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Finanzlage der Eintracht

23.12.2006 - 12:55 Uhr
Finanzlage der Eintracht |#5371
06.03.2026 - 14:29 Uhr
Den Kicker lese ich seit ca 30 Jahren, Montags- und Donnerstagsausgabe waren ein steter Begleiter meines Hobbys Eintracht Frankfurt.

In letzter Zeit bin ich mit einer zunehmenden Anzahl an Artikeln/Benotungen/Einordnungen nicht mehr einverstanden, aber sei es drum.

Worauf ich hinaus möchte ist, dass der Kicker ein Sportmagazin ist und hier seine Expertise hat. Was er jedoch nicht ist, ist eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und daher sollte man die Einordnung der Zahlen durchaus auch mal kritisch hinterfragen.

Es kann durchaus sein, dass die SGE im Minusbereich landet, selbst ein knapper Gewinn würde erstmal verwundern, da man hohe Verlaufserlöse hatte und zudem sportlich erfolgreich war.

Aber…

Wer sagt denn, dass die Eintracht sich nicht bewusst „ärmer“ rechnet, um zB Steuern zu sparen oder aus anderen Gründen. Es gibt hier definitiv Stellschrauben.

Ein Professor sagte damals mal „Arme Unternehmen rechnen sich reich und reiche in nicht selten arm“.

Daher…der Kicker kennt die Zahlen, so wie wir (bald) ebenfalls, aber wie diese zustande kamen, welche Bilanzpolitik möglicherweise dahintersteckt, das weiß der liebe Kicker Journalist genauso viel oder wenig wie wir!

Was in der Betrachtung (insbesondere einiger Mitschreiber im Forum) komplett untergeht sind die immensen stillen Reserven die über Jahre aufgebaut worden sind. Es kann daher überhaupt keine Rede davon sein, dass unser Geschäftsmodell nicht funktionieren würde.

Das Gegenteil ist der Fall, ohne dieses Geschäftsmodell hätten wir nicht den DFB Pokal gewonnen, nicht den Eurocup, hätten nicht CL gespielt, hätten keine Spiele gegen Arsenal, Chelsea, Tottenham, Liverpool, Real, Barca, Athletico, Lissabon, Inter, Neapel, Ajax und und und spielen dürfen.

Wir hätten hier keine Spieler wie Trapp, Pacho, Kolo, Jovic, Haller, Silva, Ekitike und und und bewundern dürfen.

Und aktuell, selbst wenn wir (leicht) im Minus landen sollten, was sich dann (leicht) negativ auf das EK auswirken würde, haben wir im Kader:

Santos, Theate, Brown, Uzun, Larsson, Collins, Amenda, Burkardt, Doan, Jupp, Bahoya und viele mehr, die man für großes Geld abgeben könnte.

Und das werden wir auch sporadisch, weil das eben unser Geschäftsmodell ist.

Ist dies mit Risiken verbunden? Klaro, das ist aber jeder Ansatz! Aber nur sehr wenige Alternativmodelle sind gleichermaßen erfolgsversprechend wie das unsrige.

Es kommt eben auf die Qualität der Entscheidungen an, insbesondere auf das Scouting und die Entwicklung durch einen guten Trainer. Hier ist dieses Jahr nicht alles ganz rund gelaufen….

Aber an die Kritiker gerichtet, welcher Verein (mit annähernd gleichen Möglichkeiten) in Liga 1 hat in den letzten zehn Jahren das geleistet was unsere Verantwortlichen geleistet haben?

Keiner! Das war herausragende Arbeit in denen der Verein gewachsen ist wie wir es vor zehn Jahren niemals für möglich gehalten hätten und dafür, um zum Schluss zu kommen, haben sich die Vorstände ein hohes Gehalt (durch einen hohen Bonus) verdient! Ob es jetzt 10 Mio sein müssen oder ob acht reichen ist für mich dabei sekundär, denn das große Ganze passt und die zwei Millionen die sie in den Augen einiger vielleicht „zu teuer“ sind, haben sie alleine mit Jupp im Winter schon um ein Vielfaches hereingeholt.
Finanzlage der Eintracht |#5372
06.03.2026 - 14:35 Uhr
Zitat von corleone82
Den Kicker lese ich seit ca 30 Jahren, Montags- und Donnerstagsausgabe waren ein steter Begleiter meines Hobbys Eintracht Frankfurt.

In letzter Zeit bin ich mit einer zunehmenden Anzahl an Artikeln/Benotungen/Einordnungen nicht mehr einverstanden, aber sei es drum.

Worauf ich hinaus möchte ist, dass der Kicker ein Sportmagazin ist und hier seine Expertise hat. Was er jedoch nicht ist, ist eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und daher sollte man die Einordnung der Zahlen durchaus auch mal kritisch hinterfragen.

Es kann durchaus sein, dass die SGE im Minusbereich landet, selbst ein knapper Gewinn würde erstmal verwundern, da man hohe Verlaufserlöse hatte und zudem sportlich erfolgreich war.

Aber…

Wer sagt denn, dass die Eintracht sich nicht bewusst „ärmer“ rechnet, um zB Steuern zu sparen oder aus anderen Gründen. Es gibt hier definitiv Stellschrauben.

Ein Professor sagte damals mal „Arme Unternehmen rechnen sich reich und reiche in nicht selten arm“.

Daher…der Kicker kennt die Zahlen, so wie wir (bald) ebenfalls, aber wie diese zustande kamen, welche Bilanzpolitik möglicherweise dahintersteckt, das weiß der liebe Kicker Journalist genauso viel oder wenig wie wir!

Was in der Betrachtung (insbesondere einiger Mitschreiber im Forum) komplett untergeht sind die immensen stillen Reserven die über Jahre aufgebaut worden sind. Es kann daher überhaupt keine Rede davon sein, dass unser Geschäftsmodell nicht funktionieren würde.

Das Gegenteil ist der Fall, ohne dieses Geschäftsmodell hätten wir nicht den DFB Pokal gewonnen, nicht den Eurocup, hätten nicht CL gespielt, hätten keine Spiele gegen Arsenal, Chelsea, Tottenham, Liverpool, Real, Barca, Athletico, Lissabon, Inter, Neapel, Ajax und und und spielen dürfen.

Wir hätten hier keine Spieler wie Trapp, Pacho, Kolo, Jovic, Haller, Silva, Ekitike und und und bewundern dürfen.

Und aktuell, selbst wenn wir (leicht) im Minus landen sollten, was sich dann (leicht) negativ auf das EK auswirken würde, haben wir im Kader:

Santos, Theate, Brown, Uzun, Larsson, Collins, Amenda, Burkardt, Doan, Jupp, Bahoya und viele mehr, die man für großes Geld abgeben könnte.

Und das werden wir auch sporadisch, weil das eben unser Geschäftsmodell ist.

Ist dies mit Risiken verbunden? Klaro, das ist aber jeder Ansatz! Aber nur sehr wenige Alternativmodelle sind gleichermaßen erfolgsversprechend wie das unsrige.

Es kommt eben auf die Qualität der Entscheidungen an, insbesondere auf das Scouting und die Entwicklung durch einen guten Trainer. Hier ist dieses Jahr nicht alles ganz rund gelaufen….

Aber an die Kritiker gerichtet, welcher Verein (mit annähernd gleichen Möglichkeiten) in Liga 1 hat in den letzten zehn Jahren das geleistet was unsere Verantwortlichen geleistet haben?

Keiner! Das war herausragende Arbeit in denen der Verein gewachsen ist wie wir es vor zehn Jahren niemals für möglich gehalten hätten und dafür, um zum Schluss zu kommen, haben sich die Vorstände ein hohes Gehalt (durch einen hohen Bonus) verdient! Ob es jetzt 10 Mio sein müssen oder ob acht reichen ist für mich dabei sekundär, denn das große Ganze passt und die zwei Millionen die sie in den Augen einiger vielleicht „zu teuer“ sind, haben sie alleine mit Jupp im Winter schon um ein Vielfaches hereingeholt.



Wenn schon Forderungen verkauft werden dann wird es auch um die Liquidiät nicht wahnsinnig berauschend bestellt sein
Finanzlage der Eintracht |#5373
06.03.2026 - 15:07 Uhr
Also eines ist klar, ein Fußballverein, ausgenommen vielleicht Bayern München oder Leipzig, wird nicht haufenweise Geld auf dem Konto liegen haben. Der Wert eines „normalen“ Clubs sind die Spieler! Wir sind nun eben an eine Grenze gestoßen in der wir mittlerweile viel Geld investieren müssen, um Spieler zu bekommen, die uns besser machen. Und wenn man dafür dann eben eine Forderung verkauft um kurzfristig an Cash zu kommen (weil man Spieler unter der Saison nicht verkauft), dann ist dem eben so. Abgesichert ist das alles um ein Vielfaches durch die stillen Reserven.

Und jetzt überleg mal wen wir im Winter gekauft haben…das waren ein paar Millionen. Diese Summe werden wir in Zukunft aber um ein Vielfaches wieder reinbekommen (für die selben Spieler) und dann muss man doch zum Urteil kommen „alles richtig gemacht“…statt „Party auf Pump“.
Finanzlage der Eintracht |#5374
06.03.2026 - 15:26 Uhr
Zitat von Frankurt1988

Wenn schon Forderungen verkauft werden dann wird es auch um die Liquidiät nicht wahnsinnig berauschend bestellt sein


Aha.
Nahezu jeder Zahnarzt verkauft seine Forderungen (nennt sich Factoring). Banken verkaufen ihre Forderungen zur Forderungsbündelung. Nahezu jedes große Unternehmen hat Forderungen die es verkauft, nennt sich second oder gar third Placement.
Soweit mir bekannt, hat die SGE das einmal wirklich aus Liquiditätsproblemen heraus gemacht und das war der Haller Verkauf zu West Ham. Lag aber maßgeblich an West Ham, was man so hört.

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Nur die SGE

#StandwithUkraine

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Falkenmayer am 06.03.2026 um 15:26 Uhr bearbeitet
Finanzlage der Eintracht |#5375
06.03.2026 - 15:35 Uhr
Zitat von Falkenmayer
Zitat von Frankurt1988

Wenn schon Forderungen verkauft werden dann wird es auch um die Liquidiät nicht wahnsinnig berauschend bestellt sein


Aha.
Nahezu jeder Zahnarzt verkauft seine Forderungen (nennt sich Factoring). Banken verkaufen ihre Forderungen zur Forderungsbündelung. Nahezu jedes große Unternehmen hat Forderungen die es verkauft, nennt sich second oder gar third Placement.
Soweit mir bekannt, hat die SGE das einmal wirklich aus Liquiditätsproblemen heraus gemacht und das war der Haller Verkauf zu West Ham. Lag aber maßgeblich an West Ham, was man so hört.


Bei Haller ging es dazu auch um nicht grade wenig Geld. West Ham soll damals nur eine Rate gezahlt haben, von den 50Mio€. Wo weitere Zahlungen noch in die Corona Zeit gefallen sind.

•     •     •

United Colors of Bembeltown

Eintracht Frankfurt
Deutscher Meister 1959
UEFA Pokal / Europa League Sieger 1980, 2022
DFB Pokalsieger 1974,1975,1981,1988, 2018
Finanzlage der Eintracht |#5376
06.03.2026 - 16:19 Uhr
Zitat von Falkenmayer
Zitat von Frankurt1988

Wenn schon Forderungen verkauft werden dann wird es auch um die Liquidiät nicht wahnsinnig berauschend bestellt sein


Aha.
Nahezu jeder Zahnarzt verkauft seine Forderungen (nennt sich Factoring). Banken verkaufen ihre Forderungen zur Forderungsbündelung. Nahezu jedes große Unternehmen hat Forderungen die es verkauft, nennt sich second oder gar third Placement.
Soweit mir bekannt, hat die SGE das einmal wirklich aus Liquiditätsproblemen heraus gemacht und das war der Haller Verkauf zu West Ham. Lag aber maßgeblich an West Ham, was man so hört.


Forderungen werden allerdings aus unterschiedlichen Gründen abgetreten. Beim Zahnarzt geht es ja darum, dass der sich da schlicht Aufwand und Geld spart, wenn er nicht selber die Rechnungsbegleichung nachhalten oder gar noch säumigen Zahlern hinterher laufen muss.
Hier wäre das aber ja ein bisschen anders gelagert. Man hat sich von der Oldenburgischen Landesbank vorzeitig Geld auszahlen lassen, welches einem aufgrund der verkauften Stadionnamensrechte zukünftig noch zusteht. Und im Gegenzug diese zukünftigen Forderungen an die Bank abgetreten.
Nachdem der Stadionsponsor nun die Deutsche Bank ist, gehe ich mal nicht davon aus, dass man Sorge hatte sein Geld nicht oder nicht zu den vereinbarten Terminen zu bekommen, wie das beispielsweise bei den Haller-Raten der Fall gewesen sein könnte. Sondern das ist schon ziemlich eindeutig so, dass man hier zukünftiges Geld, welches sehr sicher zu den vereinbarten Terminen geflossen wäre, offenbar heute schon braucht.
Und natürlich streckt die Oldenburgische Landesbank auch nicht aus christlicher Nächstenliebe einen zweistelligen Millionenbetrag vor, sondern die will bei dem Ganzen auch einen Schnitt machen. D.h. um heute schon über das Geld verfügen zu können, hat man sich unterm Strich mit einem kleineren Betrag zufrieden gegeben, als wenn man das Geld nach und nach vom Stadionsponsor in den vereinbarten Tranchen erhalten hätte.
Ganz so einfach wie mit Zahnarzt-Factoring würde ich den Vorgang also nicht abtun... (Immer vorausgesetzt der Kicker-Artikel ist korrekt.)
Finanzlage der Eintracht |#5377
06.03.2026 - 18:07 Uhr
Zitat von Santiago15
Zitat von Falkenmayer

Zitat von Frankurt1988

Wenn schon Forderungen verkauft werden dann wird es auch um die Liquidiät nicht wahnsinnig berauschend bestellt sein


Aha.
Nahezu jeder Zahnarzt verkauft seine Forderungen (nennt sich Factoring). Banken verkaufen ihre Forderungen zur Forderungsbündelung. Nahezu jedes große Unternehmen hat Forderungen die es verkauft, nennt sich second oder gar third Placement.
Soweit mir bekannt, hat die SGE das einmal wirklich aus Liquiditätsproblemen heraus gemacht und das war der Haller Verkauf zu West Ham. Lag aber maßgeblich an West Ham, was man so hört.


Forderungen werden allerdings aus unterschiedlichen Gründen abgetreten. Beim Zahnarzt geht es ja darum, dass der sich da schlicht Aufwand und Geld spart, wenn er nicht selber die Rechnungsbegleichung nachhalten oder gar noch säumigen Zahlern hinterher laufen muss.
Hier wäre das aber ja ein bisschen anders gelagert. Man hat sich von der Oldenburgischen Landesbank vorzeitig Geld auszahlen lassen, welches einem aufgrund der verkauften Stadionnamensrechte zukünftig noch zusteht. Und im Gegenzug diese zukünftigen Forderungen an die Bank abgetreten.
Nachdem der Stadionsponsor nun die Deutsche Bank ist, gehe ich mal nicht davon aus, dass man Sorge hatte sein Geld nicht oder nicht zu den vereinbarten Terminen zu bekommen, wie das beispielsweise bei den Haller-Raten der Fall gewesen sein könnte. Sondern das ist schon ziemlich eindeutig so, dass man hier zukünftiges Geld, welches sehr sicher zu den vereinbarten Terminen geflossen wäre, offenbar heute schon braucht.
Und natürlich streckt die Oldenburgische Landesbank auch nicht aus christlicher Nächstenliebe einen zweistelligen Millionenbetrag vor, sondern die will bei dem Ganzen auch einen Schnitt machen. D.h. um heute schon über das Geld verfügen zu können, hat man sich unterm Strich mit einem kleineren Betrag zufrieden gegeben, als wenn man das Geld nach und nach vom Stadionsponsor in den vereinbarten Tranchen erhalten hätte.
Ganz so einfach wie mit Zahnarzt-Factoring würde ich den Vorgang also nicht abtun... (Immer vorausgesetzt der Kicker-Artikel ist korrekt.)


Eindeutig wenn der Kicker Artikel korrekt ist.
Es kann sich jeder ausrechnen, wie eng etwas gestrickt ist, wenn man 3 Spieler für zusammen 250 Mios verkauft und die Kohle nur in Raten bekommt, aber z.B. die Steuern schon bezahlen muss, den Berater und den vorigen Verein und Ersatz besorgen muss. Jetzt kommt man in die Situation, dass man ins Klo gegriffen hat und dringend Stürmer braucht, die in Summe wohl so 13 Mios gewesen sein sollen. Dazu kommt Kosugi mit 5 Mios als Vorgriff. Jetzt hast Du die Möglichkeit nichts zu tun oder du holst jemanden und rettest damit die Saison. Zumindest ohne Stürmer wäre es nicht gegangen. Dann kommt noch ein neuer Trainer mit kleiner Ablöse, da sind mal schnell 25 Mios weg. Gleichzeitig ist die Abgangsseite nicht optimal verlaufen.
Jetzt ist aber die Frage, warum man sich Geld holt und warum das Stadion?
Kredit holt man sich am besten wenn man ihn nicht braucht, dann ist er günstiger. Ich gehe mal davon aus, dass man in jeder Sicht handlungsfähig bleiben will, um nicht Spieler verkaufen zu müssen. Man will ja auch aktuell Eichhorn und Lenz gerne haben. Im Sommer steht eine WM an, die den ganzen Transferwahnsinn nach hinten schiebt, die Schnäppchen macht man aber vorher zwinker
Warum die Namensrechte? Ich gehe davon aus, dass das Risiko eines Ausfalls der Deutschen Bank geringer ist als vielleicht ein Fußballverein, zumal dort einzelne Forderungen mehrerer Verträge bedürfe. Man sollte auch nicht vergessen, dass wir aus unseren Mitteln bereits 25 Mios in die Stadiondigitalisierung gesteckt haben.
Warum es mir keine Sorgen macht, liegt daran, dass wir zB. im Bestitz unserer Werberechte sind. In der Liga ist es durchaus üblich über eine hohe Sonderzahlung Teile seiner Vermarktungsrechte abzutreten. Das findet in der Regel in größeren Summen statt und seltener beim Stadion, weil es sich bei vielen nicht lohnt. Dieses Prozedere ist in der Regel billiger als sich einen Kredit zu holen zumal man keine laufenden Anuuitäten haben wollen wird, wenn Gelder zu Zeitpunkten fließen.
In der Bundesliga haben imho Bayern, Frankfurt, Gladbach und die "Werkclubs" Wolfsburg, Leipzig und Hoffenheim die Eigenvermarktung. Wenn man die finanziellen Optionen der Bayern, Leipzig, Hoffenheim und Wolfsburg kennt bleiben Frankfurt und Gladbach. Der VfB hat imho eine kleine Summe bekommen und dadurch Zugriff auf alles behalten, zahlt aber dafür Provisionen. Man bekommt jetzt Geld und später weniger. Wenn man am Ende dann sagt, warum Frankfurt so viel , dann verweise ich auf die Ausstehenden Teile der Ablösen. Da lässt sich Frankfurt weniger vergleichen, weil wir einfach innerhalb von 24 Monaten 3 Toptransfers abgewickelt haben, die weitaus über unserem Niveau sind.

Freiburg und Pauli haben auch Eigenvermarktung sehe ich, wobei die Wachstumsambitionen auch nicht die größten in der Liga sind zwinker

Mal schauen ob wie die offenen Beträge der 3 großen Transfers aussehen könnten:
Muani Verkauft Sommer 23 bei 4 Raten wären so 22,5 Mios offen
Marmoush verkauft im Januar 25 bei 4 Raten wären so 37,5 Mios offen
Ekitike verkauft im Sommer 25 bei 4 Raten 67,5 Mios offen.
Das wären 127,5 Mios zwinker warscheinlich zu hoch, weil bei der ersten Rate wohl mehr gezahlt wird, um Beteiligungen etc. auslösen zu können. Aber es gibt einen Eindruck, was da bei uns so "rumgeistert" Das waren jetzt nur die großen 3 Transfers. Pacho, Lindström und Co kommen da wohl auch dazu. Im Gegenzug werden wir natürlich auch noch nicht alles bezahlt haben zwinker

Meiner Meinung nach hat man am Ende nur die Liquidität erhalten und kein bilanzielles Finanzproblem.

•     •     •

Tradition kann man nicht kaufen!
Finanzlage der Eintracht |#5378
07.03.2026 - 00:00 Uhr
Selbst wenn die Informationen des Kicker stimmen, dann weiß man doch nicht, was für Ausgaben/Einnahmen geplant sind. Hat man schon geplant, dass man Kalimuendo fest verpflichtet aber noch keinen Verkauf , weil das unprofessionell wäre? Anders kann ich mir auch nicht erklären, wo die CL Einnahmen hin sind. Und selbst wenn wir 70 Mio. durch Verkäufe benötigen, ist es ja nicht so, als gäbe es gar kein Potenzial dazu. Brown und Bahoya schaffen das fast alleine. Dazu noch Larsson, Uzun oder Collins und Chaibi.

Aber ich finde es eh sehr agendenbehaftet, wenn der VfB der viel mehr für den Kader ausgibt, viel weniger Umsatz hat, auf einmal abgefeiert wird, weil sie sich Prömel für 5 Mio. im Jahr leisten können, wo selbst Hoffenheim nicht mithalten kann. Ebenso der Vergleich von den Vorstandsgehältern für zwei Vorstände in einem Jahr ohne Erfolg mit vier Vorständen im erfolgreichsten Jahr der Geschichte.
Finanzlage der Eintracht |#5379
07.03.2026 - 03:50 Uhr
Zitat von RobChang
Selbst wenn die Informationen des Kicker stimmen, dann weiß man doch nicht, was für Ausgaben/Einnahmen geplant sind. Hat man schon geplant, dass man Kalimuendo fest verpflichtet aber noch keinen Verkauf , weil das unprofessionell wäre? Anders kann ich mir auch nicht erklären, wo die CL Einnahmen hin sind. Und selbst wenn wir 70 Mio. durch Verkäufe benötigen, ist es ja nicht so, als gäbe es gar kein Potenzial dazu. Brown und Bahoya schaffen das fast alleine. Dazu noch Larsson, Uzun oder Collins und Chaibi.

Aber ich finde es eh sehr agendenbehaftet, wenn der VfB der viel mehr für den Kader ausgibt, viel weniger Umsatz hat, auf einmal abgefeiert wird, weil sie sich Prömel für 5 Mio. im Jahr leisten können, wo selbst Hoffenheim nicht mithalten kann. Ebenso der Vergleich von den Vorstandsgehältern für zwei Vorstände in einem Jahr ohne Erfolg mit vier Vorständen im erfolgreichsten Jahr der Geschichte.


Zum BVB gibt es m öffentlich verfügbare Zahlen, was die Vergütung der Geschäftsführung angeht und da ist mit Watzke auch ein langjähriger sehr prominenter Kopf vertreten. Wenn die Eintracht da dann deutlich drüber liegt, ist die Frage der Verhältnismäßigkeit nicht fern

Die Zahlen der letzten Jahre zeigen außerdem, das man durch die enorm gestiegenen Personalkosten auf und außerhalb des Platzes extrem auf sportlichen Erfolg und hohe Transfereinnahmen angewiesen ist um am Ende ein halbwegs ausgeglichenes Ergebnis zu haben. Von daher kann man auch hier die Frage der Nachhaltigkeit stellen. Und nichts anderes macht der Kicker, wenn er angemessen kritisch die Dinge hinterfragt.
Die Eintracht zum Insolvenzfall zu erklären macht nur der beste Kumpel von Tönnies
Finanzlage der Eintracht |#5380
07.03.2026 - 11:51 Uhr
Zitat von corleone82
Den Kicker lese ich seit ca 30 Jahren, Montags- und Donnerstagsausgabe waren ein steter Begleiter meines Hobbys Eintracht Frankfurt.

In letzter Zeit bin ich mit einer zunehmenden Anzahl an Artikeln/Benotungen/Einordnungen nicht mehr einverstanden, aber sei es drum.

Worauf ich hinaus möchte ist, dass der Kicker ein Sportmagazin ist und hier seine Expertise hat. Was er jedoch nicht ist, ist eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und daher sollte man die Einordnung der Zahlen durchaus auch mal kritisch hinterfragen.

Es kann durchaus sein, dass die SGE im Minusbereich landet, selbst ein knapper Gewinn würde erstmal verwundern, da man hohe Verlaufserlöse hatte und zudem sportlich erfolgreich war.

Aber…

Wer sagt denn, dass die Eintracht sich nicht bewusst „ärmer“ rechnet, um zB Steuern zu sparen oder aus anderen Gründen. Es gibt hier definitiv Stellschrauben.

Ein Professor sagte damals mal „Arme Unternehmen rechnen sich reich und reiche in nicht selten arm“.

Daher…der Kicker kennt die Zahlen, so wie wir (bald) ebenfalls, aber wie diese zustande kamen, welche Bilanzpolitik möglicherweise dahintersteckt, das weiß der liebe Kicker Journalist genauso viel oder wenig wie wir!

Was in der Betrachtung (insbesondere einiger Mitschreiber im Forum) komplett untergeht sind die immensen stillen Reserven die über Jahre aufgebaut worden sind. Es kann daher überhaupt keine Rede davon sein, dass unser Geschäftsmodell nicht funktionieren würde.

Das Gegenteil ist der Fall, ohne dieses Geschäftsmodell hätten wir nicht den DFB Pokal gewonnen, nicht den Eurocup, hätten nicht CL gespielt, hätten keine Spiele gegen Arsenal, Chelsea, Tottenham, Liverpool, Real, Barca, Athletico, Lissabon, Inter, Neapel, Ajax und und und spielen dürfen.

Wir hätten hier keine Spieler wie Trapp, Pacho, Kolo, Jovic, Haller, Silva, Ekitike und und und bewundern dürfen.

Und aktuell, selbst wenn wir (leicht) im Minus landen sollten, was sich dann (leicht) negativ auf das EK auswirken würde, haben wir im Kader:

Santos, Theate, Brown, Uzun, Larsson, Collins, Amenda, Burkardt, Doan, Jupp, Bahoya und viele mehr, die man für großes Geld abgeben könnte.

Und das werden wir auch sporadisch, weil das eben unser Geschäftsmodell ist.

Ist dies mit Risiken verbunden? Klaro, das ist aber jeder Ansatz! Aber nur sehr wenige Alternativmodelle sind gleichermaßen erfolgsversprechend wie das unsrige.

Es kommt eben auf die Qualität der Entscheidungen an, insbesondere auf das Scouting und die Entwicklung durch einen guten Trainer. Hier ist dieses Jahr nicht alles ganz rund gelaufen….

Aber an die Kritiker gerichtet, welcher Verein (mit annähernd gleichen Möglichkeiten) in Liga 1 hat in den letzten zehn Jahren das geleistet was unsere Verantwortlichen geleistet haben?

Keiner! Das war herausragende Arbeit in denen der Verein gewachsen ist wie wir es vor zehn Jahren niemals für möglich gehalten hätten und dafür, um zum Schluss zu kommen, haben sich die Vorstände ein hohes Gehalt (durch einen hohen Bonus) verdient! Ob es jetzt 10 Mio sein müssen oder ob acht reichen ist für mich dabei sekundär, denn das große Ganze passt und die zwei Millionen die sie in den Augen einiger vielleicht „zu teuer“ sind, haben sie alleine mit Jupp im Winter schon um ein Vielfaches hereingeholt.


Klar haben wir nicht unerhebliche stille Reserven, aber das kann doch keine Legitimation für Verluste nach der sportlich erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte sein. Wenn du trotz des Hebens der stillen Reserven bei gleichzeitigen immensen CL Einnahmen immernoch Verluste machst, läuft etwas falsch, da braucht man auch nicht um den heißen Brei herumreden. Die Probleme scheinen da ja eindeutig auf der Kostenseite zu liegen, die scheinen aus dem Ruder zu laufen.

Übertragen wir das mal auf eine Versicherung bspw. Die verdienen ihr Geld aus dem Versicherungsbetrieb, also vereinfacht Prämien als Einnahmen gegen Zahlung von Schäden an Kunden. Ihre liquiden Mittel werden dann in Teilen am Kapitalmarkt angelegt und erwirtschaften im besten Fall ebenfalls eine laufende Rendite bei gleichzeitig bildenden stillen Reserven und Lasten.

Wenn ein Versicherer ständig (trotz Umsatzrekord) seine stillen Reserven veräußern müsste, um das Ergebnis zu retten, dann wird auch niemand auf die Idee kommen und sagen ja passt alles. Das ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Was mit den stillen Reserve passieren kann, sieht ma ja gerade aktuell - Krise und das Portfolio rauscht nach unten und die stellen Reserven sind schnell futsch.

Natürlich, ein Fußballverein ist kein Versicherer und muss für sportlichen Erfolg andere Risiken eingehen wenn kein Konzern oder Mäzen dahintersteckt, aber das entbindet dennoch nicht gänzlich von einer wirtschaftlichen Betrachtung.

Am Ende bleibt für mich weiterhin die Frage, auf die hier leider noch niemand eingegangen ist: sollte nach dem Verlust im Vorjahr auch einer in diesem Jahr zu buche stehen - was muss passieren, damit wir Gewinne machen? Wenn die Antwort darauf lautet, noch mehr Spieler verkaufen, dann stimmt was nicht.
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