ganz wollte wohl keine der Seiten das Geschäft tätigen).
Ich habe noch nie gehört, dass das von Seiten der Stadt schon mal auf den Tisch gebracht wurde.
Es muss ja auch einen Grund geben, dass die Stadt KL noch keinen Käufer / Investor für das Stadion gewinnen konnte (erst saßen angeblich Holländer und dann Becca an deren Tisch aber so ganz wollte wohl keine der Seiten das Geschäft tätigen).
Die Stadt wird idealerweise einen Verkauf zum Kreditstand anstreben, der aber über einem Marktwert liegen dürfte. Das ist für Investoren die fremdfinanziert sind ein großes Problem, weil damit sofort eine Abschreibung verbunden ist und dann DSCR und andere Covenants greifen würden. Das geht nur mit Eigenkapital oder hohem Eigenkapitalanteil... und das geht wiederum sehr gut bei Genossenschaften, wenn es mit dem Zweck in Verbindung steht.
Trotzdem sollte auch die Stadt einen Teil des sauren Apfels aufbringen, um die elende Finanzierung endlich loszuwerden. Und außerdem: so ein Modell ist vielleicht eher mehrheitsfähig als ein dubioser Geschäftsmann mit Steuerstrafverfahren.
Zitat von Roon_Bub
Darüber haben sich schon einige Offizielle aber auch Leute aus dem Umfeld den Kopf zerbrochen. Und bei der Stadt gab es ja auch schon Anwandlungen (s.o.) das Problem irgendwie von der Backe zu bekommen.
Warum sich jemand "jetzt gerade", wo es zum ersten mal seit 10 Jahren mit dem FCK nicht Berg ab geht, dieses Thema zu eigen machen sollte erschließt sich mir nicht.
Zitat von BenMic
DÄMLICHSTEN FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE fest. Aber sei´s drum, das könnte man ja jetzt eben gerade ändern.
DÄMLICHSTEN FINANZIERUNGSMODELL DAS ICH KENNE fest. Aber sei´s drum, das könnte man ja jetzt eben gerade ändern.
Darüber haben sich schon einige Offizielle aber auch Leute aus dem Umfeld den Kopf zerbrochen. Und bei der Stadt gab es ja auch schon Anwandlungen (s.o.) das Problem irgendwie von der Backe zu bekommen.
Warum sich jemand "jetzt gerade", wo es zum ersten mal seit 10 Jahren mit dem FCK nicht Berg ab geht, dieses Thema zu eigen machen sollte erschließt sich mir nicht.
Recht einfach - weil die guten Zeiten diejenigen sind, bei denen man sich für die schlechten Zeiten rüsten kann. JETZT ist Begeisterung da. JETZT ist ein positives Zukunftssignal da. JETZT kann der FCK auch Mal Gelder aufbringen.
Wenn man abwartet und in der nächsten Krise handeln will, ist wieder weder Geld noch Wille da.
Zitat von Roon_Bub
Es wäre doch naheliegend bestehende Strukturen zu nutzen. Die Kapitalgesellschaft darf ausdrücklich auch Grundstücks- und Immobiliengeschäfte tätigen. Da hast du den FCK e.V. und die Investoren schon dabei. Öffnest du dann noch die Fansäule (in die natürlich auch die Stadt KL investieren könnte aber auch als "stiller Investor" in die dafür vorgesehene Säule kommen könnte) wären alle Spatzen gefangen.
Es wäre doch naheliegend bestehende Strukturen zu nutzen. Die Kapitalgesellschaft darf ausdrücklich auch Grundstücks- und Immobiliengeschäfte tätigen. Da hast du den FCK e.V. und die Investoren schon dabei. Öffnest du dann noch die Fansäule (in die natürlich auch die Stadt KL investieren könnte aber auch als "stiller Investor" in die dafür vorgesehene Säule kommen könnte) wären alle Spatzen gefangen.
Nein, das sehe ich anders. Die Kapitalgesellschaft wird noch sehr lange brauchen, um auch nur ansatzweise das Stadion übernehmen zu können. Die Öffnung der Fansäule in allen Ehren - das sind Dinge die ich erst in Liga 1 wirklich nachhaltig sehe.
In der Zwischenzeit verkommt das Stadion, weil die Stadiongesellschaft nicht investieren kann. Irgendwann ist es eine teure Ruine.
Zitat von Roon_Bub
Anscheinend macht es (momentan, bei den herrschenden Bedingungen) aber für niemanden Sinn so etwas ins Auge zu fassen.
Anscheinend macht es (momentan, bei den herrschenden Bedingungen) aber für niemanden Sinn so etwas ins Auge zu fassen.
Es geht hier um Diskussionen zu Ideen. Lange Zeit hat man ähnlich über den Einstieg von Investoren gesprochen. Oder über eine Insolvenz. Am Ende war beides notwendig, um wieder auf die Erfolgschiene zu kommen. Ich sage es einfach Mal mit dem Phrasenschwein: "Das Bessere ist der Feind des Guten."
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